10 Dachfenster-Merkmale, die Sie kennen sollten

Haustüren im Experten-Test: Materialqualität, Technik und Sicherheit

10 Dachfenster-Merkmale, die Sie kennen sollten

Haustüren verbinden Umwelt und private Räume, öffentliches mit privatem Leben. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Haustüren, denen sie gerecht werden müssen.

Dazu gehören neben dem gewünschten Design vor Allem der Einbruch- und Schallschutz als auch der Wind- und Wetter- sowie Wärme- und Kälteschutz. Unsere Energie-Experten zeigen in diesem Beitrag, worauf es bei einer modernen Haustür ankommt.

Sie geben Ihnen einen Überblick über bauliche, bauphysikalische und sicherheitstechnische Merkmale, die Sie kennen sollten, wenn Sie eine neue Haustür kaufen wollen.

Der Markt bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Haustürtypen und -modelle an, von sehr preisgünstigen bis hin zu sehr teuren Türen.

Die Preise für Haustüren werden davon beeinflusst, wie sie aufgebaut sind und aus welchen Materialien sie bestehen. Grundsätzlich lassen sich Haustüren aus allen gängigen Materialien anfertigen.

So gibt es Haustüren aus reinem Holz, Kunststoff oder Aluminium.

Holz-Haustüren

Hölzerne Haustüren werden hierzulande aus einheimischen Hölzern wie Fichte, Lärche oder Eiche gefertigt. Das Holz kann oberflächlich mit unterschiedlichen RAL-Farben und Dekoren gestaltet sein. Mehrschichtige Lackierungen liefern Wetterschutz und Langlebigkeit.

Massiv und schichtig verleimte Blendrahmen und Flügelrahmen und / oder Haustüren aus Verbundplatten bringen statische Stabilität. Solche Holz-Haustüren lassen sich flügelseitig mit Alu-Dämmsperren ausrüsten.

Um die natürliche Dämmwirkung der Holz-Haustüren zu erhöhen, werden sie mit einem Dämmstoffkern aus PUR-Hartschaum im Türblatt ausgestattet.

Auswahl von Bayerwald Holz-Haustüren: „tabak“, „goldenoak“, „sandgrau“ und „pinie“ (v.l.n.r) (Foto: Bayerwald Fenster Haustüren GmbH)

Haustüren aus Kunststoff sind pflegeleicht und robust. Kunststoff-Haustüren sind langlebig und in vielen Formen und Farben erhältlich.

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Damit weiße Kunststoffhaustüren nicht in der Sonne vergilben, rüstet man sie werkseitig mit einem entsprechenden Schutz aus.

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Höhere Stabilität erzielt man bei Kunststoffhaustüren mit Mehrkammer-Rahmen- und -Flügel-Profilen, in die verzinkte Stahlverstärkungen eingezogen sind. Die Wärmedämmung der Tür wird häufig durch mehrschichtige Füllungen realisiert.

Aluminium-Haustüren

Aluminium ist ein wetterfestes Material, das zudem besonders leicht ist – und zugleich stabil. Basis einer Alu-Haustür ist ein sogenanntes Strangpressprofil.

Die gute Statik kommt von einem Mehrkammer-Profil, das aus einem Kunststoff-Alu-Verbund gefertigt wurde.

Haustüren aus Alu werden in allen RAL-Farben geliefert und lassen sich dank entsprechender Einbrenntechniken auch mit diversen Dekoren individuell gestalten.

Haustüren aus Materialkombinationen

Im Trend liegen Haustüren aus Materialkombinationen aus zwei Werkstoffen wie Holz / Aluminium, Holz / Glas oder Aluminium / Glas.

Manche Modelle vereinen auch mehr als zwei Baumaterialien, denn jedes Haustürmaterial bringt seine spezifischen Eigenschaften mit.

So lassen sich gerade mit Materialkombinationen ein hohes Maß an gleichzeitigem Wärme, Einbruch- und auch Brandschutz erzielen.

Experten-Tipp: Unter modernen Haustüren versteht man heute vor allem multifunktionale, flügelüberdeckende Türen mit flächenbündigem Design aus Aluminium, Holz und Kunststoff, gerne auch mit einem abwechslungsreichen Materialmix, schicken Verglasungen und integrierten Beleuchtungen in LED-Technik.

Besonders gefragt bei aktuellen Haustüren sind Modelle mit einer geschlossenen Türfüllung, deren Seitenteile gerne aus Glas bestehen dürfen. Bei den Farben macht derzeit Grau in allen erdenklichen Schattierungen in Form von Pulverbeschichtungen oder Folien das Rennen.

Dazu kommen weitere Materialien, Farben und Beleuchtungsmöglichkeiten. Bei den Werkstoffen sind dies Aluminium, Edelstahl, Holz, Kunststoff und Glas sowie Kombinationen daraus.

Zusätzliche Elemente aus Edelstahl, Holz oder Stein und die unterschiedlichsten Arten von Türgriffen werten gemeinsam mit einer geschickt verbauten und energieeffizienten LED-Technik die Attraktivität einer Haustür auf.

Moderne Haustüren wirken heute schlicht und elegant (Foto: Verband Fenster + Fassade / Schüco International)

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Im Trend: Sattes Grau und Glas. (Foto: Verband Fenster + Fassade / Bayerwald Fenster & Haustüren)

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Beliebt ist auch eine verspielte Optik (Foto: Verband Fenster + Fassade / RODENBERG Türsysteme)

Um die Qualität von Haustüren zu regeln, werden sie bezüglich ihrer Qualitätsmerkmale, darunter Stabilität, Langlebigkeit, Sicherheit, Witterungsbeständigkeit, Wärmeschutz und Schallschutz, bestimmten Normen unterworfen. Das hilft Ihnen, Haustüren von Qualität zu kaufen.

Die europäische Produktnorm DIN EN 14351-1 enthält diesbezüglich Mindestanforderungen, wobei Punkte wie Sicherheit, Schall- und Wärmeschutz zusätzlich in eigenen DIN-Normen ausführlich geregelt werden.

In Sachen Wärmeschutz unterliegen moderne Haustüren außerdem den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV).

Hausbesitzer sollten beim Kauf einer neuen Haustür vor allem darauf achten, welche Sicherheit sie bietet.

Haustüren mit Einbruchshemmung unterscheidet der Gesetzgeber nach sogenannten Widerstandsklassen (WK, auf Englisch: Resistance Classes“, kurz: RC): RC 1 bis RC 6. Sie werden in der europäischen Prüfnorm DIN V ENV 1627 geregelt.

Die Widerstandsklassen RC 1 bis RC 6 ersetzen die bis zum September 2011 geltende Klassifizierung nach WK 1 bis WK 6.

RC 1 ist die niedrigste Widerstandsklasse / Sicherheitsstufe, RC 6 die höchste. Privathaushalten empfiehlt die Polizei Haustüren der Sicherheitsstufen RC 2 oder RC 3.

Verlässliche Sicherheit versprechen neben der Auszeichnung von Haustüren gemäß den Widerstandsklassen auch Zertifikate, die die entsprechende Qualität der Haustür bestätigen. Zum Beispiel Gütesiegel des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und des Verbands der Sachversicherer (VdS).

Die ausgewiesene Sicherheit einer Haustür ist an ihre fachmännische Montage geknüpft. Haustüren sollten deshalb nach der Anleitung ihres Herstellers eingebaut werden – am besten von fachkundigen Händen. Denn auch für den Einbau gibt es wie auch für den Einbau von Fenstern entsprechend zertifizierte Fachbetriebe.

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Haustüren mit RAL Gütezeichen stehen für eine hohe Produktqualität. RAL zertifizierte Tür- und Fensterbauer bürgen zudem für einen fachmännischen Einbau. (Grafik: Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V.)

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Haustüren lassen sich mit verschiedenen Bauteilen sichern. Gängige Beispiele sind neben Schließzylindern, die vor Einbruch schützen sollen:

Zusätzliche Schließriegel erschweren Einbrechern das Öffnen der Haustür. Sie sitzen ober- und unterhalb des Hauptschlosses. Die Mehrfachriegel werden mit einem Schließvorgang geschlossen beziehungsweise geöffnet – und zwar sämtliche zugleich. Im Handel sind Mehrfachverriegelungen für Haustüren mit drei, fünf, sieben und neun Riegeln üblich.

Die Sicherheits-Tür-Verriegelung Winkhaus autoLock AV3 ist eine automatische Mehrfachverriegelung, die Haustüren wegen ihrer arretierenden Sperrriegel mit Hinterkrallung eine hohe Einbruchhemmung verleihen. (Grafik: Winkhaus)

Unsichere Haustüren lassen sich leicht aushebeln. Das Aushebeln kann man mit Hilfe von speziell gesicherten Türbändern und Scharnieren erschweren beziehungsweise verhindern. Sie garantieren eine feste Verbindung der Türzarge und des Türblattes, wenn die Haustür geschlossen ist.

Zusätzlich zu den genannten mechanischen Sicherungen sind elektronische Systeme

  • Zutrittskontroll-Anlagen, die per Code, ID-Card oder biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Irisscan) bedient werden
  • Video-Anlagen
  • Alarmanlagen

Nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle auch die Beleuchtungsverhältnisse, die an der Haustür installiert sind.

Optimal ausgeleuchtete Haustüren und Eingangsbereiche erschweren es Einbrechern, sich unerkannt und unbeobachtet Zutritt in das Gebäude zu verschaffen.

Hilfreich ist eine entsprechende freisichtige gartentechnische Gestaltung des Eingangsbereiches und eine Beleuchtung, die per Bewegungsmelder eingeschaltet wird.

Attraktive Haustür mit modernem LED-Licht. (Foto: Rodenberg / Aldra Fenster und Türen)

Als Teil der Fassade ist die Haustür auch Teil des energetischen Konzepts, dem diese unterliegt. Sie muss sowohl im Neubau als auch im Sanierungsfall den geltenden Anforderungen des Wärmeschutzes gerecht werden, die in Form von Mindeststandards in der EnEV sowie der Prüfnorm DIN 4108-2 geregelt sind.

Die Haustür muss daher grundsätzlich gut wärmegedämmt sein, damit über sie nicht unnötig Wärme aus dem Haus verloren geht.

Die Wärmedämmung der Tür ist abhängig von ihren Materialien, der Bauart und der Qualität, mit der sie abgedichtet wurde.

Soll die Haustür in einem Gebäude mit höherem als herkömmlichen Energiesparniveau verbaut werden, zum Beispiel einem sogenannten KfW-Effizienzhaus oder Passivhaus, muss die Haustür entsprechend höhere Dämmwerte besitzen.

Tipp: Auskunft über den Wärmeschutz liefert der U-Wert der Haustür: Je geringer der U-Wert ist, desto höher ist der Wärmeschutz der Haustür.

Von den oben genannten Haustür-Baustoffen bietet Holz von Natur aus den besten Wärmeschutz. Allerdings sind moderne Haustüren aus Kunststoff oder Aluminium heute auch in der Lage, Wärme gut im Haus zu halten.

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Immer häufiger werden Baustoffe kombiniert, zum Beispiel Holz oder Kunststoff mit einer wetterfesten Außenschale aus Aluminium.

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Nicht selten integriert man Dämmstoffe, zum Beispiel natürliche wie Kork oder künstliche, konstruktiv in die Haustür, so dass sie auf ähnlich gute oder gar bessere Dämmwerte wie /als Holz kommt.

Wird Glas als eine Komponente der Haustür verwendet, muss es sich um spezielles hochisolierendes Wärmeschutzglas handeln und zudem einen hohen Einbruchschutz mitbringen.

Eine Haustür muss standortgerecht aufgebaut sein und aus entsprechenden Materialien bestehen. Denn je nach Standort ist auch ein anderer Widerstand gegen Wind und Wetter gefragt. Höchste Widerstandsfähigkeit und Schlagregendichte wird von Haustüren erwartet, die gen Westen ausgerichtet sind.

Hausbesitzer sollten beim Kauf einer Haustür nach Kennwerten für Windwiderstand, Schlagregendichte und Luftdurchlässigkeit fragen. Mit ergänzenden baulichen Maßnahmen wie ein Wetterschutz über dem Eingang lässt sich die Haustür zusätzlich vor Witterungseinflüssen schützen.

Auch vor Lärm soll eine Haustür schützen. Ihre Schallschutzwerte werden üblicherweise vom Hersteller angegeben. Werte zwischen 27 und 32 Dezibel sind gängig und ausreichend für Haustüren in normal lauten Wohnlagen. Höhere Werte bieten besseren Schallschutz.

Wer die Haustür erneuert, kann bei der KfW-Bank einen Zuschuss oder einen zinsgünstigen Kredit beantragen. Je nachdem, welches Ziel mit der Erneuerung oder dem Austausch verfolgt wird, kommen unterschiedliche Förderprogramme zum Tragen:

Im KfW-Programm 430 vergibt die KfW einen Zuschuss für den Einbau einer neuen Haustür. Die Zuschuss-Höhe beträgt 20 % der förderfähigen Kosten für Material und Einbau. Maximal werden bis 10.000 Euro Zuschuss je Wohneinheit gewährt.

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Im KfW-Programm 152 können Hausbesitzer für die Erneuerung der Haustür einen zinsgünstigen Kredit erhalten. Maximal 50.000 Euro je Wohneinheit beträgt die Kredithöhe. Attraktiv wird die Förderung durch einen Tilgungszuschuss in Höhe von 20 % (maximal 10.000 Euro).

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Im KfW-Programm 455 „Altersgerecht Umbauen“ bietet sie privaten Haus- und Wohnungseigentümern sowie Mietern lukrative Zuschüsse zur Sicherung gegen Haus- und Wohnungseinbrüche an. Gefördert werden unter anderem der Einbau oder die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- oder Wohnungseingangstüren, der Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster und der Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden.

Im Rahmen des KfW-Programms 455-E können 10 bis 20 Prozent der Kosten gefördert werden und maximal 1.600 Euro Zuschuss pro Antrag ausgezahlt werden. Für einen besseren Einbruchschutz sind es 20 Prozent der förderfähigen Kosten für die ersten 1.000 Euro. Darüber hinaus sind es noch 10 Prozent.

Ein Beispiel: Wenn eine Haustür 5.000 Euro kostet, erhält man 600 Euro Förderung zurück: 20 Prozent auf die Investition bis 1.000 Euro, also 200 Euro; und 10 Prozent auf die verbleibenden 4.000 Euro = 400 Euro – insgesamt 600 Euro. 500 Euro müssen die Kosten mindestens betragen, damit Sie die Förderung erhalten – die Obergrenze beträgt 15.000 Euro.

Wer eine Haustür-Förderung der KfW-Bank beantragt, muss beachten, dass die neue Haustür einen U-Wert von maximal 1,3 W/(m2•K) erreicht.

Darüber hinaus sollte der U-Wert der Außenwand besser sein als der der neuen Haustür.

Die Haustür-Förderung muss vor Beginn der Sanierung beantragt werden und der beantragende Energieberater muss in der Energie-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet sein.

Wichtig: Erst nachdem Sie den Antrag im Zuschussportal der KfW gestellt haben, sollte man mit den Maßnahmen zum Einbruchschutz beginnen beziehungsweise den Kaufvertrag unterschreiben. Antragsberechtigt sind private Eigentümer oder Ersterwerber eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Wohnung sowie Mieter allgemein.

Tipp: Die KfW fördert auch kleinere Haustür-Reparaturen wie eine Neuverglasung, Überarbeitung von Rahmen und Flügel oder die Erneuerung der Dichtungen oder der Dämmung der Einbaufuge.

Источник: https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/tueren/haustueren

Dachfenster

10 Dachfenster-Merkmale, die Sie kennen sollten

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❓ Welche Dachfenster gibt es?

Es gibt Schwingfenster, Klapp-Schwingfenster, Flachdachfenster, Ausstiegsfenster und Sonderfenster.

Источник: https://benz24.de/wohndachfenster/

Dachfenster-Maße: Richtig messen | VELUX Magaz ..

10 Dachfenster-Merkmale, die Sie kennen sollten

Ob Dachgeschossausbau oder schlichtweg der Austausch alter Fenster – Sie müssen Ihre Dachfenster ausmessen, um zu wissen, was Sie brauchen. Faktoren wie der Winkel der Dachschräge, die Mindestlichtfläche oder die Statik des Gebäudes müssen beim Ausmessen Ihrer Dachfenster jedoch berücksichtigt werden.

Ausreichend große Dachfenster geben einem Raum gleich eine ganz andere Wirkung. Je mehr dieser mit Licht geflutet wird, desto einladender und größer wirkt er. Wenn Sie Ihre alten Dachfenster austauschen, können Sie so gleichzeitig Ihre Energiebilanz verbessern. Moderne Fenster sind nämlich deutlich besser gedämmt.

Bei der Wahl Ihrer neuen Dachfenster sollten Sie aber ein paar wichtige Punkte beachten. Denn sowohl die Dachschräge an sich als auch der Fenstertyp beeinflussen die Dachfenster-Maße. Zudem sollten Sie bei einem Austausch der Fenster berücksichtigen, ob die Modellgrößen unterschiedlicher Hersteller wirklich kompatibel sind.

Gängige Maße für Dachfenster bewegen sich oftmals zwischen 78-160 cm Höhe und 54-164 cm Breite. Herstellerübergreifende Standards gibt es in diesem Sinne nicht, vielmehr hat jede Marke ihre eigenen Standardmaße.

Individuelle Wünsche oder Sondergrößen sollten Sie zudem in Absprache mit Ihrem Fensterbauer und Dachdecker planen. Der Fachmann kann Ihnen dann auch beim Ausmessen helfen. Generell ist der Einbau oder Austausch von Dachfenstern nicht genehmigungspflichtig. Allerdings sollten Sie sich über den Bebauungsplan informieren, um sicherzustellen, dass es keine Bauauflagen gibt.

Dachfenster-Maße bei bestehenden Fenstern bestimmen

Sofern Sie Ihre alten Dachfenster austauschen wollen, ist es denkbar einfach, die entsprechenden Dachfenster-Maße zu ermitteln. Dazu müssen Sie nur Ihren Fenstertyp kennen. Das dazu nötige Typenschild bei VELUX Fenstern befindet sich am Flügel des geöffneten Fensters.

Es verrät Ihnen so sowohl die Größe des Fensters als auch den Typ, sodass anhand dieser Angaben das Austauschen des alten Dachfensters kein Problem darstellt.

Praktisch ist diese Information zudem dahingehend, dass Sie schnell und einfach passendes Zubehör für Ihr Dachfenster wie einen Sonnenschutz oder Rollläden kaufen können.

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Sollten Sie den Fenstertyp nicht ermitteln können (Aufkleber ist nicht mehr lesbar oder wurde entfernt), können Sie die Fensterabmessungen – Flügel-Lichtmaß, Innenfutter-Nutmaß, Blendrahmen-Außenmaß – ausmessen und die Maße online mit denen der gängigen VELUX-Fenstertypen vergleichen.

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Ist das Typenschild auf Ihrem Fenster nicht mehr vorhanden oder unleserlich, müssen Sie das Dachfenster selbst ausmessen.

Für das Ausmessen des Fenstermaßes benötigen Sie nur ein Maßband oder einen Zollstock.

Möchten Sie Ihr Dachflächenfenster austauschen sind vor allem die vier im Bild zu sehenden Maße wichtig, die Sie sowohl quer als auch länglich benötigen:

  1. Innenfutter-Nutmaß ausmessen: Messen Sie den Abstand der Nute – also der sogenannten „Kanten“ – des Innenfutters aus. Notieren Sie sich die Breite und Höhe in Millimeter. Dieses Maß ist für die Fensterbestellung meist ausreichend.
  2. Blendrahmen-Außenmaß ausmessen: Messen Sie auch den Abstand der äußeren Abschlüsse des Blendrahmens aus. Diese Maße sind vor allem dann wichtig, wenn Sie die Innenverkleidung erneuern wollen.
  3. Lichtmaße ausmessen: Messen Sie zum einen das Scheiben-Lichtmaß. Die ist der Abstand von Flügelrahmen zu Flügelrahmen. Nehmen Sie auch das Flügel-Lichtmaß, dabei handelt es sich um die Länge und Breite des Fensterflügels.
  4. Öffnungsweite messen: Messen Sie schließlich auch die Öffnungsweite. Dies ist der maximale Abstand zwischen der unteren Flügelkante und der oberen Fensterrahmenkante in geöffnetem Zustand.

Möchten Sie keinen 1:1-Austausch Ihres alten Dachfensters, sondern bevorzugen einen Fenstertausch inklusive neuer Innenverkleidung oder gar eine Fenstererweiterung, ist das dank der Typennummer Ihres Fensters ebenfalls möglich.

Eine neue Innenverkleidung verbessert den Lichteinfall, während ein komplett neues, größeres Fenster selbstverständlich für noch mehr Licht im Raum sorgt. Hier können Sie ganz einfach Ihr Dachfenster konfigurieren.

Sparrenbreite und Sparrenwechsel

Jedoch müssen Sie bei einer Vergrößerung der Fensterfront beachten, dass die Baumaßnahmen mit den Gegebenheiten vor Ort übereinstimmen. Dachfenster befinden sich normalerweise zwischen zwei Dachsparren.

Hier gilt die Faustformel, dass zwischen zwei Sparren sowohl die Breite des Fensters plus 4 bis 6 cm passen sollten. Wäre dieser Abstand mit dem neuen Dachfenster nicht mehr gegeben oder weist Ihr Haus (vorrangig Altbauten) viele Sparren mit wenig Abstand auf, lassen sich die Sparren anpassen.

Dachdecker sowie Zimmermänner können die Sparrenbreite sowohl vergrößern als auch schmälern – diese Eingriffe auf die Statik sind nur vom Fachmann durchzuführen und können eine Statikprüfung notwendig machen.

Übrigens: Das Dach muss für den Ausschnitt der Dachfenster abgedeckt und anschließend wieder eingedeckt werden. Berücksichtigen Sie diese Kostenpunkte daher immer beim Fensterwechsel oder -ausbau.

Wichtige Hinweise zu den Dachfenster-Maßen

Wollen Sie die Dachfenster-Maße korrekt bestimmen, zählen nicht nur die sogenannten Außenmaße, sondern auch der Winkel der Dachschräge, das Fenstermodell sowie Empfehlungen der Handwerker. Bauverordnungen und eine DIN-Norm für Fenster in Wohnräumen legen außerdem folgende relevante Punkt beim Dachflächenfenster einbauen fest:

  • Die Summe aller Breiten der Fenster im Raum soll mindestens 55 Prozent der Breite des Wohnraumes entsprechen. Die Mindestlichtfläche ist bundeslandabhängig in den Bauverordnungen festgeschrieben und beträgt rund 10-12,5 Prozent der Raumgrundfläche. Diese Mindestlichtfläche berechnet sich aus der Höhe multipliziert mit der Breite aller Fenster im Raum.
  • Die Fensteroberkante sollte mindestens 2 m über dem Boden verlaufen.
  • Die Fensterunterkante hingegen sollte 90 cm über dem Boden verlaufen.

Wichtig ist hier jedoch, welches Fenstermodell Sie verbauen wollen. Schwingfenster weisen am besten eine Fensterunterkante von 90 cm auf, während für Klapp-Schwing-Fenster aufgrund der Untenbedienung eine Fensterunterkante von 120 cm erforderlich ist.

Weitere Maße ergeben sich aus den Fenstertypen und sind für eine Fensterbestellung nicht notwendig, lassen Sie sich davon nicht verwirren, sie werden nur unter bestimmten Umständen relevant.

  • Außenmaße: Um alle relevanten Außenmaße zu erhalten, müssen Sie das Flügelrahmenaußenmaß (Abstand der äußeren Kanten des Flügelrahmens), Dämmblockaußenmaß (Abstand der äußeren Kanten der Dämmung) und das Blendrahmenaußenmaß (Abstand der äußeren Abschlüsse des Blendrahmens) ausmessen.
  • Lichtmaße (s. Grafik): Zu den Lichtmaßen zählen neben dem Innenfutter-Nutmaß und dem Blendrahmenlichtmaß das Flügel-Lichtmaß und das Scheiben-Lichtmaß.
    • Scheiben-Lichtmaß: Länge und Breite der Fensterscheibe ohne Fensterflügel.
    • Flügel-Lichtmaß: Länge und Breite des Fensterflügels (bewegliche Verschlussfläche eines Fensters).
  • Öffnungsweite: Diese gibt an, mit welcher Größe Sie im Fensterrahmen unter dem Fenster stehen können. Die Öffnungsweite lässt sich aus dem Abstand der unteren Flügelkante und der oberen Fensterrahmenkante berechnen.
  • Lüftungsfläche: Je höher die Öffnungsweite, desto schneller lässt sich ein Raum lüften. Dazu müssen Sie nur die errechnete Öffnungsweite mit der Höhe und Breite des Dachfensters multiplizieren und schon haben Sie die Kubikmeterzahl des Luftaustausches durch das Fenster berechnet.
  • Austauschmaß: Hierunter versteht man die Höhe und Breite der Fensterlaibung.

Flachdachfenster-Maße

Wollen Sie moderne Flachdachfenster und deren Maße bestimmen, sollten Sie folgendes beachten: Das praktische Flachdachfenster ist natürlich nicht vom Winkel der Wand abhängig.

Ist es jedoch leicht zugänglich (beispielsweise auf einer Dachterrasse), ist die Verglasung mit Sicherheitsglas Pflicht.

Sollten Sie sich das Ausmessen auf dem Dach nicht zutrauen, lassen Sie den Profi ans Werk.

Wichtig beim Ausmessen des Dachfensters ist vor allem das Innenfutter-Nutmaß, auch Innenfutter-Lichtmaß genannt – dieses Maß ist für die Fensterbestellung meist ausreichend.

Um das alte Dachfenster richtig zu messen, werden die Breite und Höhe in Millimeter angegeben.

Für das Innenfutter-Nutmaß messen Sie den Abstand der Nute – also der sogenannten „Kanten“ – des Innenfutters aus.

Welche Arten von Dachfenster gibt es?

  • Schwingfenster
  • Klapp-Schwing-Fenster
  • Flachdachfenster
  • Panorama Dachfenster
  • Dachaustritt
  • Dachbalkon
  • Ausstiegsfenster
  • RWA-Dachfenster
  • Dachfenster für Passivhäuser
  • Dachfenster für Kalträume
  • Dachfenster mit Wärmeruckgewinnung

In welcher Höhe Dachfenster einbauen?

Bei der idealen Höhe, um Dachfenster einzubauen, sind sowohl die Fensteroberkante als auch die Fensterunterkante ausschlaggebend. Die Fensteroberkante sollte sich mindestens 2 m über dem Boden befinden. Die Unterkante des Dachfensters sollte hingegen 90 cm über dem Boden verlaufen.

Wo finde ich das VELUX Typenschild?

Um den Typ des Dachfensters zu ermitteln, können Sie einfach auf das sogenannte Typenschild Ihres Fensters schauen. Dies befindet sich bei geöffnetem Fenster entweder rechts oder links hinter der Griffleiste. Das Typenschild gibt Auskunft über Fenstertyp, Fenstergröße, Seriennummer sowie Material und Scheibenausführung.

Источник: https://magazin.velux.de/artikel/dachfenster-messen

Dachfenster-Arten und ihre Unterschiede

10 Dachfenster-Merkmale, die Sie kennen sollten

Schwingfenster sind die klassischen Dachfenster und haben ihre Drehachse in der Fenstermitte, lassen sich mit einem Griff im unteren Teil einfach öffnen und sind platzsparend im Einbau. Deshalb eignen sie sich für viele Raumsituationen und sind eine der am häufigsten verbauten Dachfensterarten.

Zu den Schwingfenstern zählen neben den regulären Varianten auch Klappschwingfenster und Hochschwingfenster. Bei Klappschwingfenstern befindet sich die Aufhängung oben und sie lassen sich daher komplett aufklappen. Das ermöglicht eine freie und zugleich durch die Fensterscheibe geschützte Sicht nach außen.

Hochschwingfenster haben ihre Drehachse im oberen Drittel des Fensterrahmens. Auch das erlaubt einen freien Blick nach draußen, zugleich lassen sich die Scheiben einfacher reinigen, da sie ein Stück weiter in den Raum hineinragen als Klappschwingfenster.

Um sich vor der Sonne zu schützen, können Rollläden oder Rollos eingebaut oder befestigt werden.

2. Rundbogenfenster  

Rundbogenfenster lassen besonders viel Tageslicht in die Wohnung und sehen auch noch schön aus.

Rundbogenfenster sind besonders im Altbau beliebt. Der obere Teil des Fensters ist abgerundet, was dem Dachfenster eine harmonische Optik verleiht.

Die Drehachse ist wie beim Schwingfenster in der Mitte gelagert und auch die Bedienung entspricht der des klassischen Dachfensters.

Rundbogenfenster benötigen einen entsprechend gefertigten Einbaurahmen und lassen sich daher am besten im Zuge eines Dachausbaus integrieren.

3. Flachdachfenster 

Flachdachfenster werden im Dach integriert und sorgen so für einen angenehmen Lichteinfall. Vor allem in modernen Gebäuden kommen Sie zum Einsatz.

Diese Dachfensterart gibt es in verschiedenen Varianten: mit einer Lichtkuppel, konvex geformt und als klassisches Lichtband.

Die Steuerung sollte idealerweise elektronisch erfolgen und mit einem Regensensor ausgestattet sein, damit sich die Fenster automatisch schließen, bevor Feuchtigkeit in den Raum dringen kann.

4. Kniestockfenster

Der Kniestock ist der Bereich im Dachgeschoss, auf dem die Dachkonstruktion aufliegt. Kniestockfenster können als separates Element integriert werden oder das Dachfenster in der Schräge erweitern, sodass eine komplette Fensterfront entsteht.

Kniestockfenster lassen sich seitlich oder nach oben hin öffnen. Welche Variante für Sie infrage kommt, hängt unter anderem von der Dachneigung ab.

Bei einer Dachneigung von bis zu 55 Grad können Sie zum Beispiel ein sich nach oben öffnendes Klappfenster einbauen.

5. Panorama-Dachfenster

Panoramafenster bieten zwar einen schönen Ausblick, lassen aber auch einen weiten Blick ins Innere zu.

Bodentiefe Panorama-Dachfenster lassen viel Licht in den Raum und erzeugen ein Gefühl von Weite im Dachgeschoss.

Sie sind auch eine interessante Lösung bei einem sehr tief angelegten Kniestock. Panorama-Dachfenster lassen sich je nach Breite und Länge als klassische Schwingfenster oder als Schiebefenster integrieren.

Auch Duo- und Quartett-Lösungen sind möglich, bei denen zwei beziehungsweise vier Fenster neben- oder übereinander eingebaut werden.

6. Dachbalkon oder Balkonfenster

Eine Dachterrasse eröffnet einen freien Blick über Ihre Umgebung.

Auch wenn sich diese nicht oder nur mit hohem Aufwand einbauen lässt, können Sie frische Luft im Dachgeschoss genießen: Ein Dachfenster-Balkon nutzt die Schräge optimal aus und ist eine platzsparende Lösung für den Außenbereich.

Dabei wird das obere Fenster aufgeklappt – meist handelt es sich um eine Variante des Klappschwingfensters –, ein unterer Teil lässt sich herausklappen. So entsteht ein Mini-Balkon.

7. Dreiecksfenster

Auch kleine Dreiecksfenster sind ein moderner Hingucker, lassen aber weit weniger Licht ins Dachgeschoss.

Dreiecksfenster werden meist im Dachgiebel integriert und können den gesamten Bereich einnehmen. Sie lassen viel Licht in den Raum und werten auch die Außenfassade auf.

Dreiecksfenster können aus einem Fenster in Dreiecksform bestehen. Häufiger ist jedoch die Variante aus mehreren rechteckigen und dreieckigen Fenstern, die gemeinsam eine großzügige Dreiecksform ergeben.

So sind auch verschiedene Öffnungsmechanismen möglich, etwa eine Kombination aus Kipp- und Dreh-Öffnung.

8. Überfirstverglasung

Eine Dachfensterart für Schrägdächer ist die Überfirstverglasung: Die oberen Enden zweier Fensterfronten treffen auf dem First aufeinander.

So haben Sie einen freien Blick in den Himmel und es fällt viel Licht in den Raum.

Damit das Dachgeschoss nicht überhitzt, sollten Überfirstverglasungen immer mit einem möglichst niedrigen g-Wert ausgestattet sein. Dieser Wert gibt die Strahlungsdurchlässigkeit des Glases an.

9. Ausstiegsfenster

Durch ein Ausstiegsfenster gelangen Sie sicher und komfortabel auf das Dach. Ausstiegsfenster werden etwa als Notausstieg oder für den Schornsteinfeger eingebaut. Sie lassen sich besonders weit öffnen und sind in der Regel mit einer Dreh-Öffnung oder einem Klapp-Schwing-Mechanismus ausgestattet. Sie sind für gedämmte sowie für unbeheizte Dachräume verfügbar.

10. Kaltraumfenster

Für unbeheizte Nutzflächen ist das Kaltraumfenster eine günstige Alternative. Es verfügt über eine geringe Wärme- und Schallisolierung, lässt aber dennoch Licht und Luft in den Raum.

Welche Merkmale für den Auau eines Dachfensters noch wichtig sind, lesen Sie hier. Kaltraumfenster für das Dachgeschoss werden häufig auch als Ausstiegsfenster konstruiert.

Im Dachgeschoss ist zudem eine umliegende Dämmung erforderlich, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. 

11. Passivhaus-Dachfenster

Im Passivhaus müssen Dachfenster höchste Anforderungen an die Wärmedämmung erfüllen. Eine Dreifach-Verglasung ist das Minimum, inzwischen sind auch Passivhaus-Dachfenster mit Fünffach-Verglasung auf dem Markt. Möchten Sie Dachfenster im Passivhaus integrieren, müssen diese mit einer entsprechenden Zertifizierung versehen sein.

12. Fenster mit Wärmerückgewinnung

Fenster mit Wärmerückgewinnung ähneln dem Lüftungsprinzip im Passivhaus. Sie sind mit einem zentralen automatischen Lüftungssystem ausgestattet.

Ein Fenster mit Wärmerückgewinnung bleibt permanent geschlossen, die Lüftung erfolgt über ein Wärmetauschsystem, das in der Regel über dem Fenster eingebaut wird.

So fällt Licht in den Raum, er wird dauerhaft mit Frischluft versorgt, kühlt aber nicht aus.

13. Rauch- und Wärmeabzugsfenster

In Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen vorgeschrieben. Entsprechende Fenster öffnen sich bei Rauch- und Hitzeentwicklung automatisch und sind so konstruiert, dass eine Sogwirkung entsteht, ähnlich wie beim Rauchabzug eines Kamins.

Источник: https://www.aroundhome.de/dachfenster/arten/

Heimtextilien
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