6 einfache Schritte für Ihre Badezimmerplanung

So planen Sie Ihr Badezimmer mit Aroundhome

6 einfache Schritte für Ihre Badezimmerplanung

Bevor Sie sich mit der detaillieren Planung Ihres Badezimmers beschäftigen, müssen Sie entscheiden, wie Sie Ihr Bad gestalten möchten.

Bevorzugen Sie eher eine Duschkabine, eine Wanne oder doch eine Kombination? Am Anfang steht dabei immer Ihr eigener Geschmack – Sie können sich natürlich aber auch von unseren Badideen inspirieren lassen.

 Beachten Sie bei der Gestaltung Ihrer Wände und des Bodens, dass intensive Farben mit der Zeit ihren Reiz verlieren können.

Um einer aufwendigen Umgestaltung des Bades vorzubeugen, entscheiden Sie sich daher am besten für ein möglichst dezentes, zeitloses Design. Auch Ihre Ansprüche an Materialien und deren Optik beziehen Sie mit ein, überlegen Sie dabei, ob das Bad beispielsweise eher edel oder schlicht wirken soll.

Schritt 2: Raummaße und Platzbedarf ermitteln

Den Raum effektiv zu nutzen, ist für die Badplanung essenziell. So bekommen Sie auch in kleineren Räumen alles unter, was Sie benötigen. Dazu vermessen Sie zunächst den Raum und beziehen Schrägen oder schwer nutzbare Ecken in Ihre Aufzeichnung mit ein.

Überlegen Sie zudem, wie viele Ablageflächen Sie benötigen, um Ihre Pflegeprodukte und Badutensilien ordentlich unterzubringen – das ist die Voraussetzung für die richtige Anzahl an Badmöbeln.

Die Anzahl der täglichen Badnutzer entscheidet darüber, ob Sie eventuell ein zweites Waschbecken oder breitere Spiegel benötigen. Ebenfalls wichtig ist die Frage nach Armaturen und dem Badmobiliar.

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Denn gerade im Familienbad benötigen Sie sehr viel Stauraum, den Sie mit einem guten Mix aus offenen Ablagen (beispielsweise für Handtücher) und Schränken (für das Verstauen von Hygieneartikeln) schaffen sollten.

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Diese Hilfsmittel lassen ein kleines Bad größer wirken:

  • Helle Fliesen und Möbel
  • Intensive Lichtquellen (z. B. gut verteile Leuchtspots) und möglichst viel natürliches Licht
  • Mit Bedacht platzierte Spiegel zur Reflexion von (natürlichem) Licht in dunkle Ecken
  • Große Spiegel für ein vergrößertes Raumgefühl
  • Schimmernde Armaturen für mehr Lichtreflexionen
  • Harmonisch aufeinander abgestimmt Farben statt intensiver Kontraste
  • Duschwände aus Glas für einen direkten Blick in alle Bereiche des Bades
  • Großzügige Wachbecken und Ablageflächen für weniger Chaos

Schritt 3: Grundriss skizzieren und Anschlüsse platzieren

Bevor Sie Ihr neues Badezimmer planen, zeichnen Sie den Grundriss maßstabsgetreu auf. Dafür genügt theoretisch ein Blatt Papier. Ebenso gut können Sie das mithilfe von Programmen wie Roomsketcher digital am Computer erledigen.

So visualisieren Sie den vorhandenen Raum und etwaige Nischen zur Platzierung von Möbeln, Armaturen und Dusche beziehungsweise Badewanne. Auch dunkle und zu beleuchtende Ecken beziehungsweise Fenster machen Sie dabei sichtbarer – dies erleichtert Ihnen wiederum die Planung der Badbeleuchtung.

Um einschätzen zu können, wo Sie Dusche, WC und Waschbecken sowie unter Umständen eine Waschmaschine platzieren, prüfen Sie Anschlüsse und lokalisieren Wasserzu- und -abläufe. Auch bei der Entscheidung zwischen Heizkörper und Fußbodenheizung hilft Ihnen der Grundriss.

Denn eine Fußbodenheizung gibt Ihnen mehr Freiheit bei der Nutzung der Wände, da Sie keine Heizkörper einplanen müssen.

Die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Heizungsarten im Bad Heizungsart Vorteile Nachteile
Fußbodenheizung  Strahlungswärme verbessert Raumklima  effektive Wärmeverteilung  wirbelt keinen Staub auf  platzsparend  aufwändiger Einbau  höhere Einbaukosten  höhere Wartungskosten
Handtuchheizkörper  platzsparend an der Wand montiert  dient als trocknender Handtuchständer  lässt sich sowohl mit Warmwasser als auch mit Strom betreiben  unabhängig von einer Zentralheizung  Heizleistung weniger hoch  Betriebskosten verhältnismäßig hoch
Röhrenheizkörper  sowohl Strahlungs- als auch Konvektionswärme  erwärmt Gegenstände in der Nähe  leicht zu reinigen  Betrieb wirbelt Staub auf  benötigt mehr Platz 
Flächenheizkörper  glatte Oberfläche lässt sich harmonisch ins Glas einfügen  niedriger Einbau möglich  effektive Wärmeleistung  benötigt mehr Platz  eignet sich nicht zum Trocknen von Handtüchern  Verbrauch steigt, wenn in Fensternähe montiert

Fachfirmen für Badezimmer in Ihrer Region

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie.

Das WC oder auch Toilette spielt eine entscheidende Rolle, wenn Sie Ihr Badezimmer planen. Einerseits benötigt es den passenden Anschluss, andererseits können Sie mithilfe des richtigen Modells den Putzaufwand verringern. Dafür verzichten Sie zunächst auf einen Spülrand.

Hängt das WC an der Wand, können Sie zudem einfach drunter durch wischen. Reinigungsfreundlichkeit stellen Sie bei der Badplanung grundsätzlich in den Vordergrund. So widerstehen Keramikfliesen Schmutz und Flecken dank ihrer geschlossenen Oberfläche effektiv.

Für Waschbecken und Armaturen gelten Badkeramik, Stahl und Emaille als am pflegeleichtesten.

Ein Waschbecken aus Keramik spart Ihnen etwas Zeit beim Putzen.  [attention type=red]

Planen Sie Ihre Sanitäreinrichtung zudem komplett in der gleichen Farbe, mindestens in nahezu identischen, zueinander passenden Farbtönen. Ein einheitliches Design bringt das Auge zur Ruhe. Auch die Wahl von Armaturen aus derselben Serie empfiehlt sich.

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Baden Sie gern, besitzen aber nur ein kleines Badezimmer, müssen Sie nicht verzichten. Sie können die Wanne entweder in eine Nische setzen oder eine Dusch-Wannenkombination installieren. Beim Duschkopf überlegen Sie, ob ein normaler genügt oder ob Sie gern eine Regendusche hätten.

Für Letztere muss natürlich genügend Wasserdruck vorhanden sein.

 Wichtige Kriterien für den passenden Duschkopf

  • Modelle, die Luft hinzufügen, dazu einen Durchflussbegrenzer, ein Absperrventil sowie einen Wasser-Stopp-Knopf besitzen, helfen, bis zu 50 Prozent Wasser zu sparen.
  • Die Größen von Schlauch- und Duschkopfgewinde müssen zueinander passen.
  • Ein großer Duschkopf eignet sich nur für eine große Dusche beziehungsweise die Wanne.
  • Überlegen Sie vorab, welche Funktionen aus Normal-, Nebel-, Regen-, Mono- und Massagestrahl Ihnen am wichtigsten sind. Nicht jeder Duschkopf besitzt alle.
  • Installieren Sie Ihren Duschkopf flexibel statt starr, lässt er sich individuell an die Größe des oder der Duschenden anpassen.

Schritt 5: Technische Hilfsmittel und das passende Licht

Teil der Badplanung sollte auch die Überlegung sein, ob Sie Armaturen und Heizung in ein Smart-Home-System integrieren wollen, um danach alles per Smartphone oder Tablet steuern zu können.

Die passende Badtechnik ermöglicht Ihnen eine intelligente Heizungssteuerung, mit deren Hilfe Sie Energie sparen können. Bei der Beleuchtung eignet sich indirektes Licht, das das Auge entspannt.

Sorgen Sie für die Gesichtspflege dabei zusätzlich für genügend Beleuchtung am Spiegel.

Schritt 6: Der Weg zum Fachmann

Planen Sie Ihr Bad selbst, müssen Sie viel bedenken. Allein das Ausmessen des Raumes verlangt Erfahrung.

Eine Fachfirma weiß eher, wie Sie den vorhandenen Raum am effektivsten nutzen, welche Armaturen zueinander sowie zu Ihren Wünschen passen und welche Ideen umsetzbar sind.

Er hat im Kopf, welche Trends und Möglichkeiten der Markt bietet und findet schnell die passenden Produkte zu Ihren Ideen. 

Nutzen Sie für die Suche nach der richtigen Fachfirma den Service von Aroundhome. Wir vermitteln Ihnen den passenden Badplaner aus Ihrer Region. Füllen Sie jetzt unser Anfrageformular aus und fordern Sie kostenlos und unverbindlich* bis zu drei Angebote an.

Источник: https://www.aroundhome.de/badezimmer/badezimmer-planen/

Badezimmer planen – in 10 Schritten zum perfekten Bad

6 einfache Schritte für Ihre Badezimmerplanung

In diesem Artikel erfahren Sie in 10 einfachen Schritten wie Sie Ihr neues Badezimmer planen. Die Vorgehensweise wird erklärt von Marc Hoppe von Dawelba.

Sie möchten ein neues Badezimmer planen und es soll ein richtiges Traumbad werden?

Mit unseren 10 Schritten planen Sie nicht einfach nur eine Nasszelle, sondern ein perfektes Bad, das keine Wünsche mehr offen lässt.

 Wenn Sie ein neues Badezimmer planen und abschließend noch ein wohnliches Ambiente schaffen wollen, oder Sie nur eine kleinere Veränderung in Ihrem Bad schaffen möchten, ohne gleich das Badezimmer ganz neu zu planen und zu gestalten, haben wir abschließend noch ein paar kleine Tipps zusammengefasst, wie Sie mit Badaccessoires und Badtextilien eine große Veränderung schaffen können.

1. Die Lage erkennen

Ob Sie renovieren oder neu bauen – wenn Sie ein neues Badezimmer planen, müssen Sie sehr genau wissen, was Sie wollen. Schließlich soll das neu Badezimmer auch für die nächsten Jahre ein Traumbad sein. Im Bundesdurchschnitt bleiben Badezimmer 15 bis 20 Jahre lang unverändert.

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Fehlentscheidungen sind bei der Badezimmerplanung kaum noch zu revidieren. Überlegen Sie also gründlich, was Ihnen wichtig ist, auch die Familiensituation sollten Sie unbedingt berücksichtigen.

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Sind Sie alleine, zu weit oder gibt es mehrere Familienmitglieder? Vielleicht sind auch in den nächsten Jahren weitere Familienmitglieder geplant, auch das sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie ein neues Badezimmer planen.

2. Eine Zeichnung anfertigen

Wenn Sie ein neues Badezimmer planen, zeichnen Sie den Raum inklusive aller Maße einmal auf. Eine Zeichnung macht deutlich, wie viel Platz ganz genau vorhanden ist.

Außerdem können Sie vor der Renovierung so erkennen, was Ihnen an der alten Aufteilung gefiel oder auch nicht.

Bedenken Sie gleich mit: Ist es möglich das Bad mit einem benachbarten Raum verbinden? Oder möchten Sie es vielleicht ganz verlegen? Spielen Sie ruhig mit allen Möglichkeiten, wenn Sie ein neues Badezimmer planen.

3. Alle Wünsche aufschreiben

Schreiben Sie sich eine Liste und halten Sie genau fest, was Ihr neues Badezimmer alles können sollte was Sie sich Wünschen, wenn Sie ein neues Badezimmer planen.

Hätten Sie gerne einen Doppelwaschtisch oder vielleicht eine barrierefreie Dusche? Könnten oder möchten Sie auf eine Badewanne verzichten? Träumen Sie vielleicht schon sehr lange von einer Fußbodenheizung oder von einer Whirlwanne?

4. Analysieren Sie das Licht

Auch das Licht ist wichtig, wenn Sie ein neues Badezimmer planen.

Möchten Sie gern Tageslicht in Ihrem Badezimmer? Besteht die Möglichkeit, diesen Wunsch zu realisieren? Wie waren Sie mit der bisherigen Lichtsituation in Ihrem Bad zufrieden? Und was genau hat Ihnen daran gefallen? Was bevorzugen Sie, direktes oder indirektes Licht? Und wie wäre es mit einer punktuellen Beleuchtung über dem Waschtisch? Sollen alle Leuchten separat zu an- und auszuschalten und dimmbar sein?

5. Finden Sie Vorbilder

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Wenn Sie sich über die räumlichen Gegebenheiten und Ihre Wünsche im Klaren sind, können Sie in Zeitschriften oder auch im Internet auf die Suche nach Vorbildern gehen. Lassen Sie sich einfach von bereits realisierten Traumbädern inspirieren.

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6. Informieren Sie sich über Fördergelder

Wenn Sie nicht nur ein neues Badezimmer planen, sondern auch den Einbau neuer Fenster, die Erneuerung der Heizung oder die altersgerechte Gestaltung des Badezimmers, sollten Sie sich Informationen über aktuelle Förderprogramme einholen. Diese bekommen Sie beispielsweise auf der Webseite der KfW-Förderbank oder der Fördermitteldatenbank.

7. Besuchen Sie Badausstellungen

Wenn Sie ein neues Badezimmer planen, besuchen Sie eine Badausstellung. Wenn Sie keine gute Badausstellung in Ihrer Nähe kennen, fragen Sie Ihren Installateur. In einer Badausstellung finden Sie nicht nur Badideen, zudem können Sie auch Informationen zu Badplanern und gute Handwerksbetrieben bekommen.

8. Suchen Sie sich einen Partner

Beim Neubau eines Badezimmers plant häufig der Architekt, bei Umbauten können Sie sich an Badplaner, Innenarchitekten oder Sanitärhandwerksbetriebe wenden. Einen guter Partner können Sie unter anderem daran erkennen, dass er zu einem kostenlosen Vor-Ort-Termin bereit ist, auf Ihre Vorstellungen eingeht und über eine aktuelle sowie breit gefa?cherte Produktkenntnis verfügt.

9. Angebote einholen

Ein Kostenvoranschlag kostet nichts und ist zudem unverbindlich. Wenn Sie eine Preissicherheit haben möchten, vereinbaren Sie einen Festpreis. Es ist immer lohnenswert, mehrere Angebote einzuholen. Bedenken Sie aber, dass nicht unbedingt der billigste Partner immer auch der beste ist.

10. Den Auftrag vergeben

Damit sind wir auch schon beim letzten Punkt angekommen und die Planungsphase ist abgeschlossen. Wenn Sie Ihr neues Badezimmer in Auftrag geben, vereinbaren Sie unbedingt mit der Auftragsvergabe auch den Zeitrahmen für alle Arbeiten.

Besprechen Sie die genauen Abläufe und klären Sie, was Sie zu den Arbeiten beitragen können, zum Beispiel zum Staubschutz oder wann und ob Sie die Nachbarn wegen möglicher Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten benachrichtigen sollten.

So schaffen Sie ein wohnliches Ambiente in Ihrem Bad

Wenn Ihr neues Badezimmer fertig ist, können Sie mit einigen Badaccessoires und Badtextilien ein gemütliches Ambiente schaffen: Ein Badezimmerteppich und farblich passende Handtücher setzen farbliche Akzente in Ihrem Bad.

Wenn Sie eine gewisse Individualität bevorzugen, lassen Sie sich einen Badteppich nach Maß fertigen. Sie haben eine große Familie und brauchen zusätzlichen Stauraum, etwa für Schmutzwäsche? Dann ist eine Badewannenabdeckung eine gute Lösung.

Mit ihr wird die Badewanne zum Wäschekorb und das Badezimmer sieht aufgeräumt und ordentlich aus.

Andere interessante Beiträge:

Источник: https://dawelba.de/blog/badezimmer-planen-in-10-schritten-zum-perfekten-bad

In 10 Schritten zum Traumbad

6 einfache Schritte für Ihre Badezimmerplanung

Ist Ihr Bad mehr Nasszelle als Wohlfühloase? Mehr Waschraum als Wohnraum? Dann brauchen Sie vielleicht nicht die neuesten Deko-Ideen: Sie brauchen eine neue Perspektive. Zusammen mit dem erfolgreichen Bad-Designer Alexander Leopold verraten wir Ihnen deshalb in zehn Schritten, wie sich Ihr Badezimmer in Ihr persönliches Traumbad verwandelt.

Prinzipien statt Primeln

Es gibt sie zu Tausenden im Internet: DIY-Anleitungen für Badezimmerdeko, Blumentipps fürs Fensterbrett und der neueste Trend an Klodeckeln, mit dem Ihr Badezimmer diesmal garantiert so schön wird, wie Sie es sich immer gewünscht haben. Natürlich können diese Ideen für Sie durchaus hilfreich sein, aber vielleicht sind Sie auch einfach überfordert?

Wir haben uns daher für eine andere Herangehensweise entschieden, um Ihnen zu Ihrem persönlichen Traumbad zu verhelfen: Wir haben uns einen Profi geschnappt, der sich mit Bäderdesign auskennt, und ihn nach den grundlegenden Prinzipien gefragt, die ein Bad schön machen.

Der österreichische Designer Alexander Leopold gestaltet seit 15 Jahren nicht nur erfolgreich Bäder und Innenräume, er entwirft auch die Möbel dazu selbst. Hier sind seine Tipps, um aus Ihrem Bad mehr zu machen.

1.   Vergessen Sie „zeitlos“

Wie oft haben Sie dieses Wort schon gehört? Und wie oft geglaubt? Alexander Leopold räumt mit dem Marketingtrick auf, dass Sie nur einmal das Richtige kaufen müssen, um für immer glücklich zu sein:

„Es gibt keine ‚zeitlose‘ Einrichtung. Die Tendenz, auf ein ‚zeitloses‘ Bad aus zu sein, anstatt ein Bad zu machen, das auf die persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt ist, ist einer der häufigsten Fehler bei der Badezimmergestaltung.“

Trauen Sie sich vielmehr zu fragen, was Ihnen heute und jetzt gefällt – und trauen Sie sich, Ihr Bad in fünf Jahren wieder anders zu gestalten.

„In den Siebzigern hat man den Kunden Currygelb als ‚zeitlose‘ Farbe verkauft. Heute wird hellbeiges Feinsteinzeug als ‚zeitlos‘ angeboten. In spätestens 10 Jahren wird man unsere Jetztzeit als die ‚hellbeige Ära‘ bezeichnen und genau wissen, dass es die frühen 2000er Jahre waren.“

Wir leben im Zeitalter von Hellbeige. Doch was ist in zehn Jahren „zeitlos“? Gestalten Sie Ihr Bad besser nach Ihren heutigen Vorstellungen.

2.   Zeigen Sie Individualität

Aus diesem Grund dürfen Sie sich bei jedem Schritt Ihrer Badgestaltung daran erinnern, dass das Ihr Bad ist. Ganz ohne Handwerker und Profihilfe haben Sie dafür eine Menge Möglichkeiten.

„Stimmen Sie die Ausstattung, Dekoration und Farbgestaltung des Bades auf den eigenen Geschmack ab“, rät auch Alexander Leopold. „Machen Sie das Bad zu etwas Persönlichem. Suchen Sie sich bewusst Handtücher in Ihren Lieblingsfarben, positionieren Sie Dekoration in Ihrem Lieblingsstil.“

Sie wissen nicht, was Ihnen gefällt? Vielleicht hilft Ihnen ja ein kleiner Test, um herauszufinden, welcher Bad-Typ Sie sind. Oder Sie lassen sich einmal von einem Innenarchitekten beraten – eine Erstberatung ist meist gar nicht so teuer und hilft Ihnen ganz individuell beim Bestimmen Ihres ganz eigenen Geschmacks.

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Jedem das seine: Wieviel Bad brauchen Sie? Wir wetten, zumindest ein bisschen mehr als das.

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Denn was macht eine gelungene Badezimmereinrichtung aus? „Dass ich aus der Badeinrichtung den Charakter, die Vorlieben und die Lebensweise des Badbenutzers ablesen kann. Und dass diese Einrichtung noch immer Raum für Entwicklung offen hat.“

3.   Mehr Licht

„Wenn zu wenig Licht im Bad installiert ist, sehnt man sich nach hellen Oberflächen. Im schlimmsten Fall wird dann alles weiß oder hellbeige. Aber ohne genug Licht bleibt auch ein weißes Bad finster.“

Wir haben für Sie bereits die besten Tipps zur Lichtgestaltung Ihres Bades in diesem Artikel zusammengefasst. Der Grundtipp: Zu viel Licht geht kaum. Haben Sie ein Fenster, stellen Sie es nicht zu oder verhängen es mit Gardinen. Denn nicht nur im Büro, auch im eigenen Bad gilt: Tageslicht ist noch immer am gesündesten.

Wenn Sie die Wahl haben: setzen Sie auf Tageslicht!

Gerade, wenn Sie ein fensterloses Bad besitzen, ist es daher eine Überlegung wert, Ihr Bad heller zu machen. „Schrauben Sie stärkere Leuchtmittel in Ihre Fassungen. Tauschen Sie den Spiegel oder Spiegelschrank über dem Waschtisch.“ Sie könnten zum Beispiel Ihren Spiegel mit mehr Licht nachrüsten. Wie das geht, können Sie hier nachlesen.

4.  Haben Sie Mut zu Farbe

Farbe und Licht arbeiten immer zusammen. Wie bereits erwähnt, garantieren eine weiße Wandfarbe und helle Armaturen noch kein helles Bad, wenn die Beleuchtung nicht stimmt.

Andersherum funktioniert es allerdings auch: „Mut zur Farbe“, sagt Alexander Leopold.

„Man kann sehr wohl dunkle, satte und schöne Farben im Bad verwenden, wenn man sie nur ausreichend beleuchtet.“

Und wieder gilt: Wählen Sie Farben, die Ihnen gefallen – nicht, was die derzeitige Mode Ihnen vorgibt. Wenn Sie schon immer ein gelbes Bad wollten: Streichen Sie es gelb! Wenn es Ihnen in ein paar Jahren nicht mehr gefallen sollte, können Sie es immer noch umstreichen.

Bekennen Sie Farbe!

Eine weitere kreative Option sind für Alexander Leopold mobile Farbflächen: „Man braucht lediglich einige bespannte Keilrahmen in verschiedenen Größen und Latexfarbe in den eigenen Lieblingsfarbtönen. Damit werden die mobilen Farbflächen gemalt und anschließend wie Bilder aufgehängt.“

Probieren Sie auch, farbige Elemente bewusst zu kombinieren, zum Beispiel Handtücher: „Farblich abgestimmte Handtücher und dazu passende Deko – abhängig vom Raum, von der vorhandenen Beleuchtung und den bereits eingebauten Sanitärelementen – machen aus einem Bad MEIN Bad.“

5.   Den Raum optisch vergrößern

Der Fluch der Stadtwohnung: Das Mini-Bad. Einige Tipps zur optischen Vergrößerung kleiner Bäder haben wir Ihnen bereits hier vorgestellt. Doch egal, ob Sie ein großes Luxusbad oder eine Minizelle besitzen, die Quintessenz ist dieselbe: Je kleiner Ihr Bad, desto größer sollten Ihre Spiegelflächen ausfallen. Ob Sie nun

  • Spiegelfliesen,
  • einen großen Wandspiegel,
  • oder eine Kombination mehrerer kleiner Spiegel

zur Vergrößerung benutzen, bleibt Ihrem Geschmack (und Ihrem Budget) überlassen. Vergessen Sie in jedem Fall nicht, auch für die entsprechende Beleuchtung zu sorgen.

Was fehlt in diesem Badezimmer? Richtig, mehr Spiegelfläche. Sonst wirkt die Enge trotz viel Licht beinahe klaustrophobisch.

Ihren verfügbaren Raum allerdings nicht nur optisch, sondern tatsächlich zu vergrößern, ist mindestens ebenso wichtig:

6.  Misten Sie Ihr Bad aus

Unsere Frage an Designexperte Leopold war, wie er denn die Platzherausforderung in seinem eigenen Bad gelöst habe. Seine Antwort: „Ich habe alles, was nicht unbedingt im Bad sein muss, draußen gelassen. Das Bad wird nämlich viel zu oft als Stauraum für alles Mögliche verwendet.“

Stellen Sie sich also die Frage: Was muss tatsächlich ins Bad – und was nicht? Dinge, die häufig ihren Weg ins Badezimmer finden, obwohl Sie problemlos in anderen Räumen verstaut werden könnten, sind z.B.:

  • Medikamente und Verbandszeug – suchen Sie sich lieber einen Medizinschrank oder ein leeres Fach in Ihrem Kleiderschrank.
  • Vorratspackungen an Toilettenpapier und Taschentüchern – halten Sie besser immer nur ein, zwei Ersatzrollen bzw. -Päckchen parat.
  • Handtuchvorräte – lassen Sie nur das aktuell verwendete Handtuch im Bad, der Rest darf im Kleiderschrank warten.
  • Kleidersammler – Sie haben einen großen Korb/eine Tonne/einen Wäschesack? Dann stellen Sie ihn nicht in Ihr Bad. Auch wenn der Weg kürzer ist – so etwas nimmt viel Platz weg und stellt keine optische Verschönerung dar.

Wäre Ihr Wäscheeimer nicht vielleicht in Ihrem Schlafzimmer besser aufgehoben?

7.   Lassen Sie Platz für Dekoration

Der Schlüssel dazu, Ihr Bad zu einem Rückzugs-, einem Wohn- und Wohlfühlort zu machen, liegt in Ihrer Perspektive: Sobald Sie Ihr Badezimmer nicht mehr als rein funktionales Zimmer, sondern als Wohnraum betrachten, gewinnen Sie Raum für neue Ideen.

Der Wechsel von einer funktionalen zu einer emotionalen Betrachtungsweise bedeutet, dass Sie auch bewusst Raum für Dinge lassen, die nur Ihrem Auge gefallen.

„Ich habe in meinem Bad einige Plätze strikt als Dekorationsflächen freigelassen. Dort passiert Gestaltung mit verschiedensten Materialien.

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Und die wird nach persönlicher Lust und Laune, aktuellen Trends oder Jahreszeiten geändert.“

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Verwandeln Sie Ihr Bad mit der richtigen Deko in Ihr persönliches Spa-Erlebnis: „Viele Kerzenhalter und Teelichter“, rät auch Bad-Designer Leopold.

8.  Saisonal anpassen

Wenn es um Dekoration geht, ist der letzte Satz von Alexander Leopold entscheidend. Er fragt deshalb: „Wie sieht ihr Bad zu Weihnachten aus? So wie im Sommer? Wäre das nicht enttäuschend und langweilig?“

Für gewöhnlich passen wir unsere Einrichtung den verschiedenen Jahreszeiten und Saisons an – doch das Badezimmer bleibt davon meist unberührt. Warum eigentlich? Dass es auch anders gehen kann, zeigt frühlingshafte Frühlingsdeko im Badezimmer.

9.  Sanitärequipment upgraden

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Ihre Hardware nachzurüsten? Dazu braucht es in der Regel nicht mal einen Handwerker:

„Tauschen Sie z.B. Ihre Handbrause gegen ein neues Modell mit verschiedenen Strahlarten. Ein neuer WC-Deckel mit weichem Verschluss hebt ebenfalls die Stimmung. Oder Sie holen sich mit einem Mousseur mit frischem, gleichmäßigem Wasserstrahl bei der Waschtisch- und Wannenarmatur ein wenig Freude in Ihr Bad.“

Lassen Sie sich davon überraschen, was ein Massageduschkopf für einen Unterschied in Ihrem Duscherlebnis machen kann.

Die meisten dieser Upgrades sollten Ihr Budget auch nicht übersteigen. So können Sie sich auch mit geringen finanziellen Mitteln ein ganz neues Baderlebnis schaffen. Für die Zeiten, die Sie nicht unter der Dusche oder vor dem Waschbecken verbringen, gibt es schließlich unseren letzten Tipp:

10. Sorgen Sie für Unterhaltung

Dekoration ist angenehm und langfristig eine unglaublich wertvolle Ergänzung für Ihr Baderlebnis. Gerade für Besucher – aber auch Sie selbst – sollten sie allerdings auch die Kurzweil nicht vergessen.

Auch wenn das Smartphone die althergebrachten Zeitvertreiber im Bad immer mehr verdrängt, zeigt diese Infografik sehr anschaulich, womit Sie sich und Ihren Gästen die Zeit auf dem stillen Örtchen am besten versüßen können – und warum Sie aufpassen sollten, Ihren Aufenthalt nicht allzu lang zu gestalten.

Nur mit Smartphone auf dem Klo? Bieten Sie doch Alternativen an!

Eine kleine, aber gute Auswahl an Lesbarem wie

  • Bücher,
  • Magazine,
  • eine Wäscheleine mit unterhaltsamen Sprüche-Postkarten,
  • Fotoalben usw.

lässt den Badbesucher auch dann nicht verzweifeln, wenn er sein Smartphone einmal nicht dabei hat.

Falls alles nichts hilft: Badsanierung

Wir hoffen, unsere 10 Tipps helfen Ihnen, zu Ihrem persönlichen Traumbad zu finden. Natürlich kann es aber auch sein, dass alle Kosmetik nichts hilft und Sie tiefere Eingriffe vornehmen müssen:

„Dekoration kann optisch reparieren und aufwerten. Wenn es aber ein vollständig auf den Benutzer und den Raum abgestimmtes Bad werden soll, kommt man um eine Badplanung und einen richtigen Umbau nicht herum.“

Denn Alexander Leopolds Designfehler Nummer 1 in vielen Badezimmern ist und bleibt: „Die falsche Positionierung der Sanitärelemente in Bezug auf die (meist ebenfalls falsch aufgehende) Eingangstür.

Der erste Blick beim Betreten des Bades sollte nämlich entweder auf den Waschtisch fallen oder auf jenes Element, das einem besonders wichtig ist. Eher nicht auf die Toilette oder die Waschmaschine.

Da eine vollständige Badsanierung jedoch ein Thema für sich ist, haben wir es für Sie in einen eigenen Artikel verpackt.

Hier geht es zu allen Infos, die Sie für Ihre Badsanierung brauchen.

Wir bedanken uns herzlich bei Alexander Leopold für das aufschlussreiche Interview und wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Gestaltung Ihres Traumbades!

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Источник: https://www.concept2u.de/blog/10-schritte-zum-traumbad.html

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