Alles, was Sie über eine Klinkerfassade wissen sollten

Klinker-Fassaden

Alles, was Sie über eine Klinkerfassade wissen sollten

Mauerziegel gehören zu den beliebtesten Wandbaustoffen, denn sie sind verhältnismäßig preiswert, fast überall lieferbar, und sie weisen gute bauphysikalische Eigenschaften auf.

Auch der Klinker hat mehr als nur optische Vorzüge. Wir nehmen beide Ziegel unter die Lupe und erklären, warum Klinker-Fassaden beliebt und wertstabil sind.

Das Sollten Sie über Fassaden aus Klinker wissen …

Ein Quader aus gebrannter Erde: Bereits vor 4000 Jahren war der gute alte Backstein – oder Ziegel – was er noch heute ist.

Er diente als Baustoff für den sagenhaften Turmbau zu Babel und er ragt in Form von imposanten Kirchen der Backsteingotik des 12. Jahrhunderts gen Himmel.

Mit außergewöhnlichen Eigenheim-Entwürfen verhelfen ihm Architekten derzeit zu neuer Blüte. Und in tausenden ganz normalen Neubauten verschwindet er einfach hinterm Putz.

So liebt man es im Norden: Krüppelwalmdach mit edlem Reet gedeckt, Sprossenfenster, Schlagläden und die rote Backsteinfassade. Foto: Initiative Zweischalige Wand
Oft finden sich Ziegel nur im Hintermauerwerk – die Fassade ist schlicht verputzt.Foto: Unipor
Wer sagt, dass rote Backsteine nur für traditionellen Baustil stehen? Es geht auch sehr modernFoto: Initiative Zweischalige Wand
Ein weiteres Beispiel für moderne VormauerarchitekturFoto: Initiative Zweischalige Wand

Herstellung des Klinkersteins

Es spricht für die inneren Werte des Ziegels, dass er Schritt halten konnte mit den gestiegenen Anforderungen ans Baumaterial.

Noch immer werden Ton und Lehm mit Wasser geschmeidig gemacht, zu Rohlingen gepresst, getrocknet und gebrannt. Aber neben dem klassischen Backstein, den es übrigens als Vollziegel bzw.

Klinker immer noch gibt, stehen nun Hightech-Produkte, die den strengen Vorgaben der neuen Energie-Einsparverordnung (EnEV) an den Wärmeschutz gerecht werden.

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Trotz des hohen Energieaufwandes während des Brennvorgangs bei Temperaturen von um die 1000 Grad Celsius gilt der Ziegel als ökologischer Baustoff, der durch Langlebigkeit sowie Recyclingfähigkeit den Energieeinsatz relativiert. Das Material kann nach dem Hausabbruch als Schüttung für Wegebefestigungen oder fein gemahlen als Belag auf Gartenwegen und Sportplätzen verwendet werden.

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Vormauerwerk
Für ein Vormauerwerk, auch Verblendmauerwerk, werden Vormauerziegel eingesetzt. Sie sind frostbeständig und kleinformatig, in der Regel messen sie 24 x 11,5 x 5,2 Zentimeter. Ihre Oberfläche ist eher rau und offenporig. Klinker sind spezielle Vormauerziegel, die schärfer gebrannt werden und dadurch eine glasierte Oberfläche erhalten.

Hintermauerwerk
Hintermauerziegel sind nicht frostbeständig, weshalb man sie geschützt hinter einem Vormauerwerk verwendet oder verputzt. Vollziegel: kleinformatig, dank hoher Rohdichte gute Schalldämmung und beste Trageigenschaften. Lochziegel: unterschieden werden Hochloch- oder Langlochziegel.

Anordnung der Hohlräume als Quadrat-, Rechteck-, Rund-, Oval-, Waben-, Gitter- und Schlitzlochung. Porosierte Hochlochziegel: umgangssprachlich auch Leichtziegel genannt, hat hohen Lochanteil und viele Poren durch Einmischung von Sägemehl oder Styroporkügelchen, die während des Ziegelbrandes verbrennen; geringes Gewicht und erhöhte Wärmedämmung.

Planziegel: hohe Maßgenauigkeit, beidseitig plan geschliffene Lagerfläche.

 

Eigenschaften einer Fassade aus Klinker

Viele Bauherren fällen die Entscheidung für den Ziegel rein emotional. Die massive Bauweise vermittelt Sicherheit und Geborgenheit, zudem hat sich der Baustoff seit Jahrtausenden in der Praxis bewährt. Die für die Herstellung verwendeten Naturmaterialien sind schadstofffrei und baubiologisch unbedenklich.

Eine Schutzbehandlung gegen Schädlingsbefall oder Schimmel ist nicht nötig, was besonders Allergiker aufatmen lässt. Der Abbau der heimischen Rohstoffe erfolgt oberflächennah, meist in der Nähe der Ziegelwerke. Die Transportwege sind somit zum Werk wie auch zur Baustelle nie besonders weit.

Nach dem Abbau lassen sich die Gruben übrigens für eine anschließende landwirtschaftliche Nutzung rekultivieren.

Am Ziegel schätzen Bauherren und Architekten die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung sowie seine Resistenz gegen chemische Einflüsse und Umweltbelastungen.

Außerdem kann er mit einer hohen Stabilität punkten; beim Massivbau wird die Last des Hauses von den Decken und den tragenden Außenwänden auf den Baugrund übertragen. Ziegel schwinden nicht und sind dieser Belastung wie auch Wärme- und Kälteeinwirkungen gewachsen.

Kein Problem auch in Sachen Brandschutz: Als „gebrannte Kinder“ können sie kein Feuer mehr fangen. Die hohe Rohdichte des Ziegels sorgt darüber hinaus für guten Schutz vor Schall und Elektrosmog.

Im Inneren des Hauses wirken sich Ziegel positiv auf das Raumklima aus, denn sie können Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben; Voraussetzung ist natürlich eine diffusionsoffene Oberfläche, also mineralischer Putz oder Tapete auf Papierbasis beziehungsweise eine entsprechende Farbe, z. B. Dispersionsfarbe.

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Positiv zu vermerken ist auch die gute Wärmedämmung, eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und die geringe Abkühlungsgeschwindigkeit von Ziegelmauerwerk.

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Auf die wachsenden und durchaus unterschiedlichen Anforderungen an Wärmedämmwert, Schallschutz und Verarbeitungsgeschwindigkeit haben die Ziegelhersteller mit einer inzwischen sehr breiten Produktpalette reagiert.

Beispielsweise mit Vollziegeln, die einen guten Schallschutz und eine hohe Wärmespeicherfähigkeit sowie die beste statische Festigkeit aufweisen oder mit porosierten Hochlochziegeln, die mit ihrer geringeren Rohdichte höhere Dämmwerte erreichen. Je nach Verwendungszweck muss zwischen Wandstärke, Rohdichte und Schallschutz abgewogen und entschieden werden.

Fassade

Klinkerfassade dämmen

Zweischaliges Mauerwerk lässt sich dank einer Einblasdämmung leicht nachträglich dämmen

Als universell einsetzbarer Baustoff findet sich der Ziegel am Dach in Geschossdecken und in den Wänden bis hinunter zum Keller. Hier muss er allerdings mit einer bituminösen Abdichtung sorgfältig gegen Feuchtigkeit von außen geschützt werden.

Natürlich ist es sinnvoll, bei einem Ziegelhaus auch die Innenwände aus dem gleichen Material zu errichten. Zum einen wird so der Rohbau homogen, zum anderen vermeidet man das Entstehen von Dehnungsrissen.

Im Haus genügt ein einschaliger Wandauau mit 11,5 Zentimetern Stärke bei nichttragenden und 24 Zentimetern bei tragenden Innenwänden. Für Außenwände gibt es dagegen eine Menge unterschiedlicher Wandauauten.

 

Regelquerschnitt Klinker-Fassade

Da ist die zweischalige Klinkerfassade als Traditions-Mauerwerk im Norden Deutschlands. Bei so einem Verblend- oder Vormauerwerk wird der sichtbare Mauerwerksverband zum Gestaltungsmittel.

Architekten schätzen auch heute die klassischen Rot- und Brauntöne, sie lassen sich angesichts des riesigen Farbangebots und unterschiedlichster Oberflächen geradezu zu optischen Experimenten herausfordern.

Bautechnisch wichtiger als die Optik ist die Funktion des Vormauerwerks als Feuchte-, Witterungs- und Schallschutz sowie als Verstärker der Wärmedämmung. Die Lastaufnahme des Hauses dagegen erfolgt durch das so genannte Hintermauerwerk.

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Früher wurde die Wärmedämmwirkung der beiden Schalen lediglich durch die dazwischen liegende Luftschicht verbessert. Heute ergänzt man die Luftschicht meist durch eine Dämmung direkt auf dem Hintermauerwerk, oder eine so genannte Kerndämmung ersetzt die Luftschicht zwischen den beiden Schalen gänzlich.

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WANDAUAUTEN
Einschalig mit DämmputzBeidseitig geputztes Mauerwerk, außen mit 5 cm Dämmputz, aus 36,5 cm Poroton-Plansteinen mit der Wärmeleitzahl 0,16 und Dünnbettmörtel: U=0,34 W/m2 K. Bei Wandstärke 30 cm: U = 0,39 W/m2 KZeichnung: Röben Tonbaustoffe
Zweischalig mit LuftschichtZweischaliges Mauerwerk aus 30 cm Poroton-Plansteinen mit der Wärmeleitzahl 0,14, Dünnbettmörtel und 6 cm Luftschicht: U = 0,41 W/m2 KZeichnung: Röben Tonbaustoffe
Zweischalig mit Luftschicht und DämmungZweischaliges Mauerwerk aus 17,5 cm Poroton-Plansteinen mit der Wärmeleitzahl 0,18, 10 cm Kerndämmung und Verblender: U = 0,27 W/m2Zeichnung: Röben Tonbaustoffe

Der zweischalige Wandauau zeigt sich häufig auch als Materialmix. Statt Ziegel bilden beispielsweise schwere, schallschluckende Kalksandsteine das Hintermauerwerk. Sogar im Fertigbau kommt die Verklinkerung zum Einsatz, als Verblendmauerwerk vor einer gedämmten Holzständerwand. In Süddeutschland hat sich vornehmlich die einschalige Bauweise etabliert.

Der Ziegel versteckt sich hier quasi hinter dem Putz, der für Winddichtigkeit und Schutz vor eindringender Feuchtigkeit sorgt. Eine solche, sogenannte monolithische Wand ist in ihrer ganzen Dicke tragfähig. Wählt man eine Wandstärke von 36,5 Zentimetern und verwendet Wärmedämmziegel, lassen sich die Anforderungen der EnEV ohne zusätzliche Wärmedämmung erfüllen.

In Verbindung mit einem Wärmedämmputz lassen sich noch bessere Dämmwerte erreichen. Falls Außenwände mit 24 Zentimeter dicken Normsteinen errichtet werden, muss man sie zusätzlich dämmen. Die Regel ist ein Wärmedämmverbundsystem aus unterschiedlichen Materialien, z. B. Hartschaum oder Mineralwolle.

Dadurch verliert der Ziegel allerdings seine Recyclingfähigkeit, da die Materialien nicht mehr getrennt werden können, und außerdem wirkt die Zusatzdämmung als Dampfsperre.

Zur Verkürzung der Bauzeiten werden heute zunehmend auch großformatige Plansteine für ein rationelleres Mauern verwendet. Vorgefertigte Formsteine und Formteile ergänzen das Ziegelangebot und machen komplizierte und zeitraubende Detailarbeiten am Bau überflüssig.

Relativ neu sind Schalungsziegel, die rasch aufgetürmt und anschließend beispielsweise mit Beton verfüllt werden. Die Ziegelindustrie zeigt sich in der Entwicklung neuer Produkte recht innovativ und einzelne Hersteller warten bereits mit Ziegelfertigwänden auf.

Diese Elementwände werden – wie bisher nur im Holzleichtbau üblich – witterungsunabhängig auf großen „Tischen“ in der Werkshalle vorgefertigt, per Tieflader zur Baustelle gefahren und vor Ort dann mittels Autokran aufgebaut.

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Wer möchte, kann zu seinem Ziegel-Fertighaus auch gleich den Ziegel-Gewölbekeller bekommen; ebenfalls im Werk vorgefertigt und binnen Stunden als echter High-Tech-Traditionskeller mit Naturboden für Wein und Kartoffeln aufgebaut.

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Schaut man diese Fassade genau an, ist keine Gleichmäßigkeit zu erkennen – der Maurer hat seiner Kreativität freien Lauf gelassen und einen so genannten Wilden Verband angelegt. Bei modernen Häusern wie hier versteckt sich übrigens meist eine Dämmung hinter dem Vormauerwerk.Foto: Initiative Zweischalige Wand
Klinker halten ohne weiteres 100 Jahre und mehr. Das Problem sind meist die Fugen. Lässt man den Fugenmörtel erneuern und die Klinker säubern, strahlt eine alte Fassade wieder im neuen Licht.Foto: Initiative Zweischalige Wand

 

Mauerverbände für Klinkersteine

Je nach Anordnung der Ziegel ergeben sich verschiedene Mauerbilder, abgebildet sind der Läufer-, Block- und Kreuzverband sowie der Gotische, der Märkische und der Wilde Verband. Und das alles lässt sich in unterschiedlichen Stein- und Fugenfarben ausführen.

MAUERVERBÄNDEJe nach Anordnung der Ziegel ergeben sich verschiedene Mauerbilder, abgebildet sind der Läufer-, Block- und Kreuzverband sowie der Gotische, der Märkische und der Wilde Verband. Und das alles lässt sich in unterschiedlichen Stein- und Fugenfarben ausführen.
LäuferverbandBlockverbandKreuzverband
Gotischer VerbandMärkischer VerbandWilder Verband

Praxitipp: Der richtige Mörtel für Klinkersteine

Ziegel werden in aller Regel mit Mörtel verbaut. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Zuschlag (Maurersand), Bindemittel und Wasser.

Dickbettmörtel erzeugt eine breite Fuge, verbunden mit der Gefahr der Wärmebrückenbildung und sollte heute eigentlich nur noch bei Vormauerwerk eingesetzt werden – in vielen Rohbauten sieht man aber noch immer die dicken Mörtelschichten in den Lagerfugen.

Beim Hintermauerwerk benutzt man besser Leichtmörtel, der über wesentlich bessere Dämmeigenschaften verfügt beziehungsweise Dünnbettmörtel, der die Fuge auf einen Millimeter reduziert. Hierfür benötigt man aber maßgenau gefertigte Plansteine bzw. Planziegel.

Auf der Infoseite des Bundesverbandes der Deutschen Zielgelindustrie präsentieren sich alle Arbeitsgemeinschaften rund um den Ziegel, vom Mauer- bis zum Dachziegel:Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V.Schaumburg-Lippe-Str. 4, 53113 Bonn,Tel.: 0228/91493-0, Fax: 0228/91493-28,

Internet: www.ziegel.de

Источник: https://www.selbst.de/klinker-harte-schale-fuer-ihr-haus-5.html

Ihr zuverlässiger Partner im Bereich Klinker und Verblender

Alles, was Sie über eine Klinkerfassade wissen sollten

Wie bei allen Materialien gibt es ebenso bei Klinkersteinen feine, aber nicht zu unterschätzende Unterschiede in der Qualität. Diese ergeben sich in erster Linie aus der Fertigungstechnik und aus den Rohstoffen, die für die Produktion verwendet werden.

Doch damit Sie sich nicht damit auseinandersetzen müssen, achten wir bei der Auswahl der Klinker-Hersteller, mit denen wir zusammenarbeiten, penibel darauf, dass nur Klinker in hervorragender Qualität angeboten werden.

Die genauen Spezifikationen der Klinker können Sie übrigens den Hinweisen des jeweiligen Herstellers entnehmen, doch wir nehmen Ihnen die Qualitätssicherung ab. Hier im Folgenden alles, was Sie über Verblender wissen sollten.

Entscheidend für die Klinker-Qualität ist das Material

Um Klinker bzw. Klinkersteine herzustellen, benötigt man Tonerden und Lehm. Hier fangen die Qualitätsunterschiede an, denn die Zusammensetzung der Ausgangmaterialien bestimmt das Endprodukt. Dasselbe gilt für das Herstellungsverfahren der Klinker.

Da die Rohmaterialien selten die für die Herstellung von Klinkern nötige Struktur aufweisen, werden sie im nächsten Schritt im Klinkerwerk auereitet. Beispielsweise werden die Rohstoffe gemischt, und es kommt zur Beigabe von unter anderem Tonmehl.

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Fremdkörper werden entfernt, und Bestandteile, die zu groß oder zu hart sind, werden zerkleinert. Verständlich, dass es auch hier auf die Qualität der Materialien und der Produktion ankommt. Tonmehl ist schließlich nicht Tonmehl.

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Und für beste Qualität gilt: Es muss im Herstellungsprozess in jedem Schritt das Beste gegeben werden. Produktionsablauf und Produktqualität müssen höchsten Ansprüchen genügen.

Auch das Herstellungsverfahren bestimmt die Qualität



Die Eigenschaften der Klinkersteine hängen nicht nur von der spezifischen Ton-Lehm-Zusammensetzung ab, sondern gleichzeitig vom Herstellungsverfahren, wie zum Beispiel davon, ob die Strangverpressung, das Wasserstrichverfahren oder das Handformverfahren zum Einsatz kommt. 

Strangpressverfahren

Beim Strangpressverfahren wird die Tonmasse verdichtet und im Anschluss daran zu einem Tonstrang gepresst. Unter Zunahme von dünnen Drähten werden die Klinker-Rohlinge dann abgeschnitten.

Insgesamt zeichnen sich diese Klinker durch ihre Frostsicherheit, ihre Unempfindlichkeit gegenüber Chemikalien und durch ihren Biegewiderstand aus.

Dazu kommen eine hohe Druckfestigkeit und eine geringe Wasseraufnahme.

Wasserstrichverfahren

Beim Wasserstrichverfahren wird der Ziegel hingegen durch eine Drehtischpresse gedrückt. Als Trennmittel wird Wasser eingesetzt. Das schenkt dem Wasserstrich-Klinker seine unregelmäßige Oberfläche und seinen starken Charakter.

Handformverfahren

Wieder anders geht man beim Handformverfahren vor. Hier wird der Ton, zusammen mit Sand, in eine Form gegeben und an die Seitenwände gedrückt. Das ruft reliefartige, unregelmäßige Oberflächen hervor, die zugleich das Besondere des Handformklinkers sind.

Und wie sieht es mit Klinkerriemchen aus?

Auch Klinkerriemchen werden aus reiner Tonmasse hergestellt und gebrannt. Sie weisen eine außergewöhnliche Härte auf und haben die gleichen Qualitätsmerkmale wie ein Vollklinker. Sie sind robust, langlebig, witterungs- und wertbeständig und farbecht. Es kommen keine chemischen Zusätze zum Einsatz, Klinkerriemchen sind natürlich. Reine Naturprodukte, bestehend aus Lehm und Ton.

Alles unsere Klinker werden streng nach DIN 771-1 produziert

In unserem Sortiment finden Sie ausschließlich Klinkersteine, die nach der europäischen Mauerziegelnorm DIN 771-1 produziert werden.

Hier werden verbindliche Vorgaben für die Ausgangsmaterialien gemacht, die Herstellungsverfahren reglementiert und zudem die Eigenschaften der resultierenden Klinker festgelegt, so dass alle Steine aus unserem Sortiment den höchsten Qualitätsstandards entsprechen.

Frostsicherheit ist selbstverständlich gegeben

Häufig werden wir von Kunden in Bezug auf die Frostsicherheit und das Ausblühen der Klinker befragt. Sowohl im Hinblick auf die Frostsicherheit wie auch das Ausblühen gibt es bei unseren Klinkersteinen keinerlei Probleme. Die Frostsicherheit ist Teil der strengen DIN-Vorgaben und entsprechend sind unsere Klinker selbstverständlich frostsicher.

Keine weißen Ausblühungen auf den Klinkern

Ebenso die sogenannten Ausblühungen (weiße Flecken auf den Ziegelsteinen) kommen bei einer sachgerechten Verarbeitung mit unseren Produkten nicht vor.

Die Betonung liegt hier auf der sachgerechten Verarbeitung, denn die Ursache für Ausblühungen sind in der Regel im Mörtel gelöste Salze, die durch Feuchtigkeit an die Oberfläche von Klinkern transportiert werden und dort weißliche Schleier bilden.

Bei einer entsprechend sachgerechten Verarbeitung und beispielsweise dem Schutz vor übermäßiger Durchfeuchtung von neu errichtetem Mauerwerk lassen sich diese Ausblühungen effektiv vermeiden. Während die Ursache früher zum Teil auch bei den Klinkern selbst lag (hoher Salzgehalt im Ton bzw.

Schwächen in den Herstellungsverfahren), sind diese Faktoren seit vielen Jahren bei den namhaften Klinker-Herstellern behoben worden, so dass weiße Ausblühungen auf Ziegelsteinen heute ein Indiz für Probleme in der Verarbeitung sind.
Sollten Sie diesbezüglich noch Fragen haben, empfehlen wir, dass Sie sich an den für die sachgerechte Verarbeitung zuständigen Betrieb bzw. Handwerker wenden.

Источник: https://www.klinker-profi.de/qualitaetsunterschiede-was-klinker-zu-hochwertigem-klinker-macht

Klinkerfassade sanieren

Alles, was Sie über eine Klinkerfassade wissen sollten

Eine Klinkerfasssade ist eine dauerhafte Sache. Die Backsteine, wie sie deshalb im Volksmund auch heißen, werden bei hohen Temperaturen gebrannt und sind widerstandsfähig über Jahrzehnte.

Aber Sie lesen dies hier wahrscheinlich, weil Sie trotzdem irgendwelche Schäden an ihrer mutmaßlich alten Klinkerfassade haben. Und weil Sie wissen möchten, wie Sie die Fassade nun in Ordnung bringen können.

Hier bekommen Sie alle notwendigen Informationen.

Klinkerfassaden ergeben eine schöne Optik. Sie sind haltbar – aber nicht unendlich lange © elxeneize, stock.adobe.com

Schadensanalyse ist der erste Schritt

Am Anfang muss natürlich eine genaue Analyse des Schadens stehen. Denkbar sind zunächst Verschmutzungen, die mit den üblichen Mitteln nicht zu beseitigen sind.

Dann kann es Schäden geben an einzelnen Steinen oder in den Fugen, es können aber auch Undichtigkeiten auftreten oder großflächigere Schäden. Ein Schaden ist es natürlich auch, wenn eine Klinkerfassade unstabil wird.

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Dieser letzte Fall ist freilich ein Fall für den Statiker und in der Folge gegebenenfalls für den professionellen Maurer. Deshalb bleibt das hier unberücksichtigt. Ohnehin kommt es selten vor.

[/attention]Schäden an Klinkerfassade: Schadensanalyse vornehmen

Am häufigsten sind Schäden in den Fugen. In allen Mauern soll der Mörtel weicher sein als die Steine, deshalb sind die Fugen die Schwachstelle eines jeden Mauerwerks. Sie gehen nicht auf einen Schlag kaputt, sondern sie werden nach und nach locker und bröckelig. Irgendwann muss neu verfugt werden, um einen weiteren Fortgang der Schäden zu verhindern.

Fugen auskratzen – aber gründlich

Zuerst muss alles beseitigt werden, was sich in den Fugen noch findet, man kann es mit einem Meißel herauskratzen oder mit einer Bürste; hartnäckige Einzelstücke weichen spätestens dem Bohrer oder Winkelschleifer.

Möglichst erschütterungsfrei sollte man dabei arbeiten, um nicht weiteren Mörtel zu lockern. Die sauberen Fugen sollten mindestens 15 Millimeter tief sein, andernfalls ist die neue Mörtelschicht so dünn, dass sie nicht lange hält.

Am besten haftet der neue Mörtel, wenn die Fuge staubfrei ist.

Bevor der neue Mörtel in die Fuge kommt, müssen die Steine angefeuchtet werden; sie saugen sonst womöglich das Wasser aus dem Mörtel, so dass dieser nicht hält. Dann wird der Mörtel in die Fugen geschoben – am besten hält man ein Brett mit dem Mörtel vor die Fuge und schiebt den Mörtel mit der Maurerkelle hinein. Schließlich wird der Mörtel noch glattgestrichen.

Das Füllen alter Fugen ist etwas mühsam, muss aber sorgfältig gemacht werden © Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Beim Austausch einzelner, weil beschädigter Steine, muss ebenfalls alles angefeuchtet werden. Auch hier arbeitet man mit Maurerbrett und Maurerkelle.

Wichtig ist, dass der neue Stein waagerecht sitzt und dass alle Fugen vollständig ausgefüllt werden. Andernfalls ist die Stabilität der Mauer an dieser Stelle beeinträchtigt.

Wer sich das nicht zutraut, sollte sicherheitshalber einen Fachmann bestellen.

Diese Frage stellt sich erst recht, wenn es mehrere zusammenhängende, aber beschädigte Steine gibt. Hier ist mit größerer Vorsicht vorzugehen – was man selbst ohne weiteres machen kann, hängt auch von der Situation ab.

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Stürzt bei der Reparatur einer Gartenmauer ein Stück davon ein, ist das ärgerlich, aber natürlich eher zu verkraften, als wenn ein größeres Loch in der Außenmauer eines Gebäudes entsteht.

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Wenn man es also wagen möchte, kann man übrigens Steine, sofern sie nicht beschädigt sind, einfach umgedreht wieder einmauern, so dass die angewitterte Seite nicht zu sehen ist. Berücksichtigen muss man dann nur, dass auf die Rückseite eine eventuell größere Lücke mit Mörtel verfüllt werden muss.

Imprägnieren auch vorbeugend sinnvoll

Denkbar ist natürlich auch, dass eine ältere Klinkerfassade kleine Abplatzungen, Haarrisse und andere Verwitterungserscheinungen aufweist, die nicht stören und auch statisch kein Problem sind, von denen man aber auch nicht möchte, dass größere Probleme daraus werden. Dann gibt es die Möglichkeit, die Fassade zu imprägnieren.

Es handelt sich um eine transparente Flüssigkeit, die mit Pinsel oder Rolle aufgetragen oder einfach aufgesprüht wird. Sie dringt fünf bis zehn Millimeter in das Mauerwerk ein, verfestigt sich dann und schützt Steine und Fugen.

Möglich ist auch, dies vorbeugend zu machen – zumal es gut sein kann, das nach zehn Jahren die allerersten kleinen Verwitterungserscheinungen schon auftreten.

Die Klinkerfassade imprägnieren kann die Fassade schützen

Fassade verputzen – eigentlich zu schade

Eine Alternative ist für manche auch, einfach die gesamte Fassade zu verputzen.

Das aber will gut überlegt sein – möchte man wirklich eine schöne alte Klinkerfassade unter langweiligem Putz verschwinden lassen? In Frage kommt das natürlich ohnehin nur, wenn es sich um optische Schäden im Mauerwerk handelt. Mit Verputz alleine kann man statisch bedeutsame Schäden natürlich nicht reparieren.

Hier löst sich der Putz von einer Klinkerwand. Ergeben die Backsteine nicht die schönere Wand? © Frank-Peter Funke, stock.adobe.com

Wenn es dann aber doch sein soll, muss alles damit beginnen, die Tragfähigkeit der vorhandenen Fassade zu prüfen – der Putz muss haften. Der Baustoffhandel bietet verschiedene Stoffe zur Vorbehandlung des Untergrundes an, ebenso verschiedene Putze.

Was man braucht, hängt vom Zustand der Klinker ab. Findet man glasierte Klinker vor, auf denen der Putz alleine schlecht haftet, empfiehlt sich der Einbau eines Putzträgergewebes.

Damit aber sind wir zu den Feinheiten der Verputzarbeiten vorgedrungen, um die es hier ja nicht gehen soll.

Bei großen Schäden an der Klinkerfassade kann ein Fachmann helfen

Источник: https://www.sanier.de/altbausanierung/klinkerfassade-sanieren

Klinker, Klinkerriemchen, Fassaden und Klinker | Infoportal zum Thema Haus

Alles, was Sie über eine Klinkerfassade wissen sollten

Als Klinker bezichnet man Ziegelsteine, die unter hohen Temperaturen aus Ton, Schamotten und Feldspäten gebrannt werden. Im Gegensatz zu normalen Ziegeln erreichen die Öfen bei der Herstellung eine noch höhere Temperatur von bis über 1300 Grad. Sie haben danach einen stark reduzierten Wassergehalt von unter 3 % und sind sehr widerstandsfähig. 

Einsatzgebiete

Mit hohe Beliebtheit werden Klinker für der Bekleidung der Außenfassaden von Wohnhäusern und der Innenwände verwendet. Es gibt darüber hinaus aber auch zahlreiche weitere Einsatzgebiete.

Besonders früher wurden Klinker vermehrt im Ingenieurbau verwendet, so zum Beispiel beim Bau von Abwasserkanälen, Schächten oder Brücken.

Außerdem gibt es die sogenannten Pflasterklinker, mit denen Straßen und Wege bekleidet werden. 

Auch im Wohnraum lassen sich Klinker einbringen

Klinker werden in der Regel mit dem Außeneinsatz assoziiert, dabei können Verblendsteine innen ebenfalls als Wohnraumklinker eingesetzt werden. Egal ob im Wohnzimmer, Küche, Diele, Bad oder Schlafzimmer, es wird ein besonderer Charme geschaffen. So lassen sich in Ihrem Zuhause ganz individuelle Wohnraumideen umsetzen.

Verschiedene Stile

Die Auswahl der richtigen Klinker für Ihre Fassade oder Ihren Wohnbereich muss wohlüberlegt sein. Denn die verschiedenen Möglichkeiten unterscheiden sich unter anderem je nach ihrer Langlebigkeit, ihrer Wärmedämmung und ihres Preises.

Außerdem spielt natürlich auch die individuelle Ästhetik und der Baustil Ihres Gebäudes eine entscheidende Rolle. Grundlegend bestehen Klinker aus Wasser und Ton, aber die Tonart und die Dichte machen die Sorte und die Farbe der Klinker aus.

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So gibt es zum Beispiel die sogenannten Hollandklinker mit rötlicher Farbe und einer relativ groben Oberfläche. Ebenso möglich sind die grünlichen Torrandklinker. Besonders dicht und glatt sind die Greppiner Fassadenklinker, die eine sehr freundliche Fassade in gelb ergeben.

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Genauso gibt es aber auch moderne Klinker, die in verschiedenen Farben erhältlich sind und wo für jeden Geschmack etwas zu finden sein sollte. 

Vorteile von Klinker

Der größte Vorteile von Klinkern ist, dass sie sehr beständig sind. Sie sind unempfindlich gegen UV-Strahlung, relativ unverwüstlich was Umwelteinflüsse angeht und kaum anfällig für die Besiedlung von Mikroorganismen. Damit haben die Klinker quasi eine unendliche Lebensdauer.

Außerdem benötigen sie weder Wartung noch Pflege, sie müssen auch nicht geputzt werden. Klinker sind andauernd farbecht und zeigen zuverlässige Beständigkeit gegen jedes Wetter, sei es Regen, Hagel oder Frost. Auch sehr hohe Temperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius halten Klinker mit Leichtigkeit aus.

Dadurch werden sie zu einer natürlichen Brandschutzkonstruktion.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der Recyclebarkeit des Materials. Sie sind also umweltfreundlich und naturrein. Klinker wirken außerdem schalldämpfend, was zu einer guten Wohnatmosphäre beiträgt.

 
Klinker gibt es in ganz unterschiedlichen Stilen, Farben und Ausführungen, dadurch ist es Ihnen möglich, Ihr Zuhause nach Ihren persönlichen und individuellen Vorstellungen mithilfe der Klinker oder Klinkerriemchen einzurichten. 

Hier noch einmal alle Vorteile von Klinkern auf einen Blick:

  • Unempfindlich gegenüber Schmutz
  • Unverwüstlich
  • optische Verschönerung
  • Brandschutz
  • Schalldämpfung
  • Wärmedämmung
  • wartungsfrei
  • Nicht pflegebedürftig
  • natürlich
  • aus recyclebaren Materialien
  • atmungsaktiv
  • energiesparend

Kauf von Klinkern

Das einzige Problem mit Klinkern entsteht durch zu hohe Feuchtigkeit. Hier kommt es vor, dass ein Nässefilm über die Fassade legt, was dauerhaft dazu führen kann, dass die Steine porös werden und so das ganze Mauerwerk Schaden nimmt.

Deswegen sollte unbedingt darauf geachtet werden, Klinker und Klinkerriemchen nur in hoher Qualität zu erwerben. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich nicht für das günstigste Angebot zu entscheiden.

Für die Verkleidung eines Einfamilienhauses sollten Sie mindestens mit 80 – 90€/m² allein für Material einplanen. Günstigster wird es, wenn die Baumaßnahmen selbst vorgenommen werden.

Mit einer sorgfältigen und gewissenhaften Auswahl der idealen Klinker können Sie erreichen, Ihrem Haus einen lebenslangen, witterungsbeständigen Schutz zu gewährleisten.

Источник: https://www.ktaweb.com/materialien/klinker-klinkerriemchen-fassaden-und-klinker/

Heimtextilien
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