Aufzüge im Test

Fahrstuhl-Test-Turm eröffnet – Ohne Seile hoch hinaus

Aufzüge im Test

„Wir sind im Panorama-Aufzug. Und das ist einer der ersten Fahrten, die im Panorama-Aufzug gemacht werden. Wir fahren auf die Besucherplattform des Testturms, also auf 232 Meter Höhe mit einer Geschwindigkeit von fünf Meter pro Sekunde.“

Premiere in Europas größtem Fahrstuhl-Test-Turm bei Rottweil, ganz im Süden Baden-Württembergs: Kaum hat Michael Ridder, Sprecher des Betreibers Thyssen Krupp Elevator, seine Begrüßung beendet, ist der Fahrstuhl auch schon oben angekommen.

Über 20 Meter im Durchmesser, ragt der 246 Meter hohe Turm aus Beton wie eine Spindel, die sich in den Himmel schraubt, als neues, futuristisch wirkendes Wahrzeichen über der eher beschaulichen Landschaft zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald.

Innen ist der Riesenturm weitgehend leer: Zwölf parallel verlaufende Fahrstuhlschächte wurden in die Betonspindel eingebaut. Drei dieser Schächte sind für das Aufzugssystem der Zukunft reserviert:

 „Unsere Lösung war der 'Multi': Mehrere Kabinen in einem Schacht, keine Seile mehr. Und dieser Multi, dieses seillose, innovative Aufzugssystem, wird hier entwickelt und installiert.“

Aufzugskabine wird zum Teil des Motors

So Andreas Schierenbeck, Vorstandschef bei Thyssen Krupp Elevator. Die Idee vom Aufzug ohne stählernes Tragseil haben die Entwickler bei der Magnetschwebebahn Transrapid abgeschaut. Im Mittelpunkt steht dabei ein sogenannter Linearmotor:

„Linearmotor, das ist entstanden aus der Idee: Sie nehmen einen Motor, schneiden ihn der Länge nach auf und rollen ihn einfach aus. Das heißt. Sie ziehen über das Magnetfeld Magnete oder eine andere Spule einfach vor sich her. Der Motor dreht sich nicht, der bewegt sich einfach von rechts nach links“

Damit wird die Aufzugskabine, an die ein starker Magnet montiert wird, zum Teil des Motors. Über Leitungsschienen im Inneren des Fahrstuhlschachtes werden Magnetfelder erzeugt, die die Fahrstuhlkabine vertikal hoch und runter bewegen oder aber auch horizontal von rechts nach links.

Wartezeiten nur halb so lang wie bei konventionellen Aufzügen

Denn grundsätzlich sieht die „Multi“-Technologie auch Querstollen vor, so genannte „Exchanger“, durch die die Kabine von einem in den anderen Schacht wechselt.

Damit können jeweils mehrere Kabinen gleichzeitig in einem Schachtsystem von oben nach unten oder auch mal von rechts nach links fahren: Die Fahrstuhlfahrt wird zu einer Art Taxifahrt im Wolkenkratzer der Zukunft, so Andreas Schierenbeck von Thyssen Krupp:

„Die Kabine kommt. Vier, fünf Leute, die dasselbe Ziel haben, steigen in die Kabine ein. Und die Kabine fährt durch bis zu ihrem Ziel. Und dann steigen sie aus. Und die Kabine fährt im Kreis dann wieder zurück.“

Durch die Möglichkeit der genaueren Ansteuerung des Zielortes und der Verfügbarkeit mehrere Kabinen im Schachtsystem sollen sich die Wartezeiten im Vergleich zu konventionellen Fahrstühlen mehr als halbieren. Ob das alles wirklich funktioniert, werden die Versuche im Rottweiler Turm zeigen. Ein weiteres Plus ist die Fortbewegung über Magnetfelder.

„Ein System, das in der Lage sein soll, 300 oder 400 Meter Förderhöhe zu überwinden, kann nicht mehr mit Seilen funktionieren.“

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Denn bei solchen Höhen wäre das Gewicht der Stahlseile viel zu groß, so Entwickler Markus Jetter. Durch den Wegfall der Seile können Aufzüge der neuen „Multi“-Generation deutlich mehr Höhenmeter zurücklegen als bisher, bis zu 1000 Metern und mehr. Angesichts immer höherer Wolkenkratzer nach Ansicht der Entwickler eine wichtige Option.

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„Was für Tests führen wir hier durch? Wir testen die Aufzüge hier im Dauerlauf.“

Amerikaner wollen Aufzug spüren, Asiaten nicht

Während der Probelauf mit den Fahrstühlen auf Magnetschwebetechnologie erst im Mai kommenden Jahres ansteht, erproben die Fachleute ab sofort herkömmliche Fahrstuhl-Systeme in ihrem neuen Turm bei Rottweil: Wie können Ausfallzeiten vermieden, Fehler besser vorhergesagt werden? Auch die Verringerung von Vibrationen ist ein Ziel der Fahrstuhl-Versuche im Turm. Hier haben die Fachleute sogar unterschiedliche Fahrstuhlkulturen zu berücksichtigen, so Erprobungsleiter Eberhard Vogler:

„Menschen in Asien wollen von der Aufzugsfahrt nichts spüren. Da wird alles sanft und gleichmäßig eingestellt. In Amerika dagegen werden die Beschleunigungen höher eingestellt. Die Amerikaner wollen von ihrer Kultur her den Aufzug spüren. Die wollen spüren, dass die beschleunigt werden. Drum sind da tendenziell höhere Beschleunigungen üblich als in Asien.“

Источник: https://www.deutschlandfunk.de/fahrstuhl-test-turm-eroeffnet-ohne-seile-hoch-hinaus.676.de.html?dram:article_id=373859

Aufzüge im Test – Aufzug-Preise vergleichen

Aufzüge im Test

Das Fahren mit einem Aufzug empfinden einige Menschen als unangenehm und beengend. Komplikationen im Aufzugsbetrieb, wie zum Beispiel „stecken bleiben“, sollten vermieden werden. Um dem vorzubeugen, müssen regelmäßige Aufzugsüberprüfungen durchgeführt werden. In Deutschland sind diese vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein (DEKRA), der technische Überwachungsverein (TÜV) oder andere zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) führen sicherheitstechnische Bewertungen und Tests an Aufzügen durch. Diese zeigen, welche Gefährdungen von einer Aufzugsanlage ausgehen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind. Für die Prüfungen sind Fristen vorgegeben.

Sicherheitstechnische Bewertung & Überwachung

Laut Gesetzgeber gelten alle Aufzüge, die für die Beförderung von Personen ausgelegt sind, als überwachungsbedürftige Aufzugsanlagen. Auch Plattform- und Treppenlifte, bei denen eine Absturzgefahr von über drei Metern besteht, gehören in diese Rubrik.

Überwachungsbedürftige Aufzugsanlagen sind prüfpflichtig. Das heißt, dass der Betreiber den Aufzug in regelmäßigen Abständen sicherheitstechnisch untersuchen lassen muss.

Die Grundlage für die Ermittlung des Prüfintervalls ist in der Regel eine sicherheitstechnische Bewertung, die bei Inbetriebnahme durchgeführt wird.

Die unterschiedlichen Aufzugsprüfungen

In der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sind verschiedene Prüfungen für Aufzugsanlagen definiert:

  • Prüfung vor Inbetriebnahme (§ 14 (1) BetrSichV): Nur bei Aufzügen nach Maschinenrichtlinie 2006/42 EG erforderlich, d. h. Personen- und Lastenaufzüge mit einer Absturzhöhe von über drei Metern.
  • Prüfungen vor Inbetriebnahme nach Änderung (§ 14 (2) BetrSichV): Nach dem Umbau einer Aufzugsanlage oder der Erneuerung von sicherheitsrelevanten Teilen kann die erneute Prüfung durch eine ZÜS erforderlich sein.
  • Wiederkehrende Prüfung (§ 15 BetrSichV): Prüfung für alle Personen- und Lastenaufzüge mit einer Absturzhöhe von über drei Metern.
  • Zwischenprüfung (§ 15 (13) BetrSichV) Die Zwischenprüfung beschränkt sich auf die Frage, ob die Aufzugsanlage ordnungsgemäß betrieben werden kann und ob sich die Tragmittel in einem vorschriftsmäßigen Zustand befinden.
  • Angeordnete außerordentliche Prüfung (§ 16 BetrSichV): Im Einzelfall können zuständige Behörden eine außerordentliche Prüfung der Aufzugsanlage anordnen.
  • Prüfung nach Unfall- und Schadensanzeige (§ 18 BetrSichV): Nach Unfällen oder Schadensfällen beim Aufzugsbetrieb muss die Ursache festgestellt und der Zwischenfall den zuständigen Behörden gemeldet werden. Diese können eine erneute sicherheitstechnische Beurteilung der Aufzugsanlage durch eine ZÜS verlangen.

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Im Folgenden finden Sie einen Überblick der durchschnittlichen Prüfungsintervalle, die sich je nach Aufzugsart unterscheiden. Bitte beachten Sie, dass es sich bei unseren Angaben um Richtwerte handelt und die genauen Prüfintervalle für Ihren Aufzug in einer sicherheitstechnischen Bewertung festgestellt werden müssen.

Prüffristen für AufzügeAufzugsart Prüfkriterium wiederkehrende Prüfung Zwischenprüfung
  • Personen- und Lastenaufzug mit Personenbeförderung
  • Paternoster
  • Bauaufzug mit Personenbeförderung
  • Fassadenaufzug
  • Treppenlift
  • Treppenschrägaufzug
  • Plattformlift
  • Behindertenlift
  • Fassadenaufzug
  • Treppenlift
  • Treppenschrägaufzug
  • Plattformlift
  • Behindertenlift
  • Güteraufzug
  • Behälteraufzug
  • Kleingüteraufzug
alle 2 Jahreja
Absturzhöhe größer als 3 malle 4 Jahre Aufzüge an Fassaden sind in der Regel starken Witterungseinflüssen ausgesetzt. Darum wird eine jährliche Prüfung empfohlenentfällt
Absturzhöhe kleiner als 3 mwird vom Betreiber festgelegt empfohlen: alle 4 Jahreentfällt
wird vom Betreiber festgelegt empfohlen: alle 4 Jahreentfällt

Instandhaltung und Wartung

Darüber hinaus muss der Betreiber einer Aufzugsanlage diese stets nach dem Stand der Technik betreiben (Grundlage: DIN EN 81-80). Das heißt vor allem, dass er technischer Alterung und Verschleiß entgegenwirken und im Zweifelsfall nachrüsten muss.

Eine unmittelbare Nachrüstpflicht ergibt sich aus der BetrSichV für überwachungsbedürftige Anlagen zwar nicht, allerdings sprechen viele Aspekte der Betriebs- und Planungssicherheit dafür, Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten frühzeitig umzusetzen.

Prüfstellen wie der TÜV unterstützen Aufzugsbetreiber und Arbeitgeber bei den anfallenden Arbeiten.

Sicherheit im Aufzug

Folgende Sicherheitselemente müssen in jedem Aufzug vorhanden sein:

  • Verriegelungseinrichtungen der Fahrschachttüren
  • Fangvorrichtung
  • Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Puffer
  • elektrische Sicherheitsschaltungen
  • Notruf-/Gegensprechanlage

Weiterhin müssen Betreiber fortlaufend sicherstellen, dass der Aufzug einwandfrei funktioniert. Dafür werden folgende Aspekte der Aufzugssicherheit genauer untersucht:

Sicherheitscheck für Aufzüge in zehn Schritten

  1. Die Zugänge zum Aufzugsschacht, zum Triebwerk und den zugehörigen Schalteinrichtungen müssen frei und sicher begehbar sein. Im Maschinenraum dürfen keine aufzugsfremden Gegenstände gelagert werden.
  2. Die Kabine darf nicht anfahren, solange eine Schachttür geöffnet ist.
  3. Die Schachttüren dürfen sich nicht öffnen lassen, solange sich die Kabine außerhalb der Entriegelungszone dieser Tür befindet.
  4. Die Aufzugskabine darf nicht anfahren, solange die Kabinentür geöffnet ist.
  5. Die für die Aufzugsanlage festgelegte Haltegenauigkeit muss an jeder Haltestelle eingehalten werden.
  6. Die Notrufeinrichtung muss funktionieren. Ebenso müssen die Hinweise zur Personenbefreiung an der Hauptzugangsstelle (meist im Erdgeschoss) lesbar und aktuell sein.
  7. Der Notbremsschalter bzw. der TÜR-AUF-Taster müssen funktionieren.
  8. Bei Aufzugskabinen ohne Türen darf die Schachtwand an den Zugangsseiten des Fahrkorbes nicht beschädigt sein.
  9. Die Beleuchtung im Fahrstuhl muss funktionieren.
  10. Die Benutzung bzw. der Betrieb der Aufzugsanlage muss entsprechend den Herstellervorgaben stattfinden.

Der Aufzug am Arbeitsplatz

Arbeitgeber sind gegenüber Arbeitnehmern verpflichtet, die Sicherheit von Arbeitsmitteln zu gewährleisten – darunter fallen zum Teil auch Aufzüge. Die notwendigen Maßnahmen für die sichere Bereitstellung und Benutzung von Aufzügen am Arbeitsplatz werden durch die Gefährdungsbeurteilung (GBU) ermittelt.

Entscheiden Sie sich für die passenden Anbieter

Um den Aufzug zu finden, der Ihren Anforderungen und Wünschen gerecht wird, sollten Sie sich von einem Fachbetrieb beraten lassen. Die Auswahl an Aufzugsmodellen und -bauweisen ist groß. Die wichtigsten Kerndaten beim Aufzugskauf sind folgende:

Die wichtigsten Aufzugseigenschaften im Überblick

  • Tragfähigkeit: Für wie viele Personen soll der Aufzug ausgelegt sein?
  • Antrieb: Hydraulik oder Seilantrieb?
  • Geschwindigkeit
  • Soll der Aufzug im Hausinneren oder an der Fassade angebracht werden?
  • Wie aufwendig ist der Umbau?
  • Welches Material bevorzugen Sie (z. B. Glas oder Beton)?
  • Wie viele Haltestellen soll der Aufzug haben bzw. wie hoch ist die Hubhöhe?

Bei all diesen Fragen beraten Sie Fachunternehmen gerne weiter. Nutzen Sie den Service von Aroundhome: Wir vermitteln Ihnen kostenlos und unverbindlich* bis zu drei Angebote von Aufzugsfirmen aus Ihrer Nähe.

Источник: https://www.aroundhome.de/personenaufzug/test/

Aufzug Knigge: Welcher Fahrstuhltyp sind Sie?

Aufzüge im Test

Fahren Sie gerne Aufzug? Klassisch im Büro geht das so: Nach der gemeinsamen Nahrungsaufnahme in der Kantine steigen ein paar Kollegen in den Fahrstuhl. Irgendeiner spielt immer Liftboy und fragt die anderen nach deren Wunschstockwerk. Eine lästert – erst über das Essen, dann über Kollegen. Das ist die Elevator Bitch.

Zwei schauen auf den Boden. Der eine aus Scham, der andere zur Tarnung. In Wahrheit mustert er die Kurven der Kollegin vor ihm. Der Liftboy grinst dazu, hat aber noch Petersilie zwischen den Zähnen… 30, 40, 50 Sekunden dauert das Drama – und die Gefangenschaft im Menschenzoo. Das können kurzweilige Sekunden sein.

Oder der Fahrstuhl in die Hölle…

Fahrstuhltypen: Tödliche Liftdosis

Aufzugfahren ist wie ein Ritt durch die Geisterbahn: Man weiß nie, was als Nächstes passiert.

  • Wer steigt ein, wer aus?
  • Und noch spannender: Wer fährt mit?

Im sozialen Mikrokosmos Aufzug begegnet man allerlei bemerkenswerten Typen, die einem viel über das Betriebsklima im Allgemeinen und die Kollegen im Besonderen verraten können. Denn ob wir wollen oder nicht: Unsere Körpersprache (auch im Lift) offenbart mehr, als vielen bewusst ist.

Aufzüge gab es schon im alten Rom. Im Kolosseum wurden mit ihrer Hilfe Gladiatoren und wilde Tiere in die Arena hoch gehievt. Das war Sklavenarbeit. Sprichwörtlich.

Einer der ersten Aufzüge in Deutschland wurde im 17. Jahrhundert von dem Mathematiker Erhard Weigel entwickelt – eine Art Flaschenzug, den er in sein Wohnhaus in Jena einbaute.

Heute gibt es in so gut wie jedem Hochhaus einen Aufzug. Aber hätten Sie gewusst, dass es für Aufzüge Steuerungsstandards gibt? Damit meine ich nicht Liftboys oder genormte Knöpfe:

Bis in die Sechzigerjahre gab es die sogenannte Druckknopfsteuerung. Dabei arbeitet der Aufzug alle Anforderungen der Reihe nach ab, wobei die Kommandos aus dem Lift immer Vorrang hatten.

Heute hingegen ist die Zielauswahlsteuerung Standard. Das heißt: Der Fahrgast muss sich schon vor dem Aufzug entscheiden, ob er rauf oder runter will. Die Software ermittelt dann, welchen Lift er bekommt, weil mit ihm möglichst viele gerade nach oben oder unten fahren können. Das spart Zeit und Energie.

Selbsttest: Welcher Aufzugtyp sind Sie?

Mit welchen Kollegen Sie so zusammenarbeiten und wie die so ticken, können Sie ganz einfach herausfinden, indem Sie ausnahmensweise nicht die Treppe nehmen (siehe Kasten unten), sondern mit den Kollegen Fahrstuhl fahren. Echt jetzt.

Probieren Sie ruhig mal aus und machen Sie den Fahrstuhl-Test mit einer (natürlich nicht ganz ernst gemeinten) Typologie der häufigsten Aufzugbesucher. Und wer weiß: Vielleicht erkennen Sie sich am Ende noch selbst bei der Frage…

(Anm. d. Red.: So gut wie alle Typen gibt es natürlich auch in weiblicher Form. Bevor aber ein Streit darüber ausbricht, warum ausgerechnet diese weiblich und jener männlich ist, haben wir sie einheitlich verfasst.)

  • Kaum geht die Aufzugtür zu, holt dieser Typ schon sein Smartphone heraus und beginnt nervös darauf einzutippen. Oft nur zum Schein. Denn in vielen Aufzügen gibt es gar kein Netzempfang. Was dieser Kollege tatsächlich nonverbal sagt, ist a) „Ich bin gerade waaaaahninnig beschäftigt.“ Und b) „Sprich mich nicht an!“ Die eigentliche Offenbarung aber ist: Diese Typen versuchen damit entweder das simple Bild einer vermeintlich wichtigen Person abzugeben oder einer für sie unangenehmen (engen) Lage zu entgehen. Oder beides.
  • Das Verschränken der Arme – auch die Umarmung mit sich selbst genannt – ist weniger eine Schutzhaltung als vielmehr Ausdruck von kommunikativem Verschluss. So jemand ist mit Sicherheit nicht offen für einen netten Kurzplausch zwischen drei Etagen. Obendrein kann es sogar eine aggressive Geste sein, wenn dieser Typ so versucht harmloser auszusehen als er in Wirklichkeit ist und seine Körpersilhouette optisch verschlankt. Der beste Rat für Begegnungen dieser Art: nicht ansehen, nicht ansprechen – ignorieren.
  • Der Rücken kerzengerade, die Hände fest am Körper anliegend, die Augen geradeaus, Bauch rein, Brust raus… so steht er da, der Strammsteher. Diese Körperhaltung verrät nicht nur ein großes Selbstbewusstsein, sondern auch ein starkes Kontrollbedürfnis, selbst im Aufzug. Dieser Typ ist extrem aufmerksam, nimmt alles um ihn herum im Fahrstuhl genauestens wahr – und gönnt sich selbst wenig Spielraum. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um einen ebenso loyalen wie disziplinierten Kollegen. Aber nicht unbedingt um einen geselligen.
  • Steht da, tut nichts und hat beide Hände in den Hosentaschen (Frauen kramen auch gerne in ihrer Handtasche). Sieht lässig aus, soll aber vor allem die Unsicherheit und den Stress verbergen, den dieser Typ hat. Die weniger elegante Variante dieses Typs betrachtet die gesamte Fahrt über seine Schuhe, die elegantere versteckt nur eine Hand in der Tasche. Das sieht, zugegeben, etwas cooler aus, macht die Sache aber nicht besser: Hier weiß jemand einfach nicht wohin mit sich, mit den Händen und der gefühlten Ewigkeit, bis die Aufzugtür endlich wieder aufgeht.
  • Typisch für junge Kolleginnen, die gerne auch mal etwas luftiger gekleidet sind: Kaum steigen ein paar Kollegen dazu, die sie auffällig (und wenig charmant) mustern, pressen die die Aktenmappe vor die Brust und verschränken die Beine. Eine klassische Schutzhaltung, die auch bei Männern vorkommt. Nur halten die dann ihre Hände vor ihrem Genitalbereich verschränkt nach vorne oder die Akten davor. Tragischerweise erreicht die Geste das genaue Gegenteil von dem, was sie eigentlich will: Sie sexualisiert die Situation noch mehr. Obendrein degradiert sich die betreffende Person zum Opfer.
  • HmmblnnngllmhmWowarnochmalderKnopffürdiedritteEtage?Achjahier!Undwasmachichdanndort?… Dieser Typ ist die Inkarnation des zerstreuten Professors. Entweder Sie hören von ihm nur lautes Gemurmel oder er führt Selbstgespräche von der Art: „Warum passiert das immer mir?“, „Ich darf nicht vergessen, gleich noch XY anzurufen…!“ Im Grunde ein völlig harmloser Kollege. Nett, nur vielleicht etwas nervig, wenn man mehr als zwei Stockwerke mit ihm überwinden muss.
  • Es gibt Kollegen, die stellen sich wie selbstverständlich in die Mitte des Aufzugs und am besten noch direkt vor die Tür – egal, wie voll oder leer der Lift ist. Ein Paradebeispiel für Territorialverhalten. Hier bewacht jemand seine Höhle und schirmt sie gegenüber Eindringlingen (beim nächsten Halt) ab. Obendrein macht er den anderen Mitreisenden klar: „Ich bin hier der Chef – keiner steigt ein oder aus ohne, dass ich das will. Und schon gar nicht vor mir!“ Tja, wenigstens im Aufzug kann dieser Typ den Takt vorgeben. Arme Wurst.
  • Noch so ein Alpha-Tier. Mit dem Körper schirmt er die Fahrstuhlknöpfe ab, mit den Schultern hält er derweil die Kollegen auf Distanz. Letztlich auch nur, damit er zuerst aussteigen kann. Vordergründig handelt es sich hierbei um eine Bläh-Geste: Hier plustert sich einer sichtbar auf, indem er die Knappheit seiner Zeit und seine dringend erwartete Anwesenheit suggeriert. Auch ihn sollte man beherzt ignorieren. Treffen aber dieser Typ und der „Türsteher“ zusammen, ist Krieg im Schacht: Der Drängler wird sich wortlos vorbeischieben – koste es was es wolle; der Türsteher indes versuchen, ihm die Flucht so schwer wie möglich zu machen. Immerhin: Für das famose Eitelkeits-Schauspiel müssen Sie nicht mal Eintritt zahlen.
  • Man sollte denken, wer sich im Aufzug gegen die Wand lehnt, ist vor allem das: müde, ermattet, erschöpft. Denkste! In Wahrheit stellt diese entspannte Geste eine deutliche Machtdemonstration dar. Hier ist jemand, der es sich leisten kann, sowohl auf das aufdringliche Getöse eines Türstehers oder Dränglers zu verzichten sowie gegebenenfalls zu spät zu kommen. Denn er weiß: Ohne ihn läuft in dem Laden nichts. Seinen Machtanspruch muss dieser Typ nicht demonstrieren – er hat Macht und weiß es auch. Und kann deshalb ganz lässig in der Ecke lehnen und den anderen bei ihrem Theater zuschauen. Den sollten Sie ansprechen und genauer kennenlernen.

Aufzug-Knigge: Gute Manieren im Fahrstuhl

Nach so viel Humor und Augenzwinkern nun noch zu ein paar nützlichen Fakten… dem Aufzug-Knigge.

Jedoch: So etwas wie eine allgemeine Aufzug-Etikette existiert nicht. Eher gelten dort auch weiterhin die generellen Manieren und Knigge-Regel im Geschäftsleben. Also zum Beispiel:

  • Wer einen Raum betritt, grüßt die Anwesenden. Das gilt natürlich auch für die enge Kabine eines Fahrstuhls. Allerdings müssen Sie sich dort weder mit Namen vorstellen, noch jedem die Hand geben. Ein kurzes Nicken, Lächeln und „Hallo“ oder „Guten Tag“ reicht völlig.
  • Im Geschäftsleben gibt es keine Gentlemen, da herrscht strikte Hierarchie. Zumindest wenn man die Knigge-Regeln streng auslegt. Danach haben Ranghöchste im Raum immer Vorrang: Sie werden zuerst begrüßt, dürften sich zuerst setzen – und bekommen auch im Lift den Vortritt. Wo man im Alltag selbstverständlich Älteren und Frauen höflicherweise den Vortritt lässt, gilt im Business: Chef vor Mitarbeiter, Kunde vor Chef.
  • Üblicherweise gibt es für das Aufeinandertreffen von Fremden sogenannte Distanzzonen. Die lassen sich aufgrund der Enge des Aufzugs aber nicht immer einhalten. Die Folge: Man kommt sich näher, als man will oder manchem angenehm ist. Berühren will sich dabei schon gar keiner. Falls es aber eben doch passiert und Sie jemanden aus Versehen anrempeln, entschuldigen Sie sich bitte umgehend. Auch hier reicht ein kurzes, aber ehrliches „Pardon“.

Darüber hinaus gilt generell, seine Mitmenschen nicht zu belästigen und Rücksicht zu nehmen.

Damit müssten allerdings schon all jene die Treppe nehmen, die sich in einen derart dichten Duftnebel hüllen, dass man sie selbst nach zehn Minuten noch riechen kann, obwohl sie den Lift schon längst wieder verlassen haben. Genauso jene, die mit Kopfhörern so laut Musik hören, dass man glaubt, es sei Fahrstuhlmusik.

Und so gibt es auch weiterhin Kollegen mit Macken und Mundgeruch, die in Aufzügen hörbar Kaugummi kauen; am Handy mit ihrem Arzt die Diagnose ihrer Diarrhoe besprechen; jene, die nur ein Stockwerk fahren oder stundenlang in der Lichtschranke stehen bleiben.

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Auch der Smalltalk im Aufzug kann peinlich sein, weil für die Zeit der Aufzugfahrt ein Ausweichen unmöglich ist. Muss er aber nicht.

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Ein simpler Trick hilft schon, um das Eis zu brechen: Schauen Sie beim Einsteigen gar nicht erst weg, sondern nicken oder lächeln Sie Ihrem Lift-Mitfahrer zu. Das verändert die Atmosphäre im Aufzug schlagartig. Und das bisschen Plaudern fällt sofort leichter.

Worüber reden? Auch im Aufzug bieten sich Fragen an:

  • Woran arbeiten Sie gerade?
  • In welcher Abteilung sitzen Sie?
  • In welches Stockwerk möchten Sie?

Oder aber Sie erzählen eine kleine, amüsante Anekdote. Hauptsache, keine Horrorgeschichten oder Mutmaßungen über das Steckenbleiben im Fahrstuhl. Die sind tabu.

Wie oft haben Sie das schon gehört: Nehmen Sie öfter mal die Treppe statt des Aufzugs! Irgendwie abgedroschen. Bringt ja doch nichts, denken viele…

Fehler! Das bisschen Treppensteigen statt Aufzugfahren bringt enorm viel. Glaubt man einer Studie der Oregon State Universität wirken diese wenigen Minuten Bürosport am Tag (wenn es nicht der einzige Sport ist, den man treibt), genauso förderlich auf die Gesundheit wie die Zeit im Fitnessstudio.

Über 6000 Erwachsene nahmen an der Untersuchung von Paul Loprinzi und seinen Kollegen teil. Dabei baten sie ihre Probanden immer wieder, kleine Aktivitätsintervalle in ihren Alltag einzubauen.

Also zum Beispiel statt einen Kilometer zum Supermarkt mit dem Auto zu fahren sich lieber auf das Fahrrad schwingen. Oder statt Rolltreppe zu fahren die Stufen selber zu steigen. Oder statt während der Werbepausen im TV weiterzulümmeln, lieber aufzustehen und ein paar Kniebeugen zu machen. Alles in allem überhaupt nicht viel und auch nicht jedes Mal.

Aber mit deutlicher Wirkung: Ganze 43 Prozent der Probanden zeigten bei den medizinischen Untersuchungen hinterher dieselben positiven gesundheitlichen Merkmale wie die Teilnehmer aus der Kontrollgruppe, die sich täglich (!) ein 30-minütiges Workout im Fitnessstudio gaben.

Und zum Vergleich: Weniger als 10 Prozent der Fitnessstudio-Besucher, die länger als eine halbe Stunde trainierten, erzielten damit noch bessere Gesundheitswerte. Viel hilft also gar nicht unbedingt viel. Die kleinen Dinge aber schon.

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Oder anders gesagt: Es ist nur ein kleiner (Treppen)Schritt für Sie, aber ein großer für Ihre Gesundheit.

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Источник: https://karrierebibel.de/aufzug-knigge/

Aufzüge im Test – Wie gut sind Aufzugshersteller?

Aufzüge im Test

Ein Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (kurz DtGV) zeigt, dass sich Lift-Hersteller deutlich hinsichtlich Service, Preis, Beratung und Angebotserstellung deutlich unterscheiden. Wie gut sind Service und Beratung bei den größten Anbietern von individuellen Aufzuglösungen?

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einholen!

Ein Aufzug ermöglicht Menschen eine völlig neue Form der Unabhängigkeit. Doch bevor man sich für eine solche Anschaffung entscheidet, sollte man sich die Zeit nehmen und verschiedene Angebote in Ruhe miteinander vergleichen.

Stiftung Warentest: Tipps und Empfehlungen zu Aufzügen

Für die Produktgruppe Aufzüge hat die Verbraucherorganisation „Stiftung Warentest“ bisher leider noch keinen Herstellervergleich durchgeführt. Allerdings gibt Stiftung Warentest einige Tipps und Empfehlungen, die man beim Kauf eines Aufzugs berücksichtigen sollte.

Foto: © thyssenkrupp Steel Europe

Nach der Stiftung Warentest sollte man das entsprechende Modell persönlich testen. Es sollte zudem vom TÜV geprüft und zertifiziert sein. Darüber hinaus ist es unabdingbar, dass sich der Anbieter die Gegebenheiten vor Ort anschaut und diese prüft.

Nur so kann er feststellen, welche Aufzugsmodelle überhaupt in Frage kommen. Zudem erhält man so einen Überblick über Kostenfaktoren. Neben baulichen Anforderungen ist auch die gewünschte Produktausstattung entscheidend. Je einfacher die Installation wird, desto günstiger wird der Preis.

Gleiches gilt auch für den Aufzug an sich: wer keine Extras benötigt, bezahlt zum Teil deutlich weniger.

Die Stiftung Warentest gibt zudem Tipps, wie man bei der Anschaffung eines Aufzugs Kosten einsparen und Förderungen in Anspruch nehmen kann. Wird die medizinische Notwendigkeit eines Aufzugs von einem Arzt attestiert, kann man die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer absetzen.

Zudem sollte man laut Stiftung Warentest, die Anschaffung bei der Krankenkasse anmelden, um sich den Zuschuss der Pflegeversicherung in Höhe von bis zu 4000 Euro zu sichern.

Ist ein größerer barrierefreier Umbau des eigenen Hauses geplant, zu dem auch die Anschaffung eines Aufzugs gehört, können Betroffene laut Stiftung Warentest einen zinsgünstigen Kredit der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW Bank) in Anspruch nehmen.

Test der DtGV

Die DtGV – Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH ist eine herstellerunabhängige Institution, die Verkäufer oder Händler von Produkten und Dienstleistungen prüft.

Die DtGV zeichnet die besten Anbieter durch ein Testsiegel aus und verfolgt das primäre Ziel Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen mit objektiven Analysen zu unterstützen.

Schwerpunkt des DtGV sind Prüfungen des Kundenservice und Angebotsspektrums.

Was wurde getestet?

Kategorie

Beschreibung

Bewertung

ServiceWurden die Testkunden freundlich und zuvorkommend behandelt?20% des Gesamtwerts
BeratungWie ausführlich und individuell war die Beratung?50% des Gesamtwerts
AngebotsstellungErhielten die Tester ein verständliches und umfassendes Angebot?10% des Gesamtwerts
PreisWelche angebotene Lösungsvariante war am preiswertesten?20% des Gesamtwerts

Die DtGV hat die fünf in Deutschland ansässigen Hersteller ThyssenKrupp, Garaventa Lift, Hiro Lift, Lifta – Lift und Antrieb und Sanimed in einem ausführlichen Test genauer unter die Lupe genommen.

Dazu vereinbarten die verdeckten Tester Beratungsgespräche vor Ort um die Qualität der Beratung und des Service besser beurteilen zu können.

Darüber hinaus luden die Tester die Vertreter der einzelnen Unternehmen nach Hause ein um dort den Einbau eines Lifts zu planen.

Folgende Lift-Hersteller wurden getestet

Nr.

Hersteller

1.Garaventa Lift
2.Hiro Lift
3.Lifta
4.Sanimed
5.ThyssenKrupp

Besonders bei der Beratung vor Ort zeigten sich zum Teil gravierende Unterschiede. Dabei fiel den Testern auf, dass vor allem über Themen wie Garantie, Sicherheit und Wartung überaus selten gesprochen wurde.

Zudem konnten einige Vertreter keine konkreten Informationen auf die Fragen der Tester geben. Im Bereich Beratung erzielte Hiro Lift mit einer Note von 2,1 den ersten Platz, während Garaventa Lift mit einem knappen „gut“ auf Rang zwei landete.

Die anderen Anbieter konnten hier eher nicht überzeugen.

Beratung

Zielerreichung

Note

Bemerkung

Hiro Lift83,4%2,1Gut
Garaventa Lift80,5%2,3Gut
ThyssenKrupp77,8%2,5Gut

Im Mittelpunkt des DtGV Tests standen der Service und die Beratung vor Ort. Die Serviceleistung der einzelnen Aufzuganbieter wurde von der DtGV durchgehend mit „Gut“ bewertet. Im Bereich Service zeigten die Anbieter nur wenige Schwächen.

Ein Kritikpunkt der DtGV Tester war, das die Zugehörigkeit des Kundenberaters zum Unternehmen oftmals nicht eindeutig erkennbar war. So trugen Kundenbetreuer in den meisten Fällen keine Firmenkleidung oder kein Namensschild.

Die Kunden wurden allerdings von allen Aufzuganbietern freundlich und zuvorkommend behandelt.

Service

Zielerreichung

Note

Bemerkung

Garaventa Lift91,1%1,6Gut
Hiro Lift90,9%1,6Gut
ThyssenKrupp83,8%2,1Gut

Die DtGV Tester bemängelten vor allem die „Angebotserstellung“ der einzelnen Anbieter. Hier schaffte es keines der fünf Unternehmen über ein „befriedigend“ hinaus. So wurde beispielsweise ein alternatives Miet-Finanzierungsmodell in nur zehn Prozent der Testfälle angeboten.

Angebotserstellung

Zielerreichung

Note

Bemerkung

ThyssenKrupp73,5%2,8Befriedigend
Hiro Lift71,8%2,9Befriedigend
Garaventa Lift66,3%3,2Befriedigend

Zudem berichten die Tester von erheblichen Preisunterschieden. So lag der Preisunterschied zwischen dem günstigsten (Sanimed mit der Note 1,1) und dem zweitgünstigsten Anbieter (Garaventa Lift mit der Note 1,8) bereits bei über 800 Euro.

Preis

Zielerreichung

Note

Bemerkung

Sanimed98,0%1,1Sehr Gut
Garaventa Lift87,9%1,8Gut
Hiro Lift82,2%2,2Gut

Als Testsieger erkoren die Tester den Aufzug-Hersteller Hiro Lift, gefolgt von Garaventa Lift und Sanimed auf dem dritten Platz.

Gesamtauswertung

Zielerreichung

Note

Bemerkung

Hiro Lift83,5%2,1Gut
Garaventa Lift82,7%2,2Gut
Sanimed80,1%2,3Gut
ThyssenKrupp78,8%2,4Gut
Lifta72,3%2,8Befriedigend

Testsieger im Überblick

Hersteller

GesamttestsiegerHiro Lift
ServiceGaraventa Lift
BeratungHiro Lift
AngebotsstellungThyssenKrupp
PreisSanimed

Man sollte sich niemals zu einem Kauf eines Aufzugs drängen lassen und sich stets mehrere Angebote einholen. Darüber hinaus empfiehlt es sich genau darüber nachzudenken welche Ausstattungen der Aufzug mit sich bringen soll.

Da sich die Kosten auf Grund der Installation unter Umständen vervielfachen können, sollte man zudem bei den jeweiligen Anbietern nachfragen, ob diese eine kostenlose Begehung vor Ort anbieten um so die Kosten besser einschätzen zu können.

Foto: © kone.de | KONE GmbH

Ebenso sollten die Kostenvoranschläge immer kostenlos sein – denn nur unseriöse Anbieter verlangen bereits schon hier eine Aufwandsentschädigung.

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Auch den Versprechen einiger Anbieter wie zum Beispiel „Lieferung sofort“ oder „Einbau noch heute“ sollte man nicht trauen, da der Aufzug zum einen auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden angepasst werden muss und der Preis zum anderen auch davon abhängt wie kompliziert der Einbau des Aufzugs ist. Zudem müssen hierzulande baurechtliche Vorschriften beachtet werden.

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Daher empfiehlt es sich bereits vorab bei der zuständigen Baubehörde nachzufragen ob der Einbau vorher genehmigt werden muss. Ein weiterer Tipp: da ein Aufzug samt Einbau wie bereits erwähnt bis zu 15.

000 Euro kosten kann, sollte man sich auch über die Möglichkeiten einer Teil- oder Ratenzahlung informieren da mittlerweile immer mehr Hersteller eine solche Zahlungsart zusätzlich anbieten.

Ein Vergleich lohnt sich also bevor man sich für einen Hersteller und ein Modell entscheidet – und kann zudem noch bares Geld sparen.

Gütesiegel: TÜV-Siegel, CE-Zeichen und GS-Prüfsiegel

Wie sicher ein Aufzug ist, egal ob neu oder gebraucht, erkennt man an der Zertifizierung und an Qualitätssiegeln. Beim Kauf eines Aufzugs sollte man sich deshalb auch an Qualitätssiegeln wie dem TÜV-Siegel, dem CE-Zeichen und dem GS-Prüfsiegel orientieren.

Jeder Aufzug muss mindestens mit dem CE-Qualitätssiegel ausgezeichnet sein. Der Verkauf von Aufzügen ohne CE-Zeichen ist in Deutschland seit 01.01.1997 nicht mehr gestatttet. Beim Kauf eines gebrauchten Aufzugs aus dem Ausland (z.B.

über eBay) sollte man prüfen, ob dieser den CE-Richtlinien entspricht und über eine CE-Kennzeichnung verfügt.

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Einige Hersteller von Aufzügen können zudem ein TÜV-Prüfsiegel vorweisen. Dieses belegt, das der Aufzug die technischen Prüf -und Sicherheitskontrollen, insbesondere auch solche, die durch staatliche Gesetze oder Anordnungen vorgeschrieben sind, bestanden hat.

Der TÜV ist eine unabhängige Institution, die Lifte auf Sicherheitsrisiken und Gebrauchs -und Abnutzungseffekte hin untersucht. Aufzüge mit TÜV-Siegel entsprechen hohen Qualitätsanforderungen und halten im täglichen Gebrauch großen Belastungen Stand.

Eine technische Überprüfung eines Aufzugs in privaten Haushalten durch den TÜV ist gesetzlich allerdings nicht vorgeschrieben. Eine TÜV Abnahme ist nur notwendig, wenn sich der Aufzug in einem öffentlichen Gebäude befindet.

Eine Prüfung durch einen TÜV Sachverständigen ist auch bei gebrauchten Aufzügen möglich und unserer Meinung nach, auf jeden Fall empfehlenswert.

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Neben technischen Zertifikaten, die vor allem die Sicherheit von Aufzügen auszeichnen, gibt es auch Service-Gütesiegel, auf die man besonders achten sollte. Hersteller und Anbieter können auch ihren Kundenservice vom TÜV prüfen lassen.

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So zeichnet der TÜV einen besonders guten Service eines Unternehmens mit Siegel “TÜV Service tested” aus. Bei der Prüfung wird dabei vor allem auf die Beratungs -und Fachkompetenz, die Erreichbarkeit, die Montage-Ausführung und den Kundenservice wert gelegt.

Da die Anschaffung eines Aufzugs eine hohe Investition erfordert, ist eine gute Kundenbetreuung durch den Aufzuganbieter das A und O einer positiven Geschäftsbeziehung.

Der Aufzuganbieter sollte neben dem Einbau auch für die regelmäßige Wartung des Liftes verantwortlich und bei technischen Störungen über einen Notfallservice jederzeit erreichbar sein.

Der einzelne Aufzuganbieter, der den Einbau des Liftes vornimmt, sollte zudem durch das Prüfzeichen „Geprüfte Fachkraft Barrierefreie Installation und Montage“ ausgezeichnet sein. Dieses Prüfzeichen wird von der Koordinierungsstelle „Wohnen im Alter“ aus Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der SGS-TÜV GmbH vergeben. Es bestätigt das Monteure, die den Umbau oder Einbau eines Liftes vornehmen, speziell geschult wurden.

Neben nationalen Zertifikaten gibt es auch europaweite Qualitätssiegel für Aufzüge. So zeichnet der europäische Aufzug-Verband “European Platform and Stairlift Association” Aufzug-Hersteller für die Einhaltung einheitlicher ISO-Normen zur Qualitätssicherung aus.

Besonders älteren Menschen ermöglicht ein Aufzug eine neue Art der Unabhängigkeit. Doch hat die Freiheit sich jederzeit uneingeschränkt in dem Haus oder der mehrgeschossigen Wohnung bewegen zu können auch seinen Preis. Derzeit gibt es mehr als 80 verschiedene Aufzüge.

Bevor man sich für einen neuen Aufzug entscheidet sollte man sich die Zeit nehmen und die verschiedenen Hersteller in Ruhe miteinander vergleichen.

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Источник: https://www.aufzug24.net/aufzugshersteller-im-test-159.html

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