Badgestaltung: von der Nasszelle zum Wellness-Tempel

Contents
  1. Badgestaltung – Kreative Ideen für Ihr neues Bad
  2. Gestaltung mit verschiedenen Materialien
  3. Badkeramik – formschön und pflegeleicht
  4. Badmöbel – Stauraum und Designelement
  5. Badtechnik – Licht, Dampf und Musik
  6. Die Heizung als Hingucker
  7. Armaturen unterstreichen das Design
  8. Beleuchtung im Badezimmer
  9. Dekoration im Badezimmer
  10. Badezimmergestaltung: 10 Ideen mit und ohne Fliesen
  11. Badezimmergestaltung war früher reiner Luxus
  12. Life-Hack für die Gestaltung des Badezimmers
  13. Tipp: Badklebehaken
  14. Heute hat man mehr Optionen bei der Badezimmergestaltung
  15. Grundsatzentscheidungen bei der Badezimmergestaltung
  16. Wie wird man die Fuge im Bad endgültig los?
  17. Alternativen zur Fuge bei der Badezimmergestaltung
  18. Designboden aus PVC
  19. Badsanierung mit Kork
  20. Steinteppiche sind modern und originell
  21. Holz hat im Badezimmer nichts zu suchen? Das war einmal
  22. Fazit: Viele Alternativen machen die Badezimmergestaltung heute einfacher
  23. 8 Quadratmeter zum Wohlfühlen: Friederikes Badumbau
  24. Nicht auf die Größe kommt es an – sondern auf die Effekte!
  25. Aufgeräumte Stimmung
  26. Entspannen in der Badewanne
  27. Ommm: So dekoriert Friederike ihren Wellness-Tempel
  28. Deutsche BauZeitschrift
  29. Aber was bedeutet „Wellness“ eigentlich für die konkrete Planung?
  30. Es geht nicht um die Auswahl bestimmter Sanitärprodukte, sondern um die Schaffung einer behaglichen Raumatmosphäre
  31. Im Vordergrund sollte nicht die Auswahl der Objekte stehen, sondern der Nutzen, den sich der Kunde wünscht
  32. Die private Ruhezone muss als Einheit betrachtet werden, für die ein umfassendes Ent­wurfskonzept entwickelt werden muss
  33. Das Bad rangiert bei den Hotelgästen in der Erwartungshaltung an ihren Aufenthalt an erster Stelle
  34. Wichtig ist, dass alle Materialien und Farben aufeinander abgestimmt sind

Badgestaltung – Kreative Ideen für Ihr neues Bad

Badgestaltung: von der Nasszelle zum Wellness-Tempel

Bei der Badgestaltung Ihres Badezimmers können Sie aus dem Vollen schöpfen. Die verfügbare Palette an Farben und Formen ist nahezu unbegrenzt. Für jeden Raumschnitt und alle Lichtverhältnisse lässt sich eine optimale Lösung finden.

Mit der richtigen Auswahl der verschiedenen Elemente gehören dunkle Gästebäder oder monotone Familienbadezimmer der Vergangenheit an.

Nehmen Sie sich Zeit für die Badplanung und lassen Sie sich von Wohnmagazinen und Badausstellungen vor Ort inspirieren, um Stück für Stück eine Vorstellung von Ihrem persönlichen Traumbad zu erhalten.

Denken Sie bei Ihrer Auswahl der Badmöbel auch an den nötigen Stauraum.

  Stilrichtungen für Ihr Badezimmer

Wir stellen Ihnen die beliebtesten Badezimmer-Stilrichtungen vor. Wo finden Sie sich wieder?

  • Puristisch-reduziert: Diese Badgestaltung eignet sich für die Gestaltung jeder Raumgröße. Hier erfolgt eine Konzentration auf das Wesentliche. Gerade Linien und ein hoher Anteil Weiß unterstreichen diesen Badstil. Kombinieren Sie beispielsweise schwarze oder graue Badkeramik mit Rahmen aus Edelstahl und großformatigen weißen Fliesen.
  • Klassisch-elegant: Besonders gut kommt dieser Stil in großen, hohen Räumen zur Geltung. Kombinieren Sie weiche, geschwungene Linien mit großformatigen, matten Fliesen und samtigen Tapeten. Von klassisch über romantisch bis hin zu luxuriös und opulent ist alles möglich.
  • Harmonisch-natürlich: Dieser Badstil ist bei allen Generationen beliebt und eignet sich zur Gestaltung eines Familienbads. Wenn Sie ein solches Bad planen wollen, kombinieren Sie am besten moderne Badkeramik mit Fliesen aus Naturstein und Ablagen aus wasserbeständigem Holz. Auch Bambus ist als Material eine gute Inspiration für Ihre Planung. 
  • Wohnbäder: Wohnbäder lassen den Schlaereich harmonisch in den Badbereich übergehen. Mit Elementen aus Holz und Metall können Sie das Design des Wohnbereichs bei der Badgestaltung gekonnt aufgreifen.

Gestaltung mit verschiedenen Materialien

Verleihen Sie Ihrem Bad mit verschiedenen Werkstoffen einen besonderen Charakter und heben Sie unterschiedliche Bereiche gezielt hervor.

  • Holzfliesen eröffnen neue Arten der Wandgestaltung und harmonieren sehr gut mit klassischen Fliesen in warmen Erdtönen.
  • Glas als Abtrennung an Dusche oder Badewanne ist robust und pflegeleicht und lässt den Raum größer und heller wirken. Regalböden aus Glas empfehlen sich im Bad ebenfalls.
  • Eine Natursteinplatte aufgesetzt auf einen Unterschrank aus echtem Holz hebt Ihren Waschtisch besonders hervor. Setzen Sie darauf ein Waschbecken aus Glas, Keramik oder Edelstahl.

  Mit Fliesen das Badezimmer gestalten

Sowohl die Farbe als auch das Format und die Oberfläche der Badfliesen haben einen großen Einfluss auf die Atmosphäre Ihres Bads. Großformatige Fliesen lassen den Raum ruhig wirken, kleine Mosaikfliesen setzen gezielt Akzente.

Fliesen sind zwar der Klassiker im Badezimmer, doch es eröffnen sich auch andere Möglichkeiten.

Wasserdichte Wandputze und Tapeten schaffen eine wasserfeste Oberfläche ohne Fugen, die dem Badezimmer ein besonderes Aussehen gibt.

  Unser Tipp:

Badkeramik – formschön und pflegeleicht

Moderne Badkeramik besticht durch ihre attraktive Formgebung. Doch auch die inneren Werte zählen. Denn der technische Fortschritt hat auch vor dem WC, der Dusche oder dem Waschtischunterschrank nicht Halt gemacht.

  Vorteile von Badkeramik

  • Spezielle Oberflächenbeschichtungen haben antibakterielle Eigenschaften. 
  • Kalk und Seifenreste können sich nicht festsetzen und sind leicht zu entfernen.
  • Ebenso praktisch ist ein WC ohne Spülrand. Mit moderner Badkeramik genießen Sie Ihr Bad noch einmal völlig neu und verbringen weniger Zeit mit Putzen.

  Unser Tipp:

Eine Alternative zur traditionellen Keramik sind Waschbecken aus formschönem Naturstein, Modelle aus Glas oder aus Edelstahl.

Badmöbel – Stauraum und Designelement

Badmöbel sorgen für Ordnung im Bad: Darin verschwinden Pflegeprodukte, Shampoo, Duschgel, Handtücher und viele kleine andere Staubfänger.   Darüber hinaus tragen Möbel im Bad zu einer wohnlichen Atmosphäre bei und unterstreichen die persönliche Note in der Badgestaltung.

 
Die Auswahl in diesem Bereich ist groß: Von gemütlichen Möbeln aus echtem Holz, Badmöbeln mit Hochglanzlack bis hin zu futuristisch anmutenden Lösungen mit Edelstahl und Glas ist alles möglich.

Planen Sie den nötigen Stauraum direkt mit ein, wenn Sie Ihre Badplanung durchdenken.

Badtechnik – Licht, Dampf und Musik

Die Zeiten, in denen Sie mit nur einer Steckdose im Bad auskommen mussten, sind lange vorbei – nun steht auch der Verwendung moderner Badtechnik im Bad nichts mehr entgegen.

Mit entsprechenden Systemen verwandeln Sie Ihre Dusche in ein Dampad mit farbiger Wellness-Beleuchtung inklusive Ihrer Lieblingsmusik. Auch ein Flachbildschirm über der Badewanne ist als Idee durchaus denkbar.

Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, wenn Sie sich für die neuesten technischen Lösungen im Bad interessieren.

  Unser Tipp:

Die Heizung als Hingucker

Denken Sie bei der Sanierung Ihres Badezimmers auch an die Heizung. Wie wäre es als Idee mit dekorativen Wandheizkörpern, die sich harmonisch in das Badezimmerdesign einfügen und gleichzeitig als Handtuchwärmer dienen.

Was ist schöner, als an einem kalten Wintertag nach dem Bad nach einem flauschigen, vorgewärmten Handtuch oder einem wohlig warmen Bademantel zu greifen? Wenn Sie die Bodenfliesen im Bad erneuern, bietet sich zugleich eine gute Gelegenheit, eine elektrische Fußbodenheizung für mehr Komfort einzubauen.

Moderne Heizmatten weisen eine geringe Einbauhöhe auf und reagieren nach dem Einschalten sehr schnell. Sie sind zudem einfach nachzurüsten.

Mit einem Wandheizkörper haben Sie immer ein warmes Handtuch parat.

Armaturen unterstreichen das Design

Mit einer Armatur sorgen Sie nicht nur für den nötigen Wasserfluss. Moderne Armaturen sind in matter und glänzender Ausführung in verschiedenen Formen und Farben erhältlich – von romantisch bis modern.

Sie haben die Wahl zwischen Ein- und Zweihebelmischern, Modellen mit Sensor sowie Varianten, bei denen Sie die Warmwassertemperatur voreinstellen können.

Zudem erweisen sich moderne Armaturen als umweltfreundlich und sparsam:

  • Mit weniger Wasser bewirken moderne Perlatoren ein sehr angenehmes Hautgefühl.
  • Hochwertige Legierungen und keramische Dichtscheiben sorgen für eine lange Lebensdauer.

Beleuchtung im Badezimmer

Die Badbeleuchtung hat einen großen Einfluss auf die dortige Atmosphäre. Eine warme, nicht zu helle Basisbeleuchtung sorgt für Wohlbefinden.

Am Badezimmerspiegel empfiehlt sich dagegen eine Lichtquelle, die dem natürlichen Tageslicht besonders nahe kommt. Planen Sie die Beleuchtung in Ihrem Badezimmer vorab genau.

Wo benötigen Sie Licht und wie hell muss es sein? Ideal sind verschiedene dimmbare Lichtquellen – dann finden Sie im Bad garantiert immer die richtige Lichtstimmung.

Dimmbare Lichtquellen sorgen für die richtige Stimmung.

Dekoration im Badezimmer

Wählen Sie am besten Dekoelemente, die zugleicheine Funktion erfüllen, wie Seifenspender, Dosen und Körbe. Auch Badteppiche und Handtücher haben einen großen Einfluss auf den Charakter des Bads.

Bewahren Sie Handtücher farblich sortiert und gerollt in einem offenen Regal auf und setzen Sie mit Badvorlegern gezielt Akzente. Einige Muscheln oder schöne Steine aus dem letzten Urlaub runden die Dekoration ab. Große Pflanzen sind für großzügige Badezimmer bestens geeignet.

Farne, Zierspargel oder das elegante Spathiphyllum (das Einblatt) fühlen sich hier besonders wohl.

Источник: https://www.aroundhome.de/badezimmer/badgestaltung/

Badezimmergestaltung: 10 Ideen mit und ohne Fliesen

Badgestaltung: von der Nasszelle zum Wellness-Tempel

Das Badezimmer ist für die Deutschen ein Heiligtum. Immer öfter wird aus der funktionalen Nasszelle ein Wellnesstempel. Selbst kleinste Räume bieten heute viele Möglichkeiten für die individuelle Badezimmergestaltung.

Badezimmergestaltung war früher reiner Luxus

Noch in den 1970er Jahren war längst nicht jeder Haushalt mit einem eigenen Bad ausgestattet. Oftmals wurden Nasszellen in Mehrfamilienhäusern von mehreren Familien genutzt.

Statistisch gesehen, hat erst seit den 90ern jeder Haushalt wirklich ein eigenes Bad – wobei der Trend inzwischen zu mehreren Badezimmern in einem Haus geht. Ein eigenes Bad zu besitzen, war bis weit ins 20.

Jahrhundert also ein echter Luxus.

Wer eins hatte, war zumeist so dankbar, dass er sich um die Badgestaltung nur bedingt Gedanken gemacht hat. Individualität ist hierbei aber inzwischen Trumpf.

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Die einfache Gästetoilette bietet heute oft bereits die Funktionalität, die früher von voll genutzten Bädern erwartet wurde.

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Bei der Gestaltung geht es längst nicht mehr nur um die Standardkeramikware aus dem Baumarkt.

Individuelles Design mit und ohne Fliesen, mit Dusche oder Wanne (und darüber hinaus) gehört heute zur selbstverständlichen Entscheidung wie die Frage, wie man das Wohnzimmer gestaltet.

Unterhaltungselektronik oder sogar Sitzgruppen finden ihren Platz immer öfter in den früher rein praktisch genutzten Nasszellen. Häufig wird im Rahmen einer Modernisierung der Badezimmergestaltung mehr Platz eingeräumt.

Eine Wand wird entfernt – und schon hat man Raum für die Verwirklichung aller Ideen. Der Drang, mehr Wohlgefühl aus der Zeit im Badezimmer zu ziehen, ist verständlich.

Immerhin verbringt der Deutsche im Durchschnitt knapp 40 Minuten mit der Körperpflege – wobei bei diesem Wert sowohl das schnelle Duschen in fünf Minuten als auch das ausgiebige Nutzen der Wanne für zwei Stunden berücksichtigt sind.

Auffällig ist, dass laut Statistik die Ostdeutschen mehr Zeit in den feuchten Wänden verbringen – das mag auch damit zusammenhängen, dass hier vielerorts inzwischen die moderneren und schöneren Bäder eingebaut wurden.

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Nach der Wende nutzten viele Privatleute die neuen Möglichkeiten westlicher Baumarkt-Einkaufsparadiese und natürlich wurde auch sehr viel in Neubauten investiert.

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Noch in den 1970er Jahren war längst nicht jeder Haushalt mit einem eigenen Bad ausgestattet. Oftmals wurden Nasszellen in Mehrfamilienhäusern von mehreren Familien genutzt. (#01)

Life-Hack für die Gestaltung des Badezimmers

Eine besondere Herausforderung bei der Badezimmergestaltung kann die Aufhängung von Haken sein. Besitzt man ein Bad mit einem Fliesenspiegel möchte man hier nur ungern Bohren und Dübel verwenden. Aus diesem Grund bietet sich der folgende Life-Hack an.

Tipp: Badklebehaken

Mit Klebehaken für das Badezimmer spart man sich die unschönen Löcher im Fliesenspiegel. Hier wird lediglich ein Spezialkleber verwendet, der die Fliesen nicht beschädigt:

Heute hat man mehr Optionen bei der Badezimmergestaltung

Noch in den 70er Jahren gab es vor allem Standardware in den Sanitärgeschäften.

Standardmaße, Standardfarben (wer erinnert sich nicht an die grellen Orange- oder stumpfen Grüntöne, die schon der Gipfel an Abwechslung zum üblichen Sanitärweiß waren) und Armaturen, Wannen und Duschen, die eher funktional als schön waren, befriedigten den damaligen Bedarf. Heute darf (und muss) es mehr sein. Wunsch und Wirklichkeit klaffen allerdings auseinander.

52 Prozent der Bundesbürger haben ihr Bad seit dem Erstbezug von Eigenheim oder Wohnung nicht renoviert, mehr als 44 Prozent aller Bäder werden in einem Zeitraum von 15 Jahren nicht saniert. Ganze vier Millionen Bäder sollen sogar seit über 25 Jahren nicht renoviert worden sein.

Gerade in Familien, in denen sich mehrere Personen (morgens häufig zur gleichen Zeit) ein Bad teilen müssen, hat die Badezimmergestaltung auch praktische Auswirkungen.

Können Dusche, Waschbecken, Toiletten und andere Einrichtungen parallel oder gar in unterschiedlichen Badezimmern genutzt werden, ohne die gegenseitige Intimsphäre zu verletzen, umso besser.

Dass die Badezimmergestaltung ein wichtiges, aber vernachlässigtes Thema ist, beweisen die Zahlen:

  • 26 Prozent der Haushalte sind unzufrieden mit ihrer Badezimmergestaltung
  • Rund 6 Millionen Haushalte planen neue Anschaffungen im Bad innerhalb der nächsten zwei Jahre
  • 87 Prozent wollen zweckmäßige und funktionale Bäder, die pflegeleicht sind

Diese Werte sprechen eine deutliche Sprache: Es wird Zeit für moderne und effiziente Badezimmergestaltung.

Welche Möglichkeiten hat man, Gästebad, Farbgestaltung und Badeinrichtung individuell anzupassen und dennoch funktional und pflegeleicht zu halten? Nicht zuletzt spielt natürlich die Finanzierbarkeit eine wichtige Rolle.

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Auch der Blick auf die Zukunft macht Sinn: Gerade in Häusern, die im Alter als Wohnsitz dienen, sollte bei der Gestaltung der Badeinrichtung auf Barrierefreiheit und altersgerechte Ausstattung geachtet werden.

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Welche Möglichkeiten hat man, Gästebad, Farbgestaltung und Badeinrichtung individuell anzupassen und dennoch funktional und pflegeleicht zu halten?(#02)

Grundsatzentscheidungen bei der Badezimmergestaltung

Für viele Haushalte kommt sowohl für das Minibad als auch für das Familienbadezimmer nur die klassische Variante mit Boden- und Wandfliesen in Betracht.

Immerhin handelt es sich ja um einen Feuchtraum, der im Hinblick auf Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung hermetisch abgedichtet werden muss. Das ist prinzipiell natürlich richtig.

Falsch ist jedoch die Vorstellung, dass das nur mit Wandfliesen geht.

Tatsächlich geht der Trend immer häufiger zu Varianten ganz ohne Fliesen – oder zumindest ohne Fugen. Denn gerade die Verfugung ist eine ästhetische und hygienische Beschränkung, die beim Putzen und bei der Gestaltungsfreiheit für Frust sorgen kann.

Dank modernder Materialien gibt es heutzutage aber einige Alternativen:

  • Designboden aus PVC mit verschiedenen Dekors
  • Kork – traditioneller Baustoff mit hohem Wohnkomfort
  • Steinteppich – klingt komisch, gibt es aber wirklich in unterschiedlichsten Farben und Formen
  • Holz – trotz Vorurteilen bei richtiger Versiegelung auch für Feuchträume ideal geeignet
  • wasserfest verputzte Wände statt Wandfliesen
  • Zement für moderne Badezimmergestaltung
  • Marmor für den gehobenen Anspruch
  • farbenfrohe und günstige Gestaltungsmöglichkeiten durch Überstreichen von Fliesen
  • Spezialtapete für Badezimmergestaltung

Tatsächlich geht der Trend immer häufiger zu Varianten ganz ohne Fliesen – oder zumindest ohne Fugen. Denn gerade die Verfugung ist eine ästhetische und hygienische Beschränkung, die beim Putzen und bei der Gestaltungsfreiheit für Frust sorgen kann. (#03)

Wie wird man die Fuge im Bad endgültig los?

Diese Alternativen schauen wir uns mal etwas genauer an. Generell muss natürlich bei Planung und Ausführung immer die gleiche Sorgfalt und Expertise an den Tag gelegt werden.

Obwohl man im Haus heutzutage vieles per DIY-Anleitung lernen kann, sollte man bei Fragen wie Fliesenlegen und der richtigen Ausführung solcher Arbeiten immer bedenken, dass Fehler in der Badezimmergestaltung teure Folgen haben können.

Unsachgemäße Arbeiten können zu Wasserschäden und Schimmelbildung führen – was in Mehrfamilienhäusern bzw. in Mietobjekten zudem haftungsrechtliche Fragen mit sich bringt.

Dennoch sollten sich versierte Heimwerker nicht davon abschrecken lassen, vieles in Eigenleistung umzusetzen. Es fällt auf, dass viele Vorschläge zur Badezimmergestaltung heute ohne die althergebrachte Fuge auskommen.

Das hat sowohl gestalterische als auch praktische Gründe.

Nachteile der Fuge im Bad:

  • Gittermuster wirken im Minibad einengend
  • Fugen lassen sich schlecht reinigen
  • Fugen sind oft von Farbveränderungen betroffen
  • Fugen sind Problemstellen in Sachen Schimmelbildung
  • beschädigte Fugen sind Einfallstor für Feuchtigkeitsschäden

Es fällt auf, dass viele Vorschläge zur Badezimmergestaltung heute ohne die althergebrachte Fuge auskommen. Das hat sowohl gestalterische als auch praktische Gründe.(#04)

Alternativen zur Fuge bei der Badezimmergestaltung

Viele möchten also von vornherein auf Fugen verzichten. Die Wandfliesen und Bodenfliesen sind damit aber nicht automatisch aus dem Rennen, denn man kann inzwischen Fliesen – analog zur Tapete – auch auf Stoß verbauen.

Hierbei werden wie bei der Verlegung von Holzböden keine Fugen zwischen den Elementen belassen. Es gibt sie nur noch in Form von Dehnungsfugen aus Silikon am Rand.

Dadurch erhält man sich die Vorteile der einfachen Reinigung von Fliesen, ohne die Nachteile der Fuge inkauf nehmen zu müssen. Insgesamt wirkt das Bad ohne das typische Fugengitter ruhiger und größer.

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Glatte Oberflächen lassen sich einfacher reinigen und die Abnutzung von Fliesen an den Rändern fällt ebenso aus wie die Ansammlung von Schmutz zwischen den Fugen.

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Allerdings ist dieses Vorgehen nur bei relativ großformatigen Fliesen zu empfehlen. Außerdem müssen sie auf ein exaktes Maß zugeschnitten sein.

Ähnliche Effekte erreicht man mit weniger Aufwand, wenn man andere Materialien an den Wänden verbaut oder einfach verputzt.

Wasserbeständiger Putz, der speziell für die Badezimmergestaltung ausgelegt ist, bietet außerdem eine weitgehend freie Farbgestaltung und kann später relativ einfach überstrichen oder lackiert werden.

Die Oberflächen bieten individuelle Strukturen und Farben, fühlen sich ganz anders an als die üblichen Kacheln und lassen sich sogar auf alten Fliesenwänden anbringen.

Einige der anderen Alternativen möchten wir aber auch noch beleuchten.

Bei Designböden für die Badezimmergestaltung handelt es sich um PVC-Elemente, die mit einer Trägerschicht versehen sind.(#06)

Designboden aus PVC

Bei Designböden für die Badezimmergestaltung handelt es sich um PVC-Elemente, die mit einer Trägerschicht versehen sind. Auf diese ist (ähnlich wie bei Laminat) eine Dekorschicht geklebt.

Auf diese Weise lassen sich kostengünstig alle möglichen Oberflächen abbilden, von Stein über Holz bis Metall. Geschützt wird das Dekor mit einer transparenten und pflegeleichten Schutzversiegelung.

Solche Böden sind sehr dünn und können daher auch problemlos in älteren Räumen bei der Sanierung eingesetzt werden.

Badsanierung mit Kork

Kork ist ein natürlicher Rohstoff, der bei richtiger Verarbeitung sehr langlebig und vor allem fußwarm ist.

Dies empfinden viele Menschen als äußerst angenehm, insbesondere dann, wenn sie über keine Fußbodenheizung verfügen, die ihre alten Fliesen aufheizen könnte.

Wichtig ist jedoch die fachgerechte Verlegung inklusive Versiegelung und Kantenschutz, damit das Wasser nicht unter den Belag dringen kann.

Steinteppiche sind modern und originell

Mit sogenannten Steinteppichen kann man eine sehr individuelle Badezimmergestaltung umsetzen. Dabei handelt es sich um echte Steine, die in ein Bett aus Acryl oder Harz eingegossen wurden.

Je nach Beschaffenheit der Steine gibt es unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Insbesondere bei der Wandverkleidung sind die Oberflächen, Farben und Körnungen beliebt. Allerdings muss die Wand bzw.

der Boden vor der Verlegung richtig grundiert werden.

Als Wandverkleidung oder Bodenbelag kam Holz im Bad für die wenigsten in Betracht. Doch warum eigentlich?(#05)

Holz hat im Badezimmer nichts zu suchen? Das war einmal

Holzoberflächen in Feuchträumen haben keinen guten Ruf. Zwar waren Holzdecken in den 80er und 90er Jahren auch in der Badezimmergestaltung modern, wurden aber häufig nicht gut auf die feuchten Einsatzbedingungen vorbereitet und machten daher viele Probleme. Als Wandverkleidung oder Bodenbelag kam Holz im Bad für die wenigsten in Betracht. Doch warum eigentlich?

Jahrhundertelang haben Schiffe aus Holz unsere Weltmeere befahren. Dank moderner Abdichtung und Versiegelungsmethoden kann dieser Baustoff problemlos längst auch im Bad eingesetzt werden. Umso wichtiger ist jedoch die fachgerechte Verlegung, um ein Aufquellen oder andere Probleme zu vermeiden. Insbesondere den Kanten muss eine absolut wasserdichte Versiegelung verpasst werden.

Wie bereits aufgelistet, gibt es weitere Materialien, die sich für die Wandverkleidung und/oder als Bodenbelag im Gästebad ebenso eignen wie im Hauptbadezimmer des Hauses. (#07)

Fazit: Viele Alternativen machen die Badezimmergestaltung heute einfacher

Wie bereits aufgelistet, gibt es weitere Materialien, die sich für die Wandverkleidung und/oder als Bodenbelag im Gästebad ebenso eignen wie im Hauptbadezimmer des Hauses.

Zement ist ein äußerst beliebter Baustoff, der oft in Kombination mit speziellem Badezimmer-Putz eingesetzt wird. Beide Varianten bieten gestalterische Freiheiten, die den üblichen Fliesenspiegel überflüssig machen.

Auch Kunstharz lässt sich bestens auf Wände spachteln.

Ein neuer Trend ist zudem die Badezimmertapete. Dabei handelt es sich natürlich um spezielle Tapeten, die sich für die Verwendung im Badezimmer eignen und ebenso pflegeleicht sind wie Kacheln oder andere Oberflächen.

Ein Tipp zum Schluss: Wer nicht viel Geld in die Hand nehmen kann oder will, sollte einen Blick auf die Farbgestaltung werfen.

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Viele Oberflächen (inklusive Fliesen) lassen sich mit speziellen Farben und Lacken problemlos überstreichen.

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Источник: https://www.architektur-welt.de/badezimmergestaltung/

8 Quadratmeter zum Wohlfühlen: Friederikes Badumbau

Badgestaltung: von der Nasszelle zum Wellness-Tempel

Noch vor rund einem Jahr sah Friederikes Badezimmer aus wie ein richtiges „Oma-Bad“: Grau, Beige und Braun waren die vorherrschenden Farben, von den Fliesen bis zu den Holzeinbauten. Dann kam der große Badumbau – und aus einer dunklen, altmodischen Nasszelle wurde ein moderner, heller Wohlfühlraum.

Nicht auf die Größe kommt es an – sondern auf die Effekte!

„Eine große Wohlfühloase auf kleinem Raum“ – so bezeichnet Friederike vom Lifestyle-Blog Lebenslust ihr Badezimmer. Denn obwohl acht Quadratmeter nicht unbedingt groß sind, hat Friederike mit cleveren Effekten für eine optische Vergrößerung gesorgt:

„Die größte Veränderung waren sicherlich die Farben. Vorher hatten die grauen Kacheln, die beige Keramik und die braunen Holzeinbauten sehr viel Licht geschluckt.

Jetzt reflektiert die hochglanzweiße Ausstattung das Tageslicht und die blaue Wand schafft Tiefe und gibt dem Raum gefühlte Größe“, erzählt die Lifestyle-Expertin. „Entscheidend hierfür war auch, dass wir die gemauerte Wand zwischen Dusche und Badewanne rausgerissen und durch eine Glaswand ersetzt haben.

Großformatige Fliesen unterstützen das zusätzlich. Wie man sieht: ich spreche sehr viel von Größe, wenn es um einen kleinen Raum geht. Und genau das war das Erfolgsgeheimnis.“

So sah das Bad vor dem Umbau aus.

„Nach einem Jahr bin ich immer noch jedes Mal glücklich, wenn ich das Bad betrete. Der Unterschied zu früher könnte kaum größer sein“, sagt Friederike.

Aufgeräumte Stimmung

Friederikes Liebling im Bad ist „ganz klar“ ihre Badewanne: „Sie ist lang, breit und tief genug, um richtig abzutauchen und die Außenwelt auszublenden. Das eckige Design schafft klare Linien und dadurch auch eine gewisse ‚Aufgeräumtheit‘.“

Auf eine Ordnung und Aufgeräumtheit legt die Bloggerin und Agenturinhaberin nämlich Wert: „Mir war wichtig, dass ich genug Stauraum habe. Mich stört es, wenn das ganze Bad vollgestellt ist mit Kosmetik und Krimskrams. Im großen Waschtischunterschrank findet alles Platz, was Frau für ausgiebige Wellness benötigt. Und noch ein bisschen mehr…“

Der weiße Waschtischunterschrank bietet jede Menge Platz.

Entspannen in der Badewanne

Badewanne oder Dusche? Friederikes Antwort ist eindeutig: „Badewanne, da muss ich nicht lange nachdenken. Zwar ist unsere Rainshower-Dusche auch ganz fantastisch, zum Beispiel nach dem Sport für eine schnelle Erfrischung, aber in der Badewanne kann ich ‚sein‘.

Ehrlich gesagt, relaxe ich in einem Vollbad meist so lang, bis ich ganz schrumpelig bin. Für mich gibt es einfach nichts Erholsameres als nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag in die Wanne mit einem tollen Badezusatz zu steigen und bei einer Folge meiner Lieblingsserie abzuschalten.

Danach ist der Stress verflogen.“

Alltag adé: In so einer schönen Wanne taucht man doch gerne ab.

Ommm: So dekoriert Friederike ihren Wellness-Tempel

Gerne setzt Friederike ausgesuchte Deko ein, die den Wohlfühlcharakter ihres Badezimmers unterstreicht und das dunkle Marineblau der Wand aufgreift. Dabei achtet sie darauf, „einem Farbschema treu zu bleiben, um nicht zu überfrachten.“

Weiß und Blau dominieren im neuen Badezimmer.

Was ist Friederikes Lieblingsdeko in ihrem Bad?

„Ich liebe meinen Buddha, der an der Badewanne steht“, erzählt sie. „Warum, kann ich gar nicht so genau sagen. Er passt da einfach super hin und ist der perfekte Kerzenhalter.“

Ein kleiner Buddha, ein wenig Grün… erlesene Deko gehört für Friederike einfach dazu.

Nicht nur der Buddha, der entspannt auf der Ablage über der Badewanne meditiert, sorgt für eine angenehme Stimmung, in der Friederike gut abschalten kann.

„Für mich ist im Bad das Licht am Wichtigsten“, erklärt sie. „Deshalb steht bei mir dort auch eine Tischlampe, die vermutlich eigentlich für Wohnräume gestaltet wurde. Aber für mich ist das Bad auch ein Wohnraum. Dort verbringe ich viel Zeit für mich und Licht beeinflusst die Stimmung ganz enorm. Eine gute Mischung aus Kerzen und elektrischem Licht ist perfekt.“

Mal hell, mal gedämpft: die dimmbaren LED-Spots an der Decke sorgen für das richtige Licht.

Wir bedanken uns bei Friederike sehr herzlich für diese tollen Einblicke in ihr schönes, modernes Bad und wünschen ihr viele weitere entspannte Stunden darin.

Friederike von Lebenslust, dem Lifestyle-Blog

Die Münchnerin Friederike von der Kuhlen liebt die schönen Dinge im Leben. Um ihre Leidenschaft für das Reisen, Fashion und Beauty, Genießen und Wohnen mit anderen teilen zu können, gründete sie 2013 das Lifestyle-Blog Lebenslust.

Heute schreibt sie – neben ihrer Arbeit als Inhaberin einer Kommunikationsagentur – immer noch regelmäßig neue Beiträge, unterstützt von zwei Co-Autorinnen.

Übrigens: Ihren Badumbau und die neue Ausstattung beschreibt Friederike in diesem Blogbeitrag.

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Wenn auch Sie Ihr Badezimmer erneuern wollen, finden Sie in unserem Magazin hilfreiche Artikel zur Badplanung. Und auch mit wenig Geld können Sie Ihr Bad in einen Wellnessort verwandeln – wir zeigen Ihnen die nötigen Kniffe und Ideen.

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Bilder: © Friederike von der Kuhlen, lebenslust-blog.de

Источник: https://www.duschenprofis.de/magazin/friederikes-modernes-bad/

Deutsche BauZeitschrift

Badgestaltung: von der Nasszelle zum Wellness-Tempel

Gemeint ist damit die von jeher bekannte Notwendigkeit eines komplett gekachelten Raumes, der auf möglichst kleiner Fläche die funktionale Sanitärkeramik Waschbecken, WC/Bidet, Dusche und Badewanne beherbergt und für die zügige Abwicklung der täglichen Hygiene gedacht ist. Häufig wenig einladend und seelenlos.

Als Ausgleich für den Alltagsstress sind wir auf der Suche nach Rückzugs- und Entspannungsräumen, möglichst in den eigenen vier Wänden. Man spricht dabei von einem Trend zum „Homing“. Neue Bereiche werden hierfür erschlossen.

Das Bad, ein Relikt aus alten Zeiten, ist prädestiniert für diesen Wandlungsprozess und steht bereit für seine neue Zweckerfüllung.

Aber was bedeutet „Wellness“ eigentlich für die konkrete Planung?

Was ist gemeint außer einer Produktbestückung des Raumes mit Dampfduschen und Whirlpools mit aromatischen Badezusätzen – alles kombiniert mit esoterischen fernöstlichen Klängen? Um diesem Trend auf die Füße zu helfen, muss er umsetzbar sein. Im Idealfall ist er variantenreich, für unterschiedliche Grundrissformen und -größen geeignet, kann verschiedene Budgets bedienen und dem Nutzer passende Gestaltungsstile zeigen.

Es geht nicht um die Auswahl bestimmter Sanitärprodukte, sondern um die Schaffung einer behaglichen Raumatmosphäre

Diese soll unser Lebensgefühl positiv beeinflussen, entgegen Hektik und Stress. Das Bad wird innerhalb der Wohnung nicht mehr als separate Nasszelle betrachtet, sondern den Lebensbereich integriert.

Die klassische Aufteilung in X-Zimmer/Küche/Bad wird abgelöst durch die Unterscheidung einer offenen, kom-munikativen Lebenszone (bestehend aus Eingangsbereich, Küche, Wohnzimmer, Gäste WC) und einen intimen Rückzugsbereich (Schlafzimmer, Ankleide, Bad).

Im ersten Bereich pulsiert das Leben, jeder Mitbewohner und jeder Gast findet seinen Platz. Showeffekte und demokratische Rechte für die Bedürfnisse aller Familienmitglieder gehören hierher.

Dagegen ist der Teil Schlafen/Wellness/Bad als privates Refugium ganz auf die Bedürfnisse seiner Nutzer zugeschnitten. Für den Planer heißt das:

Bereits vor dem Entwurf sollten intensive Gespräche mit den Bauherren über deren Vorstellungen stattfinden, damit das individuelle Ergebnis später wie ein Maßanzug zu ihnen passt.

Häufig gewünscht werden zum Beispiel eine große Dusche mit Sitzplatz für ein begeisterndes Duscherlebnis, ggf. auch als Dampfdusche ausgebildet, ein zusätzlicher Kosmetikplatz der auch zum Aufenthalt einlädt, eine freistehende oder eingebaute Wanne mit Ablagen und Sitzflächen drumherum, Entspannungsliege, Sauna, ein Bildschirm oder ein Kamin. Prioritäten müssen dabei unterstrichen werden.

Für Anregungen sind viele Kunden dank­bar, vielleicht haben sie vorher noch nie an die Möglichkeit einer beheizten Sitzbank oder Ähnliches gedacht, weil es einfach nicht zum Standard gehört. Vieles Althergebrachte muss in Frage gestellt werden, beispielsweise ob ein klassischer Doppelwaschtisch sinnvoll ist.

Wer sagt, dass beide Partner die gleichen Anforderungen an die Benutzung stellen?

Im Vordergrund sollte nicht die Auswahl der Objekte stehen, sondern der Nutzen, den sich der Kunde wünscht

Ist ein klares, praktikables und gut gestaltetes Konzept entwickelt, werden sich die entsprechenden Produkte wie von selbst finden, der Markt ist groß genug und bietet alle Möglichkeiten.

Für die Planung interessant ist natürlich, welche Räume eine direkte Verbindung haben sollen.

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Es gibt durchaus Paare, die das Bad zu ganz unterschiedlichen Zeiten nutzen, so dass die Trennung zwischen Schlafzimmer und Bad durch eine einfache Tür akustisch nicht ausreicht. Hier kann z. B. der Ankleidebereich als Durchgang angeregt werden.

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Bei fensterlosen Vorfluren in diesem Bereich sollte an Oberlichter oder satinierte (vertikale) Glas­streifen gedacht werden, um „dunkle Löcher“ bei geschlossenen Türen zu vermeiden.

Die private Ruhezone muss als Einheit betrachtet werden, für die ein umfassendes Ent­wurfskonzept entwickelt werden muss

Während der konzeptionellen Planung werden die Weichen für die gestalterischen Möglichkeiten gestellt. Selbst wenn die Ausstattungselemente vom Bett bis zum Waschtisch im Prinzip die alt bekannten bleiben, so kann doch ihre Anordnung ebenso wie ihre Präsenz und Inszenierung im Raum neu überdacht werden.

Als einziger Ort mit Recht auf wirkliche Privatsphäre und dementsprechend räumlicher Trennung durch Tür und Wände kann mit Sicherheit nur das WC betrachtet werden.

Die übrigen Elemente dürfen neu geordnet und kombiniert werden, so dass eine großzügige, kommunikative und vielseitig nutzbare Landschaft entsteht.

Diese Sichtweise ermöglicht völlig neue Perspektiven in der Gestaltung von Hotelzimmern.

Das Bad rangiert bei den Hotelgästen in der Erwartungshaltung an ihren Aufenthalt an erster Stelle

Es dient privaten Bauherren häufig als Anregung für die Gestaltung ihres persönlichen Refugiums.

Im Mittelpunkt wird weiterhin das Bett stehen, allein schon wegen seiner Ausmaße. Gestalterisch können aber genauso eine Runddusche mitten im Raum oder eine luxuriöse Wanne mit großzügigen Ablagen vor dem Fenster die Stimmung dominieren.

Ein formschönes Auf­satzwaschbecken kann auf einer großflächigen Platte mit flexibler Nutzung in Szene gesetzt werden, so dass außer den üblichen Badutensilien auch andere Nützlichkeiten ihren Platz finden.

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Ein Spiegel muss keine genormten Maße und die Bezeichnung „Badspiegel“ tragen, er kann in variiertem Zuschnitt oder Position die gesamte Raumatmosphäre bereichern.

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Auch bei der Auswahl der Materialien wird der gesamte Bereich ganzheitlich betrachtet. Im Entwurfsstadium, das den Grundriss und die Lage der Installationen vorgibt, wird die Raumgliederung und damit weit gehend der Charakter des Raumes bestimmt. Die Anordnung der Möbel zueinander und die Ausrichtung zum Tageslicht, die Wegführung durch den Raum sowie Freiflächen stehen damit fest.

Oberflächentechnisch ist dagegen noch fast alles offen. Kräftige Akzente oder dezente Harmonien, kühle glatte Flächen oder warme matte Effekte können unterschiedliche Stimmungen erzeugen.

Wichtig ist, dass alle Materialien und Farben aufeinander abgestimmt sind

Umso wichtiger jetzt, da das Bad nicht mehr raumhoch gekachelt hinter der Tür verschwin­det. Der Bodenbelag wechselt nicht mehr automatisch an der Schwelle von Auslegeware zu diagonal verlegten Fliesen.

Das Verschmelzen von Bad und Schlaereich veranlasst zum genauen Planen.

Zu beachten ist, an welchen Stellen Schutz vor Spritzwasser oder stehendem Wasser gegeben sein muss und welche Oberflächen wie gereinigt werden müssen. Schließlich soll ein ebenso hygienisches wie behagliches Ambiente geschaffen werden. Die Übergänge von abwaschbaren zu nicht wasserfesten Belägen, z. B.

Fliesen/Tapete, verlangen nach kreativer Linienführung, da sie häufig mitten auf der Boden- oder Wandfläche stattfinden. Steht die Dusche oder Wanne frei im Raum, müssen die Fliesen nicht bis in die nächste Ecke verlaufen, in der sie quasi automatisch gestoppt werden.

Es gilt, diese Materialwechsel als spannende Herausforderung zu betrachten. Flächen und Zonen können definiert, Akzente gesetzt werden. Genau solche unkonventionellen Lösungen geben dem Raum seinen ganz eigenen unverwechselbaren Stil. Hier liegt ein Füllhorn mit neuen Gestaltungs­möglichkeiten.

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Источник: https://www.dbz.de/artikel/dbz_Baden_mit_Genuss_Von_der_Nasszelle_zum_Wellnesstempel_59727.html

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