Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Contents
  1. Lüftungsanlagen und Ihr Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit
  2. Trockene Luft im Winter beim Einsatz einer Lüftungsanlage KWL
  3. Anpassung der Luftmenge
  4. Enthalpie Wärmetauscher (feuchte Rückgewinnung der Lüftungsanlage)
  5. Funktionsprinzip eines Enthalpie Wärmetauschers
  6. Aktive Luftbefeuchtung
  7. Badlüfter sorgen für trockene Luft in Ihrem Bad
  8. Wann sind Badlüfter vorgeschrieben?
  9. Lohnen sich Badlüfter auch in einem Bad mit Fenster?
  10. Wie funktionieren Badlüfter?
  11.   Badlüfter mit Nachlauf
  12.   Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor
  13.   Wärmebrücken verhindern
  14.   Badbelüftung mit Wärmerückgewinnung
  15. Badlüfter einbauen
  16. Zuluft nicht vergessen!
  17. Kosten für Badlüfter und deren Einbau
  18. Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor: Beugen Sie Schimmel vor!
  19. Vorteile von Kleinraumventilatoren gegenüber Luftentfeuchtern
  20. Wand-, Decken- oder Fenstermontage
  21. Durchmesser
  22. Raumluftumwälzung
  23. Stromverbrauch
  24. Nachlauf
  25. Einschaltverzögerung
  26. Manueller Ein- und Ausschalter
  27. Einstellbarer Feuchtesensor
  28. Einstellungsmöglichkeiten
  29. Lautstärke
  30. Design
  31. Rückschlagklappe
  32. Fernbedienung
  33. Ihr Bad hat kein Fenster? So klappt es mit der Belüftung
  34. Luftfeuchtigkeit im Bad: Was Sie dazu wissen sollten
  35. Dezentrale Lüftungsanlage: Für Bäder mit Außenwand
  36. Zentrale Abluftanlage: Für innenliegende Bäder
  37. Alternativen zum Entlüfter
  38. Sorgen Sie für Durchzug
  39. Setzen Sie Raumentfeuchter ein
  40. Elektrische Entfeuchter
  41. Chemischer Entfeuchter
  42. Hausmittel: Salz und Katzenstreu
  43. Was immer geht: Ein Ventilator
  44. So vermeiden Sie Schimmelbildung im fensterlosen Bad
  45. Alle Tipps im Überblick
  46. Problemzone Badezimmer: Was wirklich hilft gegen Schimmel im Bad
  47. Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen
  48. Hohe Gefahr von Schimmelbildung
  49. Heizen gegen Schimmel
  50. Schimmelflecken schnell beseitigen
  51. Schimmel im Bad durch falsche Baustoffe
  52.  

Lüftungsanlagen und Ihr Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit

Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Kontrollierte Wohnraum Lüftungsanlagen bieten sehr viel komfort und eine stets frische Luft, allerdings kann vorallem im Winter die Raumluft sehr schnell zu trocken werden.

Trockene Luft im Winter beim Einsatz einer Lüftungsanlage KWL

Bei immer dichter werdenden Gebäuden ist der Einsatz von Lüftungsanlagen nicht nur sinnvoll, sondern auch teilweise unumgänglich. Lüftungsanlagen sorgen für stets frische Luft, verhindern Schimmel durch zu feuchte Raumluft und sparen Energie.

Über einen Wärmetauscher der die warme Raumluft nutzt, um die kalte Außenluft aufzuheizen, wird Energie zurück gewonnen die bei einer herrkömmlichen Fensterlüftung verloren gehen würde.

Lüftungsanlagen gewährleisten stets einen gewissen Mindestluftwechsel der dafür sorgt das die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird und verhindert somit Schimmel an den Wänden und Decken.

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Im Winter haben Betreiber von kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen (KWL) oft das Problem, dass die Luft sehr schnell zu trocken wird. Dies ist die Folge von stetigem Luftaustausch.

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Kalte Aussenluft wird erwärmt und die relative Luftfeuchte sinkt stark ab, da kalte Luft nur sehr wenig Wasserdampf (absolute Feuchte) beinhaltet. Das gleiche Phänomen tritt bei der Fensterlüftung selbstverständlich auch auf.

Doch hier können Sie die Lüftungsdauer reduzieren und somit dem Ganzen entgegen wirken.

Hier finden Sie detailierte Informationen über Luftfeuchtigkeit

Anpassung der Luftmenge

Als ersten Schritt können Sie die Lüftungsanlage auf eine kleine Stufe herunterfahren um lediglich den Feuchte Schutz zu gewährleisten. Die meisten Lüftungsgeräte bieten hier die Möglichkeit über einen optionalen Feuchte Fühler, in einem kritschen Raum wie z.B. im Badezimmer, die Steuerung der Lüfterstufe automatisch anzupassen.

Trotz trockener Raum Luft im Winter besteht eine Schimmelgefahr, vorallem in Badezimmern da hier insbesondere nach dem Duschen die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Räume die kaum geheizt werden sind ebenfalls gefährdet.

Beispielsweise ein Hobby Raum im Keller in dem die Wäsche getrocknet wird kann bei nicht ausreichender Lüftung schnell Schimmel an den Wänden und Decken bilden.

Enthalpie Wärmetauscher (feuchte Rückgewinnung der Lüftungsanlage)

Viele Hersteller bieten alternativ zu den herrkömmlichen Wärmetauschern Enthalpie Wärmetauscher an.

Ein Enthalpie Wärmetauscher gewinnt ebenso die Wärme zurück (Heizkostenersparnis), wie auch die Raum Luftfeuchtigkeit.

Dies bietet auch den Vorteil das Räume mit eher trockener Luft von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit profitieren. Im Bad fällt viel Luftfeuchtigkeit an und in einem Wohnzimmer ist es meist zu trocken.

Funktionsprinzip eines Enthalpie Wärmetauschers

Die Übertragungsflächen des Enthalpie Wärmetauscher bestehen aus einer Membrane durch die die Wassermoleküle der feuchten Abluft zur trockenen Zuluft Seite diffundieren. Somit werden bis zu 65% in Abhängigkeit der Raumluftfeuchte wieder zurückgeführt.

Bei einer Fensterlüftung sind es 0%, hier findet auch keine Wärmerückgewinnung statt. Hygienisch ist dieser Vorgang unbedenklich und daher sehr empfehlenswert.

Bei Lüftungsgeräten für die es einen Enthalpie Wärmetauscher als Alternative gibt lässt sich dieser oft mit nur wenigen Handgriffen nachträglich einbauen und die Kosten hierfür halten sich in einem überschaubaren Rahmen.

Sollten Sie Bedenken haben das im Sommer dadurch Ihre Luftfeuchtigkeit zu hoch wird, können Sie hier Ihren herrkömmlichen Wärmetauscher einfach behalten und diesen im Sommer wieder einsetzen.

Vallox GmbH Enthalpie Wärmetauscher

Aktive Luftbefeuchtung

Lüftungsgeräte Hersteller bieten auch Geräte zur aktiven Luftbefeuchtung an, diese werden direkt in die Zuluft eingebaut und Sie können sehr komfortabel die Luftfeuchtigkeit einstellen. Dies ist zwar nicht ganz günstig aber Sie haben die Luftfeuchtigkeit stets im Griff.

Neben den Anschaffungskosten fallen hier auch laufende Kosten zur Wartung der Anlage an. Besitzer von hochwertigen Musikinstrumenten, die empfindlich auf Änderungen der Raum Luftfeuchte reagieren, greifen hierauf gerne zurück um eine konstante relative Luftfeuchte zu gewährleisten.

Alexander Metzger

techn. Systemplaner

Kontrollierte Wohnraum Lüftungsanlagen bieten sehr viel komfort und eine stets frische Luft, allerdings kann vorallem im Winter die Raumluft sehr schnell zu trocken werden.

Badlüfter sorgen für trockene Luft in Ihrem Bad

Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Badlüfter kommen traditionell in Räumen mit einer hohen Feuchtigkeitsbelastung zum Einsatz. Ihr Job: Sie transportieren die feuchte Luft zuverlässig nach draußen.

Damit verhindern die kleinen, leistungsstarken Lüfter Schwaden- und Kondenswasserbildung. Die bei der Körperpflege entstehende Feuchtigkeit setzt sich nicht in den Fugen und Wänden ab.

So vermeiden Sie im Badezimmer potenziell gesundheitsschädlichen Schimmelbefall.

Wann sind Badlüfter vorgeschrieben?

Gemäß DIN 18017 Teil 1 und Teil 3 sind Badlüfter für Badezimmer und Toiletten ohne Fenster vorgeschrieben. Die Wandventilatoren sollen die Luft im Raum innerhalb von 60 Minuten Laufzeit einmal komplett austauschen.

Eine regelmäßige Reinigung des Badlüfters sorgt ebenfalls für bessere Luft.

Lohnen sich Badlüfter auch in einem Bad mit Fenster?

Auch in Badezimmern mit Fenster sind Badlüfter sehr sinnvoll. Wenn Sie berufstätig sind, kennen Sie das Problem: Am Morgen fehlt die Zeit, das Badezimmer nach der Dusche ausreichend zu lüften. Bleibt das Fenster geschlossen, wird der Raum feucht und muffig.

Lassen Sie das Fenster während Ihrer Abwesenheit gekippt, verlieren Sie unnötig viel Energie und der Raum kühlt aus. Ähnlich stellt es sich bei Familien dar: Alle nutzen das Badezimmer nacheinander und niemand möchte im Winter frieren. Das Badezimmer verwandelt sich in eine „Sauna“ und die Nässe ist kaum zu beseitigen.

Ein Badlüfter bietet folgende Vorteile:

  • Die Feuchtigkeit wird bereits gesenkt, wenn sie entsteht.
  • Der Lüfter reduziert Schwadenbildung.
  • Spiegel und Fliesen beschlagen nicht oder nur wenig.
  • Trotzdem kühlt das Badezimmer nicht aus.

  Unser Tipp:

Wie funktionieren Badlüfter?

Badlüfter sind kleine, motorgetriebene Ventilatoren, die Sie in der Wand oder der Decke einbauen lassen.

Da der Lüfter nicht über einen Stecker verfügt, sondern direkt an die Stromversorgung des Lichtschalters angeschlossen wird, muss die Arbeiten zwingend ein Fachmann ausführen (§ 13 Niederspannungsverordnung).

Die Geräte saugen die feuchte Luft an und leiten diese über ein Rohr aus dem Gebäude. Klassische Badlüfter sind an den Lichtschalter gekoppelt und laufen, solange das Licht eingeschaltet ist.

  Badlüfter mit Nachlauf

Modelle mit Nachlauf sind ebenfalls an den Lichtschalter angeschlossen. Allerdings laufen diese Geräte nach dem Ausschalten des Lichts noch eine bestimmte Zeit weiter. Diese Technik ist empfehlenswert und in Räumen ohne Fenster vorgeschrieben, da ansonsten der Luftaustausch zu kurz ist.

  Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor

Bei dieser Modellvariante misst ein Sensor permanent die Luftfeuchtigkeit im Raum und schaltet den Badlüfter bei Bedarf automatisch an und wieder aus. Der Mehrpreis für diese Technik ist nicht hoch und das hervorragende Feuchtigkeitsmanagement im Badezimmer oder in der Gästetoilette in jedem Fall wert.

Badlüfter gibt es in unterschiedlichen Designs und mit verschiedenen Funktionen. 

  Wärmebrücken verhindern

Badlüfter schaffen eine offene Verbindung mit der Außenluft. Bevorzugen Sie Modelle mit Rückschlagventil und installieren Sie eine Abdeckung für die Rohrleitung, um unangenehmem Luftzug und dem Auskühlen des Raums vorzubeugen. Das Rückschlagventil verhindert, dass kalte Luft von außen einströmt, die Abdeckung bremst den Wind.

  Badbelüftung mit Wärmerückgewinnung

Eine sehr moderne Alternative zu klassischen Badlüftern sind dezentrale Lüftungssysteme.

Diese leiten die verbrauchte Luft aus dem Raum ab und führen gleichzeitig frische Luft zu.

Dabei gewinnt ein Wärmetauscher die in der Abluft gespeicherte Energie zurück und wärmt damit die kalte Außenluft an. Diese Variante ist energieeffizient und hilft, die Heizkosten gering zu halten.

Fachfirmen für Badezimmer in Ihrer Region

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie.

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Ein Badlüfter, der der DIN-Vorschrift für Badezimmer und Toiletten ohne Fenster entspricht, tauscht die gesamte Raumluft innerhalb von 60 Minuten Laufzeit einmal aus. Das ist nach jeder Nutzung des Raums erforderlich.

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  Unser Tipp:

Allein beim Duschen gelangen etwa 300 Gramm Wasser in die Luft. Fachleute empfehlen daher Badlüfter, die die Raumluft innerhalb einer Stunde fünfmal austauschen, um die Feuchtigkeit schnell abzutransportieren.

Badlüfter einbauen

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, einen Badlüfter zu installieren. Da warme Luft besonders viel Feuchtigkeit aufnimmt und nach oben steigt, bietet sich die Platzierung hoch an der Wand oder an der Decke an. Folgende Optionen stehen zur Wahl:

  • Wandlüfter lassen Sie in einer Kernbohrung an einer Außenwand des Raums anbringen. Ein Rohr sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit nicht ins Mauerwerk zieht. Die Installation ist kostengünstig und einfach.
  • Für einen Deckenlüfter benötigen Sie mindestens 50 Zentimeter Raum oberhalb der Decke. Durch diesen führt das maximal drei Meter lange Abluftrohr zu einer Außenwand. Diese Lösung ist aufwendiger, dafür lassen sich so Badezimmer und Toiletten ohne Außenwand belüften. Die Variante erfordert sehr hohe Räume oder bereits abgehängte Decken.
  • Planen Sie ein neues Haus, steht auch eine dezentrale Abluftanlage zur Wahl. Hier bauen Sie ein Rohrleitungssystem, das die Abluft aller angeschlossenen Räume zum Dach befördert.

 ​​​​​​​ Unser Tipp:

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Badlüfters auf die Lautstärke. Leise Modelle steigern den Wohnkomfort.

Zuluft nicht vergessen!

Moderne Gebäude sind mit einer dichten Hülle versehen. Ohne eine Zuluftleitung erzeugt der Badlüfter einen Unterdruck im Raum. Fachleute finden gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung. Grundsätzlich stehen folgende Optionen zur Wahl:

  • Zuluftöffnung direkt im Bad
  • Badbelüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Zuluftöffnung in einem möglichst unbeheizten Nebenraum und Lüftungsgitter in den Türen

Kosten für Badlüfter und deren Einbau

Je nach Modell und Einbauvariante schwanken die Kosten erheblich. Die folgende Tabelle gibt einen ersten Überblick.

Badlüftersystem Kosten* (ohne Einbau)
Badlüfter (von Standard bis Luxuslösung mit Feuchtigkeitssensor und externer Steuerung)30 – 200 Euro
Wandabluftleitung50 – 100 Euro
Abluftleitung Deckenlüfter80 – 250 Euro
Zentraler Abluftschacht bei Neubauab ca. 6.000 Euro
Dezentrale Belüftung mit Wärmetauscher400 – 2.000 Euro

* Preise sind Richtwerte und dienen als Orientierung

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Источник: https://www.aroundhome.de/badezimmer/badluefter/

Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor: Beugen Sie Schimmel vor!

Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor schalten sich automatisch ein, wenn die Luftfeuchtigkeit einen vorher definierten Schwellenwert erreicht. Das automatische Ein- und Ausschalten des Badlüfters hat zum einen den Vorteil, dass die Luftfeuchtigkeit automatisch gemessen wird.

Sie müssen nicht abschätzen, ob die Luft schon so feucht ist, dass Sie ein Fenster öffnen müssen, oder trocken genug, es wieder schließen zu können. Zum anderen arbeitet die automatische Steuerung des Lüfters auch dann, wenn Sie nicht im Haus sind.

Vielleicht bleibt Ihnen nach dem Duschen am Morgen nur wenig Zeit, das Badezimmerfenster offenstehen zu lassen, bevor Sie zur Arbeit müssen. Dann reicht die Zeit eventuell nicht, um die gesamte feuchte Luft aus dem Bad entweichen zu lassen.

Wenn Sie dann trotzdem das Fenster schließen, hat die Feuchtigkeit aus der Luft viel Zeit, in Ihre Tapeten und ins Mauerwerk einzuziehen, bevor Sie am Abend nach getaner Arbeit wieder nach Hause kommen und das Fenster öffnen können.

Alternativ müssten Sie das Fenster den Tag über auf Kipp lassen, wodurch Ihr Bad gerade im Winter stark auskühlt oder massive Heizkosten entstehen. Der Lüfter hingegen schaltet sich selbst aus, sobald die Luft wieder trocken genug ist. Sie müssen nichts dafür tun und auch nicht anwesend sein.

Beim Toilettengang, beim Kochen oder beim Rauchen kann es zu intensiven Gerüchen kommen. Ein Badlüfter sorgt dafür, dass schlechte Gerüche aus dem Raum ins Freie transportiert werden. So müssen Sie auf der Toilette nicht den Geruch Ihres Vorgängers ertragen und können beim Stuhlgang entspannen, ohne sich später für Ihren großen Stinki schämen zu müssen.

Neben Badlüftern mit Feuchtigkeitssensor sind auch weitere, technisch einfachere Varianten am Markt erhältlich.

Herkömmliche Badlüfter ohne Sensor müssen per Hand ein- und ausgeschaltet werden. In fensterlosen Räumen werden Sie häufig an den Lichtschalter gekoppelt. Das hat den Vorteil, dass man nicht vergisst, den Lüfter ein- und auszuschalten.

Nachteil daran ist jedoch, dass nicht jeder Gang ins Badezimmer feuchte Luft oder schlechte Gerüche hinterlässt. Läuft der Lüfter sofort beim Betätigen des Lichtschalters an, so würde dies Energie verschwenden.

Schließlich steigen Sie nicht zwangsläufig sofort nach dem Betreten des Badezimmers unter die heiße Dusche, sondern putzen sich erst einmal die Zähne oder rasieren sich. Und manchmal lässt der Stuhlgang etwas länger auf sich warten. Das kennt wohl jeder.

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Vielleicht duschen Sie auch gar nicht, sondern stehen einfach nur gerne vor dem Spiegel und schauen sich an. In diesem Fall würde der an den Lichtschalter gekoppelte Lüfter laufen, obwohl er gar nicht gebraucht wird. Auch das würde Energie verschwenden und sich in Ihrer Stromrechnung widerspiegeln.

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Beim Kauf eines herkömmlichen Badlüfters sollten Sie daher auf eine Einschaltverzögerung achten. Diese schaltet den Lüfter erst einige Zeit nach dem Betätigen des Lichtschalters ein. So schaltet sich der Lüfter erst ein, wenn er gebraucht wird, und bleibt aus, wenn Sie sich nur kurz die Hände waschen oder eine Rolle Toilettenpapier ins Wohnzimmer holen möchten.

Eine ebenso wichtige Funktion wie die Einschaltverzögerung ist der sogenannte Nachlauf. Der Nachlauf steuert, dass der Lüfter noch einige Zeit nach dem Ausschalten des Lichts arbeitet. Nicht immer ist das Bad schon komplett trocken, bevor Sie es verlassen möchten.

Bei einem an den Lichtschalter gekoppelten Lüfter müssten Sie in diesem Falle das Licht brennen lassen, bis die feuchte Luft ausgetauscht wurde. Nach dem Luftaustausch müssten Sie zudem den Lüfter durch Betätigung des Lichtschalters manuell ausschalten.

Das verbraucht unnötig Strom und ist sehr unpraktisch.

Mit einem manuell ein- und auszuschaltende Lüfter, der über keinen integrierten Feuchtigkeitsmesser verfügt, haben Sie immer das Problem, nicht genau zu wissen, wann die optimale Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Schalten Sie den Lüfter zu früh aus, droht Schimmel.

Lassen Sie ihn allerding zu lange laufen, verschwenden Sie Strom und somit Geld. Sie könnten ein Hygrometer in Ihr Badezimmer stellen, daran regelmäßig die Luftfeuchtigkeit ablesen und den Lüfter auf Basis dieser Daten ein- oder ausschalten.

Oder Sie kaufen sich einen Badlüfter mit Feuchtigkeitssensor und lösen diese Probleme mit einem Schlag.

Lüfter mit eingebautem Hygrostat haben gegenüber anderen Modellen den Vorteil, dass sie Ihnen das Messen des Wasserdampfgehalts in der Raumluft abnehmen und sich bei Erreichen vorher von Ihnen eingestellter Grenzwerte automatisch ein- und ausschalten.

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Trotzdem sollte sich ein Badlüfter mit Feuchtigkeitsmesser auch manuell einschalten lassen und über einen Nachlauf verfügen.

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Selbst das beste Gerät kann schließlich keine Gerüche feststellen, wohl aber hervorragend beseitigen.

Nach dem Stuhlgang können Sie den Lüfter bequem per gewaschener Hand einschalten, ohne später den dann wohlriechenden Ort des Geschehens noch einmal aufsuchen zu müssen.

Damit die feuchte und/oder riechende Luft abtransportiert werden kann, muss der Lüfter in eine Wand, Decke oder in ein Fenster eingebaut werden.

Für die Decken- oder Wandmontage sollte ein passender Lüftungsschacht vorhanden sein oder nachträglich eingebaut werden können. Zudem benötigen die Geräte Strom.

Ein Stromanschluss sollte daher in dem entsprechenden Raum vorhanden sein oder nachgerüstet werden können.

Vorteile von Kleinraumventilatoren gegenüber Luftentfeuchtern

Weil die Installation eines Badlüfters zu aufwändig erscheint, wird als Alternative häufig zu Luftentfeuchtern gegriffen. Einem guten Badlüfter ist ein Luftentfeuchter jedoch in vielen Aspekten unterlegen.

Durch Wand- oder Deckenmontage eines Badlüfters geht kein Platz im ohnehin meist recht kleinen Badezimmer verloren. Leistungsstarke elektrische Luftentfeuchter hingegen brauchen viel Platz.

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Außerdem sollten die Geräte nicht nass werden und das Stromkabel stellt eine potentielle Stolperfalle dar.

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Ein Badlüfter erzeugt nahezu keinerlei Wartungsaufwand. Die feuchte Luft wird einfach nach außen geblasen. Es muss kein Wasser abgeschöpft oder ausgegossen werden und Sie müssen auch nicht regelmäßig neues Granulat kaufen und austauschen.

Wand-, Decken- oder Fenstermontage

Als erstes sollten Sie sich fragen, ob Sie den Lüfter in eine Wand oder in die Raumdecke einbauen möchten.

Manche Geräte sind nur zur Wandmontage geeignet, andere können nur in die Decke eingebaut werden. Einige Modelle können sind sowohl zur Wand- als auch zur Deckenmontage geeignet.

Wiederum andere Lüfter sind speziell auf den Einbau in Fenster ausgelegt.

Durchmesser

Wenn Sie bereits über einen Lüftungsschacht verfügen, muss der Lüfter natürlich zu dem Luftkanal passen. Achten Sie hierbei darauf, dass der angegebene Durchmesser des Lüfters zu dem ihres Luftschachts passt. Die meisten Modelle werden in den gängigen Durchmesser von 100 mm (Nennweite DN 100), 125 mm (Nennweite DN 125), 150 mm und 80 mm angeboten.

Raumluftumwälzung

Die Raumluftumwälzung des Lüfters sollte zu der Größe Ihres Raumes passen. Der Wert gibt an, wie viel Luft pro Stunde durch den Lüfter ausgetauscht wird. Mit einer Raumluftumwälzung von zehnmal dem Raumvolumen sind Sie auf der sicheren Seite.

Hat Ihr Bad beispielsweise eine Grundfläche von 4 mal 3 Metern und eine Deckenhöhe von 2,5 Metern, beträgt das Raumvolumen 30 Kubikmeter. Ihr Badlüfter sollte daher eine Raumluftumwälzung von 300 Kubikmetern pro Stunde leisten können. Liegt der Luftumsatz Lüfters unter dem errechneten Wert, muss der Lüfter länger laufen, um die Raumluft auszutauschen.

Liegt sie über den 300 Kubikmetern pro Stunde, wird die Luft im Raum umso schneller ausgetauscht.

Stromverbrauch

Wer einen Badlüfter mit geringem Stromverbrauch sucht, sollte auf die Leistung des Lüfters achten. Die Leistung wird in Watt angegeben. Je höher die Wattzahl, desto höher der Stromverbrauch.

Die Leistung des Lüfters sollte immer in Relation zu seinem Luftumsatz betrachtet werden. Je höher der Luftumsatz, desto höher liegt meist auch die Leistung.

Bei einer hohen Leistung und einem hohen Luftumsatz fallen zwar während des Betriebs höhere Stromkosten an, der Lüfter muss aber insgesamt weniger lange laufen als bei einem geringeren Luftumsatz.

Mit Wattzahlen zwischen 10 und 40 Watt verbrauchen die meisten Badlüfter allerdings ohnehin recht wenig Strom. Mit wenigen Euro pro Jahr ist der Stromverbrauch also zu vernachlässigen. Die Kosten für eine Schimmelentfernung wären in den meisten Fällen um einiges höher.

Nachlauf

Möchten Sie Ihren Badlüfter an einen Lichtschalter koppeln, sollte der Lüfter über einen Nachlauf verfügen. Durch den Nachlauf wird sichergestellt, dass der Raum auch nach dem Verlassen noch für einige Zeit durchlüftet wird.

Der Lüfter schaltet sich erst nach einer von Ihnen festgelegten Zeit selbsttätig ab, selbst wenn Sie das Bad bereits verlassen und das Licht ausgeschaltet haben.

Sie müssen also nicht noch einmal nach dem großen Geschäft oder der feuchtfröhlichen Dusche an den Ort des Geschehens zurückkehren, um den Lüfter per Hand auszuschalten.

Einschaltverzögerung

Ebenfalls sehr praktisch ist eine Einschaltverzögerung. Nicht immer wird es sofort feucht, sobald man einen Raum betreten hat. In diesen Fällen würde ein laufender Lüfter nur stören und unnötig Strom verbrauchen. Mit einer gut eingestellten Einschaltverzögerung stellen Sie sicher, dass der Lüfter erst dann läuft, wenn er wirklich gebraucht wird.

Manueller Ein- und Ausschalter

Badlüfter mit und ohne Feuchtesensor sollten manuell ein- und ausschaltbar sein. Die Möglichkeit, den Lüfter manuell auszuschalten ist beispielsweise dann wichtig, wenn das Badezimmer direkt an das Schlafzimmer angrenzt.

Ein Nachlaufen des Lüfters würde dann vielleicht beim Einschlafen stören oder den Partner am Durchschlafen hindern.

Den Lüfter manuell einzuschalten bietet sich immer dann an, wenn statt des Feuchtigkeitsgrades in der Luft nur der Geruchsgehalt in die Höhe getrieben wurde.

Einstellbarer Feuchtesensor

In den meisten Badlüftern mit Feuchtesensor lässt sich der Wert des Feuchtegrades in der Raumluft einstellen, bei dem der Lüfter automatisch anspringt.

Der Lüfter läuft dann so lange, wie in der Nachlaufzeit definiert und prüft dann, ob die Luftfeuchtigkeit bereits den kritischen Wert unterschritten hat. Ist dies der Fall, schaltet sich der Lüfter aus.

Ist die Luft allerdings immer noch zu feucht, schaltet der Lüfter sich erneut ein und läuft noch einmal für die Dauer der eingestellten Nachlaufzeit.

Einstellungsmöglichkeiten

Nachlauf, Einschaltverzögerung und Feuchtegrad der Luft sollten in einem möglichst großen Rahmen kleinschrittig einstellbar sein.

Lautstärke

Eine geringe Lautstärke des Lüfters macht diesen unauffällig, während ein zu lautes Gerät bei der Entspannung stören kann. Lüfter mit Lautstärkewerten von 25 Dezibel arbeiten fast lautlos.

Ein Wert von 30 Dezibel entspricht den Geräuschen in einem sehr ruhigen Zimmer, dem Ticken einer Armbanduhr oder sehr leichtem Wind. Bitte beachten Sie, dass die Angaben zur Lautstärke sich nur auf den Motor und den Lüfter beziehen.

Der durch den Lüfter verursachte Luftstrom verursacht natürlich auch Geräusche. In einigen Modellen sind Kugellager verbaut, die für einen leisen Lauf sorgen sollen.

Design

Das Design des Badlüfters ist natürlich Geschmacksache. Meist ist ein unauffälliges Design gewünscht, dass sich nahtlos in die Optik des Badezimmers einfügt. Für den Einsatz im Badezimmer empfiehlt sich ein Lüfter mit Frontblende, die die Rotorblätter verdeckt.

Für besonderes Ambiente und eine außergewöhnliche Lichtstimmung sorgt eine in den Lüfter eingebaute Beleuchtung. Im Geräteschuppen oder im Keller darf das Design hingegen gerne etwas funktionaler oder rustikaler sein.

Die Optik spielt dort eine noch untergeordnetere Rolle, ebenso wie die Lautstärke.

Rückschlagklappe

Sofern der Lüftungsschacht nicht bereits über eine Rückschlagklappe an der Außenwand verfügt, sollte eine solche in den Lüfter eingebaut sein. Diese verhindert das Eindringen kalter Luft von außen, wenn der Lüfter nicht im Betrieb ist.

Zudem sperrt eine Rückstaufunktion auch allerlei Viecher aus, die sich ansonsten durch den Lüftungsschacht den Weg ins Badezimmer bahnen würden.

Für einige Lüfter sind Folien-Rückschlagklappen als Zubehör erhältlich und können einfach dazugekauft werden, wenn Ihr Luftschacht nur über ein Außengitter ohne Rückschlagfunktion vor Kleintieren, nicht aber vor kalter Luft gesichert ist.

Fernbedienung

Wenn Sie den Lüfter nicht an einen Lichtschalter koppeln, aber trotzdem manuell bedienen möchten, ist eine Fernbedienung Ihr Mittel der Wahl.

Diese können Sie entweder direkt neben den Lichtschalter oder die Dusche kleben oder prominent und grifereit neben der Toilette positionieren. Ein Nachteil ist natürlich, dass Sie regelmäßig die Batterien der Fernbedienung erneuern müssen.

Alternativ dazu werden einige Kleinraumventilatoren mit Hygrostat mit einem eingebauten Zugschalter angeboten. Diese können Sie einfach an dem Zugschalter am Gerät einschalten.

Источник: https://wohlig-wohnen.de/badluefter-mit-feuchtigkeitssensor/

Ihr Bad hat kein Fenster? So klappt es mit der Belüftung

Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Damit sich im Bad kein Schimmel festsetzt, ist ausreichendes Lüften das A und O. Doch was tun, wenn Ihr Bad fensterlos ist? Wir haben für Sie eine ganze Reihe Tipps, wie Sie auch ohne Fenster eine gute Badbelüftung und ein optimales Raumklima gewährleisten können!

Luftfeuchtigkeit im Bad: Was Sie dazu wissen sollten

Wenn Ihr Bad fensterlos ist, dann kennen Sie bestimmt das Problem: Nach dem Duschen ist alles klamm, der Spiegel ist beschlagen und es dauert, bis die feuchte Luft durch die offene Badtür abgezogen ist.

Das kann ein Problem darstellen: Schimmelpilze fühlen sich bei zu hoher Luftfeuchtigkeit nämlich pudelwohl. Ehe Sie sich versehen, sind Fliesen, Fugen oder Wände von Schimmel befallen, was weder schön aussieht noch gesundheitsförderlich ist.

Idealerweise liegt die optimale Luftfeuchtigkeit im Badezimmer bei 50–70 Prozent (in anderen Wohnräumen bei 40–60 Prozent). Beim Duschen steigt sie auf 80 Prozent und mehr, sinkt aber rasch wieder, sobald ein Luftaustausch stattfindet.

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Die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad hat aber auch ihr Gutes: Viele Grünpflanzen gedeihen hier besonders gut – und mit welchem Grün Sie Ihr Bad verschönern können, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

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Beim Duschen entsteht eine Menge Wasserdampf, den es anschließend aus dem Bad zu leiten gilt.

Um die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten, sollten Sie auf einen Hygrometer setzen. Dieses kleine Gerät misst die Feuchtigkeit in der Luft und liefert Ihnen somit wertvolle Anhaltspunkte, wann Sie im Badezimmer lüften sollten.

Mit dem Hygrometer kontrollieren Sie die Raumfeuchtigkeit. Es gibt sowohl mechanische als auch digitale Modelle.

Doch wie soll das funktionieren, wenn das Bad kein Fenster hat und nur über eine passive Belüftung verfügt?

Warum eine passive Belüftung nicht ausreichtIn Altbauten finden Sie bei innenliegenden Bädern häufig eine passive Belüftung: Der Luftaustausch findet über eine Öffnung zu einem Lüftungsschacht statt. Damit ist jedoch keine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet. Sie sollten daher zusätzlich auf mindestens eine der nachfolgenden Methoden zur Luftentfeuchtung zurückgreifen.

Dezentrale Lüftungsanlage: Für Bäder mit Außenwand

Die wirksamste Alternative zum Fenster ist eine dezentrale Lüftungsanlage, welche die feuchte Luft nach draußen saugt und frische Außenluft nach innen strömen lässt. Sie ist auch für den nachträglichen Einbau geeignet, da keine Abluftrohre angelegt werden müssen.

Der Badentlüfter wird an einer Außenwand montiert, was sich schnell und ohne großen Aufwand erledigen lässt. Dazu ist lediglich eine Kernbohrung beziehungsweise ein Mauerdurchbruch nötig, um einen Kanal für den Luftaustausch zu schaffen.

So funktionieren dezentrale Lüftungssysteme:

  • In der Anlage befindet sich ein kleiner Ventilator, der im Raum Unterdruck erzeugt und so die feuchte Luft absaugt.
  • Anschließend wird die abgesaugte Luft über den Abluftkanal nach draußen befördert.
  • Frische Außenluft strömt durch die Lüftungsschlitze oder -klappen in das Bad.

Ein wichtiger Punkt ist bei der dezentralen Belüftung die Wärmerückgewinnung: Indem die Lüftungsanlage der Abluft Wärme entzieht, kann sie damit die einströmende Frischluft aufheizen. Bis zu 90% der Wärme bleibt damit erhalten. Trotz Luftaustausch müssen Sie also keinen höheren Heizaufwand befürchten.

Ein Entlüfter sorgt für den nötigen Luftaustausch im Badezimmer.

Das sollten Sie beim Kauf beachten:

  • Entscheiden Sie sich für eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
  • Eine kontrollierte Entlüftung macht sich bezahlt: Sensoren messen die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Raum, sodass sich die Lüftung automatisch ein- beziehungsweise ausschaltet.

Zentrale Abluftanlage: Für innenliegende Bäder

Wenn Sie ein innenliegendes Bad haben, können Sie eine zentrale Abluftanlage installieren:  Diese wird entweder mit dem Lüftungsschacht oder mit einem unbelegten Rohranschluss verbunden und die Abluft auf diese Weise nach draußen geblasen. Wichtig ist, dass wieder frische Luft in Ihr Bad nachströmen kann, beispielsweise durch Luftschlitze in der Badtür.

So funktionieren zentrale Abluftanlagen:

  • Ein eingebauter Ventilator saugt die Abluft ab.
  • Diese wird anschließend über ein Rohrsystem oder den Lüftungsschacht nach draußen geblasen.
  • Da zentrale Abluftanlagen lediglich die Abluft aus dem Bad befördern, aber keine Frischluft nachströmen lassen, muss der Luftaustausch anderweitig gewährleistet sein: etwa durch Luftschlitze in der Badtür.

Das sollten Sie wissen:

  • Eine zentrale Abluft­anlage ist eine preiswerte Lösung für Ihr innenliegendes Bad, da hierfür keine speziellen Zuluftkanäle geschaffen werden müssen. Großer baulicher Aufwand ist also nicht nötig.
  • Die Wärmerückgewinnung bleibt jedoch bei dieser Entlüfter-Art auf der Strecke und macht Energiesparern einen Strich durch die Rechnung.

Wenn Sie Mieter sind: Informieren Sie rechtzeitig Ihren Vermieter, denn nur mit seiner Erlaubnis dürfen Sie eine Lüftungsanlage montieren.

Alternativen zum Entlüfter

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, eine Lüftungsanlage einbauen zu lassen, helfen Ihnen folgende Tricks:

Sorgen Sie für Durchzug

Öffnen Sie nach dem Baden oder Duschen die Badezimmertür sowie die Fenster im angrenzenden Zimmer. Zur Not können Sie auch die Wohnungstür für einen Moment öffnen, wenn Ihr Bad im Flur liegt.

Auf diese Weise sorgen Sie für den nötigen Luftaustausch.

Achten Sie aber darauf, dass die Türen zu allen anderen Räumen geschlossen bleiben, damit der Wasserdampf nicht dorthin, sondern tatsächlich kontrolliert nach draußen ziehen kann.

Setzen Sie Raumentfeuchter ein

Auch Raumentfeuchter helfen, die Feuchtigkeit aus der Luft zu filtern. Dabei haben Sie die Wahl zwischen elektrischen, chemischen und Hausmittel-Varianten.

Chemische oder elektrische Luftentfeuchter absorbieren Feuchtigkeit und sorgen für ein verbessertes Raumklima.

Elektrische Entfeuchter

Elektrische Entfeuchter arbeiten sehr effizient und können problemlos größere Mengen Wasser aus der Luft absorbieren, welches in einem Tank gesammelt wird.

Sie werden an das Stromnetz angeschlossen und verfügen häufig über einen Automatikbetrieb – das heißt, das Gerät schaltet sich automatisch an oder ab, sobald ein Schwellwert erreicht ist.

Manche Geräte können auch an der Wand befestigt werden.

Der Vorteil: Die Entfeuchter sind weitgehend wartungsfrei und verbrauchen wenig Strom.

Chemischer Entfeuchter

Chemische Raumentfeuchter enthalten ein spezielles Granulat, das das Wasser aus der Luft zieht und in einen Sammelbehälter abtropfen lässt. Das Granulat muss etwa alle 2-3 Monate ausgewechselt werden.

Der Vorteil: Chemische Entfeuchter sind lautlos, nehmen wenig Platz ein und verbrauchen keinen Strom.

Hausmittel: Salz und Katzenstreu

Auch mit profanen Hausmitteln können Sie für ein besseres Raumklima im Bad sorgen:

Füllen Sie Speisesalz maximal vier Zentimeter hoch in mehrere Schälchen und stellen Sie diese im Bad auf. Das Salz entzieht der Luft die Feuchtigkeit. Sobald das Gefäß voller Wasser steht, sollten Sie es entleeren, reinigen und erneut mit Salz befüllen.

Salz ist ein natürlicher Raumentfeuchter, den Sie garantiert immer im Haus haben.

Wenn Sie ein hübsches Glas- oder Keramikgefäß verwenden und dieses zum Beispiel mit Muscheln schmücken, geht dieser Entfeuchtungstrick glatt als Badezimmer-Deko durch.

Katzenbesitzer können alternativ auf Katzenstreu zurückgreifen. Auch diese saugt bekanntermaßen Feuchtigkeit wirksam auf.

Was immer geht: Ein Ventilator

Um die feuchte Luft nach dem Duschen möglichst schnell nach draußen zu befördern, können Sie natürlich auch einfach einen Ventilator einsetzen. Stellen Sie ihn so auf, dass der Wasserdampf in die richtige Richtung, also zur offenen Badtür, transportiert wird.

So vermeiden Sie Schimmelbildung im fensterlosen Bad

Die Feuchtigkeit im Bad und damit die Gefahr von Schimmelbildung können Sie am besten folgendermaßen bekämpfen:

  • Wischen Sie die Nässe fort: Trocknen Sie Fliesen und Duschwände nach dem Duschen oder Baden mit einem Tuch ab.
  • Lassen Sie ihre nassen Handtücher in einem separaten Raum trocknen.
  • Heizen Sie richtig: Denn ist die Raumluft zu kalt (unter 18 Grad Celsius), setzt sich das Wasser schneller ab und der Schimmel freut sich.

Nach dem Duschen oder Baden sollten nasse Flächen trockengewischt werden.

Alle Tipps im Überblick

Abschließend fassen wir für Sie alle Tipps für ein gesundes Raumklima im Bad zusammen:

  • Messen Sie die Luftfeuchtigkeit im Bad mit einem Hygrometer.
  • Heizen Sie ausreichend: Bei Temperaturen unter 18 Grad Celsius setzt sich gerne Schimmel fest.
  • Wenn möglich, lassen Sie eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder eine zentrale Abluftanlage in Ihr Bad einbauen.
  • Verwenden Sie alternativ einen elektrischen oder chemischen Luftentfeuchter. Auch Salz oder Katzenstreu absorbieren Feuchtigkeit aus der Luft.
  • Sorgen Sie nach dem Duschen dafür, dass die Feuchtigkeit möglichst rasch verschwindet:
    • Wischen Sie nasse Flächen an Dusche/ Badewanne trocken.
    • Lassen Sie nasse Handtücher außerhalb des Badezimmers trocknen.
    • Öffnen Sie für Durchzug die Badtür und gegenüberliegende Wohnungstür/ Fenster. Schließen Sie die Türen zu anderen Räumen.
    • Stellen Sie einen Ventilator in Richtung Badtür auf, um den Wasserdampf schneller aus dem Raum zu befördern.

Mit diesen Tipps und Tricks steht Ihrem Bade- und Duschvergnügen auch im fensterlosen Bad nichts mehr im Weg.

Sie suchen noch mehr Hilfe für Ihr fensterloses Bad? Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Bad auch ohne Tageslicht in eine Wohlfühloase verwandeln können, dann lesen Sie unseren Beitrag zur Beleuchtung im fensterlosen Bad.

Bilder: Beitragsbild: © iStock/ KatarzynaBialasiewicz; Bild 1: © iStock/  eldinhoid  Bild 2: © iStock/ Korovin; Bild 3: © iStock/ EmBaSy; Bild 4: © iStock/ Yoyochow23; Bild 5: © iStock/ AndreyGorulko; Bild 6: © iStock/ Jevtic.

Источник: https://www.duschenprofis.de/magazin/lueften-bad-ohne-fenster/

Problemzone Badezimmer: Was wirklich hilft gegen Schimmel im Bad

Badlüfter sorgen für trockene Luft und verhindern Schimmelbildung

Schimmel im Bad kommt oft vor. Denn Schimmelpilze lieben Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad. Seifenreste, Hautschuppen und Haare bieten ihnen zudem genügend Nährstoffe.

Kein Wunder also, dass sie sich in dem feuchtwarmen Klima eines Bades richtig wohl fühlen und schnell ausbreiten. Besonders in rissigen Fugen, Silikondichtungen und an Wandecken tritt Schimmel häufig auf.

Aber auch an Duschvorhängen oder –wänden und hinter Schränken können die unschönen schwarzen Flecken entstehen.  Das sieht nicht nur hässlich aus, es ist auch gesundheitsschädlich.

Silikonfugen in der Dusche sind gefährdet. Reagieren Sie schnell, damit sich der Schimmel nicht ausbreitet.

Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen

Wasserdampf beim Duschen führt zu hoher Luftfeuchtigkeit im Bad. Das begünstigt Schimmelbildung.

Vorbeugen ist wichtig und gar nicht so kompliziert. Wenn Sie einige Verhaltensweisen konsequent umsetzen, können Sie verhindern, dass Schimmel im Badezimmer  überhaupt erst entsteht.

Ursache ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die beim Baden und Duschen entsteht. Um das Schimmelrisiko zu minimieren, sollten Sie das Bad regelmäßig lüften – im Idealfall sogar schon beim Duschen. Ein gekipptes Fenster sorgt für Luftzirkulation und dass der Wasserdampf nach draußen zieht.

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Auf jeden Fall sollten Sie nach dem Baden und Duschen bei weit geöffnetem Fenster bis zu 25 Minuten kräftig lüften. Auch im Laufe des Tages ist es sinnvoll, dass die Fenster im Bad regelmäßig zu öffnen. Denn was viele unterschätzen: Auch feuchte Handtücher, Gardinen oder Duschvorhänge führen zu erhöhter Luftfeuchtigkeit.

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Lüften durch die geöffnete Badezimmertür reicht nicht aus und führt sogar dazu, dass sich die Luftfeuchtigkeit in anderen Räumen ausbreitet.

Genießen Sie Ihre Dusche und trocknen Sie danach nicht nur sich, sondern auch die Wände ab.

Hohe Gefahr von Schimmelbildung

Fensterlose Bäder sind besonders gefährdet und können häufig nur über die Tür belüftet werden. In diesem Fall ist es ratsam, die Fenster der Nebenräume zu öffnen, um für die nötige Luftzirkulation zu sorgen. Wo es geht, sollten Badlüfter eingebaut werden.

Sie leiten die feuchte Luft durch spezielle Rohre ins Freie. Oft sind die Lüfter mit dem Lichtschalter verbunden und sorgen so für regelmäßigen Luftaustausch beim Betreten des Bades. An deckenhoch gefliesten Wänden oder an Duschkabinen setzt sich der Wasserdampf ab.

So bleibt die Feuchtigkeit lange im Bad und es entsteht schnell Schimmel im Bad. Besonders in kleinen Bädern ist es deshalb sinnvoll, die Fliesen mit einem Tuch trocken zu wischen. Nützlich sind auch Abzieher für Duschkabinen.

Damit können Sie auch von größeren Flächen das Wasser schnell entfernen. Duschvorhänge sollten zum Abtropfen ausgebreitet werden.

Beonders in der kalten Jahreszeit sammelt sich Kondenwasser am Fenster im Bad. Heizen und Stoßlüften ist hier besonders wichtig. 

Heizen gegen Schimmel

Nicht nur lüften ist wichtig, auch heizen. Die warme Raumluft nimmt die Luftfeuchtigkeit besser auf und die Wände trocknen schneller. Vor allem in der kalten Jahreszeit sollten Sie deshalb im Bad heizen.

Die empfohlene Temperatur für Badezimmer liegt zwischen 21 und 23 Grad. Die maximale Luftfeuchtigkeit sollte unter 60 Prozent liegen. Zum Vergleich: die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt zwischen 40 und 55 Prozent.

Werte die darüber liegen, können auch hier zu Schimmelbildung führen.

Schimmelflecken schnell beseitigen

Bekanntes Hausmittel gegen Schimmel im Bad ist Essig. Ist die Ausbreitung gering, können Sie damit gute Ergebnisse erzielen. Allerdings sollten Sie den Essig eine Weile einwirken lassen.  Auch 80 Vol.

% Alkohol ist ein beliebtes Mittel. Leider verfliegt der Alkohol schneller. Chemische Schimmelentferner, beispielsweise auf Chlorbasis, bitte nur in schlimmen Fällen verwenden.

Tragen Sie dabei Gummihandschuhe und sorgen Sie für ausreichende Belüftung des Bades.

Tauschen Sie Silikonfugen, die stark mit Schimmel befallen sind, besser aus.

Bürsten Sie nach der Behandlung die betroffenen Stellen kräftig ab, damit der Schimmel rückstandlos beseitigt ist.

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Für die Fugen erhalten Sie im Baumarkt spezielle Fugenbürsten, die die Schimmelbeseitigung leichter machen.

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Schwämme und Lappen, die Sie zur Reinigung der Schimmelstellen verwendet haben, gehören in die Mülltonne, damit sich die aufgenommenen Pilzsporen nicht an anderer Stelle ausbreiten können.

Schimmelbefall in Silikonfugen ist schwierig zu entfernen. In den meisten Fällen ist es effektiver und zeitsparender, das Silikon komplett zu erneuern. Wichtig dabei ist, vor dem Auftragen der neuen Silikonschicht den Untergrund gründlich zu reinigen.

Schimmel im Bad durch falsche Baustoffe

In Bädern sollten sogenannte Feuchtraumplatten verbaut werden. Sie erkennen die Platten, die meist aus Gipskarton hergestellt werden,  an ihrer grünen Oberfläche. Durch eine spezielle Imprägnierung halten diese Platten der Belastung durch die hohe Luftfeuchtigkeit stand und erschweren die Schimmelbildung.

Zusätzlich empfiehlt es sich, die Feuchtraumplatten zu versiegeln. Das führt auch zur besseren Haftung von Wandfarben. In vielen Fällen wird dafür Tiefengrund verwendet, der vor der Weiterverarbeitung gut durchgetrocknet sein sollte.

Wer die Badrenovierung schnell beenden möchte, kann spezielle Abdichtungsfolien verwenden, die einfach auf die Feuchtraumplatten geklebt werden. Auch spezielle Wandfarben reduzieren das Schimmelrisiko. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Farben frei von Lösungsmitteln und Weichmachern sind.

Empfehlenswert sind zudem Kalk- und Lehmputze, die den Wasserdampf aufnehmen. Die Mineralputze sind Feuchtigkeitspuffer: Sie nehmen hohe Feuchtigkeit auf und geben sie später beim Trocknen langsam in die Raumluft ab.

 

Fotos: Fotolia-mekcar, Fotolia-Lucian Milasan, Fotolia-lightpoet, Fotolia-GChristo, Fotolia-mika

Источник: https://apuncto.de/problemzone-badezimmer-was-wirklich-hilft-gegen-schimmel-im-bad/

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