Baugrund auf dem Garagendach

Abstandsflächen beachten!

Baugrund auf dem Garagendach

Wer baut, muss sich an zahlreiche Regeln und Vorgaben halten, denn auch auf dem eigenen Grundstück, darf man noch lange nicht tun und lassen, was man will. Besonders wichtig sind Regeln zu erforderlichen Abstandsflächen zu anderen Gebäuden und Grundstücksgrenzen.

Wie der Name schon sagt, sichern Abstandsflächen einen unbebauten Raum zwischen zwei Bauwerken oder zu verschiedenen Grenzlinien hin. Hauptgründe dafür sind der Brandschutz aber auch die Gewährleistung einer gewissen Wohnqualität durch ausreichend Belichtung und Belüftung.

Doch diese Vorgaben sollten Sie keineswegs nur als Einschränkung verstehen, sondern vor allem auch das Positive daran erkennen: Plant Ihr Nachbar direkt an der Grundstücksgrenze eine drei Meter hohe Mauer hochzuziehen, können Sie davon ausgehen, dass dies kein zulässiges Vorhaben ist.

Für alle Fragen rund um Hausbau und Grundstück haben wir für Sie eine Hausbau-Checkliste erstellt!

Das Wichtigste in Kürze

  • Der mindestens einzuhaltende Abstand entspricht der Gebäudehöhe, multipliziert mit einem Wert zwischen 0,2 und 1 – je nach Bundesland. Außerdem ist entscheidend, ob sich das Grundstück im Kerngebiet oder am Rand einer Kommune befindet.
  • Abstandsflächen erstrecken sich stets über die voll Breite einer Fassade. Sonderbauteile wie Balkone oder Erker müssen jedoch nicht extra berechnet werden.
  • Trotz Abstandsregelung dürfen in den meisten Bundesländern bestimmte, meist kleinere Bauwerke, wie Garagen oder Gartenhäuschen, auch auf sonst freizuhaltenden Flächen errichtet werden

Wie Sie erforderliche Abstandsflächen berechnen

Grundsätzlich berechnet man die erforderliche Abstandsfläche, indem man die Höhe der Außenwände (H) mit einem Faktor zwischen 0,2 und 1 multipliziert.

Zu dieser Höhe H wird die Höhe von Dachflächen bis zu einer Neigung von 70° zu einem Drittel (bei mehr als 70° Neigung komplett) hinzugerechnet. Unabhängig von diesen Vorgaben gilt ein Mindestabstand von 2,5 bis 3 Meter.

Da in Deutschland jedoch die Bundesländer das jeweilige Bauordnungsrecht bestimmen, unterscheiden sich auch die Abstandsflächenregelungen in den jeweiligen Landesbauordnungen.

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In der Musterbauordnung (MBO) finden sich hinsichtlich Abstandsflächen folgende Vorgaben:

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BaugebietAbstandsfläche nach MBOMindestabstand
Kerngebiete, Wohn- und Mischgebiete0,4 H3 m
Gewerbe- und Industriegebiete0,2 H3 m

Formel

Multiplizieren Sie die Gebäudehöhe mit dem in der jeweiligen Landesbauordnung angegebenen Faktor (F). Die Gebäudehöhe setzt sich aus der Höhe bis zum Dach (H) und der Höhe des Daches selbst (HD) zusammen.

Die Dachhöhe wird – je nach Dachneigung (DN) – nur zum Teil angerechnet und mit dem Faktor (FD) multipliziert. Als Ergebnis erhalten Sie die Tiefe der Abstandsfläche (TA).

Die Formel zur Berechnung lautet also: TA = F * (H + FD * HD)

Was Sie bei der Berechnung ignorieren können

Beispiel Bayern Auf dem bayerischen Land wird die Gebäudehöhe mit dem Faktor 1 multipliziert.

Ein 5,2 Meter hohes Haus mit einem 2,4 Meter hohen und um 45 Grad geneigten Dach muss folgende Abstandsfläche zum Nachbarhaus aufweisen:TA = 1 * (5,2m + 1/3 * 2,4m) = 6,0mDie Abstandsfläche beträgt also mindestens 6 Meter.

Da im Dorfzentrum dichter gebaut werden darf, reduziert sich der Faktor hier auf 0,5. Zum Nachbargrundstück müssten mindestens 3 Meter Abstand gehalten werden.

Die wenigsten Häuser haben eine vollkommen senkrechte Fassade, sondern weisen verschiedene Vor- und Rücksprünge auf. Um die Berechnung der Abstandsflächen nicht zu kompliziert zu gestalten, müssen Sonderbauteile wie Erker oder Balkone jedoch nicht extra berechnet werden.

Voraussetzung dafür ist, dass diese nicht mehr als 1,5 Meter aus dem Bauwerk heraus ragen. Außerdem dürfen sie sich maximal über ein Drittel der Fassadenfläche erstrecken.

Der Einfachheit wegen fallen auch Wärmedämmverbundsysteme in diese Ausnahmeregelung: Bis zu einer Stärke von 20 bis 25 Zentimetern werden sie bei der Berechnung der Abstandsflächen schlichtweg ignoriert.

So wird verhindert, dass nachträgliche Dämmmaßnahmen die Abstandsflächen unter das erforderliche Mindestmaß drücken könnten. Dennoch sind Bauherren, deren Häuser besonders nah an das Nachbargrundstück gebaut sind, unter Umständen durch die Abstandsflächenregelung in der Wahl ihrer Fassadendämmung eingeschränkt.

Wann Sie trotzdem auf Abstandsflächen bauen dürfen

Man möge meinen, dass Abstandsflächen logischerweise freizuhalten sind von jeglicher Bebauung.

Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Bestimmte, meist kleinere Bauwerke, wie beispielsweise Garagen oder Gartenhäuschen, dürfen in den meisten Bundesländern auch auf Abstandsflächen errichtet werden.

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Außerdem haben sie selbst keine einzuhaltenden Abstandsflächen. Dies trifft zumindest dann zu, wenn jene kleinen Bauwerke bestimmte Maximalmaße nicht überschreiten.

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In Nordrhein-Westfalen können Bauwerke in Abstandsflächen eine mittlere Wandhöhe von maximal drei Metern aufweisen und maximal neun Meter lang sein.

Bebauungsplan schlägt Bauordnung

Beispiel Thüringen

Auf einem Grundstück soll ein Bungalow mit 3,4 Metern Höhe und einer zusätzlichen Dachhöhe von 1,5 Metern errichtet werden.

Da der Dachwinkel kleines als 70 Grad ist, kann folgende Berechnung angestellt werden:
TA = 0,4 * (3,40 m + 1/3 * 1,50 m) = 1,56 mDer Abstand zum Nachbargrundstück müsste nach dieser Berechnung also 1,56 Meter betragen.

Allerdings gilt in Thüringen ein Mindestabstand von 3 Metern, weshalb der Bungalow mindestens 3 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt errichtet werden muss.

Die Festsetzungen in den spezifischen Bebauungsplänen stehen über den allgemeinen Vorgaben in den jeweiligen Landesbauordnungen. Das heißt: Erlaubt der Bebauungsplan eine Grenzbebauung, sind die Regulierungen zu Abstandsflächen hinfällig.

Dies ist beispielsweise der Fall bei geschlossenen Baulinien, die häufig in Stadtkernen definiert werden. Alle Neubauten müssen direkt an diese Linien heran gebaut werden, um ein einheitliches städtebauliches Erscheinungsbild zu wahren.

Wo die Abstandsflächen liegen müssen

Die Abstandsflächen müssen auf dem Grundstück selbst liegen und dürfen nicht von Gebäude zu Gebäude gemessen werden. In Ausnahmefällen dürfen sie auch auf dem Grundstück des Nachbarn liegen, selbstverständlich nur mit dessen Zustimmung.

Doch bevor Sie einer solchen Bitte Ihres freundlichen Nachbarns zustimmen, bedenken Sie, dass das auch für Sie bedeutet, in Zukunft auf der betroffenen Fläche nicht mehr bauen zu dürfen. Ausnahmen gibt es auch, wenn das Grundstück an öffentliche Plätze, Grünflächen oder Straßen angrenzt.

Denn hier darf die Abstandsfläche des eigenen angrenzenden Gebäudes bis zur Mitte der öffentliche Fläche reichen.

Источник: https://bautipps.almondia.com/bauplanung/abstandsflaechen-beachten/

Auf­sto­cken und Anbau­en – Zum Wohn­raum schaffen

Baugrund auf dem Garagendach

Manch­mal wird das Haus zu klein und es platzt sozu­sa­gen aus allen Näh­ten. In die­sem Fall denkt der Eigen­tü­mer schon ein­mal über einen Anbau oder das Auf­sto­cken des Daches nach.

Ein Umzug kommt für vie­le nicht in Fra­ge, denn man hat sich an die Nach­barn und die Gegend gewöhnt. Ein wei­te­rer Grund das bestehen­de Haus zu ver­grö­ßern, sind die hohen Prei­se für Bau­grund in den Innen­städ­ten.

Oder es gibt ein­fach kein Bau­grund­stück, das den eige­nen Ansprü­chen genügt.

Ist das Grund­stück groß genug, ist durch­aus ein Anbau sinn­voll. Sind die Abstands­flä­chen aller­dings bereits aus­ge­reizt, emp­fiehlt sich eine Auf­sto­ckung. Wird ein Wohn­raum geschaf­fen, ist in bei­den Fäl­len eine Bau­ge­neh­mi­gung nötig. Die Pla­nung hier­für soll­te ein Archi­tekt oder Sta­ti­ker über­neh­men.

Ein Gebäu­de aufstocken

Wann wäre es wohl am sinn­volls­ten, das Auf­sto­cken vor­zu­neh­men? Soll­te eine Dach­sa­nie­rung anste­hen, ist es cle­ver die geplan­te Auf­sto­ckung mit die­ser Bau­maß­nah­me zu ver­bin­den.

Auch wenn Nach­wuchs erwar­tet wird, lohnt sich der Aus­bau einer zusätz­li­chen Eta­ge.

Viel­leicht lohnt sich auch eine Ein­lie­ger­woh­nung, die zuerst ver­mie­tet wer­den kann und spä­ter die Kin­der nut­zen können.

Wann ist eine Auf­sto­ckung möglich?

Ob das Auf­sto­cken bei Ihrem Gebäu­de über­haupt mög­lich ist, soll­ten Sie einen Sta­ti­ker prü­fen las­sen. Die­ser kann beur­tei­len, ob das bestehen­de Haus die zusätz­li­che Last eines erneu­ten Stock­wer­kes tra­gen kann.

Zuerst wird also die vor­han­de­ne Sta­tik ana­ly­siert. Der Trag­werks­pla­ner klärt im Vor­feld, wie stark die Trag­fä­hig­keit des Gebälks und wel­che Wand- und Decken­kon­struk­tio­nen von einer Auf­sto­ckung betrof­fen sind.

Soll­te eine sehr teu­re Ver­stär­kung des Fun­da­ments nötig sein, ren­tiert sich die Auf­stel­lung eines Kosten-Nutzen-Planes. 

»Das Haus auf­sto­cken« klingt immer so sim­pel, ist jedoch eine äußerst kom­ple­xe Ange­le­gen­heit, die ein Laie nicht bewäl­ti­gen kann. So kann es durch­aus sein, dass die bestehen­den Anschlüs­se und Lei­tun­gen nicht nur ergänzt wer­den, son­dern auf­wen­dig erneu­ert wer­den müs­sen.

Wel­che Arten der Auf­sto­ckung gibt es?

Auf­grund der ermit­tel­ten Wer­te der Sta­tik infor­miert Sie der Trag­werks­pla­ner, wel­che Art des Auf­sto­ckens bei Ihrem Gebäu­de mög­lich ist.

Auf­sto­cken mit der Massivbauweise

Ist das Gebäu­de bereits aus Zie­gel­stei­nen gebaut und soll die Auf­sto­ckung aus dem glei­chen Mate­ri­al gemacht wer­den, brau­chen Sie einen Sta­ti­ker. Er berech­net, ob die mas­si­ve Auf­sto­ckung vom Gebäu­de getra­gen wer­den kann. Beson­ders sinn­voll ist dies, wenn die glei­chen Mate­ria­li­en wie die des bestehen­den Gebäu­des ver­wen­det wer­den.

Jedes Mate­ri­al dehnt sich anders aus und dadurch ent­ste­hen Ris­se in der Außen­wand. Wenn das bestehen­de Gebäu­de mit dün­ne­ren Zie­gel­stei­nen gebaut wur­de, als die Ener­gie­spar­ver­ord­nung vor­schlägt, soll­ten die­se den­noch ver­wen­det wer­den.

Auch nur weni­ge Zen­ti­me­ter Zie­gel­stär­ke mehr kön­nen Ris­se durch die unter­schied­li­che Aus­deh­nung verursachen. 

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Nach der Auf­sto­ckung kann das Gebäu­de mit einem Wär­me­ver­bund­sys­tem ver­klei­det wer­den. Das schafft zudem eine ein­heit­li­che Fas­sa­de und der Bruch zwi­schen neu­en und alten Zie­geln ist nicht mehr erkenn­bar. Auch hier gibt es Vor- und Nachteile:

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Vor­tei­le

  • Lang­le­big durch mas­si­ve Bauweise
  • Der Wert des Hau­ses wird erhöht
  • Kniesto­ck­erhö­hun­gen leicht durchführbar
  • Anschlie­ßen­de Ver­klei­dung durch Wär­me­ver­bund­sys­tem schafft eine ein­heit­li­che Optik

Nach­tei­le

  • Teu­rer als leich­te­re Bauweisen
  • Sta­ti­sche Pla­nung ist notwendig
  • Extra Kos­ten – even­tu­ell durch extra Stütz­pfei­ler oder Ver­stär­kung des Fundament

Eine wei­te­re Mög­lich­keit bei der Mas­siv­bau­wei­se wäre die Kniesto­ck­erhö­hung. Das Dach wird dabei ange­ho­ben, soweit das die bau­li­che Sub­stanz des Daches zulässt.

Nach­dem die bestehen­den Wän­de auf ein geneh­mig­tes Maß auf­ge­mau­ert wur­den, wird anschlie­ßend das Dach wie­der auf­ge­setzt. Bei einer Erhö­hung von ca. 80 cm wer­den 30 % mehr Wohn­raum geschaf­fen.

Zudem bleibt der Charme der Dach­schrä­gung erhalten.

Die Stän­der­bau­wei­se: Güns­tig und leicht

Beim Auf­sto­cken mit Stän­der­bau­wei­se kom­men die Mate­ria­li­en Stahl und Holz zum Ein­satz.

Dabei ist das gerin­ge Gewicht die­ser Mate­ria­li­en der größ­te Vor­teil und sta­ti­sche Pro­ble­me gibt es hier nicht so oft.

Kost­spie­li­ge und zeit­auf­wän­di­ge Fak­to­ren wie zusätz­li­che Stütz­pfei­ler im Erd­ge­schoss oder Ver­stär­kun­gen mit Stahl­trä­gern braucht man bei der Stän­der­bau­wei­se meis­tens nicht. 

Mit der Stän­der­bau­wei­se geschieht die Auf­sto­ckung viel schnel­ler und das Haus ist bereits nach kur­zer Zeit wie­der wet­ter­fest. Die Vor- und Nach­tei­le hier im kur­zen Überblick:

Vor­tei­le

  • Güns­tig im Ver­gleich zu ande­ren Arten der Aufstockung
  • Leich­te Mate­ria­li­en (sta­ti­sche Pro­ble­me gibt es selten)
  • Schnel­le Mon­ta­ge (oft­mals kein Aus­zug nötig)
  • Stütz­pfei­ler und Ver­stär­kun­gen oft­mals nicht nötig

Nach­tei­le

  • Innen­aus­bau nur mit aus­rei­chen­dem Fach­wis­sen mög­lich (Fach­per­so­nal kos­tet mehr)

Holz­ta­fel­bau­wei­se zum Auf­sto­cken verwenden

Bei die­ser Art der Auf­sto­ckung wer­den vor­ge­fer­tig­te Ele­men­te ver­wen­det, die mit Gips­kar­ton­plat­ten ver­klei­det sind. Die­se Holz­kon­struk­tio­nen sind unan­fäl­lig für Riss­bil­dun­gen, was für eine bes­se­re Anpas­sung der alten und der neu­en Bau­ma­te­ria­li­en sorgt. Der Aus­bau lässt sich mit etwas Geschick selbst bewerkstelligen.

Vor­tei­le

  • Schnel­ler Auf­bau (Fach­be­trieb)
  • Leich­tes Mate­ri­al (sta­ti­sche Pro­ble­me selten)
  • Innen­aus­bau in Eigen­re­gie mög­lich (kos­ten­güns­ti­ger)
  • Meis­ten kei­ne Stütz­pfei­ler und Ver­stär­kun­gen nötig

Nach­tei­le

  • Feh­ler bei der Pla­nung kön­nen mehr Kos­ten ver­ur­sa­chen, denn die Ele­men­te wer­den indi­vi­du­ell gefertigt

Der Anbau an ein Gebäu­de – Die Alter­na­ti­ve zum Auf­sto­cken des Daches

Ist das Grund­stück groß genug, kann ein Anbau an das bestehen­de Gebäu­de eben­falls sinn­voll sein. Bei der Pla­nung ist es sehr wich­tig, dass die Abstands­flä­chen zum Nach­barn und die Vor­ga­ben des Bebau­ungs­pla­nes ein­ge­hal­ten wer­den.

Eben­falls muss die Grund­flä­chen­zahl beach­tet wer­den. Sie bestimmt, wie viel Qua­drat­me­ter des Grund­stücks bebaut wer­den dür­fen. Ein Archi­tekt oder Sta­ti­ker berät Sie über alle mög­li­chen Optio­nen.

Da die Län­der in Sachen Bau­recht ent­schei­den, kön­nen die Vor­ga­ben für einen Anbau in jedem Bun­des­land anders sein.

Wann ist eine Bau­ge­neh­mi­gung für einen Anbau erforderlich?

Wird ein Gebäu­de ver­län­gert und damit ein neu­er Wohn­raum geschaf­fen, ist dies fast wie ein Neu­bau zu wer­ten und erfor­dert eine Bau­ge­neh­mi­gung. Dazu benö­ti­gen Sie die fach­kun­di­ge Bera­tung eines Bau­ex­per­ten, der Ihnen sagt, ob tra­gen­de Wän­de beim geplan­ten Anbau beschä­digt oder sogar ersetzt wer­den müssen.

Auch der Anbau eines Win­ter­gar­tens ist in geneh­mi­gungs­recht­li­cher Hin­sicht Län­der­sa­che. Las­sen Sie sich pro­fes­sio­nell bera­ten, ob eine Bau­ge­neh­mi­gung erfor­der­lich ist. In man­chen Län­dern ist der Anbau einer Gara­ge, die an das Nach­bar­grund­stück grenzt, geneh­mi­gungs­frei. Aller­dings müs­sen hier bestimm­te Maße ein­ge­hal­ten wer­den.

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Stell­plät­ze, die nicht über­dacht sind und eine bestimm­te Grö­ße nicht über­schrei­ten, brau­chen eben­falls kei­ne Bau­ge­neh­mi­gung. Anders sieht es aller­dings aus, wenn sie zeit­gleich mit dem Neu­bau errich­tet wer­den, dann ist eine Bau­ge­neh­mi­gung erfor­der­lich.

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Ange­bau­te Stell­plät­ze, die über­dacht sind, kön­nen ohne Bau­ge­neh­mi­gung nicht gebaut werden.

Aus­wahl an Refe­ren­zen zum Anbau

Für die­sen tol­len Anbau in Osna­brück haben wir die sta­ti­schen Berech­nun­gen und die Beweh­rungs­plä­ne erstellt.  Von unse­rem Trag­werks­pla­ner wur­den die sta­ti­schen Berech­nun­gen für die­sen Anbau mit Durch­bruch der Außen­wand im öst­li­chen Ruhr­ge­biet – zwi­schen Dort­mund und Reck­ling­hau­sen – vorgenommen.  Für die­sen klas­se Umbau 50 km öst­lich von Frank­furt am Main, in Wäch­­ter­s­­bach-Neu­­dorf, wur­den die Sta­tik und die Beweh­rungs­plä­ne erstellt.  Ein Mehr­fa­mi­li­en­haus mit Bal­ko­nen im Frei­staat Sach­sen wur­den saniert und Instand gesetzt. Unser Trag­werks­pla­ner hat die Sta­tik für die­sen Umbau gelie­fert. Die Decken über dem… 

Источник: https://estatika.de/aufstocken-und-anbauen

Bauen am Hang – Ratgeber

Baugrund auf dem Garagendach

Durch die abfallende Lage muss das Fundament eines Hanghauses besonderen Lasten wie einem erhöhten Erd- und Wasserdruck standhalten. Nicht jeder Baugrund bietet dafür die notwendigen Voraussetzungen.

Vor dem Kauf eines Grundstücks in Hanglage sollten Sie deswegen eine detaillierte Baugrunduntersuchung bei einem Sachverständigen in Auftrag geben.

Die Ergebnisse der Untersuchung geben Auskunft über die Tragfähigkeit, das Setzungsverhalten, das Grundwasservorkommen und über die Aufnahmefähigkeit des Baugrundes.

Baugrube mit L-Steinen

Von der geologischen Beschaffenheit des Grundstücks hängt ab, ob es für eine Bebauung geeignet ist oder nicht. Sehr felsiger Untergrund erschwert zum Beispiel das exakte Ausheben einer Baugrube, da sich das harte Gestein nicht problemlos abtragen lässt.

Auch das Legen von Versorgungsanschlüssen für Wasser, Strom, Gas und Kabel gestaltet sich in einem felsigen Boden komplizierter als bei weicheren Gesteinsschichten. Bei sehr sandigem Untergrund erhöht sich hingegen die Abrutschgefahr. Dann können umfangreiche Abstützmaßnahmen bei einer Bebauung notwendig werden.

Prinzipiell gilt: Ab einer Hangneigung von 15 Prozent ist eine Bebauung so kompliziert, dass massive Mehrkosten entstehen. Die meisten Experten raten in diesem Fall von einem Hausbau auf dem Grundstück ab.

Neben der Beschaffenheit des Baugrundes bilden versickerndes Regenwasser (Sickerwasser), wasserführende Bodenschichten (Schichtwasser) und Grundwasser eine planerische Herausforderung beim Hausbau am Hang.

Sickerwasser fließt bei abfallendem Gelände naturgemäß hinab ins Tal. Verläuft der Weg des Wassers dabei direkt zum Wohngebäude, staut es sich bei einem Haus am Hang an der rückwärtigen Gebäudehülle und drückt gegen die Bausubstanz.

Schichtwasser und ein hoher Grundwasserstand können ebenfalls zu einer erhöhten Wasseransammlung an der Gebäudehülle führen. Bauwerke am Hang müssen aus diesem Grund besonders gut gegen Feuchtigkeit geschützt sein.

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Neben einer Abdichtung der erdberührenden Bauteile durch eine sogenannte „schwarze Wanne“ sorgen auch Drainagen und gezielt gesetzte Anschlüsse an die Grundstücksentwässerung dafür, dass die Wasserströme abgeleitet werden und sich keine Staunässe bildet.

[/attention] Tipp: Spezielle geologische Karten – wie die des Landesamtes für Geologie, Rohstoff und Bergbau – geben erste Anhaltspunkte über problematische Baugrundverhältnisse. Die Baugrunduntersuchung sollte in jedem Fall vor dem Kauf eines Hanggrundstücks erfolgen. Stellt sich im Nachhinein die Bodenbeschaffenheit als ungünstig heraus, können schwer kalkulierbare Folgekosten entstehen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass das Bauvorhaben nicht umsetzbar ist.

Das Bebauen von Hängen erfordert spezielle bautechnische Maßnahmen. Diese verleihen einem Haus am Hang eine einzigartige Architektur.

Stelzen

Bei ungünstiger Bodenbeschaffenheit können Sie auf den Aushub eines Kellers verzichten und Ihr Haus auf Betonstelzen errichten. In einigen Fällen kann auch Holz verwendet werden.

Die Stelzen können statische Probleme ausgleichen und verringern die finanzielle Belastung. Steht ein Wohnhaus auf Stelzen, ist es jedoch den Witterungseinflüssen von allen Seiten stark ausgesetzt.

Deshalb benötigt es eine hocheffiziente Wärmedämmung.

Keller

Keller eignen sich bei der Bebauung von abschüssigem Gelände wunderbar, um den Höhenunterschied auszugleichen. Für die Unterkellerung eines Hauses gibt es bereits im Werk vorgefertigte Fertigkeller. Gute Fertigkeller bringen eine hocheffiziente Wärmedämmung und eine starke Abdichtung gegen Feuchtigkeit mit.

Beim Einfamilienhaus Babelsberg wird ein Keller zum Ausgleichen der Hanglage genutzt.

Die Vorderseite des Einfamilienhaus Babelsberg.

Zum Hausbeispiel: Einfamilienhaus Babelsberg – GUSSEK Haus

Ebenso wie bei der Bauplanung des Wohngebäudes ist auch die Einbettung einer Garage in ein abschüssiges Grundstück vergleichsweise aufwendig und teuer.

Bei einer starken Neigung muss die Zufahrt mit Hilfe von Rampen abgeflacht, die Garage selbst muss solide gegen Abrutschen und Feuchteschäden geschützt werden.

Der Vorteil: Garagen, die auf einem Hanggrundstück stehen, lassen sich sehr gut in die Grundstücksgestaltung einbetten, indem sie mit Erde aufgeschüttet und bepflanzt werden. Dann verwandelt sich ein schnödes Garagendach in einen Wohlfühlplatz im Garten.

Beim Kubus Haus Ligno wird die Garage gleichzeitig als Terrasse genutzt.

Seitliche Ansicht

Zum Hausbeispiel: Kubus Haus Ligno – Fingerhut Haus

Um den Gebäudeverlauf dem abfallenden Grundstück anzupassen, können Sie Ihr Fertighaus
am Hang in der sogenannten „Split-Level-Bauweise“ planen. Dabei liegen die Geschosse etwas versetzt und gleichen so den Höhenunterschied aus.

Passivhaus Kiefer in leichter Split-Level-Bauweise

Seitliche Ansicht

Der Weg zum Traumhaus, ob Bungalow, Stadtvilla oder andere Haustypen, führt am besten über die Hauskataloge der Hersteller. Die Bestellung ist kostenlos und unverbindlich.

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Für einen einzigartigen Wohntraum müssen Baumfamilien jedoch häufig etwas tiefer in die Tasche greifen. Neben dem aufwendigeren Baugrundgutachten und dem effizienteren Feuchtigkeitsschutz kostet auch die Einrichtung der Baustelle mehr Geld als bei einem Bauvorhaben auf ebenem Grund.

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Spezielle Absicherungsmaßnahmen wie Stützmauern und Verstärkungen erhöhen die Baukosten ebenso wie die aufwendigere Erschließung des Grundstücks. Auch das Ausgleichen der unebenen Baufläche durch Einschnitte in den Hang oder das Aufschütten der talwärts gerichteten Seite verursachen zusätzliche Kosten.

Generell gilt: Bei der Bebauung eines Hanggrundstücks fallen in der Regel etwa 15 Prozent höhere Baukosten an als bei einem Grundstück ohne Gefälle.

Für den finanziellen Mehraufwand werden Familien jedoch spätestens nach dem Einzug ins neue Eigenheim mit einem atemberaubenden Ausblick und einem außergewöhnlichen Wohnambiente belohnt.

  • möglicher einzigartiger Ausblick
  • Häuser am Südhang haben nahezu den gesamten Tag über Sonneneinstrahlung. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Sonnenenergie als regenerative Energiequellen zu nutzen und KfW-Zuschüsse zu beantragen
  • Gebäude, deren Rückseite in den Hang eingebaut ist, profitieren durch die geschützte Lage von einer natürlichen Dämmung. Denn: Ab einer Tiefe von 20 Metern unter der Erdoberfläche liegt die Bodentemperatur bei konstanten 10 bis 12 Grad Celsius.
  • Der Bau am Hang bietet gute Voraussetzungen für außergewöhnliche Architekturen und eine ganz spezielle Wohnqualität.
  • Gebäude, die an einem Nordhang liegen, kriegen keine bis wenig Sonne ab. Dadurch sind auch die Lichtverhältnisse in den Wohnräumen dunkler als bei Bauobjekten am Südhang
  • Große Höhenunterschiede müssen auch im Haus überwunden werden. Dadurch müssen Sie viele Treppen einplanen und steigen. Zudem rauben die Treppenverläufe wertvollen Platz.
  • Steht das Haus auf Stelzen, ist es Witterungsbedingungen wie Wind, Kälte, Hitze und Regen besonders stark ausgesetzt. Hier ist eine hocheffektive – und kostenintensive – Dämmung notwendig.

Bauen am Hang ist sicherlich eine Herausforderung bei der Bauplanung und kann bei unvorhergesehenen Schwierigkeiten bei den Erdarbeiten das Budget überstrapazieren.

Wer aber bei der Baugrunduntersuchung nicht spart und sein Haus am Hang gemeinsam mit erfahrenen Baufirmen und Architekten umsetzt, kann das besondere Gelände clever in die Hausplanung integrieren und nach der Fertigstellung sein ganz individuelles Traumhaus mit herrlichem Ausblick beziehen.

Schlagworte: Hausbau, Hausplanung

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Источник: https://www.musterhaus.net/ratgeber/bauen-am-hang

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