Beliebte Methoden für den Trockenbau – Wände setzen

Beliebte Methoden für den Trockenbau – Wände setzen

Beliebte Methoden für den Trockenbau - Wände setzen

Wenn Sie bei Trockenbauwänden an dünne, hellhörige Räume denken, liegen Sie falsch. Denn moderne Leichtbautechnikenbieten Schallschutz, welcher mit jeder Massivbauweise mithalten kann. Auch Regale oder Hängeschränke können Sie an den Wänden problemlos befestigen sowie Türen einbauen.

Zudem lassen sich Trockenbauwände schnell und einfach installieren. Sie eignen sich deswegen vor allem für die nachträgliche Planung eines zusätzlichen Raumes sowie zur Raumunterteilung. Durch die leichte Bauweise ohne Feuchtigkeit können Sie meist schon nach wenigen Tagen mit dem Streichen, Tapezieren oder Fliesen beginnen.

Bereits nach wenigen Tagen ist der Innenausbau mit der Trockenbautechnik erledigt.

1. Räume planen

Wer Wände mittels der Trockenbautechnik setzen möchte, der beginnt mit der Raumplanung. Damit später alles passt und nicht nur jede Wand, sondern auch jedes Kabel an der richtigen Stelle ist, gibt es hierbei einige Dinge zu beachten:

  • Wo sollen eine Tür, ein Fenster oder andere Wandöffnungen eingebaut werden?
  • Wo werden Lichtschalter und Steckdosen angebracht?
  • Möchten Sie eine Vorsatzschale bzw. Vorwandinstallation montieren, um Leitungen und Rohre zu verdecken?
  • Müssen Durchbrüche für Sanitätsversorgungen der Badezimmer berücksichtigtt werden?

Ziehen Sie sich im Zweifelsfall einen Architekten oder Trockenbauer hinzu. Dieser steht Ihnen beratend zur Seite und weiß, was Sie beim Innenausbau mit der Trockenbautechnik beachten müssen. 

2. Markierungen setzen

Ist die Raumaufteilung geplant, markieren Sie anschließend den Wandverlauf auf dem Boden.

Verwenden Sie dazu eine Schnur, welche Sie entlang des Wandverlaufs spannen oder machen Sie alle 50 cm eine Markierung.

Zeichnen Sie danach ebenfalls den Verlauf an der Decke und den bereits vorhandenen Wände ein. Nehmen Sie sich hierfür eine Wasserwaage zur Hilfe.

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  Maximale Bauhöhe beachten

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Berücksichtigen Sie bei der Planung die maximal zugelassene Bauhöhe der Trockenbauwand. Diese ermittelt sich aus den Ständerprofilen, dem Ständerabstand und den verwendeten Trockenbauplatten.

  Trockenbauplatten

Die Platten für den Trockenbau bestehen aus verschiedenen Materialien und werden aufgrund dessen unterschiedlich eingesetzt. Gipskarton- oder Gipsfaserplatten sind am beliebtesten für den Trockenbau. Gipskartonplatten sind günstig und leichter zu verbauen.

Sie eignen sich für geringe Lasten und weisen einen mittleren Brandschutz auf. Die nächst höhere Qualitätsstufe sind Gipsfaserplatten. Diese sind sehr belastungsfähig und weisen einen hohen Brand- und Schallschutz auf.

Zudem können sie auch im Nassbereich verbaut werden.

  Trockenbauprofile

Bei der Leichtbauweise werden die Trockenbauplatten an einem Ständerwerkbefestigt. Dabei handelt es sich um Metall- oder Holzständerprofile, welche rippenartig aufgestellt werden und die Wand tragen. Je nach Trockenbautechnik gibt es viele verschiedene Profile.

Beim Einbau von Trennwänden sind die U-Profile für Boden und Decke sowie die C-Profile für Seitenund vertikale Streben in der Mitte unverzichtbar. Die genaue Bezeichnung der Profile für den Boden, die Dachschrägen und Deckenprofile sind UW-Profile. Die Ständer dazwischen werden CW-Profile genannt.

Für einen Türausschnitt benötigen Sie sogenannte UA-Profile und ein Türsturzprofil.

  Passende Schrauben

Beachten Sie, dass es für jede Trockenbauplatte unterschiedliche Schraubenarten und -längen gibt! Achten Sie beim Eindrehen der Schrauben darauf, dass diese nicht zu tief und im richtigen Abstand zueinander gebohrt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Platten nicht richtig halten. Die passenden Schrauben sind abhängig von:

  • dem Material der Trockenplatten
  • der Plattendicke
  • dem Material der Ständerprofile
  • der Profildicke

Nachdem Sie die Bauplatten, das passende Ständerwerk sowie die richtigen Schrauben ausgewählt haben, kann es mit dem Auau losgehen. Zuerst bauen Sie das Ständerwerk entlang der Markierungen auf. Beginnen Sie dazu mit den UW-Profilen am Boden.

Schneiden Sie diese mit einer Blechschere auf die richtige Länge zu, indem Sie das Profil auf jeder Seite einschneiden und abknicken. Danach kann das Profil mittig durchgeschnitten werden.

Kleben Sie anschließend zur Schallentkopplung ein Dichtungsband auf die Rückseite der UW-Profile.

5. Trockenbauplatten anbringen

Zunächst müssen Sie mit einer Stich- oder Lochsäge alle notwendigen Ausschnitte für beispielsweise Türrahmen oder Steckdosen vornehmen.

Möchten Sie eine zweite Plattenlage für einen besseren Schallschutz verlegen, behandeln Sie zunächst die Plattenkanten der ersten Lage mit Tiefengrund und verspachteln Sie anschließend alle Fugen. Erst dann können Sie mit der zweiten Lage beginnen.

Damit die Fugen der beiden Plattenlagen nicht direkt übereinander liegen, beginnen Sie die zweite Lage mit einer halben Platte und arbeiten sich wieder bis zur Decke vor. Über der Tür sollten nun zwei Platten zusammengesetzt werden. Beachten Sie, dass der Schraubenabstand bei der zweiten Lage etwas geringer zu halten ist.

Orientieren Sie sich sicherheitshalber an den Herstellerangaben.

In Abhängigkeit Ihrer gewählten Bauplatten werden diese nun geklammert oder geschraubt.

Bei Ständerprofilen aus Holz können Sie Gipsfaserplatten festklammern oder verschrauben, wobei klammern meist schneller und einfacher ist.

Gipskartonplatten können nur geschraubt werden. Bei einem Ständerwerk aus Metall sollten Sie unabhängig vom Material nur schrauben.

6. Schallschutzwände errichten

Möchten Sie Trockenbauplatten als Schallschutz verbauen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Mit sogenannten Dezibel-Profilen sichern Sie sich bis zu 42 dB Schallschutz. Das sind ca. 8 dB mehr Schallschutz, als mit herkömmlichen Ständerprofilen. Die Montage der dB-Profile unterscheidet sich nicht von anderen.

Für einen höheren Schallschutz können Sie eine Doppelbeplankung mit Gipskartonplatten vornehmen. Dadurch sichern Sie sich bis zu 51 dB. Ist Ihnen das zu viel Arbeitsaufwand, können Sie alternativ dazu spezielle Schallschutzplatten verbauen. Diese bieten meist genauso viel Schallschutz wie eine Doppelbeplankung.

Bei einem Doppelständerwerk können Sie außerdem den Zwischenraum der beiden Trockenbauplatten mit unterschiedlichen Dämmstoffen füllen.

Источник: https://www.aroundhome.de/trockenbau-innenausbau/magazin/methoden-fuer-den-trockenbau-waende-setzen/

Trockenbau Basiswissen

Beliebte Methoden für den Trockenbau - Wände setzen

Wenn der Begriff „Trockenbau“ fällt, denken die meisten Heimwerker sofort an Rigips, also Gipskartonplatten.

Und das ist auch grundsätzlich richtig gedacht, denn ein Großteil aller Trockenbauprojekte besteht darin, Bauplatten auf eigens dafür errichteten Unterkonstruktionen zu befestigen und so z. B.

Trennwände, Installationsvorwände, Unterböden, Abhängdecken oder Dachbodenausbauten zu realisieren. Anders als die Massivbauweise wird Trockenbautechnik vor allem im Innenbereich zur Montage und Raumgestaltung in Leichtbauweise genutzt.

Beim Trockenbau spielen Gipskartonplatten eine wichtige Rolle, um größere Räume zu unterteilen oder nackte Wände für die weitere Bearbeitung vorzubereiten © photo 5000, stock.adobe.com

Zum Trockenbau gehören eine Vielzahl von Konstruktionen an Boden, Wand und Decke, die den Raum begrenzen oder neu einteilen, etwa Raum-in-Raum-Systeme aus nicht tragenden Ständerwänden.

Außerdem bietet der Trockenbau durch die systematische, modulare Leichtbauweise zahlreiche Möglichkeiten, Hohlräume, Doppelböden und Doppelwände für verschiedene Zwecke herzustellen, etwa zum unsichtbaren Verlegen von Elektroleitungen oder Sanitärinstallationen oder zum Unterbringen von Dämmmaterial (z. B. Dämmmatten, Schütt- oder Einblasdämmungen) bei Innenwanddämmungen.

Sowohl Wärmedämmungen als auch Brandschutz- und Schallschutzwände lassen sich im Trockenbau ausführen, ebenso Wand- und Deckenverkleidungen sowie Raumteiler, die bei Bedarf wieder abgebaut werden können, ohne dass die Statik der Massivwände darunter leidet.

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Und das Ganze heißt deswegen Trockenbau, weil beim Konstruieren nahezu ausschließlich trockene Materialien und Techniken angewendet werden.

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Es ist nicht erforderlich, wasserhaltige Mörtel und Putze anzurühren, Beton zu mischen oder Estrich zu gießen – die entsprechenden Baustoffe können stattdessen als Fertigteile erworben und trocken verbaut werden.

Lediglich beim Finalisieren der Oberflächen und zum Anschließen und Anpassen der Konstruktion, etwa dem Verspachteln der Fugen, werden feuchte Baustoffe verwendet, z. B. Spachtel-, Füll- und Dichtmassen.

Trockenbau – Vorteile

Innenausbau im Trockenbau © dbvirago, stock.adobe.com

Trockenbau hat gegenüber der Massivbauweise etliche Vorteile:

  • Materialersparnis: Der Materialaufwand für Standard-Trockenbauprojekte wie eine Zwischenwand ist überschaubar: Kanthölzer oder Metallprofile für die Unterkonstruktion, Bauplatten und Schnellbauschrauben zum Beplanken, Acryl oder Silikon für die Fugen, Spachtelmasse und Schleifmittel für die Oberfläche.
  • Kosten- und Zeitersparnis: Die leichten, günstigen Materialien sind rasch gekauft und einfach zu transportieren. Weil keine zusätzliche Baufeuchte auftritt, sind die Räume schon nach kürzester Zeit wieder voll nutzbar.
  • Sicherheit: Mit den passenden Bauplatten lassen sich alle aktuellen Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz, Schimmelschutz und sogar Strahlenschutz erfüllen.
  • Vielseitigkeit: Mit der Trockenbautechnik steht Ihnen die ganze Fülle der architektonischen Vielfalt offen; sowohl beim Neubau als auch bei Altbausanierungen. Räume aller Art und Größe lassen sich rasch und schön umbauen, ausbauen und individuell gestalten.

Vorteile von Gipskartonplatten Tipp: Günstigste Trockenbauer finden, Angebote vergleichen und sparen.

Mehr als nur Gipskarton: Die Grundelemente im Trockenbau

Ein großer Vorteil beim Trockenbau ist die Vielzahl vorgefertigter Bauteile, Montage- und Befestigungselemente sowie Baustoffe, die perfekt zueinanderpassen und in jedem Baumarkt oder Baustoffhandel erhältlich sind.

Für jedes Trockenbauprojekt gibt es entsprechende Profile und Verbinder für die Unterkonstruktion und dazu passende Bauplatten in mehreren Arten und Abmessungen.

Ganz nach Wunsch, Plan, baulichen Gegebenheiten und technischen Anforderungen werden die industriell vorgefertigten Teile dann auf der Baustelle miteinander verschraubt, zusammengesteckt oder mit Klemmtechnik montiert.

Verschiedene Hersteller, darunter so bekannte Namen wie Knauf, Rigips und Fermacell, bieten seit Jahren komplette Trockenbau-Systeme an, so dass Heimwerker und Profis auf Wunsch alle nötigen Materialien und Baustoffe von nur einem Hersteller beziehen können: Bauteile und Verbindungselemente für die Unterkonstruktion, Platten für die Beplankung und ein großes Sortiment an Baustoffen und Spezialteilen für Anschlüsse und Verfugungen aller Art. Für spezielle Anforderungen und besondere Projekte, etwa Schallschutz- und Akustikwände, Fußbodenheizungen,

Trockenbau in Feuchträumen oder Installationsvorwände für Waschbecken, Badewanne oder WC gibt es eigens dafür entwickelte Bauelemente oder Komplettsets, die alles enthalten, was benötigt wird.

Das gibt maximale Planungssicherheit und vereinfacht die Vorbereitung und Umsetzung enorm – auch für Sanierer, Renovierer und Heimwerker, die sich nicht hauptberuflich mit Trockenbau beschäftigen und trotzdem gute und langlebige Ergebnisse erzielen wollen.

Die klassischen Grundelemente der Trockenbautechnik sind:

  • Ständerwerk (traditionell aus Kanthölzern oder modern aus Metallprofilen),
  • Bauplatten zur Beplankung (häufig Gips- oder Gipskartonplatten) sowie
  • Dämmmatten (oft aus Mineralwolle).

Inzwischen ist die Auswahl bei den Bauplatten und Dämmstoffen allerdings sehr viel größer. Neben den Gipskartonplatten, die wegen des bekannten Herstellers Rigips gern pauschal „Rigipsplatten“ genannt werden, stehen Platten aus zahlreichen anderen Materialien zur Verfügung, darunter Holz und Holzwerkstoffe, Kunststoff, Metall, Mineralfaser, Calciumsilikat, (Fiber-)Glas und Perlite.

Wand in Trockenbau mit Dämmung © gorvik, fotolia.com

Außerdem gibt es bei den Gipsbauplatten einen wichtigen Unterschied, den Sie kennen sollten, nämlich den zwischen Gipsfaser- und Gipskartonplatten: Gipsfaserplatten (bekannter Hersteller: Fermacell) sind durchgehend aus demselben Material, nämlich verpressten Gipsfasern, und haben keine Ummantelung. Gipskartonplatten bestehen dagegen aus einem Gipskern und einer Ummantelung aus Karton. Mehr über die Unterschiede und ihre praktischen Auswirkungen lesen Sie in diesem Artikel über Deckenverkleidungen.

Gipskartonplatten sind aufgrund einer Ummantelung aus Kartonage außen besonders glatt und damit optimal für die Weiterverarbeitung geeignet © bierwirm, stock.adobe.com

Auch bei den im Trockenbau gängigen Dämmstoffen hat sich einiges getan.

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So werden neben den mineralischen Dämmmaterialien Glaswolle und Steinwolle zunehmend (wieder) Naturdämmstoffe wie Zellulose, Flachs, Holzwolle, Hanf oder Kork eingesetzt, die es sowohl in Mattenform als auch zum Einschütten, als Stopfdämmung oder Einblasdämmung gibt.

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Beim Dämmen sind Raumklima, Wohngesundheit und immer mehr auch die Nachhaltigkeit ebenso wichtige Themen wie Effizienz und Luftdichtheit. Idealerweise sollten Dämmstoff und Dämmethode optimal zueinander passen und dies schon bei der Planung berücksichtigt werden.

Kleiner Ausflug in die Welt der Gipskartonplatten

Gips in Form von Gipskartonplatten ist nach wie vor das meistverwendete Material für Beplankungen und Verkleidungen im Trockenbau. Gips ist ein Naturprodukt, das bei korrekter Entsorgung auch recycelt werden kann. Er kann viel Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, diese bei Bedarf wieder abgeben und so einen hervorragenden Beitrag zur Regelung des Raumklimas leisten.

Außerdem ist Gips von Natur aus schwer entflammbar, sehr gut formbar und daher als Baustoff universell einsetzbar. Seine wärme- und schallisolierenden Eigenschaften sind zwar nicht perfekt, Dauerfeuchtigkeit verträgt er nicht, und auch den Anforderungen des modernen Brandschutzes wird er in unbehandeltem Zustand nicht gerecht.

Doch das lässt sich bei der Herstellung von Gipsbauplatten alles nachbessern.

Gipskartonplatten lassen sich gut verarbeiten © tunedin, stock.adobe.com

Die Gipskartonplatte und ihre Eigenschaften

Gipskartonplatten sind günstig und punkten durch ihr geringes Eigengewicht und ihre gute Formbarkeit. Die Kartonummantelung sorgt für Stabilität und eine angenehm glatte, nicht staubende Oberfläche. Zum Zuschneiden wird der Karton mit einem Cutter geschnitten und dann die Platte (z. B. über eine Kante) gebrochen.

Die Standard-Gipskartonplatten aus dem Baumarkt sind 12,5 mm dick, 600 oder 1.250 mm breit und zwischen 2 und 4 m lang. Die Formate, die für den Innenausbau am häufigsten gekauft und verbaut werden, sind 2.000 x 1.250 mm und 2.600 x 1.250 mm.

Bei diesen Plattenmaßen braucht man am wenigsten Unterkonstruktion (Ständerwerk). Ebenfalls beliebt sind die sogenannten Einmann-Platten mit den Maßen 12,5 mm x 2.600 mm x 600 mm.

Wegen der geringeren Breite sind sie handlicher und können auch von einer Person allein gut montiert werden.

Gipskartonplatten gibt es in verschiedenen Ausführungen für unterschiedliche Einsatzgebiete und Trockenbauprojekte, z. B.:

  • Imprägnierte (grüne) Gipskartonplatten für feuchte Räume wie Bad oder Keller,
  • Feuerschutzplatten (z. B. für Brandschutzwände)
  • Schallschutz- und Akustikplatten (Gipskartonplatten mit Löchern oder Schlitzen, Spezialplatten für die Raumakustik)
  • Spezialplatten zur Aufnahme besonderer bzw. größerer Lasten
  • Spezialplatten zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

Damit die fertige Konstruktion den Anforderungen entspricht, müssen die Platten natürlich auch professionell angeschlossen und verfugt werden. Spätere Probleme wie Rissbildung oder mangelnde Dichtigkeit gehen selten auf die Platten zurück, sondern fast immer auf mangelhafte Anschluss- und Fugentechnik.

Tipps zur Vermeidung von Rissen im Trockenbau

Welche Wandstärke und Höhe bei Trockenbauwänden?

Beim Ständerwerk sind 50 mm, 75 mm und 100 mm die üblichen Profilstärken. Damit lassen sich Wandstärken von 75 – 150 mm (100-mm-Profil, auf jeder Seite mit Gipskartonplatten doppelt beplankt) realisieren. Soll die Wand noch dicker werden, ist eine Stärke von bis zu 175 mm mit einer dreifacher Beplankung möglich.

Allerdings kann eine (egal wie dicke) Trockenbauwand nicht beliebig hoch gebaut werden. Als maximale stabile Höhe gelten 6 Meter, wobei eine so hohe Wand im Innenbereich ohnehin nur in Ausnahmefällen erforderlich und realisierbar ist.

Einsatzmöglichkeiten von Trockenbaukonstruktionen

Durch das große und wachsende Angebot hochwertiger Bauteile und leistungsfähiger Komplettsysteme hat die Trockenbauweise vielen herkömmlichen Massivbautechniken in den letzten Jahren bereits den Rang abgelaufen. Hier ist eine Auflistung gängiger Einsatzgebiete, die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

Trockenbau – Wandsysteme

  • Wandbekleidungen (gerade, gebogen oder geschwungen, ein- oder mehrschalig beplankt, mit verschiedenen Systemen und Materialien)
  • Montagewände, Trenn- und Installationswände (z. B. Badezimmer-Vorwandinstallation, WC-Trennwand, fester Raumteiler, umsetzbare Ständerwand)

Trockenbau mit Metallprofilen als Ständerwerk © Aisyaqilumar, stock.adobe.com

Trockenbau – Bodensysteme

Trockenbau – Deckensysteme

  • Deckenverkleidung und Deckengestaltung (z. B. Wabendecke, Paneeldecke, Baffeldecke, Lamellendecke, Gitter- oder Metalldecke)
  • Abhängdecken/Unterdecken für Ästhetik, bessere Energieeffizienz, Sicht- und Schallschutz
  • Systemdecken (z. B. Licht-, Lüftungs-, Akustik- oder Klimadecken)
  • Installationsdecke für individuelle Deckeneinbauten (z. B. integrierte Beleuchtung)

Decke im Trockenbau mit Metallprofile © Pavel Losevsky, stock.adobe.com

In Trockenbausysteme können Leuchten mit und ohne Verkabelung, Tragkonstruktionen für größere Lasten, Auslässe für Lüftungen, Anschlüsse, Tür- und Fensterzargen und vieles mehr integriert werden. Die Flächen lassen sich plan, gewölbt, gegliedert oder elementiert gestalten und mit oder ohne Fugen realisieren.

Während das Errichten einer einfachen Trockenbauwand grundsätzlich auch von einem handwerklich geschickten Laien erledigt werden kann, erfordern komplexere Arbeiten wie eine Dämmung oder der Ausbau eines Feuchtraums das Wissen, die Erfahrung und den Werkzeug- und Maschinenpark der Profis.

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Dieser Überblick über Trockenbaukosten kann Ihnen dabei als Orientierungshilfe dienen.

Badsanierung im Trockenbau © Marco2811, stock.adobe.com

Rechtliches und Normen im Trockenbau

Viele Trockenbaukonstruktionen müssen hohe rechtliche und technische Anforderungen erfüllen.

Mit moderner Trockenbautechnik und bei fachgerechter, fehlerfreier Ausführung ist das vielfach auch ohne großen Bauaufwand und bei kurzen Bauzeiten möglich.

Planer und Sanierer, Bauherren und Architekten haben beim Trockenbau große Gestaltungsfreiheit, müssen sich jedoch mit den Besonderheiten dieser Konstruktionsweise auskennen und von Anfang an darauf einstellen.

Technische und rechtliche Anforderungen im Trockenbau

Folgende Punkte und Normen sind z. B. bei der Planung, bei Ausschreibungen und der Bauüberwachung besonders wichtig:

  • DIN 4102: Brandverhalten der Grundelemente und Baustoffe
  • Schall- und Brandschutz, DIN 4109, DIN 4102
  • DIN 18180 (Gipsplatten – Arten und Anforderungen); DIN EN 520 (Gipsplatten – Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren); ergänzend DIN 18168, DIN 18182
  • Verarbeitungsgrundlagen: DIN 18181 (Gipsplatten im Hochbau – Verarbeitung)
  • Nicht tragende Innenwände: DIN-Normen 4103 ff; z. B. DIN 4103-4 – Unterkonstruktionen in Holzbauart bei nicht tragenden inneren Trennwänden.
  • DIN EN 14195 – Richtlinien für Metallprofile bei Unterkonstruktionen von Gipsplattensystemen. Ergänzend DIN 18182-1
  • Nachweise/Prüfungen; ABP (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis; Übereinstimmungserklärungen

Источник: https://www.sanier.de/innenausbau/trockenbau-basiswissen

Trockenbau-Tipps: Möglichkeiten & Kosten im Überblick!

Beliebte Methoden für den Trockenbau - Wände setzen

Als Trockenbau werden alle raumbegrenzenden Konstruktionen bezeichnet, die ohne wasserhaltige Baustoffe wie Putz oder Beton auskommen. Häufige Einsatzgebiete sind der Ausbau und die Sanierung. In der Regel findet die Trockenbauweise ausschließlich im Innenbereich Verwendung. Hier hat sie gegenüber der Mauerwerkserrichtung viele Vorteile.

Vorteile des Trockenbauverfahrens

  • Trockenbau ist zumeist kostengünstiger als Mauerwerk
  • lässt sich vergleichsweise schnell realisieren
  • wenig Schmutzentwicklung bei der Verarbeitung
  • Möglichkeiten der unauffälligen Integration von Elektroleitungen und Wasseranschlüssen
  • bei Bedarf Erfüllung bauphysikalischer Anforderungen wie:

Ständerwerk

Eine Trockenbaukonstruktion besteht aus Stellwänden, die mit Rigipsplatten beplankt sind. Die Stellwände können entweder aus Holzleisten oder aus Metallprofilen gefertigt werden. Auch im Deckenbereich lässt sich für die Unterkonstruktion sowohl Holz als auch Aluminium verwenden.

Das fertige Stellwerk wird beidseitig mit Platten aus Rigips beplankt. Je nach den individuellen Anforderungen gibt es eine breite Palette von Trockenbauplatten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften.

Klassen von Trockenbauplatten

Gipsplatten sind je nach ihren individuellen Eigenschaften in verschiedene Klassen eingeteilt. Grundlage der Klassifizierung sind folgende Kriterien:

  • Gewicht,
  • Dicke,
  • Beschaffenheit von Kern und Oberfläche,
  • Imprägnierung,
  • Armierung,
  • Ummantelung,
  • Biegegrad,
  • Kaschierung,
  • Scherfestigkeit,
  • Brandverhalten.

Der professionelle Trockenbauer weiß um die Vor- und Nachteile verschiedener Rigips-Systeme. Er richtet sich bezüglich der Plattenauswahl nach der europäischen Produktnorm DIN EN 520. Diese unterscheidet die folgenden Typen:

  • Typ A (Standard-Gipsplatte)
  • Typ D (Gipsplatte mit erhöhter Dichte von mindestens 800 kg / m³)
  • Typ E (Gipsplatte für den Einsatz im Außenbereich)
  • Typ F (Gipsplatte mit verbessertem Gefügezusammenhalt im Brandfall)
  • Typ H (Gipsplatte mit reduzierter Wasseraufnahmefähigkeit)
  • Typ I (Gipsplatte mit erhöhter Oberflächenhärte)
  • Typ P (Putzträgerplatte)
  • Typ R (Gipsplatte mit erhöhter Biegezug-Festigkeit)

Je nach ihrem Einsatzort sind die gewählten Gipsplatten den Umgebungsanforderungen genau anzupassen. Die Beauftragung einer professionellen Trockenbaufirma ist daher für alle Arten des Trockenbaus zu empfehlen.

Spezialplatten für den Trockenbau

Der Trockenbau kann in praktisch allen Arten von Räumen eingesetzt werden. Hierbei lassen sich sowohl Wände als auch Fußböden und Decken mit Gipskartonplatten gestalten. Je nach individueller Raumnutzung herrschen vielerorts besondere Bedingungen, an welche das jeweilige Trockenbausystem (insbesondere die Platten) angepasst werden muss.

Schallschutz

Im Akustikbau werden sehr häufig Lochgipsplatten verwendet. Diese lassen sich bauseitig mit Akustikputz beschichten und dienen so der effektiven Schallminderung bzw. -dämmung. Weiterführende Informationen rund ums Thema können Sie auf der Homepage der Bundesvereinigung deutscher Akustik- und Trockenbauunternehmen bekommen.

Um die Schallübertragung zu minimieren, sollten Wände im Akustikbau federnd gelagert werden. So können sie auftreffenden Schallwellen die Energie nehmen.

Feuchteschutz

Für Bäder und andere Feuchträume können kernimprägnierte Gipsplatten mit geschlossener Oberfläche (Ummantelung aus Spezialkarton) verbaut werden. Sie verfügen über eine verzögerte Wasseraufnahme und beugen so der Wanddurchfeuchtung vor.

Dämmung

Kaschierte Rigipsplatten verfügen über eine Schicht aus Hartschaum, Kork oder Mineralwolle, wodurch sie einen guten Dämmwert besitzen. Insbesondere für die Dachinnendämmung werden solche Gipskartonplatten häufig verwendet.

Auch für gedämmte Fußböden gibt es spezielle Rigipsplatten. Sogenannte Trittschalldämmplatten sind dafür optimiert, hohe Verkehrslasten aufzunehmen. Zudem verfügen sie über eine geringe Toleranz zwischen Liefer- und Belastungsdicke. Dadurch eignen sie sich sehr gut für Gipskartonböden, die mit einem Heizsystem kombiniert sind.

Feuerschutz

Sollen Trockenbausysteme feuerfest sein, werden zumeist Gipsfaserplatten verwendet. Sie besitzen einen hohen Gefügezusammenhalt, was durch die Integration von Zellulosefasern erreicht wird. Eine zusätzliche Armierung aus Glasfaser kann den Feuerschutz noch verbessern.

Es gibt spezielle Rigipsplatten zum Feuerschutz, die sich miteinander verschrauben lassen. Im Brandfall wird so ein wesentlich höherer Zusammenhalt gewährleistet.

Mechanische Stabilität

Um im Trockenbau eine hohe Stabilität zu erzielen, lassen sich Gipskartonplatten mit extra dichtem Gipskern und hoher Oberflächenhärte verwenden. Sie eignen sich für Wände, die gefliest werden sollen oder dem Anhängen von Regalen oder Sanitäreinrichtungen sicher standhalten müssen.

Strahlenschutz

Auch der Schutz gegen Strahlung lässt sich im Trockenbau realisieren. Hierfür gibt es spezielle Rigipsplatten, die mit Bleifolie kaschiert sind. Ein häufiger Einsatzort sind Röntgenräume in Arztpraxen.

Kosten für Trockenbauarbeiten kalkulieren

Die Preise beim professionellen Trockenbau setzen sich aus Material- und Arbeitskosten zusammen. Ausschlaggebend für die Gesamtkosten sind:

  • m²-Fläche der Trockenbauwände, -decken und -fußböden
  • Art der Unterkonstruktion (Holz oder Metall)
  • Art der Beplankung (einfach oder doppelt)
  • Integration von Revisionsklappen, Anschlüssen oder Einbauten (Fensteröffnungen, Türlaibungen, Waschbecken)
  • Notwendigkeit von Elektroinstallationsarbeiten
  • Ausführung von Spachtelarbeiten
  • Integration von Dämmschicht oder Vorsatzschalungen
  • Produktklasse der Gipskartonplatten

Die Preise der Gipskartonplatten variieren je nach Klasse und Beschaffenheit des Materials. So lässt sich eine dünne Standardplatte Typ A im Baustofffachhandel schon für rund 2,50 Euro / m² erwerben. Spezialplatten dagegen können wesentlich teurer sein.

Weitere Kosten können durch Lagerung und Transport des benötigten Materials und durch die Anschaffung der verschiedenen Werkzeuge, die für den fachgerechten Trockenbau benötigt werden, entstehen.

Bei der Beauftragung eines Malerfachmannes ist all dies schon inklusive. Daher sollten Sie sich zum Zweck der Kostenkalkulation einen unverbindlichen Kostenvoranschlag vom Experten erstellen lassen.

Bei einem detaillierten Kostenvoranschlag sind alle Arbeits- und Materialkosten stets gesondert aufzuführen.

Risiken beim Trockenbau nicht unterschätzen!

Trockenbausysteme unterliegen einer großen Menge an Verarbeitungs- und Sicherheitsvorschriften.

Zwar lassen sich viele Anleitungen für Trockenbauarbeiten im Internet und in Fachpublikationen finden, jedoch gehen diese in den seltensten Fällen auf die Risiken ein, die eine unsachgemäße Verarbeitung nach sich ziehen kann. Vor allem die folgenden Bereiche bieten ein hohes Gefahrenpotenzial:

  • Eine unsachgemäße Integration von Elektroinstallationen (Leitungen, Lichtschalter, Steckdosen) birgt ein hohes Risiko für Brandentstehung und elektrischen Stromschlag.
  • Unzureichende Festigkeit kann bei mechanischen Belastungen durch angehängte Sanitär-Objekte, Regale oder Wandschränke zu Rissen oder Einbrüchen der Stellwände führen.
  • Die falsche Verarbeitung im Bereich von Wand-, Eck-, Kanten- und Fußbodenanschlüssen kann die Dämmeigenschaften verschlechtern und Feuchte- und Schimmelbefall nach sich ziehen.

Daher sollte den Trockenbau stets ein zertifizierter Malermeister übernehmen. Einen solchen finden Sie schnell und unkompliziert hier auf Maler.org. Vereinbaren Sie noch heute einen Beratungstermin und lassen Sie sich vom Experten unverbindliche Kostenvoranschläge für Trockenbauarbeiten erstellen.

Источник: https://www.maler.org/magazin/trockenbau-20118073

So funktioniert Trockenbau – Eine Anleitung zum Trockenbauwand Profile Selbermachen

Beliebte Methoden für den Trockenbau - Wände setzen

Eine der beliebtesten Methoden, Häuser und Wohnungen um- und auszubauen ist der Trockenbau – eine Anleitung zum Selbermachen zeigt, wie es am schnellsten und problemlos geht. Sie finden hier eine Übersicht der verschiedenen Materialien, die benötigt werden, um eine Trennwand einzuziehen oder eine Wand oder Decke zu verkleiden.

Materialien und Arbeitsschritte im Trockenbau – Eine Anleitung zum Selbermachen

Materialien für den Trockenbau zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich schnell und in vielen Fällen ohne größeres Aufkommen von Schmutz und Staub verarbeiten lassen.

Die Bezeichnung Trockenbau kommt daher, dass keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton, Mörtel oder Lehm verwendet werden, sondern baufertige Produkte.

In je nach Zweck der Baumaßnahme sind die einzelnen Materialien in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, über die Sie sich vor dem Kauf genauer informieren sollten.

Die Unterkonstruktion

Für die Unterkonstruktion kommen Kanthölzer oder spezielle Trockenbauprofile aus Metall infrage. Je nach gewünschter Wanddicke wählen Sie deren Maß. Die Profile oder Kanthölzer werden zunächst an den Wänden und an Decke und Boden befestigt.

Damit die hinterher montierten Rigipsplatten stabil sind, sollten Sie am Stoß zwischen den Platten und mittig hinter der Platte senkrechte und waagrechte Träger anbringen.

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Zum Schallschutz empfiehlt sich zudem ein Schallschutzband, das zwischen Unterkonstruktion, Wand, Decke und Fußboden gelegt wird. Meist soll die Zwischenwand oder Verkleidung gedämmt werden.

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Trockenbauprofile haben gegenüber Kanthölzern den Vorteil, dass die Dämmplatten einfach in die u-förmigen Profile geschoben werden und dort halten, bis die Rigipsplatten auf der zweiten Wandseite angebracht sind.

Die Verkleidung: Rigipsplatten

Rigipsplatten, auch Gipskartonplatten genannt, finden häufig Verwendung im Trockenbau – eine Anleitung zum Selbermachen muss auch Informationen zu den verschiedenen Arten von Rigipsplatten und zu ihrer Verarbeitung beinhalten.

Gipskartonplatten sind je nach Zweck in unterschiedlichen Dicken und Ausführungen erhältlich: als normale Bauplatten, für Nassräume oder für Brandschutzzwecke. Die Standardplatten werden vor allem im Innenausbau von Wohnräumen gebraucht.

Im Bad dagegen sollten Sie auf spezielle Platten für Feuchträume zurückgreifen. Diese sind imprägniert und dadurch wasserabweisend. Sie sind an ihrer grünen Einfärbung erkennbar. Für den Brandschutz sind spezielle mit Glasfaser verstärkte Platten erhältlich.

Die Platten werden direkt auf die Unterkonstruktion geschraubt. Um sie auf die gewünschte Größe zuzuschneiden, benötigen Sie ein Cuttermesser und eine Führungsschiene. Die Platten werden eingeritzt und an der entsprechenden Stelle gebrochen. Diese Vorgehensweise produziert wenig Staub.

Für eine einfache Zwischenwand eignen sich die gängigen Plattenstärken von 12,5 bis 15 mm. Soll die Wand mehr Stabilität aufweisen, z.B. zum Befestigen von Hängeschränken, ist eine sogenannte Doppelbeplankung nötig: eine zweite Lage Platten.

Schnellbauschrauben – spezielle Schrauben für Rigipsplatten

Schnellbauschrauben, auch als Rigipsschrauben bezeichnet, finden speziell Verwendung im Trockenbau – eine Anleitung zum Selbermachen zeigt die unterschiedlichen Arten von Schrauben auf.

Da der Gipskern der Rigipsplatten chemische Reaktionen mit den Schrauben auslösen kann, sind Rigipsschrauben mit einer Phosphatschicht überzogen. Deshalb sollten nur sie zum Befestigen der Platten verwendet werden.

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Schnellbauschrauben gibt es in unterschiedlichen Längen und Dicken. Wird eine zweite Lage Rigipsplatten benötigt verwenden Sie Gips-auf-Gips-Schrauben. Diese finden optimalen Halt in der darunterliegenden Platte.

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Auch ist darauf zu achten, welche Art Unterkonstruktion montiert wurde. Schnellbauschrauben für eine Holz-Unterkonstruktion besitzen ein Grobgewinde, für Trockenbauprofile aus Metall ein Feingewinde.

Glatte Oberflächen, geschlossene Fugen

Sobald die Rigipsplatten montiert sind, geht es weiter im Trockenbau – eine Anleitung zum Selbermachen hilft, dass das Ergebnis am Schluss Ihren Erwartungen entspricht. Im nächsten Schritt werden die Fugen zwischen den Platten und die versenkten Schraubenköpfe mit Fugenspachtel ausgefüllt. Ist der Fugenspachtel trocken, wird er ebengeschliffen.

Im nächsten Arbeitsgang werden die verspachtelten Fugen mit einem Fugendeckstreifen überklebt. Dieser dient dazu, dass Risse, die sich zwischen Fugenmasse und Platte bilden, nicht auf der Oberfläche der Wand sichtbar werden. Neben selbstklebenden Fugendeckstreifen sind solche erhältlich, die in die frische Fugenmasse gelegt werden.

Anschließend werden die Deckstreifen dünn verspachtelt.

Kantenschutz und Endbearbeitung

Freiliegende Kanten an Fenster- oder Türöffnungen benötigen einen Kantenschutz, da Rigips sehr stoßempfindlich ist. Die rechtwinkligen Schienen werden mit Spachtelmasse oder speziellem Kleber an den Kanten angebracht und anschließend verspachtelt. Nun ist die Wand bereit zum Verspachtelungen, Streichen oder Tapezieren.

Je nachdem, wo sich die Trennwand oder Verkleidung befindet, sollten Sie auch hier auf die weiter verwendeten Materialien achten. Spezieller Spachtel oder Farbe für Feuchträume im Trockenbau – eine Anleitung zum Selbermachen oder die Herstellerinformationen für die einzelnen Produkte helfen auch in dieser Hinsicht weiter.

Trockenbau Heidelberg
Trockenbau Mannheim

Источник: https://alltom.de/trockenbau-anleitung/

Trockenbau: eine wirtschaftliche und effiziente Methode für den Innenausbau

Beliebte Methoden für den Trockenbau - Wände setzen

Trockenbau bedeutet sie Anfertigung raumbegrenzender, aber nicht tragender Konstruktionen, insbesondere für Wand, Decke und Boden. Dabei werden industriell vorgefertigte, überwiegend plattenförmige Bauteile auf der Baustelle durch Nageln, Schrauben, Stecken oder Kleben Steckmontage zu einem Bauelement zusammengefügt.

Der Name „Trockenbau“ kommt vom weitgehenden Verzicht auf wasserhaltige Baustoffe wie Mörtel, Lehm, Beton oder Putz. Feuchte Materialien werden je nach Bedarf bei der Weiterverarbeitung der Oberfläche angewandt. Die Trockenbautechnik ist eine Montagebauweise und zugleich eine Leichtbauweise der Innenraumgestaltung.

Sie kommt beim Ausbau von Gebäuden, bei Sanierungen, aber auch beim Neubau zum Einsatz.

2. Grundlegende Elemente beim Trockenbau

Beim Trockenbau wird herkömmlicherweise mit Gipskartonplatten, Ständerwerken und Mineralwolldämmstoffen gearbeitet. Gipskarton ist ein mittlerweile recyclebares Naturprodukt. Es ist universell formbar und sehr widerstandsfähig gegen Feuer.

Ständerwerke dienen als Unterkonstruktion für Wände und abgehängte Decken. Sie bestehen aus Metall (Metallprofile) und Holz (Kanthölzer) und sind hochtragfähig. Bei der Mineralwolle handelt es sich um Glas- oder Steinwolle.

Sie wird als Dämmstoff zwischen den beiden Gipskartonplatten verwendet. Mineralwolle bietet hervorragenden Wärmeschutz, überdurchschnittlichen Schallschutz und hemmt im Brandfall den Feuerdurchgang. Heutzutage stehen auch andere Dämm- und Plattenmaterialien zu Verfügung.

So werden zum Dämmen neben Mineralwolle auch Naturdämmstoffe (z. B. Flachs, Holzwolle, Polystyrol oder Kork) eingesetzt.

Metallprofile bilden das Gerüst für Trockenbauwände

Gipskartonplatten haben ein geringes Eigengewicht und können einfach auf passende Größen zugeschnitten werden. Sie haben einen äußeren Mantel aus Karton, welcher der gesamten Platte ausreichend Stabilität verleiht.

Weil einfache Gipskartonplatten den hohen Ansprüchen an Brandschutz und Schallschutz nicht gerecht werden können und sich eignen auch nicht für Feuchträume eignen, werden im Trockenbau speziell angefertigte Gipskartonplatten in verschiedenen Varianten verwendet.

Es gibt spezielle Gipskarton-Feuerschutzplatten für den Brandschutz, gelochte oder geschlitzte Gipskartonplatten für den Schallschutz, imprägnierte Gipskartonplatten für feuchte Räume (häusliche Küchen und Bäder), spezielle Gipskartonplatten zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung, Gipskarton-Akustikplatten für die Raumakustik und spezielle Platten für die Aufnahme besonderer Lasten.

Trockenbauwände werden mit Gipskartonplatten beplankt

3. Einsatzbereiche

In den letzten Jahren hat sich der Trockenbau massiv weiterentwickelt. In Trockenbauweise lassen sich unterschiedliche Systeme errichten.

Deckenbekleidungen und abgehängte Decken

In Trockenbauweise können plane, gegliederte oder gewölbte, fugenlose oder elementierte Deckenflächen aus unterschiedlichen Materialien, Formen und Systemen angefertigt werden.

Der Markt bietet unter anderem Dekor-, Metall-, Gitter-, Waben-, Lamellen-, Paneeldecken oder Baffeldecken oder Decken in Sonderausführungen (wie etwa Akustik-, Licht-, Lüftungs-, Klimadecken).

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Für die Bekleidung lassen sich verschiedene Materialien wie Gipskarton, Gipsfaser, Holz, Holzwerkstoff, Metall, Kunststoff, Mineralfaser, Glas, Fiber-, Calciumsilikat und Perliten verwenden.

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Auch Deckenbekleidungen und abgehängte Decken lassen sich in Trockenbauweise errichten

Wandverkleidungen und Montagewände

Wandverkleidungen und Montagewände können als gerade, geschwungene oder gebogene Flächen aus unterschiedlichen Materialien und Systemen errichtet werden. Die Beplankung kann einschalig oder mehrschalig sein. So werden Trennwände für Räume, Raumteiler oder auch feste oder umsetzbare Ständerwände errichtet.

Als Bekleidungsmaterialien stehen Gipskarton, Holz, Kunststoffe, Metalle oder Glas zur Verfügung.

Wenn Trockenbauwände als Brandschutzwände ausgeführt werden, sind sie auf beiden Beplankungsseiten mit zwei oder sogar drei Plattenlagen beplankt und mit einer durchgängigen Stahlblecheinlage versehen (Mineralwolle ist ohnehin ein nicht brennbarer Dämmstoff).

Und wenn Trockenbauwände als Schallschutzwände ausgeführt werden, kommt es auf Schaumstoff-Dämmstreifen und vor allem auf Schallentkopplung an. Der Schall- und Brandschutz kann bei Trockenbauwänden gleich gut oder sogar besser sein als bei massiven Wänden.

Installationswände einschließlich Vorwandinstallation und WC-Trennwände

Weil Trockenbauwände in der Regel mit Unterkonstruktionen aus Stahlblechprofilen und beidseitiger Beplankung aus Gipsplatten errichtet werden, haben sie in der Mitte einen Hohlraum, in dem nicht nur Dämmstoffe, sondern auch Technikinstallationen wie Elektrokabel und Rohre untergebracht werden können. Die Bekleidung für diese Wände kann zum Beispiel aus Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten, Lehmbauplatten, Holz, Holzwerkstoff, Metall und Kunststoff bestehen.

Die Trockenbauweise eignet sich gut für Vorwandinstallationen

Bodensysteme

In Trockenbauweise werden Hohlraumböden oder Doppelböden bzw. Installationsböden sowie Trockenunterböden eingebaut. Der Belag besteht aus Gipskarton, Gipsfaser, Calciumsilikat, Holz, Metallwannen mit mineralischer Füllung, Estrich oder Stahl. Als Oberbelag eignen sich zum Beispiel Fliesen, Parkett, Laminat, Linoleum oder Nadelfilz.

Einbauten

In die oben genannten Konstruktionen können in Trockenbauweise auch Einbauten wie zum Beispiel Unter- bzw. Tragkonstruktionen für erhöhte Lasten (Decke, bzw. Wand), Leuchten ohne Verkabelungen, Lüftungsauslässe oder Zargen für Türen und Fenster montiert werden.

Einbauten in Trockenbaukonstruktionen sind kein Problem

Einfache Dämmungen und Isolierungen

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In die oben genannten Konstruktionen oder als separate Leistung kann eine effiziente Dämmung und Isolierung montiert werden. Die verwendeten Materialien sind z. B. Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle), Naturfasern, Baum-, Schafwolle, Flachs, Kork, Schaumglas, Perlit, Hartschäumen. Sperren und Dampremsen werden aus Metall und Kunststoff angefertigt.

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Raum-im-Raum-Systeme

Diese werden als selbsttragende und freistehende Raumsysteme in modularer Bauweise errichtet. Sie können sowohl allein stehend sein oder an bestehende Bauteile angeschlossen werden.

Derartige Systeme eignen sich zur Konstruktion von Sanitärzellen, Schallschutzkabinen, Besprechungsräume oder Meisterbüros, zur Kapselung von Industriemaschinen, Wohnraumerweiterung oder für Fluchttunnel mit erhöhten Anforderungen an den Brandschutz.

Die Montage ist beim Trockenbau schnell und einfach

4. Die Vorteile des Trockenbaus

Trockenbau bietet viele Vorteile. Der erste Vorteil besteht in der Zeit- und Kostenersparnis. Dank ihres geringen Eigengewichts ist die Montage der Gipskartonplatten schnell und einfach. Weil keine zusätzliche Baufeuchte auftritt, sind die Räume in kürzester Zeit bezugsfertig.

Leichtbauwände belasten kaum die Statik im Haus. Der Materialaufwand beschränkt sich hauptsächlich auf Metallprofile als Unterkonstruktion und Gipskartonplatten als Beplankung. Trockenbau erfordert keine zusätzlichen Arbeiten wie das Anrühren von Bindemittel oder das Mauern von Ziegelsteinen.

Zu den Vorteilen des Trockenbaus gehört auch die Sicherheit, die durch die oben beschriebenen Eigenschaften der Gipskartonplatte gewährleistet wird. Außerdem bietet die Trockenbautechnik viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Räumlichkeiten können schnell individuell umgestaltet werden, da sich Trockenbauwände ohne große Baumaßnahmen einfach versetzen lassen.

Im Hohlraum einer Trockenbauwand können auch Installationen untergebracht werden

Expertenrat des Unternehmens Constantin Faur

Was sind die größten Vorteile des Trockenbaus im Vergleich mit Ziegelbau?

Im Vergleich mit Ziegelbau ist der Trockenbau schneller, sauberer, flexibler und einfacher für Sanitär– und Elektroinstallationen. Trockenbausysteme haben ein geringes Gewicht und bieten dazu auch einen guten Schallschutz – laut Tests des Herstellers bieten Gipskartonplatten einen besseren Schallschutz als eine genauso starke Ziegelwand.

Worauf müssen die Kunden achten?

Manche Kunden werden von etwas niedrigeren Preisen von Wochenendarbeitern verlockt, aber es ist wirklich empfehlenswert, dass der Kunde ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung für das Projekt beauftragt. Natürlich kostet das ein bisschen mehr, aber damit kriegt der Kunde die Garantie auf das hergestellte Produkt, wobei bei einer kostengünstigeren Schwarzarbeit natürlich keine Garantie besteht.

Herr Constantin Faur, Stuck-Trockenbau Meisterbetrieb 

Источник: https://www.daibau.at/artikel/200/trockenbau_eine_wirtschaftliche_und_effiziente_methode_fur_den_innenausbau

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