Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Maklerprovision

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Bei der Vermietung von Immobilien zahlt der Vermieter seit der Einführung des Bestellerprinzips die Maklerprovision. Aber wie sieht es beim Immobilienverkauf aus? Wie wirkt sich die seit 23. Dezember 2020 gültige Neuregelung zur Maklerprovision aus?

Im Folgenden informieren wir Sie ausführlich rund um das Thema Maklerprovision, z.B. welche Höhe heute und künftig erlaubt ist, wer seit der Teilung der Maklerprovision zahlen muss, worauf Sie achten sollten. Die 8 häufigsten Fragen und Antworten zur Maklerprovision:

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immoverkauf24 Info: Die Arbeit des Immobilienmaklers in Zeiten von Corona

Während der Corona-Pandemie vollziehen einige Makler einen Teil ihrer Aufgaben digital & kontaktlos. Eine kurze Übersicht, wie Bewertung und Besichtigung in Zeiten von Corona stattfinden können, finden Sie auf der Seite Immobilienmakler. Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Immobilienwirtschaft hat, erfahren Sie auf der Seite COVID-19 – FAQs.

Laut §652 BGB hat der Immobilienmakler Anspruch auf eine Maklerprovision, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Es wurde ein wirksamer Maklervertrag abgeschlossen.
  • Der Makler hat eine Maklertätigkeit erbracht (Nachweis und/oder Vermittlung).
  • Es wurde ein Kaufvertrag oder Mietvertrag abgeschlossen.
  • Die Maklertätigkeit war Ursache für den Vertragsabschluss.
  • Der Vertrag war nicht aufgrund eines Mangels im Nachhinein unwirksam.

Hinweis von immoverkauf24:

Ein Immobilienmakler schließt nicht nur mit dem Verkäufer bzw. Vermieter bei Beauftragung einen Maklervertrag ab. Es kommt auch zwischen Makler und Kauf- bzw.

Mietinteressent ein Maklervertrag zustande, wenn der Interessent eine angebotene Immobilie besichtigen möchte und die Geschäftsbedingungen des Maklers akzeptiert.

Die jeweiligen Maklerverträge bilden die Basis für den Provisionsanspruch.

Bis Juni 2015 hatte der Gesetzgeber keine Vorgabe gemacht, wer die Maklerprovision zu zahlen hat. Bei der Vermietung war es früher fast immer der Mietinteressent, der bezahlen musste, es sei denn die Immobilie war schwer vermietbar.

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Beim Immobilienverkauf zahlt aktuell in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg in der Regel nur der Käufer eine Maklerprovision, während in den übrigen Bundesländern Verkäufer und Käufer sich zumeist die Maklerprovision teilen. Mit der am 18.

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August getroffenen Einigung auf das sogenannte Wohnpaket, soll eine Neuregelung hinsichtlich der Maklerprovision nun bundesweit für eine faire Teilung der Provision, zwischen Käufer und Verkäufer, sorgen.

Bestellerprinzip bei der Vermietung – seit 1.6.2015

Nachdem die Bundesregierung das Bestellerprinzip zum 1. Juni 2015 eingeführt hat, bezahlt der Besteller des Immobilienmaklers, in der Regel der Vermieter, die Maklerprovision.

Das Gesetz kommt bei den Mietern gut an, da sie eine Wohnung ohne zusätzliche Gebühren anmieten können.

Allerdings gibt es auch einen Haken: Seit Einführung der neuen Regelung ist das Angebot an Mietwohnungen rückläufig. Es wird immer schwieriger überhaupt eine Wohnung zu finden. So akzeptieren z.B.

einige Vermieter lieber gleich einen Nachmieter anstatt ihre Wohnung regulär auf dem Markt über einen Makler anzubieten.  

Ein weiterer Effekt: Manche Vermieter verlangen inzwischen hohe Abstandszahlungen (z. B.

für eine Einbauküche), um sich die Maklerkosten indirekt über den Mieter wiederzuholen, auch wenn das Gesetz Umgehungsmöglichkeiten verbietet.

Und schließlich gibt es immer öfter auch Eigentümer, die Ihre Immobilie verkaufen statt zu vermieten, zumal die Verkaufspreise sehr hoch sind und die Mietpreisbremse die Mieten nach oben begrenzt.

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Die große Koalition einigte sich im August 2019 im Rahmen des Wohnpakets darauf, dass sich Verkäufer und Käufer die Maklerprovision in der Regel  teilen sollen (unechtes Bestellerprinzip).

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Entlasten soll das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ vor allem Immobilienkäufer in Bundesländern wie Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg und Hessen, da die Käufer dort in der Vergangeheit die gesamte Maklercourtage zu tragen hatten. 

Die wichtigsten Veränderungen im Überblick

Geteilte Maklerprovision – ab wann gilt das neue Gesetz?

Die Neuregelung bzw. Teilung der Maklerprovision gilt seit dem23.12.2020

Источник: https://www.immoverkauf24.de/immobilienmakler/maklerprovision/

FAQ zur Maklerprovision 2021: Wer zahlt den Makler?

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

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Letztes Update: 29.01.2021

Für eine erfolgreiche Vermittlungstätigkeit bei Verkauf oder Vermietung einer Immobilie hat ein Immobilienmakler Anspruch auf eine Provision. Die Provisionshöhe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und wird prozentual auf Grundlage des vermittelten Immobilienwertes berechnet.

Eine heiß diskutierte Frage ist dabei: Wer zahlt die Maklerprovision: Käufer oder Verkäufer – Mieter oder Vermieter? Das 2015 eingeführte Bestellerprinzip sorgt bei der Immobilienvermietung für eine einheitliche Regelung zur Zahlung der Maklerprovision. Doch was bedeutet das genau? Und wie sieht es beim Immobilienverkauf aus? Wie hoch sind die Maklerkosten 2021? Erfahren Sie hier, was es bei der Maklerprovision 2021 zu beachten gilt.

Wenn ein Immobilienmakler beauftragt wird, schließen die beiden beteiligten Parteien einen Maklervertrag ab. Bei erfolgreicher Vermittlung des Objekts erhält der beauftragte Makler seinen Lohn in Form einer Maklerprovision (auch Maklercourtage oder Maklergebühren genannt).

Somit handelt es sich bei der Maklerprovision um ein erfolgsabhängiges Honorar, das der Makler für seine Tätigkeit erhält. Die Höhe der Provision hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Art des Geschäftes, und wird prozentual auf Grundlage des vermittelten Immobilienwertes berechnet.

Immobilienmakler können sowohl für Kauf oder Verkauf eines Objektes, als auch für eine Vermietung engagiert werden.

Je nachdem, ob es um die Vermietung oder den Verkauf einer Immobilie geht, ist die Frage, wer die Maklerkosten zu tragen hat, unterschiedlich zu beantworten.

Wer zahlt den Makler bei Mietwohnungen – Vermieter oder Mieter?

Seit Juni 2015 richtet sich die Provisionsfrage bei der Vermittlung von Mietwohnungen nach dem Bestellerprinzip. Das bedeutet, die Partei, die den Makler beauftragt hat, zahlt auch die Provision. In der Konsequenz sollen dadurch Mieter entlastet und die Höhe der Maklerprovisionen gemindert werden.

Beim Hausverkauf: Wer zahlt die Maklerprovision – Käufer oder Verkäufer?

Prinzipiell gibt es beim Hausverkauf drei unterschiedliche Möglichkeiten, die Maklerprovision zu gestalten:

a) Innenprovision durch den Verkäufer

Diese Provisionsart wird auch Verkäufercourtage genannt. Hierbei einigen sich Verkäufer und Makler auf eine Provision, wobei der Käufer nicht mit eingebunden wird.

b) Außenprovision durch den Käufer

Bei dieser Variante der Provisionsregelung erteilt der Käufer einen provisionspflichtigen Suchauftrag. Die Käuferprovision oder auch Käufercourtage ist dabei in der Immobilienanzeige als solche ausgewiesen und es besteht die Möglichkeit, mit dem Makler über die Summe in Verhandlung zu treten.

c) Mischform der Provision

Die am meisten verbreitete Form der Entlohnung ist die Aufteilung der Maklercourtage zwischen beiden Vertragsparteien, wobei die jeweiligen Anteile meist regional bestimmt werden.

Wer die Maklercourtage beim Verkauf von Immobilien übernehmen muss, ist seit 2020 gesetzlich neu geregelt.

Im August 2019 einigte sich die Große Koalition beim sogenannten Wohnpaket darauf, dass die Maklerprovision beim Immobilienverkauf künftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden soll.

Begründet wird dies damit, dass Verkäufer und Käufer gleichermaßen Nutzen aus der Maklertätigkeit ziehen.

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Die Bundesregierung möchte mit Hilfe des neuen Gesetzes Immobilienkäufer angesichts der steigenden Immobilienpreise und den damit verbundenen Kaufnebenkosten entlasten.

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Am 12. Juni 2020 wurde das neue „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ vom Bundestag verkündet. Das Gesetz trat zum 23. Dezember 2020 bundesweit in Deutschland in Kraft.

Was ändert sich 2021 für Immobilienverkäufer?

In der Vergangenheit wurde die Maklerprovision je nach Bundesland unterschiedlich gehandhabt: Während in einigen Bundesländern der Käufer die Provision allein tragen musste, war in anderen Bundesländer bereits eine Teilung üblich. Die neue Regelung vereinheitlicht nun die Provisionsregelung bundesweit und schafft damit klare Bedingungen für Käufer und Verkäufer.

Die Obergrenze der Weitergabe der Maklerprovision an den Käufer liegt bei der Hälfte der Provision, also maximal 50 Prozent.

Das bedeutet, einigt sich der Makler mit dem Immobilieneigentümer auf beispielsweise eine Verkaufsprovision von 3,4 Prozent, so darf er vom Käufer ebenfalls nur maximal 3,4 Prozent Provision verlangen.

Das neue Gesetz bestimmt, dass der Käufer erst dann zur Zahlung seines Provisionsanteils aufgefordert werden darf, wenn der Verkäufer nachweislich seinen Anteil gezahlt hat.

Grundsätzlich findet die Neuregelung nur bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen Anwendung, wenn es sich um einen nichtgewerblichen Käufer handelt.

Alle gewerblichen Immobilien, Anlageimmobilien (zum Beispiel Mehrfamilienhäuser), gemischt genutzte Objekte sowie Baugrundstücke fallen nicht unter die neue Provisionsregelung.

Hier kann die Maklerprovision zum Beispiel auch weiterhin nur vom Käufer getragen werden, selbst wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat.

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Die Höhe der Maklerprovision unterscheidet sich bei Immobilienverkauf und Immobilienvermietung sowie von Bundesland zu Bundesland. Die Maklerprovision bei der Vermietung einer Immobilie darf für den Besteller maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

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Beim Immobilienverkauf hängen die Richtlinien, nach denen die Provisionshöhe in den einzelnen Bundesländern bestimmt wird, von der Situation auf dem regionalen Immobilienmarkt ab. Bei privaten Immobilien beträgt die Provision üblicherweise drei bis sieben Prozent des Kaufpreises.

Angenommen, Sie kaufen ein Haus als Anlageobjekt über einen Immobilienmakler für 350.000 Euro. Zusätzlich zum Immobilienpreis entstehen dem Käufer sogenannte Kaufnebenkosten, wie die Grunderwerbsteuer, Notargebühren und die Maklerprovision.

In diesem Beispiel berechnen wir den Anteil der Maklerprovision für den Käufer mit 3,57 Prozent. Die Maklergebühr kostet den Käufer damit 12.495 Euro. Zusammen mit der Grunderwerbsteuer und den Notarkosten belaufen sich die gesamten Kaufnebenkosten auf 38.

745 Euro, der Käufer muss also 388.745 Euro beim Hauskauf einplanen.

Kaufpreis der Immobilie350.000 €
Maklergebühr 3,57 %12.495 €
Grunderwerbsteuer 6 %21.000 €
Notar- & Grundbuchgebühr 1,5 %5.250 €
Gesamt Kaufnebenkosten:38.745 €
Gesamtkosten:388.745 €

Bei der Vermittlung von Mietimmobilien gilt seit dem 01.06.2015 das Bestellerprinzip. Demnach zahlt nur derjenige für den Makler, der ihn auch beauftragt hat. In der Regel ist das der Vermieter, der seine leerstehenden Wohnungen möglichst schnell weitervermieten möchte.

Zuvor zahlte meist der Mieter für die anfallenden Maklergebühren. Das Gesetz wurde von vielen Mietern begrüßt, da sie dadurch finanziell entlastet wurden.

Die Maklerprovision bei vermieteten Objekten darf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen, das entspricht ungefähr einer Provision in Höhe von 2,38 Nettokaltmieten.

Das geltende Bestellerprinzip bei der Vermietung von Wohnimmobilien ist nicht für Gewerbeobjekte gültig. Demnach kann hier die Maklerprovision zwischen dem Makler und dem Auftraggeber frei verhandelt werden, egal ob es sich um Verkauf oder Vermietung eines Objektes handelt.

Häufig legt der Auftraggeber fest, wie die Provision aufgeteilt wird. Dabei dienen ihm die Regelungen der jeweiligen Bundesländer für Wohnimmobilien oft als Vorlage.

Eine Ausnahme: Bei der Vermietung von Gewerbeflächen nimmt häufig der Vermieter die gesamte Maklerprovision auf sich, da dieser Prozess oft sehr langwierig sein kann.

In Einzelfällen kann mit dem Immobilienmakler über die anfallenden Maklergebühren bei Verkaufsobjekten individuell verhandelt werden. Besonders wenn das Kaufobjekt sehr gefragt ist und vermutlich zu einem hohen Preis verkauft werden kann, lohnt es sich, mit dem Immobilienmakler über einen Preisnachlass zu reden.

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Entschließen Sie sich zum Hauskauf, sollten Sie sich jedoch mit Fingerspitzengefühl nach einer Verhandlungsbasis für das Honorar erkundigen.

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Wer hier zu hoch pokert, riskiert, dass ein anderer Interessent den Zuschlag für das Objekt erhält, wenn dieser eine größere Zahlungsbereitschaft signalisiert.

Kaufinteressenten haben grundsätzlich eine gute Verhandlungsposition, wenn die Immobilie schwierig zu verkaufen und daher schon lange auf dem Markt ist.

Die Maklerprovision ist die Vergütung des Maklers für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie. Diese wird als Provision oder auch als Courtage bezeichnet, da sie dem Makler erst ausgezahlt wird, wenn seine im Maklervertrag vereinbarte Vertragsleistung erbracht wurde. Damit der Makler einen Provisionsanspruch hat, sollten grundsätzlich folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Ein Maklervertrag wurde mündlich oder schriftlich abgeschlossen.
  • Der Makler ist in der Lage, seine Maklertätigkeit nachzuweisen.
  • Ein notariell beglaubigter Kauf- oder Mietvertrag wurde geschlossen.
  • Der Vertragsabschluss ist klar auf die Maklertätigkeit zurückzuführen.
  • Es sind keine Fehler zu beanstanden, durch welche der Vertrag als ungültig zu betrachten ist (z. B. der Käufer/Verkäufer wurde beim Abschluss des Maklervertrags nicht rechtmäßig über sein Widerrufsrecht informiert).

Wenn die Provision gezahlt wurde und eine dieser Anforderungen unerfüllt bleibt, kann die Courtage zurückgefordert werden.

Ein Makler geht durch seine Arbeit in Vorleistung und erhält sein Honorar, wenn der Kauf- oder Mietvertrag durch seine Vermittlungstätigkeit zustande gekommen ist. In der Regel halten Makler in ihren Geschäftsbedingungen fest, dass die Provision mit Abschluss eines Miet- bzw. eines notariellen Kaufvertrags verdient und somit fällig ist.

In der Praxis wird meist ein Zahlungsziel von sieben bis 14 Tagen nach Vertragsunterschrift gewährt. Mit Verkäufern werden teilweise Sonderregelungen getroffen, sodass sie ihren Anteil an der Maklerprovision erst bezahlen müssen, wenn der Kaufpreis fällig bzw. auf dem Konto eingegangen ist.

Bei einem Mietvertrag ist es oftmals möglich, die Maklerprovision auf zwei bis drei Monatsteilzahlungen zu strecken.

Um keine Maklercourtage zahlen zu müssen, spielen Miet- oder Kaufinteressenten häufig mit dem Gedanken, den Immobilienmakler zu umgehen, indem sie nach der Besichtigung mit dem Eigentümer direkt in Kontakt treten.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Zahlungsanspruch an den Makler nicht gleich mit Ablaufen des Maklervertrags endet.

Der Kaufinteressent hat dem Makler trotzdem eine Maklerprovision zu zahlen, sofern der Immobilienmakler nachweisen kann, dass der Interessent rechtswirksam vermittelt wurde.

Lesetipp: Hier finden Sie weitere Informationen zur Rechtslage beim Makleralleinauftrag.

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Die Provisionszahlung spiegelt nicht den jeweiligen Aufwand eines Maklers wider. Er erhält die vereinbarte Zahlung, unabhängig vom Verlauf des Vermittlungsverfahrens.

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Laufen die Anstrengungen des Maklers hingegen ins Leere, das bedeutet es kommt zu keinem von ihm in die Wege geleiteten Vertragsabschluss, hat er keinen Anspruch auf den Maklerlohn (BGB § 652 Absatz 1).

Er hat dementsprechend seine Leistung nicht erbracht.

Sie können sich die Kosten für einen Maklerauftrag zum Teil vom Fiskus zurückholen. In diesen Fällen können Sie die Maklerprovision steuerlich absetzen:

  • Wer einen Immobilienmakler mit der Vermietung eines Objekts beauftragt hat, kann bei seiner Einkommensteuererklärung die Maklerprovision zusammen mit anderen Werbungskosten geltend machen.
  • Wenn Mieter aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung mieten oder sogar umziehen müssen, können sie die Maklerprovision von der Steuer absetzen.
  • Immobilienbesitzer können die Maklergebühren von der Steuer absetzen, wenn aus dem Hausverkauf ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn resultiert.
  • Die Maklerprovision beim Hauskauf gehört zu den Anschaffungsnebenkosten. Die Absetzbarkeit hängt dabei von der Nutzung des Hauses ab. Bewohnt der Käufer das Haus selbst, ist die Maklercourtage nicht absetzbar. Vermietet er das Haus jedoch, wird die Maklerprovision als Teil der Gesamtanschaffungskosten zum Kaufpreis hinzugerechnet und kann dann steuerlich abgeschrieben werden.

Ein Immobilienmakler erhält eine Provision für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie. Die Höhe der Provision ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Bundesland, in dem die Immobilie veräußert oder erworben wird. Unterschiede gibt es auch zwischen Immobilienvermietung und -verkauf.

Das im Juni 2015 eingeführte Bestellerprinzip bei der Vermietung ermöglicht vielen Mietern, eine Wohnung ohne zusätzlich anfallende Gebühren zu beziehen, da der Makler in der Regel vom Vermieter beauftragt wird. Mit den Gesetzesänderungen, die am 23.

Dezember 2020 in Kraft getreten sind, wird die Maklerprovision beim Immobilienverkauf bzw. -kauf künftig zwischen Verkäufer und Käufer geteilt.

Das kann vor allem für Immobilienkäufer eine große Erleichterung bedeuten, da sie durch die finanziellen Einsparungen der Kaufnebenkosten ihrem Traum vom Eigenheim einen großen Schritt näherkommen.

Durch die professionelle Unterstützung eines Immobilienexperten können Sie beim Immobilienverkauf oder der Vermittlung von Mietobjekten viel Zeit und Aufwand einsparen. Ein Immobilienmakler vor Ort erspart es Kaufinteressenten, selbst Anzeigen durchforsten oder Besichtigungstermine vereinbaren zu müssen.

Im Rahmen einer unverbindlichen, kostenlosen Immobilienbewertung beraten wir Eigentümer zu unseren Services für den Verkauf ihrer Immobilie.

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Die Informationen, Empfehlungen und juristischen Erläuterungen in unserem Ratgeber stellen ausschließlich unverbindliche Informationen ohne jede Gewähr und Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit dar. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne und kann und soll diese nicht ersetzen. Bei Bedarf empfehlen wir gerne einen geeigneten Rechtsanwalt (service@mcmakler.de).

Источник: https://www.mcmakler.de/ratgeber/immobilienverkauf/maklerprovision

Bestellerprinzip: Wer zahlt den Immobilienmakler? | CIG Capitol Immobilien GmbH, Köln

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Lange Zeit war es in Deutschland üblich, dass Mieter die Maklercourtage zahlten. Seit dem 1. Juni 2015 gilt hierzulande jedoch das neue Bestellerprinzip. Dadurch können Vermieter nicht mehr von Mietern verlangen, dass sie die Maklerprovision bezahlen müssen.

Mit den neuen Regelungen zahlt stattdessen stets der sogenannte Besteller und somit automatisch derjenige, welcher dem Makler den Auftrag erteilt hat. Trotz der gesetzlichen Änderungen können Mieter wie Vermieter unverändert die Leistungen des Maklers in Anspruch nehmen.

Das Bestellerprinzip wirkt sich allerdings nicht auf die Anrechnung der Maklercourtage bei Käufen bzw. Verkäufen aus, sondern bezieht sich lediglich auf die Vermittlung von Mietobjekten.

Besteller bezahlt die Maklercourtage

Viele Vermieter verlassen sich bei der Vermietung von Wohnungen und Häusern auf die Kenntnisse von Immobilienmaklern denn bei der Mietersuche und der anschließenden Vermietung sind einige Dinge zu beachten.

Ein Makler übernimmt für die Vermieter die Suche nach dem geeigneten Mieter, kann diesen überprüfen und den Vermieter gegebenenfalls auch beraten. Auf der anderen Seite zählt es natürlich ebenso zu den Aufgaben eines Immobilienmaklers, potenzielle Mieter zu beraten.

Makler unterstützen sie bei der Wohnungssuche und vermitteln ihnen passende Objekte.

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Diese Maklertätigkeit wurde im Erfolgsfall mit einer Provision entlohnt. Sie berechnete sich auf Grundlage des monatlichen Mietpreises und lag bei bis zu 2,38 Monatskaltmieten.

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Bei einer erfolgreichen Vermittlung eines Mietobjektes war auch zuvor zunächst derjenige für die Bezahlung der Provision zuständig, welcher den Makler beauftragte. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um den Vermieter.

Dieser konnte jedoch die Maklerprovision auf den neuen Mieter „abwälzen“. Durch die Änderungen des Mietrechtsnovellierungsgesetzes ist diese Abwälzung nun nicht mehr möglich.

Veränderungen durch das Bestellerprinzip bei der Immobilienvermittlung

Durch dieses veränderte Abrechnungsverfahren wird wohl in der Zukunft vorwiegend der Vermieter für die Provision aufkommen. Denn viele Vermieter nehmen trotz der Einführung des Bestellerprinzips die Leistungen von Maklern in Anspruch.

Die Suche nach einem geeigneten Mieter kann sich als schwierig erweisen. Dennoch könnten einige Vermieter auf die Dienste von Maklern verzichten. Aus dem Grund ist langfristig davon auszugehen, dass sich das Angebot der Makler hin zu mehr Qualität verändern wird.

Zugleich bieten die Veränderungen mehr Raum für Verhandlungsspielraum hinsichtlich der Provision.

Auf der anderen Seite werden in der Zukunft immer weniger Mieter für die Maklercourtage selbst aufkommen müssen. Zunächst einmal können sie sich am Immobilienmarkt nach wie vor nach Objekten ohne Maklervermittlung umschauen.

Auf der anderen Seite können sich Mieter ebenso Immobilienangebote von Maklern betrachten. Der beauftragende Vermieter wird bei erfolgreicher Vermittlung für diese Dienste aufkommen. Dennoch kann der Mieter die Angebote nutzen und sich das Objekt ausführlich zeigen lassen.

Wer sich als Mieter allerdings nicht selbst auf die Suche nach einem geeigneten Objekt begeben möchte, der kann dennoch gegen Übernahme der Provision die Leistungen eines Maklers in Anspruch nehmen.

Insbesondere in Großstädten, in denen nur wenige Objekte zur Auswahl stehen, kann sich dies gegenüber der oftmals langwierigen Suche als Vorteil erweisen.

Besonderheiten bei Abrechnung der Maklerprovision

Obwohl das Prinzip, dass der Besteller der Leistungen diese auch bezahlt, recht einfach erscheint, erweist sich dies in der Praxis nicht immer auf den ersten Blick als eindeutig.

Denn in manchen Fällen ist es für Mieter auch möglich, einen Makler mit der Suche nach einem Mietobjekt zu beauftragen, ohne dass dieser den Makler tatsächlich bezahlen muss.

Am Immobilienmarkt kommt es nämlich häufig vor, dass auf der einen Seite der Vermieter einen Makler mit der Vermittlung eines Objektes beauftragt. Auf der anderen Seite interessiert sich nun ein potenzieller Mieter für dieses Objekt im Bestand des Maklers.

Eine Doppelbezahlung der Maklercourtage für die Vermittlung eines einzigen Objektes ist nicht möglich. Aus dem Grund zahlt in diesem Fall derjenige die Gebühren, welcher den Makler zuerst beauftragte, wodurch die Gebühren vom Vermieter zu zahlen sind.

Alte Regelungen bleiben bei Kauf bzw. Verkauf bestehen

Die Neuregelungen sehen allerdings keine Änderungen in Bezug auf den Abrechnungszeitpunkt vor. Demnach fällt die Maklercourtage immer nur erst im Erfolgsfall und somit bei erfolgreicher Vermittlung an. Der genaue Zeitpunkt, wann die Provision zu zahlen ist, kann in der Regel dem Maklervertrag entnommen werden.

Auf der anderen Seite ist zu beachten, dass sich das Bestellerprinzip nicht auf die Berechnung der Maklerprovision bei Immobilienverkäufen bzw. Immobilienkäufen bezieht.

In diesen Fällen bleiben die alten Regelungen bestehen, bei denen je nach Bundesland entweder der Käufer die Provision bezahlt oder sich Käufer und Verkäufer die Kosten teilen müssen.

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Источник: https://www.capitol.de/was-veraendert-sich-durch-das-neue-bestellerprinzip/

Bestellerprinzip

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Inhalt dieser Seite

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Bestellerprinzip im Gesetz
  3. Bestellerprinzip beim Kauf und Verkauf von Immobilien
  4. Wann der Mieter Provision zahlt
  5. Wann der Mieter nicht zahlt
  6. Suchauftrag wiederrufen
  7. Mögliche Nachteile des Bestellerprinzips
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Baufinanzierung
  • Beim Kauf und Verkauf von Immobilien greift das Bestellerprinzip nicht.
  • Bei der Vermietung von Wohneigentum wird die Maklerprovision von derjenigen Partei bezahlt, die den Makler beauftragt hat. Das gilt in ganz Deutschland.
  • Mieter können dem Makler einen Suchauftrag erteilen. In diesem Fall bezahlen sie die Provision.
  • Für die Vermittlung einer Immobilie, die er bereits einem anderen Kunden angeboten hat, darf der Makler aber keine Provision vom Mieter verlangen.

Im Mietrechtsnovellierungsgesetz regelte der Gesetzgeber neben der Einführung der Mietpreisbremse auch die Maklerprovision für Wohnimmobilienvermietung neu. Makler dürfen ihre Provision nur von demjenigen einfordern, der sie beauftragt hat.

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass im Regelfall der Vermieter den Makler beauftragt. Entsprechend zahlt ausschließlich der Vermieter die Maklerprovision.

Der Mieter, der den Makler wegen des Wohnungsangebots anspricht, soll nicht noch zusätzlich mit Maklerkosten belastet werden, die er selbst nicht verursacht hat.

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Das Bestellerprinzip gilt in allen Bundesländern. Es ist nicht wie die Mietpreisbremse auf bestimmte, von den Bundesländern ausgewiesene Regionen mit „angespannter Wohnungsversorgung“ beschränkt. Makler können mit einem Mietinteressenten keine vom Gesetz abweichende Vereinbarung treffen. Das Bestellerprinzip ist verpflichtend.

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Makler dürfen nicht die Situation ausnutzen, dass der Mieter aus persönlichen Gründen dringend eine Wohnung benötigt. Berechnet der Makler entgegen dem Gesetz eine Provision, kann der Mieter die Rückzahlung verlangen (§ 5 WoVermG). Verstöße ahndet das Gesetz als Ordnungswidrigkeit. Es droht eine Geldbuße bis zu 2500 € (§ 8 WoVermG).

Bestellerprinzip beim Kauf und Verkauf von Immobilien

Das Bestellerprinzip gilt aktuell weder beim Verkauf von Wohnimmobilien noch bei der Vermietung von gewerblichen Immobilien. Hier bleibt es dabei, dass der Käufer eine Provision zahlen muss, sofern er mit dem Makler eine Provisionsvereinbarung akzeptiert hat. Das Bestellerprinzip greift nur, wenn Wohnimmobilien vermietet werden.

Die Einführung des Bestellerprinzips beim Immobilienverkauf wird jedoch in der Politik diskutiert.

Wie war die Rechtslage davor?

§ 3 WoVermG regelte, dass der Makler vom „Wohnungssuchenden“, also vom Mieter, bis zu zwei Monatsmieten zuzüglich Umsatzsteuer als Maklercourtage (2,38 Monatskaltmieten) verlangen durfte. Diese Begrenzung gilt auch weiterhin.

Wann der Mieter Provision zahlt

Nach dem neuen Gesetz muss der Mieter diese Provision aber nur dann zahlen, wenn er den Makler damit beauftragt hat, ihm eine Immobilie zu suchen. Ein solcher Suchauftrag wäre etwa dann denkbar, wenn der Kunde berufsbedingt umziehen muss oder eine individuelle Immobilie sucht. Dann zahlt der Vermieter nichts.

Stillschweigend oder mündlich erteilte Aufträge genügen nicht – der Auftrag muss in „Textform“ im Sinne des § 126b BGB erteilt worden sein. Das kann etwa ein Brief, ein Auftragsformular, aber auch eine E-Mail sein: eine lesbare Erklärung, die die Person des Mieters nennt und auf einem „dauerhaften Datenträger“ abgegeben wird. Der Mieter braucht nicht eigenhändig zu unterschreiben.

Wann der Mieter keine Provision zahlt

Folgende Fälle gelten nicht als Suchauftrag:

  • Die bloße Anfrage nach einem angebotenen Objekt, welches der Makler etwa mit einem Inserat beworben hat.
  • Die Vermittlung von Immobilien, die der Makler bereits einem anderen Kunden angeboten hat.

Insbesondere der letzte Punkt macht es für Makler schwierig, Provision durch den Mieter zu erhalten.

Suchauftrag wiederrufen

Sofern ein Interessent tatsächlich eine provisionspflichtige Vereinbarung unterschrieben hat, kann er sich unter folgenden Voraussetzungen auf das 14-tägige Widerrufsrecht bei Maklerverträgen berufen (§ 312 Absatz 4 BGB):

  • Die Vereinbarung wurde außerhalb der Geschäftsräume des Immobilienmaklers, per E-Mail, telefonisch oder per Brief geschlossen.
  • Der Kunde hat die Immobilie noch nicht besichtigt.

Mögliche Nachteile des Bestellerprinzips

Die Maklerverbände verstanden das Bestellerprinzip als Eingriff in ihre Berufsfreiheit nach Artikel 12 des Grundgesetzes.

Es sei damit zu rechnen, dass Vermieter bei der Neuvermietung die Mieten bis zur gesetzlich erlaubten Grenze ausschöpfen, um die Maklerkosten zu decken, oder ihre Objekte künftig ohne Makler selbst vermieten werden.

Vermietern fehle jedoch das Know-how, Wohnungen angemessen anzubieten. Dadurch könne es für Interessenten schwieriger werden, die Angebote zu finden und zu beurteilen.

Möglicherweise entstehe zudem ein Schwarzmarkt, auf dem derjenige Mieter bevorzugt werde, der bereit sei, dem Makler unter der Hand eine Provision zu zahlen. Auch könnten Makler versuchen, den Mieter zu veranlassen, einen „Suchauftrag“ zu erteilen, um ihn provisionspflichtig zu machen.

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Источник: https://www.verivox.de/baufinanzierung/themen/bestellerprinzip/

Das Bestellerprinzip – oder: Wer bestellt, der zahlt!

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Es ist beim Bäcker so, es ist beim Versandhandel so, nun auch noch bei der Vermietung einer Wohnung. Seit dem 1.

Juni 2015 gilt: Wer bestellt, der zahlt! Doch wie wirkt sich das Bestellerprinzip in der Realität aus, was für Vor- oder Nachteile hat diese Neuerung im täglichen Gebrauch und welche Chancen und Risiken ergeben sich für Dich als Interessenten? Lass uns einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Ein langer Weg: Die Geschichte des Bestellerprinzips

Wir gehen zurück in das Jahr 2010, damals wurde das Bestellerprinzip vom Bündnis`90/Die Grünen im Bundestag beantragt. Dieser Antrag wurde von der schwarz/gelben Mehrheit unter Hinweis auf die Vertragsfreiheit abgelehnt. Daraufhin wurde es still um dieses Gesetz.

Erst drei Jahre später, im Dezember 2013, fand dieses Prinzip in der Politik wieder Beachtung. Diesmal wurde es unter der Großen Koalition im Koalitionsvertrag unter dem Zusatz “Vermieter und Mieter sollen weiter als Auftraggeber auftreten können. Dabei gilt das marktwirtschaftliche Prinzip: “wer bestellt, der bezahlt” genannt.

Nebenbei war noch eine andere Neuerung in Bearbeitung: Die Politik beschäftigte sich mit einer Möglichkeit angespannte Wohnungsmärkte unter Kontrolle zu halten, nämlich durch die sogenannte “Mietpreisbremse” (siehe Blogeintrag: Mietpreisbremse). Da diese beiden Themen sehr nah beieinander liegen, werden Sie fortan unter dem Begriff “Mietrechtsnovellierungsgesetz” geführt und diskutiert.

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Wieder knapp ein Jahr, bis zum Oktober 2014, dauerte es bis der Bundestag dieses “Mietrechtsnovellierungsgesetz” beschloss. Es wurde jedoch sehr schnell deutlich, dass es einiges gab, das in der Praxis nicht funktionierten würde. Daher forderte der Bundesrat nur einen Monat später Nachbesserungen.

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Im Februar 2015 war es dann endlich so weit: der Koalitionsausschuss verständigt sich auf das Bestestellerprinzip. Nun ging alles sehr schnell: Schon im März 2015 wurde das neue Gesetz vom Bundestag verabschiedet und trat somit ab Juni 2015 in Kraft.

Welche Konsequenzen ergeben sich für Mietinteressenten?

Lass uns das anhand eines Beispiels veranschaulichen: Du suchst eine Wohnung in Stuttgart und Umgebung. Nun machst du Dich auf die Suche und stolperst dabei über ein Inserat im Internet.

Der Makler bietet die Wohnung provisionsfrei an. Es ist also davon auszugehen, dass er einen Vertrag mit dem Vermieter geschlossen hat, dass Ihm dieser bei erfolgreicher Vermarktung eine Provision zahlt.

Für Dich heißt das: Keine Provision! Klingt gut, oder?

Dies ist der Idealfall, doch wir überlegen weiter: Du hast die Wohnung leider nicht bekommen. Die Wohnungssuche ist also noch in vollem Gange. Nun nehmen wir einen weiteren Interessenten mit ins Boot. Wir nennen ihn Martin Mustermann. Martin Mustermann fragt auch bei deinem Makler an und gibt diesem einen Suchauftrag.

D. h. er ist im Erfolgsfall verpflichtet dem Makler eine Provision zu zahlen, sofern dieser Ihm eine Wohnung vermietet, die er ausschließlich für den Mietinteressenten akquiriert hat. Ein besonderes Augenmerk solltest Du hier auf das kleine aber feine Wort “ausschließlich” werfen. Warum? Das erklären wir dir jetzt.

Nun bietet dein Makler Herrn Mustermann eine Wohnung an, die Herr Mustermann nicht gefällt, aber deine absolute Traumimmobilie ist. Da er jedoch keinen Vertrag mit dem Vermieter hat, sondern nur mit Herrn Mustermann, wird er dir diese Wohnung nicht anbieten.

In diesem Fall  würde er umsonst arbeiten, weil er keine Provision vom Vermieter bekommt und von dir ebenfalls keine Provision verlangen darf, aufgrund der Tatsache, dass ihm die Wohnung bereits bekannt ist und er sie nicht ausschließlich für dich akquiriert hat.

Und hier liegt das große Risiko: Selbst wenn Du gerne für deine Traumwohnung Provision zahlen würdest, so verbietet es der Staat deinem Makler diese Provision anzunehmen.

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Die Folge davon ist, dass auch wenn eine Wohnung optimal passt, jedoch kein Maklervertrag zwischen Eigentümer und Makler vorhanden ist, bzw.

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der Makler die Wohnung nicht ausschließlich für dich beschafft hat, deine Chancen gering sein werden diese Wohnung anmieten zu können.

Ein Ausblick

Die Zeit wird zeigen, ob auch dieses Gesetz seinen Platz in unserer Wirtschaft findet oder ob die Politik einlenkt und dieses Gesetz im Hinblick auf den oben genannten Fall noch einmal überdenkt.

Wir können dir jedoch eines versprechen: Unsere Wohnungen werden weiterhin provisionsfrei angeboten, egal, welche Entwicklungen dieses Gesetz noch durchläuft!

Источник: https://mein-stuttgart-plus.de/das-bestellerprinzip-oder-wer-bestellt-der-zahlt/

Bestellerprinzip bei Verkauf & Vermietung – das bedeutet das neue gesetzt | Sparkassen-Immobilien

Bestellerprinzip: Wer zahlt was?

Wer zahlt den Makler? Wenn das Bestellerprinzip gilt, zahlt der Auftraggeber. Ob dieses gilt, hängt allerdings unter anderem davon ab, ob ein Miet- oder ein Kaufvertrag zustande kommt. Bei Letzterem gibt es weitere Optionen. Erfahren Sie mehr!

Die Kosten für den Immobilienmakler übernimmt beim Mieten und Vermieten von Wohnimmobilien immer derjenige, der den Makler (zuerst) beauftragt hat. Dieses sogenannte Bestellerprinzip ist im Wohnungsvermittlungsgesetz in §2 Absatz 1a geregelt. Konkret bedeutet das:

  • Wendet sich der Vermieter an den Makler, um einen neuen Mieter zu finden, zahlt der Vermieter nach Vermittlung und Abschluss des neuen Mietvertrags die Maklerprovision. Vermieter können Maklerkosten von der Steuer absetzen.
  • Wendet sich der Mieter an den Makler, um eine Wohnung zu finden, zahlt der Mieter nach Vermittlung und Abschluss des neuen Mietvertrags die Maklerprovision. Diese darf maximal zwei Monatskaltmieten plus Mehrwertsteuer betragen.

Wichtig ist, dass der Vertrag mit dem Immobilienmakler schriftlich erfolgen muss.

Er enthält deutlich alle Angaben zur Provisionspflicht, sodass es später keine Missverständnisse geben kann, welche Partei den Auftrag erteilt hat.

Als Schriftform genügt eine E-Mail, die der Auftraggeber einfach per Mail bestätigt. Der Text muss nicht handschriftlich unterschrieben sein. Missachtet der Makler das Bestellerprinzip, drohen hohe Bußgelder.

Ausnahmen: Das Bestellerprinzip gilt nicht für die Vermittlung von Gewerbeimmobilien und Ferienwohnungen. In unserem Artikel zu Ausnahmen beim Bestellerprinzip erfahren Sie mehr darüber. 

Angenommen ein Vermieter beauftragt einen Immobilienmakler damit, einen Mieter für seine Wohnung zu finden. Am nächsten Tag meldet sich beim Makler ein Mieter, der genau so ein Objekt sucht.

Kommt es nun zum Mietvertrag zwischen diesem Mieter und diesem Vermieter, darf der Makler dem Mieter keine Provision berechnen. Denn: Der Vermieter hat den Makler bereits vorher „bestellt“.

Mit dem Bestellerprinzip zahlt immer derjenige, der zuerst beauftragt.

Anders sieht das aus, wenn der Immobilienmakler kein geeignetes Objekt für den Mieter in petto hat. Er schließt mit dem gewillten Mieter einen Vertrag und sucht dann für diesen eine passende Immobilie. In diesem Fall zahlt bei Abschluss des Mietvertrags der Mieter die Provision.

Wichtig: Die Verbraucherzentralen warnen davor, dass Immobilienmakler vereinzelt Servicegebühren von Mietern verlangt haben, obwohl nach dem Bestellerprinzip allein der Vermieter zahlungspflichtig war.

Wenn Sie nach dem Bestellerprinzip als privater Mieter einer Wohnimmobilie keine Zahlung leisten müssen, sollten Sie auch nichts bezahlen! Wenden Sie sich im Zweifel an Ihre Verbraucherzentrale – oder kommen Sie direkt zu unseren Maklern.

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Denn bei uns sind Vermieter und Mieter in guten Händen! Als größter Maklerverbund Deutschlands haben wir das Vertrauen unserer Kunden gewonnen – und achten darauf, dass es für alle fair zugeht!

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Das Bestellerprinzip in der Form, wie es beim Mieten und der Vermietung gilt, existiert nicht beim Immobilienkauf und -verkauf. Ab 23.12.2020 tritt allerdings ein neues Gesetz in Kraft, das die Übernahme des Maklerhonorars auch hier bundesweit einheitlich regelt. 

Das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ hat zum Ziel, dass Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilie künftig stärker bei den Maklerkosten zur Kasse gebeten werden – um Käufer zu entlasten. Es tritt an die Stelle der bisherigen unterschiedlichen Regelungen in den verschiedenen Bundesländern. 

Konkret gibt es damit nun vier Möglichkeiten zum Gestalten der Maklerprovision beim Kauf und Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern:

Der Makler wird sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer tätig. Dafür schließt der Eigentümer der Immobilie in der Regel zunächst mit dem Makler einen Vertrag ab. Dieser erlaubt es dem Makler, auch mit dem potenziellen Käufer einen Maklervertrag zu schließen.

Seine Aufgabe ist es im Folgenden, für beide Parteien gleichermaßen einzutreten und für einen fairen und geregelten Ablauf zu sorgen. Abschließend muss er beiden Parteien die Maklerprovision in gleicher Höhe ausweisen – die Kosten werden geteilt. Erlässt er einem von beiden einen Betrag, muss er diesen dem anderen auch erlassen.

Die Provision wird fällig, wenn Käufer und Verkäufer den Kaufvertrag unterschreiben.

Maklerleistungen für den Verkäufer:

  • Zusammenstellen wichtiger Unterlagen
  • Realistische Einschätzung des Marktpreises
  • Vorbereiten von Exposé und Vermarktung
  • Bewerben der Immobilie
  • Kommunikation mit Kaufinteressenten
  • Begleiten der Verhandlungen
  • Vorbereiten des Kaufvertrags

Maklerleistungen für den Käufer:

  • Zusenden der Unterlagen
  • Durchführen von Besichtigungsterminen
  • Beantworten von Fragen zur Immobilie
  • Kommunikation mit Verkäufer
  • Begleiten der Verhandlungen
  • Vorbereiten des Kaufvertrags

Der Makler wird nur für den Verkäufer tätig und vertritt ausschließlich dessen Interessen. Dafür schließt der Eigentümer der Immobilie mit ihm einen Vertrag. Dieser erlaubt es dem Makler nicht ausdrücklich, auch den potenziellen Käufer zu vertreten. Findet der Makler nun einen Käufer für die Immobilie, wird die Provision nur vom Verkäufer fällig.

Der Makler wird nur für den Kaufinteressenten tätig und vertritt ausschließlich dessen Interessen. Dafür schließt der gewillte Käufer mit ihm einen Vertrag. Im Rahmen eines Suchauftrags soll der Makler eine geeignete Immobilie für den Kaufinteressenten finden. Kommt es bei einer vorgeschlagenen Immobilie zum Kauf, wird die Provision nur vom Käufer fällig.

Gesetzlich zulässig ist es außerdem Folgendes: Der Makler wird nur für den Verkäufer tätig und vertritt ausschließlich dessen Interessen.

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Trotz des Auftrags vom Verkäufer soll er jedoch den potenziellen Käufer vertraglich verpflichten, maximal 50 Prozent der Maklerprovision zu übernehmen. Kommt der Kaufvertrag mit dieser Regelung zustande, muss zunächst nur der Verkäufer seinen Anteil bezahlen.

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Der Käufer zahlt, wenn der Verkäufer nachweislich seinen Teil gezahlt hat. Auf den Anteil des Käufers an der Provision wird Grunderwerbsteuer fällig.

Hinweis: Die Immobilienmakler der Sparkassen-Finanzgruppe werden nicht nach Variante 4 tätig. 

Zweck des neuen Gesetzes ist es, die Maklerkosten fairer zwischen Käufer und Verkäufer zu verteilen. In diesem Sinn empfinden wir den Doppelmakler (Variante 1) als gerechter, wenn Käufer und Verkäufer gemeinsam bezahlen: Hier profitieren beide Parteien von den Leistungen des Maklers.

Profitiert hingegen nur eine Partei von dessen Leistungen wie bei Variante 2 (Verkäufermakler) und 3 (Käufermakler) ist es fair, dass diese Partei auch die Leistungen bezahlt. Variante 4 steht dem entgegen.

Das Gesetz gilt für den Kauf und den Verkauf von Einfamilienhäusern (auch Reihenhäusern und Doppelhaushälften) und Eigentumswohnungen, nicht aber für Baugrundstücke – noch nicht realisierte Projekte im Bauträgervertrieb gelten allerdings. 

Außerdem gilt es nur für den Verkauf an natürliche Personen. In unserem Artikel zu Ausnahmen beim Bestellerprinzip erfahren Sie mehr darüber. 

Angenommen ein gewillter Immobilienkäufer erteilt einem Makler einen Auftrag nach 3. Der Käufermakler sucht nun nach einem geeigneten Objekt. Dabei fällt ihm ein, dass ihm letzte Woche ein Eigentümer sein Haus gezeigt und ihn als Verkäufermakler (2.) beauftragt hat. Das Einfamilienhaus würde gut zu den Wünschen des Kaufinteressenten passen

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 Nun steckt er in einem Interessenkonflikt: Er kann nicht gleichzeitig ausschließlich die Interessen des Verkäufers wahrnehmen und die des Käufers, also zum Beispiel für beide den besten Preis verhandeln. Kommt es zum Kaufvertrag, kann der Makler dem Käufer keine Provision in Rechnung stellen, weil ihn der Verkäufer zuerst beauftragt hat.

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Anders sieht das aus, wenn der Makler noch keinen Auftrag des Verkäufers hatte, er also zuerst Käufermakler ist. Akquiriert er die Immobilie des Verkäufers im Rahmen des Suchauftrags für den Käufer, zahlt Letzterer die Provision, wenn es zum Kaufvertrag kommt.

Was ist das Bestellerprinzip?

Das Bestellerprinzip besagt: „Wer den Immobilienmakler zuerst bestellt, bezahlt ihn.“ Ob das Prinzip im jeweiligen Fall angewendet werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab

Für wen gilt das Bestellerprinzip?

Das Bestellerprinzip gilt für Mieter und Vermieter von Wohnimmobilien. Beim Immobilienkauf und -verkauf von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern an natürliche Personen besteht ab dem 23.12.

2020 mit der Variante des Käufermaklers beziehungsweise Verkäufermaklers die Möglichkeit, ebenfalls davon Gebrauch zu machen.

Gebräuchlicher wird hier aber der Doppelmakler sein, bei dem sich Käufer und Verkäufer die Provision teilen.

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Источник: https://immobilien.sparkasse.de/immobilien-verkaufen/bestellerprinzip.html

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