Bienenweide: Tipps und passende Blumen für den Garten

BIENEN: 10 TIPPS, WIE DU IHNEN EIN ZUHAUSE BIETEST

Bienenweide: Tipps und passende Blumen für den Garten
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Der Frühling steckt zwar noch in den Startlöchern, aber die ersten Bienen summen schon fleißig durch meinen Garten. Herrlich! Das macht mich richtig glücklich.

Immerhin sind gerade die Wildbienen in größter Gefahr. Seit Jahren gehen ihre Bestände besorgniserregend zurück. Höchste Zeit Garten, Terrasse und Balkon bienenfreundlich zu gestalten.

Wie das am leichtesten geht, habe ich Dir hier fix notiert.

Du kannst auch Deinen Balkon bienenfreundlich gestalten – zum Beispiel mit einem kleinen  Küchengarten in dem auch Salbei wächst. Foto: Lipatova Maryna

BIENEN AUF DIE TERRASSE UND DEN BALKON LOCKEN

Auch wer keinen Garten hat, kann den Bienen etwas Gutes tun. In vielen Garten-Centern kannst Du fertige Bienenweide-Mischungen kaufen. Die werden ganz easy in Balkonkästen und Kübel ausgestreut und gegossen. Fertig ist das Bienen-Buffet. Du kannst aber auch bienenfreundliche Pflanzen setzen.

Löwenmäulchen, Glockenblume, Männertreu oder Heide-Nelken sind echte Bienen-Magneten und wachsen wunderbar auf Deinem Balkon. Oder Du pflanzt in Töpfen die schönsten Küchenkräuter. Das sieht schick auf Deiner Terrasse aus und gefällt jeder Biene. Ideal wären Salbei, Minze, Basilikum und Thymian.

GESTALTE DEINEN GARTEN NATURNAH

Es muss ja nicht immer nur Rasen sein. Jedenfalls nicht im ganzen Garten. Ebenso können wir doch auch auf exotische Pflanzen in den Beeten verzichten – oder? Arten- und strukturreiche Gärten bieten dagegen reichlich Nahrung und Unterschlupf für Bienen.

Es muss wirklich nicht der ganze Garten sein – fang einfach mit einer naturbelassenen Ecke an, die nicht ständig gemäht wird. Dort haben Brennnessel und andere Kräuter Platz zum Wuchern. Für viele Insekten sind gerade diese Pflanzen überlebenswichtig.

Außerdem: An Teichen mit naturnahen Ufern können Wildbienen trinken und sie finden dort Lehm, um ihre Nisthöhlen zu verschließen.

Fingerhut ist zwar für uns und unsere Haustiere giftig, wird aber von Bienen geliebt. Er ist ein toller Blickfang im Beet. Foto: happykamill/shutterstock

VERZICHTE AUF EXOTEN – SETZE EINHEIMISCHE PFLANZEN

Durch den Einsatz von Pestiziden und einer intensiveren Landwirtschaft, ist es für viele Insekten schwieriger geworden Nahrung zu finden. Auch die Wildbienen leiden darunter.

Bisher konnten sie sich an heimischen Pflanzen satt futtern – damit ist nun  leider in weiten Teilen unseres Landes Schluss. Darum meine Bitte: Verzichte auf Exoten in Deinem Garten, setze lieber einheimische Pflanzen.

Auch Wiesensalbei, Fingerhut, Natternkopf, Lupine, Schafgarbe oder Kriechender Günsel sehen toll aus im Beet. Das Beste: Sie sind nicht nur schön, sondern ernähren auch noch die Wildbienen.

SIEHT SCHICK AUS UND HILFT: TOTHOLZ BIETET BIENEN SCHUTZ

Ein Weidenzaun, aufgeschichtete Zweige und Äste oder der morsche Baumstumpf der gefällten Eiche – sie alle schaffen wertvolle Lebensräume. Du musst wissen: Totholz ist nicht unbedingt tot. Im Gegenteil! In ihm tobt das Leben.

Hier finden Kleinstlebewesen ein Zuhause und auch die Wildbienen richten sich dort ein, um dort ihre Brutzellen anzulegen. Aber: Ein Haufen Totholz bietet nicht nur Schutz und ein Zuhause, sondern auch für viele Insekten Nahrung.

Du kannst ihn dort anlegen, wo er Dich nicht stört: Vielleicht hinterm Gartenhaus, hinter einer Hecke oder ganz dekorativ im Blumenbeet.

EIN GEPFLEGTER RASEN IST ZWAR SCHÖN, ABER NICHT GERADE BIENENFREUNDLICH. IN EINER KLEINEN ECKE DEINES GARTENS KÖNNTEST DU EINE BUNTE BLUMENWIESE ANLEGEN – SIE ZIEHT BIENEN AN. FOTO: SHUTTERSTOCK

SIE SOLLTEN NICHT GEFÜLLT SEIN: BIENEN LIEBEN EINFACHE BLÜTEN

Zugegeben: Gefüllte Blüten machen oft mehr her als einfache. Sie sind voller, üppiger und oft tolle Farbtupfer im Garten.

Aber sie machen unsere Wildbienen nicht satt! Die Blüten etlicher Zierpflanzen sind mittlerweile durch die Zucht so stark verändert, dass sie einfach keinen Nutzen mehr haben für Biene und Co. Sie produzieren keinen Pollen und keinen Nektar. Grund: Die Staubblätter wurden in Blütenblätter umgewandelt.

Darum pflanze bitte einfache und ungefüllte Wildformen. Sie bieten reichlich Nahrung. Auch bei Rosen solltest Du lieber auf die einfachen und nicht auf die gefüllten Sorten zurückgreifen.

EIN PARADIES FÜR BIENEN – BLUMENWIESE STATT RASEN

Klatschmohn blüht neben Kornblumen, dazwischen leuchten Margeriten und Witwenblumen – so sieht eine Wiese aus, die für Insekten tollstes Futter bietet. Wichtig ist, dass vor allem heimische Arten auf Deiner Bienen-Wiese wachsen. Wie praktisch: Diese tollen Wiesen gibt’s in der Tüte.

Du kannst sie im Garten-Center als fertige Samenmischung kaufen. Vor der Aussaat musst Du nur an einem sonnigen Flecken in Deinem Garten ein Stück Rasen entfernen, den Boden umgraben und möglichst alle Pflanzenreste entfernen. Schließlich noch einmal durchharken und begradigen.

Nach der Aussaat ordentlich gießen. Fertig.

Krokusse sind doch wirklich schöne Frühlingsboten – oder? Außerdem sind sie eine der ersten Nahrungsquellen im Jahr für Wildbienen. Foto: frankskleinergarten.de

BIENEN ZIEHEN AUCH GERNE MAL INS HOTEL

Es muss nicht immer das schicke Designerhotel aus dem Garten-Center sein. Im Gegenteil: Du kannst sehr viel Geld sparen, wenn Du ein Insektenhotel fix selber bastelst. Dafür benötigst Du eigentlich nur einige hohle Schilf- und Bambusröhrchen.

Allerdings musst Du einiges dabei beachten: Die Röhrchen sollten einen Durchmesser von 2 bis 9 Millimetern haben und mindestens 10 Zentimeter lang sein. Beim Zurechtschnippeln musst Du auf glatte Schnitte achten – damit sich die Tierchen beim Einzug nicht verletzen. Das Insektenhotel sollte eine geschlossene Rückwand haben.

Schön wäre es, wenn Du es an einem sonnigen und windgeschützten Plätzchen aufstellst. Die Öffnungen zeigen dabei am besten nach Südwesten. Ein Dach sollte die Röhrchen und seine Bewohner vor Regen schützen.

DENK AUCH AN DIE FRÜHAUFSTEHER

Kaum ist der Winter vorbei, summt schon so manche Biene durch Deinen Garten. Auch bei niedrigen Temperaturen sind sie schon auf der Suche nach Nahrung. Allerdings ist das Angebot jetzt noch sehr begrenzt.

Du kannst ihnen aber helfen – pflanze einfach viele bunte Frühblüher.

In einem bienenfreundlichen Garten dürfen Krokusse, Schneeglöckchen, Blaustern, Lerchensporn, Traubenhyazinthen, Winterlinge und Leberblümchen auf gar keinen Fall fehlen.

Ein Insektenhotel ist für Wildbienen und andere Insekten ein wunderbarer Nistplatz. Du kannst es ganz einfach und fix selber basteln. Foto: lcrms

BIENEN LEBEN AUCH UNTER TAGE

Wichtig zu wissen: Dreiviertel aller Wildbienen, die bei uns leben, nisten im Boden. Sie sind auf Sand-, Lehm- und Schotterböden im Garten angewiesen. Diese Nistplätze liegen in der Regel sonnig und sind nur stellenweise bepflanzt. Du kannst diesen Wildbienen in Deinem Garten entsprechende Nistplätze unter Tage anbieten.

Es ist ganz einfach: An einem sonnigen Plätzchen trägst Du den Gartenboden auf einer Fläche von 50 x 50 Zentimetern gut 30 Zentimeter tief ab und tauschst ihn gegen ein Gemisch aus Sand und Lehm. Drumherum schichtest Du Totholz auf oder begrenzt den Nistplatz mit Natursteinen.

Achte darauf, dass es in nächster Umgebung für die Bienen genug zu futtern gibt.

IM HERBST DIE VERBLÜHTEN STAUDEN STEHEN LASSEN

Im Herbst solltest Du verblühte Stauden, Sonnenblumen, Gräser und Brombeeren einfach stehen lassen. Das sieht im tristen Winter richtig hübsch aus und hilft vielen, vielen Nützlingen. Die verblühten Stängel bieten den Insekten Unterschlupf und sind wichtige Nistplätze. Zudem enthalten die alten Blütenstände oft noch Samen, über die sich hungrige Vögel in der kalten Jahreszeit freuen.

Источник: https://www.frankskleinergarten.de/bienen-10-tipps-wie-du-ihnen-ein-zuhause-bietest/

Pflanzen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Bienenweide: Tipps und passende Blumen für den Garten
Viele Schmetterlingsarten sind vom Aussterben bedroht.

Ein strahlend schöner Sommertag – und kein Summen von Bienen und Hummeln ist zu hören, kein Schmetterling flattert durch die Luft. Für Naturfreunde eine furchtbare Vorstellung.

Tatsächlich sind viele Arten vom Aussterben bedroht, seit einigen Jahren ist vom großen Insektensterben die Rede.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: der Einsatz von Pestiziden, gentechnisch veränderte Pflanzen und immer weniger natürliche Grünflächen.

Insekten in privaten Gärten Lebensraum schaffen

Selbst in privaten Gärten finden die Nützlinge nicht immer ausreichend Nahrung. Doch dagegen lässt sich leicht etwas unternehmen. Wer diese Arten unterstützen möchte, kann mit einfachen Mitteln viel tun. Bestimmte Pflanzen verschönern nicht nur den Garten, sie bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen ausreichend Pollen und Nektar sowie einen geeigneten Lebensraum.

Warum sind Hummeln, Bienen und Schmetterlinge so wichtig?

Bienen, Hummeln und auch Schmetterlinge sind nicht nur schön anzuschauen, sie sind auch elementar wichtig für die Vermehrung vieler Pflanzen sowie für die Bestäubung von Obst und Gemüse wie beispielsweise Tomaten oder Apfelbäumen – ohne sie gäbe es keinen Ertrag. Diese Tiere sind also nicht nur von großer ökologischer, sondern auch von ökonomischer Bedeutung.

Beim Kauf auf Vielfalt achten und Wildblumen pflanzen

Damit diese und andere Arten ausreichend Nahrung finden, empfiehlt es sich, beim Pflanzenkauf auf Vielfalt zu achten. Attraktiv sind heimische Wildblumen sowie Kräuter wie Lavendel, Oregano oder Thymian, die ausreichend Nektar und Pollen bieten. Statt hochgezüchteter Edelrosen sind Wildrosen empfehlenswert.

Pflanzen mit gefüllten Blüten bieten dagegen häufig nicht ausreichend Nahrung für die Tiere. Meist handelt es sich dabei um speziell gezüchtete Hybridpflanzen, die keine Pollen oder Nektar produzieren. Es gibt auch spezielle Saatgutmischungen, die beispielsweise für Bienen oder Schmetterlinge interessant sind.

Blühende Pflanzen von Frühling bis Herbst wichtig

Idealerweise sollte die Zusammenstellung so sein, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein ein Nahrungsangebot vorhanden ist.

Hummeln beispielsweise sind schon früh im Jahr bei niedrigen Temperaturen aktiv und suchen Nahrung.

Im Sommer lässt das Angebot dann oft rapide nach – dies soll nach Angabe des NABU (Naturschutzbund Deutschland) die Ursache für das massenhafte Sterben der Hummeln sein.

Zwiebelblumen für Insekten pflanzen

Um schon im Februar und März ein Nahrungsangebot zu haben, können Gartenbesitzer im Herbst zahlreiche Blumenzwiebeln ins Beet pflanzen. Tulpen, Krokusse, Narzissen oder Schneeglöckchen öffnen besonders früh im Jahr ihre Blüten.

So haben Wildbienen und Honigbienen bereits im zeitigen Frühjahr zahlreiche Anflugstationen, um Nektar und Pollen aufzunehmen. Empfehlenswert sind auch Elfenkrokus, Kleiner Krokus, die Gelbe Narzisse, Winterlinge und Frühjahrsalpenveilchen.

Generell gilt: Umso größer die Vielfalt im Beet desto besser.

Nahrung für Raupen und ausreichend Wasser im Sommer

Mit Wasser und Kies gefüllte Schalen versorgen Insekten mit Flüssigkeit.

Auch die Raupen der Schmetterlinge benötigen Nahrungsquellen. Diese unterscheiden sich in großen Teilen von den Bedürfnissen der erwachsenen Tiere.

Dazu zählen beispielsweise Brennnessel, Ampfer, Distel, Ginster, Apfelbaum und Zitterpappel. In trockenen Sommern finden Insekten in manchen Regionen nicht ausreichend Wasser. Eine Schale, gefüllt mit Steinen und etwas Wasser, bietet ihnen Flüssigkeit.

Die Steine und der niedrige Wasserstand ermöglichen es den Tieren, sicher zu landen.

Den Garten naturnah gestalten

Eine wilde Blumenwiese bietet viel Nahrung.

Gartenbesitzer können neben dem Kauf geeigneter Pflanzen noch mehr für die Nützlinge tun und den Garten naturnah gestalten. Eine Wildstrauchhecke, beispielsweise aus Kornelkirsche, Palmweide und Bienenbaum, bietet Schutz und Nahrung.

Und auch Vögel profitieren von solchen Hecken. Wer genügend Platz hat und über eine nicht ganz ordentliche Ecke im Garten hinwegsehen kann, lässt einen Teil des Grundstücks verwildern. In Kombination mit einem Stapel Totholz finden viele Nützlinge Nahrung und einen Unterschlupf.

Auch eine Wildblumenwiese ist ideal. Außerdem sollten im Herbst nicht alle Pflanzen heruntergeschnitten werden, das ist bei vielen Stauden nicht notwendig, ein Rückschnitt kann im Frühjahr erfolgen. Und wer Lust auf noch mehr Nützlinge im Garten hat, baut vielleicht sein eigenes Insektenhotel.

AUDIO: Insektenfeundlicher Garten: Die besten Tipps (32 Min)

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Ein vielfältiges Nahrungsangebot von Frühling bis Herbst – das ist wichtig für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Und auch Nahrung für die Raupen sollte vorhanden sein.Bildergalerie

Bienen, Hummeln und Schmetterlinge haben immer häufiger Probleme, ausreichend Nahrung zu finden. Mit diesen Pflanzen wird der Balkon zum Paradies für die nützlichen Insekten.mehr

Wildbienen sind wichtige Helfer bei der Bestäubung von Blumen und Pflanzen. Damit sich die Insekten im heimischen Garten ansiedeln, brauchen sie einen optimalen Lebensraum.mehr

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Bei Hitze und Trockenheit benötigen Vögel und Insekten dringend Wasser. Wasserstellen im Garten helfen den Tieren.mehr

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Источник: https://www.ndr.de/ratgeber/garten/zierpflanzen/Pflanzen-fuer-Bienen-Hummeln-und-Schmetterlinge,pflanzen1236.html

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