Calciumsulfatestrich: Das sind die Vor- und Nachteile

Estricharten – Vorteile und Nachteile der verschiedenen Estriche » bauredakteur.de

Calciumsulfatestrich: Das sind die Vor- und Nachteile

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Calciumsulfatestrich: Das sind die Vor- und Nachteile

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Calciumsulfatestrich: Das sind die Vor- und Nachteile

Von Zement-Estrich bis zu Kunstharz-Estrich: Hier erfahren Sie alles über Vor- und Nachteile der verschiedenen Estrich-Arten, Preise und die jeweiligen Einsatzgebiete.

Zement-Estrich: Beliebter Estrich für Innen- und Außenbereich

Zement-Estrich ist der populärste Estrich. Er ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für den industriellen, sowie für den privaten Gebrauch.

Er enthält Sand, der je nach Einsatzgebiet grob oder fein ist. Während im industriellen Bereich gröbere Körnungen zum Einsatz kommen, sind es im Eigenheim eher feinere.

Einige Zement-Estriche enthalten zudem mineralische Hartstoffe.

Diese garantieren, dass der Estrich auch bei Dauerbelastung sehr beständig ist. Der große Vorteil von Zement-Estrich besteht darin, dass er nach dem Aushärten wasserfest ist. Er eignet sich dementsprechend auch für Feuchträume und für den Außenbereich. Beachten Sie allerdings, dass er bei dauerhafter Feuchtigkeit weich wird.

Der größte Nachteil von Zemente-Estrich ist die lange Trockenzeit, die mehrere Wochen beträgt. Zudem müssen während des Durchtrocknens Temperaturen von mindestens 5 Grad herrschen. Heizungsluft beschleunigt den Prozess zwar, beeinflusst die Feuchtigkeitsverteilung im Estrich allerdings negativ.

Zement-Estrich verlegen Sie dementsprechend nur in den Sommermonaten.

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Dies gilt insbesondere für Rohbauten. Ein weiterer Nachteil ist das Verhalten des Estrichs bei der Trocknung. Der Estrich schrumpft während des Aushärtens und kann nicht mühelos auf der Trennlage gleiten.

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Im schlimmsten Fall drohen Risse. Beim Abriss eines Gebäudes fällt Zement-Estrich übrigens in die Kategorie Bauschutt. Er muss gesondert entsorgt werden und wird anschließend recyclet.

Gussasphalt-Estrich: Belastbar, edel und isolierend

Gussasphalt-Estrich wird ohne Wasser angerührt und besteht aus Sand, Steinmehl und Split. Zudem enthält er Bitumen, welches aus Erdöl hergestellt wird.

Für die Verarbeitung wird Gussasphalt-Estrich auf 230 Grad erhitzt und anschließend verstrichen. Das Resultat ist ein elastischer Untergrund, der auch großen Belastungen standhält.

Aus diesem Grund wird Gussasphalt-Estrich häufig für Lagerhallen oder andere industrielle Gebäude eingesetzt.

Er kann übrigens sogar befahren werden. Auch im privaten Bereich bietet Ihnen Gussasphalt-Estrich viele Vorteile. Er ist ein schlechter Wärmeleiter und wirkt dementsprechend isolierend.

Er sorgt für ein warmes Fußgefühl beim Begehen und fungiert auch als Trittschalldämmung. Letztere Eigenschaft macht ihn zum idealen Untergrund für Altbauten. Er ist schwer entflammbar und trägt zum Brandschutz bei.

Außerdem lässt sich der Estrich mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Tipp: Gussasphalt-Estrich eignet sich hervorragend als Bodenbelag. Für eine besonders glatte Oberfläche lassen Sie ihn vom Fachmann abschleifen und polieren.

Das Resultat ist ein glänzender, edler Bodenbelag mit einer leicht industriellen Ästhetik. Ein Nachteil im Vergleich zu anderen Estricharten sind die hohen Kosten.

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Zudem muss der Estrich vor dem Verlegen anderer Bodenbeläge immer mit einer Sperrschicht versehen werden.

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Der Grund dafür ist das Bitumen, dass zu chemischen Reaktionen mit andere Lösungsmitteln führen kann. Gussasphalt-Estrich muss übrigens genau wie Asphalt gesondert entsorgt werden.

Kunstharz-Estrich: Schnell trocknend, extrem beständig und wasserfest

Eine weitere Estrichart ist der sogenannte Kunstharz-Estrich. Er trocknet sehr schnell, ist wasserbeständig und resistent gegenüber den meisten Chemikalien.

Er wird im industriellen Bereich und im privaten Bereich eingesetzt. Der Estrich eignet sich insbesondere für den Außenbereich, für Feuchträume und für Lagerräume für Flüssigkeiten.

Er ist sehr flexibel und bietet sich auch für die Reparatur von schon bestehendem Estrich an.

Kunstharz-Estrich hat eine hohe Resistenz gegenüber Stößen, ist belastbar und langlebig. Mit dem richtigen Finish eignet er sich sogar als Bodenbelag für Wohnungen im industriellen Look.

Ein Nachteil von Kunstharzestrich ist der Preis, der im Vergleich zu anderen Estricharten sehr hoch ist. In Kombination mit Bodenbelägen müssen Sie zudem eine Sperrschicht anbringen.

Der Estrich darf keinen direkten Kontakt mit Fliesen, Laminat oder PVC haben. Kritisch ist auch die Zusammensetzung von Kunstharz-Estrich.

Je nach Produkt und Hersteller enthält der Estrich Bisphenol, Amine, Polyurethan-Bindemittel und Polyacrylat-Bindemittel. Diese Inhaltsstoffe können insbesondere im Brandfall zu giftigen Dämpfen führen. Um eventuelle Risiken abzuklären, sollten Sie vor der Anbringung in jedem Fall einen Experten zu Rate ziehen.

Magnesia-Estrich: Isolierender Estrich in verschiedenen Farben

Eine weitere Estrichart ist der sogenannte Megnesia-Estrich. Er wurde insbesondere in den Nachkriegsjahren verwendet und ist oftmals in Altbauten und in der Industrie zu finden.

Der Estrich bietet Ihnen viele Vorteile. Er ist ein schlechter Wärmeleiter und leitet auch Elektrizität nicht. Er fühlt sich dementsprechend warm an und bietet Sicherheit in der Elektro-Industrie.

Zudem ist der Boden elastisch, belastbar und hält auch schweren Maschinen stand. Der Estrich reißt zudem nicht und ist angenehm pflegeleicht.

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Nach dem Auringen steht Ihnen der Estrich übrigens schnell zu Nutzung bereit. Ein weiterer Vorteil des Materials: Magnesia-Estrich kann eingefärbt werden.

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Farben und Ausführungen erfragen Sie am besten beim Hersteller oder beim Fachmann.

Der Untergrund hat allerdings auch Schwachstellen. Er reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und eignet sich nicht für den Außenbereich oder für Feuchträume.

Auch den Belastungen in dauerhaft kalten Räumen, beispielsweise im Kühlhaus, hält er nicht stand. Chemische Reaktionen entstehen ebenfalls zwischen Magnesia-Estrich und Laugen.

Vorsicht ist insbesondere bei der Reinigung von geschliffenem Magnesia-Estrich geboten.

Anhydrit-Estrich oder Calciumsulfat-Estrich: Perfekt für große Räume

Calciumsulfat-Estrich besteht aus Sand oder Kies, Wasser und Anhydrit. Noch belastbarer ist der Estrich übrigens, wenn ihm Kunstharze beigemischt werden. Der Estrich bietet den Vorteil, dass er sehr schnell trocknet. Er ist je nach Umgebung und Temperatur schon nach drei Tagen begehbar. Zudem weist der Estrich lediglich ein sehr geringes Schwindeverhalten auf.

Er kann dementsprechend großflächig aufgebracht werden und neigt nicht dazu, zu reißen. Der Estrich brennt sehr schwer und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Brandschutz.

Zudem können Sie ihn in Kombination mit einer Fußbodenheizung als Heizestrich verwenden.

Dehnungsfugen sorgen dafür, dass sich der Estrich bei Temperaturveränderungen ausdehnen und zusammen ziehen kann.

Der Nachteil von Calciumsulfat-Estrich besteht darin, dass er empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert.

Er bietet ein gewisses Risiko für Schimmel und eignet sich weniger für den Einsatz im industriellen Bereich oder in Feuchträumen.

Für den Einsatz im Badezimmer sollte der Estrich in jedem Fall mit einer zusätzlichen Abdichtung versehen werden. Dazu zählen beispielsweise Fliesen oder eine Dampfsperre.

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