Chance für viele Ideen

Ideen umsetzen: So klappt’s

Chance für viele Ideen

Was bringen die besten Ideen, wenn sie nur genau das bleiben? Eben. Es sind ungenutzte Möglichkeiten und am Ende ärgert man sich, dass man es nicht geschafft hat, seine eigenen Ideen umzusetzen.

Das soll nicht heißen, dass jeder Einfall gleich ein erfolgsversprechender Geistesblitz ist, mit dem man die Welt im Sturm erobern kann, doch viele Ideen haben eine Chance verdient. Der Weg von einer theoretischen Idee zur praktischen Umsetzung ist jedoch oft lang und steinig, weshalb nur wenige tatsächlich zur Realität werden.

Wir zeigen, was der Umsetzung im Weg steht und wie es Ihnen trotzdem gelingt, Ihre Ideen in die Tat umzusetzen…

Ideen umsetzen: Was steht im Weg?

Auf den ersten Blick scheint es so einfach zu sein: Ist die Idee erst einmal da, muss man sich nur noch daran machen, diese zu verwirklichen.

Für viele scheint das Problem also eher in der Kreativität und dem Finden einer passenden Idee zu liegen.

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Zwar ist dies auch nicht immer leicht und wirklich gute und zündende Ideen sind eher eine Seltenheit, doch hören die Schwierigkeiten an dieser Stelle noch lange nicht auf.

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Ist die Idee da, ist es immer noch ein weiter Weg bis zur Umsetzung und oft kommt es erst gar nicht so weit. Aber warum eigentlich nicht?

  • Der Glaube an den eigenen Erfolg. Eine Idee zu haben ist schön und gut, doch braucht es auch das nötige Selbstvertrauen und den Glauben daran, dass diese Idee tatsächlich erfolgreich umsetzbar ist. Mangelt es an dieser grundsätzlichen Einstellung, wird die Idee verworfen, obwohl darin möglicherweise großes Potenzial steckt.
  • Die Zweifel des Umfelds. Nicht nur die eigenen Zweifel können eine Idee scheitern lassen, bevor diese überhaupt umgesetzt wurde. Auch die ständigen Bedenken des Umfelds können eine enorme Bremskraft erzeugen, die Motivation senken und dafür sorgen, dass man selbst nicht mehr von seiner Idee überzeugt ist.
  • Das nötige Durchhaltevermögen. Leider dauert die Umsetzung einer Idee meist deutlich länger, als man es sich vorgestellt hat. Nicht selten wird frühzeitig aufgegeben, da das Durchhaltevermögen fehlt. Auch der Frust über den anfangs ausbleibenden Fortschritt ist oft ein Problem.
  • Die richtige Vorgehensweise. Eine Idee zu haben und diese auch umzusetzen sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Möglicherweise fehlt einfach das Wissen über die entsprechende Vorgehensweise, um eine Idee aus den eigenen Gedanken in die Realität zu heben.

So klappt die Umsetzung Ihrer Idee

Wollen Sie eine Idee umsetzen, erfordert dies immer auch den Mut, etwas Neues zu wagen. Vielleicht begeben Sie sich damit auf ein Gebiet, auf dem Sie bisher noch keine Erfahrungen gesammelt haben oder blicken über Ihren Tellerrand hinaus.

Damit die Umsetzung Ihrer Idee aber auch wirklich funktioniert, sollten Sie sich bereits im Vorfeld einige Gedanken machen und auch während der Realisierung auf einiges achten. Diese sechs Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihre Ideen umzusetzen.

  1. Es ist gut, seine Idee voller Motivation anzugehen und immer daran zu glauben, dass man es schaffen kann, doch sollte man dabei trotzdem den Bezug zur Realität nicht verlieren.

    Hinterfragen Sie kritisch, ob das, was Sie vorhaben, auch wirklich umsetzbar ist.

    Auf diese Weise beugen Sie nicht nur einer Enttäuschung vor, wenn es nicht klappt, sondern geben sich auch selbst die Möglichkeit, Ihrer Idee weiterzuentwickeln und die nötigen Schritte einzuleiten, um die Idee realisierbar zu machen.

  2. In erster Linie wird hierbei natürlich an finanzielle Mittel gedacht, denn die Umsetzung einer Idee kostet in der Regel auch Geld, weshalb Kapital ein wichtiger Faktor ist.

    Aber auch Wissen und Arbeitskraft gehören zu den Ressourcen, über die man sich im Vorfeld Gedanken machen sollte.

    Brauchen Sie etwa eine Homepage, die programmiert werden muss? Oder brauchen Sie einfach Hilfe, da Sie nicht alles alleine machen können?

  3. Ja, es ist Ihre Idee, doch sollten Sie sich nicht darauf versteifen, alles unbedingt alleine schaffen zu wollen.

    Oftmals entstehen deutlich bessere Ergebnisse, wenn Sie sich Unterstützer suchen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    So reduzieren Sie nicht nur den Stress und den Druck, der auf Ihren Schultern lastet, sondern erhalten gleichzeitig viele neue Vorschläge, auf die Sie allein möglicherweise nicht gekommen wären.

  4. Gerade am Anfang scheint die Umsetzung einer Idee sich wie Kaugummi zu ziehen. Nichts geht schnell genug, der Frust wächst ständig an und irgendwann glaubt man, dass es überhaupt nicht mehr klappen wird.

    Um in dieser Phase nicht den Kopf hängen zu lassen, können kleinere Ziele helfen. Nehmen Sie sich nicht vor, alles auf einmal zu schaffen, sondern gehen Sie den Berg an Aufgaben Stück für Stück an.

    Damit schaffen Sie sich selbst immer wieder Erfolgserlebnisse, die Ihre Motivation und das Durchhaltevermögen steigern.

  5. Es ist einer der häufigsten Fehler, die eigene Idee möglichst lange für sich zu behalten.

    Feedback ist unerlässlich, um die Fehler und Schwachstellen der eigenen Idee zu beheben, die man selbst möglicherweise übersieht, weil man so begeistert ist.

    Nutzen Sie also die Gelegenheiten, um andere nach deren Meinung zu fragen. Besonders hilfreich sind Feedbackgeber, die sich in dem Bereich auskennen, in dem Ihre Idee angesiedelt ist.

  6. Egal, wie gut die Idee ist: Irgendwann werden Sie mit Schwierigkeiten konfrontiert, die viel Kraft und Zeit kosten und die meisten kommen früher oder später an einen Punkt, an dem sie mit dem Gedanken spielen, einfach aufzugeben und sich etwas anderem zu widmen. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht gleich entmutigen, sondern vertrauen Sie auch weiterhin auf die Stärken Ihrer Idee.

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Источник: https://karrierebibel.de/ideen-umsetzen/

Ideen ohne Umsetzung: Ein kreatives Millionengrab

Chance für viele Ideen

Die einen benötigen dringend gute kreative Ideen, um aus ihrer schier aussichtslosen Situation herauszukommen, andere haben so viele Ideen und Projekte gleichzeitig laufen, dass es ihnen schwerfällt, sich zu fokussieren. Und wieder andere haben immer wieder grandiose Ideen – setzen davon aber keine in die Realität um.

Wenn man mal alles zusammenzählen würde, was Ideen verursachen, dann müsste man wohl sagen, dass sie für ein riesiges Millionengrab verantwortlich sind! Millionen verschenkter Potenziale, Millionen geraubter Nerven, Millionen schlafloser Nächte, Millionen entgangener Glücksgefühle, Millionen verpasster Chancen und Millionen entronnener Gelder.

Doch sind wir mal ehrlich: Die Ideen tragen daran wohl kaum die Schuld. Vielmehr ist die Frage, wie wir mit der ganzen Ideen-Thematik umgehen!

Ideen alleine sind wertlos

Wenn ich in diesem Beitrag über kreative Ideen spreche, dann geht es um jegliche Ideen, mit denen du ein bestimmtes Problem lösen, deine ganz individuelle Situation verbessern, die Welt verändern oder aber auch einfach nur deine Zufriedenheit steigern könntest!

Viele dieser Ideen entstehen „spontan“, zum Beispiel, während man unter der Dusche steht, einen Spaziergang macht oder sich mit anderen austauscht. Dir schießt plötzlich eine Idee in den Kopf, doch noch bevor du ihr wirklich eine Chance gibst, hat deine innere Stimme eine Palette von Argumenten dafür parat, warum diese Idee nichts taugt. Und so vergisst oder verdrängst du sie wieder.

Wenn du geübt bist, dann schaffst du es des Öfteren, diese an den Haaren herbeigezogenen Argumente zu ignorieren und dich aktiv mit der Idee zu beschäftigen. Aber wie oft wird daraus dann mehr, sodass du dich auch traust, dich mit anderen ernsthaft darüber auszutauschen?

Hast du es erst mal soweit geschafft, und du unterhältst dich tatsächlich mit anderen über deine Idee, dann hängt es oft sehr stark von deren Reaktionen ab, wie es mit der Idee weitergeht.

Kommen hauptsächlich Bedenken und destruktive Gedanken auf, dann ist das Todesurteil der Idee schon so gut wie gefällt, und sie landet mit vielen anderen im Millionengrab.

Ist dein Gesprächspartner von der Idee aber genauso begeistert wie du, dann kannst du höchstwahrscheinlich kaum mehr ruhig sitzen.

Dein Hirn fängt an, vor Umsetzungsideen nur so zu sprudeln. Am liebsten möchtest du sofort mit der Umsetzung starten und du denkst schon fünf Schritte weiter als es für die momentane Situation eigentlich erforderlich ist. Du beginnst, dir erste konkrete Gedanken für ein Konzept zu machen und bist voller Euphorie!

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Dann holt dich der Alltag wieder ein. Ein Anruf hier, ein paar Erledigungen dort und einige Zeit später war es das dann auch schon wieder mit deiner Idee – und das Millionengrab wächst weiter.

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Wie oft ging es dir schon so? Ich wette, ziemlich oft. Zumindest mir selbst ging es eine Zeit lang ständig so.

Deine Ideen sind noch zu jung zum Sterben

Es ist Zeit damit aufzuhören! Hör auf, dir deine Ideen selbst schlecht zu reden. Hör auf, die Umsetzung der Ideen zu stark von der Meinung anderer abhängig zu machen und hör auf damit, deine Ideen auf Grund des Alltags in der Ecke verhungern zu lassen.

So spontan dir die Entstehung einer Idee auch erscheinen mag, glaub mir, so spontan ist diese gar nicht. Wenn du mal etwas zurückdenkst, dann beschäftigst du dich eigentlich schon recht lange damit. Du hast vor einiger Zeit etwas festgestellt, das dir nicht sonderlich gefällt.

Du hast vielleicht nicht direkt eine Lösung dafür gehabt, aber hast dich seitdem permanent, zumindest unterbewusst, damit beschäftigt. Bei allem, was du seitdem erlebt hast, bei allem, was du gehört, gesehen oder gefühlt hast, hast du dein Hirn mit Informationen gefüttert.

Möglicherweise hast du dich tatsächlich gar nicht mehr bewusst damit beschäftigt, aber dein Unterbewusstsein hat permanent diese Informationen verarbeitet.

Wenn du also dann diesen spontanen Einfall, diesen „Geistesblitz“ hast, dann ist dieser eigentlich das Resultat eines recht langen Entstehungsprozesses. Möglicherweise hat nur noch ein kleines Puzzlestück gefehlt, und durch den letzten, neuen Impuls konnte dein Lösungsansatz, deine Idee kreiert werden.

Gib dieser Idee also erst einmal eine reelle Chance. Sie hat es sich verdient!

Mit der Idee schwanger gehen

Fang nicht sofort damit an zu bewerten, wie gut oder schlecht die Idee ist, sondern schreibe sie erst einmal auf und denke immer wieder darüber nach. Eine Idee ist wie eine Schwangerschaft: Bis aus dem Samen etwas Wundervolles, etwas Lebendiges entsteht, braucht es Zeit.

Je nach Lebewesen kann das kürzer oder länger gehen, aber es braucht in jedem Fall Zeit. Ich schicke mir dafür mittlerweile am Anfang immer ganz gerne selbst eine E-Mail, die im Betreff als Erinnerung nur kurz die Idee umreißt.

So sehe ich sie mehrmals täglich in meinem Posteingang und denke unweigerlich immer wieder darüber nach. Meine Gedankengänge dazu schreibe ich dann einfach wieder in eine Antwort-Mail.

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Irgendwann, wenn diese E-Mail immer größer wird und ich das Gefühl habe, es ist nun an der Zeit mich näher damit zu beschäftigen, dann plane ich Zeit dafür in meinem Terminkalender ein.

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Führe ich Gespräche mit anderen Personen zu dieser Idee, dann schreibe ich mir die daraus entstandenen Gedanken ebenfalls wieder in eine E-Mail und beschäftige mich einige Zeit später dann wieder damit. Durch dieses System kann ich mir sicher sein, dass keine Gedanken zu dieser Idee verlorengehen und ich immer wieder an sie erinnert werde (ganz nebenbei steigere ich damit auch meine Produktivität).

Nach einiger Zeit merke ich dann selbst, ob es für mich von Wert ist, diese Idee weiterzuverfolgen und schiebe sie, falls nicht, in einen Ablage-Ordner in meinem Postfach.

Gegebenenfalls wird sie dann unter anderen Umständen doch noch einmal interessant.

Sollte sie sich aber tatsächlich als hoffnungsvoll erweisen, dann entwickle ich für sie einen konkreten Projektplan und setze sie Schritt für Schritt in die Realität um.

Und was, wenn das Ganze scheitert? Eine Frage, die ich mir auch immer wieder gestellt habe. Hier solltest du deine blockierenden Gedanken hinterfragen.

Meine Überzeugung ist mittlerweile: Ich kann gar nicht scheitern! Denn bereits der aktive Schritt, etwas aus einer Idee in meinem Kopf in die Tat umzusetzen, ist ein grandioser Erfolg.

Wie das Ergebnis aussieht, sobald aus der Idee dann eine Wirklichkeit geworden ist, ist eigentlich ziemlich egal. Denn schon allein dass ich es versucht habe, war es wert!

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Nicht zuletzt ist die häufigste Aussage von Menschen, die im Sterben liegen, dass sie nicht das bereuen, was sie getan haben, sondern das, was sie immer im Kopf hatten – aber nie gewagt haben.

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Du hast aktuell die Chance, dein Leben noch aktiv zu beeinflussen, also mach das Beste daraus. Begrabe deine Ideen nicht zu früh und gib ihnen eine reelle Chance zur Entfaltung. Vergrößere nicht nur ständig das Millionengrab, sondern setze Ideen in die Praxis um und bereichere damit dein Leben um das millionenfache!

Welche Idee hattest du zuletzt, die du wieder ganz schnell verdrängt hast? Noch ist es nicht zu spät. Pack sie an! Sie ist es wert.

P.S. Du hättest gerne einen Sparringspartner, um deine Vermarktungsideen auf Augenhöhe mit jemandem austauschen und in die Praxis umsetzen zu können? Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme!

Источник: https://uspmaker.com/de/ideen-ein-kreatives-millionengrab/

Killerphrasen-Friedhof: Geben Sie guten Ideen eine Chance

Chance für viele Ideen

Überall auf der Welt definieren Visionäre gerade das Mögliche neu. Vor allem die technologischen Innovateure sind wie auf Speed. Am laufenden Band entwickeln sie Initiativen, die das Leben der Kunden besser machen.

Sie vernetzen modernste Entwicklungen miteinander und kombinieren in unzähligen Varianten die virtuelle mit der realen Welt. Wer da nicht mitagiert, wird weginnoviert.

Neuerungen können aber nur dort entstehen, wo es den passenden Nährboden gibt: die Erlaubnis zum Widerspruch, eine ergebnisoffene Lernkultur und Freiraum zum Experimentieren.

Man kann gar nicht genug verrückte Ideen haben, um seine Kunden immer wieder neu zu betören. Und man braucht viele solcher Ideen. Denn nur, wer viel würfelt, der würfelt am Ende auch Sechser.

© Gabal

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Zu diesen Themen hält sie Impulsvorträge auf Tagungen, Fachkongressen und Online-Events.

2015 wurde sie für ihr Lebenswerk in die Hall of Fame der German Speakers Association aufgenommen. Beim Business-Netzwerk Linkedin wurde sie Top-Voice 2017 und 2018. Von Xing wurde sie zum Spitzenwriter 2018 und zum Top Mind 2020 gekürt. Ihr Touchpoint Institut bildet zertifizierte Touchpoint Manager und zertifizierte Orbit-Organisationsentwickler aus.

www.anneschueller.de

Ihr aktuelles Buch zum Thema: „Querdenker verzweifelt gesucht – Warum die Zukunft der Unternehmen in den Händen unkonventioneller Ideengeber liegt“.

Weiterdenker im Unternehmen: ein Wettbewerbsvorteil

Mutige, tatkräftige, einfallsreiche Ideengeber sind, um den Sprung in die Zukunft zu schaffen, erste Wahl. Solche Menschen werden Quer- und Weiterdenker oder bisweilen auch Organisationsrebellen genannt.

Sie sind Freigeister, Wachrüttler, Infragesteller, Andersmacher, Vorwärtsbringer, Zukunftsgestalter. Sie sprühen vor Ideen, wie man das, was in die Jahre gekommen ist, besser machen könnte, sollte und müsste.

Sie reden Klartext, wenn sie Verfahrensweisen aufgespürt haben, die aus der Zeit gefallen sind. Sie zeigen auf alles, was für Kollegen und Kunden eine Zumutung ist. Sie sind offen für Fortschritt und treiben mit frischem Wind den Wandel voran.

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Sie wagen sich auch dorthin, wo noch niemand vor ihnen war. Sie kämpfen sogar gegen Windmühlen an. Und all das tun sie, weil ihre Firma ihnen wirklich am Herzen liegt.

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Doch häufig ecken sie an und stoßen auf Widerstand.

Die größten Blockaden? Das sind die eigene Bequemlichkeit („Dafür haben wir jetzt keine Zeit!“), die Angst vor Neuem („Das machen wir hier doch schon immer so!“), purer Neid („Der schon wieder!“), Autoritätsangst („Das würde der Chef nie akzeptieren!“), Reviergehabe („Das ist gar nicht Ihr Aufgabengebiet!“) und das Nicht-hier-erfunden-Syndrom („Sie haben doch von unserem Bereich gar keine Ahnung!“).

Abwehr und Widerstand: So verkümmert jede Initiative

„Meine Mitarbeiter haben aber keine guten Ideen“, meinte neulich einer. Manche Obere glauben tatsächlich noch immer, sie müssten alles selbst am besten wissen und ihren Leuten sagen, wie die Dinge zu laufen haben.

Sie können sich schlecht auf fremde Sichtweisen einlassen und nur schwer akzeptieren, wenn auch andere mit Einfällen glänzen. Dabei gelingt es am besten gemeinsam, Ideen zu entwickeln, die zuvor noch niemand hatte, und auf die man allein nicht gekommen wäre.

Mit vielen klugen Köpfen löst man jedes Problem. Mitarbeiter geben ihre Ideen aber nur dann preis, wenn sie glauben, dass diese Wertschätzung erfahren. Und wenn sie wissen, dass Fehler kein Beinbruch sind.

Denn Fehler sind der Preis für Evolution und Innovation. Fehler machen bedeutet: Üben, um siegen zu lernen. Mit einer solchen Haltung können bahnbrechende Erfolge gelingen. Hingegen verkümmert in einem von Abwehr und Konformismus geprägten Umfeld jede Initiative.

Wird nämlich ein Individuum für schöpferische Leistungen oft kritisiert oder werden seine Einfälle ständig abgewiesen, entsteht ein Phänomen, das als „Kreativitätskränkung“ bekannt ist: Die Neugier erlischt und man zieht sich zurück.

Von sensiblen Mitarbeitern bekommt man, wenn sie nur ein einziges Mal heftig angegriffen und heruntergemacht wurden, praktisch nie mehr Ideen. Sie sind wie Blumen, die schnell verwelken, sobald man sie knickt.

Klugen neuen Ideen weht oft eine steife Brise entgegen

Neue Ideen sind sehr zerbrechlich und werden leicht totgetrampelt. Ihre Schöpfer tun sich oft schwer, weil sie sich gegen Bremser und Bewahrer zur Wehr setzen müssen. Wie kommt es überhaupt, dass sich die Bedenkenträger vielfach so breit machen können?

Die Harvard-Psychologin Teresa Amabile hat dazu verschiedene Experimente durchgeführt. Sie kam zu dem Schluss, dass Kritiker oft als intelligenter wahrgenommen werden, man spricht ihnen ein spitzfindigeres Urteilsvermögen zu.

„Schwarzseher erscheinen leicht als scharfsinnig und weitsichtig, während positive Äußerungen schnell als naiv abgetan werden“, sagt sie. Da Ungewisses womöglich Gefahr für Leib und Leben bedeutet, hat es Vorfahrt im Hirn.

So rückt vorsorgliche Abwehr schnell in den Vordergrund. Ferner werden die potenziellen Risiken, die die Zukunft bringt, gern überbewertet. Die „guten, alten Zeiten“ hingegen werden verklärt.

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Sondieren Sie also ruhig einmal per einfacher Strichliste: Wie oft reden wir denn hier über das, was nicht funktioniert? Und wie viel läuft denn wirklich schief? Wie oft ist ein Negativfall denn tatsächlich eingetreten – oder in der Realität zu befürchten?

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Wie viele Kunden sind denn tatsächlich schwierig? Um wie viel besser ist die Konkurrenz denn effektiv? Oder hat sie vielleicht nur die Beschäftigten mit der besseren Einstellung?

Wie man Ideenblockierer und Geht-nicht-Sager entlarvt

Weil Freigeister und Weiterdenker schnell ins Abseits geraten, brauchen sie Schutzzonen für ihre innovativen Gedanken, einen gefahrlosen Austausch und Spielräume für neuartiges Tun.

Nur dann kann sich ihre Kreativität voll entfalten. Leider gibt es eine Vielzahl taktischer Vorgehensweisen, um ihre Initiativen zu diskreditieren und ihre Vorstöße ins Nirvana zu schicken. Zum Beispiel?

Der Ansprechpartner sagt, er kümmere sich um die Sache und prüfe das, tut es aber dann doch nicht. Er „vergisst“, den Vorschlag oder schiebt ein „Nein“ von oberster Stelle vor.

Oder er erklärt, dass die Idee nicht in die zukünftigen Planungen der Firma passt. Oder er behauptet, dass man genau das schon einmal erfolglos versucht hat. Ziel ist es, den Ideengeber zu verunsichern und mundtot zu machen. Geschieht das öffentlich, soll derjenige herabgewürdigt, beschämt und isoliert werden.

Auch innerhalb eines Teams kann es passieren, dass versucht wird, vielversprechende Einfälle mit sogenannten Totschlagargumenten abzuwiegeln oder zu Fall zu bringen.

Dies hat meist damit zu tun, dass ein Anderer aus welchen Gründen auch immer sein derzeitiges Verhalten nicht ändern will. In solchen Fällen kommen gern Killerphrasen zum Einsatz. So sterben selbst die besten Ideen.

Der Killerphrasen-Friedhof für Totschlagargumente

Auf manche Entgegnungen fällt man als Ideengeber leicht herein. „Das machen wir doch schon“, ist so eine.

Da muss nachgefragt werden: Wie denn genau? Wie früher? Wie immer? Wie alle? Wer das neue am Neuen nicht sieht, ist besonders gefährdet. Oft wird das neue am Neuen auch überhört, weil unser Hirn das Vertraute so liebt.

Manche Erwiderungen sollen ganz einfach verletzen. Das klingt dann etwa so: „Sie wollen was ändern? Die Phase hat am Anfang hier jeder. Das geht vorbei.“ Auf solche Spielchen geht man besser gar nicht erst ein.

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Oder jemand sagt: „Wie du dir das vorstellst, das klappt nie.“ Statt mit einem „Wieso?“ in ein argumentatives Hin und Her zu geraten, fragt man in die Runde: „Peter meint, bei ihm geht das nicht. Wie seht ihr das in Bezug auf euren Bereich? Wie könnte das bei euch funktionieren?“

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© Anne M. Schüller

Und wie schafft man Totschlagargumente auf Dauer aus der Welt? Zunächst braucht es eine gemeinsame Erkenntnis, dass man damit nicht weiterkommt. Dann beginnt man, diese zu sammeln.

Sie werden schließlich begraben, indem man einen Friedhof für Ideenkillerphrasen erschafft. Dies visualisiert man in Form eines Posters, etwa so, wie die Abbildung zeigt. Das hängt man an der Wand im Meetingraum auf. Und lassen Sie Platz für neue Phrasen. Irgendjemandem fällt bestimmt noch was ein.

Источник: https://creditreform-magazin.de/kolumne/killerphrasen-friedhof-geben-sie-guten-ideen-eine-chance/

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