Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Contents
  1. Dachdecken leicht gemacht: Alle Infos zu Materialien & Kosten
  2. Dach eindecken: Materialien, Lebensdauer, Preise
  3. 1. Dachziegel
  4. 2. Dachsteine oder Betonziegel
  5. 3. Schiefer
  6. 4. Aluminium, Kupfer, Zink
  7. 5. Solardachziegel
  8. 6. Reet
  9. 7. Gründach
  10. Was ist bei der Dacheindeckung zu beachten?
  11. Das solltest Du über die Dacheindeckung wissen
  12. Folgende Materialien stehen zum Dachdecken zur Wahl:
  13. Wie lange hält ein neues Dach?
  14. Dacheindeckung: Erlaubt ist was gefällt?
  15. Welche Rolle spielt die Dachneigung?
  16. Arten der Dacheindeckung: harte vs. weiche Bedachung
  17. Dachdeckung: Vorarbeiten Schritt für Schritt erklärt
  18. Darauf solltest Du beim Dachdecken achten:
  19. Unser Fazit:
  20. Das richtige Material für die Dachsanierung – Darauf sollten Sie achten
  21. Der Einfluss der Dachform auf das Material
  22. Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer der Materialien
  23. Material für Ihre Dachsanierung
  24. Material für die Dachdämmung
  25. Kosten sparen beim Dämmen des Steildaches
  26. Kosten sparen bei der Flachdachdämmung
  27. Energieeffizienz und Solaranlagen
  28. Die Umweltbilanz der verschiedenen Materialien
  29. So bestimmt das Material für Ihre Dachsanierung das Aussehen Ihres Daches
  30. Dachdecker finden mit MeinDach
  31. Dacheindeckung im Überblick
  32.   Dachziegel
  33.   Dachsteine
  34.   Schiefer
  35.   Bitumen
  36.   Faserzementplatten
  37.   Reet
  38. Dacheindeckung: Entscheidungshilfe
  39. Dacheindeckung – eine Entscheidung fürs Leben
  40. Entscheidungskriterien – welcher Baustoff ist der richtige
  41. Ein Überblick – die wichtigsten Baustoffe fürs Dach
  42. Dachziegel – der Klassiker unter den Bedachungsmaterialien
  43. Betonstein – Alternative zum Tonziegel
  44. Metall – Bleche fürs Dach
  45. Aluminium
  46. Kupfer
  47. Titanzink
  48. Schiefer – langlebiges Naturmaterial
  49. Reet – teure und anfällige Naturschönheit
  50. Faserzementplatten – Modernes Eternit
  51. Wichtig – so berechnen Sie die Kosten für Ihre Dacheindeckung
  52. Material fürs Dach
  53. Die richtige Dacheindeckung fürs Einfamilienhaus
  54. Nach welchen Kriterien wählt man das Deckmaterial aus?
  55. 6. Die Vorteile einer Dampremse nutzen
  56. 7. Den Dachraum großzügig gestalten: Gauben schaffen Platz

Dachdecken leicht gemacht: Alle Infos zu Materialien & Kosten

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Der Wert eines Hauses bemisst sich unter anderem an der Qualität und Haltbarkeit des Daches. Je solider die Dacheindeckung, desto länger lebt ihr unbeschwert in euren vier Wänden oder könnt den Bestandsbau zu einem guten Preis weiter verkaufen.

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Natürlich hält kein Dach äußeren Einflüssen ewig stand. Irgendwann ist eine Sanierung fällig. Um bei der Modernisierung oder einem Neubau eine gute Entscheidung zu treffen, solltet ihr euch für das richtige Material zum Dach eindecken entscheiden.

Dach eindecken: Materialien, Lebensdauer, Preise

Prinzipiell habt ihr bei fast allen Dachformen die freie Wahl. Das Material zur Dacheindeckung sollte euch optisch gefallen oder den baurechtlichen Vorgaben entsprechen.

Eine wichtige Voraussetzung, die euch viel Ärger und Kosten ersparen kann, ist die vorherige Überprüfung eures Daches durch einen Statiker.

Denn das Gewicht von Dachziegeln, Grünpflanzen oder Schieferplatten muss zur Tragkraft des Dachstuhls passen.

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Darüber hinaus lohnt sich immer auch ein Blick auf die Lebensdauer und den Preis einzelner Materialien zur Dacheindeckung. Hier sollte das Verhältnis stimmen. Daneben ist der Wartungsaufwand nicht zu unterschätzen. So ist ein Reetdach weit weniger funktional als ein Ziegeldach.

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Die folgende Tabelle verschafft euch einen ersten Überblick über die wichtigsten Materialien zum Dach eindecken – mit durchschnittlichen Kosten, Haltbarkeit und Regeldachneigung:

1. Dachziegel

Dachziegel finden nicht nur bei historischen Bauwerken Verwendung. Sie verleihen auch modernen Häusern Charme. Ziegel sind leicht, in vielfältigen Formen und Farbvarianten erhältlich sowie witterungsbeständig. Gepresst und gebrannt aus einer Ton-Lehm-Mischung, gilt das Naturprodukt als besonders langlebig. Kein Wunder, dass bereits vor Jahrtausenden Dächer damit eingedeckt wurden.

Je nach Region werden in Deutschland unterschiedliche Dachziegel bevorzugt verwendet. Zu den bekanntesten zählen Biberschwanzziegel, Hohlziegel, Flachdachziegel und Falzziegel mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen.

Biberschwanzdachziegel werden in besonderen Mustern eingedeckt, die typisch für diese Ziegelart ist. © Getty Images/iStockphoto

2. Dachsteine oder Betonziegel

Dachsteine oder Betonziegel sind eine günstige Alternative zu klassischen Dachziegeln. Optisch erkennt der Laie kaum einen Unterschied. Dachsteine sind aber deutlich schwerer als die leichten Ziegel. Rund zwei Kilogramm bringt ein Stein aus Beton mehr auf die Waage. Voraussetzung für die Dacheindeckung mit Betonziegeln ist, dass der Dachstuhl die Last tragen kann.

Ein Vorteil von robusten Dachsteinen: Sie liegen fester auf und sind besonders sturm- und frostsicher. Allerdings sind sie weniger langlebig als Dachziegel.

Dachsteine sind optisch kaum von Dachziegeln zu unterscheiden, sind aber deutlich schwerer. © Getty Images

3. Schiefer

Schieferdächer sind besonders witterungs- und sturmresistent. Der Grund: Die Platten aus dem robusten Naturgestein werden auf eine Holzunterkonstruktion genagelt oder geklammert. Die typische Optik ist ein seidenmattes, glänzendes Grau. Inzwischen gibt es aber auch weitere Farbnuancen, die Gebäuden noch mehr Individualität verleihen.

Schiefer ist mit bis zu 90 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise kostspielig. Günstiger und leichter, aber ähnlich langlebig ist Kunstschiefer mit circa 50 Euro pro Quadratmeter.

Schieferdächer gelten als besonders langlebig und sturmsicher. © Getty Images/iStockphoto

4. Aluminium, Kupfer, Zink

Metalle eignen sich als Material zum Eindecken für jede beliebige Dachform. Aluminium, Kupfer und Zink sind extrem leicht und einfach zu verarbeiten. Das lässt viel Spielraum für architektonische Details. So sind Kombinationen verschiedener Metalle zum Verkleiden von Gauben, Erkern oder Dachrändern denkbar.

Besonders günstig und langlebig ist Aluminium. Dafür lässt die Wärmedämmleistung zu wünschen übrig und ein zusätzlicher Korrosionsschutz ist notwendig.

Kupfer zum Dach eindecken hat den Vorteil, dass sich das Metall auch für komplizierte Anschlüsse eignet und der Wartungsaufwand sehr gering ist. Über die Jahre erhält Kupfer seine typische grünliche Patina, die Hausbesitzern optisch natürlich zusagen muss.

Titanzink überzeugt durch seine Formbarkeit. Von der geschwungenen Kuppel bis zum imposanten Dachüberstand ist nahezu jedes Detail mit dem korrosionsbeständigen Werkstoff realisierbar.

Formbares Zink lässt viel Spielraum für architektonische Details. © Getty Images/iStockphoto

5. Solardachziegel

Wer einen positiven Beitrag zur Klimawende leisten will, setzt heute auf die Gewinnung von Solarenergie. Als Alternative zu herkömmlichen Photovoltaikanlagen bieten immer mehr Hersteller Solardachziegel an. Dabei ist die Technik in die Oberfläche integriert. Das ist optisch besonders elegant, dafür aber störanfälliger und kostspieliger.

Eine weitere Lösung mit weniger Wartungsaufwand sind Indach-Anlagen. Sie bestehen aus größeren, zusammenhängenden Modulen, die in die Dachfläche eingelassen werden.

In den Anfängen der Solardachziegel wurden die Solarzellen auf die Oberfläche geklebt, heute ist die Technik integriert und kaum erkennbar. © Getty Images/iStockphoto

6. Reet

Reetdächer haben vor allem in Küstenregionen eine lange Tradition. Reet ist ein Schilfrohr, das getrocknet und zum Eindecken von Dächern auf einer wärmegedämmten Unterkonstruktionen ausgerollt wird. Das Material ist besonders atmungsaktiv und witterungsbeständig. Es reguliert die Feuchtigkeit im Gebäude und verbessert die Wärmedämmung.

Großer Nachteil von Reetdächern ist der hohe Wartungsaufwand. Außerdem ist Reet nicht feuerfest. Zu beachten sind daher besondere Bau- und Brandschutzbestimmungen wie beispielsweise die Pflicht, einen Blitzschutz zu installieren.

Reetdächer kennt man vor allem aus dem Norden Deutschlands. © Getty Images/iStockphoto

7. Gründach

Mit Gräsern und Blumen bepflanzte Dächer machen nicht nur optisch viel her. Gründächer haben weitere Vorteile: Sie tragen zur besseren Feuchtigkeitsregulierung sowie zur Wärmedämmung bei. Außerdem verbessern sie das Mikroklima vor Ort und filtern Schadstoffe aus der Umgebungsluft.

Je flacher das Dach, desto leichter gelingt die Begrünung mit Gräsern, Moosen und Sukkulenten. Nicht zu unterschätzen ist das Gewicht der Pflanzen. Beim Modernisieren hin zu einem Gründach kann eine Verstärkung des Tragwerks notwendig sein.

Ein Gründach rundet jedes Ökohaus perfekt ab. © Getty Images/iStockphoto

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/dach-eindecken-materialien-und-kosten-43120

Was ist bei der Dacheindeckung zu beachten?

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Was ist bei der Dacheindeckung zu beachten?

17/04/2019 – Louis Victor

Damit das Dach seine Bewohner und die Bausubstanz des Gebäudes zuverlässig vor Witterungseinflüssen schützt, solltest du die Dacheindeckung professionell und mit modernen Dachbaustoffen durchführen. Herbststürme, Sommer-Dauerregen und extreme Temperaturschwankungen hinterlassen über die Jahre am Dach ihre Spuren.

Dacheindeckungen betreffen in der Regel das komplette Dach. Ausbesserungen oder Sanierungenbeziehen sich hingegen auf einzelne Teilbereiche des Daches.

Welche Dachbaustoffe dabei zum Einsatz kommen, welche Möglichkeiten der Dacheindeckung es überhaupt gibt und wie dadurch die Optik des Hauses beeinflusst wird, erfährst du in unserem brandneuen Beitrag.

Das solltest Du über die Dacheindeckung wissen

Nicht jedes Material eignet sich für Dachdeckungen. Dachpfannen, Bleche oder Steine sollten jedoch zur Optik des Hauses passen, zuverlässig abdichten und rutschsicher anzubringen sein. Regenwasser darf sich nicht auf und unter dem Dach stauen, da sich sonst gesundheitsgefährdende Schimmelpilzeim Gebäude ausbreiten können.

Die gängigen Dachbaustoffe unterscheiden sich hinsichtlich Gewicht, Lebensdauer, Anschaffungskosten und ihren spezifischen Eigenschaften. Dachform, Dachneigung, Bauvorschriften sowie der Baustil des Hauses haben einen entscheidenden Einfluss auf die Auswahl der Materialien.

Folgende Materialien stehen zum Dachdecken zur Wahl:

  • Tondachziegel
  • Betondachsteine
  • Unterspannbahnen
  • Dachabdichtung
  • Wellplatten (Faserzementplatten)
  • Dachbleche
  • Dachplatten aus Aluminium, Kupfer oder Titanzink
  • Schindeln
  • Dachbegrünungssysteme
  • Schweißbahnen
  • Dachpappe
  • Abdichtungsbänder
  • direktdeckende Solarmodule

Wie lange hält ein neues Dach?

  • Dach aus Tonziegeln ca. 80 bis 100 Jahre
  • Dach aus Betonpfannen ca. 60 bis 80 Jahre
  • Metalldach ca. 30 bis 80 Jahre
  • Dach aus Wellpappe ca. 10 bis 20 Jahre

Je regelmäßiger ein Dach gewartet und instandgesetzt wird, desto länger seine Lebensdauer. Aber auch Einflussfaktoren wie die Wetterbedingungen spielen eine große Rolle.

Dacheindeckung: Erlaubt ist was gefällt?

Das wäre zu schön! Damit Hausbesitzer keinen unnötigen Ärger mit der Gemeinde riskieren, ist vor Beauftragung von Dacharbeiten der Gang zum ortansässigen Bauamt ein absolutes Muss.

Im dort geführten Bebauungsplan sind Vorgaben hinterlegt, zur Farbe der Dacheindeckung, der Art der Dachdeckung, den Baumaterialien sowie der Ausrichtung des Dachfirstes.

Diese Angaben können regional unterschiedlich ausfallen.

Welche Rolle spielt die Dachneigung?

Orientierung liefert Dir die Regeldachneigung. Dieser Richtwert gibt an bis zu welcher Neigung des Daches die Eindeckungsmaterialien als regensicher gelten.

Folgende Empfehlungen helfen Dir das richtige Material für das zu deckende Dach auszuwählen:

  • bei Satteldächern mit einer Neigung größer als 22 Grad werden in der Regel Falzziegel eingesetzt
  • Beträgt die Dachneigung bis zu 35 Grad, bevorzugen Profis Flachziegel wie den Biberschwanz
  • Steilere Dächer (ab einem Neigungswinkel von 40 Grad) werden gewöhnlich mit Hohlziegeln gedeckt

Arten der Dacheindeckung: harte vs. weiche Bedachung

Generell wird beim Dachbau zwischen harten und weichen Bedachungen unterschieden. Wie du sicher bereits ahnst, ist der Härtegrad der Dachbaustoffe dabei entscheidend. Harte Materialien werden auf die Dachhaut gedeckt. Weiche Dachbedeckungen hingegen selbst als Dachhaut verwendet.

Weiche Dachdeckungen mit Gras oder Reet sind bei uns vor allem in Norddeutschland weit verbreitet. Aber auch Gründächer mit Pflanzen oder Kies liegen aktuell bei Neubauten stark im Fokus. Zu den klassischen harten Dachbedeckungen zählen Tondachziegel, Betonsteine oder Bitumendachschindeln.

Schönheit hat ihren Preis, das gilt natürlich auch für die verschiedenen Arten von Baumaterialien. In der Regel bewegen sich die Kosten für eine komplette Eindeckung des Daches im fünfstelligen Bereich.

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Besonders robust und strapazierfähig sind harte Bedachungen, wie zum Beispiel Betondachsteine oder Stahlpfannen. Bei ihnen betragen die Kosten pro Quadratmeter etwas mehr als 20 Euro.

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Deutlich teurer wird es bei Reetdächern, Eindeckungen mit Schiefer- oder Kupferplatten.

Wichtig zu wissen: Für den Brandschutz von Häusern ist die Wahl einer weichen oder harten Bedachung entscheidend!

Dachdeckung: Vorarbeiten Schritt für Schritt erklärt

Wenn Du ein altes oder beschädigtes Dach erneuerst sind folgende Vorarbeiten erforderlich:

  • 1.Baustelle mit Schildern („Dacharbeiten!“) sichern
  • 2.zunächst alte Dachziegel- und steine abräumen
  • 3.anschließend alte Dachlatten entfernen (dazu nimmst du am besten einen Kuhfuß oder eine Dachlatte in handlicher Größe)
  • 4.nun Dachsparren abfegen und bei der Gelegenheit alte Nägel entfernen
  • 5.dann ist der ideale Zeitpunkt um alte Rinnen oder einen Schneefang abzubauen
  • 6.bei zahlreichen Dachdeckungen muss zunächst der alte Schornstein zurückgebaut bzw. abgetragen werden (Achtung: Um Fußgänger vor herabfallenden Bruchstücken zu schützen solltest Du dabei unbedingt eine Schuttrutsche verwenden!)
  • 7.sollen Solarmodule angebracht werden, solltest Du im Vorfeld die Tragfähigkeit des Daches prüfen

Darauf solltest Du beim Dachdecken achten:

  • Dachziegel oder -steine werden nicht direkt auf die hölzerne Dachkonstruktion aufgelegt
  • sie werden quer zur Dachneigung an den verlegten Latten eingehängt und je nach Art des Materials befestigt
  • für ein Blech-, Papp- oder Gründach muss eine passende Unterkonstruktion (Dachschalung) vorhanden sein
  • selbsttragend können hingegen Wellplatten oder Trapezbleche auf den Sparrenfetten eingedeckt werden
  • asbestbelastete Bauteile dürfen wegen einer Gefährdung der Gesundheit nicht bearbeitet werden (Entsorgung über einen Fachbetrieb)
  • vor der Ausbesserung von Mängeln am Dach wird empfohlen einen Bauphysiker oder Energieberater zu Rate zu ziehen

Unser Fazit:

Heute sind Dachziegel-, -pfannen und -steine in zahlreichen modernen Farben erhältlich. Sie vollenden den Stil eines Hauses und verleihen ihm einen besonderen Charme.

Hausbesitzer sollten sich im Vorfeld unbedingt beim zuständigen Bauamt über die Vorschriften für Dacheindeckungen informieren, um sich Kosten und Ärger mit der Gemeinde zu sparen.

Im Bebauungsplan sind alle Vorgaben für Ziegelfarben, Dachform, Dachneigung und Ausrichtung des Dachfirstes hinterlegt.

Источник: https://rooofer.de/blogs/news/was-ist-bei-der-dacheindeckung-zu-beachten

Das richtige Material für die Dachsanierung – Darauf sollten Sie achten

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Wir zeigen Ihnen, was das richtige Material für Ihre Dachsanierung ist. Mit unserer Hilfe finden Sie einen Dachdecker oder Zimmerer, der Sie dabei unterstützt die optimale Entscheidung für Ihr neues Dach zu treffen.

Bei der Dachsanierung können Sie mit der Wahl des richtigen Materials viel erreichen:

  •     Sie sorgen dafür, dass Ihr neues Dach lange hält.
  •     Sie sparen Energiekosten durch eine effiziente Dachdämmung.
  •     Sie schonen die Umwelt.
  •     Ihr neues Dach entspricht im Aussehen genau Ihren Vorstellungen.

Der Einfluss der Dachform auf das Material

Die Neigung des Daches bestimmt, welche Materialien Sie verwenden können. Manche Dacheindeckungen können nur ab einer bestimmten Dachneigung verlegt werden. Die unterste Grenze einer Dachneigung wird als Regeldachneigung bezeichnet:¹

DacheindeckungRegeldachneigung
Metallplatten
Schiefer20°
Flachdachziegel22°
Biberschwanzziegel30°

Das Deutsche Dachhandwerk stellt diese Regeldachneigungen auf. Sie sollen sicherstellen, dass Regenwasser ablaufen kann.

Beim Flachdach sorgen Abdichtungsbahnen aus Bitumen oder Kunststoff für einen sicheren Schutz vor Regenwasser. Aufgrund des geringen Gefälles auf dem Dach fließt auf dem Flachdach das Wasser langsamer ab. Dadurch wird das Material stärker beansprucht als beim Steildach.

Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer der Materialien

Dachsteine sind deutlich günstiger als Schieferplatten. Dafür ist Schiefer aber deutlich langlebiger:

MaterialLebensdauer
Dachsteine40 Jahre
Dachziegel60 – 80 Jahre
Metalldach75 – 100 Jahre
Schieferdach100 Jahre

Es gibt jedoch auch 100 Jahre alte Häuser, deren ursprüngliche Dachziegel oder Dachsteine noch immer intakt sind.

Flachdächer haben mit 30 – 40 Jahren generell eine geringere Lebensdauer als Steildächer. Denn das Material wird hier, wie bereits erwähnt, stark durch Wettereinflüsse beansprucht.

Neben der Wahl der Materialien können Sie durch die regelmäßige Wartung die Lebensdauer Ihres neuen Daches nach der Dachsanierung erhöhen. Erfahren Sie dazu mehr in unseren Ratgeberartikel „Wie lange hält ein Dach?“.


Material für Ihre Dachsanierung

Dachsteine und Dachziegel sind günstiger als Metalldächer. Schiefer ist die teuerste Form der Dacheindeckung. Beim Flachdach gelten Kunststofahnen als teurer als Bitumenbahnen.

Unabhängig von der Wahl des Baustoffes sollten Sie auf die Qualität achten. Wählen Sie bei der Dachsanierung qualitativ hochwertiges Material. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Dach lange und zuverlässig dicht bleibt.

Deshalb vertraut ein Dachdecker oder Zimmerer in der Regel auf die Produkte der führenden Hersteller in Deutschland:

Übrigens: Bei der BMI Group mit den Marken Braas, Icopal, Vedag und Wolfin erhalten Sie die meisten Materialien für Ihr Dach in einem perfekt aufeinander abgestimmten Dachsystem. Die Dacheindeckung passt bestens zu der Dachdämmung und dem Dachzubehör.

Die Vorteile eines Dachsystems:

  •     Der Dachdecker arbeitet schneller und Sie sparen so an den Arbeitskosten.
  •     Das Aussehen des Daches ist in sich perfekt abgestimmt.
  •     Die Funktion der einzelnen Dachprodukte ist gesichert.


Material für die Dachdämmung

Die Dachdämmung soll im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze schützen. Je weniger Wärme ein Dämmstoff weiterleitet, desto besser ist die Energieeffizienz. Und desto mehr Energiekosten sparen Sie.

Aber weitere Eigenschaften sind ebenfalls wichtig bei der Wahl des Dämmstoffes für Ihre Dachsanierung:

  •     Wasserdampf entsteht im Bad und beim Kochen. Diese muss entweichen können. Daher muss der Dämmstoff diffusionsoffen sein, also Wasserdampf durchlassen.
  •     Auch der Brandschutz ist wichtig. Der Dämmstoff darf nur schwer oder nicht brennbar sein.
  •     Der Dämmstoff muss bei der Flachdachdämmung viel aushalten können. Nur bei einer druckfesten Dämmung können Sie eine Dachterrasse planen.

Lassen Sie sich von einem Dachdecker oder Zimmerer beraten, welche Materialien am besten für Ihre Dachsanierung geeignet sind. Die führenden Hersteller für die Steildachdämmung sind Isover (Mineralwolle) und BMI Braas (Resol-Hartschaum).

Für die Flachdachdämmung können Sie auf die Dämmstoffe der BMI Marken Icopal, Vedag und Wolfin zurückgreifen. Bekanntester Dämmstoff für das Flachdach ist Polystyrol (EPS), auch Styropor genannt. Eine Alternative ist Polyurethan (PUR/PIR).

Mehr über die verschiedenen Dämmstoffe erfahren Sie in unseren Ratgeberartikel „Dämmstoffe: Welches ist das richtige Material?“.

Kosten sparen beim Dämmen des Steildaches

Neben dem Material hat auch das Dämmverfahren Einfluss auf die Effektivität der Dachdämmung: Die Aufsparrendämmung ist die beste Möglichkeit ein Steildach zu dämmen.

Sie ist aber auch die teuerste, da Sie hierfür das Dach neu decken müssen. Der Dämmstoff wird direkt auf die Dachsparren aufgebracht.

Wenn Sie die Eindeckung im Rahmen der Dachsanierung ohnehin erneuern lassen, lohnt sich die Aufsparrendämmung in jedem Fall.

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Eine Zwischensparrendämmung ist günstiger, aber weniger effektiv. Hier wird der Dämmstoff zwischen den Sparren aufgebracht. Eine vorhandene Zwischensparrendämmung können Sie durch eine Untersparrendämmung ergänzen.

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Lesen Sie mehr über die Dämmung eines Steildaches in unseren Ratgeberartikel „Die beste Dachdämmung“.

Kosten sparen bei der Flachdachdämmung

Wenn Sie ein Flachdach nachträglich dämmen möchten, können Sie Kosten sparen: Ein altes Flachdach hat oftmals einen Zwischenraum zwischen der Unterkonstruktion und der Dachabdichtung. Wenn die Dachabdichtung noch gut in Schuss ist, können Sie den Zwischenraum mit Dämmstoffen füllen lassen. Oder Sie lassen eine zusätzliche Dämmschicht auf der Dachabdichtung auringen.

Alles Wichtige zum Thema Flachdachdämmung haben wir in unserem Ratgeberartikel „Flachdachdämmung: Darauf kommt es an“ für Sie zusammengefasst.


Energieeffizienz und Solaranlagen

Mit der Wahl der richtigen Dachdämmung sparen Sie nicht nur Kosten, sondern Sie schonen auch die Umwelt: Denn Sie verbrauchen weniger Energie.

Zusätzlich können Sie über die Installation von Solaranlagen nachdenken und selbst Energie produzieren. Auch eine Dachbegrünung ist gut für die Umwelt.

Zugleich verbessert ein begrüntes Dach die Wirkung der Dämmung und erhöht die Lebensdauer eines Flachdaches.

Informieren Sie sich jetzt über begrünte Dächer in unserem Ratgeberartikel „Dachbegrünung: Viele Vorteile für Sie und die Umwelt“.

Die Umweltbilanz der verschiedenen Materialien

Dachsteine sind in der Herstellung umweltfreundlicher als Dachziegel.² Schiefer hat als Naturbaustoff eine gute Ökobilanz.³ Titanzink lässt sich recyceln und braucht für die Herstellung wenig Energie.⁴

Bei der Flachdachabdichtung müssen Sie weiterhin auf erdölbasierte Produkte zurückgreifen. Bitumenbahnen können in der Trägereinlage aber auch mit nachwachsenden Rohstoffen wie Jute hergestellt werden.⁵ Moderne Bitumenbahnen und Kunststofahnen lassen sich zu großen Teilen recyceln.⁶

So bestimmt das Material für Ihre Dachsanierung das Aussehen Ihres Daches

Was gefällt Ihnen persönlich am besten? Die Dacheindeckung prägt das Aussehen des Daches entscheidend – und damit das Aussehen des ganzen Hauses.

Lassen Sie sich von den Erfahrungsberichten unserer Kunden inspirieren.

Übrigens: Viele Dachdecker können mit einem Computerprogramm das Aussehen Ihres neuen Daches vorab simulieren. Oder Sie nutzen selbst die Planungshilfen für die Dachsanierung von BMI Braas.

Dachdecker finden mit MeinDach

Sie müssen viele wichtige Entscheidungen bei der Wahl des Materials für die Dachsanierung treffen. Da ist es gut, einen erfahrenen Experten an der Seite zu haben. Wir helfen Ihnen, einen Dachdecker oder Zimmerer in Ihrer Nähe zu finden.

Источник: https://www.meindach.de/ratgeber/das-richtige-material-fuer-die-dachsanierung-darauf-sollten-sie-achten/

Dacheindeckung im Überblick

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Bei Dacheindeckungen wird zwischen harten und weichen Bedachungen unterschieden. Diese Klassifizierung richtet sich in erster Linie nach den Brandschutz-Eigenschaften des Daches.

Damit ein Hartdach als solches gilt, muss es ausreichend widerstandsfähig gegen strahlende Wärme und Flugfeuer sein.

Selbst wenn kleine brennende Teile auf das Dach gewirbelt werden, darf dadurch kein Feuer entfacht werden. 

Harte Deckungen bestehen beispielsweise aus Dachziegeln, Schiefer oder Bitumenschindeln. Weichdächer haben eine Eindeckung aus Reet, Stroh oder Holz. In Deutschland sind sie kaum mehr verbreitet – lediglich im Norden und in der Alpenregion lassen sich solche Häuser noch finden. Das Gründach gehört ebenfalls zu den weichen Bedachungsformen. 

  Bebauungsplan

  Dachziegel

Dachziegel bestehen zu 60 Prozent aus Lehm oder Ton und zu 40 Prozent aus mit Wasser gefüllten Poren. Sie werden bei etwa 1.000 °C gebrannt, wodurch sie besonders witterungsfest werden.

Da ihre Ausgangsmaterialien gut formbar sind, lassen sich leicht verschiedene Formen von Dachziegeln herstellen. Auch unterschiedliche Oberflächen und Farben sind durch spezielle Behandlungen möglich.

Eine Dacheindeckung aus Ziegeln hält – abhängig von der Witterung und anderen Umwelteinflüssen – bestenfalls 80 bis 100 Jahre.  

Dachziegel aus Ton sind die klassische Art der Dacheindeckung.

  Dachsteine

Dachsteine oder Dachpfannen werden aus Beton gefertigt und stellen eine günstigere Alternative zu Dachziegeln dar. Das liegt unter anderem auch daran, dass sie nicht mit derart hohen Temperaturen gebrannt werden wie Ziegel.

Darüber hinaus ergibt sich aus diesem Umstand und aus ihrer Recycelbarkeit auch eine bessere Ökobilanz. Da Dachsteinen bei der Herstellung Farbpigmente beigemischt werden können, sind sie in zahlreichen unterschiedlichen Farben erhältlich.

Betondachsteine haben allerdings ein höheres Gewicht als Dachziegel und stellen daher auch höhere Anforderungen an die Dachkonstruktion. 

  Schiefer

Eindeckungen aus Schiefer sind sehr widerstandsfähig gegenüber Witterungsbedingungen und starken Temperaturen. Wegen seiner langen Lebensdauer, seiner geringen Porosität und seiner hohen Dichtigkeit ist er ein beliebtes Material für Dacheindeckungen. Schiefer ist ein Naturgestein, das nach dem Abbau kaum weiterbearbeitet werden muss.

Da er keine ökologisch bedenklichen Inhaltsstoffe hat, kann er einfach als Bauschutt entsorgt werden. Ist einmal ein Stein in der Dachabdeckung kaputt, kann er leicht ausgetauscht werden. Je nach Dachneigung kommen unterschiedliche Deckarten infrage.

Grundsätzlich braucht ein Dach aber eine Neigung von mindestens 12 Grad, damit Schiefer bei der Eindeckung verwendet werden kann. 

  Unser Tipp:

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Kunstschiefer hat annähernd die gleichen Eigenschaften wie Schiefer, ist aber deutlich leichter und günstiger. 

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Bei den Metalldächern gelten insbesondere diejenigen mit Aluminiumeindeckung als langlebig, robust und wetterfest. Auch die Optik erinnert längst nicht mehr an die Dächer von Fabrikhallen.

Mit einer Farbbeschichtung versehen, ist das Aluminium optisch kaum von Dachsteinen zu unterscheiden. Metalldächer können vom Dachdecker sowohl als tragende als auch als nichttragende Konstruktionen ausgeführt werden.

Neben Aluminium kommen für ein Metalldach auch Titanzink und Kupfer infrage. 

  Bitumen

Bitumen ist ein Nebenprodukt der Erdölverarbeitung. Aus diesem Material gefertigte Dachschindeln haben den Vorteil eines sehr geringen Gewichts. Bitumendachbahnen werden häufig zur Flachdachabdichtung, aber auch zur Dacheindeckung des Gartenhauses und des Carports verwendet. 

  Faserzementplatten

Auch als Eternitplatten bekannt, eignen sich Faserzementplatten hervorragend, wenn Sie ein besonders leichtes Material für die Dacheindeckung suchen. Gegenüber extremen Witterungsbedingungen ist das Material ebenso beständig wie gegenüber Fäulnis und Ungeziefer. Auf dem Dach kommen Wellplatten und kleinformatige Ausführungen infrage.

  Reet

Traditionelle Reetdächer finden sich noch heute im Norden Deutschlands. Alternative Bezeichnungen sind Rohr- oder Schilfdach, denn bei der Eindeckung handelt es sich um getrocknetes Schilfrohr. Reetdächer sind atmungsaktiv und regulieren die Feuchtigkeit des Hauses. Das Schilf sorgt außerdem für eine gute Wärmedämmung.

Wie alle Weichdächer sind auch Reetdächer leicht entflammbar – ein Umstand, der in der Regel mit hohen Versicherungskosten einhergeht. Sie können das Dach allerdings imprägnieren, wodurch die Brandgefahr verringert und zeitgleich auch das Pilzwachstum verhindert wird. Ein Reetdach muss eine Neigung von mindestens 45 Grad aufweisen.

 

Materialien für die Dacheindeckung sind in unterschiedlichen Farben und Formen erhältlich. 

Источник: https://www.aroundhome.de/dachdecker/dacheindeckung/

Dacheindeckung: Entscheidungshilfe

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Tonziegel, Betondachsteine, Metall, Schiefer oder Reet – die Auswahl an Dacheindeckungsmaterialien ist groß. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften, sowohl bezüglich der Optik als auch in Bezug auf Preis und Lebensdauer.

Doch auch andere Aspekte müssen bei der Auswahl des Dacheindeckungsmaterials berücksichtigt werden. Hierzu zählen die Themen Statik, Baurecht und Wartungsaufwand. Und schließlich muss die Dacheindeckung zu dem Haus selbst passen.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über die gängigen Baustoffe für das Dach und deren spezifische Merkmale. Zudem erfahren Sie, wie Sie bei der Auswahl für eine Dacheindeckung vorgehen können.

Dacheindeckung Arten © Pixelmixel, stock.adobe.com

Dacheindeckung – eine Entscheidung fürs Leben

Die meisten Baustoffe, die zur Eindeckung von Dächern verwendet werden, haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Einige Bedachungsmaterialien können sogar 100 Jahre oder länger Bestand haben, bevor sie vollständig erneuert werden müssen.

Daher ist es wichtig, sich bei der Auswahl des Bedachungsmaterials nicht ausschließlich von der Optik leiten zu lassen. Zudem sollte der Anschaffungspreis in Relation zur Lebensdauer des Materials gesehen werden.

Auch wenn eine neue Dacheindeckung leicht einen fünfstelligen Betrag kostet, so sollte hier nicht am falschen Ende gespart werden. Denn auf Dauer ist die Entscheidung für ein minderwertiges Material oftmals sehr kostspielig.

Dies gilt sowohl für die Ersteindeckung eines Neubaus als auch für die Neueindeckung im Rahmen einer Dachsanierung.

Kosten einer Dacheindeckung mit Bezug zur Lebensdauer

Entscheidungskriterien – welcher Baustoff ist der richtige

Auch wenn das deutsche Durchschnittsdach oftmals bis heute mit Tonziegeln oder Betonsteinen eingedeckt ist, so gibt es doch zahlreiche Alternativen hierzu.

Welcher Baustoff für das eigene Dach besonders gut geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

Nachfolgend finden Sie einige Aspekte, anhand derer Sie Ihre Entscheidung für das für Sie passende Dacheindeckungsmaterial treffen können:

  • Gibt es statische Aspekte zu beachten? Da die unterschiedlichen Baustoffe in ihren Eigengewicht stark variieren, ist dieser Punkt vor allen anderen zu klären. Auskunft kann hier bei einer Dachsanierung der Dachdecker oder bei einem Neubau der Architekt beziehungsweise der Statiker geben.
  • Gibt es baurechtliche Vorgaben? Insbesondere in historischen Stadtzentren kann es sein, dass Bauherren bei der Wahl des Bedachungsmaterials durch baurechtliche Vorgaben eingeschränkt sind. Dies ist dann der Fall, wenn ein einheitliches Erscheinungsbild gewahrt werden soll. Auch bei Häusern, die unter Denkmalschutz stehen, gibt es oftmals Auflagen.
  • Welche Optik passt am besten zu dem Haus? Bei der Wahl des Baustoffs sollte die Optik stets in Zusammenhang mit der Architektur und der Gestaltung der Immobilie gesehen werden. Dabei kann die Dacheindeckung sowohl den Baustil unterstreichen als auch als Kontrapunkt eingesetzt werden.
  • Welches Budget steht zur Verfügung? Die Wahl des Baustoffes ist für die meisten Bauherren auch eine Frage des Preises. Allerdings sollten hier zwei Aspekte bedacht werden: Oftmals sind die sehr günstigen Bedachungsmaterialien nicht sehr langlebig. Außerdem muss immer überprüft werden, wie hoch die Verlegungskosten sind. Denn diese sind je nach Baustoff mitunter sehr unterschiedlich.
  • Wie viel Zeit und Geld möchten Sie in die Wartung des Daches investieren? Es gibt Bedachungsmaterialien, die sind quasi wartungsfrei. Einmal montiert, haben diese über Jahrzehnte Bestand. Andere Baustoffe müssen regelmäßig kontrolliert und repariert werden. Dies verursacht zusätzliche Kosten, die oftmals übersehen werden.
  • Möchten Sie eine Photovoltaikanlage oder ähnliches auf Ihrem Dach installieren? Nicht jede Dacheindeckung eignet sich gleichermaßen – sowohl in Bezug auf die Optik als auch die Funktionalität – wenn eine Photovoltaikanlage oder eine Solarthermie-Anlage installiert werden soll.

Entscheidungskriterien für die richtige DacheindeckungPhotovoltaik Anlage: Nicht jede Dacheindeckung eignet sich gleichermaßen © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

Ein Überblick – die wichtigsten Baustoffe fürs Dach

Die Wahl für die passende Dacheindeckung hängt also vorrangig von den Kosten, der Optik, der Funktionalität sowie dem Gewicht ab. Im Folgenden finden Sie die gängigsten Baustoffe zum Eindecken Ihres Daches mit deren spezifischen Eigenschaften.

Dachziegel – der Klassiker unter den Bedachungsmaterialien

Dachziegel © BraasDachziegel werden bereits seit Jahrhunderten verwendet, um Häuser vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Dachziegel bestehen aus Ton oder Lehm, die mit farbigen Engoben oder Glasuren eingefärbt und veredelt werden können.

  • Naturmaterial
  • Gute Feuchtigkeitsregulierung
  • Sehr witterungsbeständig
  • Große Farbenvielfalt
  • Unterschiedliche Formen: Flachziegel, Hohlziegel, Falzziegel
  • Vielseitig einsetzbar: auch für Detaillösungen
  • Hoher Energieaufwand bei der Fertigung
  • Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren
  • Preis: ab 25 Euro pro qm – je nach Ausführung deutlich darüber

Betonstein – Alternative zum Tonziegel

Dachsteine © BraasBeim Betonstein handelt es sich um eine preisgünstige Alternative zum Dachziegel aus Ton. Betonsteine werden aus Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser gefertigt.

  • Sehr robust
  • Lange Lebensdauer: rund 50 Jahre (abhängig von der Qualität)
  • Zahlreiche Farbvarianten
  • Oberflächen matt oder hochglänzend
  • Niedriger Energieaufwand bei der Herstellung
  • Hohes Eigengewicht
  • Preis: ab 20 Euro pro qm

Metall – Bleche fürs Dach

Metalldach aus verzinkten Blechbahnen © Hermann, stock.adobe.comLange Zeit wurden Metallbleche lediglich für die Eindeckung von Industriebauten oder Garagen und Schuppen eingesetzt. Dabei haben Metalldächer eine lange Tradition – zum Beispiel bei der Eindeckung von Kirchendächern.

In der modernen Architektur finden sich Blechdächer jedoch immer häufiger. Denn mit einer hochwertigen, modern Dämmung lassen sich die Nachteile von Blechdächern – schlechter Schallschutz und unzureichende Temperaturisolierung – beherrschbar machen.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Metall, die sich zur Eindeckung von Dächern eignen.

Aluminium

  • Geringes Eigengewicht
  • Beständig und wartungsarm
  • Großen Farbenvielfalt
  • Geeignet für Dächer ab einer Dachneigung von zehn Grad
  • Lebensdauer: 40 Jahre und mehr
  • Preis: ab 30 Euro pro qm

Kupfer

  • Vielseitig einsetzbar, da sehr flexibel
  • Pflegeleicht – geringe Wartungskosten
  • Nicht mit allen Metallen kompatibel
  • Bildung einer schönen und korrosionsschützenden Patina
  • Lange Lebensdauer: deutlich über 50 Jahre
  • Preis: 80 – 100 Euro pro qm

Titanzink

  • Optisch sehr ansprechend
  • Blaugraue Patina
  • Sehr unanfällig für Korrosion
  • Witterungsbeständig
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Lange Lebensdauer: 75 Jahre
  • Preis: ca. 50 Euro pro qm

Schiefer – langlebiges Naturmaterial

Schieferdach © fotoschlick, fotolia.comBei Schiefer handelt es sich um einen Jahrmillionen alten Naturbaustoff, der zudem durch seine lange Lebensdauer überzeugt.

Allerdings kam dieser Baustoff lange Zeit aufgrund des sehr hohen Quadratmeterpreises für viele Bauherren nicht in Betracht.

Dank kostengünstigerer Gewinnungs- und Verarbeitungsverfahren sind die Preise jedoch inzwischen merklich gesunken.

  • Seidig schimmernde Oberfläche
  • Vielseitig einsetzbar: eignet sich für die Eindeckung vom Dach und die Gestaltung der Fassade
  • Extrem witterungsbeständig
  • Lebensdauer: 100 Jahre und mehr
  • Preis: ca. 60 Euro pro qm

Reet – teure und anfällige Naturschönheit

Reetdach © Mast, fotolia.comGerade in Küstengebieten finden sich mit Reet gedeckte Dächer. Diese Dacheindeckung verleiht einem Haus eine ganz besondere Optik und zählt sicher zu den ansprechendsten Dacheindeckungen, die es gibt. Allerdings hat dieser Baustoff auch einige gravierende Nachteile.

  • Gute Dämmwerte
  • Gute Feuchtigkeitsregulierung
  • Sehr atmungsaktiv
  • Wetterbeständig
  • Hoher Wartungsaufwand (mit entsprechenden Kosten)
  • Achtung: baurechtliche- und bandschutzrechtliche Bestimmungen beachten
  • Lebensdauer: mind. 25 Jahre – oft deutlich länger
  • Preis: rund 100 Euro pro qm

Faserzementplatten – Modernes Eternit

Dacheindeckung Faserzement © Eternit AGBei dem Begriff Eternit werden viele Bauherren stutzig werden: Denn früher war in Eternit das krebserregende Asbest enthalten. Heute wurde die Zusammensetzung geändert und die Faserzementplatten bestehen aus Zement und Kunststoffasern.

  • Gelten als günstige Alternative zu Schiefer (aufgrund der Optik)
  • Große Farbauswahl
  • Sehr feuerfest
  • Sehr witterungsbeständig
  • Lebensdauer: 50 Jahre und mehr
  • Preis: ab 30 Euro pro qm

Wichtig – so berechnen Sie die Kosten für Ihre Dacheindeckung

Kosten für Ihre Dacheindeckung © eyetronic, fotolia.com

Es ist wichtig zu beachten, dass die Dacheindeckung nicht lediglich von den Kosten für das Bedachungsmaterial abhängt. Denn bei dem Baustoff handelt es sich nur um eine Kostenposition von vielen:

  • Preis für das Bedachungsmaterial
  • Kosten für Montage der Dacheindeckung
  • Gerüst
  • Kosten für Abdecken des alten Hauses (nicht bei Neubau; nur bei Dachsanierung)
  • Kosten für Entsorgung der alten Dacheindeckung (nicht bei Neubau; nur bei Dachsanierung)

Beispiel für die Kostenzusammensetzung einer Dacheindeckung

Источник: https://www.sanier.de/dach/steildach/dacheindeckung/dacheindeckung-entscheidungshilfe

Material fürs Dach

Dacheindeckung: Das richtige Material für jedes Dach

Welches Dachmaterial passt optisch am besten zum Haus, welches erfüllt funktional alle Anforderungen? Anders als beispielsweise beim Autokauf alle paar Jahre ist die Entscheidung für eine Dacheindeckung buchstäblich eine Wahl fürs Leben. Es ist also absolut sinnvoll, wenn man sich als Hausbesitzer mit den Vorzügen der Eindeckungsmaterialien beschäftigt – interessant ist das Entdecken der diversen Varianten obendrein.

Die richtige Dacheindeckung fürs Einfamilienhaus

Für das deutsche Einfamilienhaus gilt das Steildach mit einer Neigung von etwa 22 Grad als charakteristisch. Eingedeckt ist es zumeist mit Dachsteinen, Dachziegeln, Schiefer oder Metall.

Reet (getrocknetes Schilfrohr) dient hauptsächlich in den Küstenregionen als traditioneller Baustoff.

Weichmaterialien wie Dachpappe und Bitumen-Dachschindeln sind im Wohnbau unüblich, sie finden sich meist nur auf Zweckbauten wie Gartenhäusern, Garagen oder Lagerschuppen.

Nach welchen Kriterien wählt man das Deckmaterial aus?

Eine neue Dacheindeckung soll das Haus aufwerten, sowohl unter ästhetischen als auch unter praktischen Aspekten. Bei der Auswahl spielen deshalb mehrere Gesichtspunkte zusammen:

  • Die Optik – Form und Farbe der Eindeckung können das Haus noch attraktiver machen. Ein eher ruhig gestaltetes Haus gewinnt mit einer lebendig wirkenden Deckung an Ausstrahlung. Bauten mit variantenreicher Architektur wiederum kommen mit einem dezenten Eindeckungsstil noch besser zur Geltung.
  • Die Funktion – das Dach soll nachhaltig dicht bleiben, auch bei Regen und Sturm. Das ist relevant für den Schutz der Bausubstanz wie auch für die Integrität der unter der Deckung liegenden Dämmschicht.
  • Die Extras – viele Hausbesitzer integrieren Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen, um das Dach als privates Sonnenkraftwerk zu nutzen. Die gewählte Eindeckung sollte eine harmonische Integration der entsprechenden Technikelemente unterstützen.
  • Der Preis – sowohl zwischen den einzelnen Materialien als auch innerhalb des verfügbaren Produktangebots gibt es Kostenunterschiede.

Präzises Arbeiten ist bei der Dämmung ein Muss, andernfalls können die berüchtigten Wärmebrücken entstehen. Das sind Bereiche, durch die Wärme schneller entweicht als in angrenzenden.

An diesen Stellen kann es zu Feuchtebildung kommen, beispielsweise durch kondensierende Luftfeuchtigkeit – was wiederum auf Dauer zur Bildung von Schimmel führen kann.

Auch erfahrene Selbermacher sollten deshalb den Rat eines Experten einholen.

Zusätzlich müssen alle Fensterlaibungen angepasst werden. Dies ist sehr wichtig, denn an kälteren Laibungen schlägt sich sonst dort der Wasserdampf aus der Raumluft nieder. Wird in der Folge die Dämmung durchfeuchtet, finden Schimmelsporen ideale Bedingungen vor. Außerdem kann die zusätzliche Dämmschicht auch gleichzeitig als Installationsebene für Stromleitungen genutzt werden.

6. Die Vorteile einer Dampremse nutzen

Eine Dampremse hält die Dämmschicht im Dachgeschoss langfristig und verlässlich trocken. Denn sie verhindert, dass die ausfallende Luftfeuchtigkeit sich in der Dämmung niederschlägt. Besonders rund um die Fensteröffnungen muss die Dampremse sorgfältig verlegt werden. Wo die Folie befestigt wird, sollte durch zusätzliche überlappende Bahnen die Luftdichtheit sichergestellt werden.

Neuartige Klimamembranen ersetzen immer häufiger die einfachen PE-Dampremsfolien.

Durch ihre Atmungsaktivität ermöglichen sie, dass in der Konstruktion befindliche Feuchtigkeit ausdiffundieren kann und Feuchteschäden sowie spätere kostenintensive Sanierungsmaßnahmen vermieden werden.

Systemlösungen für die Luftdichtheit sind sehr empfehlenswert, da deren Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind und so die dauerhafte Funktionsfähigkeit gewährleistet ist.

7. Den Dachraum großzügig gestalten: Gauben schaffen Platz

Aus staubigen Speichern lassen sich relativ schnell und einfach lichtdurchflutete Wohnflächen schaffen. Gauben und Dachfenster sind dabei von erheblicher Bedeutung.

Wer auf Dachgauben setzt, gewinnt in erster Linie mehr Platz im Zimmer. Von Vorteil ist dies vor allem bei kleineren Dachräumen und einem niedrigen Kniestock – also dann, wenn die Dachschrägen bereits knapp über dem Fußboden beginnen.

Alternativ bieten sich Dachfenster mit speziellen Aufkeilrahmen an. Dabei wird das Fenster um etwa zehn Prozent steiler als das Dach – zusätzlicher Raum wird gewonnen.

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Faustregel: Über die Hälfte der Wohnfläche sollte eine Raumhöhe von mindestens 2,30 Meter haben.

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Dachgauben gibt es in unterschiedlichen Formen: von Schlepp- und Flachgauben sowie Spitz- bzw. Dreieckgauben bis hin zu weit ausschwingenden Fledermausgauben.

Die meisten Gauben sind im Gegensatz zu Dachfenstern genehmigungspflichtig.

Sollen Solarpanels auf dem Dach kostenlose Sonnenenergie liefern, so ist zu berücksichtigen, dass trotz neuer Gauben noch ausreichend Dachfläche für deren Montage verbleibt.

Mehr Informationen: Themenseite Dachfenster und Gauben

Источник: https://www.dach.de/aktuell/welche-dacheindeckung-ist-die-beste-10331/

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