Dachgeschossausbau mit Treppe und Stauraum

▷ Spitzboden ausbauen ▷ 5 Tipps vom Profi

Dachgeschossausbau mit Treppe und Stauraum

Ob als Spielzimmer fürs Kind oder als erweiterter Stauraum: Ein ausgebauter Spitzboden bietet viele Möglichkeiten. Dabei sind jedoch fünf Punkte zu beachten.

In vielen Häusern befindet sich direkt unter dem Dach ungenutzter Raum: der Spitzboden. Bauherren, die diesen ausbauen und so voll nutzbar machen möchten, sollten die Kosten nicht unterschätzen. Pro Quadratmeter Ausbaufläche sind mit 500 bis 1.

000 Euro zu rechnen – je nach Umfang des Projekts, Qualität des Materials und ob Handwerker engagiert werden oder man den Ausbau in Eigenregie übernimmt.

Fünf wichtige Punkte sind außerdem zu klären: Sie betreffen Bauvorschriften, bauliche Voraussetzungen, Dämmung, Fenster und Treppe.

1. Ist mein Spitzboden überhaupt einer? – Definition und Vorschriften

Ein Spitzboden in herkömmlichem Sinn wird im Anhang zur DIN 1055 wie folgt definiert:

Ein Spitzboden ist ein für Wohnzwecke nicht geeigneter Dachraum unter Pult- oder Satteldächern mit einer lichten Höhe von höchstens 1,80 Meter.

Soll das Dachgeschoss dennoch zum Wohnen oder Arbeiten genutzt werden, muss es gewisse Vorgaben erfüllen: Die Landesbauverordnungen schreiben in der Regel eine Grundfläche von mindestens acht Quadratmetern und eine lichte Raumhöhe von rund 2,30 Metern vor.

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Fenster müssen ein Achtel der Grundfläche ausmachen und mindestens einen Quadratmeter groß sein. Tragende Wände, Stützen und Pfeiler müssen feuerbeständig, in Einfamilienhäusern zumindest feuerhemmend ausgeführt werden.

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Außerdem sind zwei Rettungswege zwingend vorgeschrieben: einer über das Treppenhaus, ein zweiter meist über ein Rettungsfenster mit rund einem Meter Diagonale.

Aufgrund der geringen Raumhöhe von weniger als 1,80 Meter dürfen in einem herkömmlichen Spitzboden keine dauerhaften Aufenthaltsräume eingerichtet werden. Für Bauherren kann sich ein Ausbau trotzdem lohnen, sei es um ein Spielzimmer, einen Rückzugsort oder Stauraum zu schaffen.

Ist der Spitzboden niedriger als 1,50 Meter, ist für seinen Ausbau häufig nicht einmal eine Baugenehmigung erforderlich. Raumteile mit so geringer Höhe, gelten nicht als Wohnraum. Vorsichtshalber sollten Bauherren aber bei Ihrem örtlichen Bauamt nachfragen, ob sie ihr Dach ausbauen dürfen und ob sie dafür eine Genehmigung benötigen.

2. Welche Voraussetzungen müssen Dachhaut und Leitungen erfüllen?

Bevor es losgeht, sollten Dachkonstruktion, Dacheindeckung, Mauerwerk und Schornstein geprüft werden: Die Hölzer der Dachkonstruktion müssen tragfähig, trocken und frei von Schädlings- und Fäulnisbefall sein. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die Balkenköpfe zu legen.

Die Dacheindeckung darf keine Lücken aufweisen. Ein Mauerwerk mit Nässerändern, Feuchteschäden, Rissen oder abgeplatzten Stellen muss sehr genau inspiziert werden. Auch der Schornstein muss rissfrei und alle seine Anschlüsse dicht sein.

Erst wenn das alles zutrifft, sollte über einen weiteren Dachausbau nachgedacht werden.

Bei Heizung und Elektrizität gilt: Wer in der Bauphase des Hauses nicht in vorausschauender Weise Leerrohre und Leitungen hat einbauen lassen, sollte noch mal einiges an Geld und Zeit für den nachträglichen Einbau einplanen. Stromanschlüsse sind empfehlenswert, auf einen eigenen Heizkörper kann vor allem bei kleineren Spitzböden meist verzichtet werden.

3. Sind Wärmeschutz und Trittschalldämmung notwendig?

Damit der Raum im Sommer nicht zu heiß wird und im Winter nicht komplett auskühlt, sollte in eine gute Wärmedämmung investiert werden. Dabei regelt die Energieeinsparverordnung welche Dämmwerte erreicht werden müssen.

Wie sich diese Anforderungen erfüllen lassen, muss für den konkreten Fall geprüft werden. Für Einfamilienhäuser gelten andere Auflagen, als für Mehrfamilienhäuser; die Nutzung als Wohnraum ist anders geregelt als die als Stauraum.

Heimwerkern können bei der Wärmedämmung zwischen drei Methoden wählen: zwischen, unter oder auf den Sparren.

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Damit in den Räumen unter dem Spitzboden nicht jeder Schritt zur Lärmbelastung wird, sollte ein Trittschallschutz verlegt werden. Eventuell müssen zuerst einmal Bretter oder OSB-Platten montiert oder sogar ein Estrich aufgetragen werden.

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Dabei sollte man im Kopf behalten: Je höher der Bodenbelag, desto geringer die lichte Höhe des Raumes.

4. Wie kommt Luft und Licht in den Spitzboden? – die Fensterfrage

Eventuell kann in die Außenwand ein einzelnes Giebelfenster eingebaut werden. Es bietet sich an, dieses als Rettungsfenster zu gestalten, um so die Brandschutzauflagen zu erfüllen. Wer allerdings die gesamte Giebelfläche verglasen möchte, muss einen Statiker zurate ziehen.

Beim Dachflächenfenster sollte die Oberkante circa 200 Zentimeter, die Unterkante des Fensters höchstens 90 Zentimeter über dem Fußboden liegen. Ist die Unterkante zu niedrig, wird eventuell ein Geländer nötig.

Wer Fenster einbauen möchte, die breiter sind als der Sparrenabstand, muss die Sparren kappen und stabilisieren.

Stattdessen sollten Bauherren lieber kleinere Fenster wählen und diese neben- und übereinander zwischen den bestehenden Sparren platzieren.

Sparren immer oben und unten ausmessen. Die wenigsten Sparren verlaufen exakt parallel.

Nur erfahrene Heimwerker sollten Fenster selbst einbauen. Wir erklären, wie das Schritt für Schritt funktioniert.

Unabhängig von der Art des Fensters sollte man immer auch den Sonnenschutz im Blick behalten. Wer Fensterflächen plant, investiert am besten gleich in Sonnenschutzglas. Sonnenschutzfolie oder aber Markisen und Rollläden sind eine Alternative.

5. Auf was muss ich bei der Treppe achten?

Wer einen ungedämmten Spitzboden zugänglich machen möchte, sollte eine einklappbare Treppe wählen, die luftdicht abschließt. So geht nicht allzu viel Energie aus dem darunterliegenden Geschoss verloren.

Wird der Spitzboden allerdings nicht als reiner Stauraum genutzt, sollte er gedämmt und ohne großen Aufwand zugänglich gemacht werden.

Dabei ist immer ein Brüstungsgeländer im Spitzboden einzuplanen: Es verhindert, dass jemand die Öffnung für die Treppe übersieht und stürzt.

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Bauherren entscheiden sich häufig für Raumspartreppen. Aufgrund ihrer etwas unbequemeren – und dadurch unsicheren – Begehbarkeit sind sie generell nur für Nebenräume wie den Spitzboden zulässig.

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Für gewöhnlich werden diese platzsparenden Treppen ganz klassisch als Wangentreppe ausgeführt, entweder mit wechselseitig begehbaren oder mit deutlich schmaleren, vollflächig begehbaren Stufen.

Die wechselseitigen Stufenheißen auch Samba- oder Schmetterlingsstufen und sind an der breitesten Stelle meist 24 Zentimeter tief; sind die Stufen vollflächig, sind sie insgesamt nur rund 15 Zentimeter tief. Für gewöhnlich werden Raumspartreppen mit einer maximalen Steigungshöhe von 21 Zentimetern und einer Treppenbreite von 50 bis 80 Zentimetern errichtet.

Noch weniger Platz benötigt eine Spindeltreppe, also eine einläufige Treppe, die sich spiralförmig auf runder Fläche nach oben windet. Die Stufen sind dabei an einem Mittelpfosten befestigt.

Ist die gewendelte Treppe baurechtlich nicht notwendig – weil sie beispielsweise nur zur Spielfläche auf dem Spitzboden führt und nicht verschiedene Wohnräume miteinander verbindet –, genügt eine Laureite von mindestens 50 Zentimetern. Dadurch benötigt die Treppe eine Grundfläche von mindestens 100 Zentimetern Durchmesser.

Eine Wendeltreppe mit einem Treppenauge braucht übrigens deutlich mehr Platz und kommt daher für den Zugang zum Spitzboden eher selten in Betracht.

Ob mit gewendelten Stufen, gerade oder einklappbar: In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass die Dachschrägen den Aufstieg nicht zusätzlich erschweren.

Häufig sind beim Zugang zum Spitzboden individuelle – und recht clevere – Lösungen gefragt.

  • Dachausbau: Selbermachen mit Spaß. Dachausbau leicht gemacht, mit zahlreichen praktischen Anleitungen zum selber machen. So bekommen Sie ganz einfach mehr Platz unterm Dach!

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Источник: https://www.bauen.de/a/spitzboden-als-wohnbereich-fuenf-tipps-fuer-den-ausbau.html

Treppe ins Dachgeschoss | VELUX Magazin ..

Dachgeschossausbau mit Treppe und Stauraum

Wer das Dachgeschoss ausbauen möchte, benötigt logischerweise auch eine Treppe, um die beiden Wohnebenen zu verbinden.

Bei einem ungedämmten Dachboden genügt zumeist eine einklappbare Bodentreppe – ist der Dachboden jedoch ausgebaut und soll leicht zugänglich sein, wird eine aufwendigere Treppenlösung für den Dachausbau benötigt.

Dabei gilt die Treppe nicht nur als Zugang zum neuen Wohnraum, sondern auch als ein wertvolles Gestaltungselement. Wir zeigen Ihnen wie aus einer funktionalen Treppe ins Dachgeschoss sogar ein praktisches Bücherregal werden kann

Für den Einbau einer Treppe für das Dachgeschoss gibt es verschiedene Arten und Formen. Besonders die Raumspartreppen werden mit Dachböden oftmals in Zusammenhang gebracht. Ihr Grundriss benötigt wenig Platz, wodurch mehr Wohnraum für Sie übrig bleibt. Die nachfolgend erklärten Treppen gibt es auch immer in raumsparenden Versionen.

Sie zeichnen sich durch einen steileren Neigungswinkel, schmale Stufen mit geringer Tiefe oder gar abwechselnder Trittfläche (Sambatreppe) aus. Aber auch auf Raumspartreppen beziehen sich die Vorschriften der DIN Norm 18065 zu Stufen, Geländer und Handlauf.

Treppenbauer sind jedoch erfinderisch, unter den gegebenen Voraussetzungen und bei Einhaltung der Vorschriften, platzsparende Aufgänge ins Dachgeschoss zu kreieren.

Abgrenzung zur Steiltreppe

Es gibt auch Raumsparteppen, die besonders steil und schmal sind. Sie gelten baurechtlich als Leiter-, Einschub- oder Steiltreppe und dürfen lediglich als Ersatz für Bodentreppen verwendet werden. Sie sind nicht als Zugang für (wenn auch nur wenig genutzte) Wohnräume zugelassen.

Geradläufige Treppen

Moderne geradläufige Treppen gibt es in den verschiedensten Varianten. Ob schlicht und elegant oder im rustikalen Landhausstil können sie passend zu der Einrichtung des Wohnbereiches ausgewählt werden, denn gerade Treppen lassen viel Spielraum für individuelle Ideen zu.

Das hervorragende an diesen Treppen ist, dass sich unter ihnen Platz für Wohnaccessoires oder Stauraum ergibt. Beispielsweise können Sie den freien Bereich für Regale nutzen oder einen Schrank einbauen. Oder Sie hängen der Wand Bilder auf und nutzen sie in Form einer Galerie.

Sambatreppe/Watscheltreppe

Soll eine Treppe einen platzsparenden Zugang zum Dachboden gewähren und trotzdem komfortabel begehbar sein, können die Stufen wechselseitig begehbar, das heißt voneinander versetzt angebracht werden. So genannte Sambatreppen sind eine clevere Konstruktion, damit Sie bei einer verhältnismäßig steilen Treppe bei jedem Schritt den ganzen Fuß aufsetzen können.

Wendel- oder Spindeltreppen sind eine ebenfalls sehr platzsparende Alternative. Sie wenden sich um eine zentrale Drehachse, die oftmals aus Stahl besteht.

Viel Platz für die Aufstellung weiterer Dekorationen bieten sie leider nicht, aber dafür steht die Treppe an sich im Fokus.

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Bei der Zusammenstellung von Stufen und Geländer können Sie verschiedene Stile kombinieren – ob alles in einer Farbe oder in Kombination mit Holz, steht Ihnen völlig offen.

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Schmale schlichte Varianten verleihen dem Wohnraum einen eleganten Charakter und die offene, minimalistische Konstruktion sorgt für viel Freiraum. Sie können Sich aber auch für eine robustere Variante entscheiden, wie zum Beispiel eine Wendeltreppe aus Massivholz. Damit wird Ihre Treppe zum Dachgeschoss zum automatischen Hingucker und passt zu jeden Wohnfarben.

Gewendelte Treppe und Podesttreppe

Eine Treppe ins Dachgeschoss muss nicht zwingend geradläufig sein, sie kann auch in zwei oder mehreren Abschnitten erfolgen, das heißt einfach oder zweifach gewendelt sein. Der Wendepunkt des Treppenaufgangs kann auch aus einem Podest bestehen, den Sie hervorragend dekorieren können.

Stellen Sie Pflanzen, Vasen oder Kerzenständer hin und, wenn eine Wand angrenzen sollte, hängen Sie Regale oder Bilder auf. Auch hier kann der Platz unter der Treppe für praktische oder kreative Ideen genutzt werden.

Sie sehen, bei diesen Treppen werden die Vorteile der geraden und runden Treppen vereint und die Funktionalität wird durch ein harmonisches Design ergänzt. Ihr einziger Nachteil: Auch in raumsparender Version benötigt Sie mehr Platz als Wendelttreppe oder geradlinige Treppe.

Wenn sie aber zu Ihren räumlichen Gegebenheiten passt, bietet sie einen komfortablen Aufstieg.

Sicherheit und Vorschriften

Die Sicherheit einer Treppe muss durch folgende Bestimmungen gewährleistet sein:

  • Die Stufen dürfen maximal 19 cm hoch sein.
  • Die Stufentiefe an schmalster Stelle beträgt mindestens 10 cm.
  • Die Treppen sollte eine Neigung von rund 25 bis 40 Grad aufweisen.
  • Die Mindesthöhe für Geländer liegt bei 90 cm.
  • Die Durchgangshöhe muss mindestens 2 m sein.

Auch die Deckenöffnung muss bei einem Dachausbau für die Treppe beachtet werden und ggf. vergrößert werden. Sie muss mit einem Brüstungsgeländer versehen werden, damit der Zugang deutlich sichtbar ist und keiner stürzt. Zudem sollte sichergestellt sein, dass Sie am Treppenende genügend Raumhöhe haben, um aufrecht stehen zu können ohne dabei den Kopf einziehen zu müssen.

Die Kosten eines vollständigen Dachausbaus hängen von diversen Faktoren ab. Einfache Treppen erhalten Sie bereits ab 100 Euro. In der Regel werden jedoch für einen Dachausbau aufwendigere und moderne Treppenlösungen bevorzugt. Planen Sie daher Kosten zwischen 1.000 und 5.000 Euro ein.

Wie steil darf eine Treppe sein?

In der Regel liegt die optimale Treppensteigung zwischen 25 und 40 Grad. Das Steigungsverhältnis können Sie mit folgender Formel berechnen: 2 x Stufenhöhe + Treppenauftritt. Alle relevanten Messwerte für Treppen finden Sie in der Gebäudetreppen Norm DIN 18065.

Источник: https://magazin.velux.de/artikel/treppe-ins-dachgeschoss

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