Dachziegel – der gute Ton für Ihr Hausdach

Dachziegel und ihre Eigenschaften

Dachziegel – der gute Ton für Ihr Hausdach

Anders als Dachsteine aus Beton werden Dachziegel immer aus natürlichem Ton gefertigt und gebrannt. Große Hitze und klirrender Frost dürfen die Dachziegel nicht reißen oder springen lassen.

Auch bei Wind und Sturm soll der Verbund aus Ziegeln auf dem Dach standhalten und selbstverständlich feuerfest sein. Dachziegel sollten eine langfristige Investition sein, deshalb darf der UV-Anteil im Sonnenlicht sie nicht ausbleichen.

Auch Säuren, die sich durch Luftverschmutzung bilden, muss das Material widerstehen. Besonders wichtig ist auch die Stabilität: Denn hohe Schneelasten oder die regelmäßige Begehung, beispielsweise durch den Kaminkehrer, dürfen das Dach natürlich nicht zum Einstürzen bringen.

Eine korrekt verlegte und bei Bedarf instand gehaltene Dacheindeckung aus Ziegeln entwickelt mit den Jahren zwar eine Patina, aber sie hält der Witterung bis zu 100 Jahre lang stand.

Die beliebtesten Dachziegel-Arten im Überblick

Dachziegel gibt es nicht nur in vielen Farben, sondern auch in unterschiedlichen Formen.

Das hat zwei Gründe: Einerseits gehören bestimmte Dachziegel zu einzelnen Dörfern und Gemeinden und prägen das Gesicht von ganzen Regionen.

Andererseits sind manche Formen für Dächer mit einer bestimmten Neigung besser geeignet als andere. Wir sagen Ihnen, welche Ziegel sich für Ihr Dach eignen:

  Glattziegel

Der Name sagt alles: Glattziegel haben eine glatte Oberfläche. Die symmetrische Form wirkt dazu sehr modern.

Sie verfügen über nach der Verlegung unsichtbare Falze an Kopf und Seite, um Wind und Wetter standzuhalten. Die gerippte Rückseite sorgt außerdem für guten Halt auf der Dachkonstruktion.

Zudem sind Glattziegel leicht zu verlegen, und mit einem Bedarf von etwa zehn Ziegeln pro Quadratmeter ist das Dach schnell erneuert.

  Flachdachziegel

Der Name dieser Dachziegel bedeutet nicht, dass sie zur Eindeckung von Häusern mit Flachdach geeignet sind. Aber der Flachdachziegel ist eine optimale Lösung für Satteldächer mit sehr geringer Neigung. Bereits ab einer Dachneigung von zehn Grad ist hier eine Dacheindeckung möglich.

Die geschwungene Form sorgt dafür, dass Wasser nicht in das Dach eindringen kann, sondern zuverlässig auf den nächsten Ziegel geleitet wird. Trotzdem benötigen so wenig geneigte Dächer unter den Dachziegeln eine zweite wasserführende Schicht.

Mit einem Bedarf von acht bis neun Ziegeln pro Quadratmeter lassen sich Fachdachziegel ebenfalls leicht verlegen und erzeugen eine flächige Optik.

Flachdachziegel eignen sich für Dachneigungen ab zehn Grad. 

  Sigma-Pfanne

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Der bekannte Dachziegel-Hersteller Nelskamp fertigt die sogenannte Sigma-Pfanne, die vom Auau mit der Finkenberger Pfanne verwandt ist.

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Diese schön geschwungenen Dachziegel mit abgerundeter Schnittkante erzeugen ein besonders harmonisches Bild.

Dazu sind Sigma-Pfannen vergleichsweise günstig und perfekt für Dächer mit einer Standard-Neigung von 22 Grad geeignet. Weiterhin sind sie sehr druckresistent. Sie benötigen hier etwa zehn Ziegel pro Quadratmeter.

  S-Pfanne

Die S-förmig geschwungenen Tondachziegel mit abgerundeten Kanten geben der S-Pfanne ihren Namen. Diese Formgebung lässt die Dacheindeckung geschwungen und fließend wirken.

Längs- und Seitenfalz halten selbst widrigsten Witterungsbedingungen stand, drei Querrippen am Fuß ermöglichen eine sichere Verankerung.

Diese Dachpfannen können Sie auch als Durchgangsdachziegel nutzen, um Leitungen für eine Antenne, Satellitenanlage oder eine Photovoltaikanlage zu installieren.

S-Pfannen gehören zu den klassischen Dachziegeln. 

  Berliner Biber

Der Berliner Biber ist eine Abwandlung des Biberschwanz-Dachziegels. Der glatte, schmale Ziegel hat eine abgerundete Unterkante, sodass die Form an einen Biberschwanz erinnert. Diese Art der Dacheindeckung gehört traditionell zu historischen Gebäuden im Raum Berlin.

Pro Quadratmeter werden bis zu 40 Dachziegel benötigt, was die Verlegung aufwendig macht. Berliner Biber erzeugen eine horizontal ausgerichtete Schuppenstruktur, die an Altbauten äußerst charmant wirkt.

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Häufig schreiben Denkmalschutzbehörden diese Art der Dacheindeckung an geschützten Gebäuden vor.

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  Doppelmuldenfalzziegel

Einen Doppelmuldenfalzziegel erkennen Sie an den charakteristischen Mulden auf der Oberfläche. Zusätzlich sorgen Falze an der Seite und der Oberkante für einen guten Wetterschutz.

Diese Tondachziegel waren lange Zeit bei landwirtschaftlichen Gebäuden sehr gefragt und sind heute in der authentischen Altbausanierung beliebt. Doppelmuldenfalzziegel sind gut für steile Dächer mit einer Dachneigung von 30 Prozent geeignet.

Der Bedarf ist mit etwa 14 Dachziegeln pro Quadratmeter eher hoch.

  Drei-Muldenfalzziegel

Der Drei-Muldenfalzziegel ist die Weiterentwicklung des Doppelmuldenfalz-Dachziegels. Auch dieser Dachziegel ist besonders bei großen Dachflächen im gewerblichen Bereich beliebt. Die Verarbeitung ist einfach, da die Ziegel dank eines großen Schiebebereichs mühelos zu verlegen sind. Pro Quadratmeter werden etwa sechs Stück benötigt.

  Flächenziegel

Flächenziegel sind dem Glattziegel ähnlich: Auch hier ist der Ziegel bis auf die Falze an Seite und Oberkante glatt gestaltet.

Die einzelnen Dachziegel sind hier sehr groß, sodass rund sieben Ziegel zur Eindeckung eines Quadratmeters ausreichen.

Diese Variante lässt sich gut mit traditionellem Dachschmuck wie einer Dacheule kombinieren. Die ideale Dachneigung für den Flächenziegel beträgt 22 Grad.

  Frankfurter Pfanne

Die Frankfurter Pfanne wird seit rund einem halben Jahrhundert für Neubauten und Sanierungen deutschlandweit geschätzt. Diese Dachpfannen weisen eine klassische Form mit Wellenprofil auf. Besonders macht diese Variante die Oberfläche, Protegon genannt.

Die Frankfurter Pfanne ist glatt und damit lange gegen Schmutz und Bewuchs geschützt. Zudem reflektiert dieser Typ die Sonne stark, was im Sommer zu angenehmen Temperaturen im Dachgeschoss führt.

Dieser Dachziegel ist einfach zu verlegen und hat einen Bedarf von etwa 13 Ziegeln pro Quadratmeter.

  Biberschwanz

Der Biberschwanz-Dachziegel ist die Urform, nach der der Berliner Biber entstand. Auch dieser Ziegel ist glatt und rechteckig mit einer Rundung am unteren Ende geformt.

Auf der Rückseite der Oberkante befindet sich ein Falz, der das Einhängen an der Dachlatte ermöglicht. Diese Dacheindeckung ist besonders bei Altbauten in Süd- und Ostdeutschland beliebt.

Es gibt verschiedene Arten der Verlegung, die einen großen Einfluss auf den Materialbedarf haben. Rechnen Sie mit einem Mindestverbrauch von 34 Ziegeln pro Quadratmeter.

Dachziegel aus Holz werden heutzutage nicht mehr so häufig genutzt, sehen aber vor allem in Biberschwanz-Optik ziemlich schick aus. 

  Hohlziegel

Der gewölbte Hohlziegel ohne Falz ist typisch für den norddeutschen Raum. Hohlziegel sind dort für denkmalgeschützte Gebäude ebenso die erste Wahl wie für die Ausführung von anspruchsvollen Bauten wie Fledermausgauben.

Die Ziegel sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und können auf unterschiedliche Arten verlegt werden. Der traditionelle Dachauau erfordert einen Handwerker mit viel Erfahrung.

Der Bedarf liegt hier bei etwa 9 bis 15 Ziegeln pro Quadratmeter.

  Finkenberger Pfanne

Die Finkenberger Pfanne mit dezenter Wellung und schönen Schnittkanten sorgt für ein klassisches Dach, das zeitlos wirkt.

Sie benötigen rund zehn Dachziegel pro Quadratmeter, wobei eine Dachneigung von etwa 22 Grad für diesen Ziegeltyp ideal ist.

Der überdeckte Seitenfalz und die Verrippung am Fuß machen diese Dachpfannen sehr robust und widerstandsfähig gegen Wind und Wetter.

  Reformziegel

Reformdachziegel sorgen mit einer kleinen Mulde für eine gute Wasserableitung bei gleichzeitig harmonischem Dachbild.

Sie stellen sozusagen die moderne Interpretation eines Glattziegels mit verbesserten Eigenschaften dar und sind besonders geeignet für Dächer mit einer starken Neigung von etwa 30 Grad.

Der Bedarf liegt bei rund zehn Dachziegeln pro Quadratmeter.

  Hohlfalzziegel

Dieser Dachziegel ist mit seiner geschwungenen Form markant und dennoch dezent. Er eignet sich für Neubauten und Sanierungen gleichermaßen, die ideale Dachneigung für dieses Modell liegt bei 22 Grad. Mit etwa 13 Stück pro Quadratmeter liegt der Verbrauch etwas über dem anderer moderner Dachziegel.

  Solar-Dachziegel

Solar-Dachziegel sind in der Regel keine echten Dachziegel, sondern Dachsteine. Die Hersteller ahmen die Form klassischer Dachziegel aus Beton nach und bringen dann ein Solar-Modul auf die Oberfläche eines jeden Dachsteins auf.

Damit wird die gesamte Dachfläche zur Energiegewinnung genutzt und die Harmonie eines klassischen Dachs bleibt erhalten. Störende, sichtbare Solar-Module sind nicht mehr nötig. Die Hersteller versprechen eine Haltbarkeit von 30 Jahren.

Solar-Dachziegel wie diese sind meist etwas teurer als die Standard-Solarmodule, die sonst auf den Dächern angebracht werden.

Источник: https://www.aroundhome.de/dachdecker/dachziegel/

Dachziegel aus Ton oder Dachsteine aus Beton – welche Dachpfannen sind besser?

Dachziegel – der gute Ton für Ihr Hausdach

Die perfekte Dacheindeckung: Dachziegel und Dachsteine im Vergleich

Dachpfannen, umgangssprachlich auch als Dachziegel bekannt, sind buchstäblich die Krone eines Gebäudes und verpassen seinem Gesamteindruck den letzten Schliff. Sie können aber auch schnell für Kopfzerbrechen sorgen. Denn neben der Farbwahl ist vor allem eines wichtig: Welches Material ist für Ihre Dacheindeckung die beste Wahl?

Eine Info vorab: Wenn es Ihnen allein um die Optik geht, können Sie beruhigt aufatmen. In Sachen Farb- und Formvarianten bieten Dachziegel und Dachsteine als Dacheindeckung nämlich die gleichen Möglichkeiten.

Kniffelig wird es erst, wenn Sie weitere Eigenschaften in Ihre Entscheidung einbeziehen. Gemeinsam mit Ihrem MeinDach-Partnerbetrieb können Sie anhand der gewünschten Eigenschaften leichter eine Entscheidung treffen.

Und mit dem Dacheindeckung-Kostenrechner erhalten Sie einen ersten Überblick über die erwarteten Kosten.

Dachpfannen, Dachziegel, Dachsteine, Dachplatten

Zunächst gilt es, die grundlegenden Begriffe zu klären, um Unklarheiten zwischen Ihnen und dem Dachdecker oder Zimmerer zu vermeiden. Denn in der Umgangssprache werden die Begriffe oft missverständlich als Synonyme verwendet.

Dachdecker und Zimmerer nutzen den Begriff “Dachpfanne” als Oberbegriff für alle Arten von Dachziegeln, Dachplatten und Dachsteinen, also für die gesamte Dacheindeckung.

Schon gewusst? Der Begriff Dachpfanne in Verbindung mit einer Region steht für eine Dachpfanne mit einer bestimmten Form. Dazu gehören etwa die Harzer Pfanne sowie die Frankfurter Pfanne. So entstehen im Laufe der Zeit die für einzelne Regionen typischen Dacheindeckungen. 

Um das verwendete Material sprachlich zu unterscheiden, werden als Dachziegel in Fachkreisen tatsächlich nur Pfannen aus Ton bezeichnet. Sobald Dachpfannen aus Beton hergestellt werden, spricht man von Dachsteinen. Dachplatten hingegen bestehen aus Metall.

Daher kann es durchaus deutliche Unterschiede geben, wenn Laien und Experten über die Dacheindeckung reden. Einen Überblick über die unterschiedlichen Materialien zur Dacheindeckung finden Sie auch in unserem Ratgeberbeitrag Dachziegel & Co.

: Welche ist die beste Dacheindeckung?

Das sollten Sie beachten:

In manchen Regionen ist beim Hausdach das Material sogar vorgeschrieben. Informieren Sie sich in jedem Fall im Vorfeld über eventuelle Vorgaben.

Hausbedachung mit Ton – ein Klassiker mit langer Tradition

Dachziegel aus dem natürlichen Rohstoff Ton haben eine lange Tradition. Bereits die Römer und die Griechen haben ihre Bauten mit Dachziegeln eingedeckt. Dabei wurden die Dachziegel bei Temperaturen von 900 bis 1200 °C im Ofen gebrannt.

Durch das Brennen erhält der Ton seine typische rote Farbe und wird widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Dank der hohen Festigkeit und der guten Lebensdauer hat sich diese Form der Dacheindeckung über viele Jahre durchgesetzt – bis heute.

Die Herstellung ist auch heute noch ähnlich, doch natürlich hat der Fortschritt auch vor Dachziegeln nicht Halt gemacht: Heutzutage sind neben dem naturroten Klassiker auch engobierte und glasierte Ziegel auf dem Markt.

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Engobierte Dachziegel haben ihren Namen von der sogenannten Engobe, einer Ton-Mineral-Masse. Die Masse wird vor dem Brennen über den Ziegel gegossen, damit dieser eine andere Farbgebung und eine gleichmäßige, matte Oberfläche erhält.

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Die Engobe bietet jedoch keinerlei Schutzwirkung, sondern dient nur der Optik. 

Glasierte Dachziegel erhalten vor dem Brennen einen farbigen Überzug, die Glasur.

Diese ist keine Schutzschicht im eigentlichen Sinne, doch Schmutzpartikel haben es auf glasierten Dachziegeln deutlich schwerer als auf unbehandelten.

Dafür sind glasierte Dachziegel anfälliger für Krakelee, also kleine Risse in der Glasur. Ein Schönheitsmanko, das allerdings die Funktion der Dachziegel nicht beeinträchtigt. 

Hausbedachung mit Beton – der umweltschonende Jungspund

Für die Herstellung von Dachsteinen muss der Beton erst aus Sand, Zement und Wasser gemischt werden. Um Dachsteine in verschiedenen Farben erstrahlen zu lassen, werden Eisenoxide in die Mischung gegeben.

Danach werden die Dachsteine bei 60 °C getrocknet und anschließend fast einen Monat lang gelagert.

Zum Abschluss erhalten die Dachsteine einen Anstrich aus Acryldispersion, um das Anhaften von Schmutzpartikeln zu erschweren.

Die niedrigere Temperatur bei der Herstellung von Dachsteinen sorgt nicht nur für eine bessere Klimabilanz. Dass weniger Energie benötigt wird, kommt auch dem Geldbeutel der Käufer zugute.

Im Gegensatz zu Dachziegeln sind die Dachsteine noch sehr jung. Um 1840 wurden die ersten Dachpfannen aus Beton hergestellt. Heute sind die robusten Dachsteine fast ebenso beliebt wie Dachziegel. 

Dach Material: So unterscheidet sich die Dacheindeckung mit Ziegeln von der Dacheindeckung mit Steinen

Natürlich hat jedes Material seine individuellen Eigenschaften, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Einen eindeutigen „Sieger“ gibt es nicht. Die Wahl hängt von Ihren Prioritäten als Hausbesitzer ab.

Ganz nach Ihren Vorlieben können Sie anhand der charakteristischen Eigenschaften eine kompetente Wahl zwischen Beton und Ton treffen. Eine Alternative ist die Dacheindeckung aus Metall, welche allerdings vornehmlich bei Gewerbeimmobilien genutzt wird.

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Doch auch bei privaten Immobilien wird diese Form der Dacheindeckung immer beliebter.

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Damit Sie einen schnellen Überblick erhalten, schlüsseln wir die wichtigsten Eigenschaften in einer Tabelle auf:

Übersicht: Dachziegel aus Ton vs. Dachsteine aus Beton

Eigenschaft/MaterialDachziegel aus TonDachsteine aus Beton
GewichtLeichter als Dachsteine, daher gut geeignet für schlankere DachkonstruktionenHohes Gewicht, dadurch bessere Auflage
LebensdauerHäufig Garantie von bis zu 30 Jahren, Erfahrungen zeigen Haltbarkeit bis zu etwa 60 Jahren; glasierte Ziegel haben eine Lebensdauer bis zu 80 JahrenJe nach Qualität etwa 40 Jahre
VerschmutzungJe nach Beschichtung resistent gegen Verschmutzung und Moos- sowie AlgenbewuchsNeuere Produkte mit selbstreinigenden Beschichtungen, daher haften Algen u. ä. schlecht
UmwelteinflüsseHält Umwelteinflüssen gut standResistent gegenüber Hagel, beständig gegenüber Frost, bruchfest und trittsicher (vorteilhaft für Schornsteinfeger)
Dämmung/SchallschutzWeniger SchallschutzAußengeräusche werden bis zu drei Dezibel gegenüber den Dachziegeln gesenk
WartungKaum nötigKaum nötig
Variationen Optik (Form, Farbe)Große Auswahl an Formen und FarbenGroße Auswahl an Formen und Farben
ÖkobilanzReines Naturprodukt, aber Herstellung energieintensiv, Ton muss teilweise weit transportiert werdenHerstellung verbraucht etwa 70% weniger Energie als bei Tonziegeln
KostenPreise variabel, meist etwas höher als bei Beton, zumeist mehr Aufwand beim DachdeckenPreis variabel, im Durchschnitt etwas niedriger als bei Ton; Arbeitskosten zumeist niedriger durch weniger Aufwand

Ton oder Beton – Wer hat bei Ihnen die Nase vorn?

Ob Dachziegel oder Dachsteine, beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Es kommt ganz darauf an, welche Anforderungen Sie an Ihre Dachpfannen haben.

Wenn Sie Ihr Haus an einer belebten Hauptstraße bauen, ist es sicher von Vorteil, wenn die Dachsteine Umgebungsgeräusche dämpfen. Ist Ihre Dachkonstruktion eher zierlich, könnten die leichteren Dachziegel die Nase vorne haben.

Die Tabelle liefert Ihnen einen ersten Überblick, über die Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Dachsteinen und Dachziegeln.

Ihre Wünsche besprechen Sie am besten direkt mit dem Dachdecker oder Zimmerer Ihres Vertrauens. Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Dachdecker? Erstellen Sie einfach und bequem über MeinDach ein neues Dachprojekt und finden Sie gemeinsam mit dem Meisterbetrieb aus Ihrer Region die passend Dacheindeckung für Ihr Dach. 

Beachten Sie: Nicht immer ist die günstigste Dacheindeckung die beste Lösung. Durch eine Fachberatung finden Sie für Ihr Haus oder Ihre Garage die optimale Dacheindeckung und können von Dachsteinen oder Dachziegeln optimal profitieren.

Übrigens hilft oft auch ein Blick auf die Gebäude in Ihrer Nachbarschaft. Dank Ihres neuen Wissens rund um Dachpfannen können Sie vielleicht schon erkennen, ob Dachziegel oder Dachsteine in Ihrer Region beliebter sind.

Welche Dacheindeckung für welchen Einsatzbereich?

Die Wahl der richtigen Dacheindeckung hängt nicht zuletzt auch mit der Art der Immobilie ab. Eine Dacheindeckung an einem Schuppen oder einer Garage kann mit deutlich weniger Aufwand betrieben werden, als die Dacheindeckung an einem Wohnhaus.

Bitumen statt normaler Dachziegel sind beispielsweise für einen Schuppen oder einen Carport häufig ausreichend, während bei Wohn- und Gewerbeimmobilien noch häufiger auf klassische Dachziegel gesetzt wird.

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Und das aus gutem Grund: Dachziegel oder Dachplatten weisen eine höhere Lebensdauer auf, sodass die Arbeiten der Dacheindeckung erst nach vielen Jahren erneuert werden müssen.

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Während bei einer einfachen Dacheindeckung aus Bitumen die Dacheindeckung nach ca. 10 Jahren erneuert werden muss, hält eine Eindeckung mit Dachsteinen oder Dachziegeln mehrere Jahrzehnte. Hochwertige Dachziegel minimieren zudem den Wartungs- und Reparaturaufwand und verlängern die Lebensdauer Ihres Daches.

Dach decken: Was kostet 1m2  Dachziegel oder Dachsteine?

Pauschal lässt sich der Preis für Dachziegel oder Dachsteine nicht sagen. Auf den Quadratmeter gerechnet liegen die Preise für die Dacheindeckung zwischen 6 und 70 Euro pro Quadratmeter. Abhängig ist der Preis vor allem vom verwendeten Material der Dachpfannen. Wenn eine besondere Verlegeweise nötig ist, können die Preise aber auch höher ausfallen.

Die Haltbarkeit der Dachziegel bzw. Dachsteine ist im Übrigen nicht immer auch ein Kriterium für den Preis. Obwohl Dachziegel aus Ton eine kürzere Lebensdauer aufweisen als Dachziegel aus Beton, sind letztgenannte in der Regel günstiger. 

Doch da bei einer (Neu-)Eindeckung nicht nur Dachziegel oder Dachsteine nötig sind, sondern auch die Dämmung wichtig ist, haben wir alle relevanten Kostenpunkte eines Daches in einem separaten Ratgeberartikel für Sie zusammengefasst

Dach decken lassen vom Meisterbetrieb

Den richtigen Dachdecker oder Zimmerer für Ihr Dachprojekt finden Sie mit MeinDach.

Unsere Partnerdachdecker und -zimmerer legen Wert auf höchste Qualität und beraten Sie gerne zu den vielfältigen Möglichkeiten der Eindeckung.

Starten Sie noch heute Ihr neues Dachprojekt und wählen Sie gemeinsam mit einem MeinDach-Partnerbetrieb aus Ihrer Region die passenden Dachziegel für Ihr neues Dach!

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Источник: https://www.meindach.de/ratgeber/dachziegel-aus-ton-oder-dachsteine-aus-beton-welche-dachpfannen-sind-besser/

Kleine Ziegelschule: 10 Dachziegel, die Sie kennen sollten

Dachziegel – der gute Ton für Ihr Hausdach
Die Qual der Wahl: Welche Ziegel sollen auf Ihr Dach? In unserer kleinen Ziegelkunde stellen wir gängige Modelle vor und erklären, wann man von Dachziegeln und Dachsteinen und wann von Dachpfannen spricht.

Es gibt ganz unterschiedliche Bedachungsmaterialien. Angefangen beim traditionellen Tonziegel, über Naturprodukte wie Reet oder Schiefer, bis hin zum modernen Metalldach.

In der Praxis entscheiden sich die meisten Menschen jedoch für ein Dach mit Dachziegeln oder Dachsteinen. Wo liegt der Unterschied?

Dachziegel, Dachstein, Dachpfanne: eine Begriffsklärung

Dachziegel und Dachsteine ähneln sich optisch, unterscheiden sich jedoch in ihren Eigenschaften deutlich voneinander und bieten jeweils eigene Vor- und Nachteile. Aufgrund der ähnlichen Optik werden sie fälschlicherweise oft als Synonym verwendet und umgangssprachlich als Dachziegel bezeichnet.

Der Unterschied: Dachziegel bestehen aus gebranntem Ton, Dachsteine hingegen aus luftgetrocknetem Beton. Der Oberbegriff für beide lautet Dachpfannen. Wenn die Rede also von einer Dachpfanne ist, kann sowohl ein Dachziegel aus Ton als auch ein Dachstein aus Beton gemeint sein.

Dachpfannen mit und ohne Falz

Prinzipiell gibt es zwei Verfahren, um Dachpfannen herzustellen: Beim sogenannten Strangpressen wird der Ton zunächst an einem Stück gefertigt und dann in die richtige Einzelgröße geschnitten. Beim Stempelpressen fertigt man jede Dachpfanne direkt in einer Einzelform.

Diese Dachziegel beziehungsweise Dachsteine haben meist einen Falz. Der Falz dient dazu, die Pfannen ineinander zu verzahnen. Beispiele für Stempelpressziegel mit Falz sind der Reformziegel, der Flachdachziegel oder die Frankfurter Pfanne.

Beispiele für Strangziegel, die oft keinen Falz haben, sind der Biberschwanz oder der Hohlziegel.

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In Deutschland gibt es viele verschiedene Formen und Arten von Dachpfannen. Neben den technischen Voraussetzungen unterscheiden sie sich vorwiegend in der Optik voneinander. Im Folgenden stellen wir 10 der bekanntesten Ziegel- und Dachsteinarten vor.

1. Die Frankfurter Pfanne

Die Frankfurter Pfanne ist wohl die bekannteste Dachpfannenform in Deutschland. Sie wird seit über 50 Jahren verwendet. Das charakteristische Erkennungszeichen ist der doppelte Wasserlauf an der Seite und die sowohl gewällte als auch glatte Oberfläche, wie hier beim Modell des Ziegelherstellers Braas zu erkennen.

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Aufgrund der guten Oberflächeneigenschaft ist die Dachpfanne sehr wartungsarm und bleibt lange frei von Bewuchs und Schmutz. Geeignet ist die Frankfurter Pfanne für Dächer mit einer Regeldachneigung von 22 bis 30 Grad.

Materialkosten: Die Dacheindeckung mit der Frankfurter Pfanne kostet circa 12 Euro pro Quadratmeter (1,17 Euro pro Ziegel).

2. Die Harzer Pfanne

Die Harzer Pfanne zeichnet sich vor allem durch die besondere Wirtschaftlichkeit aus. Das Erscheinungsbild ist von einer harmonischen, regelmäßig geschwungenen Wellenbewegung geprägt.

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Die Vorteile der Harzer Pfanne sind ihre Robustheit und die glatte Oberfläche, die Dreck und Moos wenig Haftfläche bietet. Die Harzer Pfanne ist für Dächer mit einer Neigung von 22 bis 30 Grad geeignet.

Materialkosten: Pro Quadratmeter müssen Bauherren mit circa 8 Euro rechnen (0,79 Euro pro Ziegel).

3. Die Sigma-Pfanne

Die Sigma-Pfanne stammt vom Ziegelhersteller Nelskamp und ist vor allem durch die charakteristisch geschwungene Form bekannt, die Dachflächen lebendig wirken lassen. Die Oberfläche der Ziegel ist besonders porenarm, weshalb Staubteilchen kaum Halt finden und Regen den Ziegel permanent säubert.

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Verwendet wird diese Pfanne vorwiegend bei Neubauten mit einer Dachneigung über 22 Grad und hohen Ansprüchen an die Optik des Daches.

Materialkosten: Eine Dacheindeckung mit der Sigma-Pfanne kostet pro Quadratmeter rund 9 Euro (0,91 Euro pro Ziegel).

4. Die S-Pfanne

Die S-Pfanne verdankt ihren Namen der s-förmigen, geschwungenen Geometrie und wird herstellerübergreifend angeboten. Durch die wellenförmige Optik verleiht sie dem Dach ein weiches, fließendes Erscheinungsbild. Die Regeldachneigung beträgt mindestens 22 Grad.

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Materialkosten: Bauherren sollten mit rund 12 Euro pro Quadratmeter rechnen (1,22 Euro pro Ziegel).

5. Der Biberschwanz

Biberschwanzziegel sind qualitativ hochwertig und vor allem in Süd- und Ostdeutschland sowie in den südlichen Nachbarländern beliebt.

Da sich bei dieser Bedachung die Ziegel mehr überlappen als beispielsweise bei der Frankfurter Pfanne, ist der Materialverbrauch höher und die Dacheindeckung somit kostenintensiver.

Das Merkmal des Biberschwanz‘ ist der charakteristische Rundschnitt und die glatte Oberfläche.

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Während alte Gebäude immer häufiger mit dem flachen Ziegel eingedeckt werden, nimmt die Verwendung bei Neubauten ab. Geeignet ist der Biberschwanz für Dächer mit einer Dachneigung von 30 bis 45 Grad.

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Materialkosten: Bauherren sollten mit rund 23 Euro pro Quadratmeter rechnen (0,62 Euro pro Ziegel).

6. Der Reformziegel

Der Reformziegel, auch Rheinlandziegel oder Reformpfanne genannt, zeichnet sich durch eine flache Mulde aus, die dem Dach einen ruhigen, harmonischen und zeitlosen Charakter verleiht. Aufgrund des höheren Materialaufwands ist eine Dacheindeckung mit Reformziegeln meist etwas teurer. Die Regelneigung der meisten Modelle beträgt 30 bis 45 Grad.

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Materialkosten: Pro Quadratmeter sollten Sie beim Reformziegel mit rund 15 Euro rechnen (1,02 Euro pro Ziegel).

7. Der Hohlziegel

Der Hohlziegel besitzt in der Regel keinen Falz. Das Erkennungszeichen des Hohlziegels ist die stark ausgeprägte Wölbung, auch die fehlenden Kerben und Verzahnungen auf der Vorderseite. Verwendung findet dieser Dachziegel vorwiegend in Norddeutschland sowie bei alten und denkmalgeschützten Gebäuden mit aufwendigen Details.

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Bei Neubauten wird er nur verwendet, um technisch anspruchsvolle Elemente wie Fledermausgauben zu realisieren. Wegen der fehlenden Falz sollte die Dachneigung mehr als 40 Grad haben.

Materialkosten: Pro Quadratmeter ist bei einer Hohlziegel-Bedachung mit 26 Euro zu rechnen (1,61 Euro pro Ziegel).

Es gibt auch die Variante mit Falz – den Hohlfalzziegel. Diesen bietet zum Beispiel der Ziegelhersteller Creaton an. Er ziert sowohl das Dach von Neubauten als auch von älteren Gebäuden. Die Regelneigung des Daches sollte beim Hohlfalzziegel über 22 Grad liegen.

Materialkosten: Beim Hohlfalzziegel werden pro Quadratmeter rund 17 Euro fällig (1,19 Euro pro Ziegel).

8. Der Flachdachziegel

Anders als gedacht, eignet sich der Flachdachziegel nicht etwa für das Flachdach, sondern für Dächer mit einer geringen Neigung ab etwa zehn Grad.

Das optische Erkennungszeichen des Flachdachziegels ist eine leicht geschwundene Form, die das Dach modern, harmonisch und flach erscheinen lässt.

Der Vorteil des Flachdachziegels ist seine schnelle Montage und der geringe Materialbedarf.

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Materialkosten: Bauherren sollten bei der Bedachung mit Flachdachziegeln mit rund 14 Euro pro Quadratmeter rechnen (1,04 Euro pro Ziegel).

9. Der Glattziegel

Der Glattziegel hat eine sehr glatte Oberfläche und unterscheidet sich aufgrund dieser wellenlosen Form deutlich von klassischen Alternativen. Verwendet wird er vorwiegend bei modernen Privatgebäuden.

Der Glattziegel gilt als besonders sturmsicher und langlebig. Er bietet den Vorteil, dass die Oberfläche bis zu 300 Prozent mehr Infrarotstrahlen reflektiert, was dazu führt, dass sich das Dach weniger aufheizt.

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Dachdecker schätzen den Glattziegel wegen der schnellen Montage und des geringen Materialbedarfs. Geeignet ist er für Dächer mit einer Steigung zwischen 25 und 35 Grad.

Materialkosten: Eine Quadratmeter-Bedachung mit Glattziegeln kostet rund 19 Euro (1,88 Euro pro Ziegel).

10. Der Mönch- und Nonnenziegel

Der Mönch- und Nonnenziegel ist die älteste Ziegelform. Man hat sie in der Vergangenheit vor allem bei Klöstern im mediterranen Raum verwendet.

Bei dieser Ziegelform handelt es sich um zwei halbierte Hohlzylinder, die übereinandergelegt und kegelförmig an den Seiten zueinander verkeilt sind.

Die unteren, schwereren Ziegel werden dabei als Nonnen bezeichnet, die oberen, leichteren Ziegel als Mönche.

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Heute kommt diese Form der Dachdeckung im Grunde nur noch bei alten Gebäuden zum Einsatz. Der Mönch- und Nonnenziegel eignet sich für Dächer mit einer Regeldachneigung zwischen 19 und 24 Grad.

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Materialkosten: Beim Mönch- und Nonnenziegel müssen Bauherren mit rund 30 Euro pro Quadratmeter rechnen (2,95 Euro pro Ziegel).

Weitere Auswahlkriterien und noch mehr Ziegel

Nun sind Sie an der Reihe: Welche Ziegelform ist Ihr Favorit? Bedenken Sie, dass neben der Optik und dem Preis weitere Kriterien hinzukommen. Zum Beispiel lässt der Bebauungsplan der Gegend, in der Ihr Haus steht, manche Varianten gar nicht zu. Informieren Sie sich bei den Behörden und suchen Sie den Rat der Experten für Ihr Dach.

Neben den hier gezeigten Ziegeln gibt es viele weitere Varianten – in der Form wie im Material, beispielsweise Schiefersteine. Die wohl modernste Form von Dachziegeln sind Solarziegel, eine Variante, bei der die Photovoltaikmodule direkt im Ziegel verbaut sind.

Jetzt weiterlesen: Traditionelle Dächer in Deutschland: vom Reetdach bis zum Biberschwanz.

Titelbild: iStock.com / U. J. Alexander13.07.20

Источник: https://dachdirekt.de/artikel/10-beliebte-dachziegel

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