Darum sollten Sie die Trittschalldämmung bei der Bodenverlegung nicht vergessen

Ratgeber Trittschalldämmungen – damit Schall keine Chance mehr hat

Darum sollten Sie die Trittschalldämmung bei der Bodenverlegung nicht vergessen

Beim Verlegen eines neuen Bodens wird viel Zeit für die Auswahl des passenden Bodenmaterials aufgewendet. Ebenfalls wird lange überlegt, welche Farbe am besten zu den Möbeln passt und den persönlichen Geschmack genau auf den Punkt trifft. Die Trittschalldämmung wird jedoch bei der Planung schnell vergessen bzw.

ihr wird nur geringe Beachtung geschenkt. Planen auch Sie die Verlegung eines neuen Fußbodens? Lesen Sie unseren Blogbeitrag und erfahren Sie alles rund um Trittschalldämmungen. So sind Sie und Ihre Nachbarn vor unerwünschten Schallgeräuschen geschützt und sorgen darüber hinaus für eine längere Lebensdauer Ihres Fußbodens.

 

Was ist Trittschall und wozu brauche ich eine Trittschalldämmung?

In unserer hektischen Gegenwart ist der Lärm ein ständiger Begleiter. Es ist bekannt, dass ein hoher Lärmpegel, etwa am Arbeitsplatz oder zu Hause Stress hervorruft und uns krank machen kann. Umso wichtiger ist es, den Lärmpegel gering zu halten und ihm entgegenzuwirken.

Damit störende Geräusche, wie klackende Schuhe, Stuhlgeräusche oder hüpfende Kinder Sie nicht belasten, ist eine gute und vor allem die richtige Trittschalldämmung für Ihren Fußbodenbelag unumgänglich. Seit einigen Jahren etablierten sich neben Laminatböden auch schwimmend verlegte Böden, welche bei jedem Schritt -und tritt leicht mit Federn.

Dadurch wirken sie wie Resonanzkörper und verstärken den Trittschall auf den darunter liegenden Estrich. Ihre Untermieter hören dann jeden Schritt von Ihnen, den sogenannten Trittschall. Obwohl Sie es vielleicht gar nicht störend empfinden, da Sie nur den Raumschall wahrnehmen.

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Eine Trittschalldämmung trennt den tragenden Teil Ihres Bodens von darunterliegendem Estrich. Trittschalldämmungen sind in unterschiedlichsten Materialen und Trittschallminderungen erhältlich.

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Trittschall entsteht wie der Name schon sagt durch Tritte, also durch das Gehen auf Fußböden. Ebenso wird er von Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, durch Vibrationen während der Nutzung, erzeugt. Über Böden, Decken und Wände werden diese entstehenden Geräusche in angrenzende Räumlichkeiten übertragen und sind somit neben dem eigenen Raum auch in anderen Zimmern und Hausteilen hörbar. 

Schallentstehung

Gehschall bezeichnet die Schallentwicklung durch laufen im selben Raum

Trittschall bezeichnet die Körperschallentwicklung durch Belaufen und damit die Übertragung in darunter liegende und benachbarte Räume

Schallbrücken sind feste Verbindungen zwischen Bodenbelag und Unterboden. Schallbrücken können zwischen Estrich und Decke, sowie den Verbindungen zu Seitenwänden bestehen. So wird Schall fast ungehindert in benachbarte Räume übertragen.

Damit Ihre Nachbarn ober bzw. unter Ihnen ihre Ruhe haben, kommen Trittschalldämmungen zum Einsatz. Diese Schalldämmung sorgt durch das Abdämpfen des Abfederns des Bodenbelages dafür, dass der übertragene Schall in anliegenden Räumen reduziert wird.

Vor allem bei schwimmend verlegten Bodenbelägen ist ein Schallschutz unverzichtbar und häufig sogar Pflicht. Bei schwimmenden Bodenbelägen handelt es sich um nicht verklebte Fußböden, dadurch federn diese Bodenbeläge bei Vibrationen leicht nach und verstärken den Schall. Im Gegensatz dazu stehen vollflächig verklebte Bodenbeläge.

Bei diesen entstehen durch geringes Abfedern automatisch wenig bis gar kein Trittschall. 

Durch den Einsatz von Trittschalldämmung erhöhen Sie die Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität. Sowohl für sich selbst, also auch für alle Personen, welche in angrenzen Räumlichkeiten wohnen oder täglich Ihre Arbeit verrichten.

Neben der schalldämmenden Eigenschaft kommt den Trittschalldämmungen die weitere Eigenschaft zu, dass diese kleine Unebenheiten ausgleichen.

So bieten verlegte Trittschalldämmungen eine exakt gerade Fläche für die Verlegung des Fußbodens. 

Während bei Neubauten die Trittschalldämmung bereits Pflicht ist, gibt es für Altbauten derzeit noch keine verpflichtenden Bestimmungen.

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Fühlen Sich jedoch Nachbarn gestört und sämtliche Tritt- und Maschinengeräusche werden über die Wände übertragen, können diese auf die Nachrüstung einer Trittschalldämmung bestehen.

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Dies stellt nicht nur einen immensen Arbeitsaufwand dar, die nachträglichen Umbaumaßnahmen sind darüber hinaus auch teuer.  Um also Kosten und Mühe zu sparen, lohnt es sich die Trittschalldämmung bereits bei der Planung mit zu berücksichtigen und sich damit auseinanderzusetzen.

Mit dem Einsatz von Trittschalldämmung beugen Sie nicht nur vor unerwünschten Geräuschen und somit Belästigungen vor, Sie sorgen mit den elastischen Bodenunterlagen ebenfalls für eine Lebensverlängerung Ihres Fußbodens. 

Trittschalldämmungen sind unumgänglich, wenn von hochwertigen Gebäuden gesprochen werden und unterliegen der DIN 4109 mit dem Namen „Schallschutz im Hochbau“. 

Arten von Trittschalldämmungen

Trittschalldämmungen werden aus zahlreichen Materialien hergestellt. Wichtig dabei ist nur, dass diese Materialien elastisch sind und somit eine abfedernde Wirkung besitzen.

  Unter den Materialien, welche am häufigsten verwendet werden befinden sich Kunststoff, Kork und Holzfaser.

Jedes dieser Materialen gewährt höchste Funktionalität und besitzt individuelle Eigenschaften, welche es zu berücksichtigen gilt.

Trittschalldämmung aus Kunststoff

Kunststoff-Trittschalldämmungen sind vielseitig einsetzbar und können dadurch prinzipiell unter allen Arten von Böden verlegt werden.

Durch die im Kunststoff enthaltenen Luftbläschen wird die Übertragung des Trittschalls reduziert und somit abgedämpft. Dies führt zur Verhinderung, dass der Trittschall auf Böden, Wände und Decken übertragen werden.

Bei der Abdämpf-Funktion der Kunststoff-Schalldämmungen gilt grundsätzlich: Je dichter und dicker der Schaumstoff, desto höher der Schallschutz. 

Zu berücksichtigen sind jedoch die Vielzahl an unterschiedlichsten Ausführungen, welche sich unter anderem in Dämmleistung und Stärke unterscheiden. Je nachdem, welchen Boden sie besitzen, muss auf die Wahl der geeigneten Trittschalldämmung geachtet werden. 

Bei Kunststoff-Trittschalldämmungen wird unter PE-Schaum (Polyethylenschaum) und Dämmplatten aus Polystyrolschaum unterschieden. Trittschalldämmungen aus PE-Schaum sind sowohl mit, also auch ohne integrierter Dampremse im Handel erhältlich und somit auch bei Fußbodenheizungen einsetzbar.

Der Preis ist je nach Stärke unterschiedlich, befindet sich jedoch in einem Rahmen von einem bis zehn Euro pro Quadratmeter. Die PE-Schaum Trittschalldämmungen sind in unterschiedlichen Stärken von 1,2 – 4,0 mm erhältlich.

Bitte beachtem Sie: Laminatböden, welche sehr hart sind benötigen eine dickere Dämmung.

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Eine bessere Schalldämmung bieten ihnen im Vergleich zu PE-Schaum jedoch die Dämmplatten aus Polystyrolschaum.

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Die ab einen Preis knapp unter 3 Euro pro Quadratmeter im Handel erhältliche Trittschalldämmung ist jedoch nicht für den Einsatz bei Fußbodenheizungen geeignet. Schallisolierungen sind sogar in Küchen und Bädern einsetzbar.

Während natürliche Materialen durch die dort mögliche Feuchtigkeit beginnen zu schimmeln, können Schalldämmungen aus Kunststoff bedenkenlos verwendet werden. 

Trittschalldämmung aus Kork

Bei Kork handelt es sich um ein Naturprodukt, welches zu 100 % wieder recycelt werden kann und somit die Nachhaltigkeit fördert. Gewonnen wird das natürliche Dämmmaterial aus der Rinde der Korkeiche, welche ständig wieder nachwächst. Bei den derzeit am Markt erhältlichen Kork-Trittschalldämmungen handelt es sich entweder um Platten oder um Rollen.

Der Kork ist optimal für die Dämmung von Trittschall einsetzbar, aber er bietet noch einen weiteren Vorteil. Das recyclebare Dämmmaterial hat ebenfalls wärmeisolierende Eigenschaften, wofür der besondere Zellauau des Korks sorgt.

Aus diesem Grund kommt die nachhaltige Trittschalldämmung jedoch bei verlegter Fußbodenheizung nicht zum Einsatz. Für die Verwendung in Feuchträumen sind Trittschalldämmungen aus Kork ebenfalls nicht geeignet, da es bei eindringender Nässe zu Schimmel führen kann.

Mit einem Preis von rund 3 Euro pro Quadratmeter ist der nachhaltige Naturstoff Kork als Trittschalldämmung am Markt erhältlich.

Da es sich bei Kork um einen natürlichen Stoff handelt, finden Kork-Trittschalldämmung vor allem bei natürlichen Fußböden wie Linoleum- und Korkböden, sowie Fertigparkett Anwendung. Ebenfalls bei Vinyl- und Laminatböden kann der Kork seine Wirkung optimal ausschöpfen.

Trittschalldämmung aus Holzfaser

Bei den für Trittschalldämmung eingesetzten Holzfasern handelt es sich um entrindetes Restholz, welches ebenfalls zu 100 % recyclebar ist.

Das Restholz wird entrindet, zerrieben, erhitzt und anschließen zu Platten gepresst. Als Klebstoff, der für den Halt der Platten sorgt, kommt das holzeigene Harz zum Einsatz.

So kann ein rundum natürliches Produkt ohne Zusätzen gewährleistet werden. 

Neben dem Kork haben auch Holzfasern die Fähigkeit, Wärme zu speichern und regulieren die Feuchtigkeit. 

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Neben diesen Vorteilen gibt es jedoch einen Nachteil der nicht unerwähnt bleiben darf: 

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Die Dämmeigenschaft der Holzfaser ist leistungsschwächer, als die von Kunststoff- und Kork-Trittschalldämmungen. Dies ergibt sich durch die geringere Elastizität der Holzfaser und durch einen geringeren Anteil an luftgefüllten Zellen.

Das natürliche Dämmmaterial ist ab einem Preis von 2,50 Euro pro Quadratmeter erhältlich und somit ein Stück billiger als der oben beschriebene Kork. Bei den Einsatzbereichen der Holzfaser gibt es jedoch keine Unterschiede zu Kork.

Sie sind genauso feuchteempfindlich, können aber ansonsten für jeden Bodenbelag eingesetzt werden. 

Unterlagen für Vinyl -und Designböden – KLICK SYSTEM

Die modernen Vinyl- und Designböden, welche einen angenehmeren Begehkomfort aufweisen kommen meist mit einer speziellen Unterlage aus. die zudem noch die Nut-Feder-Verbindungen stabilisieren. Jeder Hersteller bietet Ihnen speziell für seinen werkseigenen Vinylboden die passende Unterlage an.

Die gängigste Antirutsch- und Akustikmatte für Vinylböden ist eine Comfort Unterlage auf Polyurethanbasis. Diese dient zur Überbrückung von Unebenheiten auf von 3 mm auf 1 m des Untergrundes, zum Beispiel bei der Verlegung auf Holzböden.

Diese Unterlagen sind so konzipiert, dass eine vorhande herkömmliche Warmwasser-Fußbodenheizung kein Problem darstellt.

Diese Unterlagen werden aus leichtem Material produziert und bieten durch ihre besondere Materialstruktur trotzdem beste Druckfestigkeit und damit die grundlegende Voraussetzung für Freude an einer attraktiven Bodengestaltung und Verlaß auf einen langlebigen, schwimmend verlegten Oberboden. 

Unterlage für Vinyl -und Designböden – KLEBE SYSTEM

Auch für Vinyl- und Designböden im Klebe System wurde eine spezielle Premium Antirutsch- und Akkustikmatte auf Polyurethanbasis entwickelt. Hier liegt der Fokus aber auf Verschönerungen in Mietobjekten, da hier evtl.

nicht verklebt werden darf. Daher ist diese Variante für Klebe Vinylboden mit Rückbauoption und extra Trittschalloptimierung entwickelt worden.

Dies wird auch immer beliebter unter den DIY Heimwerker, da diese spielend leicht zu verlegen ist.

Welche Trittschalldämmung eignet sich für welchen Bodenbelag 

Fertigparkett, Laminat und Vinyl. Diese Bodenbeläge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Da es sich dabei um schwimmende Bodenbeläge handelt, kommt der Trittschalldämmung eine immer wichtigere Rolle zu.

Bei der Wahl für die geeignete Trittschalldämmung kann folgende Faustregel hergenommen werden: Je härter der Belag, desto härter die Dämmung – und genau umgekehrt – Je weicher der Belag, desto weicher die Dämmung.

Trittschalldämmung für Parkett

Grundsätzlich kann für Parkett jede Art von Trittschalldämmung eingesetzt werden, jedoch muss die Härte und wichtige Herstellerinformationen berücksichtigt werden. Damit Geräusche wirksam gedämmt werden, achten Sie, dass die Dicke der Schalldämmung der Härte des Parkettbodens entspricht.

Handelt es sich bei Ihrem Parkett um einen vergleichsweise weichen Boden, eignet sich vor allem der Einsatz von PE-Schaum. Ist der Boden jedoch verhältnismäßig hart, sollte eine stärkere Trittschalldämmung wie Polystyrolplatten zum Einsatz kommen.

Beachten Sie jedoch auch unbedingt, ob eine Fußbodenheizung vorhanden ist, denn während der PE-Schaum in diesem Fall optimal eingesetzt werden kann, sind Polystyrolplatten weniger geeignet. 

Trittschalldämmung für Laminat und Fertigparkett

Wie bei Parkett, handelt es sich bei Laminat um einen Boden der harten Sorte. Dementsprechend sollt sich die Härte des Bodenbelages auch in der verwendeten Trittschalldämmung wiederfinden, um den ansonsten intensiven Trittschal abzudämpfen. Besitzen Sie keine Fußbodenheizung, verwenden Sie Polystyrol-Platten mit 5 mm Stärke. Diese bietet in diesem Fall den optimalen Schallschutz.

Trittschalldämmung für Vinyl

Da es sich bei Vinyl-Bodenbeläge sowieso schon um eine weiche Bodenart handelt, sind hierbei dünne Trittschalldämmungen ausreichend.

Da Vinylbeläge selbst dünn sind, ergibt sich inklusive einer dünnen Trittschalldämmung der Vorteil, dass nur eine geringe Auauhöhe entsteht.

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Neben Vinyl reichen diese dünnen Trittschalldämmungen auch bei Linoleum- und Korkböden völlig aus, da diese die Eigenschaft der Schalldämpfung bereits selbst besitzen. 

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Planen Sie das Verlegen eines Teppichbodens? Dann ist keine Trittschalldämmung erforderlich und in der Planung zu berücksichtigen. Durch den elastischen Stoff tragen sie die Eigenschaft der Trittschalldämpfung in sich und sorgen somit ganz alleine für die nötige Ruhe. 

bodenheld24 – Ihr kompetenter Partner für Trittschalldämmung

Als kompetenter Partner rund um das Thema Bodenbeläge bieten wir Ihnen in unserem Sortiment eine große Auswahl an verschiedenen Trittschalldämmungen. Von den Marken xtrafloor, über wineo, bis hin zu unserer Eigenmarke, durch unser riesiges Angebot wird jeder fündig.

Benötigen Sie eine Trittschalldämmung, haben jedoch nur eine kleine Fläche zu verlegen? Kein Problem! Damit Trittschalldämmungen nicht bei Ihnen Zuhause am Dachboden oder Garage verstauben und wertvollen Stauraum rauben, bieten wir Ihnen unseren Zuschnittservice.

Durch diesen wird es Ihnen möglich, nur die tatsächlich benötigte Menge zu bestellen. Wir kümmern uns darum und schicken Ihnen den gewünschten Zuschnitt ganz einfach nach Hause. Überzeugen Sie sich selbst und stöbern Sie in unserem Onlineshop. Haben Sie Fragen? Unser kompetentes Team berät Sie gerne.

Nehmen Sie dazu einfach Kontakt mit uns auf. Sie erreichen uns unter +49 (0)3741/2807814 oder per E-Mail an service@bodenheld24.de.

Источник: https://www.bodenheld24.de/service-portal/fussboden-blog/ratgeber-trittschalldaemmungen-damit-schall-keine-chance-mehr-hat

Trittschalldämmung bei Laminat

Darum sollten Sie die Trittschalldämmung bei der Bodenverlegung nicht vergessen

Um den kleinen Hohlraum zwischen Unterboden und Laminat zu überbrücken, benötigen Sie eine Trittschalldämmung. Ohne eine Trittschalldämmung für Laminat entstehen schnell für Hausgenossen und Nachbarn störende Geräusche.

In Neubauten ist diese Dämmung, die ebenfalls einen Wärmeverlust vermeidet, sogar vorgeschrieben. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Auswahl einer Trittschalldämmung für Laminat beachten müssen.

Warum Trittschalldämmung bei Laminat auf keinen Fall fehlen darf

Wenn die Schritte im Raum schallen, aus dem Fußboden Kälte aufsteigt und sich sogar die Nachbarn ein Stockwerk tiefer über Lärm beschweren, ist das ein Zeichen, dass eine Trittschalldämmung bei Laminat fehlt.

Denn genau damit lassen sich kalte Böden isolieren und Laufgeräusche reduzieren.

Während Teppiche und PVC-Bodenbeläge fast immer über eine Trittschalldämmung verfügen, ist das bei Laminat und Holz nicht unbedingt der Fall.

Durch die harte Oberfläche und den sehr kompakten Lärm wird der Schall bei diesem Bodenbelag besonders gut übertragen, vor allem, wenn mit Straßen- und Absatzschuhen durch eine Wohnung gelaufen wird.

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Wenn Sie Laminat neu verlegen, sollten Sie daher die Trittschalldämmung nicht vergessen.

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Damit wird nicht nur der Lärm, der nach unten abstrahlt, reduziert, sondern auch die Übertragung des Schalls in andere Räume oder die obere Etage.

Doch neben der Wahrung des häuslichen Friedens kann eine Trittschalldämmung bei Laminat noch mehr leisten. Bodenwellen werden ausgeglichen und die Wärmedämmung optimiert sich. Somit sparen Sie mit einer Trittschalldämmung bei Laminat auch Kosten und Ressourcen. Sie haben die Möglichkeit, Laminat mit bereits integrierter Trittschalldämmung zu kaufen.

Die ist im Vergleich recht dünn und sorgt meist nur dafür, den unmittelbaren Schall von Schritten einzudämmen. Entscheiden Sie sich hingegen, die Dämmung selbst unter Ihrem Laminat zu verlegen, schaffen Sie zusätzlich einen Ausgleich der Bodenwellen und somit ein besseres Gefühl beim Auftreten.

Außerdem erhalten Sie sich eine angenehme Fußwärme. Eine Trittschalldämmung für Laminat ist in verschiedenen Varianten erhältlich und wird meist bahnenweise verlegt und fixiert. Selbst wenn Sie kein erfahrener Heimwerker sind, sollte Ihnen diese Arbeit keine große Mühe bereiten.

Worin besteht der Unterschied zwischen Gehschall und Trittschall?

Die Begriffe Geh-und Trittschall werden häufig synonym verwendet, doch der Unterschied liegt im Detail. Bei beiden Emissionen handelt es sich um Geräusche, die Menschen oder auch größere Tiere erzeugen, wenn sie über einen Fußboden gehen.

Allerdings kommt es darauf an, ob das Geräusch der Schritte sich im Raum ausbreitet oder nach unten in die Nachbarwohnung durchdringt.

Bei Gehschall handelt es sich um Emissionen, die im selben Raum wahrgenommen werden. Als Trittschall werden Geräusche bezeichnet, die in angrenzenden oder darunterliegenden Räumen zu hören sind.

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Beide Varianten sind unangenehm – entweder für Sie selbst und Ihre Familienmitglieder oder für die Nachbarn in der Wohnung unter Ihnen.

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Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass Sie die Geräuschkulisse so gering wie möglich halten.

Das erreichen Sie am besten, wenn Sie einen “leisen” Bodenbelag wie Teppich auslegen oder schon gleich beim Verlegen an eine Trittschalldämmung für Laminat denken.

Die verschiedenen Trittschalldämmungsarten im Überblick

Böden wie Laminat, die schwimmend verlegt werden, haben die Trittschalldämmung erst zum Thema werden lassen. Denn ist der Bodenbelag nicht fest verlegt, federt bei jedem Schritt automatisch alles mit.

Laminat wird dann zu einem Resonanzkörper und gibt für Ihre Nachbarn ein Konzert – je nach baulichen Gegebenheiten im Stockwerk unter und über Ihnen! Wenn Ihr Laminat keine Trittschalldämmung hat, müssen Sie bei Beschwerden im schlimmsten Fall nachrüsten.

Das gilt vor allem in Neubauten. Hier greift beim Schallschutz die Norm DIN 4109, die sicherstellt, dass unzumutbare Belästigungen in Wohn- und Arbeitsräumen unterbleiben. Für Altbauten gilt diese Anforderung nicht, doch sollten Sie Schallschutz ernst nehmen und Trittschalldämmung für Laminat zwingend verwenden. Doch welche Dämmung sollten Sie benutzen?

Wer eine Trittschalldämmung aus einem Naturmaterial möchte, denkt automatisch an Kork. Der nachwachsende Rohstoff aus der Rinde der Korkeiche ist im Fachhandel als Rollenkork oder als Korkplatten erhältlich.

Die Schalldämmung ist hervorragend und außerdem eignet sich Kork ebenfalls dank der im Material eingeschlossenen Luftkammern für die Isolierung. Auf einer Fußbodenheizung kann Kork nur bedingt zum Einsatz kommen.

Holzfaserplatten bestehen aus feinen, entrindeten Fasern, die in erhitzter Form zu Platten gepresst werden. Dabei fungieren die enthaltenen Harze automatisch als Klebestoff. Damit nichts fault, wird meist Ammoniumsulfat zugegeben.

Holzfaserplatten weisen eine hohe Trittschalldämmung auf, regulieren Bodenfeuchte und speichern die Wärme. Prinzipiell eignet sich das Material auch bei Fußbodenheizungen, doch kommt es hier auf den Wärmedurchlasswiderstand an.

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Wenn Sie nach einer Trittschalldämmung für Laminat aus Kunststoff suchen, stehen verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Verfügung. Polyethylenschaum, kurz PE-Schaum, ist so etwas wie ein Allrounder, der unter jeder Bodenart verlegt werden kann. Unterschiede gibt es in der Dämmleistung und der Stärke.

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Bei harten Böden sollten Sie immer eine dicke Variante von PE-Schaum auswählen. Einige Arten von PE-Schaum können zusätzlich als Dampremse verwendet werden, wodurch Sie eine Schicht sparen. Verwechseln Sie nicht PE-Schaum mit PE-Folie.

Bei PE-Folie handelt es sich nur um eine Dampfsperre, die Sie nicht als Trittschalldämmung für Laminat verwenden können. Ein weiterer als Trittschalldämmung eingesetzter Kunststoff ist Polystyrolschaum. Platten aus diesem Material haben noch bessere Dämmqualitäten als PE-Schaum, können jedoch nicht über einer Fußbodenheizung verlegt werden.

Dämmfilze, die Sie als Trittschalldämmung für Laminat verwenden können, werden in verschiedenen Stärken angeboten. Sie können auch mehrere Lagen übereinander schichten, um den gewünschten Dämmeffekt zu erhalten.

Neben Hanffasern werden auch Kokosfasern verwendet. Beide Materialien haben den Vorteil, aus nachwachsenden Rohstoffen zu bestehen und frei von chemischen Zusatzstoffen zu sein.

Welche Trittschalldämmung für Laminat verwenden?

Grundsätzlich ist Laminat recht unkompliziert, was die Trittschalldämmung betrifft, solange Sie die Unterlage dick genug auswählen.

Damit Sie die beste Trittschalldämmung finden, die zu Laminat und Unterboden passt, gilt es, einige Kennzahlen zu beachten, die vom Verband der europäischen Laminatbodenhersteller festgelegt wurden und die auch von den Herstellern berücksichtigt werden. Auf diese Werte kommt es an:

Trittschallminderung

Die Trittschallminderung (IS) wird in Dezibel angegeben. Laminatböden produzieren grundsätzlich viel Schall, weshalb Sie bei der Auswahl einen Wert von 14 dB nicht unterschreiten sollten. Auf der sicheren Seite sind Sie mit 18 dB.

Gehschallemissionen

Der Wert für die Gehschallemissionen (RWS) steht noch nicht abschließend fest. Grundsätzlich gilt hier: Wenn Ihre Trittschalldämmung für Laminat über einen ausreichend hohen IS-Wert verfügt, sollte der Gehschall ebenfalls nicht zum Problem werden.

Punktuelle Ausgleichsfähigkeit

Nicht jeder Unterboden erfüllt gemäß DIN 18202 die Ebenheitsanforderungen. Das betrifft nicht nur alte Böden, sondern auch neue Estriche, wo Unebenheiten die größer als 1 mm sind, auftreten können.

Der Wert der Punktuellen Ausgleichsfähigkeit (PC) gibt Ihnen an, wie gut eine Trittschalldämmung für Laminat Unebenheiten des Unterbodens kompensieren kann. Je höher der PC-Wert, desto besser.

Wichtig: Trotzdem ist es erforderlich, dass Sie große Hohlstellen mit Spachtelmasse ausgleichen, um eine optimale Trittschalldämmung zu erreichen.

Wasserdampfdurchlässigkeit

Estrich oder Beton haben oft eine gewisse Restfeuchte. Um das Laminat nicht zu beschädigen, ist bei der Trittschalldämmung die Wasserdampfdurchlässigkeit (SD) entscheidend. Hier sollte der SD-Wert bei mindestens 75 liegen, da Sie sonst zusätzlich eine Dampfsperre benötigen.

Bei einem Unterboden aus Holz ist es wichtig, dass die Restfeuchte zu jeder Jahreszeit optimal zirkulieren kann. Entscheiden Sie sich hier für einen möglichst geringen SD-Wert, das ideale Material für Ihre Trittschalldämmung bei Laminat ist Kork.

Belastungsfähigkeit

Gleich mehrere Werte sind für die Belastungsfähigkeit entscheidend:

  • DL25: Die dynamische Beanspruchung gibt an, wie oft eine Trittschalldämmung alltäglichen Belastungen durch Gehen oder Rücken von Stühlen ohne Einbußen standhält.
  • CC: Bei der statischen Dauerbeanspruchung geht es darum, wie robust eine Trittschalldämmung gegenüber schweren Einrichtungsgegenständen ist.
  • CS: Dieser Wert ist entscheidend bei kurzen Belastungen wie dem Rücken von Möbeln.
  • RLB: Der RLB-Wert gibt die Widerstandsfähigkeit der Dämmunterlage an, wenn ein Objekt aus einer bestimmten Höhe auf den Boden fällt.

Diese Werte müssen Sie bei einer Fußbodenheizung beachten

Bei einer Fußbodenheizung sollten Sie den Wärmedurchlasswiderstand (R) im Blick behalten. Liegt die Anlage direkt im Unterboden benötigen Sie keine zusätzliche Wärmedämmung, weshalb der Wert von 0,15 m² K/W nicht überschritten werden darf.

Sind im Bodenbelag Taupunktsenoren installiert, wählen Sie einen Wärmedurchlasswiderstand von maximal 0,10 m² K/W, da die Feuchtigkeit sonst Blasen oder Risse verursachen kann.

Falls Sie eine elektrische Heizfolie über der Trittschalldämmung für Laminat ausgelegt haben, müssen Sie hingegen auf einen möglichst hohen Wärmedurchlasswiderstand achten.

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Источник: https://bodenkaufberater.de/trittschalldaemmung-bei-laminat

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