Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Contents
  1. Einspeisevergütung
  2. Direktvermarktung unabhängig von der Anlagenleistung
  3. Direktvermarktung für Anlagen ab 3 Kilowatt Leistung
  4. Direktvermarktung für Anlagen ab 10 Kilowatt Leistung
  5. Direktvermarktung für bestimmte Anlagenbetreiber
  6. Direktverkauf an Mieter oder Nachbarn
  7. Wie funktioniert der Wechsel in die Direktvermarktung?
  8. Wie PV-Anlagen nach der EEG-Förderung weiterbetrieben werden können
  9. Eigenverbrauch und Batteriespeicher werden eine wirtschaftliche Option
  10. Auf Eigenverbrauch umstellen und ihn erhöhen
  11. Batterien werden sich bei Ü20-Anlagen bald lohnen
  12. Restbetrag des erzeugten Stroms verkaufen
  13. Recht: EEG gilt auch nach Ende der Einspeisevergütung weiter
  14. Was tun mit der Photovoltaikanlage nach 20 Jahren Einspeisevergütung
  15. Was sagt die aktuelle Rechtssprechung?
  16. Wie entwickelt sich die Rechtslage in Zukunft?
  17. Was passiert, wenn es nicht zu Veränderungen kommt?
  18. Ein Unternehmen geht mit gutem Beispiel voran
  19. Was tun, nach dem die Förderung der PV-Anlage abgelaufen ist?
  20. Diese Nutzungsmöglichgeben ergeben sich nach 20 Jahren
  21. 1. Eigenversorgung
  22. 2. Nutzung der PV-Anlage als Stromspeicher
  23. 3. Alternative Nutzungsmöglichkeiten
  24. Photovoltaik Einspeisevergütung: Was tun nach dem Ende der EEG-Förderung?
  25. EEG-Umlage wird sinken
  26. Nach der Einspeisevergütung: Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für die PV-Anlage
  27. Lukrativste Lösung: Eigenverbrauch statt Netzeinspeisung
  28. EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom?
  29. Investition in Energiespeicher
  30. Was wird aus älteren Windkraftanlagen?
  31. Fazit
  32. Photovoltaik in der Landwirtschaft nach Ende der EEG-Förderung
  33. Weiterbetrieb als Einspeiseanlage
  34. Weiterbetrieb nur für den Eigenverbrauch
  35. Eigenverbrauch mit Stromspeicher
  36. Abriss und Neubau
  37. Hoffnung auf Direktvertrieb
  38. Was passiert nach 20 Jahren nach Ablauf der Einspeisevergütung?
  39. Einbußen sind unvermeidlich
  40. Lohnt sich ein Stromspeicher?
  41. Den Strom weiter einspeisen?
  42. Sinkende Speicherkosten können die Bilanz ändern
  43. Selbstvermarktung des Stroms
  44. Am besten zunächst abwarten

Einspeisevergütung

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Vorgeschrieben ist die Direktvermarktung bislang für Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt Leistung. Ab dieser Größe lohnt sich die Vermarktung des Solarstroms auch erst stärker.

Die Unternehmen, die sich mit der Vermarktung von Ökostrom beschäftigen, haben daher bislang auch eher wenig mit kleinen Systemen auf Wohnhäusern zu tun, die ab 2021 zu Tausenden aus der EEG-Förderung fallen. Die Zahl der Anbieter ist deshalb überschaubar.

Aber: Weitere Unternehmen arbeiten an Konzepten und warten teilweise nur noch, bis das neue EEG verabschiedet ist und in Kraft tritt. Wir werden Dir berichten, wenn es neue Angebote gibt.

Direktvermarktung unabhängig von der Anlagenleistung

Der Ökostromanbieter Grünpower beziehungsweise das Mutterunternehmen Inpower nimmt jede Photovoltaikanlage unabhängig von ihrer Größe in die Direktvermarktung auf.

Den so eingekauften Strom liefert Grünpower an Kunden, die sich in einer Community zusammengeschlossen haben.

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Erste Anlagen, deren EEG-Förderung Ende 2020 ausläuft, befinden sich bereits in der Direktvermarktung von Inpower.

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Für eingespeisten Strom zahlt das Unternehmen den Marktwert für Solarstrom des jeweiligen Monats. Für den Aufwand erhebt die Firma einen monatlichen Beitrag von 9,75 Euro. Lässt Du Dir den Reststrom von Grünpower liefern, sinkt der Monatsbeitrag für die Direktvermarktung auf 4,75 Euro. Interessenten finden weitere Informationen direkt bei Grünpower.

Direktvermarktung für Anlagen ab 3 Kilowatt Leistung

Seit 2015 betreibt der Speicherhersteller Sonnen eine Community für Ökostrom. Zur Community gehören Betreiber von Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen oder Biogasanlagen.

Den Strom, den diese einspeisen, vermarktet Sonnen und liefert ihn an andere Mitglieder der Community – rein bilanziell versteht sich.

Das heißt, Du bezahlst für Strom, den andere Community-Mitglieder erzeugen, aber tatsächlich geliefert wird der Strom aus einem Kraftwerk bei Dir in der Nähe.

Nun öffnet Sonnen die Community für ausgeförderte Anlagen, wenn diese mindestens 3 Kilowatt Leistung haben und wenn sich die Anlagenbetreiber einen Batteriespeicher von Sonnen zulegen. Kostenpunkt: rund 7.000 Euro für das kleinste Gerät mit 5,5 Kilowattstunden Speicherkapazität. Dafür installiert Sonnen das für die Direktvermarktung notwendige Messsystem auf eigene Kosten.

Für den eingespeisten Strom bekommst Du einen Teil Deines Strombezugs aus dem Netz kostenlos geliefert. Darüber hinaus kannst Du mit dem Speicher Teil eines virtuellen Kraftwerks von Sonnen werden und sogenannte Regelleistung bereitstellen. Diese rufen Netzbetreiber kurzfristig ab, um das Stromnetz zu stabilisieren.

Das vergüten die Netzbetreiber und Du kannst mit dem Speicher Einnahmen erzielen – 77 Euro sind es bei einem 5,5-Kilowattstunden-Gerät.

Da Du mit dem Speicher Umsatz erwirtschaftest, kann Du ihn auch Deiner unternehmerischen Tätigkeit zuordnen und Dir beispielsweise die Mehrwertsteuer auf den Speicherpreis vom Finanzamt zurückholen.

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Mitglied der Community zu sein, bedeutet aber nicht nur, den eigenen Strom ins Netz zu speisen, sondern auch, über die Community benötigten Strom aus dem Netz zu beziehen.

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Das heißt, dass Du als Community-Mitglied einen Stromliefervertrag mit Sonnen abschließt. Die Grundgebühr pro Monat beträgt 9,90 Euro. Je nach eingespeister Strommenge erhältst Du ein Kontingent für Freistrom.

Ist dieses aufgebraucht, berechnet Sonnen 26 Cent pro Kilowattstunde. Interessenten können online Kontakt aufnehmen.

Direktvermarktung für Anlagen ab 10 Kilowatt Leistung

Die Firma Lumenaza ist spezialisiert auf die Direktvermarktung von Ökostrom und hat bislang mehr als 1.000 Photovoltaikanlagen im Portfolio sowie andere Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Mindestens 10 Kilowatt Leistung sollte eine Solarstromanlage haben, damit sie Lumenaza in die Vermarktung aufnimmt. Die Firma entscheidet jedoch von Fall zu Fall, ob sich der Verkauf der eingespeisten Strommengen wirklich lohnt. Für den Einbau des notwendigen Messsystems und den Messstellenbetrieb zahlst Du.

Kostenpunkt: etwa 300 Euro einmalig für den Einbau und rund 100 Euro im Jahr für den Messstellenbetrieb.

Direktvermarktung für bestimmte Anlagenbetreiber

Die Stadtwerke Tübingen nehmen den Solarstrom aus ausgeförderten Anlagen, wenn diese mit dem Stromnetz der Stadtwerke verbunden sind.

Zweite Voraussetzung ist, dass sich Anlagenbetreiber ihren Reststrom von den Stadtwerken liefern lassen. Den eingespeisten Solarstrom vergüten die Stadtwerke mit 6 Cent pro Kilowattstunde.

Die Erlöse verrechnen sie direkt mit den Kosten für gelieferten Strom. Interessenten können sich online melden.

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) haben ein Angebot für die eigenen Ökostromkunden: EWS kauft die ins Netz gespeisten Strommengen ausgeförderter Anlagen auf und zahlt höhere Erlöse als marktüblich – 6 Cent pro Kilowattstunde, wenn die Anlage bis zu 15 Kilowatt Leistung hat; 5 Cent pro Kilowattstunde bei größeren Systemen bis 100 Kilowatt Leistung. Notwendig ist noch der Einbau eines intelligenten Messsystems. Die Netto-Kosten für den Einbau übernimmt EWS. Anlagenbetreiber haben das jährliche Messstellenentgelt von mindestens 100 Euro netto zu tragen. Das Angebot ist begrenzt – annehmen können es insgesamt 250 Stromkunden von EWS und zwar online.

Direktverkauf an Mieter oder Nachbarn

Lebst Du in einem Mehrfamilienhaus, kannst Du Deinen Solarstrom auch direkt an Deine Mieter oder Nachbarn im Haus verkaufen – als Mieterstrom.

Das ist auch eine Form der Direktvermarktung. Dabei musst Du die Mieter oder Nachbarn nicht komplett mit Strom versorgen. Du kannst ihnen auch lediglich Deine Überschüsse anbieten.

Ihren restlichen Bedarf decken sie dann mit Strom aus dem Netz.

Interessant kann Dein Strom für die anderen sein, weil Du ihn deutlich günstiger anbieten kannst als jeder Lieferant, der die Energie über das Stromnetz transportiert.

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Nutzt Du nicht das Stromnetz für die Lieferung, fallen nur drei Kosten an: die EEG-Umlage, die Kosten für den gelieferten Solarstrom und die Kosten, die Dir als Energieversorger entstehen. Führst Du Umsatzsteuer ab, ist noch die Mehrwertsteuer zu berechnen.

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Du kannst Deinen Solarstrom also für etwa 15 bis 18 Cent anbieten.

Wie funktioniert der Wechsel in die Direktvermarktung?

Den Wechsel in die Direktvermarktung musst Du Deinem Netzbetreiber anzeigen (§ 21b Abs. 1 EEG 2017 beziehungsweise § 21b Abs. 1 EEG 2021). In der Regel erledigt das der Direktvermarkter für Dich.

Ein Wechsel ist dabei von Monat zu Monat möglich, muss aber spätestens im Vor-Vor-Monat des Wechsels angezeigt werden.

Das bedeutet: Schließt Du im Januar 2021 einen Vertrag mit einem Direktvermarkter, kann dieser Deinen Strom ab März verkaufen.

Du kannst mit Deiner PV-Anlage auch aus der Direktvermarktung wieder heraus und in die Einspeisevergütung für ausgeförderte Anlagen hineinwechseln. Die Einspeisevergütung auf Basis des Jahresmarktwerts für Solarstrom sollen die Netzbetreiber schließlich bis 2027 zahlen.

Источник: https://www.finanztip.de/photovoltaik/einspeiseverguetung/

Wie PV-Anlagen nach der EEG-Förderung weiterbetrieben werden können

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Einfamilienhaus mit Photovoltaik-Anlage. (Bild: Aton Solar)

Eigenverbrauch und Batteriespeicher werden eine wirtschaftliche Option

Am 1. Januar 2021 fallen die ersten Photovoltaikanlagen aus der EEG-Einspeisevergütung. Nach 20 Jahren plus den Monaten des Inbetriebnahmejahres endet für sie die Förderung. Eigentümer der ersten Generation von Hausdachanlagen müssen ihre Solaranlage danach aber nicht stilllegen. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin.

Um die Anlage weiter profitabel betreiben zu können, sollten die Eigentümer unter anderem auf den Eigenverbrauch des Solarstroms umstellen. Auch Batteriespeicher sind hier sehr bald eine wirtschaftliche Option. Was nicht selbst verbraucht werden kann, können die Eigentümer an spezialisierte Stromabnehmer verkaufen, so Franz Pöter vom Solar Cluster.

Erste Anbieter auch für die Vermarktung von Strom aus Kleinanlagen gibt es bereits.

Eigentümer, die zu Beginn der 2000er-Jahre eine Photovoltaikanlage errichtet haben, speisen ihren gesamten Strom in das öffentliche Stromnetz ein.

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Die Solaranlagen waren damals recht teuer, die hohe Vergütung von rund 50 Cent pro Kilowattstunde ermöglichte einen gewinnbringenden Betrieb trotz der hohen Anschaffungskosten.

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Nun wird für diese alten Anlagen bald die EEG-Einspeisevergütung wegfallen: 2021 werden es laut Bundesverband Solarwirtschaft gut 10.000 Photovoltaikanlagen sein. Bis 2026 steigen die Zahlen um den Faktor 20.

In den Jahren 2029 bis 2032 fallen dann noch einmal besonders viele Anlagen aus der Förderung. Bis 2033 läuft die Vergütung für insgesamt mehr als eine Million Solaranlagen aus. Ein massenhafter Abbau der klimafreundlichen Stromerzeugungsanlagen wäre nicht nur für die Betreiber ein Verlust, sondern auch ein ökologischer Unsinn.

Für Betreiber von Ü20-Photovoltaikanlagen stellt sich daher die Frage, ob und wie sie die Anlagen nach Förderende wirtschaftlich weiterbetreiben können. Technisch sind die Anlagen dazu allemal in der Lage – Solarstrommodule haben meist eine Lebensdauer von 30 Jahren oder sogar mehr.

Auf Eigenverbrauch umstellen und ihn erhöhen

(Bild: Solar Cluster BW)

Bei kleineren Dachsolaranlagen, deren Stromerzeugung in einer ähnlichen Größenordnung liegt wie der Stromverbrauch der Bewohner, lohnt sich ein Weiterbetrieb in der Regel. „Betroffene Hauseigentümer sollten den Solarstrom zuallererst selbst verbrauchen“, rät Franz Pöter (Bild) vom Solar Cluster.

Dafür ist in der Regel nur ein kleiner Umbau am Zählerschrank nötig. In Wohnhäusern wird dauerhaft Strom benötigt, etwa für Kühlschränke und andere elektrische Geräte. Diesen Verbrauch kann die Solaranlage tagsüber oft abdecken.

„Je nach Größe der Anlage und des Stromverbrauchs können typischerweise rund 20 bis 30 % des Solarstroms ganz einfach genutzt werden“, so Pöter. „Wer den Anteil noch erhöhen will, verlagert den Stromverbrauch von Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine ebenfalls in die Mittagszeit.“ So kann man 30 bis 40 % des Solarstroms selbst verbrauchen.

Viele Wechselrichter und deren Auswerteplattformen zeigen auch per App an, wann Stromüberschuss aus der Solaranlage zu erwarten ist und größere Stromverbraucher im Haus angeschaltet werden können.

Warum lohnt sich das? Solarstrom vom Dach kostet bei den abgeschriebenen Kleinanlagen nur noch netto rund zwei bis vier Cent pro Kilowattstunde – es sind ja lediglich Ausgaben für Zähler und gegebenenfalls Wartung, Reparaturen und Versicherung aufzuwenden.

Hinzu kommen rund 2,7 Cent pro Kilowattstunde anteilige EEG-Umlage: Solaranlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung, die noch die Einspeisevergütung erhalten, sind von dieser Regelung verschont.

Auf den erzeugten Strom aus Anlagen dieser Größe, die aus der Förderung gefallen sind, sind jedoch 40 % der EEG-Umlage fällig.

Wer nun den insgesamt rund 5,5 Cent pro Kilowattstunde kostenden Solarstrom für die Elektrogeräte im Haus nutzt und dafür keinen Netzstrom für aktuell netto 26 Cent pro Kilowattstunde kaufen muss, spart also etwa 20 Cent pro Kilowattstunde.

Batterien werden sich bei Ü20-Anlagen bald lohnen

Den lukrativen Eigenverbrauch kann man mit Batteriespeichern weiter erhöhen. Anteile bis 70 % sind dann möglich.

Ob ein Speicher für aus der Förderung gefallene Solaranlagen wirtschaftlich ist, können Hauseigentümer ganz einfach berechnen: Ersetzt der Solarstrom aus dem Speicher den Bezug von Netzstrom, ergibt sich derzeit der bereits genannte Profit von netto gut 20 Cent pro Kilowattstunde.

Bei einer Lebensdauer von zehn Jahren und 250 Zyklen im Jahr können so pro Kilowattstunde Energieinhalt 2.500 mal 21 Cent und damit 510 Euro Stromkosten gespart werden. Zieht man die Verluste im Speicher ab, so reduziert sich der Wert um 10 bis 25 %.

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Rechnet man eine moderate Strompreissteigerung von 2 % pro Jahr mit ein, kommt man auf knapp 600 Euro „Verdienst“ durch den Speicher. „Inzwischen gibt es bereits Systeme mit zehn Jahren Garantie, die inklusive Leistungselektronik und Mehrwertsteuer 800 Euro pro Kilowattstunde Speicherinhalt kosten“, sagt Pöter „Da die Speicher immer günstiger werden, wird es also nicht mehr lange dauern, bis sich die Speicherung aus den Ü20-Anlagen lohnt.“

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Tipp: Besonders lukrativ ist die Erhöhung des Eigenverbrauchs, wenn bereits ein E-Auto vorhanden ist. Eine weitere Investition ist dann nicht mehr nötig. Nutzt ein Elektroauto den normalen Haushaltsstrompreis von netto 26 Cent pro Kilowattstunde, verursacht es auf 100 Kilometer Fahrtkosten rund fünf Euro.

Nimmt man stattdessen den eigenen Solarstrom mit Erzeugungskosten von vier Cent pro Kilowattstunde, sinken die Kosten des gewählten Beispielautos auf unter ein Euro auf 100 Kilometer. Gegenüber Strom aus dem Stromnetz ergibt sich eine Ersparnis um 80 %.

Auch mit bestehenden Wärmepumpen lässt sich der Eigenverbrauch übrigens gewinnbringend steigern.

Restbetrag des erzeugten Stroms verkaufen

Was selbst mit Batterie nicht selbst verbraucht werden kann, können Anlageneigentümer an einen Direktvermarkter verkaufen. Bislang gab es solche Modelle nur für Anlagen über 30 oder gar 60 Kilowatt installierter Leitung.

Das ändert sich aber inzwischen: Erste Anbieter für Kleinanlagenbetreiber gibt es bereits.

Diverse Start-ups aber auch etablierte Energieversorger zielen darauf ab, den erzeugten Strom vom Hausdach zwischen Erzeuger und Verbraucher zu vermitteln.

Die digitale Plattform „Interconnector energyhub“ der EnBW Energie Baden-Württemberg etwa ermöglicht es Eigentümern von Photovoltaikanlagen, ihren Strom an der Energiebörse direkt zu vermarkten. Bereits ab einer installierten Leistung von einem Kilowatt können Hauseigentümer die Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Damit ist die EnBW auf dem Markt das bislang einzige Unternehmen. Über den Interconnector kann die EnBW die Erzeugung ihrer Kunden prognostizieren und die erzeugte Energie verkaufen – auch bei teilweisem Eigenverbrauch.

Die Vergütung liegt auf der Höhe des Börsenstrompreises, aktuell rund fünf Cent pro Kilowattstunde, abzüglich einer Gebühr.

Fazit des Solar Clusters Baden-Württemberg: Mit den Möglichkeiten Eigenverbrauch, der künftigen Nutzung von Batterien und dem Verkauf des überschüssigen Solarstroms können Eigentümer auch nach der wegfallenden Einspeisevergütung ihre Hausdachanlage wirtschaftlich betreiben.

Recht: EEG gilt auch nach Ende der Einspeisevergütung weiter

Nach dem Wegfall der Einspeisevergütung garantiert der Gesetzgeber weiterhin den Netzanschluss und die Abnahme des Stroms; das EEG gilt ja weiter. Mit Wegfall der Einspeisevergütung besteht jedoch keine Vergütungspflicht.

ÜBER DAS SOLAR CLUSTER Das Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. vertritt und vernetzt rund 50 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus allen Teilen der solaren Wertschöpfungskette.

Ziele der südwestdeutschen Branchenvereinigung sind der beschleunigte Ausbau der Solarenergie in Baden-Württemberg und die Unterstützung der regionalen Solarbranche.

Seinen Mitgliedern bietet der Verein zahlreiche Möglichkeiten, Kontakte zu Unternehmen, Forschung und Politik zu knüpfen, regelmäßige Veranstaltungen sowie eine starke Stimme in der Öffentlichkeit.

www.solarcluster-bw.de

Источник: https://energie.blog/wie-pv-anlagen-nach-der-eeg-foerderung-weiterbetrieben-werden-koennen/

Was tun mit der Photovoltaikanlage nach 20 Jahren Einspeisevergütung

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Bereits mit dem Ablauf des Jahres 2020 entfällt für die im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Photovoltaikanlagen die EEG-Förderung, die im „Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien“ festgeschrieben sind.

Viele Betreiber solcher Anlagen sind verunsichert, suchen nach Lösungen und machbaren Vorschlägen für die Zeit nach Ende der Förderung.

Was passiert mit der Photovoltaikanlage? Gibt es sinnvolle Ideen und Optionen zum künftigen Nutzungsbetrieb der Anlagen oder müssen sie am Ende verschrottet werden? Antworten mit Tipps und Ratschlägen erfahren Sie aus dem folgenden Beitrag.

Was sagt die aktuelle Rechtssprechung?

Die Juristen sind sich einig. Sie haben festgelegt, dass Photovoltaikanlagen auch nach dem Wegfall der Förderungsgelder den Vorgaben im EEG-Gesetz entsprechen. Mit dieser Regelung bleiben auch die Ansprüche auf vereinbarte Netzanbindungen der EEG-Systeme in Kraft, wie es der kleine Anwendungsbereich des Gesetzes vorgibt.

Nach Auffassung der Rechtsvertreter kommen sodann folgende Optionen für die Betreiber in Frage:

  • Betriebsfortführung im Sinne des Eigenverbrauchs, für den eine gesetzliche Vergütung jedoch entfällt
  • Aufnahme einer Direktvermarktung mit einem Stromverkauf an sogenannte Dritte.
  • Alternativ kann eine Nutzung des Anspruchs auf eine Kostenerstattung sogenannter vermiedener Netznutzungsentgelte (§ 18 StromNEV) in Frage kommen

Wie entwickelt sich die Rechtslage in Zukunft?

Noch nicht entschieden ist die abschließende Rechtslage zum netzeingespeisten EEG-Strom. Momentan wäre die Vorrangregelung gültig, mit der jede Kilowattstunde EE-Strom mit Nutzung fossiler Stromkennzeichen verdrängt würde.

Im Gegenzug besteht für Anlagenbetreiber gemäß den EEG Richtlinien kein Anspruch auf Weiterführung der Ausgleichszahlungen für eingespeisten Strom nach Ablauf des Förderungszeitraums.

Fachkreise sind jedoch skeptisch, ob sowohl geförderte Anlagen oder sogenannte „ausgeförderte“ Systeme mit politisch geforderten Vergütungsregeln abgesichert werden können.

Über erforderliche Gesetzesänderungen wird nach wie vor diskutiert.

Was passiert, wenn es nicht zu Veränderungen kommt?

Kommt es nicht zu gesetzlichen Änderungen, ergibt sich folgende Situation. Altanlagen-Betreibern bliebe nach Ablauf der Förderung eigentlich nur, die künftigen Schritte in Eigenregie einzuleiten. Sie wären dann etwa gezwungen, geeignete Stromkäufer zu suchen, mit diesen über die Preisabsprachen zu verhandeln und letzten Endes entsprechende Verträge abzuschließen.

Zusammengefasst muss gesagt sein, dass die Zukunftsaussichten einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, sofern die Abnahme- und Vergütungspflichten der EEG insgesamt auslaufen oder diese sogar generell abgeschafft würden. Für die Betreiber würde dies bedeuten, sich in regionalen Erzeugergemeinschaften zu organisieren, um den Strom aus ihren PV-Anlagen sodann gemeinsam zu vermarkten.

Ein Unternehmen geht mit gutem Beispiel voran

Dem Trend entgegen hat sich ein süddeutscher Energieversorger, die Regionah Energie etwas Positives einfallen lassen.

Nach Angaben des Unternehmens sollen regional befindliche Photovoltaikanlagen von privaten Nutzern oder von Kleinunternehmen gebündelt werden, um den von ihnen produzierten Strom nach den Prinzipien der Direktvermarktung direkt in das regionale Umfeld zu liefern.

Damit verwirklicht das Unternehmen ein Ziel, dass bereits quer durch die Bundesrepublik diskutiert und zur Nachahmung anregen könnte.

Was tun, nach dem die Förderung der PV-Anlage abgelaufen ist?

Ab dem Jahr 2004 lagen PV-Anlagen im Trend, deren Förderungen ab 2025 wegfallen. Bis zum Anschaffungsjahr 2008 galten alle Systeme als sogenannte Volleinspeise-Anlagen, für die als Förderungszeitrahmen ebenfalls 20 Jahre gelten. Mit Ablauf dieser Zeitspanne sollte unbedingt ein Anlagencheck erfolgen, notfalls wären die DC-Kabel zu tauschen.

Daraus ergibt sich als Optionsmodelle Repowering, eventuell auf Basis des Börsenpreisniveaus, als zweite Option der Weiterbetrieb im Eigenverbrauch oder, als dritte Möglichkeit, die sogenannte „Solar Cloud“.

Beim Modell Repowering lassen sich bis zu 50 Prozent Mehrleistung über die PV-Anlage erzielen, ausgehend von einem 60-zeiligem Solarmodul mit 1,65 x 1,0hm). Ob sich ab 2025 die Stromgestehungskosten dann immer noch auf dem Niveau von rund acht Cent/kWh bewegen, ist allerdings ebenso fraglich, wie die Frage, ob es das EEG dann noch geben wird.

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Geht der Betreiber allerdings in Richtung der Erhöhung des Eigenverbrauchs, kann er dazu modulierende Heizstäbe nutzen, die Anlage zur Kälteerzeugung, etwa für eine Hallenklimatisierung, betreiben oder den produzierten Strom über eine Ladestation für die Energiegewinnung für Elektrofahrzeuge nutzen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Batteriespeicher zur Erhöhung der EV-Quote und last, not least, können Betreiber noch ein Energiemanagement auauen.

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Bei der Nutzung einer Solar Cloud dient das Stromnetz als Speicher, woraus sich auch neue Geschäftsmodelle für Stadtwerke bzw. Energieversorger ergeben. Wird ein solches System digitalisiert als Energieprodukte betrieben, wären gleichzeitig Abhebungen von den Stromkonten möglich, und zwar deutschlandweit.

Diese Nutzungsmöglichgeben ergeben sich nach 20 Jahren

Zwanzig Jahre dauert es, bis die Förderungen von Photovoltaikanlagen auslaufen. Anstatt die Anlagen kurzerhand zu verschrotten, raten Experten dazu, sie weiterhin zu betreiben, da die meisten Systeme noch immer funktionstüchtig sein dürften. Betreiber können sich dann für mehrere nutzbare Wege entscheiden.

1. Eigenversorgung

  • Aus rechtlicher Sicht ist nichts dagegen einzuwenden, die PV-Anlage zur Produktion des eigenen Stroms weiterhin zu betreiben und zu nutzen.
  • Die Eigennutzung des Stroms erscheint wirtschaftlicher zu sein, als die weitere Einspeisung ins öffentliche Netz, auch wenn der Betreiber für die letztere Variante keine finanzielle Vergütung erhält.
  • Wird eine Anlage mit höchstens 10 kWp betrieben, entfällt die EEG-Umlage, mit dem Wegfall der Förderung müssen Betreiber jedoch aktuell 2,752 Cent/kWh an Umlage zahlen, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht.
  • Wird der Betreiber zum Eigenversorger, muss er die Meldepflichten bei der Bundesnetzagentur sowie bei seinem zuständigen Netzbetreiber einhalten. Vorsicht: Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kann Sanktionen nach sich ziehen, etwa kann sich die EEG-Umlage erhöhen.
  • Speist ein Betreiber den Strom weiterhin vollständig ins öffentliche Netz ein, kommt noch die Meldepflicht im sogenannten Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur hinzu, was für den Nutzer einer Kleinanlage einen nicht zu unterschätzenden Aufwand nach sich zieht.
  • Eine weitere Nutzungsmöglichkeit ist die Vermarktung des Stroms über Händler direkt an der Leipziger Strombörse. Zuvor müsste jedoch eine Leistungsprüfung vor Ort an der PV-Anlage stattfinden, wobei auch die sogenannte Fernregelbarkeit zum Prüfungsumfang zählt, die nur durch den Einbau technischer Lösungen ermöglicht wird.

2. Nutzung der PV-Anlage als Stromspeicher

  • Bisher bestand die Möglichkeit, 30 Prozent des Stroms zur Eigennutzung zu verwenden. Eine Nutzung der PV-Anlage durch einen Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote auf bis zu 70 Prozent. Dieses Modell wird durch sinkende Anschaffungspreise von Stromspeichern immer attraktiver.
  • Ein weiterer Vorteil: Bei der Verwendung als Stromspeicher entfällt die EEG-Umlage, sofern die Leistung des Speichers 10 kW und der jährliche Eigenverbrauch 10 MWh nicht überschreiten.

3. Alternative Nutzungsmöglichkeiten

  • Wer eine PV-Anlage mit einer Wärmepumpe kombiniert, kann den überschüssigen Strom für die Warmwasserauereitung beziehungsweise für Heizzwecke nutzen.
  • Lohnenswert kann die Anlage auch mit automatischen Heizstäben ergänzt werden. Mit diesem Schritt kann in Überschusszeiten der installierte Warmwasserspeicher zusätzlich mit Wärme versorgt werden.
  • Ist der Betreiber Besitzer eines Elektromobils, kann er mit dem erzeugten Strom die Batterien des Fahrzeugs aufladen, eine effiziente Methode, um der Umwelt gerecht zu werden und einen entscheidenden Beitrag zur Mobilität von Morgen zu leisten.
  • Angedacht werden kann eine Nutzung beziehungsweise der Stromverkauf auch an sogenannte Dritte unter Vorgaben eines Mieterstrommodells. Danach muss die Abnahme des Stroms auch in anderen Gebäuden möglich sein, die im räumlichen Bezug mit der PV-Anlage stehen und die keinen Strom aus dem öffentlichen Netz entnehmen. Für diesen Zweck sind aber entsprechende Mess- und Abrechnungssysteme vorzuhalten. Auch die EEG-Umlage geht zulasten des Stromverbrauchers, selbst wenn er den Strom unter Schenkungsbedingungen bezieht.

Источник: https://www.rechnerphotovoltaik.de/photovoltaik/pv-anlage-nach-20-jahren

Photovoltaik Einspeisevergütung: Was tun nach dem Ende der EEG-Förderung?

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird 20 Jahre alt – damit fallen bald die ersten Photovoltaik- und Windkraftanlagen zur Stromerzeugung aus der auf 20 Jahre befristeten Förderung. Dies wird in wenigen Jahren zu einer sinkenden EEG-Umlage führen.

Was die Stromkunden freut, stellt die Betreiber älterer Anlagen vor die Frage: Was tun mit der Solar- oder Windkraftanlage? In unserem Beitrag erfahren Sie, wann es sich lohnt, die Anlage weiterzubetreiben, und wie Sie den selbst erzeugten Strom dann nutzen können.

EEG-Umlage wird sinken

Manche Verbraucher wird es freuen, zumindest, wenn sie ihren Strom aus fremden Quellen beziehen: Mitte der 2020er-Jahre ist mit einer sinkenden EEG-Umlage zu rechnen.

Ab 2021 werden die ersten Anlagen zur Stromerzeugung aus der Förderung fallen, die ihre Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 erhalten. Denn die festgelegte Einspeisevergütung ist jeweils nur für 20 Jahre garantiert.

Das Ende der Förderung betrifft damit alle Anlagen, die ab 2001 in Betrieb gingen. Und für diese Anlagen fiel die garantierte Einspeisevergütung noch wesentlich höher aus als heute.

Ein Vergleich macht dies deutlich: Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen, die 2001 in Betrieb gingen, beträgt noch 50,6 Cent/kWh – für im Juli 2018 in Betrieb genommene Anlagen liegt die garantierte Vergütung je nach Kapazität und Art der Anlage dagegen bei 8,44 bis 12,2 Cent/kWh.

Je mehr Anlagen aus der Frühzeit des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aus der Förderung fallen, desto geringer wird der Anteil der EEG-Umlage am Strompreis ausfallen.

Denn die EEG-Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen dem garantierten Preis, den die Netzbetreiber für die Abnahme des EEG-Stroms zahlen, und dem (geringeren) Preis, den sie dafür an der Strombörse erzielen.

Laut einer Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) ist ab 2024 eine sinkende EEG-Umlage zu erwarten.

Nach der Einspeisevergütung: Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für die PV-Anlage

Doch was bedeutet es für den Betreiber einer Photovoltaikanlage, wenn die auf 20 Jahre festgeschriebene Vergütung für den eingespeisten Strom ausläuft? Eine Option ist – je nach Zustand der Anlage und ihrer Komponenten – der Abbau und Verkauf von Anlagenkomponenten. Dies ist auf verschiedenen Online-Marktplätzen möglich. Ratsam ist, die verfügbare Ertragsleistung und die Funktionstüchtigkeit der Photovoltaikanlage durch einen zertifizierten Gutachter überprüfen zu lassen.

Aber die Photovoltaikanlage lässt sich auch weiterbetreiben, entweder zur weiteren Vermarktung des erzeugten Stroms oder zum Eigenverbrauch.

In beiden Fällen muss vorher geprüft werden, ob die zu erwartenden Erlöse oder die zu erzielenden Einsparungen die Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der alten Anlage mindestens kompensieren.

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Grundsätzlich besteht nach Ablauf der Förderung weiterhin ein Anspruch auf Netzanbindung und Abnahme des erzeugten Stroms.

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Erforderlich ist dann, im Rahmen einer „sonstigen Direktvermarktung“ (EEG 2017 §21a) einen Vertrag mit einem Energieversorgungsunternehmen, einem Stadtwerk oder einem anderen Stromhändler abzuschließen, der den Strom abnimmt. Anders als im 20-jährigen Förderzeitraum kann der Betreiber der Photovoltaikanlage in dem Fall nur den auf dem Strommarkt zu erzielenden Erlös einstreichen.

Lukrativste Lösung: Eigenverbrauch statt Netzeinspeisung

Lukrativer wird es meist sein, den Strom aus der Photovoltaikanlage künftig möglichst selbst zu verbrauchen. Denn die Kosten, die bei der Erzeugung von Solarstrom entstehen, sind deutlich niedriger als die Preise für auf dem Strommarkt bezogenen Strom.

Mit einer hohen Eigenverbrauchsquote können die Erzeuger von Solarstrom ihre Energiekosten also deutlich senken. Ideal für Betriebe oder Gewerbe, bei denen die Zeiten der Stromerzeugung und des Strombedarfs nicht weit auseinanderfallen.

EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom?

Einkalkulieren müssen die Betreiber von Photovoltaikanlagen, dass sie für selbst verbrauchten Strom die EEG-Umlage bezahlen müssen. Dies gilt jedoch nicht für kleine PV-Anlagen mit bis zu 10 Kilowatt Leistung.

Investition in Energiespeicher

Für alle anderen Unternehmen eignet sich der Einsatz von Energiespeichern.

Batteriespeichersysteme sind inzwischen so leistungsfähig, dass sie den Stromverbrauch außerhalb der Stromerzeugungszeiten sicherstellen und Lastspitzen abfangen können.

Mit der Verbreitung von Elektroautos werden sich weitere Einsatzmöglichkeiten für Stromspeicher ergeben, etwa in Form eines mobilen Energiespeichers oder einer Ladestelle auf dem Firmenparkplatz.

Stromspeicher sind allerdings noch recht teuer in der Anschaffung.

Ist in der Photovoltaikanlage noch kein Stromspeicher integriert, sollte sich der Betreiber vor der Investition gut beraten lassen, um einen wirtschaftlichen Betrieb des Speichers zu gewährleisten.

Dann kann sich eine Nachrüstung von Speicherlösungen lohnen, um den von der eigenen Photovoltaikanlage erzeugten Strom auch nach Auslaufen der EEG-Vergütung wirtschaftlich zu nutzen – unabhängig von den Wetterbedingungen oder der Uhrzeit.

Was wird aus älteren Windkraftanlagen?

Was für 20 Jahre alte Photovoltaikanlagen gilt, betrifft genauso ältere Windkraftanlagen. Hier werden ab 2021 rund 6.000 Altanlagen aus der EEG-Förderung fallen. Ein Großteil der Anlagen wird sich dann für die Betreiber nicht mehr rentieren. Denn bisher stammen zwei Drittel ihrer Einnahmen aus der EEG-Vergütung für Windkraftanlagen, nur ein Drittel steuert der aktuelle Strompreis bei.

Eine mögliche Lösung, um ältere Windkraftanlagen auch nach Ablauf der EEG-Förderung wirtschaftlich zu betreiben, sind Fixpreismodelle. Dabei verkauft der Anlagenbetreiber die produzierten Kilowattstunden zu einem festen Preis an einen Energieversorger.

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Die vereinbarte Entlohnung orientiert sich dabei an den Terminmarktpreisen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und bietet maximale Planungssicherheit. Ein weiterer Ansatzpunkt ist ein möglicher Verkauf als zertifizierter Grünstrom. Mit EEG-Förderung in Deutschland erzeugter nachhaltiger Strom darf wegen des Doppelvermarktungsverbots bislang nicht als Grünstrom vermarktet werden.

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Nach Auslaufen der Förderung entfällt dieses Hindernis und in Deutschland produzierter Windstrom könnte mit einem Aufschlag als Grünstrom vermarktet werden.

Fazit

Wer sich vor 20 Jahren für den Betrieb einer EEG-geförderten Photovoltaikanlage entschied, steht vor einer Zäsur. Denn die Einspeisevergütung ist jeweils für 20 Jahre garantiert. Ab 2021 werden damit die ersten Anlagen aus der Förderung fallen.

Eine Folge ist, dass ab Mitte der 2020er-Jahre die EEG-Umlage sinken wird – eine andere, dass die Betreiber über den weiteren Einsatz ihrer Anlagen entscheiden müssen.

Zwar besteht auch nach Ablauf der Förderung ein Anspruch auf Netzanbindung und Einspeisung des erzeugten Stroms ins Stromnetz.

Da die Kosten für die eigene Erzeugung von Solarstrom niedriger sind als die Strompreise auf dem Strommarkt, kann es jedoch attraktiver sein, den Strom künftig für den Eigenverbrauch zu erzeugen. Insbesondere wenn sich ein Stromspeicher in die PV-Anlage integrieren lässt, wird dies häufig die wirtschaftlichere Lösung sein.

Источник: https://partner.mvv.de/blog/photovoltaikanlagen-ende-eeg-foerderung

Photovoltaik in der Landwirtschaft nach Ende der EEG-Förderung

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage
Foto: SOLAR-professionell Photovoltaik im Post-EEG-Szenario. Neubau, Weiterbetrieb, Eigenstrom oder Direktvermarktung? 2021 endet für die ersten Photovoltaikanlagen die EEG-Förderung.

Gerade Landwirte haben sehr früh in Photovoltaik investiert und müssen sich für Ihre Photovoltaikanlagen überlegen, wie es nach dem Ende der EEG Förderung weitergeht.

Ist ein Weiterbetrieb von Bestandsanlagen sinnvoll? Und wenn ja in welcher Form?

Im nächsten Jahr kommt für die ersten Photovoltaik-Anlagen das Ende der EEG-Förderung. Damit verlieren sie auch ihren Sonderstatus bei den Einspeiserechten.

Die aktuelle Gesetzeslage behandelt laut DLG alle Photovoltaikanlagen nach Förderende wie Großkraftwerke. Das bedeutet, sie dürfen nur über einen Direktvermarkter Strom ins Netz liefern, egal wie klein die Anlage ist.

Fraglich ist es laut DLG, ob sich Direktvermarkter finden, die kleine Photovoltaikanlagen als Dienstleister aufnehmen werden. Als „klein“ gelten Anlagen bis 100 Kilowatt Leistung, so sieht es zumindest die Bundesnetzagentur. Viele landwirtschaftliche Photovoltaikanlagen dürften unter dieser Grenze liegen. Die Bundesnetzagentur hat die Bundesregierung bereits mehrfach auf das Problem hingewiesen, Lösungsvorschläge unterbreitet, aber bisher ist keine Gesetzesänderung in Sichtweite. Welche Möglichkeiten gibt es also?

Bis zum Jahreswechsel sind es noch gute 10 Monate. Somit bleibt Hoffnung, dass die Bundesregierung eine unkomplizierte gesetzliche Lösung für den Weiterbetrieb von Bestandsanlagen im Post-EEG-Szenario auf den Weg bringt. Die Vorschläge dazu liegen in Berlin schon auf den Tischen.

Andere Möglichkeiten für den weiteren Betrieb nach Ende der EEG-Förderung ist ein netzentkoppelter Betrieb für den Eigenverbrauch, sowie der komplette Neubau einer Anlage.

Welche Lösung für Betreiber die beste ist, hängt von vielen Faktoren wie Anlagengröße, Eigenbedarf am Standort und der Perspektive des einzelnen landwirtschaftlichen Betriebes ab.

Weiterbetrieb als Einspeiseanlage

Theoretisch die einfachste Lösung, leider aktuell rechtlich nicht möglich.

Wer seine Photovoltaikanlage nach Auslaufen der EEG-Förderung am Netz weiterbetreiben möchte, braucht Stand heute verpflichtend einen Direktvermarkter, weil mit Auslaufen der EEG-Förderung jede Photovoltaikanlage ihr Sonderrecht des Einspeisevorranges verliert.

Der Betreiber ist gesetzlich verpflichtet seinen Strom am freien Strommarkt über einen Vermarkter zu vertreiben. Technisch ist heute bereits ein direkter, sicherer und transparenter Vertrieb vom Erzeuger zum Verbraucher möglich, nicht jedoch rechtlich.

Weiterbetrieb nur für den Eigenverbrauch

Wer keinen Direktvermarkter findet, kann seine Anlage trotzdem weiterbetreiben und den Strom selbst verbrauchen. Dabei müssen Betreiber allerdings sicherstellen, dass von der Photvoltaik kein Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. In der aktuellen Rechtslage dürfte dieses Szenario für die Mehrzahl der Photovoltaikanlagen zutreffen.

Entscheidend ist, dass am Standort der Photovoltaik ausreichend Eigenverbrauch vorhanden ist. Wer auf dem Dach eine 30 Kilowattpeak Anlage betreibt und unterm Dach 5500 Kilowattstunden verbraucht, wird viel Strom ungenutzt lassen.

Als Faustregel gilt, ohne Stromspeicher können rund 30 Prozent des eigenen Stromverbrauchs aus der Photovoltaik genutzt werden, mit Stromspeicher sind es rund 70 Prozent.

Eigenverbrauch mit Stromspeicher

Vor allem für Tierhalter wird der Weiterbetrieb von Bestandsanlagen wirtschaftlich interessant sein, weil unter der Photovoltaik genug Eigenverbrauch vorhanden ist, um den Strom vom Dach auch zu verbrauchen.

Alleine schon durch die eingesparten Stromkosten rechnet sich die Investition in einen Stromspeicher wahrscheinlich. Denn Gewerbespeicher gibt es heute in allen Kapazitäts- und Leistungsklassen, sodass auch ein landwirtschaftlicher Betrieb mit ausreichend Energie versorgt werden kann.

Unabhängig von der aktuellen und zukünftigen Gesetzeslage dürfte das für ein Post-EEG-Szenario wirtschaftlich die interessanteste Lösung sein.

Abriss und Neubau

Mit der Demontage der alten Anlage nach Ende der EEG-Vergütung und einem Neubau lässt sich die EEG-Förderung wieder neu starten. Dabei müssen alle elektrischen Komponenten erneuert werden, die Unterkonstruktion kann auf dem Dach verbleiben. Natürlich muss der komplette Registrierungsprozess der Photovoltaik neu durchlaufen werden.

Aber die neue Photovoltaikanlage erhält nach neuer Registrierung wiederum für 20 Jahre alle Privilegien und eine Förderung. Allerdings ist die Förderung heute sehr klein und Photovoltaik rechnet sich viel besser, wenn der Sonnenstrom selbst verbraucht wird.

Deshalb sollte der Schritt zu einem Neubau sehr gut überlegt sein, denn Photovoltaikmodule guter Qualität liefern 30 und mehr Jahre zuverlässig Strom. Das zeigen immer mehr Altanlagen.

Hoffnung auf Direktvertrieb

Außerdem ist es heute für Vermarkter bereits möglich einen rechtlich sicheren Direktvertrieb vom Erzeuger zum Verbraucher zu realisieren.

So bietet der Energielogistikexperte Torsten Zoerner seit Jahren ein sicheres und gleichzeitig transparentes Abrechnungssystem auf Basis der Blockchain an.

Das System ist erprobt und einsatzbereit und wird in abgeänderter Form vom Heidelberger Grünstromanbieter Stromdao GmbH bereits seit 2017 eingesetzt. Dass dieser Direktvertrieb aktuell für Dienstleister noch nicht rentabel ist, steht auf einem anderen Blatt.

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Doch könnte die gesetzliche Regulierung so an eine dezentrale Versorgung mit volatilen Energien so angepasst werden, dass eine dezentrale und regionale Versorgung für Vermarkter durchaus interessant ist.

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11.3.2020 | Quelle: DLG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Источник: https://www.solarserver.de/2020/03/11/photovoltaik-in-der-landwirtschaft-nach-ende-der-eeg-foerderung/

Was passiert nach 20 Jahren nach Ablauf der Einspeisevergütung?

Das bedeutet der Wegfall der EEG-Förderung für Ihre Solaranlage

Die erste Generation der Photovoltaikanlagen fällt in den nächsten Jahren aus der EEG-Förderung. Die Einspeisevergütung wird ab den Datum der Inbetriebnahme 20 Jahre lang gewährt, danach findet keine weitere Förderung mehr statt. Die Betreiber der alten Anlagen müssen daher entscheiden, wie sie weiter verfahren wollen.

Einbußen sind unvermeidlich

Private Photovoltaikanlagen wurden in größerem Umfang in Deutschland ab dem Jahr 2001 in Betrieb genommen. Für diese Anlagen wurde damals eine Einspeisevergütung von 99 Pfennig pro Kilowattstunde gewährt, also rund 44 Cent. Nach dem Auslaufen der Förderung wird der finanzielle Ertrag deutlich einbrechen.

Der theoretisch maximale Ertrag wird erzielt, wenn der Strom zu 100 Prozent selbst verbraucht wird, was einer Einsparung vorn rund 30 Cent pro Kilowattstunde entspräche.

In der Praxis ist ein Eigenverbrauch von 100 Prozent aber nur mit einem aus wirtschaftlicher Sicht weit überdimensionierten Stromspeicher zu erreichen, ein realistisch ausgelegter Speicher erlaubt ungefähr 60 bis 70 Prozent.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Es darf unterstellt werden, dass nahezu keine der betroffenen PV-Anlagen bislang über einen Stromspeicher verfügt.

Warum hätte jemand auf 44 Cent Einspeisevergütung verzichten und dafür sogar noch Geld in einen Speicher investieren sollen? Ausgehend von heutigen Speicherkosten wird sich eine Nachrüstung der alten Photovoltaikanlagen mit einem Speicher am Ende der Förderung nicht lohnen. Denn die Rechnung fällt erheblich ungünstiger aus als bei neueren Anlagen.

Das liegt zunächst daran, dass für die 20 Jahre alten Anlagen eine Nachrüstung nicht staatlich gefördert wird. Hinzu kommt, dass damit gerechnet werden muss, dass die Lebensdauer des Speichers von typischerweise etwa zehn Jahren nicht voll ausgenutzt werden kann – die Module wären dann 30 Jahre alt und damit weit außerhalb der zugesicherten Lebensdauer.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Altanlagen derzeit nur auf eine vollständige Einspeisung des Stroms ausgelegt sind. Es müssen also zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, Strom selbst verbrauchen zu können.

Den Strom weiter einspeisen?

Theoretisch ist das möglich, weil der Anspruch auf einen Netzanschluss nicht erlischt. Allerdings hat der Anlagenbetreiber in diesem Fall nicht einmal Anspruch auf eine Vergütung gemäß dem aktuellen Stromeinkaufspreis an der Strombörse. Einzig § 18 StromNEV definiert einen möglichen Anspruch auf Grundlage der vermiedenen Netznutzungsentgelte.

Sinkende Speicherkosten können die Bilanz ändern

Laut einer aktuellen Studie stellt sich die Situation so dar: Eine typische Dachanlage aus dem Jahr 2001 wird 2021 einen Ertrag von durchschnittlich 163 Euro pro Jahr erbringen, wenn der Strom selbst vermarktet wird.

Dagegen ermöglicht ein durch einen Speicher erhöhter Eigenverbrauch eine Ersparnis von jährlich 533 Euro. Ob die Differenz von knapp 400 Euro pro Jahr die Investition in einen Speicher rechtfertigt, hängt natürlich von den Kosten ab. Die Studie hält eine Halbierung der Speicherpreise bis 2025 für realistisch.

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Andere halten sogar einen noch stärkeren Preisrückgang für denkbar. Diese Schätzungen basieren auf der Annahme, dass in den nächsten Jahren massiv in die Produktion von Akkus für Elektroautos investiert werden könnte und billige Speicher für Solaranlagen dabei quasi als Nebenprodukt anfallen werden.

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Es ist also zumindest nicht auszuschließen, dass die Preise so weit sinken, dass auch eine Nachrüstung von Altanlagen rentabel wird.

Selbstvermarktung des Stroms

Die Selbstvermarktung des Solarstroms ist wenig attraktiv, weil mit dem Ende der Förderung auch die dafür vorgesehenen Fördermöglichkeiten entfallen. Inzwischen bieten zahlreiche Anbieter entsprechende Modelle an, die alle auf demselben Prinzip basieren.

Der Vermarkter fungiert als Zwischenhändler, der den Strom vieler Anlagen kauft und gebündelt an der Strombörse veräußert. Ohne Förderung lassen sich auf diese Weise nur geringe Erlöse von vielleicht vier oder fünf Cent pro Kilowattstunde erzielen.

Wer keinen Speicher nachrüsten möchte, muss sich jedoch damit zufrieden geben.

Am besten zunächst abwarten

Bis 2025 fallen rund 2 Gigawatt Leistung aus der Förderung. Die meisten dieser Anlagen können technisch durchaus weiter betrieben werden, aber es fehlt an ökonomisch attraktiven Möglichkeiten für den Weiterbetrieb.

Es kann aber politisch kaum gewollt sein, viele noch funktionsfähige Photovoltaikanlagen vorzeitig in Elektroschrott zu verwandeln.

Möglicherweise können Anlagenbetreiber also darauf hoffen, dass hier noch eine Lösung gefunden wird, wenn das Problem auf dem Schirm der Politik erscheint.

Источник: https://www.photovoltaik.org/foerderung/nach-ablauf-von-20-jahren-ohne-einspeiseverguetung

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