Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Contents
  1. Maklervertrag: Inhalt, Formen, Kündigung
  2.   Einfacher Maklerauftrag
  3.   Einfacher Alleinauftrag
  4. Ist ein Maklervertrag kündbar?
  5. Vor- und Nachteile der Vertragsarten abwägen
  6. Passenden Makler finden
  7. Maklervertrag: Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten
  8. Freiheiten bei der Vertragsschließung gesetzlich gewollt
  9. Ein typischer Maklervertrag: das steht üblicherweise drin
  10. Schriftlich oder mündlich? Welche Vertragsform ist zulässig?
  11. Das sollte im Maklervertrag stehen
  12. Was sollte auf keinen Fall im Maklervertrag verstehen?
  13. Warum ist der Makleralleinauftrag so wichtig?
  14. Schriftform
  15. Zentraler Ansprechpartner
  16. Unteraufträge an Kollegen
  17. Höhe der Provision
  18. Zeitpunkt der Zahlung der Provision
  19. Interessenten des Eigentümers
  20. Aufwandsentschädigung
  21. Höhe des Kaufpreises
  22. Dauer des Alleinauftrages
  23. Wichtig: Nachwirken des Vertrages
  24. Drei Arten des Maklervertrags: Worauf Verbraucher achten sollten
  25. Die rechtliche Lage rund um den Maklervertrag
  26. Provisionsvereinbarung
  27. Dauer der Beauftragung
  28. Aufwandsentschädigung
  29. Reservierungsgebühr
  30. Widerrufsrecht
  31. Drei Arten des Maklerauftrags beim Immobilienverkauf
  32. Einfacher Maklerauftrag – Verkäufer kann mehrere Makler beauftragen
  33. Makleralleinauftrag – Nur ein Makler und der Verkäufer können tätig werden
  34. Qualifizierter Makleralleinauftrag – Immobilie wird exklusiv vom Makler vermarktet
  35. Wann bietet sich welcher Maklerauftrag an?
  36. Wissenswertes über den Maklervertrag · Jensen & Doering Immobilienmakler und Bausachverständige
  37. Der Kaufinteressent schließt ebenso einen Maklervertrag
  38. Kündigung des Maklerauftrages
  39. Unbefristete Makleraufträge
  40. Befristete Makleraufträge
  41. Widerruf des Maklervertrages 
  42. Die verschiedenen Makleraufträge
  43. 1. Der einfache Maklerauftrag
  44. 2. Der einfache Alleinauftrag
  45. 3. Der qualifizierte Alleinauftrag
  46. Die Aufwandsentschädigung
  47. Maklerprovision: Wie hoch ist sie angesetzt?
  48. Maklervertrag: Welche Rechte haben Sie?

Maklervertrag: Inhalt, Formen, Kündigung

Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Ein Maklerauftrag kann mündlich oder in schriftlicher Form vereinbart werden. Bei der Schriftform wird zwischen drei Formen des Maklervertrages unterschieden:

  Einfacher Maklerauftrag

Der einfache Maklervertrag lässt Ihnen viele Freiheiten. Sie können mehrere Makler mit der Vermittlung Ihrer Immobilie beauftragen.

Diese sind ihrerseits aber nicht verpflichtet, Anzeigen zu schalten. Zudem hat der Makler nicht das alleinige Verwaltungsrecht über die Immobilie.

In der Regel sind Makler mit einem solchen Auftrag nicht sehr engagiert, da sie weniger Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung haben.

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Ihnen als Verkäufer entstehen kaum Verpflichtungen und Sie können für die Vermittlung der Immobilie auch selbst tätig werden. In diesem Fall müssen Sie bei einem Erfolgsfall auch keine Maklercourtage zahlen.

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  Wie funktioniert das Bestellerprinzip?

  Einfacher Alleinauftrag

Bei einem Makleralleinauftrag vergeben Sie den Auftrag der Vermittlung Ihrer Immobilie an nur einen Makler. Dieser ist dann verpflichtet, alles für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie zu tun.

Für Ihren Hausverkauf sind Sie als Besitzer der Immobile an den Makler gebunden und dürfen keine anderen Makler einschalten. Jedoch können Sie parallel dazu versuchen, Ihre Immobilie selbst zu vermitteln.

Hier müssen Sie ebenfalls dem Makler nur dann eine Provision zahlen, wenn er erfolgreich seiner Vermittlungstätigkeit nachgegangen ist.

  Unser Tipp:

Ein qualifizierter Makleralleinauftrag berechtigt den Makler exklusiv, die Immobilie zu vermitteln. Auch Sie als Verkäufer dürfen nicht versuchen, Ihre Immobile selbst zu verkaufen oder zu vermieten. Sie verpflichten sich mit diesem Maklerauftrag, alle Kaufinteressenten direkt an den Makler weiterzuleiten.

Verkaufen Sie trotzdem selbst, müssen Sie im Zweifelsfall sogar Schadensersatz an den Makler leisten. Auch dieser ist im qualifizierten Maklerauftrag festgeschrieben. Für Makler ist dieser Vertragstyp besonders attraktiv und motivierend, weil er ihnen die Gelegenheit gibt, in jedem Fall ihre Provision zu verdienen.

Die meisten Makler arbeiten daher mit einem qualifizierten Alleinauftrag.

  Vorteile NachteileEinfacher MaklerauftragEinfacher AlleinauftragQualifizierter Alleinauftrag
  • Sie können Immobilie selbst vermarkten
  • Sie können weitere Makler beauftragen
  • Makler hat kaum Pflichten
  • Sie können Immobilie selbst vermarkten
  • Sie können nur einen Makler beauftragen
  • Makler ist besonders engagiert
  • Makler erledigt Vermittlung komplett alleine
  • Sie können nur einen Makler beauftragen
  • Sie dürfen die Immobilie nicht selbst vermarkten

Ist ein Maklervertrag kündbar?

Wenn Sie Ihren Maklervertrag auf unbefristete Zeit abgeschlossen haben, können Sie ihn jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen.

Bei einer zeitlichen Befristung dürfen Sie den Vertrag allerdings erst zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit kündigen.

Sie haben aber das Recht auf eine außerordentliche Kündigung, wenn eine Vertragsverletzung seitens des Maklers vorliegt.

Ein Makler kann Ihnen viel Arbeit beim Verkauf Ihrer Immobilie abnehmen.

Vor- und Nachteile der Vertragsarten abwägen

Die verschiedenen Formen des Maklervertrags haben Vor- und Nachteile für den Auftraggeber. Der einfache Maklerauftrag lässt viel Spielraum für flexible Handlungen. Der qualifizierte Alleinauftrag hingegen garantiert einen hochmotivierten Makler und eine kurze Vermittlungsdauer.

Wenn eine Immobilie also schnell und zuverlässig vermittelt werden soll, lohnt sich der Schritt in diese Richtung. Als Hausverkäufer sollten Sie genau abwägen, welche Vertragsart für Sie die beste ist. In jedem Fall sollten Sie aber auf einen schriftlichen Maklervertrag bestehen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Passenden Makler finden

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Источник: https://www.aroundhome.de/immobilienverkauf/maklervertrag/

Maklervertrag: Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten

Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Damit die Kooperation zwischen Ihnen und einem Makler möglichst glatt läuft, schließen Sie einen Maklervertrag ab. Ein Makler kennt sich gut aus und schließt solche Verträge Tag für Tag, doch bei Ihnen sieht das vermutlich anders aus. Der Beitrag erklärt, was ein Maklervertrag enthalten muss und was auf gar keinen Fall drinstehen sollte.
 

Freiheiten bei der Vertragsschließung gesetzlich gewollt

Im Gesetz ist nur wenig darüber zu finden, wie ein Maklervertrag aussehen muss. Das bedeutet auf der einen Seite viel Gestaltungsfreiheit, doch auf der anderen Seite müssen Sie darauf achten, dass Ihre Rechte gewahrt bleiben und die Inhalte im Vertrag nicht zu Ihrem Nachteil auslegbar sind.
 

Ein typischer Maklervertrag: das steht üblicherweise drin

Die erfolgreiche Vermittlung Ihrer Immobilie ist Hauptgegenstand des Maklervertrags. Wie bereits gesagt regelt der Gesetzgeber nicht, was alles in einem Maklervertrag enthalten sein muss. Allerdings ist gesetzlich verankert, dass ein Makler für seine Tätigkeit zu vergüten ist.

Je nach Vertragsgestaltung müssen Sie den Makler für einen zustande gekommenen Vertrag bezahlen, manchmal sogar dann, wenn der Käufer später wieder zurücktritt. Es kann Ihnen bei entsprechender Vertragsgestaltung passieren, dass der Makler Ihnen eine Rechnung über die Kosten der Annoncen präsentiert, Fahrtkosten abrechnet und einzelne Exposes fakturiert.

Solche Fallstricke können richtig teuer werden!
 

Schriftlich oder mündlich? Welche Vertragsform ist zulässig?

Grundsätzlich können sie für einer Immobilie einen mündlichen Maklervertrag abschließen. Dabei handelt es sich um den sogenannten einfachen Alleinauftrag. Es gibt allerdings eine Ausnahme: die mündliche Vertragsschließung ist bei Vermietobjekten nicht zulässig.

Das ist im Wohnungsvermittlungsgesetz in § 2 Abs. 1 explizit festgeschrieben. Die anderen Vertragsformen, nämlich der Alleinauftrag und der qualifizierte Alleinauftrag sind schriftlich zu schließen.

Im Beitrag „Pflichten des Auftraggebers gegenüber den Makler“ gehen wir auf die unterschiedlichen Vertragsformen ein.
 

Das sollte im Maklervertrag stehen

Zu den Grundlagen einer jeden Maklervereinbarung gehören folgende Angaben:

  • beteiligte Vertragspartner: Daraus ergeben sich die Haftungsverhältnisse. Prüfen Sie die Richtigkeit der Angaben! 
  • Angaben zum Objekt: Das zu vermakelnde Objekt muss eindeutig bezeichnet werden, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. 
  • Vertragsart: In erster Linie sollte eindeutig bezeichnet sein, ob es sich um einen einfachen Maklervertrag (auch „einfacher Alleinauftrag“ genannt), um einen Alleinauftrag oder um einen qualifizierten Alleinauftrag handelt. 
  • Leistungsumfang: Der Vertrag sollte noch einmal darstellen, welche einzelnen Leistung der Makler zu erbringen hat. Diese Informationen sind relevant, wenn Sie eine außerordentliche oder fristlose Kündigung aussprechen wollen. Sie sollten darauf achten, dass unter dem Punkt „Leistungsumfang“ alles aufgenommen wird, was aus ihrer Sicht zur Vermarktung notwendig ist. Das können zum Beispiel Anzeigen auf Internetportale, Aushänge im Maklerbüro oder Zeitungsannoncen sein. Auch Berichtspflichten lassen sich hier unterbringen. 
  • Pflichten: Der Vertrag sollte auch Ihre Pflichten nennen, die während der Vertragslaufzeit auf hinzu kommen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Informationspflichten, Bereitstellung von Unterlagen und darum, keinen anderen Makler zu beauftragen. 
  • Provision: Eine eindeutige Provisionsvereinbarung hilft dabei, die Fälligkeit der Zahlung festzulegen. Vor allem sollte die Erfolgsabhängigkeit eindeutig ausformuliert werden. Zu den Provisionsansprüchen finden Sie weiter unten erläuternde Ausführungen. 
  • Aufwandsentschädigung: Die beste Lösung für Sie ist, wenn keine Aufwandsentschädigung vereinbart wird. Insbesondere bei einem qualifizierten Maklervertrag sollte der Makler rein Erfolgs abhängig arbeiten. Besteht der Makler mit einem qualifizierten Alleinauftrag auf eine Aufwandsentschädigung, sollten Sie darüber nachdenken jemand anderen zu beauftragen. Allenfalls bei einem einfachen Alleinauftrag könnten Sie darüber nachdenken, ob Sie zu einer solchen Zahlung bereit sind. Rein rechtlich gesehen haben Makler aber keiner Grundlage, eine Aufwandsentschädigung von Ihnen zu fordern. Es gehört zum Berufsrisiko möglicherweise unentgeltlich zu arbeiten. Sie müssen sich also nicht darauf einlassen, wenn Sie nicht wollen. 
  • Befristung/Vertragslaufzeit: Wägen Sie die Vor- und Nachteile befristeter und unbefristeter Aufträge ab. Folgende Aspekte sollten sie durchdenken:
    • Ein befristeter Vertrag beinhaltet häufig eine Klausel, die eine automatische Verlängerung nach sich zieht. Tappen Sie nicht in die Abrufhalle und bestehen sie darauf, dass die Befristung nach Ablauf nicht automatisch verlängert wird. Das Problem bei einem befristeten Vertrag ist, dass sie nur schwer vorzeitig aus ihm herauskommen. Details dazu finden Sie im Beitrag „Maklervertrag kündigen“.
    • Bei einem unbefristeten Vertrag können sie jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Wir empfehlen diese Vertragsarzt, weil er in Sachen Kündigung unkompliziert zu handhaben ist.
    • Sorgen Sie in jedem Fall dafür, dass Sie die Kündigungsmodalitäten verstehen und lassen Sie diese im Zweifel nach Ihren Vorstellungen anpassen! 
  • Kündigungsfrist: Wie unter dem Punkt Befristung/Vertragslaufzeit erklärt, sollten die Kündigungsfristen für Sie verständlich sein. Achten Sie darauf, dass keine automatische Verlängerung bei befristeten Verträge vereinbart wird.
     

  • Widerrufsrecht: Ist der Vertrag fernmündlich oder online zustande gekommen? Dann muss das gesetzliche Widerrufsrecht im Vertrag stehen. Bis 14 Tage nach Vertragsabschluss dürfen sie einen Vertrag, den Sie online oder telefonisch geschlossen haben, widerrufen, ohne Gründe zu nennen. Lesen sie hierzu den Beitrag Maklervertrag widerrufen.
     

  • Berichtspflicht: Es empfiehlt sich mit dem Makler eine turnusmäßige Berichtspflicht zu vereinbaren. Das bedeutet, dass der Makler Sie über seine Aktivitäten auf dem Laufenden hält und ihnen unaufgefordert berichtet, wie weit der Verkaufsprozess vorangeschritten ist.

    Die Berichtspflicht muss nicht schriftlich vereinbart werden, obschon Sie dann die Fakten Schwarz auf Weiß haben. Schriftliche Ausführungen sind im Streitfall wichtig. Falls Sie eine mündliche Berichtspflicht vereinbaren können Sie die Inhalte des Gesprächs dennoch verbindlich schriftlich niederlegen.

    Am besten verfassen sie dazu eine E-Mail, in der Sie die relevanten Einzelheiten abbilden. Schicken Sie diese E-Mail an Ihrem Makler und bitten sie um Ergänzung, falls Sie etwas vergessen haben. Tipp: knüpfen sie ein Abliefernachweis an Ihre E-Mail.

    Dieses Feature lässt sich in fast jedem E-Mail-Client einrichten.
     

Was sollte auf keinen Fall im Maklervertrag verstehen?

Es gibt einige Vereinbarungen, die für sie als Auftraggeber nicht akzeptabel sind. In erster Linie ist hier die Aufwandsentschädigung zu nennen. Manche Makler wollen diese vertraglich festschreiben und setzen hierfür Pauschalbeträge ein oder rechnen nach tatsächlichem Aufwand ab.

Gerichte haben bereits entschieden, dass Pauschalbeträge unzulässig sind und – wenn überhaupt eine Aufwandsentschädigung vereinbart wird, nur nach tatsächlichen Kosten abgerechnet werden darf.

Unabhängig davon empfehlen wir Ihnen, ein Vertrag mit einer Klausel zur Aufwandsentschädigung nicht zu unterschreiben. In letzter Konsequenz bedeutet es nämlich, dass Sie auch zahlen müssen, wenn der Makler den Hauptauftrag nicht erfüllt – nämlich die Immobilie für sie zu verkaufen.

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Sie erhalten dann eine Rechnung zum Beispiel über die Kosten für eine Anzeige, über die Herstellung von Exposés, Fahrtkosten oder anderes.

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Tipp: Vergeben Sie wie die meisten Immobilienverkäufer einen qualifizierten Alleinauftrag ab sollte der Makler rein erfolgsabhängig arbeiten. Falls er dennoch auf eine Aufwandsentschädigung besteht, suchen Sie nach einem anderen Makler.

Um sich dagegen abzusichern wirken manche Makler darauf hin, im Maklervertrag eine entsprechende Klausel zu vereinbaren, beispielsweise in Form einer Vertragsstrafe. Prüfen Sie solche Vereinbarungen genau, denn es ist durchaus möglich, dass die Vereinbarung unwirksam ist.

Источник: https://www.hausverkauf.de/mit-makler/maklervertrag-was-beachten

Warum ist der Makleralleinauftrag so wichtig?

Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Wer als Eigentümer eine Immobilie verkaufen will, steht regelmäßig vor der Frage, ob er einen oder mehrere Immobilienmakler mit dem Verkauf beauftragen soll.

Die Rolle eines zentralen Immobilienmaklers als Ansprechpartner für den Eigentümer und für alle Kaufinteressenten ist das Leitbild des Makleralleinauftrages.

Kunden verpflichten damit den Makler für die Vertragslaufzeit zu intensiven Bemühungen, um den gewünschten Kauf oder Verkauf zu einem guten Abschluss zu bringen. Zu den Aktivitäten des Maklers zählt dabei zum Beispiel, dass er auf eigene Kosten angemessene Werbemaßnahmen durchführt.

Im Gegenzug verzichtet der Auftraggeber darauf, andere Makler oder Dritte einzuschalten. Der Makler stellt bei einem Alleinauftrag sein ganzes Fachwissen, seine Verbindungen und seine Marktkenntnisse sowie seine Kenntnis der kompletten Abwicklungsmodalitäten eines Immobiliengeschäfts in den Dienst seines Kunden.

Die folgenden Bestandteile sollte ein Makleralleinauftrag in dem Fall haben: 

Schriftform

Der IVD empfiehlt jedem Verkäufer einer Immobilie den Abschluss eines schriftlichen Verkaufsauftrages mit dem beauftragten Immobilienmakler.

Damit später alle Absprachen zwischen Eigentümer und Kunde belegt und im Zweifel auch bewiesen werden können, sollte jeder Verkäufer auf einen schriftlichen Vertrag bestehen.

In dem schriftlichen Vertrag werden die Daten des Eigentümers, des Immobilienmaklers und vor allem des Immobilienobjekts ausführlich festgehalten.

Zentraler Ansprechpartner

Für den Auftraggeber hat der Makleralleinauftrag eine Reihe von Vorteilen. Der wichtigste Grund, der für einen Makleralleinauftrag spricht, ist, dass der Verkauf der Immobilie über einen zentralen Ansprechpartner gesteuert wird.

Durch einen Alleinauftrag ist sichergestellt, dass nicht das gleiche Objekt mehrfach und womöglich von unterschiedlichen Maklern und dem Verkäufer selbst zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird.

Das geschieht in der Regel dann, wenn – wie es bei einfachen Makleraufträgen häufig geschieht – verschiedene Makler parallel beauftragt werden. Parallelangebote machen auf Kaufinteressenten meist einen ungünstigen Eindruck.

Zudem besteht die Gefahr, dass der Käufer oder Mieter am Ende mehrmals die volle Provision zahlen muss. Zudem verpflichtet der Makleralleinauftrag den alleinbeauftragten Makler zu vermehrten Dienstleistungen.

Unteraufträge an Kollegen

Vielfach spielt die Vorstellung des Verkäufers oder Vermieters eine wichtige Rolle, wonach mehrere Makler doch einen vielfach schnelleren Erfolg bringen müssten. Deshalb sollte in dem Makleralleinauftrag ausdrücklich geregelt sein, ob der Immobilienmakler das Objekt gemeinschaftlich mit anderen Kollegen bearbeiten und Unteraufträge an diese Kollegen erteilen darf.

Höhe der Provision

Die Höhe der Provision, die der Eigentümer an den Immobilienmakler bei erfolgreicher Durchführung des Auftrages bezahlt, sollte in jedem Fall in dem Vertrag fixiert werden.

Das Maklerrecht nimmt auf die sogenannte ortsübliche Provision bezug, wenn keine ausdrückliche Vereinbarung der Provisionshöhe festgelegt ist.

Besser ist es, dass Eigentümer und Makler den Prozent-Satz der Maklerprovision vereinbaren.

Zeitpunkt der Zahlung der Provision

In dem Makleralleinauftrag sollte festgelegt werden, wann die Provision zur Zahlung fällig ist. Eine Rechnungslegung durch den Immobilienmakler ist ohnehin unabdingbar.

Üblich ist es, dass die Rechnungslegung mit dem Abschluss des Vertrages über die vermittelte Immobilie, also z.B. dem notariell beurkundeten Kaufvertrag, erfolgt.

Nach Rechnungslegung sollte ein Zahlungsziel von zum Beispiel zwei Wochen vereinbart werden.

Interessenten des Eigentümers

Der Makleralleinauftrag kann in zwei Varianten abgeschlossen werden: In der einen Variante hat der Eigentümer das Recht, die Immobilie an eigene Interessenten, zum Beispiel aus der Familie zu verkaufen oder zu vermieten, ohne dass dann eine Provision an den Immobilienmakler bezahlt werden muss.

In der anderen Variante verpflichtet sich der Eigentümer, alle Interessenten, die sich direkt an ihn wenden auch tatsächlich an den Immobilienmakler weiter zu leiten (sogenannte qualifizierter Alleinauftrag mit einer Verweisungsklausel an den Immobilienmakler).

Die letztere Variante wird ein Eigentümer immer dann wählen, wenn er alle Kauf- oder Mietinteressenten einer Vorprüfung durch den Immobilienmakler unterziehen und sichergehen will, dass diese Prüfung stattgefunden hat.

Aufwandsentschädigung

In der Regel enthält ein Makleralleinauftrag eine Aufwandsentschädigungsvereinbarung für den Fall, dass der Verkauf oder die Vermietung nicht erfolgreich verläuft.

Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich nach dem Preis der Immobilie, der Dauer der Bemühungen des Immobilienmaklers, den Marketingausgaben, die der Makler hatte, zum Beispiel für Anzeigen, Verkaufsschilder, Prospekte, Luftbild, Einholung eines Sachverständigengutachtens.

Höhe des Kaufpreises

In dem Makleralleinauftrag sollte die Höhe des Preises der Immobilie festgeschrieben werden, mit der der Immobilienmakler den Verkaufsprozess startet.

Es sollte zugleich festgehalten werden, ob dieser Preis fix ist oder ob der Immobilienmakler einen Spielraum bei den Verhandlungen hat.

Es kann auch ein Zeitraum fixiert werden, nach dem die Höhe des ersten Angebotspreises zwischen Eigentümer und Immobilienmakler neu festgelegt wird.

Dauer des Alleinauftrages

Es ist üblich, eine Laufzeit von sechs Monaten für einen Makleralleinauftrag zu vereinbaren. Der Vertrag endet automatisch mit der erfolgreichen Vermittlung der Immobilie durch den Immobilienmakler oder dem tatsächlich erfolgten Verkauf.

Sollte die erste Laufzeit nicht ausreichen, kann in den Vertrag eine Klausel für eine automatische Verlängerung des Vertrages um weitere drei Monate aufgenommen werden. Danach beträgt die automatische Verlängerung häufig nur noch einen Monat.

Wichtig: Nachwirken des Vertrages

Ein ausgelaufener oder gekündigter Maklervertrag wirkt nach.

Das heißt: Entschließt sich ein Kunde, der über den Makler auf die Immobilie aufmerksam wurde, einige Wochen nach dem Auslaufen der Vereinbarung, das Objekt doch zu erwerben, hat der Makler ein Anrecht auf die festgelegte Provision. Die Gerichte vertreten die Ansicht, dass sich Verkäufer und Käufer ohne Zutun des Maklers nicht kennen gelernt hätten und nicht ins Geschäft gekommen wären.

Für diese Nachwirkungszeit gibt es keine Richtlinie. Sie wird je nach Einzelfall von den Gerichten individuell festgesetzt und kann ein halbes Jahr und länger betragen.

Источник: https://ivd.net/2018/01/makleralleinauftrag/

Drei Arten des Maklervertrags: Worauf Verbraucher achten sollten

Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Die Provision eines Maklers ist davon abhängig, ob er erfolgreich Vermitteln kann. Wie viel Aufwand der Makler jedoch in die Vermittlung steckt, hängt auch von der Art des Maklerauftrags ab.

Wer auf der Suche nach passenden Käufern oder Mietern für seine Immobilie ist oder aber die eigenen vier Wände kaufen beziehungsweise mieten will, der kann sich Hilfe bei einem Makler suchen.

„Einen Makler zu beauftragen, ist sinnvoll, wenn man nicht vor Ort ist beziehungsweise die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt“, sagt Julia Wagner, Rechtsreferentin beim Eigentümerverband Haus & Grund. Doch auch für unerfahrene Personen gibt es gute Gründe, warum die Vermittlung durch einen Immobilienprofi die richtige Entscheidung ist.

Makler kennen den Markt, wissen in der Regel auch, welche Preise angemessen sind. Außerdem übernehmen sie eine Menge Aufgaben, was ihren Kunden viel Zeit spart.

Die rechtliche Lage rund um den Maklervertrag

Wer sich letztlich also für die Vermittlung durch einen Makler entscheidet, schließt mit dem Immobilienprofi einen privatrechtlichen Vertrag ab – den Maklervertrag.

Damit verpflichtet sich der Auftraggeber, dem Makler bei einer erfolgreichen Vermittlung eine Provision zu zahlen (§652 BGB) – es sei denn, es ist im Maklervertrag anders geregelt.

Der Makler hingegen ist durch einen einfachen Maklervertrag nicht automatisch zum Tätigwerden verpflichtet. Daraus ergibt sich, dass dieser kein gegenseitiger, sondern ein einseitig verpflichtender Vertrag ist.

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Für den Maklervertrag gibt es keine generelle gesetzlich vorgeschriebene Form. Er kann in der Regel schriftlich oder mündlich zustande kommen.

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Ausnahmen sind hierbei Maklerverträge, die im Zusammenhang mit der Vermittlung einer Mietwohnung oder einer Eigentumswohnung beziehungsweise eines Einfamilienhauses geschlossen werden.

Diese bedürfen der Textform (§ 2 WoVermRG beziehungsweise §656a BGB).

Um später keine Streitigkeiten aufkommen zu lassen, ist es aber generell ratsam, einen Vertrag in Schriftform abzuschließen.

Darin können die Aufgaben und Pflichten der Vertragsparteien festgehalten werden. Welche Punkte es letztlich in den Maklervertrag schaffen, ist den Vertragsparteien überlassen.

Einige wichtige Punkte, die im Vertrag stehen sollten, sind laut der Rechtsexpertin von Haus & Grund:

  • Vertragsgegenstand – Haus oder Wohnung
  • Rechte und Pflichten des Maklers, insbesondere auch die konkrete Aufgabe
  • Rechte und Pflichten des Auftraggebers
  • Provision
  • Laufzeit
  • Rücktritt

Außerdem können noch Vereinbarungen zur Aufwandsentschädigung, zur Reservierungsgebühr sowie zum Widerrufsrecht im Maklervertrag aufgenommen werden.

Provisionsvereinbarung

Die Höhe der Provision ist in der Regel frei verhandelbar, eine gesetzliche Vorschrift dafür gibt es nur für Mieter als Auftraggeber. Laut Wohnraumvermittlungsgesetz darf sie in diesem Fall nicht mehr als zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

Das neue Gesetz zur geteilten Maklerprovision beim Immobilienverkauf an einen Verbraucher – also jemanden, der das Objekt selbst bewohnt oder privat vermietet – lässt zwar die freie Verhandlung über die Provisionshöhe weiterhin zu. Jedoch ist es ab 23.

Dezember 2020 nicht mehr zulässig, dass der Auftraggeber – in der Regel der Verkäufer – mit dem Makler vereinbart, dass die Provision vollständig von der anderen Vertragspartei im Kaufvertrag getragen wird.

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Es können maximal 50 Prozent der Maklerprovision auf die zweite Vertragspartei abgewälzt werden.

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Ist der Makler sowohl für Käufer als auch Verkäufer tätig, so darf er von beiden nur die gleiche Höhe an Provision vereinbaren. Auch diese Regelung gilt nur dann, wenn es sich beim Käufer um einen Verbraucher handelt.

Ansonsten gilt: Ist beim Immobilienverkauf kein Maklerlohn abgemacht, dann gilt die Provision als stillschweigend vereinbart, wenn die dem Makler übertragene Leistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

Das heißt, niemand darf davon ausgehen, dass ein Makler kostenfrei für einen tätig wird.

In diesem Fall gilt der Rahmen des Üblichen: In der Regel wird ein fester prozentualer Anteil des tatsächlichen Kaufpreises vereinbart, der je nach Bundesland und Region zwischen drei und sieben Prozent liegt – zuzüglich der Mehrwertsteuer.

Dauer der Beauftragung

Insbesondere für Immobilienverkäufer bietet es sich immer an, den Auftrag auf eine bestimmte Dauer zu befristen. Damit umgeht er in der Regel das Risiko, dass der Makler sich zu lange Zeit lässt, bis er tätig wird.

Bei einer Befristung wird der Makler versuchen, innerhalb der vorgegebenen Zeit die Immobilie an den Mann zu bringen. Die Auftraggeber sollten bei der Befristung des Vertrages darauf achten, dass im Maklervertrag keine Klausel zu einer automatischen Verlängerung führt.

Der Vertrag sollte unbedingt sowohl Beginn als auch Ende der Laufzeit enthalten.

Der Auftraggeber kann auch nach Ende einer Frist weiterhin an einen Makler gebunden sein.

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Das ist dann der Fall, wenn der Makler zwar einen ernsthaften Kaufinteressenten vermitteln konnte, der Vertragsabschluss aber erst nach dem Ende der Befristung zustande kommt.

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In dem Fall hat der Makler weiterhin einen Anspruch auf seine Provision. Dieser erlöscht nur dann, wenn der Verkäufer nachweisen kann, dass der Verkauf nicht im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Maklers steht.

Eine Kündigung bei befristeten Verträgen ist während der Laufzeit allerdings nur infolge eines wichtigen Grundes zulässig.

Das kann beispielsweise eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Maklers sein, durch die er die Interessen des Auftraggebers erheblich missachtet.

Diese außerordentliche Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntwerden des Pflichtverstoßes erfolgen.

Wesentlich einfacher ist die Kündigung bei unbefristeten Maklerverträgen: Der Vertrag kann jederzeit gekündigt werden, eine Angabe von Gründen ist nicht notwendig.

Ein schriftlich geschlossener Maklervertrag muss auch schriftlich gekündigt werden.

Aufwandsentschädigung

Wenn der Makler sich an die Vermittlung macht, entstehen ihm erst einmal Kosten. Diese kann er sich über eine Klausel im Maklervertrag zurückholen (§ 652 Abs. 2 BGB).

Ist im Maklervertrag eine Aufwandsentschädigung vereinbart, dann ist am Ende egal, ob der Makler seinen Auftrag erfolgreich abschließt oder nicht. Das heißt, die Zahlung fällt in diesem Fall unter Umständen zusätzlich zur Provision an.

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Meist sind Verträge aber so gestaltet, dass bei einer erfolgreichen Vermittlung nur die vereinbarte Provision zu zahlen ist.

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Die Höhe der Aufwandsentschädigung darf nicht so vereinbart werden, dass im Ergebnis eine erfolgsunabhängige Provision vorläge. Denn abrechnen kann der Makler wirklich nur das, was er tatsächlich aufgewendet hat: Das können entstandene Kosten für das Schalten von Inseraten, Portokosten oder Fahrtkosten zu den Besichtigungsterminen sein.

Reservierungsgebühr

Wollen Käufer lieber nochmal die ein oder andere Nacht darüber schlafen, ob sie eine Immobilie wirklich kaufen wollen oder nicht, bieten manche Makler die Möglichkeit an, das Objekt über einen bestimmten Zeitraum zu reservieren. Dafür verlangen sie in der Regel einen finanziellen Ausgleich – die Reservierungsgebühr.

Fällt die Entscheidung für den Kauf, wird diese Gebühr mit der Maklerprovision verrechnet. Ansonsten kann der Makler die Gebühr einbehalten. Damit das Ganze überhaupt zulässig ist, sollte die Klausel individuell vereinbart werden.

  „Für die Wirksamkeit der Vereinbarung ist es zuträglich, wenn sie nicht Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sondern eine eigenständige Vereinbarung zwischen Makler und Interessent ist“, erklärt Julia Wagner. Fehlt eine zeitliche Begrenzung der Reservierung, so ist die Vereinbarung nichtig.

Außerdem darf die Reservierungsgebühr nicht zu hoch angesetzt werden, weil sich sonst der Interessent unter Druck gesetzt fühlen könnte, die Immobilie wirklich kaufen zu müssen, um einen erheblichen finanziellen Verlust zu vermeiden. Die Höhe der Gebühr sollte nicht mehr als zehn Prozent der Maklerprovision sein.

Wichtig: Nur ein Makler, der mit dem Verkäufer einen Alleinauftrag geschlossen hat und damit exklusiv für die Vermittlung der Immobilie zuständig ist  , kann eine solche Reservierung vornehmen.

Denn wenn noch weitere Makler oder der Verkäufer selbst weiter nach Käufern suchen, bestünde die Möglichkeit, dass das Haus trotz Reservierung beim Makler anderweitig verkauft wird.

„Dennoch kann eine solche Vereinbarung – wenn denn alle Voraussetzungen erfüllt sind – im Interesse aller Parteien liegen“, sagt die Rechtsexpertin.

Lesen Sie, warum die Reservierungsgebühr oftmals unzulässig ist.

Widerrufsrecht

Schließen Kunden mit einem Makler einen sogenannten Fernabsatzvertrag, also einen, der über Telefon oder per E-Mail abgeschlossen wird, muss der Immobilienprofi immer eine schriftliche Widerrufsbelehrung liefern. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Dabei ist es egal, ob der Vertrag per E-Mail, am Telefon oder schriftlich abgeschlossen wird.

Liegt die Widerrufsbelehrung nicht zum Vertragsabschluss vor, hat der Kunde statt der vorgeschriebenen 14 Tage das Recht, den Vertrag auch noch längere Zeit danach zu widerrufen: In diesem Fall erlischt das Widerrufsrecht erst nach einem Jahr und 14 Tagen.

Drei Arten des Maklerauftrags beim Immobilienverkauf

In der allgemeinen Vorstellung gilt es als die oberste Pflicht eines Maklers, eine Immobilie schnell und so gewinnbringend wie möglich an den Mann zu bringen. Doch auch wenn dies im beiderseitigen Interesse von Makler und Auftraggeber liegt, so ist die Tätigkeitspflicht kein zwingender Bestandteil des Maklervertrags.

Wer seine Immobilie über einen Makler verkaufen will, kann grundsätzlich zwischen drei Arten des Maklervertrages wählen:

  • einfacher Maklerauftrag
  • Makleralleinauftrag
  • qualifizierter Makleralleinauftrag

Je nach Vertragsart ist der Makler verpflichtet, bestimmte Leistungen zu erbringen. Außerdem regelt die Vertragsart auch, wer berechtigt ist, eine Immobilie zu vermarkten – mehrere Makler oder ein Immobilienprofi allein. Ebenso wird festgelegt, ob der Auftraggeber selbst tätig werden darf.

Einfacher Maklerauftrag – Verkäufer kann mehrere Makler beauftragen

Der einfache Maklerauftrag ist der lockerste Maklervertrag von allen. Für den Abschluss des Vertrages  reicht es in der Regel aus, dass der Immobilienbesitzer dem Makler eine einfache mündliche oder schriftliche Erklärung gibt, dass dieser sein Haus oder seine Wohnung verkaufen oder vermieten soll.

Dabei verpflichtet sich der Eigentümer jedoch zu nichts und kann seine Immobilie durch weitere Makler vermarkten lassen oder sie selbst auf dem Markt anbieten. Verkauft oder vermietet er das Objekt ohne Zutun eines Maklers, dann schuldet er auch keine Provision.

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Jedoch hat diese Freiheit auch einen Nachteil: Der Makler bekommt zwar die Erlaubnis, die Immobilie zu vermitteln – verpflichtet ist er aber nicht. Wie sehr er sich ins Zeug legt, ist ihm überlassen. Doch ewig warten muss der Auftraggeber deshalb dennoch nicht. Der einfache Maklerauftrag kann jederzeit gekündigt werden.

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Das ist zum einen ein Ansporn für den Makler und  zum anderen macht es eine Befristung des Vertrags nicht notwendig.

Makleralleinauftrag – Nur ein Makler und der Verkäufer können tätig werden

Etwas enger bindet sich der Auftraggeber beim einfachen Alleinauftrag an den Makler. Denn mit dieser Vertragsart entscheidet sich der Auftraggeber dafür, die Vermarktung seiner Immobilie ausschließlich einem Makler zu überlassen. Der Vorteil: Der Makler verpflichtet sich, tatsächlich tätig zu werden.

Das ist beim einfachen Maklerauftrag nicht der Fall. Der Auftraggeber ist hierbei aber weiterhin berechtigt, sich selbst nach einem passenden Interessenten umzusehen und bei Erfolg die Immobilie auch ohne Zahlung der Maklerprovision zu verkaufen.

Wer trotz Makleralleinauftrag einen weiteren Immobilienprofi beauftragt, muss damit rechnen, doppelte Provision zahlen zu müssen – die des vermittelnden Maklers und die für jenen, mit dem Makleralleinauftrag.

Damit der Auftraggeber nicht ewig an den Makler gebunden ist, obwohl dieser keinen passenden Interessenten findet, sollte der Alleinauftrag immer befristet werden. Üblich ist dabei eine Frist von sechs Monaten.

Qualifizierter Makleralleinauftrag – Immobilie wird exklusiv vom Makler vermarktet

Das ist die vom Makler wahrscheinlich bevorzugte Form des Maklervertrags – denn beim qualifizierten Alleinauftrag vereinbaren Makler und Auftraggeber, dass das Objekt exklusiv vom Immobilienprofi vermarktet werden darf.

Das heißt, weder ein anderer Makler noch der Auftraggeber selbst darf tätig werden. Findet der Verkäufer ohne Makler einen potenziellen Interessenten, kann er das Geschäft nicht einfach abschließen, sondern muss ihn an den Makler verweisen.

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Hält sich der Auftraggeber nicht daran, hat der Makler einen Anspruch auf Schadenersatz.

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Beim qualifizierten Alleinauftrag sollten im Maklervertrag wichtige Vermarktungsmaßnahmen vereinbart werden, die der Makler dann auch wirklich leisten muss. Bleibt der Makler diese Pflicht schuldig, kann der Auftraggeber den Vertrag kündigen.
Auch beim qualifizierten Alleinauftrag bietet sich eine Befristung auf wenige Monate an.

Wann bietet sich welcher Maklerauftrag an?

„Wird ein Makler im Rahmen eines Alleinauftrages beauftragt, wird er wahrscheinlich mehr Bemühungen anstellen und sich mehr in den Auftrag reinhängen“, sagt Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund.

Generell können Auftraggeber davon ausgehen, dass Makler motivierter sind, je weniger Konkurrenz sie zu befürchten haben. Denn nur so können sie sicher sein, dass ihre Bemühungen am Ende auch mit einer Provision belohnt wird.

Ist die Dauer des Alleinauftrags – egal ob einfach oder qualifiziert – dazu noch begrenzt, wird der Makler noch mehr Möglichkeiten ausschöpfen, das Objekt schnell und gewinnbringend zu verkaufen.

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Источник: https://ratgeber.immowelt.de/a/drei-arten-des-maklervertrags-worauf-verbraucher-achten-sollten.html

Wissenswertes über den Maklervertrag · Jensen & Doering Immobilienmakler und Bausachverständige

Das ist bei einem Maklervertrag wichtig

Bevor ein Immobilienmakler für eine Immobilie tätig wird, muss er mit dem Verkäufer einen Maklervertrag abschließen. Dabei muss der Maklervertrag nicht schriftlich fixiert werden, sondern kann auch mündlich erfolgen. Das schriftliche Festhalten aller Abmachungen ist allerdings von Vorteil, da so keine Missverständnisse entstehen können.

Bei Verkauf einer Immobilie besteht im Maklervertrag für beide Vertragsparteien die sogenannte Vertragsfreiheit. Mit ihr können beide Parteien frei entscheiden, was der Vertragsinhalt hergeben soll. Anders ist es bei einem Maklervertrag für eine Immobilienvermietung: Laut Paragraph zwei des Wohnungsvermittlungsgesetzes muss hier der Maklervertrag schriftlich festgehalten werden. 

Wenn der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt, dann steht ihm grundsätzlich eine Maklerprovision zu.

Andere Leistungen, wie beispielsweise die Bewerbung der Immobilie, sind zunächst keine Bestandteile des Maklervertrages, werden aber dennoch von Maklern angeboten.

Leistungen, die im Maklervertrag nicht festgehalten wurden, dennoch vom Makler erbracht worden sind, müssen zwangsläufig nicht bezahlt werden. Es ist daher sinnvoll, wenn alle versprochenen Leistungen des Maklers schriftlich im Maklervertrag festgehalten werden. 

Einzig auf die Provision erhält der Makler einen Anspruch. Dieser Provisionsanspruch ist im Bürgerlichen Gesetzbuch unter Paragraph 652 festgehalten.

Der Kaufinteressent schließt ebenso einen Maklervertrag

Ein Vertrag ist eher geschlossen, als die meisten Menschen denken. Wenn der Kaufinteressent das Exposé anfordert, die Immobilie besichtigt oder Verkäuferdaten weitergegeben wurden, dann ist er bereits einen Vertrag mit dem Makler eingegangen. Der Makler kann allerdings erst Rechte aus dem Vertrag ableiten, wenn es zu einem Miet- oder Kaufvertrag gekommen ist. 

Kündigung des Maklerauftrages

Auch Aufträge zwischen Makler und Verkäufer sind kündbar, denn sie gelten laut dem Bundesgesetzbuch (BGB) als normale Verträge. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen befristeten und unbefristeten Makleraufträgen.

Unbefristete Makleraufträge

Ist der Vertrag zwischen Immobilienmakler und Verkäufer auf unbefristete Zeit geschlossen, kann er zu jederzeit und grundlos von beiden Parteien gekündigt werden.

Befristete Makleraufträge

Anders als die unbefristeten können befristete Makleraufträge nicht einfach grundlos gekündigt werden.

Ein befristeter Maklerauftrag ist besonders für den Immobilienmakler von Vorteil, da der Verkäufer nur vor Ende der Laufzeit aus dem Vertrag kommen kann, wenn er einen triftigen Grund im Sinne der Gesetzgebung vorlegt. Hier spricht man von einer außerordentlichen Kündigung.

 
Außerordentliche Kündigungsgründe können beispielsweise sein, wenn der Makler trotz Interessenten keine Besichtigung durchführt, sich nicht an Preisabsprachen hält oder der Vermarktung überhaupt nicht nach geht. 

Der Verkäufer sollte prüfen, ob die Befristung des Maklervertrags sich automatisch verlängert, wenn nicht gekündigt wird. Im besten Fall wird auf so eine Klausel verzichtet. Ansonsten sollte rechtzeitig und nachweisbar, per Einschreiben, gekündigt werden. 

Widerruf des Maklervertrages 

Im Jahr 2014 hat der Gesetzgeber eine EU Verbraucherrichtlinie umgesetzt, welche aussagt, dass Verträge, die ausschließlich unter Zuhilfenahme von Fernkommunikationsmitteln, also Telefon, E-Mail, Internet, etc., geschlossen wurden, im zeitlichen Rahmen von 14 Tagen widerrufen werden können.

Diese Widerrufsfrist gilt nur für den Verbraucher und wird automatisch auf zwölf weitere Monate verlängert, wenn der Makler nicht rechtzeitig oder korrekt über das Widerrufsrecht informiert. 

Nicht nur Eigentümer, sondern auch Mietinteressenten müssen vom Makler über ihr Widerrufrecht aufgeklärt werden. Viele Makler lösen diese Aufgabe, indem sie beim ersten Kontakt, beispielsweise bei Anforderung des Exposés, ihr Widerrufsrecht mitschicken. 

Auch für das sogenannte Haustürgeschäft (in Paragraph 312b im BGB geregelt) liegt ein Widerrufrecht vor. Unter einem Haustürgeschäft versteht man das abschließen eines Maklervertrages außerhalb der Geschäftsräume des Maklers. Mit Hilfe dieses Widerrufrechts sollen Verbraucher weniger überrumpelt werden können.

Die verschiedenen Makleraufträge

Es gibt drei verschiedene Makleraufträge, die alle Vor- und Nachteile aufweisen.

1. Der einfache Maklerauftrag

Von einem einfachen Maklerauftrag spricht man, wenn der Verkäufer nicht nur einen, sondern mehrere Makler für den Verkauf seiner Immobilie engagiert und sich das Recht vorbehält, sein Objekt auch ohne Fremdhilfe zu verkaufen.

Sofern er es schaffen sollte, seine Immobilie selbst zu verkaufen, muss er natürlich keine Maklerprovision bezahlen, da der Provisionsanspruch gemäß BGB erlischt.
Diese Art von Auftrag hat den Nachteil, dass der beauftragte Immobilienmakler sich häufig nicht aktiv darum bemüht, die Immobilie zu verkaufen.

Andere beauftragte Makler oder der Verkäufer selbst könnten ihm schließlich zuvorkommen. Dafür wird bei einem einfachen Maklerauftrag meist auch weniger Geld, zum vermarkten des Objekts, investiert. 

2. Der einfache Alleinauftrag

Neben dem einfachen Maklerauftrag gibt es ebenso den einfachen Alleinauftrag. Hierbei verpflichtet sich der Immobilienmakler, zum Verkauf der Immobilie tätig zu werden. Der Verkäufer darf wiederum keinen anderen Makler engagieren. Das Recht, die Immobilie selbst zu verkaufen, bleibt allerdings bestehen. 

3. Der qualifizierte Alleinauftrag

Der qualifizierte Alleinauftrag lohnt sich für den Immobilienmakler am meisten. Wie auch im einfachen Alleinauftrag, darf nur ein Makler engagiert werden.

Ein weiterer, ausschlaggebender Vorteil ist, dass der Verkäufer nun nicht mehr das Recht hat, die Immobilie selbst an Dritte zu verkaufen. Er ist dazu verpflichtet, alle Interessenten an den Makler weiterzuleiten.

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In den meisten Verträgen wird eine Summe X als Schadensersatz beschlossen, die der Verkäufer dem Makler zahlen muss, falls er gegen diese Klausel verstößt. 

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Für den Verkäufer hat diese Art von Auftrag den Vorteil, dass er davon ausgehen kann, dass der Makler innerhalb der Laufzeit die Immobilie mit viel Engagement vermarktet. Schließlich steht ihm im Falle des Verkaufs die Provision zu. Außerdem wird der Makler versuchen, den Verkaufspreis der Immobilie möglichst hoch anzusetzen, da mit dem höheren Verkaufspreis auch die Provision steigt.

Die Aufwandsentschädigung

Gerade bei Alleinaufträgen möchten Makler eine Aufwandsentschädigung in den Vertrag mit aufnehmen, um gesichert zu sein, sofern die Immobilie nicht verkauft werden sollte. Mit dieser Aufwandentschädigung werden die Kosten der Arbeit des Maklers gedeckt. 

Wichtig ist, dass ein Makler keine Pauschale verlangen darf; er muss seinen gesamten Aufwand nachweisen können. Dieser Arbeitsaufwand umfasst in der Regel die Besichtigungskosten, Porto- und Telefonkosten, Kosten für Anzeigen, Besichtigungen und weiteres.

Maklerprovision: Wie hoch ist sie angesetzt?

Je nachdem, um was es sich handelt, können Maklerprovisionen variieren. Handelt es sich um eine Vermietung, dann ist der Vermieter dazu verpflichtet, den Makler zu entlohnen. Der Gesetzgeber hat diese Richtlinie zum ersten Juni 2016 in Kraft setzen lassen. Die Provision darf allerdings maximal zwei Monatsmieten, beziehungsweise zwei Nettokaltmieten, umfassen.

Für den Immobilienverkauf hat der Gesetzgeber bis dato keine maximale Grenze der Provision gegeben. Allerdings wurde im August 2019 entschieden, dass Verkäufer und Käufer sich künftig die Maklerprovision teilen sollen. In einigen Bundesländern, wie Schleswig-Holstein, ist diese Verordnung schon länger gang und gäbe.

Generell gilt, dass Makler und Verkäufer die Maklerprovision frei verhandeln dürfen. Von Bundesland zu Bundesland bestehen allerdings marktübliche Provisionen, welche zwischen circa 4,75 Prozent und 7 Prozent schwanken. 

Maklervertrag: Welche Rechte haben Sie?

Damit keine Unklarheiten entstehen, sollte der Maklervertrag Rechte und Pflichten beider Parteien beinhalten und aufzeigen. Dazu gehören:

  • Die Art des Maklerauftrages, sowie die Vertragslaufzeit
  • Die Daten des Auftraggebers und der Maklerfirma
  • Eine genauere Beschreibung des zu vermarkteten Objekts
  • Der Mindestverkaufspreis, den der Verkäufer erzielen will
  • Die Benennung der Maklerprovision (unter Aufschlüsselung der Anteile von Verkäufer und Käufer)
  • Weitere Pflichten und Nebenpflichten des Maklers

Umso detaillierter der Maklervertrag ausgearbeitet ist, desto weniger kann es zu Missverständnissen, Meinungsverschiedenheiten und weiteren Problemen kommen. Ein detaillierter Vertrag informiert beide Parteien über Rechte und Pflichten und hilft dabei, dass ein Verkauf reibungslos vonstattengehen kann.

Sie sind daran interessiert, Ihre Immobilie zu verkaufen und suchen nach einem geeigneten Makler? Das Team von Jensen & Doering hilft Ihnen gerne dabei, Ihr Objekt zu bestmöglichen Konditionen zu verkaufen. Kostenlos und völlig unverbindlich begleiten wir Sie, bewerten Ihre Immobilie fachkundig und beantworten gerne weitere Fragen.

Источник: https://jensen-und-doering.de/blog/einzelansicht/wissenswertes-ueber-den-maklervertrag

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