Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen

Brandschutztüren: Arten, Materialien, Preise

Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen

Brandschutztüren, auch Feuerschutztüren oder Feuerschutzabschlüsse genannt, hindern aufkommende Brände in der Entstehung und an der Ausbreitung und sorgen so für ein deutliches Plus an Sicherheit.

Je nach Umgebung und Gebäudenutzung werden verschiedene Arten von Brandschutztüren eingesetzt, die gegen unterschiedlich große Brände bestehen können. Gängige Materialien sind Stahl, Aluminium oder sogar Holz.

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Brandschutztüren trotzen je nach Art unterschiedlich starken Bränden . Wie zuverlässig eine Tür gegen Feuer schützt, gibt die sogenannte Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102-2 und DIN EN 13501 an.

Für den privaten Gebrauch wird zwischen feuerhemmenden (T30), hochfeuerhemmenden (T60) und feuerbeständigen Brandschutztüren (T90) unterschieden. Die Zahl hinter dem „T“ steht für die Anzahl der Minuten,  die die Tür dem Feuer standhalten kann. Insgesamt gibt es Feuerwiderstandsklassen bis zu 180 Minuten.

Eine weitere Unterteilung wird zwischen einflügeligen Türen (z. B. T90-1) und zweiflügeligen Türen (z. B. T90-2) gemacht.

Feuerwiderstand Widerstandszeit Widerstandsklasse einflügelige Türen Widerstandsklasse zweiflügelige Türen feuerhemmend hochfeuerhemmend feuerbeständig hochfeuerbeständig höchstfeuerbeständig
30 min.T30-1T30-2
60 min.T60-1T60-2
90 min.T90-1T90-2
120 min.T120-1T120-2
180 min.T180-1T180-2

Welche Widerstandsklasse die richtige ist, hängt von der Gebäudenutzung und der Wand ab, in welche die Schutztür integriert wird. Grundsätzlich können Brandschutztüren in so gut wie jedes Baumaterial eingebaut werden. 

  Unser Tipp:

Gängige Materialien für Brandschutztüren

Modernen Funktionstüren zum Brandschutz sieht man ihre besondere Fähigkeit heutzutage gar nicht mehr an.

Neben der klassischen Bauweise aus Stahl können sie mittlerweile auch aus wohnlichem Holz, Aluminium mit großflächiger Verglasung oder aus Mischkonstruktionen gefertigt werden. Unabhängig davon welches Material Sie verwenden gilt: alle Varianten bieten ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit. 

Material Eigenschaften Stahl Aluminium Holz
  • massiver Feuerschutz
  • Sicherheit steht im Vordergrund
  • Design ist schlicht gehalten
  • hochwertige Designmöglichkeiten
  • auch großflächige Glaseinsätze möglich
  • Glaseinsätze können als Lichtquellen im Brandfall genutzt werden
  • bietet ebenfalls alle Erfordernisse einer Brandschutztür
  • schafft zusätzlich wohnliches Ambiente

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Brandschutztüren sind überall dort zu montieren, wo es die Landesbauordnung oder die jeweils aktuellen Sonderbauvorschriften Ihres Bundeslandes vorsehen. Pflicht sind feuerfeste Türen in Durchbrüchen von Brandwänden.

Brandwände dienen der Trennung von Brandabschnitten. Durch sie soll verhindert werden, dass ein Brand von einem Gebäudeabschnitt in den nächsten übergreift.

Auch zwischen wichtigen Fluren und Treppenräumen werden meist Brandschutztüren eingebaut.

Standardmäßiger Einbau von Brandschutztüren in einem Bürokomplex

Auch als private Bauherren müssen Sie laut Bauordnung an manchen Stellen im Eigenheim Türen zum Schutz vor Bränden anbringen – beispielsweise zwischen Wohnhaus und Garage.

Fachgerechte Montage nach Herstellervorgaben

Brandschutztüren können in Mauerwerk, Beton, Gipskartonwände (z. B. Trockenbauwände oder Rigipswände) oder Holzständerwerk montiert werden.

Achten Sie auf die Wahl des richtigen Türrahmens für die entsprechende Wand.

Der Hersteller Ihrer Brandschutztür informiert Sie hierbei über die geeignete Zargenkonstruktion für den jeweiligen Türtyp und aus welchem Baumaterial die Wand gefertigt sein muss.

Beachten Sie, dass Brandschutztüren immer streng nach den Vorgaben des Herstellers eingebaut werden müssen. Bereits bei kleinen Abweichungen von der fachgerechten Montage kann der Brandschutz nicht mehr vollständig garantiert werden. Deswegen sollte am besten eine erfahrene Fachfirma mit der Montage beauftragt werden.

Der detaillierte Auau einer Brandschutztür.

Kosten & Preise von Brandschutztüren 

Feuerhemmende Türen sind günstiger als gedacht: Bereits für wenige Hundert Euro bekommen Sie komplett einbaufertige Brandschutztüren. Mit höherem Sicherheitsstandard und Materialqualität steigt natürlich auch der Preis. Ein massiver und umfassender Schutz kann mehrere Tausend Euro kosten. Dies ist aber meist nur für gewerblich genutzte Türen notwendig.

In unserer Tabelle zeigen wie Ihnen Preisbeispiele für ein- und zweiflügelige Brandschutztüren mit der Feuerwiderstandsklasse T30:

Material Preis für einflügelige Brandschutztür* Preis für zweiflügelige Brandschutztür* Holz Stahl Aluminium
ca. 450 – 1.400 Euronicht üblich
ca. 180 – 1.500 Euroca. 1.800 – 2.700 Euro
ca. 2.800 – 5.800 Euroca. 4.300 – 11.000 Euro

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Источник: https://www.aroundhome.de/haustuer/brandschutztueren/

Brandschutztüren bei HaBeFa.de

Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen

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Brandschutztür kaufen

Brandschutztüren (richtig: Feuerschutzabschlüsse) besitzen den Zweck, Durchlässe in brandbeständigen wie auch brandhemmenden Wänden gegen den Durchschlag von Brandgefahren zu schützen. Feuerschutztüren dienen demnach dem vorbeugenden Brandschutz.

Wo baut man Brandschutztüren ein?

Diese Türen sind dort zu montieren, wo es die Landesbauordnung bzw. die jeweils aktuellen Sonderbauvorschriften verordnen.

In der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich haben die einzelnen Bundesländer eigene Bauordnungen. In der Regel werden Brandschutztüren in Durchbrüchen von Brandwänden verlangt.

Bei Fluren, von mehr wie 30 m Länge werden zur Segmentierung Rauchschutztüren notwendig.

Welche Arten gibt es?

Die Kriterien an Brandschutztüren, oft auch als Feuerschutztüren bezeichnet, regelt die DIN 4102-5 in Deutschland bzw. die ÖNORM B 3850 in Österreich. Die Feuerwiderstandsklassen dieser Türen sind wie folgt aufgeteilt: T30, T60, T90, T120 sowie T180.

Die Kennziffer nach dem „T“ zeigt die Branddauer, folglich wie lange die Tür dem Durchtritt des Feuers (nicht dem Rauch) standhalten muss. Danach muss sich die Tür immer noch öffnen lassen.

Brandschutztüren werden wie folgt unterschieden, feuerhemmende Türen = T30, hochfeuerhemmende Türen = T60 sowie feuerbeständige Türen = T90. Hierbei wird obendrein in einflüglige Türen (bsp. T30-1) wie auch zweiflüglige Türen (bsp. T90-2) unterteilt.

Die Feuerwiderstandsklasse einer Feuerschutztür richtet sich nach der Gebäudenutzung und der Forderung an die Wand, wo jene Tür integriert wird. Glas, was in eine Feuerschutztür integriert wird, muss dieselbe Feuerwiderstandsklasse aufweisen wie der Feuerschutzabschluss (Bsp. T30- Tür mit F30- Verglasung).

Wie funktioniert eine Brandschutztür?

Die Vorschriften sagen, dass Feuerschutzabschlüsse stets selbstschließend sein müssen noch dazu keinesfalls mit Keilen oder Ähnlichem offen gehalten werden dürfen. Wenn die Anforderung besteht, können Brandschutztüren mittels Feststellanlagen offen gehalten werden.

Feststellanlagen werden über Feuermelder gesteuert, erkennen diese einen Brand wird die Tür geschlossen. Feuerschutzabschlüsse können zudem rauchdicht sein, um die Verbreitung von Rauch, z.B. bei Fluchtwegen, zu vermeiden.

Brandschutztüren sind ausschließlich mit Zusatzausstattung rauchdicht, rauchdichte Türen müssen keinesfalls den Anforderungen an den Feuerwiderstand nachkommen. Die Kriterien zu Rauchschutztüren regelt die DIN 18095. Brandschutztüren mit Rauchschutzfunktion nach DIN 18095 nennt man z.B. „T30-RS“.

Die Bezeichnung „RS“ steht hierbei für die Rauchschutzfunktion.

Die Rauchdichtigkeit einer Tür wird über eine 4-seitig umlaufende Abdichtung sichergestellt. Ebendiese Rauchschutzdichtung verhindert im eingebauten wie auch geschlossenen Zustand der Tür den Durchtritt von kaltem ebenso wie heißem Rauch (bis 200 °C).

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Im Brandfall soll die Rauchschutztür für die Zeitspanne von 10 Min. die Befreiung von Mensch und Tier ohne Atemmaske gewährleisten. Rauchschutztüren müssen die ganze Zeit selbstschließend sein, diese Funktionalität gewährleistet bei Rauchschutztüren ein Obentürschließer.

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Video über die Zulassung, Prüfung und Montage von Brandschutztüren.

Wann ist eine Tür eine Brandschutztür?

Eine Brandschutztür muss vom DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) als „Feuerschutzabschluss“ bauaufsichtlich zugelassen sein. Eine solche Zulassung wird für 5 Jahre erteilt und auf Antrag auch verlängert. Erlischt eine solche Zulassung, darf die Tür nicht mehr verwendet werden.

Wurde die Tür hingegen vor Ablauf der Zulassung eingebaut und der Übereinstimmungsnachweis der Firma welche die Tür montiert hat, wurde vom Betreiber auewahrt, darf die Tür weiter als Brandschutztür betrieben werden. Brandschutztüren sind mittels einem Schild auf der Tür gekennzeichnet.

Auf diesem Schild ist die Zulassungsnummer des DIBt, der Hersteller wie auch das Herstellungsjahr eingeprägt. Fehlt dieses Schild/ Kennzeichnung oder wird entfernt so erlischt die Zulassung als Feuerschutzabschluss oder eine Zulassung lag nie vor.

Die folgenden Bestandteile sollte jede ordentlich eingebaute Brandschutztür aufzeigen:

  • Zulassungsbescheid des Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt)
  • Zulassungsschild am Türblatt
  • Wartungsanleitung
  • Übereinstimmungserklärung des Errichters (Montagefirma). Jener muss eine zulassungskonforme Installation bescheinigen.

Was für Türen gibt es noch?

Rauchschutztüren erfordern gleichermaßen ein Zulassungsschild auf dem Türblatt sowie ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugniss einer anerkannten Prüfstelle. Die Zulassung regelt hiermit auch die Montage dieser Tür.

Brandschutztüren wie auch Rauchschutztüren bilden immer eine Einheit als Bauelement bestehend aus Türblatt, Türfutter sowie Beschlägen. Feuer- wie auch Rauchschutzabschlüsse der verschiedenen Klassen erhält man in verschiedenen Materialien. Gebräuchlich ist hierbei Stahl, Aluminium und Holz.

Es gibt allerdings auch Mischkonstruktionen dieser Materialien. Ferner sind Brandschutzelemente aus Glas bis zu gewissen Größen machbar.

Hersteller von Brandschutztüren

Eine der wohl bekanntesten Hersteller für Feuerschutztüren ist die Fa. HÖRMANN, dennoch gibt es zahlreiche weitere Hersteller am Markt. Gerade bei Brandschutztüren aus Holz ist die Fa. Schörghuber Marktführer in Deutschland. Hörmann und Schörghuber arbeiten eng miteinander. Weitere namhafte Firmen sind u.a. Novoferm, Riexinger und die Fa. Teckentrup.

Источник: https://www.habefa.de/brandschutztueren.html

Besonderheiten von Brandschutztüren und warum sie so wichtig sind

Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen

Der Gesetzgeber verpflichtet, öffentliche und private Gebäude so anzuordnen, dass Bränden vorgebeugt wird, die Rettung von Menschen möglich ist und Löscharbeiten begünstigt werden. Das Freihalten und Abschirmen von Fluchtwegen und Treppenhäusern durch Brandschutztüren ist deshalb nahezu unerlässlich geworden. Sie tragen dazu bei, Brände einzudämmen und größeren Schaden abzuwenden.

Gerade in öffentlichen Gebäuden, mitunter aber auch in privaten Bereichen, sind Landesbauordnungen streng was die Verwendung von Brandschutztüren angeht. Menschen sollen im Brandfall vom Feuer abgeschottet werden.

Über Fluchtwege und Treppenhäuser können diese dann vor den Flammen entkommen.

Deshalb ist eine Brandschutztür, auch Feuerschutztür oder Feuerschutzabschluss genannt, innerhalb von Brandwänden und langen Fluren vorgeschrieben.

Innerhalb von Schulen, Bürokomplexen oder Seniorenheimen gelten zum Beispiel besonders strenge Regelungen. Aber auch zwischen Garagen und Wohnhäusern im privaten Bereich sind Brandschutztüren vorgesehen. Genaue Angaben und Vorschriften können in den Bauordnungen der Bundesländer eingesehen werden.

Besonderheiten beim Kauf einer Brandschutztür

Die Verwendung einer Brandschutztür gilt als bautechnische Maßnahme, die die Grundprinzipien des Brandschutzes gewährleisten soll. Die Grundprinzipien beinhalten die Eindämmung von Feuer und Rauch, das Retten von Menschen und die Sicherstellung von Löscharbeiten.

Nach §14 MBO ist eine Brandschutztür zwingend selbstschließend, so dass ein Feuerabschluss entsteht. Die Funktion und Sicherheit von Brandschutztüren steht in Abhängigkeit zur Bausituation. Nicht jede Feuerschutztür ist auch für jede Wandart geeignet. Das letztendliche Ziel von Brandschutztüren ist es, den Feuerdurchtritt durch Öffnungen zu verhindern.

Die Zulassung für eine Brandschutztür wird bei jedem Kauf mit ausgehändigt. Neben der Zulassung muss ebenfalls eine Montageanleitung mitgeliefert werden. Da eine Brandschutztür nur im Zusammenspiel mit der Zarge montiert werden kann, muss auch eine Einbauanleitung für diese im Kauf enthalten sein. Zusätzliche Richtlinien existieren bei der Verwendung von Beschlägen.

Es dürfen ausschließlich Beschläge verwendet werden, die im Zulassungsbescheid genannt werden.
Tür, Zarge, Beschläge und Schließmittel bilden gemeinsam ein einheitliches System und dürfen nur als Einheit von einem Hersteller zur Verfügung gestellt werden.

Gut zu wissen: Eine Brandschutztür hält nicht zwingend Rauch ab. Das ist die Aufgabe von Rauchschutztüren.  Rauchschäden sind häufig um ein vielfaches höher als Brandschäden. Insbesondere wenn Menschen in der Brandsituation involviert sind.

Deshalb besitzen Brandschutztüren in der Regel zwar Dichtungssysteme, die aber nicht für jede Gebäudeart einen optimalen Rauchschutz bieten.

Unter Umständen ist es sogar notwendig sowohl eine Brandschutz-, als auch eine Rauchschutztür im Gebäude zu verbauen.

Typisierung von Brandschutztüren

Brandschutztüren gibt es in verschiedenen Ausführungen. T30, T60, T90, T120 und T180 sind die häufigsten im Verkauf.

Die Zahl neben dem „T“ steht für die Dauer in Minuten, die die Tür im Brandfall einem Feuer standhalten kann. Eine T60-Tür kann dementsprechend einen Brand für 60 Minuten trotzen.

Nach Ablauf der Zeit muss sich die Tür immer noch öffnen lassen. Eine zusätzliche Kategorisierung hilft bei der Orientierung:

TypKennzeichnung
T30feuerhemmend
T60hoch-feuerhemmend
T90feuerbeständig
T120hochfeuerbeständig
T180höchst-feuerbeständig

Jede Brandschutztür wird zudem einer bestimmten Feuerwiderstandsklasse zugeordnet. Welche Klasse notwendig ist, entscheidet die jeweilige Montagesituation und Wandart. Im Vorfeld wird das vom Planer festgelegt, um böse Überraschungen im Nachhinein zu vermeiden. Eine Brandschutztür mit Rauchschutzfunktion wird mit einem „RS“-Zusatz gekennzeichnet (zum Beispiel T60-RS).

Je höher die Zahl in der Kennzeichnung, desto feuerhemmender ist also die Tür. Es bedeutet mehr Zeit für die Rettung von Menschen und mehr Zeit bevor der Brand sich ausbreiten kann. Die Feuerwehr hat die Möglichkeit rechtzeitig geeignete Löscharbeiten einzuleiten und den Schaden zu begrenzen.

Seien Sie aufmerksam: Eine Brandschutztür darf niemals künstlich, etwa mit einem Türstopper, offen gehalten werden. Dadurch ist kein Brandschutz mehr gewährleistet. Der Versicherungsschutz entfällt ebenfalls. Das Offenhalten von Brandschutztüren ist in Deutschland sogar eine Straftat und wird dementsprechend geahndet.

Kennzeichnung & Prüfung einer Brandschutztür

Jede Brandschutztür wird beim Kauf mit einem Zulassungsschild ausgewiesen. Ohne dieses Schild wird die Tür nicht als Brandschutztür vom Gesetzgeber anerkannt.

Folgende Angaben müssen auf dem Schild erkennbar sein:

  • Name des Herstellers und dessen Herstellerzeichen,
  • die Feuerwiderstandsklasse der jeweiligen Tür,
  • Angaben zur Überwachung (dem sogenannten Ü-Wert) und
  • das Herstellungsjahr.

Zugelassene Brandschutztüren erkennt man an der entsprechenden Kennzeichnung © Safety Xperts

Das Herstellungsjahr ist entscheidend, da die Zulassung vom DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) für gewöhnlich auf 5 Jahre ausgestellt werden. Danach kann eine Verlängerung beantragt werden. Geschieht dies nicht, erlischt die Zulassung und die Tür kann nicht weiter als Brandschutztür ausgewiesen werden.

Neben dem Zulassungsschild des Herstellers müssen außerdem die bereits erwähnte Einbauanleitung, der Bescheid des Deutschen Instituts für Bautechnik und eine Übereinstimmungserklärung der Montagefirma zum fachgerechten Einbau der Tür, jeder Zeit vorweisbar sein.

Zur Gewährleistung der Sicherheit werden Brandschutztüren auch regelmäßig auf ihre Funktion geprüft. Wie oft dies notwendig ist, kann der Herstelleranleitung und der Zulassung entnommen werden.

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Eine monatliche Kontrolle durch den Brandschutzbeauftragten ist aber üblich. Eine jährliche Prüfung wird von einem Sachverständigen durchgeführt.

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Ähnlich wie bei der Wartung von Wandhydranten wird die Überprüfung in einem Prüuch dokumentiert.

Gehen Sie auf Nummer sicher

Die unterschiedlichen Kategorisierungen der Türen, die strengen Vorgaben beim Einbau und die unterschiedlichen Landesbauordnungen sorgen dafür, dass der Kauf einer Brandschutztür sich komplexer gestalten kann als gedacht.

Nutzen Sie deshalb die Hilfe die Ihnen angeboten wird. Viele Fenster- und Türenhersteller haben sich auf das Themengebiet Brandschutz spezialisiert und auch Sachverständige können Hilfestellung leisten.

Mit einem Experten an Ihrer Seite haben Sie Planungssicherheit.

Autor: Redaktion Safety Xperts

Источник: https://www.safetyxperts.de/brandschutz/baulicher-brandschutz/brandschutztueren/

Brandschutztüren – Vorschriften beachten

Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen

Brandschutztürenspielen eine wichtige Rolle im vorbeugenden Brandschutz. Die in der Regel selbstschließenden Türen sollen in erster Linie Öffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden gegen den Durchtritt von Feuer sichern. In den Vorschriften für Brandschutztüren sind Planung, Einbau und Betrieb detailliert festgelegt.

Im Allgemeinen werden Feuerschutzabschlüsse, wie z.B. Brandschutztüren  in Öffnungen von Trennwänden und Brandwänden gefordert. Zur Unterteilung von mehr als 30 m langen Fluren müssen beispielsweise Rauchschutztüren eingesetzt werden. Brandschutzfenster erfordern ebenfalls spezielle Konstruktionen.

Bauordnungen und Sonderbauvorschriften beachten

Wo Feuerschutzabschlüsse einzubauen sind, ist in den jeweils Bauordnungen bzw. den jeweils gültigen Sonderbauvorschriften geregelt. In Deutschland und Österreich hat jedes Land diesbezüglich eine eigene Bauordnung.

Türen, die aus Gründen des Brandschutzes Anforderungen erfüllen müssen, werden umgangssprachlich, aber auch auf Rettungsweg-Schildern, als Brandschutztüren bezeichnet. Der Begriff Brandschutztür ist weder genormt noch sagt er etwas Konkretes über die Leistungsfähigkeit einer Tür im Brandfall aus.

Damit die Anforderungen an Brandschutztüren und ihr Verhalten im Brandfall deutlich werden, unterscheidet man Türen bauordnungsrechtlich wie folgt:

Dicht schließende Türen

Türen gelten nach der Definition des zuständigen Normenausschusses im DIN dann als dicht schließende Türen, wenn sie eine mindestens dreiseitig umlaufende und gegebenenfalls eine im Mittelfalz angeordnete dauerelastische Dichtung aufweisen. Diese Dichtung, die auch zur Geräuschdämpfung beim Zuschlagen der Tür sowie zur Schalldämmung dient, wird üblicherweise in der Zarge eingesetzt.

Das Türblatt muss allseitig an dieser Dichtung anliegen. Durch diese dreiseitig angebrachten Dichtungen wird im geschlossenen Zustand bei einem Brand der Durchtritt von Rauch in einem gewissen Maß und über einen nicht näher definierten Zeitraum behindert. Dicht schließende Türen erreichen – schon wegen des Fehlens einer Dichtung am Boden – nicht die Schutzwirkung von Rauchschutztüren.

Rauchschutztüren

Typische Rauchschutztüren sind selbstschließende Türen, die im eingebauten und geschlossenen Zustand bei einem Brand den Durchtritt von Rauch behindern. Rauchschutztüren können zusätzlich auch Anforderungen hinsichtlich des Wärme- und Schallschutzes erfüllen.

Sie weisen zusätzlich zu den dreiseitig umlaufenden Dichtungen auch eine Dichtung gegen den Rauchdurchtritt am Boden auf, die in der Regel absenkbar ausgeführt wird.

Damit wird erreicht, dass Rauchschutztüren – sofern genormte Prüfungen nach der Norm DIN 18095-2 bestanden werden – im geschlossenen Zustand den Durchtritt von Rauch so behindern, dass z.B.

bei Einbau in einen notwendigen Flur der dahinter liegende Raum im Brandfall für eine Zeitspanne von etwa zehn Minuten zur Rettung von Personen ohne Atemschutz genutzt werden kann.

Rauchschutztüren gelten nach den bauaufsichtlichen Vorschriften als „nicht geregelte” Bauprodukte, für die als bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (anstelle einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung) ausreicht.

Feuerschutztüren

Auch Feuerschutztüren sind selbstschließende Türen, die eine Feuerwiderstandsfähigkeit aufweisen und somit im eingebauten und geschlossenen Zustand über den Zeitraum von 30, 60 oder 90 Minuten den Durchtritt eines Brands behindern, d.h. den Durchtritt von Flammen, heißen Brandgasen und Rauch.

Feuerschutztüren können zusätzlich auch Anforderungen hinsichtlich des Rauchschutzes sowie des Wärme- und Schallschutzes erfüllen.

Feuerschutztüren gelten nach den bauaufsichtlichen Vorschriften als „nicht geregelte” Bauprodukte, die als bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung benötigen.

Fahrschachttüren

Die Fahrschachttüren verschließen in Fahrschächten von Aufzügen die Öffnungen, die dem Zugang zum Fahrkorb dienen.

Die Fahrschachttüren müssen grundsätzlich die Sicherheitsanforderungen der Aufzugsrichtlinie und somit die Anforderungen der DIN EN 81-1:1999-02 „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen” erfüllen; sie müssen aber auch die bauaufsichtlich geforderte Absturzsicherheit gewährleisten.

Für den Fall, dass der Fahrschacht mehrere Brandabschnitte miteinander verbindet und die Wände des Aufzugsschachts aufgrund bauordnungsrechtlicher Anforderungen mit feuerwiderstandsfähigen Wänden ausgebildet ist, müssen feuerwiderstandsfähige Fahrschachttüren verwendet werden. In Fahrschächten, die feuerbeständig sein müssen, dürfen neben den in Bauregelliste A Teil 1 genannten Fahrschachttüren auch Türen der Klasse E 90 nach EN 81-58 und Türen nach DIN 4102-5, die eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung haben müssen, eingesetzt werden.

Brandschutztüren in Rettungswegen

An Türen im Zuge von Rettungswegen stellt das Bauordnungsrecht – also die Landesbauordnungen bzw. die auf deren Grundlage erlassenen Sonderbauverordnungen als Betriebsvorschrift – die Anforderung, dass diese „… von innen, … leicht, … in voller Breite (ggf. … mit einem Griff) … zu öffnen sein” müssen.

Werden in Rettungswegen automatische Schiebetüren eingebaut, sind die Regelungen der „Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen”, die in der Bauregelliste A Teil 1 unter der lfd. Nr. 6.18 genannt ist, einzuhalten.

Automatische Schiebetüren als geregelte Bauprodukte sind kraftbetätigte Türanlagen mit einem oder mehreren auf- und zufahrenden Türflügeln einschließlich eventuell vorhandener Seitenteile, die mit einer automatischen Steuerung und mit Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind. Die Signalgeber für die Aktivierung des Antriebs müssen in Fluchtrichtung vor der Türanlage flächendeckend arbeiten.

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Bei Energieausfall oder Ausfall eines Signalgebers in Fluchtrichtung müssen automatische Schiebetüren ohne Drehflügel selbsttätig auffahren und in dieser Stellung verbleiben; bei automatischen Schiebetüren mit Drehflügeln muss beim Aufschwenken der Drehflügel der Antrieb abschalten, sodass die Flügel mit einer festgelegten maximalen Kraft nur noch von Hand bewegt werden können.

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Türen in Rettungswegen dürfen keine unteren Anschläge oder Schwellen haben; zulässig sind lediglich Flachrundschwellen mit kreissegmentförmigem Querschnitt bis 5 mm Höhe. Flachrundschwellen verbieten sich jedoch aus betrieblichen Gründen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen (Stolpergefahr, Transport bettlägeriger Personen).

Werden an Türen in Rettungswegen elektrische Verriegelungssysteme eingesetzt, sind die Regelungen der „Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme für Türen in Rettungswegen”, die in der Bauregelliste A Teil 1 unter der lfd. Nr. 6.19 genannt ist, einzuhalten.

Diese elektrischen Verriegelungssysteme gelten als geregelte Bauprodukte und sind eine Gerätekombination, die Türen in Rettungswegen verriegelt und im Gefahrenfall auf Anforderung, z.B. durch flüchtende Personen, freigibt. Ein elektrisches Verriegelungssystem besteht aus

  • einer Steuerung,
  • mindestens einer Nottaste und
  • der elektrischen Verriegelung nach dem Ruhestromprinzip, die bei Ausfall ihrer Stromversorgung oder bei Betätigung der Nottaste unverzüglich aufgehoben wird.

Türen mit Wärme- und Schallschutzanforderungen

Werden an Türen Anforderungen hinsichtlich des Wärme- oder Schallschutzes gestellt, müssen sie als geregelte Bauprodukte nach Bauregelliste A Teil 1 lfd. Nr. 6.20.1 bzw. 6.20.2 die Festlegungen der „Richtlinie über Türen” erfüllen.

Grundsätzlich müssen diese Brandschutztüren aus normalentflammbaren Baustoffen bestehen.

Diese Türen können nur verwendet werden, wenn sie mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) gekennzeichnet sind, in dem das Leistungsvermögen ausgewiesen ist.

Türen ohne Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz

Türen, die aus normalentflammbaren Baustoffen hergestellt werden und an die keine weitergehenden Brandschutzanforderungen und keine bauaufsichtlichen Anforderungen an den Schall- und Wärmeschutz gestellt werden, werden als Bauprodukte mit untergeordneter Bedeutung eingestuft und in der Liste C geführt. Bei diesen frei verwendbaren Produkten, gibt es keine technischen Regeln. Somit entfallen Verwendbarkeits- und Übereinstimmungsnachweise und sie dürfen kein Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) tragen.

Künftig werden Außentüren nach der europäischen Produktnorm EN 14351-1 hergestellt und aufgrund ihrer CE-Kennzeichnung verwendet.

Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass diese Außentüren aus normalentflammbaren Baustoffen bestehen müssen.

Wenn diese bauordnungsrechtliche Grundanforderung erfüllt ist, muss der Hersteller dies im Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) angeben. Entsprechende Festlegungen sind in der Bauregelliste B Teil 1 getroffen worden.

Wartung und Instandhaltung von Brandschutztüren

Die Hersteller von Türen müssen für ihre Produkte in Wartungsanleitungen angeben, welche Arbeiten auszuführen sind. Damit ist sichergestellt, dass die eingebauten Türen auch nach längerer Nutzung ihre Aufgabe erfüllen und die an sie ggf. gestellten Anforderungen erfüllen.

In den Wartungsanleitungen muss z.B. angegeben werden, wie Schlösser und Türschließmittel gewartet oder wie Dichtungen ausgetauscht werden.

Die Betreiber von Gebäuden müssen sicherstellen, dass Wartungen an Türen als Element der bauordnungsrechtlich geforderten ordnungsgemäßen Instandhaltung regelmäßig ausgeführt werden.

Источник: https://www.weka.de/brandschutz/brandschutztueren-vorschriften/

Brandschutztüren als wirksame Maßnahme des vorbeugenden Brandschutzes

Das müssen Sie über Brandschutztüren wissen
Türen, die im Brandfall schützen

Brandschutztüren spielen eine entscheidende Rolle im vorbeugenden Brandschutz. Sie bilden sichere Brandabschnitte und verzögern das Ausbreiten von Feuer auf angrenzende Bauabschnitte bzw. Gebäudeteile.

© Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Feuer kann eine zerstörerische Kraft entfalten und binnen kürzester Zeit Leben sowie Existenzen vernichten. Vorbeugender Brandschutz hilft, Brände im Vorfeld zu vermeiden und effektiv zu bekämpfen.

Brandschutzmaßnahmen im Türbereich übernehmen dabei eine entscheidende Rolle: Brandschutztüren verzögern den Durchtritt von Feuer und verschaffen den Menschen innerhalb des Gebäudes einen lebensrettenden Vorsprung.

Ob öffentliche Einrichtungen, Bürobauten oder Schulen – Menschen bewerten Gebäude primär nach Komfort, Funktionalität, Ästhetik und Sicherheit. Insbesondere die Anforderungen an die Sicherheitstechnik sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – speziell im Bereich des Brandschutzes.

Die Gefahr eines Brandes in Gebäuden ist hoch und die Zahlen allein für Deutschland sind alarmierend:

  • circa 200.000 Brände pro Jahr
  • durchschnittlich 125.000 Euro betrieblicher Brandschaden
  • rund 200 Großbrände mit Millionenschäden und verheerenden Auswirkungen: 40 Prozent der Betriebe melden unmittelbar nach dem Unglück Insolvenz an, 70 Prozent innerhalb eines Jahres.

Brände sind tückisch und unberechenbar. Sie kommen meist überraschend und verursachen enorme Schäden. Aus diesem Grund sind in Gebäuden insbesondere bei Feuer gezielte Schutzmaßnahmen gefordert.

Unter dem Oberbegriff Brandschutz versteht man alle Schutzmaßnahmen, die der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen und bei einem Brand die Selbstrettung sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen. Es gibt zwei Arten von Brandschutz: den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz.

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Die wichtigste Aufgabe des vorbeugenden Brandschutzes besteht darin, Flucht- und Rettungswege vor Feuer zu schützen und rauchfrei zu halten. Er trägt auch effizient zur Schadensvermeidung im Brandfall bei.

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Der vorbeugende Brandschutzbesteht aus baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen:

  • Alle Maßnahmen des baulichen Brandschutzes betreffen die Errichtung oder Änderung von baulichen Anlagen. Sie zielen auf das Brandverhalten von Baustoffen und auf den Feuerwiderstand von Bauteilen ab.
  • Der anlagentechnische Brandschutz umfasst alle technischen Anlagen, wie Brandmeldeanlagen, Feuerlöschanlagen, Rauchabzugsanlagen und Brandschutztüren.
  • Mit dem organisatorischen Brandschutz ist die Bestellung von Brandschutzbeauftragten, Brandwarten sowie die Erstellung von Brandschutzplänen und der Brandschutzordnung gemeint.

Der abwehrende Brandschutz umfasst hingegen alle Maßnahmen, die ein ausgebrochenes Feuer wirksam löschen. Er ist vorwiegend Aufgabe der Feuerwehr.

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Brandschutztüren spielen eine zentrale Rolle im vorbeugenden Brandschutz. Selbstschließende Türen haben in erster Linie die Aufgabe, Öffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden gegen den Durchtritt von Feuer zu sichern. Eine zuverlässige Schließung der Türen im Brandfall ist unabdingbar.

Feuerwiderstandsklassen von Brandschutztüren

Die Feuerwiderstandsdauer von Brandschutztüren wird durch Feuerwiderstandsklassen gekennzeichnet. Die Klassifizierung regeln aktuell die deutsche Norm DIN 4102-2.

Zukünftig soll das europaweit geregelt werden, die  europäische Norm DIN EN 13501-2 sowie die Produktnorm DIN EN 16034 gelten dafür als Grundlage. Dadurch ändern sich auch die Bezeichnungen der Klassen.

Wann die europäischen Regelwerke umgesetzt werden müssen ist zum aktuellen Zeitpunkt (September 2019) noch unklar.

Die neuen europäischen Kurzbezeichnungen lauten zukünftig wie folgt:

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Bauaufsichtliche Anforderung

Produkt

Kurzbezeichnung nach

DIN 4102-5

Verwendung nach DIN EN 16034 und

Klassifizierung nach DIN EN 13501-2

feuerhemmend,

dichtschließend,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss

T30

EI2 30-SaC…

feuerhemmend,

rauchdicht,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss mit

Rauchschutzeigenschaft

T30-RS

EI2 30-S200C…

hochfeuerhemmend,

dichtschließend,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss

T60

EI2 60-SaC…

feuerbeständig,

dichtschließend,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss

T90

EI2 90-SaC…

feuerbeständig,

rauchdicht,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss mit

Rauchschutzeigenschaft

T90-RS

EI2 90-S200C…

Feuerwiderstandsfähigkeit

120 Minuten

dichtschließend,

selbstschließend

Feuerschutzabschluss

T120

EI2 120-SaC…

rauchdicht,

selbstschließend

Rauchschutzabschluss

RS

S200C…

feuerbeständige VerglasungFeuerbeständige VerglasungF90EI 90

In der Klassifizierung von Brandschutztüren wird zudem in einflügelige Türen (T30-1) und zweiflügelige Türen (T30-2) unterschieden. Die Auswahl der Feuerwiderstandsklasse hängt von der Gebäudenutzung und der Wand ab, in der die Tür eingebaut wird.

Als Feuerschutzabschlüsse sind Brandschutztüren in Gebäuden dort zu montieren, wo es die geltende Landesbauordnung und die jeweiligen Sonderbauvorschriften vorsehen. Der Ernstfall zeigt, wie wichtig die ordnungsgemäße Montage der Türen ist.

Richtig positioniert schaffen Brandschutztüren sichere Brandabschnitte, d.h. Bereiche, die von Feuer, Brandgasen sowie Hitze abgeschottet sind. So müssen Räume mit über 40m Länge oder 1.

600m² Grundfläche durch Türen in entsprechende Brandabschnitte unterteilt werden.

Brandschutztüren müssen im Ernstfall zuverlässig schließen. Hier kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, wie Türschließer, Türantriebe und Feststellanlagen. Die Zuverlässigkeit der Systeme ist im Brandfall entscheidend.

Dafür haften Türeninhaber, Türhersteller und Monteure. Eine ordnungsgemäße Instandhaltung der Türsysteme wird dringend empfohlen, da sie Leben retten.

Nebenbei entlastet die Dokumentation von Wartungsmaßnahmen im Zweifel die Verantwortlichen im Brandfall.

Sowohl in der Planung, als auch im Einbau und Betrieb müssen Brandschutztüren hohe Anforderungen erfüllen. Die erforderlichen Kriterien sind in Deutschland in der DIN 4102-5undDIN EN 1634-1 definiert.

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Feuerschutzabschlüsse können zudem rauchdicht sein, um die Verbreitung von Rauch zu vermeiden. Brandschutztüren sind ausschließlich mit Zusatzausstattung rauchdicht. Die Kriterien zu Rauchschutztüren regelt die DIN 18095.

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In Deutschland befassen sich viele rechtliche Vorschriften mit dem vorbeugenden Brandschutz. Die Anforderungen sind hauptsächlich in den Brandschutzgesetzen und in den Bauordnungen der Länder definiert. Sie sind durch spezifische Verordnungen sowie technische Vorschriften und Normen geregelt und zwingend einzuhalten.

Die Vielzahl der Regelungen zeigt, wie wichtig Brandschutzmaßnahmen in Gebäuden sind und wie komplex dieses Thema in der Praxis ist. Das branchenübergreifende Whitepaper „Instandhaltung und Modernisierung von Brandschutztüren und -toren“ bietet Ihnen umfangreiche Informationen rund um die Wartung im anlagentechnischen Brandschutz.

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Die Sicherheitsfunktionen von Brandschutztüren befinden sich in Flucht- und Rettungswegen in einem besonderen Spannungsfeld: Im Nicht-Gefahrenfall müssen Schlösser vor unerlaubten Zutritt schützen.

Nach dem Begehen müssen sie über die selbsttätige Verriegelung verschlossen sein und im Gefahrenfall ein schnelles Verlassen des Gebäudes ermöglichen.

Die ideale Lösung hierfür ist eine Kombination aus einer Türzentrale, einer Fluchttürverriegelung und einem Motorschloss.

In dieser Kombination werden Öffnungs- und Schließvorgänge von Türen in Flucht- und Rettungswegen gesichert und überwacht. Es handelt sich um elektronische Komponenten, die Türen in Fluchtwegen geschlossen halten.

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Aktiviert durch eine Brandmeldeanlage oder bei Stromausfall verriegelt das Verriegelungselement, beim Einsatz eines Motorschlosses, automatisch.

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In Fluchtrichtung ist die Tür dennoch begehbar, da bei Brandmeldung oder Stromausfall der Fluchttürverschluss automatisch entriegelt: über die Nottaste der Türzentrale öffnet er die Tür.

Vorbeugender Brandschutz mit intelligenten Systemen von GEZE

Für den vorbeugenden Brandschutz bietet GEZE abgestimmte Lösungskonzepte, die individuelle Sicherheitsanforderungen in einem intelligenten System verbinden. Türschließer bewirken das sichere Schließen von Türen, die immer oder zumindest im Brandfall kontrolliert geschlossen werden müssen.

Die Nutzung von Gebäuden erfordert es jedoch zum Teil, dass Türen zeitweise offenstehen (z.B. zum Warentransport). Um diese Feuerschutztüren (Rauchschutztüren) in geöffnetem Zustand zu halten, ist eine Feststellanlage erforderlich.

GEZE hält eine ganze Reihe Feststellanlagen bereit, die speziell für den Einsatz im vorbeugenden Brandschutz konzipiert sind. Mit GEZE Feststellanlagen können Brandschutztüren dauerhaft oder vorübergehend offengehalten werden und bieten dadurch barrierefreien Zugang, schließen im Brandfall aber dennoch sicher.

Mit der Funkerweiterung FA GC 170 können auch bestehende Gebäude ohne zusätzliche Leitungsverlegung zu Deckenmeldern oder Unterbrechungstastern nachgerüstet werden.

Als Experte für das zuverlässige Öffnen und Schließen von Brandschutztüren, liefert GEZE maßgeschneiderte Lösungen mit erstklassiger Qualität. Die Produktpalette ist breit gefächert und reicht von Feststellanlagen und Türschließern über Antriebssysteme bis hin zu Ansteuerelementen.

Brandschutz ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bei der Planung von Gebäuden von Beginn an berücksichtigt werden. GEZE kennt die internationalen Brandschutz-Vorschriften und hat Experten für verschiedene Gebäudetypen. Die Fachexperten von GEZE unterstützen Sie gerne bei der Konzepterstellung oder dem Projektmanagement.

Über unsere GEZE Architektenhotline erhalten Sie täglich von 7:30 bis 17:00 Uhr detaillierte Informationen und Beratung zu unseren Produkten und deren Einsatz durch unsere Objektberater.

Telefonnummer: +49-7152-203-112

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Bei der Montage von Brandschutztüren sind zahlreiche Vorschriften für einen ordnungsgemäßen Brandschutz zu berücksichtigen. GEZE montiert und dokumentiert die Brandschutzlösungen zuverlässig. Auch Verarbeiter sind verpflichtet, die Maßnahmen zum Brandschutz ordnungsgemäß durchzuführen. GEZE bietet hierzu Schulungen an.

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Zu den Schulungen und Seminaren von GEZE

Die Wartung von Brandschutztüren muss in regelmäßigen Zeitabständen stattfinden. In Europa darf die Überprüfung von Brandschutztüren in der Regel nur durch zertifizierte Personen erfolgen. Die Experten sind verpflichtet, ihre Aufgabe richtig durchzuführen und haften auch dafür.

GEZE ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um die Wartung von Brandschutztüren und intelligente Systemlösungen geht. Regelmäßiger Service und qualifizierte Wartung sind für den sicheren Betrieb und die langfristige Verfügbarkeit von Brandschutztüren unerlässlich. GEZE Service bietet flexible und individuelle Wartungs- und Servicepakete. GEZE bietet auch Schulungen in diesem Bereich an.

Zu den GEZE SERVICES

GEZE hat gemeinsam mit den Unternehmen Hörmann, Teckentrup, Hekatron, dormakaba, ECO Schulte und dem TÜV Hessen sowie zwei Fachjuristen ein herstellerübergreifendes Whitepaper erstellt.

Es beleuchtet alle Aspekte rund um die Instandhaltung und Modernisierung von Brandschutztüren und -toren sowie Feststellanlagen für Feuerschutzabschlüsse.

Das Dokument gibt auch Auskunft über die wichtigsten Normen und Richtlinien, zeigt häufige Fehler auf und unterstützt Errichter und Betreiber mit nützlichen Tipps rund um die Wartung und Instandhaltung.

Laden Sie sich hier unser Whitepaper herunter, um mehr über Brandschutz zu erfahren.

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Источник: https://www.geze.de/de/entdecken/themen/brandschutztueren

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