Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen

Contents
  1. Maklerprovision: Gesetzliche Regelungen & Unterschiede
  2. Maklervertrag als Grundlage für die Maklerprovision?
  3. In welchen Fällen darf keine Maklercourtage erhoben werden?
  4.   Bei einer Vermietung
  5.   Bei einem Immobilienverkauf
  6. Einen passenden Makler finden
  7. Alles, was Sie zur Neuregelung der Maklerprovision wissen müssen
  8. Wann ist die Zahlung der Maklerprovision fällig?
  9. Was passiert bei zwei Auftraggebern?
  10. Was sonst noch wissenswert ist
  11. Wann soll die Neuregelung in Kraft treten?
  12. Wird der Eigentumserwerb durch die Reform wirklich vereinfacht?
  13. Was gilt bei der Vermietung?
  14. Fazit
  15. Maklerprovision und Maklercourtage: Was Sie wissen sollten
  16. Darauf müssen Sie als Mieter achten
  17. Maklervertrag als Voraussetzung
  18. Bestellerprinzip: Wer bestellt, der zahlt
  19. Maklerprovision für Vermieter
  20. So können sich Vermieter die Maklerprovision sparen
  21. Maklerprovision für Hauskäufer
  22. Die Maklerprovision beim Hauskauf umgehen
  23. Höhe der Provision
  24. Maklercourtage steuerlich geltend machen
  25. Neuregelung der Maklerprovision – das müssen Immobilienkäufer und -verkäufer wissen
  26. Wie sind die Höhe der Maklergebühren und ihre Verteilung bislang geregelt?
  27. Maklerprovisionen nach Bundesland:
  28. Maklerprovision: Neues Gesetz ab Ende 2020 wirksam
  29. Welche Verträge berücksichtigt die Neuregelung der Maklergebühren?
  30. Maklerprovision: Diese 10 Punkte müssen Sie wissen
  31. Gesetzliche Grundlage: Bürgerliches Gesetzbuch
  32. 1. Gültiger Maklervertrag ist Grundlage für Provisionsanspruch
  33. 2. Eindeutige Formulierung im Vertrag notwendig
  34. 3. Kaufvertrag muss mit Angaben im Maklervertrag übereinstimmen
  35. 4. Höhe der Maklerprovisionen ist individuell regelbar
  36. Was tun, wenn der Makler eine sehr hohe Provision verlangt?
  37. 5. Vertragsart beeinflusst Provisionsanspruch
  38. 6. Maklercourtage: Erfolgreiche Vermittlung erforderlich
  39. Wie weist ein Makler seine Vermittlungstätigkeit nach?
  40. 7. Mitursächlichkeit
  41. 8. Wann wird keine Maklerprovision fällig?
  42. 9. Wann müssen Sie die Maklerprovision bezahlen?
  43. 10. Neues vom Bestellerprinzip – Stand Januar 2020

Maklerprovision: Gesetzliche Regelungen & Unterschiede

Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen

Die Höhe der Maklerprovision für eine Wohnungsvermietung ist für Mietinteressenten bereits in § 3 des Wohnungsvermittlungsgesetzes (WoVermittG) gesetzlich geregelt und darf höchstens zwei Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer betragen.

Beim Immobilienverkauf gibt es bisher noch keine einheitliche Regelung, wie hoch die Courtage sein darf. Seit dem 23.

Dezember 2020 gilt lediglich ein Gesetz, wie die Maklerkosten für den Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern aufgeteilt werden dürfen.

Demnach darf der Auftraggeber des Maklers höchstens die Hälfte der Provision auf die andere Partei abwälzen.

Die Provisionssätze bei einem Immobilienverkauf unterliegen regionalen und lokalen Schwankungen und können wie folgt aussehen:

Bundesland Maklerprovision insgesamt* Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig Holstein Thüringen
7,14 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %
5,95 %
6,25 %
5,95 %
5,95 %
7,14 % oder 4,76 – 5,95 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %
7,14 %

* inklusive Mehrwertsteuer

Prinzipiell ist die Provision immer verhandelbar. Selbst bei den gesetzlichen Regelungen wird nur die Obergrenze der Maklerprovision definiert. Bei einer Vermietung lässt aber ein Makler nur schwer mit sich verhandeln.

Als Vermieter oder Verkäufer hätten Sie die Möglichkeit, einen Alleinauftrag mit dem Makler einzugehen, um so seine Gebühren zu senken.

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Dieser besagt, dass Sie ausschließlich diesen Makler für Ihren Immobilienverkauf oder -vermietung beauftragen.

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Als Verkäufer einer Immobilie können Sie eine niedrigere Maklerprovision als marktüblich vereinbaren, wenn die Immobilie besonders einfach zu vermitteln ist. Das ist unter anderem bei einer gepflegten Immobilie in einer guten Lage der Fall.

Ein Makler unterstützt Sie professionell bei Ihrem Immobilienverkauf.

Maklervertrag als Grundlage für die Maklerprovision?

Ein schriftlicher Maklervertrag ist gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben. Eine mündliche Absprache zwischen Vermieter und Makler reicht prinzipiell aus. Allerdings ist es ratsam, eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Gibt es keinen schriftlichen Vertrag, kann der Makler dennoch sein Honorar einfordern.

Er muss lediglich beweisen können, dass seine Bemühungen ausschlaggebend für den Immobilienverkauf oder die Vermietung einer Wohnung waren. Diese Regelung ist im § 652 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) festgeschrieben.

Einen Provisionsanspruch gibt es also nur bei einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie.

In welchen Fällen darf keine Maklercourtage erhoben werden?

  • Wenn der Makler ein eigenes Interesse an der Vermietung hat, also zum Beispiel gleichzeitig Eigentümer oder Verwalter der Immobilie ist.
  • Die Maklerprovision wird vom Gesetz ausgeschlossen, wenn es sich um die Vermittlung einer Sozialwohnung handelt.
  • Eine Maklergebühr darf nicht erhoben werden, wenn keine neue Vermittlung stattfindet, also das Mietverhältnis nur fortgeführt oder erneuert wird.
  • Wenn der Makler bei einem fernmündlich abgeschlossenen Maklervertrag den Vertragspartner nicht rechtskonform über sein Widerrufsrecht aufgeklärt hat. 
  • Wenn kein Kauf- oder Mietvertrag abgeschlossen wurde, oder wenn der Vertrag im Nachhinein durch einen Mangel unwirksam war.
  • Ein Maklerlohn darf nicht gefordert werden, wenn der Makler keine Maklertätigkeit erbracht hat, wie beispielsweise die Vermittlung.
  • Wenn die Provisionshöhe über der ortsüblichen Maklerprovision liegt. So hat das Oberlandesgericht in Frankfurt in einem Fall entschieden (19 U 61/99 vom 15.09.1999) und der Kläger konnte so einen Teil der Maklercourtage zurückfordern.

  Bei einer Vermietung

Am 1. Juni 2015 kam es zu einer rechtskräftigen Reformierung des Maklerrechts. Diese beinhaltet unter anderem eine Neuregelung der Maklerprovision mit dem sogenannten Bestellerprinzip. Die Maklergebühr ist von der Person zu zahlen, die den Makler auch beauftragt, also „bestellt“ hat. Die Regelung ist nur für die Vermietung von Wohnungen gültig.

  Bei einem Immobilienverkauf

Für den Verkauf einer Immobilie wurde am 23. Dezember 2020 bundesweit eine einheitliche Regelung eingeführt: Die Partei, die den Makler beauftragt hat, muss mindestens die Hälfte der Maklerkosten übernehmen. Dieses Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten gilt aber lediglich für den Verkauf von Wohnungen oder Einfamilienhäuser.

Einen passenden Makler finden

Wenn Sie mithilfe eines Maklers ein Haus verkaufen oder eine Immobilie vermieten wollen, sollten Sie sich im Voraus über das Maklerhonorar informieren, das dieser für seine Vermittlungstätigkeit erhält. Aroundhome hilft Ihnen und vermittelt bis zu drei Makler aus Ihrer Region. Diese stellen Ihnen unverbindliche Angebote aus, die Sie in Ruhe mit einander vergleichen können.

Источник: https://www.aroundhome.de/immobilienverkauf/maklerprovision/

Alles, was Sie zur Neuregelung der Maklerprovision wissen müssen

Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen

Bislang war es in einigen Bundesländern üblich, dass der Käufer die Maklergebühr komplett zahlt, selbst dann, wenn der Verkäufer diesen beauftragt hat. Wer sich hierzulande den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, muss neben dem Verkaufspreis und der Maklergebühr auch für die Notarkosten und die Grunderwerbsteuer aufkommen.

Letztere kann je nach Bundesland recht hoch ausfallen. In Deutschland werden die hohen Kaufnebenkosten häufig als Hindernis für den Erwerb einer Immobilie angesehen. Aus diesem Grund wurde in der Politik viel und lange diskutiert, ob es sinnvoll wäre, die Kaufnebenkosten für Käufer zu reduzieren.

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist nun eine Reform der Maklercourtage.

Die Neuregelung gilt sowohl für den Verkauf von Einfamilienhäusern (einschließlich Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung) als auch von Wohnungen. Ob Verkäufer oder Käufer – derjenige, der den Makler beauftragt, muss auch die Maklerprovision tragen.

Beim Verkauf gilt also zunächst das sogenannte Bestellerprinzip. Doch anstatt, dass der Auftraggeber die gesamte Provision zahlt, kann auch eine Teilung der Maklergebühr vereinbart werden.

In einem solchen Fall würde die andere Partei die Kosten bis zu 50 % übernehmen.

Wann ist die Zahlung der Maklerprovision fällig?

Es ist so weit: Die vom Makler entwickelte Vermarktungsstrategie für die Immobilie und die Besichtigungstouren waren erfolgreich und ein Käufer wurde gefunden. Nachdem der Notarvertrag von beiden Parteien unterschrieben wurde und die Immobilie somit erfolgreich vermittelt worden ist, erhält der beauftragte Makler eine Provision für seine Dienstleistungen.

Nach der Reform muss zunächst derjenige, der den Makler beauftragt hat, seinen Anteil zahlen. Erst nachdem der Auftraggeber seine Zahlung nachgewiesen hat, muss die andere Partei ihren Teil der Maklerprovision zahlen.

Was passiert bei zwei Auftraggebern?

Es kommt in wohl eher seltenen Fällen vor, dass ein Makler sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer beauftragt wird. Somit hat der Makler bei diesem Vermittlungsgeschäft zwei Auftraggeber.

In einem solchen Fall ist der Makler nach der Reform dazu verpflichtet, beiden Parteien jeweils dieselbe Provision in Rechnung zu stellen. Dem Makler ist es dann nicht gestattet, für einen der beiden Auftraggeber umsonst zu arbeiten. Die neue Regelung sieht nämlich vor, dass dies dann für beide Parteien gelten würde.

Demnach müsste der Makler dann also für beide Auftraggeber umsonst arbeiten, was sich natürlich kein Makler leisten kann.

Was sonst noch wissenswert ist

Ein Makler kann nach der Reform nicht mehr mündlich beauftragt werden. Ein Maklervertrag muss zukünftig also stets in Textform erfolgen, dies ist entweder schriftlich oder in Form einer elektronischen Bestätigung, wie beispielsweise per E-Mail, möglich. Dies dient zum späteren Nachweis darüber, wer der Auftraggeber war.

Die Reform findet zudem nur dann Anwendung, wenn der Käufer die Immobilie als privater Verbraucher erwirbt. Wenn der Käufer die Immobilie hingegen als gewerblicher Akteur kauft, dann gilt die Neuregelung nicht. Ob der Makler jedoch ein Gewerbetreibender ist oder nur gelegentlich als Makler tätig wird, ist hier nicht relevant.

Wann soll die Neuregelung in Kraft treten?

Der Bundesrat hat bereits am 05. Juni 2020 zugestimmt und das neue Gesetz soll voraussichtlich Anfang 2021 rechtsverbindlich werden. Das bedeutet, dass für das restliche Jahr 2020 noch die alte Regelung gilt.

Wird der Eigentumserwerb durch die Reform wirklich vereinfacht?

Die Reform ist umstritten. In vielen Fällen erteilt bislang der Verkäufer dem Makler den Auftrag. Die Bundesregierung will mit der Reform erreichen, dass künftig beide Parteien sich an den Kosten für die Maklertätigkeit beteiligen.

Dadurch sollen die Kaufnebenkosten gesenkt werden, mit dem Ziel, den Wohneigentumserwerb einfacher zu machen. In manchen Bundesländern, wie beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, ist es jedoch bereits üblich, dass die Maklerprovision sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer geteilt wird.

Somit gibt es mancherorts für beide Parteien durch die neue Regelung kaum eine Änderung.

Zudem können Verkäufer ihren Anteil an der Maklerprovision theoretisch gleich zu Beginn in den Kaufpreis einrechnen.

Dies hätte zur Folge, dass die anderen Kaufnebenkosten, die prozentual berechnet werden, sich für den Käufer sogar noch erhöhen würden.

Daher sind viele Immobilienexperten der Ansicht, dass stattdessen eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer sinnvoller wäre, um den Eigentumserwerb zu erleichtern.

Was gilt bei der Vermietung?

Das Bestellerprinzip findet bei der Vermietung schon seit Längerem Anwendung. Das bedeutet: Derjenige, der den Makler beauftragt bzw. “bestellt”, muss auch die Maklerprovision zahlen.

Fazit

So sehr diese Neuregelung auch umstritten sein mag, sie sollte allen Maklern als Ansporn dienen, um sich für ihre Kunden noch mehr ins Zeug zu legen.

Nur Makler, die durch ihre Leistung überzeugen können und einen hervorragenden Kundenservice bieten, werden sich im Geschäft behaupten können.

Wir von CENTURY 21 nehmen diese Herausforderung gerne an und sind zuversichtlich, dass unser großes Netzwerk und unsere engagierten Makler unseren Kunden auch in Zukunft einen entscheidenden Vorteil bei der Immobilienvermittlung bieten können.

Источник: https://blog.century21.de/alles-was-sie-zur-neuregelung-der-maklerprovision-wissen-muessen/

Maklerprovision und Maklercourtage: Was Sie wissen sollten

Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen

Ein Makler erhebt die fällige Provision für eine Vermittlung selbst.

Wie hoch die Maklercourtage letztlich ausfällt, hängt in der Regel von ortsüblichen Preisen sowie davon ab, ob er die Provision für einen erfolgreichen Verkauf oder eine Vermietung erhält.

Grundsätzlich wird die Provision fällig, wenn der vertraglich vereinbarte Vermittlungsversuch zwischen Käufer und Verkäufer beziehungsweise Mieter und Vermieter erfolgreich war.

Jeder Verkäufer oder Interessent kann sich seinen Makler selbst aussuchen, sofern er selbst einen Makler engagieren möchte. Hat ein Verkäufer oder Vermieter bereits einen eigenen Makler mit der Vermittlung beauftragt, müssen Sie sich in diesem Fall an den beauftragten Makler wenden.

Darauf müssen Sie als Mieter achten

Nach der Einführung des Bestellerprinzips sollen laut Mieterbund bis dato wenige Verstöße bekannt geworden sein. Allerdings gibt es immer wieder Versuche von Maklern, auch von Mietern Gebühren zu verlangen. Wenn Sie eine Wohnung anmieten wollen, die über einen Makler vermittelt wird, sollten Sie deshalb vor allem darauf achten, dass Sie keine unnötigen Unterschriften leisten.

Folgende Tricks sind bekannt – Sie sind allesamt nicht zulässig:

  • Maklervertrag mit Mieter anstatt VermieterUnseriöse Makler versuchen, künftige Mieter zu einer Beauftragung zu drängen, obwohl diese lediglich eine inserierte Wohnung besichtigen wollten.
  • Wohnung reservieren per UnterschriftManche Makler verlangen von Mietinteressenten eine schriftliche Reservierung für zusätzliche Bedenkzeit. Kommt es später nicht zum Mietvertrag, verlangen diese Makler eine Aufwandsentschädigung, die sich auf mehrere 100 Euro belaufen kann.
  • Verlangen von ServicegebührenUnseriöse Makler verlangen von Mietinteressenten eine nicht weiter bezifferte Servicegebühr, bevor es überhaupt zu einem Mietvertrag gekommen ist.
  • Gebühren für WohnungsbesichtigungenAuch wenn es oftmals nur wenige Euro sind, die Makler für die Besichtigung einer Wohnung erheben – derartige Gebühren sind nicht erlaubt.
  • Anführen von vermeintlichen AusnahmeregelungenNicht vertrauenswürdige Makler verweisen zur Erhebung Ihrer Gebühren auf sogenannte „Ausnahmeregelungen“. So gab es schon Fälle, in welchen Makler von Mietern eine Provision für möblierte Wohnungen verlangt haben, mit dem Verweis, dass das Bestellerprinzip nicht für möblierte Objekte gelte.

Auch manche Vermieter versuchen, sich die Maklerkosten zu sparen. Gängige Praxis ist es, sehr hohe Abstandszahlungen zu verlangen, die nicht angemessen sind.

Ebenso versuchen manche Vermieter, die Provision direkt auf die Miete umzulegen. In Großstädten und Ballungsräumen wurde deshalb die sogenannte „Mietpreisbremse“ eingeführt, um unnötige Mietpreiserhöhungen zu verhindern.

Allerdings wird diese Bremse vielfach durch weitere Tricks wieder ausgehebelt.

Maklervertrag als Voraussetzung

Ein Immobilienmakler darf nach einer erfolgreichen Vermittlung Provision erheben. Hierfür muss kein eigener Maklervertrag vorliegen. Die Voraussetzungen für die Provision werden aus §652 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB, Entstehung des Lohnanspruchs) abgeleitet. Demnach darf ein Makler Provision erheben, wenn eine dieser Bedingungen erfüllt wird:

  • Der Interessent hat einen Miet- oder Kaufvertrag abgeschlossen.
  • Die Maklertätigkeit hat zum Kauf oder zur Miete geführt.
  • Es wurde ein wirksamer Maklervertrag unterzeichnet.
  • Der Makler wurde tätig und kann seine Tätigkeit nachweisen.

Eine wichtige Voraussetzung für das rechtmäßige Vertragsverhältnis mit dem Makler ist unter anderem, dass er sein Provisionsverlangen deutlich äußert und der Kunde danach weitere Maklerdienste in Anspruch nimmt.

Das Provisionsverlangen kann auch mündlich oder fernmündlich erfolgen. Indem der Kunde weitere Maklerdienste in Anspruch nimmt, akzeptiert er die Geschäftsbedingungen des Maklers.

Er kann diesen auch explizit im Rahmen eines separaten Vertrags zustimmen.

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Es besteht allerdings noch kein Vertragsverhältnis, wenn Interessenten ein Objekt besichtigen oder sich ein Exposé zusenden lassen.

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Die Maklerprovision wird fällig, nachdem ein Kauf- oder Mietvertrag zustande gekommen ist. Üblicherweise haben die Käufer oder Mieter sieben bis vierzehn Tage zum Begleichen der Rechnung Zeit.

Bestellerprinzip: Wer bestellt, der zahlt

Bis zum 1. Juni 2015 war es gesetzlich nicht geregelt, ob der Mieter oder Vermieter die Maklerprovision bezahlen muss. Die gängige Frage „Wer bezahlt den Makler?“ wurde beim Vermieten individuell geregelt. Für den Hauskauf galten und gelten andere Regeln.

Seit dem 1. Juni 2015 gilt für Vermietungen in Deutschland das sogenannte „Bestellerprinzip“. Es besagt, dass derjenige die Maklercourtage übernehmen muss, der den Makler beauftragt hat. Da es in der Regel meist Vermieter sind, welche den Makler beauftragen, sind sie es, welche die Maklergebühr bezahlen.

Wenn der Mieter den Makler jedoch ausschließlich für seine Wohnungssuche in Anspruch nimmt und letztlich ein Mietvertrag daraus resultiert, muss der Mieter die Provision übernehmen. Laut § 2 Abs. 1 Satz 2 des Wohnungsvermittlungsgesetzes (WoVermG) muss der Auftrag in Textform vorliegen. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob der Auftrag unterschrieben wurde.

Es reicht ein Brief, eine E-Mail oder ein Fax mit der Beauftragung aus.

Der Gesetzgeber wollte mit diesem Prinzip verhindern, dass Wohnungssuchende, die ohnehin hohe Kosten für Kaution und Umzug tragen müssen, nicht auch noch mit hohen Maklercourtagen belastet werden.

Das Bestellerprinzip gilt nicht beim Immobilienkauf und -verkauf. Hier hat der Makler die Möglichkeit, sowohl mit dem Verkäufer als auch dem Käufer separate Verträge abzuschließen.

In Ballungsräumen mit großer Nachfrage nach Immobilien wie Berlin, Hamburg oder Bremen ist es üblich, dass der Käufer die Provision für den Makler übernimmt. In den meisten Bundesländern teilen sich Verkäufer und Käufer die Provision.

In Regionen mit geringer Nachfrage bezahlen häufig die Verkäufer die Maklercourtage.

Maklerprovision für Vermieter

Seit das Bestellerprinzip in Deutschland für Maklergeschäfte bei der Vermietung in Kraft getreten ist, müssen Vermieter die Maklerprovision bei erfolgreichem Mietvertragsabschluss bezahlen, wenn sie den Makler mit der Vermittlung beauftragt haben. Voraussetzung für die Zahlung einer Provision ist eine Beauftragung des Maklers in Textform.

So können sich Vermieter die Maklerprovision sparen

Nach dem Inkrafttreten des Bestellerprinzips sparen sich immer mehr Immobilienbesitzer die Maklerprovision, indem sie ihre Objekte selbst vermarkten. Hierzu bieten sich Wohnungsportale im Internet an. Für das Einstellen von Anzeigen müssen Vermieter weit weniger bezahlen als bei einer erfolgreichen Vermittlung an einen Makler.

Allerdings hat das Hinzuziehen eines Maklers zum Beispiel bei Objekten in schlechter Lage oder bei weniger attraktivem Wohnraum meist den Vorteil, dass Immobilienbesitzer die Vermarktung ganz dem Makler überlassen können.

Maklerprovision für Hauskäufer

Wer ein Haus kauft, das vom Besitzer über einen Makler vermittelt wird, muss in der Regel immer die Provision bezahlen. Allerdings gibt es auch Bundesländer, in welchen es üblich ist, dass sich Käufer und Verkäufer die Provision teilen. In Gebieten mit geringer Nachfrage nach Kaufimmobilien übernehmen auch häufig die Verkäufer die Courtage für den beauftragten Makler.

Ob sich ein Makler lohnt, müssen Hauskäufer letztlich immer selbst entscheiden. Wenn der Weg zum Traumhaus nur über die Maklercourtage führt, ist die Investition sicherlich lohnenswert.

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Schließlich geht es bei einer Immobilie um eine Anschaffung für die Zukunft und die nächsten Jahrzehnte. Allerdings sollten künftige Hauskäufer zur Sicherheit bei der Baufinanzierung bzw.

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Finanzierung der Immobilie immer auch die Kosten für die Maklerprovision mit einplanen.

Die Maklerprovision beim Hauskauf umgehen

Manche Interessenten hegen die Hoffnung, der Maklerprovision zu entgehen, indem sie nach der Besichtigung direkt auf den Immobilienbesitzer zugehen und den Kauf mit ihm verhandeln. Hat der Besitzer jedoch einen Makler eingeschaltet, ist es schwer, die Courtage zu umgehen.

Denn sobald der Makler nachweisen kann, dass Sie rechtswirksam vermittelt wurden, müssen Sie die Provision bezahlen. Die Vermittlung kann zum Beispiel dadurch wirksam werden, dass in der Annonce für das Objekt ein Makler aufgeführt wird oder Sie selbst das Objekt bereits mit dem Makler besichtigt haben.

Bei Besichtigungen verweisen Makler in der Regel immer auch auf die später fällige Courtage.

Eine einfache Möglichkeit, die Maklerprovision doch zu umgehen, besteht darin, dass Sie ausschließlich Häuser besichtigen, die von privat verkauft werden. In diesem Fall können Sie sich die Provision sparen.

Höhe der Provision

Vermittelt ein Makler erfolgreich ein Mietobjekt, darf er maximal zwei Nettokaltmieten als Provision verlangen. Bei einer Nettokaltmiete von 1.000 Euro wären das 2.000 Euro Courtage, die für den Vermieter fällig wäre.

Bei einem Verkauf ist die Höhe der Provision letztlich zwischen Makler und Käufer beziehungsweise Verkäufer immer frei verein- und verhandelbar. Eine maximale Provisionshöhe ist nicht durch das Gesetz vorgeschrieben.

In der Praxis haben sich jedoch sogenannte „ortsübliche Provisionen“ bewährt. Sie unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

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Während in Baden-Württemberg oder Berlin vom Makler durchschnittlich 7,14 Prozent Courtage beim Hauskauf erhoben werden, sind in Bremen nur 5,95 Prozent fällig.

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Zudem teilen sich in vielen Bundesländern Käufer und Verkäufer die Provisionszahlung, sodass jeder „nur“ zwischen 2,38 und 3,57 Prozent des Kaufpreises für den Makler begleichen muss. Doch letztlich ist die ortsübliche Provision auch nur ein Richtwert, an welchem sich Makler orientieren können, aber nicht müssen.

Maklercourtage steuerlich geltend machen

Vermieter können die Maklerprovision mit den Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung absetzen.

Mieter haben ebenfalls die Möglichkeit, gezahlte Maklercourtagen steuerlich geltend zu machen. Dies gilt immer dann, wenn ein Umzug aus beruflichen Gründen erforderlich ist.

Ebenso können Mieter die Gebühren für den Makler von der Steuer absetzen, wenn sie berufsbedingt eine Zweitwohnung anmieten müssen und eine doppelte Haushaltsführung betreiben. Damit ein Umzug vom Finanzamt als „berufsbedingt“ anerkannt wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Hierzu zählt beispielsweise, dass der Umzug im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegt oder er im Rahmen einer Versetzung erfolgt.

Wenn Sie jedoch privat in eine neue Wohnung umziehen, für deren Vermittlung Sie Maklercourtage bezahlen mussten, können Sie die Kosten für den Makler üblicherweise nicht absetzen.

Allerdings gibt es verschiedene Ansätze zum Steuersparen, welche die Maklerprovision nach § 35 des Einkommensteuergesetzes als „haushaltsnahe Dienstleistung“ interpretieren.

In diesem Fall wäre die Maklerprovision auch bei einem privaten Umzug mit bis zu 4.000 Euro pro Jahr abzugsfähig.

Источник: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/maklerprovision

Neuregelung der Maklerprovision – das müssen Immobilienkäufer und -verkäufer wissen

Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen
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  • Privatkunden
  • Firmenkunden

Der Boom auf dem heimischen Immobilienmarkt ist ungebrochen. Mehr als 700.000 Wohnimmobilien werden in Deutschland jährlich verkauft – etwa die Hälfte davon mit der Hilfe von Maklern. Für ihre Leistungen erhalten die professionellen Vermittler eine Maklerprovision, die nicht selten allein von der Käuferseite zu tragen ist.

Um Verbraucher beim Immobilienkauf finanziell zu entlasten, sollen sich Verkäufer und Käufer die Maklerkosten nach dem Willen des Gesetzgebers ab 23.12.2020 teilen.

Ob und in welchem Umfang Sie beim Kauf von Wohneigentum von der Neuregelung der Maklercourtage profitieren, hängt dabei maßgeblich von der Region ab, in der Sie eine Immobilie erwerben.

Wie sind die Höhe der Maklergebühren und ihre Verteilung bislang geregelt?

Ob die Bewertung einer Immobilie, die Objektvermarktung, die Durchführung von Besichtigungsterminen oder das Führen von Verkaufsverhandlungen – als Vermittler zwischen Verkäufern und Käufern erbringen Makler zahlreiche Leistungen, die nach einem erfolgreichen Immobilienverkauf zu vergüten sind.

Stand heute können die Höhe der Maklercourtage und auch die Frage, wer die anfallenden Kosten trägt, grundsätzlich frei verhandelt werden.

In der Praxis orientieren sich Provisionshöhe und Kostenverteilung allerdings häufig an den verschiedenen regionalen Gepflogenheiten, die im Laufe der Jahre zu sehr unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten geführt haben.

Maklerprovisionen nach Bundesland:

  • In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein beläuft sich die Maklergebühr üblicherweise auf 6 Prozent des Kaufpreises (netto) und wird zu gleichen Teilen zwischen Verkäufer und Käufer aufgesplittet.
  • Marktüblich ist eine Teilung der Maklerkosten auch in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings muss der Verkäufer hier typischerweise nur zwei Prozent des Kaufpreises übernehmen (drei Prozent verbleiben für den Käufer).
  • In Berlin und Brandenburg (6 Prozent), in Bremen und Hessen (5 Prozent) sowie in Hamburg (5,25 Prozent) hat sich dagegen die Praxis durchgesetzt, die komplette Maklerprovision auf den Käufer umzulegen.
  • In einigen Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen – je nach Region, so z. B. in Niedersachsen, in Teilen von Thüringen (Westthüringen) sowie in Rheinland-Pfalz (Kreis Mainz-Bingen) und Nordrhein-Westfalen (Stadt Münster). Hier trägt der Käufer bisher allein die Provision in Höhe von 3 – bis 5 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer gebrauchten Immobilie achten.

Ihr Weg zur eigenen Immobilie.

Viele weitere interessante Artikel finden Sie auf unserer Ratgeberseite.

In vielen Regionen stellen die ortsüblichen Maklergebühren – neben der Grunderwerbsteuer – einen nicht unerheblichen finanziellen Posten bei den Kaufnebenkosten. Für eine Hauptstadt-Immobilie zum Kaufpreis von 300.

000 Euro müssen Sie dementsprechend bisher mit einer Provisionshöhe von 20.880 Euro inklusive Mehrwertsteuer kalkulieren. In Niedersachsen, wo sehr unterschiedliche Modelle greifen, variieren Ihre Kosten für einen Makler bei gleichem Kaufpreis zwischen 10.

440 Euro, wenn die Courtage geteilt wird, und 17.400 Euro.

Maklerprovision: Neues Gesetz ab Ende 2020 wirksam

Wer hingegen künftig Wohneigentum erwirbt, soll generell nur noch maximal die Hälfte der Maklercourtage übernehmen müssen. So regelt es das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, welches am 23. Dezember 2020 in Kraft tritt. Mit der vorgelegten Neuregelung verfolgt der Gesetzgeber die Ziele,

  • den Umgang mit der Maklerprovision bundesweit zu vereinheitlichen und
  • private Immobilienkäufer bei den Erwerbsnebenkosten zu entlasten.

Demnach ist ab Ende 2020 eine Teilung der Maklergebühren zwischen Verkäufern und Käufern vorgesehen. Die Höhe der Maklercourtage bleibt auch weiterhin Verhandlungssache und wird gesetzlich nicht gedeckelt.

Bestellerprinzip auf dem Mietwohnungsmarkt: Bei Vermietungen gilt bereits seit dem 1. Juni 2015 das sogenannte Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass die Maklerkosten für die Vermittlung von Mietwohnungen von demjenigen gezahlt werden, der den Makler beauftragt.

Schließt ein Makler zukünftig Verträge mit dem Verkäufer und dem Käufer ab (Doppelprovision), so darf er seine Vergütung nach dem neuen Gesetz nur noch zu gleichen Teilen auf die beiden Parteien verteilen.

Verkäufer und Käufer tragen somit jeweils 50 Prozent der Maklercourtage.

Gut zu wissen: Vereinbart der Makler mit der Verkäuferseite eine provisionsfreie Tätigkeit, kann er vom Käufer nicht mehr wie bisher eine Vergütung beanspruchen.

Welche Verträge berücksichtigt die Neuregelung der Maklergebühren?

Die neue Provisionsregelung gilt ausschließlich für Maklertätigkeiten im Rahmen der Vermittlung von Wohnungen und Einfamilienhäusern.

Für die Verteilung der Maklerkosten bei unbebauten Grundstücken oder Mehrfamilienhäusern macht das Gesetz keine Vorgaben.

Um unter die Neuregelung zu fallen, müssen Sie den Kauf zudem als Privatverbraucher tätigen, da Immobilienkäufe von Unternehmen ebenfalls ausgenommen sind.

Wichtig: Ein rechtsgültiger Maklervertrag im Zuge des Verkaufs einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses bedarf künftig der Textform, zum Beispiel per E-Mail oder Fax. Durch mündliche Absprachen oder einen Handschlag kommt somit kein Vertrag mehr zustande.

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Die Neuregelung der Maklerprovisionen kommt Käufern von Immobilien vor allem dort zugute, wo bislang ausschließlich die Käuferseite die Kosten für den Makler zu tragen hatte.

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Neben Berlin, Hamburg und Bremen werden Immobilienkäufer unter anderem auch in Brandenburg, Hessen sowie in bestimmten Regionen Niedersachsens und Thüringens teils erheblich bei den Erwerbsnebenkosten entlastet.

Je nach Kaufpreis und vereinbarter Höhe der Maklercourtage sind hier durchaus fünfstellige Beträge realistisch, wie das obige Beispiel der Hauptstadt-Immobilie zeigt.

Tipp für Käufer: Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Immobilie an und mit welchen Beträgen müssen Sie rechnen? Mit dem Nebenkostenrechner der Berliner Sparkasse verschaffen Sie sich einen genauen Überblick.

Für Verkäufer gilt: Wer seine Immobilie noch vor dem 23.12.2020 verkauft, spart 3,48 % der Maklerprovision (für Berlin/Brandenburg). Prüfen Sie mit dem Preisfinder der Berliner Sparkasse und der BSK Immobilien GmbH, einer 100%igen Tochter der Berliner Sparkasse, den Wert Ihrer Immobilie. Jetzt kostenlos, schnell und zuverlässig.

Eigenkapital und ein maßgeschneidertes Finanzierungskonzept: Wie viel Immobilie Sie sich leisten können, hängt von vielen Faktoren ab.

Eine Immobilie auf eigene Faust zu verkaufen kann ganz schön nervenaufreibend sein. Welche Vorteile ein Makler für Sie hat, erfahren Sie hier.

Wir zeigen, wie die fünf Schritte des Finanzierungsablaufs aussehen und worauf Sie auf dem Weg zu Ihrer Traumwohnung achten sollten.

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Источник: https://www.berliner-sparkasse.de/de/home/privatkunden/immobilien/ratgeber/neuregelung-der-maklerprovision-wo-es-guenstiger-wird.html?n=true&stref=imagebox

Maklerprovision: Diese 10 Punkte müssen Sie wissen

Das sollten Sie über die Maklerprovision wissen

Erteilen Sie einem Makler einen Auftrag, kommt ein Maklervertrag zustande. Immobilienmakler sind Selbstständige mit einem angemeldeten Gewerbe, es handelt sich bei einem Maklervertrag um eine privatrechtliche Vereinbarung. Wann wird die Maklerprovision fällig, wann nicht? Diese und andere Fragen beantwortet der Beitrag.
 

Gesetzliche Grundlage: Bürgerliches Gesetzbuch

Paragraf 652 BGB regelt, dass ein Makler eine Provision erhält, wenn er erfolgreich einen Käufer findet. Das heißt, dass ein Immobilien-Kaufvertrag zwischen Ihnen und dem Käufer zustande kommen muss. Arbeitet der Makler nicht erfolgreich, geht er leer aus.

Ebenfalls im Paragraf 652 steht, dass er in einem solchen Fall nur dann Kosten für entstandene Aufwendungen geltend machen kann, wenn dies im Vorfeld vertraglich vereinbart wurde. Darunter fallen Positionen wie Annoncen, Besichtigungstermine, Fahrtkosten, Exposé Kosten usw.

Fehlt die Vereinbarung – und dazu würden wir Ihnen raten – bekommt er die Aufwendungen auch nicht erstattet.
 

1. Gültiger Maklervertrag ist Grundlage für Provisionsanspruch

Damit ein Makler eine Provision erhält ist ein Maklervertrag erforderlich. Dieser muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen, sondern kann auch mündlich vereinbart werden. Bereits konkludentes Handeln reicht aus, um einen Maklervertrag zu begründen.

Konkludentes Handeln bedeutet, dass Ihr Verhalten darauf schließen lässt, dass ein Makler für Sie tätig werden soll. Wenn Sie beispielsweise einen Makler darum bitten, einen Besichtigungstermin zu übernehmen, kann daraus ein Provisionsanspruch erwachsen.

Unser Rat geht eindeutig dahin, einen schriftlichen Vertrag zu vereinbaren, denn das Dokument ist im Streitfall vor Gericht wichtig, um die Einzelheiten zu beweisen.
 

2. Eindeutige Formulierung im Vertrag notwendig

Damit eine Provision berechnet werden kann, muss der Vertrag dazu eine eindeutige Regelung vorsehen.

Sollte in einem Vertrag beispielsweise lediglich ein Hinweis auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu finden sein, reicht das rechtlich gesehen nicht aus, um den Provisionsanspruch zu rechtfertigen.

Allerdings ist es nicht nötig, dass der Makler die Höhe der Provision explizit ausweist. Fehlt die Angabe, können Sie sich an der ortsüblichen Provision orientieren.
 

3. Kaufvertrag muss mit Angaben im Maklervertrag übereinstimmen

Der Makler muss selbstverständlich genau die Leistung erbringen, die im Maklervertrag vereinbart wurde. Die Übereinstimmung muss inhaltlich und persönlich gegeben sein.

Der Inhalt stimmt überein, wenn das festgelegte Ziel – also zum Beispiel der Verkauf einer Immobilie – erfolgreich erreicht wurde.

Liegt eine wesentliche Abweichung vor, wird der Provisionsanspruch verwirkt. Beispiel:

  • Statt die Immobilie zu verkaufen, schließt der Makler einen langfristigen Mietvertrag ab.

  • Der Makler verkauft das Haus deutlich unter Wert (zum Beispiel 50 % günstiger).

Die persönliche Übereinstimmung bedeutet, dass Sie als offizieller Auftraggeber in der Praxis als Ansprechpartner für den Makler zur Verfügung stehen müssen. Allerdings ist es gestattet, dass eine nahestehende Person für Sie handelt. Lebensgefährten oder Ehepartner sind in der Regel zulässige Vertreter, ohne dass die Wirksamkeit des Maklervertrags angetastet wird.

Wichtig: Ist keine Übereinstimmung zwischen Maklerauftrag und Kaufvertrag gegeben, hat der Makler keinen Provisionsanspruch. Was aber möglich ist, ist eine nachträgliche Änderung, die die veränderte Konstellation abbildet.
 

4. Höhe der Maklerprovisionen ist individuell regelbar

Im Prinzip gibt es keine verbindliche gesetzliche Vorschrift, die die Höhe der Provision festgelegt. Allerdings haben sich gewisse Sätze etabliert, die zwischen 3 und 7 % liegen. Die Höhe wird unter anderem von der Lage des Objektes und seinem Zustand beeinflusst.

In 12 von 16 Bundesländern liegt die Maklercourtage ortsüblich bei 7,14 %. Diese teilt sich oft zu gleichen Teilen auf den Käufer und den Verkäufer auf.

Sie zahlen in der Regel 3,57 % Maklercourtage (und der Käufer Ihrer Immobilie ebenfalls), wenn der Verkauf in einem dieser Bundesländer von Statten geht:

  • Baden-Württemberg

  • Bayern

  • Mecklenburg-Vorpommern

  • Niedersachsen

  • Nordrhein-Westfalen

  • Rheinland-Pfalz

  • Saarland

  • Sachsen

  • Sachsen-Anhalt

  • Schleswig-Holstein

  • Thüringen

In den anderen Bundesländern zahlen Verkäufer mitunter keine Provision. Sie wird gelegentlich komplett vom Käufer der Immobilie übernommen. In Berlin und Brandenburg wären das 7,14 %, in Hamburg 6,25 % und in Hessen und Bremen 5,95 %. Die Praxis aber zeigt, dass viele Immobiliengeschäfte mit einer 50-50 Regelung bezüglich der Provision durchgeführt werden.
 

Was tun, wenn der Makler eine sehr hohe Provision verlangt?

Falls ein Makler deutlich mehr als die ortsüblichen Provisionssätze verlangt, ist das als sittenwidrig einzustufen. Die rechtliche Konsequenz daraus ist, dass Sie die überhöhte Vergütung nicht bezahlen müssen. Falls Sie schon bezahlt haben, können Sie Ihre Ansprüche vor Gericht geltend machen und Geld zurückverlangen.

Wichtig: Steht im Maklervertrag der Verkauf eines Grundstücks, kann es manchmal erforderlich sein, den Maklervertrag beim Notar beurkunden zu lassen, damit er rechtliche Wirkung entfalten kann. Ohne notarielle Beurkundung ist der Vertrag unter Umständen ungültig und somit entsteht kein Provisionsanspruch.
 

5. Vertragsart beeinflusst Provisionsanspruch

Die Art des Maklervertrags zieht Pflichten für den Auftraggeber nach sich und daraus ergeben sich auch Konsequenzen für den Provisionsanspruch des Maklers. In diesem Beitrag werden die drei Vertragsarten erläutert.

Grundsätzlich müssen Sie Ihren Makler vollständig und wahrheitsgemäß über alle relevanten Umstände informieren, die mit dem Haus oder der Wohnung zusammenhängen, die der Makler für Sie verkaufen soll.

Enthalten Sie dem Makler relevante Informationen vor und führt Ihr Vertragsverstoß dazu, dass ein geschlossener Kaufvertrag rückabgewickelt wird, stehen Sie in der Haftung.

Das bedeutet auch, dass der Makler seine Provision einfordern darf, weil er seinen Teil der Vertragsvereinbarung eingehalten hat. Sie zahlen also, obwohl der Verkauf nicht abgeschlossen werden kann.
 

6. Maklercourtage: Erfolgreiche Vermittlung erforderlich

Wie oben bereits ausgeführt, lebt der Immobilienmakler von der Provision. In vielen Bundesländern wird sie auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt, manchmal muss der Käufer alleine in die Tasche greifen. Der Vergütungsanspruch des Maklers heißt nicht ohne Grund „Provision“, denn sie wird erst fällig, wenn der Makler seinen Vermittlungsauftrag erfolgreich erledigt hat.

Der Makler muss nachweisen, dass der Vertrag zustande gekommen ist, weil er aktiv vermittelt hat. Im Amtsdeutsch heißt dieser Zusammenhang Kausalität (Ursächlichkeit). Ist die Kausalität gegeben, hat der Makler Provisionsanspruch. Kommt ein Vertrag aber zustande, ohne dass der Makler daran mitgearbeitet hat, kann er seine Provision nicht einfordern.

Wie weist ein Makler seine Vermittlungstätigkeit nach?

Ein Makler weist seine Vermittlungstätigkeit dadurch nach, dass er zum Beispiel Anzeigen geschaltet, Kaufinteressenten zur Besichtigung eingeladen, Begehungen durchführt und Termine zur Vertragsschließung gemacht hat. Das alles sollte innerhalb eines „angemessenen“ Zeitraums geschehen.

Gerichte entscheiden im Einzelfall jeweils unterschiedlich. Zur Orientierung können Sie ein Urteil vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main hinzuziehen, zu finden unter AZ 24 U 5/02, 12.12.2003.

Es besagt, dass eine Zeitspanne von 15 Monaten zwischen Maklertätigkeit und Vertragsschließung zu lang sind und eine Provision demnach nicht beansprucht werden kann.

Wichtig: Die Provision wird auch dann fällig, wenn die Tätigkeit des Immobilienmaklers nicht alleine, sondern nur teilweise zum Vertragsschluss geführt hat.

7. Mitursächlichkeit

Wie soeben gesagt, die Maklerprovision wird selbst dann fällig, wenn die Maklertätigkeit nicht alleine für den Vertragsschluss verantwortlich ist. Auch bei nur teilweise geltender Mitursächlichkeit kann die Provision fällig werden.

Wenn ein Makler Sie mit einem potenziellen Käufer bekannt macht und Sie beide in der Folge miteinander sprechen und zu einer Einigung kommen, reicht das aus, um dem Provisionsanspruch zu begründen.

Das gilt im Übrigen auch dann, wenn der Vertrag mit dem Makler bereits abgelaufen ist und der Kaufvertrag erst danach geschlossen wird!

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Analog dazu gilt folgendes: Bringt ein Makler eine Vertragsverhandlung in Gang, die – aus welchen Gründen auch immer – für einige Zeit stillgelegt wird und erst später zum Erfolg führt, dann hat der Makler Anspruch auf die Provision. Selbst, wenn die spätere Vertragsschließung aus einer ganz neuen Situation hervorgeht, wird Maklerprovision fällig. Ein Beispiel:

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Sie schalten einer Anzeige im Internet auf einem Immobilien-Portal. Auf diese Anzeige meldet sich ein Kaufinteressent, den Sie bereits vor einigen Monaten durch Ihre Makler kennengelernt haben. Der Kaufinteressent entscheidet sich zum Kauf. Selbst, wenn der damalige Maklervertrag längst ausgelaufen ist, wird Provision für den Makler fällig.
 

8. Wann wird keine Maklerprovision fällig?

Angenommen, der Makler bemüht sich redlich und dennoch gelingt es ihm nicht, Ihre Immobilie zu vermitteln. In diesem Fall hat er keinen Anspruch auf seine Provision.

Auch entfällt der Anspruch, wenn der Makler selbst Eigentümer, Mieter, Vermieter oder Verwalter der zu verkaufenden Immobilie ist. Er kann diesen Tatbestand auch dann nicht umgehen, wenn er einen Mitarbeiter beauftragt, der den Vorgang für ihn erledigt.

Sind Sie und der Makler in irgendeiner Weise rechtlich oder wirtschaftlich verflochten oder eng miteinander verwandt, darf der Makler ebenfalls keine Provision berechnen!
 

9. Wann müssen Sie die Maklerprovision bezahlen?

Sobald der Kaufvertrag beim Notar rechtsgültig geschlossen wurde, sind Sie in der Pflicht die Provision zu bezahlen. Sie sollten im Hinterkopf behalten, dass eine Vorauszahlung auf die Maklerprovision gesetzlich gesehen unzulässig ist.
 

10. Neues vom Bestellerprinzip – Stand Januar 2020

Im August 2019 einigte sich die regierende Koalition darauf, dass Käufer und Verkäufer künftig zu gleichen Teilen die Maklerprovisionen übernehmen sollen.

Sie verfasste einen Gesetzesentwurf, der zum Zeitpunkt der Artikelerstellung (März 2020) noch vom Parlament zu bestätigen ist. Stimmt das Parlament zu, dann soll die neue Regelung bundesweit gelten.

Voraussichtlich ist mit der Zustimmung im Herbst 2020 zu rechnen.

Sollte das neue Gesetz in Kraft treten, hätte es folgende Auswirkungen, die sich an diesem Beispiel plastisch darstellen lässt:

Wenn Sie sich mit ihrem Makler auf eine Verkäuferprovision in Höhe von 2,5 % einigen, dann darf der Makler Ihrem Käufer ebenfalls maximal 2,5 % in Rechnung stellen. Einigen Sie sich auf einen anderen Wert, zum Beispiel 3,5 %, dann darf der Makler dem Käufer ebenfalls höchstens 3,5 % Provision berechnen.

Unterm Strich heißt das: Das Bestellerprinzip wird aufgeweicht und die Kosten zu gleichen Teilen auf Käufer und Verkäufer umgelegt.

Источник: https://www.hausverkauf.de/mit-makler/provision-immobilienmakler

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