Der ökologische Bodenbelag für viele Wohnsituationen

Ökologische Bodenbeläge

Der ökologische Bodenbelag für viele Wohnsituationen

Gesundes Wohnen ist zunehmend im Trend und auch im Bereich der Bodenbeläge immer mehr Thema.

Gesundheitlich unbedenkliche Ausgangsstoffe sorgen nicht nur für ein sorgenfreies Wohnklima, sondern schaffen durch die natürliche Ausstrahlung auch eine behagliche Atmosphäre.

Damit ein Bodenbelag auch wirklich ökologisch ist, kommt es nicht nur auf das Ausgangsmaterial an. Auch die anschließende Behandlung mit Konservierungs- und Pflegemitteln ist entscheidend.

Kork- und Holzboden © visochin_o, fotolia.com

Natürliche Materialien für langlebige Böden

Es gibt verschiedene natürliche Materialien, die als Ausgangsstoff für einen stabilen und langlebigen Bodenbelag verwendet werden können. Einige der meist nachwachsenden Rohstoffe gibt es bereits seit vielen Jahren, andere sind ganz neu und teilweise noch recht exotisch auf unseren Böden:

  • Fußböden aus Holz sind je nach Oberflächenbehandlung echt ökologische Bodenbeläge. Der langlebige Rohstoff kann als Bodendiele oder Parkett, aber auch als Holzpflaster verlegt werden. Unter den Parkettvarianten gilt insbesondere schwimmend verlegtes Vollholzparkett als ökologisch. Beim sogenannten Clickparkett kommen Spanplatten und Kleber zum Einsatz, die sind meist nicht lösemittelfrei oder enthalten schädliches Formaldehyd. Als Bodenbelag sind viele verschiedene Holzarten geeignet, sie verleihen dem Raum jeweils eine charakteristische Stimmung.
  • Holzböden haben viele Vorteile

  • Die Rinde der Korkeiche bildet das Ausgangsmaterial hochwertiger Fußböden aus Kork. Gewonnen wird der Rohstoff vorwiegend in den Mittelmeerländern, für Korkplatten oder –bahnen kommen häufig auch Reste, zum Beispiel aus der Korkenherstellung, zum Einsatz. Diese werden zu Granulat verarbeitet und anschließend gepresst. Die Endbehandlung erfolgt mit natürlichen Produkten, damit der Belag ökologisch und gesundheitlich unbedenklich ist, muss ein entsprechender Kleber bei der Verlegung eingesetzt werden.
  • Kork ist ein nachwassender Rohstoff

  • Leinöl, Holzmehl, Harze und Farbpigmente bilden die Ausgangsmaterialen von Linoleum, das zu den traditionellen elastischen Bodenbelägen gehört. Etwa 80% der Grundstoffe sind nachwachsende Rohstoffe, dadurch und durch seine Recyclingfähigkeit besitzt Linoleum eine gute Ökobilanz. Speziell ist die Verlegung des robusten Materials. Die gehört in die Hände des Fachmanns.
  • Linoleum ist ein echter Oldtimer unter den Bodenbelägen

  • Naturstein aus Granit, Marmor, Sandstein oder anderen geeigneten Gesteinen gehört zu den beliebtesten Bodenbelägen im Haus. Ökologisch wird das Material vorwiegend durch die Schadstofffreiheit und Langlebigkeit nach der Verlegung, weiterhin ist Naturstein wiederverwendbar und recyclingfähig. Die Ökobilanz ergibt sich insbesondere aus der Herkunft. Lange Transportwege sorgen hier für Abstriche.
  • Natursteine sind in der Regel ökologisch betrachtet empfehlenswert

  • Relativ neu als Bodenbelag ist der widerstandsfähige Bambus. Schnell nachwachsend und robust wird das Gras als verholztes Material schwimmend oder vollflächig verlegt. Bambus ist besonders feuchteresistent und kann deshalb auch in Bädern verlegt werden.

Für Bambusparkett wird der schnell nachwachsende Moso-Bambus verwendet Tipp: Auch bei scheinbar ökologischen Bodenbelägen lohnt es sich, auf seriöse Ökosiegel zu achten. Kleber, Oberflächenbehandlungen und andere Zusatzstoffe können die Ökobilanz verschlechtern und für gesundheitliche Beeinträchtigungen oder unangenehmen Geruch sorgen.

Richtig behandelt – dauerhaft schön

Damit ein natürlicher Fußboden auch natürlich schön bleibt, ist in vielen Fällen eine Oberflächenbehandlung nötig. Bei Holz und Kork kommen natürliche Öle und Wachse zum Einsatz. Diese werden auf den Boden aufgebracht und eingearbeitet, eine abschließende Politur verleiht dem Boden den gewünschten Glanz.

Für die regelmäßige Reinigung und Pflege kommen ebenfalls ökologische Mittel zum Einsatz. Bodenpflegeemulsionen mit Ölanteil pflegen Holz- und Korkböden bei jedem Wischen mit, Linoleum bleibt durch eine spezielle Behandlung schmutzabweisend und gepflegt.

Auch bei den Reinigungsmitteln lohnt es sich, auf ökologische Zertifizierungen zu achten. Der Griff zu bewährten Marken aus dem ökologischen Bereich lohnt sich und gibt dem Anwender die erforderliche Sicherheit.

In den geprüften Produkten sind zuverlässig ökologische Materialien verarbeitet.

Holzboden einölen © Thorsten Burkard, fotolia.comTipp: Auch natürliche Materialien können bei der Verarbeitung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die ätherischen Öle und andere aromatische Bestandteile können Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Deshalb ist bei der Anwendung auf eine gute Belüftung der Räume zu achten.Tipp: Finden Sie Bodenleger in Ihrer Region und lassen Sie sich Angebote machen. Bis zu 30% sparen durch Angebotsvergleich. Jetzt unverbindlich anfragen.

Источник: https://www.sanier.de/bodenbelag/oekologische-bodenbelaege

Ökologische Fußbodenbeläge als Alternative zum Holzfußboden

Der ökologische Bodenbelag für viele Wohnsituationen

Natürliche Fußbodenbeläge mit einer guten Ökobilanz schonen die Umwelt und sind in der Regel auch ein Plus in punkto Wohngesundheit. Neben dem klassischen Holzboden bieten auch Kork, Linoleum oder Bambus eine tolle Alternative.

Wer sich für ökologische Fußbodenbeläge interessiert, muss nicht automatisch einen Holzboden verlegen. Auch Korkböden, Linoleum oder Bambus können für eine wohnliche Atmosphäre mit guter Ökobilanz sorgen.

Elastischer Korkboden

Kork wird aus der Rinde von Korkeichen gewonnen. Die Korkeichen werden in regelmäßigen Abständen geschält. Für die Ernte wird der Baum also nicht gefällt und die Rinde wächst wieder nach. Aus dem Kork werden in erster Linie Flaschenkorken hergestellt.

Das Korkgranulat wiederum, das für die Herstellung von Korkbodenplatten benötigt wird, ist ein Abfallprodukt dieser Korkenproduktion. Das Granulat wird mit einem Bindemittel vermischt und bei 120 Grad Celsius zu Platten gepresst.

Als Binde- oder Lösemittel, sowie als Pigmente zur Einfärbung können, je nach Produkt, sowohl synthetische als auch natürliche Produkte verwendet werden.

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Wer also darauf Wert legt, einen ökologischen Bodenbelag zu verlegen, sollte die Bestandteile genau beim Hersteller erfragen. Auch beim Verlegen der Platten spielen Lösemittel eine Rolle: Durch Klick-Fertigparkett ist heute auch eine Verlegung ohne Leim möglich.

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Allerdings sollte ein Kork-Fertigparkett nicht in Nassräumen verlegt werden, da Feuchtigkeit durch die Fugen in die Trägerschicht gelangen kann. Ansonsten gilt Kork als feuchte- und fäulnisresistent und kann problemlos auch in Badezimmern verlegt werden. Unbehandelter Korkboden muss nach dem Verlegen gewachst oder geölt werden.

Ökologisch und wohngesund sind hier Kleber aus Naturlatex, Naturwachse oder Öle auf Naturharzbasis.

Ein Bodenbelag aus Kork ist elastisch und fühlt sich angenehm an. Er ist hygienisch, antistatisch und allergikerfreundlich. Außerdem hat er eine gute Wärmedämmwirkung. Daher sollte er in Kombination mit einer Fußbodenheizung nicht zu dick sein.

Linoleum: strapazierfähig und ökologisch

Seinen Namen verdankt das Linoleum dem Bestandteil Leinöl. Auch alle anderen Bestandteile des Linoleums (Holz- oder Korkmehl, Naturharze, mineralische Füll- und Farbstoffe) sind natürlichen Ursprungs.

Durch seine strapazierfähige, pflegeleichte glatte Oberfläche wurde Linoleum viele Jahre in Treppenhäusern oder Schulen verlegt. Sein etwas muffiges, langweiliges Image hat der Bodenbelag aber schon lange hinter sich gelassen.

Heute werden mit Linoleum sehr schöne, farbige und wohnliche Bodenbeläge gestaltet.

Linoleum wird als Bahnenware oder Fertigboden verkauft. Die Bahnenware sollte von einem Fachbetrieb verlegt werden und vollflächig verklebt werden. In Eigenleistung sollten Bauherren besser Fliesen oder Paneele verwenden.

Während für die Bahnenware das Linoleum auf einen Gewebeträger aus Flachs, Jute, Hanf oder Leinen aufgebracht wird, wird das Linoleum-Gemisch bei Fertigböden auf eine Holzwerkstoffplatte aufgebracht.

Auch hier sollten Kunden genau nachfragen, welche Bestandteile für die Verklebung auf der Platte und in der Holzwerkstoffplatte selbst, verwendet wurde. Umstritten ist auch die werkseitige Oberflächenbehandlung von Linoleum.

Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen empfiehlt sich daher der Kauf von unbehandeltem Linoleum, das dann noch mit einem natürlichen Hartwachs behandelt werden muss.

Fußbodenbelag aus Bambus

Eine tolle Alternative zu Holz ist auch ein Bodenbelag aus Bambus. Botanisch wird der Bambus den Gräsern zugeordnet. Seine Halme entstehen aus einem riesigen unterirdischen Geflecht, so dass er nach der Ernte einfach wieder nachwächst – und das mit einer enormen Geschwindigkeit von 30 bis 120 Zentimetern pro Tag.

Bereits nach fünf Jahren ist der verholzte Bambus ideal für die Verarbeitung geeignet. Von seiner chemischen Zusammensetzung wiederum muss Bambus als Holz klassifiziert werden, denn seine Hauptbestandteile sind Cellulose (70 Prozent) und Lignin (25 Prozent). So unterscheidet sich die Oberfläche eines Bambusbodens kaum von einer Holzoberfläche.

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Bambus ist hart, sogar härter als Eiche, und hat eine interessante Maserung. Ein Bodenbelag aus Bambus hält hohen Belastungen bei geringem Eigengewicht stand. Grundsätzlich ist Bambus auch in Kombination mit einer Warmwasser-FußbodenheizungFußbodenheizung möglich.
Der Bambusboden kann von der Rolle, als Fliese oder Brett geliefert und schwimmend verlegt oder verklebt werden.

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Die Oberfläche sollte mit Lack oder Öl versiegelt werden, sofern dies nicht bereits werkseitig geschehen ist.

Attraktive Klassiker aus Sisal, Keramik oder Kiesel

Auch Natursteinböden, Fliesen und textile Bodenbeläge aus Wolle, Kokos oder Sisal gehören zu den ökologischen Alternativen. Stein- oder Keramikböden sind robust, strapazierfähig und wohngesund.

Die Böden sind hart, können keinen Schall schlucken und kalt, lassen sich aber sehr gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Ein Hingucker sind Kieselfliesen oder Steinteppiche.

Eine wohnliche Atmosphäre verbreiten Terrakotta-Fliesen.

Wer sich dagegen für einen textilen Bodenbelag entscheidet, sorgt, wie beim Kork, gleichzeitig für gute Trittschall- und Wärmedämmung. Auch die gute Trittelastizität und die Fähigleit Hausstaub zu binden, zählt zu den positiven Eigenschaften. Wichtig für Ökologie und Wohngesundheit sind bei Teppichböden Bestandteile wie Weichmacher in der Rückenbeschichtung oder Flammschutzmittel im Gewebe.

Ihre Meinung zählt

Источник: https://www.bauen.de/a/oekologische-fussbodenbelaege-als-alternative-zum-holzfussboden.html

Linoleum: Bodenbelag mit vielen Vorteilen

Der ökologische Bodenbelag für viele Wohnsituationen

Linoleum ist ein umweltfreundlicher Bodenbelag, der heutzutage nicht mehr sehr pflegeintensiv ist. Hier erfährst du, woraus Linoleum besteht, welche Vorteile der Bodenbelag mitbringt und woran du gutes Linoleum erkennst.

Linoleum zählt zu den wohl beliebtesten Öko-Bodenbelägen in Deutschland. Kein Wunder, schließlich ist das Material einfach zu reinigen, in vielen Farben erhältlich und sieht schick aus.

Außerdem besteht der Bodenbelag fast vollständig aus natürlich Rohstoffen. Bereits in den 1860er Jahren ist Linoleum entwickelt worden, doch der große Durchbruch gelang erst über 100 Jahre später.

Heute ist Linoleum aus vielen Wohnungen nicht mehr wegzudenken.

Linoleum: Herstellung und Bestandteile

Linoleum ist umweltfreundlich und nachhaltig. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Linoleum besteht eigentlich aus 100 Prozent natürlichen Rohstoffen. In den letzten Jahren ist aber auch immer wieder Linoleum mit eingearbeitetem Plastik aufgetaucht – mehr dazu weiter unten. Die Grundsubstanz von Linoleum besteht aus folgenden Rohstoffen:

  • Leinöl oder Sojaöl (vor allem aus Kanada und Argentinien)
  • Naturharze (oft aus Afrika),
  • Holzmehl (oft aus Deutschland),
  • Korkmehl (aus Portugal oder aus dem Recycling),
  • gemahlener Kalkstein (oft aus Deutschland),
  • Jute (aus Asien).

In Deutschland produziert nur noch ein Hersteller in Delmenhorst diese Art von Linoleum. Bei der Herstellung wird das Leinöl auf 80 Grad erhitzt und mit Trockenstoffen versehen, bis es oxidiert. Dann gelangen alle anderen Rohstoffe fein gemahlen dazu, werden zu einer zähen Masse verrührt und dann von Walzen auf die Jute gepresst.

Eigenschaften von Linoleum

Linoleum gibt es in Holzoptik und vielen Farben und Mustern. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Linoleum ist nicht nur ökologisch und nachhaltig, sondern hat noch weitere Eigenschaften:

  • antistatisch,
  • antibakteriell,
  • elastisch
  • warm,
  • robust
  • langlebig,
  • schwer entflammbar
  • pflegeleicht,
  • beständig gegenüber Fetten,
  • gut gegen Staub.

Linoleum besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und ist frei von Weichmachern und Lösungsmitteln. Den Bodenbelag gibt es als Meterware (Rollware), wie auch zugeschnitten als Fliesen und Dielen (90cm x 30xm) mit Steckverbindungen – wie bei Klick-Laminat.

Gutes Linoleum erkennen

Linoleum gibt es in verschiedensten Ausfertigungen: Alle denkbaren Farben und Muster sind erhältlich, auch Holzoptik. Ebenso gibt es Linoleum mit speziellen Oberflächenversiegelungen aus Plastik- und Aluminium-Verbindungen.

Diese Versiegelung soll vor Ausdünstungen schützen, da frisches Linoleum am Anfang noch einen Eigengeruch hat.

Die Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene (EGGBI) rät allerdings von versiegeltem Linoleum ab, da dadurch fast alle positiven Eigenschaften verloren gehen.

Häufige Beschichtungen mit…

  • …PVC enthalten Weichmacher, die eine hormonelle Wirkung haben können. So können sie zum Beispiel dir Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
  • …Vinylacetat stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
  • …Polyurethan gelten laut BUND nicht als gesundheitsschädlich, sind aber nur schwer recycelbar.

Wir empfehlen dir, stattdessen auf natürliches Carnaubawachs zu setzen. Das meiste Linoleum ist damit versiegelt, sodass die Auswahl an Linoleum groß ist.

Wenn du Rollware verwenden möchtest, muss diese verklebt werden. Andernfalls wölbt sich das elastische Linoleum mit der Zeit.

Da viele Kleber aber Konservierungsstoffe beinhalten, achte auf Naturharzkleber, dieser ist unbedenklich.

Linoleum oder PVC – die Unterschiede

Während in den 1960ern PVC in viele Wohnungen kam und Linoleum am Markt verdrängte, entscheiden sich heute immer mehr Menschen für Linoleum. Denn Linoleum besteht aus natürlichen Rohstoffen, während PVC ein problematischer Kunststoff ist:

  • PVC kann nicht von der Natur abgebaut werden und reichert sich in der Umwelt an.
  • Beim Verbrennen von PVC können giftige Gase entstehen.
  • Die Herstellung von PVC ist gefährlich, da toxische Substanzen leicht in die Umwelt gelangen.
  • Die Weichmacher in PVC stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein.

Linoleum und PVC haben die Gemeinsamkeit, dass die Böden pflegeleicht und langlebig sind. Wir raten dir deshalb von PVC ab und empfehlen dir ökologisches Linoleum. Alternativ sind auch Kork und Echtholz-Parkett natürliche und umweltfreundliche Bodenbeläge.

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Schlagwörter: DIY Gesundes Wohnen Gewusst wie Heimwerken

Источник: https://utopia.de/ratgeber/linoleum-bodenbelag-mit-vielen-vorteilen/

Fußböden im Check: Welcher Belag passt zu welchem Zimmer?

Der ökologische Bodenbelag für viele Wohnsituationen

Ein Bodenbelag soll gut aussehen, pflegeleicht sein, dazu noch strapazierfähig und bitte gern auch fußwarm. Der Fußboden gilt als Basis des Raumes. Deshalb solltet ihr die Wahl gut überlegt treffen. Der Einsatzort gibt quasi den Belag vor: In Wohn- und Schlafräumen mögen wir es behaglich. Diele, Küche und Kinderzimmer verlangen dagegen eine robuste Grundlage.

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Welche Bodenbeläge sich für welchen Raum und Zweck eignet, was sie kosten und ihre besonderen Eigenschaften, das haben wir in der nachstehenden Übersicht für die acht verschiedenen Fußboden-Arten Parkett, Linoleum, Kork, Naturstein, Fliesen, Teppich, Laminat und Vinyl beziehungsweise Designboden kompakt zusammengefasst.

1. Parkettboden

Holz kommt immer häufiger rustikal daher, gern auch ein wenig verlebt, Vintage eben. Eiche steht bei Parkett nach wie vor an erster Stelle.

Grundsätzlich gilt: Parkett ist ein warmer, robuster und pflegeleichter Bodenbelag mit langer Lebensdauer. Die hohen Anschaffungskosten rechnen sich über die Jahrzehnte.

Ist die Oberfläche stumpf geworden, wird sie einfach abgeschliffen. Wie häufig der Boden so renoviert werden kann, richtet sich nach der Stärke der Echtholz-Laufschicht.

Schließlich geht gut ein halber Millimeter beim Abschleifen verloren.

Massivparkett wartet mit bis zu 22 Millimeter Dicke auf. Daran können sich also noch nachfolgende Generationen erfreuen. Mehrschichtparkett bietet eine Nutzschicht von 2,5 bis 6 Millimetern. Im Gegensatz zur massiven Variante, die vom Fachmann verlegt werden sollte, kann der geschickte Heimwerker dieses selbst auringen.

  • Preis von Parkett als Bodenbelag: ab 30 Euro pro Quadratmeter
  • Parkett ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer

An Massivholzparkett können sich noch die nachfolgenden Generationen erfreuen. © Getty Images/iStockphoto

Neben Holzparkett gibt es auch Bambusparkett. Bambus ist zwar kein Holz, sondern ein Gras, aber seine Eigenschaften sind denen von Holz sehr ähnlich. und zum Teil noch besser. Mehr dazu in unserem Artikel „Bambusparkett: Vorteile und Nachteile des nachhaltigen Bodenbelags“.

2. Linoleum als Bodenbelag

Reine, natürliche Materialien in schnörkelloser Optik machen einen altbekannten, wohngesunden Bodenbelag aus – Linoleum. Längst ist er ein paar Schritte aus dem öffentlichen Raum herausgetreten, entwickelt sich in frischen Farben sogar zum Trendsetter und erobert die Wohnräume.

Das Bodenkleid mit langer Lebensdauer ist fußwarm und reinigungsfreundlich zugleich. Praktischer Vorteil im Home Office: Das antistatische Material stört nicht die empfindliche Büroelektronik. Zudem gilt der Naturstoff als nahezu unverwüstlich. Also ideal für rollende Bürostühle wie für Bobbycar-Rennen.

Für Linoleum wird ein Zement aus Leinöl, Harzen, Farbstoffen, Kork- und Holzmehl auf ein Jutegewebe gewalzt und in langen Bahnen getrocknet. Das Verlegen überlasst ihr besser dem Fachmann. Analog zum Fertigparkett gibt es auch Linoleumpaneele, die ganz unkompliziert auf vorhandenem Belag aufgelegt werden.

  • Preis von Linoleum als Bodenbelag: ab 20 Euro pro Quadratmeter
  • Linoleum als Bodenbelag ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Keller, Hauswirtschaftsraum

Die Vorteile von Linoleum als Bodenbelag: Er ist lange haltbar, fußwarm und gut zu reinigen. © (c) Ryan Mcvay

3. Kork als Bodenbelag

Der Ökotrend holt Kork aus seinem Dornröschenschlaf. Schließlich muss für seine Herstellung kein Baum fallen, die Korkeiche nur alle neun Jahre ihre Rinde lassen. Vor allem aber ist Kork ein Wohlfühlboden. Das liegt zum einen daran, dass er durch seine einzigartige Zellstruktur sehr elastisch ist und so einen hohen Geh- und Stehkomfort bietet. Das schont Rücken und Gelenke.

Zum anderen ist Kork als Bodenbelag warm und leise: Kork nimmt die Raumtemperatur an und dämmt sowohl den Schall im Raum als auch den Trittschall. Der Naturstoff wirkt antistatisch und gilt als pflegefreundlich. Ihr müsst ihn nur staubsaugen und regelmäßig nebelfeucht wischen.

Kork wird geölt, gewachst oder versiegelt angeboten. Je stärker die Materialdichte, desto strapazierfähiger der Belag. Wie seinen Kollegen aus Holz gibt es auch Korkparkett als Massivversion und als furnierte Ausführung.

  • Preis von Kork als Bodenbelag: ab 25 Euro pro Quadratmeter
  • Kork als Bodenbelag ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Kinderzimmer, Schlafzimmer

Kork als Bodenbelag ist ökologisch, pflegeleicht und bietet viel Gehkomfort. © Getty Images/iStockphoto

4. Naturstein als Bodenbelag

Lange Zeit war Naturstein eher Vertreter von Prunk, Protz und Politur. Dagegen stehen heute die matten, hellen Oberflächen der angesagten Sedimentgesteine Travertin, Kalk- und Sandstein für ursprüngliche Eleganz. Die hellen Naturstein-Legenden zählen aber zu den eher empfindlichen Materialien im Gegensatz zu ihren harten Art­genossen.

Naturstein-Bodenbeläge sind nicht besonders säureresistent und sollten imprägniert werden, vor allem in anspruchsvollen Bereichen wie Küche und Bad. Möglicheweise habt ihr sonst jahrelang ein Andenken, wenn euch ein Glas Rotwein umkippt.

Grundsätzlich gilt Naturstein als besonders pflegeleicht. Die Kosten für Reinigung und Wartung sind gering. Das rechnet sich über die hohe Lebensdauer und macht die höhere Investi­tion gegenüber vergleichbaren künstlichen Baustoffen wieder wett. Statt unansehnlich zu werden, erhält Naturstein im Laufe der Jahre eine natürliche Patina.

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Und wenn der Naturstein doch einmal wieder wie neu aussehen soll, ist das selbst nach Jahrhunderten kein Problem: Durch das Abschleifen kann man Natursteinplatten wieder in den Originalzustand versetzen. Kaum ein Bodenbelag ist so verschleißfest.

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Praktisch: Die hohe Wärmeleitfähigkeit macht Natursteine zum perfekten Baustoff bei Fußbodenheizungen.

  • Preis für Naturstein als Bodenbelag: ab 50 Euro pro Quadratmeter
  • Naturstein als Bodenbelag ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Bad, Keller, Waschküche, Hauswirtschaftsraum

Natursteinböden haben eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und sind ideal über Fußbodenheizungen. © Jonastone

Eine Variante von Stein als Bodenbelag ist der Terrazzoboden, der eine sehr lange Tradition hat. Mehr dazu in unserem Artikel „Terrazzoboden: Ein alter Bodenbelag liegt wieder im Trend“.

5. Fliesenboden

Sie ist hart im Nehmen – die Fliese. Verschleißfest, nicht brennbar, dazu quasi resistent gegen jegliche Art von Dreck und Flecken wie Chemikalien oder Fett. Deshalb gilt Keramik als idealer Bodenbelag für Räume, dies stark belastet werden.

Neben Flur, Küche und Bad erobert Fliesenboden aber längst auch Wohnräume. Denn mit einer Fußbodenheizung unter dem extrem wärmeleitfähigen Belag verliert die Fliese ihr Kalte-Füße-Image. Familien mit Kindern und Hundehalter schätzen ihre leichte Reinigung.

Die Belastbarkeit glasierter Bodenfliesen ist in Gruppen gegliedert: Gruppe I und II sind für leichte bis mittlere Beanspruchung gedacht (Bad und Schlafraum, die barfuß oder nur mit weich besohltem Schuhwerk betreten werden), sind aber auf dem Markt kaum noch vertreten. Zum Standard zählen heute Fliesen der Gruppe III, die höhere Belastungen durch intensives Begehen aushalten (Flur), und der Klasse IV für hohe Beanspruchung (Küche, Terrasse).

Beim Kauf ist eine Beratung unerlässlich, damit nicht versehentlich Wandfliesen auf den Boden gelangen. Denn die sind meist leichter und poröser als Bodenfliesen. Immer mehr Hersteller bringen heute Feinsteinzeug heraus, das für Wand und Boden gleichermaßen geeignet ist.

Achtung: Beim Kauf solltet ihr auf die Rutschfestigkeit achten.

  • Preis für Fliesen als Bodenbelag: ab 25 Euro pro Quadratmeter
  • Fliesenboden ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Bad, Keller, Waschküche, Hauswirtschaftsraum

Fliesenböden sind nicht nur robust – sie können auch sehr edel aussehen. © Villeroy-Boch

6. Teppichboden

Kuscheliger, sprich hochfloriger Teppichboden schneidet in Sachen Wärme- und Geräuschdämmung am besten ab. Um bis zu 90 Prozent kann Auslegware den Schalldruck mindern. Je dichter und länger der Flor, desto kuscheliger und energiesparender. In mit Teppich ausgelegten Zimmern liegt die gefühlte Temperatur um gut zwei Grad höher als in Räumen mit glattem Boden.

Weil sie für ein ideales Raumklima sorgt ud besonders pflegeleicht ist, erlebt gerade Schurwolle einen Aufschwung. Das Gros der angebotenen Teppichböden besteht aber aus synthetischen Fasern wie Polyamid oder Polypropylen. Beide sind reinigungsfreundlich und lichtecht. Polypropylen ist zudem schmutzunempfindlich, dafür weniger weich.

  • Preis für Teppichboden: ab 25 Euro pro Quadratmeter
  • Teppichboden ist ideal für: Wohnzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Flure im Obergeschoss

Teppichböden gibt es mit den verschiedensten Mustern. © Photography Alexander van Berge Amsterdam

7. Laminat als Bodenbelag

Der Champion in der Familie der Bodenbeläge ist an Beliebtheit kaum zu überbieten: Laminat. Deutlich preisgünstiger als sein hölzerner Bruder Parkett erobert der Belag seit Ende der 1980er-Jahre Häuser, Wohnungen und auch den Objektbau.

Die rasante Entwicklung der Fertigungstechnologie macht Laminat zu einer bildschönen Kopie. Übrigens nicht nur vom Holzboden.

Auch Beton, Stein, Terrakotta und Metall kann es täuschend echt vorgaukeln – je nachdem, was das imprägnierte Dekorpapier abbildet. Denn das ist für die Optik des Bodens verantwortlich.

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Darüber liegt eine Oberfläche aus Kunstharz. Sie macht den Belag strapazierfähig und pflegeleicht.

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Gut für Allergiker: Staub und Schmutz können weder eindringen noch fest auf der geschlossenen Oberfläche haften. Als Untergrund dienen mehrere Schichten aus Holzwerkstoffen wie HDF-Platten. Die Trittschalldämmung ist zumeist integriert.

Laminat ist mittlerweile ein Hightech-Produkt. Es gibt Laminat mit antibakteriellen Oberflächen, die Bakterien und Keimen keine Chance lassen, feuchtigkeitsresistente Laminatböden fürs Bad und solches mit Beschichtungen, die Schadstoffe aus der Raumluft neutralisieren und unangenehme Gerüche reduzieren.

Laminat als Bodenbelag gilt als idealer Partner für Fußbodenheizungen. Mit bis zu sieben Millimetern Materialstärke trägt Laminat selbst auf vorhandenem Belag kaum auf. Es wird schwimmend verlegt, per Nut und Feder verleimt oder einfach ineinander gesteckt. Das macht das Verlegen einfach.

  • Preis für Laminat als Bodenbelag: ab 10 Euro pro Quadratmeter
  • Laminatboden ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Keller, Hauswirtschaftsraum

Laminat ist eine bildschöne Kopie – zum Beispiel von Holzboden. © Getty Images/iStockphoto

8. Vinyl und Designboden

Vinyl- und Designböden werden oft über einen Kamm geschoren, haben auch viel gemein, aber dennoch einen großen Unterschied. Zunächst die Gemeinsamkeit: Beide sind aus Kunststoff. Der Unterschied ist die Art des Kunststoffs. Vinyl ist aus PVC und enthält in der Regel Weichmacher.

Bei Vinyl als Bodenbelag gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. Ihr solltet beim Kauf von Vinylböden daher unbedingt darauf achten, dass „gesundheitlich unbedenkliche Weichmacher“ verwendet wurden.

Beim Designboden, dem jüngsten Spross der Belagsfamilie, müsst ihr euch diesbezüglich keine Sorgen machen.

Bei Designböden wird PU oder PET verarbeitet, das gleiche Material, aus dem auch Trinkflaschen gefertigt sind.

Designboden verdankt seinen Namen der enormen Gestaltungsvielfalt. Jedes Material von Stein, Metall, Beton bis zu Holz wird originalgetreu imitiert. Optik, Haptik und Akustik sind vorbildlich. Designboden gilt als pflegeleicht, strapazierfähig, schalldämmend und auch noch fußwarm.

Für echte Nassräume wie Bad oder Waschküche ist Designboden nur eingeschränkt geeignet. So sind holzträgerbasierte Dielen für Nassräume eher nicht zu empfehlen. Dagegen könnit ihr die Böden in der „massiven“ Kunststoff-Variante, also ohne Holzträger, aber auch in Nassräumen verwenden.

  • Preis für Vinyl / Designboden: ab 15 Euro pro Quadratmeter
  • Vinyl / Designboden ist ideal für: Wohnzimmer, Flur, Küche, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Keller, Hauswirtschaftsraum, teilweise auch für Bad und Waschküche

Mit Designfußboden aus Kunststoff sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. © Getty Images

Den richtigen Bodenbelag finden: Alle Fußböden im Vergleich

Unsere Tabelle zeigt euch nochmal übersichtlich die verschiedenen Eigenschaften aller acht Bodenbeläge im Vergleich. Welcher Fußbodenbelag für euch der richtige ist, hängt davon ab, welche Eigenschaften euch persönlich am wichtigsten sind.

Vielleicht interessiert ihr euch auch für den richtigen Bodenbelag für Balkon und Terrasse? Lest hier, welcher Bodenbelag der beste für den Balkon ist

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/bodenbelag-finden-318

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