Die 12 besten Garten-Pflegetipps für den Januar

Weihnachtsstern: Mit dieser Pflege bleibt er schön

Die 12 besten Garten-Pflegetipps für den Januar

Der Weihnachtsstern – auch unter dem Namen Poinsettie oder Euphorbia pulcherrima bekannt – ist nach der Orchidee eine der beliebtesten Zimmerpflanzen.

Und das, obwohl die Verkaufssaison der Pflanze nur etwa acht Wochen dauert. Ursprünglich stammt die Pflanze mit den markanten Hochblättern aus Mexiko. Dort wachsen Weihnachtssterne zu hohen Sträuchern heran.

Seit Jahrzehnten arbeiten Züchter daran, die kleinwüchsigen Exemplare weiterzuentwickeln.

Rote Blätter des Weihnachtssterns sind keine Blüten

Es muss nicht immer Rot sein. Weihnachtssterne gibt es in vielen verschiedenen Farben.

In Deutschland gibt es den Weihnachtsstern seit mehr als 100 Jahren. Er wird in Gewächshäusern gezüchtet und kommt ab Anfang November in den Verkauf.

Die Farbvielfalt ist groß und nimmt ständig zu: von Rot über Lachsrosa bis zu Gelb und Cremeweiß. Trotz zahlreicher Neuzüchtungen bleibt Rot aber der Klassiker. Bei dem farbigen Teil der Pflanzen handelt es sich übrigens nicht um Blüten, sondern um verfärbte Hochblätter.

Die Blüten selbst sind eher unscheinbar. Sie sind klein, gelb und sitzen in der Mitte der Hochblätter.

Weihnachtssterne kaufen und pflegen

Der Weihnachtsstern ist trotz seines filigranen Aussehens recht pflegeleicht und robust. Beim Kauf sollten die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern knospig sein. Sind die meisten bereits geöffnet oder gar abgefallen, haben diese Pflanzen ihre Blütezeit bereits hinter sich.

Beim Transport muss der Weihnachtsstern gut verpackt werden, denn er reagiert empfindlich auf Kälte. Stände, die ihn im Freien verkaufen, deshalb möglichst meiden. Als tropische Pflanze bevorzugt der Weihnachtsstern einen warmen und hellen Standort.

Direkte Sonneneinstrahlung verträgt er nur in Maßen und auf kalte Zugluft reagiert er empfindlich.

Weihnachtsstern richtig gießen und düngen

Staunässe mag die Pflanze gar nicht. Besonders gut bekommt dem Weihnachtsstern das Wässern im Tauchbad anstelle regelmäßigen Gießens.

Dazu wird der fast trockene Wurzelballen aus dem Übertopf genommen und einige Minuten in Wasser getaucht. Dann die Pflanze hochnehmen, das überschüssige Wasser ablaufen lassen und zurück in den Übertopf stellen.

Während der Blütezeit den Weihnachtsstern mit einem Volldünger ein- bis zweimal die Woche nach Anleitung gießen.

So verfärben sich die Hochblätter wieder rot

Weihnachtssterne sehen das ganze Jahr über hübsch aus.

Weihnachtssterne muss man nicht jedes Jahr neu kaufen, sie halten bei guter Pflege viele Jahre und wachsen zu ansehnlichen Sträuchern heran. Sorten mit dunklem Laub sind haltbarer als helllaubige. Hat der Stern im Frühjahr alle farbigen Hochblätter verloren, wachsen im Sommer zunächst saftig grüne Blätter nach.

Damit diese sich wieder naturgemäß verfärben und sich neue Blüten bilden, darf die Pflanze im Herbst pro Tag maximal zwölf Stunden Licht abbekommen.

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Ab Oktober sollte sie deshalb etwa zwei Monate lang entweder in einem Raum stehen, der ab dem frühen Abend dunkel ist oder täglich für mindestens 12 bis 14 Stunden mit einem Eimer oder schwarzer Folie abgedeckt werden.

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In der warmen Jahreszeit kann die Pflanze übrigens auch draußen stehen – am besten im Halbschatten.

Milchsaft der Weihnachtssterne leicht giftig

Da Weihnachtssterne zu den Wolfsmilchgewächsen gehören, tritt beim Schnitt eine weiße Flüssigkeit aus dem Stiel. Dieser Milchsaft ist leicht giftig und kann zu Hautreizungen oder vergiftungsähnlichen Erscheinungen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen führen.

Für Erwachsene ist der Kontakt mit dem Milchsaft unbedenklich, eine kritische Dosis ist nicht bekannt. Kinder und besonders Kleintiere reagieren jedoch empfindlich auf das Pflanzengift. Im Notfall als Erste Hilfe reichlich trinken. Bei der Aufnahme größerer Mengen sollte man Kohletabletten einnehmen.

Gegebenenfalls den Arzt aufsuchen.

Weihnachtssterne durch Stecklinge vermehren

Aus einem Steckling wird bei guter Pflege schnell eine schöne Zimmerpflanze mit sattgrünen Blättern.

Wer einen gekauften Weihnachtsstern vermehren möchte, kann dies mithilfe von Stecklingen tun.

Diese sollten vier bis fünf Blätter haben und sofort nach dem Schneiden in ein Glas mit warmem Wasser gestellt werden, damit der Fluss des austretenden Milchsaftes gestoppt wird. Die Stecklinge anschließend in Anzuchterde setzen, die mit grobem Sand vermischt wurde.

Ein Wurzeltriebmittel beschleunigt das Angehen der Stecklinge.

Für die Vase geeignet

Bevor die Zimmerpflanze in den 50er-Jahren ihren Siegeszug in die beheizten Wohnzimmer antrat, war der Weihnachtsstern vornehmlich als Schnittblume erhältlich. Auch heute noch macht er sich in der Vase gut.

Für eine möglichst lange Lebensdauer von bis zu zwei Wochen die Stängel nach dem Anschneiden für etwa 15 Minuten in heißes Wasser stellen oder über eine Kerzenflamme halten, lautet der Expertentipp. Das verhindert das Herauslaufen des Milchsafts.

Anschließend kommen sie in frisches Wasser, das zuvor mit einem Blumen-Frischhaltemittel angereichert wurde.

Weihnachtssterne eignen sich als Mitbringsel oder festliche Tischdekoration. So lassen sich sogenannte Minis zum Beispiel als Platzkarten einsetzen, die der Gast später als Erinnerung mitnehmen kann. Mittelgroße Pflanzen – die sogenannten Midis – können klassisch oder ausgefallen arrangiert werden.

Mit Weihnachtssternen dekorieren

Auch im Adventskranz sehen Weihnachtssterne toll aus.

Wer es klassisch mag, kann mit Weihnachtssternen ein edles Gesteck fertigen. Dafür einen Streifen Stoff entsprechend dem Umfang des gewählten Gefäßes zurechtschneiden.

Den Stoffstreifen längs falten und als Kragen über die Gefäßkante legen, auf beiden Seiten mit Heißkleber befestigen. Den Weihnachtsstern einstellen und zum Schluss glänzende oder matte Kugeln auf Draht in die Erde stecken.

Noch einfacher lassen sich Blumentöpfe mit schönem Glanzpapier, das auf die Farbe des Weihnachtssterns abgestimmt ist, dekorieren. Das Papier zurechtschneiden und mit Kleber oder Band am Topf befestigen.

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Etwas ausgefallener und ein bewusster Kontrast zur Pflanze sind Materialien wie Filz oder Kunstfell. Damit können Sie Töpfe und einfache Vasen bekleben oder einen passenden Beutel herstellen, der dann über den Topf oder die Vase gezogen wird.

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Источник: https://www.ndr.de/ratgeber/garten/zimmerpflanzen/Weihnachtsstern-Mit-dieser-Pflege-bleibt-er-schoen,weihnachtsstern4.html

Basilikum – Alles über Anzucht, Pflege und Verwendung

Die 12 besten Garten-Pflegetipps für den Januar

Was wäre die italienische Küche ohne Basilikum? So wie in Griechenland gehört vor allem in Italien das einjährige Kraut aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) in jeden Kräutergarten – egal ob Beet oder auf der Fensterbank.

In seinem Ursprungsort Indien wurde Basilikum schon vor Tausenden Jahren verwendet und auch in Ägypten hat man Basilikumreste in den Pyramiden gefunden. Nach Deutschland kam der sonnenliebende Basilikum wohl im 12.

Jahrhundert n.Chr.

Der Name Basilikum (oder Ocimum Basilicum, wie er botanisch korrekt heißt) stammt vom griechischen basilikos ab, was „königlich“ bedeutet und den wohl königlichen Duft und die einstige Verwendung der Pflanze beschreibt.

Die Basilikum-Sorten

Die beliebteste Sorte ist wohl Genovese, der klassische grüne Basilikum, wie man ihn aus Italien kennt. Ihn kann man sehr einfach selbst ansäen.

Es gibt noch viele weitere rote oder aromatische Sorten, die nach Zitrone, Zimt oder Anis duften.

Hier gibt es oft  mehr Angebot bei guten Staudengärtnereien als beim losen Saatgut, weswegen wir hier auch gerne fertige Pflanzen kaufen, um mehrere Sorten in unserem Kräuterbeet zu haben.

Der griechische Bergbasilikum (erkennt man an seinem buschigen Wuchs und den kleinen Blättern) ist weniger empfindlich gegen Kälte und kann deswegen schon früher gepflanzt und bis in den Herbst hinein geerntet werden.

Basilikum aussäen und anziehen

Basilikum ist ein sonnenverliebter Südländer. Er ist nicht besonders schwierig oder anspruchslos in der Anzucht, aber er will Sonne und Wärme – unter 12° C stellt er das Wachstum komplett ein.

Deswegen wünscht er sich entweder einen sonnigen Platz auf der Fensterbank oder ein sonniges Plätzchen in Deinem Garten ab Ende Mai, wenn kein Frost mehr droht und die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10° C fallen.

Basilikum selbst aus Saatgut anzuziehen ist ganz einfach, wenn Du ein paar Tipps berücksichtigst:

  • Einen kleinen Topf (10-12 cm Durchmesser) mit Erde füllen. Am Besten direkt vor dem Säen schon gießen, dann verschlämmen die Samen nicht so. Erde glattdrücken und ca. 10 Samen pro Topf darüberstreuen. Die Samen leicht andrücken – nicht mit Erde bedecken, da Basilikum ein Lichtkeimer ist.
  • Den Topf mit Frischhaltefolie bedecken – so trocknen die Samen nicht aus und es herrscht ein bisschen Gewächshausklima.
  • Nach 1-2 Wochen zeigen sich die ersten Pflänzchen, nach 3-4 Wochen kannst Du die einzelnen Pflanzen pikieren und in Töpfe vereinzeln (2-3 pro Topf).
  • Entweder lässt Du ihn auf der Fensterbank in Töpfen oder setzt ihn ab Ende Mai an einen sonnigen Ort in Deinem Garten (im Abstand von 20 x 20 cm).

Eine andere einfache Variante ist, eine fertige Basilikumpflanze zu kaufen. Jetzt wirst Du sagen „Aber bei mir geht der Basilikum aus dem Supermarkt immer sofort ein!“. Das stimmt auch, denn zum einen enthält die Erde zu wenig Nährstoffe und zum anderen sind die Pflanzen sehr dicht gesät und im Gewächshaus schnell hochgezogen.

So klappt es auch mit dem Supermarkt-Basilikum:

  • Direkt nach dem Kauf in mehrere Pflanzen aufteilen (ca. 4 Pflanzen aus einem üblichen Topf).
  • In frische Erde (keine Anzuchterde, da diese zu wenig Nährstoffe enthält) und am besten einen etwas größeren Topf umsetzen, danach wie oben entweder auf der Fensterbank oder in Deinen Garten setzen.

Unser Tipp: Man kann aus einzelnen Basilikumtrieben auch ganz einfach Ableger ziehen. Mit einem glatten Messer abschneiden, in ein Wasserglas stellen und nach wenigen Tagen zeigen sich Wurzeln.

Die richtige Pflege

Basilikum ist wie die meisten Kräuter – von Sonne und Wärme abgesehen – recht anspruchslos. Er sollte nie austrocknen, aber auch nicht zu viel gegossen werden, da ansonsten die Stengel leicht faulen.

Ernte & Konservierung

Der größte Fehler bei der Basilikum Ernte: die großen Blätter ernten. Damit raubst Du ihm die größten Flächen für die Photosynthese. Zwicke statt dessen die jungen, frischen Blätter ab. Die schmecken nicht nur aromatischer, sondern dadurch wird Dein Basilikum auch buschiger und Du wirst lange Freude an ihm haben.

Prinzipiell lässt sich Basilikum zur späteren Verwendung auch trocknen und einfrieren. Er verliert dabei aber auf jeden Fall an Aroma. Deswegen solltest Du ihn nach Möglichkeit immer frisch ernten und erst am Ende beim Kochen hinzufügen. Am aromatischsten bleibt Basilikum, wenn Du ihn als Pesto verarbeitest.

Источник: https://www.beetfreunde.de/basilikum-pflanzenportrait/

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