Die besten Tipps gegen Schädlinge im Garten

Schädlinge im Garten natürlich bekämpfen: 4 Tipps

Die besten Tipps gegen Schädlinge im Garten

21. Juni 2020von Sarah BeekmannKategorien: Haushalt & Wohnen

Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Schädlinge im Garten gibt es viele. So wirst du die Blattläuse, Schnecken, Wespen und andere Störenfriede nachhaltig und ganz ohne Chemie los.

Ob Hobbygärtner oder Profi – Schädlinge können die harte Arbeit, die du in deinen Garten gesteckt hast, im Nu zunichte machen. Sie greifen Pflanzen an, zerfressen sie oder schwächen sie so sehr, dass sie nach einiger Zeit absterben.

Gegen Schädlinge im Garten sind unzählige chemische Mittel auf dem Markt. Doch gegen die meisten der Störenfriede helfen auch ganz natürliche Mittel gut. Natürliche Schädlingsbekämpfer sind nicht nur deutlich günstiger, da du sie selbst herstellen kannst. Du schützt mit ihnen auch die Umwelt und bewahrst diese vor einer weiteren Verschmutzung durch giftige Chemikalien. 

Schädlinge im Garten mit anderen Pflanzen vertreiben

Der Duft von Lavendel vertreibt Schädlinge.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Die wohl nachhaltigste Methode, lästige Schädlinge im Garten zu vertreiben: Pflanzen anbauen, die den Schädlingen nicht gefallen.

 Während wir Menschen die ätherischen Öle vieler Blumen und Kräuter meist als angenehm duftend empfinden, können sie zahlreiche Insekten wie Mücken, Wespen und Ameisen vertreiben. Auch gegen Schnecken, Mäuse und Ratten können die richtigen Pflanzen helfen.

Eine Übersicht an Pflanzen, die Schädlinge vertreiben:

  • Basilikum hält Fliegen und Wespen fern
  • Lavendel ist einHausmittel gegen Motten (wirkt auch getrocknet, etwa in Form von Lavendelsäckchen zwischen der Kleidung)
  • Zitronenmelisse, Rosmarin und Ringelblume halten Mücken fern
  • Minze hilft gegen Ameisen, Mäuse und Ratten
  • Bohnenkraut hilft gegen Blattläuse
  • Salbei vertreibt Raupen, Schnecken und Blattläuse 

Schädlinge im Garten mit Gewürzen bekämpfen

Ameisen werden von Zimtgeruch vertrieben.
(Foto: CC0 / Pixabay / 5389939)

Ganz ähnlich wirken Gewürze. Sie vertreiben Schädlinge ebenfalls mit ihrem Geruch. Zwei Beispiele für wirksame Gewürze gegen Schädlinge und wie du sie anwendest: 

Oregano gegen Motten und Blattläuse:  

  • Gegen Motten im Haus gibst du bis zu drei gehäufte Esslöffel getrockneten Oregano in ein luftdurchlässiges Duftsäckchen (eine ausgediente Socke tut es genau so) und platzierst dieses in deinem Kleiderschrank oder Küchenregal. Der Duft wird die Schädlinge ganz natürlich fernhalten.
  • Um Blattläuse zu beseitigen, gib etwa zehn bis 15 Gramm getrockneten Oregano auf einen Liter kochendes Wasser und lasse den Sud ziehen. Sobald er abgekühlt ist, füllst du ihn durch ein feines Sieb oder Küchentuch in eine Sprühflasche. Die mit Blattläusen betroffenen Pflanzenteile kannst du nun bei Bedarf mit dem Oreganosud besprühen. Die kleinen Schädlinge werden die Pflanze schnell verlassen. 

Zimt gegen Ameisen: Der starke Geruch von Zimt vertreibt Ameisen wirksam. Verteile Zimtpulver an Beeträndern, um Blumentöpfe oder auf dem Boden rund um den Balkon, um die kleinen Insekten in Schach zu halten.

Pflanzensud gegen Schädlinge im Garten

Gegen Kartoffelkäfer hilft ein Sud aus Minze und Farn.
(Foto: CC0 / Pixabay / 272447)

Eine weitere nachhaltige Möglichkeit, Schädlinge im Garten loszuwerden, ist selbst gemachter Pflanzensud. Dieser lässt sich kostengünstig in großen Mengen selbst herstellen und einfach anwenden.

Zwei effektive Methoden:

  • Knoblauch-Chili-Sud gegen Blattläuse: Die Schärfe von Chili und Knoblauch vertreibt Blattläuse. Für den Sud zerkleinerst du eine Handvoll frische Chili und Knoblauchzehen und übergießt sie mit einem halben Liter kochendem Wasser. Lasse den Sud abkühlen. Zur Anwendung des Chili-Knoblauch-Suds verdünnst du ihn noch einmal im Verhältnis eins zu zehn mit klarem Wasser und füllst ihn in eine Sprühflasche um. Besprühe damit die befallenen Pflanzenteile. Praktisch: Chili-Knoblauch-Sud wirkt nicht nur gegen Blattläuse. Er ist gleichzeitig ein effektives Mittel gegen Pilzbefall. 
  • Brühe aus Minze und Farn gegen Kartoffelkäfer: Mit dem selbst gemachten Pflanzensud kannst du den zerstörerischen Käfern zu Leibe rücken, ohne sie zu töten. Am besten wirkt der Minz-Farn-Sud, wenn du ihn mehrfach morgens und abends auf die Pflanzen sprühst. Mehr dazu hier: Kartoffelkäfer erkennen und bekämpfen – mit natürlichen Mitteln

Schädlinge im Garten mit Nützlingen bekämpfen

Marienkäfer fressen Blattläuse.
(Foto: CC0 / Pixabay / Efraimstochter)

In der freien, unberührten Natur halten sich die verschiedenen Populationen an Tieren und Pflanzen meist gegenseitig im Gleichgewicht. Dieses Prinzip kannst du in deinem Garten weiterführen, wenn bestimmte Schädlinge beginnen, sich aufgrund fehlender Fressfeinde stark auszubreiten. Drei Beispiele:

  • Marienkäfer gegen Blattläuse: Hast du mit verstärktem Blattlausbefall im Garten zu kämpfen, kannst du den Schädlingen mit ihren natürlichen Fressfeinden den Garaus machen: Marienkäfer. Die hübschen Käfer kannst du laut NABU im Gartenfachhandel erwerben oder online bestellen und rund um die befallenen Pflanzen aussetzen. Marienkäfer fressen liebend gerne Blattläuse. Aber auch Gallmückenlarven und andere Schädlinge stehen auf ihrem Speiseplan. Bedenke bitte:Marienkäfer zu bestellen kann in einigen Fällen sinnvoll sein, bedeutet für die Tiere aber Stress. Versuche daher wenn möglich, die kleinen Käfer zunächst natürlich anzulocken, indem du Pflanzen anpflanzt, die Marienkäfer lieben. Dazu gehören beispielsweise Ringelblume, Kornblume oder Minze
  • Raubmilben gegen Schädlinge im Garten: Raubmilben sind Spinnentiere, die Schädlinge wie Fliegenlarven, Mückenlarven und Milben vertilgen. Die winzig kleinen Tiere werden nur etwa einen halben Millimeter groß, fressen sich aber in rasender Geschwindigkeit die Schädlinge. Raubmilben kannst du online bestellen. Mit einem beigelegten Pinsel kannst du die mikroskopisch kleinen Nützlinge verteilen.
  • Nematoden gegen Schädlinge: Gegen bestimmte Schädlinge wie den Buchsbaumzünsler oder Engerlinge hat sich der Einsatz von Nematoden bewährt. Die winzigen Fadenwürmer leben unter der Erde und ernähren sich hier bevorzugt von Larven und Engerlingen. Die Entstehung von Schädlingen wird so natürlich durch sie begrenzt. Achtung: Auf bestimmte Pflanzen wie Kartoffeln, Spinat oder Rüben können Nematoden kontraproduktiv wirken. Achte darauf, dass du die Nützlinge nur verwendest, wenn du keine der gefährdeten Pflanzen in der Nähe hast. Ansonsten schütze diese Pflanzen zumindest, indem du sie etwa mit organischem Dünger widerstandsfähiger machst.

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Schlagwörter: Garten Gewusst wie Pflanzen Schädlinge

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10 Hausmittel gegen Schädlinge im Garten

Die besten Tipps gegen Schädlinge im Garten

Blattlaus, Schnecke, Ameisen? Kein Problem – mit diesen zehn Hausmitteln haben die lästigen Plagegeister keine Chance mehr.

Ameisen und Blattläuse können zu einer echten Plage im Garten werden [Foto: epioxi7 Shutterstock.com]

Abgefressene Blätter, welke Pflanzen, kaputte Früchte: Für den Alptraum jedes Gärtners sind oft kleine Schädlinge, wie die Blattlaus, verantwortlich.

Wer die kleinen Biester vertreiben will, greift zu Pflanzenschutzmitteln, obwohl diese teuer und nicht gerade umweltfreundlich sind.

Doch mit diesen zehn Hausmitteln vertreiben Sie die Schädlinge aus Ihrem Garten – und das garantiert ohne Chemie.

Tipp 1: Mauern errichten

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wer von Anfang an verhindern will, dass Schnecken sich an seinen Pflanzen ergötzen, sollte vorab Barrieren schaffen. Tannennadeln als Ring um die Pflanzen gestreut, schrecken die Plagegeister ab. Jedoch müssen diese immer wieder, spätestens nach dem ersten Regen, erneuert werden.

Wer eine langfristige Lösung sucht, greift zum Scheckenzaun. Die nach unten gebogenen Kanten sind für die kleinen Tierchen ein unüberwindliches Hindernis und schützen die Pflanzen sicher vor Fraßschäden. Nicht nur modern und rückenfreundlich, sondern auch ein Schneckenschreck, sind weiterhin Hochbeete.

Kriechende Tierchen können die hohen Pflanzen kaum erreichen und das Beet ist so vor ihnen sicher.

Bei Hochbeeten haben lästige Schnecken keine Chance [Foto: lavizzara/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Ins Netz gegangen

Auch fliegende Schädlinge können mit einfachen Methoden von Pflanzen abgehalten werden. Anstatt zu handeln, wenn der Schaden schon passiert ist, können Sie Barrieren aufstellen, welche die Schädlinge von Anfang an aufhalten. Engmaschige Netze über den Pflanzen schützen nicht nur vor Kohlweißling und Gemüsefliege.

Auch Vögel oder Nager, die sich gerne mal an frischen Beeren bedienen, werden zuverlässig ausgesperrt. Das Netz sollte jedoch regelmäßig überprüft werden: Wind, Wetter und Nagetiere können große Löcher in die feinen Netze schlagen, sodass sie keinen Schutz mehr bieten.

Außerdem können sich unerfahrene Jungvögel in den Netzen verheddern, die dann von Menschenhand befreit werden müssen.

Netze schützen Ihr Gemüse vor Insekten, Vögeln und Nagern [Foto: audaxl/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Die richtige Nachbarschaft

Nicht jeder Schädling mag jede Pflanze. Im Gegenteil: Mancher Gartenbewohner vertreibt die lästigen Tiere regelrecht. Pflanzen mit starken ätherischen Ölen wie Lavendel oder Zwiebeln vertreiben Blattläuse aus ihrer Umgebung.

Nacktschnecken dagegen können mit einem „Schutzkreis“ von Nelken oder Maiglöckchen (auch andere Pflanzen mit pelzigen Blättern eignen sich) überlistet werden. Kartoffelkäfer mögen keinen Meerrettich, Wühlmäuse können Knoblauch nicht leiden und Ameisen verabscheuen mediterrane Pflanzen.

Wer also ein bisschen Zeit in die Planung der richtigen Beetnachbarn investiert, braucht sich später weniger Sorgen um die Plagegeister zu machen.

Der Duft von Lavendel vertreibt so manchen Schädling [Foto: Dimitar Bosakov/ shutterstock.com]

Tipp 4: Nützlinge

Der Feind meines Feindes ist mein Freund. So oder so ähnlich lautet wohl der Grundsatz der biologischen Schädlingsbekämpfung. Denn wer seinen Garten frei von lästigen Schädlingen haben will, sollte die Nützlinge nicht vertreiben. Der Marienkäfer sieht zum Beispiel nicht nur schön aus, er vernichtet ganze Blattlauskolonien.

Auch Schlupfwespen sind wahre Schädlingskiller und fressen Raupen, Fliegenlarven, Wespen und Käfer. Mittlerweile werden die Nützlinge sogar kommerziell gezüchtet und können in manchen Gartencentern oder im Internet gekauft werden. Die kleinen Helfer kommen als Eier auf kleinen Karten, welche nun an die Pflanzen gehängt werden.

In dem nächsten Tagen schlüpfen die Tiere und machen sich dann an die Arbeit, während Sie die Beine hochlegen können.

Marienkäfer sind nützliche Helfer gegen Blattläuse [Foto: Anneka/ Shutterstock.com]

Tipp 5: Ein Herz für Igel und Enten

Igel, Frösche und Vögel scheinen zunächst sehr unterschiedlich, haben aber eine gemeinsame Leibspeise: Insekten. Damit sich die Tiere auch im Garten wohlfühlen, hilft es, ihnen Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Hecken, Steinhaufen und Teiche geben den Tieren ein Versteck und eine Überwinterungsmöglichkeit.

Möglichkeiten zur Unterstützung von Igeln im Herbst finden Sie in diesem Artikel.
Auch dicht bepflanzte Stellen im Garten finden die Tiere gut und bedanken sich, indem sie allerlei Schädlinge verputzen. Laufenten eignen sich ebenfalls ideal als Schneckenabwehr.

Mit einem Gartenteich und ein bisschen Pflege fühlen sich die Tiere nicht nur pudelwohl, sondern vernichten auch Ihren Nacktschneckenbestand.

Tipp 6: Brennnessel- und Rhabarberjauche

Brennnesseljauche vertreibt Nacktschnecken und Blattläuse und kommt dabei ganz ohne Chemie aus. Für die Herstellung dieses natürlichen Pflanzenschutzes braucht es einfach nur Brennnesseln und Wasser. Die Brennnesselblätter werden in Wasser eingeweicht und an einen sonnigen Ort gestellt.

Nun heißt es, jeden Tag rühren, bis die Flüssigkeit anfängt zu gären. Bilden sich nach zwei bis drei Wochen keine Bläschen mehr, kann die Brennnesseljauche, in einem Verhältnis von 1:10 mit Wasser verdünnt, auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden.

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Da die Herstellung sehr geruchsintensiv ist, empfiehlt es sich, die Jauche an einem abgelegenen Platz im Garten anzusetzen. Um den Geruch etwas zu mildern, kann man eine Handvoll Gesteinsmehl in die Flüssigkeit streuen. Auch Rhabarberjauche eignet sich zum Schutz vor Plagegeistern.

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Die enthaltenen Sennoside und die Oxalsäuren vertreiben Läuse und Wanzen aus jedem Beet.

Eine selbstgemachte Jauche aus Brennnesseln vertreibt Nacktschnecken und Blattläuse [Foto: PosiNote/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Milch gegen Mehltau

Echter Mehltau kann eine richtige Plage sein. Der Pilz breitet sich als Belag auf der Oberseite von Zierpflanzenblättern aus und sieht nicht nur unschön aus, sondern hemmt auch das Wachstum der Pflanzen. Ein einfaches Hausmittel zur Bekämpfung und Vorbeugung gegen die Erkrankung ist Kuhmilch.

Unbehandelte Kuhmilch (am besten frische Rohmilch vom Bauern) in einem Verhältnis von 1:8 mit Wasser gemischt, sollte dazu zwei Mal die Woche auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Die enthaltenen Mikroorganismen bekämpfen den Pilz und sorgen für ein rasches Verschwinden der Krankheit.

Das in der Milch enthaltene Natriumphosphat stärkt die Pflanze zusätzlich und schütz sie vor einer erneuten Infektion.

Mehltau ist eine echte Plage [Foto: AJCespedes/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Brühe kochen

Um Pflanzenschädlingen vorzubeugen, haben sich verschiedene Sude aus Pflanzen bewährt. Zum Ansetzten nutzt man 10 g frische oder getrocknete Kräuter, die mit einem Liter Wasser gemischt und dann einen Tag stehen gelassen werden. Ackerschachtelhalm sollte zusätzlich 30 Minuten geköchelt werden.

In einem Verhältnis von 1:10 verdünnt, wird die Brühe dann auf befallene Pflanzen aufgetragen. Ackerschachtelhalm hilft dabei gegen Pilze und Spinnenmilben, Farnkraut gegen Schnecken.

Ein Sud aus Holunderblüten ist nicht nur vorbeugend gegen den Kohlweißling, sondern vertreibt auch Wühlmaus und Maulwurf, wenn man es in ihre Gänge gibt.

Tipp 9: Spritztour

Manchmal kann es auch ganz einfach sein: Sind Blattlaus- oder Thrispenbefall noch nicht so stark ausgeprägt, reicht manchmal schon der Griff zum Wasserschlauch. Mit einem starken Strahl können die Tierchen einfach von den Blättern gespült werden.

Verträgt die Pflanze kein Wasser, kann auch etwas Klebeband helfen. Einfach um die Hand gewickelt (Klebrige Seite nach außen) und die Pflanzen damit abtupfen.

Die Krabbeltiere bleiben am Klebeband hängen und können so mühelos abgesammelt und dann entsorgt werden.

Mit einem starken Strahl können einige Schädlinge einfach von den Blättern gespült werden [Foto: topseller/ Shutterstock.com]

Tipp 10: Auf dem Leim gegangen

Auch Obstbäume wollen geschützt werden. Raupen und Spanner können ansonsten nicht nur die Ernte vermiesen, sondern auch den Bäumen empfindliche Schäden zufügen. Leimringe verhindern, dass die Schädlinge überhaupt erst an den Baum kommen. Im Frühjahr können die grünen Manschetten an den Stämmen der Bäume befestigt werden.

Hat der Baum tiefe Einkerbungen in der Rinde, sollten diese mit Papier ausgestopft werden. So wird verhindert, dass die Krabbeltiere unter dem Leimring nach oben gelangen. Versucht nun ein Insekt am Baum nach oben zu krabbeln, bleibt es an der klebrigen Substanz hängen.

In jedem Frühjahr sollten die Leimringe ausgetauscht werden, da sie über den Winter an Klebekraft verlieren.

Leimringe verhindern, dass die Schädlinge überhaupt erst an den Baum kommen [Foto: AlexBuess/ shutterstock.com]

Nützlinge sind bekanntlich hervorragend geeignet um Schädlinge im Garten zu bekämpfen. Doch wussten Sie, dass es auch unter den Nematoden einige nützliche Arten gibt? Hier finden Sie Wissenswertes zum Thema Nematoden als Nützlinge.

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Источник: https://www.plantura.garden/gruenes-leben/10-hausmittel-gegen-schaedlinge-im-garten

Wirksame Mittel gegen Schädlinge im Garten

Die besten Tipps gegen Schädlinge im Garten
Auf Gartenpflanzen treiben regelmäßig alle möglichen Schädlinge ihr Unwesen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Jeder Gartenbesitzer ist stolz auf seine persönliche grüne Oase. Ob Rasenpflege, Blumen gießen oder Boden düngen – um es richtig schön zu haben und seinen Pflanzen die optimalen Bedingungen zu liefern, steht viel Arbeit an.

Kein Wunder, dass der Ärger groß ist, wenn plötzlich Schädlinge im Garten ihr Unwesen treiben. So lassen Blattläuse regelmäßig unsere Pflanzen verkümmern, Maulwürfe graben unerwünscht den Rasen um und Schnecken stillen ihren Hunger an allem, was ihnen zwischen die Fühler kommt.

Doch was tun gegen die unwillkommenen Gäste? In unserem Ratgeber klären wir Sie über erfolgreiche Schädlingsbekämpfung auf.

Inhaltsverzeichnis

Gartenbesitzer sind bei der Wahl der Mittel häufig nicht zimperlich und verwenden in der Regel chemische Gifte. Dabei werden Insektizide zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt, Akarizide helfen gegen Spinnen und Spinnentiere und Rodentizide gehen gegen Nagetiere, also Ratten und Mäuse vor. Mit dem Einsatz der chemischen Keule lässt sich nahezu jedes Problem beseitigen.

Sobald größere Schäden an den Pflanzen ersichtlich sind, sollte gehandelt werden.

Beachten Sie jedoch: Diese Mittel sind auch schädlich für zahlreiche nützliche Insekten. Zudem können sich Rückstände in Pflanzen bilden, was unter Umständen gesundheitliche Beschwerden zur Folge hat. Damit die lästigen Tiere dennoch nicht die Oberhand in Ihrem Garten gewinnen, haben wir einige Tipps für eine umweltfreundliche Bekämpfung zusammengestellt.

Schnecken

Kaum ein Schädling bringt Gartenbesitzer so zur Verzweiflung wie die Schnecke. Vor allem Nacktschnecken können in einer Nacht Mengen verschlingen und dabei ein Beet bis zum “Kahlfraß” zerstören.

Die dicken und schleimigen Tiere haben einen nahezu unbändigen Appetit.

Da eine intensive Sonneneinstrahlung zur Austrocknung führen kann, sind sie vor allem abends und nachts sowie an regnerischen Tagen aktiv.

In jedem Fall ist der Kampf gegen die gefräßigen Biester Fleißarbeit, denn das Einzige, was nachhaltig hilft, ist das Einsammeln. Hierzu stellen Sie am besten an einigen Stellen im Garten feuchte Bretter und Ziegel auf. Die Schnecken verkriechen sich tagsüber darunter und Sie können Sie problemlos beseitigen.

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Zusätzlich empfiehlt es sich, um das Gemüsebeet einen kleinen Graben anzulegen (etwa 10 cm breit und 5 cm tief). Durch das anschließende Auslegen von Sägespänen, Kieselsteinen oder Sand bildet er eine unüberwindbare Barriere. Sobald es nass wird, muss das Hindernis allerdings erneuert werden.

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Die nachhaltigste Methode um die Schneckenanzahl zu reduzieren, ist das Einsammeln.

Die natürlichen Feinde von Schnecken sind übrigens Igel, Vögel (z.B. Laufenten) und Kröten. Wenn Sie diesen einen Platz in Ihrem Garten schaffen, kann auch das gegen die ungeliebten Kriechtiere helfen.

Als abwehrende Pflanzen gelten beispielsweise Schnittlauch, Knoblauch, Männertreu, Fingerhut und Petersilie. Bauen Sie hiermit eine Art Schutzmauer um Ihr Beet. Als letzte Möglichkeit dient Schneckenkorn.

Dieses Mittel ist zwar umweltfreundlich, tötet jedoch auch die unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecken sowie andere Gehäuseschnecken.

Blattläuse

Auch Blattläuse haben schon so manchem Gartenfreund zur Weißglut getrieben. Allein in Mitteleuropa sind etwa 850 verschiedene Blattlausarten bekannt. Die winzigen Insekten können so gut wie jede Pflanze befallen und ernähren sich von Pflanzensäften. Zudem übertragen manche Arten Krankheiten in Form von Viren und können so zum Tod von Pflanzen führen.

Bevor man zu chemischen Mitteln greift, empfehlen sich mildere Methoden. Zunächst sollten die natürlichen Feinde der Blattlaus zum Einsatz kommen.

Marienkäfer und verschiedene Fliegenlarven, Laufkäfer und Weichkäfer fressen die Blattläuse einfach auf. Der Fachhandel bietet speziell zu diesem Zweck Marienkäferlarven an.

Tipp: Zur Vorbeugung bietet es sich an, die Nützlinge schon vor dem Blattlausbefall im Garten anzusiedeln.

Zur weiteren Bekämpfung eignet sich zum Beispiel Brennnesseljauche. Legen Sie hierzu circa ein Kilogramm Brennnesselmasse in zehn Liter Wasser.

Nach zwei Tagen begießen Sie mit der Jauche die befallenen Pflanzen. Der unangenehme Geruch vertreibt die unwillkommenen Schädlinge.

Auch Eichenblatt- oder Eichenrindenjauche sowie das mehrfache Abspritzen mit Wasser können helfen.

Maulwürfe

Maulwürfe können während ihrer Beutesuche vor allem die Optik des Rasens zerstören.

Freiwillig und ohne gefragt zu werden, graben Maulwürfe gerne unseren ganzen Garten um.

Bei seiner Suche nach Insekten, Würmern und Schnecken kommt es zwar vor, dass er beim Graben Wurzeln beschädigt, aber hauptsächlich ärgert er den Gärtner aufgrund der Hügel, die er im Garten hinterlässt.

Das sieht zwar unschön aus, trotzdem sind die Tiere nützlich: Anstatt sich an den hübschen Zierpflanzen auszutoben, lockern sie den Boden, fressen andere Schädlinge und verbessern die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen.

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Wen die braunen Hügel jedoch stören, sollte in jedem Fall auf natürliche Bekämpfungsmittel zurückgreifen. Denn wer einen Maulwurf tötet, verstößt gegen das Gesetz. Nach der Bundesartenschutzverordnung sind Maulwürfe „besonders geschützt“.

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Um die kleinen Tiere zu vertreiben, gibt es allerdings ökologische Methoden. Beispielsweise können Sie im Handel besondere Fallen erwerben, mit denen Sie das Tier lebend fangen und anschließend an einem geeigneten Ort wieder freilassen.

Außerdem reagieren Maulwürfe empfindlich auf bestimmte Gerüche. Aufgrund von Sekt-, Wein- oder Spirituosenflaschen, die umgedreht in die Maulwurfslöcher gesteckt werden, suchen die Tiere schnell das Weite. Auch auf Vibrationen reagieren sie sensibel.

Im Fachhandel gibt es daher elektronische Geräte zu kaufen, die den Maulwurf mit Schwingungen stören.

Wühlmäuse

Auch Wühlmäuse richten im Garten oftmals großen Schaden an. Sie nagen fleißig an Wurzeln von Gemüsepflanzen, Obstbäumen, Beerenobst und Rosen und sind zudem noch sehr vermehrungsfreudig.

Wühlmäuse nagen an den Wurzeln und schaden so den Pflanzen.

Gegen die kleinen Nager hilft die bewährte Methode „Mausefalle“. Damit die Tiere dabei nicht zu Schaden kommen, können Lebendfallen benutzt werden.

Als Köder eignet sich Gemüse wie Möhren oder Sellerie. Außerdem hilfreich: Der Einsatz von Duftstoffen.

Der Fachhandel bietet spezielle Duftmittel, die einfach in die Gänge der Wühlmäuse gegeben werden und sie auf diese Weise vertreiben.

Zur Vorbeugung können Gartenfreunde Blumenzwiebeln, Gehölze und Rosen mit Draht umzäunen. Außerdem können Sie Beetkanten mit Bordsteinen umranden. Diese Aufgabe ist allerdings aufwendig: Um einen optimalen Schutz zu bieten, müssen diese mindestens 50 Zentimeter in die Erde eingelassen werden.

Schildläuse

Da die männlichen Schildläuse keine Fressorgane besitzen, sind lediglich die weiblichen Exemplare für den Garten eine Gefahr. Diese bekommt man allerdings nur selten zu Gesicht. Sie saugen sich an Stängeln und Blättern fest und bilden winzige bräunliche Flecken, die man leicht für einen Teil der Pflanze hält. Ihre Nahrungsquelle ist der Pflanzensaft.

Um Schildlaus-Befall vorzubeugen, empfiehlt es sich den Boden regelmäßig zu lockern und mit Kompost zu düngen.

Der Duft von Kräutern wie Lavendel oder Kapuzinerkresse hält den gut getarnten Pflanzenschädling fern.

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Sind Ihre Pflanzen nur leicht befallen, reicht es in der Regel schon aus, die Läuse abzuwischen oder mit einem harten Wasserstrahl zu beseitigen.

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Auch selbstgemixte Brühen aus Knoblauch, Zwiebelschalen, Brennnessel oder Wermut helfen in diesem Fall weiter. Bei stärkerem Befall eignet sich der Einsatz von ölhaltigen Mitteln. Da diese Methode jedoch auch zum Absterben der betroffenen Blätter führt, sollte man das Mittel besser mit einem Pinsel ausschließlich auf Stamm und Äste auftragen.

Rüsselkäfer

Rüsselkäfer fressen meist die Blätter an und ihre Larven die Wurzeln der Pflanzen.

Rüsselkäfer zählen zu den gefürchtetsten Schädlingen im Garten. Knapp tausend verschiedene Arten treten allein in Deutschland auf.

Der bekannteste davon: der Dickmaulrüssler. Die kleinen Käfer benötigen nur wenig Zeit, um große Mengen zu verschlingen und setzen so unseren Pflanzen übel zu. Dabei gibt es für fast alle Pflanzen spezialisierte Arten.

Lediglich Orchideen und Kardengewächse werden nicht befallen.

Eine bewährte Bekämpfungsmethode: parasitierende Nematoden. Hierbei handelt es sich um winzige Fadenwürmer, die ihre Eier in die Käferlarven legen und sie schließlich von innen auffressen.

Der Handel bietet Nematoden in Tongranulat an, das Sie als Gießwasserzusatz über den befallenen Boden sprühen. Ein spezielles Dosiergerät, das an den Gartenschlauch angebracht wird, kann beim Verteilen helfen.

Weiße Fliege

Die weiße Fliege wird auch Mottenschildlaus genannt und ist demnach keine Fliege, sondern gehört zur Familie der Pflanzenläuse.

Die kleinen Tierchen ernähren sich von Pflanzensaft und befallen besonders gerne Erdbeeren, Bohnen, Tomaten, aber auch verschiedene Zierpflanzen.

Auf den Pflanzenstängeln legen sie ihre Eier ab, aus denen Larven schlüpfen, die sich dann an der Blattunterseite der Pflanzen festsaugen. Im letzten Larvenstadium bildet sich eine Puppe, in der die Umwandlung in das ausgewachsene Tier erfolgt.

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Zur Bekämpfung der Mottenschildlaus werden vor allem ihre natürlichen Feinde eingesetzt. Hierzu zählen zum Beispiel Schlupfwespen und Raubwanzen, die Sie auch als Larven im Handel erwerben können.

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Außerdem können Gelbtafeln zur Anwendung kommen. Die Läuse werden durch die gelben, mit Klebstoffen versehenen Papp- oder Kunststofftafeln angelockt und bleiben anschließend auf diesen kleben.

Diese stellen aber auch eine Gefahr für andere Insekten dar.

Raupen

Einzelne Raupen sind noch ungefährlich – in Massen können sie aber großen Schaden anrichten.

Als Raupen bezeichnet man die Larven von Schmetterlingen und einiger anderer Insekten.

In diesem Stadium sind sie sehr gefräßig und können daher in unseren Gärten große Schäden anrichten. Gerade junge Pflanzen sind hier besonders betroffen. Treten die Schädlinge lediglich alleine auf, besteht keine Gefahr. In diesem Fall können Sie sie einfach einsammeln und umsiedeln.

Normalerweise sorgen auch Vögel dafür, dass sich der Raupenbestand nicht unkontrolliert vermehrt.

Manchmal entsteht jedoch eine echte Raupenplage. Hilft das Absammeln nicht mehr weiter, kann man zunächst zu Hausmitteln greifen. Gemüse oder Beerensträucher können Sie zum Beispiel mit Schmierseifenwasser besprühen.

Eine Hilfe kann es außerdem sein, befallene Sträucher mit Tabakasche oder Ruß zu bestreuen. Auch auf den Geruch von Knoblauch reagieren Raupen empfindlich.

Nur wenn es zu einer großen Massenansammlung gekommen ist, sollten Sie auf Pflanzenschutzmittel zurückgreifen.

 

Bedrohungen in Form von kleinen Schädlingen gibt es für Ihren Garten viele. Am besten ist es deshalb vorzubeugen und den Schädlingen erst gar keine guten Bedingungen zu schaffen. Viele Pflanzen wie Lavendel oder Knoblauch schrecken einige Schädlinge zum Beispiel schon ab.

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Siedeln sie sich allerdings trotzdem an, sollten Sie Ihren Pflanzen und der Natur zuliebe zuerst auf natürliche Bekämpfung setzen. Erst, wenn nichts anderes mehr hilft, sollten chemische Mittel zum Einsatz kommen.

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Haben Sie Ihren Garten gegen die kleinen Schädlinge verteidigt, können Sie dann wider in Ihrem kleinen Paradies entspannen.

 

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Источник: https://www.markt.de/ratgeber/heimwerker-garten/die-haeufigsten-schaedlinge-im-garten-wirksame-mittel-gegen-unwillkommene-gaeste/

Übeltäter im Garten! So werden Sie Pflanzenschädlinge umweltfreundlich los

Die besten Tipps gegen Schädlinge im Garten

Jeder kennt sie, jeder hat sie im Laufe der Zeit einmal und meistens will man sie ganz schnell wieder loswerden – kleine Schädlinge im eigenen Garten. Egal ob Blattläuse auf den schönen, gepflegten Rosen oder Raupen zwischen den Obststauden – die kleinen Biester sind lästig und auf Dauer schädlich für die Pflanzen.

Vorbeugung ist das A und O

Parasiten, Schnecken und Pilze als Dauergäste in Ihrem Garten? Das muss nicht sein. Denn es gibt eine Reihe natürlicher Möglichkeiten die unbeliebten Besucher gar nicht erst in den Garten zu lassen.

1.     Natürliche Barrieren schaffen

Auch mechanische Barrieren halten Schädlinge von Ihren wertvollen Pflanzen fern.

Schädlinge können Sie abwehren, indem Sie einfach mechanische Barrieren schaffen. Dann ist es den meisten Schmarotzern erst gar nicht möglich, an Ihre schönen Pflanzen zu gelangen. Bewährte Mittel:

  • Engmaschige Netze machen Gemüsefliegen und Kohlweißlingen das Leben schwer.
  • Das gleiche gilt für Vliese. Diese sorgen nicht nur unter der Erde für Schutz gegen Unkraut, sondern können auch direkt auf das Beet gelegt werden.
  • Spezielle Kunststoffzäune halten Schnecken im Zaum.
  • Hochbeete sind ebenfalls für kriechende Schädlinge unerreichbar. Hier geht’s zur Anleitung der schönen Beete.

Hochbeete bieten ausgezeichneten Schutz gegen Nacktschnecken.Sie müssen dabei nicht unbedingt auf die teuren Zäune im Fachhandel zurückgreifen. Aus alten Plastikbechern oder Eimern für Malerfarbe können Sie die Zäune selbst entwerfen. Einfach den Boden ausschneiden und wie einen „Burgwall“ als Ring um die Pflanze setzen. So haben Schnecken keine Chance mehr.

  • In den frühen Morgenstunden können Sie Ihre Pflanzen (sofern sie es vertragen) mit Steinmehl vorsichtig bestäuben. Das hält ebenfalls anfliegende Insekten fern.
  • Algenkalt, Asche oder Sand sind bewährte Methoden gegen Kriech- und Laufangriffe. Besonders Nacktschnecken, die viel Feuchtigkeit brauchen, meiden die austrocknenden Bodenbeläge.

2.    Pflanzen gegen Schädlinge setzen

Alternativ zu mechanischen Barrieren sind auch die Aromen vieler Pflanzen für Schädlinge unerträglich und lassen sie schnell das Weite suchen oder sind schlicht ungenießbar und giftig für sie.

Gegen Nacktschnecken:

Nacktschnecken – ein Alptraum für jeden grünen Salat.

  • Farne, Gräser und pelzige Blattpflanzen, sind in ihren Augen ungenießbar, für Gärtner jedoch eine gute Idee, damit die Ränder von Beeten zu bepflanzen. Dazu gehören beispielsweise Fetthenne, Maiglöckchen und Nelken.
  • Den Geruch von stark riechenden Gartenkräutern, wie Thymian und Rosmarin vertragen Schnecken nicht.
  • Auch Weihrauch können Nacktschnecken nicht riechen. Tipp: Wählen Sie einen halbschattigen Platz im Blumenbeet aus.

    Hier gedeiht der Weihrauch am besten.

Gegen Blattläuse:

Lavendel vetreibt Blattläuse.

  • Pflanzen, die ätherische Öle enthalten, wie Lavendel, Salbei und Zwiebel, halten die Läuse fern. Lavendel wird dabei gern zwischen Rosen gepflanzt.
  • Kapuzinerkresse und Bohnenkraut sind ebenfalls unbeliebt bei den Tierchen – auch wenn noch nicht bekannt warum.

    Sie eignen sich beispielsweise gut zum Schutz bei Obstbäumen und Gemüsestauden

Gegen Kartoffelkäfer:

Der Kartoffelkäfer schädigt nicht nur die Kartoffelpflanze, sondern auch Paprika oder Aubergine.

  • Zugegeben – diese Käfer sind hart im Nehmen. Aber Meerrettich verabscheuen sie zutiefst. Meerrettich-Stecklinge bekommen Sie im Pflanzenhandel. Tipp: Umzäunen Sie die Pflanzen im Beet mit einer Wurzelsperre, denn Meerrettich neigt zum Wuchern.

Gegen Wühlmäuse:

Wurzelgemüse und Stauden müssen unter den Wühlmäusen leiden.

  • Hilft Knoblauch. Kann man ihnen allerdings fast nicht verübeln.
  • Knoblauch können Sie von Februar bis März oder September bis Oktober anpflanzen.

Gegen Ameisen:

Gegen die Ameisenschar hilft Wermut.

  • Ameisen gehören eigentlich eher zu den Nützlingen als zu den Schädlingen. Nimmt ihre Population allerdings überhand, helfen mediterrane Kräuter, wie Thymian, Majoran oder auch Lavendel.
  • Auch Wermut hält Ameisen von Beeten (oder Küchen, Terrasse, Sandkästen etc.) fern.

3.     Nützlinge in den Kampf ziehen lassen

Wenn Duftkräuter und Pflanzen alleine nicht ausreichen oder nicht in Ihr Gartenkonzept passen, können Sie sich auch Unterstützer im Kampf gegen die Schädlinge holen.

Zweipunkt-Marienkäfer:

Marienkäfer mögen Blattläuse; Blattläuse jedoch Marienkäfer nicht.

  • Ist der beste Frontmann gegen Blattläuse.

Florfliegen:

Florfliegen: Ihre Freunde im Kampf gegen die Blattläuse.

  • Ebenfalls Kumpanen gegen die Blattlaus-Invasion.

Raubmilben:

Fressen Spinnmilben und Kräuselmilben.

  • Je nach Unterart natürliche Feinde gegen Thripse, Trauermücken und Spinnmilben.

Gemeiner Ohrwurm:

Hilft bei der Bekämpfung von Läusen.

  • Läuse aller Art werden von ihm gefressen.

Schlupfwespen:

Schlupfwespen werden teilweise sogar kommerziell für die Schädlingsbekämpfung gezüchtet.

  • Beliebtes Aufräumkommando auf Obstplantagen gegen Raupen und Larven von Fliege, Blattwespen und Käfer.

Laufenten:

Laufenten lieben Teiche und Nacktschnecken.

  • Hört sich erstmal ungewöhnlich an, aber so eine Laufente kann der perfekte Bewohner Ihres Gartens werden, noch dazu, wenn Sie bereits einen eigenen Teich besitzen oder planen einen Teich anzulegen.

    Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Artikel zur Gartenteich-Gestaltung. Das Beste: ihre Leibspeise sind Nacktschnecken. Und zum Teich fehlt dann nur noch der passende Gartenpavillon.

Ein Gartenpavillon sieht nicht nur wunderschön aus, sondern kann gleichzeitig auch das neue Zuhause für Ihre Laufenten werden.

Nützlinge aller Art finden Sie hier.

Auf das Populationsverhältnis achten!Bei allen Nützlingen gilt: Achten Sie auf das Populationsverhältnis! Denn auch Nützlinge brauchen Nahrung und vermehren sich. Sind nicht mehr genügend Schädlinge zum Fressen da, werden sie andere Pflanzen befallen. Am besten setzen Sie erstmal etwas weniger Nützlinge als notwendig in den Garten und beobachten auf längere Zeit den Verlauf. Dann vermeiden Sie eine Überpopulation.

Attacke! Wenn es doch zum Kampf kommt

Leider reicht eine gute Vorbeugung nicht immer aus. Wenn sich die Schädlinge in Ihrem Garten verbreitet haben, hilft es nur noch, sie gezielt zu bekämpfen. Dafür brauchen Sie allerdings keine chemischen Mittel.

1.     Brennnessel-Jauche gegen Nacktschnecken

Der Alptraum eines jeden Hobby-Biogärtners sind Schnecken, ganz besonders im Salatbeet. Um die schleimigen Monster aus dem Gemüsebeet zu vertreiben eignet sich ein Sud aus Brenneseln.

Dafür brauchen Sie:

  • 1 Kilogramm Brennnesselblätter
  • 10 Liter Wasser
  • Einen Eimer (am besten mit Deckel)

Brennnesseln sind ausgezeichnete Dünge- und Schädlingsbekämpfungspflanzen.

So wird die Jauche hergestellt:

  1. Die Blätter werden im Wasser vollständig untergetaucht und müssen, am besten an einem sonnigen Ort, für circa ein bis zwei Wochen im Wasser ziehen. Dabei entsteht zunehmend eine braune Farbe und die Flüssigkeit beginnt zu schäumen.
  2. Sobald der Schaum vollständig verschwunden ist, ist die Jauche einsatzbereit. Im Verhältnis 1:10 verdünnen und damit die Beete besprühen.
  3. Nach etwa drei Tagen sollten sich die meisten Schnecken auf der Flucht befinden und die Pflanzen gestärkt sein.

Bei der Gärung entstehen Gase! Das bedeutet, dass auch eine relativ strenge Geruchsentwicklung zu erwarten ist. Legen Sie deshalb einen Deckel auf den Eimer, der nicht vollständig schließt. So kann das Gas noch entweichen, aber der Geruch wird reduziert. Außerdem haben sich Urgesteinsmehl oder Zeolithmehl als Geruchsbinder bewährt. Einfach eine Handvoll davon zur Brühe geben.

Brennnessel enthält zudem Stickstoff, wodurch die Jauche leicht düngt. Daher sparsam dosieren. An sich eignet sich die Jauche auch gegen Blattläuse, Thripsen und Raupen.

Hier ein Anleitungsvideo zur Herstellung von Brennnessel-Jauche:

2.    Wasser marsch! Spritztour gegen Blattläuse und Thripse

Eine einfach, aber durchaus effektive Methode ist das Abspritzen lästiger Insekten. Dafür einfach die Pflanzen von unten mit einem starken Strahl abduschen. Hilft gegen Blattläuse und Thripse.

Wasser marsch! Oftmals hilft es schon, die Schädlinge einfach von den Pflanzen zu duschen.

3.     Schachtelhalme gegen Pilzbefall

Genauso wie beim Brennnessel-Sud können Sie vorgehen, wenn Sie einen Pilzbefall bei Ihren Pflanzen kurieren müssen. Anstatt der Brennnessel nehmen Sie allerdings Schachtelhalme zur Hand.

Der Schachtelhalm-Sud:

  • 10 Kilogramm frischen Schachtelhalm oder 150g getrocknete Halme auf 10 Liter Wasser ansetzen (Verhältnis 1:10).
  • Fermentieren lassen bis der Schaum verschwunden ist, dabei täglich umrühren.
  • Sud im Verhältnis 1:5 verdünnen und abends auf die betroffenen Pflanzen geben.

Schachtelhalm-Sud eignet sich gut gegen Pilzbefall.

Das Verdünnen ist essentiell! Sonst ist die Jauche zu stark und schädigt die Pflanze. An sich können Sie den Sud auch prophylaktisch auf die Pflanzen gießen und so einem Pilzbefall zuvorkommen.

4.    Anti-Sauger-Sud gegen Schildläuse und Wanzen

Hierfür wird wieder eine Jauche hergestellt – dieses Mal aber aus Rhabarber. Die Pflanze steckt voller Sennoside und Oxalsäure, die Schildläuse und Wanzen aus dem Beet verjagen.

Die Oxalsäure und Sennoside im Rhabarber machen ihn zum perfekten Mittel gegen Schildläuse und Wanzen.

Dabei werden 50 Gramm zerkleinerte und getrocknete Rhabarberblätter über Nacht in 1 Liter heißem Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen können Sie den Sud bereits anwenden. Außerdem muss der Rhabarbersud nicht verdünnt werden.

Weitere Pflanzen-Brühen, -Jauchen und –Tees hat das Pflanzenschutzamt Berlin zusammengestellt. Hier finden Sie die Übersicht als PDF zum Ausdrucken.

5.     Leimringe gegen Raupen

Zu guter Letzt noch ein Tipp gegen lästige Raupen und Spanner auf Obstbäumen: Grüne Leimringe, die einfach um den Stamm gewickelt oder aufgestrichen werden, schaffen Abhilfe gegen die Schmarotzer.

Und so sieht das am Ende aus:

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen dabei helfen, Ihren Garten wunderschön und schädlingsfrei zu halten. Eine Alternative zur Schädlingsbekämpfung sind Gewächshäuser. Denn hier erhalten nur die Gäste Zutritt, die Sie ins Haus lassen. Ideen und Anleitung für nachhaltige und umweltbewusste Gewächshäuser haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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Источник: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/pflanzenschaedlinge-umweltfreundlich-bekaempfen/

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