Die Hackschnitzelheizung als kostengünstige Heizanlage für Ihr Eigenheim

Heizung im Neubau – jetzt wird’s heiß!

Die Hackschnitzelheizung als kostengünstige Heizanlage für Ihr Eigenheim

Bauherren müssen sich um Vieles kümmern: Hausangebote prüfen, Baufinanzierung planen, Versicherungen abschließen, Innenausbau bestimmen, Handwerker koordinieren. Ein essentieller Baustein beim Hausbau ist die Entscheidung, welche Heizung im Neubau Einzug halten soll. Wir geben dir einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten.

Zuerst einmal solltest du dir Gedanken zum Thema Heizung machen und einige Punkte klären:

Welche Heizung ist für meinen Neubau die Richtige?

Ob Gasheizung, Stromheizung, Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasseheizung, Pellet- oder Ölheizung – jede Heizungsart hat ihre Vor- und Nachteile, die wir im Folgenden erläutern.

Gasheizung: Vor- und Nachteile

Eine Gasheizung wird mit brennfähigen Gasen wie Erdgas oder mit Flüssiggas – einem Gemisch aus Propan und Butan – betrieben. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird an einen Wärmeträger (zum Beispiel Wasser oder Luft) übertragen, der dann meist per Umwälzeinrichtung in die zu beheizenden Räume geleitet wird.

Gasheizung im Keller mit vielen Rohren. @Ralf Geithe/fotolia.com

Vorteile der Gasheizung

  • Vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten, kostengünstige Installation
  • Geringer Platzbedarf
  • Hohe Energieausbeute und emissionsarme Verbrennung

Nachteile der Gasheizung

  • Gasanschluss ist notwendig
  • Fossiler Energieträger – eine endliche Ressource, die im Vergleich zu erneuerbaren Energien hohe Emissionen verursacht
  • Du bist vom Gaspreis und den damit verbundenen Kosten (Import, Transport, etc.) abhängig

Gasheizungen kosten – je nach gewählter Art und Ausstattung – zwischen ca. 1‘500 – 11‘000 EUR.

Stromheizung: Vor- und Nachteile

Eine Strom- oder Elektroheizung – genauer Elektrogebäudeheizung – erwärmt Gebäude mithilfe von Elektrowärme. Hier gibt es verschiedene Systeme; eines der bekanntesten dürfte der Nachtspeicherofen sein. Aber auch mobile Heizstrahler zählen zu den elektronischen Heizgeräten.

Nachtspeicherofen. Jürgen Fälchle/fotolia.com

Vorteile der Stromheizung

  • Kostengünstig in der Anschaffung
  • Nicht sehr wartungsintensiv
  • Geringer Platzbedarf (abhängig vom gewählten System)

Nachteile der Stromheizung

  • Wie bei vielen anderen Heizungsarten bist du abhängig von einem Preis, in diesem Fall vom Strompreis
  • Auf längere Sicht höhere Energiekosten als bei Öl- oder Gasheizungen
  • Höherer CO²-Ausstoß als bei Öl und Gas

Die Kosten für eine Stromheizung variieren sehr stark, abhängig von der Wahl des Gerätes. Heizlüfter sind schon ab ca. 50 EUR zu haben; die Verlegung einer elektrischen Fußbodenheizung kostet etwa 100 EUR pro Quadratmeter.

Wärmepumpe: Vor- und Nachteile

Eine Wärmequellenanlage entzieht der Umwelt, zum Beispiel der Umgebungsluft, dem Boden, einem Oberflächenwasser oder dem Erdreich Wärme und transportiert sie meist über ein Frostschutzmittel zur Wärmepumpe. Dort nimmt ein Kältemittel die Wärme auf und verdampft. Über einen Verdichter erhöht sich die Temperatur des jetzt gasförmigen Kältemittels und überträgt die Wärme nun auf das Wärmeverteilsystem des Hauses.

Luftwärmepumpe für Heizung und Warmwasser. Hermann/fotolia.com

Vorteile der Wärmepumpe

  • Umweltschonendes und nachhaltiges Wohnen: Die Umgebung dient als Wärmereservoir!
  • Steht unabhängig von Witterung und Tageszeit zur Verfügung
  • Wartungsarm

Nachteile der Wärmepumpe

  • Hohe initiale Kosten (Erschließung, Anschaffung, Zubehör)
  • Nicht an jedem Standort einsetzbar (abhängig von der Art der Wärmepumpe, eventuellen kommunalen Vorschriften oder dem Dämmungsgrad des Gebäudes)
  • Die Pumpe verursacht Lärm

Ganz grob können – je nach Wärmepumpenart – Kosten zwischen 12‘000 und 18‘000 EUR auf dich zukommen.

Solarthermie: Vor- und Nachteile

Eine Solarthermie-Anlage wandelt Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie um. Diese Art der Wärmeerzeugung ist sehr vielversprechend, da die Energie der Sonne um ein Vielfaches höher ist als der Energiebedarf der Menschheit. Hier findet ihr weitere Informationen zur Funktionsweise von Photovoltaikanlagen.

Solardach mit Sonnenpanelen. Horst Schmidt/fotolia.com

Vorteile der Solarthermie

  • Unbegrenzt verfügbare erneuerbare Energiequelle, die staatlich gefördert wird
  • Eine solarthermische Anlage läuft CO²-emissionsfrei
  • Die Anlagen können sogar zur Kühlung eines Gebäudes benutzt werden

Nachteile der Solarthermie

  • In der Nacht liegen Solaranlagen brach
  • Hohe initiale Anschaffungskosten
  • Solarkollektoren benötigen Platz und können unschön aussehen

Die Kosten für eine Solarthermie-Heizung sind abhängig von der Größe der Kollektorfläche und der gewünschten Ausstattung. Dazu kommen Installationskosten. Ganz grob kannst du mit ca. 3‘000 – 7‘000 EUR rechnen.

Biomasse: Vor- und Nachteile

Als Biomasse bezeichnet man tierische und pflanzliche Substanzen, aus denen man Heizenergie, elektrische Energie und Kraftstoffe gewinnen kann. Das können zum Beispiel Holzpellets, Scheitholz, Hackschnitzel oder Pflanzenbrennstoffe (Energiekorn, Strohpellets und Maisspindeln) sein.

Oft handelt es sich bei Biomasse zum Heizen um Abfallstoffe aus einer anderen Produktion, wie zum Beispiel Sägemehl / Sägespäne aus dem Sägewerk. Da diese Stoffe ohnehin entsorgt werden müssen, ist die Energieerzeugung mit Biomasse besonders sinnvoll. So entsteht aus der Entsorgung nämlich noch ein Nutzen!

Modernes Holzheizungssystem mit Brennanlage, Pelletlager und Pufferspeicher (von links nach rechts). kange_one/fotolia.com

Vorteile der Biomasseheizung

  • Erneuerbare Energiequelle, belastet die Umwelt nicht, hat eine positive CO²-Bilanz
  • Bezugspreise für Brennstoffe bleiben dank hoher Verfügbarkeit konstant niedrig
  • In großen Mengen speicherbar
  • Unabhängigkeit von anderen Energiequellen

Nachteile der Biomasseheizung

  • CO²-Bilanz ist schlechter als bei Sonnen- und Windenergie, bei denen keine Verbrennungsprozesse stattfinden
  • Energiedichte ist geringer als bei „klassischen“ Energieträgern
  • Gerade bei Holzpellets ist ein größerer Platzbedarf im Haus nötig

Eine Pelletheizung kann je nach Ausstattung zwischen 10‘000 – 20‘000 EUR kosten. Hier findest du einen ausführlicheren Artikel über das Heizen mit Holz.

Ölheizung: Vor- und Nachteile

Eine Ölheizung erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Heizöl. Sie gibt die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, über einen Wärmetauscher an das Wasser für den Heizkreislauf ab.

Vorteile der Ölheizung

  • Relativ günstig in der Anschaffung
  • Bei geschicktem Einkauf ist Öl ein günstiger Brennstoff
  • Hoher Wirkungsgrad bei modernen Geräten, die übrigens auch gefördert werden

Nachteile der Ölheizung

  • fossile Energiequelle und vergleichsweise hoher CO²-Ausstoß
  • Hoher Platzbedarf für den Öltank
  • Du bist abhängig von Ölpreis-Schwankungen

Je nach Art, Ausstattung und Marke solltest du für die Ölheizung und deren Installation Kosten von 5‘000 – 10‘000 EUR einkalkulieren.

Hast du deinen Favoriten bei diesen Heizsystemen gefunden, kannst du mit der Suche nach einem geeigneten Anbieter beginnen. Das Erstgespräch mit dem Heizungsanbieter solltest du gut vorbereiten. Idealerweise kannst du ihm folgende Fragen beantworten:

  • Wie groß ist die geplante Wohnfläche?
  • Wie viele Stockwerke wird das Haus haben?
  • Wie viele Personen werden im neuen Haushalt leben?
  • Wie hoch wird der durchschnittliche Wärmebedarf im Haushalt ungefähr sein?
  • Wird genügend Platz für die gewünschte Heizungsart vorhanden sein?
  • Welche Dämmung kommt zum Einsatz?

Internetportale wie energieheld.de können bei der Auswahl eines geeigneten Dienstleisters vor Ort helfen. Beide Portale funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Auf kesselfuchs.at beispielsweise geben Interessenten ihre Daten (siehe oben) in einen Konfigurator ein.

Auf dieser Grundlage wird dir eine erste Kostenschätzung zugesendet. Sagt dir diese zu, wird ein Vor-Ort-Termin mit dem passenden Installateur aus der Nähe vereinbart. Anschließend erstellt er dir ein verbindliches Angebot und führt die Installation durch. Der gesamte Vermittlungsprozess ist für Kunden völlig kostenfrei.

So findest du schnell und einfach einen guten Installateur aus deiner Region.

Rechtliches klären

Bei der Auswahl der Heizung für den Neubau solltest du in Deutschland vor allem das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz beachten. Demnach müssen Bauherren für die Beheizung ihres Neubaus anteilig Energie aus erneuerbaren Quellen verwenden.

Beim Neubau gilt es – auch bei Heizungen – auf rechtliche Vorschriften zu achten. © DOC RABE Media/fotolia.com

In Österreich ist für Bauherren der sechste Teil der sogenannten OIB-Richtlinie (Österreichisches Institut für Bautechnik) wichtig. Er regelt unter anderem die Energieeinsparung bei Neubauten. Dabei stehen hocheffiziente alternative Energiesysteme auf der Grundlage von erneuerbaren Quellen im Vordergrund.

In der Schweiz gelten die sogenannten „MuKEn“ (Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich). Sie sehen eine deutliche Reduzierung der Energiebezugsfläche vor. Das soll unter anderem durch modernere und nachhaltigere Heizsysteme geschehen. Neubauten sollen sich ab 2020 ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie versorgen.

Finanzierung der Heizung im Neubau

Die Kosten für die neue Heizung stehen fest, doch wie finanzierst du deine neue Heizung? Je nach Wahl der Heizung beteiligt sich der Staat an den Kosten für den Einbau:

In Deutschland sind die einzelnen Bundesländer – und hier speziell die Landesförderinstitute – für die „Förderung von Wohnraum“ zuständig. Es gibt aber auch landesweite Kampagnen, Programme und Aktionen.

So fördert zum Beispiel die KfW (Kreditanstalt für Wiederauau) das sogenannte KfW-Effizienzhaus, das neben einer ressourcenschonenden Heizung auch die Dämmung und die Verglasung der Fenster berücksichtigt.

Eine Heizung im Neubau kann teuer werden, wird aber oft vom Staat gefördert. © Gina Sanders/fotolia.com[attention type=yellow]

In Österreich unterstützen die Bundesländer und Energieunternehmen bei nachhaltigen Neubaumaßnahmen.

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In der Schweiz schließlich unterstützen der Bund, die Kantone und teilweise einzelne Gemeinden, Banken und Energieanbieter das Bauvorhaben, auch hinsichtlich einer neuen Heizanlage. Weitere Informationen findest du auf energieschweiz.ch.

Heizungswartung – keine Pflicht, aber sinnvoll

Wie soeben erläutert, gibt es verschiedene Heizungsbauweisen, die allesamt ihre Vor- und Nachteile haben.

Um das Leben und die Leistung des gewählten Heizsystems nachhaltig zu verbessern, empfiehlt sich eine regelmäßige und fachgerechte Wartung durch einen regionalen Anbieter, wie es in Berlin die Firma BoBoEx GmbH anbietet.

So spart man sich auch langfristig unnötige Kosten, da die Heizleistung konstant auf einem hohen Niveau gehalten wird und die Verbrennung verbessert wird. Zudem verlängert die regelmäßige Wartung in der Regel auch die Lebensdauer der gesamten Heizanlage, was die Wartungskosten wieder wettmacht.

Источник: https://www.baufrage.net/heizung-im-neubau/

Hackschnitzelheizung: Funktion, Kosten, Förderung

Die Hackschnitzelheizung als kostengünstige Heizanlage für Ihr Eigenheim

Das Grundprinzip der Hackschnitzelheizung ist dasselbe wie bei konventionellen Gas- oder Ölheizungen: Ein Brennstoff (in diesem Fall die Hackschnitzel) wird automatisiert in der Brennkammer verbrannt. Die dadurch freigesetzte Wärmeenergie kann anschließend für das Heizen des Hauses genutzt werden.

Der Auau einer Hackschnitzelheizung im Überblick

  Die Hauptbestandteile der Hackschnitzelheizung

Bauteil Funktion
HackschnitzelbunkerLagerung des Brennstoffs
TransportsystemPer Förderschnecke oder Saugsystem gelangt das Brennmittel zum Heizkessel
HeizkesselVerbrennung des Holzes
WärmespeicherEin isolierter Wassertank speichert die überschüssige Wärmeenergie (kann bei Bedarf an das Hausnetz gespeist werden)
AschebehälterLagerung der entstandenen Verbrennungsrückstände

Vor- & Nachteile

Bei einer Hackschnitzelheizung kann kein pauschales Fazit ausgesprochen werden. Die Vor- und Nachteile hängen zu stark vom jeweiligen Verbraucher ab und sollten individuell gewichtet werden:

Vorteile Nachteile
  Geringe laufende Kosten durch günstigen und leicht verfügbaren Brennstoff  Hoher Investitionsbedarf bei der Anschaffung
  Gute Umweltverträglichkeit – das freigesetzte CO2 wurde zu Lebzeiten des Baumes aufgenommen und gespeichert, somit wird kein „neues“ CO2 in die Atmosphäre eingebracht  Hoher Platzbedarf der Anlage. Dadurch ergeben sich in manchen Häusern Einschränkungen
  Hohe staatliche Förderungen  Tendenziell größere Störungs- und Wartungsanfälligkeit
  Unabhängigkeit von Anbietern des Brennmittels durch hohe Verfügbarkeit  Mehrfaches Leeren des Aschebehälters in der Woche nötig
  Eigene Herstellung der Hackschnitzel möglich  Gegebenenfalls muss eine neue Abgasanlage nachgerüstet werden
  Hohe Wirkungsgrade  Ausgleichen der saisonalen Verfügbarkeit des Holzes durch hohe Lagerbestände
  Hackschnitzel sind lange haltbar  Schwankung in der Qualität des Heizmediums (Feuchtigkeit und Brennwert)
  Ineffiziente Lagerung durch hohe Schüttdichte

Preise & Betriebskosten

Bauartbedingt besteht die Hackschnitzelheizung aus mehr Anlagenkomponenten als vergleichsweise Öl- oder Gasheizungen. Dies äußert sich in einem hohen Anschaffungspreis und Platzbedarf.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus müssen für die Anlage mit Endmontage ca. 15.000 bis 30.000 Euro veranschlagt werden.

Eine Gas- und Ölheizung schlägt im Gegensatz mit ungefähr der Hälfte der Kosten zu Buche.

Seitens der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) wurde für eine 30 kW-Anlage eine beispielhafte Kostenrechnung erstellt:

Position Kosten*
Hackschnitzelkessel20.210 Euro
Pufferspeicher1.671 Euro
Peripherie4.195 Euro
Montage2.265 Euro
Summe28.341 Euro

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Das benötigte Brennmittel fällt beispielsweise in der Sägeindustrie als Restholz an und ist somit günstig und regional zu erwerben. Im Betrieb liegen so die laufenden Kosten bei rund zwei Cent pro kWh. Unter allen verfügbaren Heizsystemen ist dies derzeit die effizienteste und günstigste Energieausbeute:

Betriebsmittel Preis pro Kilowattstunde*
Stromca. 22 Cent
Heizölca. 6,40 Cent
Gasca. 5,85 Cent
Pelletsca. 5,60 Cent
Hackschnitzelca. 2 Cent

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Lediglich die Wartungskosten für das technisch aufwendige System fallen in der Regel höher aus als bei konventionellen Heizungen. Dazu sagt man diesen, durch den ungleichmäßig geformten Holzverschnitt, eine höhere Störanfälligkeit nach. Eine penible Instandhaltung muss dringend eingehalten werden.

Laut der FNR kommen jährlich folgende beispielhafte Verbrauchs- und Betriebskosten hinzu:

Position Kosten*
Brennstoffkosten2.050 Euro
Stromkosten290 Euro
Wartung Hackschnitzelkessel500 Euro
Schornsteinfeger160 Euro
Reinigung120 Euro
Summe Verbrauchs- und Betriebskosten3.120 Euro

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Durch diese Rahmenbedingungen amortisiert sich der hohe Investitionsaufwand in der späteren Nutzung durch die wesentlich niedrigeren laufenden Kosten.

Unter Berücksichtigung aller Faktoren ergeben sich so laut des Technologie- und Förderzentrums im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) kombinierte Gesamtkosten in Höhe von rund 13 Cent/kWh für eine 30 kW-Hackschnitzelheizung.

Amortisation hängt stark von der Anlagengröße ab

Die Wirtschaftlichkeit bemisst sich hauptsächlich an den zu beheizenden Räumlichkeiten und dem Verbraucher. Als Faustregel kommt diese Heizanlage erst ab einem Leistungsbedarf von etwa 20 Kilowatt infrage.

Unter diesem Schwellwert übersteigen die hohen Anschaffungskosten die günstigen, aber wenig anfallenden laufenden Kosten. Daher ist diese besonders für größere Gebäude, die größere Wärmemengen benötigen, sinnvoll. Ein Beispiel hierfür wären schlecht gedämmte Altbauten.

Das ist auf die geringen laufenden Kosten zurückzuführen. Als kleiner Nebeneffekt ist das große Volumen der Anlage dort tendenziell leichter unterzubringen.

Eine Hackschnitzelheizung bringt günstige Wärme in Ihr Eigenheim

Staatliche Förderung für eine Hackschnitzelheizung

Im laufenden Betrieb setzt die Hackschnitzelheizung nur geringe Emissionen frei.

Verbunden mit den kurzen Transportwegen und der CO2-armen Herstellung des Holzverschnitts werden diese Anlagen staatlich subventioniert.

Dabei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen staatlichen Förderungen wie beispielsweise über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW).

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Источник: https://www.aroundhome.de/heizung/hackschnitzelheizung/

Hackschnitzelheizung

Die Hackschnitzelheizung als kostengünstige Heizanlage für Ihr Eigenheim

Inhalt dieser Seite

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Eine Variante der Holzheizung
  3. Anschaffungskosten
  4. Staatliche Förderung
  5. Durchschnittlicher Verbrauch
  6. Kosten im Vergleich
  7. Wie werden Hackschnitzel gelagert?
  8. Vorteile einer Hackschnitzelheizung
  9. Nachteile der Hackschnitzelheizung
  10. Jetzt Gaspreise vergleichen
  • Die Hackschnitzelheizung ist im laufenden Betrieb günstiger als andere Heizungsarten.
  • Für die Anschaffung und den Einbau muss man mit Kosten zwischen 17.000 und 30.000 Euro rechnen.
  • Die Hackschnitzelheizung nutzt umweltfreundlich Brennstoffe und wird daher staatlich gefördert.
  • Moderne Hackschnitzelheizungen arbeiten vollautomatisch und sind extrem leistungsstark.

Wer einen wesentlich umweltfreundlicheren Brennstoff sucht als Öl oder Gas, sollte sich über die Hackschnitzelheizung informieren. Im Gegensatz zu anderen Holzheizungen kann hier mit Abfall geheizt werden.

Wie funktioniert eine Hackschnitzelheizung?

Das Herzstück der Hackschnitzelheizung ist der Brennkessel. In ihm werden die Hackschnitzel verfeuert. Eine automatische Zuführung transportiert sie vom Lager zum Brennkessel. Die nach der Verbrennung zurückbleibende Asche wird in einen Ascheeimer verbracht.

Die durch die Verbrennung der Hackschnitzel entstehende Wärme wird genutzt, um – über einen Wärmetauscher – das Wasser der Heizungsanlage zu erwärmen. In der Regel ist zwischen Brennkessel und Heizung ein gut isolierter Wassertank als Pufferspeicher installiert.

Die Kosten der Hackschnitzelheizung in der Anschaffung

Die Hackschnitzelheizung ist in der Anschaffung relativ teuer, dafür aber im Betrieb äußerst günstig. Für den Einbau einer neuen Hackschnitzelanlage fallen folgende Kosten an:

  • Brennkessel: 10.000 bis 15.000 Euro
  • Brennstofflager: 1.500 bis 4.000 Euro
  • Fördersystem vom Brennstofflager zum Brennkessel: 1.500 bis 2.500 Euro
  • Pufferspeicher: je nach Größe 1.500 bis 3.500 Euro
  • Abgasanlage: 1.000 bis 1.500 Euro
  • Montage und Zubehör: 1.700 bis 3.700 Euro

Insgesamt müssen also rund 17.000 bis 30.000 Euro für die Anschaffung und den Einbau einer Hackschnitzelheizung veranschlagt werden.

Staatliche Förderung der Hackschnitzelheizung

Die Verwendung umweltfreundlicher Brennstoffe ist politisch gewollt. Daher werden Anschaffung und Einbau einer Hackschnitzelheizung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durch Zuschüsse staatlich gefördert. Folgende Zuschüsse können beantragt werden:

  • Basisförderung: 3.500 Euro
  • zusätzlicher regenerativer Kumulationsbonus: 500 Euro
  • zusätzlicher Effizienzbonus: Hälfte der Basisförderung
  • Förderung der Installation einer Brennwertnutzung: 800 Euro (Neubauten) / 750 Euro (Bestandsbauten)
  • Förderung der Installation eines Partikelabscheiders: 800 Euro (Neubauten) / 750 Euro (Bestandsbauten)

Zusätzlich kann ein günstiger KfW-Förderkredit in Anspruch genommen werden.

Durchschnittlicher Verbrauch der Hackschnitzelanlage

Hackschnitzel kann der Nutzer im Prinzip selbst herstellen. Es handelt sich dabei schließlich um klein gehackte Holzstückchen. Ihr Brennwert hängt von der Holzart und noch stärker von ihrem Wassergehalt ab. Nadelholz hat einen etwas höheren Brennwert als Laubholz.

Ist das Holz frisch geschlagen, hat es einen Wassergehalt von rund 50 Prozent und einen Brennwert von ungefähr 2 Kilowattstunden je Kilogramm Hackschnitzel. Werden diese an der Luft so lange getrocknet, bis ihr Wassergehalt nahezu 0 Prozent beträgt, steigt der Brennwert auf 5 Kilowattstunden pro Kilo. Werden Hackschnitzel fertig gekauft, steigt der Preis, je weniger Wasser sie enthalten.

Kosten der Hackschnitzelheizung im Vergleich mit anderen Heizungsarten

  • Um eine Heizenergie von 35.000 Kilowattstunden zu erzeugen, werden Hackschnitzel für ungefähr 1.000 Euro benötigt.
  • Diese Heizenergie kann mit Holzpellets für 1.800 Euro erzeugt werden.
  • Eine entsprechende Menge Gas für eine Gasheizung kostet circa 2.500 Euro.
  • Für das Öl einer Ölheizung müsste der Benutzer ungefähr 2.900 Euro bezahlen.

Wie werden Hackschnitzel gelagert?

Generell können Hackschnitzel überall gelagert werden, wo entsprechend viel Platz zur Verfügung steht. Zum Beispiel im Kellerraum, einem Erdbunker oder in einem Silo.

Das Lager muss sich also nicht unbedingt innerhalb des Hauses befinden. Wichtig ist hierbei, dass die Hackschnitzel vor Feuchtigkeit geschützt sind und das Lager gut belüftet ist, um eine Brandgefahr auszuschließen.

Außerdem sollte sich der Lagerraum in der Nähe des Brennkessels befinden.

Soll für die Förderung der Hackschnitzel zum Brennkessel eine Förderschnecke verwendet werden, ist es günstig, wenn das Hackschnitzellager höher als der Brennkessel liegt.

Die Vorteile einer Hackschnitzelheizung

Sie ist klimafreundlich, weil sie nur so viel CO2 freisetzt, wie das Holz bei seinem Wachstum aufgenommen hat.

Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass Holzreste, die anderweitig nicht zu verwerten wären, verwendet werden können. Der Brennstoff ist sehr billig und kann auch selber hergestellt werden.

Moderne Hackschnitzelheizungen arbeiten vollautomatisch und sind extrem leistungsstark.

Die Nachteile der Hackschnitzelheizung

Für die Anschaffung und den Einbau fallen vergleichsweise hohe Kosten an. Das Brennstofflager hat einen großen Platzbedarf. Zusätzlich brauchen der Heizkessel und der Pufferspeicher relativ viel Platz.

Daher ist diese Art der Holzheizung nicht überall zu realisieren. Die anfallende Asche muss regelmäßig (alle paar Monate) entsorgt werden. Die Hackschnitzelheizung ist etwas störanfälliger als eine Pelletheizung.

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    Wohnort: Gotha, 99867
    Jahresverbrauch: 21.000 kWh

    Günstigster Tarif: PriogasSofort12Öko, Kosten im ersten Jahr: 801,03 Euro

    Grundversorgungstarif: Stadtwerke Gotha Grundversorgung, Kosten: 2.014,72 Euro

    (Über ein Viertel der deutschen Haushalte beziehen laut Bundesnetzagentur den örtlichen Grundversorgungstarif. Sie können jederzeit wechseln.)

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    Heimtextilien
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