Die Heizung immer voll aufdrehen mit Solarthermie

Carsten Schawe Solar- und Wärmetechnik GmbH

Die Heizung immer voll aufdrehen mit Solarthermie

In den Kellern vieler Häuser verstecken sich oft unauffällige, aber gierige Stromfresser: alte Heizungspumpen. Sie transportieren stets mit voller Leistung heißes Wasser zu den Heizkörpern und wieder zurück zum Heizkessel – oft auch im Sommer.

Hinzu kommt, dass viele Pumpen für den tatsächlichen Heizbedarf überdimensioniert und zu hoch eingestellt sind. Außerdem funktionieren viele Heizkreise nicht einwandfrei – manche Räume werden weniger warm als andere. Das hat fatale Folgen für die Stromrechnung und das Klima, so der BUND.

Die alten, ungeregelten Heizungspumpen verursachen Stromkosten von etwa 100 bis 150 Euro pro Jahr. Bei einer Nutzungsdauer von zwanzig Jahren kommen so bis zu 3.000 Euro an Kosten zusammen. Moderne, drehzahlgeregelte Modelle verbrauchen im Vergleich bis zu 80 Prozent weniger Strom.

Die Anschaffungskosten einer Hocheffizienzpumpe machen sich im Vergleich zu einem Standardmodell schnell bezahlt. Der BUND rät, die Einstellung der alten Heizpumpe möglichst zu optimieren, das Heizungssystem richtig einzustellen (im Fachjargon „hydraulischer Abgleich“ genannt) oder alte Modelle durch moderne zu ersetzen.

Ob sich hinter der eigenen Heizungspumpe ein Stromfresser verbirgt, können Sie im Online- Pumpencheck des BUND prüfen. Lohnt sich bei Ihnen eine Hocheffizienzpumpe? Informieren Sie sich jetzt und profitieren Sie als treuer Kunde mit unserer Gutscheinaktion gleich doppelt.

Die richtige Raumtemperatur ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern kann auch Energie sparen. Denn mit jedem zusätzlichen Grad erhöhen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent. In den meisten Räumen muss der Thermostat nie höher als Heizstufe 3, das entspricht 20 Grad Celsius, eingestellt werden.

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Um die Wohnung an kalten Tagen schneller warm zu bekommen nützt es nichts, den Thermostat an der Heizung voll aufzudrehen. Das hat nur bei alten Ein-Aus-Ventilen einen Effekt.

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Da sich mit derartigen Ventilen die Raumtemperatur nur sehr schlecht regeln lässt, rät der BUND, sie von einer Fachfirma gegen moderne Thermostaten austauschen zu lassen. Moderne Ventile öffnen oder schließen je nach eingestellter Temperatur selbstständig und zuverlässig.

Wenn sie aber zur schnellen Erwärmung voll aufgedreht werden, steuert das offene Ventil eine hohe Zieltemperatur an. Dabei wird die gewünschte Raumtemperatur schnell überschritten und unnötig viel Energie vergeudet. Besonders leicht bedienbar sind energieintelligente und programmierbare Thermostate.

Sie lassen sich schnell montieren, ihre Mehrkosten rechnen sich in wenigen Jahren. Sie regeln programmiert die Heiztemperatur je nachdem, ob sich jemand im Raum aufhält oder ob es Tag bzw. Nacht ist.

Auch beim Lüften „denken“ programmierbare Heizkörperthermostate mit: Sie registrieren Temperaturabfälle beim Öffnen des Fensters und regeln die Heizung herunter. Wenn Heizkörper sich zu langsam erwärmen, ist meist Luft im Wasserkreislauf und muss entfernt werden. Die Entlüftung lässt sich unter Zuhilfenahme eines Entlüftungsschlüssels mit einem Schlauch und einer Schüssel auch selbst durchführen.

Badezimmer: 22 bis 23 Grad; entspricht Stufe 4

Draußen ist es eiskalt – das treibt den Bedarf an Heizenergie in die Höhe. Mit der richtigen Heizung kann man einiges an Heizkosten sparen und zugleich das Klima schonen.

Für geplante oder im Bau befindliche Häuser schreibt das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor, einen bestimmten Anteil des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energienquellen zu gewinnen.

Doch auch für ältere Häuser erweist sich der Umstieg von teuren ineffizienten Anlagen wie Nachtspeicher-, Öl- oder Gasheizungen auf moderne Holzheizsysteme mit Wärmespeicher als günstig. Denn bei der Energieerzeugung mit Holz wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie in der Wachstumsphase des Baumes aus der Atmosphäre aufgenommen wurde.

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Eine moderne Heizung für Scheitholz oder Pellets amortisiert sich in wenigen Jahren, da ihr Brennstoff deutlich günstiger ist als Strom, Öl oder Gas. Weil Verschmutzungen der Holzheizung ihre Effizienz beeinträchtigen können, ist eine regelmäßige Prüfung und Reinigung erforderlich.

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Um beim Heizen mit Scheiten einen hohen Heizwert zu erzielen, empfiehlt der BUND, Laubholz mit möglichst geringem Feuchtigkeitsgehalt (unter 20 Prozent) zu verwenden. Von Billig-Kaminen oder einfachen Kachelöfen rät der BUND wegen ihres erheblichen Feinstaubausstoßes und ihres geringen Wirkungsgrades ab. Genutzt werden sollten vom Staat angebotene Förderprogramme zur Kombination von Holzheizungen mit thermischen Solaranlagen.

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Was ist umweltschonender? Die Heizung im Bad etwas höher zu drehen, so dass man nicht friert, wenn man zum Einseifen die Dusche kurz abstellt oder weniger zu heizen und dafür das warme Wasser beim Duschen die ganze Zeit laufen zu lassen? Lieber eine höhere Badtemperatur statt das Wasser anlassen, rät der BUND.

Die Temperaturunterschiede zwischen den Wohnräumen sollten nicht zu groß sein, damit durch den Luftaustausch nicht permanent aufgeheizt werden muss. Und wie trockne ich meine Wäsche im Winter am energiesparendsten? Im Trockner oder im Zimmer, dann aber bei hochgedrehter Heizung? Ein Wäschetrockner sollte die absolute Notlösung sein, so der BUND.

Denn ein durchschnittliches Gerät verbraucht für einen Durchgang viermal so viel Strom wie für eine 60-Grad-Wäsche benötigt wird. Wäscheleine oder -ständer sind unübertroffen effizient; wenn der Raum normal beheizt wird, funktioniert das Trocknen problemlos.

Und wenn der Raum richtig gelüftet wird, ist auch die Feuchtigkeit kein Problem: Rund dreimal am Tag sollte kurz und kräftig gelüftet werden. Sollten Wohnung oder Haus auch geheizt werden, wenn man nicht zuhause ist? Entscheidend ist die Temperatur. Als Richtwert gelten 20 Grad im Wohnraum (Stufe 3 auf den meisten Thermostatventilen), 18 Grad im Schlafzimmer und 22 Grad im Bad.

Nachts oder auch tagsüber, wenn während dieser Zeit niemand zuhause ist, kann die Temperatur um drei bis fünf Grad abgesenkt werden. Die Heizkörper voll aufzudrehen ist ebenfalls nicht nötig, da das Ventil dann eine sehr hohe Zieltemperatur ansteuert. Dabei wird die gewünschte Raumtemperatur schnell überschritten und unnötig viel Energie vergeudet.

  Am meisten Energie und Kosten spart man allerdings mit effektiver Wärmedämmung und einem modernen Heizsystem. Der Umstieg von ineffektiven Nachtstromspeichern, aber auch von älteren Öl- und Gasheizungen z.B. auf einen Anschluss an das Fernwärmenetz, schont die Umwelt am meisten.

Quelle: BUND

Источник: https://heizungsbauschawe.de/ENERGIE%20SPARTIPPS.htm

Was ist die Heizkurve?

Die Heizung immer voll aufdrehen mit Solarthermie

Alte Standardheizkessel liefen meist unbeeindruckt von den herrschenden Witterungsverhältnissen nach festen Einstellungen durch.

Ein Gebäude braucht bei +10 Grad aber natürlich eine andere Energiezufuhr (was Menge und Geschwindigkeit angeht) um auf angenehme Temperaturen zu kommen, als wenn draußen klirrende Minusgrade vorherrschen.

Die Heizkurve ist eine der Parameter, um diesem Problem Herr zu werden und Heizkosten zu sparen. Sie regelt, ab wann bei welcher Außentemperatur welche Vorlauftemperatur bereitzustellen ist. Folgendes Bild illustriert die Heizkurve:

Auf der x-Achse sehen wir die Außentemperatur in Grad Celsius und auf der y-Achse die zu erreichende Vorlauftemperatur.

Wir sehen, dass die Vorlauf­temperatur bei +20 Grad bei Null liegt, es soll also keine Heiz­arbeit erfolgen – der Heiz­kessel bleibt aus (falls auch die Warm­wasser­bereitung durch den Kessel erfolgt, sieht das natürlich ein wenig anders aus).

Bei sinkenden Außen­temperaturen – also weiter nach rechts auf der x-Achse – steigt die per Heizkurve festgelegte Vorlauftemperatur.

Parameter Steilheit & Parallelverschiebung:

Wie man sieht, verläuft die Heizkurve nicht linear. Das hat unter anderem mit dem unterschiedlichen Verhalten von Heizkörpern und Heizflächen zu tun: bei verschiedenen Temperaturen geben Heizkörper auch unterschiedliche Mengen an Energie in den Aufstellraum ab.

Fußbodenheizungen haben zum Beispiel eine flachere Heizkurve als ein Heizkörper, bei dem die Kurve meist steiler verläuft. Das bezeichnet man als Steilheit der Heizkurve. Der Wert bezeichnet, um wie viel Grad die Vorlauftemperatur bei einem Temperaturwechsel von einem Grad verändert wird.

Bei einer Steilheit von 1 steigt auch die Vorlauftemperatur um 1 Grad.

Je nach energetischem Standard und den individuellen Bedürfnissen ist auch die Parallelverschiebung ( und ihr Niveau / ihre Höhe ) ein wichtiger Faktor in der Bestimmung der besten Heizkurve.

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Ist ein Haus eine Energieschleuder, so muss die Heizkurve beispielhaft bei 10 Grad Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von 50 Grad sicherstellen. Wird das Haus einmal saniert und besser gedämmt, ist weniger Heizarbeit vonnöten. Nun können 35 oder 40 Grad vielleicht schon ausreichen.

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Die Heizkurve wird also auf der x-Achse bei gleicher Neigung in diesem Beispiel nach rechts verschoben (und bekommt wahrscheinlich zusätzlich eine flachere Steilheit verpasst).

Sollte man selbst die Heizkurve einstellen?

Wenn man ein wenig Zeit zur Hand hat und die Heizkurve nicht automatisch angepasst wird, sollte man sich von ein wenig Experimentieren nicht abhalten lassen. Viele Heizungen laufen auf Werkseinstellungen und sind in ihrem Heizverhalten nicht optimal auf das Gebäude abgestimmt, in dem sie aufgestellt worden sind. Eine Heizkurve besser einzustellen hat verschiedene Vorteile:

  • der Heizkessel muss weniger arbeiten – Brennstoffverbrauch und Verschleiß nehmen ab, Laufzeiten werden optimiert, der Nutzungsgrad steigt
  • Wärmeverluste im Heizkreislauf sind geringer

Wie Sie die Heizkurve einstellen

Am besten wartet man mit Veränderungen damit ab, bis die Außentemperaturen mindestens unter fünf Grad Plus gefallen sind. Das Ziel ist, die Heizkurve so niedrig und flach wie möglich zu halten und gleichzeitig die notwendigen Temperaturen zu erreichen.

Untersuchen Sie einen einzelnen Raum über längere Zeit (der kühlste Raum im Haus bietet sich an) und halten Sie dort alle Thermostatventile voll aufgedreht. Protokollieren Sie die Raumtemperaturen über ein paar Tage.

Ändern Sie dann immer nur einen Parameter und wenn möglich um nicht mehr als zehn Prozent des Wertes bzw. in Schritten von einem Grad Celsius.

Beobachten Sie die Veränderungen wieder über ein bis zwei Tage und verändern Sie bei Bedarf weiter – wenn möglich sollten weitere Änderungen der Heizkurve auch an Tagen mit vergleichbaren Temperaturen vorgenommen werden.

Die Steilheit sollten Sie übrigens bevorzugt nur an kalten Tagen verändern, denn wenn Sie diese an einem eher warmen Tag heraufsetzen, können Sie die Veränderungen nicht begutachten, da diese vor allem bei kälteren Temperaturen zum Tragen kommen. Bei der Parallelverschiebung können Sie freier arbeiten.

  • Ist es dauerhaft zu kalt, liegt das Problem wahrscheinlich in einer zu niedrigen Parallelverschiebung. Diese sollte dann schrittweise angehoben werden.
  • Ist es nur bei niedrigen Außentemperaturen zu kalt, sollte die Steilheit erhöht werden.
  • Ist es nur in den Übergangszeiten zu kalt, sollte man das Niveau anheben, muss dann aber eventuell die Steilheit etwas senken, damit die Heizung dann an den wirklich kalten Tagen kein Überangebot an Wärme bereitstellt.
  • Wenn Sie die Heizkurve einstellen geht es nicht nur um zu wenig Wärme – Sie wollen auch vermeiden, dass zu viel Wärme bereitgestellt wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie beim Testen die Thermostate voll aufdrehen, da sonst das Überangebot gar nicht in den Raum gelangt und messbar wird. Ansonsten gelten die obigen Regeln, nur entgegengesetzt.

Wenn dies nicht bereits schon einmal erfolgt ist, sollten Sie im Zusammenspiel mit einem Fachmann einmal einen hydraulischen Abgleich durchführen.

Fachbetriebe für Heiztechnik helfen Ihnen gerne bei hydraulischem Abgleich, Heizkurve einstellen oder der Heizungsmodernisierung.

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Источник: https://www.heizungsfinder.de/heizung/heizkurve-einstellen

Heizung funktioniert nicht

Die Heizung immer voll aufdrehen mit Solarthermie

Stellen Sie sich vor: Draußen ist es kalt, der erste Schnee ist gefallen, Sie müssen früh aufstehen, weil ein wichtiger Termin ansteht. Verschlafen schlagen Sie die Bettdecke auf und wundern sich über die kühle Zimmertemperatur. Im Bad drehen Sie, in Gedanken bereits bei der Wahl des Outfits, den Wasserhahn auf – was für ein Schreck, die Armatur spukt nur eiskaltes Nass aus.

Schlagartig sind Sie wach. Die Heizung scheint defekt zu sein.

Von diesen und ähnlichen Szenarien können Heizungsinstallateure ein Lied singen. Denn bei Ihnen treffen dann die verzweifelten Anrufe ein. Natürlich wollen alle möglichst schnell einen Heizungsinstallateur, der den Schaden behebt.

Solange die Heizung funktioniert, ist alles in Ordnung und keiner macht sich Gedanken darüber. Bei einer Störung oder gar einem Ausfall, rückt die Heizungsanlage plötzlich in den Mittelpunkt. Leider passiert dies natürlich in Heizperioden und immer in ungünstigen Momenten.

Dann ist guter Rat teuer. Wir haben Ihnen die 5 meisten Problemstellungen zusammengetragen, die einen Ausfall der Heizung verursachen können und nennen mögliche Ursachen. So können Sie die Situation besser einschätzen, geeignete Maßnahmen ergreifen und kleinere Fehler auch selbst beheben.

1. Die Heizung bleibt kalt

Ist die Heizungsanlage komplett kalt, obwohl die Thermostate aufgedreht sind, oder springt sie erst gar nicht an, dann kann dies daran liegen, dass die Einstellungen der Heizungsanlage nicht stimmen.

Kalte Heizung: Zuerst die Einstellungen prüfen

Eine moderne Heizungssteuerung bietet viele Möglichkeiten, alle Parameter bequem am Handy, Tablet, PC oder über das Bedienfeld abzufragen. Natürlich können dabei aber auch Fehler passieren. Bei einem Komplettausfall der Heizung also erst einmal die Heizungseinstellungen überprüfen.

Heizung bleibt kalt © lassedesignen, fotolia.com

Ein kurzer Blick auf das Manometer zeigt zudem den Wasserdruck im System an. Ist dieser unter 1,0 bar gefallen, kann dies für den Ausfall der Heizung verantwortlich sein.

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Überprüfen Sie auch, ob die Umwälzpumpe angeschaltet ist und rund läuft. Denn diese sorgt dafür, dass das Heizwasser im System verteilt wird.

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Zu guter Letzt passiert es immer wieder, dass der Brennstoff doch frühzeitig ausgegangen ist und die Heizung deshalb kalt bleibt. Im Zweifelsfall schadet es also nicht, den Stand des Brennstoffs zu überprüfen.

2. Die Heizkörper werden nicht vollständig warm

Wird der Heizkörper nur oben oder unten warm, dann bringt die Heizung auch nicht ihre volle Leistung. Als Folge erreicht die Zimmertemperatur keine angenehmen Werte. Der Grund ist meist sehr einfach und rasch zu beheben: Besonders am Anfang der Heizperiode ist oftmals zu viel Luft im Heizsystem. Dadurch wird die Wärme nicht gleichmäßig verteilt.

Der Heizkörper wird nicht gleichmäßig warm

Hier hilft es, alle Heizkörper aufzudrehen, kurz zu warten, und dann die einzelnen Heizkörper zu entlüften, bis die ganze Luft entwichen ist. Danach sollte sich die Heizkörper wieder gleichmäßig warm anfühlen und den Raum angenehm beheizen.

Heizung wird nicht warm © Andrey Popov, fotolia.com

Der Grund kann aber auch darin liegen, dass die Einstellung der Druckverhältnisse in der Heizung nicht optimal eingestellt sind. Auch dies zeigt sich darin, dass das Zimmer nicht bis zur eingestellten Temperatur beheizt wird. Hier hilft ein hydraulischer Abgleich, den der Fachmann ausführt.

Gleichmäßige Erwärmung durch hydraulischen Abgleich

3. Geräusche in der Heizung

Pfeift und gluckert es regelmäßig und hörbar in der Heizung, ist das zwar meist störend, die Ursachen sind aber in aller Regel harmlos. Eine Entlüftung schafft hier oft schnell und einfach Abhilfe und die Geräusche verschwinden.

Hausbesitzer können die Heizungsentlüftung ganz leicht selbst durchführen. Mieter sollten die Hausverwaltung oder den Hausmeister informieren. Sind danach die Heizungsgeräusche nicht weg, sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.

Heizungsgeräusche sind meist leicht zu behebenTipp: Wenn die Heizung aufgedreht wird, ist es normal, dass man eine zeitlang das Wasser strömen hört.

Ein Klopfen und Knacken ist unter Umständen zu hören, wenn die Rohre zu nah beieinander verlegt wurden und sie sich berühren. Das Rohr mit warmem Heizwasser dehnt sich aus und berührt dann die Kaltwasserleitung. Hier hilft nur ein Neuverlegen oder Neuausrichten der Heizungsrohre. Da dafür die Wand geöffnet werden muss, ist dies eine größere Reparatur, die Kosten verursacht.

Ein Klappern kann entstehen, wenn die Vor- und Rücklaufrohre des Heizkörpers vertauscht worden sind. Manchmal passiert es, dass dies bei der Installation der Heizung nicht erkannt wird.

Die Heizkörper werden zwar warm, aber das Heizwasser fließt in der entgegengesetzten Richtung durch die Heizungsventile. Dadurch entsteht das Klappern.

Um dies zu beheben, muss ein Heizungsinstallateur andere Ventile einbauen.

Tipp: Mieter sollten immer den Hausbesitzer, die Hausverwaltung oder den zuständigen Hausmeister informieren und nicht selbst an der Heizung hantieren.Mieter sollten sich bei Heizungsstörrungen an den Vermieter wenden

Wie testen Sie das selbst testen können? Drehen Sie die Heizung komplett ab und lassen sie abkühlen. Danach wird die Heizung wieder voll aufgedreht. Wird zuerst das untere Heizungsrohr warm, wurde Vor- und Rücklauf tatsächlich falsch montiert.

Lässt die Heizung ein deutliches Brummen vernehmen, kann dies vielfältige Auslöser haben.

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Von einer defekten Pumpe über lockere Rohre bis hin zu einer falschen Einstellung der Heizung – wer kein Fachmann ist, wird die Unterschiede kaum feststellen können.

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Bei diesem unspezifischen Geräusch, sollten Sie also einen erfahrenen Experten kommen lassen. Schnelles Handeln ist angebracht, da die Probleme auch größerer Natur sein können.

Speziell bei Ölheizungen kann es zu unangenehm quietschenden Geräuschen am Brenner kommen. Hier sollten Sie die Heizung möglichst schnell abschalten und einen Fachmann hinzuziehen. Die Ursache dieses Geräusches kann darin liegen, dass nicht genügend Öl in den Brenner gelangt.

4. Die Heizung tropft

Wenn die Heizung Wasser verliert, kann dies verschiedene Gründe unterschiedlicher Tragweite haben. So können alte und poröse Dichtungen dazu führen, dass an der Verbindungsstelle Wasser austritt. Das Austauschen der Dichtungen sollte ein Experte übernehmen, um größere Folgeschäden zu vermeiden.

Defekter Heizkörper verliert Wasser © Janni, fotolia.com

Aber auch Heizkörper oder Rohre können Leckagen aufweisen. Ursachen hierfür können Rost, fehlerhafte Produkte oder eine Beschädigung von außen sein.

Das Auffinden und Beheben dieser Defekte ist meist aufwändig und auch kostenintensiv. Ein Heizungsinstallateur sollte möglichst schnell den Schaden sichten und beheben.

Denn Wasserschäden breiten sich immer weiter aus, je länger sie unbemerkt bleiben.

Wasserverlust im Heizungssystem sollte nicht ignoriert werden

5. Die Heizung geht nicht aus

Wird die Heizung zwar warm, aber regelt bei erreichen der Zimmertemperatur nicht mehr herunter, kann dies ebenfalls an einem defekten Ventil des Thermostats liegen. Haben Sie den Verdacht, dass es zu warm im Raum wird, schalten Sie einfach den Heizkörper aus. Bei einem Defekt bleibt er gleichbleibend warm und kühlt nicht ab.

Thermostat runterdrehen aber die Heizung geht nicht aus © avirid, fotolia.com

Ist lediglich der Stift im Thermostatkopf verklemmt, können Sie dies mit einem gefühlvollen Schlag auf den Spindelstift leicht beheben. Dies passiert häufig, wenn die Heizungsthermostate über den Sommer ganz ausgeschaltet wurden.

Wenn der Ventilstift klemmt können Sie ihm helfenTipp: Drehen Sie die Heizungsthermostate über den Sommer nie ganz aus. Sonst kann sich der Ventilstift festsetzen.

Wird die Heizkörpertemperatur über einen externen Sensor gesteuert, kann es passieren, dass dieser verdeckt wurde. Eine Decke, ein Vorhang oder auch ein Möbelstück können den Sensor so von der Raumluft abtrennen, dass er nicht mehr funktionieren kann. Wird der Störfaktor entfernt, sollte auch die Regelung des Heizkörpers wieder optimal sein.

Источник: https://www.heizsparer.de/spartipps/heizung-optimieren/heizung-funktioniert-nicht

Die 7 größten Heizmythen: Wir entkräften Heizungs-Irrtümer | 21 grad

Die Heizung immer voll aufdrehen mit Solarthermie
 

Die Heizung bei der Rückkehr voll aufdrehen? Bitte nicht! Aber ganz runter, bevor die Tür ins Schloss fällt, oder? Ebenso wenig! Obwohl täglich millionenfach praktiziert, ist so manche Heiztaktik schlichtweg die falsche. 21 grad klärt auf über die sieben populärsten Heizmythen.

Mythos 1: Am Strom kann ich am meisten sparen.

Falsch. Der größte Posten im Bereich Energie ist die Heizung. Auf das Erwärmen der Räume und des Wassers entfallen im Schnitt drei Viertel der Energie eines Haushalts. Daher ist hier auch das Einsparpotenzial am größten. Durch moderne Heiztechnologie und eine einfache Faustregel: Schon wenn Ihr Euch mit einem Grad Zimmertemperatur weniger begnügt, spart Ihr sechs Prozent Energie ein.

Mythos 2: Jeder Raum gehört auf dieselbe Temperatur geregelt

21 Grad ist die Temperatur, bei der sich der Mensch am wohlsten fühlt. Wer deshalb glaubt, jeden Raum auf diese Gradzahl bringen zu müssen, liegt jedoch falsch. Im Flur tun es auch 15 bis 18 Grad, Grund ist die kürzere Verweildauer. In der Küche spenden Herd und Kühlschrank Wärme. Hier langen deshalb 18 bis 20 Grad auf dem Thermostat.

Auch im Schlafzimmer genügen meist schon 17 Grad. Zu frisch sollte es hier allerdings nicht sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. An kühlen Außenwänden schlägt sich Feuchtigkeit nämlich besonders gern nieder. Im Bad sind Werte zwischen 20 und 23 Grad optimal.

Übrigens: Ein guter Kompromiss aus Abkühlen-Lassen und Nicht-zu-stark-Abkühlen-Lassen liegt darin, nachts in den Wohn- und Arbeitsräumen vier bis fünf Grad von der Heizung zu nehmen.

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Und das regelt Ihr wie folgt: Wenn Ihr das Thermostatventil auf 1 dreht, ist die Vorlauftemperatur des Heizwassers, das den Heizkörper durchströmt so warm, dass der Raum auf ca. 12 °C aufgeheizt wird. Dreht Ihr das Thermostatventil auf Stufe 2, wird der Raum durch den Heizkörper und die Vorlauftemperatur des Heizwassers auf ca. 16 °C geheizt.

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Dreht Ihr das Thermostat auf Stufe 3, wohnt Ihr ca. in wohligen 20 °C, auf Stufe 4 ca. in kuscheligen 24 °C. Dreht Ihr das Thermostatventil am Heizkörper auf Stufe 5, ist die Vorlauftemperatur des Heizwassers so heiß, dass ich Euer Raum auf ca. 28 °C erwärmt.

Mythos 3: Dem Heizkörper am besten ordentlich einheizen, damit es schnell warm wird

Auf Anschlag aufdrehen, damit es schnell warm wird – den Fehler begehen viele. Dabei arbeitet ein Heizkörper auf Stufe 2 genauso schnell wie auf Stufe 5. Die Einheiten auf dem Thermostat sind nämlich keinerlei Ausdruck irgendeiner Form von Geschwindigkeit.

Vielmehr stehen sie allein für den Wert, der am Ende des Heiz-Prozesses erreicht worden sein soll, wie zuvor erläutert.

Wenn Ihr gleich mit Bedacht heizt, spart Ihr also nicht nur Geld ein, sondern Euch auch den erneuten Gang zum Heizkörper: Das Gerät beendet seine Arbeit von allein, sobald es die gewünschte Temperatur erreicht hat, und muss nicht wieder heruntergeregelt werden.

Mythos 4: Ein Heizkörper beheizt am besten mehrere Räume mit.

Grundsätzlich ist es zwar möglich, mit der Heizenergie eines Raumes auch andere Zimmer zu versorgen. Es ist aber nicht sinnvoll. Denn ein Heizkörper ist nur für jeweils einen Raum ausgelegt. Zudem verlangen unterschiedliche Räume unterschiedliche Idealtemperaturen.

Entsprechend fahrlässig wäre es, sämtliche Türen offenstehen und die Wärme unkontrolliert ausströmen zu lassen. Ein weiteres Gegenargument: Warme Luft, die in einen kälteren Raum zieht, hat erhöhte Luftfeuchtigkeit im Gepäck.

Kühlt diese Luft ab, droht sich die Feuchtigkeit den Weg in die Wände zu suchen und dort Schimmel zu bilden.

Mythos 5: Wer das Haus verlässt, dreht die Heizung am besten komplett herunter

Bitte nicht. Wenn Ihr die Heizung komplett abdreht, zahlt Ihr später drauf. Denn das Erwärmen eines ausgekühlten Raumes kostet auf Dauer mehr, als diesen durchgehend auf kleiner Flamme zu beheizen. Außerdem befördern kalte Wände Schimmelbildung und gehen zu Lasten der Bausubstanz.

Daher: Mindestens 15 Grad sollten es immer und überall sein – selbst, wenn es für zwei Wochen in den Urlaub geht. Wenn Ihr das Thermostat auf das * (Sternchen) dreht, ist die Vorlauftemperatur des Heizwassers lediglich so warm, dass der Frostschutz sichergestellt ist – durch ca.

5 °C Raumtemperatur.

Mythos 6: Regenerative Energien sind nur etwas fürs gute Gewissen.

Wärmepumpe, Solaranlage & Co. sind nicht nur von ideellem Wert, sondern auch von finanziellem: Wenn Ihr auf alternative Heizsysteme setzt, spart Ihr langfristig eine beträchtliche Summe Energie ein – und damit auch Kosten.

Dabei sind die Förderbedingungen aufgrund der aktuellen Gesetzeslage attraktiver denn je. Wer beispielsweise im Neubau eine Sole/Wasser Wärmepumpe von Vaillant mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher kombiniert, erhält einen zinsgünstigen Kredit von 100.

000 Euro und einen Tilgungszuschuss von bis zu 15.000 Euro. Für detaillierte Berechnungen zieht Ihr am besten einen Experten hinzu.

Mythos 7: Sanieren lohnt energetisch nicht.

Stimmt nicht. Denn mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Energieaufwand, der in einem unsanierten Altbau anfällt, erheblich reduzieren. Daher fördert die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) die energieeffiziente Sanierung.

Источник: https://www.vaillant.de/21-grad/rat-und-tat/die-sieben-groessten-heizmythen-entkraeftet/

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