Diese Fenstertypen & Modelle passen zu Ihnen

Kriterien zur Auswahl der richtigen Fensterarten

Diese Fenstertypen & Modelle passen zu Ihnen

Fenster lassen nicht einfach nur Licht in Ihre Wohnräume, sie müssen auch eine Vielzahl individueller, jeweils zum Haus passender Anforderungen gerecht werden. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Fensterarten vor und erklären, welche Eigenschaften die eine von der anderen Art unterscheidet.

Fenster lassen sich je nach Ihrer Art nach Kriterien wie der Fenstergröße entsprechend des gewünschten Lichteinfalls, dem Rahmenmaterial und ihren Eigenschaften zur Wärmedämmung unterscheiden.

Bei der Auswahl einer Fensterart kommen jedoch noch weitere Kriterien zum Tragen. Dies kann die benötigte Fensterform oder auch der Öffnungsmechanismus sein.

Vielfach werden auch Fensterarten nachgefragt, die ganz spezielle Funktionen erfüllen müssen. Bei der Auswahl lassen sich manche Fensterarten kombinieren, andere schließen sich hingegen gegenseitig aus.

Wir haben Ihnen daher im Folgenden die wichtigsten Eigenschaften der am häufigsten vorkommenden Fensterarten aufgeführt. So können Sie Schritt für Schritt vorgehen und die von Ihnen gewünschte Art von Fenster auswählen.

Kriterien zur Differenzierung unterschiedlicher Fensterarten im Überblick (Grafik: energie-experten.org)

Bei der Auswahl der Fensterart nach der Größe kann man sich an den Himmelsrichtung orientieren, zu denen das Haus oder die Fassade ausgerichtet ist.

Auswahlkriterien bei Nordausrichtung

Da es aus Norden am wenigsten Licht gibt, kann sich grundsätzlich die Auswahl bei der Nordfassade auf kleine Fensterarten beschränken.

Soll allerdings das bisschen Licht am Tage trotzdem effektiv genutzt werden, etwa weil in der Nordseite des Hauses ein Arbeitszimmer eingerichtet werden soll, dann kommt es darauf an, großformatige Fenster mit besonders guten Wärmedämmeigenschaften auszuwählen. Einen aufwändigen Sonnenschutz braucht es hier eher nicht, dafür vielleicht einen Sichtschutz.

Auswahlkriterien bei der Ost- und Westfassade

Anders sieht die Sache hingegen schon bei der Ost- und der Westfassade des Hauses oder der Wohnung aus. Hier kann etwas mehr Licht genutzt werden: Die Auswahl bodentiefer Fensterarten bietet sich in diesem Fall an. Diese sollten dann bereits mit einem entsprechenden Sonnenschutz versehen sein.

Auswahlkriterien von Fenstern auf der Südseite

Richtig viel Licht und damit auch Wärme kommt schließlich aus Süden. Große Fensterarten sorgen hier für eine optimale Nutzung der kostenlosen Sonnenwärme und des gesunden und Strom sparenden Tageslichts.

Bei der Auswahl der richtigen Fenster kommt es hier allerdings darauf an, genauso wie bei Dachflächenfenstern, für die Sommerzeit auf einen Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung Wert zu legen. Die Möglichkeiten reichen von Sonnenschutzverglasungen über Jalousien, Plissees, Raffstores, Markisen und Fensterläden bis hin zu Rollläden.

Tageslichtsysteme können hier zudem bei der angenehmen Ausleuchtung der Räume und bei der Reduzierung der Blendwirkung der Sonne helfen.

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Es gibt sie neben dem klassischen Weiß in allen möglichen Farben, lackiert, mit einer farbigen Aluschale, einer farbigen Dekoroberfläche, mit Struktur oder auch ohne. Sie sind pflegeleicht, lichtbeständig und resistent gegen Wind und Regen.

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Grundsätzlich sollte bei Kunststoffrahmenarten auf die Anzahl und Ausbildung der Kammern im Rahmenprofil geachtet werden.

Dabei unterscheidet man Zweikammerprofile, die eine außen liegende Vorkammer zur Ableitung des Wassers und eine zweite große Kammer zur Aufnahme der Stahlaussteifung besitzen, und Dreikammerprofile, die auch auf der Rauminnenseite eine Vorkammer besitzen, die die Wärmedämmung zusätzlich verbessert. Insbesondere für die Wetterseite eignen sich sogenannte Sandwichelemente. Sie bestehen aus einem druckfesten Wärmedämmkernaus Polyurethan und haben außen eine zusätzliche äußere Wetterschale aus Aluminium.

Fensterrahmen aus Holz

Holzfensterarten sehen gut aus und sind in fast allen Farben und Holzarten erhältlich. Bei der Auswahl von Holzfenstern sollte aber immer auf die Herkunft und die Nachhaltigkeit des Holzanbaus geachtet werden.

Dies gilt insbesondere für Rahmen aus Tropenholz, das aus kontrolliertem Anbau stammen sollte und im Handel mit einem FSC- oder PEFC-Siegel gekennzeichnet wird. Nachteilig an Holzrahmenfenstern ist jedoch, dass diese im Vergleich zu Kunststoff- und Aluminiumfenstern relativ pflegeintensiv sind.

Je nachdem, wie sie der Witterung ausgesetzt sind, müssen sie alle etwa 10 Jahre nachgestrichen werden.

Fensterrahmen aus Aluminium

Zu den beliebtesten Metallfenstern zählen Aluminiumfenster. Sie gelten aufgrund ihrer Materialeigenschaften und der Versiegelung der Alu-Rahmen als äußerst stabile Fenster mit einer Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten.

Dies ermöglicht zudem die Konstruktion individuellerer als auch größerer Fensterkonstruktionen als dies andere Fensterrahmenmaterialien zulassen. Auch der Einbruchschutz soll sich dadurch verbessern.

Aus energetischer Sicht weisen Aluminiumrahmen jedoch einen niedrigeren Uf-Wert als andere Fensterarten auf, da Aluminium an sich kein Wärmedämmstoff ist und eine höhere Wärmeleitfähigkeit (Wärmebrücke) aufweist.

Die Eigenschaften wärmedämmender Fensterarten werden mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) bzw. Uw-Wert beschrieben, wobei das „w“ für das englische Wort window für Fenster steht. Dieser Uw-Wert wiederum setzt sich zusammen aus dem Uf-Wert („f“ für „frame“, gleich Rahmen) und dem Ug-Wert („g“ für „glazing“, gleich Verglasung).

Laut aktueller Energieeinsparverordnung EnEV müssen neuere Fensterarten demnach mindestens einen Uw-Wert von 1,3 W/m2k. Das heißt für Fensterrahmen muss der Uf-Wert mindestens 1,4 W/m2k und für die Scheiben 1,1 W/m2k betragen. Bei der Auswahl der Fensterat nach der Dämmqualität sollte man sich daher immer an diesen Dämmwerten orientieren.

Obwohl die DIN 18050 sogenannte Rohbaurichtmaße (RR) für Fensteröffnungen vorgibt, gibt es selten wirklich eindeutig genormte Fensterformate. In den meisten Fällen werden die verschiedenen Fensterarten individuell an ein Gebäude und je nach Geschmack nach Maß angefertigt.

Dementsprechend gibt es eine Vielzahl an Fensterformen, die in Ihrer Art und Anzahl von Ecken und Rundungen sowie in Ihrer Art und Anzahl von Sprossen stark variieren.

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Gerade in der Kombination unterschiedlicher Formen und Sprossenarten (glasteilend, aufgesiegelt oder innenliegend) können die einzelnen Fensterarten an jeden Geschmack und Baustil angepasst werden.

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Je nach Raumaufteilung muss entschieden werden, ob sich das Fenster nach links oder rechts öffnen und schließen lassen soll. In Räumen wie z. B.

der Küche empfiehlt es sich hingegen, ein festverglastes Unterlicht und darüber zwei kleine Flügel zum Aufdrehen einzusetzen. Bei Dachfenstern werden häufig Fensterarten verwendet, die ein Aufschwingen ermöglichen. Sind Fenster schlecht erreichbar (z. B.

Dachfenster, das Badfenster oder das Fenster über dem Treppenhaus) macht ein elektrischer Öffnungsmechanismus Sinn.

Neben den Fenstern im Erdgeschoss, die alle über eine entsprechende Fenstersicherung verfügen sollten, ist der Keller besonders anfällig für Einbrüche.

Daher sollte man im Kellerbereich eher kleine, nur klappbare Fensterarten mit Gittern einbauen, um den Einbruchschutz zu erhöhen.

Ebenso sollte man bei Gäste-Bädern im Erdgeschoss darauf achten, eine kleinere Fensterart einzusetzen, durch die man nicht einsteigen kann.

Brandschutz

Zudem gibt es eine Vielzahl an Fensterarten, die für spezielle sicherheitstechnische Belange entwickelt wurden. So müssen z. B. bei Brand die Bewohner eines Hauses dieses schnell über ein z. B.

Ausstiegsfenster über das Dach verlassen können oder in vor Allem größeren Immobilien bei Feuer der Rauch automatisch auch über spezielle Fenster abziehen können.

Für alle diese Aufgaben gibt es spezielle Fensterarten, die an die jeweilige Schutz-Funktion angepasst wurden.

Altbausanierung

In Altbauten werden eine Vielzahl unterschiedlicher Fensterarten eingesetzt. Vielfach wird eine komplette Renovierung bzw.

Restaurierung oder sogar Neubeschaffungdieser alten Fenster bei energetischen Sanierungen notwendig, da moderne Lösungen aus bautechnischen und bauphysikalischen Gründen nicht möglich sind oder, weil ein Haus bestimmte Bau- und Denkmalschutzauflagen erfüllen muss.

Источник: https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/fenster/fensterarten

Fensterarten

Diese Fenstertypen & Modelle passen zu Ihnen

Fenster bringen Licht in Wohnung und Haus und stellen für Gebäude außerdem ein wichtiges Designelement dar. Fensterverglasung und Fensterrahmen gewinnen aber beim Einbau von Fenstern ebenso in Bezug auf Energieeffizienz und Geräuschdämmung immer mehr an Bedeutung.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Fensterarten wie Drehflügel-, Schwing- oder Kippschwingfenster? Welche Eigenschaften sind bei Fensterrahmen aus Holz, Kunststoff und Metall von Bedeutung? Unser Ratgeber gibt Ihnen wichtige Infos und Tipps zu Fenstern, Fensterrahmen und Fensterverglasungen.

Welche Fenster gibt es? Fensterarten und ihre Vor- und Nachteile

Neben Verglasung und Rahmen unterschieden sich die Fensterarten vor allem durch ihren Öffnungsmechanismus. Nachfolgend stellen wir Ihnen gängige Fenstertypen gegliedert nach ihrem Öffnungsmechanismus mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen kurz vor:

Drehflügelfenster: Drehflügelfenster werden seitlich links oder rechts am Rahmen drehbar angeschlagen. Die Fenster können aus einem oder mehreren Flügeln bestehen, die beim Öffnen entweder in den Raum oder nach außen schwenken. In der Regel werden in Deutschland jedoch in den Raum schwenkende Drehflügelfenster verbaut.

Drehflügelfenster bieten den Vorteil, dass Sie diese sehr weit öffnen können. Dies ist zum Beispiel für eine energiesparende Stoßlüftung vorteilhaft. Außerdem lassen sich auch die äußeren Glasflächen bequem reinigen, wenn Sie die Fenster nach innen öffnen. Zudem sind Drehflügelfenster wegen des einfachen Aufhängungsmechanismus relativ kostengünstig.

Allerdings fehlt Drehflügelfenstern eine Kippstellung. So können Sie über die Fenster nicht für einen sanften Luftaustausch sorgen. Im Handel sind jedoch Haken verfügbar, mit denen Sie die Fenster in einer leicht geöffneten Stellung fixieren können.

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Ein weiterer Nachteil von Drehflügelfenstern ist das einfache Eindringen von Regen und Schnee, wenn Sie einmal vergessen, die Fenster zu schließen.

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Drehkippflügelfenster: Drehkippflügelfenster, vielfach auch Drehkippfenster genannt, gehören zu den am häufigsten verbauten Fensterarten. Drehkippflügelfenster können Sie über Drehscharniere komplett öffnen.

Im Gegensatz zum Drehflügelfenster lässt sich der Fenstertyp aber zusätzlich kippen. Einige Fenstermodelle lassen sich sogar in verschiedenen Kippstufen arretieren. Das Öffnen oder Kippen des Fensters kann bequem über einen zentralen Drehgriff gesteuert werden.

Mit einem Drehkippflügelfenster können Sie folglich ebenso bequem Stoßlüften wie mit einem Drehflügelfenster. Zusätzlich ermöglicht die Kippstellung aber auch ein langsames, zugfreies Lüften. Dies macht die Fenster zum Beispiel für Schlafzimmer sehr gut geeignet.

Wie Drehflügelfenster können auch Drehkippflügelfenster leicht von außen gereinigt werden. Achten Sie beim Kauf von Drehkippflügelfenstern auf stabile Bänder und Beschläge, da diese beim Kippen und Schließen des Fensters relativ stark belastet werden.

Minderwertige Bänder und Beschläge können bereits nach wenigen Gebrauchsjahren mechanische Ausfälle verursachen und somit zum Klemmen des Fensters führen. Die Reparaturen sind dann oft kostspielig.

Schwingflügelfenster: Schwingflügelfenster, häufig auch einfach als Schwingfenster bezeichnet, drehen sich um eine horizontale Achse in der Mitte des Fensters. Dabei schwingt die untere Hälfte des Fensters beim Öffnen meist nach außen, während die obere Hälfte in den Raum schwingt.

Die Fenster können oft stufenlos oder in verschiedenen Öffnungsstellungen arretiert werden. So kann die Stärke der Lüftung sehr gut reguliert werden.

Schwingflügelfenster lassen sich relativ leicht reinigen und aufgrund der simplen mechanischen Konstruktion sind die mechanischen Bauteile des Fensters wenig störanfällig. Vergessen Sie das Fenster allerdings bei Regen zu schließen, kann sehr einfach Wasser über das Fenster eindringen.

Mit einem Regensensor in Kombination mit einem elektrischen Antrieb können Sie dieses Problem umgehen. Einige elektrische Antriebe für die Fensterart sind ebenfalls programmierbar. So können Sie zum Beispiel während Ihrer Abwesenheit den Raum zu festgelegten Zeiten lüften.

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Mit einer Fernbedienung lassen sich Schwingflügelfenster mit Elektroantrieb bequem vom Bett oder Sofa aus öffnen. Der Fenstertyp wird sehr häufig in Dächern verbaut und deshalb auch als Dachfenster oder Dach-Schwingfenster bezeichnet.

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Kippschwingfenster: Kippschwingfenster oder Kippfenster werden am unteren Rahmen angeschlagen und lassen sich bis zu 45° in den Raum oder nach außen kippen. Die Fensterart kann nicht komplett geöffnet werden.

Deshalb eignen sich Kippschwingfenster schlecht zur Stoßlüftung. Der Fenstertyp wird häufig für Kellerräume oder als Oberlicht in Dachgeschossen verwendet. Die Außenseite der Fenster lässt sich sehr schlecht reinigen.

Dafür sind die Fenster wegen des simplen Auaus relativ kostengünstig in der Anschaffung.

Klappschwingfenster: Klappschwingfenster oder Klappfenster sind baugleich zu Kippschwingfenstern. Allerdings werden Klappschwingfenster nicht unten, sondern oben angeschlagen. Klappschwingfenster öffnen sich wie Kippschwingfenster um bis zu 45° in den Raum oder nach außen. Die Fensterart wird häufig für Gewächshäuser und Dachluken verwendet.

Schiebefenster: Schiebefenster werden beim Öffnen und Schließen entweder horizontal oder vertikal verschoben. Bei geteilten Schiebefenstern kann so ein Teil bzw. Flügel des Fensters vor den anderen geschoben werden.

Es sind aber auch Schiebefenster verfügbar, die in geöffneten Zustand in Wandschlitzen verschwinden. Da die Fenster beim Öffnen nicht in den Raum ragen, hat der Fenstertyp einen sehr geringen Platzbedarf. Außerdem ergibt sich bei einem geöffneten Schiebefenster eine große Fläche für die Lüftung.

Schiebefenster benötigen keinen Rahmen und verursachen daher kaum Sichtbehinderungen. Nachteilig bei der Fensterart ist eine oft gegebene erhöhte Anfälligkeit für Dichtigkeitsprobleme. Diese wird unter anderem durch sich abnutzende Dichtungen beim Schieben des Fensters verursacht.

Zudem lassen sich Schiebefenster schlecht von außen reinigen und Schmutz in den Führungen des Fensters kann den Schiebemechanismus schnell blockieren.

Unsere beliebtesten Fenster

Der Rahmen eines Fensters hat neben der Optik auch entscheidenden Einfluss auf die Beständigkeit und Dämmeigenschaften eines Fensters. In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen die verschiedenen Materialien für Fensterrahmen mit ihren spezifischen Eigenschaften vor:

Holz: Holz zählt bei Fensterrahmen zu den am häufigsten verwendeten Materialien. Das Naturmaterial hat eine gute Wärmedämmung und weist eine hohe Stabilität auf. Holzrahmen für Fenster werden in den verschiedensten Qualitäten und Ausführungen angeboten.

Entscheidend für die Eigenschaften des Rahmens ist die verwendete Holzart. So weisen Weichhölzer wie Fichte und Kiefer unbehandelt eher eine geringe Witterungsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge auf. Eiche ist als Hartholz deutlich beständiger.

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Vielfach werden für Fensterrahmen sehr witterungsbeständige Tropenhölzer wie Teak verwendet. Die Verwendung von Tropenholz ist jedoch aufgrund der Zerstörung von Regenwäldern problematisch. Achten Sie bei Fensterrahmen aus Tropenholz daher darauf, dass die Ware von Umweltverbänden zertifiziert ist.

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Holz lässt sich leicht verarbeiten und lackieren. Obwohl im Handel bereits Holz-Fensterrahmen in den verschiedensten Farben angeboten werden, können Sie die Fenster auch einfach selbst streichen. Holz verströmt als Naturmaterial zudem ein gemütliches Ambiente.

Zu den Nachteilen von Fensterrahmen aus Holz zählt der relativ hohe Pflegeaufwand. So müssen Holzrahmen regelmäßig geölt oder gestrichen werden, um Rissbildung und Fäulnis zu verhindern.

Kunststoff: Fensterrahmen aus Kunststoff sind sehr witterungsbeständig, langlebig und haben im Vergleich zu Holz ein geringeres Gewicht. Je nach Bauart verfügen Kunststoffrahmen zudem über gute Wärmedämmeigenschaften.

Kunststoffrahmen müssen Sie nicht ölen und lackieren. Der Pflegeaufwand beschränkt sich so auf eine regelmäßige Reinigung. Minderwertige Kunststoffrahmen können allerdings durch UV-Strahlung spröde und rissig werden.

Teilweise haben Fenster mit Kunststoffrahmen im Vergleich zu Holz oder Metall einen etwas billigen Look. Es sind aber ebenso sehr hochwertige Kunststoffrahmen erhältlich, die nur bei genauem Hinsehen von Holz zu unterscheiden sind.

Heutige Fensterrahmen aus Kunststoff sind in der Regel voll recyclingfähig und werden teilweise sogar aus Recyclingmaterial hergestellt.

Metall: Fensterrahmen aus Metall sind sehr stabil und langlebig. Für Metall-Fensterrahmen wird meistens leichtes Aluminium verwendet. Aluminium kann nicht rosten. Seltener werden Fensterrahmen aus Stahl hergestellt.

Stahl ist jedoch deutlich schwerer als Aluminium. Wegen der großen Stabilität wird Metall oft für sehr große Fenster bzw. Fensterrahmen eingesetzt. Aluminiumrahmen werden von den Herstellern häufig eloxiert in silbernen oder goldenen Farbvarianten angeboten.

Stahlrahmen sind oft pulverbeschichtet. Pulverbeschichtete Rahmen können mit geeigneten Lacken in den verschiedensten Farben gestrichen werden. Fensterrahmen aus Metall wirken sehr hochwertig.

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Ihre teilweise etwas kühle Designnote passt aber nicht zu jedem Haus und die Wärmedämmung ist nicht so gut wie bei Holz- oder Kunststoffrahmen.

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Aluminium-Holz-Kombination: Eine interessante Alternative zu Fensterrahmen aus reinem Holz oder Metall sind Fensterrahmen, die aus einer Kombination dieser beiden Materialien bestehen. So vereinen die Rahmen den natürlichen und behaglichen Look von Holz mit der hohen Stabilität und Witterungsbeständigkeit von Aluminium.

Aluminium wird dabei in der Regel an der Außenseite der Rahmen verwendet, während Holz an der Innenseite verbaut ist. Die Aluminium-Holz-Kombination verleiht den Fensterrahmen sehr gute Wärmedammeigenschaften. Zudem bedarf das an der Außenseite verwendete Aluminium kaum Pflege. Ein Nachteil dieser Rahmenart ist der hohe Anschaffungspreis.

Einfach-, Doppel- oder Dreifachverglasung?

Die Fensterverglasung gehört zu den wichtigsten Merkmalen eines Fensters. So hat die Verglasung unter anderem großen Einfluss auf die Wärmedämmeigenschaften von Fenstern.

Nach der Energie-Einspar-Verordnung aus dem Jahr 2009 darf die Verglasung von Fenstern höchstens einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 1,1 W/(m²K) aufweisen.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick der angebotenen Fensterverglasungen:

Einfachverglasung: Fenster mit Einfachverglasung werden wegen der schlechten Wärmedämmeigenschaften kaum noch verbaut. Für Wohngebäude ist der Einbau von Einfachverglasungen aus diesem Grund sogar seit vielen Jahren verboten. Der Einbau von Einfachverglasungen beschränkt sich heutzutage weitestgehend auf Lagerräume, Gartenpavillons oder Schuppen.

Doppelverglasung: Im Vergleich zu einer Einfachverglasung können Sie mit einer Doppelverglasung deutlich Heizkosten sparen. Die guten Wärmedämmeigenschaften einer Doppelverglasung resultieren aus dem Hohlraum zwischen den Scheiben.

Bei einfachen Doppelverglasungen ist dieser Hohlraum mit Luft gefüllt. Noch energieeffizienter sind allerdings Verglasungen, bei denen die Luft durch Gase wie Argon ersetzt wird.

Argon leitet Wärme viel schlechter als Luft und bietet sich daher als Füllgas besonders an.

Dreifachverglasung: In Neubauten und bei Modernisierungen aus Energiespargründen werden heute meist Dreifachverglasungen verwendet. Neueste Dreifachverglasungen erreichen Wärmedurchgangskoeffizienten von bis zu 0,5 W/(m²K).

Damit unterbieten derartige Fensterverglasungen die gesetzlichen Anforderungen für Wärmedämmung deutlich. Wie bei den hochwertigen Doppelverglasungen wird der Hohlraum bei modernen Dreifachverglasungen meist mit Edelgasen gefüllt.

Gewisse Nachteile von Dreifachverglasungen sind die Dicke der Scheiben und das relativ hohe Gewicht. Deshalb müssen Rahmen und Beschläge bei Dreifachverglasungen besonders stabil ausgelegt sein. Dreifachverglasungen sind in der Anschaffung relativ teuer.

Dieser vermeintliche Nachteil wird aber durch die Einsparung von Heizkosten aufgrund der guten Wärmedämmung der Fenster meist schnell ausgeglichen.

Spezialverglasungen: Neben Doppel- und Dreifachverglasungen bietet der Fachhandel auch zahlreiche Spezialverglasungen an. So wird an Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe von Flughäfen und Bahnlinien sehr oft Schallschutzglas eingesetzt.

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Schallschutzglas besteht meist aus Verbundglas, welches über eine zusätzliche Schicht aus Kunstharz verfügt. Damit das Glas eine gute Schalldämmung erreicht, muss der Fensterrahmen ebenfalls möglichst schalldicht sein.

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Der Einsatz von Sonnenschutzglas kann sinnvoll sein, um das Aufheizen von Innenräumen zu mindern. Sonnenschutzglas verfügt über eine spezielle Beschichtung, welche Sonnen- bzw. Wärmestrahlung zurückhält.

Mit der Verwendung von Sichtschutzglas verhindern Sie neugierige Blicke in zum Beispiel Badezimmer oder Arztpraxen.

Hier geht's zum Sortiment „Fenster“

Источник: https://www.hagebau.de/beratung-fensterarten/

Findet jetzt das passende Fenstermodell fürs Haus

Diese Fenstertypen & Modelle passen zu Ihnen

Sie mögen es lichtdurchflutet und bevorzugen ein modernes Ambiente? Das optische Erscheinungsbild eines Hauses steht und fällt mit der Wahl der richtigen Fenster.

Die Vielzahl von Fensterformen und -bauarten ist für Laien schwer zu durchblicken, insbesondere weil Form, Verglasung und Material individuell miteinander kombiniert werden können.

Den Ausschlag gibt zunächst der gewünschte Fenstertyp, der die Form und damit auch die Fassadenästhetik entscheidend prägt. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der beliebtesten Fenstertypen und ihre Vorzüge vor.

  Einfachfenster und Sprossenfenster

Das zeitlose Fensterrechteck macht 95 Prozent der Fenster in Fassaden aus. Die Form ist in der Größe flexibel und harmoniert mit dem klassischen Schnitt eines Hauses.

Einfachfenster sind in der Regel mit einem Flügel ausgestattet, je nach Größe können sie aber auch zweiflügelig gestaltet sein. Wird das Fenster mit Sprossen angeboten, dann handelt es sich um mehrere Holzquadrate, die den Rahmen erneut aufteilen.

Einen edlen Touch und deutlich mehr Licht gibt die quadratische Fenstervariante, die einen Rundbogen zur Decke aufweist.

  Kastenfenster

Kastenfenster sind oftmals in Altbauten anzutreffen. 

Kastenfenster werden immer noch gerne bei Modernisierungen eingesetzt. Dabei besteht das Fenster aus einem Innen- und Außenrahmen, die beide separat geöffnet werden können. Zwischen den Scheiben werden Schall und Wärme optimal gedämmt.

  Panoramafenster und Fensterband

Wer großflächige und breite Fenster mag, für den sind Panoramafenster das ideale Highlight in Wohnräumen. Die Fensterbreite kann sich individuell entlang der Fassade anpassen lassen.

Als Öffnungsvarianten bieten sich Schiebetüren oder leichte Falttüren an. Fensterbänder sind regelmäßig schmaler, schmiegen sich aber der Länge nach an die Hauswand.

In einheitlicher Konstruktion oder als einzelne zusammengefügte Elemente lassen sich alle Öffnungsarten realisieren.

  Fenster mit Unterlicht

Bodentiefe Fenster lassen deutlich mehr Licht rein als normale Fenster.

Wer aus bautechnischen Gründen nicht bis zum Boden gehen darf oder möchte, der kann sich stattdessen für Fenster mit einem Unterlicht entscheiden.

Vorteil ist dabei, dass der zumeist vorgeschriebene Sturzschutz außen an der Fassade wegfällt, da das Unterlicht ein feststehendes Fenster über dem zu öffnenden Fenster darstellt.

  Skandinavische Fenster

Das traditionsreiche Fenster aus dem kalten Norden Europas wurde früher aus Kiefernholz und in Sprossenform gefertigt. Das hatte den Vorteil, dass einzelne Fensterelemente geöffnet werden konnten, ohne den Raum zu sehr auszukühlen.

Heutzutage zeichnen sich dänische beziehungsweise skandinavische Fenster aus Kunststoff oder Holz dadurch aus, dass ihre Flügel nach außen aufgehen.

Damit drückt starker Wind die Fensterflügel an den Rahmen und belastet das Zargenmaterial nicht zu sehr.

  Runde Fenster

Ein rundes Fenster kann für einen ganz besonderen Designeffekt sorgen. 

Runde Fenster werten das Haus von außen und innen spürbar auf.

Die besondere Form hebt sich von rechteckigen Fenstern ab und lässt je nach Größe auch mehr Licht rein.

Nachteile bei runden Fenstern sind, dass sie nicht leicht in Fassaden einzubauen sind und innen auch über kein Fensterbrett verfügen. Daher werden runde Fenster gerne in Dachgauben eingesetzt.

Fensterart Kosten (mit Montage)
Rundbogenfensterab 1.000 Euro
Panoramafensterab 2.000 Euro
Sprossenfensterab 800 Euro
Kastenfensterab 800 Euro
Einfachfenster (Kunststoff)ab 200 Euro
Skandinavische Fensterab 600 Euro
Runde Fensterab 800 Euro

Fenster in Dachkonstruktionen 

Licht und frische Luft halten gesund und sorgen für gute Laune. Gerade deshalb sollten auch in Galerien und ausgebauten Dachgeschossen die Fenster nicht vernachlässigt werden.

Das Raumambiente wird von der sogenannten Leuchtdichte – also der Menge an Licht, die durch das Fenster in den Raum gelangt, geprägt. Raumhohe Fenster sorgen deshalb für eine verbesserte Lichtverteilung im Raum.

Eine Vergrößerung nach oben kann daher deutliche mehr Vorteile bringen, als eine Verbreiterung wie bei einem Fensterband. 

  Giebelfenster

Giebelfenster werden stehend als Festglas auf Maß angefertigt und verzichten auf einen Öffnungsmechanismus. Mit einem Dreiecksfenster im Hausgiebel wird eine zusätzliche Lichtquelle geschaffen, die ein angenehmes Raumklima schafft. Denkbar sind auch Konstruktionen innerhalb der Dachgaube, bei denen auf Standardfenster zurückgegriffen werden kann.

  Dachfenster / Schwingfenster

Dachfenster sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, in der Regel werden sie als Schwingfenster geliefert. Das Fenster wird ins Dach eingepasst und bedarf bei elektrischen Komponenten der regelmäßigen technischen Wartung. Auch der Sonnenschutz sollte bei Dachfenstern nicht vernachlässigt werden.

Die Leuchtdichte ist bei schrägen Fenstern deutlich höher als bei Fenstern, die Licht nur seitlich einfallen lassen.

  Flachdachfenster

Bei flachen Dächern sorgen Fenster für einen voluminösen Lichteinfall. Beim Einbau liegen die Kosten deutlich höher als bei Schrägfenstern. Flachdachfenster benötigen auch ein stabileres Material und müssen wegen der besonderen Belastung eine höhere Traglastfähigkeit aufweisen.

Fensterart Kosten (mit Montage)
Schwingfenster Holzab 800 Euro
Schwingfenster Kunststoffab 600 Euro
Flachdachfensterab 2.000 Euro
Dreiecksfensterab 100 Euro

Fenstermodelle nach Bauart 

Der deutsche Fensterstandard ist das Drehkippfenster, wo die Flügel sowohl drehend, als auch kippend geöffnet werden können. Die Öffnungstechnik eines Fensters lässt jedoch noch mehr Möglichkeiten offen. Wir zeigen Ihnen die gängigsten Öffnungsarten und ihre Vorteile.

  Drehflügel

Beim Drehflügel kann nach innen oder außen geöffnet werden. Die Drehflügel lassen sich um etwa 90 Grad ausschwenken und daher leicht reinigen.

  Wendeflügel

Fenster mit Wendeflügel sind vertikal mittig befestigt und lassen sich im Rahmen um 180 Grad drehen. Dadurch ist auch die Reinigung beider Fensterseiten besonders leicht.

  Schiebeflügel

Schiebeöffnungen bei rechteckigen Fenstern sind in vertikaler und horizontaler Form erhältlich. Sie können frei wählen, ob beide Flügel verschiebbar sind oder eine Seite feststeht. Die Schiebetüren können vor und in der Wand laufen. Schiebefenster eignen sich besonders bei wenig Platz zum Öffnen.

Das richtige Rahmenmaterial für Fenster 

Welches Rahmenmaterial Sie bevorzugen, entscheidet sich anhand Ihres persönlichen Geschmacks und den baulichen Voraussetzungen.

Die Standardmaterialien sind Aluminium, Holz und Kunststoff – alle drei Stoffe zeichnen sich in moderner Bauweise durch eine gute Dämmung aus.

Hersteller setzen mittlerweile auch auf einen Materialmix wie beispielsweise Holz-Aluminium, um die Vorteile beider Materialien zu nutzen. 

Jedes mögliche Material für Fensterrahmen verfügt über individuelle Eigenschaften, die sich auf die Wetterbeständigkeit, Energieeffizienz und die Langlebigkeit auswirken.

Aluminium gilt als am wenigsten energieeffizient, hält dafür aber höheren statischen Anforderungen stand.

Holzfenster hingegen passen optisch gut zu Holzfassaden, benötigen jedoch intensive Pflege, um der Witterung standzuhalten.

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Das mit Abstand günstigste Material ist Kunststoff, welches auch in täuschend echter Holzoptik erhältlich und dazu sehr pflegeleicht ist. 

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Material und Lebensdauer im Überblick

Material Lebensdauer in Jahren Kosten (Größe ca. 1300 x 1500 mm) Vorteile
Aluminiumca. 50-60 Jahreca. 380 EuroIdeal für große Fensterflächen, schlankes Profil, pflegeleicht
Holzca. 35-40 Jahreca. 330 EuroNatürliche Optik, nachwachsender Rohstoff
Kunststoffca. 40-50 Jahreca. 250 EuroWitterungsbeständig, gute Wärmedämmung
Holz-Aluca. 50-60 Jahreca. 700 EuroEnergieeffizient, stabil, guter Einbruchschutz

Источник: https://www.aroundhome.de/fenster/modelle/

Übersicht der Fenstertypen im Wohnwagen

Diese Fenstertypen & Modelle passen zu Ihnen

Die ersten Wohnwagen wurden noch mit Scheiben aus Echtglas ausgeliefert. Dem Vorteil der Kratzfestigkeit standen – und stehen – mäßige Dämmwerte, die Bruch- und Splitterempfindlichkeit, das hohe Gewicht und die hohen Preise entgegen.

Nachteile, die auch im Flugzeugbau störten. Etwas Neues musste her.

 Darum wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg das leichte, einfach zu verarbeitende und vor allem bruchfeste Acrylglas erfunden und zunächst in den Pilotenkanzeln von Flugzeugen eingesetzt. 

Die Geschichte der Caravanfenster

Die ersten Acrylglas-Fenster für Wohnwagen und Wohnmobile brachte in den 1960er Jahren Polyplastic auf den Markt. Heute ist das Unternehmen aus Rotterdam mit rund 75 Prozent Marktanteil klarer Marktführer.

Einziger großer Wettbewerber ist der deutsche Hersteller Dometic-Seitz, der vornehmlich höherwertige Fahrzeuge bestückt. Seit Kurzem mischt mit der Reimo-Marke Carbest noch ein dritter Player im Fenstermarkt mit.

Die Stückzahlen sind allerdings klein, da Reimo bislang keine Erstausrüster, sondern nur kleinere Manufakturen versorgt.

Die Aufteilung des Marktes hat ansonsten in gewisser Weise dazu geführt, dass Weiterentwicklungen eher mit Bedacht und Ruhe stattfanden. Die am weitesten verbreitete Bauweise sind die einfachen sogenannten vorgehängten Fenster, die sich seit 1966 auch öffnen lassen.

1972 kam das doppelwandige Fenster mit einer isolierenden Luftschicht zwischen Acrylinnen- und -außenscheibe, das im Prinzip bis heute so gebaut wird.

1976 startete die Markteinführung des getönten Acryls, das für Sonnenschutz sorgte und die Fenster auch zu Designelementen wie Dreiecke und Bullaugen werden ließ.

Archiv, Timo Großhans, Hersteller

Rahmenfenster: Bei der Montage werden Außen- und Innenrahmen miteinander verschraubt und klemmen dabei die Ränder der Wand formschlüssig ein.

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1994 brachte Polyplastic das erste Aluminium-Rahmenfenster, das bei flacherer Kontur mehr Stabilität und Sicherheit versprach – der Rahmen schützt die Scheibe etwas besser davor, von außen aufgehebelt zu werden.

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Wenig später trat das schwäbische Unternehmen Seitz – heute Teil von Dometic – mit einem Rahmenfenster auf den Plan, ersetzte dabei aber das Metall durch den neuen Werkstoff Polyurethan. Er versprach bessere Isolationswirkung und mehr Freiheit bei der Formgebung.

Trotz der Vorzüge der Rahmenbauweise hat sich dieser teurere Fenstertyp bis heute nicht völlig durchgesetzt. Hauptgrund sind die geringeren Kosten der vorgehängten Variante.

Aber auch die Freiheit bei der Formgebung, was Scheibenumriss und mögliche Biegungen anbelangt, machen diesen Fenstertyp in Sachen Design interessant.

Bis in die obere Mittelklasse herrschen vorgehängte Fenster vor, erst in der Ober- und Luxusklasse kommen Rahmenfenster serienmäßig zum Einsatz oder sind als Extra erhältlich.

Bei der Isolierung, das haben CARAVANING-Tests gezeigt, kommt es eher auf die Wirkung der Verdunkelung innen an als auf die Bauform des Fensters.

In der Summe der Eigenschaften ist ein Fenster mit Rahmen, aus Alu oder PU, dem vorgehängten aber dennoch vorzuziehen.

Verschiedene Aufsteller kommen zum Einsatz

Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Aufsteller: Einfache Knebelaufsteller fixieren die geöffnete Scheibe stufenlos per Rändelrad, Rastaufsteller halten sie auch bei einhändiger Bedienung in festgelegten Öffnungswinkeln. Gut ist, wenn die Fensterriegel einen Sicherungsknopf haben, der verhindert, dass sie von außen hochgeschoben werden.

T. Großhans

Vorgehängte Fenster: Verschlussriegel und Aufsteller machen das Fenster komplett.

Acrylglasfenster besonders witterungs- und alterungsbeständig

Gegossenes Acrylglas hat eine höhere Temperaturbeständigkeit, jedoch etwas größere Toleranzen in der Schichtdicke. In eine Form gepresstes Acryl ist dünner und hat eine etwas höhere optische Qualität.

Mit rund 1,2 Gramm pro Kubikzentimeter ist Acrylglas unabhängig von der Produktionsmethode nur halb so schwer wie Mineralglas und ab 100 Grad leicht verformbar. Es ist sehr witterungs- und alterungsbeständig. Außerdem ist Acrylglas unempfindlich gegen Benzin und Öl.

Trotz 92 Prozent Lichtdurchlässigkeit filtert es UV- und Infrarotlicht bis 2800 Nanometer (nm) und blockt dieses bis zu 25 000 Nm Wellenlänge. 

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Für den Einsatz in Wohnwagen werden die Acrylglasscheiben in der Regel getönt und im Siebdruckverfahren mit Dekoren sowie Herstellerlogos bedruckt. Die Tönungen haben jedoch nicht nur optische Gründe: So hat eine hellgraue Tönung noch eine Lichtdurchlässigkeit von 75 Prozent, Dunkelgrau 35 Prozent und Schwarz von nur noch acht Prozent.

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Klarglas ohne Pigmentierung dagegen ist nicht gebräuchlich. Ein Nachteil von Acrylglas ist seine Kratzempfindlichkeit. Außerdem wird es von Alkohol, Aceton und Benzol angegriffen. Kommt es damit in Berührung, können Korrosionsspannungsrisse auftreten. Hilft gar nichts mehr, können Fenster auch leicht ausgetauscht werden.

Dazu lesen Sie hier mehr.

Isolationswerte seit vielen Jahren unverändert

Den ersten ausführlichen Test von Acrylglasfenster führte die CARAVANING-Schwesterzeitschrift promobil 2002 in Schweden durch. Überprüft wurden damals vier Rahmen- und zwei vorgehängte Fenster. Die ermittelten Isolationswerte gelten auch heute noch als Richtwerte.

Erstaunlich war und ist, dass die Ergebnisse nicht nur von der Fensterbauart abhängen, sondern auch von der Machart der Rollos.

So erreichte das damals neueste Rahmenfenster zwar den besten K-Wert, doch nicht viel schlechter schloss ein vorgehängtes Fenster ab, das mit einem guten Rollo ausgestattet war.

Fakt ist: Der thermisch abgekoppelte Rahmen verbessert die Dämmeigenschaften der Scheibe. 

Ingolf Pompe

Vorgehängte Fenster sind so formbar, dass sie Caravans ein individuelles Gesicht geben können.

Ein Vorteil vorgehängter Fenster ist die fast grenzenlose Gestaltungsmöglichkeit. Dies gilt nicht nur für den äußeren Umriss der Scheibe, sondern auch für deren Wölbung.

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Doch unabhängig von der Scheibenform ist der Fensterausschnitt in der Wohnwagenwand üblicherweise rechteckig. Eine Ausnahme bilden die ulkigen, meist nur in Campingbussen zu findenden Bullaugen, die es in starrer und schließbarer Ausführung gibt.

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Rahmenfenster sind ausschließlich rechteckig realisierbar. Zudem ist der Einbauaufwand etwas höher. 

Überblick: Vorgehängte Fenster und ihre Vor- und Nachteile

Diese Fensterart ist nichts anderes als ein durchsichtiger Deckel, der den Wandausschnitt verschließt. In der Regel handelt es sich um zwei Acrylglasplatten, die in Form gebracht und an den Rändern miteinander verschweißt wurden. Zwei ineinander verhakte Aluprofilleisten dienen als Scharnierband.

Die eine Leiste wird an die Seitenwand geschraubt, die andere an der Doppelscheibe befestigt. Eine umlaufende Gummileiste verdeckt die Ausschnittkante der Wandplatte und dient gleichzeitig zur Abdichtung der geschlossenen Scheibe. Verschlussriegel und Aufsteller machen das Fenster komplett.

Diese einfach aufgebauten Kunststofffenster werden bei Wohnwagen bis in die Mittelklasse eingesetzt. Vorgehängte Fenster gibt es in vielen unterschiedlichen Formen.

 Einfache und günstige Konstruktion. Frei formbare Scheiben möglich. 
 Reparaturfreundlicher und leichter Auau. 
 Eine größere Fläche bei gleicher Scheibengröße. 
 Weniger robust als Rahmenfenster und weniger einbruchhemmend. 
 Für den Wandausschnitt sind Verstärkungen aus Holz notwendig.

Überblick: Rahmenfenster und ihre Vor- und Nachteile

Archiv, Timo Großhans, Hersteller

Der Rahmen ist das wesentliche Kennzeichen dieses Fenstertyps. Er kann aus Polyurethan (PU) oder Aluminium bestehen.

Der Rahmen ist das wesentliche Kennzeichen dieses Fenstertyps. Er kann aus Polyurethan (PU) oder Aluminium bestehen. Genau genommen besteht der Rahmen meist aus zwei Teilen.

Bei der Montage werden Außen- und Innenrahmen miteinander verschraubt und klemmen dabei die Ränder der Wand formschlüssig ein. Vor allem bei Alurahmenfenstern trägt der Außenrahmen teils so wenig auf, dass insbesondere ausgebaute Kastenwagen von außen kaum als Camper erkennbar sind.

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Da Scheibe und Rahmen eine Einheit bilden, ist die Passgenauigkeit größer und Einbruchsversuche werden zumindest etwas erschwert.

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 Solide und thermisch gut entkoppelte Konstruktion. Etwas besserer Einbruchsschutz.
 Plane, wenig auftragende Optik.
 Wegen des Rahmens keine weitere Verstärkung des Fensterausschnitts nötig.
 Höheres Gewicht und höhere Kosten als vorgehängte Fenster.
 Nur rechteckige Formen realisierbar.
 Größerer Einbauaufwand.

Rollos zum Abdunkeln und als Sonnenschutz

Fast jedes Fenster hat ein Gegenstück. Man spricht von Rollos oder Jalousien, die für Verdunklung, Sonnenschutz und/oder für Insektenschutz sorgen.

Die einfachste und günstigste Form ist das Springrollo, das an zwei Punkten über dem Fenster aufgehängt und nach unten gezogen wird.

Beim Rast- oder Kombirollo bewegen sich Verdunklungsfolie und Mückengaze in zwei nach unten offenen Schienen hintereinander. Das Kassettenrollo hat eine Führung rundum.

Bei hochwertigen Rollos lassen sich Sonnen- und Mückenschutz in der Mitte zusammenklicken und mit einer Hand bedienen. Je dichter das Rollo schließt, desto höher sind die Isoliereigenschaften. Es gibt auch gefaltete Jalousien, so genannte Plissees, teils doppelwandig, wobei Luftpolster die Isolierung verbessern.

Fazit

Es ist immer einfach, Tipps zu geben, wenn man die Kosten nicht tragen muss. Doch neben der Sicherheit und kleinen Vorteilen bei der Isolation finde ich Rahmenfenster einfach viel schöner. Sie tragen äußerlich wenig auf, passen zu den heute automotiv und edel gestalteten Caravans viel besser als die in die Jahre gekommenen vorgehängten Fenster.

Источник: https://www.caravaning.de/werkstatt/fenstertypen-wohnwagen-ueberblick-vorgehaengte-fesnter-versus-rahmenfenster/

Heimtextilien
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