Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten

Holzarten für Möbel: Massiv, Furnier, MDF?

Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten
Lesedauer: 3 Minuten 
Eigentlich wolltest du nur einen Holztisch kaufen und nun siehst du dich mit Fachbegriffen konfrontiert, die teilweise für Laien unverständlich sind.

Klar, häufig sind Möbel aus Holz – aber was ist der Unterschied zwischen Möbeln aus Massivholz und Furnier, Spanplatten oder gar MDF? Wir erklären die Begriffe und geben dir einen Überblick über mögliche Holzarten für deine Möbel.

Möbel aus Massivholz – hochwertig und klassisch

Möbel aus Massivholz sind aus sogenanntem „reinem“ Holz gefertigt. Sie sind bei deinSchrank.de mit keilgezinkter oder durchgehender Lamelle erhältlich.

Bei einer keilgezinkten Lamelle werden die Holzriegel in der Länge durch keilförmige Zinken verbunden, die ineinander greifen und äußerst stabil verleimt werden. Kürzere Holzstücke lassen sich so zu einem längeren Holzstück zusammenfügen.

Durchgehende Lamellen setzen sich hingegen aus Holzriegeln zusammen, die in der Länge durchgehend sind. Das lässt sie optisch gleichmäßiger und ruhiger wirken.

Bestimmt kennst du das Phänomen, dass Möbel aus Holz knacken? Das liegt an der Fähigkeit des Holzes, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und bei Trockenheit wieder abzugeben. Dabei verformt sich das Holz und es entsteht ein Knackgeräusch.

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Um diese natürlichen Maßveränderungen zu minimieren und das Massivholz generell zu schonen, solltest du für ein gutes Raumklima sorgen.

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Genauer bedeutet das: Konstante Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit von 45 und 65 Prozent sind ideal für Massivholz.

Auf was du sonst noch achten solltest, damit deine Massivholzmöbel ihre Schönheit lange erhalten:

• Schütze die Oberflächen vor Feuchtigkeit und Hitze• Vermeide intensive Lichtbestrahlung, die Holz ausbleichen kann• Vermeide den Kontakt der Oberfläche mit Chemikalien, Alkohol oder anderen aggressiven Substanzen

• Öle die Oberfläche (max. 2-3 Mal im Jahr), um sie zu pflegen

Echtes Massivholz ist der Klassiker für gediegene Kleiderschränke oder massive Esstische.

Möbel mit Furnier – einheitliche Leichtgewichte

Ein Furnier bzw. Echtholzfurnier ist eine Oberfläche aus ganzen Holzblättern, die auf eine Trägerplatte geleimt wird. Diese Trägerplatten können Spanplatten oder MDF-Platten sein.

Furniere sind also nicht das Hauptmaterial eines Möbelstücks, sondern bilden nur dessen Oberflächenbeschichtung.
Typische Holzarten für Möbel mit Furnier sind zum Beispiel Ahorn, Eiche oder Mahagoni.

Die Furniere sind sehr dünn und werden fest auf den Trägerplatten angebracht, da diese kein Massivholz enthält, das arbeitet. Die Holzblätter können dabei so auf die Trägerplatte aufgelegt werden, dass eine durchgehende Maserung entsteht.

Daher sehen Furnier-Möbel oft aus wie aus einem Stück gefertigt. Unabhängig von der Holzart des Furniers sind Möbel mit furnierten Oberflächen deutlich leichter als Massivholzmöbel.

Möbel aus Spanplatten – günstig und nachhaltig

Eine Spanplatte besteht aus zusammengeleimten und gepressten Holzspänen. Auf diese Weise kann Holz, welches nicht für die Herstellung von Massivmöbeln geeignet ist, dennoch bei der Möbelherstellung verwendet werden.

Damit ist die Spanplatte der Werkstoff, der unsere natürliche Ressource Holz am meisten schont. Möbel aus Spanplatten sind oft entweder kunststofeschichtet oder furniert. Sie können aber auch andere Beschichtungen – etwa Leder oder Stoff – aufweisen und eignen sich damit gut für beispielsweise Stühle oder Sitzbänke.

Kunststofeschichtungen werden in Form von Folien schichtweise auf die Platten aufgetragen. Dabei können verschiedenste Farbeffekte abgebildet, aber auch unterschiedliche Holzarten für die Möbel simuliert werden. Kunststoffoberflächen sind besonders pflegeleicht und bei entsprechender Qualität extrem robust – so eignen sie sich zum Beispiel auch gut für Möbel im Kinderzimmer.

Möbel aus MDF – bruchfest und vielseitig

„MDF“ ist die Abkürzung für die „mitteldichte Faserplatte“. Vom Prinzip her ähnelt sie der Spanplatte, denn auch hier werden Holzbestandteile zu einer Platte zusammengeleimt.

Der Unterschied zwischen Spanplatten und MDF liegt jedoch darin, dass bei MDF-Möbeln keine Holzspäne, sondern fein zerfasertes Holz zu Platten zusammengeleimt und gepresst wird. Dadurch verfügen diese Platten über eine besonders hohe Bruch- und Biegefestigkeit.

MDF-Möbel sind meist kunststofeschichtet oder furniert, können aber auch mit anderen Beschichtungen versehen sein.

Weitere beliebte Werkstoffe für Möbel

Neben diversen Holzarten werden für Möbel noch viele weitere Werkstoffe verwendet. Erwähnenswert ist unter anderem Glas, aus dem besonders ästhetische Tischplatten, Schranktüren oder Vitrinen hergestellt werden.

Für Möbel, die der ganzjährigen Witterung ausgesetzt sind, wird häufig auch Beton verwendet.

Immer häufiger kommt in der Möbelherstellung Karton zum Einsatz, der nachhaltiger produziert werden kann und ein geringes Eigengewicht hat.

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Welches Material oder welche Holzart für deine Möbel am besten passt, hängt natürlich ganz von deinem Einrichtungsstil und deinen Ansprüchen ab.

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Bilder: Quelle – unsplash.com (Bild 1), deinSchrank.de (Bild 2) und pixabay.com (Bild 3)

Источник: https://www.deinschrank.de/blog/echtholzfurnier-massivholz-furnier-mdf-spanplatten/

Echtholz-Vollholz-Massivholz

Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten

Massivholz – Vollholz – Echtholz – Naturholz – furniert – echt YX-Holz – es gibt eine Menge Begriffe, die immer wieder unscharf oder gar völlig falsch verwendet werden.

Nicht nur in Ebay-Angeboten, selbst die Erklärungen auf vielen Internet-Seiten hierzu sind nicht immer korrekt. Das ist verständlich, gibt es doch einige Unterschiede zwischen den Normen für Bauholz, Konstruktionsholz und Möbeln.

Wir wollen hier eine Zusammenfassung der verschiedenen Quellen darstellen, mit dem Bezug auf Möbel.

Echtholz, Echtholz-Furnier

Beginnen wir mit dem meist missverstandenen Begriff „Echtholz“: „Echtholz“ wird häufig verwechselt mit „Massivholz“ oder „Vollholz“.

Dabei bedeutet „Echtholz“ aber nicht mehr als: das Möbel wurde nicht aus Stahl, Kunststoff, Beton oder anderen Werkstoffen hergestellt, sondern aus Werkstoffen, die aus echtem Holz hergestellt wurden – in welcher Form auch immer.

Das kann genauso Massivholz sein wie auch so genannte Holz-Werkstoffe wie Sperrholz, Schichtholz, Leimholz sowie Faser- und Spanholzwerkstoffe wie Spanplatten, Hartfaserplatten, MDF- oder HDF-Platten.

Die einzig verlässliche Angabe ist „Echtholz-Furnier“. Das bedeutet, dass auf einer beliebigen Basis eine Furnierschicht aus echtem Holz aufgezogen wurde anstelle z.B. einer Furnier-Nachbildung aus Kunststoff. In vielen Produkt-Beschreibungen wird gerne die Holzart des verwendeten Furniers angepriesen (z.B.

„Echtholz-Front aus Ahorn, Buche, etc.“). Manchmal fehlt dabei aber der Hinweis, dass es sich dabei nicht um Massivholz handelt, sondern eben nur um eine Furnierschicht.

Bei den allermeisten Neu-Möbeln handelt es sich in solchen Fällen um Konstruktionen aus Spanholz, die im sichtbaren Bereich mit einer entsprechenden Furnierschicht versehen sind.

Das mag zwar in vielen Fällen eine Verbraucher-Irreführung darstellen, das so beschriebene Möbel muss aber nicht unbedingt qualitativ schlecht sein. Gutes , normgerechtes Spanholz weist diverse Vorteile gegenüber Massivholz auf, solange es nicht feucht wird oder besonderer mechanischer Beanspruchung ausgesetzt wird (z.B. Umzug).

Mit dem Beginn der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts konnten Furniere übrigens erstmals industriell hergestellt werden. Spätbiedermeier-Möbel wurden daher zunehmend furniert, zunächst mit europäischen Holzarten, später auch mit exotischen Hölzern wie Mahagoni.

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Ein „Echtholz-Möbel“ besteht also oft aus Spanholz oder Faserplatten (MDF, HDF), das außen mit einem Echtholz-Furnier belegt sein kann. Eine andere Variante sind Möbel, deren Korpus aus Spanholz oder Faserplatten gefertigt sind und deren Fronten (und ggf. Seitenwände) aus Massivholz bestehen. Solche Möbel werden als„teilmassiv“ bezeichnet.

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Damit kommen wir zum Begriff „Massiv-Holz“.

Massivholz, Vollholz

Holz ist massiv, wenn Bretter, Leisten etc. in einem Stück aus einem Baumstamm (korrekt: Stammholz oder Rundholz) gesägt werden.

Umgangssprachlich sagt man auch: es wird „aus dem vollen (Holz)“ gesägt. Hierher rührt vermutlich der Begriff„Vollholz“, der manchmal als Synonym für „Massivholz“ verwendet wird.

Kurz gesagt: Vollholz ist einfach eine andere Bezeichnung für Massivholz.

Das gilt so weit für den Begriff „Massivholz“ an sich. Was aber gilt für zusammengesetzte Begriffe wie „Massivholz-Möbel“ oder „Möbel aus Massivholz“ oder „Regalboden aus Massivholz“?

Massivholz-Bauelemente für Möbel müssen nicht aus einem einzelnen, zusammenhängenden Stück Holz stammen, um als solche benannt werden zu dürfen.

Ganz im Gegenteil: Schrankwände, Türen, Regalböden und vor allem Tischplatten bestehen in der Regel aus so genanntem „Leim-Holz“, „Leimholz-Brettern“ oder „Leimholz-Platten“.

Hierbei werden einzelne Massivholz-Bretter (-Bohlen, -Lamellen) zu größeren Platten zusammengeleimt. Vereinfacht gesagt, werden die einzelnen Bretter mit den Schmalseiten aneinander gelegt und verleimt. Das wird dann „stabverleimt“ genannt.

Bei einer großen Tischplatte kann man sich leicht vorstellen, dass entsprechend dicke Baumstämme eher selten sind und die Tischplatte daher aus mehreren Säge-Halbzeugen zusammengesetzt werden muss. Aber auch bei schmaleren Elementen ist dieses Verfahren produktionstechnisch sinnvoll.

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Antike Möbel können unter anderem daran erkannt werden, dass die verabeiteten Bretter oft Astansätze aufweisen. Diese können nicht nur ausbrechen und unschöne Löcher hinterlassen. Sie schwächen vor allem die Festigkeit, insbesondere die Biegesteifigkeit und damit die Belastungsfähigkeit z.B.

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von Schrankböden. Daher werden bei modernen hochwertigen Leimholzplatten solche Fehlstellen aus den verarbeiteten Roh-Brettern herausgeschnitten und die Platten aus entprechend gekürzten Elementen hergestellt, indem die Bretter auch in Längsrichtung aneinandergesetzt werden. Seit etwa Mitte des 20.

Jahrhunderts wird hierfür die so genannte „Keilzinkung“ (auch „Keilzinkenverbindung“ genannt) angewendet.

Die Kombination der beiden genannten Verfahren zur Herstellung von großflächigen Bauelementen kann dabei mechanisch bessere Eigenschaften erreichen als Bretter, die aus einem Stück gesägt wurden.

Stabverleimung und Keilzinkung (Foto: Dirk Bartens¹)

Es kommt nun auf das handwerkliche Geschick des Herstellers an, die einzelnen Bretter so zusammen zu stellen, dass die Holzmaserung optisch harmoniert.

Und Möbel, die aus Leimholzplatten gebaut werden, dürfen wirklich „Massivholz-Möbel“ genannt werden? Ja, das ist genau so. Nicht furnierte Möbel aus massivem Holz müssen sogar als Massivholz-Möbel ausgewiesen werden². Für Hersteller und Handel ist hierfür die DIN 68871 „Möbel-Bezeichnungen“ maßgebend.

Naturholz

Völlig schwammig ist der Begriff Naturholz. Es ist ein reines Marketing-Wort. Oft werden Naturholz-Möbel angepriesen oder Accessoires aus Naturholz. Das klingt wohl wertiger als „Accessoires als Holz“.

Bei vielen Anbietern steht Naturholz als Synonym für Massivholz. Im Gegensatz zum Begriff Massivholz ist Naturholz in keiner Weise geregelt oder geschützt. Insgesamt ergibt der Begriff Naturholz also wenig Sinn.

Manchmal führt der Begriff sogar in die Irre. So gibt es sog. Naturholzmöbel, die mit wenig ökologischen Lacken oder Lasuren behandelt werden.

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Das ist dann ein gesundheitlich bedenkliches Holzmöbel und hat als Gesamtprodukt mit Natur nichts mehr zu tun.

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Wenn darüber hinaus die Herkunft des Holzes nicht beschrieben wird, ist nicht klar, ob ein sog. Naturholzmöbel sogar die Umwelt bzw. Natur schädigt.

In der DIN 68871 „Möbel-Bezeichnungen“ findet der Begriff Naturholz keine Erwähnung. In dieser Norm wird unter anderem folgendes festgelegt:

Möbelbezeichnungen nach DIN 68871

  • Massivholz (Vollholz)Ein Möbel ist als Massivholz-Möbel oder massiv oder als Vollholz-Möbel zu bezeichnen, wenn alle Teile, außer der Rückwand und den SchubladenbödenA, in der Dicke in ihrem natürlichen GefügeB, durchgehend aus der zu bezeichnenden HolzartC, hergestellt und nicht furniert sind. Sind Teile in Massivholzflächen in der Länge gestoßen, z. B. keilgezinkt, ist hierauf hinzuweisenD.Erklärungen:AGemeint ist: Natürlich gilt das auch, wenn Rückwand und Schubladenböden ebenfalls aus Massivholz bestehen.BGemeint ist: kein Schichtholz (Sperrholz, Multiplex, Brettschichtholz).CGemeint ist: es darf durchaus  auch mehr als eine Holzart verarbeitet sein, es müssen dann eben alle diese Holzarten angegeben werden.DGemeint ist: Leimholzplatten (in der Breite gestoßen) sind OK und es braucht nicht explizit darauf hingewiesen zu werden.
  • FurnierEin Möbel ist nach dem Furnier der sichtbaren Flächen zu bezeichnen; wurden Furniere aus verschiedenen Holzarten verwendet, sind die Holzarten einzeln anzugeben.Erklärungen:Anzugeben ist immer das, was sichtbar ist.Ein Möbel aus Massivholz, das furniert ist, darf nicht als „Massivholz-Möbel“ bezeichnet werden. In der Beschreibung darf aber auf das Massivholz hingewiesen werden, etwa folgendermaßen:Regal, Korpus aus massiver Kiefer, Oberfläche Ahorn-Furnier.Oberflächenbehandlungen des Furniers sind zusätzlich auszuweisen (s.u.).Ein Beispiel einer korrekten Beschreibung ist z.B. das Billy-Regal:Hauptteile: Spanplatte, Papier, Eschenfurnier, Beize, klarer AcryllackRückwand: Hartfaserplatte, FolieWäre die Rückwand nicht foliert, könnte IKEA das Regal auch als „Echtholz“ ausweisen, denn dieser Rabulismus ist nicht in der DIN 68871 und den anderen anzuwendenden Normen geregelt.
  • Furniertes Möbel mit sichtbaren MassivholzteilenHolzarten von Massivholzteilen (z. B. Anleimer, Einleimer, Füße, Gesimse, Gestelle, Lisenen und Schnitzereien) dürfen in sichtbaren Flächen von denen der Furniere verschieden sein, ohne dass dies aus der Bezeichnung hervorgehen muss.Bei Tischen und Sitzmöbeln müssen die verwendeten Holzarten angegeben werden, wenn Massivholzteile aus anderen Holzarten hergestellt sind als die Furniere.Erklärung:Ein Beispiel sind furnierte Schränke, die auf Rund-Füßen aus Massivholz stehen. Diese sind im Verhältnis zum gesamten Möbel relativ klein. Ein Gründerzeit-Schrank aus Eschenholz, belegt mit Nussbaum-Furnier, bei dessen Restaurierung neue Füße aus Kiefer angebracht wurden, muss nur mit der Angabe „Nussbaum-Furnier“ ausgezeichnet werden.  Auch die typischen Ornamente können durchaus aus einem anderen Holz bestehen, ohne dass hierauf in Einzelnen hingewiesen werden muss. Das Gleiche gilt für eine Wertabweichung gegenüber einer expliziten Deklaration.Bei Tischen, insbesondere bei antiken Tischen, ist der Fuß (Sockel) dagegen ein durchaus wesentlicher Teil des Gesamtmöbels. Edles Holz und kunstfertige Schnitzereien tragen zu einem wesentlichen Teil zum Wert einer Antiquität bei. Für den Käufer ist die vollständige Angabe daher durchaus wichtig.  Bei neuzeitlichen Stilmöbeln oder Nachbauten (zum Begriff „Kopie“ s.u.) ist der Hingucker eines Beistelltischs oft das Intarsien-Furnier der Tischplatte, der Fuß besteht dagegen aus billigem Nadelholz. Daher besteht gerade hier ein höheres Interesse an der vollständigen Information der Verbraucher.Bei Sitzmöbeln (z.B. einem Biedermeier-Sofa) besteht das Gestell meist aus Massivholz, also auch Armlehnen und die sichtbare Rückenzarge. Die Fronten von untergebauten Schüben sind dagegen i.d.R. furniert. Daher ist die Angabe der beiden sichtbaren Holzarten wichtig.Nicht gemeint ist dagegen die Angabe des Konstruktionsholzes, das mit einem Furnier belegt ist. Es geht hier immer nur um das Holz, das sichtbar ist.
  • Furniertes Möbel mit sichtbaren KunststoffteilenTeile aus Kunststoff in sichtbaren Flächen (z.B. Ornamente und Lisenen) müssen bezeichnet werden, wenn sie das Äußere des Möbels mitbestimmen.Erklärung:Auf diese und weitere Regeln im Zusammenhang mit Kunststoff-Elementen und Kunststoff-Oberflächen in der DIN 68871 gehen wir in diesem Ratgeber nicht weiter ein. Hier handelt es sich nicht mehr um Echtholz-Möbel und erst recht nicht mehr um Massivholz-Möbel.
  • EchtDas Wort echt darf nur dann angewendet werden, wenn Furnier und Massivholzteile der sichtbaren Flächen eines Möbels aus derselben Holzart bestehen.Erklärung:Achtung: Hier geht es nur um die sog. „sichtbaren Flächen“. Ein Schreibtisch, der aus Tannenholz oder Spanplatte gebaut ist, mit Mahagoni-Furnier belegt ist und dessen Einleimer ebenfalls aus Mahagoni bestehen, darf folgendermaßen ausgewiesen werden:Schreibtisch, echt MahagoniDieses Möbel darf zwar als „Echtholz-Möbel“ durchgehen, mit der Auszeichnung „Echt Mahagoni“ glänzen, ist aber alles andere als ein „Massivholz-Möbel“.
  • Oberflächenbehandlung von Holz und HolzwerkstoffenErklärung:Diese und weitere Bestimmungen in der DIN 68871 gehen über die Definitionen zu Echtholz und Massivholz (Vollholz) hinaus. Sie sind sicher irgendwann Thema eines weiteren Ratgebers von Antik mit Stil.

Praxisbeispiel zur DIN 68871

Nachfolgend ein weiteres Praxis-Beispiel aus unserem eigenen Angebot zur korrekten Beschreibung von Möbeln nach DIN 68871:

Massivholz-Kommode (Foto: Tilo Klesper³)

Korrekte Beschreibungen zum Möbel auf dem Foto:Massivholz-Kommode, Fichte (sichtbare Oberflächen) und Kiefer massiv, 2-farbige Lackierung, Lack auf Wasserbasis, Korpus außen himmelblau, Schübe innen himmelblau, Schrank innen und Deckplatte weiß, Maße: …oder:

Landhaus-Kommode aus 100% Massivholz, europ. Fichte und Kiefer, 2-farbige Lackierung usw.

Источник: https://www.antikmitstil.com/service/ratgeber/echtholz-vollholz-massivholz.html

Echtholz-Furnier und Massivholz: Was ist das? – DAS HAUS

Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten

Aus welcher Holzqualität soll Ihr neues Möbelstück sein? Echtholz-Furnier, Massivholz, Teilmassiv oder vielleicht Vollholz? Wir stellen die unterschiedlichen Verarbeitungsarten vor und zeigen ihre Vorteile sowie Nachteile. Außerdem helfen wir Ihnen, Echtholz-Furnier von täuschend echt aussehenden Kunststofffolien zu unterscheiden und Massivholz zu erkennen. 

Bei Furnier handelt es sich um Holzblätter, mit denen etwa Möbel, Türen, Bodenbeläge oder Wandverkleidungen bezogen sind. Furnier ist mit einer Stärke von rund 0,3 bis 6 Millimetern hauchdünn. Um die Holzblätter zu erhalten, wird das Holz eines Baumstamms abgeschält, gemessert oder abgesägt.

Danach werden die Holzblätter getrocknet, zugeschnitten und zu einem Deck zusammengesetzt. „Diese Decks kommen auf Trägermaterialien wie Massivholz-Stäbchenplatten, Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten oder Sperrholz“, erklärt die Initiative Furnier + Natur. Für die Herstellung von Furnier gilt in Deutschland die Norm DIN 4079.

Für geübte Heimwerker ist Holz furnieren gar nicht schwer.

Nicht immer gibt die Beschriftung der Möbel Auskunft, ob es sich um Echtholz-Furnier oder eine täuschend echt aussehende Kunststofeschichtung handelt.

„Furnier – genauso wie Massivholz – lässt sich durch das Anfassen ausmachen“, sagt Ursula Geismann, Sprecherin der Initiative Furnier + Natur. „Echtholz-Furnier ist genau wie Holz immer eher angenehm warm, wohingegen Folie eher kühl ist.

“ Auch optisch können Sie Echtholz-Furnier erkennen – wenn dasselbe Möbelstück im Laden mehrfach vorhanden ist oder mehrere Möbel aus derselben Serie beziehungsweise Produktion.

Denn: Jedes mit Echtholz-Furnier bezogene Möbelstück hat eine einzigartige Maserung und Färbung, während mit Folie beschichtete Kommoden, Tische und Co. meist identisch aussehen. Im Zweifelsfall fragen Sie am besten im Laden nach.

Vorteile von Echtholz-Furnier

  • Sehr nachhaltige Holznutzung: Da die Holzblätter hauchdünn geschnitten werden, kann aus einem kleinen Stück Holz heimischer Holzarten eine große Fläche von Möbelfronten bezogen werden. Der restliche Ertrag der Holzernte kann fast vollständig für die Trägermaterialien von Furnier verwendet werden.
  • Top für Deckenverkleidungen, Schränkwände und mehr: Es sind nicht brennbare Varianten erhältlich.
  • Die Trägerplatte sorgt im Normalfall dafür, dass mit Echtholz-Furnier bezogene Möbel formstabil sind.
  • Furnier besticht durch eine natürliche und gleichzeitig edle Optik und Haptik. Dazu trägt auch ein Schutz aus Lack, Wachs oder Öl bei.

Nachteile von Echtholz-Furnier

  • Beim Reinigen müssen Sie vorsichtig sein: Am besten nur ein trockenes, weiches Tuch verwenden. Reinigungsmittel verträgt Furnier nicht, notfalls können Sie etwas Wasser und Spülmittel nutzen. Bei lackierten Oberflächen sind Microfasertücher tabu.
  • Leichte Kratzer lassen sich leicht ausbessern, doch tiefere wären fatal. Da die Deckschicht aus Furnierblättern sehr dünn ist, ist Nachschleifen nur eingeschränkt möglich.
  • Es verfärbt sich mit der Zeit durch Sonnenlicht, was aber auch natürlich aussehen kann.

Preise von Echtholz-Furnier

Die Kosten für Echtholz-Furnier variieren je nach Trägermaterial: Spanplatten sind günstiger, Faserplatten qualitativ hochwertiger und damit teurer.

Außerdem ist die Holzart sowie die Stärke des Furniers entscheidend. Je dicker, desto höher der Preis. Für unter 1 Millimeter zahlen Sie meist einen einstelligen Betrag pro Quadratmeter.

Möbel mit Echtholz-Furnier starten etwa im mittleren dreistelligen Preisbereich.

Was als Massivholzmöbel gilt, definiert die Norm DIN 68871: Das Möbelstück muss aus einer einzigen Holzart gefertigt sein, mit Ausnahme der Rückwand und Schubladenböden, und darf nicht furniert sein.

Für Massivholzmöbel gefälltes Holz wird entastet, entrindet, zugeschnitten, getrocknet, verleimt und schließlich mithilfe einer Plattenpresse verbunden. Dann geht’s an die Oberfläche.

Diese wird abgeschliffen und dann mit Holzschutz wie Lack, Wachs oder Öl behandelt. Dann kann das Möbelstück daraus gebaut werden.

„Mit einem Blick auf die Stirnseite kann man echtes Holz von Holzfolien unterscheiden“, erklärt die Initiative Pro Massivholz. Denn die Jahresringe eines Baumes sind an den Seiten zu sehen.

Wie beim Echtholz-Furnier können Sie auch zum Erkennen von echtem Massivholz prüfen, ob das Möbelstück eine einzigartige Maserung und Färbung aufweist sowie ob es sich warm anfühlt.

Sind Sie sich unsicher, fragen Sie den Verkäufer.

Vorteile von Massivholz

  • Massivholz ist sehr langlebig. Kratzer lassen sich deutlich besser beheben als bei Echtholz-Furnier.
  • Die Optik und Haptik besticht durch einen charmanten natürlichen Look.
  • Massivholz ist besonders stabil.
  • Sofern die Möbel aus Massivholz ein FSC- oder PEFC-Siegel tragen und das Holz aus Deutschland stammt, sind sie viel nachhaltiger als Billigmöbel.
  • Massivholz trägt zu einem guten Raumklima bei, da es Feuchtigkeit aufnehmen, aber auch abgeben kann.

Nachteile von Massivholz

  • Dass Massivholz die Feuchtigkeit im Raum reguliert, kann dazu führen, dass es aufquillt oder schwindet. Damit sich das in Grenzen hält, empfiehlt Stiftung Warentest, das Möbelstück in ein Zimmer mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent zu stellen. Massivholz arbeitet allerdings weniger als Vollholz.
  • Bei der Pflege gilt analog zum Echtholz-Furnier: Möglichst nur ein trockenes, weiches Tuch verwenden. Dieses können Sie falls nötig leicht mit (Neutral-)Seifenwasser anfeuchten.
  • Wie Echtholz-Furnier wird auch Massivholz mit der Zeit von der Sonne verfärbt.
  • Für Massivholz wird deutlich mehr Holz benötigt als für Furnier. Es sind aber kleinere Teile verwertbar als bei Vollholz.

Preise von Massivholz

Die Kosten für Möbel aus Massivholz beginnen für kleine Stücke im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich. Für größere Stücke wie etwa Esstische können auch mal vierstellige Beträge anfallen.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine spezielle Art von Massivholzmöbeln – nämlich solche, die nur zum Teil massiv sind. Von vorne sind sie nicht von der gewöhnlichen Variante zu unterscheiden, denn die Front ist vollmassiv.

Der Rest besteht allerdings aus Spanplatten, die mit Kunststoff beschichtet sind. Falls das Produkt nicht gekennzeichnet ist, sollte Sie ein niedriger Preis stutzig machen.

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Allerspätestens werden Sie es merken, wenn die Front, verursacht durch Sonnenstrahlen, eine andere Farbe annimmt als der Rest des Möbelstücks.

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Dieser Begriff wird im Handel oft als Synonym für Massivholz verwendet, doch das ist nicht korrekt. Das entscheidende bei Vollholz: Die Bretter werden im Ganzen aus dem Baumstamm gesägt. Nach dem Trocknen werden sie dann zu Streifen zersägt.

Diese werden wiederum zu Platten verleimt, die zugeschnitten und geschliffen dann zu Möbeln verarbeitet werden können. Vollholz und Massivholz arbeiten unterschiedlich. Daher sollte der Korpus eines Möbelstücks nur aus einem von beidem, nicht aus einem Mix hergestellt werden.

Eine Vollholz-Front für einen massiven Korpus ist dagegen möglich.

  • Diese Variante ist die natürlichste von allen, da durchgehende Holzstücke verwendet werden.
  • Auch Vollholz ist deutlich langlebiger, stabiler und nachhaltiger (falls das Holz aus ökologischem, möglichst lokalem Anbau stammt) als Billigmöbel.

Nachteile von Vollholz

  • Vollholz arbeitet am meisten.
  • Die aufwendige Verarbeitung macht es teuer.
  • Kleinere Holzstücke sind (anders als bei Massivholz) nicht verwertbar, nur große unbeschadete Stellen. Die Reste können allerdings anderweitig verwertet werden.

Preise von Vollholz

Da die Verarbeitung von Vollholz am aufwendigsten ist und nur große Holzstücke verwendbar sind, kosten Möbel aus Vollholz mehr im Vergleich zu Massivholz. Die Preise beginnen in der Regel im höheren dreistelligen Bereich.

Источник: https://www.haus.de/einrichten/echtholz-furnier-massivholz

Massivholz, Vollholz, Echtholz, Furnier – Das sind die Unterschiede

Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten
Beim Kauf von Holzmöbeln liest man Begriffe wie Massivholz, Vollholz, Echtholz oder Furnier. Diese teils sehr ähnlich klingenden Holz- oder Verarbeitungsarten haben jedoch einige Unterschiede. Wir erläutern die Vor- und Nachteile.

Der Begriff Massivholz ist in der Norm DIN 68671 klar definiert: Massivholz-Möbel sind durch und durch aus dem gleichen, massiven Holz gefertigt. Dies kann zum Beispiel Eiche, Buche oder Kiefer sein.

Ausgenommen sind dabei für gewöhnlich Rückwände und Schubkastenböden.

Insbesondere bei Familien mit Kindern sind Massivholz-Möbel sehr beliebt, da diese – bei entsprechender handwerklicher Verarbeitung – viel „einstecken“ können und gleichzeitig ein besonders gesundes Raumklima schaffen. Übrigens: Vereinzelt spricht man in diesem Zusammenhang auch von Bio-Möbeln.

Vorteile von Massivholz:

  • ökologisch sinnvoll
  • natürliche, angenehme Haptik.
  • sehr stabil
  • sehr langlebig, kann man theoretisch beliebig oft nachschleifen und auereiten

Nachteile von Massivholz:

  • Holz arbeitet und kann sich daher im Lauf der Zeit verziehen oder an einzelnen Stellen reißen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum bei zirka 60 Prozent liegen.
  • verfärbt sich durch Sonnenlicht im Laufe der Zeit, da es ein Naturprodukt ist

Der Naturfreund liebt jedoch oftmals gerade diese Tatsachen. Holz ist ein lebendiges Produkt und wird gerade deshalb als Massivholz oftmals „in Ruhe gelassen“.

Michael T. Wurster, Thomas Wurster, Simon Wurster und Matthias Wurster sind jeden Tag in ihrem Möbelhaus in Kornwestheim als Einrichtungs-Profis im Einsatz. Auf FOCUS Online schreiben sie über all das, was man beim Einrichten beachten sollte. (www.Wohnforum-Wurster.de)

Spezialfall: Teilmassiv

Dieser Ausdruck wird verwendet, wenn die Front vollmassiv ist und der Rest – also Korpus und Einlegeböden – nur aus kunststofeschichteten Spanplatten bestehen.

Auf den ersten Eindruck ist das Möbelstück also hochwertig, bei genauerer Betrachtung jedoch eigentlich ein Blender – zumindest aus Sicht eines Möbel-Fachmanns.

 Für gewöhnlich sind teilmassive Möbel preiswerte Produkte aus dem Ausland. 

Es gelten die Vor- und Nachteile der Massivholzmöbel wobei man bei Teilmassiv oftmals qualitative Abstriche machen muss.

Weiterer Nachteil von teilmassiven Möbeln:

  • Massivholz verändert sich im Laufe der Zeit durch Sonneneinstrahlung, nicht massive Elemente dagegen nicht. So können bereits nach kurzer Zeit unschöne Farbveränderungen zwischen Korpus und Front auftreten.

Vollholz

Viele Einrichter sagen zu Massivholz auch einfach Vollholz, dies stimmt jedoch fachlich nicht. Vollholz ist eigentlich die Bezeichnung für direkt aus dem Stamm eines Baumes gesägte Bretter.

Zur Verarbeitung in Möbel müssen diese von einem Schreiner in vielfältiger Weise bearbeitet werden.

Ein Auftrennen der Bretter zu Streifen und ein erneutes Zusammenleimen jeweils entgegen der Wuchsrichtung sorgt dafür, dass das Material weder reißt, noch sich stark verzieht. Ganz nebenbei entstehen auf diese Weise schöne Maserungs-Effekte.

Bei den meisten Massivholz-Möbeln wird in der Herstellung oftmals eine Kombination aus Massivholz und Vollholz eingesetzt. Die Grenzen sind hier deshalb fließend.

Beim Korpus arbeiten viele Möbel-Hersteller mit parkettverleimten Vollholz-Platten. Diese werden ausschließlich aus kurzen Reststücken zu großen Platten zusammengefügt und verleimt. Die Verwertung dieser Reste war früher technisch nicht möglich, erlaubt heutzutage jedoch eine äußerst nachhaltige und ergiebige Arbeit.

Furnier

Die genaue Definition des Fachbegriffs Furnier ist in der Norm DIN 4079 ausformuliert.

Man versteht darunter dünne Holzblätter, die durch die Technik des Messerns, Schälens oder Sägens direkt vom Stamm gewonnen werden.

Die daraus entstehenden Furnierblätter werden als Deckschicht auf tragende Platten verleimt. Tragende Platten sind zum Beispiel Furnierholzplatten, Tischlerplatten oder Spanplatten.

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Furnier ist ein Unikat, genau wie Massivholz. Allerdings ist Furnier über zwanzig Mal ergiebiger als Massivholz: Aus einem Kubikmeter Holz können Möbelhersteller heute 1500 Quadratmeter Furnier gewinnen. Furniere, zuweilen auch Echtholzfurniere genannt, zeigen Strukturen aus dunklen und hellen Farbnuancen. Diese können sowohl quer als auch aufrecht verarbeitet werden.

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Vorteile von Furnier:

  • Nachhaltig, da nur hauchdünne Holzschnitte verwendet werden.
  • Natürliche, angenehme Haptik.
  • Dadurch, dass das Furnier hauchdünn auf einer Trägerplatte ist, welche in der Regel formstabil ist, entfällt das Verziehen oder Reißen.

Nachteile von Furnier:

  • Bei tiefergehenden Kratzern und Beschädigungen schwierig bis unmöglich zu reparieren, denn es kann nicht so oft wie Massivholz nachgeschliffen und auereitet werden.
  • Verfärbt sich durch Sonnenlicht im Laufe der Zeit.

Auch dies ist bei Naturfreunden oft ein willkommener Effekt.

Echtholz

Von Echtholz sprechen Experten immer, wenn die Oberfläche, die man anfasst aus Holz ist. Ja mehr noch, eigentlich muss jeder zu sehende Bereich des Möbelstücks aus der gleichen in der Beschreibung angegebenen Holzart bestehen. Das bedeutet, dass sowohl eine Massivholz-Wohnwand als auch ein furniertes Sideboard den Begriff Echtholz tragen darf.

Video: Mit diesem Trick entfernen Sie Kratzer auf Fußboden und Holzmöbeln

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Источник: https://www.focus.de/immobilien/experten/einrichtungs-profis/holz-massivholz-vollholz-echtholz-furnier-das-sind-die-unterschiede_id_9794144.html

Holzqualität: Diese Begriffe solltest du kennen | OBI

Echtholz-Furnier, Massivholz, Vollholz: Was die Begriffe bedeuten

Zuletzt aktualisiert: 25.11.20205 MinutenVon: OBI Redaktion

Echtholz-Furnier, Massivholz, teilmassiv oder doch lieber Vollholz? Beim Kauf von Holzprodukten begegnet uns eine Reihe von Begriffen, die auf eine bestimmte Holzqualitätoder Verarbeitungsart hinweisen.

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Holzqualitäten? Und wie lassen sie sich unterscheiden? In unserem Ratgeber erfährst du mehr.

Bei Furnier handelt es sich um Holzblätter, mit denen zum Beispiel Möbel, Bodenbeläge oder auch Türen bezogen werden. Furnier hat eine Stärke von 0,3 mm bis 6 mm.

Die Holzblätter entstehen durch Abschälen, Abmessern oder Absägen vom Baum. Aus den getrockneten und zugeschnittenen Blättern entsteht anschließend ein Deck. Die Herstellung von Furnier folgt in Deutschland der Norm DIN 4079.

Furnier kommt zum Beispiel beim Beziehen von Möbeln zum Einsatz. Die Holzschicht ist etwa 0,3 mm bis 6 mm dick.

Ist das Möbelstück furniert oder mit Kunststoff beklebt? Das findest du in der Regel leicht heraus, indem du das Möbelstück anfasst. Echtholz-Furnier fühlt sich angenehm warm an. Kunststofffolie ist hingegen eher kühl.

Auch ein genauer Blick lohnt sich: Findest du dieselbe Maserung an mehreren Stellen des Möbelstücks, handelt es sich um Kunststofffolie. Die Maserung von Holz ist einzigartig wie ein Fingerabdruck. Sobald sie sich an anderer Stelle wiederholt, steht fest, dass es sich nicht um echtes Holz handelt.

Echtholz-Furnier bietet eine Reihe von Vorteilen bei der Materialveredelung:

  • Die Nutzung des Holzes ist nachhaltig: Es wird dünn geschnitten, sodass schon ein kleines Stück Holz genug Material für eine Menge Furnier bietet.
  • Furnier eignet sich ausgezeichnet für Deckenverkleidungen und Schrankwände. Zudem sind viele Varianten nicht brennbar.
  • Die Trägerplatte sichert die Formstabilität der mit Furnier bezogenen Möbel.
  • Furnier wirkt zugleich natürlich und edel. Auch der haptische Eindruck ist überaus angenehm. Das gilt auch, wenn das Furnier mit Wachs, Öl oder Lack behandelt ist.

Leider hat Furnier auch einige Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt:

  • Furnier reagiert empfindlich auf Reinigungsmittel. Putze Möbelstücke mit Echtholz-Furnier daher nur mit einem trockenen, weichen Tuch. Verwende auf keinen Fall Mikrofasertücher auf lackierten Oberflächen.
  • Leichte Kratzer lassen sich vom Furnier entfernen, tiefere hingegen nicht: Die Deckschicht des Furniers ist dünn, weshalb du sie nicht abschleifen darfst.
  • Sonneneinstrahlung verfärbt das Furnier mit der Zeit. Seine ursprüngliche Holzfarbe bleibt also nicht für immer erhalten.

Der Preis von Echtholz-Furnier hängt vor allem vom Trägermaterial ab: Spanplatten sind eher günstig. Faserplatten sind qualitativ hochwertiger und kosten dementsprechend etwas mehr. Auch die Holzart und Stärke des Furniers sind entscheidend: Je dicker das Furnier, desto höher ist meist der Anschaffungspreis.

Massivholz

Massivholz besteht aus einer einzigen Holzart. Es wirkt hochwertig und robust.

Möbelstücke und andere Gegenstände aus Massivholz bestehen aus einer einzigen Holzart. Lediglich Rückwand und Schubladenbödensind oft aus einem anderen Holz gefertigt. Außerdem sind Massivholz-Möbelstücke nicht furniert.

Wirf einen Blick auf die Stirnseite des Möbelstücks. So unterscheidest du echtes Holz schnell von Holzfolien.

Wenn es sich um Echtholz handelt, sind die Jahresringe des Baumes an der Seite sichtbar.

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Versuche es außerdem erneut mit dem Grifftest: Fühlt sich das Material warm an, handelt es sich um Holz. Auch hier ist die Maserung einzigartigund wiederholt sich nicht.

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So wie jedes Baumaterial hat auch Massivholz seine Vor- und Nachteile. Für Massivholz sprechen die folgenden Punkte:

  • Massivholz ist besonders langlebig. Kommt einmal ein Kratzer ins Holz, lässt er sich leichter beseitigen als bei Echtholz-Furnier.
  • Massivholz hat ein natürliches Aussehen und eine angenehme Haptik.
  • Möbel aus Massivholz sind besonders stabil.
  • Massivholzmöbel mit dem FSC- oder PEFC-Siegel sind deutlich nachhaltiger als Billigmöbel.
  • Massivholz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Es trägt damit zu einem gesunden Raumklima bei.

Zu den Schwächen von Massivholz zählen die folgenden Punkte:

  • Zwar ist das Aufnehmen und Abgeben von Feuchtigkeit vorteilhaft für das Raumklima, allerdings kann das Holz aufquellen oder auch an Volumen verlieren.
  • Beim Putzen darfst du nur trockene und weiche Tücher verwenden, um dem Holz nicht zu viel Feuchtigkeit zuzuführen.
  • Massivholz reagiert auf Sonneneinstrahlung. Es behält daher nicht dauerhaft seine Farbe.
  • Für Möbel aus Massivholz braucht es eine größere Menge Holz als bei Möbeln aus Echtholz-Furnier. Insofern ist das Material weniger nachhaltig.

Kleinere Möbelaus Massivholz sind für dreistellige Beträge zu bekommen. Tische und andere große Möbelstücke kosten in der Regel mehr – hier musst du schnell mit Preisen im vierstelligen Bereich rechnen.

Als „teilmassiv“ gilt eine besondere Art von Massivholzmöbeln. Wie die Bezeichnung schon andeutet, sind diese nur in Teilen massiv: Die Fronten sind vollmassiv, weshalb sich teilmassive Möbel in der Vorderansicht kaum von vollmassiven Varianten unterscheiden. Der Rest des Möbelstücksbesteht hingegen aus kunststofeschichteten Spanplatten.

Heimtextilien
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