Elektroheizung: Wann lohnt es sich, elektrisch zu heizen?

Contents
  1. Was sind Elektroheizungen & wann sind sie sinnvoll? | 21 grad
  2. Welche Arten Elektroheizung gibt es?
  3. Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll?
  4. Fazit
  5. Übersicht: Die verschiedenen Arten von Elektroheizungen und ihre sinnvollen Anwendungen
  6. Heizung – Dienstleistungen – Services – Regionale Nachrichten
  7. Welche Arten von Elektroheizungen gibt es?
  8. Wie funktioniert eine Elektroheizung?
  9. Was kostet eine Elektroheizung?
  10. Wer nutzt eine Elektroheizung?
  11. Welche Vorteile hat eine Elektroheizung?
  12. Welche Nachteile hat eine Elektroheizung?
  13. Wann macht eine Elektroheizung Sinn?
  14. Elektroheizungen für das Bad
  15. Moderne Elektroheizungen: Ideal für Bad und Gästezimmer
  16. Elektroheizung: pro und contra
  17. Relikt aus alten Tagen: die Nachtspeicherheizung
  18. Teuer und schlecht für die Umwelt: die Elektro-Zentralheizung
  19. Angenehme Wärme, hübsche Optik, aber teuer im Unterhalt: die Natursteinheizung
  20. Elektroheizung mit Schamottekern
  21. Strahlungswärme aus Spiegeln und Wandbildern: die Infrarotheizung
  22. Für den gelegentlichen Betrieb: der Heizlüfter
  23. Zusatzheizung: Warme Füße durch die Fußbodenheizung
  24. Die Vor- und Nachteile einer Elektroheizung im Überblick
  25. Grundproblem der Elektroheizung: der Wirkungsgrad von Kraftwerken
  26. Sinnvolle Alternative zur Stromheizung: Die Wärmepumpe
  27. Elektroheizung: Wann sich das Heizen mit Strom lohnt & Preis
  28. Preise und Arten
  29. Pro und Contra des Heizens mit Strom
  30. Vorteile
  31. Nachteile
  32. Nachtspeicherheizung und andere Arten
  33. Die Elektroheizung – Überall an die Steckdose anschließbar
  34. Heizen mit Strom: Starke Heizleistung sorgt für hohe Betriebskosten
  35. Einsatzgebiete
  36. Modelltypen und Hersteller
  37. Günstige Direktwärme und variable Speicherkosten
  38. Äußere Standortbedingungen beachten
  39. Heizen mit Strom: Ökologisch mangelhafte Energiebilanz
  40. Förderungen nur bei Eigenstromerzeugung

Was sind Elektroheizungen & wann sind sie sinnvoll? | 21 grad

Elektroheizung: Wann lohnt es sich, elektrisch zu heizen?
 

Wer von Elektroheizung hört, denkt oft an Nachtspeicherheizung. Diese Art, elektrisch zu heizen, ist jedoch nicht die modernste und komfortabelste Art. Heute ist aber trotzdem wieder „mit Strom heizen“ angesagt.

Denn zu modernen Elektroheizungen zählen so effiziente Arten wie Wärmepumpen und Infrarotheizungen. Sie weisen eine gute CO2-Bilanz auf – insbesondere, wenn Ökostrom genutzt wird oder der Strom sogar direkt von der eigenen Photovoltaikanlage kommt.

Welche Arten von Elektroheizungen es gibt und wann sie sinnvoll sind, erfahrt Ihr hier.

Welche Arten Elektroheizung gibt es?

Zu Elektroheizungen zählen alle Arten, die mit Strom heizen. Das ist perfekt, denn Strom ist unter Physikern die „edelste“ Energie, weil nur sie direkt nutzbar ist. Aus der Vergangenheit und alten Wohngebäuden kennt der Ein oder Andere noch den Nachtspeicherofen und die Elektrofußbodenheizung.

Diese alt herkömmlichen Elektroheizungen erfüllen jedoch nicht die höchsten Komfortansprüche, weil sie erst elektrisch geladen werden müssen, bevor sie Wärme abgeben können – der „edle“ Vorteil ist weg… Und großflächige Elektrofußbodenheizungen führen oft zu hohen Stromkosten.

Dieses negative Imagebild alter Elektroheizungen wollen wir aufräumen!

Wärmepumpen gelten als Elektroheizung, weil sie mit Strom betrieben werden. Die Heizenergie gewinnt diese Art von Elektroheizung aus der Luft. Aufgrund der sehr guten Ökobilanz gibt es dafür deshalb auch Fördermittel.

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Denn es gibt jetzt neue, wesentlich effizientere Arten mit Strom zu heizen: Zum Beispiel Wärmepumpen. Sie gewinnen Wärme aus der Luft, aus dem Boden oder dem Grundwasser.

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Für nur 25% der Antriebsenergie (für Kompressor und Pumpe) wird Strom benötigt – die restlichen 75% werden von natürlicher Wärmeenergie aus Erde, Luft und Wasser gewonnen. Moderne Wärmepumpen sind somit äußerst energieeffiziente Elektroheizungen.

Das Verhältnis von Stromverbrauch zu nutzbarer Wärmeenergie ist etwa 1:4. Anders ausgedrückt: Aus 1 kW Strom werden 4 kW Wärme für die Heizung oder die Trinkwassererwärmung gewonnen.

Für Infrarotheizungen gibt es viele sinnvolle Anwendungen. Zum Beispiel, um selten genutzte Wohnbereiche schnell zu beheizen oder um alte Elektroheizungen wie Nachtspeicher auszutauschen.

Ebenfalls sehr energiesparende Elektroheizungen – und zudem besonders komfortabel – sind Infrarotheizungen. Sie strahlen Wärme an die Umgebung und Gegenstände ab, sodass diese Strahlungswärme auch „zurückstrahlen“ und sowohl Raum als auch Mensch erwärmen kann.

Der Infrarotpanel kann beispielsweise genauso wie ein Bild an der Wand angebracht werden. Die Strahlungswärme dieser Heizkörper ist sehr angenehm und hat viele Vorteile, insbesondere für Allergiker.

Denn sie wirbeln keinen Staub auf, wie es durch die Konvektion üblicher Heizkörper der Fall ist.

Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll?

Eine Elektroheizung kann für einen Neubau genauso sinnvoll sein, wie als Teil einer Sanierung. Um herauszufinden, ob eine Elektroheizung zu Eurem Projekt passt, fragt am besten einen Fachmann. Wir können euch schonmal folgende Punkte zum Check mitgeben:

  • Installationskosten
  • Energiekosten
  • Ökologie

Hier ein paar praktische Beispiele, welche Überlegungen bei Elektroheizungen eine Rolle spielen.

„Eine Elektroheizung ist bei Sanierungen oft eine sinnvolle Lösung, weil dadurch kein neues System zur Wärmeverteilung installiert werden muss. Das spart erhebliche Baukosten.“

Das Ende der Ölheizung ist durch die Eckpunkte aus dem Klimapaket der Bundesregierung abzusehen. Besonders gefördert wird der Umstieg auf erneuerbare Energie, wie zum Beispiel, eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe auszutauschen.

Inzwischen gibt es sogar Wärmepumpen, die Heizkörper mit höherer Vorlauftemperatur versorgen können und trotzdem energiesparend arbeiten. Das ist besonders für Modernisierer interessant.

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Da die Wärmeverteilung erhalten bleiben kann, sind die Installationskosten also gering.

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Ein anderes Beispiel: Alte, nicht effiziente Nachtspeicherheizungen verschwinden zunehmend aus den Häusern. Um stattdessen eine konventionelle Heizung mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung zu installieren, müssten die wasserführenden Rohre erst einmal durch alle Etagen und Zimmer verlegt werden.

Das ist extrem teuer und mit Schmutz verbunden. Eine neue, energieeffiziente Art von Elektroheizung zu installieren, ist da sinnvoller – zum Beispiel die Nachtspeicherheizungen gegen Infrarotheizungen auszutauschen. Der vorhandene Stromanschluss kann dafür weiter genutzt werden.

Aber auch im hocheffizient wärmegedämmten Neubau ist eine Infrarotheizung wirkungsvoll einsetzbar. Wenn dort zum Beispiel eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt wird, bleibt die Wärme nahezu im Haus erhalten. Dann genügt es i.d.R.

in einzelnen Räumen Infrarotpanels mit geringer Leistung zu installieren, um den gewünschten Wärmekomfort sicher zu stellen.

„Elektroheizungen sind eine sinnvolle Technik mit Zukunft. Denn die Energiekosten der einzelnen Energieträger verschieben sich. Durch die CO2-Bepreisung fossiler Brennstoffe werden die Preise für Öl und Gas steigen.“

Außer den reinen Energiekosten ist auch noch ein anderer Faktor in die Kalkulation einzubringen: Wie effizient ist eine Elektroheizung? Gerade bei Wärmepumpen gibt es große Unterschiede. Hier ist der jeweilige Anwendungsfall zu beachten. Ein anderer Aspekt ist die Dämmqualität des Gebäudes.

Sie bestimmt, wie viel Energie generell erforderlich ist, um die Räume angenehm warm zu bekommen. Lasst Euch von einem Fachmann ausrechnen, wie hoch die Energiekosten für Eure Wohnung oder Euer Haus ausfallen, wenn Ihr mit Strom heizt oder beispielsweise mit Gas.

 Versierte Heizungsbauer in Eurer Nähe findet Ihr hier ganz schnell.

„Elektroheizungen können ökologisch sinnvoll sein, wenn mit grünem Strom geheizt wird oder mit Strom, der von der eigenen Photovoltaikanlage kommt.“

Derzeit machen erneuerbare Energien etwa ein Drittel am deutschen Strommix aus. Mit Ökostrom-Tarifen, die zum Teil speziell für Wärmepumpen verbilligt angeboten werden, könnt Ihr komplett auf grünen Strom umstellen.

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Noch günstiger und ökologischer ist natürlich, mit Strom der eigenen Photovoltaikanlage zu heizen. Um die Stromerzeugung und -nutzung optimal aufeinander abzustimmen, lohnt sich oft zusätzlich ein Batteriespeicher als Strompuffer.

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Weitere Infos dazu könnt Ihr in dem Blogbeitrag „Nachhaltig heizen: Kombination Wärmepumpe und PV passt perfekt“ lesen.

Fazit

Elektroheizungen schleppen aus der Vergangenheit oft ein negatives Image mit. Die neuen Arten von Elektroheizungen haben damit aber nichts mehr zu tun.

Wärmepumpen oder Infrarotheizungen beispielsweise sind einfach zu installieren, komfortabel und energieeffizient zu betreiben und ökologisch sinnvoll.

Das gilt besonders dann, wenn mit grünem Strom oder eigenem Photovoltaikstrom geheizt wird.

Habt Ihr einen Tipp für günstige und grüne Stromtarife für Elektroheizungen? Dann lasst das doch alle Leser wissen und schreibt einen Kommentar. Dankeschön!

Übersicht: Die verschiedenen Arten von Elektroheizungen und ihre sinnvollen Anwendungen

Art der ElektroheizungSinnvolle Anwendung
WärmepumpeHeizsystem für Ein- und Zweifamilienhäuser
InfrarotheizungZusatzheizung für Einzelräume wie Bad und Schlafzimmer
Austausch alter Nachtspeicherheizungen

Источник: https://www.vaillant.de/21-grad/technik-und-trends/wann-ist-eine-elektroheizung-sinnvoll-und-welche-arten-gibt-es/

Heizung – Dienstleistungen – Services – Regionale Nachrichten

Elektroheizung: Wann lohnt es sich, elektrisch zu heizen?

Die Geschichte der Stromheizung begann im 20. Jahrhundert. Sie galt damals als saubere Alternative zu Brennstoffen wie Koks, Kohle oder Heizöl. Mit der Nutzung der Atomenergie verbreitete sich die Stromheizung gerade in den 1970er-Jahren rasant. Allerdings kamen auch erste Bedenken auf.

Gerade die berühmt-berüchtigte Nachtspeicherheizung gilt als gesundheitsschädlich – zumal bis in die Mitte der Siebzigerjahre asbesthaltige Bauteile verwendet wurden. Seit 2019 dürfen solche asbesthaltigen Heizungen daher überhaupt nicht mehr in Betrieb genommen werden.

Elektroheizungen gib es aber heute in zahlreichen verschiedenen Ausprägungen, die mit den Modellen aus den 70ern nicht mehr viel zu tun haben.

Welche Arten von Elektroheizungen gibt es?

Die Elektroheizung ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich | Bildquelle: magraphics_Adobe Stock

Welche Elektroheizung ist besonders sparsam? Welche Elektroheizung ist effizient und welches neue Modell ist zu empfehlen? Fragen, die sich jeder potenzielle Käufer einer Elektroheizung stellt. Aktuell sind vor allem zwei übergeordnete Varianten der Elektroheizung auf dem Markt, die sich anhand ihrer Wirkprinzipien unterscheiden.

    • Die Direktheizung • Die Speicherheizung

Die Direktheizung gibt Wärme unmittelbar und ohne Zeitverzögerung ab. Deshalb wärmt sie Räume und Gebäude besonders schnell. Direktheizung ist aber nicht gleich Direktheizung. Je nachdem, wie die Erwärmung abläuft, wird hier noch einmal zwischen verschiedenen Varianten unterschieden.

Wird Raumluft erwärmt, spricht man von Konvektion – also Luftbewegung. Diese bringt einige Nachteile mit sich, die wir Ihnen später noch zeigen werden. Eine andere Variante nutzt Wärmestrahlung. Hierbei werden einzelne Elemente im Raum erwärmt – Gegenstände, als auch Menschen.

Die Speicherheizung hingegen gibt die Wärme über den Tag verteilt ab. Dabei sammelt sie zunächst die Wärme und gibt diese dann zeitversetzt ab. Das funktioniert auf Basis eines Kerns, der zum Beispiel aus Schamotte, also einem feuerfesten Stein, besteht. Dieser wird über eine gewisse Dauer mithilfe von Strom sehr stark erhitzt.

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Diese „gespeicherte“ Wärme gibt die Speicherheizung dann zeitverzögert ab. Ein Beispiel für die Speicherheizung ist die Flächenspeicherheizung. Diese bezieht nachts den etwas günstigeren Strom zum Nachtstromtarif – sofern dieser vom jeweiligen Energieversorger noch angeboten wird – um tagsüber bei Bedarf Wärme abzugeben.

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Wie funktioniert eine Elektroheizung?

Was Pellet-, Öl- und Gasheizungen gemeinsam haben? Sie alle nutzen fossile Energieträger. Mit anderen Worten: Sie verbrennen einen bestimmten Rohstoff und verwandeln so chemische Energie in Wärme, die anschließend auf das Heizungswasser übertragen wird.

Elektroheizungen sind einfacher gestrickt. Denn im Prinzip benötigen sie nur Strom, der ohnehin in jedem Haushalt mit 220 Volt oder als 380 Volt Kraftstromleitung vorhanden ist.

Die Elektroheizung gibt es in verschiedenen Varianten und Ausführungen:

    • Infrarotheizung • Elektrische Radiatoren • Elektrische Fußbodenheizung • Nachtspeicheröfen • Niedertarif-Speicherheizungen • Teilspeicherheizungen• Heizlüfter

Auch Elektroheizungen verursachen CO2-Emissionen. Der Grund: Der Strom aus der Steckdose wird in den Kraftwerken noch immer keineswegs sauber erzeugt. Elektroheizungen sind also nur dann emissionsfrei, wenn sie ausschließlich mit regenerativen Energien betrieben werden.

Was kostet eine Elektroheizung?

Die Kosten für eine Elektroheizung sind abhängig von der Leistung, der Größe, dem Hersteller und der Art der Elektroheizung. Einen mobilen Heizlüfter mit 2.000 Watt gibt es bereits für 20 Euro; für ein deutlich größeres und effizienteres Infrarot-Paneel mit 2.

500 Watt muss man hingegen ein paar hundert Euro einplanen. Mit einkalkuliert werden müssen jedoch die laufenden Betriebskosten.

Der Verbrauchspreis beträgt derzeit circa 28 Cent pro kWh – wer die Elektroheizung als Einzelraumheizung oder Heizungsunterstützung nutzt, muss also mit vergleichsweise hohen Stromkosten rechnen.

Eine Elektroheizung ist preislich deutlich günstiger in der Anschaffung als andere Heizsysteme.

HeizungsartDurchschnittliche Anschaffungskosten
Brennstoffzelle35.000 Euro
BHKW30.000 Euro
Holzhackschnitzelheizung25.000 Euro
Wärmepumpe22.500 Euro
Pelletheizung21.000 Euro
Scheitholzvergaser13.000 Euro
Ölheizung8.000 Euro
Gasheizung7.500 Euro
Solarthermie7.000 Euro
Elektroheizung6.500 Euro
Infrarotheizung6.000 Euro

Wer nutzt eine Elektroheizung?

In Deutschland gibt es aktuell rund 19 Millionen Wohngebäude mit knapp 41 Millionen Wohnungen.

In 81 Prozent der Wohngebäude sowie in 70 Prozent der Wohnungen werden Zentralheizungen eingesetzt, die auf Basis von Erdgas, Öl, Strom oder anderen Energieträgern funktionieren.

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Mit nur rund 4,8 Prozent sind Stromheizungen dabei aber längst nicht so weit verbreitet wie Gas- oder Ölheizungen.

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Allerdings besteht in Deutschlands Häusern und Wohnungen – was die Heizungsanlagen angeht – großer Modernisierungsbedarf, so der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie. Demnach sind Mitte 2020 mehr als die Hälfte der Heizungsanlagen 20 Jahre und älter. Und wer sich dann im Rahmen der Modernisierung für eine neue Energiequelle entscheiden kann, könnte auch die Stromheizung in Betracht ziehen.

Welche Vorteile hat eine Elektroheizung?

Sie bauen ein Haus, ziehen um oder möchten Ihre alte Heizungsanlage austauschen? Dann könnte die Elektroheizung die richtige Wahl für Sie sein. Hier die wichtigsten Vorteile der Elektrogebäudeheizung auf einen Blick:

    Geringe Investitionskosten: Im Gegensatz zu einer Gas- oder Ölheizung benötigt die Elektroheizung keine Heizungsrohre oder Leitungen, die erst aufwendig durch einen Fachbetrieb verlegt werden müssen. Auch ein Schornstein ist nicht nötig. Elektroheizungen sind daher in der Anschaffung sehr unkompliziert und günstig. Mehr zu den Kosten erfahren. • Platzsparend: Für den Betrieb einer Elektroheizung sind keine Brenner oder Brennstofflager erforderlich. Das macht Elektroheizungen auch für kleinere Gebäude oder Wohnungen attraktiv, die über keinen Keller verfügen. • Wartungsarm: Wer eine Öl- oder Gasheizung sein Eigen nennt, hat in der Regel einen Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb geschlossen.Natürlich sind die regelmäßigen Wartungen dennoch nicht umsonst und im Laufe der Jahre kann das ganz schön ins Geld gehen. Elektroheizungen müssen nicht gewartet werden und so sparen Sie sich diese Kosten. • Flexibel: Sie möchten ein selten genutztes Gästezimmer oder Bad beheizen? Dann ist die Elektroheizung eine gute Wahl. Auch Ferienwohnungen oder abgelegene Häuser, die über keinen Gasanschluss verfügen, können mit einer Elektroheizung bei Bedarf schnell und unkompliziert aufgewärmt werden. • Ästhetik: Besonders moderne Marmor- und Natursteinheizungen überzeugen durch eine ansprechende Optik, die sich hervorragend in den jeweiligen Einrichtungsstil integrieren lässt.

Welche Nachteile hat eine Elektroheizung?

Die Elektroheizung hat unbestritten viele Vorteile. Ergänzend zeigen wir Ihnen hier aber auch die wichtigsten Nachteile der Elektroheizung im Überblick:

Hohe Betriebskosten: Die Anschaffungskosten einer Elektroheizung sind ein Argument, das für die Elektroheizung spricht. Die laufenden Betriebskosten sind es leider nicht.

Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern zahlt pro Jahr etwa 3.200 Euro für das Heizen mit der Elektroheizung.

Eine herkömmliche Gasheizung verursacht im gleichen Zeitraum nur Kosten von rund 900 Euro.

Schlechter Wirkungsgrad: Die Elektroheizung wandelt die elektrische Energie zu beinahe 100 Prozent in Wärme um. Aber: Der Strom, der im Elektroheizkörper ankommt, wird in Kraftwerken produziert. Und hier entstehen neben Emissionen immer auch Verluste beim Stromtransport. Viele Elektroheizungen haben daher einen Wirkungsgrad von nur 50 Prozent.

Konvektion: Die Elektroheizung verursacht einen Luftzug, der von vielen Menschen als unangenehm empfunden wird. Dieser Luftzug sorgt auch für eine höhere Staubbelastung, die vor allem Allergikern Probleme bereiten kann.

Ob sich eine Elektroheizung für Sie lohnt, muss also sehr individuell beantwortet werden. Eine Möglichkeit, den Nutzen Ihrer Elektroheizung zu erhöhen, wäre zum Beispiel die Installation einer Photovoltaikanlage, die zusätzlich Ökostrom beisteuert.

Wann macht eine Elektroheizung Sinn?

Selbst wenn Sie keine PV-Anlage betreiben, kann sich der Kauf einer Elektroheizung lohnen. Gerade abgelegene oder nur selten genutzte Gebäude oder Räume können mit konventionellen Methoden nur unter erheblichem Aufwand beheizt werden. Elektroheizungen sind daher immer dann sinnvoll, wenn Sie:

    • Ein Gästezimmer innerhalb weniger Stunden aufheizen möchten. • Ihre Kellerwerkstatt oder das Gartenhaus nicht an die Zentralheizung angeschlossen sind und dennoch bei Bedarf angenehm warm sein sollen.• Sie im Wintergarten für eine angenehme Raumtemperatur sorgen möchten.

Gerade die kleinen elektrisch betriebenen Standgeräte eignen sich hervorragend als Übergangslösung, wenn ein Raum oder ein Gebäude schnell und effektiv erwärmt werden soll.

Elektroheizungen für das Bad

Morgens schnell unter die Dusche, Zähne putzen und die Haare föhnen: Obwohl kein Haushalt ohne ein Bad auskommt, wird dieser Raum, über den Tag betrachtet, nur wenig genutzt – besonders im Vergleich zum Schlaf- oder Wohnzimmer.

Für das schnelle morgendliche Erwärmen des Raumes ist eine Elektroheizung im Bad eine gute Idee. Leistungsstarke Elektroheizungen verströmen innerhalb weniger Minuten eine angenehme Wärme und lassen sich ebenso schnell wieder ausschalten.

Hier kommt also die Flexibilität der Elektroheizung voll zum Tragen.

Moderne Elektroheizungen: Ideal für Bad und Gästezimmer

Den günstigen Anschaffungskosten zum Trotz: Wer sein Haus oder die Wohnung ausschließlich über Elektroheizungen erwärmen möchte, muss mit hohen Kosten rechnen.

Wesentlich effektiver und auch ökonomischer ist es, einzelne Räume, die nur selten oder kurz genutzt werden, mit Elektroheizungen auszustatten.

Gerade Gästezimmer oder Ferienwohnungen können völlig unkompliziert mit einer Elektroheizung ausgestattet werden und dort für eine angenehme Raumtemperatur sorgen.

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Das kommt auf den Anwendungsfall an: aufgrund der geringen Anschaffungskosten und der geringen Voraussetzungen werden Elektroheizungen besonders als Zusatzheizungen in einzelnen Räumen immer beliebter.

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Angefangen bei wenigen Euros für Standard-Heizlüfter steigen die Preise in vierstellige Bereiche sofern eine ganze Wohnung mit entsprechenden Elektro- und Infrarotheizkörpern ausgestattet werden sollen.

Mit nur rund 4,8 Prozent, sind Stromheizungen hier längst nicht so weit verbreitet, wie Gas- oder Ölheizungen.

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Источник: https://heizung.focus.de/elektroheizung

Elektroheizung: pro und contra

Elektroheizung: Wann lohnt es sich, elektrisch zu heizen?

Elektroheizungen gelten als Energieverschwender – nicht immer zu Recht. Doch bevor der Strom in Form von Wärme beim Verbraucher ankommt, geht viel Energie verloren. Elektroheizung ist jedoch nicht gleich Elektroheizung, es gibt viele verschiedene Varianten. In manchen Fällen kann es sich lohnen, mit Strom zu heizen.

Heizen mit elektrischem Strom ist in Verruf geraten – denn bei der Herstellung und dem Transport von Strom geht viel Energie verloren. Das Verhältnis zwischen dem Einsatz von Primärenergie und der Wärmeausbeute in der Wohnung ist also oft sehr ungünstig.

Auch Verbraucherschützer warnen vor Elektroheizungen. Die Energiekosten bei einer Elektroheizung seien zwei- bis dreimal so hoch wie bei anderen Heizmethoden, heißt es in einer Meldung der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Auch sei eine Elektroheizung nur dann umweltfreundlich, wenn der Strom dafür konsequent als Ökostrom bezogen würde.

Dabei ist nicht jede Elektroheizung gleich. Es gibt unterschiedliche Systeme und auch Fälle, in denen eine elektrische Heizung vertretbar sein könnte. Diese verschiedenen Arten von Elektroheizungen gibt es:

Relikt aus alten Tagen: die Nachtspeicherheizung

Nachtspeicheröfen sind wohl die häufigste Assoziation, beim Thema Elektroheizung. Sie stammen oft aus den 60er- und 70er-Jahren. Begründet wurde ihr Einbau seinerzeit damit: Kraftwerke laufen Tag und Nacht. Nachts wird jedoch viel weniger Strom verbraucht als tagsüber. Eine Nachtspeicherheizung speichert den überschüssigen Strom nachts ein und gibt ihn tagsüber als Heizwärme wieder ab.

Allerdings: Heute ist das Stromnetz besser steuerbar. Auch gehen die Lichter nicht mehr um 20 Uhr aus, vielerorts wird auch in der Nacht gearbeitet. Zudem haben Nachtspeicheröfen eines der Grundprobleme jeder Elektroheizung: Ihr Gesamtwirkungsgrad ist äußerst gering.

Das bedeutet, dass zwar der Strom, der im Gebäude ankommt, zum großen Teil auch in Wärme umgesetzt wird – dass aber bei der Stromerzeugung vorab sehr viel Energie verloren geht. Bezieht eine Elektroheizung ihren Strom hauptsächlich aus Kohlekraftwerken, beträgt der Gesamtwirkungsgrad im besten Fall um die 40 Prozent.

Wie bereits zur Blütezeit der Nachtspeicheröfen, gibt es immer noch spezielle Nachtstromtarife: der Strom, der nachts verbraucht wird, ist dann billiger als der tagsüber entnommene. Allerdings fällt der Preisunterschied heute deutlich geringer aus als noch in den 60er- und 70er Jahren.

Unterm Strich sind Nachtspeicheröfen also ineffizient und teuer im Unterhalt.

Teuer und schlecht für die Umwelt: die Elektro-Zentralheizung

Ähnlich teuer und schädlich für die Umwelt sind elektrische Zentralheizungen. Wie bei Zentralheizungen, die mit Gas oder Öl betrieben werden, wird dabei im Keller Wasser erhitzt und dann an die Heizkörper im Haus verteilt – nur funktioniert das Erhitzen mit Strom.

Dieser wird dem Stromnetz immer dann entnommen, wenn er verbraucht wird, was eine elektrische Zentralheizung tagsüber sogar noch teurer macht als eine Nachtspeicherheizung.

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Zwar lässt sich diese Differenz mit Hilfe eines Pufferspeichers, der die Energie, ähnlich wie bei der Nachtspeicherheizung, in der Nacht speichert und tagsüber wieder abgibt, ausgleichen.

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Eine Kilowattstunde Strom ist aber auch in diesem Fall deutlich teurer als die Gas- oder Ölmenge, aus der eine Kilowattstunde Wärmeenergie erzeugt werden kann. Nachdem Strom trotz Energiewende heute nach wie vor überwiegend mit Kohle, Gas oder Atomtechnik erzeugt wird, ist die elektrische Zentralheizung nicht nur teuer, sondern auch schlecht für die Umwelt.

Angenehme Wärme, hübsche Optik, aber teuer im Unterhalt: die Natursteinheizung

Deutlich moderner als Nachtspeicherheizungen und elektrische Zentralheizungen sind Marmor- und Natursteinheizungen. Es handelt sich bei ihnen um elektrisch betriebene Heizungen, bei denen eine Steinplatte erhitzt wird.

Hersteller versprechen eine besonders angenehme Strahlungswärme und betonen, dass durch eine Natursteinheizung kein Staub aufgewirbelt wird – was besonders für Allergiker von Vorteil sein soll.

Zudem sind Natursteinheizungen ein Hingucker – Heizkörper sind nicht vorhanden, stattdessen geht die Wärme von Steinplatten aus, die an der Wand hängen.

Natursteinheizungen werden in der Praxis häufig als preiswerter Ersatz für Nachtspeicherheizungen eingesetzt, denn die vorhandenen Anschlüsse können so einfach weiterbenutzt werden.

Sind im Haus keine Öl- oder Gasleitungen vorhanden, müssten diese bei der Anschaffung einer Öl- oder Gasheizung erst neu verlegt werden. Die Anschaffungskosten einer Natursteinheizung sind in diesem Fall also deutlich geringer.

Trotz ihrer schönen Optik und der angenehmen Wärme, die sie ausstrahlen, bleiben sie aber teuer im Unterhalt, sofern der Stromanbieter keinen besonders günstigen Heizstromtarif anbietet.

Elektroheizung mit Schamottekern

Sie ist eine Art Mischung aus der weit verbreiteten Zentralheizung und der Natursteinheizung. Durch elektrische Energie wird kein Wasser erhitzt, sondern ein Schamottekern.

Schamotte ist ein künstlich hergestelltes, gesteinsähnliches Material unter anderem aus Tonmineralen. Der Schamottekern wirkt als Wärmespeicher und gibt die Wärme über ein Stahlblechgehäuse mittels Wärmestrahlung an die Umgebung ab.

Die Wärme kann sich dadurch gleichmäßig verteilen, es wird kein Rohstoffspeicher benötigt und die Installation ist relativ einfach. 

Strahlungswärme aus Spiegeln und Wandbildern: die Infrarotheizung

Nicht nur hinter Steinen kann sich eine Heizung verbergen. Bei der Infrarotheizung werden Infrarotstrahler hinter schützenden Gehäusen angebracht, die auch dekorativen Charakter haben können, also beispielsweise hinter Spiegeln, Tafeln oder Wandbildern.

Auch eine Montage an der Decke ist möglich. Eine Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft, sondern Gegenstände und Personen in der Wohnung. Durch dieses Prinzip arbeitet sie effizienter als eine Nachtspeicherheizung oder eine elektrische Zentralheizung.

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Auch hier gilt, dass Hauseigentümer bei der Anschaffung zunächst von niedrigeren Anschaffungskosten profitieren, falls für einen anderen Heizungstyp neue Leitungen verlegt werden müssten.

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Dennoch entstehen durch das Heizen mit Strom oft höhere Heizkosten als bei Öl- oder Gasheizungen.

Für den gelegentlichen Betrieb: der Heizlüfter

Weniger für den Dauerbetrieb als vielmehr für das gelegentliche Heizen in einem selten benutzten Raum sind Heizlüfter gemacht. Diese sind eine Kombination aus Ventilator und Elektroheizung.

Die durchströmende Luft wird über ein Heizelement erwärmt und über ein Gebläse im Raum verteilt. Der Raum wird mit den Geräten, die sowohl als mobile als auch als an der Wand montierte Varianten erhältlich sind, relativ schnell warm.

Sie eignen sich vor allem aufgrund des hohen Stromverbrauchs und der Geräuschentwicklung nicht als Alleinheizung.

Zusatzheizung: Warme Füße durch die Fußbodenheizung

Eine elektrische Fußbodenheizung im Bad sorgt für warme Füße am Morgen. Das ist zwar angenehm – als elektrische Heizung fürs gesamte Haus eignet sie sich allerdings nicht. Wer die elektrische Fußbodenheizung im Bad morgens nur kurz anwirft, kann allerdings über den Stromverbrauch hinwegsehen.

Die Vor- und Nachteile einer Elektroheizung im Überblick

Diese Gründe sprechen für eine Elektroheizung:

  • Niedrige Kosten für die Erstanschaffung (Für eine Elektroheizung wird lediglich ein Stromanschluss benötigt.)
  • Einfach zu installieren
  • Keine Wartungskosten
  • Kein Schornsteinfeger nötig
  • Kein Brennstoff nötig

Diese Gründe sprechen gegen eine Elektroheizung:

  • Schlechter Gesamtwirkungsgrad
  • Hohe Betriebskosten
  • Konvektionsströme bei Nachtspeicherheizungen werden von einigen als unangenehm empfunden

Grundproblem der Elektroheizung: der Wirkungsgrad von Kraftwerken

Das Grundproblem aller strombasierten Heizungen ist der Wirkungsgrad der Kraftwerke – dieser ist nämlich nicht sonderlich hoch. Selbst bei relativ modernen Kohlekraftwerken in Deutschland beträgt er beispielsweise nur rund 40 Prozent.

Weitere Energieverluste entstehen auf dem Weg vom Kraftwerk zum Verbraucher, wo der Strom dann die Elektroheizung betreiben kann. Bezogen auf die Primärenergie kommt also nur rund ein Drittel der ursprünglich im Energieträger enthaltenen Energie beim Verbraucher an.

Schon aus diesem Grund sind andere Heizsysteme bedeutend effizienter als eine Elektroheizung.

Sinnvolle Alternative zur Stromheizung: Die Wärmepumpe

Elektroheizungen verursachen hohe Kosten – die einen mehr, die anderen weniger. Aufgrund der Tatsache, dass nach wie vor ein beträchtlicher Anteil unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, ist eine Elektroheizung zudem nicht besonders umweltfreundlich.

Eine sinnvolle Alternative sind Wärmepumpen: Auch sie benötigen Strom, allerdings nicht, um damit zu heizen. Sie benötigen ihn als Antriebsenergie für die Technik, geheizt wird mit der Umgebungswärme.

Gut geplante Anlagen arbeiten sehr effizient und können der Umwelt mehr Energie entziehen als zum Antrieb benötigt wird. Besonders effizient sind Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen.

Sie sind zwar teuer in der Anschaffung, belohnen den Besitzer aber in den Folgejahren mit niedrigen Kosten im Unterhalt und sind wartungsarm. Die preiswerteren Luftwärmepumpen arbeiten insbesondere an kalten Tagen weniger effizient.

Wissen rund um die Wärmepumpe finden Interessierte in diesen Artikeln.

Ihre Meinung zählt

Источник: https://www.bauen.de/a/elektrische-heizung-pro-und-contra.html

Elektroheizung: Wann sich das Heizen mit Strom lohnt & Preis

Elektroheizung: Wann lohnt es sich, elektrisch zu heizen?

Das Heizen mit Strom erzeugt mit Abstand die höchsten Verbrauchskosten aller Energieträger. Eine Kilowattstunde mit einer Elektroheizung kostet derzeit etwa 20 Cent. Zum Vergleich: Gas kostet mit 7 Cent pro Kilowattstunde knapp nur ein Drittel davon. Trotzdem gibt es Umstände, die eine Elektroheizung zur idealen Lösung machen.

Eine Elektroheizung hat zwei Wirkprinzipien. Der elektrische Strom erwärmt einen Heizkörper direkt, der die Energie in Form von Wärme an die Luft abgibt. Typisches Beispiel sind mobile Radiatoren.

Ebenfalls direkt strahlen Heizlüfter und Infrarotheizungen, wobei Infrarotstrahlung statt der Luft die bestrahlten Flächen erwärmt.

Elektroheizungen mit indirekter Heizwirkung verfügt über
speichernde Bauteile, die erwärmt werden und die Energie zu einem späteren Zeitpunkt abgeben.

Preise und Arten

Auch wenn die Anschaffungskosten für eine Stromheizung mit 500 bis 1.000 Euro vergleichsweise gering sind, lohnt sich der Betrieb als Zentralheizung aufgrund der hohen Betriebskosten nur in Ausnahmefällen. Grundsätzlich lassen sich folgende Arten von Elektroheizungen unterscheiden:

Infrarotheizkörper250 €Die Strahlungswärme ist gerade bei Allergikern beliebt. Anders als bei Konvektionsheizkörpern wirbeln Infrarotheizkörper keinen Staub auf. Wie bei allen Stromheizungen stehen geringe Anschaffungs- und Montagekosten hohen laufenden Kosten gegenüber.
Mobile Elektroheizkörper100 €Die üblichen Leistungen beginnen ab 750 Watt. Mobile Elektroheizungen finden dabei vor allem als Übergangsheizung Anwendung. Als dauerhafter Ersatz für eine Zentralheizung eignen sie sich aufgrund ihrer einfachen Optik und der geringen Heizleistung weniger.
Natursteinheizungen400 €Marmorheizungen beispielsweise erhalten im Mittel eine Leistung von 300 bis 1.500 Watt. Natursteine haben den Vorteil, dass sie Wärme speichern. Diese Form von Elektroheizung wird aufgrund ihrer ansprechenden Optik gegenüber klassischen Heizkörpern vor allem in Wohnzimmern montiert.
Nachtspeicherheizung500 €Der Preis bezieht sich auf ein Modell mit einer Leistung von 2.000 Watt inklusive Stromzähler. Modelle mit dieser Leistung dienen als Ersatz für eine Zentralheizung.
Elektrische Fußbodenheizung400 €Die Kosten für die elektrische Fußbodenheizung hängen von der zu beheizenden Fläche ab. Für einen 15 Quadratmeter großen Raum müssen Sie für eine Dünnbettheizmatte rund 400 Euro einkalkulieren.

Da Strom kein Primärenergieträger ist, handelt es sich bei der Wärmeerzeugung immer um einen Veredlungsprozess. So wird der Strom hauptsächlich in Kohle- und Atomkraftwerken produziert. Das schlägt sich in hohen Energiekosten nieder. Dennoch kann der Einsatz einer Stromheizung durchaus Sinn machen beispielsweise in Ferienhäusern oder anderen Gebäuden, die nicht regelmäßig beheizt werden.

Trotz anfangs geringer Investitionskosten hat die Elektroheizung aufgrund der hohen laufenden Kosten die anderen Heizungen, was die Gesamtkosten angeht, schnell eingeholt. Für die Beheizung ein Einfamilienhauses mit 150 m² liegt der Stromverbrauch bei etwa 25.000 Kilowattstunden. Hier ein Vergleich mit Öl und Gas für die gleiche Wohnfläche:

Stromheizung0,28 €7.000 €
Ölheizung0,07 €1.750 €
Gasheizung0,11 €2.750 €

*bei der Annahme eines Einfamilienhauses mit einem Heizwärmebedarf von 25.000 kWh

Pro und Contra des Heizens mit Strom

Der schlechten Energieeffizienz können Sie nur durch dezentrale Einzelheizungen entgegenwirken, die ein sehr bedarfsorientiertes und zeitlich beschränktes Heizen ermöglichen. Eine Elektro Zentralheizung mit dem Speichermedium Wasser gleicht in ihrer Funktion Gas, Holz- und Ölheizungen, nur dass der elektrische Strom das Brennmaterial darstellt.

Vorteile

  • günstiger Anschaffungspreis
  • flexible Montagemöglichkeiten
  • kein Abgassystem erforderlich
  • platzsparende Geräte ohne Brennstoffvorratshaltung

Nachteile

  • sehr hohe Betriebskosten
  • geringe Energieeffizienz
  • Heizkörper mit Direktstrahlung werden sehr heiß

Nachtspeicherheizung und andere Arten

Ein Klassiker unter den Speicherheizungen ist die Nachtspeicherheizung. Sie wurde ursprünglich entwickelt, um den Stromverbrauch der privaten Haushalte besser zu verteilen.

Damit nicht alle Verbraucher gleichzeitig das Stromnetz belasten, wurden vergünstigte Strompreise zu weniger nachgefragten Zeiten angeboten. Der meist nachts genutzte Strom erwärmte Speichermedien wie Steine oder keramische Platten wie im Fall einer Keramikheizung.

Neben der Nachtspeicherheizung gibt es folgende weitere Arten von Elektroheizungen:

  • Der Infrarotheizkörper: Er ist eine moderne Form der Elektroheizung, der von Nutzern aufgrund der angenehmen Wärmeverteilung geschätzt wird. Anders als klassische Konvektionsheizkörper wirbelt die Strahlungswärme der Infrarotheizung keinen Staub auf, weshalb sie sich vor allem für Allergiker eignet. Sie findet auch als Wärmewellenheizung Bezeichnung.
  • Die Natursteinheizung: Dazu zählen beispielsweise Marmorheizungen, die den besagten Stein als Wärmespeicher nutzen. Neben der der angenehmen Wärmestrahlung schätzen Eigentümer das natürliche Design.
  • Der Radiator: Radiatoren sind elektrische Heizkörper, die ohne weiteren Installationsaufwand an die Steckdose angeschlossen werden können. Aufgrund der geringen Anschaffungskosten von unter 200 Euro und der geringen baulichen Voraussetzungen finden sie Einsatz auf Baustellen oder als Übergangsheizung bei Defekten. Zu dieser Kategorie zählen auch Heizstrahler und Heizlüfter, die sich gerade für den Außeneinsatz eignen.
  • Die elektrische Fußbodenheizung: Der Vorteil gegenüber wasserfürenden Systemen besteht in der unkomplizierten Montage. So können Heizmatten und einfache Heizschlangen auch noch nachträglich im Boden verlegt werden.

Die Elektroheizung – Überall an die Steckdose anschließbar

Die Voraussetzungen für eine Elektroheizung sind gering. Jede gewöhnliche Haushaltssteckdose liefert die benötigte Energiequelle. Der Heizkörper kann überall platziert werden, wo ein geeigneter Platz vorhanden ist. Außerhalb der Heizsaison können Sie viele mobile Gerätearten einlagern und aus Ihrem Haushalt verschwinden lassen.

Heizen mit Strom: Starke Heizleistung sorgt für hohe Betriebskosten

Besondere Vorkehrungen oder bauliche Voraussetzungen sind für Elektroheizungen nicht erforderlich. Wenn die Geräte für stärkere Heizleistungen in großen Räumen oder Eingangsbereichen vorgesehen sind, explodieren die Verbrauchskosten. Im besten Fall kostet der Betrieb etwa das Dreifache der nächstgünstigeren Heizarten.

Einsatzgebiete

Als Zusatzheizung kann Eigentümern die Elektro Heizung gute Dienste leisten. Wenn Sie selten genutzte Räume oder Gebäude wie Gartenlauben, Wochenendhäuschen oder eine Werkstatt kurzfristig aufheizen möchten, eignet sich die Elektroheizung.

Auch als Zusatzheizung beispielsweise im Bad ist die Elektroheizung beliebt. Hier eignen sich vor allem Infrarotheizungen.

Die von ihnen erzeugte Strahlungswärme empfinden viele Nutzer als deutlich angenehmer als die Konvektionswärme klassischer Heizkörper.

Modelltypen und Hersteller

Fast alle Unternehmen, die Haushaltsgroß- und Kleingeräte herstellen, führen auch elektrische Heizgeräte. Dazu kommen viele Marken und No-Name-Produkte, die Einzelgeräte über branchenfremde Vertriebskanäle wie Discountmärkte oder Onlinewarenhäuser anbieten. Eine Übersicht durch die Stiftung Warentest getesteter Stromheizungen finden Sie im Elektroheizung Test.

Günstige Direktwärme und variable Speicherkosten

Sie finden ein unüberschaubar großes Angebot und können bei Heizlüftern ab Preisen von zwanzig Euro rechnen. Radiotoren und Infrarotstrahler werden ab etwa fünfzig Euro angeboten.

Als Faustformel gilt: Für jeden Raum, den eine Elektroheizung heizt, fallen 100 bis 200 Euro Anschaffungskosten an.

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Ausnahmen bilden indirekte Speicherheizungen, deren Speichermedium einen großen Preiseinfluss hat.

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Wer eine Elektroheizung kaufen möchte, der hat die Auswahl aus einem breiten Sortiment verschiedener Modelle und Anbieter. Im Internet kursierende Elektroheizung Tests sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Häufig verbergen sich Händler hinter den vermeintlich objektiven Testern. Achten Sie beim Kauf vor allem auf folgende drei Siegel:

  • Das TÜV Siegel steht für die geprüfte Sicherheit im Umgang mit dem Gerät
  • Das GS Zeichen bestätigt, dass die Elektroheizung den Anforderungen des deutschen Produktionsschutzgesetzes entspricht
  • Das IGEF Siegel steht für einen reduzierten Ausstoß an Elektrosmog

Äußere Standortbedingungen beachten

Die flexible Platzierung erlaubt, Fensterflächen oder zugige Standorte zu meiden. Fangen Sie beim elektrisch Heizen auch rückwärtige Wärmestrahlung auf, indem Sie beispielsweise einen nach zwei Richtungen strahlenden Radiator vor eine mit Reflexionsfolie versehene Wand montieren oder stellen. Die Folie reflektiert die Wärmestrahlung und hilft so dabei, Heizkosten zu sparen.

Heizen mit Strom: Ökologisch mangelhafte Energiebilanz

Neben den enormen Betriebskosten ist eine Elektroheizung auch ökologisch teuer. Auch wenn augenscheinlich kein Schadstoffausstoß erfolgt, fallen bei der Produktion des Stroms hohe Emissionsmengen an.

Für das Nutzen der Energie wird beim Umwandeln von Strom für eine Elektroheizung ein Vielfaches dieser Energie benötigt.

Verbessert werden kann der sogenannte ökologische Fußabdruck, wenn der bezogene Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wasser-, Sonnen- und Windkraft stammt. Dieser wird auch als Ökostrom bezeichnet.

Förderungen nur bei Eigenstromerzeugung

Die schlechte Energieeffizienz bei der Nutzung von Strom zur Wärmeerzeugung hat auch dazu geführt, dass kaum noch Förderungen bestehen.

In den meisten Bundesländern sind alle Subventionen, die zu vergünstigtem Nachtspeicherstrom führten, abgeschafft.

Förderungen, Beihilfen, Subventionen und günstige Kredite werden nur auf elektrisch betriebene Heizsysteme gewährt, die ihren Strom selbst erzeugen wie es beispielsweise bei einer Solarthermie oder einem Blockheizkraftwerk der Fall ist.

Источник: https://www.kesselheld.de/elektroheizung/

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