Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage

Contents
  1. Beweggründe für eine Solaranlage: eigenen Strom erzeugen
  2. Strom selbst erzeugen: Ist es sinnvoll?
  3. Strom selbst erzeugen: Zu welchem Preis?
  4. Strom selbst erzeugen: In welcher Menge?
  5. Strom selbst erzeugen: Mit welchem Aufwand?
  6. Strom selbst verbrauchen bleibt die Herausforderung
  7. Dem Stromlieferanten den Rücken kehren
  8. Strom selber erzeugen: Welche Möglichkeiten gibt es?
  9. Mit dieser Anlagenkombination gibt es Geld vom Staat
  10. Vom heimischen Keller und Balkon aus Strom selber erzeugen
  11. Wie Sie auch in einer Mietwohnung Strom selber erzeugen können
  12. Strom selbst erzeugen: Welche Möglichkeiten gibt es?
  13. Gemeinden mit eigener Stromversorgung
  14. Photovoltaikanlage beliebt bei eigener Stromerzeugung
  15. Mehr Geld vom Staat dank genialer Anlagenkombination
  16. Stromerzeugung aus dem heimischen Keller oder vom Balkon
  17. Stromerzeugung in einer Mietwohnung
  18. Stromerzeugung unterwegs
  19. Photovoltaik
  20. Mit welcher Stromproduktion kannst Du rechnen?
  21. Stromertrag von Balkonmodulen je nach Ausrichtung und Neigung
  22. Wie funktionieren steckerfertige Solarmodule?
  23. Was ist zu tun, wenn Du Strom ins Netz speist?
  24. Weitere Pflichten beim Betreiben von Stecker-Solar-Anlagen
  25. Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage 2021
  26. Rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage 2021?
  27. Sinkende Einspeisevergütung macht Volleinspeisung weniger lukrativ
  28. Gute Rendite dank Einspeisung und Eigenverbrauch
  29. Rechenbeispiel 1: So rechnet sich Photovoltaik – Rendite dank Eigenverbrauch
  30. Rechenbeispiel 2: So rechnet sich Photovoltaik 2021 – mit und ohne Darlehensfinanzierungen
  31. Stromspeicher machen Betreibermodell „Eigenverbrauch“ erst möglich
  32. Gestehungskosten vs. Einspeisevergütung
  33. Fazit

Beweggründe für eine Solaranlage: eigenen Strom erzeugen

Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage

Wozu eigentlich eigenen Strom produzieren? Klar: um ihn selbst zu verbrauchen! Um weniger Strom vom Netzbetreiber beziehen zu müssen, um sich ein Stück weit unabhängiger zu machen von der Preisbindung an den Stromlieferanten, von der Versorgungs(un)sicherheit oder vom negativen Image von Kohle- und Atomstrom. Von dieser facettenreichen Motivationslage gehen wir aus, wenn wir hier dem Beweggrund „Strom selbst erzeugen“ auf den Zahn fühlen.

Strom selbst produzieren, um ihn anschließend direkt wieder zu verkaufen (möglichst gewinnbringend) und nicht zu verbrauchen ist eine andere Motivationlage, die wir gesondert behandeln.

Abbildung: Am Netzeinspeisegerät lässt sich komfortabel ablesen, wieviel Strom man selbst produziert und eingespeist hat. | © Marina Lohrbach – Fotolia.com

Strom selbst erzeugen: Ist es sinnvoll?

Prinzipiell ja! Eigenen Strom erzeugen ist aus mehreren Gründen sinnvoll:

  • Strom kann mit einer Photovoltaikanlage zu einem günstigeren Kilowattstunden-Preis erzeugt werden, als Stromlieferanten diesen Endkunden anbieten. Die Differenz beträgt mittlerweile rund 15 Cent pro Kilowattstunde.
  • Solarstrom kann mit einer neu installierten Photovoltaik Anlage bis zu einer bestimmten Leistung (10 kWp) weiterhin frei verbraucht werden, ohne eine finanzielle Abgabe zahlen zu müssen (siehe Neuregelung des EEG 2021). 10 kWp PV-Leistung entspricht üblicherweise der Anlagengröße für Ein- und Zweifamilienhäuser.
  • Eine Photovoltaikanlage steigert den Wert der eigenen Immobilie.
  • Eigenen Strom produzieren schont die Umwelt. Eine Photovoltaikanlage erzeugt in Ihrer Betriebszeit von rund zwanzig Jahren mehr Strom, als für die Produktion sämtlicher Komponenten einst aufgewendet wurde.
  • Je mehr Strom aus regenerativen Energien erzeugt wird, desto eher kann auf die Zerstörung von Landschaften durch den Kohleabbau verzichtet werden. Auch ist die Suche nach einem Endlager für Atommüll seit dem Beginn der kommerziellen Nutzung von Atomkraft im Jahr 1962 noch immer nicht abgeschlossen.

Strom selbst erzeugen: Zu welchem Preis?

Was Strom selbst produzieren kostet, darüber geben die Stromgestehungskosten Auskunft (siehe nachfolgende Tabelle).

Je nach Angebotspreis und Standort der Anlage (Globalstrahlung nimmt von Norden nach Süden zu) sind die Kilowattstunden Preise leicht verschieden. Bei derzeitigen Anschaffungskosten von rund 1.400€ pro kWp (ohne USt.

) für eine fertig installierte Aufdachanlage kann man für rund 12 bis 15 Cent pro Kilowattstunde Strom selbst erzeugen.

© Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE | Studie „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“

Neuste Untersuchungen vom Fraunhofer ISE weisen für Photovoltaik Kleinanlagen mittlerweile Stromgestehungskosten zwischen 10 und 14 Cent pro Kilowattstunde aus.

Strom selbst erzeugen: In welcher Menge?

Das hängt unmittelbar davon ab, wie groß die eigene Dachfläche ist, die mit Solarmodulen belegt werden kann.

Als Faustformel sagt man, dass man rund 10 Quadratmeter Dachfläche benötigt, um 1 Kilowattpeak Photovoltaik (4 bis 5 Module) zu installieren. Diese Modulfläche erzeugt je nach Qualität und Standort zwischen 950 und 1250 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

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Zum Vergleich: eine Ein-Personen-Haushalt verbraucht in Deutschland pro Jahr im Schnitt zwischen 1.000 und 1.500 Kilowattstunden Strom.

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Tipp: Um das Vorhaben „eigenen Strom erzeugen“ besser abschätzen zu können, haben wir einen Photovoltaik Rechner entwickelt. Mit nur wenigen Eingaben finden Sie heraus, wieviel Leistung auf Ihr Dach passt und welche Strommenge Sie im Jahr erzeugen können.

Strom selbst erzeugen: Mit welchem Aufwand?

Eigenen Strom produzieren ist mit einer Photovoltaikanlage ohne großen Aufwand möglich. Ist die Anlage erst einmal sicher auf einem intakten Dach installiert und optimal zur Sonne ausgerichtet, produziert die Anlage über Jahre hinweg nahezu wartungsfrei Strom. Eventuelle Störungen können mit sog. Datenloggern, die den Stromertrag dokumentieren, festgestellt werden.

Strom selbst verbrauchen bleibt die Herausforderung

Strom selbst produzieren ist mit einer Photovoltaikanlage also zu günstigen Konditionen und in ausreichender Menge ohne weiteres möglich. Die Herausforderung besteht am Ende darin, den Solarstrom in möglichst großer Menge auch selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauchsquote).

Denn der Strom wird ausschließlich zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang produziert (in der Masse zur Mittagszeit), und muss im gleichen Moment auch abgenommen werden. Kann der Strom nicht im Haushalt verbraucht werden, so wird er unmittelbar ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet.

Übliche Eigenverbrauchsquoten im Einfamilienhaus liegen momentan bei rund 20 Prozent.

Um in möglichst hoher Menge Strom selbst erzeugen und auch verbrauchen zu können, sind deshalb zusätzliche Gerätschaften notwendig wie z.B. Smart Home Lösungen oder Stromspeicher.

Diese steuern zielgerichtet elektrische Geräte mit dem Solarstrom an und speichern überschüssigen Strom in einer Batterie, um diesen zeitversetzt am Abend, in der Nacht oder an einem sonnenarmen Tag zu verbrauchen.

Die Eigenverbrauchsquote lässt sich so deutlich steigern (in welchem Maße dies konkret möglich ist ermittelt z.B. der Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin).

Im Gegenzug steigen aber auch die Stromgestehungskosten, so dass aus dem Vorhaben „eigenen Strom erzeugen“ auch schnell (noch) ein Minusgeschäft werden kann, als wenn der Strom weiterhin aus dem Netz bezogen wird. Als Alternative werden Stromclouds beworben. Sie erlauben es, überschüssigen Solarstrom virtuell zwischenzuspeichern.

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Aktuelle Studien und Marktanalysen gehen davon aus, dass sich bei weiter sinkenden Preisen für Stromspeicher ca. ab 2018 Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit einem Stromspeicher finanziell rechnen. Das heißt, die Kilowattstunde Solarstrom kann im Vergleich zu den Kosten für normalen Haushaltsstrom zum gleichen Preis selbst erzeugt und gespeichert werden.

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Quelle: © Büro F – Stephan Franz

Fazit: Strom selbst erzeugen und sich eigenständig versorgen bleibt angesichts der Preise für Haussteuerung und Stromspeicher noch eine Wunschvorstellung.

Wer knallhart rechnet, fährt mit Netzstrom im Moment noch günstiger.

Wer jetzt schon bereit ist, für die eigene Stromversorgung zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen, bekommt heute schon eine ausgereifte Technik bei verschiedenen Herstellern.

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Источник: https://www.solaranlagen-portal.com/solar/beweggruende/strom-selbst-erzeugen

Dem Stromlieferanten den Rücken kehren

Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage

Sechs Prozent der Verbraucher produzieren bereits ihren eigenen Strom, hat eine neue Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) ergeben. 41 Prozent würden das ebenfalls gern tun, scheuen aber die Ausgaben für die Technik.

Strom selber erzeugen: Welche Möglichkeiten gibt es?

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Man darf unterstellen, dass viele der Millionen Bundesbürger, die sich in den vergangenen Jahren Solardachanlagen, Erdsonden oder Mikro-KWK-Anlagen zugelegt haben, nicht allein vom Gedanken an zukünftige Generationen getrieben worden sind: Manche motivieren laut Umfragen die steigende Energiepreise der Grundversorger, andere der Wunsch nach einem völlig energieautarken Leben. Letzteres – das sei hier schon verraten – ist für einen einzelnen Haushalt zwar theoretisch möglich, aber technisch und wirtschaftlich höchst anspruchsvoll.

Anders sieht es im Verbund mit Nachbarn aus. So gibt es heute von Sachsen-Anhalt bis in den Hochschwarzwald immer mehr, meist kleine Gemeinden und Ortsteile, die ihren Strom selber erzeugen.

Das bedeutet nicht zwangsweise, dass sie ihre Strom- oder Fernwärmeleitungen zum etablierten Versorger kappen könnten (auch diese Dörfer gibt es).

Es bedeutet eher, dass die Orte rechnerisch mehr regenerativ erzeugten Strom produzieren, als sie selbst verbrauchen – aber zu manchen Tageszeiten doch auf „Importe“ angewiesen sind.

So produziert etwa eine mit Flüssiggas gespeiste Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage) oder Biogasanlage genügend Wärme fürs lokale Hallenbad oder einen Mastbetrieb und liefert gemeinsam mit den Solaranlagen und dem Bürgerwindpark im Jahresschnitt genügend Strom, um damit auch die Nachbargemeinde zu versorgen.

Der überwiegende Teil der Haushalte, die ihren Strom selber erzeugen nutzt die Energie nicht für sich, sondern speist sie ins lokale Stromnetz ein und kassiert dafür die Einspeisevergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde. Die Sätze sind nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) etwa bei Fotovoltaikanlagen für 20 Jahre ab Anschluss garantiert wird. Das dürfte sich vorerst auch nicht ändern.

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Überlegungen des Bundesumweltministers, die garantierte Förderung nachträglich zu kappen, um die Kosten der Energiewende zu senken, hatte die Kanzlerin im Walkampf eine so deutliche Absage erteilt, dass es offener Walbetrug wäre, sollte es doch dazu kommen. Auch hätte ein entsprechendes Gesetz vor Gericht wohl kaum Bestand.

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Die gängigste Lösung jener, die ihren Strom selber erzeugen ist die Installation einer Fotovoltaikanlage (PV-Anlage). Die umfasst die Solarpaneele auf dem Dach und einen Wechselrichter, der den produzierten Gleichstrom in haushalts- und netzüblichen Wechselstrom wandelt.

Wer nicht direkt die Rendite aus der Einspeisevergütung – derzeit rund 15 Cent je eingespeister Kilowattstunde bei kleinen Dachanlagen mit 10 Kilowatt peak (kWp) Leitung – angewiesen ist, kann den Strom im Haus behalten.

Entsprechend weniger teuren Haushaltsstrom (für derzeit rund 25 Cent) muss er einkaufen. Eine Lösung ist es, mit dem aktuell nicht genutzten Strom aus der PV-Anlage eine Wärmepumpe zu speisen.

Die bezieht die Energie aus der Außenluft oder dem Boden und verteilt sie im Haus, etwa als Heizung, Warmwasser oder auch Kälte. Dazu braucht sie aber Strom, den man am besten aus einer PV-Anlage zieht.

Mit dieser Anlagenkombination gibt es Geld vom Staat

Mit der Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe lässt sich zumindest ein konventioneller Neubau leicht auf den KfW-Standard 55 (Effizienzhaus) oder gar Standard 40 (Passivhaus) bringen.

Die Zahl sagt aus, wie viel Energie prozentual im Vergleich zum „Standard-Haus“ nach Energie-Einsparverordnung (EnEV) verbraucht wird.

Bauherren und Sanierer können sich so über die KfW-Tilgungszuschüsse von bis zu 50 000 Euro sichern.

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Mehrere Tausend Euro Zuschuss erhalten Eigenheimbesitzer, die in erneuerbare Wärme investieren.

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Die Bundesregierung fördert derzeit besagte Wärmepumpen, Biomasseanlagen (Pelletheizungen) aber auch solarthermische Kollektoren, die Sonnenwärme direkt vom Dach in Wärme wandeln.

Eine Übersicht über die Förderung von erneuerbarer Wärme bietet das für die Auszahlung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), das im Zusammenhang mit der legendären Pkw-Abwrackprämie Ruhm erlangte.

Stark im Kommen sind Stromspeicherlösungen fürs Eigenheim. Sie galten lange als zu groß, zu schwer und kaum bezahlbar.

Aber wegen fallender Herstellerpreise und gestiegener Anwenderfreundlichkeit sind sie bei privaten Haushalten, die ihren Strom selber erzeugen wollen zunehmend gefragter.

Damit lässt sich dann Sonnenstrom nachts verbrauchen, egal ob für die Waschmaschine oder das Elektroauto, das vielleicht einmal zum Kauf ansteht.

Zudem werden nun auch Speicher nach langem Gerangel innerhalb der Koalition nun gefördert. Die KfW hat das Kredit-Programm 275 („Speicher“) aufgelegt. Zudem lassen sich die Nettoinvestitionskosten, sofern sie der Speicher einige technische Kriterien erfüllt, bis zu 100 Prozent von der Steuer absetzen.

Der Grund ist, dass die Experten und Regierungen in den privaten Speichern einen Schlüssel zur Bewältigung der Probleme rund um die Energiewende sehen: Jede direkt vor Ort verbrauchte Kilowattstunde Strom muss nicht von der Gemeinschaft der Verbraucher vergütet werden, schont also die Geldbeutel aller. Zudem erhöht der Eigenverbrauch die Stabilität der lokalen Stromverteilernetze.

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Es gibt konventionelle Blei-Akkus oder teurere und kleinere Lithium-Ionen-Akkus. Im Kommen sind sogenannte Redox-Flow-Batterien. Die sollen eine ähnliche Energiedichte wie Blei-Akkus haben, aber langlebiger sein.

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Und beim Preis sollen sie die Lithium-Ionen-Akkus bald deutlich schlagen.

Als ein Problem bei allem Speichersystem gilt, dass sie in der Regel noch nicht intelligent mit dem Stromnetzbetreiber kommunizieren können und so nur bedingt zur Entlastung der Netze beitragen.

Mini-Kraftprotz. Ein Blockheizkraftwerk passt auch in kleine Keller. So kann man nicht nur Strom selbst erzeugen, sondern auch…Foto: dpa-tmn

Vom heimischen Keller und Balkon aus Strom selber erzeugen

Viel Bewegung gibt es auch auf dem Markt für Anlagen zur ökologisch-freundlichen Wärmeproduktion.

„Nur schätzungsweise etwa ein Viertel der Heizungen in deutschen Kellern ist auf dem Stand der Technik“, erklärt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.

In Deutschland würde gut die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf den Wärmebedarf entfallen. Die erneuerbaren Energien steuerten derzeit aber erst gut zehn Prozent zur Wärmeversorgung bei.

Um diesen Anteil der Erneuerbaren zu steigern, stehen ausgereifte Technologien zur Verfügung“, sagt Vohrer. Dazu gehörten Holzheizungen und Wärmepumpen für Erd- und Umweltwärme ebenso wie Solarkollektoren.

Die große Auswahl an unterschiedlichen Technologien zur Nutzung erneuerbarer Wärme könne an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden, sagt er. Vohrers Agentur für Erneuerbare Energien bietet online einen Konfigurator an, der eine erste Auskunft über Heizsysteme gibt, die zu Ihrem Haus passen.

Das Tool richtet sich an Häuslebauer wie Modernisierer gleichermaßen.

Eine konventionellere Lösung zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung daheim bieten auch kleine Blockheizkraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten: Mini- oder Mikro-KWK-Anlagen, früher nur für Wohnblocks oder Industrieanlagen konzipiert, eignen sich heute sogar für den kleinen Einsatz in Ein- bis Zweifamilienhäusern und zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade aus. Besonders wer einen überdurchschnittlich großen Wärmebedarf hat, etwa zum Beheizen eines Pools kann auf diesem Weg seinen Strom selber erzeugen und so eine Menge Energiekosten sparen.

Die Gasindustrie und Anlagenhersteller promoten diese Technologien. Viele davon, darunter die Berliner Gasag, fielen mit ihren ersten Geräten in den Markt aber auf die Nase – auch weil zugesagte Förderprogramme nicht kamen. Nun aber erobern auch diese Mikro-KWK-Anlagen Marktanteile. Neue Geräte überzeugen mit hohen Wirkungsgraden.

Wie Sie auch in einer Mietwohnung Strom selber erzeugen können

Wohnungsmieter hatten es bisher schwer, sich aktiv an der Energiewende oder überhaupt an der Stromerzeugung zu beteiligen: Dächer, Keller, wo man Anlagen installieren könnte, gehören dem Eigentümer.

Doch es gibt Geräte auf dem Markt: Recht etabliert, aber eher eine Öko-Spielerei als ein Kostensparprinzip, sind mobile „Solar Charger“ diverser Hersteller für das Aufladen von Handys, Kameras und Tablet-PCs.

Sie entlasten das Gewissen dennoch, bedenkt man, wie oft diese Geräte geladen werden müssen.

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Etwas ernsthafter, aber definitiv nicht die Krönung der Ingenieursschöpfung, sind Solarmodule für den Balkon: Mini-PV-Anlagen. Die sind rund 80 mal 160 Zentimeter groß, wiegen knapp 20 Kilogramm und erzeugen eine Spitzenleistung von knapp 200 Watt.

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Das langt nicht, um einen Staubsauger oder gar eine Herdplatte zu speisen, aber um Akkus zu laden.

Die Modelle kann man sogar an die Steckdose anschließen, damit sie den Strom in den Kreislauf des Hauses speisen – und so die Stromrechnung(aller Mieter im Haus) senken.

Allerdings können diese Mini-Anlagen Sicherungen und Schutzschalter Stromkreis des Hauses „überlisten“ und so selbst zum Sicherheitsrisiko werden, also Leitungen an anderer Stelle durchschmoren. Daher sollte vor dem Anschluss einer Mini-PV-Anlage an die Steckdose in jedem Fall der Hauseigentümer und ein Installationsbetrieb konsultiert werden.

Wenn man aber bedenkt, was sich allein in den vergangenen fünf Jahren auf dem Markt für private Stromerzeuger getan hat, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis auch sinnvolle Geräte auf den Markt kommen, mit denen auch Otto-Normal-Mieter sich von seinem Stromversorger verabschieden und seinen Strom selber erzeugen kann.

Erfahren Sie auf unserem Strom-Ratgeberportal alles zum Thema Strom.

Источник: https://www.tagesspiegel.de/themen/strom/strom-selber-erzeugen-dem-stromlieferanten-den-ruecken-kehren/8563458.html

Strom selbst erzeugen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage
So kann Solarenergie genutzt werden

Aus einer TRN Emnid-Umfrage, welche vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) in Auftrag gegeben wurde, geht hervor, dass genau 6 Prozent der deutschen Verbraucher bereits ihren eigenen Strom zum Selbstverbrauch produzieren. Weitere 41 Prozent der Befragten würden auch gerne eigenen Strom erzeugen, scheuen jedoch die Kosten.

Viele Bundesbürger haben sich in den letzten Jahren Erdsonden, Solardachanlagen, Photovoltaikanlagen oder Mikro-KWK-Anlagen zur Eigenversorgung gekauft. Während einige von den stetig steigenden Preisen für Energie und Strom motiviert wurden, haben sich andere von dem Gedanken an die Zukunft künftiger Generationen leiten lassen.

Sogar der Wunsch nach einem energietechnisch autarken Leben wird langsam lauter. Wobei letzteres für einen Einzelhaushalt zwar möglich wäre, sich aber – wirtschaftlich und technisch betrachtet – höchst anspruchsvoll gestaltet.

Plant man allerdings im Verbund, beispielsweise mit seinen Nachbarn, gestaltet sich die technisch autarke Unabhängigkeit in ihrer Umsetzung viel einfacher.

Gemeinden mit eigener Stromversorgung

Bereits heutzutage gibt es in Sachsen-Anhalt bis in den tiefsten Hochschwarzwald immer mehr kleinere Gemeinden und Ortsteile, welche ihren Strom im Verbund selbst erzeugen.

Die Erzeugung des Stroms zum Selbstverbrauch im Verbund bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass etablierte Strom- und Fernwärmeleitungen zum Versorger gekappt werden können.

Vielmehr bedeutet die Verbundlösung, dass diese Orte oder Gemeinden rein rechnerisch mehr regenerative Energie erzeugen, als sie selbst verbrauchen können. Allerdings gibt es auch Phasen und Tageszeiten, in welchen sie auf den Import von Fremdstrom durch etablierte Versorger angewiesen sind.

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Eine mit Flüssiggas gespeiste KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage) oder eine Biogasanlage produzieren beispielsweise ausreichend Wärme um einen Mastbetrieb oder ein lokales Hallenbad zu betreiben.

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Gekoppelt an eine Solaranlage oder Photovoltaikanlage sowie einen etwaigen angeschlossenen Bürgerwindpark wird auf diese Art und Weise auch ausreichend Strom produziert, um sogar eine Nachbargemeinde ausreichend damit zu versorgen.

Haushalte, welchen ihren Strom selbst erzeugen, nutzen die meiste Energie nicht für sich, sondern speisen diese in das lokale Stromnetz ein.

Vergütet wird der eingespeiste Strom mit einer Einspeisevergütungspauschale, welche sich je Kilowattstunde berechnet.

Die Höhe der aktuell gültigen Einspeisevergütung beispielsweise für Photovoltaikanlagen ergibt sich aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (kurz EEG) und wird ab Anschluss für mindestens 20 Jahre garantiert.

Der anfänglichen Überlegung des damaligen Bundesumweltministers, diese garantierte Form der Förderung im Nachgang aufzulösen, um die Kostenersparnis im Zuge der Energiewende zu erhöhen, hat die Kanzlerin schon im Wahlkampf eine deutliche Absage erteilt. Schließlich hätte eine solche Änderung im Nachgang vor Gericht wohl keinen Bestand.

Photovoltaikanlage beliebt bei eigener Stromerzeugung

Zu der gängigsten Lösung seinen Strom selbst zu erzeugen, zählt die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage, Solaranlage) auf dem Dachstuhl des eigenen Hauses.

Zu ihr gehören jedoch nicht nur die Solarpaneele auf dem Hausdach, sondern auch der Wechselrichter, welcher dafür verantwortlich ist, aus dem produzierten Gleichstrom haushaltsüblichen Wechselstrom zu generieren.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Photovoltaik.

Wer als Photovoltaikanlagenbesitzer nicht auf die Einspeisungen überschüssigen Stroms angewiesen ist, kann den Strom mittels eines Speichermediums im eigenen Haus behalten. In Zeiten geringerer Stromproduktion durch die hauseigene Photovoltaikanlage kann sich vom Strom des Stromspeichers bedient werden.

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Eine weitere Lösung besteht darin, mit dem nicht genutzten Strom der Photovoltaikanlage eine Wärmepumpe zu betreiben. Eine Wärmepumpe bezieht ihre Energie aus dem Boden oder gar der Außenluft. Sie verteilt die Wärme im Haus und dient etwa als Heizung sowie als Erzeuger für Warmwasser oder auch Kälte.

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Um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, braucht die Wärmepumpe selbstverständlich Strom, welchen man kostengünstig aus der PV-Anlage zieht.

Lesen Sie auch: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Mehr Geld vom Staat dank genialer Anlagenkombination

Mit der soliden Kombination aus einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach lässt sich nicht nur ein konventioneller Neubau auf den KfW-Standard 55 oder auf den KfW-Standard 40 errichten.

Die Zahlen stehen für den prozentualen Energieverbrauch im Vergleich zum normalen Standard Haus. Auf diese Art und Weise können sich jedoch nicht nur Bauherren, sondern auch Sanierer von Altbauten Tilgungszuschüsse über die KfW Bank von bis zu 50.

000 Euro zusätzlich sichern. Lesen Sie hier mehr zu den Solaranlage Kosten.

Wer als Eigenheimbesitzer in erneuerbare Wärme investiert kann sogar mehrere Tausend Euro Zuschuss beantragen. Gefördert werden derzeit besagte Wärmepumpenanlagen, Biogasanlagen – Pelletheizungen – und sogar solarthermische Kollektoren, welche die Sonnenwärme vom Dach direkt in Wärme umwandeln.

Einer starken Nachfrage erfreuen sich derzeit die zahlreichen Stromspeicherlösungen fürs Eigenheim, was nicht zuletzt mit den stetig fallenden Herstellerpreisen sowie einer gesteigerten Benutzerfreundlichkeit assoziiert werden kann. Zunehmend gefragt ermöglicht ein Stromspeicher den Sonnenstromverbrauch auch dann wenn die Sonne gar nicht mehr scheint, nämlich nachts.

Das von der KfW Kredit-Programm 275 „Speicher“ wurde eigens zur Stromspeicherförderung aufgelegt. Die Nettoinvestitionskosten lassen sich zudem bis zu 100% von der Steuer absetzen. Allerdings muss der Stromspeicher dafür einige technische Kriterien erfüllen.

Konventionelle Blei-Akkus oder kleinere aber auch teurere Lithium-Ionen-Akkus sind in die Speichermedien integriert. Aktuell sind auch die sogenannten Redox-Flow-Batterien stark im Kommen. Man sagt ihnen eine ähnliche Energiedichte wie den Blei-Akkus nach und Langlebigkeit. Auch in ihrem Preis sind die Redox-Flow-Batterien unschlagbar.

Stromerzeugung aus dem heimischen Keller oder vom Balkon

Es herrscht Bewegung auf dem Markt für Anlagen und Techniken zur ökologisch-freundlichen Wärmeproduktion. Man geht davon aus, dass gut die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf den Bereich des Wärmeverbrauchs entfällt.

Derzeit werden lediglich 10 Prozent der erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung genutzt und das obwohl bereits ausgereifte Technologien zur Steigerung zur Verfügung stehen. Dazu gehören Solarkollektoren ebenso wie Holzheizungen und Wärmepumpen für Erd- oder Umweltwärme.

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Die unterschiedlichen Technologien können zudem an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

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Einen konventionellen Lösungsansatz bieten beispielsweise kleinere Blockheizkraftwerke, welche nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. So eigenen sich Mini- oder Mikro-KWK-Anlagen sogar für den kleineren Einsatz in den eigenen vier Wänden. Sie zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade in Ein- bis Zweifamilienhäusern aus.

Stromerzeugung in einer Mietwohnung

Für Mieter einer Wohnung war es bisher schwer, sich aktiv oder überhaupt im Bereich der Energiewende oder der Eigenstromerzeugung zu engagieren, schließlich gehören die möglichen Orte, an welchen sich eine Anlage hätte installieren lassen können, dem Vermieter oder Eigentümer.

Allerdings bieten sogenannte „Solar Charger“ eine revolutionäre Möglichkeit sich im Bereich der Eigenstromerzeugung zu beteiligen. Beispielsweise Handys, Kameras oder Tablet-PCs können mit Solar Chargern aufgeladen werden.

Bedenkt man wie oft insbesondere diese Geräte geladen werden müssen entlastet die Nutzung nicht nur das Gewissen, sondern auch – bei regelmäßiger Anwendung – den Geldbeutel.

Etwas professioneller kommen die Solarmodule für den Balkon daher. Die sogenannte Mini-PV-Anlage ist circa 80 x 160 Zentimeter groß. Sie wiegt knapp 20 Kilogramm und erzeugt mithin eine Spitzenleistung von knapp 200 Watt. Es reicht sicher nicht um einen Staubsauger oder den Backofen zu betreiben bietet aber die Möglichkeit technische Kleingeräte zu laden und zu betreiben.

Reflektiert man im Bereich der privaten Stromerzeugung die technologische Entwicklung der letzten fünf Jahre, ist davon auszugehen, dass es nicht mehr lange dauert bis eine ausgereiftere Technik und sinnvolle Geräte den Markt schwemmen. Damit wird auch Mietern die Möglichkeit eingeräumt ihren Strom selbst zu erzeugen.

Stromerzeugung unterwegs

Inzwischen gibt es viele kleine und mobile Solaranlagen, die auch Menschen unterwegs mit Strom versorgen können. Besonders beliebt sind hier Solaranlagen für Wohnmobile, die den Camper mit eigenem Strom versorgen können. Je nach Größe und Wetter, können Wohnwagen so tagelang auf eine externe Steckdose verzichten.

Anfrage Dachflächen Vermietung

Bilder: © egm – fotolia.com, © KittyKat – fotolia.com

Источник: https://www.solaranlagen-abc.de/strom-selbst-erzeugen/

Photovoltaik

Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage

Mit einer Kleinstanlage – auch Plug-in-Anlage, Balkon-Modul, steckerfertige Anlage oder Stecker-Solar-Anlage genannt – kannst Du auf dem Balkon Solarstrom erzeugen.

Du bringst die Anlage am Balkongeländer an oder stellst sie auf den Balkon und schließt sie an eine Steckdose an – im Idealfall brauchst Du dazu keinen Elektriker.

Prüfen solltest Du aber Deinen Mietvertrag, ob das Anbringen von Modulen am Balkon möglicherweise untersagt ist oder ob das Einverständnis Deines Vermieters erforderlich ist.

Sinn und Zweck der Systeme ist, dass Du einen Teil Deines Stroms selbst erzeugen kannst, dadurch weniger Strom aus dem Netz verbrauchst und somit Kosten sparst.

Rund 400 Euro (brutto) kosten Systeme mit 275 Watt Leistung – 40 bis 70 Euro Stromkosten kannst Du damit im Jahr sparen.

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Innerhalb von fünf bis zehn Jahren hat das Modul damit seine Kosten wieder eingespielt.

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In Schleswig-Holstein und in Freiburg gibt es eine Förderung für Balkonmodule. In Freiburg beträgt sie 200 Euro. Das Land Schleswig-Holstein gibt beim Kauf eines Stecker-Solar-Moduls mit 200 bis 600 Watt Leistung ebenfalls 200 Euro oder bis zu 50 Prozent des Kaufpreises dazu – mit solch einem Zuschuss rechnet sich eine Kleinstanlage noch schneller.

Mit welcher Stromproduktion kannst Du rechnen?

Wie viel Du durch ein Balkonmodul sparst, variiert je nachdem, wie viel Strom das Solarmodul erzeugen kann. Das hängt maßgeblich von vier Faktoren ab:

  1. der Himmelsrichtung, in die das Solarmodul zeigt,
  2. dem Neigungswinkel des Solarmoduls gegenüber dem Boden,
  3. der Lage des Balkons im Gebäude sowie
  4. der Sonnenstrahlung am Wohnort.

Wissenschaftler der Hochschule Rosenheim und Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) haben für den Standort Rosenheim ermittelt, wie hoch die Stromerträge auf unterschiedlichen Balkonen sind. Ergebnis: Es wird mehr Strom produziert, wenn das Modul nicht vertikal an der Wand oder am Balkongeländer befestigt ist, sondern schräg auf einem Gestell liegt.

Befindet sich über dem Balkon ein weiterer, verschattet dieser die untere Balkonfläche. Wenn Du einen Südbalkon hast, solltest Du die Module nach Osten oder Westen hängen – dann liegen die Module nicht im Schatten und produzieren mehr Strom, obwohl sie nicht nach Süden zeigen.

Die durch die Simulation ermittelten Erträge stimmen mit den Erfahrungen aus der Praxis überein – vorausgesetzt, der Anlagenbetreiber lebt in der Wohnung mit Balkonmodul. Bist Du häufiger verreist, kannst Du weniger eigenen Solarstrom nutzen. Dann lohnt sich ein Balkonmodul weniger.

Stromertrag von Balkonmodulen je nach Ausrichtung und Neigung

Ausrichtung von Modul und BalkonNeigungswinkel des Moduls
90 Grad70 Grad
Süden auf Süd-Balkon780 Wh/Watt980 Wh/Watt
Süden auf Ost-Balkon476 Wh/Wattnicht ermittelt
Osten auf Ost-Balkon572 Wh/Wattnicht ermittelt
Süden auf West-Balkon536 Wh/Wattnicht ermittelt
Westen auf West-Balkon568 Wh/Wattnicht ermittelt

Angaben in Wattstunden pro Jahr je Watt Leistung des Moduls
Quelle: Hochschule Rosenheim/DGS: „Erzeugungsprofile, Lastprofile und betriebswirtschaftliche Analyse kleiner PV-Systeme zur direkten Deckung des Eigenverbrauchs“ (Stand: März 2017)

Wie funktionieren steckerfertige Solarmodule?

Sogenannte Stecker-Solar-Systeme kannst Du direkt in die Steckdose in der Wohnung oder auf dem Balkon stöpseln. Das darfst Du, wenn das Modul bis zu 600 Watt Leistung hat und wenn eine „spezielle Energiesteckvorrichtung“ vorhanden ist (VDE-Norm 0100-551-1). Was damit gemeint ist, definiert die Norm nicht genau.

Nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) solltest Du aber die folgenden Punkte einhalten, wenn in Deiner Wohnung haushaltsübliche Schutzkontaktsteckdosen (auch Schuko-Steckdose genannt) montiert sind:

  • Du darst die Stecker-Solar-Anlage nur an eine Wandsteckdose schließen, nicht an eine Mehrfach-Verteilersteckdose.
  • Die Steckdose, an die Du das Modul schließt, muss im Anschlusskasten über einen Sicherungsautomaten gesichert sein. Bei Schraubsicherungen muss ein Elektriker eine kleinere Sicherung eindrehen.
  • Damit Du Dir beim Einstöpseln keinen Stromschlag holst, muss die Stecker-Solar-Anlage dem Sicherheitsstandard der DGS entsprechen. Eine Übersicht geprüfter Systeme findest Du hier.

Willst Du mehr als 600 Watt oder mehr als ein Modul an die Steckdose schließen, benötigst Du eine Steckdose vom Typ Wieland. Der dreipolige Stecker ist auf jeden Fall berührungssicher. Bis zu 20 Module mit maximal 4,6 Kilowatt Leistung kannst Du an eine Wieland-Steckdose koppeln. Sie kostet etwa 40 Euro.

Einrechnen musst Du noch die Kosten für den Elektriker, der die Anlage auaut. An die Steckdose anschließen kannst Du das Solarmodul dann selbst. Gibt es auf Deinem Balkon noch keine Steckdose, empfiehlt die DGS, direkt eine Wieland-Dose einzubauen.

Sobald das Solarmodul Licht ausgesetzt ist, erzeugt es Strom. Dieser fließt in Dein Hausnetz und speist die Verbrauchsgeräte, die gerade Bedarf haben.

Der konstante Strombedarf in einem Haushalt – die sogenannte Grundlast – liegt nach Messungen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in der Regel zwischen 80 und 120 Watt.

Erzeugt das Modul mehr Strom, als Du gerade in der Wohnung benötigst, wandert der Strom ins öffentliche Stromnetz.

Als Faustregel gilt: Wenn Du ein Solarmodul hast, das rechnerisch ein Zehntel Deines Strombedarfs decken kann, kannst Du in der Regel etwa 10 Prozent des Solarstroms nicht selbst nutzen. Das trifft beispielsweise zu, wenn Dein Verbrauch bei 2.

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500 Kilowattstunden im Jahr liegt und Du ein 260-Watt-Modul auf Deinem Süd-Balkon um 70 Grad geneigt installiert hast.

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Hat das Modul weniger Leistung oder erzeugt weniger Strom pro Watt Leistung, speist Du weniger als 10 Prozent Deines Solarstroms ins Netz, möglicherweise auch nichts.

Was ist zu tun, wenn Du Strom ins Netz speist?

Rechnest Du damit, dass Du kleine Strommengen einspeisen wirst, musst Du Deinen Netzbetreiber informieren. Dein Stromzähler braucht dann eine Rücklaufsperre. Dein Messstellenbetreiber (meist ist das der Netzbetreiber) baut Dir einen solchen Zähler ein. Bei Anlagen mit weniger als 1.000 Watt Leistung sollte dies kostenfrei sein.

Digitale Stromzähler verfügen bereits standardmäßig über eine Rücklaufsperre. Einen eigenen Zähler für eingespeisten Strom oder einen Zweirichtungszähler zu setzen, ist bei Anlagen unter 800 Watt Leistung nicht vorgeschrieben.

Trotzdem gibt es Netzbetreiber, die genau das verlangen: einen Einspeisezähler für kleinste Strommengen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rät seinen Mitgliedsunternehmen zu diesem Verhalten, wenn nicht ausgeschlossen ist, dass ein Kunde Strom ins Netz einspeist.

Das Messstellen-Entgelt, quasi die Miete für den Zähler, sollte 20 Euro im Jahr betragen. Für den Einbau des Zählers verlangen die Firmen aber dreistellige Beträge – dann kannst Du die Stecker-Solar-Anlage kaum rentabel betreiben.

Weitere Pflichten beim Betreiben von Stecker-Solar-Anlagen

Stecker-Solar-Anlagen verursachen den geringsten bürokratischen Aufwand unter allen Photovoltaik-Systemen, die ans Stromnetz angeschlossen werden.

Wenn Du auf Deinem Dach eine mehr als 1 Kilowatt große PV-Anlage betreibst, musst Du deutlich mehr Pflichten erfüllen, als wenn Du ein Stecker-Solar-System nutzt.

Die kleine Anlage musst Du lediglich im Marktstammdatenregister eintragen und bei ihrem Abbau auch wieder austragen.

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Und Du solltest Deinen Netzbetreiber über die Anlage in Kenntnis setzen. In Bayern und Nordrhein-Westfalen bieten die Netzbetreiber Formulare zur Anmeldung. Wohnst Du in einem anderen Bundesland, dann schreibe Deinen Netzbetreiber an oder schicke ihm das Meldeformular des VDE für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz.

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Darüber hinaus hast Du keine Pflichten; es sei denn, Du beziehst eine Einspeisevergütung für überschüssigen Strom, den Du ins Netz speist. Das lohnt sich kaum und macht den Anlagenbetrieb aufwendiger: Die eingespeiste Strommenge musst Du messen, dem Netzbetreiber melden und auch Einnahmen von ein paar Euro versteuern. 

Источник: https://www.finanztip.de/photovoltaik/

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage 2021

Erzeugen Sie eigenen Strom mit Ihrer Photovoltaikanlage

Die staatliche Solarvergütung fürs Einspeisen von selbst erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz sinkt stetig. Derzeit liegt sie bei 8,16 Cent (ct) pro Kilowattstunde (kWh) für kleinere Anlagen bis 10 KilowattPeak (kWp) (Stand Januar 2021).

Dennoch rechnet sich die Neuinstallation einer Photovoltaik-Anlage auch in 2021: Dann nämlich, wenn Sie den damit eigens erzeugten Solarstrom Großteils selbst verbrauchen.

Sie senken damit Ihre Stromrechnung, denn der Eigenverbrauch mindert die Strommenge, die Sie aus dem Netz beziehen, um Ihren Haushalt mit Strom zu versorgen. Kaufen Sie eine PV-Anlage bis 10 kWp, müssen Sie für den Eigenverbrauch auch keine Abgabe bezahlen.

Für den PV-Strom zum Eigenverbrauch in 2021 sprechen auch die staatlichen Förderungen, zum Beispiel für Stromspeicher, die Sie brauchen, wenn Sie das Betreibermodell „Eigenverbrauch“ realisieren wollen.

Lohnt sich eine Solaranlage © Andrey Popov, fotolia.com

Lohnt es sich, 2021 eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen? Während für die einen die Klimabilanz der Erzeugung von Solarstrom Grund genug dafür ist, die Frage mit einem klaren „Ja! Photovoltaik lohnt sich immer!“ zu beantworten, stellen andere wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund und fragen, was Anschaffung und Betrieb der Anlage über die Jahre kosten, um diese Kosten anschließend mit der zu erwartenden Einspeisevergütung und/oder der zu erwartenden Ersparnis an Netzstrom zu verrechnen. Wir rechnen das für Sie durch.

Der Umwelt zuliebe lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auf jeden Fall © Marco2811, fotolia.com

Rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage 2021?

Wer 2021 eine PV-Anlage kaufen möchte, muss wissen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sich mit der Volleinspeisung des selbst erzeugten solaren Stroms eine satte Rendite erwirtschaften ließ, sobald sich die Anlage nach acht bis zehn Jahren erst einmal wirtschaftlich amortisiert hatte.

Die Berechnung des finanziellen Potentials der PV-Anlage. Bei steigenden Strompreisen lohnt es sich den Strom selbst mit einer Photovoltaikanlage zu produzieren

Sinkende Einspeisevergütung macht Volleinspeisung weniger lukrativ

Die Einspeisevergütung, die einst bei bis zu 30 Cent pro kWh lag, beträgt mittlerweile für kleinere Anlagen, wie sie auf Ein- und Zweifamilienhäusern üblich sind, in Abhängigkeit von der Anlagengröße lediglich noch 8,16 ct/kWh für 20 Jahre (Stand Januar 2021). Die aktuelle Einspeisevergütung finden Sie auf der Webseite der Bundesnetzagentur.

Entwicklung der Einspeisevergütung

Gute Rendite dank Einspeisung und Eigenverbrauch

Das Fraunhofer-Institut ISE beantwortet die Frage „Kann eine neue PV-Anlage gute Renditen bringen?“ in der Faktensammlung „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ vom Februar 2018 dennoch mit „Ja.“ Zur Begründung führt das ISE an, dass Betreiber neu errichteter Photovoltaik-Anlagen

  • mit Stromeinspeisung ins Netz
  • und mit Eigenverbrauch

Erträge erzielen können. Obwohl der Gesetzgeber beide Geschäftsmodelle mit einem Bündel Maßnahmen beschneide, seien wegen der stark gesunkenen Preise für PV-Module gute Renditen möglich.

Dies gelte, so schreibt das ISE weiter, auch für PV-Anlagen ohne oder mit nur geringem Eigenverbrauch.

Der Eigenverbrauch lohne sich demnach umso mehr, je größer die Differenz zwischen den Bezugskosten für Strom und den Stromgestehungskosten (siehe unten) der PV-Anlage ausfalle.

Eine Photovoltaik-Anlage wird inbesondere bei langem Betrieb wirtschaftlich

Rechenbeispiel 1: So rechnet sich Photovoltaik – Rendite dank Eigenverbrauch

Ein anschauliches Beispiel dafür, dass und wie sich Photovoltaik wegen des Eigenverbrauchs rechnet, liefert der Focus.

Das Wochenmagazin schreibt, dass eine – mit Hilfe einer modernen PV-Anlage erzeugte – kWh Solarstrom den Betreiber je nach Ausrichtung der Dachfläche und Komplexität der Befestigung zwischen 11 und 13 Cent koste (siehe auch unten Gestehungskosten).

Damit sei der eigens erzeugte Solarstrom nur noch halb so teuer wie Versorger-Strom aus der Steckdose. Der Focus sieht insbesondere für kleine PV-Anlagen auf privaten Häusern interessante Chancen – selbst ohne großartige Förderung.

Entscheidend sei demnach allein, wie viel eigens erzeugten Solarstrom die Hausbewohner selbst nutzen könnten. Laut dem Rechenbeispiel des Focus seien 8 Prozent Eigenkapitalrendite durchaus möglich:

In seiner Musterrechnung geht der Focus von einem 4-Personen-Haushalt im Großraum München aus, der im Jahr 4.500 Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht.

Dem zufolge könne der Haushalt mit einer PV-Anlage, die eine maximale Leistung von 4 kWp im ersten Jahr aufweise, bereits fast 500 Euro sparen, wenn die Anlage 38 Prozent des Strombedarfs decke (Eigenverbrauchsanteil).

Simon-Boris Estermann vom Fachverband Energie- und Gebäudetechnik (FEG) bestätigt gegenüber dem Focus, dass ein Eigenverbrauch von 38 Prozent heute durchaus realistisch sei. Er ließe sich tagsüber realisieren, wenn Stromfresser wie Waschmaschine & Co. gezielt betrieben würden. Interessant: Eine gute Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu erhöhen, sind E-Mobile auf zwei und vier Rädern!

PV Anlage: Sauberer Strom für die E-Mobilität. E-Mobile erhöhen den Eigenverbrauch[attention type=yellow]

Über die 20 Jahre Laufzeit der Anlage gesehen und unter der Annahme, dass die Strompreise auch künftig stetig steigen, bringe der Eigenverbrauch dem Beispielhaushalt demnach insgesamt eine Ersparnis von mehr als 10.000 Euro.

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Das entlaste das Haushaltsbudget und mache die Anschaffungskosten mehr als wett. Eine solche Anlage würde sich bereits nach neun Jahren amortisieren. Die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital betrüge 7,9 Prozent und liege deutlich höher als bei aktuellen Festgeld-Angeboten.

Die Rendite sei zudem umso höher, je kleiner die Anlage ausfalle. Es gelte: Mit steigendem Eigenverbrauchs-Anteil steige auch die Rendite. An dieser Relation hat sich nichts Grundlegendes verändert, wenngleich die Zahlen, mit denen der Focus in dem Beispiel operierte, nicht mehr exakt stimmen.

Wie eine solche Rechnung heute aussehen könnte sehen Sie im folgenden Rechenbeispiel 2.

Solarstrom lohnt sich langfristig

Rechenbeispiel 2: So rechnet sich Photovoltaik 2021 – mit und ohne Darlehensfinanzierungen

Unsere nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen am Beispiel einer 5-kWP-Solaranlage, die auf einem mit 30 Grad gen Süden ausgerichteten Dach optimale Erträge einfährt, auf, wie Sie die Amortisationszeit einer PV-Anlage berechnen können.

Angegeben sind drei Möglichkeiten: die Finanzierung Ihrer Photovoltaik-Anlage gänzlich aus eigener Tasche oder mit Hilfe von Darlehen der KfW, die entweder 50 oder 100 Prozent der Investitionssumme abdecken (Programm 270, effektiver Zinssatz 1,03 % (Stand Januar 2021), Laufzeit 10 Jahre.

Eigenfinanzierung /50 Prozent/ 100 Prozent Darlehensfinanzierung
Kosten Solarmodul (Januar 2021: 1.400 €/kWp)

7.000 €

Netzanschluss u. Abnahme

750 €

Summe Anschaffung

7.750 €

Kreditzinsen insgesamt0 €203,67 €407,35 €
Summe Ausgaben7,750 €7.953,67 €8.157,35 €
Einspeisevergütung (Januar 2021: 8,16 Cent/kWh) pro Jahr bei 4.000 kWh Ertrag

326,40 €

Laufende Kosten(Versicherung, Reparaturen, Reinigung…)

250 €

Stromkostenersparnis durch Eigenverbrauch von 4.000 kWh Solarstrom (durchschnittlicher Strompreis Januar 2021: 31 Cent/kWh, angenommene Gestehungskosten von 10 Cent/kWh)

840 €

Die Amortisationszeit hängt entscheidend davon ab, wie das Verhältnis zwischen selbstgenutztem und eingespeistem Strom gewählt wird.

Diese kann bei günstigem Einkauf, vollständigem Eigenverbrauch des Stroms und Eigenfinanzierung zehn Jahre, bei teurerem Einkauf, vollständiger Fremdfinanzierung und Fremdnutzung des Stroms sehr viel länger betragen.

Dies sind freilich die Extrempositionen: Viele Kombinationen sind lohnenswert! Das Beispiel zeigt jedoch, wie wichtig eine genaue Renditeberechnung im Vorfeld ist.

Tipp: Mit unserem Photovoltaik Renditerechner können Sie sich mit Ihren Daten (Dachfläche, Ausrichtung etc.) Ihre Solarrendite einfach ausrechnen. Photovoltaikanlagen versprechen gute Renditen

Stromspeicher machen Betreibermodell „Eigenverbrauch“ erst möglich

Sei kein Speicher vorhanden, hänge das Eigenverbrauchspotential laut ISE vom Erzeugungs- und Verbrauchsprofil ab: Haushalte würden je nach Größe der PV-Anlage 20 bis 40 Prozent bezogen auf den erzeugten Strom erzielen.

Die Kilowattstunde Solarstrom kostet 2021 fast nur noch ein Drittel von herkömmlich erzeugtem Strom © gourmecana, fotolia.com

Die Frage, ob sich die Anschaffung einer PV-Anlage mit Speicher 2021 lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Gleichwohl steht fest, dass ein Stromspeicher den Eigenverbrauch zu verdoppeln und damit den Strombezug vom Stromlieferanten entsprechend zu senken vermag.

Eine differenzierte Antwort auf die Frage ist deshalb nötig, weil Stromspeicher nicht gleich Stromspeicher ist:

Ein Stromspeicher hilft den Eigenverbrauch zu erhöhen

  • Die derzeit vorwiegend genutzten preiswerteren Blei-Akkus sind auf 2.000 Ladezyklen begrenzt und ihre Entladetiefe liegt bei 50 Prozent. Sie können demnach also nur die Hälfte des gepufferten Solarstroms zum Eigenverbrauch nutzen.
  • Lithium-Speicher sind dagegen effizienter, mit bis zu 6.000 Ladezyklen erheblich langlebiger und Sie können bis zu 90 Prozent des gespeicherten Stroms nutzen – aber sie sind mit 6.000 bis 15.000 Euro auch teurer.

Ein Solarstromspeicher lohnt sich für Sie wenn,

  • Sie eine PV-Anlage neu kaufen.
  • Sie den eigens erzeugten Solarstrom Großteils selbst verbrauchen.
  • Sie die Unabhängigkeit von Energieversorger und steigenden Strompreisen suchen.
  • Sie Wert auf erneuerbaren Strom legen.
  • Sie einen Solarstromspeicher mit hoher Lebenserwartung gewählt wird.

Ist ihre PV-Anlage dagegen bereits länger in Betrieb und verbrauchen Sie den Strom nicht überwiegend selbst, ist es ratsam, einen Solarstromspeicher nicht oder erst dann zu integrieren, wenn die garantierte Einspeisevergütung nicht mehr gezahlt wird.

Solarstromspeicher: Vorteile und Nutzen

Allen, die schon eigens erzeugten Solarstrom verbrauchen, sei gesagt: Die Anschaffung eines Stromspeichers lohnt sich schon heute.

Gestehungskosten vs. Einspeisevergütung

Die Stromgestehungskosten schätzt das ISE nach der Kapitalwertmethode auf 10 bis 13 ct/kWh. Damit ist der Preis gemeint, zu dem eine kWh Strom während der kompletten Laufzeit von 20 Jahren gezahlter Einspeisevergütung erzeugt werden kann.

Wozu das ISE in seiner Faktensammlung auch anmerkt, dass der Ertrag der PV-Anlage in sonnenreichen Regionen höher ausfalle als in sonnenärmeren.

Der regionale Unterschied übertrage sich in der Einstrahlung jedoch nicht 1:1 auf den spezifischen Ertrag, weil auch die Betriebstemperatur der Module oder die Dauer der Schneeauflage eine Rolle spiele.

Für Sie als potentiellen PV-Anlagen-Betreiber heißt das: Sie erzeugen mit ihrer Anlage nutzbaren Solarstrom preisgünstiger, als wenn Sie Strom von Ihrem Netzbetreiber für derzeit durchschnittlich 31 ct/kWh (Stand Janaur 2021) kaufen.

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Wegen der oben bereits bezifferten Einspeisevergütung von 8,16 ct/kWh (Stand Januar 2021) kommen Sie selbst mit einer Volleinspeisung auf keine großen Renditen. Denn Sie erzeugen Strom für 10 bis 13 ct/kWh und verkaufen ihn für weniger als 13 ct/kWh.

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Wenn Sie den eigens erzeugten Strom komplett einspeisen, dann lohnt sich eine PV-Anlage nur, wenn sie

  • in einer sonnenreichen Region steht und optimal gen Sonne ausgerichtet ist,
  • sehr preisgünstig gekauft wird
  • und aus hochleistungsfähigen Modulen und Wechselrichtern besteht.

Wichtig: Laut ISE sei die Rendite einer PV-Anlage übrigens auch während der EEG-Vergütungsdauer mit einem gewissen Risiko behaftet, denn weder Herstellergarantien noch Anlagen-Versicherungen gegen Brand, Hagel, Diebstahl oder Minder-Ertrag würden das Investorenrisiko auf Null senken.Der Eigenverbrauch von Solarstrom macht eine PV-Anlage heute lukrativ © vencav, fotolia.com

Fazit

Der Eigenverbrauch von Solarstrom macht eine PV-Anlage heute lukrativ. Denn damit kann Strom erheblich günstiger selbst erzeugt werden, als er vom Netzbetreiber angeboten wird. Mit voraussichtlich steigenden Strompreisen und wegen sinkender Modulpreise auch sinkenden Gestehungskosten für den selbst erzeugten Strom lohnt sich die Photovoltaik-Anlage zum Eigenverbrauch umso mehr.

Die Strompreise steigen. Gut, wer Strom selbst produziert

Es muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Mehrausgaben für einen Stromspeicher und möglicherweise smarte Haustechnik die Gestehungskosten Ihres Stroms in der Summe wieder anheben können. Sie sollten daher einen guten Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung anstreben.

Lohnenswert machen auch Förderungen oder Solarkredite die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage. Empfehlenswert ist zudem das Einholen mehrerer Angebote um die Preise für Solaranlagen zu vergleichen.

Источник: https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-wirtschaftlichkeit/lohnt-sich-eine-photovoltaik-anlage

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