Fenstermaße

Fenstermaße auf einen Blick

Fenstermaße

Ebenso wie man für die Kosten von Fenstern keine allgemeingültigen Aussagen treffen kann, gibt es auch für die Fenstermaße keine Standardwerte. Nur für die Belichtung von Aufenthaltsräumen definieren die jeweiligen Landesbauverordnungen Mindestwerte.

Die Norm „DIN 5034 Tageslicht in Innenräumen“ bietet Hilfen zur Berechnung der Mindestfenstergröße. Die folgende Tabelle ist ein Auszug aus den Landesbauverordnungen und enthält die Werte für die Mindestgröße der Lichtöffnung.

Vorgeschriebener Belichtungsanteil nach Bundesland   Mindestanteil an der Raumgrundfläche Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorp. Niedersachsen Nordrhein-Westphalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schlesw.-Holst. Thüringen
10,0 %
12,5 %
ausreichend
12,5 %
10,0 %
12,5 %
10,0 %
12,5 %
12,5 %
12,5 %
10,0 %
10,0 %
12,5 %
12,5 %
12,5 %
12,5 %

Fensterposition entscheidet über Lichtmenge

Allgemein wird empfohlen, die Fensteroberkante so weit wie möglich nach oben zu verlegen, denn je weiter sie über dem Fußboden liegt, desto höher ist der Lichteinfall. Für den Ausblick ist jedoch die Fensterunterkante entscheidend. Hier gilt: Je niedriger die Fensterunterkante, desto angenehmer ist der Blick nach draußen.

Empfohlene Fenstermaße

  • Die durchsichtige Fensteroberkante sollte mindestens 2,20 Meter über dem Fußboden sein.
  • Die durchsichtige Fensterunterkante sollte höchstens 0,95 Meter über dem Fußboden sein.
  • Die durchsichtige Fensterbreite sollte mindestens 55 Prozent der Raumbreite einnehmen.

Fensteranordnung im Raum

Bei mehreren Fenstern ist die Verteilung des Lichteinfalls am gleichmäßigsten, wenn Sie die Fenster in gleichen Abständen einbauen. Bei nur einem Fenster sollten Sie dieses in der Mitte der Außenwand positionieren. Die nachfolgende Box stellt die für die Lichtverhältnisse optimale Verteilung der Fenster dar.

Lichteinfalleffekte je nach Anordnung der Fenster im Raum

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Für Dachflächenfenster gelten andere Empfehlungen. Hier liegt das Maß für die Höhe der Fensteroberkante bei zwei Metern und für die Höhe der Fensterunterkante bei einem Meter.

Die Werte sind niedriger, da in der Regel auch die Raumhöhe unter dem Dach geringer ist. Je nach Beschaffenheit des Dachgeschosses kann sich die Installation passender Fenster somit erheblich auf den Preis eines Dachfensters auswirken.

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 Welche Auswirkungen verschiedene Fensterlängen auf den Ausblick haben, verdeutlicht die folgende Grafik:

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Ausblick durch das Dachfenster

Maß nehmen – Welche Werte sind richtig?

Gebäude sind heute so unterschiedlich, dass es von Seiten der Hersteller keine Standardmaße für Fenster gibt. Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung müssen Sie Ihrem Anbieter deshalb die richtigen Fenstermaße mitteilen. Es ist empfehlenswert, einem Fachmann das Aufmaßnehmen zu überlassen. So sind Sie auch abgesichert, sollte das gelieferte Fenster nicht passgenau sein.

Messverfahren Altbau
Die Fensteröffnungen im Altbau sind oft nicht gerade und die Maße an den einzelnen Stellen sehr ungleichmäßig. Deshalb ist es nötig, mehrere Maße zu nehmen und die kleinste Zahl als Ausgangswert für die weitere Berechnung zu nehmen. Davon ausgehend verfahren Sie wie folgt:

Rechenbeispiel Altbau
ermittelte Höhe abzüglichzzgl. Fensterbankanschlussprofil1.300 mm – 10 mm+ 25 mm
Bestellmaß1.315 mm
ermittelte Breite abzüglich1.200 mm – 20 mm
Bestellmaß 1.180 mm

Messverfahren Neubau
Da Neubauten sorgfältiger gearbeitet sind, fallen auch die Fensteröffnungen gleichmäßiger aus. Hier ist das Aufmaßnehmen nicht ganz so umständlich wie bei einem Altbau, da einfach die Länge mit der Breite multipliziert wird. Von den ermittelten Werten werden jeweils 20 mm abgezogen. Daraus ergibt sich:

Rechenbeispiel Neubau
ermittelte Höhe1.440 mm – 20 mm = 1.420 mm
ermittelte Breite1.240 mm – 20 mm = 1.220 mm

Bestellvorgang – Was muss der Fachmann wissen?

Neben den Maßen sind noch eine Reihe anderer Angaben für einen erfolgreichen Fensterauftrag notwendig. So müssen Sie bei folgenden Optionen Entscheidungen treffen:

  • Fenstertyp (1-, 2- oder 3-flügelig)
  • Öffnungsmechanismus
  • Dekor und Material
  • Verglasung (2- oder 3-fach, Wärmeschutz- oder Isolierglas)
  • Sprossen oder keine Sprossen
  • Optional: Zubehör wie Insektengitter, Fensterfolien

Passgenau mit dem richtigen Anbieter

Das Aufmaßnehmen gehört zu einem guten Service dazu. Fahrlässigkeit in diesem Zusammenhang kann teuer werden. Deswegen sollten Sie auf den besten Fensteranbieter setzen. Wir unterstützen Sie bei der Suche. Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Service erhalten Sie bis zu drei Angebote von Anbietern aus Ihrer Region.

Источник: https://www.aroundhome.de/fenster/masse/

Rohbaumaße von Türen und Fenstern nach DIN inkl. PDF

Fenstermaße

Wir leben heute in Zeiten, in denen exzellente Produkte in gleich bleibender Qualität zu günstigen Preisen in hohen Stückzahlen hergestellt werden können. Zwar hat das gute, alte Handwerk noch seinen Platz.

Doch wird es, vor allem beim Bau, zunehmend nur noch für exklusive Ausführungen benötigt. Die Grundfunktionen eines Hauses können heute sehr gut mit Normteilen hergestellt werden.

Die Voraussetzung dafür ist, dass beim Errichten des Rohbaus stets die richtigen Maße für alle Bauöffnungen eingehalten werden.

Alles nach Norm Die Norm, welche die Bauöffnungsmaße für Normteile auf Baustellen regelt ist die DIN18101. Sie schreibt vor, wie eine Öffnung zwischen den Räumen oder nach außen auszusehen hat, damit ein nach Norm gefertigtes Bauteil hinein passt. Die Auswahl an Normmaßen, auch Nennmaße genannt, ist für Fenster wesentlich größer als für Türen.

Das Grundmaß für die Bauöffnungen ist, wie bei allen anderen zum Rohbau gehörigen Maße auch, das Achtelmeter. Das ist die Querrichtung des kleinsten Steinmaßes plus Fuge bzw. 1 cm Putzschicht. Sämtliche Baumaße sind stets ein Vielfaches von diesem Grundmaß. Damit erreicht man die perfekte Kombinierbarkeit aller zum Rohbau gehörenden Produkte.

Hier haben wir eine übersichtliche PDF mit den wichtigsten Maßen im Überblick als Download:

Hier klicken: Download der Übersicht

Normmaße für Türen

Die DIN 18101 „Türen für den Wohnungsbau“ definiert die Größen der Türblätter, wo Schloss und Scharniere zu sitzen haben und die daraus folgenden Rohbau-Öffnungsmaße. Damit kann auch auf die Größe der Zargen und Rahmen zurück geschlossen werden. Dennoch ist ein wenig Rechenarbeit notwendig, um auf das tatsächliche Endmaß zu kommen. Es gilt:

  • Die Öffnungsbreite wird berechnet, indem man das Baurichtmaß um 10 Millimeter erweitert.
  • Die Öffnungshöhe wird berechnet, indem man das Baurichtmaß um 5 Millimeter erweitert.

Damit erhält man bei einer Tür einen 5 Millimeter breiten Luftspalt zu beiden Seiten und nach oben. Das ist zum bequemen Einbau von Zargen reichlich genug. Durchgesetzt haben sich folgende Maße für Türöffnungen als Vorzugsgrößen:

  • Baurichtmaß 62,5 Zentimeter x 200,0 Zentimeter ergibt ein Nennmaß von 63,5 Zentimeter x 200,5 Zentimeter
  • Baurichtmaß 75,0 Zentimeter x 200,0 Zentimeter ergibt ein Nennmaß von 76,0 Zentimeter x 200,5 Zentimeter
  • Baurichtmaß 87,5 Zentimeter x 200,0 Zentimeter ergibt ein Nennmaß von 88,5 Zentimeter x 200,5 Zentimeter
  • Baurichtmaß 100,0 Zentimeter x 200,0 Zentimeter ergibt ein Nennmaß von 101,0 Zentimeter x 200,5 Zentimeter
  • Baurichtmaß 112,5 Zentimeter x 200,0 Zentimeter ergibt ein Nennmaß von 113,5 Zentimeter x 200,5 Zentimeter

Es ist bei Neubauten aber ratsam, die Türhöhen auf das nächst größere Baurichtmaß von 212,50 Zentimeter zu erhöhen. Damit trägt man der Tatsache Rechnung, dass die Menschen in Europa immer noch in jeder Generation an Körperlänge zulegen.

Fenstergrößen

Der Hand voll von Türmaßen steht eine Auswahl an Normgrößen von Fenstern gegenüber, wie sie größer kaum sein könnte. Diese große Auswahl hat durchaus Sinn: Fenster müssen eine Vielzahl von Funktionen erfüllen.

Neben dem Lichteinfall müssen sie auch eine Durchlüftung ermöglichen, dienen als reine Sichtfenster oder ermöglichen die Überwachung von einem bestimmten Punkt. Damit für jede Anwendung das passende Fenster gefunden werden kann, bietet die Norm eine große Auswahl an Größen an.

Auch die Fenstermaße sind stets ein Vielfaches vom Achtelmeter, dem Grundmaß für alles auf dem Bau.

Die Normgrößen der Rohbaumaße für Fenster sind wieder das Nennmaß plus umlaufenden Spalt von 10 Millimetern. Es ist allerdings völlig problemlos, das Maß um weitere 5 Millimeter zu erweitern. Lediglich zu eng darf die Öffnung nicht werden, sonst muss vor dem Einbau der Fenster mühselig nach gestemmt werden.

Rohbau-Richtmaße

Aufgrund der enormen Auswahl an verfügbaren Richtgrößen ist es einfacher, sie nach Richthöhen und Richtbreiten zu unterteilen. So kann man stets die perfekte Kombination für seine Bedürfnisse ermitteln.

Richthöhen für Fenster

Die Standard-Höhen für Rohbauöffnungen von Fenstern sind:

  • 375 Millimeter
  • 500 Millimeter
  • 625 Millimeter
  • 750 Millimeter
  • 825 Millimeter
  • 1000 Millimeter
  • 1125 Millimeter
  • 1250 Millimeter
  • 1375 Millimeter
  • 1500 Millimeter
  • 1625 Millimeter
  • 2000 Millimeter
  • 2125 Millimeter
  • 2250 Millimeter

Jedes Fenster, gleich welcher Breite, lässt sich in diesen Höhen bestellen. Damit sind auch für dunkle, schmale Ecken geeignete natürliche Lichtquellen herstellbar.

Richbreiten für Fenster

In der Breite unterscheidet die Norm zwischen einflügeligen und zweiflügeligen Fenstern. Damit wird verhindert, dass die Fenster zu groß und schwer ausgelegt werden. Ein zu schwerer Fensterflügel könnte sonst ausreißen und selbst das Mauerwerk beschädigen.

Für einflügelige Fenster gelten folgende Rohbau-Richtmaße in der Breite:

  • 375 Millimeter
  • 500 Millimeter
  • 625 Millimeter
  • 750 Millimeter
  • 875 Millimeter

Bei zweiflügeligen Fenstern bietet die Norm folgende Rohbau-Richtmaße in der Breite an:

  • 875 Millimeter
  • 1000 Millimeter
  • 1125 Millimeter
  • 1250 Millimeter
  • 1325 Millimeter

Dabei fällt auf, dass die Breite von 875 Millimeter in beiden Normvorschriften vorkommt. Dieses Überlappungsmaß ist sowohl für einflügelige als auch für zweiflügelige Fenster zulässig.

Aus diesen Maßen ergibt sich eine Auswahl von 126 verschiedenen Fenstergrößen. Das ist für die allermeisten Bauvorhaben mehr als ausreichend.

Wer noch breitere Fenster braucht, kann drei- und vierflügelige Fenster einbauen. Auch hierfür bietet die Norm die passenden Maße an. Auch bei diesen großen Lichtöffnungen ist die gesamte Bandbreite an Fensterhöhen von den benannten 375 bis 2250 Millimeter zulässig. An Breiten bietet die Norm folgende Maße an:

Dreiflügelige Fenster

  • 1500 Millimeter
  • 1625 Millimeter
  • 1750 Millimeter
  • 1875 Millimeter

Vierflügelige Fenster

  • 2000 Millimeter
  • 2125 Millimeter
  • 2250 Millimeter

So erhält man auch bei diesen großen Fenstern eine Auswahl an 98 Kombinationsmöglichkeiten.

Standard-Fenster

Um sich nicht von der riesigen Auswahl völlig verwirren zu lassen, möchten wir noch die üblichsten Fenstergrößen für definierte Einsatzzwecke nennen. Diese Fenster werden in den größten Stückzahlen hergestellt und sind daher stets besonders preiswert.

Bevor Ihnen die Kosten für den Neubau aus dem Ruder laufen, schauen sie doch einfach mal, ob sie durch eine Anpassung der Fenstergrößen ein Standard-Maß erreichen. Sie werden staunen, wie viel Geld Sie damit sparen können.

Als Richtwert gilt aber stets: Die Fensterfläche sollte stets mindestens 20% von der Grundfläche des Raumes groß sein. Damit hat man eine angenehme Ausleuchtung garantiert. Dieser Wert kann beliebig überschritten werden, nur kleiner sollte er nicht sein.

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Vorgeschrieben ist, je nach Bundesland, jedoch nur ein Wert von 10 – 12,5 %. So kleine Fenster können aber in der Regel nur als Guckloch dienen.

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Die am meisten verkauften Fenster für normale Räume haben die Maße (in 100-Millimeter Schritten):

Einflügelig

  • Breite: 1000 – 1700 Millimeter
  • Höhe: 600 – 1500 Millimeter

Zweiflügelig

  • Breite: 1800 – 2400 Millimeter
  • Höhe: 600 – 1500 Millimeter

Balkontür Einflügelig

  • Breite: 900 und 1000 Millimeter
  • Höhe: 2000 – 2200 Millimeter

Tipp: Statt in extravagante Fenstergrößen zu investieren, bietet die Wahl von einem Normmaß erhebliche Vorteile. Die Fenster können mit Spezialbeschichtungen oder verbesserten Einbruchschutz besser aufgewertet werden. Das ist sinnvoller als ein Sondermaß.

Darüber hinaus bietet der Handel auch sehr interessante Fensterformen in Spezial-Design an: Rund- und Spitzbögen, kreisförmige Fenster und vieles Mehr kommt heute ebenfalls sehr preiswert direkt aus der Fabrik.

Damit kann jedem Haus eine ganz besondere, individuelle Note gegeben werden.

Источник: https://www.talu.de/rohbaumasse-tueren-und-fenster/

Heimtextilien
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