Fenstersturz und Türsturz: Material- und Einbautipps

Betonsturz berechnen: Anleitung | Infos zu Maßen und Preisen

Fenstersturz und Türsturz: Material- und Einbautipps

Türen und Fenster sicher bauen mit dem Betonsturz – hier finden Sie die nötigen Informationen. Der Betonsturz ist ein Bauelement, welches in Wände eingebaut wird. Er dient dazu, die Druckkräfte von Oben um eine Maueröffnung herum zu leiten. Außerdem ist der Betonsturz das Auflager für alle weiteren darüber liegenden Bauelemente.

Was ist ein Betonsturz?

Ein Betonsturz ist ein Balken aus Beton und Stahl. Er hat eine feste Umhüllung, welche alle anliegenden Druckkräfte aufnehmen kann. Die Armierung im Innern des Sturzes ist für die Aufnahme der Zugkräfte ausgelegt.

Liegt ein Betonsturz unter einer Betondecke, wird er auch „Unterzug“ genannt. Liegt er darüber, ist es ein „Überzug“. Unterzüge kommen bei großen Fensterfronten und dicken Außenmauern aus Mauerwerk zum Einsatz.

Überzüge werden meistens nur bei Dachgeschossen als Auflager für die Dachpfetten-Balken verwendet.

Arten von Betonstürzen

Im Bauwesen wird zwischen zwei Arten von Betonstürzen unterschieden:

  • Fertig-Betonsturz
  • geschalter Betonsturz

Ein Fertig-Betonsturz besteht aus einem Betonbalken, in dem eine Armierung integriert ist. Er wird ganz einfach während dem Mauern mit eingebaut.

Für sein sauberes Verlegen ist unter Umständen ein Hilfsmittel wie ein Kran oder zwei Stützen erforderlich. Ansonsten sind fertige Betonstürze sehr einfach zu verlegen. Man muss jedoch sehr darauf achten, sie richtig herum zu legen.

Deshalb sind viele Fertigteilstürze mit einer eindeutigen Markierung gekennzeichnet.

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Ein geschalter Betonsturz ist ein Bauteil, welches auf der Baustelle erst angefertigt wird. Er kommt bei Bauelementen zum Einsatz, für die ein Fertig-Betonsturz nicht in Frage kommt.

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Ein typisches Beispiel für einen geschalten Betonsturz ist ein Garagentor: Wenn eine gemauerte und keine Fertig-Garage gebaut werden soll, ist zum Überspannen der großen Einfahrt ein stabiler Betonbalken erforderlich.

Dazu wird vor Ort ein Betonsturz geschalt, armiert und betoniert.

Worauf kommt es bei einem Betonsturz an?

Ein Betonsturz muss hohe Druckkräfte aus seinem Eigengewicht und oberhalb liegenden Bauteilen aufnehmen und über seine Auflager ins Erdreich abführen. Als Balken, der auf zwei Auflagern liegt und hohe Druckkräfte aushalten muss, ist ein Betonsturz vor allem auf Durchbiegung belastet.

Eine Durchbiegung übt auf der UNTERSEITE eines Sturzes die größten ZUGKRÄFTE aus. Darum muss bei einem Sturz immer darauf geachtet werden, dass die Armierung des Sturzes entsprechen stark auf der UNTERSEITE liegt.

Ein Fertigsturz, dessen Armierung auf die Oberseite (oder ganz falsch: Auf die linke oder rechte Seite) gedreht wurde, wird früher oder später durchbrechen.

Fertigsturz

Durch die Armierung ist es keinesfalls gleichgültig, wie herum der Sturz gedreht werden darf. Ein Sturz hat nur eine richtige Position: Die durchgehenden Armierugnsstäbe bzw. die Mehrzahl der Stäbe auf die Unterseite!

Das ist beim Betonsturz berechnen sehr wichtig, da die Formate durchaus eine andere Verlegung zulassen. Ein Fertig-Betonsturz ist zum manuellen Einbau in eine gemauerte Wand gedacht. Darum entsprechen die Maße den verwendeten Mauerstärken.

Die schmalsten Betonstürze sind 11,5 cm breit. Damit können sie nicht nur für schmale Trennwände eingesetzt werden.

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Sofern sie richtig herum verlegt werden, spricht auch nichts dagegen, zwei oder drei Betonstürze nebeneinander einzumauern.

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Zwei Betonstürze nebeneinander sind passend für Wandstärken von 24 cm, drei schmale Betonstürze nebeneinander sind für 36,5er Mauerstärken verwendbar. Das nächst breitere Format ist 17.5 cm breit, entsprechend der Mauerstärke. Zwei 17.

5er Stürze nebeneinander ergeben wieder eine Auflagerfläche für die Öffnung in einer 36,5 cm starken Wand. Für das Verlegen von mehreren Stürzen nebeneinander bietet der Baustoffhandel „Mörtelbremsen“ an. Damit wird die Fuge zwischen den Stürzen geschlossen und kann mit Mörtel aufgefüllt werden.

Das macht das Weitermauern über dem Sturz wesentlich einfacher.

Bei statisch nicht tragenden Wänden ist das Betonsturz berechnen recht einfach: Der Sturz muss beidseitig mindestens 25 cm aufliegen und von der Breite her in die Mauer passen. Er sollte nicht überstehen, sonst muss die Mauer viel zu dick verputzt werden, um eine ebene Oberfläche herzustellen.

Was jedoch wichtig ist: Das Auflager vom Sturz darf nicht auf einer Fuge enden. Der unter dem Sturz liegende Stein muss mittig getroffen werden und beidseitig eine Überlappung von mindestens 12,5 cm aufweisen.

Nur dann werden die anliegenden senkrechten Kräfte auch zuverlässig logarithmisch über die Breite der Mauer verteilt.

Bis zu einer Spannweite von 1,60 m sind passende, einfache Betonstürze verfügbar. Darüber werden Stürze mit einer vorgespannten Armierung eingesetzt. Ihre Verwendung sollte vorher von einem Statiker abgesegnet werden.

Flachsturz

Flachstürze sind, wie ihr Name sagt, Stürze, die breiter sind als hoch. Sie werden für statisch unbelastete oder nur sehr gering belastete Mauern verwendet.

Zwischentüren in Mauern aus Hochlochziegeln sind dazu ein gutes Beispiel. Aufgrund ihrer statisch ungünstigen Geometrie sind Flachstürze keinesfalls für den Einbau in tragende Wände oder für schwere Mauersteine geeignet.

Hier sollte man sich ebenfalls im Zweifel von einem Statiker beraten lassen.

Geschalter Sturz

Einen Betonbalken über eine große Distanz zu verlegen ist eine Aufgabe, die zwingend vorher von einem Statiker durch gerechnet werden muss. Es ist mehr als fahrlässig, diese Aufgabe als Laie angehen zu wollen.

Ein Fehler beim Betonsturz berechnen führt zu einer Destabilisierung des gesamten Bauwerks. Wer sich wirklich den Statiker sparen möchte, der kann höchstens statt eines Betonsturzes einen Doppel-T-Stahlträger einsetzen.

Dessen Kauf, Transport und Einbau dürfte aber die Kosten für einen Statiker übersteigen.

Ein geschalter Betonsturz besteht aus:

  • Seitlichen gemauerten Auflagern
  • Ausreichender Überdeckung
  • gezimmerte und abgestützte Schalung
  • präzise berechnete, ausgeführte und eingelegte Armierung
  • blasenfreie Füllung aus Beton
  • ggf. Isolierung an der Vorderseite

Für die korrekte Ausführung von einem geschalten Betonsturz sollte man sich zumindest die unterstützende Hilfe eines gelernten Betonbauers besorgen. Diese Aufgabe ist nichts für Laien. Ein Fehler kann schnell einen Abriss und damit sehr teurer Folgekosten nach sich ziehen!

Das Praktische an einem geschalten Betonbalken ist, dass er vor Ort gefertigt werden kann aber anschließend ein hoch belastbares Bauteil ist. Auch wenn er ganz manuell mit Eimern betoniert wird, ist es hinterher ein durchgängiges und präzise ausgelegtes Bauteil, das seinen Zweck erfüllen wird.

Alternativen zum Betonsturz

Vor der Erfindung des Stahlbetons war das Überbrücken von Öffnungen stets eine bauliche Herausforderung. Sie wurde entweder durch durchgängige, zurecht gehauene Steine oder den Einbau von Rundbögen gelöst.

Die Rund- und Spitzbögen auf klassischen Gebäuden sind deshalb ursprünglich nicht zur Zierde gedacht gewesen, sondern waren die einzige Möglichkeit, so große Tore und Fenster herzustellen. Der Betonsturz machte das Überbrücken von Öffnungen wesentlich einfacher, so dass im gesamten Bauwesen viel standardisiert werden konnte.

Erst der Betonsturz hat genormte Fenster und Türen möglich gemacht. Rundbögen werden zwar auch heute noch gerne verwendet, sie sind aber in der Regel ebenfalls armierte Betonkörper.

von Betonstürzen

Die Maße von Fertig – Betonstürzen sind in der DIN 1045-1 geregelt. Sie sind aufgrund der genormten Massenfertigung und der preiswerten Materialien ausgesprochen günstig zu haben. Wenn also einmal ein Sturz beim Verladen herunterfällt und zerbricht, ist das in der Regel kein finanzielles Problem.

Die Betonstürze werden in „MS“ bzw. „S“ Typen unterschieden. Die Standard-Breite für einen Betonsturz ist 11,5 cm. Sie werden mit und ohne zusätzliche Isolierung angegeben. Die üblichen Maße und Preise für 11,5 cm breite und 19 cm hohe Fertig -Betonstürze sind folgende:

  • MS 17: 97 cm Länge / 13,50 Euro
  • MS 27: 119 cm Länge / 17,00 Euro
  • MS 37: 149 cm Länge / 24,00 Euro
  • MS 47: 189 cm Länge / 33,00 Euro
  • MS 57: 219 cm Länge / 38,00 Euro
  • MS 67: 259 cm Länge / 46,00 Euro
  • MS 77: 299 cm Länge / 53,50 Euro
  • MS 87: 329 cm Länge / 60,50 Euro
  • MS 97: 359 cm Länge / 68,00 Euro

Maße und Preise von 17,5 cm breiten Stürzen

Die Auswahl an breiteren Stürzen als dem Standard-11.5er Sturz ist etwas geringer. Die 17,5 cm breiten Stürze sind ebenfalls 19 cm hoch. Sie werden in den Typen MS 19 – MS 99 in den Längen 0,94 – 3,59 m angeboten. Für ihre Verlegung ist in jedem Fall ein zusätzlicher Kran erforderlich. Sie kosten zwischen 18 und 100 Euro pro Stück.

von geschalten Stürzen

Die Maße und Preise von geschalten Stürzen richtet sich nach dem Aufwand ihrer Fertigung und der Menge des erforderlichen Materials. Ein Kubikmeter Beton kostet ca. 80 Euro. Armierungseisen kosten zwischen 380 und 550 Euro pro Tonne. Die Konfektionierung ab Werk kostet ebenfalls.

Als Laie ist man gut damit beraten, den kompletten Korb durch Fachleute im Baustahlhandel anfertigen zu lassen. Dort findet sich die Kompetenz, die Armierungsstähle genau nach Statikplan zu biegen und zu flechten. Schließlich muss noch die Schalung gefertigt und abgestützt werden. Je nach Größe des Betonsturzes ist der Einsatz von einer Betonpumpe sinnvoll.

Zusätzlich sollte ein Innenrüttler bereit stehen, um den Sturz auch blasenfrei betonieren zu können.

Effizientes Vorgehen beim Betonsturz betonieren

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Beim Betonieren zahlt sich gute Planung und effizientes Vorbereiten aus. Die kleinste Abnahmemenge sind sechs Kubikmeter, erkennbar am dreiachsigen Betontransporteur. Es ist daher ratsam, das entsprechende Volumen an offener Schalung bereit zu haben, wenn der Betonwagen kommt.

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Kein Betonfahrer mag es, wenn angerührter Beton im Wagen nicht vollständig abgenommen wird. Es besteht immer die Gefahr, dass der Beton im Wagen aushärtet – was dann die ganze Trommel unbrauchbar macht. Ein Betonsturz hat selten ein so großes Abnahmevolumen.

Es ist daher ratsam, den Sturz gemeinsam mit einer großen Betonierungsmaßnahme mit abzudecken.

Wenn gleichzeitig mit dem Sturz beispielsweise eine Zwischendecke oder eine Terrasse betoniert werden soll, wird auch das Zementwerk über einen klugen und vorausschauend planenden Kunden glücklich sein.

Источник: https://www.talu.de/betonsturz-berechnen/

Einen Mauersturz einbauen

Fenstersturz und Türsturz: Material- und Einbautipps

Einen Mauersturz einbauen – aus Beton

Ein Mauersturz muss sein – auf jeden Fall, wenn Sie eine tragende Wand entfernen wollen. Warum? Damit die Last der darüber liegenden Stockwerke und natürlich auch des Daches, gleichmäßig bis hinunter ins Fundament verteilt und flüssig abgeleitet werden. Ganz schöner Aufwand – aber muss sein. Wir zeigen Ihnen, wie´s geht.

Mauersturz einbauen bei einem Wanddurchbruch

Wollen Sie eine nicht tragende Wand entfernen, müssen Sie nicht unbedingt einen Mauersturz einbauen, sondern können die Wand auch einfach entfernen. Allerdings sollten Sie sich ganz sicher sein, dass es sich nicht doch um eine tragende Wand handelt.

Im Zweifelsfall sollten Sie lieber einen Mauersturz einbauen oder – letztlich weniger aufwändig, wenn auch nicht unbedingt billiger – einen Statiker holen. Dann haben Sie die Gewissheit, dass Sie mit Ihrer Vermutung, was die fragliche Wand betrifft, richtig liegen.

Bei tragenden Wänden ist in jedem Fall Vorsicht geboten. Bevor Sie an einer tragenden Wand herumklopfen, müssen Sie – mindestens einen oder sogar zwei Stürze in die Wand einbetonieren.

Die Mauerstürze sind in der Regel aus Beton bzw. einbetonierten Stahlträgern und können dadurch eine ganze Menge an Traglast aushalten. Über einen Sturz werden die auf der Mauer drückenden Kräfte um den Durchbruch herum in die Wände und dann weiter bis ins Fundament des Haues geleitet.

Dabei sollte der Abstand zwischen geplantem Durchbruch und den einbetonierten Stürzen mindestens 25 cm rechts und links betragen.

Mauersturz einbauen – bevor Sie loslegen …

Den Mauersturz brauchen Sie nicht selbst zu bauen. Geht zwar sicher auch, ist aber nicht empfehlenswert. Messen Sie besser genau aus, wie viele Stürze in welcher Größe Sie benötigen und kaufen dann die erforderliche Anzahl an Mauerstürzen in einem Baumarkt.

Eigentlich in allen gängigen Baumärkten sind Stürze in verschiedenen Größen und Stärken (Normalsturz und Flachsturz) zu haben. Auch das Material der Stürze variiert zwischen Beton mit oder ohne Stahlträger und Ziegelstein.

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Seien Sie darauf gefasst, dass ein Mauerdurchbruch und der damit verbundene Einbau eines Sturzes richtig fett Dreck und Schutt erzeugt. Damit Sie mit dem ganzen Abfall am Ende nicht dastehen, beauftragen Sie schon vorab einen Entsorgungsdienst für Abrissarbeiten, wie ihn zum Beispiel solche Firmen wie fink-dienstleistungen.de anbieten.

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Soweit zu den logistisch aufwändigen Vorbereitungen. Ansonsten brauchen Sie an Werkzeug und Material:

  • einem möglichst handlichen Stemmhammer für den Abbruch
  • eine Winkelschleifer für die geraden Kanten
  • einen Hammer – genauer gesagt einen Fäustel (ohne Schräge) für einzelne Mauersteine
  • einen Meißel bzw. Stemmeisen  – ebenfalls zum Entfernen einzelner Mauersteine
  • Zementmörtel
  • Mörtelkelle, Eimer, Wasser etc.

Um einen Mauersturz ein zu bauen, brauchen Sie außerdem eine gut sitzende Schutzausrüstung für sich selbst: Handschuhe, Gehörschutz, Mundschutz (wegen des ätzenden Feinstaub´s) und eine Schutzbrille.

Umrisse für den Sturz anreißen

Die Breite eines jeden Sturzes errechnen Sie sich aus der vorgesehenen Breite des Lochs in der Mauer + je 25 cm rechts und links. Bevor Sie den Sturz einbetonieren, entfernen Sie – möglichst geizig – nur die dafür nötigen bzw. überflüssigen Mauersteine, sodass Sie dann eine längliche Vertiefung haben, in die der Sturz hineinpasst.

Damit das klappt – nicht einfach loshämmern, sondern vorher die Umrisse des einzumauernden Sturzes anreißen. Lassen Sie beim Herausklopfen mit Hammer und Meißel oder auch dem Stemmhammer genügend Luft – etwa zwei bis drei cm.

Für das Einpassen des Sturzes werden Sie – grad bei schweren Stürzen – mehrere Personen brauchen und ggf. auch Hilfskonstruktionen, um die Last in die entsprechende Höhe zu hieven.

Anschließend spachteln Sie den Sturz in das Mauerwerk ein. Dafür möglichst Kalkzement oder Zementmörtel nehmen (keinen Sandmörtel), denn das Zementgemisch muss einigen Druck aushalten, wenn es durchgetrocknet bzw. abgebunden hat. Aus gleichem Grunde: Verpressen Sie den Zement möglichst fest in alle Fugen, sodass der Sturz von allen Seiten Halt hat.

Bei sehr schweren Stürzen empfiehlt es sich deshalb auch, vor dem Einbringen des Sturzes eine Verschalung zu bauen, die Sie ggf. auch noch von außen abstützen können.

Zwei Mauerstürze einbauen wenn die ganze Wand raus soll

Wollen Sie nicht nur einen Mauerdurchbruch, zum Beispiel für eine Tür oder einen Durchgang, sondern die Wand komplett entfernen, müssen Sie zwei Stürze nebeneinander in die Wand einbauen. Das Einmauern der Stürze geschieht aber bitte nicht gleichzeitig. Erst den einen Sturz und wenn dieser hält und tut, was er soll, den zweiten.

Andernfalls könnte Ihnen genau das passieren, was Sie ja verhindern wollen – die Decke fällt Ihnen ganz oder teilweise auf den Kopf.

Bildquellen:

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Источник: https://www.handwerker-heimwerker.de/einen-mauersturz-einbauen/

Mauerdurchbruch / Wanddurchbruch Anleitung für Fenster und Türen

Fenstersturz und Türsturz: Material- und Einbautipps

In dieser Mauerdurchbruch / Wanddurchbruch Anleitung werden die einzelnen Arbeitsschritte detailiert beschreiben. Ein Wanddurchbruch ist notwendig, wenn zwei Räume nachträglich mit einer Tür verbunden werden sollen. Gerade Altbauten verfügen i.d.R.

über kleinere Räume, die nicht ausreichend mit Sonnenlicht durchflutet werden. Mit einem Durchbruch durch die Außenwand können Fensteröffnungen schnell und unkompliziert hergestellt werden.

Bevor Sie jedoch mit dem Durchbruch beginnen, holen Sie sich einen Rat von einem Statiker und vergewissern Sie sich, ob ein Durchbruch aus statischen Aspekten durchführbar ist.

Handelt es sich bei der Wand um eine tragende Wand, so ist die Decke vorher mit Stahlstützen abzusichern, da der Kraftfluss ansonsten unterbrochen wird.

Bevor mit den Abstützarbeiten begonnen werden kann, ist der Zustand des Bodens und der Decke zu überprüfen.

Bei einem Dielenboden oder auch schwimmendem Estrich muss der Boden durch Holzbohlen, zur besseren Verteilung der Last, geschützt werden. Erst dann können die Stahlstützen aufgestellt werden.

Abbildung 1 – Durchbruch anzeichnen [attention type=red]

Mit einer Wasserwage werden die Umrisse des Wanddurchbruch / Mauerdurchbruch an der Wand angezeichnet. Die Größe des Durchbruchs ist abhängig von den Außenmaßen des einzubauenden Türmaßes. Nachfolgen eine Auflistung über die Türblattgröße nach DIN 18101 und die Maße des Wanddurchbruchs bei Verwendung einer einflügeligen Tür.

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Wanddurchbruch Maße in mmTürblatt Außenmaße in mm
BreiteHöheBreiteHöhe
63520056101985
76020057351985
88520058601985
101020059851985
76021307352110
88521308602110
101021309852110
1135213011102110

Damit beim Wanddurchbruch / Mauerdurchbruch der Kraftfluss nicht unterbrochen wird, muss ein Sturz eingebaut werden. Für den Sturz muss die entsprechende Aussparung in der Wand ebenfalls angezeichnet werden.

In einem handelsüblichen Baumarkt sind die Stürze als Betonfertigteile zu erhalten. Bei größeren Wanddurchbrüchen ist ein Stahlträger einzusetzen. Der Typ, die Länge und Beschaffenheit werden von jedem Statiker mitgeteilt.

Als Auflager für den Mauersturz sind mindestens 25 cm einzuplanen.

Abbildung 3 – Aussparung für Sturz anzeichnen

Um den Einbau des Sturzes zu erleichtern, sollte die Aussparung 2-3 cm größer sein als der Mauersturz. Um ein Herausbrechen im Kantenbereich zu verhindern, sind die Kanten mit einem Trennschleifer mindestens 4-5 cm einzuschneiden. Ein Trennschleifer kann gegen eine Tagespauschale in jedem Werkzeugverleih ausgeliehen werden.

Abbildung 4 – Ausbau der Mauersteine von oben nach unten

Beim Mauerdrurchbruch / Wanddurchbruch wird von oben nach unten gerbeitet. Die einzelnen Mauersteine werden vorsichtig mit Hammer und Meißel, oder auch mit einem Abbruchhammer aus der Wand herausgelöst.

Zuerst wird die Aussparung für den Mauersturzfreigelegt, damit diese eingesetzt werden kann. Wird die Wand mit einem Vorschlaghammer bearbeitet, kann es vorkommen, dass weitere Mauersteine oberhalb des Sturzes aus der Wand herausbrechen.

Sollte dieses passieren, muss erst der Sturz eingesetzt werden und danach der Bereich darüber wieder zuggemauert  werden.

Abbildung 5 – Wanddurchbruch mit eingesetztem Sturz [attention type=green]

Das Auflager wird mit einem Mörtelbett versehen und der Mauersturz eingesetzt. Die auf der rechten und oberen Seite des Sturzes vorhandenen Fugen, werden wie in nachfolgender Abbildung  dargestellt, ebenfalls mit Mörtel verfugt.

[/attention] Abbildung 6 – Fugen ausfüllen

Sobald der Sturz eingemauert und die umliegenden Fugen herum mit Mörtel getrocknet sind, können die Mauersteine unterhalb des Sturzes (siehe Abbildung 7)  von oben nach unten entfernt und der Bauschutt der Wand entsorgt werden.

Mauersteine der Wand von oben nach unten entfernen

Mauerdurchbruch – 2 Stürze nebeneinander einsetzen

Handelt es sich bei dem Mauerdurchbruch um eine schmale bzw. nichtragende Wand, so reicht i.d.R. ein Sturz auf.

Bei dickeren Wänden ist die Breite des Mauersturzes nicht ausreichend und deshalb müssen zwei nebeneinander gesetzt werden.

Zuerst wird dabei der erste Mauerstein (siehe siehe nachfolgende Abbildung) entfernt und der Sturz eingemauert. Dadurch dass in zwei Schritten gearbeitet wird bleibt der Kraftfluss der Wand erhalten.

Abbildung 8 – Querschnitt der Wand – Einbau Sturz 1

Sobald der erste Sturz verbaut wurde und der Mörtel um den Sturz herum getrocknet ist, kann der zweite Mauerstein auf der anderen Seite der Wand entfernt werden und der zweite Mauersturz eingesetzt werden. Im Anschluss an den Einbau sind auch hier die vorhandenen Fugen mit Mörtel (Kalkzement oder Zementmörtel) zu verschließen.

Mauerdurchbruch / Wanddurchbruch Anleitung – Feinarbeiten

Da sich die Mauersteine i.d.R. nicht oft so sauber, wie in Abbildung 7 beschrieben, ausbauen lassen,  muss jetzt mit den Feinarbeiten an den Seiten begonnen werden. Die Steine die sich beim Herausbrechen gelockert haben, müssen nun wieder vorsichtig eingemauert werden. Nachfolgende Abbildung zeigt die senkrechte Ausrichtung der Wand mit einem Brett.

Abbildung 10 – Senkrechte Ausrichtung

Das Brett wird an die auszurichtende Wand gepresst und mittels weiteren Brettern an der anderen Seite der Öffnung verspannt. Die Unebenheiten an der Wand können nun mit übrige gebliebenen Mauersteinen und Putzmörtel ausgeglichen werden.

Abbildung 11: Ausgleich Unebenheiten

Anleitung als PDF-Dokument herunterladen: Anleitung Mauerdurchbruch.pdf

Источник: http://blog.dornbach.com/mauer-wand-durchbruch-anleitung.html

Türsturz einbauen (in tragende Wand)

Fenstersturz und Türsturz: Material- und Einbautipps

Ich muss in eine tragende Wand einen Türsturz einbauen.

Danach mache ich einen Mauerdurchbruch für eine neue Türe. Die alte Türe daneben wird zugemauert.

Dabei gibt es einiges zu beachten, denn in eine tragende Wand einen Türsturz einbauen ist nicht ganz ohne. Denn bei Fehlern können schwere Schäden am Gebäude die Folge sein!

Wichtig!: Alles was ich in dieses Artikel/Video zeige und erkläre ist keine Handlungsaufforderung! Du bist für deine Handlungen selbst verantwortlich. Ich zeige dir nur, wie ich den Türsturz eingebaut habe nachdem ich mich von einem Fachmann habe beraten lassen!

Frag vorher einen Fachmann

Wenn du solche Arbeiten selbst erledigen willst sprich davor bitte unbedingt mit jemandem darüber, der sich auskennt. Einen Maurer aus deinem Bekanntenkreis beispielsweise. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du einen Statiker beauftragen. Der vermisst das Ganze und berechnet alles und sagt dir dann was zu tun ist.

Ich bin der Meinung ein guter Maurer, oder besser Maurermeister, der das Ganze in seinem Berufsleben schon mehrfach gemacht hat, kann dir das mindestens genauso gut oder besser sagen wie ein Statiker.

Der kennt sich nämlich damit auch aus und ist vom Fach. Der kennt vor Allem auch die Praxis. Mir ist der Praktiker lieber als der Theoretiker. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

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Wenn du es wirklich richtig berechnet haben willst, sozusagen mit Stift & Siegel, führt kein Weg am Statiker vorbei.

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Im näheren Bekanntenkreis habe ich zwei Maurer. Ich habe mit beiden gesprochen und deren Meinungen und Wissen angehört. Schlussendlich habe ich auf den mit mehr Berufserfahrung im Altbau gehört.

So gehe ich bei allen Dingen vor, bei denen ich selbst kein Fachmann bin und mich nicht gut auskenne. Ich informiere mich und eigne mir möglichst viel Wissen an. Bei kritischen Dingen spreche ich dann eben noch mit dem Fachmann bevor ich anfange. Und dann lerne ich am Besten durch’s Tun!

Hier möchte ich dir einfach zeigen, was ich dabei gelernt habe und welche Erfahrungen ich gesammelt habe. Du profitierst dadurch von meinem Wissen und gehst nicht völlig Ahnungslos ins Gespräch mit deinem Fachmann.

Material zum Türsturz einbauen

Bevor wir anfangen zu arbeiten zeige ich dir erst einmal das benötigte Werkzeug & Material. Ich habe für dich auch alles auf der ‘Einkaufsliste Türsturz einbauen‘ in meinem Onlineshop zusammengefasst.

Vorbereiten & Absichern

Als ersten Arbeitsschritt habe ich die Wand vermessen und die spätere Türe eingemessen und angezeichnet. Jetzt siehst du wo der Türsturz ins Mauerwerk muss und die Tür später entstehen soll. Oben drüber habe ich jetzt schon einmal etwas Mauerwerk freigearbeitet um Platz für den Türsturz zu machen.

Das gibt später eine 86er Tür. Sprich: Ein Maueröffnungsmaß von circa 88 bis 90 Zentimeter. Der Sturz darüber braucht dann noch auf jeder Seite sogenannte Auflieger. Das ist dann der Teil welcher über die Türöffnung hinaus ins Mauerwerk geht.

Diese Auflieger sind eigentlich der wichtigste Teil des Sturz, da diese die Kraft ins Mauerwerk ableiten. Ein Maurer rechnet normalerweise mit mindestens zwölf Zentimeter Aufflieger pro Seite. Ich habe so circa 15 bis 17 Zentimeter pro Seite.

Decke abstützen

Das Abstützen der Decke etc. darf nicht vernachlässigt oder auf die leichte Schulter genommen werden. Extreme Bauschäden und Lebensgefahr können die Folge sein!

Vor allem wenn du den Türsturz in eine tragende Wand einbauen willst.

Bei mir handelt es sich um eine tragende Wand. Das war früher mal eine Außenwand bevor auf der anderen Seite später der Stall angebaut wurde. Die Wand ist circa 40 Zentimeter dick. Das sind eineinhalb Backsteinlängen. Hier wurde immer eine Reihe Backstein längs gemauert und eine quer um 90° versetzt.

In dieser Wand liegen verschiedene tragende Elemente auf. Auf der einen Seite der Wand kommt ein tragender Deckenbalken des Fachwerks. Auf der anderen Seite liegt eine Berliner Decke auf.

Der tragende Deckenbalken auf der einen Seite wurde durch einen Bausprieß abgestützt. Die Berliner Decke wurde unter drei Stahlträger, welche in den Bereich des Türsturzes reichen, mit Bausprießen abgefangen.

Das Mauerwerk über dem künftigen Sturz wollte ich ursprünglich sichern, indem ich zwei Löcher durch die Wand stoße, Balken durchschiebe und beidseitig absprieße.

Dadurch, dass ich zwei Stahlbetonstürze mit ca. 17 cm Tiefe verbaue habe ich eine einfachere Möglichkeit gefunden. Dazu entferne ich die halbe Wandstärke an Mauerwerk, sodass ein Stahlbetonsturz in die Öffnung passt. Das Mauerwerk über der Öffnung hält normalerweise durch die Spannung und Eigenkraft.

Zu Sicherheit habe ich trotzdem nochmal ein Bausprieß diagonal dagegen gestellt. Falls es doch nicht hält, kommt aber höchstens das Mauerwerk über der Türsturzöffnung runter. Dann musst ich danach eben alles wieder auf den Sturz hochmauern. Das sind dann aber keine Schäden an der Bausubstanz.

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Alle Sprieße habe ich am Boden oder gegeneinander gegen wegrutschen und/oder umfallen gesichert.

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Wenn das Mauerwerk für die Öffnung fertig ausgespitzt ist schiebe ich den Sturz in die Öffnung und richte diesen mit dem Gummihammer und dem Stemmeisen aus, sodass dieser im Wasser liegt. Danach wird der Stahlbetonsturz mit Mörtel ausgefugt und der Selbe Vorgang wird auf der anderen Seite wiederholt.

Türsturz einbauen und ausfugen: Schritt für Schritt

Wenn du einen Türsturz einbaust ist es extrem wichtig, dass du eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Türsturz und dem umliegenden Mauerwerk herstellst. Das bedeutet:  Es dürfen keine Zwischenräume und Hohlräume vorhanden sein.

Alle Stellen, die jetzt noch offen sind weil der Stahlbetonsturz ein anderes Maß hat wie die Maueröffnung, werden fest mit Mörtel aufgefüllt.

Also beim Ausfugen mit Zementmörtel wirklich richtig gut rein drücken und fest stopfen sodass da wirklich keine Luftblasen und Hohlräume mehr sind.

Wenn du dir unsicher bist wie der Mörtel angerührt wird, lass es dir von deinem Maurer zeigen und halte dich an die Anweisung im Datenblatt/auf der Packung.

Zum Ausfugen nehme ich eine Kelle voll Mörtel die Traufe. Die Traufe setze ich direkt an der Fuge an und schiebe mit der Stopfkelle den Mörtel in die Öffnung. Lieber kleine Mengen in die Fuge schieben, dann geht das Stopfen leichter und besser. Dauert zwar länger, aber dafür ist das Ergebnis besser.

Auf diese Weise fülle ich jetzt die komplette Fuge um den Türsturz herum mit Zementmörtel. Aber bitte wirklich nur Fugen damit ausfüllen. Größere Löcher mit Backstein(-stücken) ausfüllen.

Wenn alles ausgefugt ist muss der Mörtel 28 Tage abbinden. Danach kann dann der Mauerdurchbruch für die Türe gemacht werden.

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Dabei muss geprüft werden ob wie bei mir auf der Wandinnenseite zwischen den beiden Stahlbetonstürzen eine ca. 1 – 2 cm breite Fuge besteht. Diese fülle ich auch noch komplett mit Zementmörtel, damit auch hier eine kraftschlüssige Verbindung besteht.

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Источник: https://www.der-rotfuchs.de/tuersturz-einbauen-in-tragende-wand/

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