Fertigteilhaus

Was ist ein Fertigteilhaus?

Fertigteilhaus

Mit dem Begriff Fertighaus oder Fertigteilhaus werden Häuser bezeichnet, deren Bauteile vor dem Bau im Werk gefertigt werden und anschließend auf Ihrem Grundstück nur noch endmontiert werden.

Das Fertigteilhaus wird auf einen vorher errichteten Untergrund gesetzt, der ein Keller oder eine Betonplatte ohne Keller sein kann. Welche Gründungsart beim Fundament gewählt wird, bleibt Ihnen überlassen.

Möchten Sie schnell und kostengünstig bauen, ist das Fertigteilhaus eine gute Wahl, die Ihnen trotzdem viele bauliche Freiheiten bietet.

Fertigteilhäuser im Wandel der Zeit

Fertigteilhäuser sind keine Erfindung unserer Zeit, auch wenn man das annehmen mag. Bereits mittelalterliche Fachwerkhäuser waren eine Art Fertigteilhaus, denn das Fachwerk wurde vorgefertigt. Auch in England wurden Mitte des 17.

Jahrhunderts Häuser gebaut, die aus Tafelelementen bestanden. Der Vorteil: Die Häuser konnten innerhalb kurzer Zeit auf- und abgebaut werden. Und das ganz ohne Handwerker.

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Sogar auf den Weltausstellungen 1873 und 1893 waren Fertigteilhäuser zu sehen.

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Seit dem ist das Fertigteilhaus zum festen Bestandteil des Bauwesens geworden. 2016 waren etwa 18 Prozent aller neu erbauten Häuser Fertighäuser, 2017 ist der Anteil nochmals gestiegen. Bauen mit vorgefertigten Elementen hat Tradition – und Zukunft.

Fertigteilhaus – ein Haus in schnell, günstig und gut

Fertigteilhäuser haben einen entscheidenden Vorteil: Durch die Vorfertigung der Elemente ist es theoretisch möglich, ein Fertighaus an einem Tag aufzustellen. Sie brauchen anschließend nur noch den Innenausbau ausführen lassen. Durch die Vorfertigung der Bauteile werden natürlich auch die Kosten geringer.

Und auch bei der Ökobilanz spielen die Häuser ganz vorn mit.

Vor allem Holz-Fertigteilhäuser punkten mit einer guten Ökobilanz, die von einem angenehmen und gesunden Raumklima ergänzt wird.

Im Gegensatz zu Massivhäusern vom Architekten können Sie übrigens Ihr Ökohaus in Musterhausparks schon einmal anschauen. Hier bekommen Sie eine Vorstellung von Ihrem zukünftigen Eigenheim.

Die Vorteile des Fertigteilhauses

  • kostengünstig
  • Rohbau mit kurzer Bauphase erstellbar
  • gute Ökobilanz
  • Bauzeit und Kosten gut kalkulierbar
  • Fertighäuser aus Holz verfügen über ein sehr gutes Raumklima
  • alle Energieeffizienz-Klassen umsetzbar
  • individuelle Planung
  • Musterhäuser zeigen vorab Möglichkeiten

Nicht immer ist ein Fertighaus das Richtige für Sie

Es gibt aber auch Argumente gegen den Bau eines Fertighauses. Vor allem der Wiederverkaufswert ist zu berücksichtigen, denn dieser ist im Gegensatz zum Massivbau eher gering.

Nachteilig sind auch der niedrige Schallschutz und die meist schwierig lösbare Luftdichte. Außerdem ist die Planung eingeschränkt.

Individuelle Fertighäuser sind zwar umsetzbar, allerdings haben Sie nicht so viele Möglichkeiten wie beim Massivhaus.

Die Nachteile des Fertigteilhauses

  • niedriger Wiederverkaufswert
  • niedriger Schallschutz
  • schwierige Luftdichtigkeit
  • individuelles Bauen nur im Rahmen der Möglichkeiten

Auch ein Massivhaus kann ein Fertighaus sein

Massivhausbauten im Fertighausstil bieten Ihnen eine Symbiose aus beiden Welten. Dabei vereinen sich die Vorteile des Massivhauses mit der schnellen Bauweise von Fertighäusern.

Die Teile wie Decken- und Wandelemente sind entweder einschichtig (homogen) oder mehrschichtig aufgebaut und bestehen aus verschiedenen Stoffen, z.B. Porenbeton oder Blähton. Sie werden für das Massiv-Fertighaus im Werk vorgefertigt und bei Ihnen vor Ort zusammengesetzt.

Im Gegensatz zu anderen Fertigteilhäusern haben Sie bei dieser Variante auch einen guten Schallschutz.

Welches Fertighaus ist das beste?

Fertighäuser gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Bevor Sie sich für eine entscheiden, sollten Sie sich die Häuser anschauen und die Vor- und Nachteile der einzelnen Haustypen abwägen.

Ein Fertighaus aus Holz bietet Ihnen ein gesundes Raumklima und wird deshalb gern bevorzugt. Bei der Größe und dem Baustil sind Ihnen kaum Grenzen gesetzt.

Inzwischen reichen die Angebote beim Baustil vom Schwedenhaus über Blockhäuser bis hin zu Amerikanischen Fertighäusern.

Fazit zum Bau eines Fertigteilhauses

Wenn Sie schnell und kostengünstig bauen möchten, liegen Sie mit einem Fertighaus richtig. Als Wertanlage ist diese Bauform eher nicht geeignet. Auf Individualität müssen Sie aber nicht ganz verzichten, auch wenn besondere Wünsche beschränkt sind.

Vor allem die kurze Bauzeit ist ein Entscheidungsgrund für ein Fertighaus, denn der Rohbau kann in sehr kurzer Zeit erstellt werden.

Wenn Sie darauf achten, woher die Rohstoffe fürs Haus kommen, können Sie auch ökologisch und nachhaltig bauen.

Quellen

www.hausbaumagazin.at/
www.wikipedia.org/wiki/Fertighaus

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abgelegt unter: 1. Allgemein

Bauweise, Energieeffizienz, Fertighaus, Fertigteilhaus, Holzhaus, Kosten, Ökobilanz, Ökohaus

Источник: https://blog.bauplanungen.de/fertigteilhaus/

Vorteile eines Fertighauses – schnell ins Eigenheim

Fertigteilhaus

Wer ein Fertighaus baut, kann in kürzester Zeit sein individuell gestaltetes und nachhaltig gebautes Eigenheim beziehen. Möglich macht das der umfassende Service bis hin zum fertigen Haus, den Hersteller ihren Bauherren anbieten.

Ein fester Ansprechpartner übernimmt die gesamte Betreuung: Von der individuellen Planung über den Besuch des Bemusterungszentrums, die Produktion des Hauses im Werk, den Auau bis hin zur Wartung des Hauses oder zu späteren Umbauten.

Übrigens unterscheidet sich das Fertigteilhaus vom Fertighaus in keiner Weise, sondern der Begriff wird als Synonym verwendet.

Kürzer bauen – schneller einziehen

Ein Großer Vorteil des Fertighauses ist die kurze Bauzeit: Vom Vertragsabschluss über die Fertigung bis hin zur Anlieferung und Montage vergehen in der Regel nur 6 bis 8 Monate. Der Rohbau einschließlich des geschlossenen Daches steht nach wenigen Tagen und der Innenausbau ist in wenigen Wochen vollbracht.

Preis und Einzugstermin stehen fest

Die schnelle Bauzeit spart Geld, denn sie verkürzt die Zeit der Mehrfachbelastung durch Miete und Zinszahlungen. Auf Wunsch halten qualitätsgeprüfte Fertighaushersteller das Datum der Fertigstellung im Vertrag fest.

Auch wird ein Festpreis vertraglich garantiert – natürlich abhängig von der Ausstattung und der Frage, ob Eigenleistungen erbracht werden sollen oder ob es ein schlüsselfertiges Eigenheim wird.

Unvorhergesehene Preisaufschläge, zum Beispiel wegen schlechten Wetters, gibt es nicht und die Zahlung erfolgt fair nach Baufortschritt.

Fertigteilhäuser besitzen eine hervorragende Wärmedämmung. Das liegt an den physikalischen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz und an ihrer intelligenten Konstruktion. Denn in die Wände sind mehrere Schichten hoch wirksamer Dämmstoffe eingebaut.

Damit unterschreiten Häuser der BDF-Mitglieder die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) um wenigstens 25 Prozent. Die Holzbauweise kann den Verbrauch an Heizenergie noch weiter senken.

Die neueste Generation energieeffizienter Fertighäuser erzeugt sogar mehr Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen, als ihre Bewohner verbrauchen.

Und da sie traditionell mit viel Holz gebaut werden, verringern Fertigteilhäuser sogar die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das liegt daran, dass das verbaute Holz der Atmosphäre bei seinem Wachstum mehr CO2 entzogen hat, als durch den Bau des Fertighauses freigesetzt wird.

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Auch erfordert die Herstellung von Bauprodukten aus Holz einen geringeren Energieaufwand als vergleichbare konventionelle Baustoffe.

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Alle Argumente zusammengefasst spricht viel dafür, den zukünftigen Lebensmittelpunkt seiner Familie in Form eines fortschrittlichen und nachhaltig konstruierten Holz-Fertighauses zu realisieren – ohne Stress und ohne Risiko.

Das Haus von der Stange ist passé

Sowohl bei der Architektur als auch bei der Ausstattung kennen Fertigteilhäuser keine Grenzen. So kann der Bauherr bequem mit der ganzen Familie in firmeneigenen „Bemusterungszentren“ aussuchen, was seinen Vorstellungen entspricht.

Dort finden die angehenden Hausbesitzer alles: Vom passenden Bodenbelag über die maßgeschneiderte Badezimmerausstattung, die komplette Haustechnik und den richtigen Kamin fürs Wohnzimmer bis hin zu farbigen Ziegeln fürs Dach. Bei der Auswahl helfen die geschulten Berater des Hausherstellers.

Das „Haus von der Stange“ ist Vergangenheit – heutzutage sind zwei Drittel aller Fertigteilhäuser frei nach den Wünschen der Baufamilie geplant.

Schlüsselfertig oder mit Eigenleistung

Fertigteilhäuser gibt es je nach Hersteller in verschiedenen Ausbaustufen. Vom Roh-Bauhaus bis zum schlüsselfertigen Objekt ist alles möglich. Der Bauherr kann den Umfang an Eigenleistung je nach handwerklichem Können selbst festlegen.

Der Vorteil der Eigenleistung: Je nach Umfang lässt sich ein erheblicher Teil der Baukosten sparen. Wer handwerklich weniger geschickt ist, kann die Arbeit den Profis überlassen und kommt möglicherweise mit einem schlüsselfertigen Fertigteilhaus sogar günstiger davon.

Viele Hersteller bieten komplette Ausbaupakete und kompetente Unterstützung bei der Eigenleistung an.

Die Haushersteller der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau zeichnen sich durch die Einhaltung strenger Qualitätsanforderungen aus. Sie werden an den Stand der Technik angepasst.

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Wie der Name schon sagt, werden Fertighäuser komplett in geschützten witterungsunabhängigen Hallen vorgefertigt, sodass lediglich die Endmontage auf der Baustelle stattfindet.

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Früher galt ein Fertighaus als Haus von der Stange zum kleinen Preis. Heute bieten Fertighäuser eine überaus hohe Qualität – bei überschaubaren sowie gut kalkulierbaren Kosten.

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Die Güteüberwachung beim Bau von Holzhäusern besteht aus gesetzlichen Anforderungen sowie freiwilligen Zusatzzertifizierungen, die Bauherren und Kreditinstituten Sicherheit bieten.

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Источник: https://www.fertighauswelt.de/hausbau/ratgeber/fertigteilhaus.html

Das Fertigteilhaus – Vorteile, Nachteile und Preise von Fertighäusern

Fertigteilhaus

Von Kritikern werden Fertigteilhäuser immer noch als Wohncontainer oder Bretterbuden geschmäht, doch hat sich das Image in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Schon Walter Gropius, der Begründer des Bauhauses, bekannte sich zur Fertigteil-Bauweise, und die meisten Fertighäuser bieten heute größere Individualität, als gemeinhin vermutet wird.

Die Fertigbauweise ist ansehnlicher und werthaltiger geworden, allerdings auch teurer. In Hochglanz-Anzeigen wird zwar von einigen Anbietern noch für preiswerte Ausbau-Fertighäuser zum Preis von unter 100.000 Euro geworben, die durchschnittlichen Baukosten liegen aber tatsächlich bei etwa 180.000 Euro.

Schlüsselfertige Fertigteilhäuser sind die Regel

Ein Fertigteilhaus ist komplett durchgeplant – kann aber auch individuell angepasst werden.

Zu den Vorteilen von Fertigteilhäusern gehört, dass sie in der Regel von einem einzigen Hersteller errichtet und schlüsselfertig übergeben werden, so dass dem Bauherrn im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise viele Mühen erspart bleiben. Er muss sich nicht, wie beim Massivhaus üblich, mit unterschiedlichen Handwerksbetrieben auseinandersetzen sondern hat nur mit einem Ansprechpartner für alle Gewerke zu tun.

Weiterhin ist die kurze Bauzeit ein entscheidender Vorteil von Fertighäusern. Nach der Fertigstellung von Keller oder Bodenplatte ist das Gebäude häufig in nur einem Tag errichtet. Das Risiko einer finanziellen Doppelbelastung durch gleichzeitige Miet- und Finanzierungskosten ist dadurch ungleich geringer.

Bauzeit und Kosten sind besser kalkulierbar

Da die Bauelemente im Werk vorgefertigt werden und nur noch montiert werden müssen, entfällt auch, im Gegensatz zu Mauerwerksbauten, das oft monatelange Austrocknen.

Da die Fertigung im Werk wetterunabhängig erfolgt, ist das Bauprojekt besser kalkulierbar, was die Bauzeit und die Kosten betrifft.

Und auch die Personalkosten fallen deutlich geringer aus als beim Massivhaus.

Alle Energieeffizienz-Klassen möglich

Für umweltbewusste Bauherren ist zudem die Ökobilanz ein gewichtiges Argument pro Fertigteilhäuser.

Diese werden heute vorwiegend aus Holzbaustoffen errichtet, einem nachwachsenden und CO2-neutralen Baustoff, der zudem nach seiner Nutzungsdauer wiederverwertbar ist.

Fertigteilhäuser sind heute in jeder Energieeffizienz-Klasse erhältlich, die Beantragung von Fördergeldern zur Erleichterung der Finanzierung ist also auch bei dieser Bauweise möglich.

Hausbau neben dem Job – ein Fertigteilhaus macht es möglich

Die Gründe, warum Häusl-Bauer sich für ein Fertigteilhaus entscheiden, sind ganz verschieden, den typischen Fertighaus-Kunden gibt es nicht.

Die Kriterien für eine solche Entscheidung hängen von der jeweiligen Lebenssituation des Bauherr ab, finanzielle Gründe spielen nicht immer die entscheidende Rolle.

Auch Besserverdienende können von der Fertigbau-Idee profitieren, wenn sie dermaßen im Beruf eingebunden sind, dass sie kaum über die Zeit verfügen, jeden Tag mehrere Stunden auf der Baustelle zu verbringen.

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Bei einem Fertigteilhaus können sie sich (in einem gewissen Maß) an der Planung beteiligen und die Bauausführung vollständig dem Haushersteller überlassen.

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Die Mehrheit der Kunden wird von jungen Familien gebildet, die möglichst schnell in die eigenen vier Wände einziehen möchten. Doch die Zahl der Fertigteilhaus-Kunden über 50 Jahren wächst.

Dabei handelt es sich vielfach um Menschen, die schon zum zweiten Mal in ihrem Leben bauen, sich den Stress eines konventionellen Bauvorhabens jedoch nicht mehr zumuten möchten.

Musterhäuser zeigen alle Möglichkeiten

Die Musterhäuser der Fertigbaufirmen sind oftmals schon mit technischen Neuerungen ausgestattet, bevor diese sich als Standard durchgesetzt haben.

Hierzu gehören Plus-Energie-Häuser, die mehr Energie aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, als die Bewohner verbrauchen.

Auch vernetzte Häuser, bei denen sich alle Funktionen von der Beheizung über die Beleuchtung bis hin zur Kaffeemaschine zentral steuern lassen, liegen im Trend.

Individuelle Planung – Sonderwünsche können die Kosten treiben

Ein oft angebrachtes Argument gegen Fertighäuser ist ihre mangelnde Individualität, weshalb sie auch als Häuser von der Stange bezeichnet werden. Dies traf vor einigen Jahrzehnten auch durchaus zu, doch hat sich in der Branche einiges geändert.

Immer noch bieten die Anbieter heute bestimmte Prototypen und Modelle an, welche die Kunden auf Wunsch eins zu eins aus dem Katalog übernehmen können. Eine Bindung an diese Vorgaben besteht allerdings schon lange nicht mehr. Auch ein Fertigteilhaus kann nach persönlichen Vorlieben gestaltet oder sogar frei geplant werden.

Alle Sonderwünsche und –Ausstattungen haben allerdings ihren Preis.

Achten Sie auf die Baubeschreibung, die alle Leistungen auflistet.

Nach der Besichtigung eines Musterhauses, das durch lichtdurchflutete Räume und eine moderne Innenausstattung besticht, nehmen Interessenten meist geschickt aufgemachte Hochglanzbroschüren mit nach Hause, die eine nüchterne Auflistung der bautechnischen Details enthält.

Diese sollte jedoch dringend einer eingehenden Lektüre unterzogen werden, denn in der Baubeschreibung sind alle Leistungen enthalten, zu denen sich das Unternehmen im Falle des Vertragsabschlusses verpflichtet.

Ebenso sind die zu verwendenden Baustoffe und Materialien darin enthalten, die nicht unbedingt mit dem Musterhaus übereinstimmen müssen.

Keller und Bodenplatte im Fertigteilhaus-Preis oft nicht enthalten

Vor dem Abschluss des Vertrages sollte man sich als Bauherr genau darüber in Kenntnis setzen, welche Leistungen die Baufirma sich zu erbringen verpflichtet und welche nicht.

Das gilt unter anderem für Standards der Schall- und Wärmedämmung, aber es können sich auch absurde Situationen ergeben, wenn der Vertrag zum Beispiel vorsieht, die Abflussleitungen seien bis zum Erdgeschoss zu verlegen.

Denn diese Beschreibung enthält nicht die Verlängerung der Rohre bis in den Keller und den Anschluss an die Kanalisation.

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Der Keller oder die Bodenplatte muss oft zusätzlich bezahlt werden.

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Der erforderliche Anschluss muss in diesem Fall vom Bauherrn extra bezahlt werden. Auch enthalten die meisten Angebote den Zusatz “ab Oberkante Bodenplatte”, so dass der Keller oder die Bodenplatte nicht im Preis enthalten sind und extra gezahlt werden müssen. Es lohnt sich also, das Kleingedruckte aufmerksam zu studieren.

Schlüsselfertig oder Bezugsfertig?

Vor allem ist es wichtig, genau zu klären, was unter den Begriffen “schlüsselfertig” oder “bezugsfertig” zu verstehen ist. Auch, wenn diese Bezeichnungen gemeinhin vermuten lassen, die Immobilie sei bis zur Übergabe vollständig fertig gestellt, zählt das, was im Vertrag festgelegt ist.

Darum sollten alle Leistungen so detailliert wie möglich beschrieben werden, was auch und insbesondere für den Innenausbau gilt. Im Zuge der Verhandlungen sollten Käufer ihre Wünsche also genau äußern und sicherstellen, dass die entsprechenden Punkte Bestandteil des Vertrages werden.

Sinnvoll ist es, bereits in der Planungsphase einen Bauexperten, beispielsweise einen Architekten oder Gutachter hinzuzuziehen, um die Baubeschreibung auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.

Hierfür sind zwar ein paar Hundert Euro mit einzukalkulieren, doch sind diese gut investiert, da man vor bösen Überraschungen bewahrt wird.

Ein Gutachter oder Architekt kann den Bauherrn nämlich rechtzeitig auf drohende Zusatzkosten oder mangelhafte Ausführungen bei der Kellerisolierung, beim Wärmeschutz und beim Schallschutz aufmerksam machen.

Außerdem ist der Experte in der Lage, eine Auskunft über den Kaufpreis pro Quadratmeter Wohnfläche zu ermitteln und somit einen vergleichbaren Wert zur Verfügung zu stellen.

Wiederverkaufswert von Fertigteilhäusern

Ein schwerwiegendes Argument gegen Fertigteilhäuser kann bis heute nicht gänzlich ausgeräumt werden, und das betrifft ihren Wiederverkaufswert.

Es ist immer noch so, dass viele Banken einem Fertighaus einen geringeren Werterhalt bescheinigen als einem vergleichbare Massivhaus.

Das heißt also, dass derjenige, der sich in absehbarer Zeit wieder von seinem Eigenheim trennen will, mit einem Fertigteilhaus das Risiko eingeht, einen Verlust zu erleiden.

Источник: https://www.hausbaumagazin.at/das-fertigteilhaus-vorteile-nachteile-und-preise/

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