Fuchsien überwintern: So kommen sie gut durch den Winter

Fuchsien überwintern – Rückschnitt und Pflege im Topf

Fuchsien überwintern: So kommen sie gut durch den Winter

Vielfältig, pflegeleicht und in vielen kräftigen Farben – die Fuchsie gehört in unseren Breiten längst zu den beliebtesten Balkongewächsen; immer mehr Gärtner nutzen zudem Sorten, die sich auch ins Freiland setzen lassen. Die Fuchsien, die zu den Nachtschattengewächsen gehören, gedeihen am besten im Schatten oder Halbschatten – mittlerweile sind jedoch auch Varianten erhältlich, denen gerne ein Sonnenplatz zugewiesen werden kann.

Inzwischen kennt man insgesamt 2000 verschiedene Sorten von der pflegeleichten Pflanze, die ursprünglich in den Anden beheimatet ist und von der zahlreiche Wildarten auch in Neuseeland vorkommen. Wichtig ist jedoch eine korrekte Überwinterung, damit der Hobbygärtner auch noch im nächsten Jahr Freude an seiner Fuchsie hat.

Die Überwinterung der Fuchsien beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung ab September; ab diesem Zeitpunkt sollte man die üblichen Pflegemaßnahmen insgesamt etwas zurückfahren. So hat es sich als sinnvoll erwiesen, schon jetzt allmählich die Wasserzufuhr zu reduzieren.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Düngung komplett einzustellen; auf diese Weise erhält die Pflanze die Möglichkeit, sich auf die bevorstehende Winterruhe einzustellen. Dabei hören nicht nur die Blüten auf zu wachsen, sondern auch die wichen Triebe beginnen sich zu verändern.

– Diese gehen allmählich in den verholzten Zustand über.

Schneiden

Sobald keine Düngung mehr erfolgt, beginnen die weichen Triebe mit dem Verholzungsprozess. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Pflanzen nach jeder Wachstumsperiode einem Rückschnitt zu unterziehen.

Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Gewächse künftig nur noch wenige Blüten entwickeln – mit der Zeit vergreist die Pflanze zudem immer mehr.

Erfolgt hingegen ein gezielter Rückschnitt, können aus den Augen neue Triebe wachsen, die dann wieder Blüten tragen.

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Auch der Zeitpunkt des Rückschnitts ist entscheidend; grundsätzlich kann das Gewächs sowohl im Winter als auch im Frühjahr gestutzt werden.

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Wer die Fuchsie bereits im Winter schneidet, profitiert von einer geringeren Größe des Gewächses, so dass im Winterquartier weniger Platz eingeplant werden muss.

Wer dennoch die Hauptschneidemaßnahmen im Frühjahr durchführen möchte, kann der Pflanze zunächst einen Grobschnitt zuführen, während der Nachschnitt für die Feinheiten dann im Frühjahr erfolgt.

Der exakte Zeitpunkt des Winterrückschnitts kann variieren:

  • winterharte Fuchsien: vor Beginn der ersten großen Frostperiode
  • nicht winterharte Fuchsien: vor dem Einlagern
  • Fuchsien, die in einer Erdgrube überwintern: kein Rückschnitt (Schnittstellen sind pilzanfällig)

Während der Schneidemaßnahmen sollte man damit rechnen, dass Pflanzensaft aus der Fuchsie austritt. Von dieser Erscheinung sollte sich der Hobbygärtner jedoch nicht beunruhigen lassen, da das Gewächs den damit verbundenen Flüssigkeitsverlust selbstständig reguliert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch das sorgfältige Entfernen des Wassers, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Winterharte Fuchsien

Mittlerweile sind zahlreiche winterharte Fuchsien im Handel; diese können die kalte Jahreszeit im Garten verbringen.

Dann sterben lediglich die oberirdischen Teile ab, während sich nach überstandener Winterpause aus den Wurzelballen im Folgejahr wieder neue Triebe entwickeln.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass auch Varianten, die als winterhart bezeichnet werden, bereits bei Temperaturen um -5°C Schaden nehmen; als sehr winterhart deklarierte Sorten vertragen mitunter Temperaturen bis unter 20°C.

In jedem Fall sollte auch bei diesen Varianten ein geeigneter Schutz vor Frösten erfolgen. Zum Schutz vor dem Durchfrieren ist es zunächst wichtig, winterharte Freilandfuchsien frei im Beet wurzeln zu lassen, ohne einen begrenzenden Topf.

Darüber hinaus hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Pflanze zusätzlich mit Mulch und Stroh abzudecken, um einen gewissen Dämmeffekt zu erzielen.

Bei extremen Frösten sollte der Winterschutz ausgebaut werden: Hier eignet sich ein stabiler Karton, der über den Wurzelballen gestülpt werden kann.

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Bereits bei der Bepflanzung kann an den Winterschutz des Gewächses gedacht werden; wer in die Nähe der Fuchsien immergrüne Bodendecker setzt, profitiert in der kalten Jahreszeit von einem zusätzlichen Kälteschutz.

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Besondere Vorsicht ist bei Nachfrösten im Frühjahr geboten, wenn sich bereits erste Triebe entwickelt haben; wenn diese absterben, ist mit einer eingeschränkten Blüte zu rechnen.

Nicht winterharte Fuchsien – Pflege im Winter

Fuchsien, die grundsätzlich nicht winterhart sind, benötigen während der kalten Jahreszeit etwas mehr Aufmerksamkeit. Bereits bei deren Pflanzung sollte man an die spätere Überwinterung denken und das Gewächs in einen Topf setzen, der dann einfach wieder aus der Erde genommen werden kann.

Man sollte die meist als Topfpflanze gehaltenen Fuchsien vor dem Überwintern möglichst lange im Freien stehen lassen, da die niedrigen Temperaturen zu einer besseren Verholzung beiträgt. Vor dem ersten großen Frost – in der Regel im November – werden die Fuchsien dann ins Winterquartier umgesiedelt.

Insbesondere Pflanzen, die noch keinen ausgeprägten Winterschnitt erhalten, sollten anschließend folgende Aspekte beachtet werden:

  • Befreiung der Pflanze von Blättern, Früchten und Blüten
  • Entsorgen der abgetrennten Pflanzenteile, um Infektionen vorzubeugen
  • Kennzeichnung der Gewächse nach jeweiligen Sorten
  • Leichtes Anfeuchten der Pflanzenerde

Als Winterquartiere eignen sich Gewächshäuser ebenso wie Dachböden, Hausflure, Kellerräume oder aber Wintergärten. Wichtig sind Temperaturen, die sich zwischen einem und zehn Grad Celcius bewegen. Darüber hinaus ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit für eine optimale Überwinterung von Fuchsien wichtig.

Nach der Umsiedlung der Gewächse ist darauf zu achten, die einzelnen Exemplare nicht zu dicht nebeneinander zu stellen. Darüber hinaus sollte eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet sein.

Es sollte sich um eine gemäßigte Luftzirkulation handeln; jegliche Zugluft wird von der Fuchsie nicht vertragen!

Während der Überwinterung sind die Gewächse immer wieder auf Krankheiten, Schädlinge und einen Befall von Schimmelpilzen hin zu kontrollieren.

Alternativen – Plastiktüten und Erdgruben

Alternativ zur klassischen Überwinterung in Kellerräumen, Fluren oder Wintergärten können Fuchsien während des Winters auch in Plastiktüten oder Erdgruben lagern.

Für die Überwinterung in Tüten aus Plastik feuchtet man in einem ersten Schritt die Substraterde in den Töpfen an; anschließend werden die Gefäße in die Plastiktüten hineingesetzt und an der Oberseite verknotet.

Zum Schluss erfolgt die Unterbringung der Tüte in einen geschützten Raum. Diese Art der Überwinterung bietet den Vorteil, dass sich die Fuchsie leicht transportieren und umlagern lässt.

Allerdings ist eine stete Kontrolle auf Schimmelpilzbefall erforderlich!

Die Überwinterung von Fuchsien in Erdgruben kommt hingegen ausschließlich für ältere Pflanzen in Frage, da diese bereits einen gewissen Grad an verholzten Anteilen aufweisen. Hierfür muss ein Platz gewählt werden, der vor Nässe geschützt ist. Bei der Errichtung dieses Winterquartiers sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Ausheben einer Grube von 60 bis 80cm Tiefe
  • Auskleiden der Grube mit Brettern
  • Auffüllen des Grubenbodens mit Torf (etwa eine handbreit tiefe Lage)
  • Fuchsien mitsamt Topf in die Grube setzen
  • Bedecken der Schichten mit Torf

Zum Schluss wird die oberste Torschicht sowohl mit Brettern als auch mit wasserdichter Folie abgedeckt.

Nach der Überwinterung

Insbesondere Fuchsien, die keinen oder nur einen groben Winterschnitt erfahren haben, sollten jetzt gekürzt werden. Hierbei sind die alten Triebe etwa 5mm oberhalb eines Auges abzuschneiden, wobei kranke Triebe bis ins gesunde Holz hinein gekürzt werden.

Je besser der Gesundheitszustand der Fuchsie ist, umso stärker kann anschließend auch der Rückschnitt erfolgen; allerdings sollten die einzelnen Triebe um nicht mehr als insgesamt zwei Drittel eingekürzt werden.

Jetzt hat sich auch ein Umtopfen bewährt, bei dem frisches und nährstoffreiches Substrat zum Einsatz kommt.

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Nach erfolgtem Schnitt ist auch die Zufuhr von Feuchtigkeit angezeigt; dabei reicht es aus, die Erde bis zur Ausbildung der ersten Triebe leicht feucht zu halten. Die herkömmliche Bewässerung beginnt erst wieder, wenn bereits Blätter an der Pflanze zu sehen sind.

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Umsicht ist geboten bei der Menge des Wassers, das ausgegeben wird: Fängt die Pflanze plötzlich an zu kümmern oder bilden sich die Triebe nicht mehr richtig aus, kann zu viel Feuchtigkeit im Boden die Ursache sein. Dann hat es sich bewährt, die betroffenen Wurzeln wegzuschneiden und die Fuchsie in einen kleineren Topf zu setzen.

Anschließend sind die Chancen für ein erneutes Austreiben recht gut.

Häufig gestellte Fragen

Welche Sorte präsentieren sich winterhart und können im Freien überwintert werden?
Sehr bekannt ist hier vor allem die Scharlachfuchsie, die als kleiner Strauch mit roten Blüten wächst.

Kann bei der Überwinterung von winterharten Fuchsien im Freien auch Torf zur Abdeckung verwendet werden?
Torf hat sich in diesem Fall nicht bewährt; dieser lagert eher Wasser und keine Luft ein. Mit dieser Substanz wird während der kalten Jahreszeit keine Bildung isolierender Luftschichten erzeugt.

Источник: https://www.gartenlexikon.de/fuchsien-ueberwintern/

Fuchsien überwintern – Pflege im Winter

Fuchsien überwintern: So kommen sie gut durch den Winter

Fuchsien sind der Liebling vieler Garten- und Pflanzenfreunde und da Fuchsien mehrjährige Sträucher sind, kann man sie bei richtiger Pflege auch gut überwintern.

Die meisten Fuchsienarten kommen zwar in den Klimazonen der Tropen und Subtropen vor, sind jedoch keine reinen Tropenpflanzen und es gibt sogar einige relativ winterharte Arten.

Um die Überwinterung der Fuchsie optimal zu bewerkstelligen, sollte man sich mit ihren Lebensgewohnheiten auskennen. In ihrer südamerikanischen Heimat wachsen Fuchsien gerne an Bergen, an denen der Steigungsregen viel Feuchtigkeit liefert.

Ein Standort in oder am Rande eines Regenwaldes bedeutet, dass die Fuchsie eher an einen schattigen, feuchten und gleichmäßig kühlen Platz gehört. Im Winter wirft die Fuchsie ihr Laub ab und geht in die Winterruhe.

Die Vorbereitung der Fuchsien auf das Winterlager erfolgt in Etappen:

Wenn die Fuchsia auch als Beetpflanze mit Topf in den Boden eingepflanzt werden, kann man die Pflanze zur Überwinterung leichter ausgraben und ins Winterlager transportieren. Dabei daran denken, das Pflanzgefäß nicht zu schwer zu machen, damit der jeweilige Topf, Kasten oder Trog noch problemlos ins Winterquartier transportiert werden kann.

Spätestens ab September die Fuchsien nicht mehr düngen. Ab September wird die Wasserzufuhr zudem mehr und mehr reduziert.

Das Einstellen der Düngung und das reduzierte Gießen bringt die Pflanze automatisch dazu, sich auf die bevorstehende Winter Ruhe einzustellen. Die Blütenbildung wird eingestellt und die bisher weichen Triebe beginnen zu verholzen.

Fuchsien müssen deshalb nach jeder Wachstumsperiode regelmäßig geschnitten werden, da sie sonst nur noch wenige oder überhaupt keine Blüten mehr entwickeln. Ohne Schnitt wachsen die alten Triebe zwar immer weiter, können jedoch keine Knospen mehr bilden und die Pflanze vergreist zunehmend.

Nur wenn die alten Triebe zurückgeschnitten werden, wachsen aus den Augen frische Triebe, die dann eine Saison lang Blüten tragen. Für den Schnitt hat man drei Optionen:

  • der Rückschnitt kann bereits im Winter erfolgen
  • man kann einen Frühjahrsschnitt durchführen
  • auch eine Kombination beider Schnitte kann sinnvoll sein

Ein entscheidender Vorteil des Winterschnitts liegt darin, dass die Pflanzen im Winter Quartier weniger Platz beanspruchen. Der Winterschnitt kann auch nur als grober Vorschnitt dienen, um mehr Raum für die Lagerung der Pflanzen zu erhalten.

Feinheiten können dann mit dem Frühjahrsschnitt erledigt werden.

Hat eine Fuchsie sich noch nicht ganz auf die kommende Überwinterung vorbereitet, löst der Schnitt vor dem Winter ganz automatisch den Überwinterungsmechanismus der Pflanze aus:

  • bei winterharten Fuchsien den Winterschnitt vor Beginn der erste größeren Frostperiode durchführen
  • Winterschnitt bei nicht winterharten Fuchsien vor dem Einlagern durchführen
  • kein Winterschnitt bei Fuchsien, die in einer Erdgrube überwintern, da die Schnittstellen anfällig für Pilzbefall sind

Beim Schnitt vor dem Winter können einige Fuchsien noch Saft in den Trieben haben, der nach dem Schnitt austritt. Die Pflanze regelt diesen Flüssigkeitsverlust selbst. Zur Vermeidung von Schimmelbildung sollte man jedoch das austretende Wasser entfernen, um dauernasse Stellen zu vermeiden.

Winterharte Freilandfuchsien

Bei den so genannten winterharten Fuchsien stirbt im Winter der oberirdische Teil der Pflanze weitgehend ab und im Frühjahr entwickelt die Fuchsie dann aus dem Wurzelballen heraus neue Triebe. Auch wenn einige Fuchsiensorten als winterhart bezeichnet werden, trifft das jedoch nur bedingt zu.

Manche Wurzelballen von Fuchsien sterben im Winter schon bei minus 5 Grad Celcius ab und Temperaturen von unter minus zwanzig Grad Celsius kann auch der Wurzelballen einer als besonders winterhart bezeichneten Fuchsiensorte nicht überleben.

So lange man jedoch den Wurzelballen vor solchen Temperaturen schützen kann, wird sich eine Fuchsie von Jahr zu Jahr immer weiter entwickeln.

Zum Schutz gegen Durchfrieren des Wurzelballens im Winter:

  • Freilandfuchsien frei wurzeln lassen, also ohne Topf einpflanzen
  • Pflanze mit Mulch oder Stroh abdecken
  • keine Abdeckungen aus Torf verwenden, dieser lagert Wasser statt Luft ein und bietet im Winter bei Kälte keine isolierende Luftschicht
  • auch immergrüne Bodendecker als Winter Schutz des Wurzelballens pflanzen
  • bei extremen Winter Frösten zusätzlich einen Karton oder Eimer über den Wurzelballen stülpen

Eine gewisse Gefahr beim Überwintern der Fuchsie stellen Fröste im Frühjahr dar, wenn die Pflanze bereits erste neue Triebe hat. Erfrieren diese, ist der Bestand einer gesunden Pflanze dann jedoch nicht grundsätzlich bedroht. Sie wird jedoch in dem Jahr nach dem Überwintern kaum oder überhaupt nicht mehr blühen.

Nicht winterharte Fuchsien

Wenn so genannte winterharte Fuchsien in einem Blumentopf ungeschützt im Freien überwintern sollen, haben sie keine Chance gegen den Frost. Auch wenn es sich um eine Fuchsie mit Hochstamm handelt, kann sie nur in ein geschütztes Winterlager sicher überwintern.

Obwohl es sich bei den meistens als Topfpflanzen gehaltenen Fuchsien um besonders Frost empfindliche Pflanzen handelt, sollte man sie vor dem Überwintern noch so lange wie möglich im Freien stehen lassen.

Ein leichter Frost mit Temperaturen um den Gefrierpunkt kann dann sogar gut für die Pflanze sein, weil die Kälte zu einer besseren Verholzung der Triebe beiträgt.

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Im November, bevor der Winter mit den ersten stärkeren Frösten Einzug gehalten hat, sollte man die Fuchsien zum Überwintern dann in ihr Lager für den Winter bringen.

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Wird auf den Winterschnitt verzichtet:

  • Pflanze von den noch anhängenden Blättern, Blüten, Früchten etc. befreien
  • entfernte Pflanzenreste zum Schutz vor Infektionen und Parasiten sicher entsorgen
  • Pflanzen nach Sorten zu kennzeichnen, damit man sie auch ohne Laub und Blüten gut auseinander halten kann
  • Pflanzenerde sollte leicht angefeuchtet werden

Pflanzen beim Überwintern regelmäßig auf Schimmelpilzbefall, Krankheiten oder Schädlinge kontrollieren

Geeignete Winterquartiere

Für Fuchsien sind Winter Quartiere geeignet, die zusätzlich eine gewisse Luftfeuchtigkeit garantieren. Wenn sie die richtigen raumklimatischen Bedingungen bieten, eigenen sich für die Überwinterung von Fuchsien Räumlichkeiten wie

  • Gewächshäuser
  • Wintergärten
  • Kellerräume
  • Hausflure
  • Dachböden

Am besten werden die Pflanzen zum Überwintern in Räumen mit einem Temperaturbereich zwischen ca. einem und zehn Grad Celsius gelagert:

  • Pflanzen nicht zu dicht stellen
  • für ausreichende, zugfreie Luftzirkulation sorgen
  • niedrige Raumtemperaturen von unter 5 Grad Celsius für dunkle Räume wählen
  • höhere Raumtemperaturen von über 5 Grad Celsius für hellere Räume sicherstellen
  • für möglichst konstante Luftfeuchtigkeit sorgen
  • zum Überwintern auf keinen Fall Räume mit Wand- oder Bodenfeuchte wählen

Auch ein Überwintern in Plastiktüten ist bei Unterbringung der Pflanzen in geschützten Räumlichkeiten möglich. Man kann die Pflanzen so einfacher transportieren und lagern.

  • Erde in den Töpfen anfeuchten
  • Töpfe in Plastiktüten setzen
  • Plastiktüte oben verknoten
  • die eingelagerten Pflanzen regelmäßig auf Schimmelpilzbefall prüfen

Erdgruben gelten oft als besonders bequeme Art, Fuchsien überwintern zu lassen. Diese Art der Überwinterung ist jedoch nur für ältere Pflanzen zu empfehlen, die schon einen gewissen Grad der Verholzung erreicht haben:

  • für die Erdgrube ein Platz wählen, der vor allem vor übermäßiger Nässe geschützt ist
  • eine ca. 60 bis 80 Zentimeter tiefe Grube ausheben
  • Grube mit Brettern auskleiden
  • der Boden der Grube mit einer handbreit tiefen Lage aus Torf auffüllen
  • Fuchsien dann in ihren Töpfen schichtweise in die Grube setzten
  • jede Schicht mit einer Lage Torf bedecken
  • die oberste Lage Torf mit Brettern und wasserdichter Folie abdecken

Vorbereitung auf Frühling

Hat man die Triebe schon beim Winterschnitt ausreichend stark zurückgeschnitten, kann man sich meistens einen Frühjahrsschnitt ganz oder zumindest weitgehend sparen. Den Zeitpunkt des Frühjahrsschnittes muss man individuell abpassen. Je nach Art des Überwinterns und Standort treibt die Fuchsie nach dem Überwintern früher oder später aus. Bei der Schnitttechnik ist zu beachten:

  • alte Triebe ca. 5 Millimeter oberhalb eines Auges abschneiden
  • kranke Triebe bis ins gesunde Holz zu kürzen
  • besonders scharfe Scheren verwenden, um das Holz der Fuchsie beim Schneiden nicht zu quetschen

Wie weit vor oder nach dem Winter zurückgeschnitten werden sollte hängt von der Sorte und letztlich vom Wachstumsstand der einzelnen Pflanze ab.

Als Faustregel gilt, dass gesunde Fuchsien einen stärkeren Rückschnitt vertragen, als Pflanzen die das eine oder andere Problem haben. Ebenfalls spielt dabei eine Rolle, welche Form die Pflanze im kommenden Jahr erhalten soll.

Wie viele Augen nach dem Schnitt übrig bleiben ist letztlich gleich, solange überhaupt ein Augenpaar übrig bleibt.

Ganz gleich, ob man einen Winterschnitt und einen Frühjahrsschnitt macht, oder ob man sich nur für den Frühjahrsschnitt entscheidet, insgesamt sollten die Triebe der Pflanze um nicht mehr als zwei Drittel zurückgeschnitten werden. Ein guter Mittelwert für den Schnitt wäre eine Kürzung um etwa die Hälfte, das Minimum liegt etwa bei einem Drittel.

Nach gelungenem Frühjahrsschnitt möchte die Fuchsie gegossen werden. Bis sich dann die ersten Triebe bilden, reicht es aus die Erde feucht zu halten. Erst wenn sich an den Trieben Blätter zeigen, ist normales Gießen angesagt und auch den ersten Dünger sollten die Pflanzen erst jetzt erhalten.

Wenn Fuchsien nach dem Frühjahrsschnitt nicht richtig austreiben oder einige Triebe sogar anfangen zu verkümmern, liegt das oft an zu viel Feuchtigkeit im Boden. Man kann die Fuchsie jedoch retten, indem man das durch Feuchtigkeit angegriffene Wurzelgewebe abschneidet und in einen kleineren Topf pflanzt.

Anlässlich des Frühjahrsschnitts nach dem Winter sollte man die Fuchsie umtopfen, da die Pflanze so ganz automatisch in einem frischen Boden steht, der mehr Nährstoffe für die Pflanze enthält.

Die Fuchsie kommt in der Natur vor in: 

  • Mittelamerika
  • Den Anden im westlichen Teil Südamerikas
  • Feuerland
  • Polynesien wie z.B. auf Tahiti
  • Neuseeland

Источник: https://www.gartendialog.de/fuchsien-ueberwintern/

Fuchsie überwintern – einfacher als gedacht

Fuchsien überwintern: So kommen sie gut durch den Winter

Eine Fuchsie überwintern ist wirklich nicht kompliziert, wie Sie in diesem Beitrag nachlesen können. Die Fuchsie ist eine beliebte Balkon- und Terrassenpflanze, bei der sich die Überwinterung wirklich lohnt.Viele Informationen, Service und Produkte finden Sie bei Meine Orangerie, Ihrem Experten für Orangeriepflanzen und Überwinterung.

Bei diesen Blüten lohnt sich die Überwinterung

Die Fuchsie überwintern – die Botanik der Fuchsie

Fuchsien stammen aus der Familie der Nachtkerzengewächse und sind eine artenreiche Gattung. Zur Gattung der Fuchsien gehören ca. 12.000 Sorten und 107 Arten. Eine Vielzahl von ihnen ist in den Bergwäldern in Mittel- und Südamerika zu finden, woher sie stammen.

Allerdings finden sich einige Arten auch in Neuseeland und auf Tahiti. Seit dem frühen 18. Jahrhundert sind sie in Europa bekannt und im 19. Jahrhundert wurden sie zu einer beliebten Zierpflanze in Mitteleuropa. Bis heute werden sie als Balkon- oder Kübelpflanzen gepflegt und sind auch als Gartenstauden begehrt.

Sie sind nach dem deutschen Botaniker und Mediziner Leonhart Fuchs benannt, welcher im 16. Jahrhundert lebte. Obwohl Fuchsien in tropischen Gebieten beheimatet sind, gelten sie nicht als Tropenpflanzen. Am häufigsten kommen sie am Rand des Regenwaldes vor und in höheren Gebirgsregionen.

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Sie blühen vom Sommer bis zum Herbst und benötigen eine halbschattige Lage, am besten an der Nordseite von Hauswänden oder Balkonen. Mit den Jahren werden die Fuchsien immer hübscher, wertvoller und edler und gelten als vollkommen unproblematisch. Daher lohnt sich ihre Überwinterung ganz besonders.

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  Einige Zuchtsorten mit helleren Blüten vertragen im Sommer die volle Sonne. Fuchsien mögen Wasser sehr, ganz besonders auf ihren Blüten, da sie aus den feuchten Regenwäldern stammen. Daher fühlen sie sich im verregneten Sommer sehr wohl. In der warmen Jahreszeit sollten Fuchsien hell stehen, dennoch nicht in der prallen Sonne.

Der Standort sollte keinesfalls zu windig sein, da ihre zarten Zweige leicht brechen. Eine optimale Temperatur liegt zwischen 16 und 24 Grad.

Die ideale Pflege der Fuchsie

Gedüngt werden sie am besten alle 3-4 Wochen mit einem Flüssigdünger, der ins Gießwasser gegeben wird. Die Dosierung erfolgt nach Herstellerangabe. Fuchsien sollten ganz normal gegossen werden. Wichtig ist es, sie nicht austrocknen zu lassen.

Da sie empfindlich gegen Staunässe sind, sollte penibel darauf geachtet werden, dass kein Wasser im Übertopf oder Untersetzer stehen bleibt. Im Frühling nach dem Überwintern sollten sie, am besten im Februar oder März, zurückgeschnitten werden. Es empfiehlt sich die Fuchsie auf ½ oder 1/3 zu kürzen.

Sonst sind beim Rückschnitt keinerlei Besonderheiten zu beachten. Dennoch gilt, je mehr die Fuchsie verholzt ist, desto weniger sollte sie geschnitten werden.

Die markanten Blüten der Fuchsie lohnen es sich besonders, die Fuchsie zu überwintern

Die Fuchsie artgerecht überwintern

Die Fuchsie kann wie jede andere Kübelpflanze überwintert werden. Entweder kühl bis kalt, mit einer Raumtemperatur von unter 5 Grad Celsius oder aber in einem hellen Raum mit über 5 Grad Celsius. Sie benötigt eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit und einen frostfreien Standort, da sie bei strengen Frösten leicht erfriert.

Als optimaler Winterstandort eignen sich Keller, Garagen, Gewächshäuser, Wintergärten, Dachböden oder gar Hausflure. Während der Winterphase, in der die Fuchsie ruht, darf sie nicht gedüngt oder allzu viel gegossen werden. Mit dem Düngen sollte bereits ab September Schluss sein. Sie darf nur so gering gegossen werden, dass sie nicht vollkommen austrocknet.

Optimale Bedingungen zum Überwintern wäre ein Quartier, das einigermaßen hell aber trocken ist, mit einer Raumtemperatur um die 5-10 Grad Celsius. Liegen die Außentemperaturen um die null Grad, sollten die Fuchsien in ihr Winterquartier gebracht werden. Dies sollte schrittweise geschehen, da abrupte Temperaturwechsel nicht gut vertragen werden.

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Besser ist es die Pflanze langsam an die veränderten Temperaturen zu gewöhnen, damit sie abgehärtet wird. Vor dem Überwintern werden ihre Blätter im besten Fall um ein Drittel eingekürzt und verfaulte, kranke Triebe entfernt. Wichtig ist es auch sie auf Schädlingsbefall zu prüfen und gegebenfalls zu behandeln.

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Tritt während der Ruhephase Laubfall auf, werden die herabgefallenen Blätter entfernt, um einen Pilzbefall zu vermeiden. Im Winterquartier dürfen die Pflanzen nicht zu dicht beieinander stehen und die Luftzirkulation muss zugfrei sein.

 Die Fuchsie überwintern – das Ende der Überwinterung

Erscheint der April auch freundlich und sonnig, kann die Fuchsie zurück zu ihrem Außenstandort gebracht werden. Ab Anfang Februar kann sie an ein sonniges Fenster bei Zimmertemperatur gestellt werden, damit sie sich langsam an die anderen Temperaturen und die Helligkeit gewöhnen kann. Je heller, desto besser.

Umgetopft werden Fuchsien, wenn sie ihr Winterquartier wieder verlassen und eine neue Blütensaison bevorsteht. Ein Wechsel der Erde unterstützt eine bessere Sauerstoffversorgung der Pflanze und es werden unverbrauchte Nährstoffe mit sich gebracht. So werden die Fuchsien gestärkt und können wunderbar in die neue Blütensaison starten.

Es bedarf nicht mehr Erdreich oder einen größeren Topf. Das Substrat in Töpfen oder Kübeln sollte jährlich gewechselt werden. Kleine Fuchsien können im Garten ausgepflanzt werden, was ihnen meist zu einem stärkeren Wachstum verhilft. Fuchsien können auch in Plastiktüten überwintern, damit der Transport und die Lagerung der Pflanzen einfacher gemacht werden.

Solange sie in geschützten Räumen stehen, bietet sich diese Möglichkeit an. Hierzu wird die Erde in den Töpfen angefeuchtet, worauf die Töpfe in die Plastiktüten gesetzt und danach oben zugebunden werden. Wichtig hierbei, die Pflanze regelmäßig auf Schimmelbefall zu kontrollieren.
Mit Hilfe der Tipps kann die Fuchsie überwintern und dies problemlos und einfach.

Wird diese Pflanze richtig gepflegt, wird sie auch in der nächsten Saison in voller Pracht blühen und somit Freude schenken.

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Источник: https://www.meine-orangerie.de/fuchsie-ueberwintern/

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