Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Contents
  1. Gewerbeimmobilie erfolgreich verkaufen
  2. 1. Wann ist eine Immobilie gewerblich?
  3. Schritt 1: Umfangreiche Markt- und Teilmarktanalyse durchführen
  4. Schritt 2: Richtigen Kaufpreis festlegen
  5. Schritt 3: Erforderliche Unterlagen und Verträge bereithalten
  6. 4. Vermietete Objekte sind von Vorteil
  7. 5. Wie wird der Preis bestimmt
  8. Die folgenden Kriterien sind relevant für die Immobilienbewertung:
  9. Immobilie verkaufen | Darauf müssen Sie als Eigentümer achten
  10. Welche Fragen sollte ich mir stellen?
  11. Die Immobilienbewertung: Wie viel Geld bekomme ich für meine Immobilie?
  12. Wichtige Fristen bei Mietobjekten
  13. Was muss ich bereitstellen?
  14. Ich möchte Immobilien privat verkaufen – lohnt sich das?
  15. Der typische Ablauf beim Immobilienverkauf
  16. Immobilienmakler verkaufen im Auftrag Gewerbeimmoblien
  17. Definition: 
  18. 2. Typen von Gewerbeimmobilien – Unternehmensimmobilien
  19. 3. Tipps zum Verkauf einer Gewerbeimmobilie
  20. 3.1 Umfangreiche Markt- und Teilmarktanalyse durchführen
  21. 3.2 Richtigen Kaufpreis festlegen
  22. 3.3 Erforderliche Unterlagen und Verträge bereithalten
  23. Entscheidende Kriterien für eine Immobilienbewertung:
  24. 6. Gewerbeimmobilie Verkaufen: privat oder mit Makler?
  25. 7. Steuerliche Besonderheiten beim Verkauf einer Gewerbeimmobilie
  26. 7.1 Einkommenssteuerpflicht:
  27. 7.2 Gewerbesteuerpflicht:
  28. 8. Bau- und planungsrechtliche Belange
  29. Gewerbeimmobilien schnell und effizient verkaufen
  30. 6. Wie ist das Steuerrecht beim Verkauf einer Gewerbeimmobilie?
  31. Gewerbeimmobilie steuerfrei verkaufen durch die Rücklage
  32. Steuerberechnung
  33. Fazit: Zielgruppe definieren und Wertgutachten erstellen
  34. Gewerbeimmobilien verkaufen, ohne Gewinn liegen zu lassen
  35. Was ist überhaupt eine Gewerbeimmobilie?
  36. Marktanalyse: Welche Faktoren sind wichtig, wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen?
  37. Marktcheck in Deutschland: Wie stehen Gewerbeimmobilien da?
  38. Wer kann eine Immobilie besser bewerten: Ein Makler oder ein Gutachter?
  39. Wie gehe ich vor, wenn ich eine Gewerbeimmobilie verkaufen will?
  40. Preisbildung: Wie komme ich auf den Preis, wenn ich meine Gewerbeimmobilie verkaufen will?
  41. Vermietet oder unvermietet – Wie soll ich meine Gewerbeimmobilie verkaufen?
  42. Gewerbeimmobilie verkaufen: Steuern – Segen oder Fluch?
  43. Der Gewerbeimmobilienverkauf – Mit oder ohne Makler?
  44. Sie können Ihre Gewerbeimmobilien verkaufen, ohne Gewinn liegen zu lassen

Gewerbeimmobilie erfolgreich verkaufen

Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewerbeobjekte weisen Besonderheiten bei Wertermittlung, im Steuerrecht und im Baurecht auf.
  • Um die Immobilie optimal zu vermarkten, sollten Sie als Verkäufer zumindest die Grundsätze des Gewerbeimmobilienrechts kennen.
  • Ein guter Makler bietet bedeutende Vorteile durch seine Erfahrung und seine Kontakte.Unser Service: Wir empfehlen Ihnen drei gute Makler in Ihrer Region.

1. Wann ist eine Immobilie gewerblich?

Die Definition einer gewerblichen Immobilie lautet: Gewerbliche Immobilien werden nicht oder nur teilweise zu Privatzwecken genutzt. Die Hauptnutzung eines Gewerbeobjekts ist immer gewerblich, gewerblich-selbstständig oder freiberuflich-selbständig. Auch die Nutzung eines Gebäudes für öffentliche Zwecke wie Behörden oder öffentliche Unternehmen gilt als gewerblich.

Nach § 181 Abs. 6 des Bewertungsgesetztes werden Grundstücke als gewerblich definiert, die zu mehr als 80 Prozent der eigenen oder fremden betrieblichen oder öffentlichen Nutzungen dienen und nicht Teileigentum sind. Berechnet wird dies nach dem Verhältnis der Wohn- und Nutzfläche. Teileigentum wird nach dem Bewertungsgesetz auch zur gewerblichen Nutzung gezählt.

Vor dem Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Art von Gewerbeimmobilie Sie verkaufen.

[attention type=yellow]

Denn nur so können Sie Ihre Käufer-Zielgruppe finden, die sich speziell für Ihre Art von Gewerbe interessiert.

[/attention]

Auch der zu erzielende Verkaufspreis steht in Abhängigkeit zur Gewerbeart, da jede eine unterschiedliche Marktsituation aufweist. Dieser Tabelle können Sie weitere nützliche Informationen entnehmen:

Art der GewerbeimmobilieDefinitionBesonderheiten / zusätzliche Informationen
ProduktionsimmobilienNutzungen für das nicht-störende verarbeitende Gewerbe wie Verteilerzentren, Kühlhallen und VorratshallenNicht darunter fallen industrielle Nutzungen mit hoher Emissionsbelastung
FreizeitimmobilienFreizeitparks, Freizeitanlagen wie Fitnesscenter, Schwimmbäder und Gebäude für andere Sportarten
LogistikimmobilienLager- und Umschlagorte für Waren und GüterAufgrund der Modernisierung im Logistiksektor durch Lieferkettenmanagement bieten Logistikimmobilien heutzutage meist zusätzlich eine gut ausgebaute Infrastruktur und Technik durch angegliederte Büroräume, Serviceflächen und Fördertechnik
BüroimmobilienAlle Gebäude mit einer hauptsächlichen Büronutzung
HandelsimmobilienGebäude mit einer Einzelhandelsnutzung wie Läden, Supermärkte und Einkaufszentren
SpezialgewerbeimmobilienImmobilien, die extra für eine spezielle Nutzung errichtet wurden, zum Beispiel Bahnhöfe, Bauernhöfe, Weingüter, Tankstellen, Hotels, Seniorenresidenzen und GroßraumdiskothekenAufgrund der speziellen Ausrichtung ist meist eine spätere andere Nutzung ausgeschlossen
GewerbeparksObjekt mit einer Mischnutzung meist in einer Kombination aus Büros, Service-, Lager- und Freiflächen

Gewerbebesitzer, die ihr Objekt als Kapitalanlage nutzen, sollten vor dem Verkauf folgende Tipps für eine erfolgreiche Verkaufsabwicklung beachten:

Schritt 1: Umfangreiche Markt- und Teilmarktanalyse durchführen

Zu welchem Teilmarkt gehört Ihre Gewerbeimmobilie? Für jeden Teilmarkt gibt es andere Zusammensetzungen von Preisen und Interessenten, die es zu berücksichtigen gilt. Zur Marktanalyse gehört das Erfassen des Marktvolumens und der Marktentwicklung zu einem bestimmten Zeitpunkt. 

Schritt 2: Richtigen Kaufpreis festlegen

Hier ist das Angebot-Nachfrage-Verhältnis zu beachten. Natürlich möchte jeder Verkäufer sein Objekt zum bestmöglichen Verkaufspreis in möglichst kurzer Verkaufszeit veräußern.

Wer sein Objekt aber zu niedrig anbietet, verkauft seine Immobilie unter Wert. Im Gegensatz dazu schreckt ein zu hoher Angebotspreis potenzielle Interessenten ab.

Gewerbemakler übernehmen hier für Sie eine realistische Kaufpreisermittlung über das Ertragswertverfahren und unter ökonomischen und unternehmerischen Aspekten.

Schritt 3: Erforderliche Unterlagen und Verträge bereithalten

Zu dem erfolgreichen und zeitnahen Verkauf einer Gewerbeimmobilie gehört die Vorlage der vollständigen Unterlagen bei Verkaufsgesprächen. Die meisten Unterlagen sind beim Bauordnungsamt zu beziehen. Vorzulegen sind:

  • ein aktueller Grundbuchauszug (Belastungen und Rechte Dritter)
  • ein genehmigter Bebauungsplan (Nachweis Baurecht)
  • ein Flurkartenauszug / Lageplan
  • Baupläne im Maßstab 1:100 (noch besser: detailliertere Werkpläne in 1:50)
  • Berechnungen der Nutzflächen
  • die Berechnung der Kubatur (umbauter Raum)
  • der Auszug aus dem Baulastenverzeichnis
  • Baubeschreibungen, vor allem für An- und Umbauten
  • Instandhaltungs- und Sanierungsnachweise (Handwerkerrechnungen mit detaillierten Leistungsbeschreibungen)
  • die Betriebskostenaufstellung (Steuer, Versicherungen, Energiekosten, Instandhaltungen und sonstige Kosten der letzten zwei Jahre)
  • gegebenenfalls Miet-/Pachtverträge der letzten drei Jahre
  • gegebenenfalls Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre
  • der Energieausweis

4. Vermietete Objekte sind von Vorteil

Gewerbeimmobilien, die bereits vermietet sind, verkaufen sich in der Regel besser und auch hochpreisiger als leerstehende Objekte.

Für Käufer bietet es den klaren Vorteil der Risikominimierung, wenn ein Objekt bereits vermietet ist.

Denn so weiß der Käufer, mit welchen Mieteinnahmen er in den nächsten Jahren rechnen kann und wie hoch das Risiko ist, falls es einen Zahlungsausfall gibt.

Ausnahme: Wenn der Käufer die Immobilie selbst nutzen möchte, erzielen auch nicht vermietete Objekte hohe Verkaufspreise. In den meisten Fällen mieten sich Unternehmer aber lieber ein, als selbst zum Eigentümer zu werden.

5. Wie wird der Preis bestimmt

Der Verkehrswert bei Gewerbeimmobilien wird vor allem mit dem Ertragswertverfahren berechnet. Grundlage sind der Bodenwert sowie der Gebäudeertragswert, der sich unter anderem aus den Mieteinnahmen und den Bewirtschaftungskosten ergibt.

Bei der Preisermittlung sind die Marktgesetze des jeweiligen Gewerbeteilmarkts zu beachten, die unterschiedliche Faktoren für die Kaufpreisermittlung zu Grunde legen. So gibt es für Büroimmobilien einen anderen Markt als für Handelsimmobilien. Vor dem Verkauf sollte dementsprechend eine umfangreiche Marktanalyse durchgeführt werden.

Auf Grund der komplexen Faktoren für eine realistische Preisfindung sollten im Idealfall Fachleute mit der Ermittlung beauftragt werden.

Die folgenden Kriterien sind relevant für die Immobilienbewertung:

  • Lage: Je nach Nutzung der Immobilie; so erzielen z. B. Ladenlokale in Haupteinkaufsstraßen höhere Verkaufspreise als in Nebenstraßen. Weiterhin entscheidend ist die großräumliche Lage. Liegt das Objekt zentral in einer größeren Stadt mit guter Verkehrsanbindung oder im ländlichen Raum?
  • Mieteinnahmen: Höhe, Sicherheit und Dauerhaftigkeit der zu erwartenden Einnahmen 
  • Vermietet oder leerstehend: Vermietete Objekte lassen sich hochpreisiger verkaufen als leerstehende Objekte, da sie dem neuen Besitzer mehr finanzielle Sicherheit bieten.
  • Zustand: Sind Instandhaltungs- oder Renovierungskosten zu erwarten?

Verkaufen mit Makler – Ihre Vorteile

Zeitersparnis!

Ein guter Makler verkauft
Ihre Immobilie schneller.

Guter Verkaufspreis!

Ein guter Makler erzielt für Sie
einen guten Verkaufspreis.

Ein guter Makler bietet Ihnen
Erfahrung und Sicherheit.

Источник: https://www.makler-vergleich.de/immobilien-verkauf/hausverkauf/hausverkauf-tipps-ratgeber/gewerbeimmobilie-verkaufen.html

Immobilie verkaufen | Darauf müssen Sie als Eigentümer achten

Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Nicht jede Immobilie ist für den permanenten Besitz gemacht.

Besitzen Sie aktuell ein Objekt und möchten die Immobilie verkaufen, werden Sie zahlreiche Schritte durchlaufen müssen, bis der Vertrag unterzeichnet wird.

Wie genau es abläuft, wenn Sie eine Immobilie verkaufen, ob Sie einen Makler benötigen oder nicht, wie Sie den Immobilienwert ermitteln und viele weitere Informationen erhalten Sie jetzt.

Inhaltsverzeichnis

Welche Fragen sollte ich mir stellen?

Wichtig vor dem Immobilienverkauf oder auch dem Immobilien-Teilverkauf (oder generell jeder Entscheidung im Leben) ist es, sich selbst einige Fragen ehrlich zu beantworten. Dazu gehören etwa die folgenden Punkte:

  1. Möchte ich ausschließlich die Immobilie verkaufen, um Geld daran zu verdienen? Dann steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, was Einfluss auf den Zeitpunkt des Verkaufes hat.
  2. Wie sieht es mit der Spekulationsfrist aus? Daraus ergeben sich eventuell sehr hohe zu zahlende Steuerbeträge, die bedacht werden sollten, bevor Sie die Immobilie verkaufen.
  3. Ist aktuell überhaupt die Zeit gekommen, ein Haus zu verkaufen? Wie jeder Markt unterliegt auch der Immobilienmarkt starken Schwankungen, die dafür sorgen könnten, dass Sie Ihre Immobilie noch halten sollten.

Nicht jede dieser Fragen lässt sich ohne professionelle Hilfe klären. Möchten Sie eine Immobilie verkaufen, aber kennen sich auf dem Immobilienmarkt nicht aus, werden Sie auch nicht einschätzen können, ob jetzt verkauft werden sollte oder nicht. Holen Sie sich daher professionelle Unterstützung ins Boot, um den Gewinn beim Verkauf zu maximieren.

Die Immobilienbewertung: Wie viel Geld bekomme ich für meine Immobilie?

Um einen realistischen Verkaufswert zu erzielen, muss eine Bewertung von unabhängiger Seite stattfinden, bevor Sie die Immobilie verkaufen.

In den letztendlichen Wert fließen zahlreiche Faktoren ein: aktueller Zustand, regionale Unterschiede, zukünftige Entwicklung der Region, eventueller Sanierungsbedarf und vieles mehr.

Dabei ist es von großer Bedeutung, mit dem “richtigen” Preis am Markt aufzutauchen. Einen ausführlichen Artikel dazu, wie Sie den Immobilienwert ermitteln finden ebenfalls in unserem Magazin.

Sollten Sie unter Wert Ihre Immobilie verkaufen, verschenken Sie viel Geld – fünf- oder gar sechsstellige Beträge.

Verlangen Sie im Vergleich zu ähnlichen Immobilien in der Region einen zu hohen Kaufpreis, werden Sie hingegen nur schwer einen Käufer finden.

Das kann sich auch auf die Zukunft auswirken, denn selbst, wenn Sie mit dem Preis etwas nachlassen, kann es sein, dass Sie aufgrund des aufgebauten Images (“Der will uns das Geld aus der Tasche ziehen”) Probleme bekommen werden, einen Käufer zu finden.

Beim Immobilien-Privatverkauf sollten Sie daher vorrangig drei Werte im Hinterkopf behalten:

  • Der Vergleichswert wird ermittelt, indem ähnliche Objekte – was beispielsweise auch für Eigentumswohnungen gilt – mit Ihrer Immobilie verglichen werden. Dabei handelt es sich zwar nur um einen Richtwert, der ist aber stets besser als überhaupt kein Wert.
  • Wenn Sie eine Immobilie verkaufen wie etwa ein Haus, spielt auch der Sachwert eine große Rolle. Lage, Abnutzung, Baukosten, Grundstückswert und viele weitere Faktoren fließen ein, um den Sachwert zu ermitteln.
  • Vorrangig bei vermietbaren Immobilien – etwa Mehrfamilienhäusern – wird der Ertragswert in die Immobilienbewertung eingebracht. Er gibt an, welchen Ertrag der Käufer vom Kauf zu erwarten hat. Da Häuser in guter Lage mit entsprechend hoher Miete auch mehr Gewinn erwirtschaften, steigt somit auch der Verkaufswert dieser Immobilie.

Bei einem Immobilien-Teilverkauf profitieren Sie davon, dass seriöse Anbieter (wie Heimkapital) in der Regel alle notwendigen Schritte für Sie übernehmen und den Verkaufsprozess professionell steuern, um den bestmöglichen Preis am Markt zu erzielen. Zwar können Sie auch Immobilien verkaufen ohne Makler, dann besteht aber immer die Gefahr, dass Sie nicht den optimalen Wert für Ihre Immobilie erzielen.

Wichtige Fristen bei Mietobjekten

Sobald Sie Ihre Immobilie verkaufen, fallen eventuell steuern an. Das hängt davon ab, wie das Objekt bislang genutzt wurde. Nutzen Sie es ausschließlich selbst – entweder seit Ende der Bauarbeiten, falls es ein Neubau war, oder mindestens drei Jahre inklusive Verkaufsjahr -, fallen auch keine Steuern an.

Die Sachlage ändert sich, wenn Sie eine Immobilie verkaufen, die vermietet wird. Das können Mietwohnungen ebenso sein wie etwa Ferienhäuser. Diese müssen sich seit mindestens zehn Jahren in Ihrem Besitz befinden, bevor Sie das Objekt steuerfrei veräußern können. Der Fachjargon nennt dies auch die Spekulationsfrist.

[attention type=red]

Wie hoch der Steuersatz genau ausfällt, lässt sich nicht pauschalisieren, da viele verschiedene Faktoren den Steuersatz beeinflussen. Keinesfalls bewegen Sie sich jedoch im vierstelligen Bereich: Eine fünfstellige Summe in mittlerer Höhe können Sie einplanen, wenn es um die Spekulationssteuer geht, sobald Sie Ihre Immobilie verkaufen.

[/attention]

Es kann natürlich trotzdem sein, dass sich der Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist lohnt – das sollten Sie unbedingt abwägen, bevor Sie die Immobilie verkaufen.

Was muss ich bereitstellen?

Bevor Sie eine Immobilie verkaufen, müssen Sie einige Unterlagen bereitstellen. Theoretisch ist das auch im Nachgang möglich, allerdings sollten Sie frühzeitig alle erforderlichen Dokumente vorbereiten – denn das schafft Vertrauen.

Möchten Sie eine Immobilie verkaufen, brauchen Sie zunächst einen aktuellen Grundbuchauszug. Das schafft für den Käufer Vertrauen, da darin die Eigentumsverhältnisse klar geregelt sind, eventuelle Grundschulden gelistet sind, mögliche Hypotheken und weitere Informationen. Da ein Hauskauf immer eine finanziell kostspielige Angelegenheit ist, wird kein Käufer darauf verzichten wollen.

Kümmern Sie sich außerdem um einen aktuellen Energieausweis. Das gilt heute mehr denn je, denn Käufer achten auch auf die Nachhaltigkeit ihrer neuen Immobilie. Vor allem nach Umbauarbeiten sollten Sie außerdem den Grundriss des Hauses aktualisieren lassen. Falls Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten, hinterlässt ein falscher Grundriss immer einen schlechten Eindruck.

Zu guter Letzt sollten Sie auch den von der Immobilienbewertung ermittelten Preis bereitstellen. Da es sich bei den Gutachtern um unabhängige Unternehmen handelt, bekommt der Käufer damit ein Gefühl von Sicherheit, bevor Sie die Immobilie verkaufen.

Ich möchte Immobilien privat verkaufen – lohnt sich das?

Der Verkauf von Immobilien erfolgt in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Makler. Rein rechtlich gesehen steht Ihnen die Chance offen, privat die Immobilie zu verkaufen – aber für die allermeisten Immobilienbesitzer ist das keine gute Idee, da Immobilien verkaufen ohne Makler zahlreiche Risiken birgt.

Das liegt am umfangreichen Aufgabengebiet des Maklers: Die Person kann ein ansprechendes Exposé der Immobilie auf eine professionelle Weise gestalten, er kennt womöglich bereits eine Gruppe aus Interessenten, die in einer Datenbank gespeichert sind und kennt sich mit den rechtlichen Fragen beim Hausverkauf aus. Außerdem greift er auch dem potenziellen Käufer unter die Arme, indem er etwa bei der Finanzierung des Hauskaufes hilft, die Bonität prüft und ähnliche Anliegen durchführt. Mit anderen Worten: Sie können wesentlich entspannter Ihre Immobilie verkaufen.

Zusätzlich besitzt er die Funktion eines Vermittlers: Dinge, die sich Käufer und Verkäufer nur ungern direkt ins Gesicht sagen, werden einem Makler gegenüber mit deutlich weniger Zurückhaltung geäußert.

[attention type=green]

Da er am Verkauf der Immobilien nur indirekt beteiligt ist, sind Menschen ihm gegenüber oft ehrlicher. Für Sie als Verkäufer sind alle genannten Punkte ein Vorteil, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten.

[/attention]

Möchten Sie Ihre Immobilien privat verkaufen, sollten Sie also ganz genau wissen, was Sie tun.

Der typische Ablauf beim Immobilienverkauf

Gebäudebesitzer, die eine Immobilie verkaufen, durchlaufen in der Regel immer dieselben Schritte (eventuell in ihrer Reihenfolge jedoch leicht variiert). Grob lässt sich dieser Ablauf wie folgt zusammenfassen:

  1. Sie setzen sich mit einem Makler in Verbindung und erklären Ihren Wunsch, die Immobilie zu verkaufen. Da sich diese Person damit auskennt, werden zeitnah alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet. Auch die Immobilienbewertung findet in dieser Phase statt.
  2. Sie kümmern sich um die Beschaffung der beschriebenen Dokumente, bevor Sie die Immobilie verkaufen. Je ausführlicher die Dokumentation, desto besser kann der Makler sie nutzen, um die Verkaufsmaterialien vorzubereiten und einen Käufer zu finden.
  3. Haben Sie bzw. der Makler potenzielle Käufer gefunden, gilt es, Besichtigungstermine zu vereinbaren. Kleiner Tipp: Legen Sie die Termine so, dass die Immobilie zu dieser Zeit im bestmöglichen Licht erstrahlt. Handelt es sich vielleicht um ein Einfamilienhaus, sollten Sie keinen Zeitpunkt wählen, zu dem der prachtvolle Garten von einem großen Schatten überlagert wird. Kleinigkeiten wie diese helfen Ihnen dabei, die Immobilie zu verkaufen.
  4. Sind Sie sich mit einem Käufer einig geworden, gilt es, einen Kaufvertrag aufzusetzen. Um eine Immobilie zu verkaufen, existieren Standardformulare, die dann mit spezifischen Details erweitert werden. Vielleicht möchte einer der Parteien, dass bestimmte Objektmerkmale oder Mängel erwähnt werden, sofern bekannt. Diese Phase kann recht viel Zeit in Anspruch nehmen, um einen beidseitig zufriedenstellenden Vertrag zu erhalten.

Nach Vertragsabschluss haben Sie es geschafft und die Immobilie ist verkauft. Der Weg, um Ihre Immobilie zu verkaufen, wurde von uns natürlich stark vereinfacht dargestellt. In der Realität stecken in diesen vier Schritten viele Monate Arbeit.

Fazit

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, kommen zahlreiche Pflichten auf Sie zu – und Fehler können teuer sein. Der Verkauf von Immobilien ist aufwendig und daher für einen Laien kaum ohne Unterstützung zu leisten.

Vom Immobilien-Privatverkauf müssen wir für den durchschnittlichen Immobilienbesitzer leider abraten: Immobilienwert ermitteln, Marketingwege aufspüren und nutzen, Interessenten finden und die notwendige notarielle Arbeit wächst Ihnen sonst schnell über den Kopf.

Wir hoffen allerdings, dass unser Ratgeber Ihnen einen ersten Überblick über dieses komplexe Themenfeld verschafft hat.

*Der Inhalt, Ratschläge und die angegebenen Informationen der Magazinseiten dienen allein informativen Zwecken und können keine Einholung von Rechtsrat ersetzen

Источник: https://www.heimkapital.de/magazin/immobilie-verkaufen/

Immobilienmakler verkaufen im Auftrag Gewerbeimmoblien

Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Gut zu wissen

  • Gewerbeobjekte weisen Besonderheiten bei Wertermittlung, im Steuerrecht & Baurecht auf.
  • Die erfolgreiche Vermarktung von Gewerbeimmobilien setzt fundierte Fachkenntnisse voraus.
  • Ein guter Makler bietet bedeutende Vorteile durch seine Erfahrung und seine Kontakte.Unser Service: Wir empfehlen unseren amarc21 Gewerbespezialisten in Ihrer Region.

Definition: 

  • Gewerbliche Immobilien werden nicht oder nur teilweise zu Privatzwecken genutzt.
  • Die Hauptnutzung eines Gewerbeobjekts ist immer gewerblich, gewerblich-selbstständig oder freiberuflich-selbständig.
  • Auch die Nutzung eines Gebäudes für öffentliche Zwecke wie Behörden oder öffentliche Unternehmen gilt als gewerblich.

2. Typen von Gewerbeimmobilien – Unternehmensimmobilien

Vor dem Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie sollten Sie eine klare Zuordnung Ihres Verkaufsobjekts in die Art der Gewerbeimmobilie treffen. Nur so können Sie Ihre Käufer-Zielgruppe finden, die sich speziell für Ihre Art von Gewerbe interessieren. Auch der zu erzielende Verkaufspreis steht in Abhängigkeit zur Gewerbeart, da jede eine unterschiedliche Marktsituation aufweist.

3. Tipps zum Verkauf einer Gewerbeimmobilie

Gewerbebesitzer, die planen ihr Objekt als Kapitalanlage nutzen, sollten vor dem Verkauf folgende Tipps für eine erfolgreiche Verkaufsabwicklung beachten:

3.1 Umfangreiche Markt- und Teilmarktanalyse durchführen

Zu welchem Teilmarkt gehört Ihre Gewerbeimmobilie – ist sie ein z. B. Büro- oder Praxisobjekt oder eine Produktionsimmobilie. Für jeden Teilmarkt gibt es andere Zusammensetzungen von Preisen und Interessenten die es gilt zu berücksichtigen. Zur Marktanalyse gehört das Erfassen des Marktvolumens und der Marktentwicklung zu einem bestimmten Zeitpunkt.

3.2 Richtigen Kaufpreis festlegen

Hier ist das Angebot-Nachfrage-Verhältnis zu beachten. Natürlich möchte jeder sein Objekt zum bestmöglichen Verkaufspreis in möglichst kurzer Verkaufszeit veräußern.

Wer sein Objekt aber zu niedrig anbietet, verkauft seine Immobilie unter Wert. Im Gegensatz dazu schreckt ein zu hoher Angebotspreis potenzielle Interessenten ab.

Gewerbemakler übernehmen hier für Sie eine realistische Kaufpreisermittlung über das Ertragswertverfahren und unter ökonomischen und unternehmerischen Aspekten.

3.3 Erforderliche Unterlagen und Verträge bereithalten

Zu dem erfolgreichen und zeitnahen Verkauf einer Gewerbeimmobilie gehört die Vorlage der vollständigen Unterlagen bei Verkaufsgesprächen. Die meisten Unterlagen sind beim Bauordungsamt zu beziehen. Vorzulegen sind:

  • ein aktueller Grundbuchauszug (Belastungen und Rechte Dritter)
  • ein genehmigter Bebauungsplan (Nachweis Baurecht)
  • ein Flurkartenauszug / Lageplan
  • Baupläne im M. 1:100 oder besser als detailliertere Werkpläne M. 1:50
  • Berechnungen der Nutzflächen
  • die Kubatur Berechnung
  • der Auszug aus dem Baulastenverzeichnis
  • Baubeschreibungen, gerade bei An- und Umbauten
  • Instandhaltungs- und Sanierungsnachweise (Handwerkerrechnungen mit detaillierten Leistungsbeschreibungen)
  • die Betriebskostenaufstellung (Steuer, Versicherungen, Energiekosten, Instandhaltungen und sonstige Kosten der letzten zwei Jahre)
  • gegebenenfalls Miet-/Pachtverträge der letzten drei Jahre
  • gegebenenfalls Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre
  • der Energieausweis

Entscheidende Kriterien für eine Immobilienbewertung:

  • die Lage– in Anhängigkeit von der jeweiligen NutzungSo erzielen z. B. Ladenlokale in Haupteinkaufsstraßen höhere Verkaufspreise als in Nebenstraßen. Weiterhin entscheidend ist die großräumliche Lage. Liegt das Objekt zentral in einer größeren Stadt mit guter Verkehrsanbindung oder im ländlichen Raum?
  • die Mieteinnahmen– neben der Höhe auch in Anbetracht von Sicherheit und Dauerhaftigkeit
  • Vermietet oder unvermietetVermietete Objekte lassen sich in puncto Sicherheit hochpreisiger verkaufen als leerstehende Objekte.
  • Der Zustand– im Hinblick auf die Instandhaltungs- oder Renovierungskosten

6. Gewerbeimmobilie Verkaufen: privat oder mit Makler?

Beim Verkauf von gewerblichen Immobilien wird meist auf Grund der Komplexität der erforderlichen Kenntnisse ein spezialisierter Gewerbemakler beauftragt. Die Vermarkung ist im Vergleich zu Immobilien mit Wohnnutzung wesentlich vielschichtiger, da neben wirtschaftlichen Interessen potenzieller Käufer auch das öffentliche Bau- und Planungsrecht mit einbezogen werden müssen.

Vorteile für einen Verkauf mit amarc21 Gewerbemakler

  • Der amarc21 Gewerbemakler besitzt die nötigen Fachkenntisse zur Berechnung des Verkehrswerts durch das übliche Ertragswertverfahren.
  • Gewerbeimmobilienverkäufer haben gute Kontakte zu Investoren und können auf Grund dessen langwierige Verkaufsprozesse beschleunigen.
  • Professionelle Verkaufsgespräche werden absolut sachlich und emotionslos geführt – Privatverkäufern fällt dies mangels Erfahrung meist schwer.

7. Steuerliche Besonderheiten beim Verkauf einer Gewerbeimmobilie

Der Verkaufserlös einer Gewerbeimmobilie unterliegt nicht nur der Einkommens-steuer sondern auch der Gewerbesteuer.

7.1 Einkommenssteuerpflicht:

  • Wenn der Eigentümer die Immobilie nicht selbst bewohnt
  • und der Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf erfolgt, muss er Einkommensteuer für die Verkaufssumme zahlen.

Wenn die Immobilie zum Betriebsvermögen zählt

Wenn die verkaufte Immobilie allerdings zum Betriebsvermögen zählt, ist die sog.

Spekulationsfrist von bis zu 10 Jahren ungültig und es werden weiterhin Steuern auf den Verkaufsgewinn fällig.

7.2 Gewerbesteuerpflicht:

Wenn ein Eigentümer innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Immobilien verkauft, liegt für das Finanzamt keine private Vermögensverwaltung, sondern gewerblicher Grundstückshandel nach der sogenannten Drei-Objekt-Grenze.
Bei Aufgabe und/oder Veräußerung eines Betriebs kann der Veräußerungsgewinn bei der Einkommensteurer auch begünstigt werden.

Hierzu zählen z.B.

  • der Freibetrag wegen Alters,
  • die Anwendung eines besonderen Steuersatzes auf außerordentliche Einkünfte und
  • die Anwendung eines Teileinkünfteverfahrens bei Anteilen von Kapitalgesellschaften im Betriebsvermögen.

amarc21 Tipp: Immobilienbesitzer, die einen Verkauf planen, sollten sich im Vorfeld von einem Steuer- bzw. Finanzexperten beraten lassen, um mögliche Steuervorteile effektiv zu nutzen.

8. Bau- und planungsrechtliche Belange

Bei Interessenten spielen auch planungsrechtliche Belange eine Rolle für die Kaufentscheidung.

Für eine geplante Nutzungsänderung des Gewerbeobjekts ist das öffentliche Bau- und Planungsrecht einschl. des Emissionsschutzrechts, die nachbarrechtliche Situation und ggf. die Altlastenfrage zu berücksichtigen.

Rechtsgrundlage ist der Bebauungsplan nach Baunutzungsverordnung (kurz BauNVO) in dem die Art und das Maß der baulichen Nutzung festgesetzt sind.

[attention type=yellow]

Auch zulässige Nutzungskombi-nationen wie Wohngebäude und nicht störendes Gewerbe sind im Bebauungsplan verzeichnet.

[/attention]

Источник: https://www.amarc21.de/eigentuemer/verkaufen/

Gewerbeimmobilien schnell und effizient verkaufen

Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Ähnlich dem Verkauf nicht-gewerblicher Immobilien, gibt es Konditionen und Eigenschaften, die sich in besonderem Maße auf den Verkaufspreis auswirken. Die folgenden Aspekte sind entscheidend:

  • Lage: Befindet sich das Objekt in einer entsprechend passenden Lage? Ein Kaufhaus beispielsweise ist am besten in einer Großstadt platziert. Ein ländliches Gebiet mit wenig Zufahrt wäre hingegen unvorteilhaft.
  • Zustand: Sind zukünftig hohe oder eher geringe Instandhaltungs- und Renovierungskosten zu erwarten?
  • Vermietet oder unvermietet: Ist die Immobilie vermietet, so ist diese Tatsache positiver zu bewerten, als ein Leerstand, der Fragen aufwirft: Warum und wie lange? Aber: Es ist nur dann relevant, wenn der Käufer diese nicht selber nutzen will.
  • Mieteinnahmen: Bei vermieteten Objekten interessiert potenzielle Käufer besonders die Höhe, die Ausfallsicherheit und die Datierung des Mietvertrags.

Übrigens beeinflusst auch der Verkaufszeitpunkt den Preis einer Immobilie. Lesen Sie dazu weiterführend unseren Ratgeber-Artikel.

6. Wie ist das Steuerrecht beim Verkauf einer Gewerbeimmobilie?

An sich fallen beim Verkauf eines Firmengebäudes die gleichen Steuerarten an, wie beim privaten Hausverkauf:

  • Spekulationssteuer: Sollte die zu verkaufende Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach ihrem Erwerb mit einem Gewinn den Besitzer wechseln, ist dieser Vorgang steuerrechtlich ein Spekulationsgeschäft. Es muss Spekulationssteuer entrichtet werden.
  • Steuersatz: Verkaufsgewinne sind in Höhe des persönlichen Einkommenssteuersatzes zu versteuern.
  • Steuerminderung: Die Steuerlast kann gemindert werden, indem alle beim Verkauf anfallenden Kosten mit dem Verkaufsgewinn verrechnet werden. Dabei verringern zum Beispiel Kosten für den Notar, für das Gutachten, den Energieausweis, der Aufwand für Reparaturen und Renovierungen oder etwa andere Werbungskosten den erzielten Gewinn.
  • Gewerbesteuer: Die anfallende Gewerbesteuer fällt an, wenn Sie innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als drei Objekte veräußert haben. In diesem Fall wird Ihnen ein gewerblicher Handel mit Immobilien unterstellt.

Gewerbeimmobilie steuerfrei verkaufen durch die Rücklage

§ 6b des Einkommensteuergesetzes (EStG) regelt die “Übertragung stiller Reserven bei der Veräußerung bestimmter Anlagegüter”. Verkaufen Sie eine Gewerbeimmobilie gewinnbringend, so bilden Sie in der Regel eine Rücklage aus dem versteuerten Gewinn.

Mit stillen Reserven können Sie jedoch in Einzelfällen auch steuerfrei Rücklagen bilden und zwar, wenn die Immobilie wegen höherer Gewalt oder einem behördlichen Eingriff aus dem Betrieb ausscheidet (R 6.6 Abs. 1 EStR).

Demnach ist ein steuerfreier Verkauf einer im Betriebsvermögen gebundenen Immobilie möglich, und zwar durch stille Reserven aufgrund einer Ersatzbeschaffung, also eines erneuten Immobilienkaufs (Ersatzwirtschaftsgut). Grundsätzlich müssen stille Reserven versteuert werden.

Haben Sie allerdings vor, eine neue Gewerbeimmobilie zu kaufen, so können Sie die den Erlös aus dem Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie mit stillen Reserven in einer Rücklage binden und Steuern sparen. Beim Kauf einer Ersatzimmobilie innerhalb von 4 Jahren nach Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilie wird die Rücklage von den Kosten für die neue Immobilie abgezogen.

Die Frist zur Beschaffung einer Ersatzimmobilie beträgt bei einem Neubau sogar 6 Jahre. Weitere Voraussetzung ist, dass sowohl die alte als auch die neue Immobilie zum inländischen Betriebsvermögen gehören und sich die verkaufte Immobilie mindestens sechs Jahre im Anlagevermögen befunden hat. Da die stillen Reserven während dieser Zeit als Rücklage in der Bilanz gebunden werden, fallen keine Steuern für den Verkauf der Gewerbeimmobilie an.

Steuerberechnung

Die Spekulationssteuer beim Verkauf einer Gewerbeimmobilie beträgt bis zu 40 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie. Lassen Sie Ihre Gewerbeimmobilie kostenlos von McMakler bewerten, um bereits vor dem Verkauf die Spekulationssteuer zu berechnen.

KOSTENLOSE IMMOBILIENBEWERTUNG

Die Berechnung der Gewerbesteuer ist sehr komplex. Die Steuer ergibt sich aus Ihrem Gewinn aus dem Gewerbebetrieb unter Berücksichtigung von Hinzurechnungen und Kürzungen gemäß §8 und §9 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) sowie des Hebesatzes der Gemeinde und der Rechtsform Ihres Unternehmens.

Fazit: Zielgruppe definieren und Wertgutachten erstellen

Der Verkauf von Gewerbeimmobilien ist grundsätzlich etwas aufwendiger als der von Privatimmobilien. Im ersten Schritt sollten Sie die Zielgruppe klar eingrenzen. Anschließend lassen Sie ein professionelles Wertgutachten erstellen, um mit fundierten Informationen in spätere Preisverhandlungen einsteigen zu können.

Für den Verkauf ist es zudem wichtig, dass Sie Unterlagen wie etwa Baupläne oder die Nutzflächenberechnung parat haben. Zu guter letzt, müssen Sie den erzielten Verkaufsgewinn dann unter Umständen versteuern.

Bildquelle: iStock.com/Nikada

Источник: https://www.mcmakler.de/ratgeber/immobilienverkauf/gewerbeimmobilie-verkaufen

Gewerbeimmobilien verkaufen, ohne Gewinn liegen zu lassen

Gewerbeimmobilie verkaufen: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen, dann müssen Sie darauf achten, sich und Ihren Gewinn zu schützen.

Es gibt viele Fehler, die vor allem Laien machen, die sich auf einmal mit einer Gewerbeimmobilie konfrontiert sehen.

Damit Sie beim Verkaufspreis dem Käufer keinen Gefallen tun, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Fragen und Tipps rund um das Thema Gewerbeimmobilien aufgelistet.

Was ist überhaupt eine Gewerbeimmobilie?

Bevor Sie Ihre Gewerbeimmobilien überhaupt verkaufen können, sollten Sie sich einen Überblick über den Begriff und seine Formen machen. Unter einer Gewerbeimmobilie versteht man eine Immobilie, die nicht zur Miete, sondern für gewerbliche Zwecke genutzt wird. Diesen gewerblichen Zweck kann man grundsätzlich in sechs verschiedene Formen unterteilen:

  1. Büroimmobilien, zu denen Bürokomplexe und Co-Working Spaces in allen Größen zählen
  2. Handelsimmobilien, also Orte, an denen etwas verkauft wird (z.B. Ladengeschäfte)
  3. Logistikimmobilien, die zum Lagern von Waren oder Ersatzteilen genutzt werden
  4. Produktionsimmobilien, die die Fertigungswerke und Firmen abdecken
  5. Freizeitimmobilien, wie Fitnesscenter und verschiedene Veranstaltungsorte
  6. Spezialimmobilien, die nur für gewisse Zwecke genutzt werden können (Stadien, Flughäfen etc.)

Marktanalyse: Welche Faktoren sind wichtig, wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen?

Gewerbeimmobilien verkaufen: eine Marktanalyse deckt wichtige Verkaufsfaktoren auf

Für den Verkauf Ihrer Gewerbeimmobilien ist es wichtig, dass Sie nicht auf etwaige Erfahrungen in der Wohnbranche zählen können. Der Markt für Gewerbeimmobilien ist sehr dynamisch und konkurrenzgetrieben.

Je mehr Konkurrenz Sie bei Ihrer Immobilie haben, desto weniger Käufer werden auf Sie zukommen. Zudem gibt es allgemein weniger Käufer in diesem Sektor.

Alle Menschen müssen irgendwo wohnen, doch nur die wenigsten betreiben ein Unternehmen oder ein Ladengeschäft.

Auch die Konjunktur hat einen starken Einfluss auf das Gewerbe und damit auf die Nachfrage nach Ihrer Gewerbeimmobilie. Gewerbemakler wollen Ihnen helfen, sehen sich jedoch meistens als überfordert mit den komplexen Anforderungen, wenn Sie eine Gewerbeimmobilie bewerten sollen.

[attention type=red]

Unser Tipp: Wir von der Ruof Immobilienbewertung konnten in den vergangenen Jahren sehr viel Erfahrung mit Gewerbeimmobilien sammeln und viele Kunden zufriedenstellen. Auf unserer Website können Sie bei unserem Blog weiteres Wissen rund um die Immobilienbranche sammeln. Besuchen Sie also direkt unseren Blog und profitieren Sie von unserer Erfahrung!

[/attention]

Achten Sie bei Ihrer Immobilie also auf die Lage und die jeweilige Form, sowie die Konkurrenz und die Konjunktur.

Marktcheck in Deutschland: Wie stehen Gewerbeimmobilien da?

Bevor Sie eine Gewerbeimmobilie verkaufen, sollten Sie sich zunächst mit dem Markt in Deutschland vertraut machen. Dieser Markt boomt in den letzten Jahren immer mehr und wächst weiter an. Derzeit erzielen die knapp 58.000 Gewerbeimmobilien einen Umsatz von knapp 60 Milliarden Euro. Es ist also auch für Sie und Ihre Gewerbeimmobilie noch Platz in diesem Markt.

Wer kann eine Immobilie besser bewerten: Ein Makler oder ein Gutachter?

Bevor wir mit dem Vergleich beginnen, wollen wir Sie darauf hinweisen, dass es für Sie enorm wichtig ist, eine richtige Bewertung zu erhalten.

Wenn Sie eine Gewerbeimmobilie verkaufen wollen, dann handelt es sich dabei meist um ein Objekt, dass wertvoll, aber schwer zu bewerten ist.

Einige Prozentpunkte an Abweichung können bei einer Immobilie, die teilweise mehrere Millionen Euro wert ist, schwer ins Gewicht fallen.

Unser Tipp: Sparen Sie nicht an der falschen Ecke, sonst freut sich am Ende nur der Käufer.

Ein Makler hat meist viel Erfahrung mit Wohnimmobilien und kann diese auch relativ zuverlässig bewerten. Diese Form der Immobilien macht beinahe den gesamten Teil seiner Arbeit aus. Aus diesem Grund wird er mit einem geschulten Auge auf Ihren Verkauf schauen.

Allerdings ist sein Auge in einem anderen Bereich geschult worden und seine Erfahrung im Bereich der Gewerbeimmobilien ist meist nur marginal. Das ist nicht weiter verwunderlich, da beinahe 70% der Immobilien Wohnimmobilien sind. Demgegenüber werden nur 5% der gesamten Immobilien für gewerbliche Zwecke genutzt.

Wenn nun ein Makler Ihre Immobilie bewertet, dann wendet er sein Wissen aus der Wohnbranche auf die Gewerbebranche an und das ist oft fatal.

Ein Immobiliengutachter dagegen sammelt seine Erfahrung oft eher mit den Gewerbeimmobilien, da diese in der Regel teurer sind und dort eher Gutachter gesucht werden.

Bei einer Immobilie, deren Wert in den zweistelligen Millionenbereich geht, wird wohl beinahe jeder Verkäufer einen Gutachter einsetzen. Meistens tun sich jedoch gerade bei den kleineren gewerblichen Immobilien große Unterschiede in der Bewertung auf, auch dort lohnen sich also Gutachter.

Somit sollte die Wahl bei einer gewerblichen Immobilie immer auf einen Gutachter statt auf einen Gewerbemakler fallen.

Für eine Top-Bewertung brauchen Sie also auch einen Top-Bewerter. Mit uns finden Sie einen kompetenten Partner, der bei komplexen Projekten ebenso gut beraten kann wie bei einer kleinen Lagerhalle. Unsere Bewertungen müssen dabei in vielen Fällen selbst vor Gericht stichhaltig sein. Das ist bei Eigentumsübertragungen im Fall von Erbe, Scheidung oder Schenkung oft notwendig.

Auf unserer Website haben wir unser Honorar und unsere Einsatzgebiete aufgelistet. Gerade bei Scheidungen, Schenkungen, Vormundschaft und Erbe fühlen sich die neuen Eigentümer häufig mit der Situation überfordert. Auf diese Fälle haben wir uns spezialisiert, damit wir Ihnen jederzeit helfen und gemeinsam den bestmöglichen Verkauf für Ihre Gewerbeimmobilie ermöglichen können.

Wie gehe ich vor, wenn ich eine Gewerbeimmobilie verkaufen will?

Wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen, sollten Sie sich an die folgenden Schritte halten, um am Ende nicht negativ überrascht zu werden:

  1. Marktanalyse: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Konkurrenz, die Nachfrage und die Konjunktur.
  2. Gutachten: Ein Gutachten dient Ihnen beim Verkauf als Anhaltspunkt und Verkaufsargument und ist deshalb von größter Bedeutung. Je professioneller, desto besser. Bei Ruof können Sie sich unverbindlich beraten lassen. Schauen Sie also direkt bei uns vorbei!
  3. Verkaufsunterlagen: Damit Sie beim Verkauf mit allen Unterlagen aufwarten können, haben wir Ihnen hier eine kurze Checkliste zusammengestellt:
  4. Energieausweis
    Grundbuchauszug
    Betriebskostenaufstellung (am besten die der letzten drei Jahre)
    Kubaturberechnung
    Baubeschreibung und etwaige Umbauten, die von Ihnen vorgenommen wurden
    Nutzflächenberechnung in m2
    Flurkartenauszug
    Bebauungsplan
    Sanierungen und Instandhaltungen der letzten Jahre
    Mietverträge mit dem Mieter der letzten 3 Jahre (soweit Mieter vorhanden)

  5. Preisbildung: Machen Sie dem Kunden ruhig erkenntlich, wie Sie auf den Verkaufspreis gekommen sind. Zumeist hilft eine sinnvolle Berechnung beim Verhandeln. Im Idealfall orientiert sich die Preisbildung an einem professionellen Gutachten.
  6. Steuern: Die meisten Menschen sind sich nicht darüber bewusst, wie teuer Steuern sein können. Auf diesen Punkt gehen wir deshalb an späterer Stelle genau ein.

Preisbildung: Wie komme ich auf den Preis, wenn ich meine Gewerbeimmobilie verkaufen will?

Es ist sehr wichtig, dass Sie wissen, wie der Preis der Gewerbeimmobilie zustande kommt.

Ein Immobilienmakler wird in den meisten Fällen nicht den korrekten Preis berechnen können, ein Gutachter trifft dort schon wesentlich bessere Annahmen.

Wir haben Ihnen an dieser Stelle angegeben, welche Komponenten ein Gutachter für die Berechnung des Preises mit einkalkuliert, damit Sie Ihre Immobilie bewerten können.

[attention type=green]

Wo liegt die Immobilie? Für unterschiedliche Arten von Gewerbeimmobilien ist eine andere Art der Lage optimal. Wenn Sie einen Laden besitzen, so sollte dieser nah an zentralen Punkten liegen, die von der Kundschaft frequentiert werden. Eine Einkaufsstraße ist ein gutes Beispiel dafür. Bei einem Lager bietet es sich an, in der Nähe von Unternehmen und dem Industriegebiet aufgestellt zu sein.

[/attention]

Wie hoch sind die laufenden Kosten? Auch diese Kosten hängen von den Umständen ab. Wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen, die als Büro fungieren, dann können Sie mit ca. 4 Euro pro m2 als Nebenkosten rechnen. Dies kommt durch Instandhaltung, Wartung und Heiz- sowie Wasserkosten zustande.

Vermietet oder unvermietet – Wie soll ich meine Gewerbeimmobilie verkaufen?

Bei einer Wohnimmobilie wird den Kunden teilweise geraten, Ihre Immobilie unvermietet zu verkaufen. So hat der Käufer die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wer einziehen soll. Wenn Sie Ihre Gewerbeimmobilie bewerten wollen, ist es aber interessant für Sie, dass ein bestehender Mietvertrag häufig als Pluspunkt gehandelt wird.

Dies liegt daran, dass bei Gewerbeimmobilien ein Mieter häufig schwerer zu finden ist als bei anderen Immobilien. Bei einem Verkauf heißt das für Sie, dass Sie den Mieter als Verkaufsargument einbringen und so den Kaufpreis erhöhen können.

Inbesondere bei Spezialimmobilien, einer möglichen Unterart der Gewerbeimmobilien, ist ein vorhandener Mieter sicher von Vorteil, da es oft an alternativen Nutzungsmöglichkeiten fehlt.

Gewerbeimmobilie verkaufen: Steuern – Segen oder Fluch?

Steuern sind in den meisten Fällen hohe Ausgaben, die Sie nicht wieder zurückbekommen. Wenn Sie Gewerbeimmobilien verkaufen wollen, so werden Sie auf den Kaufpreis Gewerbesteuer und Einkommenssteuer zahlen müssen.

Dafür sind Sie aber dazu in der Lage, Abschreibungen von Ihren Einnahmen abzusetzen. Dies verringert Ihre effektive Steuerzahlung pro Jahr teilweise deutlich. Somit können die Steuern bei einem Verkauf sowohl Segen als auch Fluch sein.

Suchen Sie sich am besten dennoch einen professionellen Steuerberater, der Sie in diesem Thema berät.

Der Gewerbeimmobilienverkauf – Mit oder ohne Makler?

Der Verkauf von Gewerbeimmobilien über einen Makler kann für Verkäufer von Vorteil sein

Ein Gewerbemakler bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Der größte Nachteil eines Gewerbemaklers liegt wohl darin begründet, dass er zwischen 6 und 7% des Verkaufspreises als Gebühr kassiert.

Dennoch bietet ein Gewerbemakler auch Vorteile, die die Gebühr wettmachen können. Neben der Zeitersparnis wirft ein Gewerbemakler auch einen Blick auf den Notarvertrag und sichert Sie somit vor Haftungsrisiken ab.

Zudem übernimmt der Gewerbemakler die Werbung und hat in den meisten Fällen einen besseren Überblick über den Markt. Es lohnt sich also einen Gewerbemakler zu engagieren, auch wenn er zuweilen recht teuer sein kann.

Tipp: Ein Gewerbemakler ist eine Vertrauensperson und dementsprechend gut sollte er ausgesucht sein. Achten Sie hierfür darauf, dass der Makler:

  • Keine Provision verlangt
  • Aus der Region kommt, in der Ihre Gewerbeimmobilie steht
  • Auf Ihre Anregungen, Fragen und Wünsche eingeht
  • Umgänglich ist, damit er die Kunden nicht verjagt

Sie können Ihre Gewerbeimmobilien verkaufen, ohne Gewinn liegen zu lassen

Damit Sie aber keinen Gewinn liegen lassen, sollten Sie sich auf jeden Fall ein professionelles Gutachten holen. Nur so können Sie den Preis richtig einschätzen und fallen nicht auf Ihren Kunden herein. Ein Gutachter ist dabei besser als ein Gewerbemakler. Er wird Ihre Gewerbeimmobilie nach dem Ertragswertverfahren bewerten.

Suchen Sie sich also zuerst einen professionellen Gutachter und machen Sie sich dann an die Checkliste. Bei uns auf der Website können Sie unverbindlich mit uns Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen. Wir stehen Ihnen gerne als kompetenter Partner zur Verfügung.

Lassen Sie uns also gemeinsam ein wirklich gutes Angebot erstellen und Ihre Gewerbeimmobilien verkaufen, ohne dass SIe Gewinn liegen lassen.

Verwendete Bilder in diesem Beitrag:

© Thomas Drouault – Unsplash
© Pierre Châtel-Innocenti – Unsplash

Источник: https://www.ruof-immobilienbewertung.de/gewerbeimmobilien-verkaufen-ohne-gewinn-liegen-zu-lassen/

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: