Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Präbiotika: Was sie bringen und in welchen Lebensmitteln sie stecken

Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Präbiotika sind bestimmte nicht verdaubare Nahrungsbestandteile, die sich positiv auf unsere Darmflora auswirken können. Wie genau Präbiotika wirken und in welchen Lebensmitteln diese enthalten sind, erfährst du in diesem Artikel.

Präbiotika bzw. Prebiotika sind nicht mit Probiotika zu verwechseln, sind für diese aber durchaus wichtig. Gemeinsam werden sie auch als Synbiotika bezeichnet und spielen eine wichtige Rolle für die Darmflora, die wiederum unter anderem für die Verdauung und das Immunsystem wichtig ist.

Um nachhaltig gesund zu bleiben, solltest du präbiotische Lebensmittel regelmäßig in deinen Speiseplan integrieren – und das ist gar nicht so schwer.

Präbiotika: Futter für die guten Darmbakterien

Präbiotika beeinflussen das Bakterien-Verhältnis in unserem Darm.

(Foto: CC0 / Pixabay / skeeze)

Im menschlichen Darm tummeln sich Billionen Mikroorganismen, die in der Gesamtheit auch Mikrobiom genannt werden und die natürliche Darmflora bilden.

In einem gesunden Darm überwiegen die gesundheitsfördernden „guten“ Bakterien. Gerät das natürliche Gleichgewicht außer Kontrolle, können schädliche Keime die Oberhand gewinnen, was zu massiven gesundheitlichen Problemen führen kann (Quelle).

Eine gestörte Darmflora, etwa in Folge einer Antibiotika-Einnahme, kann mit einer ausgewogenen Ernährung und probiotischen Lebensmitteln wieder ausgeglichen werden.

Als Probiotika bezeichnen wir bestimmte Bakterienstämme, die lebend im Darm ankommen – und dort auch gewünscht sind.

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Zu diesen gesundheitsfördernden Mikroorganismen gehören unter anderem Bifidobakterien, Enterococcus und Lactobacillus.

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Und nun kommen die Präbiotika ins Spiel: Diese Ballaststoffe gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie von der Dickdarmflora aufgespalten und fermentiert werden.

Einfacher gesagt: Präbiotika sind das Futter für die Darmbakterien – vor allem für die „guten“ Darmbakterien, allen voran die Bifidobakterien.

Damit tragen Präbiotika zu einer gesunden natürlichen Darmflora bei, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) berichtet.

Präbiotika: So wichtig sind sie für unsere Gesundheit

Präbiotika beugen Durchfall und Verdauungsproblemen vor. (Foto: CC0 / Pixabay / derneuemann)

Eine gesunde Darmflora wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf unsere Gesundheit aus. So spielt ein gesunder Darm eine wichtige Rolle für unsere Immunabwehr: Wer einen gesunden Darm hat, wird seltener krank.

Der DGE zufolgen haben Präbiotika darüber hinaus noch weitere positive Wirkungen:

  • Sie regen die Verdauung an, die Stuhlfrequenz wird erhöht und somit Verstopfung vorgebeugt.
  • Präbitioka fördern die Gesundheit der Darmschleimhaut.
  • Bestimmte Bakterienstämme, die potentiell Krankheiten auslösen können, werden in ihrem Wachstum gehemmt, etwa Clostridium oder E. coli.
  • Das Durchfallrisiko wird gesenkt.
  • Präbitioka können das Risiko für Tumore im Dickdarm senken.
  • Bei zu hohem Cholesterinwert wird die Cholesterolkonzentration im Plasma gesenkt.
  • Durch die Fermentierung der Präbiotika im Dickdarm fällt der pH-Wert. Durch dieses saure Milieu können Calcium, Eisen und Magnesium besser aufgenommen werden, was wiederum unter anderem Osteoporose vorbeugen kann.

Nebenwirkungen sind indes nicht bekannt. Einzig bei empfindlichen Personen kann es unter Umständen zu Blähungen und Durchfällen kommen, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen berichtet. Generell gelten aber bis zu 30 Gramm Präbitioka pro Tag als nebenwirkungsfrei.

Präbiotische Lebensmittel: Diese gehören auf den Speiseplan

Zu den präbiotischen Lebensmitteln zählen unter anderem Knoblauch und Zwiebeln. (Foto: CC0 / Pixabay / monicore)

Zu den wichtigsten Präbiotika gehören Oligosaccharide wie Inulin und Oligofruktose.

Diese werden zahlreichen Nahrungsmitteln zugesetzt, unter anderem Backwaren, Müsli, Milcherzeugnissen und Fruchtsäften. Dadurch möchten die Hersteller diese Produkte ballaststoffreicher und somit „gesünder“ machen.

Inulin wird zudem auch als Bindemittel eingesetzt und bringt eine leichte Süße mit sich.

Viele dieser verarbeiteten Nahrungsmittel stecken allerdings voller Inhalts- und Zusatzstoffe, die so gar nicht gut für unsere Gesundheit sind. Wir empfehlen dir daher, deine Präbiotika-Aufnahme über folgende Lebensmittel zu sichern, die von Natur aus präbiotische Stoffe enthalten:

Außerdem gilt resistente Stärke als Präbiotikum. Diese wird unter anderem dann gebildet, wenn du gekochte Kartoffeln oder gekochten Reis für einige Stunden abkühlen lässt.

Damit Präbiotika effektiv wirken können, ist eine Mindestmenge von 5 Gramm pro Tag empfohlen. Mit einer ausgewogenen Ernährung ist dies kein Problem. Ein beispielhafter Speiseplan könnte zum Beispiel so aussehen:

Übrigens: In der Apotheke gibt es auch Präparate mit puren Präbiotika zu kaufen. Frage hierzu einfach nach Inulin (nicht mit Insulin verwechseln!).

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Schlagwörter: Essen Gewusst wie

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Themenwoche Durchfall- Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)

Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Dinge die für uns Menschen eine kleine Leckerei sind, wie zum Beispiel Schokolade und Nüsse, sind für unsere vierbeinigen Freunde alles andere als gut! So lecker sie auch sind, kann es je nach Menge zu Symptomen, wie Durchfall und Erbrechen, aber auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie z.B. Krämpfe, Koma und Nierenversagen führen.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Tier etwas Giftiges aufgenommen haben könnte, so kontaktieren sie umgehend Ihren Tierarzt. Die Symptome einer Vergiftung sind oftmals unspezifisch und können lebensbedrohlich sein oder werden.

Hier finden Sie eine Übersicht der Dinge, die Hund und Katze nicht fressen dürfen.

Heißes Fett tropft zischend auf die glühende Holzkohle und feine Röstaromen durchziehen die laue Luft – die Grillzeit in Deutschland beginnt. Das Grillbesteck wird gezückt und Bratwürste oder marinierte Steaks auf die Roste geworfen.

Die lecker duftende Grillware übt auch auf Hunde einen magischen Reiz aus, denn ihre Nase ist wesentlich empfindlicher ist als die des Menschen. Mit „nur“ fünf Millionen Riechzellen erfasst der Mensch die Düfte, die ihn umgeben.

Je nach Rasse haben Hunde bis zu 220 Millionen zu bieten. Für Hunde wird der Grillabend deshalb schnell zur reinsten Geruchsorgie. Mit kurzen Atemzügen bis zu 300 Mal in der Minute werden die Riechzellen ständig mit neuen Geruchspartikeln versorgt.

Wer kann dieser geballten Verführung schon widerstehen? Doch darf Ihr Hund auch vom leckeren Grillfleisch fressen?…

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Welpendurchfall und seine Ursachen

Welpendurchfall und was haben eigentlich Giardien damit zu tun?Durchfall hat bekanntlich viele verschiedene Ursachen, und gerade den „Kleinen“ können beispielsweise Infektionen oder der Befall mit Würmern wortwörtlich auf den Magen und Darm schlagen.

Welpen sind neugierig und erkunden ihre Umwelt – die Nase schnüffelt auf dem Boden und nicht selten liegen Abfälle auf dem Boden oder werden beim Spazierengehen gefunden. Die Folge kann mitunter Durchfall sein, da diese Abfälle nicht vertragen werden.

Bei Welpendurchfall sollte aber insbesondere an einen Befall mit Würmern oder anderen Parasiten sowie an Infektionen mit Bakterien oder Viren gedacht werden. Auch gar eine Vergiftung kann in Frage kommen.

Daher suchen Sie bitte bei Durchfall grundsätzlich Ihren Tierarzt auf – denn Durchfall kann lebensbedrohlich sein.

Sehen Sie hier die häufigsten Ursachen von Durchfall bei Welpen.

Mein Welpe hat Durchfall – und jetzt?

Wie kann Welpendurchfall behandelt werden?Abhängig von der Schwere oder Ursache des Durchfalls werden unterschiedliche Therapieformen kombiniert. Dies kann von einer einfachen Anpassung der Fütterung (spezielle Diät) bis zum Einsatz von Antiparasitika und anderen Medikamenten reichen.

Gesunde Darmflora: Zudem kann die geschwächte Darmflora gezielt durch die Zugabe von gesundheitsförderlichen Darmbakterien (Probiotika) sowie die Darmflora stärkenden Nährstoffen (Präbiotika) gestärkt werden. Natürliche Diätergänzungsfuttermittel wie Canikur® Pro schützen den Darm und helfen ihm, seine Funktion wieder aufzunehmen.

Eine solche Unterstützung sollte sofort bei Auftreten des Durchfalls begonnen und ein paar Tage über die Genesung hinaus gegeben werden. Canikur® Pro bietet aufgrund seiner 3-fach-Kombination aus Probiotika, Präbiotika sowie adsorbierenden Inhaltsstoffen (Bindung von Bakterien und Giftstoffen) einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Darmflora.

Canikur® Pro darf Ihrem Liebling ab einem Lebensalter von 3 Wochen verabreicht werden.

Ausgleich von Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust: Zur Unterstützung des Körpers bei einem starken Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten kann die Zugabe von Elektrolyten und Substanzen wie Glukose und Adsorptionsmitteln, die einen starken Flüssigkeitsverlust lindern, einen wichtigen Beitrag leisten. Fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt, er wird sie gerne beraten.

Hygienemaßnahmen: Bei hochinfektiösen Erkrankungen, wie einem Giardien-Befall, ist es besonders wichtig, den Ort des Kotabsatzes (z.B. Katzentoiletten) sowie die Futter- und Wasserschüsseln, Körbchen, Spielsachen etc. gründlich heiß zu reinigen und ggf.

zu desinfizieren, um erneute Infektionen oder Infektionen anderer Familienmitglieder (Tier oder Mensch) zu vermeiden.

Tragen Sie daher bitte Handschuhe beim Reinigen! Bei solchen Erkrankungen sollten zudem andere, nicht erkrankte Tiere im Haushalt prophylaktisch mit therapiert werden.

Und wie kann ich Durchfall bei Welpen vorbeugen? Lesen Sie hier.

Источник: https://www.vdh.de/themenwoche-durchfall/

Präbiotika und Probiotika bei Hunden – DAS HAUS

Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Oft ist eine gestörte Darmflora bei Hunden die Ursache von Verdauungsproblemen. Diese zeigen sich in Form von Bauchschmerzen, Durchfällen, vermehrtem Kotabsatz sowie einer erhöhten Produktion übel riechender Darmgase. Präbiotika und Probiotika bei Hunden wirken sich positiv auf den gesamten Verdauungstrakt aus und stimulieren das Immunsystem.

Der Gastrointestinaltrakt umfasst den gesamten Magen-Darm-Trakt und ist das größte Immunorgan des Körpers. Über eine riesige Austauschfläche gelangen die aus der Nahrung abgespaltenen Nährstoffe in das Innere des Körpers.

Allerdings lauern dabei zahlreiche Gefahren durch Toxine, Mikroorganismen oder Parasiten. Eine intakte Darmflora schützt den Körper davor.

Als immunologisches und stabilisierendes Ökosystem ist die Darmflora ein äußerst komplexes System.

Billionen von

  • Bakterien und Hefen
  • Archaeen (Urbakterien) und
  • Eukaryoten

versorgen den Organismus optimal mit lebenswichtigen Nährstoffen und schützen ihn vor schädlichen Stoffen.

Potenzielle Antigene wie Fremdeiweiße bewertet dieses einzigartige Ökosystem positiv und verhindert so eine überschießende Immunreaktion. Schädliche Antigene toxischer Stoffe eliminiert das leistungsfähige Immunsystem des Gastrointestinaltraktes.

Voraussetzung für diese anspruchsvolle Funktion ist das Gleichgewicht des Ökosystems der Darmflora, das sich an die aktuelle Situation anpasst. Beim Hund bedeutet dies, dass sich der Gastrointestinaltrakt an das regelmäßig gegebene Hundefutter gewöhnt und die darin enthaltenen Antigene als ungefährlich einstuft.

Allerdings gibt es zahlreiche Einflüsse, die dieses Gleichgewicht stören.

Dies kann die vorübergehende Gabe von Medikamenten sein, eine Futterumstellung, ein zu hoher Proteingehalt des Futters oder eine Infektion. In diesen Fällen vermehren sich schädigende Bakterien und Pilze und stören die Verdauung mit den bekannten Folgen.

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Präbiotika und Probiotika können bei Hunden in solchen Situationen positiv wirken und die Selbstheilungskraft des Verdauungssystems unterstützen.

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Präbiotika und Probiotika bei Hunden beeinflussen die intestinalen Keime (Darmflora) und deren Stoffwechselaktivität. Vor allem die Unterstützung der Darmflora mittels Probiotika als Futterzusatz hat eine über 100 Jahre lange Tradition und geht auf den Nobelpreisträger Metchnikoff zurück.

Er entwickelte das Probiotika-Konzept, das in der Humanmedizin erfolgreich angewendet wird.

Bei Hunden fehlt es zum aktuellen Zeitpunkt noch an einer ausreichenden Zahl an Studien unter klinischen Bedingungen, um die bisher gemachten positiven Erkenntnisse von Präbiotika und Probiotika zuverlässig zu bestätigen.
 

Probiotika – gesunde Mikroorganismen

Probiotika sind lebende Mikroorganismen aus der Gruppe der Milchsäurebakterien oder Hefen.

Als lebender mikrobieller Futterzusatz können Probiotika das Gleichgewicht der Darmflora erhalten und sich durch ihre immunstimulierende Wirkung allgemein positiv auf die Gesundheit auswirken.

Da Probiotika offiziell als Futtermittelzusatzstoffe gelten, sind sie zulassungspflichtig. Diese Zulassung besitzt aktuell nur das Bakterium der Gattung Enterococcus faecium.
 

Präbiotika – unverdauliche Kohlenhydrate

Präbiotika sind zumeist kurzkettige Kohlenhydrate, die für die körpereigenen Enzyme unverdaulich sind. Diese unverdaulichen Präbiotika fermentieren die in der Darmflora vorhandenen Mikroorganismen und gewinnen dadurch wertvolle Nährstoffe für ihr Wachstum.

Allerdings ist der Einsatz von Präbiotika bei verdauungsempfindlichen Hunden mit Vorsicht zu betrachten, da auch nicht erwünschte Mikroorganismen in der Lage sind, Präbiotika zu fermentieren und so die für ihr Wachstum erforderlichen Nährstoffe zu gewinnen. Präbiotika werden aus Chicorée, Artischocke, Saccharose oder Laktose gewonnen.

Bei der Kombination von Probiotika und Präbiotika ergibt sich die Futterergänzung Synbiotika.

Die Wirksamkeit von Probiotika beim Menschen erhält seit Jahrzehnten große Aufmerksamkeit. Bei verschiedensten Erkrankungen, etwa Durchfallerkrankungen unterschiedlichster Ursache, gilt die Probiotika-Gabe als wirksame Begleittherapie.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die bei Hunden durchgeführte Studien, wobei hier noch weitere Studien unter klinischen Bedingungen erforderlich sind, um eine wissenschaftlich belastbare Aussage zu treffen.

Allerdings lassen sich aufgrund der bisherigen Erfahrungen die positiven Effekte von Probiotika keinesfalls ignorieren.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Probiotika einerseits antimikrobielle Substanzen produzieren, die sich negativ auf schädliche Organismen auswirken. Andererseits besitzen sogenannte „schlechte Organismen“ geringere Chancen, an vorhandene Rezeptoren anzudocken. Dies ist jedoch eine Voraussetzung, um die genetisch verankerte Wirkung zu erzielen.

Ein weiterer Effekt, den die Wissenschaft vermutet, ist die sogenannte mukosale immunmodulierende Wirkung. Darunter versteht die Fachwelt die positive Beeinflussung des Immunsystems durch die Freisetzung pharmakologisch wirksamer Stoffe über die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts.

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Grundsätzlich sollten Futterzusätze wie Präbiotika und Probiotika bei Hunden ausschließlich bei erforderlicher Indikation gegeben werden.

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Während Probiotika als reines Nahrungsergänzungsmittel im Handel verfügbar ist, finden sich Präbiotika in hochwertigem Hundefutter in Form von Trester, dem der Zucker entzogen wurde.

Der Einsatz wird durch den vorwiegend natürlich-pflanzlichen Ursprung der unverdaulichen Kohlenhydrate erleichtert. Vor allem Trester oder Schnitzel aus Möhren, Äpfel und Zuckerrüben sowie Chicoreéwurzeln oder Artischocken zählen zu den Präbiotika-Lieferanten.

Indikationen für Probiotika sind Verdauungsstörungen wie Durchfälle, Blähungen oder prophylaktisch bei der Gabe von Antibiotika.

Achtung: Präbiotika dienen unerwünschten Mikroorganismen als Nährstofflieferant. Daher sollte der Einsatz bei Durchfällen mit dem Tierarzt besprochen werden.

Leidet ein Hund bereits an Verdauungsstörungen, ist eine gezielte Therapie erforderlich. Hier bietet sich der Einsatz von Probiotika als unterstützende Maßnahme an.

Dies gilt für entsprechende Diäten im gleichen Maße wie für die Gabe von Antibiotika bei nachweislich bakteriellen und länger andauernden Infektionen des Magen-Darm-Trakts. Schon gewusst? Eine gestörte Darmflora wirkt sich auf die Versorgung des Körpers mit Spurenelementen und Vitaminen aus.

Daher ist die Gabe von Mineralstoffen und Vitaminen Teil der Behandlung von Verdauungsstörungen.

Liegen andere Ursachen vor, die keine medikamentöse Behandlung erfordern, erhält der Hund Schonkost.

  • proteinreduziertes und hochverdauliches Futter
  • Vitamin A, E und B12 in Höhe des zwei- bis dreifachen Tagesbedarfs
  • Probiotika und Präbiotika

Erfolgreich ist die Gabe der „Moroschen Möhrensuppe“ bei Durchfällen. Sie besteht ausschließlich aus Möhren, etwas Salz oder alternativ Fleischbrühe.

Oft erübrigt sich dadurch die Gabe von Antibiotika, das die Darmflora zusätzlich schädigt.

Achtung: Bei andauernden Verdauungsstörungen von mehr als zwei Tagen muss unbedingt der Tierarzt zurate gezogen werden, um lebensbedrohliche Situationen zu verhindern.

Hundehalter können schädigende Einflüsse auf die Darmflora mit einfachen Mitteln vermeiden.

  • kein plötzlicher Futterwechsel
  • schwer verdauliche oder zu hoch dosierte Proteine vermeiden
  • zu große Mengen an Kohlenhydraten vermeiden
  • laktosehaltige Milchprodukte können sich negativ auswirken
  • Fressen von Aas und anderen unbekannten Substanzen unterbinden

Tipp: Oft führt eine unerkannte Pankreas-Entzündung zur Störung der Darmflora. Bei wiederholten Verdauungsstörungen sollten Hundehalter ihren Tierarzt darauf ansprechen.

Источник: https://www.haus.de/haustiere/hunde/hunderatgeber/praebiotika-undprobiotika-bei-hunden

Präbiotika und Probiotika für Hunde: Funktion & Anwendung

Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Präbiotika und Probiotika (lateinisch „bios“ = das Leben) für Hunde sind bestimmte Nahrungsergänzungsmittel. Sie können Ihrem Hund bei Verdauungsstörungen oder Erkrankungen des Darms helfen. Kurz gesagt: Sie beeinflussen den Dickdarm positiv. Wie genau das geschieht, ist jedoch von der Art des Stoffs abhängig:

Präbiotika (Prebiotika) für Hunde – unverdauliche Stoffe

Präbiotika (auch Prebiotika genannt) sind laut Definition unverdauliche Stoffe wie Kohlenhydrate (z.B. Lactulose oder Fructooligosaccharide). Sie führen dazu, dass die bakterielle Darmflora (auch Mikrobiom genannt) genügend Nahrung hat und besser gedeiht. Die gestärkten Darmbakterien unterstützen insbesondere den Dickdarm und wirken gesundheitsfördernd.

Präbiotika für Hunde können nur in Form von hochwertigem Trockenfutter oder Nassfutter verfüttert werden. Besonders häufig werden präbiotische Pflanzen wie Möhren, Chicoreéwurzeln oder Artischocken verarbeitet. Auch Flohsamen, Topinambur oder Äpfel unterstützen die Darmflora nachweislich.

Probiotika für Hunde – lebende Mikroorganismen

Im Gegensatz zu Präbiotika sind Probiotika für Hunde bereits lebende Mikroorganismen. Nimmt ein Hund die Bakterien als Nahrungsergänzungsmittel über das Futter auf, bringen sie die Darmflora wieder in das Gleichgewicht und helfen bei der Verdauung. Probiotika sind im Handel nur als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Interessant zu wissen:

Die Kombination aus Präbiotika und Probiotika heißt Synbiotika. Sie vereinen die positiven Eigenschaften der unterschiedlichen Stoffe auf die tierische Darmgesundheit. Oft ist es sinnvoll diese Kombination zu nutzen, da sich die Wirkstoffe in der Regel ergänzen.

Normalerweise befinden sich im fast zehn Meter langen Darm von Hunden zahlreiche Bakterien wie Enterobacteriaceae (z.B. Escherichia coli), die für die Darmgesundheit Ihrer Fellnase sehr wichtig sind.

Unter anderem übernehmen die zur Darmflora dazugehörigen Darmbakterien folgende Aufgaben:

  • Sie sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und bekämpfen krankheitserregende Keime.
  • Während ihrer Arbeit bilden sie wichtige Vitamine (z.B. Vitamin B2, B12, K), die der Darm über seine Schleimhaut aufnehmen kann.
  • Sie spalten unverdauliche Nahrungspartikel wie Ballaststoffe und kurzkettige Fettsäuren.
  • Indem sie bestimmte Medikamente verstoffwechseln, erreichen diese ihre gewünschte Wirkung.
  • Krebserzeugende und giftige Stoffe werden von manchen Bakterien unwirksam gemacht.

Wird der Darm geschädigt, kann die Darmflora sterben. Dies führt dazu, dass der Dickdarm nicht mehr wie gewohnt arbeitet. Betroffene Hunde leiden häufig unter Durchfall und Übelkeit. Außerdem verlieren sie an Appetit und magern nach und nach ab.

Die Darmflora: gesunde Darmbakterien im Dickdarm.

Ist die Darmflora Ihres Hundes aufgrund von Verdauungsstörungen oder Erkrankungen des Darms gestört, können Sie die Darmbakterien mit Hilfe von Präbiotika und Probiotika beim Hund stärken:

Leidet Ihr Hund unter Durchfall oder Blähungen, können Sie Ihrer Fellnase die unterstützenden Stoffe über die Nahrung geben. Häufig empfehlen Tierärzte die darmfördernden Stoffe außerdem, wenn Hunde aufgrund bakterieller Erkrankungen über mehrere Tage hinweg Antibiotika nehmen müssen.

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Da antimikrobielle Medikamente nicht nur die krankmachenden Bakterien tötet, werden die zur Darmflora gehörenden Darmbakterien präventiv durch probiotische oder präbiotische Mittel geschützt.

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Allgemein sollten Sie jedoch beachten, dass Futterzusatzstoffe wie Präbiotika oder Probiotika für Hunde nur im Falle eines gegebenen Anlasses anzuwenden sind. Leidet Ihr Hund unter starken Verdauungsstörungen ist es außerdem ratsam, ihn bei einem Tierarzt vorerst untersuchen zu lassen.

Passende Produkte mit Präbiotika oder Probiotika finden Sie auch in Hundefutter gegen Magen-Darmerkrankungen und Durchfall im Online-Shop von zooplus.

Die Anwendungszeit hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab:

Ist der Kot Ihres Hundes plötzlich verhärtet oder hat Ihre Fellnase Durchfall, reicht es häufig aus, die Futterzusatzstoffe nur über ein paar Tage bis zwei Wochen über die Nahrung zu geben.

Leidet Ihr Hund jedoch unter einer schwerwiegenden Darmerkrankung (z.B. IBD, Inflammatory Bowel Disease), sollten Sie Präbiotika oder Probiotika beim Hund über mehrere Wochen hinweg verabreichen. Haben Sie weitere Fragen, können Sie sich im Vorhinein mit Ihrem behandelnden Tierarzt absprechen.

Da Probiotika lebende Darmbakterien sind, ist deren Zugabe über das Futter in der Regel bedenkenlos. Eine Überdosierung führt allenfalls dazu, dass der Überschuss an Bakterien abstirbt.

Präbiotika für Hunde sollten hingegen nur mit Bedacht eingesetzt werden, da sich auch krankmachende Bakterien von den Kohlenhydraten ernähren können. Nehmen sie der Darmflora die Nahrung weg, wird sie zusätzlich geschwächt.

Источник: https://www.zooplus.de/magazin/hund/hundegesundheit-pflege/praebiotika-und-probiotika-fuer-hunde

Unterstützung der Darmfunktion

Gewusst wie: Präbiotika und Probiotika bei Hunden

Für die optimale Darmfunktion und Kotkonsistenz ist das Gleichgewicht des Darmmikrobioms, d.h. aller im Darm angesiedelten Mikroorganismen, sehr wichtig.

Dem Mikrobiom des Darms werden neben der Mithilfe an der Verwertung des Nahrungsbreis viele weitere wichtige Funktionen wie beispielsweise die Synthese bestimmter Vitamine, die Produktion kurzkettiger Fettsäuren zur Energieversorgung der Schleimhautzellen und die Entgiftung von Fremdstoffen zugeschrieben.

Ist das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten, können unerwünschte Veränderungen der normalen Magen-Darm-Funktion die Folge sein. Prä- und Probiotika können helfen, das Gleichgewicht des Mikrobioms wiederherzustellen und dadurch die normale Darmfunktion zu unterstützen.

Präbiotika sind Nahrungskomponenten, die im oberen Magen-Darm-Trakt (Magen, Dünndarm) nicht verdaut werden können, da dem Hund und der Katze die dazu notwendigen Enzyme fehlen.

Sie können stattdessen von bestimmten im Dickdarm vorhandenen Bakterienstämmen fermentiert werden und dienen diesen „erwünschten“ Darmbakterien dadurch als Nahrungs- und Wachstumsgrundlage.

Die dabei von den Bakterien produzierten kurzkettigen Fettsäuren werden wiederum von den Darmschleimhautzellen für die Regeneration benötigt.

Probiotika sind Produkte, die lebende Mikroorganismen in mehr oder weniger großen Mengen enthalten. Durch sie ergänzt man die Nahrung gezielt mit speziellen Bakterienstämmen.

Zugabe von Präbiotika

Es sind z. B. folgende präbiotisch wirksame Zusätze zu empfehlen:

Zellulose, wie z. B. in Optiballast Zellulose enthalten, zählt nicht zu den präbiotischen Fasern. Durch ihre hohe Wasserbindungskapazität bewirkt sie jedoch eine Vergrößerung des Kotvolumens und unterstützt dadurch die Darmperistaltik und den Ablauf der normalen Darmtätigkeit. Für Tiere, die Gemüse verweigern, ist Zellulose auch ein möglicher geschmacksneutraler Ballaststoffersatz.

Damit der Darm und die Darmbakterien die präbiotischen Fasern optimal nutzen können, sollten diese über einen bestimmten Zeitraum langsam in der Menge eingeschlichen werden.

Wird von Beginn an die volle Menge gegeben, kann sich die Kotkonsistenz durch den plötzlich erhöhten Faseranteil verschlechtern. Zudem ist die verträgliche Menge individuell etwas verschieden.

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Wenn die individuelle Verträglichkeit überschritten wird, muss die Fütterungsmenge wieder leicht reduziert werden.

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Für pektinreichen Apfeltrester und Optiballast Enteral (sowie auch Optiballast Zellulose) finden Sie nachfolgend einen Plan für die Anfütterungsphase. Dieser bezieht sich auf eine Fütterungsmenge von 0,5 g pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Verwendung anderer Produkte sollten die jeweiligen Fütterungsempfehlungen beachtet werden.

Anfütterungsplan für Pektin, Optiballast Enteral und Optiballast Zellulose mit einer Fütterungsmenge von 0,5 g pro kg Körpergewicht als Zielmenge (Mengen in Gramm pro Tag):

 Körpergewicht

1. Tag

2. Tag

3. Tag

4. Tag

5. Tag

6. Tag

7. Tag

8. Tag

9. Tag

10. Tag

Endzielmenge

2 kg

0,5

1

1,0 g

4 kg

0,5

1

1,5

2

2,0 g

5 kg

0,5

1

1,5

2

2,5

2,5 g

10 kg

1

2

3

4

5

5,0 g

15 kg

1

2

3

4

5

6

7

7,5

7,5 g

20 kg

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

10 g

25 kg

1

2

3

4

5

6

7

8

10

12

12 g

30 kg

1

2

3

4

5

7

9

11

13

15

15 g

35 kg

1

2

3

4

6

8

10

12

14

17

17 g

40 kg

2

4

6

8

10

12

14

16

18

20

20 g

45 kg

2

4

6

8

10

12

14

16

19

22

22 g

50 kg

2

4

6

8

10

13

16

19

22

25

25 g

55 kg

2

4

6

8

10

13

16

19

23

27

27 g

60 kg

3

6

9

12

15

18

21

24

27

30

30 g

65 kg

3

6

9

12

15

18

21

24

28

32

32 g

70 kg

3

6

9

12

15

18

22

26

30

35

35 g

Konkretes Beispiel 30 kg Hund: Endzielmenge = 15 g

1. Tag 0,5 g morgens und abends2. Tag 1 g morgens und abends3. Tag 1,5 g morgens und abends4. Tag 2 g morgens und abends5. Tag 2,5 g morgends und abends

und so weiter…bis 15 g erreicht sind.

Bis zu 30 kg Körpergewicht reicht die Aufteilung der angegebenen Faser-Tagesmenge auf zwei Mahlzeiten – unabhängig von weiteren Mahlzeiten. Ab 30 kg Körpergewicht würden wir die Fasern auf mindestens drei oder mehr Mahlzeiten aufteilen.

Die Fasern werden gut akzeptiert, wenn sie unter das Futter gemischt werden. Bei Nassfutter können Sie die Fasern einfach untermischen. Bei Fasern mit hohem Wasserbindungsvermögen (z. B. Flohsamenschalen, Optiballast Enteral) ist vorab das Aufquellen in Wasser zusätzlich notwendig, bevor sie unter das Futter gemischt werden.

Bei Koch- und Barfrationen empfiehlt sich das Untermischen unter püriertes Fleisch oder Milchprodukte. Trockenfutter sollte mit Wasser eingeweicht werden, um das Einmischen zu erleichtern. Sollte Ihr Tier das eingeweichte Trockenfutter nicht akzeptieren, können Sie die Fasern alternativ z.B.

in eine kleine Menge Joghurt oder Quark mischen.

Die Fasern können im Allgemeinen dauerhaft gegeben werden. Als Kur reichen 1 bis 3 Monate.

Zugabe von Probiotika

Bei Erreichen der Endzielmenge des Präbiotikums kann zur optimalen Unterstützung der Darmfunktion für ca. 3 bis 6 Wochen zusätzlich ein Probiotikum dazugegeben werden. Dieses sollte den für Hunde und Katzen zugelassenen Bakterienstamm Enterococcus faecium enthalten. Andere Bakterienstämme sind für Hunde und Katzen nicht zugelassen.

Probiotika für Hunde und Katzen sind in Kapsel- und in Pulverform erhältlich. Oftmals enthalten Sie gleichzeitig bereits präbiotische Fasern als Trägersubstanz und zählen dadurch auch zu den sogenannten Synbiotika, da sie sowohl die „Nahrung“ für die Darmbakterien als auch die Bakterien selbst liefern.

Die Probiotika Optinature DarmPlus 150g und Optinature Probiotic beispielsweise zählen auch zur Gruppe der Synbiotika, da sie auch präbiotische Fasern enthalten neben dem Bakterienstamm Enterococcus faecium und Laktobacillus acidophilus (im Optinature DarmPlus enthalten).

Futtermedicus – Hunde und Katzen individuell ernähren

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Bildnachweis: Fasern – © Futtermedicus

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Источник: https://www.futtermedicus.de/wissen-beratung/themenwelt/unterstuetzung-der-darmfunktion

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