Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

Kaufvertrag Grundstück: Was muss im Kaufvertrag zum Grundstück stehen?

Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

In einem Grundstückskaufvertrag werden alle Absprachen zwischen dem Verkäufer und den Käufer eines Grundstücks festgehalten. Ziel ist es, einen Eigentümerwechsel abzubilden, mit anderen Worten: ein Grundstück zu verkaufen.

Da ein Grundstückskauf wie bei einem Immobilienkauf in der Regel eine finanzielle Belastung darstellt, ist in Deutschland eine notarielle Beglaubigung notwendig. Damit soll ein ordnungsgemäßer Ablauf des Kaufprozesses gewährleistet werden. Mündliche Absprachen zwischen den Vertragsparteien haben keine Gültigkeit.

Im Kaufvertrag wird der Zustand des Grundstücks festgehalten, ebenso wie der Kaufpreis, den die beiden Vertragsparteien verhandelt haben. Der Notar setzt den Vertrag auf und lässt ihn dem Verkäufer und dem Käufer zwei Wochen vor Vertragsunterzeichnung zukommen.

Beiden Parteien haben nun die Möglichkeit, den Kaufvertrag für das Grundstück genau zu studieren und gegebenenfalls Änderungswünsche an den Notar zu übermitteln. Nach der Vertragsunterzeichnung gilt es, die Vertragsbedingungen zu erfüllen. Erst dann wird der Kaufpreis vom Käufer an den Verkäufer gezahlt.

Das muss im Kaufvertrag für das Grundstück stehen

In der Regel ist der Kaufvertrag für ein Grundstück immer nach einem bestimmten Muster aufgebaut. So wird gewährleistet, dass die Abwicklung des Grundstückskaufs stets einheitlich vollzogen wird.

  1. Eingang des Vertrags: Zunächst werden die Personalien der Vertragspartner wiedergegeben. Dazu gehören Name, Anschrift und das Geburtsdatum. Außerdem wird unter diesem Punkt auch der Grundbuchinhalt des Grundstücks notiert.
  2. Grundbucherklärung: Der eigentliche Verkauf wird erklärt und die Grundbucherklärungen festgehalten. Das bedeutet: Beide Vertragsparteien erklären ihr Einverständnis zum Kauf beziehungsweise Verkauf des Grundstücks. Sie geben darüber hinaus ihr Einverständnis zur Eigentumsverschaffungsvormerkung. Sie wird vom Notar im Grundbuch eingetragen und verhindert einen Weiterverkauf des Grundstücks, solange die Vertragsbedingungen noch nicht erfüllt und der Kaufpreis noch nicht gezahlt wurde. Der Käufer hat demnach eine Sicherheit solange er die Kaufsumme noch nicht an den Verkäufer gezahlt hat. Der Verkäufer verliert das Grundstück nicht, bevor er nicht sein Geld erhalten hat.
  3. Kaufpreis: In diesem Abschnitt wird der Kaufpreis notiert sowie die Zahlungsmodalitäten festgehalten. Darüber hinaus kann eine Zahlungsfrist vereinbart werden ebenso wie Verzugszinsen, falls die Kaufsumme nicht fristgerecht auf dem beschriebenen Konto des Verkäufers eingegangen ist.
  4. Datum der Besitzübergabe: Mit der Unterschrift des Kaufvertrages für das Grundstück hat noch kein Eigentümerwechsel stattgefunden. Erst nach Zahlung des Kaufpreises und der Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch findet der Eigentümerwechsel statt. Mit dem Datum der Besitzübergabe gehen alle Nutzungen und Lasten an den neuen Besitzer über. Außerdem wird hier notiert, ob es sich um ein vollerschlossenes oder noch nicht erschlossenes Grundstück handelt. Mit anderen Worten: Ist das Grundstück noch nicht an die öffentliche Versorgung angeschlossen, fallen nach Zahlung des Kaufpreises noch weitere Kosten für das Grundstück an. Ist das Grundstück bereits erschlossen, entfallen die Anschlusskosten.
  5. Gewährleistung: Der Verkäufer sichert lediglich ein lastenfreies Grundstück zu. Für den Zustand des Grundstücks sowie die darauf stehenden Gebäude übernimmt er keine Haftung.
  6. Finanzierungsvollmacht: Damit der Käufer die Baufinanzierung mit seiner Bank dingfest machen kann, braucht die Bank eine Sicherheit. Dafür wird das zu finanzierende Objekt, also in diesem Fall das Grundstück, als Sicherheit hinterlegt. Der Verkäufer erteilt dem Käufer eine Finanzierungsvollmacht, damit letzterer die finanziellen Mittel von der Bank erhält. Der Verkäufer trägt kein Risiko, da notariell festgehalten wird, dass der Käufer die finanziellen Mittel von der Bank ausschließlich einsetzt, um das Grundstück zu finanzieren.
  7. Schlusserklärungen: Im letzten Punkt des Grundstückskaufvertrages wird dem Notar ein Vollzugsauftrag erteilt, quasi ein Auftrag zur Abwicklung des Kaufprozesses. Außerdem enthält dieser Abschnitt Schlussbestimmungen zu den Themen Kosten und Abschriften des Vertrages.

Die aufgeführten Punkte sind lediglich ein Grundgerüst. Die inhaltlichen Vereinbarungen können in jedem Vertrag abweichen. Ein Kaufvertrag für ein Grundstück ist Verhandlungssache. Die Vertragsbedingungen werden individuell zwischen den Vertragsparteien abgesprochen.

Was vor Vertragsabschluss zu prüfen ist

Auf dem Grundstück darf keine Wohnimmobilie gebaut werden, was nun? Um derartige oder ähnliche Überraschungen zu vermeiden, holen Sie sich, bevor Sie den Kaufvertrag für das Grundstück unterschreiben, genaue und detaillierte Informationen über das Grundstück ein.

Je besser Sie Ihr Grundstück kennen, desto besser können Sie weitere Kosten für den Grundstückskauf einschätzen, die auf Sie zukommen, wenn Sie das Grundstück finanzieren müssen und desto besser können Sie nach dem Kaufprozess die weiteren Schritte planen bis hin zum Immobilienkauf.

Die folgenden Punkte helfen, detaillierte Auskünfte über das Grundstück zu bekommen:

  • Altlasten: Klären Sie im Vorfeld, wie das Grundstück in der Vergangenheit genutzt worden ist. Eventuelle Altlasten im Boden erfordern unter Umständen einen kompletten Austausch des Erdreiches. Das ist dann wiederum mit Kosten verbunden, die in der Planung zu berücksichtigen sind.
  • Baulasten: Im Baulastenverzeichnis einer Baubehörde sind beispielweise die Auffahrts- und Zufahrtswege sowie deren Gestaltung geregelt. Das ist wichtig für die Planung einer Immobilie und sollte geklärt werden, bevor Sie den Kaufvertrag für das Grundstück unterschreiben. Nicht jedes Bundesland hat ein Baulastenverzeichnis. Sie finden die Informationen dann im Grundbuch.
  • Bebauung: Der Bebauungsplan gibt die in der Region übliche Gestaltung der Immobilien vor. Wenn Sie das Grundstück kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sie Ihre Immobilie so bauen dürfen wie Sie er sich vorstellen. Manchmal ist die Außenfassade nach gewissen Vorgaben zu gestalten oder die Neigung des Daches darf nur X Grad betragen.
  • Baugrundgutachten: Wenn nicht bereits ein Bodengutachten vorliegt, so sollte es in jedem Fall erstellt werden. Das Gutachten gibt Auskunft über die Beschaffenheit des Bodens und kann wesentliche Fragen klären. Beispielweise trägt nicht jeder Boden eine Immobilie. Die Beschaffenheit des Bodens hat ebenso Auswirkungen auf die Höhe der Kosten für die Baugrube. Auch, wenn Sie keinen Keller planen, muss eine kleine Grube für das Fundament ausgehoben werden.
  • Erschließung: Ein erschlossenes Grundstück ist an die öffentliche Strom- und Wasserversorgung angeschlossen. Meist sind diese Grundstücke etwas teurer, da bereits Kosten für die Erschließung entstanden sind. Ein nicht erschlossenes Grundstück ist zwar günstiger, jedoch fallen nach der Unterschrift des Grundstückskaufvertrags noch Kosten für die Erschließung an.
  • Grundbuch: Ein Blick ins Grundbuch weist den jetzigen Eigentümer aus und gibt an, ob noch Schulden auf dem Grundstück liegen. Falls kein Baulastenverzeichnis vorhanden ist, stehen die Informationen ebenfalls im Grundbuch. Dazu gehören Wegerechte oder auch Ansprüche Dritter.
  • Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland kommt eine Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent auf den neuen Eigentümer zu. Die Höhe ist Ländersache und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
  • Pacht: Wird ein Pachtland verkauft, übernimmt der Käufer alle Pflichten vom Verkäufer, daher vorab klären, wie lange die Pacht noch läuft, falls das Grundstück für eigene Zwecke gebraucht wird.

Sammeln Sie so viele Informationen über das Grundstück wie möglich. Daraus lassen sich anschließend weitere Schritte nach dem Kaufvertrag für das Grundstück sowie Kosten ableiten.

Reservierungsgebühr beim Grundstückskaufvertrag

Von der Besichtigung bis zum Eintrag des neuen Eigentümers ins Grundbuch können Monate vergehen. Wenn Sie das Grundstück über einen Makler gefunden haben, bietet sich eine Reservierungsvereinbarung an. Über eine vereinbarte Dauer darf der Makler das Grundstück keinem anderen anbieten.

Der Eigentümer des Grundstücks muss jedoch einverstanden sein, dass die Vermarktung bis zur tatsächlichen Unterschrift des Kaufvertrags für das Grundstück auf Eis liegt. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen Sie die Vereinbarung vom Makler und vom Eigentümer unterschreiben.

Der Makler kann eine Reservierungsgebühr zwischen fünf bis zehn Prozent des Kaufpreises veranschlagen

Schritt für Schritt zum Grundstückskaufvertrag

Wie es dann weitergeht, zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt.

Wichtig ist: Unterschreiben Sie keinen Kaufvertrag für das Grundstück, solange die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Können Sie die Kaufsumme nicht aus eigenen finanziellen Mitteln stemmen, benötigen Sie einen Darlehensvertrag. Gehen Sie auf Nummer sicher und sichern Sie sich erst die Finanzierung mit einer Unterschrift, bevor Sie den Kaufvertrag für das Grundstück unterschreiben.

Notarkosten beim Kaufvertrag

Nachdem der Kaufvertrag für das Grundstück abgeschlossen ist, bekommt der neue Eigentümer eine Rechnung vom Notar. Darin sind ebenso die Kosten für das Grundbuchamt enthalten.

Das ist auch der Grund, warum Grundbuchkosten stets zusammen mit Notarkosten genannt werden. In der Regel schwanken die Preise zwischen 1,5 und 2 Prozent des Kaufpreises. Zahlen Sie für das beispielsweise eine Summe in Höhe von 90.

000 Euro, fallen zwischen 1.350 und 1.800 Euro für den Notar und das Grundbuch an.

Änderungen und Aufhebung beim Grundstückskaufvertrag

Nach Vertragsabschluss entdeckt der Käufer gravierende Mängel am Grundstück oder der Käufer kann der Zahlungsaufforderung des Verkäufers nicht nachkommen – in derartigen Fällen kommt eine Aufhebung, auch Rücktritt genannt, in Betracht. Bei den aufgetretenen Mängeln muss der Käufer dem Verkäufer arglistige Täuschung nachweisen.

Das bedeutet: Nur, wenn der Verkäufer vor dem Verkauf von den Mängeln gewusst und er sie dennoch geschwiegen hat, ist ein Rücktritt möglich. Dem Verkäufer muss nach Kennisnahme der Mängel noch eine angemessene Frist zur Beseitigung gegeben werden. Erst wenn er dieser nicht nachkommt, ist ein Rücktritt möglich.

Bis zu 14 Tage nach Unterzeichnung ist auch ein Widerruf möglich. Beide Vertragsparteien können innerhalb dieser Zeit Ihre Meinung ändern und den Vertrag widerrufen. Sind beispielsweise vor Vertragsschluss noch einige Fragen offen, kann ein Widerrufsrecht integriert werden.

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In der Praxis ist das eher seltener der Fall, da üblicherweise alle Fragen geklärt werden, bevor der Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet wird.

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Änderungen im Vertrag können jederzeit vorgenommen werden, jedoch bedarf es dafür der Schriftform. Außerdem fallen Kosten an, da die Änderungen ebenfalls notariell beglaubigt werden müssen.

Aufhebung des Kaufvertrags

Dem Wunsch nach einer Aufhebung kann nachgekommen werden. Solange noch keine Eintragungen ins Grundbuch erfolgt sind, ist dies auch formfrei möglich. Steht der neue Eigentümer jedoch bereits im Grundbuch, muss der Aufhebungsvertrag notariell beglaubigt werden.

Soll eine Aufhebung nach der Vormerkung im Grundbuch, jedoch vor der Eigentümerumschreibung erfolgen, ist auch dies häufig formfrei möglich. Manchmal ist jedoch auch eine notarielle Beurkundung nötig. Die Kosten können zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden oder aber auch allein von nur einer Partei getragen werden.

Wer die Kosten übernimmt ist allein Verhandlungssache. In der Regel trägt die Kosten, wer die Aufhebung verlangt.

Änderung des Kaufvertrags

Änderungen, die nach dem Kaufvertrag für das Grundstück vorgenommen werden, müssen notariell beglaubigt werden. Änderungen dürfen auch nur vorgenommen werden, wenn alle Vertragsparteien damit einverstanden sind.

Mit anderen Worten: Die Änderungen müssen einvernehmlich beschlossen werden. Werden die Änderungen nicht von einem Notar beglaubigt, sind sie nicht rechtwirksam und der alte Kaufvertrag behält seine Gültigkeit.

Auch hier gilt: Wer die Kosten übernimmt, ist Verhandlungssache.

Der Kaufvertrag Ihres Grundstücks als Fundament für Ihre Baufinanzierung

Der Grundstückskaufvertrag bildet die Grundlage für Ihren Neubau. Bevor Sie den Vertrag unterschreiben, prüfen Sie, ob es auch für Ihre Zwecke und Vorstellungen geeignet ist. Nicht auf jedem Grundstück kann die von Ihnen geplante Immobilie erbaut werden.

Je mehr Informationen Sie vorab über das Grundstück zusammentragen, desto besser können Sie diese in die Planung mit einfließen lassen. Um die Finanzierung kümmern wir uns von Dr. Klein.

Mit unseren mehr als 400 Bankpartnern im Rücken finden wir die für passende Finanzierung – abgestimmt auf Ihre individuellen Bedürfnisse.

Источник: https://www.drklein.de/kaufvertrag-grundstueck.html

Grundstücksverkauf: Das müssen Sie beachten

Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

Wenn Ihr Grundstück als Bauland ausgewiesen ist, lohnt es sich oft, es  zu verkaufen. Besonders in stadtnahen Gegenden sind die Möglichkeiten für einen Verkauf aktuell sehr gut. Je nach Lage, Größe und Preis sollte eine individuelle Verkaufsstrategie entwickelt werden, um die passenden Käufer zu erreichen und den bestmöglichen Preis zu erzielen. 

  Unser Tipp:

Nicht bebaubare Grundstücke sind oft wertlos. Es gilt im Allgemeinen: Je mehr Wohn- oder Gewerbefläche zu realisieren ist und je besser später damit gewirtschaftet wird, desto mehr steigt der Wert des Grundstücks.

Der Grundstückswert

Die Preisermittlung ist der wichtigste Aspekt beim Grundstücksverkauf. Ein realistischer Preis ist notwendig, um Ihr Grundstück erfolgreich verkaufen zu können. Die Wertermittlung Ihres Baugrundstücks erfolgt in der Regel durch einen Gutachter. Der Bodenrichtwert spielt dabei eine zentrale Rolle.

Der Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist ein regional unterschiedlicher Durchschnittswert zur Bestimmung des Grundstückswerts. Er wird ermittelt aus dem durchschnittlichen Verkaufspreis von anderen Grundstücken der Region, unter Berücksichtigung ihres Entwicklungszustands.

Die Bodenrichtwerte werden in jedem Bundesland mindestens alle zwei Jahre an einem Stichtag ermittelt und veröffentlicht. Einsehen können Sie die Bodenrichtwertkarte in der zugehörigen Gemeinde.

Ausgehend vom Bodenrichtwert ist es einem Gutachter möglich, den reellen Wert eines Grundstücks in der Gemeinde zu ermitteln.

  Unser Tipp:

Preisfaktoren beim Grundstücksverkauf

Jedes Grundstück muss individuell betrachtet werden, um seinen tatsächlichen Wert und damit den Verkaufspreis ermitteln zu können. Schon kleine Abweichungen können im Einzelfall großen Einfluss auf den Wert haben.

So kann ein nach Süden ausgerichtetes Baugrundstück einen höheren Preis erzielen als ähnliche Objekte mit einer Ausrichtung nach Norden oder Osten. Ein Gewerbemakler kennt die Preise der Region am besten und kann Sie bei der Preisermittlung unterstützen.

Denken Sie auch daran, den neuen Eigentümer des Grundstücks über die Höhe der Grundsteuer zu informieren, die für das Baugrundstück jährlich an die Gemeinde fällig wird.

Und während beispielsweise eine gute Infrastruktur ein Bonus ist, wird die Nähe zu Gewerbe und Industrie aufgrund der Lärmbelastung eher negativ beurteilt. Unter anderem spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  Top-Faktor Bebaubarkeit

Für den Käufer ist es besonders wichtig, die Nutzbarkeit des Grundstücks in Erfahrung zu bringen. Flächennutzungsplan und Bebauungsplan geben darüber Auskunft. Sind keine eindeutigen Pläne vorhanden, macht es Sinn, eine Bauvoranfrage zu stellen.

Reichen Sie dafür Vorschläge einer möglichen Bebauung beim Bauamt ein und Sie erhalten einen rechtsverbindlichen Bescheid, der drei Jahre gültig ist und Auskunft über die Bebaubarkeit gibt.

Die Investition in die Bauvoranfrage lohnt sich: Ein Grundstück, das mit mehreren Etagen bebaut werden kann, ist für potenzielle Käufer wesentlich attraktiver und daher auch mehr wert als ein nur teilweise oder gar nicht bebaubares Stück Land.

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Die Erschließungskosten eines Grundstücks umfassen in der Regel alle anfallenden Anschlusskosten für Gas, Wasser, Strom, Telefon und Internet.

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Ist Ihr Grundstück nicht erschlossen, kommen sehr hohe Erschließungskosten auf den Käufer zu, was Einfluss auf den Verkaufspreis hat.

In der Regel werden diese Kosten mit dem Gesamtpreis des Grundstücks verrechnet, je nach Nutzungsplan ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich.

  Zielgruppe definieren

Verfahren der Wertermittlung

Um den Wert eines unbebauten oder bebauten Grundstücks zu ermitteln, gibt es unterschiedliche Verfahren. Welche Methode angewendet wird, hängt von der Art des Grundstücks ab. Folgende Methoden gibt es:

  • Vergleichswertverfahren: Das Vergleichswertverfahren setzt das Grundstück in Relation zu ähnlichen Grundstücken unter dem Aspekt der Werthaltigkeit und ermittelt dadurch einen angemessenen Kaufpreis. Dieses Verfahren wird in der Regel bei privat genutzten Wohngrundstücken angewendet.
  • Ertragswertverfahren: Dieses Verfahren kommt vor allem bei Grundstücken zum Einsatz, bei denen die zukünftig durch das Land erzielbaren Erträge für den Grundstückswert auschlaggebend sind. Beispiele dafür sind Mietwohngrundstücke oder Geschäftsgrundstücke.
  • Sachwertverfahren: Beim Sachwertverfahren geht es vor allem darum, die voraussichtlichen Kosten zur Wiederherstellung des Grundstücks einzuschätzen. Auf diese Weise kann der Wert eines bebauten Grundstücks ermittelt werden.

Rechtliche Bedingungen beim Grundstücksverkauf

Beim Verkauf des eigenen Grundstücks gibt es zahlreiche rechtliche Vorausetzungen. So muss verpflichtend ein Notar eingeschaltet werden, der als neutraler Mittler zwischen Verkäufer und Käufer auftritt.

Er kümmert sich um Angelegenheiten wie den Grundstückskaufvertrag, den Eintrag ins Grundbuch und hält alle sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten fest.

Eine zweite wichtige Verpflichtung im Falle eines Verkaufs ist der Gang zum Finanzamt: Sie benötigen den Eigentumstitel, eine Eintragungsbescheinigung vom Landesregisteramt sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass das Baugrundstück in den letzten fünf Jahren keine Einnahmen erbracht hat oder diese versteuert wurden. Nur mit den erforderlichen Unterlagen ist der Verkauf auch rechtmäßig. Außerdem sind folgende Unterlagen erforderlich:

Benötigtes Dokument Wo bekommen Sie es her?
Flurkarte / LiegenschaftskarteLiegenschaftskataster
GrundbuchauszugGrundbuchamt
BaulastenverzeichnisFachbereich für Stadtentwicklung der Gemeinde
BebauungsplanFachbereich für Stadtentwicklung der Gemeinde

Grundstück verkaufen leicht gemacht

Die professionelle und seriöse Wertermittlung Ihres Grundstücks ist das A und O. Hierfür sollten Sie idealerweise einen Grundstücksmakler beauftragen, um kein Verlustgeschäft zu riskieren.

 Aber auch im weiteren Verlauf des Verkaufsprozesses werden immer wieder Situationen auf Sie zukommen, in denen Sie den Rat eines Maklers benötigen. Ein erfahrener und seriöser Makler kann Sie mit seinem Wissen sowie Kontakten beim Verkauf Ihres Grundstücks unterstützen.

Er hilft Ihnen, einen solventen Käufer zu finden und steht Ihnen beratend zur Seite.

Mit Aroundhome finden Sie den passenden Makler, um Ihr Grundstück zu verkaufen. Füllen Sie dafür einfach unseren Fragebogen aus und wir vermitteln Ihnen Immobilienmakler aus Ihrer Region.

Источник: https://www.aroundhome.de/immobilienverkauf/grundstuecksverkauf/

Grundstück verkaufen

Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

Sie möchten ein Grundstück verkaufen? Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie den Wert Ihres Grundstücks ermitteln und einen passenden Käufer finden.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen ein Grundstück überschrieben oder vererbt bekommen und selbst nichts damit anfangen können. Aus diesem Grund beschließen sie, ihr Grundstück zu verkaufen. Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie den Wert Ihres Grundstücks richtig einschätzen und Ihr Grundstück erfolgreich vermarkten.

Bauerwartungsland, Bauland oder Baugrundstück?

Bevor Sie Ihr Grundstück zum Verkauf inserieren, sollten Sie wichtige Informationen für den Käufer sammeln. Zuerst gilt es, in Erfahrung zu bringen, wie potenzielle Käufer das Grundstück nutzen können.

Handelt es sich beispielsweise um Bauerwartungsland, darf es aktuell nicht bebaut werden. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass das Grundstück in naher oder ferner Zukunft einmal baureif wird.

Fällt das Grundstück, das Sie verkaufen möchten, unter die Kategorie Bauland, gibt es einen rechtsgültigen Bebauungsplan. Potenzielle Bauherren müssen mit dem Hausbau jedoch warten, bis die Gemeinde das Grundstück voll erschlossen hat. Erst, wenn es unter anderem Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser gibt, darf der Haus- und Wohnungsbau beginnen.

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Die besten Preise lassen sich beim Verkauf von Baugrundstücken erzielen. Für sie gibt es ebenfalls einen Bebauungsplan.

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Anders als beim Bauerwartungs- und Bauland sind Baugrundstücke komplett erschlossen und haben Zugang zu den örtlichen Versorgungs-, Entsorgungs- und Verkehrssystemen.

Das bedeutet: Die Käufer eines Baugrundstücks können sofort damit beginnen, ihr Traumhaus zu planen.

Ob Sie mit einem bebauten Grundstück einen guten Preis erzielen können oder nicht, hängt vom Zustand und der Nutzbarkeit des Gebäudes ab.

Wer ein Baugrundstück mit einem gut instand gehaltenen Haus verkauft, erzielt einen höheren Preis als für ein unbebautes Grundstück.

Handelt es sich bei dem Gebäude jedoch um eine Ruine, die abgerissen werden muss, sind die Käufer in der Regel nicht bereit, eine hohe Summe zu zahlen. Schließlich kommen anschließend die Abrisskosten auf sie zu.

Handelt es sich bei dem Grundstück, das Sie verkaufen möchten, um eine Gemeinbedarfsfläche, sollte dies der potenzielle Käufer ebenfalls erfahren.

Gemeinbedarfsflächen dürfen nicht zum Erzielen privater Gewinne genutzt werden, weil sie dauerhaft für öffentliche Zwecke gebunden sind und der Allgemeinheit dienen sollen.

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Dazu zählen unter anderem Flächen, die für soziale, sportliche, kirchliche oder administrative Zwecke genutzt werden.

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Neben Gemeinbedarfsflächen gibt es auch den Sonderfall Brachland. So bezeichnet man ein unbestelltes Grundstück, beispielsweise einen Acker oder eine Wiese, das aus regenerativen, wirtschaftlichen oder anderen Gründen brach liegt.

Häufig hat die vorherige Nutzung Spuren auf dem Landstück hinterlassen, die eine Folgenutzung beeinträchtigen. Zu diesen Spuren gehören beispielsweise Gebäuderuinen, ein nährstoffarmer, ausgelaugter Boden oder gar eine Schadstofelastung des Bodens. Trifft eine solche Belastung zu, ist es eine größere Herausforderung, das Grundstück zu verkaufen.

Den Wert des Grundstücks ermitteln

Wer sein Grundstück verkaufen möchte, sollte zuerst einen angemessenen Grundstückspreis ermitteln. Je nachdem, ob es sich um Bauerwartungsland, Bauland oder um ein Baugrundstück handelt, lassen sich unterschiedliche Preise erzielen. Für ein Baugrundstück geben Interessenten in der Regel mehr Geld aus als für Bauland oder Bauerwartungsland in identischer Lage.

Darüber hinaus gilt die Regel: Je mehr Gewerbe- oder Wohnfläche auf dem Grundstück realisierbar ist und je teurer sich diese verkaufen lässt, desto größer ist die Verkaufssumme.

Im Bau- und Flächennutzungsplan der Gemeinde erfahren Grundstücksverkäufer, welche Immobilienarten auf dem Grundstück realisiert werden dürfen beziehungsweise ob das Grundstück überhaupt bebaut werden darf.

Gibt es beim Stadtplanungsamt, Bauordnungsamt oder bei der Gemeindeverwaltung keinen qualifizierten Flächennutzungs- oder Bebauungsplan für das Grundstück, sollten Sie eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde stellen. Damit können Sie das Grundstück besser vermarkten.

Bei einer Bauvoranfrage reichen Sie Bebauungsvorschläge für das Grundstück ein. Daraufhin bekommen Sie vom Amt einen Bescheid, der drei Jahre lang gültig ist und rechtsverbindlich Auskunft zur Bebaubarkeit gibt.

Mit dieser Information lässt sich das Grundstück einfacher verkaufen, weil der Interessent sicher weiß, was er mit dem Grundstück anfangen kann.

Neben der Bebaubarkeit und Größe ist auch die Lage ein wichtiges Kriterium für die Wertermittlung eines Grundstücks.

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Befindet sich das Grundstück in der Innenstadt oder auf dem Land? Gibt es in der Umgebung Schulen, Apotheken, Supermärkte und eine Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz oder müssen die Interessenten hierfür mehrere Kilometer mit dem Auto zurücklegen? Je nachdem, ob es sich um eine prosperierende Lage oder um eine Region mit geringer Bevölkerungsdynamik handelt, variiert der Grundstückswert erheblich.

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Wer ein Grundstück verkaufen möchte, kann den Bodenrichtwert nur bedingt für die Ermittlung des Grundstückspreises heranziehen. Mindestens alle zwei Jahre veröffentlicht die Gemeinde den Bodenrichtwert als Durchschnittswert aus früheren Grundstücksverkäufen.

Da er bei Grundstücksverkäufen nicht bindend ist, weichen die erzielbaren Grundstückspreise oft stark davon ab. Das liegt daran, dass der Bodenrichtwert vergangenheitsbezogen ist und kurzfristige Marktentwicklungen kaum einbezieht.

Des Weiteren kann allein die Ausrichtung des Grundstücks große Preisunterschiede bewirken. Ein nach Süden ausgerichtetes Grundstück können Sie meist zu einem höheren Preis verkaufen als eine nach Norden oder Osten ausgerichtete Fläche in derselben Umgebung.

Auch die Infrastruktur spielt bei der Ermittlung des Verkaufspreises eine große Rolle. Es kommt also stets auf den Einzelfall an, ob ein Grundstück für mehr oder weniger Geld verkauft wird. Wenn Sie den höchstmöglichen Verkaufspreis veranschlagen möchten, sollten Sie sich an einen Immobilien-Profi wenden.

Makler greifen meist auf eine langjährige Erfahrung im Immobiliengeschäft zurück und schätzen deshalb den Wert Ihres Grundstücks realistisch ein.

Grundstück verkaufen: Interessenten finden leicht gemacht

Sobald Sie einen angemessenen Verkaufspreis für Ihr Grundstück ermittelt haben, geht es auf die Suche nach Käufern. Im Gegensatz zu einer Anzeige im Lokalteil der Zeitung erreichen Sie mit einer Immobilienanzeige bei immowelt.de einen größeren Interessentenkreis.

Zudem vermarkten Sie Ihr Grundstück dort wirkungsvoller: Während die Anzeigenlänge in Zeitungen sehr begrenzt ist, haben Sie in Online-Anzeigen genug Platz, um Ihr Grundstück anschaulich zu beschreiben. Beispielsweise lassen sich dort Besonderheiten des Grundstücks hervorheben wie ein Seeblick oder Bergpanorama.

Wichtig ist, dass Sie in der Beschreibung alle Fakten über das Grundstück auflisten:

  • Um welche Grundstücksart handelt es sich?
  • Wie kann es genutzt werden?
  • Wie groß ist es?
  • Welche Neigung hat das Grundstück?
  • In welcher Lage befindet es sich, städtisch oder ländlich?
  • Wie ist die Verkehrsanbindung?

Bereits in der Überschrift des Inserats sollten Sie Ihre Interessentengruppe, beispielsweise Bauherren oder Landwirte, ansprechen. Nennen Sie dort die Grundstücksart, den Ort und die Größe, um mögliche Käufer vom ersten Blick an auf Ihre Anzeige aufmerksam zu machen. Ein Beispiel für die Überschrift: 300 qm großes Baugrundstück in Nürnberg zu verkaufen.

Des Weiteren können Sie in einer Online-Anzeige Ihre Fläche mit aussagekräftigen Fotos in Szene setzen. Die Bilder kommen besonders gut zur Geltung, wenn Sie diese bei Tageslicht und blauem Himmel aufnehmen.

Wenn Sie die genaue Adresse Ihres Grundstücks – oder zumindest die Postleitzahl – im Inserat angeben, erscheint es in einer interaktiven Umgebungskarte bei Immowelt.

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So können Interessenten direkt sehen, wo sich das Grundstück, das Sie verkaufen möchten, befindet und was die Umgebung zu bieten hat.

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Falls Sie sich Arbeit sparen möchten, empfiehlt es sich, für die Vermarktung Ihres Grundstücks einen Makler zu beauftragen. Er stellt es in relevanten Immobilienportalen ein, kümmert sich um die Besichtigungstermine und vermittelt Ihnen einen geeigneten Käufer.

Источник: https://www.immowelt.de/anbieten/grundstueck-verkaufen

Grundstückskauf

Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

Die niedrigen Darlehenszinsen bei der Baufinanzierung haben für einen Bauboom in Deutschland gesorgt und wer bauen möchte, benötigt ein Baugrundstück. immoverkauf24 informiert über den Ablauf des Grundstückskaufes und gibt zukünftigen Bauherren wichtige Tipps und Informationen.

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Der Grundstückskauf läuft im besten Falle wie folgt ab:

1. Budget für Grundstück ermitteln

Wie teuer das Grundstück sein darf, hängt in erster Linie vom verfügbaren Gesamtbudget für das Bauvorhaben ab. Im Rahmen einer ersten Anfrage bei der Bank bzw. mit Hilfe des immoverkauf24-Budgetrechners wird ermittelt, welchen Betrag Sie für den Grundstückskauf und Hausbau inkl. Nebenkosten ausgeben können.

Hierbei werden Ihr Einkommen und Ihr Eigenkapital einbezogen.

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Nachdem das Gesamtbudget feststeht, werden anhand des Bodenrichtwerts die ortsüblichen Grundstückpreise sowie die Baukosten für die gewünschte Immobilie recherchiert.

Es lässt sich auch sagen:

  • Gesamtbudget abzgl. Preis für den Neubau = Budget für das Grundstück inkl. Kaufnebenkosten

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Achtung:

Viele Bauherren unterschätzen ungeplante Mehrkosten beim Hausbau. Erfahrungsgemäß sollte ein nicht zu knapper Puffer für alle Eventualitäten eingeplant werden.

Bestenfalls halten Sie einen Teil Ihres Eigenkapitals hierfür zurück. Alternativ kann auch im Vorwege etwas höher als die angebotenen Baukosten finanziert werden.

Im Regelfall wird von der Bank bereits ein Puffer in Höhe von ca. 10 % eingeplant.

Ein Baugrundstück ist oft schwer zu finden. Unsere Empfehlungen:

  • Fragen Sie bei der Gemeinde nach, wann und wo ein Neubaugebiet entstehen wird und lassen Sie sich ggf. als Kaufinteressent vormerken.
  • Suchen Sie auf den Immobilienportalen nach Baugrundstücken.
  • Sprechen Sie die großen Bauunternehmen der Region an. Diese kaufen oft Grundstücke, um darauf Häuser bauen zu können. Lassen Sie sich für das nächste Projekt vormerken. Hier finden sich auch häufig Partner für ein Doppelhaus.
  • Spazieren Sie durch die Gegenden, in denen Sie gern wohnen würden und halten Sie Ausschau nach freien Grundstücken.

3. Detail-Informationen des Grundstückes recherchieren

Vor Grundstückskauf sollten folgende Punkte geklärt sein:

  • Welche Bebauung ist auf dem Grundstück erlaubt? Was genau steht im Bebauungsplan?
  • Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Ist z.B. ein teurer Bodenaustausch erforderlich?
  • Was kostet ein Keller?
  • Wie ist die Zufahrt geregelt?
  • Ist das Grundstück voll erschlossen oder kommen zusätzliche Kosten hinzu?

Als Käufer sollte man die genauen Verwendungsabsichten für das Grundstück im Vorwege durchdacht haben. Ist das Grundstück gekauft und zum Beispiel die Bebauung mit einem Haus mit Flachdach laut Bebauungsplan nicht erlaubt, so kann es eine böse Überraschung geben wenn der Traum des Bauherren eigentlich ein Architektenhaus ist.

Die Verhandlungsmöglichkeiten beim Grundstückspreis sind sehr abhängig von der Lage des Grundstücks.

Je rarer Grundstücke in einer Stadt oder Lage sind, desto höher sind dort die Immobilienpreise und desto mehr Interessenten gibt es.

In weniger beliebten Gegenden, zum Beispiel in den neuen Bundesländern oder ländlichen Regionen, gibt es weniger Interessenten und einen größeren Verhandlungsspielraum.

Grundsätzlich ist in der Regel ein kleiner Verhandlungspuffer beim Grundstückspreis einkalkuliert, fragen Sie den Makler danach. Haben Sie das Gefühl, dass es außer Ihnen keine weiteren Interessenten gibt, so können Sie auch ein Gebot für das Grundstück abgeben und abwarten, ob der Verkäufer hierauf eingeht.

Wichtig:

Informieren Sie sich über den Bodenrichtwert für die Region Ihres Grundstückes. Liegt der Angebotspreis über dem Bodenrichtwert, so sollten Sie recherchieren, warum dies der Fall ist.

Sind die Kaufpreise seit Erscheinen der Bodenrichtwerte gestiegen? Hat das Grundstück eine Besonderheit, die dies rechtfertigt? In sehr begehrten Lagen wird häufig auch mehr gezahlt und als Käufer muss man mancherorts froh sein, den Zuschlag für ein Grundstück bekommen zu haben. Hier ist in erster Linie wichtig, dass der Grundstückskauf in das eigene Budget passt.

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Haben Sie das passende Grundstück gefunden und eine Zusage für dieses erhalten, ist der nächste Schritt, die passende Baufinanzierung zu finden. Sobald eine Finanzierungszusage der Bank vorliegt, kann der Notartermin vereinbart werden.

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Mit der Finanzierungszusage kann die notarielle Beurkundung des Grundstückskaufes erfolgen. Der Käufer hat hierbei die Notarwahl. Es erfolgt die Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch.

Beim Grundstückskauf handelt es sich um eine Anschaffung, deren finanzielle Tragweite groß ist. Wer sich nicht ausreichend informiert, kann böse Überraschungen erleben.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden:

  • Spätere Baukosten unterschätzt: Stellen Sie zunächst die Finanzierung auf und ermitteln Sie, ob Ihnen nach Grundstückskauf ausreichend Geld für den Hausbau nach Ihren Wünschen bleibt. Das schönste Grundstück nützt Ihnen nichts, wenn Sie am Ende ohne Haus dastehen oder schwerwiegende Abstriche machen müssen. Erfahrungsgemäß wird ein Neubau immer teurer, als man denkt. Viele Banken finanzieren nur das Grundstück, wenn auch die Neubaufinanzierung gestemmt werden kann.
  • Zu viel gezahlt: Informieren Sie sich gründlich über die Grundstückspreise in der Gegend, in der Sie kaufen möchten. Besonders bei privatem Grundstücksverkauf muss auf einen realistischen Quadratmeterpreis geachtet werden. Bei Angeboten von Immobilienmaklern ist davon auszugehen, dass diese in Gesprächen mit dem Verkäufer einen marktüblichen Preis abgestimmt haben und ein kleiner Verhandlungsspielraum besteht.
  • Schlechte Lage gewählt: Je nach Anforderungen an den neuen Wohnort müssen verschiedene Kriterien hinsichtlich Umgebung und Infrastruktur geprüft werden. Wie sieht es mit der Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz aus? Gibt es Schulen und Kindergärten in der Nähe? Wo sind Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheken? Überlegen Sie, wie Ihre Umgebung gestaltet sein soll, um komfortabel leben zu können und welche Abstriche Sie machen können.
  • Keine behördlichen Informationen eingeholt: Überprüfen Sie unbedingt den Bebauungsplan, das Altlastenkataster und das Grundbuch des Grundstücks. So stellen Sie sicher, dass Sie in der gewünschten Form bauen dürfen, dass der Baugrund nicht mit Altlasten verschmutzt ist und somit teure Entsorgungs- und Bodenaustauschkosten anfallen sowie dass der Verkäufer tatsächlicher Eigentümer des Grundstücks ist.
  • Kaufnebenkosten nicht berücksichtigt: Viele Immobilienkäufer übersehen bei der Kalkulation die Kaufnebenkosten. Denken Sie daran, dass beim Grundstückskauf auch Kosten für den Notar und die Grunderwerbsteuer anfallen.

Wer ein Grundstück kauft, sollte sich gründlich informieren und keinen wichtigen Punkt vergessen. Die immoverkauf24 Checkliste steht Ihnen als kostenloser Download bereit. Gehen Sie die Punkte durch und holen Sie alle wichtigen Informationen ein!

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Beim Grundstückskauf entstehen unterschiedliche Nebenkosten. Neben dem Kaufpreis müssen die Notarkosten und die Grunderwerbsteuer gezahlt werden. Diese ist je nach Bundesland unterschiedlich. Nutzen Sie unseren Kaufnebenkostenrechner, um die Nebenkosten für den Kauf Ihres Grundstücks zu kalkulieren. Auch die Maklercourtage kann hier mit einbezogen werden.

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Ein Vorvertrag, der nicht notariell beurkundet wurde, ist beim Grundstückskauf rechtlich nicht bindend. § 311b des BGB legt eindeutig fest, dass der Verkauf einer Immobilie durch einen notariell beurkundeten Vertrag erfolgen muss (siehe Punkt 3). Trotz dessen sind Vorverträge beim Grundstückskauf gängige Praxis.

Sie vermitteln dem Makler oder Verkäufer die Ernsthaftigkeit der Kaufabsichten des Kaufinteressenten und geben andererseits dem Kaufinteressenten eine gefühlte Sicherheit, tatsächlich Erwerber der Immobilie zu werden. Es kann jedoch kein Verkäufer aufgrund eines Vorvertrages dazu verpflichtet werden, sein Grundstück an die andere Vertragspartei zu verkaufen.

Nur mit notarieller Beurkundung geht der Verkäufer eine Rechtsverbindlichkeit ein.

Um den Grundstückskauf erfolgreich abzuschließen und mit dem Hausbau starten zu können, müssen zahlreiche Bauherrenpflichten erfüllt werden. Folgende Tabelle gibt Aufschluss über die benötigten Dokumente und Abläufe in den verschiedenen Phasen des Grundstückskaufs:

Phase des GrundstückskaufesDokumenteErhalt vonAbgabe an
1. FinanzierungKaufvertragsentwurfNotarBank
GrundbuchauszugEigentümer, GrundbuchamtBank
Flurkarte/LageplanEigentümer, Vermessungsamt, KatasteramtBank
EinkommensnachweiseArbeitgeber / eigene AblageBank
SteuerbescheideFinanzamt / eigene AblageBank
EigenkapitalnachweisBank / eigene UnterlagenBank
aktuelles Fotos des GrundstückesEigentümer, eigens erstelltBank
FinanzierungszusageBankNotar
2. Kauf & Beurkundungfinaler KaufvertragNotar
GrundbuchauszugNotar
ggf. Heiratsurkundeeigene UnterlagenNotar
3. GrundbucheintragungUnbedenklichkeitsbescheinigungFinanzamt
Anzeige des Grundstückserwerbes beim FinanzamtNotar

Die Finanzierung eines unbebauten Grundstücks unterscheidet sich von der Hausfinanzierung dadurch, dass das Wohneigentum nicht zwangsläufig komplett, also inklusive Baukosten finanziert wird. Je nach Terminierung von Grundstückskauf und Baubeginn kann es dazu kommen, dass das Immobiliendarlehen in zwei Schritten aufgenommen wird.

Soll kurze Zeit nach Grundstückserwerb mit dem Bau begonnen werden, so wird der Immobilienkredit einmalig in voller Summe abgeschlossen. Wird zunächst nur das Grundstück angeschafft und der Baubeginn liegt in weiterer Zukunft, so wird nur das Grundstück finanziert und der Neubau kurz vor Baubeginn.

immoverkauf24 Tipp:

Achten Sie darauf, dass der Darlehensanteil für die Baukosten bis Baubeginn ohne Bereitstellungszinsen angeboten wird. Die Bereitstellungsfreie Zeit sollte dementsprechend sehr weitgehend durchdacht sein, um unnötige Kosten zu vermeiden. Die Finanzierungsberater von immoverkauf24 machen Ihnen gern ein unverbindliches Finanzierungsangebot.

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Источник: https://www.immoverkauf24.de/baufinanzierung/immobilienkauf/grundstueckskauf/

Projektentwicklung: Grundstück erfolgreich verkaufen

Grundstücksverkauf: So veräußern Sie Ihren Grund und Boden

Sie planen, Ihr Grundstück oder Ihr Haus zu verkaufen? Wir zeigen Ihnen wie Sie beim Verkauf mehr erzielen können. Der Wert eines Grundstücks bemisst sich vor allem danach, wie groß das Gebäude ist, das sich darauf errichten lässt. Grundsätzlich gilt: Je größer, desto wertvoller.

auf den Grundstück steht ein altes Einfamilienhaus

Wer ein altes Haus verkauft, bekommt ein altes Haus bezahlt

Sie besitzen ein Grundstück mit einem älteren Haus. Diese Immobilie so zu verkaufen bringt zwar einiges an Geld, lässt aber große Potentiale zur Wertsteigerung ungenutzt.

Die alte Bausubstanz des Hauses innen und außen mindert zumeist den Wert der gesamten Immobilie. Häufig müssen beispielsweise Dach und Fassade isoliert, die Heizung ausgetauscht oder das Bad erneuert werden.

Das kostet viel Geld – häufig einen sechsstelligen Betrag, den Käufer im Normalfall bei der Kaufpreisfindung berücksichtigen werden.

Beachten Sie dafür unser folgendes vereinfachtes Rechenbeispiel: aktueller Wert von Haus und Grundstück: 600.000 EUR, Kaufpreisminderung durch alte Bausubstanz: – 100.000 EUR, Finaler Verkaufspreis: 500.000 EUR

Was, wenn Sie mehr erzielen können?

Preissteigerungen beim Verkauf sind möglich, weil sich in den letzten Jahrzehnten im Immobilienbereich zahlreiche Veränderungen vollzogen haben, denen der Status quo Ihres Grundstücks im Moment wahrscheinlich nur ungenügend Rechnung trägt.

So ist die Familiengröße deutlich zurückgegangen, wodurch weniger Wohnfläche benötigt wird.

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Auch waren die Grundstückspreise und Baukosten früher deutlich günstiger und man konnte es sich einfacher leisten, ein großes Haus auf ein noch größeres Grundstück zu platzieren.

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Die Aufteilung großer Grundstücke auf mehrere Parteien und die Erschließung und Nutzbarmachung der Teilgrundstücke heben somit den Wert des Gesamtgrundstücks deutlich an. Nun können sich mehr Personen ein Grundstück leisten und die Zielgruppe wächst.

Zukunftsvision: Das kann Ihr Grundstück morgen

Für mögliche Entwicklungsmaßnahmen haben wir Ihnen im Folgenden zwei Beispiele aufgeführt.

effiziente Bebauung mit Reihenhäusern

Beispiel 1: Doppel- und Reihenhäuser

Ein großes Grundstück auf mehrere Parteien aufzuteilen und entsprechend zu entwickeln steigert den Wert. Doppel- und Reihenhäuser bieten genug Platz für eine kleine Familie und einen leicht zu bewirtschaftenden Garten. Dieses spricht eine breite Käuferschaft an, wodurch die neu bebauten Teilgrundstücke wertig verkauft werden können.

effiziente Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus

Beispiel 2: Geschosswohnungsbau/Mehrfamilienhaus

Viel Platz ist teuer, vor allem in Ballungszentren. Was viel Platz bietet, ist entsprechend wertvoll. Geschosswohnungsbauten und Mehrfamilienhäuser bieten genug Platz für die Bedürfnisse von Singles und Paaren gleichermaßen und stellen gegenwärtig die bestmögliche Ausnutzung eines Grundstücks dar. Entsprechend groß ist die Wertsteigerung des ursprünglichen Grundstücks.

Hier kommen wir ins Spiel. Wir sorgen für eine optimale Ausnutzung der Grundstücksfläche, auch bei unbebauten Grundstücken. Ihr Nutzen: Der Wert der Immobilie und somit Ihr Erlös steigen an.

Die Grund & Boden Wert GmbH & Co.KG analysiert den Status quo Ihrer Immobilie und zeigt auf, wie Sie mehr erzielen können. All dies läuft ohne zusätzlichen finanziellen oder organisatorischen Aufwand für Sie ab. Alles, was Sie investieren, ist etwas Zeit.

Machen wir ein Projekt daraus!

Als Sachverständige für Immobilienbewertungen kennen wir den Markt, die Preise und wir haben die Kontakte. In Ihrem Auftrag übernehmen wir die komplette Projektplanung und -umsetzung zur Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Dabei arbeiten wir unabhängig von Bauunternehmen und können somit die bestmögliche Lösung erarbeiten, ohne fachlichen Einschränkungen zu unterliegen.

Wir übernehmen für Sie den gesamten Prozess von der Konzeptentwicklung bis zum Verkauf des Grundstücks. Unsere Dienstleistung umfasst folgende Teilschritte:

  • Prüfen der Bebaubarkeit Ihres Grundstücks
  • Entwicklung eines individuellen Bebauungs- und Umsetzungskonzeptes
  • Klärung zumeist komplizierter Sachverhalte rund um das Baurecht
  • Finden und Koordinieren geeigneter Projektpartner
  • Umfassende Projektsteuerung
  • Entwicklung einer Verkaufsstrategie

Jede Immobilie hat Potential zur Wertsteigerung. Wir begutachten Ihre Immobile und finden passende Lösungen, damit Sie diese nicht unter Wert verkaufen müssen.

Weitere Informationen wie Sie erfolgreich Ihr Grundstück verkaufen, können Sie hier herunterladen: Grundstück verkaufen und mehr erzielen.

Die Wertsteigerung Ihrer Immobilie ist nur einen Anruf entfernt. Vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch! Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

Unsere aktuellen Projekte finden Sie hier. 

Источник: https://www.grund-boden-immobilien.de/grundstueck_erfolgreich_verkaufen/

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