Handgemachtes Keramik-Geschirr: 15 Produkte, die jetzt den Ton angeben

Contents
  1. Interior-Trend Keramik Geschirr: Die schönsten Pieces!
  2. Villa d’este Home: Mediterranes Flair für Ihren Esstisch
  3. Bloomingville: Scandi Style Keramik Geschirr
  4. HKliving: Küchenaccessoires im Industrial Chic
  5. Cosy & Trendy: Sommerliche Frische für jeden Tag
  6. OYOY Living Design: Hui, wie schön! 
  7. Gmundner Keramik: Der Klassiker
  8. Butlers: Bunt und farbenfroh
  9. Bia Cordon Bleu: Liebevolle Designs aus Kalifornien
  10. Cote Table: Der Flair Frankreichs
  11. Motel a Miio: Handgemachte Keramik aus Portugal
  12. Vinga of Sweden: Scandi Lifestyle für Zuhause
  13. Canvas Home: Nachhaltig schön
  14. Good to know: Alles Wichtige über Keramik Geschirr
  15. Aus was besteht Keramik eigentlich?
  16. Wie pflege ich Keramik Geschirr?
  17. Was ist der Unterschied zwischen Keramik und Steingut?
  18. Was ist besser: Keramik oder Porzellan?
  19. Der gute Ton
  20. Geschirr, das aussieht, als hätten die Gäste dafür selbst an der Töpferscheibe gesessen
  21. In Großbritannien gehört eine Töpfersendung zu den erfolgreichsten TV-Formaten
  22. Keramik bricht leichter als Porzellan. Auf Dauer kann sich das kein Restaurant leisten
  23. 15 Labels mit schönem Geschirr: Keramik für jeden Geschmack
  24. 2. Für die Ästheten: Andrea Baumann
  25. 3. Für die Querdenker: Valerie Objects
  26. 4. Für die Fernweh-Geplagten: Soleo Home
  27. 5. Für die Minimalisten: Edition Populaire
  28. 6. Für die Dekadenten: L'Objet
  29. 7. Für die Mutigen: L'Elefantino
  30. 8. Für die Pragmatischen: Where Shadows Fall
  31. 9. Für die Starken: Studio von Morgen
  32. 10. Für die Entscheidungsfreudigen: made.com
  33. 11. Für die Verspielten: Ines Boesch
  34. 12. Für die Erwachsenen: Ginori 1735
  35. 13. Für die Sparer: Søstrene Grene
  36. 14. Für die Weihnachts-Freaks: Villeroy & Boch
  37. 15. Für die «Heimlifeissen»: Annika Schüler Porcelain

Interior-Trend Keramik Geschirr: Die schönsten Pieces!

Handgemachtes Keramik-Geschirr: 15 Produkte, die jetzt den Ton angeben

Wenn der Frühstückstisch morgens schön gedeckt ist, haben selbst Morgenmuffel keine Chance schlechte Laune zu verbreiten. Neben duftenden Brötchen und der täglichen Koffein-Dosis gehört auch das passende Geschirr dazu. Und mit handgemachtem Keramik Geschirr wird jeder Morgen zu einem guten Morgen.

Stylisches Keramik Geschirr veredelt die Deko auf dem Tisch und das Essen macht damit gleicht doppelt so viel Spaß. Obendrein sind Teller, Schüsseln, Becher & Co. aus Keramik derzeit total im Trend. Wir stellen Ihnen die schönsten It-Pieces im Onlineshop von WestwingNow vor.

Lassen Sie sich inspirieren!

Dasskandinavische Interior-Label Broste Copenhagen wurde bereits 1955 in der dänischenHauptstadt gegründet.

Auf der Suche nach Inspiration und Materialien hat essich das Kreativteam von Broste Copenhagen zur Aufgabe gemacht, nordischeTradition mit aktuellen Trends zu vereinen.

Das spiegelt natürlich auch dasKeramik Geschirr wider, welches mit handgefertigter Ästhetik undUnikat-Charakter überzeugt. Natürliches Steinzeug im Mix mit einer hochwertigenVerarbeitung bringen das Kopenhagen-Feeling direkt an Ihren Esstisch.

Villa d’este Home: Mediterranes Flair für Ihren Esstisch

Bunt, farbenfroh und voller guter Laune. Das Keramik Geschirr von Villa d’este Home versprüht ein mediterranes Flair.

Kein Wunder! Schließlich stammt das Label aus dem sonnigen Italien und überzeugt durch trendige Designs sowie funktionale Beschaffenheit. Die leuchtenden Farben oder auch die opulenten Muster sind ein wahrer Augenschmauß für jeden Tisch.

Villa d’este Home kreiert Keramik Geschirr-Sets, um mit Farben und Handlichkeit mehr Freude in den Alltag zu bringen.

Bloomingville: Scandi Style Keramik Geschirr

Die Skandinavier wissen einfach ganz genau, wie’s geht. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass das dänische Kultlabel mit schönen Mustern, tollen Farbkombinationen, aufregenden Designs und hochwertigen Materialien begeistert.

Wir sind ganz verliebt in die  Schalen, Vasen und Tassen von Bloomingville. Neben Blumen und Punkten finden sich hier ebenso Streifen und schöne geometrische Muster, die im Einklang mit den abwechslungsreichen Farbkombinationen sind. Herrlich.

Bei Bloomingville wird garantiert jeder Einrichtungsfan fündig!

HKliving: Küchenaccessoires im Industrial Chic

KeramikGeschirr ist nicht nur der Trend der Stunde, sondern war bereits in den 70erJahren total hip. Das niederländische Label HK Living springt auf den Zug aufund bringt mit einem jungen, modernen sowie neuartigen Stil Keramik zurück aufIhren Esstisch.

Durch die Symbiose aus zeitgemäßem Design, modernen Materialienund traditionellen Formen avanciert HK Living schon fast zu unserem absolutenLieblingslabel.

Besonders cool: Auffällige Farben und lässige Details imIndustrial Chic runden das Keramik Geschirr der Brand gekonnt ab.

Cosy & Trendy: Sommerliche Frische für jeden Tag

Sie sind auf der Suche nach Geschirr Sets aus Steingut oder Porzellan? Dann bietet Ihnen das Label Cosy & Trendy eine stilvolle Auswahl.

Das robuste Geschirr im Handmade-Look zeichnet sich durch unterschiedliche, organische Formen und Farben aus. Neben Klassikern für jeden Tag bietet die Brand auch zauberhafte Geschirrserien in strahlendem Türkis.

Perfekt für das sommerliche Frühstück in der Sonne auf der Terrasse oder dem Balkon.

OYOY Living Design: Hui, wie schön! 

WusstenSie, dass das Label OYOY Living Design aus Dänemark vom Himmel inspiriertwurde? Denn zufälligerweise trägt jedes dänische Flugzeug die Buchstaben OY alsZeichen seiner Staatszugehörigkeit.

Verrückt! Gegründet wurde OYOY LivingDesign übrigens erst 2012 von der Designerin Lotte Fynboe und erobertseitdem die Herzen der Interior-Fans. Besonders beliebt: Keramik Geschirr imtypischen Scandi Look.

Schlicht, modern, funktional und von hoher Qualität.

Gmundner Keramik: Der Klassiker

Handgefertigt und das seit 1492. Jedes Keramik-Piece ist bei dem Label Gmundner Keramik ein wahres Einzelstück.

Mittlerweile steht die Gmundner Keramik als Synonym für beste österreichische Tischkultur. Die Liebe zum Detail lässt jedes Stück zum Unikat werden.

Weiche, keramische Formen und ein unverwechselbares Design machen die Schönheiten von Gmundner Keramik zu einem Must-Have auf Ihrem Tisch.

Butlers: Bunt und farbenfroh

Mitden Schmuckstücken von Butlers haben Sie immer das passende Keramik Geschirrauf dem Esstisch. Sorgen auch Sie mit den Eierbechern, Tassen und Tellern fürgute Laune am Frühstückstisch und starten Sie fröhlich in den Tag. Butlerssteht für bunte sowie farbenfrohe Kombi- oder Tafelservices, die ein stylischesAmbiente verströmen.

Bia Cordon Bleu: Liebevolle Designs aus Kalifornien

Seitüber 50 Jahren deckt Bia Cordon Bleu meisterlich den Tisch. Der führendeHersteller von Porzellan- und Steingutwaren aus Kalifornien hat es sich zumZiel gesetzt, höchste Qualität und zeitloses Design zu erschwinglichen Preisenanbieten zu können.

Mit Erfolg! Wir sind total begeistert. Neben KeramikGeschirr mit verspielten Ornamenten finden sich hier ebenso einfarbigeKlassiker oder aufregende Farbkontraste.

Handbemalte Muster, elegante Glasurenund edle Formen verleihen den It-Pieces von Bia Cordon Bleu einen ganzbesonderen Stil.

Cote Table: Der Flair Frankreichs

Dasdetailverliebte Label aus Bordeaux begeistert seit 1996 mit einem typisch französischenFlair. Von Geschirr und Wohnaccessoires bis hin zu Möbeln entwirft Cote Tablealles für Ihren Landhaus Look de luxe.

Charmanter kann der Mix aus Nostalgieund zeitgenössischen Einflüssen kaum aussehen. Und vor allem das KeramikGeschirr kann sich sehen lassen.

Maritime Muster und raffinierte Elemente dekorierenIhren Esstisch in einem modernen Stil, der vom nächsten Urlaub in Südfrankreichträumen lässt.

Motel a Miio: Handgemachte Keramik aus Portugal

DieErfolgsstory von Motel a Miio ist mindestens genauso traumhaft, wie ihreKeramik It-Pieces. Alles begann 2016 mit einer Reise nach Portugal. Nur kurzeZeit später gründeten Laura Castien und Anna von Hellberg Deutschlands angesagtesteKeramik-Marke.

Von Tellern über Tassen und Vasen bis hin zu Lampen, mit Motel aMiio holen Sie sich ein bisschen Urlaubs-Feeling auf den heimischen Esstisch.Frische Farben, organische Formen und coole Streifen- oder Punkte-Designsmachen die Steingutware zum lässigen Hingucker.

Vinga of Sweden: Scandi Lifestyle für Zuhause

Ganzegal ob beim gemütlichen Picknick im Freien oder beim liebevollen Dekorieren inden eigenen vier Wänden – das skandinavische Label Vinga of Sweden punktet mitmoderner Ästhetik sowie cleverer Funktionalität, die vor allem im Alltag überzeugt.Dieser Mix lässt das stylische Keramik Geschirr der Brand zu einem echten Mussfür Scandi-Fans werden. Komplettiert werden die Designs zudem mit demtypischen, schwedischen Understatement. Müssen wir haben!

Canvas Home: Nachhaltig schön

DieSchönheit natürlicher Materialien in Kombination mit einfachen, einzigartigenFormen und zeitlosen Silhouetten – das britische Label, welches 2008 von AndrewCorrie gegründet wurde, setzt genau auf diese Eckpfeiler.

  Aber nicht nur der Look überzeugt, auch dieArt und Weise, wie Canvas Home sein Keramik Geschirr herstellt. So ist es denDesignern wichtig, Materialien zu verwenden, die aus nachhaltigen Quellenstammen.

Zusätzlich glauben sie an die Unterstützung von Handwerkern inEntwicklungsländern und spenden einen Teil ihres Gewinns an Organisationen, dieKunsthandwerksgruppen supporten.

Good to know: Alles Wichtige über Keramik Geschirr

Siehaben sich in das stylische Keramik Geschirr unserer liebsten Interior-Labels verliebt?Können wir total verstehen. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren neuenSchmuckstücken haben und wissen, worauf Sie sich in puncto Keramik einlassen,geben Ihnen unsere Wohnexperten ein paar hilfreiche Tipps zur Pflege & Co.!

Aus was besteht Keramik eigentlich?

Keramikbesteht in der Regel aus grober Tonerde. Zudem ist es aus anorganischenMaterialien zusammengesetzt, welches sich zu einer festen Form brennen lässt.Wussten Sie übrigens, dass die Bezeichnung Keramik vom griechischen „Keramikos“stammt? Die steht für Ton oder Lehm und Töpferei.

Wie pflege ich Keramik Geschirr?

LassenSie Ihr Keramik Geschirr in neuem Glanz erstrahlen, indem Sie die Oberflächemit lauwarmem Wasser, einem weichen Tuch und etwas mildem Spülmittel feucht abwischen.

Kalkflecken lassen sich zum Beispiel mit einem Baumwolllappen und verdünntemEssigreiniger oder Zitronensaft entfernen. Grundsätzlich sollten Sie KeramikGeschirr nicht in der Spülmaschine reinigen.

Achten Sie hier aber auch immerauf die Angaben des Herstellers.

Was ist der Unterschied zwischen Keramik und Steingut?

Nurallzu gerne wird Keramik als Synonym für Steingut verwendet. Auch wenn dasnicht ganz korrekt ist, ganz falsch liegt man damit auch nicht. Denn Keramikist quasi weiches Steingut, welches Luft enthält und daher gut isoliert.

Was ist besser: Keramik oder Porzellan?

Wenn man es genau nimmt, ist Porzellan eine Unterart der Keramik. Während Keramik größtenteils aus grober Tonerde besteht, besteht Porzellan in der Regel aus der Porzellanerde Kaolin.

Aufgrund des hohen Kaolingehalts ist Geschirr aus Porzellan übrigens auch weniger anfällig gegenüber Stößen oder Schlägen. Geschirr-Sets aus Keramik können schneller kaputt gehen, sind aber auch dementsprechend günstiger und für jeden Tag zu empfehlen.

Porzellan Stücke kommen dagegen oftmals nur zu besonderen Anlässen auf den Esstisch.

Источник: https://www.westwing.de/inspiration/trends/einrichtungstrends/interior-trend-keramik-geschirr-wir-zeigen-die-schoensten-pieces/

Der gute Ton

Handgemachtes Keramik-Geschirr: 15 Produkte, die jetzt den Ton angeben

Gut im Geschäft war er immer schon. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Matthias Kaiser aus der Steiermark als Keramik-Künstler.

Galerien in London, Tokio oder Melbourne stellen seine Arbeiten aus, die amerikanische Vogue hat über ihn berichtet. Jetzt aber kann er sich vor Aufträgen kaum retten.

Vor allem seine rustikalen Teller, Tassen und Schalen aus Steinzeug sind gefragt. Das Wiener Szenerestaurant Mochi hat gleich mal die komplette Geschirr-Ausstattung geordert.

Eigentlich könnte er froh sein. Doch Matthias Kaiser hadert: „Ich komme überhaupt nicht mehr hinterher mit der Produktion.“ Bis so ein typischer Matthias-Kaiser-Teller fertig ist, vergehen zwei Wochen. Die braucht er fürs Formen, Brennen, Trocknen, Glasieren und noch mal Brennen.

Es geht nicht nur ihm so. Einrichtungsläden und Designstores verkaufen plötzlich jede Menge handgefertigter Keramik, bei der kein Teil dem anderen gleicht, Food-Magazine platzieren ihre Gerichte auf unebenen und grob glasierten Tellern aus Steingut.

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Und egal, ob das berühmte Sternerestaurant Noma in Kopenhagen, der Japaner Koi in München oder ein kleines Café wie Heimathaven in Oldenburg, man bekommt den Eindruck, als gäbe es moderne und junge Küche nur noch auf Geschirr, das aussieht, als hätten die Gäste selbst an der Töpferscheibe gesessen.

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Sogar das Severin's auf Sylt, neuestes und teuerstes Hotel der Insel, serviert seine Ravioli von der Ochsenbacke nicht auf dünnem Porzellan, sondern in dickwandigen Schalen aus der Serie „A la Plage“ von ASA Selection.

Geschirr, das aussieht, als hätten die Gäste dafür selbst an der Töpferscheibe gesessen

Musste es, und das ist noch gar nicht so lange her, für gehobenes Essen unbedingt strahlend weißes, möglichst durchscheinendes und perfekt geformtes Fine Bone China sein, ist jetzt irdene, krumme und unperfekte Tableware der Blickfang auf den wichtigen Tischen.

Das ist vor allem bemerkenswert, weil Töpferware bisher eher selten mit Trendchic assoziiert wurde. Viel mehr hatte man dabei Bilder von eher plumpen Erzeugnissen im Kopf, die in Kreativworkshops auf La Gomera angefertigt wurden und mehr als Entspannungsübung denn als ernsthafte Essunterlage gedacht waren.

Damit tut man der Keramik aber gewaltig unrecht: Töpfern ist eine der ältesten handwerklichen Tätigkeiten überhaupt, die in China schon vor etwa 18 000 Jahren ausgeübt wurde, wie Funde von Tongefäßen beweisen.

Die zum Teil sehr grobe Keramik mit den vielen Unregelmäßigkeiten oder den absichtlichen Rissen in der Glasur, die man gerade überall sieht, sind auf uralte Techniken in der japanischen Keramikkultur zurückzuführen. Dellen sind kein Fehler, sondern ein Qualitätsmerkmal.

Daran musste sich auch Matthias Kaiser erst gewöhnen. Nach seinem Keramikstudium an der Parsons School of Design in New York ging er nach Japan, um bei zwei Keramikmeistern die hohe Kunst der traditionellen Fertigung zu erlernen.

„Zuerst habe ich überhaupt nicht verstanden, was an einer Teeschale mit Dellen besonders gut sein soll“, sagt er. „Doch sie sind Teil der asiatischen Keramikphilosophie, weil sie symbolisieren, dass auch der Mensch nicht perfekt ist.

Der Däne Anders Arhoj gründete seine Keramikmarke Studio Arhoj 2006 in Tokio. Inzwischen ist er mit seinem Atelier zurück in Kopenhagen. Neben den klassisch unebenen Tellern und Schüsseln fertigt er Becher, die nur zur Hälfte in eine Glasur getaucht werden. Gerade das Unfertige ist ein Qualitätsmerkmal.

(Foto: Studio Arhoj)

Die Erhebungen entstehen, wenn man ungereinigten Ton verwendet, in dem auch andere Stoffe enthalten sein können, wie Eisenerz, Sand und Quarz, die dann beim Brennen für die Unregelmäßigkeiten sorgen. In Japan nennt man solche Einschlüsse Tsuchi-aji, was so viel wie „Würze, Geschmack des Tons“ bedeutet.

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Dass Keramik gerade jetzt wieder eine Sternstunde erlebt, hat mit all den anderen Lifestyle-Strömungen zu tun, die in letzter Zeit so durch die Gegend irrlichtern: Überall wird altes Handwerk wiederentdeckt.

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Dann ist es grundsätzlich immer gut, wenn etwas Tradition hat, und aus der Natur kommt. Ursprünglicher als bei Keramik geht es kaum: Es wird etwas hergestellt aus dem, was die Erde hergibt, gepaart mit den anderen Elementen Feuer, Wasser und Luft.

Und im Zuge der anhaltenden Do-it-yourself-Welle finden Keramikkurse wieder regen Zulauf – nach Gärtnern, Kochen, Backen und Nähen.

Matthias Kaiser wundert das nicht: „Wer die meiste Zeit virtuell unterwegs ist, will sich auch mal ganz real die Hände schmutzig machen.“ Immer mehr machen ihr Hobby aber dann auch zum Beruf.

„Am Anfang waren es nur einige wenige“, wird Julie Carlson, Chefredakteurin der wichtigen Design-Website Remodelista im New York Times Magazine zitiert.

„Aber mittlerweile wollen so viele ihr Geld mit Keramik verdienen, dass wir langsam den Überblick verlieren.“

In Großbritannien gehört eine Töpfersendung zu den erfolgreichsten TV-Formaten

Die Briten haben die Zeichen der Zeit schnell genutzt und aus der Lust am Töpfern eine Fernsehsendung gemacht: Die Show „The Great Pottery Throw Down“, in der zehn Hobbytöpfer gegeneinander antreten und von einer Fachjury bewertet werden, war in Großbritannien eines der erfolgreichsten TV-Formate 2015. Über eine Adaption für den deutschen Markt wird bereits nachgedacht.

Wer nicht töpfern will, findet schnell etwas, das zumindest aussieht wie selbstgemacht. Gibt man bei Etsy, einem Onlineshop für handgemachte Produkte, den Begriff „Keramikgeschirr“ ein, ploppen Hunderte verschiedene Anbieter auf.

In den Regalen von Einrichtungsläden und Designstores stapelt sich die Ware. Es sind wie fast immer auffallend viele skandinavische Marken darunter, die beliebtesten heißen House Doctor, Bloomingville, Studio Arhoj oder K. H.

Würtz, selbst H & M hat ein paar rustikal unglasierte Vasen und Schalen im Angebot.

Was ist Keramik?

Fast jede Art von Geschirr hat bei ihrer Entstehung einen Brennofen gesehen – sieht man von Tellern aus Plastik oder Silber ab. Aber was genau ist denn nun der Unterschied zwischen Keramik, Steingut, Porzellan und Co.

? Keramik ist der Oberbegriff für alles, was aus Ton und Porzellanerde (Kaolin) hergestellt wird, beides sind Verwitterungsprodukte verschiedener Gesteine.

Dann wird unterteilt in Grobkeramik, etwa Bauziegel, Dachpfannen, Bodenplatten, und in Feinkeramik wie Geschirr, Vasen, Plastiken. Je nachdem, wie porös oder fein das Ausgangsmaterial ist, gibt es auch bei der Feinkeramik Abstufungen.

Das gröbste ist einfache Irdenware, es folgen Töpferware, Majolika, Steinzeug, Steingut und am Ende das Porzellan, das aus besonders dichtem weißem Kaolin besteht und nach dem sehr heißen Brennen fast durchscheinend ist.

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Warum ausgerechnet die Skandinavier führend sind, dafür hat Christine Roland eine ziemlich simple Erklärung. „Wir beschäftigen uns viel mit Design, weil die Winter bei uns so lang sind und wir so viel Zeit zu Hause verbringen.

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Und weil die Natur so lange draußen bleiben muss, holen wir uns möglichst viel davon nach drinnen“, sagt die dänische Keramikerin, die in Berlin lebt. Ihre Objekte erinnern an große Scherben, sind oft aus weißem Porzellan und schwarzem Steingut.

Sie verkauft sie in ihrem Studio in der Pücklerstraße und im The Store, dem angegliederten Conceptstore des Soho House. Geleitet wird er von Alex Eagle. Die Kreativdirektorin aus London ist immer auf der Suche nach kleinen, noch unbekannten Labels. „Die Leute haben genug von Massenware.

Sie wollen etwas, was nicht jeder hat.“ Das ist bei Keramik einfach: Da ist jedes Stück ein Unikat.

Klar ist auch: Ohne die Food-Trends würde es den Keramik-Trend nicht geben. „Das ist ganz eng mit der Farm-to-Table-Bewegung verbunden“, erklärt Julie Carlson.

Der selbstgepflückte Wildkräutersalat und das Steak, vom dem man weiß, wie das Rind hieß, passen nun mal besser auf einen handgefertigten Teller als auf Fabrikware.

Selbst wenn das Gericht weder bio noch regional oder sonst wie nachhaltig ist, sieht es darauf viel natürlicher aus.

Keramik bricht leichter als Porzellan. Auf Dauer kann sich das kein Restaurant leisten

Ob das Essen auch anders schmeckt, wenn es auf einem Keramikteller liegt? „Das weiß ich nicht „, sagt Roland Trettl, Sternekoch aus Südtirol, gerade im Fernsehen unterwegs mit Tim Mälzer. „Wenn, dann kopftechnisch. Wenn man glaubt, es schmeckt anders, dann schmeckt es auch anders.

“ Den Trend findet er zwar eine nette Abwechslung, bezweifelt aber, dass es sich in den Restaurants dauerhaft halten wird. „Jeder Gastronom sollte wissen, dass er mit Porzellan weniger Verschleiß hat, weil es heißer gebrannt wird und darum stabiler ist als Keramik.

So wie in den meisten Küchen mit Geschirr umgegangen wird, würde bei Keramik viel zu viel zu Bruch gehen. Das kann sich keiner leisten.“ Dass sich viele japanische Restaurants immer schon mit Keramik eindecken, ist kein Widerspruch.

„Die Japaner haben einen ganz anderen Respekt vor Lebensmitteln und vor Werkzeug – allein mit welcher Liebe sie ihre Sushi-Messer pflegen!“ Trettl hat lange in Japan gearbeitet.

Sowieso ist ihm das mit dieser ganzen Keramik längst zu viel. „Erst macht es einer, dann machen es alle, und dann reicht es auch schon wieder.“ Er sei schon wieder auf Weiß umgestiegen. „Bei schlichtem weißen Porzellan steht das Essen im Vordergrund, der Teller hält sich zurück. So soll es sein. Ein Keramikteller schreit pausenlos: Hallo, hier bin ich!“

Источник: https://www.sueddeutsche.de/stil/keramik-boom-der-gute-ton-1.3161815

15 Labels mit schönem Geschirr: Keramik für jeden Geschmack

Handgemachtes Keramik-Geschirr: 15 Produkte, die jetzt den Ton angeben

Als Costanza Paravicini Anfang der 1990er Jahre ihr Keramikstudio gründete, wollte sie damit Teller, Schalen und Tassen wie früher herstellen: handgemacht, aber alltagstauglich.

Heute befindet sich das Laboratorio Paravicini in einem Innenhof im Zentrum von Mailand, wo das klassische Essgeschirr noch immer anhand der traditionellen Methode namens «Gran Fuoco sulla Terraglia Bianca» (Hochtemperatur-Glanzbrand auf weissem Steingut) hergestellt wird – nur im grossen Stil, denn das Keramiklabel der Italienerin ist mittlerweile weltberühmt.

Preis: ab 50 Franken.

Erhältlich: über Laboratorio Paravicini.

2. Für die Ästheten: Andrea Baumann

Die filigranen Schalen, Teller und Tassen in organischen Formen von Andrea Baumann aus Sistrans bei Innsbruck werden von Hand geformt und zweimal gebrannt. Mit ihren Kreationen aus hauchdünnem Limoges-Porzellan und mit feinen Goldverzierungen war sie bereits beim Salone del Mobile in Mailand vertreten.

Preis: ab ca. 22 Franken.

Erhältlich: auf Anfrage oder über plates-please.de.

3. Für die Querdenker: Valerie Objects

Valerie Objects ist ein belgisches Label mit Sitz in Antwerpen, das von Axel van den Bossche und Veerle Wenes initiiert wurde.

Zusammen mit zeitgenössischen Designern, Architekten und Künstlern kreieren sie alltägliche Objekte mit einem einzigartigen Dreh.

Dazu gehört die nicht ganz so kreisrunde Geschirrserie, die zusammen mit dem niederländischen Möbeldesigner Maarten Baas entstanden ist.

Preis: ab ca. 13 Franken.

Erhältlich: über Valerie Objects.

4. Für die Fernweh-Geplagten: Soleo Home

Carolin Jung Gutierrez, die in Südspanien aufgewachsen ist und nun in der Schweiz lebt, hat sich auf einem spanischen Samstagsmarkt in diese handgefertigte Keramik verliebt.

Also hat sie Juan, der die Stücke in seinem Atelier in Granada herstellt, eine grosse Anzahl seiner Stücke abgekauft und bringt seither allen fernwehgeplagten Schweizerinnen und Schweizern ein wenig mediterranes Feriengefühl nach Hause.

Preis: ab 15 Franken.

Erhältlich: über Soleo Home.

5. Für die Minimalisten: Edition Populaire

Die schlichten Teller und Schüsseln von Edition Populaire, produziert vom belgischen Hersteller Serax und entworfen von Piet Boon, werden aus besonders hartem und gleichzeitig transzulentem Fine-Bone-China-Porzellan hergestellt – dies gilt als eines der edelsten der Welt.

Preis: ab 26 Franken.

Erhältlich: über Edition Populaire.

6. Für die Dekadenten: L'Objet

L’Objet wurde 2004 vom in Israel geborenen Elad Yifrach gegründet und vereint Handwerkskunst mit hochwertigen Materialien und augenfälligem Design. Nicht selten wird das exklusive handgefertigte Geschirr dreimal mit 24 Karat Gold überzogen oder anhand massgeschneiderter Gipsformen geformt, die so fein sind, dass damit jeweils nur fünfzehn Teile hergestellt werden können.

Preis: ab ca. 24 Franken.

Erhältlich: Beispielsweise über Artedona oder Amara.

7. Für die Mutigen: L'Elefantino

Die Schweizer Designerin Barbara Koeberle hat das Label vor 10 Jahren mit dem Ansatz gegründet, spezielle, zeitlose und leicht verspielt anmutende Objekte von kleinen Herstellern entwickeln zu lassen, denen sie auf der ganzen Welt begegnet ist. Die farbenfrohen Teller aus Keramik werden in Italien mit wilden Mustern von Hand bemalt.

Preis: ab 32 Franken.

Erhältlich: über L'Elefantino.

8. Für die Pragmatischen: Where Shadows Fall

Nachdem Hanna Büker im Jahr 2017 ihr Studium an der Zürcher Hochschule für Kunst und Design mit einem BA in Design abgeschlossen hatte, eröffnete sie ihr eigenes Studio in der Limmatstadt.

Dort stellt sie seither Keramikware in minimalistischer Formsprache her, die optimal das ganze Jahr hindurch und für jegliche Mahlzeiten zum Einsatz kommt.

Übrigens: Die unverkennbaren Schälchen, in denen die Vermicelles-Kreationen des Zürcher Pop-ups Vermicelleria serviert wurden, stammen von der Schweizer Designerin.

Preis: ab 18 Franken.

Erhältlich: über Where Shadows Fall.

9. Für die Starken: Studio von Morgen

Der Designer und Künstler Markus Hofko, der auch als Filmemacher, Illustrator und Publizist tätig ist, stellt in seiner kleinen Manufaktur in Süddeutschland zeitlose, reduzierte Wohnobjekte her.

Nebst dem reduzierten, unverkennbaren Design zeichnet sich die Geschirrserie «Boole» auch durch deren unkonventionelles Material aus: Sie besteht aus Hochleistungsbeton, dessen Oberfläche mit Bienenwachs behandelt wurde.

Preis: ab ca. 32 Franken.

Erhältlich: über Studio von Morgen.

10. Für die Entscheidungsfreudigen: made.com

Ob traditionell handgemacht und aus grobem Steingut, bunt bemalt oder aus filigranem, schlichtem Porzellan: In der breitgefächerten Auswahl von made.com findet jede und jeder das passende Geschirrset.

Preis: Vierer-Set ab 79 Franken.

Erhältlich: made.com.

11. Für die Verspielten: Ines Boesch

In verschiedenen Farben kariertes Keramikgeschirr, dessen Rand eine feine Goldspur ziert? Dieses Design mag einigen Zürcherinnen und Zürchern bekannt vorkommen.

Doch die Assoziation mit den Produkten von En Soie greift gar nicht so weit, denn es war genau das Zürcher Label, das Boesch nach vielen Jahren im Ausland zurück in die Schweiz holte und ihr die Verantwortung für die Kreationen übertrug.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Zusammenarbeit machte sich Boesch selbständig und eröffnete 2002 den Laden «Ines Boesch & Co.», in dem sie nun ihre verspielten, handgefertigten Keramiken, Schmuckstücke und Textilien verkauft.

Preis: auf Anfrage.

Erhältlich: Im Shop Ines Boesch & Co. an der Weggengasse 6 in Zürich.

12. Für die Erwachsenen: Ginori 1735

Dieses Label kann auf fast drei Jahrhunderte Geschichte zurückblicken: Im Jahr 1735 wurde die italienische Porzellanmanufaktur Richard Ginori in Florenz gegründet – in einem Jahrhundert, das für die Entwicklung des Porzellans in Europa sehr bedeutend war. Unter der künstlerischen Leitung des Architekten Gio Ponti veränderte sich die Designsprache ab den 1920er Jahren vom Traditionellen hin zu einer zeitlos moderneren.

Preis: ab ca. 44 Franken.

Erhältlich: über Ginori 1735.

13. Für die Sparer: Søstrene Grene

Das 1973 in Aarhus in Dänemark gegründete Familienunternehmen führt eine grosse Auswahl an alltäglichen Produkten mit skandinavischem Design im Sortiment.

Wie das Unternehmen schreibt, kann es durch «eine gezielte und verantwortungsvolle Beschaffungsstrategie» und den Verzicht auf unnötige Zwischenhändler die Preise niedrig halten – ohne dass Abstriche in Design und Ästhetik gemacht werden.

Preis: ab Fr. 1.60.

Erhältlich: über Søstrene Grene; mittlerweile finden sich auch zwei Shops in Zürich und einer in Baden.

14. Für die Weihnachts-Freaks: Villeroy & Boch

Zum 10.

Geburtstag der Weihnachtskollektion «Toy's Delight» hat der deutsche Keramikhersteller Villeroy & Boch eine Jubiläumsedition auf den Markt gebracht, worin «La Boule» im typisch nostalgischen Look und in den klassischen Weihnachtsfarben Rot, Grün und Weiss vertreten ist. Diese siebenteilige, stapelbare Geschirrkugel setzt sich zusammen aus je zwei Schüsseln, flachen Schalen und Tellern sowie einem Servierteller.

Preis: «Toy's Delight La Boule» 389 Franken, Weihnachtskollektion ab 12 Franken.

Erhältlich: über Villeroy & Boch.

15. Für die «Heimlifeissen»: Annika Schüler Porcelain

Man kann sich auch durch Geschirr ausdrücken, findet Annika Schüler. Für die Kooperation mit dem Kinderlabel Love Kidswear hat die deutsche Designerin Porzellanunikate von Hand angefertigt, die mit kleinen Motiven bemalt sind. Offiziell handelt es sich dabei um Tablewear für Kinder – aber das muss in der erwachsenen Runde ja niemand wissen, oder?

Preis: ab ca. 32 Franken.

Erhältlich: über Love Kidswear.

Источник: https://bellevue.nzz.ch/design-wohnen/15-labels-mit-schoenem-geschirr-keramik-fuer-jeden-geschmack-ld.1590707

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