Hanggarten anlegen und gestalten

Gartengestaltung bei Hanglage | 16 Ideen mit Bildern für den Hanggarten

Hanggarten anlegen und gestalten

Ihr Grundstück hat Hanglage? Dann haben Sie Glück! Trotz der vermeintlichen Nachteile von Hanggärten – es gibt keine ebenen Flächen für Sitzgelegenheiten, unten sammelt sich das Regenwasser, während es oben zu schnell trocken ist etc.

– bieten besonders Gärten mit Gefälle unzählige Möglichkeiten für die Gartengestaltung. Vor allem Naturstein mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten lässt Hanggärten authentisch und schön wirken.

In diesem Beitrag finden Sie alles zu Gärten am Hang, hilfreiche Tipps für eine moderne und pflegeleichte Gartengestaltung sowie 20 Ideen mit Bildern.

Vorteile von Hanggärten

Gärten mit Hanglage bieten viele Vorteile für die Gartengestaltung. So besitzen sie von Natur aus eine Spannung und Dynamik, welche bei flachen Gärten erst durch Bäume und andere hohe Elemente mühsam erzeugt werden muss. Ein Hanggarten lässt sich zudem ideal in verschiedene Ebenen aufteilen.

Wer es kontrastreich mag, kann diese in verschiedenen Stilen gestalten und jede Ebene unterschiedliche nutzen. Meist ist die oberste Ebene perfekt für eine Sitzecke geeignet, besonders, wenn sich das Gebäude oben befindet. So können Sie eine tolle Aussicht über Ihr Hanggrundstück genießen.

Auch für Kräuter- und Gemüsebeete – ob ebenerdig oder in Hochbeeten – gedeihen in den oberen Ebenen aufgrund der höheren Sonneneinstrahlung am besten. Für die unteren Bereiche eignen sich sehr gut ruhigere Ecken oder einen Gartenteich. Letzterer kann sogar über verschiedene Ebenen angelegt und mit einem Wasserfall verbunden werden.

Auch Treppen und Gehwege können die verschiedenen Ebenen hervorragend verbinden.

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Wer ein sehr steiles Hanggelände besitzt, holt sich für die Gartengestaltung am besten Hilfe vom Profi. Generell ist die Gestaltung von Hanggärten etwas aufwendiger als bei ebenerdigen Gärten, aber die Arbeit lohnt sich und Sie werden am Ende mit einem wunderschönen und einzigartigen Hanggarten belohnt, der eine interessante Struktur und einen atemberaubenden Ausblick bietet.

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Hanggärten gegen Erdrutsch sichern

Viele Hanggrundstücke müssen gesichert werden, um Erdrutsche zu vermeiden. Dies ist besonders bei einem sehr starken Gefälle nötig, da die Sicherheit immer an erster Stelle steht. Besonders beliebte Stützelemente für den Fuß des Gefälles sind Trockenmauern, Palisaden und Gabionen.

Diese sind zudem sehr platzsparend, wenn sie senkrecht aufragen und besonders große Höhenunterschiede überwinden. Aber auch für leichte Gefälle sind Stützmauern ein beliebtes Element, um den Garten zu ebnen.

Hierbei genügt zur Sicherung des Erdreichs jedoch auch oft schon eine Mulchfolie, welche unter den Pflanzen verlegt wird oder der Pflanzenbewuchs selbst.

Bei kleineren Höhenunterschieden können Sie ganz leicht selber mit Spaten und Schaufel Ihren Garten terrassieren. Wenn Sie jedoch eine Höhe von über 80 Zentimetern überwinden müssen, sollten Sie sich einen Profi mit einem Bagger zu Hilfe holen.

Treppen in Hanggärten

Wenn Sie Ihren Hanggarten terrassieren wollen, sind eine Treppe oder zumindest einige Ausgleichsstufen unumgänglich, denn sie ermöglichen eine mühelose Verbindung der einzelnen Ebenen. Aber auch Hanggärten oder Terrassen können mit einer Treppe zugänglich gemacht werden. Empfehlenswert ist dies ab einem Gefälle von 7 Prozent in Laufrichtung.

Die Treppe sollte dabei immer dem Gelände angepasst werden, da schematisch angeordnete Stufen sehr steif und einzelne Steine wiederum wahllos wirken können. Wichtig ist auch, dass die Stufen nicht nur steil angelegt werden. Idealer Weise sind die Stufen ca. 18 Zentimeter hoch und 26 Zentimeter tief, um bequem darauf gehen zu können.

Damit Regenwasser problemlos ablaufen kann, sollten die Stufen auch mit einem leichten Gefälle verlegt werden.

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In der Gestaltung Ihrer Gartentreppe sind Sie völlig frei. Besonders schön ist es, wenn die Treppe aus dem gleichen Material besteht wie die Stützmauern. Auch geschwungene Treppen, die den kompletten Garten hinunterführen, können ein tolles Bild ergeben. Wer sich für handwerkliches Arbeiten begeistert, kann eine Treppe aus Naturstein ganz leicht selber bauen.

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Podestplatten aus Travertin (Troja)

Hanggarten Natursteintreppe

Blockstufen aus Travertin (Troja)

Terrassen & Stützmauern

Naturstein ist ein hervorragendes Material, um künstlich terrassierte Hanggärten zu gestalten. Er kann vielfältig eingesetzt werden und fügt sich flexibel in jeden Stil ein. So können Sie Ihren Sitzbereich mit Terrassenplatten verlegen – egal, ob modern und elegant oder rustikal und im Landhausstil.

Durch die Witterungsbeständigkeit des Steines können Sie sich über eine lange Lebensdauer Ihrer Terrasse freuen. Auch die Pflege und Reinigung einer Natursteinterrasse ist überaus simpel.

Harmonisch wirkt es, wenn angrenzende Ebenen, Treppen und Mauern aus dem gleichen Stein wie die Terrassenplatten bestehen.

Eine weitere Möglichkeit, um Hanggärten zu terrassieren, ist die Unterteilung des Grundstücks in verschiedene Rasenflächen, die jeweils mit einer durchgängigen Blockstufe voneinander getrennt werden. Auf diese Weise wirkt Ihr Garten besonders modern und einzigartig.

Somit sparen Sie sich auch die Anstrengungen der Beetpflege, jedoch kann das Mähen des Rasens je nach Ebenengröße und -form etwas anspruchsvoller sein. Auch in Verbindung mit Wasser erhält ein Hanggarten mit Natursteintreppen und -mauern eine ganz eigene Atmosphäre.

Geradlinig und akkurat angelegt wirkt es besonders modern.

Auch bei den Stützmauern bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten. Ob eine Bruchsteinmauer mit Mörtel, eine Trockenmauer oder eine glatte, verputzte Mauer ist ganz Ihnen und Ihren Vorlieben überlassen. Die Mauer muss dabei nicht unbedingt gerade verlaufen. Auch geschwungene Mauern können ein spannendes Bild ergeben. Für einen natürlichen Garten sind Trockenmauern sehr beliebt.

Wichtig ist dabei immer die Drainage an der Rückseite der Mauer, um sie zu stabilisieren. Bei einem sehr starken Gefälle sollten Mauern mit einem Betonfundament verstärkt werden. Auch eine Wandverkleidung aus Naturstein sowie Verblender und Riemchen eignen sich für die Gestaltung der Stützmauern.

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Die Farben und Strukturen der Steine geben Ihrem Garten dabei einen einzigartigen Anstrich.

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Hanggarten mit Blockstufen.

Hanggarten mit Stützmauer und Treppe

Hanggarten mit Stützmauer

Hanggarten mit Treppen und Wasser

Weggestaltung

Wenn Ihr Garten nur ein leichtes Gefälle aufweist, können gut angelegte Gartenwege Treppen ersetzen.

Beispielsweise im Zickzack verlaufend oder um einige Stufen ergänzt, sind Wege aus Naturstein-Gehwegplatten eine wunderbare Möglichkeit, um den Hanggarten begehbar zu machen und die Ebenen zu verbinden. Diese können in den verschiedensten Mustern verlegt werden.

Ob in geraden Bahnen oder im eher unaufgeräumten Römischen Verband – jedes Verlegemuster wirkt anders. Auch durch die Art des Natursteins kann die Gestaltung der Wege stark variieren.

Sie mögen es aufgeräumt und gradlinig? Dann sind polierte Gehwegplatten aus Travertin womöglich das Richtige für Sie. Sie bevorzugen einen natürlichen Look im Garten? Dann gestalten Sie doch einen Weg aus einzelnen Findlingen, die als Trittsteine oder Stufen dienen.

Auch Gartenwege aus Natursteinpflaster eignen sich hervorragend für Hanggärten, da sie sehr stabil sind. Leichte Bodenbeläge wie Splitt, feinkörniger Kies oder Rindenmulch sind wenig trittsicher und können am Hang bei Regen schnell weggespült werden.

Zusätzliche Sicherheit geben zudem Bordsteine und Randsteine, welche den Gartenweg einrahmen. Wer sich nicht um Unkraut zwischen den Bodenplatten oder Pflastersteinen sorgen möchte, kann einzelne Trittplatten verlegen.

Dabei sollten Sie immer auf ein angenehmes Trittmaß achten.

Weg aus Naturstein am Hanggrundstück

Weg aus Natursteinpflaster am Hang

Weg am Hang aus Naturstein

Wiesen- & Beetgestaltung am Hang

Wenn Sie die Bepflanzung Ihres Hanggartens planen, sollten Sie bereits im Voraus wissen, welche Ebenen Sie wie nutzen möchten. So können Sie beispielsweise Blumen-, Kräuter- und Gemüsebeete anlegen, einen Ziergarten gestalten, Bäume pflanzen und vieles mehr. Auch ein Steingarten mit einzelnen Findlingen und Bruchsteinen ist beliebt bei Hanggärten.

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Ist der zu bepflanzende Fläche nicht komplett eben terrassiert sondern mit Gefälle, dann sollten die Pflanzen auch eine praktische Funktion haben.

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Denn Pflanzen können auch den Boden schützen und das Erdreich durch ihre Wurzeln befestigen. Dafür eigenen sich am besten Sträucher, Stauden und Bodendecker mit dichten und weitverzweigten Wurzeln.

Auch empfiehlt es sich, pflegeleichte Pflanzen zu wählen, die nicht viel mühsame Pflege am Hang benötigen.

Kräuter und Gemüse sollte man am besten auf den oberen Ebenen anbauen, da sie hier am meisten Sonne erhalten und auch die Pflege leichter fällt. Beim Pflanzen von Bäumen muss auf den Schatten geachtet werden – wohin fällt er und welche Blumen oder Pflanzen gedeihen in diesem Bereich dennoch?

Auch Rasenflächen sind an Hanggrundstücken schön. Für Kinder bietet sich so Freifläche zum Spielen. Umrahmt von Beeten und Bäumen ergeben Wiesen einen eher aufgeräumten Raum. Einzelne Beete können mit Rasenkantensteinen oder Randsteinen eingerahmt werden.

Hanggarten mit Naturstein gestalten

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Sprechen Sie uns einfach an und wir beraten Sie gerne zu Ihren Plänen und Möglichkeiten der Gartengestaltung am Hang mit Naturstein.

Источник: https://www.traco-manufactur.de/gartengestaltung-hanglage/

Garten gestalten am Hang | 11 Tipps für den Hanggarten

Hanggarten anlegen und gestalten

Zwischen dem ersten Spatenstich und einem fertigen Hanggarten liegen unzählige Stunden an Planung, aufwendige Umschichtung und Abstützung des Bodens und intensive Pflanzarbeiten.

Aus diesem Grund ist die Gartengestaltung in Hanglage nicht nur planungsintensiver und langwieriger als bei einem ebenen Grundstück, sondern meist auch mit höheren Kosten verbunden.

Dabei bietet ein Hanggarten durchaus spannende Möglichkeiten bei der Gestaltung.

Planung

Ein sachgemäßer Böschungsauau hängt von den individuellen örtlichen Gegebenheiten ab. Je nach Neigung und Untergrund sind eventuell eine Prüfung der Statik und eine Baugenehmigung erforderlich. Fragen Sie deshalb im Zweifelsfall beim örtlichen Bauamt nach.

Stützmauern können die Last am Hang abfangen und den Hanggarten terrassenförmig aufgliedern. Die Ausführung dieser Stützmauern hängt vom Höhenunterschied ab, der überwunden werden muss.

Je mehr Erde abgestützt wird, umso sorgfältiger muss die Sicherung des Hanggeländes geplant werden.

1. Leichte Hanglagen

Mit etwas Zeit lassen sich Hausgärten mit nur leichtem Gefälle oft mit Spaten und Schubkarre ebnen. Manchmal reicht es schon aus, den Höhenunterschied mit nur einer einzigen Mauer von unter einem Meter in zwei Ebenen zu unterteilen.

Bis zu einer Höhe von etwa 80 Zentimeter und nur einer einzigen Stützmauer am Hang können Trockensteinmauern oder auch Pflanzsteine mit seitlichen Verzahnungen zum Einsatz kommen.

Da deren Traglast jedoch sehr eingeschränkt ist, sind sie zur Absicherung stärkerer Gefälle nicht geeignet.

2. Steile Böschungen

Während ein kleinerer Hang mit leichtem Gefälle durchaus ohne kostspielige Stützelemente auskommen kann, ist der Garten bei starken Hanglagen in der Regel einfacher zu bewirtschaften und besser gegen Erosion geschützt, wenn er in terrassierte Ebenen aufgeteilt wird. Je nach Hangneigung können massive Erdarbeiten notwendig werden, um Aussehen und Nutzung perfekt zu gestalten. Dazu sind sowohl ein Bagger als auch stabile Abstützungen notwendig, die im Zweifelsfall einem Fachmann überlassen werden sollten.

Auswahl der Stützmauer

Bei einem Garten mit starkem Gefälle herrscht Erdrutschgefahr, deshalb muss die Sicherung bei der Planung an erster Stelle stehen. Stützmauern teilen den Hanggarten in verschiedene Bereiche, verhindern Erdrutsche und bestimmen in hohem Maße die Struktur und das Gesamtbild des Gartens. Bei der Gestaltung sind die unterschiedlichsten Varianten möglich, die Erde am

Fuß des Gefälles zu stützen.

  • Trockenmauern (nur bis 80 cm Höhenunterschied)
  • Bruchsteinmauern mit Mörtel
  • Ziegel- oder Kalksandsteinmauern mit Verblendung
  • Gabionen
  • Betonplatten
  • Palisaden

Eine Mauer zur Stützung des Hangs muss nicht unbedingt gerade verlaufen. Eine wunderschöne Atmosphäre lässt sich vor allem mit geschwungenen Varianten kreieren.

Harmonischer als Betonwände fügen sich Natursteinmauern in den Garten ein. Da die Hangbefestigung sicher und auf Dauer stabil sein muss, sollte sie auf einem Betonfundament stehen.

Wichtig beim Auau von Stützmauern über einer Höhe von 80 cm:

  • Dimensionierung (eventuell Fachmann zurate ziehen)
  • Drainage an der Rückseite der Mauer (Drainagerohr in Kies oder Schotter)
  • Fundament: 60 bis 80 cm tief mit 10 bis 15% Neigung zum Hang

Treppen

Wer einen Hanggarten terrassieren möchte, kommt bei der Gartengestaltung um eine Treppe oder zumindest ein paar Stufen nicht herum. Denn nur so ist ein müheloses Begehen der einzelnen Ebenen möglich. Bei der Gestaltung der Treppen sind der Fantasie zwar keine Grenzen gesetzt.

Ideal ist die Gestaltung der Treppen aus der gleichen Art von Gestein wie die Mauern. Aber auch Kontraste wirken hier überraschend gut.

Allerdings sollten Sie den einmal ausgewählten Stil durch die komplette Gartenanlage durchziehen und keinen bunten Form- und Materialmix verbauen, der dann sehr unruhig wirken kann.

  • empfehlenswert ab 7 Steigung
  • immer ans Gelände anpassen
  • gerade oder geschwungene Verläufe möglich
  • ideal sind Stufen in den Maßen: Höhe 18 cm, Tiefe 26 cm
  • mit leichtem Gefälle zum Hang verlegen

Weggestaltung

Eine Alternative zu Treppenstufen bilden Rampen im Hanggarten, um die Höhenunterschiede zu überbrücken. Rampen benötigen zwar insgesamt mehr Platz als Treppen, sind dafür aber (abhängig von der Neigung) für Rollstuhlfahrer, Rollatoren, Kinderwagen oder auch Schubkarren geeignet.

  • Rasen
  • Mulch
  • Kies oder Splitt
  • Gehwegplatten (Naturstein oder Beton)
  • Trittsteine
  • Pflastersteine

Sitz- und Erholungsräume

Oft liegt das Haus an der Spitze des Grundstückes, während der Garten den Hang hinab führt. Das schafft ideale Voraussetzungen, um auf den jeweiligen Ebenen Rückzugsorte zu schaffen. Legen Sie diese jedoch nicht zu weit unten an, damit Sie noch ausreichend Überblick über die restliche Gartenanlage haben. Für die untere Terrasse bietet sich

der Bau eines Gartenhauses an. Zu den Highlights in einem Hanggarten gehören:

  • Grillplatz oder Außenküche
  • Sonnenterrasse mit Überdachung
  • Pavillon
  • Feuerstelle

Ein natürliches Gefälle im Garten lässt sich wunderbar nutzen, um einen Bachlauf oder ein Wasserspiel zu integrieren – und das mit deutlich weniger Aufwand als bei einem ebenen Gelände. Und das Ergebnis wirkt zweifelsohne vollkommener. Aber auch ein Teich oder ein Swimmingpool bilden attraktive Highlights im Hanggarten.

Stilrichtung

Eine Schlüsselfunktion bei der Gartengestaltung in Hanglage stellt die Art und das Material der Hangbefestigung dar. Erst dann, wenn die Böschung ausreichend stabilisiert ist, können die Bepflanzung und Dekorationselemente in Angriff genommen werden. Die Stilrichtung wird vor allem von der Farbe und dem Material der Stützmauern und der Treppen vorgegeben:

Mediterraner Garten

  • Wege aus Kies
  • Mauern aus hellem Kalkstein
  • Kräuter
  • Sitzgelegenheiten aus Naturstein

Naturgarten

  • Holzstufen
  • Wege mit Rindenmulch
  • Trockenmauern aus Naturstein

Modernes Ambiente

  • glatte Betonsteine
  • Gabionen
  • Rasen
  • Bepflanzung eher zurückhaltend

Landhausstil

  • Mauern und Gehwege aus Klinker
  • Sitzecken mit Holz- oder Metall
  • Rosenpavillon

Beetgestaltung

Sie sollten bereits im Vorfeld planen, wie Sie die einzelnen Ebenen gestalten und nutzen möchten. So können Sie beispielsweise eine Terrasse oder auch Blumen-, Gemüse- oder Kräuterbeete anlegen.

1. Boden vorbereiten

Schwere Maschinen verdichten den Untergrund sehr stark. Deshalb werden als Wege für die Bagger oder andere Baugeräte vorzugsweise solche Bereiche ausgewählt, an denen im weiteren Verlauf Treppen angelegt werden.

Auf den ebenen Flächen muss der Boden vor der Pflanzung unbedingt tiefgründig aufgelockert werden.

Da in der Regel beim Abraum auch die obere, humose Schicht abgetragen wurde, muss mindestens 30 Zentimeter frischer Humusboden aufgebracht werden.

2. Pflanzen

Insofern die terrassierte Fläche nicht völlig eben ist, sollten Sie bei den Pflanzen auf die richtige Auswahl achten, um das Erdreich vor dem Ausschwemmen und Abrutschen zu schützen. Diese Gewächse sollten vor allem in den oberen Bodenschichten starke, dicht verzweigte Wurzeln bilden und sehr robust sein, damit Sie nicht später den Hang ständig für deren Pflege betreten müssen.

  • sonnige, obere Ebene: Kräuter und Gemüse
  • Ebene am Haus: Terrasse und/oder Sitzplätze
  • an trockenen Südhängen: typische Steingartenbepflanzung
  • Nordhänge: schatten- und feuchtigkeitsliebende Pflanzen

Geeignete Bepflanzung

Für die Gartengestaltung in Hanglage eignen sich Bodendecker, niedrig wachsende Sträucher oder auch Stauden bestens.

Hangsträucher

Empfehlenswerte Sträucher für die Hangbefestigung sind unter anderem:

  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Fingerstrauch (Potentilla fruticosa)
  • Kornelkirsche (Cornus mas)
  • Liguster (Ligustrum)
  • Sommerflieder (Buddleja)
  • Zierquitte (Chaenomeles)

Flache Sträucher und Gehölze

Auch flache, bodendeckende Sträucher eignen sich perfekt zur Hangbegrünung. Mit ihnen können sogar recht steile Hänge befestigt werden.

  • Bodendecker-Rosen
  • Berg- oder Zwergkiefer (Pinus mugo oder pumila)
  • Felsenbirne (Amelanchier)
  • Hundsrosen (auch Hangrose genannt, Rosa canina)
  • Kriechwacholder (Juniperus communis)
  • Tamariske (Tamarix)
  • Zwergmispel (Cotoneaster)

Bodendecker-Stauden

Neben den Sträuchern können auch blühende, bodendeckende Stauden zum Einsatz am Hang kommen. Mit ihrem dichten Blatt- und Wurzelteppich unterdrücken diese Pflanzen zudem das Unkraut.

  • Berg-Hauswurz (Sempervivum montanum)
  • Blaukissen (Aubrieta-Hybriden)
  • Efeu (Hedera helix)
  • Elfenblume (Epimedium)
  • Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Goldnessel (Lamium galeobdolon)
  • Heidekraut (Calluna vulgaris)
  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Polsterphlox (Phlox subulata)
  • Schleifenblume (Iberis)
  • Spornblumen (Centranthus ruber)
  • Steinbrech (Saxifraga)
  • Storchschnabel (Geranium)
  • Teppich-Johanniskraut (Hypericum calycinum)
  • Thymian (Thymus vulgaris)
  • Ysander (Pachysandra)

Nord- und Osthänge sind dagegen eher feucht und schattig. Hier gedeihen vor allem:

  • Farne
  • Lilientraube (Liriope muscari)
  • Prachtspiere (Astilbe)
  • Waldsteinie (Waldsteinia ternata)

Ziergräser

  • Blauschwingel (Festuca glauca)
  • Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica)
  • Bärenfellgras (Festuca scoparia)

Tipps für Hanggarten

1. Überlegen Sie im Vorfeld ganz genau, wie Sie die einzelnen Ebenen miteinander verbinden und wie Sie diese nutzen möchten. Spätere Änderungen sind mit enormem Aufwand verbunden.

2. Die Terrassen oder Ebenen werden grundsätzlich von unten nach oben aufgebaut.

3. Bei sehr starken Gefällen im Hang müssen Sie die Stützelemente mit tiefen Betonfundamenten sichern, damit das Erdreich bei Durchnässen nicht abrutscht.

4. Auch bei der Absicherung durch Pflanzsteine ist ein Betonfundament zur Stabilisierung notwendig.

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5. Gabionen halten auch großem Druck stand und kommen ohne Drainage aus. Eventuell verhindert ein Vlies, dass durch die Ritzen Erdreich geschwemmt wird.

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6. Je mehr Neigung ein Weg hat, umso trittsicherer und stabiler sollte er angelegt werden. Auf nassen Rasenwegen besteht Rutschgefahr und feiner Splitt wird schnell vom Regen ausgewaschen.

7. Halbrunde Stützmauern bieten nicht nur einen optischen Pluspunkt, sondern verleihen auch Sitzplätzen Geborgenheit und Atmosphäre.

8. Stützmauern lassen sich auch als Sitzgelegenheit oder als Einfassungen für Sandkästen oder Teiche nutzen.

9. Denken Sie bei der Planung eines Gartens am Hang über Stromanschlüsse auf den einzelnen Ebenen oder an den Sitzplätzen nach. So lässt sich beispielsweise ein Rasenmäher oder auch ein Kühlschrank am Grillplatz einfach ohne langes Verlängerungskabel anschließen.

10. Beachten Sie bei der Auswahl von Bäumen unbedingt die maximale Größe und die Wurzeltiefe, damit kein zusätzlicher Druck auf die Stützmauern entsteht.

11. Bei sehr steilen Hanglagen ist der Einsatz von Gewebematten vorteilhaft. Diese schützen den Boden in der ersten Zeit vor Auswaschungen und lösen sich nach einigen Jahren von selbst auf. Für die Pflanzung können Sie einfach Schlitze in die Netze schneiden.

Источник: https://www.hausgarten.net/gartenformen/gartenplanung/gartengestaltung-am-hang.html

Hanggarten: Fantastisch auf jeder Ebene

Hanggarten anlegen und gestalten

Die Gestaltung von einem Hanggarten stellt Sie und Ihre Pflanzen vor besondere Herausforderungen. Die Hanglagen sind schwer zugänglich und es herrscht dort entweder Trockenheit oder große Wassermassen machen Ihren Pflanzen zu schaffen. Beide Probleme lösen Pflanzen, indem sie tief in die Erde reichende Wurzeln treiben und gleichzeitig damit das Erdreich stabilisieren.

Eine wesentliche Rolle bei der Planung spielt die Hangausrichtung: Nordhänge sind schattig und oftmals kühl. Auf Südhänge knallt direkt die Sonne, hier ist es heiß und trocken. Westhänge bekommen erst am Abend Sonne ab, in exponierter Lage kann es hier sehr windig, im Winter recht schneereich sein.

Wie auch immer Ihr Grundstück ausgerichtet ist, eines ist allen gemeinsam: Wegen der Neigung sind die oberen Bereiche eher trocken, unten am Hang sammelt sich bei Niederschlägen das Wasser. Bei starken Regenfällen nimmt das Hangwasser Erdreich und Nährstoffe mit – sehr ungünstig für die Bepflanzung.

Falls ein Teich am Hangfuß liegt, beeinträchtigt das auch dessen Wasserqualität. Mit quer zum Hang eingebauten Drainagestreifen (Schotter, Kies) leiten Sie das Wasser seitlich ab. Hanglagen sollten Sie von vornherein richtig sichern.

Der Garten am Hang

Die Gartengestaltung einer Hanglage erfordert Gestaltungselemente, die auf dieses Gelände zugeschnitten sind. An steilen Hängen den Rasen mähen, Blumen pflanzen und Gemüse ernten ist eine Herausforderung. Alle erforderlichen Arbeiten in einem Hanggarten werden einfacher, wenn Sie diese teilweise abtragen und Beete in Terrassenform anlegen.

Terrassen an einem Hang können Sie auch als gestalterisches Element einsetzen. Beete mit verschieden großen Flächen und Höhen bilden ein Mosaik.

Mit der richtigen Bepflanzung heben Sie diesen Effekt noch weiter hervor und machen Ihren Hanggarten zu einem Blickfang.

Die einzelnen Ebenen verbinden Sie mit Treppen und Rampen, um jedes Beet auch mit der Schubkarre zu erreichen.

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Sie haben die Möglichkeit Treppen und Rampen versteckt und verwinkelt anzulegen. Dies stört nicht die Optik, die Sie mit den Beeten schaffen.

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Die Alternative ist, dass Sie Treppen und Rampen in Hanggarten aus anderen Materialien bauen. Befestigen Sie beispielsweise die Beete mit Naturgestein, bietet es sich an Treppen mit einer anderen Gesteinsart zu säumen. Dadurch kann der Eindruck eines Labyrinths entstehen.

Gestaltung der Ebenen im Hanggarten: ganzheitlich oder individuell?

Die Gestaltung der einzelnen Ebenen steht im Mittelpunkt aller Arbeiten. Sie haben die Wahl zwischen einem ganzheitlichen Konzept oder einer individuellen Gestaltung jeder Ebene und jedes Abschnitts.

Bei der ganzheitlichen Gestaltung bepflanzen Sie die Beete so, dass sie optisch in einander Überleiten und auch Steinmauern an manchen Stellen von kletternden oder hängenden Pflanzen verdeckt werden. Der Blick von oben bietet sich an um optische Täuschungen durch die Bepflanzung zu schaffen, indem Sie die Geometrie der Beete und die Höhe, vor allem von geschnittenen Hecken, dafür nutzen.

Ein Beispiel für einen Hanggarten: Trocken aufgesetzte Kalksteinmauern und trogförmigen Bachlaufschalen, die Stufenbepflanzung passt zum rustikalen Flair.

Aus thematisch getrennten Beeten können Sie ein Flickenmuster gestalten. Auch ein Rasen kann von oben betrachtet in einem Hanggarten zu einer durchgehenden Fläche verschmelzen.

Wasserfälle und Teiche

In Hanggärten legt man Teiche in der Regel auf der untersten Ebene an. Damit Hangwasser und Erde nicht in den Teich rinnen, muss der Hang richtig gesichert sein, beispielsweise durch die Pflanzung von Bodendeckern, Sträuchern und Stauden.

Wassertreppen, Bachläufe, kleine Wasserfälle – dafür muss man in ebenen Gelände extra Hügel aufschütten. In Hanggärten können Sie ganz einfach das natürliche Gefälle nutzen. Natürlich brauchen Sie auch hier eine Pumpe, die das Wasser per Leitung oder Schlauch wieder nach oben befördert, damit es dann erneut hinunterplätschern kann.

Im Hanggarten bieten sich die einzelnen Ebenen dazu an kleine und große Wasserfälle einzubauen. So vermeiden Sie, dass sie die Beetgrenzen zu stark modifizieren müssen um das Bachbett zu schaffen.

Mit etwas mehr Aufwand können Sie Teile der Beete abtrennen und auf allen ebenen kleine Terrassenteiche in Ihrem Hanggarten anlegen.

Die säumen sie mit einer Vielzahl von Wasserpflanzen, die für die Uferzone entsprechender Gewässer in der Natur typisch sind.

Ein Hanggarten eignet sich besonders gut dazu um einen Bachlauf anzulegen, da das nötige Gefälle bereits vorhanden ist. Der Verlauf kann in natürlichen Meandern angelegt sein und sich quer durch die Beete ziehen, oder eingefasst ähnlich verwinkelt verlaufen wie die Treppen.

Der Wasserkreislauft funktioniert über eine Pumpe am tiefesten Punkt im Hanggarten. Diese fördert das Wasser durch einen unterirdisch verlegten Schlauch nach oben und schließt den Wasserkreislauf. Achten Sie auf eine ausreichende Förderhöhe und Förderleistung. Andernfalls pumpt die Pume das Wasser nicht hoch genug oder die Wasserfälle im Hanggarten tröpfeln nur an den Übergängen der Ebenen.

Vielfältige Bepflanzung

Für die Gartengestaltung in Hanglage haben Sie grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten wie in einem ebenen Garten.

Sie können Obst und Gemüse anbauen, einen sauberen Englischen Garten schaffen oder ein naturnahes Paradies für Sie und viel Tiere schaffen.

Bedenken Sie, dass der Lebensraum Hanggarten dem Lebensraum im Gebirge ähnelt. Steingartenpflanzen und andere typische Gebirgspflanzen sind eine gute Wahl.

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Als Polsterpflanzen im Hanggarten bieten sich Gänsekresse, Blaukissen Teppich-Phlox, Fetthenne, Blau- und Bärenfell-Schwingel, Schleifenblume, Glockenblume, Dachwurz, Küchenschelle, Mauerpfeffer, Polster-Steinbrech, Porzellanblümchen, und Katzenminze an.

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Regelrechte Wasserfälle aus Blüten schaffen Sie im Hanggarten mit Elfenbein-Ginster, Böschungsmyrthe, Korallenbeere, Schmalblättrigem Sommerflieder, Winter-Jasmin, Maiblumenstrauch, Zwergrosen, Frühlings-Spiere oder dem Fingerstrauch.

Große optische Vielfalt für viele Bereiche und Gestaltungsideen bieten Pflanzen wie Mohn, Lavendel, Teppich-Zwergmispel, Besen- und Schneeheide, Nelken, Federgras, Thymian, Salbei, Schweizer Weide, Zwerg-Kiefer, Nest-Fichte, Tag- und Schwertlilien oder Seidelbast.

Die Kräuter können auch in Spiralform angelegt werden. Mehr dazu gibt es im Beitrag „Die Kräuterspirale und ihr Auau“.

Schaffung der Stufen

Im Hanggarten ist die Schaffung der Stufen die größte Herausforderung. Sie müssen viel Erdreich abtragen und anschließend an anderer Stelle wieder auffüllen. Vor allem unbepflanzter Boden neigt dazu bei diesen Arbeiten abzurutschen.

Sorgen Sie deshalb frühzeitig dafür, dass er durch eine Natursteinmauer oder eine Holzkonstruktion gestützt wird, da wo Pflanzen fehlen, die mit ihren Wurzeln das Erdreich festhalten können. Selbst eine vorher angelegte Rasenfläche reicht hierfür aus und vereinfacht die Arbeit deutlich.

Ein Lebensraum für Tiere

Nutzen Sie für die Befestigung der einzelnen Ebenen nach Möglichkeit Naturgestein und schaffen Sie damit massive Natursteinmauern. Je nach Neigung im Hanggarten muss die Mauer entsprechend stark gegen den Hang geneigt sein um eine ausreichende Gegenkraft auf ihn auszuüben und selbst nicht abzurutschen.

Der Hanggarten ist nicht nur schön anzusehen, sondern bietet auch nützlichen Tieren Unterschlupf.

In den Spalten und Ritzen zwischen den Steinen siedeln sich nicht nur weitere
Wildpflanzen an und begrünen das Gestein, sondern Sie bieten auch Tieren damit ein Zuhause.

Ausreichend hohe und dicke Natursteinmauern frieren auch im Winter nicht bis in die letzte Ecke durch und bieten dadurch vielen Tieren ein sicheres Winterquartier. Der Vorteil ist für Sie, dass unter diese Tieren viele Nützlinge sind, die Schädlinge in Ihrem Hanggarten fressen. Dadurch sparen Sie sich auf lange Sicht viel Arbeit in Ihrem Hanggarten.

Je steiler das Gelände, desto aufwändiger und teurer wird es gesichert. Im Landschaftsbau kombiniert man konstruktive Hangsicherung mit schnell und intensiv wurzelnden Pflanzen – bei den Profis „Ingenieurbiologie“ genannt.

Im Hausgarten sind diese ingenierbiologischen Maßnahmen ebenso effektiv, dazu preiswert und recht einfach durchzuführen: Damit Wasser, Schwerkraft und Wind den Hang nicht abtragen, setzt man quer zum Hang austriebsfähige Steckhölzer, z. B.

von Weide, Wildrose, Haselnuss, Erle, Johannisbeeren oder Himbeeren, in den Boden. Bald entwickeln die Steckhölzer Wurzeln und treiben aus.

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Sehr stark geneigte Hänge können zusätzlich mit horizontal eingebauten Faschinen gesichert werden. Faschinen sind etwa 20 bis 40 cm dicke Bündel aus langen Zweigen und Ästen (Totholz oder frisch geschnitten). Diese Bündel, 3 bis 4 m lang, befestigt man mit den Steckhölzern oder fixiert sie mit Holzpflöcken.

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Wichtig: Möglichst tief einschlagen, entweder vor oder direkt durch die Bündel. Häufig verwendet man auch Geotextilien um die Erosion einzudämmen. Dazu werden die Matten oder Netze, die aus verrottbaren Materialien wie Jute oder Kokos gefertigt sind, am Boden fixiert.

Für die Pflanzlöcher schneidet man einfach Schlitze in die Matten.

Источник: https://www.gartenflora.de/wohnen-im-gruenen/gartengestaltung/hanggarten/

Heimtextilien
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