Hausbau: Preise & Finanzierung

Contents
  1. Hausbau Preise & Finanzierung
  2. Was sind die Erwerbsnebenkosten?
  3. Was sind die Baunebenkosten?
  4. Was sind die Finanzierungskosten?
  5. Was sind die Kostenfaktoren der Außenanlage?
  6. Welche sonstigen Kosten kommen hinzu?
  7. Finanzierung: Schritt für Schritt zum Immobilienkredit
  8. Die wichtigsten Begriffe und Schritte auf dem Weg zur Finanzierung
  9. Wohnungsbauförderung und Eigenheimförderung der deutschen Bundesländer
  10. Der Weg zum eigenen Traumhaus: kostenlos Angebote einholen
  11. Böse Fallen für Bauherren
  12. Die ersten Schritte
  13. Baunebenkosten auf der Baustelle
  14. Die Nebenkosten auf Bankseite
  15. Baunebenkosten in der Rohbauphase
  16. Genaue Kalkulation der Baunebenkosten? Unmöglich!
  17. Baunebenkosten: Diese Kosten fallen beim Hausbau an (Liste)
  18. Bis zu 20 Prozent Nebenkosten beim Hausbau
  19. Baunebenkosten während des gesamten Hausbaus
  20. Beispielrechnung für Baunebenkosten
  21. Versicherungskosten beim Hausbau
  22. Baunebenkosten im Rahmen der Baufinanzierung
  23. Wie viel Haus kann ich mir leisten?
  24. Immobilienrechner: Was kann ich mir leisten?
  25. Aufstellung für eine Familie mit zwei Kindern
  26. Den Überblick behalten
  27. Wissenswertes
  28. Der Eigenkapitalrechner von ImmobilienScout24!
  29. Außerplanmäßige Kosten mit einplanen
  30. Ermittlung der monatlichen finanziellen Belastbarkeit
  31. Rechner zur monatlichen Belastbarkeit
  32. 4. Variante: Flexible Finanzierung
  33. Die richtige Tilgung
  34. Monatliche Belastung (3 % Zinsen und 3 % Tilgung)
  35. Kosten für Hauskauf & Hausbau: Was kostet ein Haus?
  36. Die Kosten für den Hausbau und Hauskauf
  37. Der Preis für das Grundstück
  38. Die Kosten, um ein Haus zu bauen
  39. Die Nebenkosten beim Hausbau oder Hauskauf
  40. Die Finanzierung für den Hauskauf oder Hausbau
  41. Öffentliche Fördergelder für die Baufinanzierung nutzen

Hausbau Preise & Finanzierung

Hausbau: Preise & Finanzierung

Der größte Anteil der Gesamtkosten entfällt auf den Erwerb des Hauses und des Grundstückes. Etwa 20 Prozent machen die Nebenkosten aus. Diese setzen sich aus Baunebenkosten, Kosten für die Außenanlagen, Erwerbsnebenkosten, Finanzierungskosten und sonstige Kosten zusammen.

Kosten-Aufteilung für ein Einfamilienhaus

Was sind die Erwerbsnebenkosten?

  • Maklerkosten: Viele Grundstücke lassen sich nur mithilfe von Maklern finden. Deren Courtage beträgt durchschnittlich 4,5 % des Grundstückspreises (GP).
  • Notarkosten: Der Kauf eines Grundstücks ist nur mit einer beglaubigten Urkunde möglich. Diese wird von einem Notar ausgestellt. Die Kosten für den Notar liegen bei ca.1,2 % des GP.
  • Grunderwerbsteuer: Diese liegt derzeit bei 3,5 % des GP. 

Was sind die Baunebenkosten?

  • Bodengutachten: Der Bodengutachter prüft, ob ein Grundstück für den Hausbau überhaupt geeignet ist. Er schätzt die Kosten für die notwendigen Erdbauarbeiten und Wasserschutz-Maßnahmen. Die Kosten für dieses Gutachten liegen bei rund 400 Euro.
  • Vermessungskosten: Die Vermessung des Grundstücks muss vor dem Bauauftrag erfolgen und daher meist selbst finanziert werden. Die Kosten liegen bei durchschnittlich 2.500 Euro.
  • Baugenehmigung: Die Kosten für die Baugenehmigung liegen zwischen 400 und 800 Euro. Kosten für Prüfstatiker: Beim Fertighauskauf ist ein Prüfstatiker meist Teil des Gesamtpreises. Baut man selbst, muss man einen Statiker beauftragen und mit Kosten von 1.500 bis 2.500 Euro rechnen.
  • Architekten-Honorar: Die Kosten für einen Architekten liegen bei ca. 12,5 % der Hausbau-Kosten.
  • Anschlüsse: Kanal-/Abwasseranschluss, Wasseranschluss, Stromanschluss, Gasanschluss, Telefonanschluss, Fernwärmeanschluss

Was sind die Finanzierungskosten?

  • Bankbearbeitungsgebühren
  • Honorar Baufinanzierungsberatung
  • Wertermittlungskosten
  • Abschlussgebühren Bausparvertrag
  • Bereitstellungszinsen
  • Bauzeitzinsen
  • Kosten Grundschuldeintragungen

Was sind die Kostenfaktoren der Außenanlage?

  • Gartenanlage, Pflasterarbeiten, Einfriedung, Garage/Carport

Welche sonstigen Kosten kommen hinzu?

Ausbau, Möblierung, Umzug, Qualitätssicherung/Baubetreuung

  HINWEIS: Alle genannten Nebenkosten sind nicht allgemeingültig. Sie variieren nach dem Umfang und der Gründlichkeit der Bauplanung sowie nach regionalen preislichen Unterschieden. Sehen Sie zur Orientierung eine beispielhafte Kostenaufstellung:

Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus
+ 500 m2 Grundstück (Berlin, Bauland ø 170 €/m2) Hauspreis Grundstückspreis Erwerbsnebenkosten Baunebenkosten (ohne Architekt) Finanzierungskosten (geschätzt) Kosten für die Außenanlage Sonstige Kosten GESAMTPREIS
177.00 €
85.000 €
7.225 €
6.400 €
30.000 €
5.000 €
20.000 €
330.625 €

Finanzierung: Schritt für Schritt zum Immobilienkredit

Für die Hausbau-Finanzierung gilt: Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto besser können Sie die monatliche Belastung Ihren Wünschen anpassen. Doch auch bei wenig oder keinem privaten Investitionsvolumen lässt sich die Finanzierung des Eigenheims mit diversen Darlehen und Kredit-Kombinationen stemmen.

Die wichtigsten Begriffe und Schritte auf dem Weg zur Finanzierung

  • Eigenkapital: Hausbau-Experten und Verbraucherschützern geben als Faustregel an, dass 20 bis 30 Prozent der Finanzierung aus eigenen Mitteln erfolgen soll. Zusätzlich sollten zwischen drei bis sechs Monatsgehälter als Sicherheitsreserve vorliegen.
  • Kreditbedarf: Kalkulieren Sie den benötigten Kredit anhand ihrer dauerhaften Einnahmen und Ausgaben. Bedenken Sie auch unplanmäßige Kosten. Leitsatz zur Berechnung des maximalen Kreditbetrags: Finanzielle Belastbarkeit (pro Monat) x 12 Monate x 100 = Maximaler Kreditbetrag
  • Bankkredit und Bausparvertrag: Bausparverträge werden oft für die Immobilienfinanzierung eingesetzt. Lassen Sie sich bei Bausparfinanzierungen auf jeden Fall den Gesamteffektivzins inklusive aller Kosten nennen.
  • Zinsbindung: Die Festschreibung der Zinsen über 12 bis 15 Jahre ist ideal, wenn die Zinsen niedrig sind. Die Kosten für die lange Zinsbindung sind nur unwesentlich höher als Zinsbindungen von bis zu zehn Jahren.
  • Sondertilgung: Nutzen Sie die Möglichkeit, mehr zu tilgen als vereinbart, wenn es Ihre Finanzen zulassen.

Überblick von benötigter Darlehenshöhe, Eigenkapital und Zinsbindungszeitraum in Deutschland in 2013

20 % und 50 % Eigenkapital, 20 Jahre Rückzahlung, 3,5 % p.a nominal
Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus
500 m2 Grunddtück (Berlin, Bauland ø 70 €/m2) Finanzierungsbedarf: 330.625 € Variante I (20% Eigenkapital) Variante II (50% Eigenkapital) Eigenkapital

Eigenkapital

Kredit

Kredit

Zinsen

Zinsen

monatl. Rate

monatl. Rate

66.123 €165.312 €
264.502 €165.312 €
103.659 €64.786 €
1.534 €958 €

Der Staat fördert den Hausbau. Finanzielle Unterstützung gibt es in Form von Darlehen der KfW, spezifische Förderungen auf Länderebene, sowie der Eigenheimzulage, dem sogenannten Wohnriester.

  • KfW-Darlehen: Die Bank der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) vergibt Kredite bis zu 30 % der gesamten Baukosten. Vor allem fördert die KfW Energiesparmaßnahmen: Der Einbau klimafreundlicher Energie- und Heizungssysteme, moderne Wärmedämmung oder energieeffizienter Fensterbau werden mit zusätzlichen Fördermitteln unterstützt.
  • Wohnriester: Diese staatliche Eigenheimzulage gilt für Häuser, die nach 2007 gebaut oder gekauft wurden. Die Fördersumme kann direkt abgerufen und in die Immobilie gesteckt werden. Der Wohnriester ist an einige Voraussetzung wie die Kopplung an andere Riester-Verträge gebunden und eher für Besserverdiener geeignet.

Wohnungsbauförderung und Eigenheimförderung der deutschen Bundesländer

Jedes Bundesland fördert den privaten Hausbau. Die länderspezifischen Förderprogramme unterscheiden sich in folgenden Punkten:

  • Was wird gefördert? Ausbau, Umbau, Modernisierung von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Wer wird gefördert? Ehepaare, Lebenspartner oder Alleinerziehende mit mind. 1 Kind
  • Wie wird gefördert? Durch zinsgünstige und nachrangig abzusichernde Darlehen
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Förderdarlehen beginnen mit ca. 63.800 Euro und sind nach oben offen (abhängig von der Kinderzahl)
  • Was ist für die Genehmigung besonders zu beachten? Fördermittelanträge müssen unbedingt vor Maßnahmenbeginn (vor der Unterschrift Kauf- und/oder Bauvertrag) gestellt werden.
KPN programm 124 (max. Forderbetrag 50.000 €, 2,12 % Zinsen) 20% Eigenkapital, 20 Jahre Rückzahlung, 4,5 & Sollzinsen

Einfamilienhaus 120 m2, Fertighaus

500 m2 Grundstück (Berlin, Bauland ø 170 €/m2)

Finanzierungsbedarf: 330.625 € Fördersumme

Eigenkapital

Zinsen

Kredit

monatl. Raten

Zinsen

Vorteil:

monatl Raten

  0 – 10 Jahre

  10 – 20 Jahre   20 – 30 Jahre
50.000 €165.312 €
11.390 €165.312 €
255 €64.786 €
Beginn der Rückzahlungerst nach 10 Jahren
1.244 €
1.499 €
255 €

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Источник: https://www.aroundhome.de/haus-bauen/fertighaus/preise-finanzierung/

Böse Fallen für Bauherren

Hausbau: Preise & Finanzierung

Die Baunebenkosten werden dann zum Problem, wenn das gesamte Eigenkapital in der Finanzierung steckt und Sie keine finanziellen Reserven mehr haben. Sie müssen dann die fälligen Baunebenkosten notfalls nachfinanzieren – viele Banken winken dann aber ab oder verlangen höhere Baufinanzierungszinsen.

Besser ist es, alle fälligen Baunebenkosten von Anfang an in die Finanzierung mit einzuplanen. Wir haben für Sie die wichtigsten Baunebenkosten zusammengestellt. Dabei handelt es sich zumeist um Orientierungswerte. Die tatsächliche Höhe kann im Einzelfall auch deutlich abweichen.

In unserem Baufinanzierung Vergleich sehen Sie, wie sich höhere Baunebenkosten auf die Finanzierung auswirken. Hiermit können Sie ermitteln, wie sich die monatliche Rate ändert, wenn Sie etwas großzügiger kalkulieren und eine entsprechend höhere Kreditsumme aufnehmen.

Die ersten Schritte

Neben der Grunderwerbsteuer halten auch andere Behörden beim Bau eines Hauses die Hand auf: Eine Gebühr für die Erteilung der Baugenehmigung oder die Bauanzeige wird fällig, meist fallen hier einige 100 Euro Baunebenkosten an. Die erforderlichen Grundbucheintragungen nach dem Grundstückskauf schlagen mit rund 1,5 Prozent des Grundstückspreises zu Buche.

Dazu kommt der Notar, der 1,5 Prozent des Grundstückskaufpreises berechnet, und auch das Einmessen des Grundstücks für das Gießen des Fundaments schlägt mit rund 400 Euro als Nebenkosten zu Buche. Je nach Baugrund ist es außerdem erforderlich, ein Bodengutachten erstellen zu lassen, um sicher bauen zu können: Die Kosten dafür liegen bei 400 Euro bis 800 Euro.

Baunebenkosten auf der Baustelle

Die meisten Bauverträge sehen lediglich vor, dass ausgehobenes Erdreich auf dem Grundstück gelagert wird. Vor allem bei Neubauten mit Keller muss es aber entsorgt werden, da die riesige Menge Erdreich kaum auf dem Grundstück zu verteilen ist.

Je nach Beschaffenheit des Aushubs und Größe der Baugrube werden dafür bis zu 2.000 Euro Baunebenkosten fällig.

Der Bauträger schreibt im Bauvertrag in aller Regel vor, dass auf der Baustelle eine Baustraße errichtet wird, damit schwere Fahrzeuge und Werkzeuge sicher in den Rohbau gelangen können.

Eine solche Baustraße müssen Sie aus Schotter erstellen lassen – die Kosten liegen bei mindestens 150 Euro pro Meter Baustraße.

  • Biallo-Tipp: Legen Sie die Baustraße am besten dort an, wo später die Auffahrt geplant ist – dann kann das Schotterbett als Untergrund der Pflasterung genutzt werden.

Die Nebenkosten auf Bankseite

Sind beim Hausbau die ersten Schritte auf der Baustelle gemacht, belasten Bankkosten das Budget, weil der Bau sich über Monate hinzieht.

Zum einen werden bei vielen Banken nach drei Monaten Bereitstellungszinsen für das Darlehen fällig – für den noch auf dem Baukonto stehenden Betrag werden dann in der Regel 0,25 Prozent Zinsen pro Monat fällig.

Hört sich nicht viel an, bei 100.

000 Euro noch nicht abgerufener Darlehenssumme sind das aber immerhin Baunebenkosten von 250 Euro im Monat, die Sie zusätzlich zahlen müssen. Außerdem müssen Sie für bereits ausgezahlte Darlehensteile den vereinbarten „vollen“ Zins zahlen.

Sie möchten vor dem Abschluss einer Baufinanzierung berechnen, wie sich unterschiedliche Bereitstellungszinsen auswirken könnten? Oder Sie haben bereits einen Baukredit abgeschlossen, es gibt Verzögerungen und Sie möchten wissen, wie viel Sie diese kosten? Nutzen Sie einfach unseren Bereitstellungszinsen-Rechner. Sie geben einfach ein, ab wann welcher Bereitstellungszins anfällt und welchen Kreditanteil Sie wann abrufen – schon erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. 

Oft werden diese Kosten auf Bankseite einfach dem Darlehen belastet, damit schrumpft aber die zur Verfügung stehende Darlehenssumme über die gesamte Bauzeit meist um einige Tausend Euro. Diese Nebenkosten beim Hausbau sollten deshalb unbedingt mitfinanziert oder aus eigenen Mitteln eingeplant werden.

Baunebenkosten in der Rohbauphase

In der Rohbauphase wird das Baubudget dann noch einmal richtig strapaziert – vor allem mit einem dicken Brocken: Die neue Immobilie muss nämlich an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen werden.

Das gilt für Wasser, Abwasser, Strom, gegebenenfalls Gas, Kabelanschluss und Internet. Insgesamt müssen Sie hierfür Baunebenkosten von rund 8.000 Euro einmalig einplanen.

Auch ein von Ihnen engagierter Baubegleiter schlägt mit Kosten von meist einem Prozent der Bausumme zu Buche – im Schnitt rund 1.500 Euro.

Dazu kommen diverse kleinere Posten: Der Rohbau muss mit Strom versorgt werden, mit Bauwasser, der Estrich muss gegebenenfalls zusätzlich getrocknet werden, und Sie brauchen ein Miet-Klo für die Bauarbeiter sowie Versicherungsschutz. Alles in allem summieren sich diese Kosten auf einige Hundert Euro.

Genaue Kalkulation der Baunebenkosten? Unmöglich!

Die Beispiele oben zeigen bereits, wie schwer es ist, die Baunebenkosten auf den Cent genau zu berechnen.

Das führt bei der Hausbau-Finanzierung natürlich zu einem Dilemma: Finanzieren Sie zu knapp, fehlt gegebenenfalls Geld für die Nebenkosten – finanzieren Sie dagegen zu großzügig, bleibt am Ende Geld übrig, das Sie zurückzahlen müssen.

Damit das ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich ist und nicht weitere Kosten entstehen, sollten Sie mit der Bank schriftlich vereinbaren, dass Sie nicht benötigte Gelder in einem festgelegten Rahmen bis zum Beispiel 25.000 Euro ohne Kosten und Gebühren zurückzahlen können.

Lesen Sie auch: Laufende Kosten fürs Eigenheim: Mietfrei heißt nicht kostenfrei

Bau- oder Kaufwillige haben alle Hände voll mit ihrem neuen Heim zu tun. Wie kann der künftige Immobilienbesitzer sich aus dem Wust an Informationen das heraussuchen, was wirklich wichtig ist? Das neue Buch von Horst Biallo „Hilfe! Ich kaufe eine Immobilie“ bietet die wichtigsten Fragen und Antworten – mit den Fakten, die wirklich entscheidend sind.

Источник: https://www.biallo.de/baufinanzierung/news/baunebenkosten-fallen-bauherren/

Baunebenkosten: Diese Kosten fallen beim Hausbau an (Liste)

Hausbau: Preise & Finanzierung

Schon vor der eigentlichen Bauphase entstehen Nebenkosten, die einberechnet werden müssen. Hierzu zählen Kosten für die Finanzierungsberatung, Maklerkosten, Grunderwerbssteuer.

Darüber hinaus müssen Hausbauer Anschlüsse an das Strom- und Wassernetz bezahlen oder mit Zusatzkosten für weitere Bodenarbeiten rechnen. Um die Bauarbeiten abzusichern, werden zudem Kosten für entsprechende Versicherungen fällig.

Wer keine Übersicht über mögliche Nebenkosten aufstellt, hat schnell Sorgen, dass die Nebenkosten ein unkalkulierbares Risiko bei der Baufinanzierung werden.

Bis zu 20 Prozent Nebenkosten beim Hausbau

Und mit ihrer Angst liegen Verbraucher nicht ganz falsch, denn die Höhe der Baukosten kann je nach Umfang bis zu 20 Prozent des Kaufpreises betragen. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro ist somit immer mit Nebenkosten von bis zu 60.

000 Euro zu rechnen. Wer den Hausbau jedoch richtig plant und richtig rechnet, kann schon vor dem Baubeginn realistisch aufstellen, welche Kosten auf ihn zukommen. Dadurch lässt sich das Risiko unkalkulierbarer Zusatzkosten deutlich reduzieren.

Baunebenkosten während des gesamten Hausbaus

Ein Hausbau ist mit verschiedenen Nebenkosten verbunden, die vom Bauherrn getragen werden müssen.

Sie verteilen sich auf Nebenkosten vor dem Baubeginn beim Grundstückskauf, auf Nebenkosten, die für die Bauvorbereitung entstehen, sowie Nebenkosten während der Bauphase.

Auch nach der Fertigstellung des Hauses können weitere Nebenkosten entstehen, zum Beispiel für die Bearbeitung der Außenanlage oder den weiteren Innenausbau.

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So verlockend manche Angebote für einen Neubau sein mögen, die Nebenkosten sind in der Regel nie im Hauspreis enthalten. Sie müssen immer separat zum Haus- oder Baupreis addiert werden.

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Folgende Baunebenkosten sind möglich:

EtappeNebenkosten
Grundstückskauf
  • Gebühren für den Kaufvertrag beim Notar
  • Grundschuldbestellung
  • Grundbucheintragung
  • Maklerprovision
  • Grunderwerbsteuer (Höhe abhängig vom Bundesland)
Bauvorbereitung
  • Baugenehmigung
  • Bauvertragsprüfung
  • Prüfstatiker
  • Grundstücksfreimachung
  • Vermessung
  • Bodengutachten
  • Abrissarbeiten
  • Baumfällarbeiten
  • Errichten von Baustraßen
  • Anschluss von Bauwasser und Baustrom
  • Weitere Erdarbeiten (Aushub)
  • Erschließungskosten für Anschluss von Gas, Wasser, Strom, Telefonleitungen, Kabelfernsehen
Bauphase
  • Versicherungen (Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung)
  • Bauzeitzinsen
  • Baugutachten
  • Baubegleitung
Nach der Fertigstellung
  • Anlegen der Außenanlagen
  • Innenausbau

Beispielrechnung für Baunebenkosten

Berechnungsgrundlage ist ein Neubau mit einem Hauspreis von 300.000 Euro. Das Baugelände muss erst erschlossen und eine Baugenehmigung eingeholt werden. Folgende Baunebenkosten sind möglich:

PostenPreisGesamt37.710 Euro
3 Prozent Maklergebühren9.000 Euro
1 Prozent Notarkosten3.000 Euro
Eintrag der Grundschuld ca. 0,4 Prozent der Darlehenshöhe(finanziert werden aufgrund des Beleihungswerts 240.000 Euro)960 Euro
Eintrag im Grundbuchca. 500 Euro
5 Prozent Grunderwerbsteuer15.000 Euro
Vermessungsarbeitenca. 2.000 Euro
Gutachten für Baugrundca. 500 Euro
Baumfällungenca. 1.500 Euro
Baugenehmigung einholenca. 500 Euro
Gebühren für Prüfstatikerca. 1.000 Euro
Anschluss von Bauwasser und Baustromca. 500 Euro
Erschließungskosten(Gas, Strom, Frischwasser und Telefon)ca. 3.000 Euro
Versicherungenca. 250 Euro

Vor dem Hauskauf müssen Sie mit diesen Nebenkosten rechnen:

  • Kosten für Makler: Die Maklergebühren variieren von Region zu Region. Sie liegen in der Regel zwischen vier und sieben Prozent.
  • Notarkosten: Die Kosten für den Notar werden gesetzlich festgelegt. Für ihn muss sowohl beim Kaufvertrag als auch für den Eintrag einer Grundschuld eine Gebühr bezahlt werden.
  • Kosten für Grundbucheintrag: Jede Gemeinde oder Stadt erhebt Gebühren für den Eintrag der Besitzverhältnisse ins Grundbuch.
  • Grunderwerbssteuer: Die Grunderwerbsteuer muss beim Kauf oder Bau einer Immobilie für das Grundstück gezahlt werden. Sie liegt in Deutschland abhängig vom Bundesland zwischen 4,5 und 6,5 Prozent des Grundstückspreises.

In der Bauvorbereitungsphase können Nebenkosten anfallen. Sie betreffen die nötigen Vorarbeiten, damit überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann.

  • Kosten für Bauantrag, Baugenehmigung und Bauanzeige: Wird ein Haus neu gebaut, muss der Bauherr bei der zuständigen Verwaltung einen Bauantrag stellen und darüber eine Baugenehmigung einholen. Wird ohne Baugenehmigung gebaut, drohen ein Zwangsabriss und eine hohe Strafzahlung. Mit der sogenannten „Bauanzeige“ wird öffentlich bekannt gemacht, dass das Bauvorhaben gestartet wird.
  • Kosten für Erschließung des Grundstücks: Hierunter fallen alle Kosten, die für den Anschluss an die Kanalisation, die Frischwasserzufuhr sowie Anschlüsse an das Strom- oder Gasnetz nötig sind.
  • Kosten für Entsorgung des Bodenaushubs: Werden bei Aushubarbeiten Giftstoffe oder unbrauchbare Erde gewonnen, muss der Bauherr diese sachgemäß entsorgen. Hier können die Kosten schnell in die Höhe gehen, wenn gefährliche Stoffe im Baugrund entdeckt wurden.
  • Zusätzliche Erdarbeiten: Zu diesen Arbeiten zählen zusätzliche Aushübe oder Erdschiebearbeiten, die benötigt werden, um wichtige Bauarbeiten beginnen zu können.
  • Abrisskosten: Steht auf dem Baugrund noch ein anderes Gebäude, müssen Bauherren auch die Kosten für dessen Abriss tragen. Je nachdem fallen dabei auch weitere Entsorgungskosten an.
  • Baumfällarbeiten: Stehen auf dem Grundstück Bäume, die einen Aushub verhindern, müssen diese gefällt werden. Nicht nur die Fällarbeiten sind dann mit Kosten verbunden, sondern auch das Einholen einer Fällgenehmigung bei der zuständigen Behörde.
  • Vermessungsarbeiten: Muss das Grundstück noch komplett erschlossen werden, sind Vermessungen nötig.
  • Prüfstatiker: In manchen Gemeinden sind Bauherren dazu verpflichtet, vor Baubeginn einen Prüfstatiker zu bestellen, der die komplette Statik des Bauvorhabens noch einmal kontrolliert.

Während der Bauphase können weitere Nebenkosten anfallen.

  • Bauzeitzinsen: Dabei handelt es sich um Zinsen, die für den bereits in Anspruch genommenen Teil des Darlehens anfallen.
  • Kosten für Baubegleitung/Baugutachten: Manche Bauvorhaben werden durch Bausachverständige begleitet. Deren Arbeit wird nach Stunden abgerechnet und kann für die gesamte Bauzeit mehrere tausend Euro an Nebenkosten ergeben.

Nachdem das Haus fertiggestellt ist, können weitere Kosten anfallen, die nicht im eigentlichen Hauspreis enthalten sind.

  • Kosten für Bau von Außenanlagen: Soll noch eine Terrasse oder ein Teich angelegt oder ein Zaun errichtet werden? Möchten die Hausbesitzer einen Pool im Garten haben? Die Kosten für diese Wünsche fallen ebenfalls unter die Nebenkosten.
  • Kosten für Innenausbau: Wird ein Haus schlüsselfertig übergeben, können danach weitere Arbeiten am Innenausbau erfolgen. Die Kosten dafür werden zu den Nebenkosten gezählt.

Die Kosten für Außenanlagen oder den Innenausbau lassen sich vorab gut überschlagen. So ist es zum Beispiel möglich, sich im Vorfeld bereits Angebote einzuholen oder eine Aufstellung vom Architekten zu verlangen.

Die Höhe dieser Nebenkosten hängt vor allem davon ab, wie viele Extras die Hausbesitzer wünschen und wie viel Eigenleistung sie investieren können. So können zum Beispiel Freunde beim Gartenausbau oder beim Anlegen einer Terrasse helfen. Dadurch lassen sich Baunebenkosten einsparen.

Versicherungskosten beim Hausbau

Bauherren sollten sich während des Hausbaus gründlich absichern. Drei gängige Versicherungen gelten als Pflicht für die Bauphase:

  1. Bauleistungsversicherung: Die Bauleistungsversicherung greift bei unvorhergesehen Schäden während der Bauphase. Hierzu zählen Schäden durch höhere Gewalt oder Vandalismus. Darüber hinaus zahlt die Versicherung auch dann, wenn Material- oder Konstruktionsfehler des Gebäudes zu einem Schaden führen. Grundsätzlich bietet die Bauleistungsversicherung eine Allgefahrendeckung, schließt jedoch immer Schäden durch Feuer aus.
    Die Kosten liegen in der Regel zwischen 120 und 300 Euro für die gesamte Bauphase.
  2. Feuerrohbau- und Wohngebäudeversicherung: Die Feuerrohbauversicherung übernimmt dem Namen nach alle Schäden, die durch Brände entstehen. Sie ergänzt somit die Bauleistungsversicherung. Nach der Fertigstellung des Hauses wird sie in der Regel zur Wohngebäudeversicherung umgewandelt.
  3. Bauherren-Haftpflichtversicherung: Diese Versicherung deckt Schäden ab, die Personen entstehen, die am Hausbau mitwirken.

Manche Versicherer bieten die wichtigen Hausbauversicherungen als Paket an. Diese Pakete können häufig günstiger sein als einzelne Abschlüsse.

Allerdings sollten Hausbauer auf ihren bestehenden Versicherungsschutz achten. In manchen Fällen enthält die Hausratversicherung bereits eine Bauherren-Haftpflichtversicherung.

Es lohnt sich auf jeden Fall immer, einzelne Versicherungstarife zu vergleichen.

Baunebenkosten im Rahmen der Baufinanzierung

Bei der Baufinanzierung können unterschiedliche Nebenkosten entstehen.

  • Kosten für die Beratung: Finanzberater der Banken oder auch unabhängige Finanzberater erheben eine Gebühr für die Vermittlung und Zusammenstellung des Baudarlehens. In manchen Fällen werden die Kosen für die Beratung jedoch über die Provision der Bank abgerechnet, über welche das Bauprojekt finanziert wird.
  • Kosten für die Bereitstellung des Kredits: Wird ein Baukredit genehmigt, aber vom Darlehensnehmer nicht in Anspruch genommen, kann die Bank Bereitstellungszinsen erheben. Die bereitstellungszinsfreie Zeit liegt je nach Kreditinstitut zwischen 6 und 12 Monaten. Danach werden die Zinsen fällig.
  • Kosten für die Eintragung ins Grundbuch: Damit eine Grundschuld eingetragen werden kann, erhebt ein Notar Gebühren.
  • Sondertilgungsgebühren oder Vorfälligkeitsentschädigung: Manche Banken erheben Gebühren, wenn das Baudarlehen früher zurückgezahlt oder in größeren Raten getilgt wird. Darüber hinaus ist es möglich, dass eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet wird, wenn die Finanzierung früher als geplant abgeschlossen wird.

Die Finanzierungsnebenkosten lassen sich im Vorfeld gut überschlagen, da zum Beispiel die Beratungskosten oder die Kosten für die Eintragung einer Grundschuld im Vorfeld feststehen. Ebenso können Vorfälligkeitsgebühren oder Bereitstellungszinsen aus den Kreditbedingungen abgelesen und einberechnet werden.

Источник: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/baunebenkosten

Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Hausbau: Preise & Finanzierung

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Am Anfang aller Hausträume steht die Frage: „Wie viel Haus kann ich mir leisten?“.

Um die Kosten für den Hauskauf und das anschließende Hauskauf-Darlehen realistisch zu planen, musst du zunächst deine monatliche Belastbarkeit kalkulieren.

Auf dieser Seite findest du vier wichtige Schritte zur Berechnung deines maximalen Hauskaufkredits sowie Tipps für ein passendes Finanzierungskonzept und die Kapitalplanung mit vielen anschaulichen Beispielen.

Immobilienrechner: Was kann ich mir leisten?

Wer eine Immobilie erwirbt, zahlt mehr als nur den Preis für das Objekt. Durch die Kreditaufnahme und den Kaufvertrag
entstehen zusätzliche Kosten. Erst nach einer Auflistung aller Kostenfaktoren wissen Sie, was Ihre Wunschimmobilie tatsächlich kostet.

Optimisten haben es im Leben häufig leichter. Doch bei der Planung einer Hausfinanzierung kann auchRealismus nicht schaden. Denn hier kommt es darauf an, monatliche Einkommen und Ausgaben

so präzise wie möglich zu berechnen.

Aufstellung für eine Familie mit zwei Kindern

EinnahmenPosten
monatliches Nettogehalt des Hauptverdieners2.300 Euro
Nettogehalt des Ehepartners600 Euro
Nebeneinkünfte, etwa aus einem Minijob250 Euro
Kindergeld für zwei Kinder368 Euro
Summe der Einnahmen3.518 Euro

Den Überblick behalten

Monatliche Einnahmen3.518 Euro
Kfz-Steuer und Versicherung (umgelegt)95 Euro
Telefon, Internet und Mobiltelefon80 Euro
Versicherungen130 Euro
Rundfunk- und Fernsehgebühren18 Euro
Kreditraten100 Euro
Wohnnebenkosten500 Euro
Lebenshaltungskosten1.500 Euro
Reserve200 Euro
verbleibendes Familiennettoeinkommen895 Euro                

Wissenswertes

Neben dem Einkommen ist das Ersparte ein wichtiger Baustein bei der Finanzierung eines Hauses.
Wer kühl rechnet und plant, kann seinen Traum vom eigenen Haus ohne große Risiken wahr werden lassen.

Der Eigenkapitalrechner von ImmobilienScout24!

Eigentlich ist es ganz einfach: Um die monatliche Belastbarkeit zu ermitteln, werden vom monatlichen Einkommen alle monatlichen Ausgaben abgezogen. Was übrig bleibt, ist die monatliche Belastbarkeit,

also die Summe, die für die Tilgung von Krediten zur Verfügung steht. Wichtig dabei ist, vorausschauend zu planen.

Außerplanmäßige Kosten mit einplanen

Machen Sie sich doch eine solche Liste und setzen Sie Ihre eigenen Angaben ein. Vergessen Sie nicht, eine für Ihre Verhältnisse entsprechende Summe für die sonstigen Ausgaben einzutragen.

Fallen diese Sonderausgaben einmal nicht an, sparen Sie das Geld und halten es für Eventualitäten bereit.

Ermittlung der monatlichen finanziellen Belastbarkeit

PositionenBetrag in Euro                   
Einkommen, netto2.522
sonstige Einnahmen, Verpachtung, Honorare, Kindergeld308
Verfügbares Monatseinkommen2.830
– Strom/Heizung110
– Wohnnebenkosten220
– Instandhaltungsrücklage50
– Lebensmittel300
– Auto, Verkehr280
– Urlaub185
– Kleidung125
– Unterhaltung, Freizeit, Ausgehen, Sport105
– Hausrat, Küche, Elektronik, Reparaturen100
– Körperpflege50
– Telefon, Computer60
– Jahresgebühren, Raten, Kredite, Versicherungen25
– sonstige Ausgaben30
Summe Monatsausgaben1.730
Summe finanzielle Belastbarkeit1.100

Rechner zur monatlichen Belastbarkeit

Nutzen Sie unseren Haushaltsrechner, um Ihre monatliche Belastung richtig einzuschätzen.

Bei der Entwicklung eines persönlichen Darlehenskonzepts heißt es, Sicherheit und Risiken
abzuwägen und Prioritäten zu setzen.

4. Variante: Flexible Finanzierung

Sind Sie fit für Ihre Baufinanzierung?
Eigenkapital, Nebenkosten, Zinsen: Eine Baufinanzierung ist eine komplexe Angelegenheit. Sind Sie bereit dazu? Machen Sie jetzt den Check!

Die zehn wichtigsten Tipps im Überblick

Familie Müller möchte ein gebrauchtes Haus kaufen. Es soll 230.000 Euro kosten. Hierfür haben Müllers 40.000 Euro Eigenkapital angespart. Zusätzlich können sie sich 20.000 Euro aus dem Familienkreis leihen. Zusammen macht dies 60.000 Euro. Daraus ergibt sich für Familie Müller

zunächst ein Finanzierungsbedarf von 170.000 Euro bei der Bank.

Die richtige Tilgung

Familie Müller rechnet zusammen

PostenSumme
Objektkosten230.000 Euro
Nebenkosten23.000 Euro
Modernisierungskosten50.000 Euro
Summe303.000 Euro
Das ergibt folgenden Finanzierungsbedarf:
Finanzierungskosten303.000 Euro
abzgl. Privatkapital60.000 Euro
Finanzierungsbedarf (gesamt)243.000 Euro

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Monatliche Belastung (3 % Zinsen und 3 % Tilgung)

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Kosten für Hauskauf & Hausbau: Was kostet ein Haus?

Hausbau: Preise & Finanzierung
Ist jetzt der richtige Zeitpunkt eine Immobilie zu erwerben? Darüber spricht Baufi24 Vorstand Stephan Scharfenorth im Video.

Ein Haus zu kaufen ist üblicherweise die größte Investition des Lebens. Da es sich auch um eine Herzensangelegenheit handelt, heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren – und die Finanzen im Blick zu behalten.

Wie viel kostet es, ein Haus zu kaufen? Die Kosten für den Hauskauf sind individuell verschieden. Der Preis für ein Haus hängt stark davon ab, ob sich die Immobilie in einer begehrten Wohnlage befindet oder in einem weniger nachgefragten Gebiet.

Des Weiteren spielt die Art des Hauses eine Rolle. Ein frei stehendes Einfamilienhaus mit großem Grundstück ist deutlich teurer als ein Reihenmittelhaus mit wenig Fläche.

Fertighäuser gelten als günstiger gegenüber Massivhäusern, doch gilt es auch hier kritisch den Einzelfall zu betrachten.

Beim Kauf eines Hauses aus zweiter Hand spielen das Baujahr sowie der bauliche Zustand eine wichtige Rolle.

Ein ungedämmtes Haus aus den 1970er-Jahren ist deutlich preiswerter zu bekommen als ein Passivhaus, das nach der Jahrtausendwende gebaut wurde. Bei diesen Preisunterschieden sollte fair verglichen werden.

Ein Beispiel: Zahlen Sie in einem schlecht gedämmten Haus jeden Monat 100 Euro mehr an Ihren Energieversorger, sind das in zehn Jahren stolze 12000 Euro

Wenn Sie ein bestehendes Haus kaufen, sollten Sie seinen Zustand gründlich unter die Lupe nehmen. Ein Bauexperte kann Ihnen dabei helfen, einen möglichen Renovierungsstau zu erkennen.

Ein vermeintliches Schnäppchen stellt sich schnell als überteuert heraus, wenn Sie große Summen investieren müssen.

Das Dach zu sanieren, die Heizung zu ersetzen oder den Keller trocken zu legen, sind kostspielige Investitionen.

Die Kosten für den Hausbau und Hauskauf

Der Kauf oder Bau eines Hauses setzt sich im Wesentlichen aus drei großen Kostenblöcken zusammen:

  • Der Preis für das Grundstück
  • Die Kosten, um das Haus zu bauen oder der Kaufpreis
  • Die Nebenkosten von Bau oder Kauf

Nachfolgend schauen wir uns an, welche Faktoren diese Kosten beeinflussen.

Der Preis für das Grundstück

Wie teuer ein Grundstück ist, hängt primär von seiner Lage ab. Die Bodenrichtwerte der Region geben einen ersten Anhaltspunkt für die Grundstückspreis. Dabei spielt die Attraktivität der Gemeinde oder des Stadtteils eine wichtige Rolle. Um zu klären, wie attraktiv der Wohnort ist, sollten Sie folgende Fragen klären:

  • Wie vielfältig sind die Einkaufsmöglichkeiten?
  • Wie attraktiv ist die Infrastruktur: Gibt es einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr? Sind Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen mit einem hervorragenden Ruf vorhanden und gut erreichbar?
  • Haben attraktive Arbeitgeber in der Nähe ihren Standort?
  • Leidet die Attraktivität durch eine nahe gelegene Autobahn oder soll eine Chemiefabrik gebaut werden?

Zu hohe Grundstückspreise lassen das Konzept der Erbpacht in einem attraktiven Licht erscheinen. Wer sein Haus auf einem Grundstück mit Erbbaurecht erwirbt, zahlt beim Kauf weniger.

Dem Käufer gehört das Grundstück nicht, sondern er mietet es nur. Solche Baugrundstücke bieten Gemeinden, Stiftungen sowie mitunter die Kirchen in Deutschland als Erbrechtgeber an.

Das Erbbaurecht wird im Grundbuch eingetragen und kann bei einem Verkauf der Immobilie weitergegeben werden.

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Damit verbundene Nachteile sind jedoch die laufenden Kosten für die Erbpacht. Die Höhe dieser Erbbauzinsen ist abhängig von der Attraktivität des Grundstücks. In beliebter Lage müssen Sie dafür mehr zahlen als draußen auf dem Land.

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Außerdem steht das Grundstück dem Eigentümer nur für eine befristete Zahl von Jahren zur Verfügung. Mit bis zu 99 Jahren handelt es sich allerdings um einen recht langen Zeitraum.

Wer daher davon träumt, dass in seinem Haus noch die Enkel der eigenen Enkel leben, sollte von Erbpacht lieber Abstand nehmen.

Die Kosten, um ein Haus zu bauen

Wer eine Bestandsimmobilie kauft, kennt von vornherein den Gesamtpreis für das Haus inklusive Grundstück sowie Rollläden, Teppichböden und vielleicht noch Einbauküche. Beim Bau eines Hauses gibt es viele Extras zu bedenken und genau das Kleingedruckte zu lesen. Wie schlüsselfertig wird das Haus am Ende sein? Welche Extrawünsche machen den Bau teurer als gedacht?

Bei den Kosten für den Hausbau gilt es daher die Entscheidung zwischen einem schlüsselfertigen Bau und möglichen Eigenleistungen zu fällen. Wer handwerkliches Geschick, Zeit und Geduld besitzt, kann einige Arbeiten selbst ausführen.

Statt teure Handwerker zu beauftragen, werden Fliesen oder Laminat kurzerhand selbst verlegt. Haben die Käufer wenig Zeit und Interesse, können sie zumindest Wände streichen und Fußboden verlegen. Auch die Außenanlagen verschlingen viel Geld.

Wer seine Terrasse selbst baut und den Garten in Eigenregie anlegt, kann einige Ausgaben sparen.

Viele kleine und große Entscheidungen beeinflussen teilweise stark den Preis des Hauses. Dazu gehören die folgenden Fragen:

  • Mit oder ohne Keller das Haus bauen?
  • Soll das Dachgeschoss ausgebaut werden?
  • Marmortreppe oder eine einfache Holztreppe?
  • Preiswerte Armaturen aus dem Baumarkt oder ein luxuriöses Badezimmer mit hochwertigen Waschbecken und Badewanne
  • Einbau einer Sauna?
  • Sind elektrische Rollläden nötig?

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, denn fast zu jeder Entscheidung gibt es preiswerte oder teure Varianten.

Im Gegensatz zum Kauf eines Hauses, fallen beim Bau einmalige Kosten an. Dazu zählen beispielsweise:

  • Die Erschließung des Grundstücks inklusive Erdarbeiten
  • Der Bau einer Terrasse
  • Die Anlage von Garten und Vorgarten
  • Auch die Summe aus kleinen Objekten wie dem Briefkasten, der Hausnummer und der Außenbeleuchtung gehen irgendwann ins Geld

Die Nebenkosten beim Hausbau oder Hauskauf

Zu den Kosten beim Hauskauf oder Hausbau zählen unter anderem die Nebenkosten.

Wer ein Haus günstig bauen oder kaufen kann, sieht sich schon am Ziel seiner Träume. Nun heißt es, korrekt zu rechnen und sämtliche Nebenkosten beim Hausbau oder Hauskauf vollständig zu berücksichtigen.

Für die Grunderwerbsteuer, den Eintrag ins Grundbuch sowie die Gebühren für Notar und Makler, fällt schnell ein Betrag an, der über 10 Prozent des Kaufpreises entspricht. Kostet das Haus 300.000 Euro, müssen in diesem Fall zusätzlich 30.000 Euro für die genannten Nebenkosten aufgebracht werden.

Wie hoch diese Kosten im Einzelfall sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Grunderwerbsteuer: Ihre Höhe beläuft sich je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Makler: Die meisten Bundesländer legen die Höhe einer üblichen Maklergebühr fest. Derzeit übernimmt teilweise der Käufer die kompletten Maklergebühren. Ein ab 23. Dezember 2020 bundesweit gültiges Gesetz sieht vor, dass Käufer und Verkäufer den Makler hälftig bezahlen.

Gebühren des Notars: Sie hängen davon ab, wie komplex der Kaufvertrag ausfällt und betragen ungefähr 1 Prozent des Kaufpreises.

Gebühren des Grundbuchamts: Für den Eintrag der Immobilie ins Grundbuch verlangt die Behörde ungefähr 0,5 Prozent des Kaufpreises.

Speziell beim Bau kommen noch dazu:

  • Kosten für die Baugenehmigung
  • Kosten für die Grundstücksvermessung
  • Eintrag in das Liegenschaftskataster
  • Um das Grundstück zu erschließen, muss es an die Versorgung mit Energie und Wasser sowie Kanalisation und Telefonnetz angeschlossen werden

Sobald Sie den Kaufvertrag unterschrieben haben, fallen bereits verschiedene monatliche oder quartalsweise laufende Kosten an. Dazu zählen:

  • Versicherungen: zum Beispiel Bauherrenhaftpflichtversicherung, Wohngebäudeversicherung
  • Grundsteuer
  • Abgaben an die Gemeinde für die Straßenreinigung und die Müllabfuhr
  • Kosten für die Energieversorgung und das Abwasser
  • Anteilige Kosten für gemeinschaftlich genutzte Flächen

Die Finanzierung für den Hauskauf oder Hausbau

Um ein Haus zu kaufen, sollten die Käufer mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen. Das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto reicht dafür üblicherweise nicht aus. Daher steht am Anfang der Überlegungen zur Baufinanzierung ein Kassensturz.

Dabei wird das gesamte Vermögen ermittelt und geprüft, wie schnell Sie darauf zugreifen können. Guthaben auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto lassen sich ohne Verzögerung in Anspruch nehmen. Liegt ein Bausparvertrag vor, muss dieser zunächst zuteilungsreif sein.

Wer Glück hat, kann zusätzlich ein Arbeitgeberdarlehen beantragen – oder wohlhabende Verwandte um einen privaten Kredit bitten.

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Ein Wertpapierdepot lässt sich für die Baufinanzierung recht schnell verkaufen. Je nach aktueller Marktlage würden Sie aber keinen guten Preis erzielen. Ähnlich sieht es bei Gold oder einem Gemälde aus. Wer schon eine Eigentumswohnung besitzt, kann diese verkaufen, um den Hauskauf zu finanzieren.

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Die nächsten Entscheidungen sind, ob die Immobilienfinanzierung mit einem festen oder einem variablen Zins erfolgen soll. Zu Zeiten von Niedrigzinsen fällt die Frage meist zugunsten der Festzinsen aus.

Auch die Höhe der anfänglichen Tilgungsrate ist ein wichtiger Hebel, um solide zu finanzieren.

Sieht der Immobilienkredit Sondertilgungen vor, können Bonuszahlungen, eine Erbschaft oder gar ein Lottogewinn genutzt werden, um den Immobilienkredit schneller abzuzahlen.

Öffentliche Fördergelder für die Baufinanzierung nutzen

Für die Finanzierung eines Hauses lassen sich öffentliche Zuschüsse beantragen, zum Beispiel von der KfW.

Zudem bieten die Bundesländer unterschiedliche Förderprogramme für die Immobilienfinanzierung an. Bei öffentlichen Fördergeldern gilt es Fristen einzuhalten und umfangreiche Unterlagen einzureichen.

Daher empfiehlt es sich, frühzeitig zu recherchieren, welche Fördergelder infrage kommen.

Wer ein oder mehrere Kinder hat und ein Haus bauen möchte, kann einen Antrag auf Baukindergeld stellen. Auch für den Kauf eines Hauses aus zweiter Hand oder einer Eigentumswohnung kann der Zuschuss von 1200 Euro pro Jahr und Kind beantragt werden. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, fließt die Förderung bis zu zehn Jahre lang.

Ein Haus zu bauen oder zu kaufen, ist ein großes Projekt. Die Experten von Baufi24 begleiten Sie beim Hauskauf Schritt für Schritt auf dem Weg zu Ihrer Wunschimmobilie.

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Источник: https://www.baufi24.de/was-kostet-ein-haus/

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