Höhenflug: Bauen auf dem Dach

Bungalow bauen | 145 Bungalows mit Preisen & Grundrissen

Höhenflug: Bauen auf dem Dach

Der Begriff Bungalow stammt übrigens aus dem Hindi und steht dort für das typische eingeschossige Sommerhaus der britischen Kolonialherren.

Mittlerweile ist der Begriff Bungalow fest im deutschen Sprachgebrauch verankert, man kennt ihn aber auch im Englischen, Französischen und Italienischen. Durch die häufige Nutzung als Ferien-Bungalow ist er selbst in wenig bekannten Reisegegenden weit verbreitet.

Mit dieser Begriffsbestimmung ist auch  schon das wichtigste Merkmal eines Bungalows genannt: Seine Ebenerdigkeit. In den 1960er Jahren erlebte der Bungalow seinen ersten Höhenflug, war damals vorwiegend mit Flachdach ausgestattet. Genau dieses wurde ihm aber zum Verhängnis.

Zum einen wurde der Bungalow sein Image als Schuhschachtel nicht los, zum anderen gab es massive Probleme mit der Dichtigkeit des Flachdachs. Mittlerweile haben sich natürlich auch die Bungalows gewandelt.

Vom sehr kleinen, freistehenden Einfamilienhaus ist der Bungalow zu einer modernen Wohnform mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, offenen und lichtdurchfluteten Grundrissen geworden. Heute ist es zum Beispiel möglich, den Bungalow mit folgenden Dingen auszustatten:  

  • Bungalow bauen mit Zeltdach, Walmdach oder jede andere Dachform
  • Dadurch wird ein Dachgeschoss ermöglicht, welches jedoch meist nur als Dachboden und/oder Lagerfläche dient.
  • Unterkellerung des Bungalows, meist zur Unterbringung von Heizungsanlage und Hausanschlüssen.
  • Winkelform zur größeren Grundrissgestaltung.

Wo liegen die Vorteile beim Bungalow?

Natürlich hat der Bungalow in seiner modernen Bauform auch einige Vorteile. Als wichtigster gilt das barrierefreie Wohnen. Alle Wohnräume sind auf einer Ebene angeordnet, so dass man keine Stufen laufen muss.

Insbesondere Senioren, gehbehinderte Menschen und Familien mit kleinen Kindern profitieren von dieser ebenerdigen Bauweise. Oft kann sogar vor der Hauseingangstür auf Treppen verzichtet werden. Aufgrund des eingeschossigen Baus eines Bungalows werden die Räume nebeneinander angeordnet.

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Das wiederum erlaubt einen individuellen Grundriss. Statik und tragende Wände der darüber liegenden Geschosse müssen bei der Raumplanung nicht berücksichtigt werden. Vor allem moderne und offene Raumkonzepte lassen sich so perfekt realisieren.

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Durch die Einplanung zahlreicher Fensterflächen und ganzer Fensterfronten lässt sich der Bungalow nicht nur lichtdurchflutet gestalten. Vielmehr können Garten und Terrasse Teil des Wohnraums werden. Weitere Vorteile des Bungalows sind:

  • Wohnen und Arbeiten unter einem Dach möglich – klare Abgrenzung der Bereiche denkbar
  • Bungalow in verschiedenen Formen, als Winkelbungalow, in L- oder Z-Form möglich
  • Bungalow als Stadtvilla realisierbar oder als Doppelhaus

  Bei den unterschiedlichen Formen ergeben sich ebenfalls einige Vorteile. Wer sich etwa für den Winkelbungalow entscheidet, kann in den entstehenden Winkeln lauschige Plätzchen im Freien einrichten. Die Sitzplätze sind dann nicht nur naturnah, sondern auch bestens vor dem Einblick der Nachbarn oder Passanten geschützt.  

Hat ein Bungalow auch Nachteile?

Wer einen Bungalow bauen möchte, sollte allerdings auch die Nachteile, die mit ihm einhergehen, nicht gänzlich außer Acht lassen. Zunächst einmal ist hier die Grundfläche zu nennen, die für den Bau eines Bungalows benötigt wird.

Aufgrund der eingeschossigen Bauweise muss sehr viel Fläche zur Verfügung stehen, um die gewünschte Wohnfläche erreichen zu können.

Das heißt, dass ein sehr großes Grundstück benötigt wird, um den Bungalow darauf zu errichten und gerade in Regionen mit hohen Grundstückspreisen können so auch die Bungalow Preise sehr hoch ausfallen.   Erhöhte Kosten kommen auf den Bauherrn ebenfalls aus folgenden Gründen zu:

  • Hohe Grundfläche = hohe Dachfläche, dadurch steigende Kosten
  • Schlechteres Verhältnis zwischen Wohn- und Außenfläche
  • Große Außenflächen erfordern mehr Aufwand und Material für die Isolierung und Wärmedämmung

Für wen eignet sich der Bungalow?

Der Bungalow kann in verschiedensten Varianten errichtet werden. Als Massivhaus Bungalow ist er sehr wertstabil, aber die Bungalow Preise steigen.

Mittlerweile sind aber Bungalows mit bis zu 120 Quadratmeter Wohnfläche keine Seltenheit mehr, sie können sogar als Passivhaus errichtet werden. Dank moderner Bauweisen sind die Quadratmeterpreise im Vergleich zu anderen Bauformen dabei nicht überteuert.

Geeignet ist der Bungalow für verschiedene Personengruppen, dennoch werden als Zielgruppen vor allem folgende beschrieben:  

  • Familien mit kleinen Kindern – keine Unfallgefahr an Treppen
  • Senioren und Menschen mit Gehbehinderung – keine Barrieren in den eigenen vier Wänden
  • Gartenliebhaber – durch große Fensterfronten ist jederzeit der Blick in den Garten möglich

Einen Bungalow bauen und richtig planen

Wer einen Bungalow bauen will, sollte schon bei der Planung einige Dinge beachten. Mindestens die folgenden fünf Punkte sollten bei der Planung berücksichtigt werden:

  1. Die Form des Bungalows
  2. Der Grundriss
  3. Die Zimmer
  4. Barrierefreiheit beachten
  5. Luftraum unterm Dach ausnutzen

Der Bungalow kann als Rechteck, Quadrat, in L-Form oder sogar U-Form mit individuellem Innenhof gestaltet werden. Abhängig ist die Wahl der Form des Bungalows von den eigenen Platzansprüchen, dem individuellen Budget für den Hausbau und natürlich der Grundstücksgröße, die zur Verfügung steht.

Durch die Wahl eines Winkelbungalows allerdings lässt sich zusätzlicher Platz im Wohnraum schaffen, was ebenfalls zu bedenken ist. Ebenso wichtig wie die Form des Bungalows ist auch dessen Grundriss. Moderne Bungalows werden zum Teil loftartig gebaut. Ein sehr großzügig gestalteter Wohn- und Essbereich sorgt dafür, dass das Wohnen auf insgesamt kleinerer Fläche doch noch großzügig erscheint.

Glasflächen und Terrassen direkt davor lassen, sofern sie ausreichend groß dimensioniert sind, das Haus nicht nur heller werden, sondern auch optisch größer erscheinen. Auch wenn der Bungalow eher für eine Einzelperson oder ein Paar ohne Kinder geplant wird, kann ein drittes oder viertes Zimmer sinnvoll sein. Es kann als Arbeits- oder Hobbyraum dienen.

Sollte es im Alter nötig werden, lässt sich im zusätzlichen Zimmer bei Bedarf eine Pflegekraft unterbringen. Auch für den bereits erwachsenen Nachwuchs kann ein solches „Mehrzweckzimmer“ im Bungalow eine Schlafmöglichkeit bieten, wenn er einmal zu Besuch kommt. Auch wenn der Bungalow in jungen Jahren gebaut wird, sollte schon jetzt an die Barrierefreiheit gedacht werden.

Nach Möglichkeit sollten die Übergänge zwischen Hauseingang und Garten oder Terrasse und Haus stufenlos und ebenerdig erfolgen. Bei der Planung von Fenstern, Terrassen- und Hauseingangstüren sollte auf möglichst breite Ausführungen geachtet werden. So kann man im Alter auch noch mit dem Rollstuhl sein Haus befahren und erhält sich seine Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden länger.

Heute werden Bungalows häufig mit geneigten Dächern versehen. Je nach Neigungswinkel lässt sich so das Dachgeschoss zum Wohnraum ausbauen. Damit der Bungalow aber noch so heißen darf, muss man auf Kniestock und Geschosshöhe achten. Nur wenn lediglich ein Teilgeschoss entsteht, darf der Bungalow noch als solcher bezeichnet werden.

Bei sehr geringen Raumhöhen im Dachgeschoss ist es zudem eine Überlegung wert, den zusätzlich gewonnenen Luftraum den eigentlichen Wohnräumen zuzuschlagen. Sie fallen dadurch höher aus und wirken insgesamt großzügiger.

Winkelbungalow von ECO Systemhaus

Bungalow Preise: Damit muss man rechnen

Aufgrund der vielen Vorteile und der Möglichkeit, auch im Alter noch selbstbestimmt im Bungalow leben zu können, entscheiden sich mehr Bauherren dafür, diese Hausform zu wählen.

Sie möchten natürlich auch wissen, mit welchen Kosten sie rechnen müssen. Die Bungalow Preise sind insgesamt gar nicht so hoch, wie meist vermutet. So sind Bungalows teilweise schon ab 100.

000 Euro für den reinen Hausbau zu realisieren. Abhängig ist dies natürlich von verschiedenen Faktoren, darunter etwa  

  • Lage des Hauses
  • Ausstattung des Bungalows
  • Größe und Form des Bungalows
  • Bauweise (Massivhaus Bungalow vs. Fertighaus Bungalow)

  Während man in ländlichen Regionen einen Bungalow für etwa 100.000 Euro bauen kann, sollte man in Ballungsräumen mit wenigstens 120.000 Euro rechnen.

Hinzu kommen die Kosten für das Grundstück, das entsprechend groß ausfallen muss.

Gehen wir von folgendem Beispiel aus, ergeben sich die nachfolgend errechneten Gesamtkosten:   Bungalow soll in ländlicher Lage errichtet werden

Grundstückspreis/m²=50,00 Euro
Grundstücksfläche=2.000 m²
Grundstückspreis gesamt=100.000 Euro
Bungalowpreis=100.000 Euro
Gesamtpreis=200.000 Euro

Bungalow soll im Ballungsraum errichtet werden

Grundstückspreis/m²=150,00 Euro
Grundstücksfläche=1.000 m²
Grundstückspreis gesamt=150.000 Euro
Bungalowpreis=120.000 Euro
Gesamtpreis=270.000 Euro

Quellen:Wikipedia Bungalow

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Источник: https://www.massivhaus.de/bungalows

Diese Minihäuser sollen einfach auf Flachdächern abgesetzt werden

Höhenflug: Bauen auf dem Dach

Hauptsache Dach über dem Kopf: das Cabin Spacey bei Nacht. Die Wohnfläche beträgt rund 20 m2. Genug Platz jedenfalls für zwei Personen, finden die Architekten des Mini-Hauses.

Foto: Cabin Spacey

Die Dächer von Berlin üben eine ganz eigene Faszination aus – vor allem im Sommer sind sie beliebter Aufenthaltsort, um gemeinsam mit Freunden und dem einen oder anderen Getränk die Sonne zu genießen, in den Sternenhimmel zu blicken oder einfach für kurze Zeit dem Getümmel der Metropole zu entfliehen.

Jetzt kann man genau da sogar wohnen; jedenfalls, wenn es nach Andreas Rauch und Simon Becker geht. Die Berliner Architekten im besten Dachchill-Alter von 33 und 29 Jahren haben „Cabin Spacey“ entwickelt – eine Holzschachtel mit einer großen Fensterfront und bis zu 25 m2 Wohnfläche, die in ihrem Innern alles bietet, was der moderne Stadtmensch so braucht.

Bevorzugter Bauplatz für die Wohnkabinen: oben auf dem Dach, da wo in den überfüllten Großstädten noch Platz ist.

Funktionale und nachhaltige Konstruktion

Das Konzept ist einleuchtend, wenn man erst einmal darauf gekommen ist. Die kleinen Behausungen sind aus nachhaltigen Materialien – vor allem Holz und Glas – gefertigt und haben in der kleinsten Version eine Grundfläche von etwa 8 x 3,2 m.

Die Höhe beträgt 4 m: jede Menge Platz für ein Hochbett, von dem aus der Bewohner durch ein großes Dachfenster direkt in den Himmel blicken kann. Daneben sorgt eine Photovoltaik-Anlage mit einem leistungsfähigen Speicher im Sandwich-Boden für Strom.

Damit es im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht zu warm wird, gibt es eine Luft-Wärme-Pumpe.

So stellt sich Cabin Spacey die Inneneinrichtung des Mini-Hauses vor.

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Quelle: Cabin Spacey

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In den zwei Zimmern im „Erdgeschoss“ finden sich ein kleines Bad, Tisch, Stühle, ein Sofa und ähnliches – soweit wie möglich klappbar, damit nicht Benötigtes einfach verstaut werden kann. Apropos Staufläche: Die gibt es natürlich auch, wenngleich nicht gerade viel, und die Kochzeile erfüllt ebenfalls eher Alibi-Zwecke.

Zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Zielgruppe

Damit trifft das Architektenduo die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe, die sie als „digitale Nomaden“ bezeichnen. Single oder maximal zu zweit, ohne großen Hausstand, gegessen wird oft auswärts. So richtig lange bleiben diese Nomaden – daher der Name – auch nicht an einem Ort: Oft ziehen sie nach wenigen Monaten weiter, immer dahin, wohin der Job sie ruft.

Die Architekten Andreas Rauch (li.) und Simon Becker haben das Start-up „Cabin Spacey“ gegründet.

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Quelle: Cabin Spacey

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Wenn Rauch und Becker mit ihrem Modell Erfolg haben, wartet am Zielort schon das nächste Cabin Spacey auf sie, einfach gemietet per App und so genutzt wie Autos bei Carsharing. Natürlich kann man so ein Häuschen auch kaufen und bei Bedarf mitnehmen: Ab rund 50.000 Euro ist man dabei. Der Transport per Tieflader und der Anschluss am neuen Standort seien einfach, versprechen die Erfinder.

Vorschriften behindern den Höhenflug

So richtig neu ist der Gedanke, winzige Behausungen mit effektiv genutztem Platz anzubieten, übrigens nicht.

„Tiny House Movement“ heißt die aus den USA herübergeschwappte Bewegung, die bisher freie Nischen mit minimalistischen Wohnkonzepten nutzen will oder gleich in die Natur ausweicht.

Innovativ ist allerdings die Idee, das Wohnen im großen Stil aufs Dach zu verlegen – das gibt es bisher noch nicht.

Platz für die Mini-Häuser ist auf den Dächern der Großstädte vorhanden. 

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Quelle: Cabin Spacey

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Das hat auch einen Grund: Theoretisch ist es eine super Idee, freie Flächen auf Dächern zu nutzen, um die Wohnungsnot in Großstädten zu lindern. Praktisch stehen der Verwirklichung jede Menge Sicherheits- und andere Vorschriften im Weg.

So muss ein bewohntes Dach ein Geländer und einen zusätzlichen Fluchtweg haben, die Statik muss die zusätzlichen Wohneinheit aushalten können und die Besitzer des Hauses darunter müssen einverstanden sein – vor allem bei Eigentümergemeinschaften dürfte das spannend werden. Auch ein Blitzschutz wäre sinnvoll.

Und nicht zuletzt müssen die Wasserver- und -entsorgung sowie die Abfallbeseitigung geklärt werden. Die Installation eines ebenfalls notwendigen Briefkastens klingt dagegen vergleichsweise simpel.

Es gibt bereits Interessenten

Genau wegen solcher Fragen konnten Andreas Rauch und Simon Becker ihr Cabin Spacey Modell Null – auch Prototyp genannt – bisher noch nicht bauen, obwohl das Kapital zumindest für die Außenhülle per Crowdfunding inzwischen zusammengekommen ist. Mit im Boot sind Firmen, die einzelne Bauteile spenden, und sogar eine, die das Häuschen zusammenbauen würde.

Die Jungunternehmer sind dennoch zuversichtlich – bis Ende des Jahres soll das erste Haus stehen. Vielleicht auf dem obersten Deck des Parkhauses in Kreuzberg, dessen Betreiber Interesse angemeldet hat. Die ersten Übernachtungen sind bereits vergeben: an Crowdfunder, die auf der Plattform Indiegogo in das Projekt investiert haben. 

Auf dem abgerundeten Dach des Ecocapsule befinden sich Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 2,6 Quadratmeter, die 600 Watt an Stromertrag liefern. Das reicht aus, um über den einsamen Eremiten-Tag zu kommen.

Quelle: Nice Architects

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Architekten aus der Slowakei haben eine andere platzsparende Wohnlösung gefunden, die aussieht wie ein Überraschungsei, sich Ecocapsule nennt und als autarkes mobiles Mini-Haus der Zukunft hier näher vorgestellt wird. 

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Источник: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/architektur/diese-minihaeuser-einfach-flachdaechern-abgesetzt/

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