Höhle der Löwen Produkte: Welche Ideen für Haus und Garten haben sich durchgesetzt?

Die Höhle der Löwen-Produkte: Das sind die 10 bekanntesten

Höhle der Löwen Produkte: Welche Ideen für Haus und Garten haben sich durchgesetzt?

Das Ziel von Pony Puffin ist, dass man innerhalb kürzester Zeit einen perfekt sitzenden und voluminösen Pferdeschwanz zaubern kann. Denn der Gummi-Stöpsel, der frei von Latex und tierischen Inhaltsstoffen ist, wird mit in den Zopf eingebunden und lässt den Pferdeschwanz somit dicker wirken.

Die Frisurenhilfe wurde von den Gründern Elena und Julian Musiol entwickelt und gilt als eines der bekanntesten Höhle der Löwen-Produkte. Durch die Zusammenarbeit mit Löwin Judith Williams wurde Pony Puffin zum Erfolg und kann mittlerweile in fast jeder Drogerie erworben werden.

Darüber hinaus soll das Produkt auch auf dem ausländischen Markt angeboten werden.

Ankerkraut

Die qualitativ hochwertigen Gewürzmischungen von Ankerkraut wurden von Anne und Stefan Lemcke entwickelt und 2016 den Investoren der Höhle der Löwen vorgestellt.

Das Ehepaar entwickelte verschiedene Gewürzmischungen aus reinen Naturprodukten ohne Geschmacksverstärker oder Aromastoffe.

Diese Idee begeisterte die Investoren so sehr, dass die Hamburger mit der Investition von Löwe Frank Thelen mittlerweile nun Millionen von Euro Umsatz machen können. Daher gehört Ankerkraut verdient zu den bekanntesten Höhle der Löwen-Produkte.

Veluvia

Mit den Kapseln zur Nahrungsergänzung will Gründer Jörn-Marc Vogler einen Deal mit den Löwen abwickeln. 2017 stellte er seine Veluvia Green Kapseln den Investoren vor und überzeugt mit den enthaltenden Vitaminen und Mineralstoffen.

Die Einnahme einer Kapsel täglich kann eine Tagesportion an Obst und Gemüse ersetzen, sodass das Superfood-Produkt ausreichend Energie am Tag bietet. An das Potenzial der kleinen Kapseln glaubten auch direkt zwei der Löwen und investierten in das Unternehmen.

Und das Produkt kam bei den Zuschauern so gut an, dass Veluvia ebenfalls zu den bekanntesten Höhle der Löwen-Produkten zählt und vom Teleshopping Kanal Channel21 komplett aufgekauft wurde.

Morotai

Die Sportkleidungs-Marke Morotai überzeugte mit einem zeitlosen, sportlichen und funktionalen Design, welche mittlerweile in vielen Sportartikelgeschäften zu finden ist. Der Gründer Rafy Ahmed pitchte seine Geschäftsidee 2017 vor den Löwen und das mit großem Erfolg.

Dagmar Wöhrl investierte in Ahmeds Idee und ebnete damit den Weg zum Erfolg. Besonders gut kommen vor allem die kleinen und zusätzlichen Taschen für Smartphones oder Ähnliches bei den Kunden an, wodurch Morotai immer noch zu den bekanntesten Höhle der Löwen-Produkten zählt.

Quelle: Pressefoto MorotaiMorotai setzt auf ein sportliches Design und verschiedene Produktideen.

Happybrush

Mit der Schall-Zahnbürste Happybrush traten die Gründer Florian Kiener und Stefan Walter vor die Investoren und stellten ihre raffinierte Schall-Technologie vor.

Diese ermöglicht mit individuellen Reinigungsprogrammen eine effektivere und gründlichere Reinigung der Zähne und überzeugte mit leistungsstarken Akkus, als auch qualitativ hochwertigen Borsten.

So investierten zwei der Löwen in Happybrush und ermöglichten damit den Erfolg des jungen Unternehmens. Die Zahnbürste verkaufte sich ausgezeichnet und wurde sogar von Stiftungwarentest für „sehr gut“ befunden.

Quelle: TVNOW / Bernd-Michael MaurerFlorian Kiener und Stefan Walter aus München präsentieren die Elektrische Zahnbürste „HappyBrush“. Quelle: Puffin Beauty Quelle: Pressefoto Morotai Quelle: TVNOW / Bernd-Michael Maurer Quelle: Pressefoto DS-Produkte Quelle: Pressefoto DS-Produkte Quelle: Pressefoto Koawach Quelle: Pressefoto Calligraphy Cut

ProtectPax

Die Gründer von ProtectPax, einem flüssigem Displayschutz, traten 2017 vor die Investoren in der Fernsehsendung und konnten besonders Ralf Dümmel für eine Investition in ihr Unternehmen überzeugen.

Denn Anthony Filipiak und Pascal Buchen entwickelten in einem Labor die flüssige Beschichtung für Smartphones, weil bisherige Displayschutzfolien oftmals nervige Blasenbildungen nicht vermeiden konnten. Dass diese Erfindung den Markt revolutionieren würde, erkannte Dümmel sofort und verhalf den beiden zum Erfolg.

Bis heute verkauft sich ProtectPax gut und gehört zu den zehn bekanntesten Höhle der Löwen-Produkten aus der TV-Sendung.

Quelle: Pressefoto DS-ProdukteRalf Dümmel investierte 150.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an „ProtectPax“.

Smart Sleep

Begeisterten Anklang fand auch das Produkt Smart Sleep von Gründer Dr. Markus Dworak. Dieses vereint die vom Körper benötigten Inhaltsstoffe für einen ausgewogenen Schlaf und ermöglicht die Aufnahme der Stoffe als Trinkampulle oder Kautablette.

Denn die Nähstoffkombination ist frei von Nebenwirkungen und ermöglicht neben einer erholsamen Nacht auch einen aktiven Tag. Da viele Menschen an Schlafstörungen leiden, überzeugte diese Idee ebenfalls die Löwen.

So konnte Smart Sleep mit einer Investition in Millionenhöhe erfolgreich durchstarten.

ArtNight

Mit der ArtNight wollten die Berliner Gründer Aimie-Sarah Carstensen und David Neisinger Workshops veranstalten, bei denen die Kunden in Bars und Restaurants unter der Anleitung der Künstler ihr eigenes Kunstwerk gestalten können.

Und diese Vision gelang den jungen Gründern auch. Bis heute zählt ArtNight zu den erfolgreichsten Höhle der Löwen-Produkten. Das erkannten auch die Löwen 2017, sodass die beiden Berliner gleich zwei Angebote bekamen.

Am Ende entschieden sich beide für Georg Kofler.

Quelle: ArtNightDas Konzept „ArtNight“ gehört heute noch immer zu den bekanntesten Höhle der Löwen-Produkte seit Beginn der Sendung.

Koawach

Der Koffein-Kakao Koawach zählt zu den bekanntesten Produkten der ersten Stunde. Denn 2015 wagten sich die Gründer der Trinkschokolade in die Höhle der Löwen und stellten ihr Produkt vor.

Das Fairtrade-Bio-Pulver ist vegan und besteht aus Kakao und Guarana, welches in Lateinamerika hergestellt wird. Damit wollten die Berliner Unternehmer eine Alternative zu Kaffee und Energy-Drinks bieten. Jochen Schweizer konnte überzeugt werden und investierte in das Startup.

Bis heute kann Koawach hohen Umsatz verzeichnen und gilt als eines der bekanntesten Höhle der Löwen-Produkte.

Quelle: Pressefoto KoawachKoawach soll eine Alternative zu Kaffee und Energy-Drinks sein.

Calligraphy Cut

Das Friseur-Messer Calligraphy Cut wurde von Friseur Frank Brormann entwickelt und ermöglicht eine besondere Haarschneidetechnik. Denn mit diesem Instrument gelingt es Friseuren, einen Haarschnitt noch glänzender und voluminöser zu gestalten.

Durch seine überzeugende Präsentation gelang es dem Gründer von Calligraphy Cut gleich zwei Investoren für sich zu gewinnen. Somit willigte Brormann in einen Deal mit Frank Thelen und Judith Williams ein und startete seinen Erfolgsweg.

Sein Friseur-Messer gehört seitdem zu den erfolgreichsten Geschäftsideen und reiht sich in die Top 10 der bekanntesten Höhle der Löwen-Produkte ein.

Quelle: Pressefoto Calligraphy CutDas Friseur-Messer von Calligraphy Cut soll für besonderes Volumen sorgen.

5 erfolgreiche Die Höhle der Löwen-Produkte aus 2020

Um ebenso einen Blick auf die jüngsten Produkte der beliebten Fernsehsendung zu werfen, werden im folgenden fünf erfolgreiche Erfindungen und Geschäftsideen aus der Frühjahrs-Staffel 2020 vorgestellt.

ROSTdelete

Ohne lästiges Schrubben lassen sich mit der Anti-Rost-Paste „ROSTdelete“ rostige Stellen bearbeiten. Der Gründer und gelernter Automechaniker Robert Lemkuhl entwickelte einen Metallentroster aus natürlichen Inhaltsstoffen und möchte bei DHDL 20 Prozent seiner Firmenanteile für 100.

000 Euro abgeben. Ralf Dümmel ist nach einem kurzen Pitch direkt begeistert. Für 30 Prozent der Anteile schließt er am Ende den Deal ab und wird das Produkt zukünftig mit seiner Firma DS-Produkte anbieten. Daher gehört ROSTdelete zu den erfolgreichen Die Höhle der Löwen-Produkte 2020.

Quelle: Bernd Michael Maurer/TVNOWInvestor Ralf Dümmel favorisiert schon immer praktische Produkte bei Die Höhle der Löwen.

flexylot

Gründer Alexander Schophoff hat mit flexylot ein innovatives Aufhängesystem für Bilder erfunden. Das Besondere an dem System: Statt wie bisher, wird erst das Loch gebohrt und dann das Bild ausgerichtet.

Dabei helfen kleine Metallstücke, die sich in acht verschiedene Richtungen verstellen lassen. Ralf Dümmel ist begeistert vom Produkt und bietet dem Gründer 125.

000€ für 30% der Anteile an, worauf Schophoff den Deal eingeht.

Lazy Leaf

Ein weiteres Produkt, das zu den erfolgreichen Die Höhle der Löwen-Produkte aus 2020 zählt, ist Lazy Leaf. Georg Pröpper hat für alle verzweifelten Pflanzenfans nun den Blumentopf Lazy Leaf erfunden. Dieser wird einmal mit Wasser aufgefüllt und kann dann anhand von Sensoren kleine Mengen Wasser abgeben.

Sechs Jahre hat er für seine Gründung gespart und setzt jetzt alles auf eine Karte. Alle Investoren und vor allem Ralf Dümmel sind direkt begeistert. Denn dieser offeriert auch gleich ein unschlagbares Angebot. Lazy Leaf erhält 150.000 Euro für 20 Prozent und kann in Zukunft allen Pflanzenbesitzern weiterhelfen.

carryyygum

Der Gründer Carl Heinze entwickelte mit carryyygum einen flexiblen Gepäckträger. Dieser lässt sich einfach am Fahrradlenker anbringen, sodass sich auch dort sicher Gepäckstück transportieren lassen.

Egal welches Gepäck, mit carryyygum lassen sich viele Gegenstände bequem transportieren. Für ein Investment von 150.000 Euro bot er 20 Prozent der Firmenanteile an und konnte damit Ralf Dümmel als Investor gewinnen.

Somit verließ Carl Heinze mit einem erfolgreichen Deal die DHDL-Arena.

Gentle Monkeys

Die beiden Gründer Gerhard Pletschacher und Dustin Weidenhiller bieten mit GentleMonkeys eine einfache und schonende Möglichkeit zur Fahrzeugreinigung.

Denn mit den extra großen Nasstüchern können Autos, Motorräder und Fahrräder jeglicher Ausführung ganz ohne Wasser gesäubert, poliert und versiegelt werden. Die Münchner Autoliebhaber Pletschacher und Weidenhiller wenden sich in Folge 5 an die Unternehmer und bieten 150.

000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Am Ende gehen die Gründer einen Deal mit Investor Ralf Dümmel ein.

Quelle: TVNOW / Bernd-Michael MaurerDustin Weidenhiller und Gerhard Pletschacher aus Unterföhring präsentieren mit „GentleMonkeys“ Multifunktions-Nasstücher für Fahrzeuge. Quelle: N26 Quelle: Tourlane.de Quelle: Personio

Источник: https://www.gruender.de/startups/die-hoehle-der-loewen-produkte/

Vom Hauptschüler zum Ramsch-Millionär – das bewegte Leben des DHDL-Stars Ralf Dümmel

Höhle der Löwen Produkte: Welche Ideen für Haus und Garten haben sich durchgesetzt?
Zurückgegelte Haare und Einstecktuch fehlen bei Ralf Dümmel nur selten. Caroline Seidel/picture alliance via Getty Images

1966 in Bad Segeberg geboren, entdeckt Ralf Dümmel schnell seine Leidenschaft – und sein Talent – für den An- und Verkauf von Waren.

Nach der Ausbildung bei Möbel Kraft folgt die steile Karriere beim Aktionswaren-Händler DS Produkte – in zwölf Jahren steigt er vom Verkaufsassistent zum Geschäftsführer auf.

Seit 2016 ist Dümmel als „Die Höhle der Löwen“-Investor tätig und mauserte sich dank seiner Risikobereitschaft schnell zum Publikumsliebling: Er investierte in 85 Startups und unterstützte über 150 Gründer.

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„Ich wollte nie Unternehmer werden“, sagt Ralf Dümmel, heute einer der erfolgreichsten Geschäftsleute des Landes, kürzlich in der „NDR Talk Show„. Eigentlich wollte der mittlerweile 53-Jährige immer bei Möbel Kraft arbeiten. Der Möbelhändler hat seinen Hauptsitz in Bad Segeberg, der Heimatstadt Dümmels.

In seiner Kindheit verbrachte er so viel Zeit in dem Großmarkt, dass er dachte, der Laden gehöre seiner Familie. Weil er auf die Hauptschule ging und Bad Segeberg Anfang der 80er Jahre bis auf das Möbelhaus nicht besonders viel zu bieten hatte, bewarb Dümmel sich auch nur dort – zunächst jedoch ohne Erfolg.

„Wir nehmen keine Hauptschüler“, sagte der damalige Personalchef Bernd Schindzielorz, wie Dümmel sich in der „NDR Talk Show“ erinnert. Beeindrucken kann Dümmel ihn aber trotzdem.

Auch, weil er seine Bewerbung nicht in den Briefkasten wirft, sondern sie persönlich abliefert und das Gespräch mit Schindzielorz sucht.

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35 Minuten sprechen die beiden miteinander, daraufhin unterbreitet Schindzielorz Dümmel ein Angebot: Wenn er einen Realschulabschluss nachweisen kann, darf er die Ausbildung bei Möbel Kraft beginnen.

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Ein Jahr später fängt der damals 16-Jährige beim Möbelhaus an, kauft sich bei C&A mit seinen Eltern vier Anzüge und drei Krawatten und entdeckt gleich zwei Leidenschaften, die er ein Leben lang behalten sollte – sowohl für den Verkauf von Waren, als auch für das Tragen gediegener Kleidung.

Ralf Dümmel: Ein Löwe im Dreiteiler

Heute kennen die meisten ihn als den sympathischen Investor der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“, dessen Einstecktücher stets farblich auf seine Socken abgestimmt sind. Die Krawatte hat er mittlerweile an den Nagel gehängt.

Irgendjemand habe ihm einmal erzählt, dass Tücher in der Sakkotasche den Binder um den Hals erübrigen würden, seitdem setzt er auf das Kavalierstuch. Dreiteiler und Lackschuhe dürfen bei seinen TV-Auftritten auch nicht fehlen, ebenso wenig die etwas zu weiß gebleichten Zähne, mit denen er als „Löwe“ in die Kameras grinst.

Doch bis er das Angebot des Privat-TV-Senders Vox erhält, dass ihn ab 2016 der breiten Öffentlichkeit präsentiert, sollen noch Jahre vergehen.

Bereits ein Jahr nach der abgeschlossenen Ausbildung gibt Dümmel den Job bei Möbel Kraft auf. Dem An- und Verkauf von Waren bleibt er trotzdem treu. Wirklich erfolgreich wird er damit ab dem Jahr 1988, als der damals 22-Jährige als Verkaufsassistent beim Handelsunternehmen DS Produkte einsteigt.

Acht Jahre später wird er Gesellschafter des Unternehmens, wiederum vier Jahre später übernimmt er die Geschäftsleitung.

Unter Dümmels Führung wächst die GmbH vom eher provinziellen Händler zur international tätigen Handelsgesellschaft an, betreibt Büros in Hongkong und Polen und beschäftigt über 400 Angestellte.

Die Produktpalette des Familienunternehmens ist riesig. Von Garten-, Fitness und Küchengeräten über Haushaltsprodukte, Klamotten, Wellness- und Fanartikel vertreibt DS Produkte eigenen Angaben zufolge über 4.000 Produkte aus allen Sparten.

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Sie sind günstig und tragen Markennamen wie „Maxx“, „Beem“ und „Air Up“. Damit beliefert DS Produkte sowohl Shopping-TV-Sender als auch Discounter, Einzelhändler und Onlineshops.

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Eine Produkt- und Vertriebsvielfalt, die Dümmel auch in seiner Rolle als „DHDL“-Juror zugutekommt.

Höhle-der-Löwen-Spitzenreiter Dümmel & Kritik am Format

Ralf Dümmel mit seinen Co-„Löwen“ aus Staffel 7 (2019).

Christian Charisius/picture alliance via Getty Images

Als Investor der „Höhle der Löwen“ hat er bereits einen „knapp zweistelligen Millionenbetrag“ in die Ideen der Gründer gesteckt, die sich Woche für Woche dem strengen Urteil der Jury stellen.

Mit über 150 unterstützten Gründern und 85 Startups steht Dümmel damit an der Spitze der „Löwen“, hat viele der Produkte mittlerweile in das Portfolio seines Unternehmens aufgenommen.

Meistens sei das auch erfolgreich, mitunter gebe es jedoch auch Ideen und Produkte, die sich im Anschluss an die Deals nicht verkaufen ließen.

Außerdem steht immer wieder die Kritik im Raum, dass es sich bei einer Vielzahl der Produkte, die bei „Die Höhle der Löwen“ angepriesen werden, um nur unzureichend geprüfte Artikel handele.

Das Format würde eher einem Homeshopping-Format als einer Gründer-Dokumentation gleichen, weil die Produkte zum einen nicht das halten würden, was sie versprechen und weil sie zum anderen direkt am Folgetag oft schon bei Discountern wie Lidl und Aldi zum Verkauf stünden.

Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen prangert deshalb an, dass nicht „Dauerwerbesendung“ über der Sendung stehe, obwohl das Format den Sendungen von QVC und HSE24 ähnele, wie die „Augsburger Allgemeine“ schreibt.

Mit seinem Unternehmen DS Produkte ist Dümmel besonders an diesen eher günstigen Produkten interessiert.

Gegenüber dem „Spiegel“ formuliert er das 2019 wie folgt: „Unsere Firmenstruktur ermöglicht es uns, dass wir gute Kontakte zu großen Konzernen haben und Produkte in 20.000 Filialen in Deutschland bringen können.

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Auch deshalb sei er in seiner Rolle des „Löwen“ besonders an den Ideen der Gründer interessiert, die sich im Massenmarkt durchsetzen könnten.

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Die Startups und Gründer, die sich die Gunst des Schleswig-Holsteiner sichern, können dann auf Dümmel zählen, meint er: „Jeder Gründer hat meine Telefonnummer, und ich bin jederzeit erreichbar“.

Trotz seiner Millionen – das Portal „Vermoegen.org“ schätzt sein Privatvermögen auf 20 Millionen Euro – zieht sich der Unternehmer nicht in seinen Elfenbeinturm zurück, sondern präsentiert seine Emotionen frei vor den Augen der Millionen von Fernsehzuschauern. Die aktuelle Folge vom 28. September schauten laut „Quotenmeter“ 2,4 Millionen Menschen.

Dümmel versucht gegenüber den Kameras weder die Freude über eingetütete Geschäfte, noch den Frust über geplatzte Deals zu verstecken. Manchmal schnappt ihm ein anderer Investor eine Idee weg – seine Wut und Enttäuschung darüber sei nicht gespielt, meint er. „Das ist ein Wettbewerb, und ich kann nicht gut verlieren. Vielleicht muss ich das noch lernen.

Seit dem 31. August läuft die mittlerweile achte Staffel der erfolgreichen Sendung, seit der dritten Staffel ist Dümmel dabei. In den zwölf Folgen, die immer montags zur Prime Time auf Vox zu sehen sind, wird Dümmel auch in diesem Jahr wieder hohe Investitionen tätigen.

Und auch in der neuen Staffel nimmt er wieder Platz neben Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Dagmar Wöhrl. Die werden ihrerseits versuchen, Dümmel nicht alle guten Ideen zu überlassen.

Doch ein neuer Mitstreiter könnte ein größeres Problem für den Bad Segeberger darstellen.

Denn neben den etablierten „Löwen“ ist in diesem Jahr der Ex-Rennfahrer Nico Rosberg zum ersten Mal mit dabei und wirbt um die Gunst der Gründer. Ob der verlieren kann, muss sich noch zeigen. Wettbewerbe ist der ehemalige Formel-1-Weltmeister jedenfalls gewohnt.

Источник: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/dhdl-ralf-duemmel-vom-hauptschueler-zum-ramsch-millionaer/

Nagellack-Gründerin begeistert alle Löwen – doch nach der Sendung platzte der Superdeal

Höhle der Löwen Produkte: Welche Ideen für Haus und Garten haben sich durchgesetzt?
von Daniel Bakir 31.08.2020, 23:10 Uhr

Das gab's noch nie in der „Höhle der Löwen“: Das Nagellack-Startup „gitti“ erhält von den Investoren fünf konkurrierende Angebote – und steht nun doch ohne Deal da. Denn nach der Sendung sagte Judith Williams ab.

„Die Höhle der Löwen“ ist zurück – und der Konkurrenzkampf zwischen den TV-Investoren der Gründershow ist härter denn je.

Gleich in der ersten Folge der neuen Staffel kommt es zu einem besonderen Showdown: Das Nagellack-Startup „gitti“ überzeugt derart, dass alle anwesenden Löwen ein konkurrierendes Angebot abgeben.

„Das gab's noch nie, dass alle fünf Löwen bieten“, ruft Carsten Maschmeyer, der sich von Nebenlöwin Judith Williams sogar selbst einen Finger lackieren lässt, um sich vom Produkt zu überzeugen.

Dabei ist das Investment nicht gerade günstig: 300.000 Euro für gerade einmal acht Prozent ihrer Firma möchte Gründerin Jennifer Baum-Minkus haben.

Sie hat einen veganen, tierversuchsfreien Nagellack entwickelt, der nicht nach Chemie stinkt und auf sonst übliche gesundheitsschädliche Stoffe verzichtet.

Dementsprechend heißt das Produkt offiziell auch nicht mehr Nagellack, sondern „Nagelfarbe“.

Das begeistert sogar die Herren in der Investorenriege. „Sie sind ein absoluter Gründertraum“, lobt Maschmeyer. „Ich sehe eine Weltmarke“, lehnt sich Georg Kofler aus dem Fenster.

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Auch Ralf Dümmel, Judith Williams und Dagmar Wöhrl sind bereit, ihr das Geld zu den angebotenen Konditionen zu geben, sodass die 35-jährige Gründerin die Qual der Wahl hat.

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Den Zuschlag erhält schließlich Kosmetikexpertin Williams – Dagmar Wöhrl darf als Juniorpartnerin mit 50.000 Euro auch noch einsteigen.

Nagellack-Deal platzte nach der Sendung

Soweit der spektakuläre Deal in der Sendung. Doch wie der stern erfuhr, kam das Geschäft im Nachgang nicht zustande.

„Nach regem Austausch mit Judith Williams ist dieser Deal mit ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande gekommen.

Aus diesem Grund ist dann leider auch der Gesamtdeal, bei dem auch Dagmar Wöhrl beteiligt gewesen wäre, nicht umgesetzt worden“, erklärt Gründerin Baum-Minkus.

Während sie selbst zu den Gründen schweigt, verrät Williams, dass die Gründerin nachverhandeln wollte: „Nach unserem Deal vor der Kamera wollte die Gründerin Jenni Baum-Minkus bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen. Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden“, sagt Williams zum stern. Die Gründerin ist offenbar überzeugt, auch ohne Löwenpower groß rauszukommen.

Nico Rosberg fetzt sich mit Nils Glagau

Neu dabei als Investor ist Nico Rosberg, der den Löwen-Stuhl von Frank Thelen geerbt hat. Der große Kampf um den Nagellack findet zwar ohne ihn statt (bei sieben Löwen für fünf Stühle pausieren immer zwei), doch auch er darf in der ersten Folge seinen Wettkampfcharakter zeigen.

Mit Nils Glagau liefert sich Rosberg ein verbales Tauziehen um ein Startup für Fußballschuh-Schraubstollen, wobei sich der Eindruck aufdrängt, dass es den Löwen weniger um den Deal an sich geht, als darum den anderen Löwen zu schlagen. „Mein Paket ist das Gewinnerpaket“, sagt Glagau. „Ich kann euch mehr bieten als der Nils“, sagt Rosberg.

Am Ende entscheiden sich die Gründer von Grpstar für Glagau, was Rosberg spontane Kopfschmerzen verursacht.

Der Ex-Formel-1-Weltmeister interessiert sich als Investor vor allem für Nachhaltigkeit und Elektromobilität, weshalb die Gründer von ChargeX, einer smarten Mehrfachsteckdose für E-Autos, auf einen Deal hoffen. Doch das geforderte Investment von einer Million schreckt letztlich selbst den forschen Rennfahrer ab, sodass man auf den ersten Löwen-Deal von Rosberg noch warten muss.

Handyhalterung für Dümmel

Ralf Dümmel hat derweil wieder etwas Passendes für seinen Gemischtwarenladen gefunden: Flapgrip, eine Handyhalterung für jede Lebenslage (der stern hat sie getestet) – ob man nun instagramtaugliche Fotos schießen oder nur Autofahren, videotelefonieren oder Filme schauen will. Dass solch todsichere Verkaufsschlager für die Aktionstische im Einzelhandel eigentlich immer bei Dümmel landen, treibt den ein oder anderen Mitlöwen in die Verzweiflung.

Nils Glagau probiert es vergeblich mit einem Überfallangebot, das die Flapgrip-Gründer annehmen sollen, bevor Dümmel sich zu Wort meldet – andernfalls verfällt es.

Und Dagmar Wöhrl, die am Produkt eigentlich Interesse hätte, gibt erst gar kein Angebot ab, sondern beschwert sich bitterlich, dass einer der Gründer immer nur zu Dümmel rüberschielt und nicht auch mal ihr in die Augen schaut. „Ich kann mit sowas nicht arbeiten“, entfährt es ihr.

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Источник: https://www.stern.de/wirtschaft/die-hoehle-der-loewen/hoehle-der-loewen--nagellack-gruenderin-begeistert-alle-loewen---doch-nach-der-sendung-platzte-der-deal-9397476.html

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