Holzfassaden für ein natürliches, harmonisches Wohnerlebnis

Die natürliche Vergrauung von Holzfassaden

Holzfassaden für ein natürliches, harmonisches Wohnerlebnis

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, der einem kontinuierlichen Alterungs- und Veränderungsprozess ausgesetzt ist.

Wird Holz für den Bau einer Fassade eingesetzt, ist im Laufe der Zeit eine Graufärbung der Oberfläche sichtbar.

Diese Graufärbung wird durch die Verwitterung des Holzes verursacht und hängt in hohem Maße von der Ausrichtung der Fassade und der Intensität von Sonneneinstrahlung und Witterung ab.

Die Vergrauung von Holzfassaden ist eine strukturelle und optische Veränderung, die bei naturbelassenen Bauweisen nicht vermeidbar ist – entsprechend hoch ist die gesellschaftliche Akzeptanz für das Phänomen.

Die Qualität der Vergrauung kann derweil in hohem Maße beeinflusst werden, um einen harmonischen optischen Gesamteindruck zu erreichen.

Im Folgenden erläutern wir daher die wichtigsten Einflussfaktoren, die die Vergrauung von Holzfassaden prägen.

Einflussfaktoren auf die Vergrauung der Oberfläche

Kenntnisse über die Einflussfaktoren auf den Verwitterungsprozess bei Holzfassaden erlauben es uns, einen gezielten, optisch ansprechenden Vergrauungseffekt zu erreichen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Verwitterungsprozess bereits kurz nach der Fertigstellung der Fassade einsetzt. Maßgeblich für diesen Prozess sind die Einwirkungen von

  • Sonneneinstrahlung
  • Regen
  • Kondensat

Die witterungsgeprägte Vergrauung der Holzfassade lässt sich in der Praxis leicht daran erkennen, dass geschützte Bereiche (etwa unter Vordächern oder Balkonen) lediglich nachdunkeln. Eine Vergrauung ist in diesen Bereichen auch nach mehreren Jahren nicht festzustellen.

Das Maß der Vergrauung hängt darüber hinaus auch noch von den folgenden Einflussfaktoren ab:

  • Art des Holzes und des Einschnittes (Auau der Jahrringe)
  • Verlegerichtung (horizontal oder vertikal)
  • Relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung
  • Klimatische Bedingungen des Standorts
  • Konstruktive Gestaltungsmerkmale (Vorsprünge, Balkone, Fenster, Auskragungen)

Lebensdauer, Unterhalt und Pflege von Holzfassaden

Die Vergrauung der Holzfassade ist aus wissenschaftlicher Sicht mit dem Abbau von Lignin zu erklären. Bei Lignin handelt es sich um feste Biopolymere, die in die pflanzliche Zellwand eingelagert sind.

Der Substanzverlust beim Abbau von Lignin an einer Holzfassade beträgt je nach Intensität der Witterung zwischen 0,05 und 0,1 mm pro Jahr – selbst nach 30 Jahren wird die Stärke des Holzbretts daher maximal um 3 mm reduziert.

Die Lebensdauer wird durch den Substanzverlust selbst daher nicht beeinträchtigt.

Gravierender ist hier das Risiko der Rissbildung: Gerade bei sehr breiten Brettern kann eindringende und schlecht austrocknende Feuchtigkeit zu einem übermäßigen Schwinden führen. Grundsätzlich sollte die Lebensdauer einer Holzfassade aber bei mindestens 30 Jahren liegen.

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Was den Unterhalt und die Pflege der Holzfassade angeht, ist der Aufwand bei naturbelassenen, unbehandelten Fassaden sehr gering.

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Da die Vergrauung geplant und akzeptiert ist, ist im besten Fall gar keine Pflege erforderlich. Eine regelmäßige Reinigung der Fassade ist durchaus möglich, um Schmutz zu entfernen.

Im Wesentlichen wird die Optik der Fassade aber durch die konstruktive Auslegung durch den Planer geprägt.

Übrigens: Schimmel und Algen können bei einer Holzfassade dazu führen, dass das Holz nicht vergraut, sondern Schwarz wird. Dies ist vor allem bei sehr weichen, stark saugenden Hölzern sowie auch bei einer hohen Einbaufeuchte, einer hohen Schlagregenbelastung und fehlender Austrocknung der Fall.

So erreichen Sie eine optisch ansprechende Vergrauung

Um eine harmonische, gleichmäßige Vergrauung der Holzfassade zu erreichen, sind die folgenden konstruktiven Regeln wichtig:

  • Vertikale Verlegeart: Durch den gleichmäßigen, schnellen Ablauf von Wasser vergrauen vertikal verlegte Fassaden sehr viel gleichmäßiger als horizontale. Zudem fällt auch die Verschmutzung geringer aus.
  • Gehobelte Bretter: Bei gehobelten Brettern fällt die Vergrauung erfahrungsgemäß gleichmäßiger als bei ungehobelten aus. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Widerstand für den Wasserablauf geringer ist.
  • Vorsprünge und Überstände: Dachüberstände, Vorsprünge, Rücksprünge, Auskragungen und Fenster führen zwangsläufig zu einer unregelmäßigen Vergrauung. In der Praxis gelingt es selten, auf diese gestalterischen Elemente zu verzichten.

In der Praxis zeigt sich, dass eine rundum gleichmäßige, ansprechende Vergrauung von Holzfassaden nicht zu erreichen ist. So führt allein die Ausrichtung der Fassadenseite (Nord, Ost, Süd, West) zu einer unterschiedlichen Beanspruchung durch Sonneneinstrahlung und Witterung.

Übergangsstellen – in der Praxis kaum zu verhindern

Als Übergangsstellen werden die Zonen bezeichnet, die zwischen den bewitterten und unbewitterten Bereichen der Fassade liegen. Bei Dachüberständen oder Vordächern sind Übergangsstellen nach einigen Jahren immer zu beobachten, auch bei Fensterbänken oder sogar bei profilierten Schalungen zeigt sich dieses Phänomen.

Übergangsstellen beeinträchtigen die Optik der Holzfassade in einem hohen Maße, da sie direkt ins Auge fallen und einen unruhigen Gesamteindruck erzeugen.

Grundsätzlich sind vertikal verlegte Bretter vorteilhaft, damit unerwünschte Laufspuren zwischen geschützten und nicht geschützten Bereichen vermieden werden.

Zudem ist darauf zu achten, dass Spritzwasser am Boden oder an Vorsprüngen vermieden wird.

Источник: https://www.lohnlackierung-lippe.de/wissen/holzfassaden/die-natuerliche-vergrauung-von-holzfassaden/

Holzfassaden als Gesicht des Holzhauses

Holzfassaden für ein natürliches, harmonisches Wohnerlebnis

Die Fassade ist das Gesicht eines Bauwerks und ein wichtiger Bestandteil der architektonischen Aussage. Der Begriff stammt vom lateinischen Begriff „facies“ ab, der ebenfalls Gesicht oder Angesicht bedeutet.

Als repräsentativer Teil des Gebäudes prägt der Stil der Fassade das Erscheinungsbild und bestimmt den Charakter eines Hauses entscheidend mit. Gerade bei einem Holzhaus bietet die Fassadengestaltung mit Holz die Möglichkeit, das Innenleben des Gebäudes widerzuspiegeln.

Gleichwohl kann die Fassade eines Holzhauses auch in Putz, Klinker, Holz-Putz-Kombinationen ausgeführt werden oder mit Faserzementplatten oder Fassadenplatten verkleidet werden.

Fassaden aus Holz

Holzfassaden liegen im Trend. Sie wirken optisch modern und natürlich, darüber hinaus sorgen Holzfassaden für ein klares und ausdrucksstarkes architektonisches Statement für Nachhaltigkeit.

Das ökologische Baumaterial schützt nicht nur das Klima, es besitzt auch eine lange Lebensdauer und bietet als Außenhülle viele Gestaltungsoptionen. Das Aussehen einer Holzfassade hängt ebenso von der gewählten Holzart wie von der Montageart ab.

Außerdem hat die Wahl der Oberflächenbehandlung Einfluss auf den Look der Fassade. Je nach Geschmack können Fassadenhölzer waagerecht (horizontal) oder senkrecht (vertikal) montiert werden, aber auch schräge Fassadenprofile aus Holz sind nicht ausgeschlossen.

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Die optischen Effekte ähneln der alten Modeweisheit aus der Textilbranche. Längsstreifen machen dünn, waagerechte Streifen lassen das Haus breiter wirken.

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Holzfassaden werden in der Regel als vorgehängte und hinterlüftete Fassaden konstruiert. Sie sind somit keine tragenden Bauteile.

Zwischen der Fassade aus Holz und der tragenden Außenwand besteht ein Hohlraum, in dem Luft zirkulieren kann, damit anfallende Feuchtigkeit abtrocknet und der Feuchtehaushalt reguliert wird.

Die Fassadenverkleidung wird dabei nicht direkt auf die tragenden Wände angebracht, sondern auf eine Unterkonstruktion (Konterlattung bzw. Tragelattung) montiert.

Profilarten bei Holzfassaden

Grundsätzlich lassen sich Holzfassaden in offene und geschlossene Fassaden unterteilen. Geschlossene Holzfassaden, wie zum Beispiel eine Nut-Feder-Schalung, lassen sich recht schnell montieren, sind zudem blick- und schlagregendicht.

Hingehen bieten offene Holzfassaden einen riesigen Spielraum für die individuelle Gestaltung und weisen eine hohe Luftumspülung auf, was nicht nur zu einem schnellen Abtrocknen von Feuchtigkeit beiträgt, die zugige Luft verdirbt auch Insekten wie Wespen den Spaß am Nestbau.

In welchen Abständen die Holzleisten zueinander liegen und welche Breite die einzelnen Leisten besitzen, ist bei einer offenen Holzfassade frei wählbar.

Neben einem sehr eleganten Fassadenbild haben offene Holzfassaden den Vorteil, dass Abschlüsse an Fenstern und Türen genauer ausgeführt werden können.

Beispiele für geschlossene Holzfassaden

Das Nut und Feder-Prinzip dürfte als Steckverbindung von Dielen-, Parkett- oder Laminatböden bekannt sein. Nach dem gleichen System können Holzfassaden montiert werden.

Die Bretter weisen jeweils eine Nut genannte Vertiefung auf, in der die Feder oder Spundung des nächsten Brettes formschlüssig hineinpasst.

Die Nut-Feder-Schalung kann waagerecht oder senkrecht montiert werden und bietet eine dichte, geschlossene Fassadenansicht.

Boden-Deckel-Schalung

Holzfassaden als senkrechte Boden-Deckel-Schalung finden sich zum Beispiel häufig bei klassischen Schwedenhäusern. Bei dieser Art der Holzfassade werden zunächst Bretter mit einem definierten Abstand zueinander als Boden angebracht.

Eine weitere Reihe von Brettern wird überlappend über die Bodenbretter montiert, sodass die Zwischenabstände der Bodenbretter geschlossen werden. Auf diese Weise stellen die unteren Bretter den Boden für die oberen Bretter dar, die als Deckel fungieren.

Im Ergebnis entsteht so eine Anordnung im Wechsel der Tiefe von hervortretenden und dahinterliegenden Fassadenbrettern.

Stülpschalung

Eine Holzfassade als Stülpschalung wird waagerecht angebracht.

Bei einer Stülpschalung überdeckt das oben liegende Brett das darunterliegende um ein paar Zentimeter, etwa so wie sich die Schuppen eines Fisches gegenseitig überdecken.

Diese Anordnung von überlappenden Schrägen schützt vor dem Eindringen von Regen und lässt diesen schnell ablaufen. Zum Schutz vor starken Witterungseinflüssen wird diese Fassadenart besonders gerne gewählt.

Schindelfassade

Eine Schindelfassade ist eine sehr alte Form der Fassadenverkleidung und erweckt meist einen rustikalen, urigen Eindruck. Als Fassadenart kommen Schindelfassaden häufiger im Alpenraum vor.

Sie bestehen aus gespaltenen Holzschindeln, die als kleine Platten überlappend montiert werden können.

Die Plättchen oder Holzschindel können unterschiedliche Formen besitzen und somit auch verschiedene Fassadenoptiken erzeugen.

Offene Holzfassaden

Eine offene Leistenfassade, auch Leistenschalung bzw. Lamellenschalung genannt, verleiht dem Haus einen sehr zeitgemäß-modernen Look. Leistenfassade können vertikal oder horizontal montiert werden und bestechen bei beiden Ausführungen durch puristische Eleganz.

Die Leisten oder schmalen Bretter werden bei dieser Fassadenart mit einem leichten Abstand zueinander angebracht, damit Fugen entstehen. Typisch für eine Leistenfassade ist ein gewollter Kontrast von Licht und Schatten, der je nach Fugenbreite unterschiedlich stark akzentuiert werden kann.

Topaktuell sind daher Anordnungen, die wie ein transparenter Schleier wirken und über der tragenden Wand liegen. Dabei erweckt die Fassade einen fast schwebenden Eindruck.

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Im Zusammenhang mit offenen Leistenfassaden aus Holz fällt häufig auch das Stichwort Rhombusleisten. Rhomben sind Leisten bzw.

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Bretter, die nicht rechtwinklig sind, sondern leicht geneigt sind und das Profil eines Parallelogramms aufweisen. Von der dadurch entstehenden schrägen Oberfläche kann Wasser gut abfließen.

Der Clou bei dieser formschönen Fassadenverkleidung aus Holz ist aber ein besonders hübscher Licht-Schatten-Effekt.

Holzarten für eine Fassadengestaltung

Heimische Nadelhölzer wie Lärche, Douglasie, Kiefer oder Tanne und Fichte können grundsätzlich für die Fassade eingesetzt werden, wobei vor allem Lärche, Kiefer und Douglasie aufgrund ihrer Robustheit geschätzt werden. Das heimische Holz der Fichte ist recht günstig und als behandelte Variante für ein schönes Fassadenbild gut geeignet.

Sehr beliebt aufgrund einer besonders hohen Robustheit ist das dichte und harte Holz der sibirischen Lärche als Fassadenholz.

Durch einen hohen Harzgehalt ist die sibirische Lärche sehr witterungsbeständig und weist eine ideale Beschaffenheit für die Verwendung als Fassadenholz auf, aber die Herkunft des Holzes und die Länge der Transportwege entscheiden über eine positive Klimabilanz natürlich mit.

Auch dauerhafte Laubhölzer wie Eiche oder die sehr resistente Robinie lassen sich für den Fassadenbau nutzen.

Sehr beliebt unter Designliebhabern und Architekten ist in jüngster Zeit auch die Verwendung der Weißtanne, die im süddeutschen Raum beheimatet ist und eine sehr edle, matt-helle Anmutung besitzt.

Das Holz der Weißtanne ist sehr astarm und hat dadurch den Vorteil einer geradefasrigen und homogenen Struktur, da keine Harzgänge oder Harzgallen die Optik stören.

Als trendig und schick gilt auch Zedernholz aus Kanada, das sich besonders für unbehandelte Holzfassaden gut eignet.

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Das Holz der Zeder ist allerdings recht hochpreisig und weist ähnlich wie die sibirische Lärche einen langen Transportweg auf.

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Tropenhölzer wie Meranti punkten durch ihre Robustheit und Wetterbeständigkeit, sollten aber trotz der Möglichkeit einer FSC-Zertifizierung schon aufgrund der weiten Transportwege möglichst vermieden werden.

Oberflächenbehandlung von Holzfassaden

Witterungseinflüsse wie Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Temperaturschwankungen oder Pilze setzen dem Holz mit der Zeit zu. Abgestimmt auf die baulichen Gegebenheiten und den Standort des Hauses lässt sich das Holz durch verschiedenste Behandlungen schützen, damit es über viele Jahre einen schönen Ausdruck behält.

Unbehandelte Fassaden

Je nach Geschmack lassen sich Holzfassaden mit oder ohne speziellen Oberflächenschutz gestalten. Eine unbehandelte Holzfassade wird nach einige Zeit durch die Einflüsse der Witterung natürlich vergrauen. Auf diese Weise entsteht eine silbergraue Patina.

Die
Holzfassade altert gewissermaßen mit dem Haus und mit seinen Bewohnern mit. Ein entscheidender Vorteil einer unbehandelten Holzfassade ist die nahezu gegen Null tendierende Pflegebedürftigkeit.

Ein Nachteil ist hingegen, dass unbehandelte Holzfassaden nicht einheitlich vergrauen. Es kann Jahre dauern, bis alle Flächen eine einheitliche, silbergraue Patina aufweisen.

Besonders unterhalb von Dachüberständen oder unter den Fenstern wird die Wirkung der Witterungseinflüsse erst mit einer gewissen Verzögerung das gewünschte Fassadenbild erzeugen.

Vorvergraute Holzfassaden

Spezielle Vergrauungslasuren nehmen den natürlichen Alterungsprozess einer unbehandelten Holzfassade vorweg und geben der Fassade eine besonders ebenmäßige und elegante Erscheinung.

Man spricht hier auch von vorbewitterten oder vorpatinierten Fassaden, die der gesamten Fassade eine naturgraue Optik verleihen, weil auch jene Bereiche in Grau gehalten sind, die von den natürlichen Witterungseinflüssen ausgespart werden.

Eine Vergrauungslasur simuliert quasi vom ersten Tag an den natürlichen Alterungsprozess einer Holzfassade.

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Mit einer offenporigen Lasur wird eine Holzfassade gegen den natürlichen Vergrauungsprozess geschützt. Zudem bleibt die natürliche Maserung sichtbar.

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Lasuren sind immer pigmentiert und können in den verschiedensten Farbtönen gewählt werden, müssen aber von Zeit zu Zeit nachbehandelt werden.

Wie groß oder klein dieser Zeitraum ist, hängt von der Stärke der Witterungseinflüsse und der Qualität der verwendeten Lasur ab. Tipp: Je hochwertiger die Lasur, desto weniger oft muss nachbehandelt werden.

Unterschieden wird zwischen durchscheinenden Dünnschicht- oder Mittelschichtlasuren und den lackähnlichen Dickschichtlasuren, die einen sichtbaren Film auf der Oberfläche bilden und die natürliche Maserung überdecken. Dünnschichtlasuren erhalten hingegen die natürliche Maserung der Holzstruktur.

Lacke für die Holzfassade

Das Lackieren einer Holzfassade ist eine weitere Möglichkeit, um dem Holz eine Schutzhaut zu geben. Lacke geben der Fassade ein gleichmäßiges Gesamtbild, überdecken aber die natürliche Maserung.

Beim Streichen mit einem deckenden Lack steht also die gleichmäßige Optik des Fassadenholzes im Vordergrund, eine Lasur wirkt dagegen im Holz und verschließt die Oberfläche. Doch egal, ob Lack oder Dickschichtlasur, je dicker die Auftragsstärke ist, desto leichter platzt aufgrund der natürlichen Holzausdehnung die Farbe ab.

Bei konventionellen Lacken kann die Oberfläche rissig und spröde werden, weil Feuchtigkeit eindringt, aber nicht mehr herauskann. Deshalb sollten diffusionsoffene Produkte gewählt werden, damit das Holz „atmen“ kann.

Ein Vorteil ist aber sicherlich der dauerhafte Schutz, denn einer Lackierung muss erst nach circa acht bis 15 Jahren erneuert werden. Ein bekanntes Beispiel für eine Lackierung ist das „Schwedenrot“, das gerne bei Holzhäusern im skandinavischen Stil verwendet wird.

Источник: https://fair-trade-haus.de/blog/natuerliche-holzfassaden/

Holzfassade für natürliches und nachhaltiges Wohnen

Holzfassaden für ein natürliches, harmonisches Wohnerlebnis

Profile sind die einzelnen Holzbretter, die gemeinsam die Fassade ergeben. Sie prägen den optischen Eindruck und beeinflussen damit die Gebäudegestaltung wie kein anderes Element. Sie haben die Wahl zwischen diversen Profil-Designs. Dazu zählen:

  • Rundprofile
  • Glattkantprofile
  • Kombiprofile
  • Faseprofile
  • Rhombusleisten
  • Blockhausprofile

Auch die Montagemöglichkeiten variieren. Die gängigsten finden Sie in folgender Tabelle.

Montagemöglichkeiten Merkmale
Stülpschalung
  • häufigste Konstruktionsart
  • waagerechte Befestigung der Profile auf der Unterkonstruktion
  • Überstülpen eines Profils über das Darunterliegende
  • feste Nut-Feder-Verbindung für optimalen Witterungsschutz
  • Feuchtigkeitsableitung über Tropfkante
  • verdeckte Verschraubung für harmonische Optik möglich
Boden-Deckel-Montage
  • vertikale Montage zweier Profile
  • Montage eines dritten Profils als Deckel
  • senkrechte Befestigung der Bodenbretter auf der Unterkonstruktion mit Zwischenraum
  • optimal für Kombination mit anderen Fassadenmaterialien (Aluminium, Glas)
Leistenschalung
  • horizontale und vertikale Montage möglich
  • Leistenmontage mit Fuge
  • Tiefenoptik
  • Winddichtungsbahn in Dämmebene notwendig
  • häufige Kombination mit Pfosten-Riegel-Glaselementen
Nut- und Feder-Montage
  • robuste Steckverbindung
  • Zusammenschluss zweier Profile mit Nut
  • schnelle Montage

Mit Holzschindeln kehrt ein Klassiker zurück

Neben den genannten Profilen setzen sich Holzschindeln als Fassadenausführung vermehrt durch. Sie werden in Scheiben aus dem Baumstamm geschnitten, in gewünschter Länge abgeschnitten, gespalten oder gesägt.

Gespaltene Schindeln weisen grundsätzlich eine längere Lebensdauer auf. 80 Jahre und mehr sind keine Seltenheit.

In der modernen Architektur erzielen Sie mit den rustikalen Schindeln in Verbindung mit Glas- und Metallelementen schöne Kontraste.

Eine Holzfassade kann Ihrem Haus einen neumodernen Look verpassen.

Mit welcher Farbe oder Lasur lässt sich eine Holzfassade behandeln?

Ohne Schutzanstrich erhält eine Holzfassade mit der Zeit eine natürliche Vergrauung. Dem Holz schadet das nicht. Möchten Sie die Ursprungsfarbe beibehalten, wählen Sie zwischen Lasuren und Lackierungen.

Mit einer Lasur bleibt die natürliche Holzmaserung erhalten und Sie verhindern die Vergrauung. Auch farbige, leicht transparente Lasuren sind möglich.

Es gibt drei Lasurvarianten, die sich hinsichtlich ihrer Haltbarkeit unterscheiden. So ist bei den verschiedenen Ausführungen in unterschiedlichen Abständen eine Nachbehandlung notwendig.

Bei Dünnschichtlasuren sollten Sie den Anstrich alle ein bis vier Jahre, bei Mittelschichtlasuren etwa alle zwei bis sieben Jahre auffrischen.

  Unser Tipp:

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Dickschichtlasuren weisen zwar eine längere Haltbarkeit auf, sind jedoch für Holzfassaden nicht empfehlenswert.

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Aufgrund des hohen Festkörperanteils von rund 35 Prozent lassen sie sich auf großen Flächen schlechter verarbeiten. Im Laufe der Jahre verändern sie ihre Struktur und platzen ab.

Für die Erneuerung entfernen Sie die gesamte Lasur und tragen sie neu auf. Das verursacht einen hohen Aufwand.

Natürliche Patina mit Lasur

Mit Vergrauungslasuren erscheint die Fassade natürlich verwittert. Bei unbehandelten Holzfassaden erzielen Sie an geschützten Arealen ein harmonisches Erscheinungsbild. Sie passen Bereiche unter Dachvorsprüngen, Vordächern und Fensterbänken einfach an die natürliche Patina an.

Eine Alternative zur Lasur ist die Lackierung. Sie überdeckt die natürliche Holzmaserung und Sie erzielen eine flächige Optik. Diffusionsoffene Lacke erhalten die Atmungsaktivität des Holzes und ermöglichen einen effektiven Feuchtigkeitsaustausch.

Häufige Fehler beim Einbau der Fassade und wie Sie sie vermeiden

Eine unsachgemäße Montage birgt die Gefahr, dass Sie die komplette Holzfassade bereits nach wenigen Jahren austauschen müssen. Zu den gängigen Fehlern zählen unter anderem:

  • Fehlerhaftes Nageln der Profile. Die Nägel dürfen nicht durch zwei Profile reichen und die Fassade muss beweglich bleiben.
  • Unsachgemäße Montage der Tropfleisten. Die Leisten sorgen für einen optimalen Feuchtigkeitstransport. Ein zu geringer Abstand beeinträchtigt die Dämmung.
  • Falsche Lagerung vor der Montage. Fassadenholz lagern Sie trocken und ohne Bodenkontakt.

  Unser Tipp:

Der Eigenbau spart viel Geld. Halten Sie sich bei der Fassadenkonstruktion jedoch stets an die Montageanleitung und lassen Sie sie nach Abschluss von einem Fachmann überprüfen.

Dämmungsmöglichkeiten für Holzfassaden

Den Grad der Wärmedämmung zwischen Holzfassade und tragender Wand bestimmt das Dämmmaterial. Mineralische Dämmstoffe stehen für gute U-Werte, geben also nur eine geringe Menge Wärme nach außen ab. Die Schicht sollte mindestens 10 Zentimeter dick sein.

Befestigen Sie die Holzfassade über einer bestehenden Fassade aus Putz oder Beton, ist eine mindestens 4 Zentimeter starke Hinterlüftung notwendig. Dabei handelt es sich um einen luftdurchströmten Hohlraum, durch den Kondenswasser trocknet und das Dämmmaterial nicht beeinflusst.

Vor allem im Winter ist eine gute Dämmung wichtig um einen Wärmeverlust zu verhindern.

Die Vor- und Nachteile von Holzfassaden

Neben den vielen positiven Eigenschaften haben Holzfassaden unter Umständen auch Nachteile.

Vorteile Nachteile
  lange Lebensdauer  unbehandelt Vergrauung möglich
  vielfältige Designs möglich  regelmäßige Pflege notwendig
  ökologisch und nachhaltig
  effektive Wärmedämmung möglich

Preise & Förderungen für Holzfassaden

Holzfassaden verursachen höhere Investitionen als klassische Verkleidungen. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Holz- und Konstruktionsart sowie Dämmung. Hier finden Sie die durchschnittlichen Kosten für einzelne Fassadenelemente pro Quadratmeter:

  • Reine Fassadenverkleidung mit Holz von 10 bis 120 Euro
  • Verkleidung inklusive Dämmung von 100 bis über 200 Euro

Stehen Förderungsmöglichkeiten für die Fassadensanierung zur Verfügung?

Für gedämmte Fassaden gibt es eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) in Höhe von maximal 20 Prozent der Gesamtkosten.

Förderung Konditionen
KfW-Programm 430
  • Zuschuss bis zu 48.000 Euro für die Komplett­sanierung zum KfW-Effizienzhaus 

  • auch für Kauf einer sanierten Immobilie

KfW-Programm 431
  • maximal 4.000 Euro
  • für Planung und Baubegleitung
  • nur mit KfW-Programm 430 und/oder KfW-Kredit 151/152 nutzbar
KfW-Kredit 151/152
  • Förderkredit mit 0,75 %  Sollzins pro Jahr

  • bis zu 120.000 Euro für die Komplett­sanierung zum KfW-Effizienzhaus  oder 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen

  • auch für den Kauf einer sanierten Immobilie

  • bis zu 48.000 Euro Tilgungszuschuss 

  • Begleitung durch Experten für Energie­effizienz kann mit bis zu 4.000 Euro extra gefördert werden

  Wichtige Änderung:

Источник: https://www.aroundhome.de/fassade/holzfassade/

Heimtextilien
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