Home Staging: 5 geniale Tipps für den schnellen Hausverkauf

Contents
  1. Inszenieren Sie Ihre Immobilie neu mit Homestaging
  2. Was versteht man unter Homestaging?
  3. Praxisbeispiele von Homestaging-Experten
  4. Home Staging
  5. Grundlagen und Home Staging Tipps
  6. Home Staging: Die Immobilie für den Verkauf optimieren
  7. Was ist Home Staging?
  8. Vorteile von Home Staging beim Immobilienverkauf
  9. Tipps für ein gelungenes Home Staging
  10. Räumliches Vorstellungsvermögen unterstützen
  11. Möbel
  12. Ordnung und Sauberkeit
  13. Beleuchtung
  14. Entpersonalisierung
  15. Gesamtkonzept
  16. Kosten und Effizienz
  17. Vorteile eines professionellen Home Stagings
  18. Einen Home Stager finden
  19. Home Staging: erfolgreich Immobilien verkaufen
  20. Home Staging: Die Vorteile
  21. Wie gehe ich vor?
  22. 1. Gewinnen Sie Abstand von der Immobilie
  23. 2. Definieren Sie die Zielgruppe
  24. 3. Jedes Zimmer sollte eine Funktion darstellen
  25. 4. Schönheitsreparaturen vornehmen
  26. 5. Sorgen Sie für Ordnung
  27. 6. Sind die Möbel ansprechend?
  28. 7. Dekoration
  29. 8. Auch rund um das Haus pflegen
  30. Die Besichtigung
  31. Wieso gewinnt Home Staging auch in Deutschland immer mehr Bedeutung beim Immobilienverkauf?
  32. Wann ergibt Home Staging Sinn?
  33. Warum wird beim Home Staging ein leer stehendes Haus möbliert?
  34. Was sollte an Möbeln und Accessoires in einem gestagten Haus sein?
  35. Können Sie uns ein besonders erfolgreiches Beispiel aus Ihrer Praxis als Home Stagerin nennen?
  36. Worin sehen Sie die Erklärung für den erschwerten Verkauf von einigen Immobilien?
  37. Welche Gründe sprechen für professionelles Home Staging und worin liegt der Unterschied zum selber machen?
  38. Was kostet professionelles und individuelles Home Staging ungefähr?
  39. Wie erfolgt üblicherweise die Abrechnung?
  40. Wie ist Ihr Eindruck der Bedeutung von Home Staging bei Maklern?
  41. Wie läuft die Zusammenarbeit mit Maklern grundsätzlich?
  42. Wie erfährt man als Immobilienverkäufer von der Möglichkeit des Home Staging?
  43. Gibt es in Deutschland eine Ausbildung im Bereich Home Staging?
  44. Wie merkt man, dass man richtig gestaged hat?

Inszenieren Sie Ihre Immobilie neu mit Homestaging

Home Staging: 5 geniale Tipps für den schnellen Hausverkauf

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Was im zwischenmenschlichen Miteinander gilt, stimmt auch beim Immobilienverkauf. Sieben Sekunden entscheiden zwischen Sympathie oder Antipathie. Die Zeit zwischen zwei Lidschlägen entscheidet also über Erfolg und Misserfolg.

Jeder, der schon einmal einen Gebrauchtwagen verkauft hat, weiß wie wichtig es ist, vorher alles auf Hochglanz zu bringen. Da wird gesaugt, geputzt, gewienert, poliert und lackiert. Schließlich soll das alte Schätzchen einen guten Eindruck hinterlassen und sich von den vielen anderen Gebrauchtwagen abheben.

Verkäufer von Immobilien sind deshalb gut beraten, ihre Immobilie auf den perfekten ersten Eindruck zu trimmen und brillant auf die Bühne zu bringen. Auf Neudeutsch nennt sich diese Maßnahme beim Hausverkauf Homestaging.

Was versteht man unter Homestaging?

Home (engl. Haus/Heim) und Stage (engl. Bühne) sagt schon worauf es ankommt: Mit Home-Staging wird die Immobilie inszeniert und auf die Bühne gebracht.

Im Unterbewusstsein reift bei einem potenziellen Käufer schon auf dem Weg zur Haustür, spätestens aber beim Betreten des Hauseingangs die Entscheidung, ob er sich hier heimisch fühlen kann.

Wohnimmobilien werden nur dann erfolgreich verkauft, wenn sie den Käufer auch emotional berühren. Schließlich soll sich der Kaufinteressent in die Immobilie verlieben und nicht abgeschreckt werden.

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Wenn das Feuer für das neue Heim entfacht ist, werden die Verkaufsverhandlungen für den Verkäufer einfacher.

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Hausverkäufer oder Eigentümer von Wohnungen sollten deshalb Maßnahmen überlegen, mit denen ihre Immobilie aufgefrischt werden kann. Jeder weiß, dass schöne Dinge begehrter sind. Deswegen sollte eine Verkaufsimmobilie so präsentiert werden, dass sie bei Kaufinteressenten den „Habenwollen-Effekt“ auslöst.

Eigentümer, die den Verkauf ihrer Immobilien planen, lassen sich deshalb meist beraten, wie sie ihr Haus ins beste Licht rücken und den Käufern auf dem Silbertablett präsentieren können. So wird beim Homestaging alles getan, damit die Immobilie ins rechte Licht gerückt wird und einen blendenden Eindruck hinterlässt.

Gute Makler haben immer wertvolle Tipps für die richtige Präsentation der Immobilie. Oft wird den Eigentümern eine Homestaging-Spezialistin vermittelt oder empfohlen. Bei einigen Immobilienmaklern gehört dieser verkaufsrelevante Service beim Hausverkauf mit zum garantierten Leistungspaket.

Praxisbeispiele von Homestaging-Experten

Aus Erfahrung weiß man mittlerweile, dass gut gemachtes Homestaging am Ende dem Verkäufer den begehrten Mehrwert beim Hausverkauf liefert. Oft kann mit wenigen Maßnahmen bereits ein überwältigender Effekt erzielt werden.

Denn mit einfachen Mitteln können Homestaging-Experten oft verblüffende Aktzentsetzungen erzielen: So bekommt zum Beispiel das lindgrüne Badezimmer aus den 70er Jahren eine ganz andere Anmutung mit einigen gut gewählten Accessoires. Dadurch strahlt ein angestaubtes Ambiente wieder mehr Frische aus.

Ein neuer Innenraumanstrich zahlt sich sowieso aus, damit die dunklen Ränder um die ehemaligen Bilder an der Wand oder die Möbel nicht mehr abschrecken.

Wirklich verblüffende Effekte erzielen Profis, wenn sie in leerstehenden Wohnungen neue Möbel auauen. Dies hilft beim Haus verkaufen, das entscheidende Wohngefühl zu erzeugen. Denn gerade bei leerstehenden, oft dunklen Immobilien können sich die Käufer nicht vorstellen, wie eine schicke und zeitgemäße Einrichtung darin aussehen würde.

Vier kahle Wände und ein nackter Fliesenboden wirken kalt und nüchtern. Homestaging-Experten zaubern in solche Wände mit speziellen Möbeln und Deko-Artikeln dann genau das gemütliche Ambiente, was die Käufer schon immer gesucht haben. Dem Verkauf steht dann nicht mehr viel im Wege.

Denn ein Kaufinteressent, der sich wohler fühlt, entscheidet nachweislich aktiver und schneller.

Es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass immer mehr Immobilienmakler auf diese neue Form der Objektpräsentation setzen.

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Die Idee, die dahinter steckt, ist so genial wie einfach: Je schöner, desto begehrter. So melden sich mehr Kaufinteressenten und es entsteht mehr Nachfrage.

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Der Spielraum für nach unten gerichtete Preisverhandlungen wird enger und oftmals wird sogar ein höherer Preis erzielt.

Wer beim Hausverkauf seine Immobilie ins rechte Licht rückt, macht zaudernde Kaufinteressenten schnell zu echten Käufern. Verkäufer tun deshalb gut daran, sich perfekt vorzubereiten und den Rat von Experten einzuholen. Es macht sich am Ende bezahlt.

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Источник: https://www.immoverkauf24.de/services/expertenrat/inszenieren-sie-ihre-immobilie-neu-mit-homestaging/

Home Staging

Home Staging: 5 geniale Tipps für den schnellen Hausverkauf

Zu wichtigen Terminen, bei denen Sie andere Menschen von sich überzeugen wollen, putzen Sie sich bestimmt etwas mehr raus als sonst, richtig? Warum also nicht das Gleiche mit der eigenen Immobilie machen, wenn Sie diese verkaufen? Home Staging ist hier das Stichwort. Es dient dazu das wirklich beste aus Ihrem Zuhause rauszuholen, damit potenzielle Käufer die Liebe auf den ersten Blick erleben. Bei Home Staging geht es aber um mehr, als nur ums Putzen und ein paar neue Kissen auf die Couch zu legen. Wir geben Tipps.

Home Staging ist das professionelle Gestalten von Räumen und Häusern. Beim Immobilienverkauf zählt Home Staging zu den verkaufsfördernden Maßnahmen.

So soll das Herrichten von Haus oder Wohnung die Verkaufszeit verkürzen und zu einem höheren Verkaufspreis führen.

Dabei steigert Home Staging nicht unbedingt den eigentlichen Wert der Immobilie, sondern beruht vor allem auf Verkaufspsychologie.

Ein „gestagtes“ Haus wirkt zum einen sehr neutral, damit es möglichst eine große Bandbreite an Interessenten anspricht, aber zum anderen auch einladend.

So sollen sich die Besucher gleich wohlfühlen und das Potenzial der Räume leichter erkennen. Schließlich können sich nur die wenigsten Menschen Räume (anders) eingerichtet vorstellen.

Auch vor dem Verkaufsstart kann Home Staging sinnvoll sein, beispielsweise für Fotos, die das Immobilienexposé vervollständigen.

Bei Besichtigungen heißt das dann für Ihren Makler weniger Phrasen wie „Stellen Sie sich hier die Wohnlandschaft vor und dort den Esstisch“ oder „Wenn Sie die Gardinen entfernen, ist der Raum gleich viel heller“. Zudem ist es oft sinnvoll Home Staging bereits für die Fotos einzusetzen. Auch beim Immobilienverkauf gilt nämlich: Show – don’t tell.

Grundlagen und Home Staging Tipps

In der Praxis fängt Home Staging bei kleinen Reparaturen an und endet beim Aufräumen und Putzen. Dabei umfasst das Home Styling sowohl Innen- als auch Außenbereiche der Immobilie. Mit den folgenden Home Staging Tipps sind Sie schon auf einem guten Weg, Ihr Zuhause auch in ein Traumhaus für andere Menschen zu verwandeln.

  • Entrümpeln und Entpersonalisieren: Räumen Sie zunächst auf – und zwar so richtig. Schaffen Sie Platz in dem Sie sich von unnötigem Krimskrams und Gegenständen trennen, die Sie nicht mehr brauchen und die nur im Weg sind. Dies gilt auch für sehr Persönliches wie Fotos, Souvenirs, politische oder religiöse Gegenstände. Auch wenn es schwerfällt: Ihr Kaufinteressent möchte nicht sehen, wer Sie sind, sondern die Immobilie als sein neues Zuhause.
  • Putzen bis es blitzt: Reinigen Sie alle Räume komplett bis in die letzte Ecke. Das gilt für den Boden, die Wand, die Decke und die Fenster. Es versteht sich von selbst, dass die Interessenten keine Wollmäuse und Spinnweben in Ihrem möglicherweise zukünftigen Eigenheim sehen wollen. Eine gereinigte Immobilie sieht auch immer hochwertiger aus.
  • Farben: Auch das Streichen lohnt sich in vielen Fällen. Gerade bei extravaganten Wandfarben oder Tapeten sollten Sie diese Renovierungsarbeiten durchführen. Denn frische und möglichst neutrale Farben machen einen viel besseren Eindruck auf Kaufinteressenten als veraltete oder angelaufene Wandgestaltung.

Anna Rosenberg,

Home Stagerin, Artenstein Home Staging & ReDesign

Hierbei gilt es zu beachten, dass dunkle Farben einen Raum optisch verkleinern – ideal sind Weiß- und Cremetöne. Und mit einem sorgsamen Blick für die kleinen unscheinbaren Details lässt sich auch der kritischste Kaufinteressent mit einem tadellosen Gesamteindruck überzeugen.

  • Neu einrichten: Wenn Ihre Möbel schon älter sind und man es ihnen auch ansieht, sollten Sie es auch in Betracht ziehen, die Zimmer neu einzurichten. Und zwar mit zeitgemäßen Möbeln. Hier gilt aber auch die Devise, weniger ist mehr. Die Möbel sollten eher schlicht und nicht zu ausgefallen sein. Haben Sie bereits Ihre Möbel aus dem Haus geschafft, ist es eine Überlegung wert, beispielsweise mit Mietmöbeln die Räume wiederzubeleben. Denn nackte Räume wirken meistens eher nicht einladend und die meisten Menschen haben Schwierigkeiten damit, sich eine Einrichtung vorzustellen.
  • Es werde Licht: Ein sehr wichtiger Faktor beim Immobilienverkauf ist Licht. Es macht Räume freundlicher und verspricht ein gutes Wohngefühl. So wünschen sich die meisten Interessenten vor allem Helligkeit in Ihrem zukünftigen Zuhause. Zu wenig Licht ist sogar oft ein Ausschlusskriterium. Das heißt für Sie: Nicht nur Fenster putzen, sondern auch Gardinen und Rollos aufziehen sowie eventuell mehr Lampen aufstellen und einschalten.
  • Draußen nicht vergessen: Die Gründlichkeit mit der Sie beim Home Staging in Ihren Räumlichkeiten vorgehen, sollten Sie auch für den Außenbereich an den Tag legen. Gerade bei Häusern sind der Vorgarten, die Auffahrt und der Eingangsbereich das Erste, was Ihr Kaufinteressent zu Gesicht bekommt. Rasen, Hecken und andere Pflanzen sollten daher gesund und gepflegt erscheinen. Müll, Gartengeräte und Kinderspielzeug gilt es zu entfernen.

Alle dieser sechs Home Staging Tipps dürften für einige Immobilienverkäufer eher schwer selbst umzusetzen sein. Sei es wegen Zeitmangel oder aufgrund mangelnder Fachkenntnis. Denn beispielsweise hübsche Farben oder Möbel zu finden, die dennoch der Allgemeinheit gefallen, erfordert ein Gespür für Trends. Ebenso wichtig ist es in vielen Fällen, die Zielgruppe zu kennen.

Ein Haus mit 6 Zimmern und großem Garten zum Beispiel werden sich kaum junge Singles anschauen. Auch schaut eine fremde Person mit dem nötigen emotionalen Abstand auf die Immobilie und weiß sich viel besser in die Rolle des Käufers zu versetzen. Zudem wissen Profis ganz genau, was rechtlich erlaubt ist und was unter Vertuschung fällt.

Daher ist es ratsam, sich professionelle Hilfe von einem Home Stager zu holen.

Henrik Angster,

Medienanwalt, Angster Rechtsanwalt GmbH

Dort, wo es nicht mehr um eine bloße vorteilhafte Darstellung geht, sondern glatt manipuliert, erfunden oder gelogen wird, kann Post vom Anwalt ins Haus flattern. Die technischen Möglichkeiten, die einem heute bereits jedes Smartphone bietet, müssen mit einem gesteigerten Problembewusstsein einhergehen, wann diese Grenze überschritten ist.

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In den USA schon seit den 90ern ein eigener Geschäftsbereich, steckt der Beruf Home Stager hierzulande noch in den Kinderschuhen.

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Um einen kompetenten Home Stager zu finden, kann die erste Anlaufstelle für Sie der Verband DGHR (die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V.) sein.

Dort können Sie per Suchfunktion nach qualifizierten Profis in Ihrer Nähe suchen und sich aus verschiedenen Home Staging Services für den passendsten entscheiden.

Einen festen Tarif für Home Staging gibt es übrigens nicht. Die Kostenberechnung richtet sich meistens nach den Quadratmetern der Immobilie. Am Ende sollte der Preis fürs Home Staging nur 1-3 % des Verkaufspreises ausmachen.

Beratung und die Erstbesichtigung sind in der Regel kostenfrei. Sprechen Sie aber auch Ihren Makler an, falls Sie Ihre Immobilie nicht privat verkaufen.

Denn immer mehr Makler arbeiten mit Home Stagern zusammen oder können Ihnen eine qualifizierte Person empfehlen.

Источник: https://www.realbest.de/de/immobilienverkauf/home-staging

Home Staging: Die Immobilie für den Verkauf optimieren

Home Staging: 5 geniale Tipps für den schnellen Hausverkauf

Home Staging wird beim Immobilienverkauf in Deutschland immer wichtiger. Die wohnlich inszenierte Atmosphäre kann auf dem hart umkämpften Immobilienmarkt einen echten Wettbewerbsvorteil bieten. Ein Überblick über Kosten, Tipps und Vorteile, die Home Staging mit sich bringt.

Der Verkauf von Immobilien kostet Zeit und Nerven. Wer seine Zeit lieber anders verbringt, kann einen Verkaufsprozess durch Home Staging unter Umständen deutlich beschleunigen und zusätzlich einen besseren Preis herausholen.

Was ist Home Staging?

Der Begriff Home Staging kommt aus dem Englischen: Home bezeichnet das Haus oder das Zuhause, Stage ist die Bühne; to stage kann mit inszenieren übersetzt werden.

Die Idee eines Zuhauses wird beim Home Staging mit Hilfe von Möbeln – gegebenenfalls auch gemieteten – und einem zielgruppengerechten Farb- und Beleuchtungskonzept wie ein Bühnenbild oder ein Schaufenster inszeniert.

Dies schafft bereits bei der Besichtigung eine möglichst emotionale Bindung bei den potenziellen Käufern, die so zum Kauf animiert werden.

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Home Staging wurde in den 1970er-Jahren als Dienstleistung zur Verkaufsförderung bei Immobilien von der amerikanischen Maklerin Barbara Schwarz entwickelt. Mittlerweile ist das Konzept weltweit verbreitet.

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In den letzten Jahren gewinnt Home Staging auch in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung und wird zunehmend im Immobilienverkauf eingesetzt.

„Home Staging bringt keine Wertsteigerung einer Immobilie, es geht rein um den gefühlten Mehrwert durch die zielgruppengerechte Inszenierung“, sagt Annette Hogan, Home-Staging-Expertin und zweite Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. (DGHR).

Home Staging dient zu keiner Zeit dazu, bauliche Mängel zu vertuschen. Das zu verkaufende Objekt sollte sich in gutem Zustand befinden, beziehungsweise müssen Mängel, nach der Offenbarungspflicht des Verkäufers, unbedingt angezeigt werden. Ein Käufer könnte andernfalls von seinem Recht auf Mängelbeseitigung durch den Verkäufer Gebrauch machen.

Neben der Gesetzeslage gilt es für die Mitglieder des DGHR als Ehrenkodex, Baumängel nicht wissentlich zu verstecken.

Der Hintergrund für die Verkaufsoptimierung durch eine passende Ausstattung ist, dass es etwa zwanzig Prozent der Menschen schwerfällt, sich einen leeren Raum eingerichtet vorzustellen, so Hogan. Die fehlende Vorstellungskraft der Interessenten erschwert den Auau einer Bindung zum Objekt. Genau diese Bindung sei es jedoch, die zum Verkauf führt.

Obwohl der Verkauf einer Immobilie rational ist, geht es für den Interessenten in den meisten Fällen um ein zukünftiges Zuhause für sich und seine Familie. Die Suche nach einem Eigenheim hat daher durchaus eine emotionale Komponente. Experten gehen davon aus, dass die Kaufentscheidung in den meisten Fällen emotional im Unterbewusstsein getroffen wird.

Generell macht eine Immobilie keinen guten Eindruck, wenn sie zu lange erfolglos zum Verkauf angeboten wird, sie gilt dann als ‚verbrannt‘. Interessenten sind womöglich misstrauisch und fragen sich was mit einem Haus nicht stimmt, wenn es sehr lange nicht verkauft werden kann, und werden im schlimmsten Fall von vornherein selbst kein Interesse haben.

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Vorteile von Home Staging beim Immobilienverkauf

Neben unveränderlichen Kriterien, wie der Lage einer Immobilie oder ihrer Größe, beeinflusst eine gelungene Präsentation und die Betonung von Vorzügen das Kaufverhalten maßgeblich positiv.

„Es können durch Home Staging bis zu fünfzehn Prozent Mehrerlös durch den gefühlten Mehrwert erzielt werden“, sagt Hogan.

Der Zeitraum für den gesamten Verkaufsprozess, mit dem hier gerechnet werden kann, liegt laut Statistik der DGHR im Schnitt bei etwa drei Monaten oder kürzer.

Ein weiterer Vorteil ist, dass durch Home Staging die Räume in bestimmter Weise besetzt werden können und damit das Interesse der möglichen Käufer beeinflusst wird. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn der Käufer eine bestimmte Zielgruppe erreichen will.

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Soll beispielsweise eine Familie die Immobilie kaufen, dann kann der Verkäufer mit einem schön eingerichteten Kinderzimmer punkten.

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Annette Hogan erklärt, dass genau diese Inszenierung den Kaufinteressenten das Potenzial der Immobilie erkennen lässt, der sich dann zum Kauf entscheidet. „Oft gibt es gleich mehrfach Kaufangebote, die dann den Verkaufspreis steigern.

“ Dabei gilt jedoch zu beachten: Je neutraler die Präsentation, desto mehr werden die verschiedensten Interessenten angesprochen, was die Zahl potenzieller Käufer erhöht.

Durch ein professionelles Home Staging können auch ansprechende Bilder der Immobilie gemacht werden, die dann ins Exposé eingearbeitet werden können. Aussagekräftige Bilder führen dazu, dass Interessenten sich bereits vorab ein möglichst klares Bild der Immobilie machen können.

Mehr qualifizierte Anfragen versprechen effektivere Besichtigungstermine und diese bedeuten bare gesparte Zeit.

Zeit, die übrigens nicht nur der Verkäufer und der Makler sparen, sondern auch der Interessent unter Umständen sparen kann, da erfolglose Besichtigungen durch Home Staging stark reduziert werden.

Tipps für ein gelungenes Home Staging

Für einen ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Durch Home Staging kann eine Immobilie einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Mit diesen grundlegenden Empfehlungen kann der gewünschte Erfolg begünstigt werden:

Räumliches Vorstellungsvermögen unterstützen

Neutrale Einrichtungsvorschläge vermitteln dem Interessenten eine Vorstellung vom Leben in der Immobilie. Dabei wird die Vorstellungskraft nicht eingeengt, sondern ein Gefühl für tatsächliche Raumverhältnisse gezeigt, denn ein leerer Raum wirkt meist kleiner als er ist, so Hogan.

Das physisch vorhandene Sofa und ein kleiner Tisch mit Obstschale laden den Betrachter zum konkreten Verweilen ein und müssen nicht herbeifantasiert werden. Der Käufer wird so zu einer schnelleren Kaufentscheidung animiert.

Auch bei schwierigen Gegebenheiten, wie einer Nische oder sehr tiefen Dachschrägen, können durch Home Staging bereits bei der Besichtigung Lösungsvorschläge angeboten werden.

Möbel

Für das Home Staging können bei einer noch bewohnten Immobilie bereits vorhandene Möbel genutzt oder Mietmöbel eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Möbel neutral sind. Bei bewohnten Immobilien sollten überflüssige Möbelstücke entfernt werden, damit die Größe des Raumes deutlich zu erkennen ist.

Diese könnten kurzzeitig eingelagert oder anderweitig untergebracht werden. Es gilt weniger ist mehr. Eine Überladung durch zugestellte Flächen würde dem gewünschten Effekt deutlich entgegenwirken. Bei geerbten Immobilien ist oftmals eine Entrümpelung notwendig.

Im Anschluss kann dann das eigentliche Home Staging erfolgen.

Ordnung und Sauberkeit

Ob unbewohnte, geerbte oder bewohnte Immobilie: Priorität haben Ordnung und Sauberkeit. In einer unbewohnten Immobilie sollte beispielsweise regelmäßig gekehrt oder Fenster geputzt werden, damit viel natürliches Licht eindringen kann. Wenn Mietmöbel zum Einsatz kommen, sollte regelmäßig Staub gewischt werden.

Bei einer bewohnten Immobilie muss das eigene Zuhause objektiv betrachtet werden. Aufräumen ist hier besonders wichtig.

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Dreckiges Geschirr oder auch der Abwasch vom Vortag, eine übervolle Garderobe oder verschiedenste Duschbad- und Shampooflaschen auf dem Badewannenrand machen keinen guten Eindruck. Ebenso wichtig sind gelüftete Räume; stickige Luft oder der Geruch der letzten Mahlzeit sind wenig einladend.

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Zu viele kleinere notwendige Reparaturen, die auf den ersten Blick ins Auge fallen, erzeugen den Eindruck von viel Arbeit, die vor dem Wohlfühlen noch zu bewältigen ist.

Beleuchtung

Da Helligkeit für viele Immobilieninteressenten eines der wichtigsten Kriterien ist, sollte beim Home Staging auf Fenster und die richtige Beleuchtung besonderes Augenmerk gelegt werden. Das heißt Fenster sollten geputzt, Rollläden hochgezogen und die Sicht frei sein.

Das richtige Licht für verschiedene Arten von Räumen verbindet den Wohnraum zu einer Gesamtperformance. Dabei eignet sich für Wohn- und Schlafräume warmes Licht besonders, denn es sorgt für eine entspannte Wohlfühlatmosphäre.

In Arbeitszimmern, Küchen, Bädern und Fluren kann auch ein neutraleres, kühleres Licht eingesetzt werden.

Mit einer entsprechenden Lampe und einem schlichten Sessel wird so aus einer dunklen Ecke schnell eine einladende Leseecke. Räumliche Vorzüge, wie hohe Decken werden mit bodenlangen Vorhängen oder tiefhängenden Lampen in Szene gesetzt.

Entpersonalisierung

Auch bei bewohnten Immobilien ist Home Staging möglich. Hier ist der neutrale Blick auf das eigene Zuhause besonders wichtig, um für die Fantasie des Käufers genug freie Projektionsfläche zu bieten. Persönliche Gegenstände, wie Familienbilder, Kinderspielzeug oder Utensilien des Haustiers sollten entfernt werden.

Gleiches gilt für ausgefallen designtes Mobiliar sowie religiöse oder politische Einrichtungsgegenstände und Dekoration. „Ein Käufer möchte nicht das Leben anderer sehen, sondern die Zukunft der eigenen Familie“, so Hogan.

Im Fall einer geerbten Immobilie, sofern ein Home Staging finanziell nicht in Frage kommt, ist es ratsam das Objekt lieber leer anzubieten als mit den Relikten vergangener Generationen.

Gesamtkonzept

Home Staging ist mehr als nur Dekoration: Ein stimmiges Gesamtkonzept bezieht alle Bereiche mit ein. Dazu gehört auch der Außenbereich, der Garten oder das Treppenhaus.

Müssen Hecken oder Bäume geschnitten werden? Ist das Gartenhaus in die Jahre gekommen? Wie sieht der Eingangsbereich aus? Nicht nur der Außen- und Innenbereich, der Garten, das Treppenhaus, auch Farbwahl, Beleuchtung, Bodenbeläge, die Ausstattung und die Dekoration sollten aufeinander abgestimmt sein.

Große Stilbrüche von Raum zu Raum wirken nicht einheitlich und vermitteln Unruhe. „Jeder Raum erhält eine Funktion, egal welche Größe er hat“ erklärt Hogan. Wenn nur einige Räume hergerichtet werden, fällt das positive Gefühl, das sich in den anderen Räumen aufgebaut hat, sofort wieder ab.

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Außerdem kann die Frage aufkommen, warum manche Räume möbliert sind, ob dort womöglich von etwas abgelenkt werden soll, gibt die Expertin zu bedenken.

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Die durch Home Staging geschaffene Einheit bewirkt Harmonie, die Räume sind in sich miteinander verbunden und es werden Schwellenängste, die der Käufer bezüglich des Kaufpreises vielleicht hat, reduziert.

Kosten und Effizienz

Damit das Home Staging zum gewünschten Erfolg führt, kann man sich professionelle Hilfe holen oder die Umsetzung mit ein wenig Knowhow selbst in die Hand nehmen.

Die Kosten für das Home Staging sind grundsätzlich abhängig vom Aufwand, daher lässt sich keine pauschale Aussage dazu treffen. Mögliche Kostenfaktoren sind Entrümpelung, der Einsatz von Möbeln und Dekoration, Reparaturen oder die Pflege während der Verkaufsprozesses.

Auch die Art des Home Stagings hat einen Einfluss auf die Kosten. Ein Komplettpaket ist kostenintensiver als beispielsweise ein Tagesstaging bei bewohnten Immobilien.

Je nach Aufwand kann im Schnitt mit Kosten von ein bis drei Prozent des realistisch angestrebten Verkaufspreises gerechnet werden.

Ein Tagesstaging wird nur bei bewohnten Immobilien angewendet. Dafür werden die Räume für einen Tag hergerichtet und für die Immobilienanzeige fotografiert. Bis zu den Besichtigungsterminen können die Bewohner ihre vier Wände wie gewohnt weiter nutzen. Wichtig ist jedoch, dass bei der Besichtigung wieder alles so aussieht, wie es die Bilder im Exposé versprachen.

Allgemein lässt sich sagen, dass ein gutes Home Staging eine Investition ist, die sich lohnen kann und durch die der Verkaufspreis oft höher ausfällt. Eine wichtige Frage ist, ob man für das Home Staging einen Profi engagiert oder den Verkauf selbst in die Hand nimmt.

Vorteile eines professionellen Home Stagings

Ein professioneller Home Stager weiß durch seinen geschulten Blick, welche Arbeiten zu erledigen sind und wie sie kosteneffizient umgesetzt werden können. Er hat Kontakte zu Möbelvermietungen und kennt sich mit Farb- oder Lichtkonzepten aus. Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis gegenüber einem selbst gemachten Home Staging.

Neben einer Beratung und der Ausstattung bieten professionelle Home Stager oder Home-Staging-Agenturen meist auch Komplettpakete an.

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Das heißt, dass sie sich um Entrümpelung, Schönheitsreparaturen, Transport und womöglich Kontrolle kümmern, also während der Verkaufsphase zu der Immobilie fahren und wenn nötig putzen, Rasen mähen oder lüften veranlassen.

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Bei einem selbst durchgeführten Home Staging ist zu bedenken, dass das Herrichten der Immobilie viel Zeit kosten kann und ein wenig einrichtungstechnisches Verständnis notwendig ist. Möbel müssen gekauft oder gemietet, Wände gestrichen oder Reparaturen getätigt werden. Einfach ein paar Möbel platzieren und eine Lampe aufstellen – damit ist es in der Regel bei Weitem noch nicht getan.

Einen Home Stager finden

„In Deutschland ist Home Staging kein geschützter Begriff“, bedauert Hogan. „deshalb legen wir vom Verband, die DGHR, einen großen Wert auf eine qualitativ hohe Ausbildung.

“  Während es bei der DGHR die Möglichkeit gibt, in Wiesbaden eine fundierte Ausbildung mit IHK-Zertifikat abzuschließen, gibt es auch in dieser Branche schwarze Schafe.

Es gibt viele mehr oder weniger seriöse Anbieter von Seminaren, die mit einem Zertifikat zum Home Stager abgeschlossen werden können.

Grundsätzlich kann sich jeder mit Home Staging selbständig machen, daher gibt es auf dem Markt eine breite Auswahl an Home Stagern.

Um einen guten und vor allem passenden Stager zu finden, lohnt es sich nach Qualifikationen oder Referenzobjekten zu fragen.

Oft haben Makler Kontakte zu Home Stagern, mit denen sie öfter zusammenarbeiten und die sie empfehlen können. Manche Maklerbüros haben auch interne Home Stager.

Die Zusammenarbeit mit einem Home-Staging-Spezialisten beginnt mit einer gemeinsamen Bestandsaufnahme. Home Staging richtet sich immer ganz individuell nach den Vorzügen der jeweiligen Immobilie und der Zielgruppe. Danach folgt die Planung für ein stimmiges Konzept. Zusätzliches, wie das Rasenmähen oder die Mietdauer der Möbel kann im Vertrag mit dem Home Stager vereinbart werden.

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Tipps für Immobilienverkäufer

Источник: https://ratgeber.immowelt.de/a/home-staging-die-immobilie-fuer-den-verkauf-optimieren.html

Home Staging: erfolgreich Immobilien verkaufen

Home Staging: 5 geniale Tipps für den schnellen Hausverkauf

Home Staging beinhaltet das optimale Herrichten von Räumen (oder sogar gesamten Häusern), um den Verkauf der Immobilie zu fördern. Denn durch geschickte Möblierung und dem Einsatz von Licht, Farbe und Pflanzen, kann eine ganz neue Atmosphäre geschaffen werden, die ein Objekt aufwerten kann.

In Deutschland ist Home Staging noch ein recht junges Phänomen. Der Ursprung liegt nämlich in den USA und wird dort seit den 70er Jahren erfolgreich beim Immobilienverkauf eingesetzt. Home Staging wird vor allem in Gegenden angewendet, in denen es viele Immobilienangebote, jedoch eher wenig Nachfrage gibt.

Home Staging: Die Vorteile

  • Die Verkaufszeit wird verkürzt. Dadurch, dass die Immobilie schlicht und neutral eingerichtet ist, können sich mehr Interessenten vorstellen, in diesem Objekt zu leben.
  • Die Verkaufschancen zum Bestpreis werden erhöht. Das liegt hauptsächlich daran, dass kleine Schönheitsreparaturen durchgeführt werden, die die Immobilie gepflegter aussehen lassen. So sind viele Käufer bereit, etwas mehr zu zahlen. Auch, weil sie wissen, dass sie selbst nicht mehr viel machen müssen, um sich in dem Haus wohl zu fühlen.
  • Home Staging setzt die Vorteile einer Immobilie in Szene. Dies führt wiederum zu einem höheren Verkaufspreis und einer schnellen Veräußerung.
  • Durch Home Staging können Sie mit Ihrem Exposé und Ihren Anzeigen die gewünschte Aufmerksamkeit erzielen. Schließlich erkennt man auf den Fotos, dass die Immobilie gepflegt und sauber ist.
  • Oft kann durch Home Staging auf unnötige Besichtigungstermine verzichtet werden, da das Objekt bereits einen guten ersten Eindruck macht und so auch schneller Käufer gefunden werden.

Wie gehe ich vor?

Beim Home Staging gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man erledigt es in Eigenregie oder aber man engagiert ein Unternehmen, das darauf spezialisiert ist. Haben Sie sich dazu entschieden, selbst anzupacken, könnten die folgenden Tipps hilfreich sein:

1. Gewinnen Sie Abstand von der Immobilie

Betrachten Sie die Immobilie mit einer gewissen Distanz. Sie müssen sich schließlich klar machen, dass es (bald) nicht mehr Ihr Zuhause ist.

Ihr Ziel ist es, das Objekt in kurzer Zeit zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen. Hierfür muss das Haus auf dem Immobilienmarkt mit anderen Objekten konkurrieren können.

Schauen Sie sich ruhig um und überlegen Sie sorgfältig, wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

2. Definieren Sie die Zielgruppe

Dekoration und Einrichtung sollten direkt für die Zielgruppe ausgerichtet sein, die später kaufen soll.

Welche Zielgruppe soll es denn sein? Wer passt in die Nachbarschaft? Ist es beispielsweise eine Immobilie mit Kindergärten und Schulen in der Nähe, würde sich sicherlich eine junge Familie in dieser Nachbarschaft wohl fühlen.

So haben Sie als Verkäufer auch oft die Möglichkeit, allein über die Einrichtung zu beeinflussen, wer später in Ihrem Haus wohnen soll.

3. Jedes Zimmer sollte eine Funktion darstellen

Wenn Sie die Funktion jedes Raumes definieren, wird es auch den Kaufinteressenten leichter fallen, sich ein Leben in dem Objekt vorzustellen.

4. Schönheitsreparaturen vornehmen

Schönheitsreparaturen lohnen sich immer, denn sie sind günstig und werten ein Objekt auf. Also überlegen Sie sich, wo noch Verbesserungspotential steckt. Sind beispielsweise Kabel zu sehen, können Sie diese verstecken.

Sind Fußleisten oder Türgriffe defekt, sollten diese ersetzt werden. Und insbesondere wenn die Zimmerwände mal wieder einen Anstrich benötigen, sind neutrale und helle Farben empfehlenswert.

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Verzichten Sie auf Schönheitsreparaturen, kann es schnell den Eindruck erwecken, dass der potentielle Käufer noch viel Arbeit in die Immobilie stecken muss.

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Aber Achtung: Kaschieren Sie keine echten Mängel. So vermeiden Sie Ärger bei den Verkaufsverhandlungen.

5. Sorgen Sie für Ordnung

Vollgestellte Räume können von der Immobilie ablenken. Und auch persönliche Gegenstände wirken oft nicht ansprechend.

Misten Sie also am besten aus! Zum einen lässt es die Räume größer wirken und zum anderen müssen Sie sowieso kurz vor Ihrem Umzug einige Gegenstände loswerden.

Fragen Sie sich am besten: „Was hiervon möchte ich in das neue Zuhause mitnehmen?“. Alles, was Sie nicht mehr benötigen, können Sie verschenken, verkaufen oder wegwerfen.

Alle Gegenstände, die Sie behalten, sollten Sie in Schränken verstauen. Auch Küchengeräte wie der Toaster und der Wasserkocher gehören nicht ins Sichtfeld.

6. Sind die Möbel ansprechend?

Überlegen Sie sich: Möchten Sie auf Leihmöbel zurückgreifen oder Geld sparen und die eigenen Möbel behalten? Entscheiden Sie sich für Letzteres, überlegen Sie sich gut, ob die jetzige Position der Möbel auch vorteilhaft ist. Oft reicht es beispielsweise auch schon, einige Möbelstücke zu verrücken, um schöne Seiten des Hauses zu betonen (wie die Sicht auf den großen Garten).

7. Dekoration

Stehen die Möbel vorteilhaft, sollten Sie sich über die Dekoration Gedanken machen. Mit frischen Wandfarben, Kissen, neutralen Bildern und Pflanzen sorgen Sie für Gemütlichkeit.

8. Auch rund um das Haus pflegen

Vergessen Sie nicht die Umgebung Ihres Hauses. Insbesondere dann, wenn die Immobilie schon lange leer steht, sollten Sie auf den Zustand des Vorgartens und der Haustür achten. Wirkt das Objekt äußerlich nicht gepflegt, haben Interessenten oft keine Lust, sich das Haus von innen anzusehen.

Die Besichtigung

Ist alles aufgeräumt und stilvoll eingerichtet, gibt es am Tag der Besichtigung noch einige letzte Details zu beachten. Verzichten Sie kurz vor der Besichtigung am besten auf Kochen, Rauchen und entsorgen Sie den Müll rechtzeitig. Wenn Sie dann noch gründlich lüften, vermeiden Sie unangenehme Gerüche.

Da hellere Räume größer wirken, können Sie alle Jalousien, Rollos und Vorhänge hochziehen. Sie können auch auf Lampen zurückgreifen. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten: Ob Steh-, Tisch- oder Deckenlampen, sie alle sorgen für mehr Licht und strahlen Wärme aus. Wie wäre es jetzt noch mit frischen Blumen? Nun können Sie Ihre Immobilie von der besten Seite präsentieren.

Bei dem Verkauf Ihres Hauses, Grundstückes oder Ihrer Wohnung unterstützt Sie HAUSGOLD gerne! Auf Wunsch erhalten Sie eine kostenlose und unverbindliche Immobilienbewertung vor Ort. Danach steht Ihnen HAUSGOLD auch während des gesamten Verkaufsprozesses zur Seite.

Источник: https://www.hausgold.de/immobilie-verkaufen/home-staging/

Wieso gewinnt Home Staging auch in Deutschland immer mehr Bedeutung beim Immobilienverkauf?

Dadurch, dass wir heute vorrangig erst einmal Immobilien im Internet suchen, ist der erste Eindruck viel wichtiger geworden. Der Daumen geht schneller runter, wenn nicht sofort Interesse besteht. Ohne dass sofort die Lust auf eine Besichtigung geweckt wird, kommt überhaupt niemand. 

Das liegt auch daran, dass die meisten Käufer wenig Zeit haben. Sie möchten ihre Traumimmobilie nach wenigen Besichtigungen gefunden haben – und die wollen sie direkt sehen und sich nicht vorstellen müssen.

Wann ergibt Home Staging Sinn?

Home Staging macht fast immer, aber besonders für alle Immobilienverkäufer Sinn, die ihr Haus oder ihre Wohnung zu einem guten Preis zeitnah veräußern möchten. Durch die optimale Präsentation der Immobilie werden die Verkaufschancen in Hinblick auf Zeit und Preis deutlich erhöht. 

Home Staging macht keinen Sinn bei Immobilien, die aufgrund ihrer Lage und ihres direkten Umfelds nicht viele Kaufinteressenten und nicht viel Konkurrenz haben werden. Dies ist z. B. die Lage neben einer TÜV-Abnahmestelle oder eines Rockerclubs. Solche Immobilien verkaufen sich über den Preis, nicht über eine optimale Präsentation. 

Professionelle Home Stager nehmen Aufträge unter den Umständen nicht an, weil sie die Verkaufskriterien nicht beeinflussen können.

Warum wird beim Home Staging ein leer stehendes Haus möbliert?

Jeder weiß aus eigener Erfahrung: Kommt man in ein leeres Zimmer, schätzt man die Größe völlig falsch ein. Hinterher wundert man sich, was in den kleinen Raum alles hineinpasst. Es fällt einfach schwer, sich in einem Zimmer etwas anderes vorzustellen, als das, was man sieht. Aus diesem Grund ist eine der wichtigsten Aufgaben des Home Staging, ein leeres Haus mit Möbeln zu bestücken.

Was sollte an Möbeln und Accessoires in einem gestagten Haus sein?

Viel weniger als die meisten denken. Die Möbel, die ich in leere Häuser stelle, sind immer reduziert. Sie zeigen die Nutzung des Raumes und geben ein Gefühl für die Zimmergröße.

Ansonsten ist aber das Credo des Home Staging: Weniger ist mehr! 

Überall darf nur 80 Prozent stehen bleiben, gerade in noch bewohnten Immobilien. Also: In jedem Regal, in jeder Schrankwand muss auch immer eine Fläche leer bleiben. Das lässt Räume „aufatmen“ und großzügiger wirken.

Können Sie uns ein besonders erfolgreiches Beispiel aus Ihrer Praxis als Home Stagerin nennen?

Mein allererstes Objekt ist zwei Jahre durch zwei erfolgreiche Maklerbüros vermarktet worden und es konnte nicht verkauft werden. Dann wurde ein drittes Maklerbüro beauftragt. Die Dame hat mich ins Boot geholt und die Immobilie war dann 18 Tage nach dem Staging vermittelt.

Worin sehen Sie die Erklärung für den erschwerten Verkauf von einigen Immobilien?

Man kann gar nicht sagen, dass das Objekt auf den ersten Blick so aussichtslos wirkt, es sticht einfach nur nicht heraus.

Die Lage ist vielleicht nicht die Beste und das Haus sieht ganz normal aus, aber es beißt einfach keiner an. Die Immobilie spricht einfach den Bauch der Kaufinteressenten nicht an.

Hier lohnt es sich dann, die Schokoladenseite des Objekts herauszustellen, um Atmosphäre und Persönlichkeit zu erzeugen, so wie wir es tun. 

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Ich kenne auch das Beispiel einer Neubauwohnung, die frisch gestrichen war, neues Laminat verlegt worden war, aber es fand sich kein Interessent. Nach dem Home Staging war die Wohnung drei Wochen später verkauft.

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Die Wohnung wirkte bis dahin beliebig, wie eine Packung im Regal.

Aber eine Immobilie muss irgendwie direkt ansprechen, damit bei der heutigen Auswahl im Internet das Gefühl ausgelöst wird, hier lohnt es sich, meine Zeit für eine Besichtigung zu opfern.

Welche Gründe sprechen für professionelles Home Staging und worin liegt der Unterschied zum selber machen?

Natürlich kann man Home Staging selber machen, es ist keine Raumfahrtechnik. Wenn man die Techniken gelernt hat, ist das möglich. Es ist aber unsere Erfahrung, dass man nicht so streng mit sich selbst ist.

In einer Immobilie, in der man selber lebt, wird man sehr schnell betriebsblind. Man selbst sieht nicht die Notwendigkeit etwas zu verändern, wenn man es schön findet.

Der persönliche Geschmack spricht aber nicht jedermann an. 

Das Ziel von Home Staging ist ja, die größtmögliche Gruppe von Kaufinteressenten für sich zu gewinnen. Ein professionelles Auge geht da neutral ran und wir haben einen großen Fundus an Möbeln und Dekorationsartikeln, die man zu Hause nicht hat.

Der neutrale Blick bezieht sich auch auf die Menge der Möbel. Wenn man selber in einer Immobilie lebt, empfindet man ja seine Möbel nicht als zu viel.

Ein Home Stager sagt aber: „Eine Besichtigung ist eine unnatürliche Situation, wo auf dem gleichen Fleck zur gleichen Zeit vier bis fünf Leute rumlaufen. Da wirken Räumlichkeiten schnell eng und voll.“

Im Home Staging ist man deshalb sehr streng mit der Entscheidung, was an Möbeln drinbleiben darf.

Was kostet professionelles und individuelles Home Staging ungefähr?

Wir sagen grundsätzlich so grob ein bis drei Prozent des Verkaufspreises. Das liegt daran, dass bei einer Immobilie, die sehr viel teurer ist, normalerweise die Kaufinteressenten auch erwarten, dass dort hochwertige Möbel stehen.

Bestenfalls möchten sie direkt einziehen können. Bei Immobilien, die niedrigpreisig sind, muss man beispielsweise nicht unbedingt den Teppichboden auswechseln.

Die Leute denken sich, dass sie für das Geld selber einen neuen Teppich reinlegen können. 

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Wir erstellen für jeden Auftrag einen individuellen Kostenvoranschlag und wir sichern als Mitglieder des Berufsverbands zu, dass niemals ein Euro verschwendet wird. Jeder Euro, den wir berechnen, dient dem Verkauf der Immobilie. Die Preise sind auch wegen der verschiedenen Ausgangsbedingungen so unterschiedlich. 

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Es gibt Beispiele, da ist das Haus gerade erst gestrichen worden und es stehen schöne, hochwertige Möbel drin. Dann kostet Home Staging natürlich sehr viel weniger als bei einer sogenannten „geerbten Immobilie“.

Hier muss meist erst einmal alles rausgestellt werden, weil gar nichts von dem verwendet werden kann, was vorhanden ist. Es müssen dann komplett neue Möbel gestellt werden. Außerdem müssen wir noch von innen alles streichen und reinigen lassen.

Da liegen die Leistungen dann bei drei Prozent des Verkaufspreises.

Wie erfolgt üblicherweise die Abrechnung?

Wir haben ja einen Kostenvoranschlag, der klarstellt, wie die Kosten insgesamt entstehen. Da sind die einzelnen Positionen, z. B. Mietmöbel, Reinigung, Gartenarbeiten, Streicharbeiten, etc. explizit aufgeführt.

Abgerechnet wird der gesamte Endpreis. Wobei es sehr unterschiedlich ist, wer ihn erstattet. Manchmal wird er von Verkäufern und manchmal von Maklern bezahlt, mit denen wir kooperieren. Es gibt auch Fälle, da wird der Endpreis anteilig von beiden erstattet, also die Makler beteiligen sich an den Kosten.

Wie ist Ihr Eindruck der Bedeutung von Home Staging bei Maklern?

Home Staging hilft jedem Verkäufer, egal ob er einen privaten oder gewerblichen Hintergrund hat. Die meisten meiner Maklerpartner überzeugen inzwischen ihre Kunden, dass sich die Investition in Home Staging lohnt.

Toll ist aber auch die Reaktion von Maklern, wenn man sie erst dann hinzuzieht, wenn man das Haus durch Home Staging vorbereitet hat. Der Profi-Verkäufer erkennt nämlich sofort, wie viel leichter und besser er solch ein Schmuckstück verkaufen kann, davon ist er selbst begeistert.

Das überträgt sich dann auf seine Gesprächsführung und seine Überzeugungskraft und das spüren die Käufer.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Maklern grundsätzlich?

Die Zusammenarbeit läuft immer besser. Nicht nur nach meinen persönlichen Erfahrungen, sondern auch bei allen Mitgliedern des Berufsverbands. Wir haben inzwischen über 220 eingetragene Mitglieder, die deutschlandweit organisiert sind.

Insgesamt stellen wir alle fest, dass mehr und mehr Makler bereit sind, sich an den Kosten zu beteiligen.

Die Erfahrungen sind so gut, dass die fortschrittlich denkenden Makler Home Staging wirklich standardmäßig in ihr Verkaufsprogramm aufgenommen haben.

Wie erfährt man als Immobilienverkäufer von der Möglichkeit des Home Staging?

Der Berufsverband des DGHR, der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign sieht es als eine wichtige Aufgabe, den Beruf und die Leistungen des Home Stagings bekannt zu machen. Dies geschieht über Pressearbeit, d.h. Veröffentlichungen, Vorträge, Messeständen etc. Der Berufsverband hat auch ein Anbieterverzeichnis, unter dem man uns finden kann.

Gibt es in Deutschland eine Ausbildung im Bereich Home Staging?

Ich persönlich habe ja in England meine Ausbildung zum Thema Home Staging gemacht. Neben den Techniken lernt man aber auch Businesspraktiken, d. h. das Berechnen von Preisen, das Berechnen von Mietmöbeln, den Investitionen, die notwendig sind. Die Ausbildung ist ein wichtiger Grundbaustein zum erfolgreichen Praktizieren von Home Staging.

Heute bin ich als Gründerin des Berufsverbands seit Juni 2010 verantwortlich für den Ausbildungsbereich. Wir bieten regelmäßig Schulungen an, wie auch ich sie damals erlebt habe.

Mir war es wichtig, dass wir alle mit einem gewissen Standard arbeiten, um den neuen Beruf des Home Staging in Deutschland etablieren zu können.

Dazu muss man Ausbildungsseminare anbieten, damit wir dort diese Standards vermitteln können. 

Grundvoraussetzung für das Erlernen von Home Staging ist nicht, wie viele vermuten, aus einem gestalterischen Beruf zu kommen. Es hilft, wenn man ein gewisses ästhetisches Grundgefühl hat. Man muss nicht besonders kreativ sein.

Es sind Techniken, die man lernt. Home Staging ist kein Design, Home Staging ist ein Verkaufswerkzeug.

Wenn Sie gerne mehr über die Ausbildung zum Home Stager erfahren möchten können Sie hier Näheres zu den einzelnen Bausteinen des DGHR lesen.

Wie merkt man, dass man richtig gestaged hat?

Am Wohlfühleffekt, das ist ganz klar. Man hat richtig gestaged, wenn wirklich jeder gerne durch das Haus geht. Die Käufer haben dabei nicht mehr das Gefühl, sie gehen durch ein fremdes oder altes oder gebrauchtes Haus. Sie merken einfach nur von der ersten Sekunde an, dass sie sich hier wohlfühlen. Und wo man sich wohlfühlt, da kann man sich vorstellen, selbst zu Hause zu sein.

Источник: https://www.makler-vergleich.de/immobilien-verkauf/hausverkauf/hausverkauf-schritte-ablauf/hausverkauf-besichtigung/homes-staging-preise-beispiele.html

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