Im Homeoffice die Work-Life-Balance behalten

Work-Life-Balance im Home Office

Im Homeoffice die Work-Life-Balance behalten

Wer dieses Jahr aufgrund der Corona-Lockdowns zum ersten Mal im Home Office gearbeitet hat, hat schnell gemerkt: Arbeiten von zuhause erfordert besondere Regeln! Hier finden Sie Tipps fürs Home Office, wie Sie Privates und Beruf im Gleichgewicht halten und Stress bei der Arbeit von zuhause vermeiden!

Nur weil man plötzlich zuhause im eigenen Wohnzimmer sitzt, verändern sich die Ansprüche an die eigene Leistung im Beruf noch nicht automatisch.

Im Gegenteil: Nicht nur, dass jetzt gewohnte Abläufe aus dem Büro neu strukturiert werden müssen, wollen parallel auch noch die Kinder unterhalten und gefördert werden! Mit diesen Home Office Tipps schaffen Sie den Spagat zwischen zuhause arbeiten und Familienleben!

Probleme im Home Office ausschalten

Viele Hindernisse kann man aus dem Weg räumen: Ist das heimische Arbeitszimmer fertig eingerichtet, die richtigen Möbel fürs Home Office angeschafft oder selbst gebaut, und die technische Ausstattung des Homoffices geklärt, könnte man eigentlich konzentriert arbeiten. Aber gerade im Zusammenleben mit den übrigen Familienmitgliedern liegt viel Konfliktpotenzial. Wer sich diese möglichen Konfliktpunkte bewusst macht, kann viel Stress vermeiden und sich den beruflichen Fragen widmen:

  • Wie strukturiere ich meinen Arbeitstag zuhause?
  • Wie organisiere ich die Arbeit und Familienleben im Home Office?
  • Wie bleibe ich im Home Office fokussiert und konzentriert?
  • Wie vermeide ich, mich selbst auszubeuten und zu überanstrengen?
  • Wie schaffe ich es, nach der Arbeit wieder Freizeit & Privatleben zu haben? 

Wohnen

4 kreative Ideen für Ihr Home Office

Zu den Vorteilen von Home Office zählen zum Beispiel die freiere Zeiteinteilung und der geringere Stress, da Fahrtzeiten entfallen. Doch um im Home…

 

7 Tipps, Homeoffice-Arbeit zu organisieren

Auch im Home Office braucht ein Arbeitstag Struktur, damit Sie erfolgreich Ihr Tagespensum schaffen: Planen Sie daher die Arbeitswoche im Home Office genau so, wie Sie es im Büro täten! Das fängt schon mit „zur normalen Zeit aufstehen“ an und beinhaltet mehr denn je die Planung von Kommunikationsphasen, denn die Abstimmung mit Kollegen ist von zuhause aus aufwendiger als im Büro. Das kostet Zeit, die Sie von Anfang an einplanen sollten. Diese Tipps fürs Home Office helfen, die Arbeit zuhause zu strukturieren:

  • Gehen Sie ins Büro: Der Weg zum Arbeitsplatz stimmt uns auf die folgende Tätigkeit ein – auch wenn der Schreibtisch nun im Wohnzimmer steht! Schlecht ist, nur den Frühstücksteller beseite zu schieben und noch am Küchentisch das Laptop aufzuklappen.
  • Machen Sie sich einen Wochen- und Tagesplan: Welche Arbeiten stehen an? Was muss ich heute fertig kriegen? Beginnen Sie mit der schwierigsten/größten Aufgabe – Kleinkram können Sie später noch schnell wegarbeiten! To-do-Listen machen Arbeit sichtbar – und Erfolge messbar!
  • Für zeitraubende Routine-Arbeiten (wie etwa Mails sichten unnd beachtworten) planen Sie feste Zeitfenster ein (gern als wiederkehrender Tages-Termin): In diesem Zeitfenster machen Sie dann nichts anderes und konzentrieren sich voll auf die anstehende Aufgabe. Dafür können Sie am Rest des Tages die Mail-Erinnerungsfunktion ausschalten und konzentriert an anderen Projekten arbeiten.
  • Planen Sie auch Zeit für die Kommunikation ein. Im Büro funktioniert viel über Zuruf, das ist im Home Office nicht möglich: Aber ein kurzer (Video-)Anruf ist  meist effizienter als eine Mail zu schreiben!
  • Timeboxing: Gewähren Sie sich für einfache Aufgaben nicht unendlich Zeit! Wer sich keine Grenze setzt, wird unnötig lange an einzelnen Aufgaben vertrödeln, die das Arbeitsergebnis nicht unbedingt besser macht. Zur Not Wecker stellen!
  • Realistisches Zeitmanagement: Noch ist vieles neu und unvertraut im Home Office – Arbeitsabläufe müssen sich meist noch einspielen. Das kostet alles Zeit, die im Büro vielleicht nicht anfiele. Es hilft schon, sich diese Zeitfresser bewusst zu machen und mit Kollegen oder dem Chef darüber zu sprechen. Im Austausch lassen sich Lösungen finden und neue Standards für die Zusammenarbeit von zuhause aus etablieren.
  • Ablenkungen abstellen: Gut, die Kinder kann man nicht „stumm schalten“, das Handy aber schon. Auch die Waschmaschine lenkt ab, wenn sie piepst, weil die fertig ist. Besser den Timer so stellen, dass sie in der Mittagspause oder zum Feierabend fertig ist. Praxistipp: Ist es im Haus tagüber laut und sie können sich schlecht konzentrieren? Dann probieren Sie doch einmal (Noise-Cancelling-)Kopfhörer aus, die störende Nebengeräusche weg-filtern!

Fokussiert zuhause arbeiten, selbst wenn der Hund um Aufmerksamkeit bettelt: Mit diesen Tipps fürs Home Office klappt’s! Foto: iStock / South_agency 

Diese Tricks helfen, damit Arbeit zuhause nicht belastet

Die Arbeit im Home Office wird von vielen so geschätzt, weil man sich seine Arbeitszeit frei einteilen kann.

Darin liegt aber auch eine Gefahr: Wer die Arbeit mehrfach am Tag unterbricht (für Kinderbetreuung, die Runde mit dem Hund, eine Stunde Sport oder schlicht die Hausarbeit), muss die Arbeit in den Randzeiten morgens und abends nachholen.

Die Arbeit dringt damit immer weiter ins Privatleben ein – Gewerkschaften warnen vor einer Entgrenzung der Arbeit. Wie Sie sich davor schützen, erfahren Sie hier:

  • Arbeitszeiten einhalten: Gleitzeit ist eine tolle Sache, aber wer früher die Arbeit aufnimmt, darf auch früher „den Griffel fallen lassen“. Im Zweifel mal Tagebuch führen und Arbeitsbeginn, Unterbrechungen und Arbeitsende notieren.
  • Pausen planen und auch machen: Regelmäßige Pausen sind wichtig – sie verbessern die Konzentration und schützen den Rücken! Im Büro unterbricht man die Arbeit viel öfter (weil man zum Druckerraum läuft, Kollegen auf einen Schwatz vorbeikommen, …) als im Home Office. Wer erst durch Nackenschmerzen spürt, dass er lange keine Pause eingelegt hat, kann sich auch einfach den Wecker stellen – 5 Minuten reichen schon als Ausgleich.Praxistipp: Diese kleinen Unterbrechungen der Arbeit nutzen, um das Home Office zu lüften! Denn sonst sitzt man schnell in Zugluft, einer der häufigsten Krankheitsgefahren am Arbeitsplatz.
  • Keine Arbeit am Abend und Wochenende: Wenn Wochenendarbeit nicht zu ihrem Job gehört, sollten Sie im Home Office nicht damit anfangen! Von Freitagabend bis Montagmorgen bleibt der Dienstrechner aus.

Foto: iStock / richLegg 

Die 7 besten Tipps, Home Office und Familie zu versöhnen

Wer nicht alleine lebt und auf keinen Mitbewohner Rücksicht nehmen muss, lernt im Home Office schnell, dass es besonderer Regeln braucht, wenn man dauerhaft von zuhause arbeiten will, ohne dass das Familienleben darunter leidet. Rücksichtnahme ist immer ein guter Rat, aber treffen Home Office, Kleinkinder ohne Betreuung und die ganz normale Hausarbeit aufeinander, braucht es mehr! Mit diesem 10 Tipps vermeiden Sie Familienstress im Home Office:

  1. „Wohnen first“: Die Wohnung ist Rückzugsort und Mittelpunkt des Familienlebens – das bleibt auch so, wenn Sie von zuhause arbeiten! Gerade wenn für das Home Office kein eigener Raum zur Verfügung steht, muss der private Charakter bei der Einrichtung des Home Offices gewahrt bleiben.
  2. Private Bereiche schützen: Jeder braucht einen Rückzugsraum – gerade auch wenn plötzlich dauerhaft mehr Leute zuhause arbeiten. Daher sollte jedes Familienmitglied einen geschützten Bereich im Haus haben, an den er sich zurückziehen kann, wenn mal alles zuviel wird.
  3. Nutzungszonen definieren: Bei offenen Grundrissen ist dieser Tipp fürs Home Office besonders wichtig, um Struktur zurückzugewinnen! Gegessen wird in der Küche, gespielt im Kinderzimmer, Arbeit und Hausaufgaben erledigt man am Esstisch!
  4. Kommunikation & Absprachen: Auch zwischen den Familienmitgliedern sind regelmäßige „Konferenzen“ sinnvoll, um Stress im Homeoffice zu vermeiden. Wie geht es den Familienmitgliedern mit der Situation, was stört extrem, was könnte man verändern, damit sich alle besser fühlen?
  5. Den Tag planen: Routinen sind nicht nur für denjenigen sinnvoll, der im Home Office arbeitet, sondern auch für alle anderen Familienmitglieder. Feste Zeiten für Essen und Freizeit sind ebenso festzulegen wie ggf. „stille Phasen“ (für konzentriertes Arbeiten oder den Mittagsschlaf der Kleinsten).
  6. Lärm abschalten: Dudelt dauernd das Radio oder zerrt die Unordnung an den Nerven? Vermeiden Sie Reizüberflutung, wenn Sie im Home Office arbeiten. Alles zu seiner Zeit ist auch ein guter Tipp fürs Home Office.
  7. Improvisation erlaubt: Es muss nicht alles von Anfang an perfekt laufen – es ist ok, wenn Sie sich nach und nach einer für Sie und Ihre Familie optimale Lösung herantasten.

Noch nicht genug? Hier liefern unsere Kollegen von maennersache.de Profi-Tipps fürs Home Office mit Kindern, Partner oder als Single >> 

Besonders seit der Corona-Pandemie wird das Arbeiten im Home Office immer wichtiger. Aber was sollte man im Home Office beachten? Und wie kann man seinen Arbeitsplatz im Home Office einrichten, wenn man kein freies Zimmer zur Verfügung hat?

Im Home Office arbeiten klingt erst Mal sehr verlockend. Doch es stellt viele Arbeitnehmer auch vor große Probleme.

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So müssen oft die Kinder betreut werden, ein Haustier beschäftigt werden oder der Arbeitsplatz fürs Home Office fehlt einfach. Doch auch für diese Schwierigkeiten gibt es Lösungen.

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Bevor Sie sich auf die Couch setzen oder am Küchentisch Ihrer Arbeit nachgehen müssen, zeigen wir Tipps um einen Arbeitsplatz fürs Home Office zu organisiern.

Vorbereitungen: Arbeitsplatz im Home Office

Viele kennen das Problem: Eigentlich soll man im Home Office arbeiten, doch der richtige Arbeitsplatz ist nicht vorhanden. Oft fehlt ein freies Zimmer, in dem man sich einrichten kann oder schlichtweg der Platz für einen Schreibtisch.

Aber bevor Sie aufgeben einen Arbeitsplatz herzurichten, sollten Sie überlegen, wie viel Platz Sie überhaupt brauchen und welche Anforderungen Ihr Arbeitsplatz im Home Office erfüllen sollte.

Benutzen Sie einen Drucker? Brauchen Sie Platz für einen zweiten Bildschirm? Wie viel Stauraum brauchen Sie, um Notizen oder Arbeitsmaterial aufzubewahren?

 

Frische Luft und Bewegung fördern die Konzentration. Aber auch weitere Punkte sorgen dafür, dass Sie sich während der Arbeitszeit auf Ihre Arbeit konzentrieren und sich trotzdem in Ihrer Freizeit von der Arbeit lösen können. Sollten Sie Ihr Arbeitszimmer einrichten, achten Sie auch auf die folgenden 5 Punkte:

Das Video zeigt, wie Sie Ihren Arbeitsplatz organiseren sollten, um konzentrierter zu arbeiten:

 

Home Office: Arbeitsplatz im Wohnzimmer

Je nach dem, wie groß Ihr Wohnzimmer ist, werden Sie keine Probleme haben, Ihren Arbeitsplatz dort einzurichten. In großen Räumen kann man den Arbeitsbereich mit einfachen Mitteln abgrenzen und wird so in der Freizeit nicht an die Arbeit erinnert.

Mit Sideboards, Paravents oder einer schönen Wohnwand mit integriertem Schreibtisch kann man seinen Arbeitsplatz in das Gesamtbild des Wohnzimmers einbinden und Büronischen organisieren. Wohnwände mit Schreibtisch eignen sich besonders dann, wenn Sie einen offenen Wohnraum haben.

Am Abend können Sie dann Ihre Arbeitsmaterialien verstauen und nichts erinnert mehr an ein Home Office. Doch nicht jeder hat ein so großes Wohnzimmer und kann sich dort seinen Arbeitsbereich frei einrichten.

 

Arbeitsplatz im Home Office: Wenig Platz

Wer nur wenig Platz hat und benötigt kann auf einem Sekretär arbeiten. Sekretäre bieten genug Platz für einen Laptop und für sonstige Arbeitsutensilien. Zusätzlich sehen Sie schön aus und passen auch in kleine Räume. Besonders praktisch für schmale oder kleine Räume sind Wandregale.

Diese gibt es teilweise auch mit klappbaren Tischen. So kann man pünktlich zum Feierabend den Tisch hochklappen und den Kopf frei bekommen.
Praxistipp: Alte Sekretäre können Sie oft Second Hand kaufen.

Wem der Stil nicht gefällt, kann diese auch meist abschleifen und in der Wunschfarbe streichen.

Wohnen

Ausstattung entscheidend für Produktivität

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Das Arbeiten im Home Office kann sehr angenehm sein. Man ist z.B. direkt nach dem Feierabend zuhause und spart sich die Fahrtzeit ins Büro. Doch…

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Aber neben der Einrichtung von kleinen Räumen gibt es auch noch weitere Möglichkeiten, um sich einen Arbeitsplatz zuhause einzurichten. So können Sie zum Beispiel auch Räume anders nutzen als sonst.

Räume für Arbeitsplatz umfunktionieren

Gerade während der Corona-Pandemie mussten viele schnell ins Home Office wechseln. Viel Zeit, um sich einen Arbeitsplatz einzurichten, blieb da nicht. Doch mit etwas Kreativität konnte man sich trotzdem einen provisorischen Arbeitsplatz schaffen.

Wenn Sie sich jetzt einen Arbeitsplatz einrichten, sollten Sie überlegen, welches Zimmer umfunktioniert werden kann und welche Möbel wirklich wichtig sind. Muss das Sideboard wirklich in dieser Ecke stehen? Braucht man das halbvolle Regal? Stellen Sie weniger benutzte Möbel entweder im Keller, auf dem Dachboden oder in einem anderen Zimmer ab.

Dadurch schaffen Sie Raum für einen Arbeitsplatz. Vielleicht können Sie auch in einem Raum Nischen bauen oder sich einen Arbeitsplatz an einem ungewohnten Ort einrichten. Wenn Sie für das Schuhregal einen anderen Ort finden können Sie auch im Flur arbeiten. 
Praxistipp: Praktisch sind klappbare Tische.

Diese nehmen zusammengeklappt keinen Platz weg, sind aber vollkommen aursreichend für einen Laptop. Mit etwas handwerlichem Geschick kann man auch die Fensterbank erweitern und dort arbeiten.

Mehrere Arbeitsplätze im Home Office

Doch was macht man, wenn man nicht alleine zuhause ist? Wie kann man seinen Arbeitsplatz organisieren, wenn man zu zweit von zu Hause arbeitet?

Wenn zwei Personen im Home Office sind ist es nicht immer einfach sich zu konzentrieren. Foto: iStock / amriphoto

Besonders schwierig wird es, wenn sich mehrere Personen im Home Office aufhalten. Zwar ist es schön in einem Raum zu sitzen, um nicht einsam zu sein. Doch gerade, wenn einer viele Video- oder Telefon-Meetings hat, sollte man eine geeignete Lösung finden.

Ein Zeitplan, wer wann telefoniert oder eine abgetrennte Meeting-Ecke können schon reichen. Wer sich zu schnell von anderen Menschen ablenken lässt, kann sich einen Paravent als Sichtschutz auauen.

 Dieser lässt jedem seinen Freiraum und sorgt für mehr Konzentration. 

Источник: https://www.selbst.de/home-office-tipps-55329.html

GRIN – Homeoffice und Work-Life-Balance. Die Auswirkungen von mobilem Arbeiten

Im Homeoffice die Work-Life-Balance behalten

Leseprobe

1. Einleitung

2. Hauptteil2.1. Begriffsbestimmung2.1.1. Mobiles Arbeiten2.1.2. Work-Life-Balance2.1.3. Homeoffice2.2. Nutzung von mobilen Arbeitsmöglichkeiten am Beispiel Homeoffice2.3. Gegenüberstellung von Arbeit und Privatleben2.4. Modelle der Work-Life-Balance2.4.1. Die fünf Säulen der Identität2.4.2. Das Wellness-Modell2.5. Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens am Beispiel Homeoffice

2.6. Eigene Erfahrung mit Homeoffice

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Aktuell, durch Covid-19, wird Flexibilität, besonders was die Arbeit angeht, nochmal extra großgeschrieben.

Den Arbeitsalltag so wie wir ihn kennen gibt es für die meisten Menschen auf einmal nicht mehr.

Arbeitsabläufe ändern sich, viele Arbeitnehmer werden auf Kurzarbeit umgestellt oder sogar entlassen und besonders bei kleineren Unternehmen besteht die Gefahr Insolvenz anmelden zu müssen.

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In dieser Zeit sind alternative Arbeitsformen extrem in den Fokus gerückt und besonders das Homeoffice hat einen Aufschwung erleben dürfen.

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Auf Grund des Kontaktverbots, welches zu Beginn nicht mehr als zwei Menschen in unmittelbarer Nähe erlaubte, war es den meisten Menschen nicht möglich wie gewohnt in ihr Büro zu fahren und von dort aus zu arbeiten.

Alle Arbeiter, dessen Jobs es zulassen, wurden kurzerhand auf Homeoffice umgestellt. Für die einen mögen alternative Arbeitsformen den Alltag erleichtern, für andere wiederum bergen sie so ihre Tücken.

In der folgenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Möglichkeit des mobilen Arbeitens auseinandersetzen und inwieweit dieses die Work-Life-Balance beeinflusst. Des Weiteren, möchte ich mich hier besonders auf das Homeoffice als mobile Arbeitsform konzentrieren, da es auf Grund der aktuellen Situation besonders präsent und stark in den Fokus und in die Diskussion gerückt ist.

2.1.1. Mobiles Arbeiten

Mobiles Arbeiten ermöglicht es jederzeit von überall aus zu arbeiten. Ob Zuhause (Homeoffice), im Zug, in einem Café oder in einem angemieteten Büro außerhalb der eigentlichen Geschäftsräume (beispielsweise ein Co-Working Space) (Klump, 2020, S. 8).

Mittlerweile sind durchschnittlich die Hälfte der Arbeitnehmer sogenannte mobile Worker und arbeiten nicht nur an einem Arbeitsplatz im Unternehmen, sondern sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens an verschiedenen Arbeitsplätzen (Prümper et al, S.

9).

2.1.2. Work-Life-Balance

Work-Life-Balance meint im Großen und Ganzen die Vereinbarkeit zwischen Beruf (Work) und Familie, beziehungsweise Privatleben (Life). Ziel ist es hier eine Ausgeglichenheit zu schaffen, sodass keines von beiden zu kurz kommt. Es geht gewissermaßen um die Ressourcen- und Zeitverteilung.

Gab es früher meist eine klare Rollenverteilung, in welcher der Mann arbeiten ging und die Frau Zuhause blieb, um sich um die Familie zu kümmern, so verschwimmen diese beiden Bereiche heutzutage immer mehr und mehr. Alleinerziehende arbeitende Eltern oder Familien, in welchen beide Elternteile, oft sogar Vollzeit, berufstätig sind, sind keine Seltenheit mehr (Gudat/Collatz, 2019, S.1 ff.).

Durch einen steigenden Anteil berufstätiger Frauen, den demografischen Wandel und „die technische Durchdringung in allen Lebensbereichen“ sowie sich verändernde Arbeitsbedingungen, ändern sich Anforderungen im Beruf und im Privatleben stetig. Das Management dieser beiden Bereiche wird zunehmend anspruchsvoller. Es ist also nicht mehr entscheidend für welche Rolle man sich entscheidet, sondern der Fokus liegt darauf wie jeder diese beiden Bereiche ausbalanciert bekommt (ebd.).

Um erneut auf die Energieverteilung zurück zu kommen, lässt sich diesbezüglich sagen, dass jeder Mensch ein begrenztes, wenn gegebenenfalls auch unterschiedlich großes, Kontingent an Energie oder Zeit hat.

Energie oder Zeit, die für einen Bereich im Leben eingesetzt worden ist, kann nicht mehr für einen anderen eingesetzt werden, sondern ist dann aufgebraucht.

Durch verschiedene Rollen, welche ein Mensch in seinem Leben verkörpert (zum Beispiel Elternteil, Arbeitnehmer, Freund, Kollege) ergeben sich Konfliktpotenziale auf Grund unterschiedlicher Anforderungen, die mit den jeweiligen Rollen einher gehen.

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Erwartet ein Arbeitgeber beispielsweise dauerhafte Erreich- und Verfügbarkeit über das Diensthandy, empfinden Freunde und Familie es möglicherweise als nervig, da der kostbaren Zeit mit Ihnen nicht die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird (ebd.).

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Zufriedenheit und Wohlbefinden hängen eng mit Work-Life-Balance zusammen. Die unterschiedlichen Lebensbereiche und eines Menschen und die damit verbundenen speziellen Anforderungen sind besonders relevant. Diese Anforderungen wirken „als unabhängige Variable auf die Zufriedenheit beziehungsweise das Wohlbefinden (ebd., S.25).

2.1.3. Homeoffice

Homeoffice ist eine Form des mobilen Arbeitens (Stettes, 2018, o.S.). Die Arbeitnehmer halten sich während ihrer Arbeitszeit nicht im Büro, sondern in ihrem eigenen Zuhause auf und arbeiten von dort aus. Je nach Möglichkeit und Angebot des Arbeitgebers sind vereinzelte Stunden, Tage oder auch Vollzeitjobs im Homeoffice möglich.

2.2. Nutzung von mobilen Arbeitsmöglichkeiten am Beispiel Homeoffice

Laut einer Beschäftigungsbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft im Herbst 2015, arbeiten sechs von zehn Beschäftigten von unterwegs mit Hilfe des Smartphones, Laptops oder Tablets. Allerdings greift ein Drittel von ihnen eher selten auf diese Möglichkeit zurück (Setters, 2016, o.S.).

Neben der Frage wie präsent die tatsächliche Nutzung mobiler Arbeitsmöglichkeiten ist, stellt sich mir ebenfalls die Frage, ob und wie viele Betriebe diese Möglichkeit überhaupt anbieten, beziehungsweise, ob Mitarbeiter dieses Angebot auch annehmen.

Das IAB-Betriebspanel ist repräsentativ für alle Betriebe in Deutschland. Es werden um die 16.000 Betriebe aller Größen, unabhängig von ihrem Wirtschaftszweig, befragt und es wird jährlich erhoben.

Nach dem IAB-Betriebspanel 2018 wurde von 26 Prozent der Betriebe überhaupt die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten angeboten. „Hochgerechnet auf die Beschäftigten haben 12 Prozent die Möglichkeit, mobil beziehungsweise im Homeoffice zu arbeiten“.

In acht Prozent der Betriebe wird nur Homeoffice und in vier Prozent nur das mobile Arbeiten angeboten (Grunau et al, 2019, o.S).

Da es nicht nur auf die Bereitschaft der Betriebe ankommt mobile Arbeitsformen anzubieten, sondern ebenfalls darauf, ob der Job des jeweiligen Angestellten es zulässt außerhalb des Arbeitsplatzes zu arbeiten sowie auf den Anteil der Beschäftigten, die dann auch Zugang zu diesen haben, möchte ich hier beispielhaft auf die entsprechenden Anteile der Beschäftigten aus Produktion, Marketing/Vertrieb und Administration/sonstigen Dienstleistungen eingehen.

Es muss unterschieden werden, wer dem Betrieb nach im Homeoffice arbeiten darf (Betriebsbefragung) und wer es tatsächlich annimmt (Beschäftigtenbefragung).

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Erstaunlicherweise stellte sich in der Befragung des LPP1, welches auf der Studie „Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg“ basiert, heraus, dass der Wert der Homeoffice Nutzung, nach eigener Angabe der Beschäftigten, über dem der Betriebe liegt. Grund hierfür ist die unterschiedliche Wahrnehmung darüber was Homeoffice ist, beziehungsweise was dazu zählt.

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Betriebe denken hier in festgelegten Vereinbarungen, während die „Beschäftigten auch situatives Arbeiten von zu Hause [aus], möglicherweise außerhalb der regulären Arbeitszeit“ mit einbeziehen (Grunau et al, 2019, o.S.).

Laut der LPP-Betriebsbefragung 2016 dürfen laut den Betrieben 67 Prozent der Beschäftigten im Marketing/Vertrieb, 51 Prozent in Administration/sonstige Dienstleistungen und 10 Prozent in der Produktion im Homeoffice arbeiten.

Allerdings geben 28 Prozent der Beschäftigten in der Produktion an ab und zu im Homeoffice zu arbeiten, 66 Prozent geben es in der Administration/sonstige Dienstleistungen an und sogar 95 Prozent im Vertrieb beziehungsweise im Marketing (ebd.).

Anhand des letzten Vergleichs wird deutlich, dass die Möglichkeit und somit auch die Nutzung von mobilen Arbeitsmöglichkeiten innerhalb verschiedener Branchen oder Arbeitsstellen stark variiert.

2.3. Gegenüberstellung von Arbeit und Privatleben

Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland ist ein wichtiges Thema. Auch oder besonders in Bezug auf das Privatleben. Laut der Gallup-Studie2 im Jahr 2016 hatten 15 Prozent der Arbeitnehmer schon innerlich gekündigt und sogar 70 Prozent machten nur noch Dienst nach Vorschrift.

Sprich, sie erledigen was zu tun ist aber machen darüber hinaus nicht mehr oder nichts zusätzlich, weil sie sich nicht ausreichend mit ihrer Stelle identifizieren können. Insgesamt waren also 85 Prozent der deutschen Erwerbstätigen wenig bis gar nicht zufrieden mit Ihren Jobs (Pothmann, 2019, S.

12 f.).

Arbeit wird belastender und stressiger.

Wenn man sich jetzt vor Augen führt, dass die Zeit welche man auf der Arbeit oder mit dem Weg dorthin verbringt, mit seinen Vorgesetzten und Kollegen den größten Teil unseres Alltags und Lebens einnimmt, ist es umso erschreckender, dass ein Großteil der Menschen in dieser Zeit unzufrieden zu sein scheint.

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Dies wirkt sich, wie schon zu Beginn in der Begriffserklärung der Work-Life-Balance erwähnt, unumgänglich auch auf das Privatleben aus.

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So bleiben uns nach Abzug von Schlaf und Arbeitszeit noch vier bis sechs Stunden am Tag übrig, welche ebenfalls noch weitere Verpflichtungen wie Haushalt oder Einkauf und Ernährung beinhalten. Kurz gesagt: Wir arbeiten mehr, als dass wir unser Privatleben genießen dürfen. Wird man sich dessen bewusst, lässt sich auf Basis dieser Erkenntnis weiter ableiten, dass unser privates Glück stark davon abhängt wie zufrieden wir mit unserem Job sind (Pothmann, 2019, S.13 ff.).

Ein generelles Ziel der Unternehmen und Arbeitnehmer sollte es somit sein eine ausreichende Work-Life-Balance zu schaffen. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten dem entgegen zu kommen. Vom Arbeitgeber aus existiert neben Gleitzeit und Kinderbetreuung innerhalb des Unternehmens eben auch das mobile Arbeiten als Möglichkeit der Gestaltung von Work-Life-Balance.

Im Folgenden möchte ich aber zuerst auf zwei Modelle eingehen, welche es den Arbeitnehmern selbst in einem ihnen möglichen Rahmen erlaubt die eigene Work-Life-Balance zu verbessern.

2.4. Modelle der Work-Life-Balance

Bevor ich auf zwei der existierenden Modelle eingehen werde, möchte ich erwähnen, dass diesen selten wissenschaftliche Modelle zugrunde liegen. „Die meisten Ansätze werden eher handlungsbezogen konzipiert [und] eine wissenschaftliche Fundierung ist in der Praxis kaum vertreten“ (Gudat/Collatz, 2019, S.25).

2.4.1. Die fünf Säulen der Identität

Bei dem ersten Modell, welches ich kurz vorstellen möchte, handelt es sich um die fünf Säulen der Identität. Dieses hat eher einen therapeutischen Hintergrund und wurde von dem Begründer der integrativen Therapie (Petzold) entwickelt.

Laut Petzold wird die menschliche Identität von fünf Säulen getragen: Leiblichkeit, soziales Netzwerk, Tätigkeit/Arbeit, materielle Sicherheit und Werte. Sobald nur eine der Säulen schwach ausgeprägt ist im Gegensatz zu den anderen, führt dies zu einer Krise des Menschen.

Damit die Balance wiederhergestellt werden kann, muss man sich seiner Werte bewusst sein (oder werden). Weniger stark ausgeprägte Dimensionen können gezielt mit unterschiedlichen Strategien wieder gestärkt werden.

Wichtig bei diesem Modell ist es sich bewusst zu machen, dass die Ausprägung der Säulen bei jedem anders ist (ebd., 2019, S.28f).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die fünf Säulen der Identität3

[…]

1 Linked Personal Panel: verknüpfter Datensatz, welcher die Betriebs- und Beschäftigungsperspektive in Verbindung setzt

2 Studie zur Arbeitsplatzqualität

3 Quelle: http://www.therapiedschungel.ch/content/5_saeulen_der_identitaet.htm [letzter Zugriff: 07.08.2020]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten Arbeit zitieren Marie Hedke (Autor), 2020, Homeoffice und Work-Life-Balance. Die Auswirkungen von mobilem Arbeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950188

Im eBook lesen

Источник: https://www.grin.com/document/950188

Das Homeoffice erfordert neue Stundenpläne

Im Homeoffice die Work-Life-Balance behalten

Seit Jahren forsche ich zum Thema Homeoffice und mindestens genauso lange arbeite ich teilweise auch selbst von zu Hause aus. 2020 habe ich dennoch einiges dazu gelernt.

Das wahrscheinlich wichtigste Learning ist die Erkenntnis, dass man gar nicht erst versuchen sollte, alles gleichzeitig unter einen Hut zu bringen. Ich habe drei Kinder, eines im Kindergarten, eines in der Grundschule und eines auf dem Gymnasium.

Das hieß für mich im ersten Lockdown im Frühjahr erst einmal, dass ich viele Rollen gleichzeitig zu besetzen hatte: Kindergärtnerin, Lehrerin, Köchin Haushälterin, IT-lerin. Und das war nur mein Privatleben.

Im Beruf habe ich meine eigentlich als Präsenzvorlesung gedachte Veranstaltung plötzlich online aus dem Wohnzimmer heraus geben müssen, einige Texte zum Thema Homeoffice geschrieben und Befragungen dazu konzipiert sowie eine Menge Interviews gegeben.

Man kann sich vorstellen, wie chaotisch das manchmal war. Am Anfang dachte ich, das muss irgendwie alles gleichzeitig geschehen. Aber das funktionierte einfach nicht und ich hatte immer allen gegenüber ein schlechtes Gewissen.

Also fing ich an, alle Aufgaben in kleine Häppchen einzuteilen und mich mental immer nur auf eine Tätigkeit einzustellen. Nicht fünf Stunden am Stück Homeschooling – inklusive Technik einrichten und Fragen beantworten.

Das musste einfach auf zwei einzelne Stunden am Tag beschränkt werden.

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Zum Glück hatten auch die Kinder irgendwann ihren Rhythmus raus und haben ihre Sachen sehr selbständig gemacht. Schon bald hatten wir einen Stundenplan am Kühlschrank hängen und daneben eine Liste der täglichen Arbeiten, die von ALLEN durchgeführt werden mussten.

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Und wenn dann eine Journalistin zwischendurch anrief und um ein Interview bat, wurde sie auf eine Lücke im Tagesplan geschoben. Am liebsten in die Medienzeit der Kinder oder wenn der Papa die Betreuung übernahm.

Und die halbe Stunde Kaffeepause mit der Nachbarin im Garten, die fiel nur selten aus, denn ein wenig Pause muss zwischendurch doch auch mal sein.

Herausforderung 1: Stundenpläne vereinbaren

Klingt eigentlich nach einem ganz normalen Zeitmanagement? Ja richtig, so macht man das eigentlich. Im Job genauso wie im privaten Alltag. Aber beide Stundenpläne miteinander zu vereinbaren und mit den alltäglichen Störungen, die den Rhythmus durcheinanderbringen, umzugehen, das ist eine große Herausforderung.

Das sind die meisten Menschen in der Regel in diesem Ausmaß nicht gewohnt.
Im April sind wir mit einer Zusatzbefragung unseres schon seit Jahren im zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Betriebs- und Beschäftigtenpanel, dem Linked Personnel Panel, ins Feld gegangen. Wir haben ArbeitnehmerInnen nach ihren aktuellen Arbeitsweisen und Homeoffice-Erfahrungen gefragt.

Nicht überraschend: es hatten viel mehr Befragte im Homeoffice gearbeitet als im Jahr davor. Dennoch gab es auch viele, deren Tätigkeiten immer noch nicht fürs Homeoffice geeignet waren. Personen, die Kinder betreuen mussten, hatten größere Schwierigkeiten, zu Hause effektiv und konzentriert zu arbeiten und haben häufiger zu Randzeiten gearbeitet.

Trotzdem war die Arbeitszufriedenheit im Durchschnitt nicht signifikant geringer als im Jahr zuvor.

Vor allem waren die meisten Beschäftigten sehr zufrieden mit der Unterstützung durch den Arbeitgeber. Und damit kommen wir zu meinem zweitwichtigsten Learning in diesem Jahr: Wie funktioniert Führung und Kommunikation ins und aus dem Homeoffice heraus?

Wenn man nämlich nicht aufpasst, dann passiert schnell das, was wir schon von unseren Eltern und Großeltern immer zu hören bekommen haben: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ Bei allem Jonglieren des eigenen Alltags, hatte ich am Anfang überhaupt keinen Sinn für die MitarbeiterInnen in meinen Projekten und die KollegInnen in meinem Team.

Da war ich froh, dass mein Bereichsleiter auch erst einmal nicht allzuviel Kommunikation einforderte. Aber mit der Zeit stellte sich heraus: so konnten wir nicht gut arbeiten. Es fehlten die Absprachen und die klare Aufgabenverteilung in den Projekten. Es fehlte die gegenseitige Motivation, das Teilen von Erfolgen und Misserfolgen.

Und es fehlte einfach auch das private Gespräch unter Kollegen.

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Die Leitung des ZEW hat das schnell erkannt und wir haben institutsweite Meetings virtuell und sehr regelmäßig durchgeführt. Die einzelnen Forschungsteams haben sich auch häufiger als vorher virtuell „getroffen“.

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Diese Plattform des regelmäßigen Austauschs hat mir gut getan, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, die anderen, die keine Kinder haben, sind gerade so viel produktiver und vor allem auch entspannter als ich.

Herausforderung 2: Kontakt halten

Die wesentliche Erkenntnis für mich liegt also darin, dass das informelle Gespräch wichtig für die Motivation und damit auch für die Produktivität zu sein scheint. Aus meiner Sicht, ist das ein wichtiges Forschungsthema für die Zukunft.

Ich habe mit vielen Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen darüber gesprochen, wie sie Homeoffice gestalten und was in diesem Jahr die besonderen Herausforderungen sind.

Viele haben gesagt, dass sie es wichtig finden, den Kontakt zu halten und den informellen Austausch zu gewährleisten.

Die Ideen, wie man das umsetzen kann, sind vielfältig. Eine Führungskraft hat mir von regelmäßigen Weinabenden per Skype erzählt, andere „treffen“ sich virtuell zum Kaffeetrinken am Nachmittag.

Wieder andere haben jeden Morgen zu Arbeitsbeginn einen kurzen Austausch. Ich habe in diesem Jahr den Eindruck gewonnen, dass der Kreativität insoweit keine Grenzen gesetzt sind.

Und die Möglichkeiten, virtuelle Räume zu nutzen, sind ja so vielfältig, das war mir vorher auch nicht klar.

Aus Forschersicht hat dieses Jahr ein großes Experiment stattgefunden, in dem unvorhergesehen und plötzlich viele Menschen das Arbeiten von zu Hause neu erfahren haben. Damit verbunden sind neue digitale Arbeitsweisen und Arten der Kommunikation.

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Wir werden nach der Pandemie auch wieder unserem vorherigen Alltag näher kommen. Aber einiges wird uns erhalten bleiben. Ich denke, wir sollten diesen neu gewonnenen Erfahrungsschatz nutzen.

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Die guten Seiten des Homeoffice und des digitalen Arbeitens sollten wir weiter ausbauen und für die schlechten Seiten Lösungen finden.

Источник: https://www.forschung-und-lehre.de/karriere/das-homeoffice-erfordert-neue-stundenplaene-3359/

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