Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Dacheindeckung und die Photovoltaikanlage

Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Nahezu bei jeder Dacheindeckung ist eine PV-Installation möglich. Auch eine Möglichkeit stellen die Dachziegeln oder die Indachmontage dar.

Grundsätzlich sind fast alle Dacheindeckungen geeignet, um eine PV-Anlage zu installieren. Problemlos kann diese auf Dacheindeckungen installiert werden aus Dachziegeln, Dachpfannen, Biberschwanz, Schilf (besser bekannt als Reetdach) und sonstigen Dacheindeckungen.

Grundvoraussetzung bei allen Arten der Dacheindeckung ist aber, dass diese tragfähig genug ist. Das heißt, dass die statischen Anforderungen der PV-Anlage zwingend erfüllt werden müssen, bevor die PV-Anlage installiert werden kann.

Eine Ausnahme gilt jedoch: Und zwar sollten Dächer, die älter als 20 Jahre sind, genauer untersucht werden. Wurden hier Wellplatten oder Kunstschiefer verwendet, kann sich dies auf die Tragfähigkeit auswirken. Dann kann die Installation einer PV-Anlage aus statischen Gründen unmöglich werden.

Generell nicht möglich ist die PV-Anlage dagegen auf Asbest-Dächern. Diese zu überdecken oder das Asbest mit anderen Materialien, wie den Solarmodulen, zu verbinden, ist nicht nur nicht erlaubt, sondern kann sich sogar gesundheitsschädigend auswirken. Auch Genehmigungen hierfür werden nicht ausgeteilt.

Wer sich unsicher ist, wie es um sein Dach bestellt ist, sollte in den Bauunterlagen nachschlagen. Dort finden sich in der Regel alle entsprechenden Hinweise.

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Wird die PV-Anlage ohne vorhandene Dacheindeckung installiert oder soll sie diese vollständig ersetzen, spricht man auch von einer Indach-Montage. Das heißt, dass auf Dachziegel und Co. vollständig verzichtet werden kann.

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In Deutschland ist die PV-Anlage ohne Dacheindeckung bisher nur selten zu finden, was nicht zuletzt an der Fördersituation liegt. In Italien oder Frankreich ist man da bereits deutlich weiter.

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Außerdem wird bei der PV-Anlage ohne Dacheindeckung zwischen zwei Varianten unterschieden:

  • IndachanlagenDie Solarmodule werden in die Dachhaut integriert.
  • SolardachziegelKlassische Dachziegel werden zum Decken des Dachs verwendet, tragen aber selbst kleine Solarmodule.

Indachanlagen – die bessere Wahl?

Solarmodule bei Indachanlagen sind einer höheren Wärme ausgesetzt. Deswegen erzeugen sie auch entsprechend weniger Strom.

Um das herauszufinden, müssen die Vor- und Nachteile genauer betrachtet werden.

Nachteile Indachanlage

Bei den Indachanlagen kann es zur vollständigen Deckung des Dachs mit Solarmodulen kommen. Allerdings gibt es einige Nachteile zu berücksichtigen:

  • Geringe Erträge: Ein Knackpunkt sind oft die geringeren Erträge von Indachanlagen. Aufgrund der Wärmeentwicklung sinkt der Leistungsgrad der Solarmodule. Die optimale Betriebstemperatur für kristalline Solarzellen liegt bei 25° C. Alle Werte, die darüber hinausgehen, sorgen für eine Verringerung des Wirkungsgrads. Allerdings lässt sich dieser geringe Ertrag mit einer durchdachten, guten Belüftung auf wenige Prozent eindämmen. Schwierig wird es lediglich, wenn die Indachanlage über einem ausgebauten Dachboden liegt, der sich im Sommer sehr stark aufheizt.
  • Hohe Kosten: Der Kostenfaktor ist ebenfalls als wichtiger Nachteil anzusehen. Da Indachanlagen bisher eher ein Nischenmarkt sind, wird dieser auch nur von wenigen Herstellern bedient, so dass die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch sind. Darüber hinaus werden meist spezielle, aber genauso teure Solarmodule verwendet. Wer dies umgehen will, setzt auf herkömmliche Module, die ebenso für die Aufdach-Montage genutzt werden und hält somit die Mehrkosten gering.
  • Probleme mit dem Bau: Vielfach wird angegeben, dass die Dichtigkeit des Dachs bei Indachanlagen nicht gewährleistet werden könnte. Das war sicher einmal so, bei modernen Systemen sind aber die Entwicklungen soweit fortgeschritten, dass diese Probleme nicht mehr auftauchen. Sie werden entweder auf einer Unterspannbahn befestigt, die sich auf einem Unterdach befindet oder auf einer klassischen Dacheindeckung, so dass ein späterer Austausch einzelner Module jederzeit möglich ist.
  • Steuern: Steuerliche Nachteile für Indachanlagen ergaben sich noch bis 2009.Seit 2010 hat sich das Blatt aber gewendet und sie lassen sich genauso von der Steuer absetzen, wie die Aufdachanlagen.

Vorteile Indachanlage

Neben den Nachteilen, die mit ein wenig Geschick gar keine Nachteile mehr sein müssen, haben Indachanlagen natürlich auch jede Menge Vorteile zu bieten:

  • Ästhetik: Natürlich sind Indachanlagen bei weitem ästhetisch ansprechender, als ihre Konkurrenz. Insbesondere in Wohngebieten, in denen Aufdachanlagen verpönt sind, stellen sie eine gute Alternative dar.
  • Denkmalschutz: Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, dürfen oft keine Aufdach-Montage durchführen. Hier sind Indachanlagen oft die einzige Möglichkeit, um eine Solaranlage zu installieren.
  • Kosten: Werden Dacheindeckung und Solaranlagen-Montage in einem Gewerk vereint, so lassen sich insbesondere bei Neubauten hohe Kosteneinsparungen erzielen.

Solardachziegel – spielen nur eine Nebenrolle

Die Solardachziegel sehr ästhetisch doch leider mit vielen Nachteilen.

Den Indachanlagen stehen die Solardachziegel gegenüber. Die Solardachziegel bieten dabei ebenfalls einige Chancen, konnten sich bisher am Markt aber nicht durchsetzen. Sie sind dabei in verschiedenen Ausführungen erhältlich, etwa als Tondachziegel, Betondachstein oder Biberschwanz.

Sie werden wie klassische Dachziegel auf das Dach aufgebracht und tragen kleine Solarmodule. Diese werden mit Hilfe von Steckverbindungen nach dem Dach decken vom Installateur zu einer großen Einheit verbunden, die auch als Photovoltaikgenerator bezeichnet wird.

Obwohl die Solardachziegel schon seit den 1990er Jahren auf dem Markt sind, haben sie sich bisher nicht durchsetzen können. Gründe dafür sind unter anderem:

  • Kosten: Die einzelnen Solardachziegel müssen mittels Steckverbindungen verschaltet werden. Das ist zeitaufwändig und lässt die Installationskosten drastisch steigen.
  • Wirkungsgrad: Im Gegensatz zu herkömmlichen Aufdachanlagen können Solardachziegel nur geringe Wirkungsgrade erreichen.
  • Hinterlüftung: Insbesondere Solardachziegel müssen bestens hinterlüftet werden. Sie neigen nämlich dazu, sehr schnell sehr heiß zu werden. Und damit sinkt natürlich wieder der Leistungsgrad.
  • Fläche: Da die Solarmodule in die Ziegel integriert sind, wird wertvolle Dachfläche verschenkt. Dadurch sind Solardachziegel auch bei großen Dächern oft nicht rentabel, da Modulfläche einfach nicht genutzt werden kann.

Die Solardachziegel spielen deshalb heute nur eine untergeordnete Rolle in der deutschen Photovoltaik-Landschaft.

Im Vergleich zur Aufdachanlage können die Solardachziegel nur ein sehr viel geringeres Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Es wird weniger Strom erzeugt, trotzdem sind die Kosten höher.

Deshalb werden die Solardachziegel fast ausschließlich dort eingesetzt, wo besonders großer Wert auf Ästhetik oder Denkmalschutz gelegt wird.

Die Aufdach-Montage

Bei der Aufdach-Montage werden oftmals Dachsparrenanker benötigt. Diese kommen insbesondere bei Ziegeldächern zum Einsatz und werden direkt auf den Dachsparren befestigt.

Aber es gibt auch schon einige Ziegel auf dem Markt, die eine entsprechende Halterung für die PV-Anlage bereits von Haus aus enthalten. Die Aufdach-Montage bei Wellplattendächern und Dächern, die mit Trapezblech gedeckt sind, fallen in der Regel etwas anders aus.

Hier werden spezielle Befestigungselemente benötigt. Sie werden mit Hilfe von Stockschrauben auf dem Dach befestigt.

Die Indach-Montage

Bei der Indach-Montage sieht es etwas anders aus. Hier wird eine bestehende Dacheindeckung einfach durch Solarmodule ersetzt. Sie ist bei nahezu allen Dacheindeckungen möglich, ausgenommen sind lediglich Reetdächer und Dacheindeckungen aus Blech.

Источник: https://www.rechnerphotovoltaik.de/photovoltaik/voraussetzungen/dacheindeckung

Photovoltaik: Aufdach-, Indachmontage oder Solardachziegel?

Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Früher mussten Photovoltaik-Fans in der Regel auf klobige und unansehnliche Dachgestelle zurückgreifen. Das störte den optischen Eindruck, mindestens aber den der Nachbarn, und trug den Pionieren nicht selten den Ruf von Sonderlingen ein. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei: Die Technik hat sich weiterentwickelt und buchstäblich flächendeckend durchgesetzt.

Ganz aus dem Blickfeld kann die Technik aber nicht verschwinden – schließlich basiert sie darauf, Sonneneinstrahlung auf einer größeren Oberfläche abzufangen und in elektrische Energie umzuwandeln. Es gibt mittlerweile aber mehrere Montageoptionen für die Module – bis hin zu Dachziegeln, die die PV-Funktion übernehmen sollen.

Die gängigsten Möglichkeiten stellen wir hier vor.

Aufdachmontage

Der Klassiker bei der Photovoltaik ist die Aufdachmontage. Sie ist in der Praxis immer noch am häufigsten anzutreffen, doch haben die Anlagen mit der Zeit viel von ihrer Klobigkeit verloren.

Dabei werden die Solarmodule in ein Metallgestell eingepasst, das auf Schienen auf das Dach gesetzt wird. Das bietet gleich mehrere Vorteile: Die Montage ist leicht durchführbar, da nicht nennenswert in die Bausubstanz eingegriffen werden muss.

Ebenso lassen sich die Module einfach austauschen oder wieder komplett abbauen, ohne größere Spuren zu hinterlassen. Darüber hinaus muss der Untergrund nicht eben sein, da die Module auf dem Gestell stehen. Damit können Höhenunterschieden ausgeglichen werden.

Ein weiterer Pluspunkt betrifft die Technik selbst: Durch den Abstand zum Dach weht der Wind unter dem Auau hindurch und sorgt so für eine natürliche Belüftung und Kühlung.

Montage einer Aufdachmontage auf einem Hausdach © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

Voraussetzung – und insbesondere bei älteren Gebäuden zu beachten – ist, dass das Dach ausreichend tragfähig ist, um das Gewicht der Anlage aufzunehmen. Darüber hinaus sollte es intakt sein, da ein großer Teil von der Anlage bedeckt wird.

Anstehende Renovierungen sollten also unbedingt vor der Installation durchgeführt werden. Die Montage sollte im Zweifel Fachleuten überlassen werden. Nicht nur, dass sie Erfahrung und das nötige Know-how mitbringen.

Sie wissen auch, welche Modelle für welche Neigungswinkel des Daches geeignet sind und wie sich die Anlage sachgerecht gegen Natureinflüsse wie starken Wind oder Schnee absichern lässt. Da sich das Schienensystem von der Oberfläche abhebt, bietet es mehr Angriffsfläche.

Mit der Aufdachmontage verändert sich auch die Statik des Daches, was zur Vermeidung von Folgeschäden unbedingt ebenfalls zu beachten ist.

Solaranlage auf einem Hausdach: Statische Voraussetzungen prüfen

Indachmontage

Bei einem bestehenden Haus wird der Aufwand für eine Aufdach-Montage sicherlich eher vertretbar sein, als dass das komplette Dach ins Auge gefasst wird. Steht aber ohnehin eine Neueindeckung an oder handelt es sich um einen Neubau, bietet die Indachmontage aber eine mehr als gute Alternative zu vergleichbaren Kosten.

Zu bedenken ist in diesen Fällen nämlich auch, dass ein guter Teil der Materialkosten für das Dach wegfallen, da dort stattdessen die PV-Anlage ihren Platz findet. Zudem benötigen viele dieser Modelle im Gegensatz zur Aufdachmontage keinen gesonderten Rahmen.

Eine Indachmontage schadet dem ästhetischen Gesamteindruck außerdem weniger, weil sich die Anlage nicht sichtbar vom Dach abhebt. Darüber hinaus sind die Module und die gesamte Technik wie beispielsweise die Verkabelung geschützter, weil sie eben nicht prominent hervorstehen, sondern integraler Bestandteil des Daches sind. Damit fällt auch die zusätzliche Traglast niedriger aus.

Kritisch sind die Übergänge von den Solarmodulen zum Rest des Daches: Hier muss besonders auf Dichtigkeit und einen nahtlosen Anschluss geachtet werden.

Indach Photovoltaikanlage © Garteneidechse, stock.adobe.com[attention type=red]

Ein Vorteil der Aufständerung, wie man die Aufdachmontage auch nennt, fällt allerdings weg: die natürliche Kühlung. Da weniger „Spiel“ im Spiel ist, können sich die Module bei starker Sonneneinstrahlung stärker aufheizen.

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Das sorgt nicht nur für einen schnelleren Verschleiß, sondern kann sich auch leistungsmindernd auf die gesamte Anlage auswirken. Es gibt allerdings mehrere Möglichkeiten, um dem entgegenzuwirken – etwa den Einbau von Lüftungsmöglichkeiten.

„Messungen haben gezeigt, dass dachintegrierte Anlagen mit sorgfältig ausgeführter Hinterlüftung fast die gleichen Erträge wie bei Aufdachmontage erreichen“, heißt es dazu im Buch „Photovoltaik“ der Stiftung Warentest.

Photovoltaikanlage: Aufdach- oder Indachmontage

Solardachziegel

Einen Sonderfall der Indachmontage stellen Solardachziegel dar. Auch sie integrieren sich optisch in das Gesamterscheinungsbild des Daches, bilden aber keine großflächigen Solarmodule. Stattdessen werden einzelne Solardachziegel anstelle der herkömmlichen Dachziegel verwendet.

Das schafft zwar einerseits mehr Flexibilität: bei der Größenbemessung der Anlage, bei der optischen Gestaltung und auch im Falle einer nötigen Reparatur, da „nur“ ein defekter Ziegel ausgetauscht werden muss. Andererseits erhöhen sich durch die Kleinteiligkeit auch die Einfallstore für mögliche Störungen.

Dem steht keinerlei Leistungsgewinn gegenüber den anderen Formen der Installation gegenüber, für den man die höhere Störanfälligkeit in Kauf nehmen sollte. Im Gegenteil, in der Regel fällt die Leistung der Ziegel gegenüber Modul-Anlagen deutlich ab.

Wie bei der Indachmontage lohnt sich die Investition in der Regel ohnehin nur, wenn das Dach sowieso generalüberholt werden muss oder ein Neubau mit Photovoltaik ausgestattet werden soll.

Auch ehemalige Hersteller äußern sich mittlerweile kritisch. So hatte Solarwatt nach eigenen Angaben zwar bereits 1999 Solardachziegel im Programm, später wurde die Produktion jedoch eingestellt.

Einer der Gründe war, dass die einzelnen Ziegel Stück für Stück elektrisch miteinander verbunden werden müssen: „Das ist extrem zeitaufwendig und damit kostenintensiv.“ Private Investoren würden die Ziegel daher nur im Ausnahmefall, etwa bei denkmalgeschützten Häusern, einsetzen.

Insofern dürften sie ein Nischenprodukt bleiben, das aber in Einzelfällen eine passende Lösung sein kann.

Источник: https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-technik/aufdach-indachmontage-solardachziegel

Solardach für Stromerzeugung

Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Aufständerung Photovoltaik, hier auf einem Flachdach: Hinterlüftung garantiert!

PV-Dachziegel, Aufständerung der Photovoltaik oder ein ganzes Solardach? Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ein Solardach sorgt dafür, dass immer genügend „Saft“ im Haus ist. Aber welche Montageart passt besser zu Ihrem Energiekonzept? Photovoltaik als Dach, also die Solarzellen in die Dachhaut integriert, oder aufgeständert auf dem Dach?

Aufständerung: Photovoltaik

Bei der Standardmethode ist der Solargenerator auf einem Trägergestell befestigt. Um dieses Gestell mit einer Halterung an den Dachlatten anzubringen, werden einzelne Ziegel entfernt und hinterher wieder eingesetzt. Ausrichtung, Neigungswinkel und Verschattung der Solarmodule sind wichtige Planungsfaktoren!

Praxistipps

  • HinterlüftungDie Hinterlüftung der Solarmodule ist sehr wichtig! Wenn die Temperatur der Solarmodule eine bestimmte Grenze überschreitet, verringert sich nämlich der Wirkungsgrad – und damit auch der Energieertrag. So könnte eine PV-Anlage im April trotz geringerer Sonneneinstrahlung mehr Strom erzeugen als im Juli! Ein weiterer positiver Faktor durch Hinterlüftung: Die schnelle Trocknung der Module. Sie vermindert die Gefahr, dass mit der Zeit schädliche Feuchtigkeit in die Module eindringt.
  • Ziegelbruch Bei der Montage der PV-Halterung auf den Dachlatten oder -Sparren werden, bei Aufdach-Montage, einzelne Ziegel entfernt und wieder aufgelegt. Damit jene über den Befestigungshaken nicht hervorstehen, werden sie angeschrägt. Dabei gehen sie häufig zu Bruch, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Ersatz parat halten!
  • „Abgesoffene Wärmedämmung“Der VPB warnt auch vor Folgekosten bei der Aufständerung von Photovoltaik. Unter PV-Paneelen kann sich im Winter Schnee anstauen. Wenn er antaut, läuft er als Wasser ins Dach. Die feuchte Wärmedämmung isoliert dann nicht mehr. Schnee-Räumung in die Planung des Solardachs einbeziehen!
  • ZusatzkostenKosten für Dach-Reparatur und Gerüstbau lassen sich senken, wenn die PV-Anlage im Rahmen einer Dachsanierung oder von Wärmeschutzmaßnahmen an der Fassade installiert wird.
  • Kostengünstige Standard-Montage auf ein bestehendes Dach
  • Neigungswinkel durch Trägergerüst einstellbar
  • Problemlose Hinterlüftung
  • Durchbruch der Dachkonstruktion ist potentielle Problemstelle: regelmäßige Kontrolle erforderlich
  • U.u. Fassadengerüst für Montage nötig wegen Sicherheitsvorschriften
  • Im Winter u.U. Schnee räumen nötig

PV-Indach-Montage bietet sich an, wenn ohnehin eine Dachsanierung geplant ist. Wird die Photovoltaik dachintegriert, ersetzen die Module, je nach System, von einigen Quadratmetern Dachhaut bis zur gesamten Fläche. Als System bieten sich z.B. PV-Dachziegel an. Sie werden wie herkömmliche Ziegel verlegt, allerdings erfordern aber besondere Abstände zwischen den Dachlatten. Solarfolien bieten eine Alternative zu PV-Dachziegeln.

Vorteile PV indach

  • Höhere Sturmsicherheit
  • Keine Schwachstellen am Dach
  • Attraktivere Optik
  • Keine Kosten für die herkömmliche Dachhaut (Ziegel, Blech, Schiefer, etc.)

Nachteile

  • Gefahr von Leistungsverlusten durch Überhitzung (mangelnde oder ungenügende Hinterlüftung)
  • Schrägdach i.d.R. nicht begehbar, wenn es ausschließlich mit dachintegrierten Modulen gedeckt ist: Schornstein, aber auch die oberen Solarmodule nur mittels Hilfsvorrichtung erreichbar

PV-Flachdachmontage

Flachdachmodule werden auf ein Trägergerüst aufgeständert. Nachteil: Durch die Montage entstehen ggf. undichte Stellen im Dach.

Alternative: Solargeneratoren lose auf die Dachoberfläche stellen. Damit die Anlage sturmsicher ist, wird das Montagegestell in diesem Fall mit Ballast beschwert.

Dazu muss aber erst ein Statiker die Belastbarkeit des Daches prüfen!

Inzwischen ist ein Leichtgewicht-System mit Solar-Röhren auf dem Markt. Es lässt sich ohne Durchdringung des Flachdaches montieren, die Röhren garantieren einen hohen Strahlungseintrag. In der Praxis ist das System allerdings noch wenig erprobt.

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Источник: https://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/hausbau-regenerative-energie/energiebewusst-bauen-wohnen/selbst-strom-erzeugen/solarstrom-erzeugen/solarmodul-montage/solardach.html

Dachsanierung und Photovoltaik-Kauf zu koppeln, lohnt sich

Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Wenn beim Eigenheim die Dachsanierung ansteht, lohnt sich oft der große Wurf. Wer nicht nur isoliert, sondern auch eine Solarstromanlage installiert, kann Geld sparen.

Von  Martin Sambale

Ist das Dach nicht gedämmt, geht im Winter jede Menge Heizenergie verloren. Wird das Dachgeschoss auch noch als Wohnraum genutzt, kommt im Sommer das Hitzeproblem dazu. Ein neues, gut gedämmtes Dach hilft sowohl gegen Kälte als auch gegen Wärme.

Im Zuge einer Dachsanierung kann man sein Haus dann auch gleich zum Kraftwerk machen, indem noch eine Solarstromanlage (Photovoltaikanlage, abgekürzt PV-Anlage) darauf installiert wird. Das rechnet sich bei den heutigen Preisen für die Anlagen fast immer.

Umgekehrt gilt aber auch: Wer eine Solaranlage plant, sollte gleichzeitig sein Dach kritisch unter die Lupe nehmen. Denn in der Regel soll die Anlage ja in den nächsten 20 Jahren konstant Strom liefern.

Wenn da das Dach schon in wenigen Jahren saniert werden muss, dann bedeutet dies einen erhöhten Aufwand.

Kosten sparen: Das Gerüst kann doppelt genutzt werden

Die Kombination einer Dachsanierung mit einer neuen Solaranlage bietet sich geradezu an – unter anderem aus Kostengründen, weil Synergieeffekte wie das bereits vorhandene Gerüst genutzt werden können.

Wird im Rahmen der Dachsanierung das Dach neu eingedeckt, können die Solarmodule – anders als bei einer nachträglichen Aufdach-Montage – auch direkt integriert werden. Die Solarmodule übernehmen dabei die Funktion der Dachziegel. Sie werden in eine Ebene mit den daneben liegenden Dachziegeln eingebaut.

Mit einer ins Dach integrierten Anlage spart man sich zwar Dachziegel und damit Materialkosten, allerdings sind die Solarmodule, die für eine Indach-Montage geeignet sind, in der Regel ein wenig teurer, sodass unterm Strich meist kein finanzieller Vorteil bleibt – aber dafür sprechen viele ästhetische Gesichtspunkte für diese sogenannte Indach-Montage. Durch farbliche Abstimmung kann eine besonders edle Optik erreicht werden.

Neue Entwicklung: Solardachziegel

Als Nachteil der Indach-Anlage wird mitunter ein geringerer Sonnenstrom-Ertrag angeführt, weil die Module weniger gekühlt und damit mit einem geringeren Wirkungsgrad arbeiten würden. Dieser Effekt ist aber nahezu vernachlässigbar, wenn bei der Planung und Bauausführung auf eine ausreichende Hinterlüftung der Dachkonstruktion geachtet wird.

Neben der Aufdach- und Indach-Lösung für Photovoltaikanlagen gibt es noch eine weitere Möglichkeit: die Verwendung von speziellen Solardachziegeln. Diese haben Vertiefungen, in denen die Solarzellen eingesetzt werden.

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Oder es handelt sich um Produkte etwa aus Quarzglas, bei denen die Solarzellen den Ziegel bilden.

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Eine Lösung mit Solardachziegeln ist in der Regel deutlich teurer als eine Indach-Anlage, daher bietet sich ihr Einsatz meist nur dann an, wenn herkömmliche Photovoltaikmodule aus optischen Gründen nicht infrage kommen – zum Beispiel bei denkmalgeschützten Häusern.

Vier bis fünf Kilowatt Leistung für einen Normalhaushalt

Für ein wirtschaftliches Optimum sollte sich die Größe der Anlage ungefähr am eigenen Stromverbrauch orientieren, denn der selbst produzierte Solarstrom ist deutlich günstiger als der beim Energieversorger eingekaufte Strom.

Angenommen, ein Vier-Personen-Haushalt benötigt im Jahr 4000 Kilowattstunden Strom, dann sollte eine Anlage mit einer Spitzenleistung von mindestens vier bis fünf Kilowatt auf dem Dach installiert werden – das entspricht einer PV-Modulfläche von rund 30 Quadratmetern.

Wer einen größeren Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz leisten will, der baut seine Solarstromanlage so groß, wie sie sinnvoll auf sein Dach passt und produziert damit noch mehr erneuerbaren Strom.

Übrigens: Auch Solarwärmean-lagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung lassen sich gut in die Dachfläche integrieren.

Und noch ein Tipp: Mit dem Solar-Check von Verbraucherzentrale und Eza! kann man durch einen unabhängigen Energieberater überprüfen lassen, ob das Dach für eine Solaranlage geeignet ist und wie wirtschaftlich die Anlage wäre.

Dank einer Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium kostet diese Beratung nur einen Eigenanteil von 30 Euro.

Mehr hilfreiche Tipps und Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Energie und Energiesparen.

Zum Autor: Martin Sambale ist Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu, kurz eza!

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

Источник: https://www.augsburger-allgemeine.de/geld-leben/Dachsanierung-und-Photovoltaik-Kauf-zu-koppeln-lohnt-sich-id57413326.html

Ablauf der Montage und Installation einer Photovoltaikanlage

Indach-Photovoltaikanlage oder herkömmliche Auf-Dach-Montage?

Bei der Planung einer Photovoltaikanlage gibt es viele Punkte zu beachten. Je nach Art und Ausrichtung des Daches kann eine Indach- oder Aufdach-Montage erfolgen.

Zudem gibt es verschiedene Solarmodule und Erweiterungsmöglichkeiten wie Stromspeicher, Power-to-Heat und die Kombination von PV-Anlage und Elektroauto. Nach der Anmeldung der Photovoltaikanlage erfolgen dann die Montage und Installation.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Montage und Installation einer Photovoltaikanlage typischerweise ablaufen.

Wie läuft die Montage einer Photovoltaikanlage ab?

Wie eine Photovoltaikanlage montiert wird, hängt von der Dachform und dem gewählten Montagesystem ab.

Die Wahl des richtigen Montagesystems ist von zentraler Bedeutung und muss unter anderem Faktoren wie die Art der gewählten Module, ihr Gewicht und Belastungen durch Wind oder Schnee berücksichtigen.

Bei der Montage erfolgt zunächst die Anbringung der Solarmodule mithilfe des gewählten Montagesystems auf dem jeweiligen Hausdach.

Montage einer Photovoltaikanlage auf Flachdächern

Auf Flachdächern kommen Ständer für die Aufrichtung der Module zum Einsatz. Die Aufständerung hat den Vorteil, dass die Neigung und Ausrichtung der Module ideal selbst bestimmbar sind, wodurch die Anlage sehr gute Erträge erzielt.

Es gibt verschiedene Arten von Ständern, die jeweils mit bestimmten Vor- und Nachteilen verbunden sind. Zum einen gibt es Metallgestelle, die mit Schrauben oder anderen Verbindungen am Dach befestigt werden.

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Der Nachteil dieser Systeme ist, dass die Oberfläche des Daches durchdrungen wird, wodurch die Gefahr des Eindringens von Wasser entsteht. Die andere Variante bilden mithilfe von Gewichten befestigte Montagesysteme.

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Der Nachteil dieser Systeme ist, dass sie sehr schwer sind und daher nicht auf Flachdächern mit einer zu geringen Statik zum Einsatz kommen können. Eine persönliche Beratung (z.B. durch unseren Experten) hilft bei der Wahl der besten Lösung für das eigene Gebäude und minimiert mögliche Sicherheitsrisiken.

Ablauf der Aufdach-Montage auf Schrägdächern

Bei der Montage einer Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach wird das Montagesystem direkt am Dach befestigt. Wichtig ist hierbei, ein System zu wählen, welches das Dach bzw. die Ziegel nicht oder kaum beschädigt. Am jeweiligen Montagesystem werden dann die Solarmodule angebracht.

Zuerst werden sogenannte Dachhaken an die Dachsparren geschraubt. Für unterschiedliche Formen und Arten von Ziegeln gibt es jeweils spezielle Dachhaken. An den Stellen, wo die Dachhaken angebracht werden, werden Stücke von den Ziegeln abgesägt oder abgeflext.

Anschließend werden auf die Dachhaken parallel oder kreuzförmig angeordnete Schienen (meist aus Aluminium) montiert. Die Befestigung der Solarmodule an den Schienen erfolgt mithilfe sogenannter Modulklemmen. Alternativ gibt es auch Systeme, die eine Einlegung der Module erlauben.

Zudem gibt es Schienen mit integriertem Kabelkanal, wodurch die spätere Verkabelung einfacher ist.

Indach-Montage einer Photovoltaikanlage

Bei einer Indach-Montage gibt es kein Montagesystem. Spezielle Photovoltaikmodule bzw. Ziegel ersetzen bei dieser PV-Anlage die herkömmlichen Dachziegel. Diese optisch ansprechendere Lösung bietet sich besonders bei einer Erneuerung des Daches oder einer Ersteindeckung an, da durch die PV-Anlage dann weniger Dachziegel nötig sind.

Was passiert bei der Installation der Photovoltaikanlage?

Nach der Montage der Module folgt die technische Installation der Anlage. Hierbei erfolgt auch die Installation der restlichen Anlagen-Komponenten.

Achten Sie darauf, den Wechselrichter an einem kühlen Ort zu platzieren, zum Beispiel im Keller. Von einer Installation auf dem Dachboden ist abzuraten, da hohe Temperaturen die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Dagegen kann die Montage der Überspannungsschutzeinrichtung auch auf dem Dachboden erfolgen.

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Nach der Verkabelung der Module werden für die Kabel, die durch das Haus laufen, Leerrohre vom Keller bis zum Dachboden verlegt. Anschließend werden alle Kabel und String-Leitungen durch die Leerrohre geführt.

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Nachdem die Erdung angeklemmt wurde, erfolgt die Verbindung der String-Leitungen mit dem Schutzmodul. Der Anschluss des im Keller montierten Wechselrichters und die Anbringung von optionalem Zubehör (z.B. einem Leistungsoptimierer) bilden den Schluss der Installation.

Vor Inbetriebnahme der Anlage überprüft ein Fachmann die korrekte Montage und Installation der Anlage sowie aller Komponenten.

Wie lange dauern Montage und Installation insgesamt?

Die Installationszeit einer Photovoltaikanlage hängt von ihrer Größe bzw. Leistung und den bautechnischen Gegebenheiten ab. Photovoltaikanlagen bis 10 kWp sind in der Regel innerhalb von 1-3 Werktagen installiert. Erfragen Sie die genaue Installationszeit in Ihrem Fall einfach vorher beim Fachbetrieb.

Kann man eine Photovoltaikanlage auch selber installieren?

Beim Anschluss einer Photovoltaikanlage sind eine Reihe gesetzlicher Vorschriften zu beachten, die unter anderem die Sicherheit der elektrischen Installation und den Brandschutz betreffen. Fehler (z.B.

bei der Verkabelung) können gravierende Folgen haben, weshalb von einer Installation auf eigene Faust dringend abzuraten ist. Hinzu kommt, dass die Solarmodule sehr empfindlich sind und dementsprechend schnell Schäden erleiden können.

Die Lebensdauer einer fachgerecht installierten Photovoltaikanlage beträgt heutzutage durchschnittlich 25-30 Jahre – wer an dieser Stelle durch eine Selbstmontage sparen will, riskiert Selbstsabotage.

In einem „Do-it-Yourself“- Video bei sieht alles einfach aus – doch wie Bob Ross können trotzdem die wenigsten malen. Gerade bei Aufdach-Montagen ist auch an die eigene Sicherheit (Absturzgefahr) zu denken.

Fazit: Setzen Sie bei der Installation und Montage auf einen Fachbetrieb

Das Kernstück bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage bildet die Planung. Nehmen Sie hierfür am besten die Hilfe eines Fachbetriebs in Anspruch.

Die eigentliche Montage und Installation einer Photovoltaikanlage erfolgen bei einer Leistung bis 10 kWp innerhalb weniger Werktage. Von einer Selbstmontage ist aus Sicherheitsgründen abzuraten.

Suchen Sie sich für die Umsetzung des Projekts am besten einen Fachbetrieb in Ihrer Region, um die Anlage persönlich und vor Ort zu planen. Zudem haben Sie dann bei Fragen einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

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Источник: https://x2e-se.de/photovoltaik-solar/ablauf-der-montage-und-installation-einer-photovoltaikanlage

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