Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Contents
  1. Fassadenisolation – günstige Möglichkeit, um nachhaltig Energie zu sparen
  2. Welche Aussendämmung ist ideal?
  3. Welches Material kommt bei der Dämmung zum Einsatz?
  4. Was gilt es bei der Fassadenisolation zu beachten?
  5. Wie erfolgt die Installation der Aussenwärmedämmung bei einem Haus?
  6. Welche Rolle spielt die Innendämmung?
  7. Macht es Sinn, Gipserarbeiten und Malerarbeiten mit einer Fassadendämmung zu kombinieren?
  8. Mit einer guten Dachdämmung Geld sparen
  9. Die unterschiedlichen Arten der Dachdämmung am Steildach
  10. Dämmung des Steildaches
  11. Flachdachdämmung
  12. Der richtige Dämmstoff für die Dachdeckung
  13. Dachdämmung Geld sparen: Förderung und Kredite 
  14. Dachdecker/Zimmerer für die Dachdämmung finden
  15. Richtig dämmen – 50 % Kosten sparen
  16. Tipps vom Energieberater einholen
  17. Fassaden dämmen
  18. Der richtige Dämmstoff
  19. Brandgefährlicher Kunststoff?
  20. Dachboden: Wenig Aufwand, große Wirkung
  21. Die Notlösung: Innen dämmen
  22. Fördermittel
  23. Innendämmungen im Überblick
  24.   Innendämmung im Keller
  25. Diese Methoden können zur Dämmung angewandt werden
  26.   Verschiedene Dämmplatten im Überblick
  27.   Unterkonstruktion aus Holz
  28. Innenwände selbst dämmen?
  29.   Was schiefgehen kann
  30.   Vorschriften
  31.   Die richtige Dampremse für den jeweiligen Dämmstoff
  32. Innendämmung ohne Feuchtigkeitsschäden
  33.   Vor- und Nachteile der Innendämmung
  34. Finanzierung & Kosten
  35.   Preise
  36.   Förderungen
  37. Außenwand von innen dämmen: Alles zu Methoden & Materialien
  38. Wann eignet sich eine Innendämmung?
  39. Was bringt eine Innendämmung? Vorteile und Nachteile
  40. Voraussetzungen für das Anbringen einer Innendämmung
  41. 3 Methoden für die Innendämmung
  42. 1. Innendämmung mit einer Vorsatzschale in Leichtbauweise
  43. Innendämmung mit Styropor
  44. Ökologische Innendämmung
  45. 2. Innendämmung mit Dämmplatten
  46. 3. Schütt-, Einblas- oder Aufsprühdämmung von innen
  47. 7 Tipps zum Dämmen von Innenwänden
  48. Materialien für die Innendämmung im Überblick
  49. Wie viel kostet die Innendämmung einer Außenwand?

Fassadenisolation – günstige Möglichkeit, um nachhaltig Energie zu sparen

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Ein smartes Dämmsystem hilft dir dabei, deine Heizkosten langfristig auf ein Minimum zu reduzieren.

Die gedämmten Wände sorgen dafür, dass warme Raumluft nicht zu schnell aus dem Wohnraum entweicht, wodurch die Räume im Winter auch mit geringer Heizleistung über angenehme Temperaturen verfügen.

Dies verbessert das Klima des Wohnraums und liefert zugleich einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Zudem verhindert eine fachgerechte Aussendämmung der Fassade auch Schäden an der Bausubstanz, die durch Feuchtigkeit entstehen.

Welche Aussendämmung ist ideal?

Die Investition in eine gute Wärmedämmung hat einen positiven Einfluss auf die Höhe der laufenden Betriebskosten und amortisiert sich für gewöhnlich innerhalb weniger Jahre.

Die Mindestdicke einer Isolierung unterliegt bei Neubauten meist gesetzlichen Vorschriften, wobei die empfohlene Dämmstärke 18 bis 20 Zentimeter beträgt. Welche Art der Dämmung zum Einsatz kommt, ist abhängig von den baulichen Gegebenheiten und den individuellen Anforderungen.

Prinzipiell unterscheidet man bei der Aussendämmung zwischen zwei unterschiedlichen Fassadensystemen:

  • Wärmedämmverbundsysteme (WDSV)
  • Vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF)

Wärmedämmverbundsysteme sind universell einsetzbar, eignen sich jedoch besonders gut für Putzfassaden. Die praktischen Systeme bestehen aus Dämmplatten und werden direkt an der Fassade angebracht. Dies ermöglicht eine einheitliche Aussendämmung und verbessert zudem die Wind- und Wetterbeständigkeit der Fassade.

Im Gegensatz dazu eignen sich vorgehängte hinterlüftete Fassaden insbesondere bei Gebäuden, bei den denen die Optik im Vordergrund steht. Die überaus langlebige Fassadenverkleidung bildet eine vollständige und individuell angepasste Front, die an der Aussenwand befestigt wird.

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Dieser Ansatz ist zwar meist etwas teurer, bietet jedoch auch grösstmögliche Flexibilität. Angefangen bei einer Putzfassade, über Holzverkleidungen bis hin zu Verkleidungen aus Metall sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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Für welche Variante du dich entscheidest, hängt von deinen persönlichen Vorstellungen, dem Haus selbst sowie den Energieeinsparungszielen ab, die du mit der Dämmung erreichen möchtest.

Welches Material kommt bei der Dämmung zum Einsatz?

Das eingesetzte Material ist abhängig von der baulichen Situation und deinen individuellen Vorstellungen. Dabei gibt es natürliche und synthetische Dämmstoffe, die unterschiedliche Vorzüge und Nachteile haben. Die drei Klassiker im Bereich der Fassadenisolation sind:

  • Polystyrol
  • Steinwolle
  • Holzfasern

Polystyrol ist umgangssprachlich auch als Styropor bekannt und zählt nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den günstigsten Dämmmaterialien am Markt.

Die Platten lassen sich einfach verarbeiten und mit einem Heissdraht präzise und ohne Rückstände zuschneiden. Die Lebensdauer der Dämmung beträgt 30 bis 40 Jahre. Eine attraktive Alternative zu Polystyrol ist der mineralische Dämmstoff Steinwolle.

Im Gegensatz zu Styropor bietet Steinwolle einen besseren Schallschutz und punktet zudem mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren. Holzfaserplatten werden wiederum vermehrt eingesetzt, wenn es um ökologische Wanddämmung im Innen- und Aussenbereich geht.

Die Holzfasern bieten Schall- und Windschutz und verfügen ferner über gute Wärmespeicherkapazitäten und eine lange Phasenverschiebung.

Was gilt es bei der Fassadenisolation zu beachten?

Da die Aussenwände der Witterung ausgesetzt sind, müssen Handwerker Kleber, Putz, Putzgewebe und Dämmstoffe perfekt aufeinander abstimmen.

Um die gewohnte Optik zu erhalten, gilt es zudem, die Dämmung an die Charakteristiken des Objekts anzupassen.

So spielen Bedachungen und mögliche Dachvorsprünge sowie Erker und Fenster eine wesentliche Rolle, wenn es um die Wahl der richtigen Isolation geht.

Wie erfolgt die Installation der Aussenwärmedämmung bei einem Haus?

Bei der Isolierung mit einem Wärmedämmverbundsystem klebt oder dübelt der Handwerker die unterschiedlichen Dämmplatten auf den Putz oder auf das bestehende Mauerwerk. Danach werden die Platten mit einem Sichtputz versehen.

Die Dämmung sollte hierbei immer von einem Fachmann angebracht werden, da Fehler bei der Ausführung leicht zu Wärmebrücken führen.

Diese machen nicht nur die anvisierten Energieeinsparungen zunichte, sondern können auch kostspielige Schäden und Baumängel verursachen.

Welche Rolle spielt die Innendämmung?

Nicht immer ist es möglich, die Aussenwände zu isolieren. Konstruktionen von denkmalgeschützten Gebäuden oder Fachwerkhäusern sowie städtebauliche Restriktionen erlauben es oftmals nicht, Dämmwände an der Aussenwand anzubringen.

In diesem Fall hilft eine moderne Innendämmung, die nicht nur die Wärmeeffizienz verbessert, sondern auch dabei hilft, Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung vorzubeugen. Zudem ist die Dämmung von Wänden, die im Trockenbau erstellt wurden, vielfach zwingend notwendig.

Erst die Isolierung sorgt hier für den notwendigen Schallschutz und liefert zudem einen wichtigen Beitrag zum Brandschutz.

Macht es Sinn, Gipserarbeiten und Malerarbeiten mit einer Fassadendämmung zu kombinieren?

Benötigt eine Fassade einen neuen Anstrich oder Putz, dann ist das auch der optimale Zeitpunkt, um über Wärmeschutz nachzudenken. Die Kombination von Gipserarbeiten, Malerarbeiten und Dämmarbeiten ermöglicht Kosteneinsparungen, da das Gerüst nur einmal aufgebaut werden muss.

Zudem ist es möglich, den Auftrag an ein einziges Unternehmen zu vergeben, sodass sich der Gipser zuerst um den fachkundigen Einbau der Wärmedämmungs- und Schallschutzmaterialien kümmert, die Fassade im Anschluss mit dem gewünschten Putz versieht und danach die notwendigen Malerarbeiten ausführt.

Источник: https://www.maler-gipser-vergleich.ch/ratgeber/fassadenisolation-guenstige-moeglichkeit-um-nachhaltig-energie-zu-sparen-c:201178

Mit einer guten Dachdämmung Geld sparen

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Eine Dachdämmung lohnt sich für Ihren Geldbeutel. Denn durch ein nicht gedämmtes Dach geht circa ein Viertel der Heizenergie verloren. Wir erklären Ihnen, wie Sie am besten dämmen, welche Förderungen Sie erhalten und wieviel Geld Sie nach einer Sanierung pro Jahr einsparen.

Dachdecker in Ihrer Nähe finden

Mit einer guten Dachdämmung Geld sparen: Darauf kommt es an 

Eine richtig gute Dämmung reduziert den Wärmeverlust eines Steildaches um bis zu 75 Prozent.¹ Daher hat sich die Investition schnell rentiert.

Innerhalb von drei Jahren gleichen sich die Materialkosten für die Dachdämmung durch Einsparungen bei den Energiekosten aus.

² Da zusätzlich zu den Materialkosten für die Dämmung noch weitere Kosten für die Dachsanierung entstehen, können Sie von einer Amortisationszeit von 6-16 Jahren ausgehen.³ Beim Dämmen des Flachddaches haben sich die Ausgaben nach 5-13 Jahren ausgeglichen.

Nachdem Sie die Kosten für die Anschaffung erwirtschaftet haben, sparen Sie bares Geld. 4-5 € pro m2 pro Jahr sind möglich.⁴ Je besser Sie dämmen, desto mehr Energiekosten sparen Sie natürlich.

Die unterschiedlichen Arten der Dachdämmung am Steildach

Es gibt verschiedene Arten, das Dach zu dämmen. Beim Steildach beeinflussen Sie dadurch die Dämmleistung und können mit der richtigen Wahl viel Geld sparen.

Dämmung des Steildaches

Bei einem Steildach können Sie die Dämmung auf, zwischen und unter den Dachsparren anbringen lassen. Die Aufsparrendämmung ist die effektivste Dämmmethode.

Denn hier können Wärmebrücken weitgehend vermieden werden. Wärmebrücken sind Stellen in der Dämmung, durch die Wärme aus dem Haus entweichen kann.

Allerdings muss bei einer Aufsparrendämmung das Dach neu gedeckt werden, wodurch höhere Kosten entstehen.

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Die Zwischensparrendämmung ist eine günstige Alternative, da sie von innen angebracht werden kann. Der Nachteil: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird nicht immer erfüllt, da Wärmebrücken bleiben können.

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Dann kann die Untersparrendämmung zu einer Verbesserung der bestehenden Zwischensparrendämmung dienen. Als alleinige Dämmung genügt die Untersparrendämmung allerdings nicht, um die Vorgaben der EnEV zu erfüllen.

Die Dämmarten des Steildaches im Überblick:

DämmartVorteileNachteile
AufsparrendämmungBeste und effektivste Dachdämmung.Erfordert Neueindeckung, teurer.
ZwischensparrendämmungKann von innen verlegt werden, günstig.Wärmebrücken und damit Energieverluste können bestehen bleiben
UntersparrendämmungSchnell angebracht, günstig.Nicht als eigenständiges Dämmverfahren möglich.

Erfahren Sie mehr über die Dämmung eines Steildaches in unserem Ratgeberartikel „Die beste Dachdämmung: Darauf kommt es bei der Dachisolierung an“.

Flachdachdämmung

Ein Flachdach besteht aus der Dachkonstruktion, der Dämmung und einer Abdichtung. Wenn sich zwischen der Dämmung und der Abdichtung ein Luftraum befindet, spricht man von einem Kaltdach. Das Flachdach lässt sich so günstig dämmen, ist dann aber sehr schadensanfällig.

Daher hat sich der Flachdachauau durchgesetzt, bei dem der Zwischenraum entfällt. Bei diesem sogenannten Warmdach bildet die Abdichtung die oberste Schicht, darunter liegt dann die Dämmung. Dazwischen muss eine Dampfsperre oder Dampremse angebracht werden.

Beim Umkehrdach ist die Anordnung verdreht: Die Dämmung liegt auf der Abdichtung und schützt diese vor der UV-Strahlung. Dadurch kann die Dampfsperre oder Dampremse entfallen. Der verwendete Dämmstoff muss jedoch unempfindlich gegenüber Regenwasser sein. In niederschlagsreichen Gegenden eignet sich dieser Auau also nur bedingt.

Ob Warmdach oder Umkehrdach: Mit den richtigen Dämmstoffen sparen Sie Energiekosten und damit viel Geld.

Die Varianten der Flachdachdämmung im Überblick:

Auau Warmdach

Auau Umkehrdach

DämmartVorteileNachteile
KaltdachGünstigSchadensanfällig
WarmdachWeniger anfällig gegen SchädenDampfsperre / Dampremse erforderlich
UmkehrdachWeniger anfällig gegen Schäden, keine Dampfsperre / Dampremse erforderlichNicht an jedem Standort geeignet

Mehr über die Flachdachdämmung lesen Sie in unserem Ratgeberartikel „Flachdach dämmen: Darauf kommt es an“.

Der richtige Dämmstoff für die Dachdeckung

Eine Dachdämmung hat viele Funktionen, sie dient …

  • dem Kälteschutz: Im Winter brauchen Sie weniger Energie, um zu heizen.
  • dem Wärmeschutz: Im Sommer bleibt es drinnen angenehm kühl.
  • der Diffusionsfähigkeit: Wasserdampf, der beim Kochen oder im Bad entsteht, kann entweichen.
  • dem Brandschutz: Der Dämmstoff ist schwer oder nicht brennbar.
  • der Widerstandsfähigkeit: Eine druckfeste Dämmung ermöglicht z. B. beim Flachdach den Bau einer Dachterrasse.

Mit einer guten Dachdämmung sparen Sie also nicht nur Energiekosten. Sie sorgen auch für mehr Wohnqualität und Sicherheit. Dafür stehen Ihnen verschiedene Dämmstoffe zur Verfügung.

Wir arbeiten mit den führenden Herstellern in Deutschland zusammen: Isover stellt Mineralwolle und BMI Braas Resol-Hartschaum für die Steildachdämmung her.

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Die BMI Marken Icopal, Vedag und Wolfin versorgen Sie mit Dämmungen aus Kunststoff für die Flachdachdämmung. Lassen Sie sich von einem Dachdecker oder Zimmerer bei der Auswahl beraten.

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Mehr über die unterschiedlichen Dämmstoffe finden Sie in unserem Ratgeberartikel „Dämmstoffe: Welches ist das richtige Material für Ihre Dachdämmung?“

Dachdämmung Geld sparen: Förderung und Kredite 

Eine Dachsanierung für eine neue Dämmung lohnt sich. Zumal Sie hohe Förderungen erhalten können. Die Kreditbank für Wiederauau (KfW) fördert bis zu 10 % der Gesamtkosten für eine neue Dämmung. Erfahren Sie mehr über die KfW-Förderungen und über weitere regionale Förderprogramme in unserem Ratgeber-Artikel „Förderung der Dachsanierung“.

Die KfW hilft Ihnen nicht nur mit Zuschüssen, sondern bietet auch günstige Kredite an. Speziell für Modernisierungen bietet Ihnen z.B. Wüstenrot ebenfalls spezielle Produkte an und hilft Ihnen, die Kosten für die Dachsanierung zu stemmen.

Dachdecker/Zimmerer für die Dachdämmung finden

Sparen Sie Geld mit einer neuen Dachdämmung. Wir finden den passenden Dachdecker oder Zimmerer für Ihre Dachsanierung.  MeinDach vermittelt Ihnen einen kompetenten Meisterbetrieb aus Ihrer Region.

Lassen Sie sich von ihm beraten, welche Dachdämmung am geeignetsten für Ihr Haus ist.

Sie erhalten nach der Besichtigung bei Ihnen vor Ort ein unverbindliches, kostenloses Angebot für die gewünschten Arbeiten an Ihrem Dach.

Meisterbetrieb aus Ihrer Region anfragen

Источник: https://www.meindach.de/ratgeber/dachdaemmung-geld-sparen/

Richtig dämmen – 50 % Kosten sparen

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

In den meisten Altbauten lässt der Wärmeschutz zu wünschen übrig. Die Folge: Rund um die Uhr laufen Heizkörper, allein um die immensen Wärmeverluste auszugleichen. Ein teurer Spaß!

Nichts spart so viel Energie, wie eine gute Wärmedämmung. In einem gut gedämmten Haus sparen die Bewohner mindestens 50 Prozent Heizenergie. Davor muss der Hausbesitzer allerdings erst einmal kräftig investieren. Ein Gebäude rundum zu dämmen, ist aufwändig: Bis zu 40.000 Euro kann die Modernisierung kosten.

Bei der Konzeption der Dämmung helfen professionelle Energieberater

Tipps vom Energieberater einholen

Schlampig geplante und ausgeführte Dämmmaßnahmen können zu Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk führen. Um Bauschäden zu vermeiden, sollten sich Sanierer im Vorfeld beraten lassen. Hierbei unterstützt die KfW-Förderbank den Sanierer indem sie 50 Prozent des Beratungshonorars bezahlt (maximal 4.000 Euro).

Wärmebilder können Wärmebrücken im Haus aufdecken, jedoch nur, wenn Fachleute sie richtig anfertigen und interpretieren. Der Bundesverband für Angewandte Thermografie informiert Hausbesitzer über die Untersuchungsmethode mittels Wärmebildern und vermittelt seriöse Experten: www.vath.de

Fassaden dämmen

Einen umfassenden Wärmeschutz für Fassaden leisten Wärmedämmverbundsysteme, deren Bestandteile aufeinander abgestimmt sind. So ein System setzt sich zusammen aus:

  • Dämmstoff (z.B. Holzfaserdämmplatten oder Lamellen aus Steinwolle)
  • Unterputz, dessen Gewebe für Stabilität sorgt (Armierungsschicht)
  • Außenputz

Der Dämmstoff wird entweder mit Klebemörtel an die Fassade geklebt oder mit Dübeln befestigt. Armierung und Außenputz schützen die Dämmschicht vor Wind und Wetter. Gleichzeitig sollten sie Wasserdampf von innen nach außen durchlassen. Um merklich Energie zu sparen, muss die Dämmschicht mindestens 15 cm dick sein.

Der richtige Dämmstoff

Zwei Kriterienn entscheiden über die Güte eines Dämmstoffs:

  • Dämmwirkung (Wärmedurchlässigkeit)
  • Stabilität

Für den Außeneinsatz eignen sich nur sehr stabile Materialien wie Korkplatten oder Hartschaumplatten. Wer dagegen Dämmstoff im Inneren des Hauses verwendet, kann auch Rollen weichere Material Wählen.

So zum Beispiel Mineralwolle: Ihre Dämmleistung beträgt 0,032 Watt/(mK). Das Wert zeigt, dass sie pro Meter nur 0,032 Watt Wärme entweichen lässt.

Zum Vergleich: Reine Ziegelmauern besitzen eine Wärmeleitfähigkeit von 0,5 bis 1,4 Watt/(mK).

Die gängigen Styropor-Platten (Polystyrol-Hartschaumplatten), hergestellt aus Erdöl und chemischen Treibmitteln, sind billig und einfach zu montieren. Besser sind jedoch Naturmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz, Hanf, Kork, Flachs).

Sie sind atmungsaktiver und sorgen deshalb für ein besseres Wohnklima. Hinzu kommt, dass sie weniger anfällig für Schmutz und Algen sind.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (Projektträger des Bundesministeriums für Verbraucherschutz) informiert über ökologisches Dämmmaterial: www.naturdaemmstoffe.info

Brandgefährlicher Kunststoff?

Styropor ist wegen erhöhter Brandgefahr ins Gerede gekommen. Ein Test im NDR-Fernsehen zeigte: Das Material ist leichter zu entflammen, als es nach den Zulassungsbestimmungen sein dürfte. Das Deutsche Institut für Bautechnik erklärte den Dämmstoff zwar für sicher – allerdings ist zu bedenken, dass die Tests an diesem Institut von den Herstellern finanziert werden.

Wer Polystyrol-Platten an den Fassaden verwendet, sollte auf jeden Fall Brandsperren aus „nicht entflammbarem“ Material wie z.B. Steinwolle über den Fenstern einbauen, wie es für Gebäude ab sieben Metern Höhe ohnehin vorgeschrieben ist. Ein Tipp von der Stiftung Warentest: Auf der sicheren (aber auch teureren) Seite ist man mit einem Wärmedämmverbundsystem auf Basis von Steinwolle.

Dachboden: Wenig Aufwand, große Wirkung

Zwischendecken wie Kellerdecken oder die oberste Geschossdecke können handwerklich begabte Hausbesitzer auch selbst dämmen. Das Material für den Dachboden kostet höchstens 2.000 Euro.

Der Spareffekt bei den Heizkosten (Einfamilienhaus mit Öl-Zentralheizung) beträgt etwa 650 Euro im Jahr. Nach drei Jahren ist die Haushaltskasse im Plus.

Wer den Dachboden nicht betreten will, kann sich feste Platten sparen und einfach Matten auf dem Boden (aus Steinwolle, Hanf, Mineralwolle) verlegen. Die Alternative sind Dämmstoffplatten mit aufgeklebten Spanplatten, die begehbar sind.

Die Notlösung: Innen dämmen

Innendämmung beengt den Wohnraum und ist längst nicht so effektiv wie eine Dämmung an der Außenwand. Doch wenn eine Fassade unter Denkmalschutz steht, bleibt nur diese Notlösung.

Dafür wird auf dem Innenputz eine Holzlattenkonstruktion angebracht. Auf ihr lassen sich Dämmmatten leicht befestigen.

Auf der Raumseite muss die Konstruktion unbedingt lückenlos mit einer Dampfsperrfolie bedeckt sein, um den Dämmstoff vor Feuchtigkeit aus der Raumluft zu schützen. Sonst droht Schimmel.

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Im Altbau sind Heizkörper oft in Nischen unter dem Fenster untergebracht. Dort ist die Außenwand dünner. Hier geht beim Heizen viel Energie verloren.

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Um Wände innen hinter dem Heizkörper zu dämmen, eignen sich am besten neue, sehr dünne Vakuum-Isolations-Paneelen.

Nicht ganz so effektiv, aber billiger: Dämmmatten, die auf der Raumseite mit Aluminiumfolie beschichtet sind und zusätzlich Wärme nach innen reflektieren.

Fördermittel

Die Energiepreise steigen kontinuierlich, die Zinsen sind niedrig und der Staat lockt mit Fördermitteln zum Energiesparen.

Warum also nicht jetzt die Klimabilanz des Eigenheims verbessern? Das Dämmen von Fassaden, Dach und Keller unterstützt die KfW-Förderbank mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen.

Für einzelne Maßnahmen bekommt der Hausbesitzer zwar weniger Geld als für eine Rundum-Modernisierung des Hauses, aber immerhin spendiert die KfW einen Zuschuss von 7,5 Prozent der Kosten (maximal 3.750 Euro), wenn eine Fachfirma die Dämmarbeiten durchführt.

Источник: https://www.energie-tipp.de/sparen/bauen-sanieren/richtig-daemmen-50-kosten-sparen/

Innendämmungen im Überblick

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Folgende Gründe sprechen für eine Innendämmung:

  • Es handelt sich um eine denkmalgeschützte Fassade.
  • Die Fassadendämmung ist nicht durchführbar, weil es sich um eine Fachwerkhaus-Fassade handelt.
  • Sie möchten mit der Innendämmung Geld sparen, weil kein Außengerüst notwendig ist.
  • Eine Außendämmung würde über Ihre Grundstücksgrenze hinausgehen.
  • Sie planen, Ihre Eigentumswohnung und nicht das gesamte Gebäude zu dämmen.
  • Sie dürfen Ihre Mietwohnung mit der Zusage des Vermieters dämmen.

  Innendämmung im Keller

Nutzen Sie Ihren Keller als Partykeller, Gäste- oder Hobbyraum, kann eine Innendämmung sinnvoll sein. Der Keller lässt sich schneller aufheizen und Sie schaffen eine gemütliche Wohnatmosphäre.

Im Gegensatz zur Außendämmung des Kellers sind keine langen und aufwendigen Aushubarbeiten notwendig.

Außerdem können Sie den Keller auch im Winter dämmen, was sich bei der Außendämmung wegen des gefrorenen Bodens als äußerst schwierig erweist.

Diese Methoden können zur Dämmung angewandt werden

Die Dämmplatten können mit unterschiedlichen Methoden an der Wand angebracht werden. 

Sie können Dämmplatten auf unterschiedliche Arten an der Innenwand anbringen: Entweder kleben Sie die Platten an oder Sie nutzen Dübel, um sie anzuschrauben. Folgende Arbeitsschritte sind für die Innendämmung in der Regel notwendig:

  • Wand säubern und trocknen
  • Dämmplatten zuschneiden
  • Klebemörtel zubereiten und auf die Rückseite der Dämmplatte auftragen
  • Platten an die Wand drücken
  • Platte mit einem Tellerdübel an der Wand anbringen

Die anschließende Gestaltung der gedämmten Wand bleibt Ihnen überlassen. Sie können die Wand nach Ihren Vorstellungen streichen oder mit Mörtel verspachteln. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Dämmplatten in eine vorher eigens für diesen Zweck erstellte Konstruktion aus Holzlatten oder Aluminiumprofilen zu schieben.

  Verschiedene Dämmplatten im Überblick

Es gibt mehrere Arten von Dämmplatten, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Platten und ihre Eigenschaften:

Dämmplatten Material Eigenschaften
HartschaumplattenPartikelschaum bestehend aus PolystyrolExtruderschaum bestehend aus PolystyrolHartschaum aus Polyurethaneffektives Dämmmaterialleicht recyclebarleicht entflammbar
MineraldämmplattenMineralwolleGlaswolleschützen gut gegen Schimmel, Feuchtigkeit und Wärmeverlust
MineralfasermattenFlachsKorkHanfHolzZelluloseeffektives Dämmmaterialeignet sich gut für Holzkonstruktionen und Aluminiumprofile
Verbundplattenbeispielsweise Rigips mit einer Extraschicht Styroporenthalten mehrere Elemente, die aufgeschichtet sind und so zahlreiche wichtige Eigenschaften für eine effektive Innendämmung erfüllen können

  Unterkonstruktion aus Holz

Für eine Innendämmung mit Mineralwolle benötigen Sie eine unterstützende Holzkonstruktion. Dazu bringen Sie waagerechte und senkrechte Holzlatten in regelmäßigen Abständen in dem zu dämmenden Raum an.

Diese Holzrahmen können Sie anschließend mit dem Dämmstoff füllen. Die Stärke der verwendeten Holzlatten sollte der Dicke des Dämmmaterials entsprechen.

Für die Dämmung stehen Ihnen verschiedene Materialien zur Verfügung:

Dämmmaterial Dämmung Eigenschaften
Schafwolle, Hanf oder Flachshervorragende Dämmungökologisch sinnvollumweltschonend
Mineral-, Stein- oder Glaswolleeffektiver Schutz vor Kälte und HitzeGloswolle: bestens komprimierbar und leichtSteinwolle: auch zur Schalldämmung geeignet und hitzebeständigMineralwolle: kombiniert die besten Eigenschaften von Stein- und Glaswolle
Korkausreichende Dämmungnatürliches, aber seltenes Materialkann mit langen Transportwegen einhergehen
Zellulosehervorragende Dämmungbesonders gut geeignet für ungleichmäßige Wände

Innenwände selbst dämmen?

Zwar können Sie viel Geld sparen, wenn Sie die Innendämmung selbst übernehmen, allerdings kann auch viel schief gehen. Die Folgeschäden bei einer nicht ordnungsgemäßen Dämmung können groß sein und Ihnen Ärger und noch mehr Kosten verursachen.

  Was schiefgehen kann

Wenn Sie die Innendämmung selbst vornehmen wollen, gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten.

Eine falsch gedämmte Wand kann letztendlich mehr Schaden anrichten, als sie Nutzen hat, wenn Sie

  • das falsche oder nicht für Ihr Gebäude passende Dämmmaterial nutzen,
  • die notwendige Stärke der Dämmung nicht richtig berechnen oder
  • nicht korrekt arbeiten.

Die Entstehung von Feuchtigkeit und die Bildung von gesundheitsschädigendem Schimmel können die Folge sein.

  Vorschriften

U-Wert: Für die Dämmung von Neu- und Altbauten verlangt die Energieeinsparverordnung (EnEV) bestimmte Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert):

  • Außenwand, Dachschrägen und Steildächer: 0,24 W/(m²·K)
  • Flachdächer: 0,20 W/(m²·K)
  • Wände, Decken von unbeheizten Kellern und Bodenplatten: 0,30 W/(m²·K)

Brandschutz: Aus Sicherheitsgründen sollten Sie sich unbedingt über den Brandschutz des verwendeten Dämmmaterials informieren. Manchmal können schon ein Kurzschluss und ein Funke Brände und die Entwicklung von giftigen Brandgasen auslösen. Nicht brennbare Baustoffe gehören der Klasse A1 an. Brandgefährdete Baustoffe fallen in die Klassen B1 bis B3.

Fachfirmen für Wärmedämmung in Ihrer Region

Wir finden passende Fachfirmen für Sie.

Dampfsperren und Dampremsen sorgen dafür, dass es nicht zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung kommt. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede.

Dampremse: Die Dampremse ist wasserdampfdurchlässig.

Das heißt, im Sommer kann ein gewisses Maß an Luftfeuchtigkeit in den Innenraum gelangen, welches Sie an kühleren Morgen- oder Abendstunden herauslüften müssen.

Die Dampremse gibt im Winter allerdings auch Luftfeuchtigkeit aus dem Innenraum nach außen ab, aber nie so viel, dass es zu Schäden oder Schimmelbildung an der Außenwand kommt. Sie wird deswegen als feuchtevariabel bezeichnet.

Dampfsperre: Eine Dampfsperre lässt dagegen überhaupt keine Feuchtigkeit durch. Deswegen findet sie beim Bau eines normalen Wohn- oder Bürogebäudes kaum noch Verwendung. Eine Dampfsperre nutzt Ihnen lediglich, wenn der Wasserdampf innen stets höher sein soll als außen (zum Beispiel in einem Dampad).

  Die richtige Dampremse für den jeweiligen Dämmstoff

Nicht jede Dampremse eignet sich für jeden Dämmstoff. Achten Sie deswegen dringend darauf, dass Sie die passende Dampremse für das von Ihnen verwendete Dämmmaterial nutzen.

Dämmmaterial angemessene Dampremse
MineralfaserPolyethylen-Folie
GlasschaumBitumen
Schaumplatten (expandiertes Polystyrol, Styropor)Dampremsmappe, Kraftpapier
ZellulosePolyurethan-Anstrich
HolzfaserAcryl- oder Korkkleber
Korkdoppelseitiges Butylkautschuk-Klebeband
SchafwolleFugendichtungsband

Innendämmung ohne Feuchtigkeitsschäden

Bei der Innendämmung lassen sich Wärmebrücken und Feuchtigkeitsentwicklung leider nicht immer vermeiden. Diesem Effekt können Sie jedoch entgegenwirken. Dampremsen sind der eine Weg.

Diffusionsoffenes Dämmmaterial erweist sich ebenfalls als wirksam. Calciumsilikatplatten, die aus Kalk, Zellulose, Wasser und Sand gefertigt werden, absorbieren zum Beispiel eine Menge Wasserdampf.

Mit Gipskartonplatten gestärkte Mineralschaumplatten sind eine ebenbürtige und ökologisch wertvolle Alternative.

  Vor- und Nachteile der Innendämmung

Die Innendämmung bringt diverse Vor- und Nachteile mit sich. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht, die Ihnen beim Abwägen und bei einer fundierten Entscheidung helfen soll:

Vorteile Nachteile
  Es ist kein Baugerüst notwendig (Kostenersparnis).  Die Wohnfläche verringert sich.
  Die Dämmung (z. B. des Kellers) lässt sich auch im Winter problemlos realisieren.  Die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung ist größer als bei der Fassadendämmung.
  Räume lassen sich schneller heizen.  Die Dämmung hilft im Sommer nicht dabei, für Kühle im Innenraum zu sorgen.
  Die Dämmung ist in einzelnen Räumen unabhängig vom Haus möglich.  Es entstehen häufiger Wärmebrücken.
  Auch historische, denkmalgeschützte Gebäude und Gebäude, bei denen die Fassade nicht verändert werden darf, können gedämmt werden.  Gegenstände können schwer an einer Wand angebracht werden.
Je nach Material kann eine Innendämmung den Schallschutz verbessern. 

Finanzierung & Kosten

Die Innendämmung ist zwar kostengünstiger als die Außendämmung und muss nicht am gesamten Gebäude gleichzeitig vorgenommen werden, dennoch handelt es sich um eine größere Investition. Fördermittel können Ihnen jedoch etwas von der finanziellen Last abnehmen.

  Preise

Je nach Material und handwerklichem Aufwand kommen Preise zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter auf Sie zu. Damit sind Einbau und Verkleidung der Dämmung mit eingerechnet. Bei einer Innendämmung von etwa 100 Quadratmetern können Sie also mit Gesamtkosten von 4.000 bis 15.000 Euro rechnen.

  Förderungen

Wenn Sie sich für eine Fassadendämmung entscheiden, können Sie Fördermittel beantragen. Zusätzlich zu den staatlichen Fördergeldern bieten auch einzelne Bundesländer Fördermittel an. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Landesbau- oder Gemeindeamt.

Förderung Förderprogramm Details Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Kreditanstalt für Wiederauau (KfW)
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)– energetische Maßnahmen zur Wärmedämmung an Gebäudehüllen- dazu zählen: Außenwände, Dachflächen, Decken und Wände, Bodenflächen, Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster, Glasfenster, Außentüren und Vorhangfassaden, sommerlicher Wärmeschutz
Energieeffizient Sanieren – Kredit 151, 152– Einzel­maßnahmen für Wohnimmobilien wie Wärme­dämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschoss­decken- Voraus­setzungen: Ein­bindung eines Experten für Energie­effizienz, Bauantrag oder Bau­anzeige vor dem 01.02.2002, Anstreben eines KfW-Effizienz­haus-Standard

  Wichtige Änderung:

Источник: https://www.aroundhome.de/waermedaemmung/innendaemmung/

Außenwand von innen dämmen: Alles zu Methoden & Materialien

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Eine Dämmung ist wichtig, um Energie zu sparen. Allerdings ist eine Außendämmung teuer und manchmal nicht realisierbar. Eine mögliche Alternative ist es, die Außenwand von innen zu dämmen.

Die Innendämmung ist zwar aus bauphysikalischer Sicht kein gleichwertiger Ersatz für eine Außendämmung, aber mit Blick auf die Kosten und das Erscheinungsbildes des Gebäudes ein annehmbarer Kompromiss.

Wann eignet sich eine Innendämmung?

Meist werden Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen nachträglich gedämmt. Wenn die Außenwandfassade aber nicht überklebt werden soll, kann man alternativ die Außenwand von innen dämmen.

Das kann sich in folgenden Fällen anbieten:

  • Eine historische und denkmalgeschützte Fassade mit Stuck-, Klinker- oder Fachwerkelementen soll erhalten bleiben.
  • Das Haus steht zu nahe am Nachbarhaus oder Nachbargrundstück und deshalb kommt eine Außendämmung aus Platzgründen nicht in Frage.
  • In einer Eigentumswohnung hat sich die Eigentümergemeinschaft gegen eine Außendämmung entschieden.
  • Auch Mieter können die Außenwand ihrer Wohnung unter Umständen von innen dämmen, sofern der Vermieter einverstanden ist.

© Antonia Eigel / wohnglück.de

Was bringt eine Innendämmung? Vorteile und Nachteile

Ein Vorteil, eine Wand von innen zu dämmen, liegt darin, dass dafür kein Gerüst notwendig ist. Damit ist eine Innendämmung günstiger als eine Dämmung der Fassade von außen.

Für diese Art der Dämmung spricht auch, dass es möglich ist, Raum für Raum zu dämmen statt alles auf einmal. Und geübte Heimwerker können Innenwände selber dämmen.

Je nach eingesetztem Dämmstoff könnt ihr mit einer Innendämmung zwischen fünf und 15 Prozent der Heizkosten einsparen. Das ist allerdings nur die Hälfte von dem, was sich mit einer Außendämmung einsparen lässt. Zudem kann eine Dämmung von innen auch den Schallschutz verbessern.

Diesen Vorteilen stehen aber auch Nachteile entgegen. Der gravierendste Nachteil ist sicher, dass euch Wohnraum verloren geht, wenn ihr daran geht, eine Außenwand von innen zu dämmen.

Zudem ist die Gefahr, dass Wärmebrücken entstehen, bei einer Innendämmung relativ groß.

Zudem lassen sich an einer innen gedämmten schlechter Gegenstände anbringen, weil man dann Gefahr läuft, die Dampfsperre zu beschädigen.

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Wird die Innendämmung nicht korrekt ausgeführt, dann drohen feuchte Wände und Schimmel. Dann ist die Innenwanddämmung schlechter als gar keine Dämmung, weil teure Folgeschäden auftreten können.

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In jedem Fall ist eine gut ausgeführte Wärmedämmung auf der Innenseite der Außenwand besser als eine völlig ungedämmte Wand. Innendämmungen solltet ihr aber nur dann einbauen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, die Wand von außen zu dämmen.

Voraussetzungen für das Anbringen einer Innendämmung

Es gibt ein paar Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit die Innendämmung auch funktioniert:

  • Die Außenwand muss trocken und schlagregendicht sein.
  • Die Dämmstoff-Dicke muss ausreichend sein – nur einige Zentimeter sind absolut ungenügend.
  • Das Dämmmaterial muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit der Außenwand haben. Hohlstellen müsst ihr in jedem Fall vermeiden.
  • Die Innendämmung muss auf der Raumseite mit einer sorgfältig ausgeführten Dampfsperre luftdicht abgeschlossen werden.
  • Um Wärme- oder Kältebrücken und Kondenswasserbildung (führt zu Schimmel) zu vermeiden, muss der Dämmstoff ausreichend dick sein.

3 Methoden für die Innendämmung

Zur bauphysikalisch korrekten Herstellung einer Innendämmung gibt es mehrere technische Verfahren:

  1. Ihr erstellt eine Vorsatzschale aus Holzlatten oder Aluminiumprofilen, in die ihr das Dämmmaterial einschiebt.
  2. Ihr klebt oder schraubt Dämmplatten direkt an die Wand.
  3. Loses Dämmmaterial kann hinter eine Verschalung auch eingeschüttet oder eingeblasen werden oder ihr sprüht es direkt auf die Wand.

1. Innendämmung mit einer Vorsatzschale in Leichtbauweise

Am einfachsten lässt sich eine Innendämmung als Vorsatzschale in Leichtbauweise herstellen. Eine Vorsatzschale besteht aus einer zweiten Wand, die von innen her gegen die Außenwand gesetzt wird. Eine bauphysikalisch einwandfreie Vorsatzschale baut ihr so:

  • Auf die Wände dübelt ihr acht Zentimeter dicke Holz- oder Metallständer.
  • Die Zwischenräume müsst ihr lückenlos mit acht Zentimeter dicken Mineralwolle-Matten ausfüllen.
  • Konstruktionsbedingte Ritzen und Fugen, die sich nicht vermeiden lassen, müsst ihr mit Montageschaum ausspritzen.

Innendämmung mit Styropor

Platten aus expandiertem Polystyrol EPS (Styropor) sind für diesen Zweck nicht sehr gut geeignet, denn dieses Dämmmaterial hat bei Temperaturschwankungen ein ausgeprägtes Ausdehnungs- und Schwundverhalten. Das heißt, es kann sich im Winter bei niedrigen Temperaturen so stark zusammenziehen, dass Spalten und Lücken zwischen den einzelnen Platten und zwischen Platten und Ständern entstehen.

Aus diesem Grund schreibt die Euro-Norm bei der Verwendung von Polystyrol-Platten vor, dass bei der Berechnung der Dämmstoffdicke ein Zuschlag von zehn Prozent berücksichtigt werden muss. Diese Nachteile gibt es nicht, wenn ihr Mineralwolle verwendet.

Ökologische Innendämmung

Wenn es euch wichtig ist, dass die Innen-Dämmung ökologisch ist, dann könnt ihr anstelle von Mineralwolle Holzweichfaser-Dämmplatten einsetzen.

Wichtig ist jedoch, dass bei diesem Dämmmaterial eine Gesamt-Dämmstoff-Dicke von zehn Zentimetern eingebaut wird.

Auf diese Dicke kommt ihr, wenn ihr mehrere dünnere Lagen Holzweichfaser-Dämmplatten übereinander anbringt. Sonst ist keine ausreichende Wärmedämmung gewährleistet.

Die Verwendung von Holzfaser-Dämmplatten hat im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen noch weitere zusätzliche Vorteile:

  • Schutz vor sommerliche Hitze
  • Sehr gute Schalldämmung

Zum Schluss könnt ihr die gedämmte Fläche mit Gipskarton-, Gipsfaserplatten oder Profilholz verschließen.

In die Vorsatzschale aus Holzlatten bringt ihr das Dämmmaterial ein. Das können versierte Handwerker auch selbst machen. © Getty Images/iStockphoto

2. Innendämmung mit Dämmplatten

Wenn ihr Dämmplatten wie beispielsweise Kalziumsilikatplatten direkt an die Wand bringen wollt, sind in der Regel folgende Arbeitsschritte notwendig:

  • Wand säubern und trocknen.
  • Dämmplatten zuschneiden.
  • Klebemörtel, der vom Hersteller für die Platten zugelassen ist, zubereiten und auf die Rückseite der Dämmplatte auftragen.
  • Platten an die Wand drücken. Sie müssen an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben. Hohlstellen und Unebenheiten müsst ihr vorher mit Klebemörtel ausgleichen.
  • Platte mit einem Tellerdübel an der Wand anbringen.

Wichtig: Alle Werkstoffe wie Klebemörtel und Leichtputz müssen vom Hersteller der Platten zugelassen sein. Bei systemfremden Werkstoffen erlischt die Garantie.

Dämmplatten aus Kalziumsilikat könnt ihr direkt mit Spezialmörtel an der Wand anbringen. © obs/ISOTEC GmbH/Cornelis Gollhardt

3. Schütt-, Einblas- oder Aufsprühdämmung von innen

Alternativ zur Plattendämmung könnt ihr auch lose Dämmstoffe wie beispielsweise Zellulose, Perlite oder Kork hinter eine vorher angebrachte Wandverkleidung schütten oder in Hohlräume einblasen. Das bietet sich an bei unebenen Untergründen und an schwierigen Stellen wie Übergängen und Anschlüssen.

Für unebene Wände eignen sich auch Zellulose-Innenwanddämmungen zum Aufsprühen. Dabei handelt es sich um ein relativ neues Verfahren, bei dem mit Leim und Wasser vermische Zelluloseflocken auf die Wand gesprüht werden. Die Flocken haften auch auf Bruchsteinwänden, Heizungsrohren oder Elektroleitungen. Sie passen sich den Konturen des Untergrunds an, ohne dass Hohlräume entstehen.

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Danach wird die Schicht begradigt und kann dann nach einer Trocknungszeit von mehreren Wochen mit einem Spezialputz verputzt werden. Eine Dampfsperre ist nicht erforderlich.

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Seid ihr handwerklich begabt, dann könnt ihr Schütt-Innendämmungen auch selbst realisieren. Einblasdämmungen und Aufsprühdämmungen erfordern dagegen spezielle Maschinen und Werkzeuge. Dafür müsst ihr einen zertifizierten Fachbetrieb beauftragen.

7 Tipps zum Dämmen von Innenwänden

  1. Ihr solltet generell nur solche Dämmstoffe verwenden, die nach DIN 4108, Teil 10 für die Innenwanddämmung zugelassen sind (Kurzzeichen WI).
  2. Ganz gleich, mit welchem Dämmmaterial ihr die Innendämmung herstellt, der Dämmstoff muss an jeder Stelle vollflächigen Kontakt mit dem Untergrund haben.

    Es darf keinen Luftzwischenraum zwischen Wärmedämmung und Wand geben. Unebene Wände müsst ihr vor der Montage der Innendämmung mit einem geeigneten Mörtel egalisieren.

  3. Schlagregen, der durch Fugen oder Risse in die Fassade eindringt, kann bei Minustemperaturen in der Wand gefrieren und Bauschäden verursachen.

    Die Gefahr steigt mit der Innendämmung, weil die Wand nicht gewärmt wird. Deshalb solltet ihr vor der Innenwanddämmung die Fassade ausbessern.

  4. Oftmals besteht die Auffassung, dass man das Dämmmaterial auf einer Lattung anbringen soll, um einen Hohlraum zur Entlüftung zu schaffen. Diese Vorstellung ist bauphysikalisch falsch.

    In einem solchen Hohlraum kann sich leicht Kondenswasser bilden, das zu einer Durchfeuchtung von Wand und Innendämmung führen kann. Die Folge: Es bildet sich Schimmel.

  5. Besonderes Augenmerk müsst ihr auf die Wärmedämmung im Bereich der Fenster richten.

    Damit keine Wärme- oder Kältebrücken entstehen, muss die Wärmedämmung auch in der Laibung bis an den Fensterrahmen geführt werden, selbst wenn ihr in diesem Bereich nur eine geringere Dämmstoffdicke einbauen könnt.

  6. Die gesamte Wärmedämmung müsst ihr in der Regel mit einer Spezialfolie als Dampfsperre verschließen, es sei denn, ihr verwendet ein kapillaraktives Dämmmaterial. Dabei müsst ihr beachten, dass alle Nähte und die Anschlüsse an den anschließenden Wänden, an Decke und Fußboden sowie an Fenstern und durchgeführten Rohren sorgfältig luftdicht abgeschlossen werden.

    Das müsst ihr mit einem Spezial-Klebeband oder mit einem Butyl-Kautschuk-Kleber aus der Kartusche machen. Einfaches doppelseitig klebendes Teppichband ist dafür nicht geeignet, weil es nicht alterungsbeständig ist. Selbstklebende Bänder haften auf rauem Holz oder auf Putzoberflächen nur kurze Zeit. Für diese Anschlüsse gibt es spezielle Kartuschenkleber.

    Allerdings könnt ihr die Abdichtungen aber auch mechanisch mit einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste dauerhaft herstellen. Alle Klebestellen müssen absolut staubfrei sein. Rohre und Kabeldurchführungen dichtet ihr mit Gummimanschetten am sichersten ab.

  7. Vorsicht beim Befestigen von Regalen und Bildern! Die Dampfsperr-Folie darf nicht durch Nägel oder Schrauben beschädigt werden.

Materialien für die Innendämmung im Überblick

Um eine Außenwand von innen zu dämmen, gibt es die unterschiedlichsten Dämmmaterialien. Hier ein kleiner Überblick:

  • Hartschaumplatten (Partikelschaum bestehend aus Polystyrol, Extruderschaum bestehend aus Polystyrol, Hartschaum aus Polyurethan)
  • Mineraldämmplatten (aus Glaswolle oder Mineralwolle)
  • Mineralfasermatten (Flachs, Kork, Hanf, Holz, Zellulose)
  • Verbundplatten (auch „Fertigplatten“, „3-in-1-Platten“): Sie bestehen aus einer Dämmschicht, einer integrierten Dampremse und einer Verkleidungsschicht.

Wie viel kostet die Innendämmung einer Außenwand?

Die Kosten für eine Innendämmung liegen zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter. Darin ist der Einbau und die Verkleidung der Innenwanddämmung enthalten.

Die Kosten können allerdings sehr stark variieren, so dass wir hier nur eine grobe Preisspanne angeben können. Sie hängen unter anderem vom ausgewählten Dämmmaterial, dessen Stärke und davon ab, ob ihr die Außenwand selbst von innen dämmt oder Handwerker damit beauftragt.

Der Preis für das Dämmmaterial allein liegt zwischen 10 und 50 Euro pro Quadratmeter.

Es gibt die Möglichkeit, eine Förderung für die Innendämmung einer Außenwand in Anspruch zu nehmen. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel zu staatlichen Fördermaßnahmen.

Ihr wollt gern modernisieren, seid euch bei den Maßnahmen und Kosten aber nicht sicher? Dann holt euch doch Hilfe von unseren Experten:

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/waende-von-innen-daemmen-4949

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