Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Sind Nachtspeicher bald verboten? Noch erlaubt? Bis wann?

Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Die Nachtspeicherheizung gilt als ineffektivste und teuerste Heizgelegenheit schlechthin. Aufgrund ihrer mangelnden Flexibilität und ihres hohen Energieverbrauchs stellt sie außerdem eine Belastung für die Umwelt dar.

Dazu kommt noch, dass insbesondere ältere Geräte oft mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind. Trotzdem sind in Deutschland noch über eine Million Nachtspeicherheizungen in Betrieb.

2009 wurde deshalb ein Verbot zahlreicher veralteter Speicheröfen in die Energiesparverordnung (ENEV) mit aufgenommen, das schrittweise in Kraft treten sollte.

Auf Anraten der Energiekonzerne wurde das Nachtspeicher-Verbot inzwischen aber wieder gekippt, was Energieexperten und Umweltschützer bis heute kritisieren. Ihre Räumlichkeiten mit überkommenen Nachtspeicherheizungen zu beheizen, ist vorerst also weiterhin erlaubt.

Das macht es aber nicht sinnvoll oder gar rentabel, denn inzwischen gibt es viele moderne Heizlösungen, die im Verbrauch um einiges sparsamer sind.

Ein Umstieg auf energieeffiziente Infrarotmodule ist in der Regel mit vergleichsweise wenig Kosten und Mühe verbunden und gibt Ihnen die Möglichkeit, zukünftig 30 % oder mehr Ihrer Stromkosten einzusparen.

Das sind die Gründe für die Einsparung:

  • Ihre Wohnung oder Haus kann mit geringer Temperatur geheizt werden. Wo beim alten Nachtspeicher eine Wohlfühltemperatur 23°C als angenehm gilt, erreichen Sie den gleichen Komfort bereits mit 20° C Raumtemperatur. Pro 1°C sparen Sie bis zu 6% am Verbrauch.
  • Geringere Anschlussleistung von Infrarotheizungen gegenüber Nachtspeicherheizungen. (Weniger als die Hälfte)
  • Infrarotheizungen können Sie ebenso mit günstigen Heizstrom betreiben! Tagstrom nicht zwingend notwendig!
  • Infrarotheizungen nutzen die Raumhülle und die im Raum befindliche Materie als Wärmespeicher, also eine größere Speichermasse und keine Speichersteine geringeren Volumens.
  • Geringere Wärmeverluste bei der Raumlüftung, denn Nachtspeicheröfen erwärmen primär die Luft – bei Infrarotheizungen ist es primär die Materie im Raum.

Noch vor dem nächsten Verbot auf Infrarotheizung umsteigen

Darum wurde beschlossen, dass Nachtspeicher nicht mehr erlaubt sein sollten:

Von der nützlichen Innovation zum ungeliebten Stromfresser

Als die Nachtspeicherheizung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eingeführt wurde, hielt man sie für eine sinnvolle Innovation, die allen zugutekam: Sie stellte eine saubere Alternative zu geruchs- und staubbelastenden Kohleöfen oder Gasheizungen dar, war einfach zu installieren und günstig in der Anschaffung.

Die Energielieferanten freuten sich, dass sie nun auch in der Nacht mehr Abnehmer für den produzierten Strom hatten, schließlich konnten sie ihre Kraftwerke nachts, wenn die Auslastung wesentlich geringer war, nicht einfach abschalten oder herunterfahren.

Und die Nachtstromspeicherheizungen nutzen elektrische Energie, um nachtsüber die eingebauten Speichersteine aufzuheizen, die dann am Tag die Wärme an die Räumlichkeiten abgeben.

[attention type=yellow]

Das lohnte sich auch für die Nutzer, denn sie konnten ihre Wohnungen und Häuser mit günstigem Niedertarifstrom, auch Nachtstrom genannt, beheizen.

[/attention]

Über Energieeffizienz, CO2, Schadstoffe und die Umwelt machte man sich damals noch nicht viele Gedanken.

Heute sieht das ganz anders aus. Nachtstromspeicherheizungen werden als veraltete Technik betrachtet und haben einiges an Beliebtheit eingebüßt. Es gibt viele Gründe, warum der Einsatz von alten Speicheröfen nicht mehr sinnvoll ist:

  • Preis und Verfügbarkeit des Nachtstroms: In den letzten 50 Jahren sind die Strompreise immer weiter angestiegen. Zwar gibt es auch heute noch günstigeren Niedertarifstrom, aber der wird nicht mehr überall in Deutschland angeboten und ist auch längst nicht mehr so preiswert wie vor 60 oder 70 Jahren.
  • Ineffizienz und hohe Betriebskosten: Eine Nachtspeicherheizung benötigt eine Menge Energie, um ihren Schamottstein auf ein verhältnismäßig niedriges Temperaturniveau aufzuheizen. Diese Ineffizienz macht die Nutzung der Nachtspeicher zur teuren Angelegenheit, denn sie verursacht hohe Betriebskosten und das sorgt vor allem bei Verbrauchern für Verdruss.
  • Mangelnde Flexibilität: Nachtspeicheröfen sind nicht flexibel regelbar, soll heißen: Wenn die Heizung aufgeheizt ist, dann heizt sie, egal ob das aktuell gewünscht wird oder nicht. An unerwartet warmen Tagen bleibt den Bewohnern nichts anderes übrig, als die teuer erkaufte Wärme zu Fenstern und Türen hinauszulassen.
  • Umweltbelastung: Hohe Anteile des konventionellen Strommixes werden noch aus Braun- und Steinkohlekraftwerken gewonnen und verursachen hohe CO2 Emissionen. Da die veralteten Speicherheizungen nur auf einen Energieumwandlungsgrad von gerade mal 40 % kommen, geht ein Großteil der Energie ungenutzt verloren und das ist schlecht für die Umwelt. Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist hingegen viel zu wertvoll, um durch den Betrieb wirkungsschwacher Nachtspeicheröfen verschwendet zu werden.
  • Giftige Schadstoffe: Dazu kommt noch, dass in vielen alten Nachtspeicherheizungen Schadstoffe wie PCB, Asbest und Chromat zu finden sind, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.
  • Sparsame Alternativen: Moderne Heizlösungen arbeiten um einiges effizienter und sind dadurch sparsamer im Verbrauch als die überkommenen Speicheröfen. Durch den Umstieg auf hochwertige Infrarotheizungen haben Sie die Chance, einen nennenswerten Teil der Betriebskosten zu sparen.

Energieexperten sowie Umwelt- und Verbraucherschützer sind deshalb schon seit langem der Meinung, dass die alten Nachtspeicher verboten werden sollten.

Bild: Nachtspeicherofen unter Küchenfenster. 2,5 KW. Im Gegensatz reicht hier z.B. eine Infrarotheizung mit nur 1000 Watt in viel flacherer und platzsparender Ausführung. IR-Heizungen gibt es als Bild, als Tafel, als Spiegel und vieles mehr.

Abwrackprämie sichern und auf moderne Infrarotheizung umsteigen

Nachtspeicher verboten – Nachtspeicher erlaubt: Das Verbot und sein Ende

2009 hat die Regierung dieser Forderung erstmals nachgegeben: Die Außerbetriebnahme elektrischer Speicherheizungen wurde in das Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (ENeG) aufgenommen und als §10a in der Energieeinsparverordnung (EnEV) verankert.

Ab 2019 sollte es nicht mehr gestattet sein, Gebäude mit mehr als 5 Wohneinheiten, die nicht der Wärmeschutzverordnung entsprachen, ausschließlich mit Nachtspeichern zu beheizen.

Nichtwohngebäude mit über 500 m² Nutzfläche, die mindestens vier Monate im Jahr auf 19 °C beheizt werden, waren ebenfalls vom Nachtspeicher-Verbot betroffen.

Für nach 1989 aufgestellte oder in wesentlichen Teilen erneuerte Nachtspeicherheizungen wurde die Frist verlängert – diesen wurde eine maximale Betriebsdauer von 30 Jahren zugestanden.

Die Entsorgung alter Speicherheizungen wurde bis zum 31. August 2010 von der KfW-Bank sogar mit 200 Euro pro Heizkörper bezuschusst.

Obwohl die Außerbetriebnahme längst nicht alle Speicheröfen in Deutschland erfasste, war sie doch ein wichtiger Schritt in Richtung endgültiger Abschaffung.

[attention type=red]

Das Nachtspeicher-Verbot sorgte allerdings nicht überall für Begeisterung. Einige Energiekonzerne waren der Meinung, dass Nachtstromspeicherheizungen auch weiterhin noch zulässig sein sollten. Da das Angebot an Ökostrom je nach Wetterlage schwankt, gebe es oft ein Überangebot.

[/attention]

Zu flexiblen, smarten Stromspeichern umgerüstet, könnten die Nachtspeicherheizungen noch sinnvoll sein, um überschüssigen Strom aufzunehmen.
Leider hörte die damalige Regierung auf die Argumente der Energielobby.

So wurden die Beschlüsse zum Verbot 2013 gestrichen und die Außerbetriebnahme wieder aufgehoben.

Bis wann sind Nachtspeicherheizungen nun erlaubt?

Wie lange Nachtspeicherheizungen noch erlaubt bzw. ob und bis wann die veralteten Speicheröfen doch wieder verboten werden, das weiß zurzeit niemand genau. Bis auf weiteres ist es allen Betreibern weiterhin gestattet, ihre Nachtspeicher zu nutzen. Hier hat sich die Energielobby durchgesetzt.

Haben Nachtspeicherheizungen einen Nutzen als intelligente Ökostrom-Speicher?

Wohl eher nicht! Die Aufhebung des Nachtspeicher-Verbots wurde deshalb auch von vielen Seiten heftig kritisiert. Wenn man sie nämlich genauer betrachtet, erweisen sich die Argumente der Energiekonzerne als ziemlich fadenscheinig. Und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Betrieb in ökostromärmeren Zeiten: Ökostrom wird in Deutschland hauptsächlich durch Windkraftwerke und Solaranlagen erzeugt. Die Nachtspeicherheizungen werden aber vor allem im Winter benötigt und genutzt, wenn die Sonne seltener scheint und der Wind weniger weht, sodass eben nicht ständig ein Überangebot an Ökostrom zur Verfügung steht.
  2. Nachtspeicherheizungen sind nicht regelbar: Um Schwankungen im Stromnetz abzufangen, müssten die Speicheröfen auf Signalen von außen reagieren können, sodass sie spontan anspringen, wenn es zu Stromspitzen kommt. Die meisten alten Geräte sind aber nicht flexibel regelbar und können nur innerhalb eines festgelegten Zeitfensters, z. B. nachts, aktiviert werden.
  3. Umrüstung zu teuer: Es ist zwar möglich, alte Nachtspeicher mit moderner Regeltechnik auszustatten, das ist aber so teuer, dass es keinen Anreiz darstellt, die unattraktiven Energiefresser zu behalten.
  4. Andere Geräte sind besser geeignet: Heutzutage gibt es viele moderne Geräte, die viel besser geeignet sind, um zu viel produzierten Ökostrom spontan zu nutzen, wie z. B. Haushaltsgeräte, die bereits über Smarthome-Technik gesteuert werden. Auch eine Infrarotheizung wäre dazu imstande, wenn sie über ein intelligentes Thermostat gesteuert wird, das mit dem Stromversorger kommunizieren kann.

Fazit: Das Argument, Nachtspeicherheizungen könnten dazu genutzt werden, um Ökostrom-Schwankungen auszugleichen ist somit nicht ausreichend, um die Außerkraftsetzung des Nachtspeicher-Verbots zu rechtfertigen. Ein Verbot wäre aber durchaus sinnvoll, um die umweltbelastenden, ineffizienten Stromfresser endlich loszuwerden. Das würde nicht nur der Energiewende, sondern auch den Nutzern zugutekommen.

Noch vor dem Ablauf der nächsten Frist auf Infrarotheizung umsteigen

Viele Wohneigentümer entscheiden sich allein schon aufgrund der hohen Betriebskosten für einen Austausch der veralteten Speicherheizungen.

Eigentümer von Mietwohnungen und -Häusern können die Heizkosten hingegen auf die Mieter umlegen und scheuen oft die Investition für ein neues Heizsystem. Ein Verbot könnte sie dazu bewegen, auf moderne Heizlösungen umzusteigen.

Zusätzlich könnten auch finanzielle Anreize geschaffen werden, z. B. eine Abwrackprämie für Nachtspeicheröfen, die es für Immobilienbesitzer attraktiver macht, sich von der veralteten Technik zu trennen.

Auf Infrarotheizungen umrüsten und sparen

Vermieter: Da spare ich mir doch die Kohle, ähem – oder das Öl! Ich mach von dem Erspartem einen Urlaub in Thailand – Tschüss!

Das Problem besteht darin, dass viele alte Nachtspeicherheizungen in Altbau-Häusern und -Wohnungen zu finden sind, die oft schon beim Bau darauf ausgelegt wurden, mit Nachtspeicheröfen beheizt zu werden.

Dadurch ist die Nachrüstung eines konventionellen Heizsystems in den meisten Fällen mit aufwendigen Umbauarbeiten und hohen Kosten verbunden, denn neben den entsprechenden Heizkörpern müssen auch Leitungen, Rohre und Anschlüsse nachgerüstet werden.

Während die Arbeiten durchgeführt werden, sind die Räumlichkeiten meist nicht bewohnbar, was für Vermieter, aber auch für viele Wohneigentümer einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt.

Die Infrarotheizung bietet sich hier als handhabbare, ökonomische Alternative an. Um die Module an Wände oder Decken hängen zu können, muss lediglich eine Aufhängung montiert werden. Die benötigte Vorrichtung ist bei den meisten Modellen bereits dabei.

Für den Betrieb können in vielen Fällen die bereits vorhandenen Stromanschlüsse für die Nachtspeicherheizungen genutzt werden. Allenfalls sind ein paar zusätzliche Kabel zu verlegen, da es sinnvoll ist, größere Räumen mit zwei oder drei IR-Heizungen auszustatten, um eine bessere Verteilung der Wärme im Raum zu ermöglichen.

Für die Montage und Installation benötigen erfahrene Fachleute nur ein paar Stunden. Während in einem Raum bereits Arbeiten durchgeführt werden, können die Bewohner ihre andern Räume wie gewohnt nutzen.

(Wir haben für sie hier einmal ausgerechnet, was es ungefähr kosten würde, ein Einfamilien-Altbauhaus mit 120 m² zu beheizender Wohnfläche mit verschiedenen Infrarotheizungen auszustatten)

[attention type=green]

Lesen Sie dazu auch gerne unseren Artikel zum Thema: Nachtspeicherheizung durch Infrarotheizung Ersetzen

[/attention]

Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen ebenfalls recht gering. Klassische Module mit 1000 Watt Leistung sind bereits zwischen 550-1200 Euro zu haben. Weitere Informationen zu den Preisunterschieden bei den unterschiedlichen Modellen haben wir Ihnen hier zur Verfügung gestellt: Link: Kosten von Infrarotheizungen im Altbau

Infrarot vs. Nachtspeicher: Betriebskosten im Vergleich

Ob nun erlaubt oder nicht, heute würde wohl niemand mehr behaupten, dass Nachtspeicherheizungen noch rentabel sind. Durch den Umstieg auf energieeffiziente Infrarotheizungen können Sie einiges an Betriebskosten sparen. Um Ihnen dies zu demonstrieren, haben wir als Beispiel wieder unser Einfamilien-Altbauhaus mit 120 m² zu beheizender Wohnfläche gewählt, das von 4 Personen bewohnt wird:

Hier sehen Sie die Heizkosten pro Jahr mit einer Nachtspeicherofen (Einfamilienhaus Altbau 120m²):

Hier sehen Sie im Beispiel Heizkosten pro Jahr mit einer Infrarotheizung (Einfamilienhaus Altbau 120m²):

Anteil des Stromverbrauches mit Infrarot gegenüber Nachtspeicher 52,80%
Anteil der Stromkosten mit Infrarot gegenüber Nachtspeicher 60,32%

Wenn auch Sie sich gern von Ihren veralteten Nachtspeicheröfen verabschieden möchten und überlegen, ob moderne Infrarotheizungen ein praktikabler Ersatz sein können: Melden Sie sich gerne bei uns! Unsere unabhängigen Fachleute beraten Sie kompetent und unverbindlich und helfen Ihnen gern bei der Entscheidung.

Dem alten Elektrospeicherofen ein Ende setzen

Stellen Sie eine Anfrage und vergleichen Sie Anbieter Ihrer Region!

Источник: https://infrarotarena.com/magazin/p/3533/sind-nachtspeicher-bald-verboten-noch-erlaubt-bis-wann/

Nachtspeicherofen: Eine Zukunftsoption?

Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Die grauen Kästen standen besonders in den 70er Jahren in vielen Haushalten: Nachtspeicherheizungen waren damals sehr beliebt und galten als zukunftsfähig.

(Foto: dpa-tmn)

Nachtspeicheröfen waren viele Jahre gang und gäbe in Wohnungen. Dann sollten sie per Gesetz verboten werden, aber die Regelung wurde 2013 wieder gekippt. Wie sieht es heute aus? Was lohnt sich für Haushalte mit den strombetriebenen Heizgeräten?

Nachtspeicheröfen sind elektrisch betriebene Heizungen, deren Wärmespeicher sich mit Strom aufheizen, der nachts eingespeist und tagsüber genutzt wird – eine Idee aus den 1960er und 1970er Jahren, als Kraftwerke in Schwachlastzeiten ihren Strom zu einem deutlich günstigeren Nachttarif verkauften. Wie ist das heute?

„Die Nachtspeicheröfen wurden eingebaut, als Strom noch günstig und CO2 noch kein Thema war“, sagt Jürgen Stefan Kukuk von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) in Berlin. Vor allem in der Nähe großer Kraftwerke waren die Öfen verbreitet.

Aus ökonomischer Sicht ein Desaster

Ihr Komfort sei „eigentlich gar nicht mal schlecht“, erklärt Kukuk. Sie können die Wärme bis zu 36 Stunden speichern. „Aber die Technik hat sich überholt. Und Heizen mit Strom ist auch aus Umweltgründen nicht akzeptabel.“

Auch ökonomisch ist diese Art zu Heizen heute ein Desaster. Denn die günstigen Nachtstromtarife gibt es nicht mehr. Die Energieversorger können ihre Kraftwerkskapazitäten besser anpassen und ein Überangebot an Nachtstrom vermeiden.

„Nachtspeicheröfen sind inzwischen die umweltbelastendste und teuerste Art zu heizen“, fasst Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn zusammen.

„Umweltbewusste und wirtschaftlich denkende Hausbesitzer werden ihre alten Geräte sukzessive durch effizientere und umweltfreundliche Heizungen ersetzen.“

Eigentlich sollten Nachtspeicheröfen bis 2020 sogar per Gesetz aus den Häusern verschwunden sein. Aber die 2009 beschlossene Regelung wurde vier Jahre später wieder gekippt. So heizen noch heute viele Menschen mit Nachtspeicheröfen. Rund 2,4 Millionen Anlagen gab es im Jahr 2000. Im Jahr 2017 waren noch etwa 1,6 Millionen in Betrieb, hat das Verbraucherportal Finanztip in Berlin ermittelt.

„Viele Nutzer haben keine Wahl“, sagt Stefan Materne von der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Vor allem Mieter haben keinen Einfluss darauf, was für eine Heizung in ihrem Haus läuft.

Sie können nicht mehr tun, als ihre Nachtspeicheröfen herunterzudrehen, um zu sparen. „Und zahlen dann trotzdem das Zwei- oder Dreifache gegenüber den Nutzern moderner Heizungssysteme“, erklärt Materne.

„Denn der günstigste Arbeitspreis für Strom liegt gegenwärtig bei 18 bis 19 Cent pro Kilowatt. Gas kostet 6 Cent oder sogar weniger.“

Nachtspeicheröfen hängen an der Stromleitung

Es gibt immerhin etwas Abhilfe. Finanztip empfiehlt Mietern, einen Wärmestromtarif abzuschließen. Diese Tarife liegen durch niedrigere Entgelte für jede verbrauchte Kilowattstunde und geringere Netzentgelte rund 30 Prozent unter denen für Haushaltsstrom. Bei Nachtspeicherheizungen zahlen Verbraucher rund 9 Cent pro Kilowattstunde weniger als für Haushaltsstrom.

Haus- und Wohnungsbesitzer, die noch Nachtspeicheröfen betreiben, sind hingegen gut beraten, diese auszutauschen. Allerdings ist es eine Frage des Einzelfalls, ob der Ersatz durch ein modernes Heizsystem überhaupt wirtschaftlich ist und welches geeignet ist. „Das hängt stark von der Dämmung des Gebäudes und dem Heizverhalten der Bewohner ab“, erklärt Wagnitz.

Prinzipiell ist vieles möglich, von der Direktheizung, Fernwärme, Wärmepumpe, Blockheizkraftwerk, Pelletheizung bis zur Brennwertheizung. Allerdings kann der bauliche Aufwand erheblich sein. „Bei Nachtspeicheröfen fehlt das wasserführende Leitungssystem im Haus“, erläutert Materne. Die Nachtspeicheröfen werden an Stromleitungen angeschlossen und mit elektrischer Energie aufgeladen.

[attention type=yellow]

Soll nun zum Beispiel eine neue Brennwertheizung eingebaut werden, müssen Heizungsrohre verlegt und Heizkörper installiert werden. Außerdem braucht man Platz für einen Heizkessel, einen Schornstein und eventuell einen Öltank.

[/attention]

„Angesichts der Einsparung der hohen Stromkosten Jahr für Jahr kann sich der Aufwand aber lohnen“, so Maternes Urteil. Bei Systemen mit einem Wärmespeicher ist das Heizwasser-Verteilsystem schon vorhanden.

Hier braucht lediglich der Wärmeerzeuger ausgetauscht zu werden.

Die Hoffnung mancher Experten, die Geräte noch anderweitig nutzen zu können, zum Beispiel als Speicher für ein Überangebot an erneuerbaren Energien, hat sich weitgehend zerschlagen. „Die alten Nachtspeicheröfen sind nicht flexibel genug, um erneuerbare Energien aufzunehmen, wenn sie entstehen, und abzugeben, wenn sie gebraucht werden“, erklärt Energieexperte Kukuk.

In unseren Breiten weht der Wind zum Beispiel meist drei bis vier Tage hintereinander, danach gibt es sechs Tage Flaute. „Wir brauchen Speicher, die die Energie über ein bis zwei Wochen halten. Das können die alten Nachtspeicheröfen nicht.“ Daher rät auch Kukuk: „Besser ist es, sie – wo es baulich irgendwie möglich ist – abzuschaffen.“

Zumal etliche Modelle mit Asbest belastet sind, vor allem Geräte, die vor 1984 gebaut wurden. Über die Nummer am Gerät können Elektriker herausfinden, ob es ein Asbestrisiko gibt.

Quelle: ntv.de, Katja Fischer, dpa

Источник: https://www.n-tv.de/ratgeber/Nachtspeicherofen-Eine-Zukunftsoption-article15255296.html

Clever heizen: Nachtspeicherheizung in der heutigen Zeit

Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Noch immer gibt es zahlreiche Wohngebäude, die mit Nachtspeicherheizungen ausgestattet sind. Im Jahr 2017 ermittelte ein Verbraucherportal, dass in Deutschland rund 1,6 Mio.

Haushalte mit Nachtspeicheröfen heizen. Ob dies noch sinnvoll ist – sowohl aus ökologischer als auch wirtschaftlicher Sicht – ist eine berechtigte Fragestellung.

Im heutigen Beitrag möchten wir uns mit diesem Thema näher befassen.

Funktionsweise der Heizung

Werfen wir zunächst einen Blick darauf, wie ein Nachtspeicherofen funktioniert. Die Erzeugung der Wärme erfolgt rein elektrisch. Strom fließt durch Heizspulen, die sich erwärmen.

Allerdings wird die Wärmeenergie nicht unmittelbar an die Raumluft abgegeben. Stattdessen erhitzen die Heizspulen ein voluminöses Speicherelement, das im Regelfall aus Steinen besteht.

Diese speichern die Wärme für lange Zeit, um sie dann nach und nach an den Raum abzugeben.

Aus heutiger Sicht gilt die direkte Umwandlung von Elektrizität in Wärmeenergie als nicht sehr effizient. Dies hat damit zu tun, dass andere Heizungen einen deutlich höheren Wirkungsgrad erreichen.

Als Paradebeispiel ist die Wärmepumpe zu nennen, die ihre Wärme aus der Umgebung bezieht und zur Unterstützung mit Strom betrieben wird. Der Wirkungsgrad beträgt das Zwei- bis Dreifache des für den Betrieb notwendigen Stromes. D.h.

im Betrieb wird bei identischem Stromverbrauch mehr Wärmeenergie erzeugt.

Ursprünge der Nachtspeicherheizung

Trotzdem ist die Nachtspeicherheizung noch lange nicht veraltet. Einst freute sie sich großer Beliebtheit, weil sie die Möglichkeit bot, Überkapazitäten im Stromnetz clever zu nutzen.

Lange Zeit hatten Versorger mit solchen Überkapazitäten zu kämpfen, insbesondere nachts. Denn nicht alle Kraftwerke lassen sich ohne weiteres Drosseln oder gar für einige Stunden abschalten.

[attention type=red]

Sowohl Kohlekraftwerke als auch Atomkraftwerke verfügen nicht über solch eine Flexiblität. Entsprechend findet ein Dauerbetrieb statt.

[/attention]

Nachtspeicheröfen ermöglichen es, genau diese Überkapazitäten im Stromnetz zu nutzen. Versorger und Verbraucher konnten hiervon gleichermaßen profitieren. Den Versorgern gelang es, ihre Überkapazitäten besser zu vermarkten und die Verbraucher kamen in den Genuss eines besonders niedrigen Preises für ihren Heizstrom.

Situation heute

In den vergangenen Jahren hat sich der Strommarkt jedoch verändert. Die Versorger befinden sich in der Lage, ihren Output an Elektrizität besser zu steuern. Als Folge haben sich die Überkapazitäten verringert. Gleichzeitig hat der nächtliche Bedarf an Elektrizität angezogen, insbesondere bei den gewerblichen Abnehmern.

Diese Entwicklung hat zu einem Anstieg der Preise für Nachtstrom geführt. Wer mit Nachtspeicheröfen heizt, dürfte dies in den letzten Jahren bereits zu spüren bekommen haben. Im Vergleich zu früher sind die meisten Stromrechnungen deutlich gestiegen.

Wie mit einer bestehenden Nachtspeicherheizung verfahren?

Nicht nur die gestiegenen Preise für Heizstrom haben dazu geführt, dass Neubauten nicht mehr mit Nachtspeicherheizungen ausgestattet werden. Wie einleitend bereits angedeutet, stehen heute interessante Alternativen bereit.

Besonders im Segment der ökologisch nachhaltigen Heizungen hat sich viel getan. Vor allem Pelletsheizungen und die Wärmepumpe befinden sich stark auf dem Vormarsch.

Im Feld der Wohngebäude wird mehr als jeder dritte Neubau mit einer Wärmepumpe ausgestattet.

Deshalb eine bestehende Nachtspeicherheizung zu ersetzen, macht jedoch nur bedingt Sinn. Die meisten Eigentümer betroffener Gebäude scheuen vor einer Modernisierung der Heizung zurück, was hohen Kosten geschuldet ist.

Einst konnten die Nachtspeicheröfen leicht eingebaut werden, letztlich wurde je Heizkörper lediglich eine Stromleitung benötigt. Das Ersetzen durch Heizkörper oder gar eine Fußbodenheizung wäre äußerst kostspielig.

Aus wirtschaftlichen Gründen ziehen es daher zahlreiche Eigentümer vor, weiterhin an der Nachtspeicherheizung festzuhalten. Außerdem muss deren Betrieb nicht zwangsläufig kostspielig sein. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang vor allem ein Faktor, nämlich der gewählte Stromtarif.

Preis und Herkunft des Stroms sind entscheidend

Wie bereits angedeutet, haben mittlerweile so gut wie alle Versorger ihre Preise für nächtlichen Heizstrom mehrfach angepasst. Allerdings sind die Strompreise je nach Anbieter und Tarif sehr unterschiedlich bemessen. Als Folge nehmen viele Stromkunden unnötig hohe Heizkosten in Kauf. Sie könnten ihre Stromrechnung deutlich senken, indem sie sich für einen Anbieterwechsel entscheiden.

Mit unserem Tarif für Heizstrom bieten wir eine attraktive Lösung. Unsere Kunden profitieren von einem sehr attraktiven Strompreis, der vielen dabei geholfen hat, ihre Stromrechnung zu senken.

Hinzu kommt unsere Strompreisgarantie, die zusätzliche Kostensicherheit verspricht.

[attention type=green]

Machen Sie am besten sofort den Vergleich: Mit unserem Rechner ist schnell ermittelt, wie sich Ihre Stromrechnung verändert.

[/attention]

Übrigens setzen wir beim Heizstrom konsequent auf die Nutzung regenerativer Energien. Aus ökologischer Perspektive betrachtet, ist dies ein wichtiger Punkt.

Welchen ökologischen Fußabdruck eine Nachtspeicherheizung hinterlässt, hängt ausschließlich vom Stromtarif ab.

Wer sich für Ökostrom entscheidet, kann seine Heizung klimaneutral betreiben und damit einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten.

Источник: https://www.originalenergie.de/clever-heizen-nachtspeicherheizung-in-der-heutigen-zeit/

Austausch von Nachtspeicherheizungen

Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Nachtspeicherheizungen sind aufgrund der hohen Energiekosten eine teure Heizvariante. Oftmals sind sehr alte Geräte im Einsatz, so dass die Technik nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. Deshalb lohnt es sich im Hinblick auf die Betriebskosten, über einen Austausch der Nachtspeicherheizung nachzudenken.

Wer seine alte Nachtspeicherheizung gegen ein neues modernes Heizsystem austauschen möchte, dem stehen viele geeignete Alternativen zur Nachtspeicherheizung zur Verfügung.

Alte Nachtspeicherheizung

Besonders aus wirtschaftlicher Sicht, ist ein Wechsel des veralteten Geräts durch eine neue effiziente Nachtspeicherheizung interessant. Wir beleuchten in diesem Artikel für Sie, wie ein kompletter oder schrittweiser Austausch aussehen kann.

Neue Heizsysteme mit moderner Technik

Wer sich dafür entscheidet, die alte Nachtspeicherheizung gegen eine neue zu ersetzen, sollte sich im Vorfeld folgende Gedanken machen:

  • Welche Leistung soll die neue Nachtspeicherheizung haben?
  • Wurde das Haus in der Zwischenzeit modernisiert und neue Fenster oder eine Dämmung angebracht?
  • Hat sich der Alltag, die Personenanzahl und damit der Wärmebedarf geändert?
  • Wie viele Nachtspeicheröfen möchte ich in Zukunft einsetzen? Manchmal kann es besser sein, eine große Nachtspeicherheizung durch zwei kleine zu ersetzen.
  • Passt die neue Nachtspeicherheizung in das bestehende System?
  • Welche Regelungsmöglichkeiten brauche ich, um einen effektiven und komfortablen Betrieb zu garantieren?
  • Wie soll die neue Heizung optisch aussehen, damit sie gut in den Wohnraum passt?

Nachtspeicherheizungen austauschen: Das müssen Sie bedenkenTipp: Bei diesen Fragen im Vorfeld und besonders beim Berechnen des Wärmebedarfs ist es ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen.

Ablauf beim Wechsel der Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen können direkt vom Hersteller bezogen werden. Auau und Montage muss dann vom Käufer selbst durchgeführt werden. Zu beachten ist dabei, dass der elektrische Anschluss auf jeden Fall von einem entsprechenden Fachmann vorgenommen werden muss.

Fachbetriebe bieten einen Komplettservice an, bei dem die neue Nachtspeicherheizung vollständig installiert wird und damit betriebsfertig ist. Der Kunde hat damit die Garantie, dass alles fachmännisch angeschlossen ist und muss sich um nichts kümmern. Zudem ist für die Entsorgung der alten Nachtspeicherheizung gesorgt.

Fragen zum Ablauf:

  • Möchten Sie die neue Nachtspeicherheizung selbst zusammenbauen oder beauftragen Sie einen Fachbetrieb damit?
  • Falls Sie die Montage selbst übernehmen: Wer macht den Anschluss der Elektroinstallation?
  • Möchten Sie einen Komplettanbieter wählen oder den Auftrag an verschiedene Betriebe vergeben?
  • Ist für die Entsorgung der alten Nachtspeicherheizung gesorgt?

Nachtspeicherheizung

Anbieter finden und Angebot einholen

Über das Branchenbuch, einschlägige Fachmessen sowie regionale Leistungsschauen oder auch über das Internet können Fachbetriebe und Hersteller gefunden werden. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch, um alle Fragen zu klären. Dabei zeigt sich auch gleich, wie gut der Kundenservice des jeweiligen Anbieters ist.

Betriebe vor Ort haben den Vorteil, dass ein Fachmann gegebenenfalls die Wohnräume anschauen kann und so eine bessere Einschätzung der Situation bekommt.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Firmen auf Nachtspeicherheizungen spezialisiert sind und damit Erfahrung haben.

Um das beste Angebot zu finden, sollten Sie drei, höchstens fünf Angebote einholen. Dies ist natürlich bei Komplettanbietern am einfachsten. Werden einzelne Schritte wie Auau, Installation und Entsorgung vergeben, müssen hierzu auch einzeln verschiedene Angebote eingeholt werden.

Variieren die Angebote preislich stark, lohnt es sich genauer hinzusehen und notfalls auch nachzufragen. Nicht immer ist das günstigste Angebot auch das Beste. Schauen Sie sich den Kundenservice und auch eventuelle Wartungs- oder Reparaturdienste genau an.

Zertifikate, Fortbildungen oder Auszeichnungen im Bereich Nachtspeicherheizungen zeigen, dass der Betrieb Erfahrung mit dieser Technik hat.

Tipp: Sie möchten Ihren alten Nachtspeicherheizungen entsorgen? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Angebotsservice. Dort erhalten Sie von Entsorgungsunternehmen kostenlos und unverbindlich Angebote für die Enstorgung der Nachtspeicherheizungen.

Источник: https://www.heizsparer.de/heizung/heizungssysteme/elektroheizung/nachtspeicherheizung/austausch-von-nachtspeicherheizungen

Das Nachtspeicheröfen Verbot ist aufgehoben

Ist die Nachtspeicherheizung noch aktuell?

Kann bleiben, wo er ist: elektrischer Nachtspeicherofen in einem Mehrfamilienhaus | Bildquelle: RENEWA

Nachtspeicher bleiben nach der jüngsten Entscheidung der Bundesregierung uneingeschränkt erlaubt.

Die entsprechende Ordnungsermächtigung der Bundesregierung zur Außerbetriebnahme elektrischer Speicherheizsysteme im §4 (3) EnEG (Gesetz zur Einspa­rung von Energie in Gebäuden) wurde gestrichen und der darauf auauende §10a der EnEV (Energieeinsparverordnung), der die schrittweise Außerbetrieb­nahme ab 2020 regelte, komplett aufgehoben.

Der entsprechende Gesetzesentwurf wurde am 17. Mai 2013 im Bundestag beschlossen. Sieben Wochen später, am 04. Juli 2013, wurde §10a aus der EnEV gestrichen, durch das Vierte Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes, Artikel 1a. Diese Regelung gilt seit dem 13. Juli 2013, fortan bis heute!

Wer profitiert von der Aufhebung des Nachtspeicherheizung Verbot?

Das Nachtspeicherheizung Verbot betraf ursprünglich sämtliche Wohngebäude mit mehr als fünf Wohneinheiten, in denen ausschließlich mit Nachtspeicheröfen geheizt wurde. Sowie Nichtwohngebäude, wenn diese für mindestens vier Monate im Jahr auf 19°C geheizt werden (und dabei mehr als 500 Quadratmeter Nutzfläche ausschließlich über elektrische Speicherheizungen beheizt werden).

Nachtspeicheröfen in all diesen Häusern können nun uneingeschränkt weiter betrieben werden, auch über das Jahr 2020 hinaus. Von der Aufhebung des Nachtspeicheröfen Verbot profitieren vor allem die Wohnungswirtschaft, Gebäudeeigentümer und Energieversorger. Nachtspeicheröfen in Ein- und Zweifamilienhäusern waren vom Nachtspeicherheizung Verbot von Anfang an nicht betroffen.

Wie kam es zur Aufhebung des Nachtspeicheröfen Verbot?

Im Zusammenhang mit der Aufhebung des Nachtspeicherheizung Verbot fiel immer wieder ein Name: RWE. Der Energiekonzern erprobte seit 2010 ein Konzept, um überschüssigen Ökostrom aus Windkraft- und Solaranlagen nutzbar zu machen.

Das Argument: Nachtspeicheröfen könnten als volkswirtschaftlicher Stromspeicher dienen, welcher Stromschwankungen und Erzeugungsspitzen der erneuerbaren Energien ausgleicht.

RWE bekräftigte im Rahmen dieses Vorhabens immer wieder, dass das entsprechende Nachtspeicheröfen Verbot ab 2020 fallen müsse.

Wie ist die Aufhebung des Nachtspeicheröfen Verbot zu bewerten?

Die Aufhebung des Nachtspeicherheizung Verbot rief zunächst heftige Kritik in Deutschland hervor. Bezweifelt wurde vor allem die Sinnhaftigkeit, überschüssigen Strom in Wärme umzuwandeln der anschließend nicht mehr genutzt werden kann.

Ebenso wurde die Renaissance der Nachtspeicheröfen kritisch gesehen: eine veraltete Heiztechnik, die der Energiewende mehr schade als nütze. Klientelpolitik war deshalb in vielen Lagern der Vorwurf an die Bundesregierung. Seither ist es ruhig geworden um das gekippte Nachtspeicherheizung Verbot.

Die Sinnhaftigkeit, die verbliebenen Altgeräte in Deutschland auszutauschen, bleibt von dem politischen Schlingerkurs jedoch unberührt.

Der gestrichene Paragraph 10a zur „Außerbetriebnahme von elektrischen Speicherheizsystemen“ im Wortlaut

(1) In Wohngebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten dürfen Eigentümer elektrische Speicherheizsysteme nach Maßgabe des Absatzes 2 nicht mehr betreiben, wenn die Raumwärme in den Gebäuden ausschließlich durch elektrische Speicherheizsysteme erzeugt wird.

Auf Nichtwohngebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, ist Satz 1 entsprechend anzuwenden, wenn mehr als 500 Quadratmeter Nutzfläche mit elektrischen Speicherheizsystemen beheizt werden.

Auf elektrische Speicherheizsysteme mit nicht mehr als 20 Watt Heizleistung pro Quadratmeter Nutzfläche einer Wohnungs-, Betriebs- oder sonstigen Nutzungseinheit sind die Sätze 1 und 2 nicht anzuwenden.

(2) Vor dem 1. Januar 1990 eingebaute oder aufgestellte elektrische Speicherheizsysteme dürfen nach dem 31. Dezember 2019 nicht mehr betrieben werden. Nach dem 31. Dezember 1989 eingebaute oder aufgestellte elektrische Speicherheizsysteme dürfen nach Ablauf von 30 Jahren nach dem Einbau oder der Aufstellung nicht mehr betrieben werden.

Wurden die elektrischen Speicherheizsysteme nach dem 31. Dezember 1989 in wesentlichen Bauteilen erneuert, dürfen sie nach Ablauf von 30 Jahren nach der Erneuerung nicht mehr betrieben werden.

[attention type=yellow]

Werden mehrere Heizaggregate in einem Gebäude betrieben, ist bei Anwendung der Sätze 1, 2 oder 3 insgesamt auf das zweitälteste Heizaggregat abzustellen.

[/attention]

(3) Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn

1. andere öffentlich-rechtliche Pflichten entgegenstehen,

2. die erforderlichen Aufwendungen für die Außerbetriebnahme und den Einbau einer neuen Heizung auch bei Inanspruchnahme möglicher Fördermittel nicht innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können oder

3. wenn

a) für das Gebäude der Bauantrag nach dem 31. Dezember 1994 gestellt worden ist,

b) das Gebäude schon bei der Baufertigstellung das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 16. August 1994 (BGBl. I S. 2121) eingehalten hat oder

c) das Gebäude durch spätere Änderungen mindestens auf das in Buchstabe b bezeichnete Anforderungsniveau gebracht worden ist.

Bei der Ermittlung der energetischen Eigenschaften des Gebäudes nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b und c können die Bestimmungen über die vereinfachte Datenerhebung nach § 9 Absatz 2 Satz 2 und die Datenbereitstellung durch den Eigentümer nach § 17 Absatz 5 entsprechend angewendet werden. § 25 Absatz 1 und 2 bleibt unberührt.

Alte Nachtspeicher auszutauschen lohnt sich ungeachtet der weggefallenen gesetzlichen Austauschpflicht dennoch. Unser Rechner für den Austausch von Nachtspeichern gibt Ihnen einen Eindruck, welche Alternativen in Frage kommen.

Nächste Seite

Источник: https://www.heizungsfinder.de/elektroheizung/nachtspeicher/verbot-aufgehoben

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: