Ist eine Gasheizung wirklich so effizient und kostengünstig?

Energielabel Heizung

Ist eine Gasheizung wirklich so effizient und kostengünstig?

Um Räume und Wasser zu erwärmen, benötigen Haushalte in Deutschland viel Energie.

Nach Angaben des Umweltbundesamts sind es im Jahr rund 830 Milliarden Kilowattstunden – und damit mehr als das Sechsfache der Strommenge, die nötig ist, damit Kühlschrank, Lampen und Fernseher laufen.

Das muss nicht so bleiben – Energielabels auf Heizungen können helfen, effizientere und damit günstigere Geräte zu finden.

Für Wärme wendst Du nicht nur viel Energie auf, es belastet auch Dein Konto. Im Schnitt zahlt jeder Haushalt in Deutschland 940 Euro im Jahr für Warmwasser und Heizung, gibt das Bundeswirtschaftsministerium in den jährlich erscheinenden „Energiedaten“ an. Je nachdem, ob Du Gas, Öl oder Strom nutzt, fallen die Kosten niedriger oder höher aus.

Aber unabhängig von der genutzten Energie lassen sich die Ausgaben in vielen Fällen senken, ohne dass es in den eigenen vier Wänden kälter sein muss – indem eine moderne Heizung Einzug hält.

Wie sparsam diese arbeitet, verrät Dir ein Energieeffizienzlabel. Seit Herbst 2015 müssen diese auf neuen Heizgeräten sowie Warmwasserspeichern angebracht sein. So weißt Du vor dem Kauf, wie effizient ein Gerät ist.

Bereits installierte Heizungen erhalten seit 2016 nach und nach das Etikett.

Das Label soll Dir bei der Wahl einer neuen Heizung helfen, wenn Du Deine bisherige ausbaust. Am Label kannst Du abschätzen, wie viel sparsamer die künftige Anlage mit Energie umgeht. So kannst Du Deinen Energieverbrauch und Deine Kosten senken.

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Das Label dient rein der Information. Die Farbbalken stehen für verschiedene Effizienzklassen. Je effizienter eine Anlage arbeitet, desto weniger Gas, Heizöl oder Strom musst Du einsetzen, um Deinen Wärmebedarf zu decken. 

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Dabei zählt nicht allein, wie hoch der Wirkungsgrad der Anlage ist, sondern auch, ob erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Heizt Du mit Biomasse wie Holzpellets oder Scheitholz, sollte Dein Energielabel eine grüne Farbe haben. Ebenso verhält es sich, wenn Du neben einem Brennwertkessel für Öl oder Gas auch die Wärme aus dem Boden oder von der Sonne nutzt. 

A+++ ist seit 26. September 2019 das Label für die höchste Effizienzklasse und D jenes für die niedrigste. Die Klasse E gibt es seit dem 26. September 2019 nicht mehr.

Wo Deine Anlage nach technischen Gesichtspunkten einzuordnen ist, kannst Du der nachfolgenden Tabelle entnehmen: 

Einteilung von Heizungsanlagen nach Effizienzklasse

EffizienzklasseEinordnungHeiztechnologien
A+++besonders effizient und/oder mit erneuerbaren Energien betriebenWärmepumpe in Verbindung mit Erdwärme
Brennwertkessel für Holz in Verbindung mit Solarwärme-Anlage
kleines Blockheizkraftwerk für Holz (bis 50 Kilowatt Leistung)
A++besonders effizient und/oder mit erneuerbaren Energien betriebenLuft-Wärmepumpe
kleines Blockheizkraftwerk (bis 50 Kilowatt Leistung)
Brennwertkessel für Holz
Niedertemperaturkessel für Holz in Verbindung mit Solarwärme-Anlage
A+besonders effizient und/oder mit erneuerbaren Energien betriebenBrennwertkessel für Öl oder Gas in Verbindung mit Solarwärme-Anlage
Luft-Wärmepumpe
kleines Blockheizkraftwerk (bis 50 Kilowatt Leistung)
Niedertemperaturkessel für Holz
A und Beffizient/Stand der TechnikBrennwertkessel für Gas und Öl
ineffizient/veraltetalte Brennwertkessel für Gas und ÖlNiedertemperaturkessel für Gas und Öl
Dineffizient/veraltetNiedertemperaturkessel für Gas und ÖlStandardkessel für Gas und Öl

Quelle: BMWi (Stand: September 2019)

Auch wenn Deine Heizung als ineffizient und veraltet gilt, folgt daraus keine Konsequenz. Das Effizienzlabel soll aufklären, wie sparsam eine Heizung mit Gas, Öl oder Strom umgeht. Welchen Schluss Du daraus ziehst, ist Deine Sache.

Neue Geräte müssen mit einem Effizienzlabel versehen sein, wenn sie einem der folgenden Zwecke dienen:

  • Heizen von Wohnräumen,
  • Heizen von Wohnräumen und warmem Wasser,
  • Bereiten von Warmwasser,
  • Speichern von warmem Wasser bis 2.000 Liter.

Das Effizienzlabel trägt ein Heizgerät oder Warmwasserspeicher, wenn Du diese in einem Geschäft ausgestellt siehst oder sie in Broschüren oder auf Internetseiten beworben findest.

Fällt Dir ein technisches Datenblatt in die Hände, so muss auf diesem entweder die Effizienzklasse oder der Energieverbrauch ausgewiesen sein.

 Wenn Du im Handel nach Geräten schaust oder Dich beraten lässt, solltest Du den Aufkleber auf Anhieb sehen: Er muss gut sichtbar auf der Frontseite eines Geräts sitzen. 

Geregelt sind die Anforderungen in einer Richtlinie der Europäischen Union, die mit der Effizienzkennzeichnungsverordnung (EnG) in deutsches Recht übertragen wurden.

So sieht ein Effizienzlabel aus

Label-Quelle: BMWi

Die Effizienzklasse des Geräts ist für die Bereitstellung von Raumwärme und für Warmwasser getrennt voneinander angegeben.

Bei Kombianlagen ist die Effizienzklasse für die einzelnen Teile – etwa eine solarthermische Anlage und einen Holzkessel – separat zu benennen.  Zudem gibt es eine Angabe zur Lautstärke der Heizanlage, ihrer Leistung und ihrem Hersteller.

Seit 26. September 2019 gibt es die Effizienzklasse A+++. Die Klassen E, F und G gibt es auf aktuellen Labeln nicht mehr.

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Hinsichtlich der Größe der Anlagen gibt es Einschränkungen. Verfügt ein einzelnes Heizgerät oder auch ein Verbund aus mehreren Geräten über mehr als 70 Kilowatt Wärmenennleistung, ist kein Label anzubringen. Das gilt ebenso für Blockheizkraftwerke ab 50 Kilowatt elektrischer Höchstleistung.

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Bereits installierte Anlagen erhalten nach und nach ein Label. Dies gilt wiederum für Geräte, die über bis zu 400 Kilowatt Nennleistung verfügen. Das Label sieht zudem ein bisschen anders aus als das Label für Neuanlagen.

Und es enthält nur eine Angabe – zur Effizienzklasse. Die folgenden Abbildungen zeigen das vor dem 26. September 2019 gültige Label und das aktuell gültige.

 Das Aussehen der Etiketten und wann sie anzubringen sind, ist ebenfalls im Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnG) festgelegt. 

Zunächst bekommen alle Heizungen ein Label, die vermutlich zu den ineffizienten Klassen C, D und E gehören.

Seit 2016 sind die Bezirksschornsteinfeger in der Pflicht, bei ihren turnusmäßigen Überprüfungen von Anlagen ein Etikett anzubringen, wenn die Anlagen älter als 15 Jahre sind.

Das Alter der Anlagen bemisst sich dabei nicht am Jahr der Inbetriebnahme, sondern wann der Hersteller das Gerät gefertigt hat.

Beispiel eines neuen Labels für eine installierte Gasheizung

Label-Quelle: BMWi

Im Jahr 2021 können damit alle Heizungen ein Etikett bekommen, die bis 2001 in Produktion waren. 2022 kommen bis 2005 gefertigte Anlagen hinzu und ab 2023 Anlagen, die bis 2008 hergestellt wurden. Heizanlagen, die 2009 oder später produziert wurden, können ab 2024 ein Etikett erhalten, wenn sie seit mindestens 15 Jahre in Betrieb sind. 

Wann Deine Anlage die Fabrik verließ, solltest Du auf dem Typenschild des Geräts ablesen können.

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Da ein Bezirksschornsteinfeger nicht jedes Jahr zur Feuerstättenschau kommt, kann es passieren, dass Deine Anlage aus dem Jahr 2000 noch kein Label hat und es vielleicht auch erst nächstes Jahr erhält.

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Anbringen kann das Label dann aber auch ein Energieberater oder Heizungsinstallateur, wenn Du dies möchtest. 

So erfährst Du online die Effizienzklasse Deiner Heizung

Nutzt Du einen Heizkessel für Öl oder Gas, brauchst Du nicht zu warten, bis Dir jemand das Effizienzlabel bringt.

Du kannst über einen Rechner des Bundeswirtschaftsministeriums sofort herausfinden, wie effizient Dein Kessel arbeitet. Mach dazu einige Angaben zu Deinem Heizkessel in der Suchmaske.

Der Rechner zeigt Dir dann, in welcher Effizienzklasse der Kessel sich befindet und wann ein Effizienzlabel anzubringen ist.

Das Effizienzlabel ist für Dich kostenlos. Niemand darf Dir das Anbringen des Etiketts an Deine Heizung in Rechnung stellen. Du kannst aber auch nicht widersprechen, dass Dir eine dazu berechtigte Person das Etikett aufklebt. Sowohl als Mieter als auch als Eigentümer einer Wohnung musst Du es dulden, wenn eine Altanlage ein Effizienzlabel bekommt.

Mit dem Aufkleben des Labels hat der Schornsteinfeger oder Heizungsinstallateur seine Pflicht noch nicht voll erfüllt: Er muss Dich auch über das Label und die Effizienzklasse Deiner Heizung aufklären und Dir eine Broschüre mit weiteren Informationen überreichen.

Ob das Gesetz (EnG) eingehalten wird, prüfen die Behörden der Bundesländer stichprobenartig.

Das Effizienzlabel sagt Dir, ob Deine Heizung verschwenderischer mit Brennstoffen umgeht, als es nach dem aktuellen Stand der Technik sein müsste.

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Effiziente Heizkessel für Öl, Gas und Holz arbeiten mit Brennwerttechnik. Dabei nutzen sie auch die Wärme des Abgases.

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In Standardkesseln und Niedertemperaturkesseln steigt der Rauch dagegen mitsamt heißem Dampf auf und gelangt über den Schornstein nach draußen.

Ein Brennwertkessel benötigt so rund 10 Prozent weniger Brennstoff, um die gleiche Wärmemenge bereitzustellen wie ein Niedertemperaturkessel. Gegenüber einem Standardkessel ist die Einsparung noch deutlich größer.

Die Nutzung erneuerbarer Energien verringert Deinen Bedarf an Heizstrom, Gas, Holz oder Öl noch weiter. Mit einer solarthermischen Anlage lässt sich der Wärmebedarf (für Raumwärme und Warmwasser) beispielsweise zu 10 bis 20 Prozent decken; in Energiesparhäusern sogar noch stärker.

Wenn Du nicht weißt, mit welcher Technik Deine Gastherme oder Dein Ölkessel arbeitet, so verrät es Dir das Energieeffizienzlabel anhand der Effizienzklasse: Niedertemperatur- und Standardkessel für Erdgas und Heizöl gelten allesamt als ineffizient und sind in den Klassen C, D und E eingeordnet.

Wie viel Energie Du exakt einsparen kannst, wenn Du Dir eine neue Anlage zulegst, sagt Dir das Label aber nicht. Um das abschätzen zu können, solltest Du Dich beraten lassen. Mehr dazu liest Du im folgenden Abschnitt.

Wenn Du effizienter heizen willst, kannst Du einen Heiz-Check der Verbraucherzentralen in Anspruch nehmen (Kostenpunkt: 30 Euro, für einkommensschwache Haushalte kostenlos).

Berater kommen dazu zu Dir nach Hause und prüfen, wie effizient Deine Heizung eingestellt ist und wie energiesparend sie überhaupt arbeiten kann.

Kleinere Fragen zum Thema kannst Du auch über ein Online-Formular stellen.

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Willst Du anschließend in eine neue Heizung investieren, so hol Dir mehrere Angebote von Fachfirmen ein und lass Dir darlegen, wie viel Energie Du durch den Anlagentausch sparen kannst. Den Ausbau ineffizienter Heizkessel und den Einbau von Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, fördern die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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Als Mieter sind Deine Möglichkeiten beschränkter, da Du nicht über den Tausch einer Heizung entscheidest.

In Beratungsstützpunkten informieren Mitarbeiter von Verbraucherzentralen aber, wie Dein Heizenergieverbrauch einzuordnen ist und was Du tun kannst, um ihn zu senken.

Ist es an der Zeit, dass die Heizung in Deiner Wohnung ersetzt gehört, kannst Du Deinen Vermieter auffordern, etwas zu tun.

Das ist auch das Anliegen des Staats: Durch das Anbringen der Effizienzlabel sollen Hauseigentümer – unabhängig davon, ob sie selbst in der Immobilie wohnen – schneller in neue Anlagen investieren. Das schont nicht nur den Geldbeutel der Verbraucher, sondern auch die Umwelt.

Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass im Schnitt eine Heizanlage in Deutschland fast 18 Jahre alt ist. Ein Drittel der Anlagen ist sogar älter als 20 Jahre.

Ein Effizienzlabel dient rein der Information und verpflichtet Dich zu nichts. Es gibt aber ein weiteres Gesetz zum Betrieb von Heizungen, das Du kennen solltest. Eine gilt für neu errichtete Wohnhäuser wie auch für Heizungen in Bestandsgebäuden: das Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Für Neubauten legt es fest, dass ein Teil der benötigten Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien zu gewinnen ist (§ 10 Abs. 2 GEG). Das kann Erdwärme, Solarwärme oder Biomasse sein. Strom aus erneuerbaren Energien, erzeugt etwa mit einer Photovoltaikanlage, kannst Du Dir dabei anrechnen lassen (§ 23 GEG).

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Inwieweit alte Heizungen noch arbeiten dürfen, regelt auch das GEG. So müssen Standardkessel für Öl und Gas nach 30 Betriebsjahren aus den Wohnhäusern verschwinden (§ 72 GEG). Betroffen sind davon im Jahr 2021 alle Standardkessel, die 1991 oder früher in Betrieb gingen.

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Ausgenommen sind nur Anlagen mit weniger als 4 und mehr als 400 Kilowatt Nennleistung sowie Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern, in denen die Eigentümer mindestens seit 1. Februar 2002 selbst wohnen. Die Pflicht zum Kesselausbau fällt dem zu, der ein solches Haus kauft.

Die Schornsteinfeger prüfen, ob alte Heizkessel wirklich neuen Anlagen weichen. Hauseigentümer, die dem Gesetz nicht entsprechen, handeln ordnungswidrig und können ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt bekommen (§ 108 Abs. 2 GEG).

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Gasheizung: Das sind die Kosten und Vorteile

Ist eine Gasheizung wirklich so effizient und kostengünstig?

18. April 2018von Sven Christian SchulzKategorien: Energie

Foto: CC0 / Pixabay / avantrend

Gasheizungen sind heute sehr effizient und lassen sich mit erneuerbaren Energien kombinieren. Wir zeigen verschiedene Varianten, Kosten und Förderungen für Gasheizungen.

Gasheizungen: Varianten im Überblick

Eine Gasheizung erzeugt durch die Verbrennung von Gas Wärme zum Heizen und für warmes Wasser.

Die Heizungsanlagen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt und sind sehr effizient: Eine neue Gasheizung kann bis zu 40 Prozent sparsamer als ein altes Modell sein.

Das liegt vor allem am hohen Wirkungsgraden von 95 bis 98 Prozent. Hier kann also fast die gesamte im Gas gespeicherte Energie zum Heizen genutzt werden. Folgende Gasheizungen gibt es:

  • Standard-Gasheizung (Gas-Brennwertheizung): Die klassische Gasheizung findest du oft unter dem Namen „Gas-Brennwertheizung“. Sie ist klein und kompakt, aber vollständig abhängig von Gas.
  • Gasheizung mit Solarthermie: Immer häufiger werden Gasheizungen in Kombination mit einer Anlage für Solarthermie verkauft. Die Solarthermie auf dem Dach sorgt im Sommer und an sonnigen Tagen für Strom aus erneuerbare Energie. In der Nacht und an trüben Wintertagen springt die Gasheizung automatisch ein, wenn die Solarthermie nicht genug Wärme für die Warmwasserauereitung liefert.
  • Gasheizung mit Konstant- und Niedrigtemperaturtechnik: Diese Variante der Gasheizung wird inzwischen kaum noch eingesetzt, da sie als überholt gilt. Sie verbraucht etwa zehn Prozent mehr Energie als die Gas-Brennwertheizung, da viel Wärme verloren geht.

Gasheizungen gibt es in mehreren Varianten:

  • als Heiztherme zum Heizen von Räumen,
  • als Kombitherme zum Heizen und für Warmwasser,
  • als Zentralheizung für ein ganzes Haus
  • und als Gasetagenheizung für Mehrfamilienhäuser.

Wir empfehlen eine Gasheizung mit Solarthermie, da diese am nachhaltigsten ist. Als Brennstoff solltest du Öko-Gas verwenden. 

Brennstoffe für die Gasheizung

Gas-Heizung: Erdgas / Öko-Gas, Bio-Gas oder Flüssiggas
(Foto: CC0 / Pixabay / ri)

  • Erdgas: Der Klassiker Erdgas ist ein fossiler Brennstoff und daher endlich. Außerdem fallen viele klimaschädliche Abgase bei der Verbrennung an. Sinnvoll ist daher, statt auf Erdgas auf Öko-Gas zu setzen.
  • Bio-Gas: Aus Pflanzen, Gülle und Lebensmittelresten lässt sich Bio-Gas zum Heizen herstellen. Bei der Verbrennung kann nur so viel CO2 entweichen, wie die Pflanzen in ihrem Leben aufgenommen haben. Aufgrund der aufwendigen Auereitung ist das Bio-Gas aber teurer als Erdgas und wird oft nur als Gemisch aus Erd- und Bio-Gas angeboten.
  • Flüssiggas: Als ein Nebenprodukt der Erdgas-Förderung fällt Flüssiggas an. Es kann ebenfalls als Brennstoff einer Gasheizung dienen. Das Gas aus Butan und Propan benötigt nur einen geringen Druck, um flüssig in einem Tank gelagert zu werden. Die Tankanlage wird oft im Garten aufgestellt und kostet zusätzlich ca. 2.000 Euro.

Vorteile und Nachteile einer Gasheizung

Vorteile:

  • hoher Wirkungsgrad
  • weniger Abgase als bei einer Ölheizung
  • einfache Versorgung
  • niedrige Anschaffungskosten

Nachteile:

  • Gasanschluss oder Tank im Garten nötig
  • Abhängigkeit von Gas und Gaspreis

Gasheizung anschaffen: Kosten für Heizung und Montage

Gasheizungen kosten zwischen 4.000 und 6.000 Euro
(Foto: CC0 / Pixabay / avantrend)

Gasheizungen gelten als die günstigsten Heizungen: Sie sind sowohl in der Anschaffung, als auch im Betrieb verhältnismäßig preiswert:

  • Kaufpreis: 4.000 bis 6.000 Euro
  • Montage: ca. 2.000 Euro
  • Kosten für Gasanschluss: 1.500 bis 2.000 Euro

Beachte, dass sich diese Kosten auf eine klassische Gasheizung beziehen. Für eine Gasheizung mit Solarthermie kommen noch zusätzliche Kosten zur Warmwasserauereitung in Höhe von ca. 5.000 Euro hinzu. Außerdem entstehen Kosten für die Solaranlage und die Montage.

Förderungen und Prämien für Gasheizungen

Wer seine alte Heizung gegen eine neue Gasheizung tauscht, kann bis zu 15 Prozent der Kosten durch Förderprogramme zurückbekommen:

  • Förderung 430 – 1: Zuschuss bei Heizungswechsel in Höhe von bis zu 15 Prozent, max. 7.500 Euro pro Wohnung.
  • Förderung 430 – 2: Zuschuss bei Sanierung auf Effizienzhaus-Standard in Höhe von bis zu 30 Prozent, max. 30.000 Euro pro Wohnung.

Darüber hinaus gibt es günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW), die ein Darlehen über mindestens 10 Jahre vorsehen:

  • KfW-Förderung 152: Kredit bei Heizungswechsel über max. 50.000 Euro bei 0,75 Prozent effektivem Jahreszins. Förderung in Höhe von bis zu 12,5 Prozent als Tilgungszuschuss.
  • KfW-Förderung 151: Kredit bei Sanierung auf Effizienzhaus-Standard über max. 50.000 Euro bei 0,75 Prozent effektivem Jahreszins. Förderung in Höhe von bis zu 27,5 Prozent als Tilgungszuschuss (etwa für Effizienzhaus 55).

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Schlagwörter: Gewusst wie Heizen und Sparen sanieren

Источник: https://utopia.de/ratgeber/gasheizung-das-sind-die-kosten-und-vorteile/

Heizung – Dienstleistungen – Services – Regionale Nachrichten

Ist eine Gasheizung wirklich so effizient und kostengünstig?

Eine Gasheizung kann nur dann energieeffizient arbeiten, wenn ihre Leistung auf das Haus und den Wärmebedarf der Bewohner optimal abgestimmt ist. Es gibt unterschiedliche Modelle, verschiedene Brennwertkessel, bodenstehende und wandhängende Geräte.

Welche Variante die richtige für Sie ist, Ihren und den Anforderungen Ihres Hauses entspricht und in Ihr Budget passt, sollten Sie erst nach einem ausführlichen Preis-Leistungs-Vergleich entscheiden. Ebenso wichtig wie die Qualität einer guten Heizungsanlage ist die ordnungsgemäße Installation und eine regelmäßige Wartung.

Um eine einwandfreie Funktionsweise und eine lange Lebensdauer der Anlage sowie möglichst geringe Heizkosten zu erzielen, sollte eine qualifizierte Fachfirma den Einbau und die Instandhaltung übernehmen.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com

Funktionsweise: Wie arbeitet eine Gasheizung?

Vereinfacht gesagt, verbrennt eine Gasheizung innerhalb ihres Brenners Gas, erzeugt dadurch Wärme und überträgt diese Wärme aufs Heizungswasser.

Dabei kann es sich um Erdgas, besonders umweltverträgliches Biogas oder auch Flüssiggas handeln.

Heutzutage werden in erster Linie Gas-Brennwertheizungen installiert, denn diese arbeiten besonders energieeffizient und zeichnen sich aufgrund der niedrigeren CO2-Emissionen durch eine bessere Umweltverträglichkeit aus.

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Damit hat die Brennwerttechnik ihre Vorgänger, die Konstanttemperaturkessel und Niedertemperaturkessel, weitestgehend abgelöst.

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Anders als die veralteten Modelle, welche die bei der Verbrennung entstehenden Abgase ungenutzt durch den Schornstein entweichen ließen, nutzen die Brennwertkessel zum einen die Wärme des Abgases und zum anderen die Kondensationswärme des sich im Abgas befindlichen Wasserdampfes.

Diese latente Wärme wird dem Heizsystem erneut zur Verfügung gestellt, sodass es das kalte Heizungswasser schon einmal vorwärmen kann. Dadurch benötigt der Brenner nicht mehr so viel Energie, um das Heizungswasser auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen – man spart Energiekosten.

Aus den minimierten Abgasen resultiert noch ein weiterer Unterschied zu den Vorgänger-Modellen: Die klassischen einschaligen Schornsteine sind für die Brennwerttechnik ungeeignet. Stattdessen benötigt man eine Abgasleitung, die aufgrund der hohen Menge an Kondensat und der im Wasserdampf enthaltenen Säuren feuchtigkeits- und säurebeständig sein muss.

Möglich ist entweder eine fachmännische Sanierung des Schornsteins mit einem sogenannten Luft-Abgas-System, das auf die neuen Anforderungen eingeht, oder man verlegt die Abgasleitung direkt durch die Wand nach außen und an der Hauswand nach oben.

Letztere Alternative ist besonders für Neubauten interessant, denn durch das Entfallen eines Schornsteins können Baukosten eingespart werden.

Welche Vorteile hat eine Gasheizung?

Die Gasheizung ist hierzulande der Bestseller unter den Heizsystemen.

Die Gründe dafür sind vielseitig: Die Gasheizung überzeugt mit ihrer Effizienz und einem Wirkungsgrad von mehr als 100%, sie lässt sich relativ unproblematisch und vor allem platzsparend einbauen, eignet sich für nahezu jeden Haustyp, harmoniert mit allen Heizkörpern und punktet mit vergleichsweise preiswerten Anschaffungs- und Betriebskosten.

Besonders interessant für angehende Bauherren: Gasheizungen lassen sich hervorragend mit erneuerbaren Energien wie Solaranlagen kombinieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass moderne Brennwert-Gasheizungen keinen Schornstein mehr benötigen, sondern mit einer einfachen Abgasleitung draußen am Haus funktionieren – eine große finanzielle Einsparung bei einem Neubau.

Eine Solarthermie-Anlage kann vor allem die Warmwasserbereitung ganzjährig unterstützen und Heizkosten einsparen. | Bildquelle: © reimax16 – Fotolia.com

Welche Nachteile hat eine Gasheizung?

Die Gasheizung ist nicht ohne Grund das weitverbreitetste Heizsystem in Deutschland, denn sie überzeugt in vielen Punkten. Nichtsdestotrotz gibt es auch Nachteile.

Zum einen hat eine Gasheizung eine wichtige Grundvoraussetzung: Das Haus muss über einen Gasanschluss und entsprechende Leitungen verfügen und ans örtliche Gasnetz angeschlossen sein. Ist dies nicht der Fall, lässt sich diese Art des Heizsystems nur mit viel Aufwand und hohen Installationskosten realisieren.

Zum anderen unterliegen die Gaskosten Preisschwankungen. Erdgas ist ein fossiler Brennstoff, der vor allem aus dem Ausland importiert wird. Auf lange Sicht kann das zu einer Preissteigerung führen.

Anschaffungs- und Betriebskosten im Überblick: Was kostet eine Gasheizung?

Bei der Entscheidung für ein Heizsystem oder ein bestimmtes Modell spielt der Preis eine erhebliche Rolle. Wer die Kosten für die unterschiedlichen Heizsysteme miteinander vergleichen möchte, sollte nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Betriebskosten gegenüberstellen. Zudem können mögliche Fördergelder entscheidenden Einfluss auf die tatsächliche Endsumme haben.

Das Investitionsbudget für eine Gasheizung richtet sich nach Modell, Größe und Leistung, ist aber in der Regel überschaubar und deutlich günstiger als beispielsweise das von Heizsystemen, die mit Erneuerbaren Energien arbeiten.

Neben den vergleichsweise preiswerten Anschaffungskosten von 4.000 bis 8.000 Euro (inklusive Einbau) sind auch die Heizkosten erschwinglich. Der Brennstoff Gas kostet zurzeit circa 7,0 Cent pro kWh.

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Geht man von einem jährlichen Verbrauch von 160 kWh pro Quadratmeter aus, so muss man bei einer 60 m²-Wohnung circa 670 Euro und bei einem 140 m² großen Einfamilienhaus circa 1.500 Euro Gaskosten einkalkulieren.

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Da eine Gasheizung jährlich von einem Fachunternehmen überprüft werden sollte, kommen als weiterer Kostenpunkt die Wartungskosten von circa 100 bis 200 Euro pro Jahr (bei einem Einfamilienhaus) auf Sie zu.

Die Kosten im Überblick:

  • Anschaffungskosten: 4.000-8.000 Euro
  • Wartungskosten (pro Jahr): 100-200 Euro
  • Heizkosten (pro kWh): 7,0 Cent

Staatliche Fördermöglichkeiten: Bezuschusst der Staat den Einbau einer Gasheizung?

Der Staat, allen voran die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), fördert durch Zuschüsse oder günstige Darlehen sehr viele Baumaßnahmen, die dafür sorgen, dass Ihr Haus einen niedrigeren Jahresprimärenergiebedarf erzielt als ein vergleichbarer Neubau.

Zu diesen Maßnahmen zählt nicht nur die Modernisierung der bestehenden Heizungsanlage, sondern auch Kombinationslösungen aus alten Heizsystemen und Anlagen, die auf Erneuerbaren Energien basieren.

Aber auch Optimierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel ein Hydraulischer Abgleich, der Einbau von voreinstellbaren Thermostatventilen und Einzelraumtemperaturregler, die Dämmung der Heizungsrohre etc., können gefördert werden.

Besonders attraktiv ist das Förderprogramm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ der KfW-Bank, das unter anderem den Austausch der Heizungsanlage fördert. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von den Maßnahmen und von der künftigen Energieeffizienz des Wohnraumes.

Maximal übernimmt die KfW bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit.

Voraussetzung ist allerdings, dass die neue Heizung den technischen Mindestanforderungen der KfW-Bank entspricht, die Maßnahmen von einem Energieberater abgesegnet werden und im Anschluss an die Modernisierungsmaßnahmen ein Hydraulischer Abgleich der gesamten Heizungsanlage durch eine Fachfirma durchgeführt wird, damit das Heizsystem auch optimal eingestellt ist.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

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Dieses bezuschusst in erster Linie die Umrüstung auf Erneuerbare Energien, fördert es aber auch, wenn man seine alte Heizung gegen eine neue Gas-Brennwertheizung austauscht und gleichzeitig eine Solarthermie zur Warmwasserbereitung installiert.

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In diesem Fall erhält man nicht nur Fördergelder für die Anschaffung der Solarthermie, sondern zusätzlich einen sogenannten Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro. Den Bonus bekommt man jedoch nur, wenn es sich bei dem alten Modell um keinen Brennwertkessel handelte.

Auch die Beratung durch einen Energieberater wird vom BAFA staatlich gefördert. Allerdings sind die Förderprogramme von dem BAFA und der KfW in der Regel nicht kombinierbar.

Gibt es bauliche Voraussetzungen für eine Gasheizung?

Wer mit Erdgas oder Biogas heizen möchte, braucht einen Gasanschluss. Ist dieser nicht vorhanden, so kann er – vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten – oftmals problemlos, aber nicht ganz günstig nachträglich installiert werden.

Wenn das Gasnetz in Ihrem Wohnort gut ausgebaut ist, liegen die Kosten für einen Anschluss bei 2.000 Euro aufwärts.

Ein Schornstein ist übrigens bei modernen Brennwert-Gasheizungen keine Voraussetzung mehr – eine einfache Abgasleitung draußen am Haus reicht völlig aus.

Flüssiggas: Warum ist dieser Brennstoff eine gute Alternative für Häuser ohne Gasanschluss?

Eine Gasheizung kann mit Erdgas und Biogas, aber auch mit Flüssiggas betrieben werden. Wie der Name schon sagt, wird Flüssiggas im flüssigen Zustand gelagert und transportiert und erst zur Bereitstellung für die Heizung in einen gasförmigen Aggregatzustand versetzt.

Flüssiggas muss deshalb, ebenso wie beispielsweise Heizöl, in einem Brennstofflager, konkret in einem Flüssiggastank, im oder am Haus gelagert werden.

Der Vorteil ist, dass man mit Flüssiggas eine Gasheizung nutzen kann, auch wenn das Haus nicht ans lokale Gasnetz angeschlossen ist.

Flüssiggastank können ober- oder unterirdisch auf dem eigenen Grundstück installiert werden. | Bildquelle: © thomasknospe – Fotolia.com

Für welchen Haustyp ist eine Gasheizung geeignet?

Ob Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Altbau oder Neubau – aufgrund ihrer Effizienz, ihrer kompakten Größe und den überschaubaren Heizkosten bieten sich Gasheizungen grundsätzlich für jeden Haustyp an.

Natürlich vorausgesetzt, dass das Haus über einen Gasanschluss verfügt.

Besonders beliebt sind Gasheizungen bei Altbauten, die oftmals aufgrund der schlechten Dämmung und der hohen Decken nach einem zuverlässigen und energieeffizienten Heizsystem verlangen.

Aber auch bei Neubauten sind Gasheizungen möglich – allerdings aufgrund der heutigen Gesetzeslage nur in Kombination mit einem weiteren Heizsystem. So bestimmt die Energiesparverordnung, dass man nur noch Häuser bauen darf, die dem Effizienzhausstandard entsprechen.

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Zudem schreibt das Erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz vor, dass der benötigte Energieverbrauch in Neubauten wenigstens zum Teil mit regenerativen Energien gedeckt werden muss. Möglich ist zum Beispiel eine Kombination aus Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Gasheizung.

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Heizungskeller ja oder nein – wo ist der richtige Aufstellort für eine Gasheizung?

Anders als beispielsweise bei einer Öl- oder einer Holzheizung benötigen Sie für eine Gasheizung keinen speziellen Heizungskeller, da es zum einen keinerlei gesetzliche Vorschriften zum Aufstellort gibt und Sie zum anderen kein separates Brennstofflager brauchen.

Die Heizungsanlage kann deshalb im Keller, aber auch im Abstellraum, auf dem Dachboden oder gar im Wandschrank im Flur ihren Platz finden – das macht dieses Heizsystem vor allem für kleinere Häuser besonders interessant.

Es gilt dabei allerdings zu beachten, dass der Raum gut belüftet und der Zugang zum Gashahn immer frei sein sollte.

Wartung & Pflege: Wie oft muss eine Gasheizung gewartet werden?

In der Energiesparverordnung steht die etwas schwammig formulierte Bestimmung, dass man dazu verpflichtet ist, seine Heizungsanlage regelmäßig fachkundig zu warten und instand zu halten. Diese Wartung sollte gerade bei einer Gasheizung aus Sicherheitsgründen immer von einem Fachmann und regelmäßig einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Am praktischsten ist es, mit einer Fachfirma einen sogenannten Wartungsvertrag abzuschließen, der eine jährliche Inspektion beinhaltet. Der große Vorteil für Sie: Die Firma erinnert Sie an die Wartung und Sie müssen sich weiter um nichts kümmern.

Zusätzlich erfolgt eine Kontrolle durch Ihren Schornsteinfeger, denn dieser überprüft – je nach Modell – im Ein- oder Zwei-Jahres-Rhythmus die Betriebs- und Brandsicherheit Ihrer Anlage.

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Источник: https://heizung.focus.de/neue-heizung/gasheizung

Regionale Angebote für Gasheizungen erhalten

Ist eine Gasheizung wirklich so effizient und kostengünstig?

Der Betrieb einer Erdgasheizung ist mit viel weniger Aufwand verbunden als der einer Ölheizung, denn Sie benötigen keinen Brennstofftank. Der Heizkessel selbst nimmt nur eine geringe Stellfläche in Anspruch.

Ist Ihr Grundstück an das Gasnetz angeschlossen, benötigen Sie lediglich einen Schornstein sowie einen Strom- und Wasseranschluss in der Nähe des geplanten Aufstellorts. Eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik kann problemlos an die alten Heizungsleitungen im Haus angeschlossen werden.

Neue Leitungen und Heizkörper müssen nicht installiert werden. Das gilt auch für eine bereits vorhandene, wasserführende Fußbodenheizung.

  Unser Tipp:

Gasheizungen gibt es auch im schlichten und unauffälligen Design.

Typen & Modelle von Gasheizungen

Beim Kauf einer neuen Gasheizung haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Heizungstypen. Hier erhalten Sie einen kompakten Überblick:

  Übersicht verschiedener Gasheizungen

Gasheizungstyp

Gas-Brennwertkessel

Gas-Heizwertkessel

Gastherme

Platzbedarf

Erforderliche Umbauten

Warmwasserspeicher möglich?

Einsatzgebiet

MittelMittel

Gering, Einbau in Wohnräumen möglich

Umbau Schornstein nötig, da Abgase kühler

Keine

Keine
JaJaJa

Ein- und Mehrfamilienhäuser

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Einzelne Wohnungen und Einfamilienhäuser

  Gas-Brennwertheizung

Brennwertkessel sind der aktuelle Stand der Technik bei Gasheizungen. Hier nutzt der Heizkessel nicht nur die bei der Verbrennung entstehende Wärme. Die heißen Abgase werden ebenfalls zur Wärmegewinnung genutzt.

Ein zweiter Wärmetauscher entzieht dem bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampf die Energie und führt sie ebenfalls dem Heizsystem zu.

So nutzt einemoderne Gasheizung mit Brennwerttechnikdie im Gas enthaltene Energie nahezu vollständig aus, statt wertvolle Wärme durch den Schornstein entweichen zu lassen.

  Gas-Heizwertgerät

Gas-Heizwertkessel sind im Vergleich zur Brennwerttechnik bereits veraltet. Anders als bei Konstanttemperaturkesseln sorgt eine Steuerung für eine an den Bedarf angepasste Vorlauftemperatur.

Konstanttemperaturheizungen liefern immer die volle Heizkraft, was in der Übergangszeit unnötig ist.

Genau wie bei gut gedämmten Gebäuden genügen hier Vorlauftemperaturen von rund 40 Grad Celsius, die ein Gas-Heizwertgerät sparsam und effizient erzeugt. Bei einem erhöhten Bedarf sind aber auch höhere Werte möglich.

  Unser Tipp:

Klassische Gas-Heizwertgeräte dürfen seit 2015 nicht mehr installiert werden. Moderne Geräte mit Hochleistungspumpen dagegen sind weiterhin zugelassen. Zudem fördert der Staat den Austausch veralteter Pumpentechnik bei bereits installierten Gas-Heizwertkesseln gegen leistungsfähigere Modelle.

  Gastherme

Eine Gastherme beschreibt umgangssprachlich einen wandhängenden Heizkessel, der Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellt. Gasthermen werden auch alsGas-Wandheizgerät oder Gas-Etagenheizung bezeichnet.

Anders als große Gas-Heizkessel können Gasthermen auch in Wohnräumen oder auf dem Dachboden eingebaut werden. Diese Form der Gasheizung ist dazu geeignet, einzelne Wohnungen oder kleine bis mittlere Einfamilienhäuser zu beheizen und mit warmem Wasser zu versorgen.

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Insbesondere in Mehrfamilienhäusern liegt der Vorteil darin, dass jede Partei die Kosten für Heizung und Warmwasser selbst steuern kann.

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Dazu ist die Nachrüstung einfacher als bei einer Zentralheizung, denn nur die Gasleitung und kein ganzer Heizkreislauf muss durch das gesamte Gebäude in die einzelnen Wohnungen geführt werden.

Eine Gastherme lässt sich in jedem Raum an der Wand installieren.

Erdgas oder Flüssiggas?

Entscheiden Sie sich für eine Gasheizung, dann können Siezwischen Erdgas und Flüssiggas wählen. Für eine Erdgasheizung benötigen Sie keinen Tank, um den Brennstoff zu lagern.

Außerdem können Sie den Gasversorger jederzeit leicht wechseln, um die Gaspreise möglichst niedrig zu halten. Flüssiggas ist dann empfehlenswert, wenn Ihr Grundstück nicht an die Gasleitung angebunden ist.

Allerdings benötigen Sie dann einen Platz für den Tank. Flüssiggas ist meist etwas teurer als Erdgas. Dafür können Sie hier wie bei Öl den Brennstoff auf Vorrat einkaufen, wenn die Preise gerade niedrig sind.

Viele Anbieter bieten den Gastank zur Miete und koppeln auch die Wartung und die Gaslieferung an den Vertrag. Rechnen Sie hier genau nach, ob es günstiger ist, den Gastank zu kaufen und dafür den Anbieter für die Wartung und den Gaslieferanten frei wählen zu können.

  Unser Tipp:

Ihr Grundstück ist noch nicht für Gas erschlossen? Dann fragen Sie bei der Gemeinde nach, ob das in Zukunft geplant ist. Viele Gasheizungen sind für den Betrieb mit Flüssig- und Erdgas geeignet und können einfach umgestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?

Wenn Sie sich für eine neue Flüssiggas- oder Erdgasheizung interessieren, werden Sie auf die Fachbegriffe Heizwert und Brennwert stoßen:

  • Heizwert: Der Heizwert gibt an, wie viel Energie ein bestimmter Brennstoff bei der Verbrennung freigibt. So liefert ein Kubikmeter Erdgas einen Heizwert von 10,1 Kilowattstunden. Ein Liter Heizöl hat dagegen einen Heizwert von 9,8 Kilowattstunden. Der Heizwert sagt nichts darüber aus, wie gut die jeweilige Heizungsanlage die bei der Verbrennung freigesetzte Energie nutzt.
  • Brennwert: Der Brennwert wurde früher als oberer Heizwert bezeichnet. Der Brennwert wird ebenfalls als Menge der freigesetzten Energie bei der Verbrennung einer bestimmten Masse angegeben. Hier wird allerdings die Energiemenge bestimmt, die tatsächlich für das Heizen genutzt wird. Da die moderne Brennwerttechnik auch die Energie zurückgewinnt, die im Wasserdampf der Abgase steckt, liegt der Brennwert von Erdgas bei rund 11,1 Kilowattstunden pro Kubikmeter. Das gilt für moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik.

Gasheizung mit Solarthermie kombinieren

Eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik kombiniert mit Solarthermie sind ideale Partner.

Die von den Solarpaneelen gesammelte Wärme wird in einen Wärmespeicher geleitet und steht dort zur Bereitung von Warmwasser und zur Unterstützung der Heizungsanlage zur Verfügung.

In den Sommermonaten, in denen die Gasheizung normalerweise anspringen müsste, übernimmt die Solarthermie die Aufgabe der Warmwasserversorgung ganz oder teilweise.

Im Winterunterstützt die aus der Sonneneinstrahlung gewonnene Energie die Heizung, wodurch der Gasverbrauch ganzjährlich gesenkt werden kann. Mit einer Solarthermieanlage gekoppelt mit einer Gasheizung sparen Sie bares Geld und schonen durch geringere Emissionen die Umwelt.

Eine Solarthermische Anlage als Heizunterstützung ist meist nicht so teuer.

Источник: https://www.aroundhome.de/heizung/gasheizung/

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