Ist eine Solaranlage wirtschaftlich rentabel?

Photovoltaik Wirtschaftlichkeit im Themenüberblick

Ist eine Solaranlage wirtschaftlich rentabel?

Damit die Photovoltaik-Rentabilität auch wirklich gegeben ist, müssen vorab Fragen zur Finanzierung, zu Steuern, Abschreibung und Versicherungen geklärt sowie die gesetzlichen Vorgaben beachtet werden. Auch die aktuelle Einspeisevergütung, die Strompreise und die Preisentwicklung für Photovoltaikanlagen hat Einfluss auf die Photovoltaik Wirtschaftlichkeit.

Je nach Anlagen- und Dachgröße kostet eine Photovoltaikanlage fürs private Einfamilienhaus zwischen 5.400 und 12.900 Euro. Mehr Informationen zu den Kosten und wann sich eine PV-Anlage für Sie lohnt, finden Sie hier.

Eine professionelle Wirtschaftlichkeitsberechnung stellt sicher, dass sich die Photovoltaikanlage nach der Inbetriebnahme auch tatsächlich für Sie rechnet.

Für selbsterzeugten Strom müssen Sie die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, wenn Sie parallel auch Strom einspeisen, soweit sie nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Erzielen Sie durch eingespeisten Strom Gewinne, muss auch dieser versteuert werden.

Photovoltaik Wirtschaftlichkeit: Grundlagen, Finanzierung & Vergütung

Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen kann sehr unterschiedlich sein. Es sollte daher in jedem Fall eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden. Dabei werden Kosten und Erträge zur Berechnung der Photovoltaik Rendite gegenübergestellt.

Die Photovoltaik Einspeisevergütung beträgt für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung unter 10 kWp kontinuierlich. Im Jahr 2020 und 2021 sinken die Einspeisevergütungen von 9 auf unter 7 Cent pro kWh.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Leistung ihre Anlage nominal bringt, umso niedriger ist die Einspeisevergütung.

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Im August 2020 liegt die aktuelle Einspeisevergütung bei 8,77 Cent pro kWh bei Anlagen mit weniger als 10 kWp. Ab 01. Oktober 2020 sinkt der Betrag auf 8,64 Cent pro kWh. Für größere Anlagen liegt die aktuelle Einspeisevergütung bei 8,53 Cent pro kWh (Anlagen kleiner als 40 kWp) bzw. bei 6,69 Cent pro kWh (Anlagen größer als 40 kWp).

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Die Vergütung ist ein Bestandteil des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), welches die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien fördert und in den vergangenen Jahren für einen Boom im der Photovoltaik gesorgt hat. Die Netzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, diese Vergütung für den eingespeisten Strom an den Betreiber der Photovoltaikanlage zu zahlen.

Eine Photovoltaikanlage für ein privates Einfamilienhaus amortisiert sich nach 10 bis 12 Jahren, noch schneller geht es, wenn Sie sich für eine höhere Anfangsinvestition entscheiden und Ihre Anlage größer dimensionieren als für den Eigenverbrauch erforderlich.

Faktoren der Wirtschaftlichkeit

Nehmen Sie jetzt eine Photovoltaikanlage in Betrieb, basiert die Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Prognosen für die Zukunft. So wird aktuell mit einer Preissteigerung für Strom von 3 % pro Jahr kalkuliert, diese Steigerung kann allerdings auch deutlich anders ausfallen, je nachdem, wie sich der Strommarkt entwickelt.

Sinken die Preise für Strom in der Zukunft, wird Ihre Anlage weniger wirtschaftlich und die Amortisationszeit verlängert sich entsprechend. Ein weiterer Faktor ist der Eigenverbrauch.

In den meisten Haushalten liegt dieser bei maximal 30 %, da der Sonnenstrom in Spitzenzeiten nicht ausreicht oder in einem „schlechten“ sonnenarmen Jahr weniger Strom produziert wird.

Erhöhen können Sie die Auslastung durch einen Stromspeicher, der allerdings zusätzliche Kosten verursacht und die Amortisationszeit Ihrer Photovoltaikanlage verlängert. Neuerdings werden auch sogenannte Stromclouds beworben. In diesen soll überschüssiger Solarstrom virtuell zwischengelagert werden können.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung

Der Wirtschaftlichkeitsberechnung einer PV-Anlage werden verschiedene Annahmen zugrunde gelegt, die letztendlich über die tatsächlichen Einsparungen, bzw. die Wirtschaftlichkeit der Anlage entscheiden. Dazu gehören:

  • Anschaffungskosten
  • Betriebs- und Wartungskosten
  • Einspeisevergütung und Einspeisemenge
  • Einsparung durch Eigenverbrauch (Energiepreissteigerungsrate)
  • Anlagenleistung
  • Laufzeit und Effektivität (Dachneigung und Ausrichtung, Standort) der Anlage
  • Finanzierungsmodell (Eigen- oder Fremdfinanzierung), Finanzierungskosten (Zinsen)

Die Erträge und Einsparungen durch Eigenverbrauch, welche die Anlage über die Laufzeit erwirtschaftet, müssen höher sein als die Kosten für die Anschaffung der Anlage und die laufenden Kosten.

Die Zeit, bis die erwirtschafteten Erträge höher sind als die Investitionskosten, nennt man finanzielle Amortisationszeit. Dabei gilt der Grundsatz: Je kürzer diese Zeit, desto besser. Die Anschaffungskosten machen den Großteil der Gesamtkosten aus.

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Hinzu kommen laufende Kosten, wie Steuern für den eigenverbrauchten und eingespeisten Strom, Abschreibungen und Versicherungen.

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Mit dem Photovoltaikrechner kann man Wirtschaftlichkeit und Rentabilität einer Anlage bereits vorab abschätzen.

Wirtschaftlichkeit: Eigenfinanzierung versus Fremdfinanzierung & Leasing

Aktuell liegen im Bundesdurchschnitt die Kosten für Photovoltaikanlagen bis 10 kWp bei 1.450 Euro pro kWp.

Wird die Anlage ganz oder teilweise fremdfinanziert, erhöht sich dieser Betrag um die Finanzierungskosten in Form von Zinsen.

Auf der anderen Seite ist allerdings auch eine Eigenfinanzierung mit – wenn auch virtuellen – Kosten verbunden. So werden die entgangenen Zinseinkünfte für das Kapital (die Eigenmittel für Ihre Anlage) miteingerechnet.

Falls Sie die Kosten nicht komplett selbst tragen können und Ihre Anlage fremdfinanzieren möchten, kommen unterschiedliche Möglichkeiten der Photovoltaik Finanzierung und Photovoltaik Förderung in Frage, beispielsweise ein Darlehen durch die KfW-Bankengruppe. Eine relativ neuartige Möglichkeit der Finanzierung ist das Photovoltaik Leasing. Hierbei kauft eine Leasinggesellschaft die Anlage und überlässt Ihnen diese gegen Zahlung eines festgelegten Betrages dem Betreiber zur freien Nutzung.

Für den Fall, dass Sie zwar die Stromerzeugung aus Photovoltaik fördern, jedoch nicht selbst die Investition tätigen und die Anlage betreiben möchten, kommt die Dachvermietung für eine PV Anlage in Frage. Dabei vermieten Sie Ihr Dach an einen Investor, der darauf eine Anlage installiert. Auf der anderen Seite können Sie auch ein Dach anmieten und darauf eine PV-Anlage betreiben.

Wirtschaftlichkeitsberechnung für Photovoltaikanlagen mit „Extras“

In verschiedenen Szenarien verändert sich die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage durch unterschiedliche Basisdaten. Deshalb ist es wichtig, genau zu prüfen, ob sich zum Beispiel die Anschaffung eines Solarspeichers, die Nutzung in Kombination mit einer Heizung oder das Aufladen eines Elektrofahrzeugs mit Solarstrom wirklich lohnen.

PV-Anlage mit Solarspeicher

Mit einem an die Anlage angeschlossenen Stromspeicher können Sie ungenutzten Strom speichern und später verwenden. Damit lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen.

Allerdings sind realistisch dennoch kaum mehr als 60 % Eigenverbrauch (ohne Stromspeicher 30 %) zu erzielen.

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Stellt man dies den zusätzlichen Kosten sowie der meist geringeren Lebensdauer der Speicher (10 Jahre) gegenüber, ist die Anschaffung in vielen Fällen nur bedingt wirtschaftlich, wenn keine Stromspeicherförderung in Anspruch genommen wird.

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PV-Anlage und Elektroheizung

Photovoltaik und Elektroheizung – Im Grunde eine gute Idee: Mit dem kostenlosen Storm aus der Photovoltaikanlage lassen sich Elektroheizungen günstig betreiben.

In der Praxis gibt es allerdings einen großen Haken: In dem Zeitraum, in dem die Elektroheizung den meisten Strom benötigt, nämlich im Winter, sinkt der Ertrag der Anlage auf ein Viertel im Vergleich zu den Sommermonaten.

Damit lässt sich der Energiebedarf der Heizungen nicht decken.

PV-Anlage und Wärmepumpenheizung

Wärmepumpe mit Photovoltaik? Wärmepumpen brauchen im Vergleich zu Elektroheizungen deutlich weniger Strom, da die Pumpe an sich nicht heizt, sondern die Umweltwärme komprimiert und für die Raumheizung auereitet.

In gut gedämmten Häusern kann deshalb die Kombination der beiden umweltfreundlichen Technologien durchaus wirtschaftlich sein. Je nach den bestehenden finanziellen Voraussetzungen sind innerhalb der Laufzeit (20 Jahre) Einsparungen zwischen 5.

500 und 17.500 Euro möglich.

PV-Anlage und Elektroauto

Auch diese Idee erscheint bereits wegen ihrer Umweltfreundlichkeit auf den ersten Blick eine gute zu sein: Sie nutzen den Strom aus der Photovoltaikanlage, um Ihr Elektroauto mit einer Wallbox in der heimischen Garage aufzuladen. Leider zahlen Sie bei diesem Konzept möglicherweise sogar drauf, denn mittlerweile können Sie an vielen Orten deutlich schneller und günstiger Strom an öffentlichen Ladestationen tanken.

Den Eigenverbrauch errechnen Sie, indem Sie den eingespeisten Strom (Einspeisezähler) vom insgesamt erzeugten Strom der Photovoltaikanlage (Ertragszähler der PV-Anlage) abziehen.

Aufgrund der mittlerweile niedrigen Einspeisevergütung ist es für private Betreiber einer Photovoltaikanlage sinnvoller, den Strom selbst zu verbrauchen.

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Eine individuelle Beratung zur Wirtschaftlichkeit und Rentabilität einer Photovoltaikanlage und dem besten Finanzierungsmodell erhalten Sie bei örtlichen Photovoltaik Fachbetrieben.

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Источник: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/wirtschaftlichkeit

Photovoltaik-Anlage: Sind Stromspeicher wirtschaftlich?

Ist eine Solaranlage wirtschaftlich rentabel?

Die Rechnung ist einfach: Je mehr Strom die Besitzer kleiner Photovoltaikanlagen selbst verbrauchen, desto eher rechnet sich die Investition.

Für neun bis zwölf Cent lässt sich eine Kilowattstunde (kWh) Energie derzeit produzieren, etwa 30 Cent kostet sie aus der Steckdose.

Auch die Netzeinspeisung lohnt sich kaum noch, da die Vergütung für Solarstrom nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) mit etwa zehn Cent je kWh im Herbst 2019 nur minimal über den Herstellungskosten liegt.

Um den Konsum zu erhöhen, integrieren daher immer mehr Hauseigentümer Stromspeicher. Ohne Batterie lassen sich etwa 30 Prozent des Eigenstroms nutzen, mit Akku sind bis zu 70 Prozent möglich.

Daher wird jede zweite neue Anlage laut Bundesverband Solarwirtschaft mit einer Batterie kombiniert. Wir rechnen aktuell mit etwa 150.000 Heimspeichern. Alleine 2018 sind rund 40.

000 neu zugebaut worden“, bestätigt Kai-Philipp Kairies vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe der RWTH Aachen.

Bei 800 Euro liegt Rentabilitätsgrenze

Alleine betrachtet rechnen sich Solarspeicher aber noch nicht. „Für rund 1.100 Euro pro Kilowattstunde bekommt man heute gute Systeme. Bei etwa 800 Euro liegt die Rentabilitätsgrenze“, erklärt Franz Pötter, Geschäftsführer des Solar Cluster Baden-Württemberg.

Die Preise von Lithium-Ionen-Akkus, die über 90 Prozent des Weltmarktes ausmachen, sind seit 2013 zwar um gut 50 Prozent gepurzelt. Die steigende Nachfrage nach Batterien für Elektroautos dürfte den Verfall aber bremsen.

„Wir erwarten nur noch moderat fallende Kosten“, bestätigt Martin Brandis, Energieberater der Verbraucherzentrale Bundesverband.

  • Lesen Sie auch: Kraftwerke auf dem Dach lohnen sich

Kalkulation hängt von Prognosen ab

Da keine langfristigen Erfahrungen mit Heimspeichern bestehen, ist es jedoch schwierig, eine sichere Amortisationsrechnung aufzustellen.

Ob sich ein System lohnt, hängt von Prognosen ab, wie oft Betreiber die Speicherkapazität über die Lebensdauer der Anlage tatsächlich nutzen.

Damit sind drei Renditefaktoren relevant: die Systemkosten, das Speicherprofil und die spezifische Situation vor Ort.

  • Zu den Systemkosten: Speicher bestehen aus Akku, Wechselrichter und Steuereinheit. „Im Schnitt kosten Systeme inklusive Mehrwertsteuer 1.200 Euro pro kWh. Wichtig ist, den Akku genau am Bedarf auszurichten“, sagt Kai-Philipp Kairies. Eigentümer würden eher zu große Speicher einbauen, Kapazitäten nicht ausschöpfen und ergo zu viel investieren, erklärt der Experte von der RWTH Aachen und Mitautor des Jahresberichts zum Speichermonitoring 2018.
  • Zum Speicherprofil: Aus den Werten Systempreis, Bruttokapazität, Vollzyklen, Entladetiefe, Batterie- sowie Systemwirkungsgrad werden die Kosten in Euro je kWh kalkuliert und den gesparten Stromkosten gegenübergestellt. „Die Rechnung ist komplex. Daher empfehlen wir, einen Experten zu fragen“, sagt Verbraucherschützer Brandis.
  • Zur Situation vor Ort: Soll der Speicher in eine neue oder bestehende Photovoltaik-Anlage (PV) integriert werden? Wie sind Ausrichtung und Dachneigung als Parameter für die Effizient der Gesamtanlage? Wie hoch ist der Strombedarf des Haushalts? Soll das System etwa für die Ladung eines künftigen Elektroautos ausgelegt sein? Auch diese Aspekte sind entscheidend für die wirtschaftliche Bewertung.

Unter dem Strich müssen Stromerzeugung und -speicherung zusammen betrachtet werden. Und dabei ändert sich der Ertrag. Während sich mit Heimspeichern derzeit noch kein Geld verdienen lässt, rechnen sich kombinierte Anlagen Experten zufolge durchaus. „Es ist eine schwarze Null möglich“, bestätigt Energieberater Brandis.

Attraktive Perspektive für Altanlagen

Vor allem für die Betreiber älterer Anlagen dürfte die technisch problemlose Integration von Speichern interessant sein. Ab 2021 fallen die ersten Photovoltaik-Anlagen aus der EEG-Förderung.

Die abgeschriebenen Anlagen „weisen dann nur noch Betriebs-, Wartungs- und Reparaturkosten von zwei bis vier Cent auf“, sagt Franz Pötter und erklärt, dass „ein höherer Eigenverbrauch durch Speicherung die Investition attraktiv machen kann“.

Bundesländer fördern Batteriespeicher

Wer sich schon jetzt eine PV-Anlage mit Speicher leisten möchte, sollte Hilfen des Bundes und der Länder beachten.

Die bundesweite Förderung von Stromspeichern über das KfW-Förderprogramm 275 ist zwar Ende 2018 ausgelaufen. Alternativ ist jedoch eine Förderung aus dem Programm 270 möglich.

Zudem unterstützen Länder wie Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Bayern sowie Brandenburg den Einbau von Speichern.

Ob Eigenheim-Besitzer einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten wollen, Technikinteresse besitzen oder sich gegen steigende Strompreise absichern wollen: Photovoltaik-Speicher sind eine Option.

  • Lesen Sie auch: Die KfW-Förderprogramme im Überblick

Speicher-Glossar: wichtige Begriffe erklärt

  • Batterietyp: Lithium-Ionen-Akkus decken heute fast 100 Prozent des Marktes ab. „Sie sind leicht, haben eine hohe Energiedichte, sind wartungsfrei und überzeugen als 'Plug & Play-Systeme', zählt Kai-Philipp Kairies vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe der RWTH Aachen die Vorteile auf.
  • Brutto-Kapazität: Der Wert gibt an, wie viel Strom der Akku mit einer vollen Aufladung speichern kann. Wichtig ist die maximale Ausgangsleistung; wenn im Haus Geräte mit hohem Verbrauch wie Wärmepumpe oder Durchlauferhitzer für Warmwasser stehen, muss die Batterie erhebliche Ströme abgeben.
  • Entladetiefe: Batterien können nicht komplett entladen werden, das würde sie schädigen. Je nach Akku können bis zu 90 Prozent der gespeicherten Strommenge bei einem Entladevorgang entnommen werden.
  • Ladezyklen: Die Hersteller geben an, wie oft eine Batterie ge- und entladen werden kann. Gut ausgelegte Heimsysteme können im Jahr 200 bis 250 Mal diese sogenannten Vollzyklen durchlaufen.
  • Gesamtwirkungsgrad: Ein Speichersystem besteht aus Akku, Wechselrichter und Batterie-Management-System. Da der Strom hinein und wieder hinaus fließt, können Ladestand, Temperatur und Auslastung die Komponenten beeinflussen. Von den Herstellerangaben, die oft Wirkungsgrade von 90 Prozent nennen, sollte man sich jedoch nicht blenden lassen. Experte Kairies weist darauf hin, dass „das nur Teilwirkungsgrade sind“. Beim Kunden würden typischerweise nur 75 Prozent des gespeicherten Stroms ankommen.
  • Batteriewirkungsgrad: Die Ziffer bezieht nur die Verluste der Batterie selbst mit ein. Sie kann bei Lithium-Ionen-Akkus Werte von bis zu 98 Prozent erreichen.
  • AC-/DC-Kopplung: Speicher lassen sich an zwei Stellen in das PV-System einbauen. Wird aufseiten der Wechselspannung verbunden, sprechen Experten von AC-Kopplung und von DC-Kopplung, wenn über den Gleichstrom eingebunden wird. AC-Systeme laufen unabhängig von der PV-Anlage, beide Einheiten haben Wechselrichter. Daher sind sie einfach nachzurüsten.

Источник: https://www.biallo.de/energie/news/photovoltaik-anlage-sind-stromspeicher-wirtschaftlich/

Wirtschaftlichkeit Berechnung

Ist eine Solaranlage wirtschaftlich rentabel?

Rendite einer Solaranlage © guukaa, stock.adobe.comEine Wirtschaftlichkeitsberechnung der geplanten Photovoltaikanlage ist aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren keine einfache Aufgabe. In den meisten Fällen interessiert der Zeitpunkt bzw. das Jahr, ab dem der Anlagenbetrieb schwarze Zahlen schreibt.

Wirtschaftlichkeitsberechnug: Beispielrechnungen helfen häufig weiter

Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit

Will man wenigstens grob die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage abschätzen, so muss man sich mit einer ganzen Reihe von Faktoren auseinandersetzen, welche die Wirtschaftlichkeit nachhaltig bestimmen:

  • Investitionskosten
  • Betriebs- und Wartungskosten
  • ggfs. Finanzierungskosten
  • Zinssatz und Inflation
  • Eigenverbrauchs- und Einspeisemenge
  • Energiepreissteigerungsrate

Insbesondere die Festlegung der letzten beiden Punkte für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sind mit Unsicherheiten behaftet und können das Ergebnis stark beeinflussen. Um welchen Prozentsatz beispielsweise die Stromkosten in den kommenden Jahren steigen werden, ist im Prinzip Glaubenssache und es sollte jedem Kunden selbst überlassen werden, hierfür eine Prognose abzugeben.

Die Berechnung des finanziellen Potentials der PV-Anlage

Kosten der Photovoltaikanlage

Die Kosten der Photovoltaikanlage richten sich nach der Größe der Anlage, den gewählten Modulen, den ausgewählten Wechselrichtern und den anderen technischen Komponenten.

Für Anlagen bis 10 kWp liegt der Bundesdurchschnitt bei derzeit ca. 1.450 € inkl. Montage ohne Mehrwertsteuer (Stand 2020). Wird die Anlage nicht aus Eigenmitteln sondern fremdfinanziert, dürfen die Finanzierungskosten nicht vernachlässigt werden. Im Laufe einer langfristigen Finanzierung von bis zu 20 Jahren können auch bei niedrigen Zinssätzen doch einige Zinszahlungen zusammenkommen.

Viele Faktoren bestimmen den Preis einer Photovoltaikanlage

Wird die Anlage ganz oder teilweise über Eigenkapital finanziert, dann werden nicht die gezahlten Sollzinsen, sondern die entgangenen Zinseinkünfte für das Kapital berechnet (das ja sonst als Kapitalanlage Zinserträge gebracht hätte). Hinzu kommen die Betriebskosten, die zwar bei Photovoltaikanlagen vergleichsweise gering ausfallen, aber dennoch vorhanden sind. Überschlagsmäßig können sie mit 1 % bis 1,5 % der Anschaffungskosten veranschlagt werden.

Tipp: Die Menge an eigenverbrauchtem Solarstrom muss versteuert werden. Einkommenssteuer wird auch fällig, wenn mit der Anlage Gewinne erzielt werden. In den ersten Jahren ist dies eher unwahrscheinlich. Ist die Anlage abgeschrieben, könnte durch die Steuer jedoch der Ertrag vermindert werden.

Ertrag der Photovoltaikanlage

Auf der einen Seite stehen also die Kosten, die die Photovoltaikanlage verursacht. Auf der anderen Seite werden mit der Solaranlage ja Ausgaben reduziert bzw. Einnahmen erzielt.

Hier ist in erster Linie die Einsparung durch vermiedenen Netzbezug bei Eigenverbrauch und in zweiter Linie die Einspeisevergütung zu nennen. Allerdings hängt der Ertrag bekanntermaßen wiederum von einer Vielzahl von Faktoren ab: vom Standort bzw.

der Höhe der Globalstrahlung, von der Dachausrichtung und -neigung und von den verwendeten Modulen.

So berechnen Sie die Amortisationszeit ihrer PV-Anlage

Wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Nun sind die Faktoren, die die Wirtschaftlichkeit bestimmen, klar. Aber es steht die Frage aus, ob die Photovoltaikanlage „sich rechnet“, also wirtschaftlich ist.

Eine Investition wird üblicherweise dann als wirtschaftlich bezeichnet, wenn in diesem Fall mit der Photovoltaikanlage über 20 Jahre mehr Einnahmen erzielt werden können, als sie Kosten verursacht. Die Abschätzung ist insofern nicht einfach, da ein so weiter Blick in die Zukunft naturgemäß nur eine grobe Vorhersage ist.

Sicher sind viele Punkte festgeschrieben, aber wer weiß zum Beispiel, wie sich der Strompreis der Energieversorger entwickeln wird? Dieser beeinflusst aber entscheidend die Höhe der eingesparten Kosten.

Die Kosten sind abbezahlt und der Strom fließt weiter: PV-Anlagen rechnen sich insbesondere bei langer Lebensdauer

Rendite einer Photovoltaikanlage

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage ist die eine Seite – für die meisten Kleinanleger reicht es, sich für eine nachhaltige Stromerzeugung für eine Photovoltaikanlage zu entscheiden und dabei kein Minus zu machen.

Photovoltaikanlagen versprechen gute Renditen

Für Großanleger dagegen muss auch die Rendite stimmen. Die Rendite wird in Prozent ausgedrückt und bezeichnet letztlich die „theoretische“ Verzinsung des für die Investition eingesetzten Kapitals.

Solarrechner

Berechnung von Wirtschaftlichkeit und Rendite – klingt kompliziert und ist kompliziert! Will man sich die ganze Arbeit sparen, dann lohnt es sich auf jeden Fall, einen Solarrechner zu Hilfe zu nehmen.

Solarrechner berücksichtigen die meisten Faktoren und errechnen nicht nur den möglichen Ertrag, sondern auch die Einnahmen aus der Einspeisevergütung, die damit erzielt werden können.

Liegen die Angebote vor, sind die Ausgaben ungefähr klar und können den erzielbaren Einnahmen gegenübergestellt werden.

Источник: https://www.solaranlage-ratgeber.de/photovoltaik/photovoltaik-wirtschaftlichkeit/wirtschaftlichkeitsberechnung

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