Johannisbeeren schneiden und pflanzen

Johannisbeeren schneiden: Anleitung & Tipps vom Profi

Johannisbeeren schneiden und pflanzen

Johannisbeersträucher können in großen Mengen Früchte tragen. Doch für eine gute Ernte müssen sie auch regelmäßig geschnitten werden.

Für eine gute Ernte müssen Johannisbeersträucher regelmäßig geschnitten werden [Foto: Oleksandr Chub/ Shutterstock.com]

Perfekt zum Einmachen oder einfach zum Naschen für Zwischendurch – der Anbau von Johannisbeeren (Ribes) im eigenen Garten lohnt sich immer.

Die Beeren des Stachelbeerengewächses (Grossulariaceae) zeigen sich dabei in verschiedenen Farben, die ganz unterschiedliche Pflegeansprüche haben.

Für eine üppige Ernte ist der jährliche Schnitt der Johannisbeeren von großer Bedeutung, da die Sträucher ansonsten vergreisen. Wir zeigen Ihnen, wann und wie Sie Ihre Johannisbeeren am besten schneiden.

Johannisbeeren schneiden

Die längsten Trauben mit den größten roten oder weißen Johannisbeeren entstehen an den einjährigen Seitentrieben, die von den meist zwei bis drei Jahre alten Haupttrieben ausgehen. Deshalb ist es das Ziel des Schnitts, dass immer genügend dieser Seitentriebe wachsen, die dann im nächsten Jahr Früchte tragen.

Ebenso muss es immer ausreichend junge Haupttriebe geben, da Triebe nach etwa drei Jahren nur vereinzelte Seitentriebe mit wenigen, kleinen Früchten bilden. In den ersten Jahren wachsen aufgrund des Schnitts bei der Pflanzung noch genügend junge Haupttriebe und an ihnen auch Seitentriebe.

Hier sorgt der Erziehungsschnitt, der in den ersten ein bis zwei Jahren nach der Pflanzung durchgeführt wird, dafür, dass sechs bis acht sogenannte Gerüsttriebe – oder eben Haupttriebe – einen schönen Busch bilden. Ab dem dritten bis fünften Jahr müssen die älteren Triebe dann entfernt werden, damit der Strauch angeregt wird, neue auszubilden.

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Bei den schwarzen Johannisbeeren, die ihre Früchte vorwiegend an den Seitentrieben der einjährigen Triebe bilden, muss allerdings noch stärker für ein ständiges Nachwachsen neuer Haupttriebe gesorgt werden.

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Johannisbeeren schneiden: Der Erziehungsschnitt

Wie schon erwähnt, dient der Erziehungsschnitt dazu, Gerüsttriebe zu etablieren – dies sind die vom Boden ausgehenden Triebe, an denen dann die früchtetragenden Seitentriebe entstehen. Sie geben dem Strauch seine buschige Form. Bei der Pflanzung der Johannisbeeren werden in der Regel fünf bis sechs Triebe belassen.

Im Jahr danach werden sich dann einige weitere bilden. Im Sommer oder Herbst des Jahres nach der Pflanzung, spätestens im darauffolgenden Februar, wird der Johannisbeerstrauch zuerst einmal genauer betrachtet.

Schöne, nach außen wachsende Gerüsttriebe werden belassen, schwache, nach innen wachsende Triebe hingegen abgeschnitten.

Nach zwei bis drei Jahren sollte ein schöner Busch entstehen [Foto: Olexandr Panchenko/ Shutterstock.com]

Dabei werden Triebe, die an der völlig falschen Stelle wachsen, weil direkt daneben ein schönerer Trieb ist, bodennah entfernt, wohingegen Triebe, die potenziell an der richtigen Stelle aus dem Boden emporwachsen, sich aber in eine falsche Richtung entwickelt haben, oberhalb der untersten, nach außen gerichteten Knospe abzuschneiden sind. So gehen Sie auch im darauffolgenden Jahr vor. Nach zwei bis drei Jahren sollten Sie das Ziel erreicht haben, ein schönes Büschchen mit sechs bis acht Gerüsttrieben Ihr Eigen nennen zu können.

Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden der Johannisbeeren

Genauso wie beim Erziehungsschnitt sollten Sie auch alle zukünftigen Schnittmaßnahmen möglichst nach der Ernte oder im Februar durchführen.

Beim Schnitt im Februar ist es wichtig, dass Sie ihn vor dem Austrieb des Laubs vornehmen. Im Sommer vor der Ernte wird der Johannisbeerstrauch von motivierten Gärtnern zusätzlich ausgedünnt.

Dies fördert durch die bessere Belichtung die Bildung der Blütenknospen an den verbleibenden Trieben für das kommende Jahr.

Johannisbeeren schneiden: Anleitung

Für das Schneiden von Johannisbeeren ist es zunächst einmal wichtig, genau zu wissen, um welche Art es sich handelt.

Rote (Ribes rubrum) und weiße (Ribes sativa) Johannisbeeren tragen ihre Früchte überwiegend an den einjährigen Seitentrieben der zwei- bis dreijährigen Haupttriebe.

Bei schwarzen Johannisbeeren (Ribes nigrum) wachsen die Früchte überwiegend an den Seitentrieben der einjährigen Haupttriebe. Dies ist beim Schnitt von großer Bedeutung.

Zum Schneiden ist es wichtig, genau zu wissen, um welche Art es sich handelt [Foto: Bo Starch/ Shutterstock.com]

Generell gilt: Immer, wenn bereits genügend neue, junge Haupttriebe gewachsen sind, werden die alten Triebe bodennah ohne Stumpf abgeschnitten, denn dies reduziert die Infektionsgefahr für Krankheiten.

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Wenn nicht genügend neue Triebe aus dem Wurzelstock gewachsen sind, wird ein alter Trieb auf einen tief liegenden Seitentrieb auf die letzte nach außen gerichtete Knospe oder auf einen Stumpf zurückgeschnitten.

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Das Ziel dieser Schnittmethoden liegt darin, dass der zurückgeschnittene Trieb erneut austreibt.

Anleitung für den Schnitt von roten und weißen Johannisbeeren:

  1. Das Ziel sind 8 – 12 kräftige, diesjährige bis dreijährige Haupttriebe.
  2. Schneiden Sie bei roten und weißen Johannisbeeren alle Haupttriebe, die älter als vier bis fünf Jahre sind, auf tief ansetzende, starke Seitentriebe zurück oder bodennah ab (wenn keine geeigneten Seitentriebe vorhanden sind oder genügend neue Triebe aus dem Wurzelstock gewachsen sind). Alte Triebe erkennen Sie am dunkleren Holz. Markierungen mit Pflanzendraht in unterschiedlichen Farben helfen ebenso, alte Triebe zu identifizieren.
  3. Wählen Sie nach dem Entfernen der alten Triebe die 8 – 12 kräftigsten Triebe aus und schneiden Sie die restlichen Triebe bodennah ab.
  4. Bei den ausgewählten 8 – 12 Trieben werden die Seitentriebe, die dieses Jahr Früchte getragen haben, bis auf einen Stummel auf den Haupttrieb zurückgeschnitten. Von den neu gewachsenen Seitentrieben, die noch keine Früchte getragen haben, werden pro Haupttrieb bis zu 8 bleistiftdicke, möglichst flach wachsende Triebe belassen. Höhere Seitentriebe werden dabei tieferen (weniger Licht) gegenüber bevorzugt. Sollten es mehr sein, werden sie direkt am Haupttrieb abgeschnitten.
  5. Alle dünnen, schwachen oder kranken Bodentriebe werden bodennah entfernt, auch wenn es dann beispielsweise nur noch 7 Haupttriebe gibt.
  6. Bei schwachwüchsigen Pflanzen kürzen Sie einjährige Triebe um etwa ein Drittel. Das verbessert die Verzweigung, also die Bildung neuer Seitentriebe.

Alte Triebe sind am dunkleren Holz zu erkennen [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Anleitung für den Schnitt von schwarzen Johannisbeeren:

Schwarze Johannisbeeren tragen vorwiegend an den einjährigen Trieben Früchte. Das Ziel des Schnitts liegt also in der Förderung neuer Haupttriebe.

  1. Wenn genügend Jungtriebe aus dem Wurzelstock emporwachsen, schneiden Sie die abgeernteten Triebe bodennah ab. Wenn weniger als 8 neue Triebe gewachsen sind, leiten Sie die alten Triebe auf junge Seitentriebe ab. Sie schneiden also den Trieb unmittelbar über einem starken, tief ansetzenden Seitentrieb ab. Ebenso kann das Abschneiden eines Triebs unmittelbar über einer nach außen stehenden, tief sitzenden Knospe die Bildung eines neuen Triebs fördern.
  2. Schneiden Sie anschließend schwache und kranke Triebe ab sowie störende, herabhängende, zu steil wachsende oder sehr tief ansetzende Seitentriebe.
  3. Das Ziel liegt bei etwa 10 jungen Haupttrieben.

Diese Produkte sind ideal zum Schneiden Ihrer Sträucher, Hecken und Bäume:

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Johannisbeeren schneiden: Sommerschnitt

Der Sommerschnitt dient, wie kurz erwähnt, der besseren Belichtung, fördert die Bildung von Blütenknospen für das nächste Jahr und wird vor der Ernte durchgeführt. Sie gehen dabei folgendermaßen vor:

  • Kürzen Sie die früchtetragenden Triebe ein.
  • Entfernen Sie zu steile, überzählige (insgesamt ca. 10 diesjährige bis dreijährige Triebe belassen; bei schwarzen Johannisbeeren 10 neue Triebe) oder verletzte Neutriebe.
  • Übertreiben Sie es nicht mit dem Auslichten. Reifende Früchte, die der Sonne plötzlich stark ausgesetzt sind, können dadurch Schaden nehmen.

Der Sommerschnitt wird vor der Ernte durchgeführt [Foto: Tatiana Volgutova/ Shutterstock.com]

Hochstamm-Johannisbeeren schneiden

Johannisbeerstämmchen werden in den ersten Jahren so erzogen, dass ein kräftiger Mitteltrieb – quasi die Fortsetzung des Stämmchens – vier bis sechs Seitentriebe hat.

Bei der Erziehung geht es darum, diejenigen Seitentriebe bestehen zu lassen, die eine schöne Krone formen und diejenigen auf zwei bis drei Knospen zurückzuschneiden, die aus diesem Idealbild wachsen. Später werden die älteren Seitentriebe immer auf etwa drei Knospen und bei sehr schwachem Wachstum auf zwei Knospen gekürzt.

Die Knospe, auf die zurückgeschnitten wird, sollte dabei immer nach außen zeigen. Für die richtige Optik können Sie zuletzt noch überhängende Äste entfernen, sodass Ihre Hochstamm-Johannisbeere schön kompakt wächst.

Johannisbeeren schneiden zur Verjüngung

Johannisbeersträucher, die über Jahre nicht geschnitten wurden und nur noch wenige, winzige Früchte tragen, verdienen unbedingt einen Rettungsversuch. Die alten, dunklen Triebe werden hierbei radikal entweder direkt oberhalb von tief sitzenden, jungen Seitentrieben abgeschnitten oder auf ein bis zwei Knospen eingekürzt. Wie immer gilt es, auf nach außen zeigende Knospen zurückzuschneiden.

Beim Verjüngungsschnitt werden alte, dunkle Triebe radikal zurückgeschnitten [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Mit der richtigen Düngung im zeitigen Frühjahr dürfte dieser Radikalschnitt den Johannisbeerstrauch veranlassen, im kommenden Jahr ordentlich neu austreiben.

Entwickeln sich nur ein bis zwei schwache Triebe, dann ist der Rettungsversuch womöglich leider gescheitert und der Strauch hat ausgedient.

Bevor Sie ihm noch mehr vergebliche Mühe widmen, pflanzen Sie lieber einen neuen Johannisbeerstrauch.

Johannisbeeren schneiden mit Umpflanzen kombinieren

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Entschließen Sie sich, Ihren Johannisbeerstrauch in den Garten umzupflanzen, sollten Sie ebenfalls einen Schnitt vornehmen. Beachten Sie dabei unbedingt, dass sich in der Regel nur das Umpflanzen jüngerer Exemplare lohnt, da ältere Pflanzen durch den Umzug stark beeinträchtigt werden und ihr Ertrag darunter leidet.

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Als idealer Zeitpunkt bietet sich – genauso wie bei Pflanzung – der Herbst an. Wenn Sie die Johannisbeere umsetzen, sollten Sie die Pflanze relativ stark beschneiden. Schneiden Sie bis auf die einjährigen Triebe alle weiteren ab. Nach dem Umpflanzen benötigt der Strauch dann zwei bis drei Jahre, um sich zu regenerieren.

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Johannisbeeren pflanzen, pflegen und ernten

Johannisbeeren schneiden und pflanzen

Johannisbeeren sind mit ihrem eher säuerlichen Aroma nicht jedermanns Geschmack. Dennoch gehören die gesunden Beeren in jeden Garten: Mit der richtigen Pflege bringen sie über Jahre hinweg reiche Ernten. Und ihre Blüten sind im Frühjahr eine tolle Bienenweide!

Johannisbeer-Sorten

Johannisbeeren (Ribes) gehören zu den Stachelbeergewächsen. Vermutlich aus einheimischen Pflanzen gezüchtet, ist das Fruchtgehölz seit dem 15. Jahrhundert im Garten zuhause. Von Natur aus wachsen Johannisbeeren an Sträuchern. Inzwischen gibt es aber auch eine Reihe an hübschen Stämmchen: Hier wachsen die Beeren wie an einem Baum!

Für den Garten unterscheiden wir grundsätzlich zwei Arten an Johannisbeeren: Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) kann nicht nur rote, sondern auch durchscheinend-weiße und rosafarbene Früchte tragen. Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) gilt als besonders robust und soll auch mit weniger Sonne und mehr Feuchtigkeit zurechtkommen.

Innerhalb der jeweiligen Arten gibt es viele verschiedene Sorten. Sie unterschieden sich unter anderem aufgrund der Größe, der Farbe, des Aromas und der Reifezeit.

So reifen die Roten Johannisbeeren ‚Jonkher van Tets‘ und ‘Weiße Versailler‘ bereits ab Ende Juni, die Sorte ‚Rovada‘ hingegen erst ab Ende Juli – aber dafür bis in den September hinein.

Als robust gegen Krankheiten wiederum gelten die Schwarzen Johannisbeeren ‚Titania‘ und ‚Ometa‘. Sie reifen ab Mitte Juli.

Johannisbeeren pflanzen

Johannisbeeren kannst du im Herbst oder im zeitigen Frühjahr setzen. Als ideale Pflanzzeit gelten die Monate September und Oktober. Jungpflanzen kannst du im Fachhandel kaufen oder aber selber ziehen: einen gesunden Trieb abschneiden, wurzeln lassen und auspflanzen.

Anders als Himbeeren kannst du Johannisbeeren grundsätzlich eine Handbreit tiefer setzen als sie davor standen. So bilden sie schnell viele neue Triebe und haben einen festen Stand. Für einen guten Start kannst du ihnen auch Kompost oder Langzeitdünger mit ins Pflanzloch geben.

Wichtig: Die Pflanze gut angießen und anschließend den Boden mit einer Mulchschicht aus Gras, Rindenmulch oder Gründünger bedecken.
Nach dem Auspflanzen bekommt die Johannisbeere bereits ihren ersten Schnitt: Lasse lediglich drei bis vier starke, gesunde Triebe stehen und schneide diese auf ein Drittel zurück.

Die übrigen Zweige entfernst du komplett.

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Johannisbeersträucher wachsen sehr ausladend: Rote Sorten können bis zu zwei Meter hoch beziehungsweise breit werden. Der Abstand sollte daher 1,80 Meter zwischen den Pflanzen und bis zu 2,50 Meter in der Reihe betragen.

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Bei Schwarzen Johannisbeeren gilt sogar ein Abstand von bis zu 2,50 Metern zwischen den Pflanzen, da sie noch mehr wuchern. Wesentlich kompakter sind die Stämmchen und Spaliersorten.

Sie benötigen allerdings entsprechende Stützen, an denen sie festgebunden werden.

Pflege und Standort

Johannisbeeren benötigen einen windgeschützten, mindestens halbschattigen Standort: Je mehr Sonne die Beeren abbekommen, desto aromatischer schmecken sie. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und leicht feucht sein. Staunässe verträgt das Fruchtgehölz nicht! Zwei bis drei Mal im Jahr solltest du es düngen – idealerweise mit organischem Beerendünger.

Damit die Johannisbeeren gut gedeihen, solltest du sie mulchen. So bleibt nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, auch die flachen Wurzeln bleiben vor Verletzungen geschützt. Zudem unterdrückt eine intakte Mulchschicht wildwachsende Gräser und Kräuter.

Johannisbeeren sind anfällig für Schädlinge wie die Johannisbeergallmilbe, Johannisbeerblasenlaus und Spinnmilben. Zudem können sie Krankheiten bekommen wie die Blattfallkrankheit, Johannisbeerrost, Rost und Rußtau.

Johannisbeeren schneiden

Damit Johannisbeeren gesund bleiben und lange tragen, solltest du sie im Herbst schneiden. Entscheidend dafür, wie du das Fruchtgehölz schneiden musst, ist die Art: Rote Johannisbeeren tragen an Trieben, die zwei bis drei Jahre alt sind.

Alte Zweige müssen nach vier Jahren bodentief abgeschnitten werden. Schwarze Johannisbeeren reifen hingegen schon an einjährigen Trieben.

Sie sollten in der Regel nach der ersten, spätestens nach der zweite Ernte gekappt werden – ebenfalls knapp über dem Boden.

Insgesamt sollte ein Strauch nie mehr als zehn Haupttriebe besitzen. Lasse daher im Frühjahr nicht alle Triebe stehen, sondern wähle stets die aus, die stark, gesund und gerade gewachsen sind. Sie verzweigen sich im Laufe des Frühjahres.

Ernte und Konservierung

Ihren Namen verdankt die Johannisbeere wahrscheinlich der Zeit, um die ihre Früchte reif sind. Die ersten Beeren kannst du bereits um den Johannistag am 24. Juni ernten. Späte Sorten kannst du im August oder sogar erst Anfang September pflücken.

Reife Johannisbeeren sind voll durchgefärbt und schmecken – je nach Sorte – weniger sauer als unreife Früchte. Die Trauben lassen sich leicht von Hand abpflücken. Die Früchte sind recht empfindlich und halten sich nur kurze Zeit lang frisch.

Genieße sie daher möglichst gleich nach der Ernte – pur, im Smoothie oder mit Joghurt. Du kannst Johannisbeeren aber auch einfrieren oder Gelee, Kompott und Rote Grütze daraus kochen. Schwarze Johannisbeeren werden auch gern entsaftet.

Sie enthalten besonders viel Vitamin C und andere gesunde Inhaltsstoffe.

Источник: https://www.beetfreunde.de/johannisbeeren-pflanzenportrait/

Johannisbeeren schneiden in 10 Schritten

Johannisbeeren schneiden und pflanzen

Die säuerlichen Früchte der Johannisbeeren-Sträucher sind optimal für die Verarbeitung in der Küche geeignet. Kulinarisch werten die vitaminreichen, runden Beeren Desserts, Kuchen und Gelee auf.

Um sich über eine ertragreiche Ernte zu freuen, sollten passionierte Gärtner ein paar relevante Fakten in der Pflege berücksichtigen. Ein regelmäßiger Rückschnitt steigert den jährlichen Ertrag der beliebten Johannisbeeren.

Die unterschiedlichen Sorten der Gehölze stellen verschiedene Anforderungen beim Schneiden an den Hobbygärtner.

Gartenklassiker

Vitaminbombe für den Garten

Johannisbeeren gehören zu den Klassikern unter den heimischen Beerensträuchern. Dies zeigt allein die Tatsache, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschiedene mundartliche Namen für die Pflanze und ihre säuerlichen Beeren existieren.

Neben Begriffen wie „Ahlbeere“, „Träuble“, „Ribiseln“ oder „Meertrübeli“ gibt es einen Punkt, der die Sorten der Stachelbeergewächse unterscheidet: Das Thema „Rückschnitt“.

Schwarze Johannisbeeren werden auf eine andere Art und Weise zurückgeschnitten, als rote und weiße Beerensträucher.

Schneiden

Für eine ertragreiche Saison ist der Schnitt der Laub abwerfenden Gehölze unverzichtbar. In der Regel wird diese Maßnahme unmittelbar nach der Ernte durchgeführt. Bei frühreifenden Beeren bzw.

stark wachsenden Exemplaren ist ein Schnitt teilweise auch vor dem Abernten der Beeren sinnvoll. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Pflanzen als Hochstämmchen oder als Busch kultiviert werden.

Rote Johannisbeeren lassen sich problemlos als Spindel und Mehrtrieber an einem Drahtgeflecht erziehen.

Werkzeug

Das richtige Werkzeug

Passionierte Bastler wissen, wie wichtig das richtige Handwerkszeug ist. Dies gilt auch für die Tätigkeit im Garten: Gut geschärfte und funktionsfähige Geräte erleichtern die Arbeit und tragen zu einem effektiven Schnitt bei. Zum Schneiden von Beerensträuchern benötigen Sie Folgendes.

  • Astschere
  • Handschere
  • Stich- bzw. Klappsäge
  • Handschuhe

Sägen und Astschere kommen im Strauchinneren bzw. bei stärkeren Trieben zum Einsatz. Mit wenig Kraftaufwand ist es möglich, die störenden Pflanzenteile schnell zu entfernen. Das Schnittbild sollte sauber sein, damit keine Krankheitskeime oder Pilzerreger in das Innere der Johannisbeeren gelangen können.

Diese Maßnahme gilt bei jedem Rückschnitt, unabhängig, ob Sie Beerensträucher, Laub- oder Nadelgehölze schneiden. Aus diesem Grund ist zusätzlich die Desinfizierung der Werkzeuge nach der Arbeit sinnvoll. Die kleinere Handschere ist für die Feinarbeit geeignet.

Nur wenige Millimeter dicke Triebe lassen sich damit mühelos wegschneiden.

Motorbetriebene Werkzeuge können die Pflege bzw. den Rückschnitt der Pflanzen erleichtern. Heckenscheren dieser Art sind für Beerengehölze aber ungeeignet. Verzichten Sie auf den Einsatz dieser Geräte.

Zeitpunkt

Ob früh oder spät tragende Sorten: Wenn Sie die Sträucher nach der Ernte auslichten, erhöht dies die Gesundheit und Vitalität der Gehölze. Das Sonnenlicht gelangt ungefiltert an die reifenden Früchte, gleichzeitig wird die Ernte erleichtert.

  • im Frühjahr nach dem Frost können Hochstamm-Johannisbeeren zurückgeschnitten werden
  • unmittelbar nach der Ernte alte Triebe einkürzen
  • tote und welke Pflanzenteile ganzjährig entfernen

Frost und übermäßige Hitze können den robusten, mehrjährigen Gehölzen enormen Schaden zufügen. Zumindest dann, wenn die Pflanzen durch einen Rück- und Auslichtungsschnitt geschwächt wurden.

  • spät tragende Sorten vor dem ersten Frost schneiden
  • die Triebe nicht in der Mittagssonne einkürzen
  • am Vor- bzw. späten Nachmittag die Johannisbeeren zurückschneiden

Noch vor der Ausbildung neuer Triebe und Knospen im Frühling sollten Sie abgestorbene Zweige stamm- bzw. bodennah kürzen. Dadurch schaffen Sie Platz für neue Äste und Beeren. Schnell- und stark wachsende Sorten, wie beispielsweise „Silvergieters Schwarze“, erholen sich schnell von dieser Maßnahme.

Die Handschuhe sind keinesfalls obligatorisch, sondern ein unverzichtbares Utensil bei der Gartenarbeit. Dabei steht nicht nur der Schutz des Menschen, sondern auch der Pflanzen im Vordergrund. Ebenso wie das Werkzeug kann der Gärtner Keime und Erreger im Garten verbreiten.

Berühren Sie aus diesem Grund nie die frische Schnittfläche der Gehölze mit der bloßen Hand.

Nach Pflanzen

Das Einkürzen bzw. Entfernen von Trieben unmittelbar nach der Pflanzung ist nur bei der Spindel- bzw. Heckenform notwendig. Bei der eintriebigen Erziehung am Drahtrahmen werden mehrere Gewächse in einem Mindestabstand von ca.

35 cm gepflanzt. Wenn Sie sich für die zwei- bis dreitriebige Variante entscheiden, sollten Sie einen Abstand von mindestens 75 cm zwischen den einzelnen Johannisbeer-Sträuchern einhalten.

Diese Kultivierungsform eignet sich speziell für Hügel- und Hochbeete.

  • bei eintriebiger Erziehung nur den Leittrieb schonen
  • störende Nebentriebe direkt nach der Pflanzung einkürzen
  • bei mehrtriebiger Spindelerziehung 6 bis 8 einjährige Triebe stehen lassen
  • am Boden bzw. an der Seite austreibende Pflanzenteile mehrmals jährlich entfernen

Bei anderen Erziehungsformen werden abgestorbene bzw. schwache Triebe entfernt. Kürzen Sie die Spitzen gesunder Pflanzenteile um ungefähr 3 bis 5 cm ein. Das fördert ein buschiges Wachstum.

Weißer, Roter Beeren

Weiße und Rote Sorten zurückschneiden

Im Gegensatz zu Schwarzen Johannisbeeren bilden sich bei den Roten und Weißen Johannisbeeren die säuerlich schmeckenden Früchte an den zwei- bis dreijährigen Trieben. Ab dem 4. Jahr nimmt der Ertrag an diesen Zweigen ab.

Ein jährlicher Rückschnitt ist notwendig, damit die älteren Triebe durch junge Bodentriebe ersetzt werden können. Bei Schwarzen Johannisbeeren sind es die einjährigen Triebe, die eine ertragreiche Ernte garantieren.

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Ältere Zweige können hier bedenkenlos entfernt werden, sofern es nicht die Statik der kompletten Pflanze beeinträchtigt.

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Johannisbeeren mit einem verhältnismäßig schwachen Wuchs sollten jährlich um ungefähr ein Drittel zurückgeschnitten werden. Es muss ein ausgewogenes Verhältnis von jungen und mehrjährigen Trieben vorhanden sein. Bei Gehölzen mit roten und weißen Beeren sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

  • ältere Triebe an der Strauchbasis entfernen
  • 10 bis 12 Hauptäste stehen lassen
  • eng stehende Zweige beschneiden

Ältere Triebe sind an der Basis häufig dick und verholzt. Verwenden Sie bei Bedarf eine Säge, um die Zweige sauber wegzuschneiden. Mit einem Trick können Sie rote und weiße Sorten „verjüngen“: Ziehen Sie rechtzeitig einen neuen Bodentrieb nach, der im dritten bzw.

vierten Jahr den alten Haupttrieb komplett ersetzt. Auf diese Weise verhindern Sie, dass der Ertrag der Beeren spürbar zurückgeht und die gesamte Pflanze „vergreist“. Ältere Triebe erkennen Sie an der dunklen Rindenfärbung.

Zu den bekanntesten Roten und Weißen Ribes-Sorten gehören beispielsweise.

Ribes Rubrum Makosta

  • mittelspät reifendes Gehölz mit aromatischen Beeren

Ribes Rubrum Rondom

  • eine aromatische Sorte, die ab Ende Juni trägt
  • starkwüchsig und optimal zur Heckenerziehung geeignet

Ribes Rubrum Jonkheer van Tets

  • das starke Wachstum zeichnet diese frühe Johannisbeeren-Sorte aus

Ribes Rubrum Junifer

  • diese Pflanze ist empfindlich gegenüber Frost
  • blüht bereits ab März

Ribes Rubrum Champagner

  • mittelfrüh blühendes Gehölz
  • die Beeren besitzen ein leichtes, Champagner-Aroma

Ribes Rubrum Blanka

  • mittelfrüh tragende Sorte
  • ertragreiche Johannisbeer-Sorte

Schwarzer Beeren

Rückschnitt Schwarzer Johannisbeeren

Bei Gehölzen mit schwarzen Beeren nimmt der Ertrag an älteren Trieben bereits ab dem 2. Jahr spürbar ab. Der Nachteil: Die älteren Zweige rauben der Johannisbeere unnötig viel Kraft und Energie.

Wird der Strauch nicht jährlich zurückgeschnitten und ausgelichtet, kann Lichtmangel ebenfalls zu einer geringen Ernte führen. Schaffen Sie Platz für die jungen Triebe, indem Sie die älteren direkt nach der Ernte entfernen. Auch bei den schwarzen Beerensorten ist es wichtig, auf das Erscheinungsbild bzw.

die Statik der Gewächse zu achten. Mindestens 10 bis 12 Äste sollten am Gehölz erhalten bleiben, welche den Strauch zusammenhalten.

Um ein buschiges Erscheinungsbild zu fördern, können Sie auf einen Trick zurückgreifen: Lassen Sie nur 3 bis 4 Seitentriebe stehen und kürzen Sie die Haupttriebe darüber hinaus komplett ein. Ungefähr 4 bis 6 Augen reichen aus, damit die Pflanze kraftvoll neu austreibt.

Die im Folgejahr erscheinenden Zweige bilden vermehrt Früchte aus. Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass sich schwache Triebe unter der Last der Beeren zu Boden neigen. Reagieren Sie rechtzeitig und stützen Sie den Ast ab.

Zu den bekanntesten Vertretern der Schwarzen Johannisbeeren gehören die Folgenden.

Ribes nigrum Ometa

  • Sorte mit aromatischen Beeren
  • resistent gegen eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen

Ribes nigrum Silvergieters Schwarze

  • eine ertragsreiche Sorte mit einem kräftigen, aufrechten Wuchs
  • süße und milde Beeren

Ribes nigrum KieRoyal

  • die selbstbefruchtende Sorte besitzt süße Früchte
  • die Ernte erfolgt ab Ende Juni

Schnitt-Tipps

Tipps zum Schneiden der mehrjährigen Gehölze

Der Auslichtungs- und Rückschnitt der Stachelbeergewächse ist nicht schwierig. Unabhängig von der Ribes Sorte, gibt es ein paar allgemeine Tipps, die zu einer leckeren und reichhaltigen Ernte führen. Dazu gehört beispielsweise die Schnittform. Setzen Sie die Säge bzw. Schere schräg an. Auf geraden Flächen kann sich das Regen- bzw.

Gießwasser leicht sammeln, was im ungünstigsten Fall Fäulnis hervorrufen kann. Unsaubere Ränder, wie sie beispielsweise bei unzureichend geschärften Werkzeugen entstehen, sollten nachgearbeitet werden. Verletzen Sie nicht den Haupttrieb.

Wenn Sie seitlich und quer wachsende Triebe einkürzen, sollten Sie einen kleinen Stummel stehen lassen.

Optimale Trieblängen für verschiedene Sorten bei der Spindelerziehung:

  • langsam bzw. schwach wachsende Johannisbeeren auf eine Länge zwischen 30 – 50 cm zurückschneiden
  • mittelschwach wachsende Sorten auf 20 – 30 cm einkürzen
  • bei stark wachsenden Exemplaren können Sie die Zweige auf eine Länge von 5 – 15 cm schneiden

Hochstämmchen

Zu Hochstämmchen gezogene Obstsorten sind schon lange keine Seltenheit mehr. Die Pflanzen nehmen wenig Platz weg und sind ein Blickfang im Garten. Hinzu kommt, dass sich die Gehölze in größeren Gefäßen problemlos kultivieren lassen.

Der Trend macht auch vor Johannisbeeren nicht Halt. Speziell wird für diese Kultivierungsform Ribes aureum, die Gold-Johannisbeere, verwendet. Bei Hochstämmchen gelten ähnliche Regeln wie bei den buschig wachsenden Stachelbeergewächsen.

  • aufwärts wachsende Äste stutzen
  • Wasserschosser wegschneiden
  • schwache Triebe entfernen
  • ältere, hängende Zweige schneiden
  • Äste dürfen nicht beim Rückschnitt nicht einreißen
  • auf einen gleichmäßigen Kronenauau achten

Источник: https://www.plantopedia.de/johannisbeeren-schneiden/

Johannisbeerstrauch pflanzen, schneiden und vermehren

Johannisbeeren schneiden und pflanzen
Ein Johannisbeerstrauch trägt reife rote Früchte.

Wer schnell zu wohlschmeckenden Beeren im eigenen Garten kommen will, sollte sich einen Johannisbeerstrauch zulegen.

Die Sträucher der Johannisbeere tragen bei richtiger Pflege und Schnitt jedes Jahr eine Fülle vitaminreicher Beeren.

Zudem bereichern sie Ihre Gartenvielfalt um eine schöne Strauchart, die sich einfach vermehren lässt.

Johannisbeeren (botanisch Ribes) sind in Mitteleuropa weit verbreitet.

Zahlreiche Sorten sind in Gärtnereien, Baumärkten und im Online-Handel erhältlich: Es gibt rote, schwarze und weiße Johannesbeeren, die weißen Beeren sind etwas milder, die roten und besonders die schwarzen etwas säuerlicher. Schon für unter 10 Euro können Sie kleine Stauden kaufen, für 10 bis 20 Euro bekommen Sie alle gewünschten Sorten in vernünftiger Qualität.

Der richtige Standort für den Strauch

Johannisbeersträucher können bis zu 2 Meter hoch zu einem großen Busch auswachsen. Planen Sie beim Setzen der Pflanzen also ausreichend Platz ein, zumal die Johannisbeere ein Flachwurzler ist.

Sorgen Sie für humusreichen Boden. Ein sonniger oder halbschattiger Standort ist ideal, bei großer Trockenheit müssen die Pflanzen gewässert werden.

Mulchen ist wichtig: Decken Sie den Boden mit Rindenmulch ab, dass er nicht zu schnell die Feuchtigkeit verliert.

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Ideale Zeit fürs Pflanzen ist der Herbst – September oder sogar Oktober, wenn das Wetter warm und mild verläuft. Grund dafür ist das frühe Austreiben der Johannisbeere im Frühling. Wenn Sie für das Setzen der jungen Stauden das Frühjahr einplanen, tun sie dies so zeitig wie möglich.

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Erntezeit ist ab Juli, die roten Beeren werden früher reif als die schwarzen Johannisbeeren. Warten Sie nicht zu lange, sonst sind die Vögel schneller als Sie. Andererseits reifen die Beeren, je länger sie am Strauch hängen, süßer aus. Ein weiterer Vorteil: Die Pflanzen gelten als äußerst winterhart. Später Frosteinbruch im Frühjahr kann allerdings zu Ernte-Einbußen führen.

Den Johannisbeerstrauch schneiden

Leuchten knallig rot im Juli: Johannisbeeren im eigenen Garten

Wichtig für eine große Johannisbeerernte: Jedes Jahr einige der alten, dickeren, verholzten Zweige nach der Ernte knapp über dem Boden abschneiden. Sie tragen in den kommenden Jahren weniger Früchte. Die neu nachwachsenden, jungen Triebe bringen deutlich mehr Ertrag.

Der Busch kann damit gleichzeitig etwas ausgelichtet werden, damit die Blüten und zukünftigen Beeren im nächsten Jahr mehr Platz und damit Sonne bekommen. Lassen Sie also Licht und Luft an die Pflanzen, schneiden sie auch ein paar Seitentriebe ab.

Wenn die Sträucher über Jahre zu buschig wachsen, verringert sich die Anzahl der Beeren, zudem sind sie anfälliger für Krankheiten.

Stecklinge für weitere Sträucher ziehen

Die noch grünen Johannisbeeren Ende Mai

Die abgeschnittenen Äste können Sie gleich als Stecklinge weiterverwenden, um neue Johannisbeer-Stauden nachzuziehen. Stecken Sie die Äste, vorzugsweise jüngere Triebe, die viele Beeren getragen haben, tief in die Erde, so dass nur ein paar Zentimeter aus der Erde herausragen.

Am besten schräg angeschnittene, ca. 20 Zentimeter lange Äste verwenden. Etwas Kompost oder nährstoffreiche Erde um den eingesteckten Trieb geben und angießen. Im kommenden Jahr die jungen Pflanzen umsetzen an den gewünschten Platz, damit sich die inzwischen gewachsene kleine Wurzel weiter ausbreiten kann.

So lassen sich die Sträucher einfach vermehren.

Rezept-Ideen für Johannisbeeren

Die Beeren schmecken am besten frisch geerntet. Wem das Aroma zu sauer ist, kann die Beeren mit Zucker leicht süßen.

Johannisbeeren – oder Ribisel, wie die Beeren in Bayern und Österreich genannt werden – eignen sich hervorragend als köstlicher Belag für Obstkuchen, als Beilagen zu Desserts und sind eine Bereicherung für diverse Süßspeisen.

Klassisch ist die Verarbeitung zu Marmelade oder Gelee, ebenso als Johannisbeersaft. Natürlich schmecken sie auch pur, eine Schale Beeren mit frischem Joghurt, und sie haben im Nu ein wahres Power-Dessert kreiert.

Vitaminreiche Früchte

Auch im Rahmen einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung liefern Johannesbeeren einen wertvollen Beitrag. Ribisel sind äußerst vitaminhaltig, es sind die Beeren mit dem meisten Vitamin C überhaupt. Besonders die schwarzen Johannisbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben.

Daneben besitzen sie zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Spurenelemente. Das ebenfalls enthaltene Pektin sorgt zudem für eine gesunde Verdauung und hat positiven Einfluss auf den Darm.

Auch hier gilt: Essen Sie die Beeren frisch, bei längerer Lagerung verlieren sie an Geschmack und Wirkung – das ist bei Johannisbeeren schon nach 2-3 Tagen der Fall.

Weitere Ratgeber:
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Rote Johannisbeeren hängen Ende Juni am Strauch bereit zum Ernten.

Источник: https://www.garten-freunde.com/johannisbeeren-pflanzen-und-pflegen-der-weg-zur-grossen-ernte/5674

Johannisbeeren schneiden

Johannisbeeren schneiden und pflanzen

Für eine reiche Johannisbeerernte ist es wichtig, dass Sie ihre Johannisbeeren regelmäßig schneiden. Wie erklären Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

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Damit Johannisbeeren (bot. Ribes) die gewünschten Erträge bringen, müssen die Pflanzen regelmäßig beschnitten werden.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen roten und schwarzen Sorten und auch die immer beliebter werdenden Johannisbeeren-Stämmchen benötigen spezielle Schnittmaßnahmen.

Im Folgenden wird der Schnitt von Johannisbeeren detailliert erläutert und auf die jeweiligen Unterschiede eingegangen.

Warum müssen Johannisbeeren geschnitten werden?

Die meisten Früchte bilden rote und weiße  Johannisbeeren an den Seitentrieben der mehrjährigen Hauptäste aus. Bereits ab dem vierten Jahr sinken die Erträge deutlich. Daher sind Schnittmaßnahmen notwendig, um die Triebe zu entfernen. Schwarze Johannisbeeren wachsen an den einjährigen Trieben. Auch hier muss das alte Holz regelmäßig entfernt werden.

Allgemein macht sich der Schnitt auch notwendig, um die Pflanze zu verjüngen und zu einem kräftigeren Wuchs anzuregen. Zudem ist es notwendig, die alten und abgestorbenen Äste regelmäßig zu entfernen, damit die Sträucher kräftig austreiben und eine reiche Ernte versprechen.

Wann sollten man die Johannisbeeren schneiden?

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt ist der Spätsommer. Schneiden Sie die Johannisbeere im Spätsommer unmittelbar nach der Ernte, damit sie im Folgejahr eine reiche Ernte bringt. Zudem ist es möglich, die Johannisbeere im zeitigen Frühjahr – etwa im März – zu schneiden.

Tipp: Sowohl tote und welke Pflanzenteile als auch von der Johannisbeerblasenlaus befallene Pflanzenteile können ganzjährlich entfernt werden.

Welches Werkzeug ist notwendig?

Für den Schnitt der Johannisbeeren sollten folgende Werkzeuge bereitliegen:

  • Handschere
  • Astschere
  • Stichsäge oder Säbelsäge

Tipp: Handschuhe nicht vergessen.

Bei den stärkeren Trieben im Inneren der Pflanze reicht eine Handschere nicht aus. Damit kein unnötiger Kraftaufwand notwendig ist, werden Ast-, Stich- oder Säbelsäge verwendet. Wichtig ist auch, ein sauberes Schnittbild zu erzeugen.

Gerade Schnittkanten lassen sich nur mit scharfen Werkzeugen erzielen. Ist die Kante ausgefranst, heilen die Wunden schlechter ab und Bakterien und Pilze haben leichtes Spiel, in die geschwächte Pflanze einzudringen.

Lesen Sie dazu gern auch unseren Artikel „Wundpflege bei Gehölzen – So verhindern Sie einen Pilzbefall“.

Rote und weiße Johannisbeeren schneiden

Wie bereits erwähnt, werden die Früchte an den zwei- bis dreijährigen Trieben ausgebildet. Nimmt der Ertrag ab dem vierten Jahr ab, muss die Johannisbeere jährlich zurückgeschnitten werden. Werden die älteren Triebe entfernt, bilden sich vermehrt junge Bodentriebe.

Schwach wüchsige Sträucher werden jährlich etwa um ein Drittel gekürzt. Junge und mehrjährige Triebe sollten dabei in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Was beim Schnitt beachtet werden sollte:

  • Ältere Triebe sind komplett zu entfernen.
  • Stehen die Zweige eng beieinander, werden sie ausgelichtet.
  • An jeder Pflanze werden etwa zehn bis zwölf Hauptäste belassen.

Verholzte Triebe werden an der Strauchbasis abgesägt. Die lassen sich an einer dunklen Rindenfärbung erkennen. Damit die Pflanzen nicht vergreisen, ist es ratsam, frühzeitig mit der Nachzucht von Bodentrieben zu beginnen. Dazu wird der alte Haupttrieb im dritten oder vierten Jahr geschnitten.

Johannisbeeren auslichten

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Mit einem Auslichtungsschnitt macht der Hobbygärtner den Weg frei für die jungen Triebe, welche genügend Licht brauchen, um nachwachsen zu können. Von den neuen Trieben werden zwei bis drei kräftige Exemplare am Strauch belassen. Die alten Hauptäste und die restlichen neuen Triebe werden entfernt.

Die Seitentriebe der jüngeren Ruten werden auf etwa 30 Zentimeter gekürzt. Bodennahe Seitentriebe können entfernt werden. Hier würden sich ohnehin keine Früchte ausbilden, da nicht genug Licht eindringen kann.

Ausbildung der Früchte fördern

Alle Seitentriebe, die im letzten Jahr Früchte trugen, werden auf etwa einen Zentimeter Länge zurückgeschnitten. Hier werden sich neue Triebe bilden. Die Früchte erscheinen vermutlich erst im übernächsten Gartenjahr. Die weiteren Seitentriebe werden nicht beschnitten. Dort kommt es im folgenden Sommer zur Ausbildung von Früchten.

Schwarze Johannisbeeren schneiden

Da die Früchte bei der schwarzen Johannisbeere an den einjährigen Seitentrieben erscheinen, ist dies beim Schnitt zu berücksichtigen. Der Hobbygärtner hat es hier einfacher und kann quasi einen „Rundum-Schnitt“ durchführen. Damit behalten die Sträucher auch ihre Form.

Alle schwachen Triebe an den Hauptästen und der Strauchbasis werden entfernt. Im Frühjahr werden die Hauptäste über dem zweiten oder dritten Seitentrieb gekappt. Die alten Haupttriebe werden komplett entfernt und durch neue Triebe, die an der Basis belassen werden ersetzt.

Ein regelmäßiger Schnitt ist notwendig, denn bereits ab dem zweiten Jahr bilden sich an den älteren Trieben kaum noch Früchte aus. Die alten Zweige hindern die Pflanze am Wachsen und rauben den neuen Trieben das Licht.

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Tipp: Damit das Erscheinungsbild der Sträucher gewahrt bleibt, sollten mindestens zehn Äste an jedem Strauch belassen werden.

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Ein buschiger Wuchs lässt sich fördern, wenn die Haupttriebe komplett gekürzt und nur vier Seitentriebe am Strauch belassen werden. Die Pflanze wird kräftig austreiben und im Folgejahr vermehrt Früchte ausbilden. Es kann passieren, dass sich die noch schwachen Triebe unter der Last der Früchte zu Boden neigen. Die Äste müssen dann abgestützt werden.

Johannisbeeren-Hochstämmchen schneiden

In kleineren Gärten oder auch auf Balkon oder Terrasse finden vermehrt zu Hochstämmchen gezogene Johannisbeeren ihren Platz.

Beim Schnitt sollte Folgendes beachtet werden:

  • Äste, die steil nach oben wachsen, werden entfernt.
  • Schwache Triebe werden gekürzt.
  • Ältere Zweige, die nach unten wachsen, werden weggeschnitten.
  • Wasserschosser werden entfernt.

Beim Hochstämmchen ist auf einen gleichmäßigen Kronenauau zu achten. Auch hier ist es wichtig, scharfes Werkzeug zu verwenden, um glatte Schnittkanten zu hinterlassen und das Einreißen der Äste während des Rückschnitts zu verhindern.

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